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Das 1. Kapitel

1. Dies sind die Namen der Kinder Israels, die mit Jakob nach Ägypten kamen; ein jeglicher kam mit seinem Hause hinein:

2. Ruben, Simeon, Levi, Juda,

3. Isaschar, Sebulon, Benjamin,

4. Dan, Naphthali, Gad, Asser.

5. Und aller Seelen, die aus den Lenden Jakobs kommen waren, der waren siebenzig. Joseph aber war zuvor in Ägypten.

6. Da nun Joseph gestorben war und alle seine Brüder und alle, die zu der Zeit gelebt hatten,

7. wuchsen die Kinder Israel und zeugten Kinder und mehrten sich; und wurden ihrer sehr viel, dass ihrer das Land voll wurde.

8. Da kam ein neuer König auf in Ägypten, der wußte nichts von Joseph;

9. und sprach zu seinem Volk: Siehe, des Volks der Kinder Israel ist viel und mehr denn wir.

10. Wohlan, wir wollen sie mit Listen dämpfen, dass ihrer nicht so viel werden. Denn wo sich ein Krieg erhübe, möchten sie sich auch zu unsern Feinden schlagen und wider uns streiten und zum Lande ausziehen.

11. Und man setzte Fronvögte über sie, die sie mit schweren Diensten drücken sollten; denn man baute dem Pharao die Städte Pithon und Raemses zu Schatzhäusern.

12. Aber je mehr sie das Volk drückten, je mehr sich es mehrte und ausbreitete. Und sie hielten die Kinder Israel wie einen Greuel.

13. Und die Ägypter zwangen die Kinder Israel zu Dienst mit Unbarmherzigkeit

14. und machten ihnen ihr Leben sauer mit schwerer Arbeit im Ton und Ziegeln und mit allerlei Frönen auf dem Felde und mit allerlei Arbeit, die sie ihnen auflegten mit Unbarmherzigkeit.

15. Und der König in Ägypten sprach zu den hebräischen Wehmüttern, deren eine hieß Siphra und die andere Pua:

16. Wenn ihr den hebräischen Weibern helft und auf dem Stuhl seht, dass es ein Sohn ist, so tötet ihn; ist's aber eine Tochter, so lasst sie leben.

17. Aber die Wehmütter fürchteten Gott und taten nicht, wie der König in Ägypten zu ihnen gesagt hatte, sondern ließen die Kinder leben.

18. Da rief der König in Ägypten den Wehmüttern und sprach zu ihnen: Warum tut ihr das, dass ihr die Kinder leben lasst?

19. Die Wehmütter antworteten Pharao: Die hebräischen Weiber sind nicht wie die ägyptischen, denn sie sind harte Weiber; ehe die Wehmutter zu ihnen kommt, haben sie geboren.

20. Darum tat Gott den Wehmüttern Gutes. Und das Volk mehrte sich und wurde sehr viel.

21. Und weil die Wehmütter Gott fürchteten, baute er ihnen Häuser.

22. Da gebot Pharao all seinem Volk und sprach: Alle Söhne, die geboren werden, werft ins Wasser und alle Töchter lasst leben.

Das 2. Kapitel

1. Und es ging hin ein Mann vom Hause Levi und nahm eine Tochter Levis.

2. Und das Weib wurde schwanger und gebar einen Sohn. Und da sie sah, dass es ein fein Kind war, verbarg sie ihn drei Monate.

3. Und da sie ihn nicht länger verbergen konnte, machte sie ein Kästlein von Rohr und verklebte es mit Ton und Pech und legte das Kind drein und legte ihn in das Schilf am Ufer des Wassers.

4. Aber seine Schwester stand von ferne, dass sie erfahren wollte, wie es ihm gehen würde.

5. Und die Tochter Pharaos ging hernieder und wollte baden im Wasser; und ihre Jungfrauen gingen an dem Rande des Wassers. Und da sie das Kästlein im Schilf sah, sandte sie ihre Magd hin und ließ es holen.

6. Und da sie es auftat, sah sie das Kind; und siehe, das Knäblein weinte. Da jammerte es sie, und sprach: Es ist der hebräischen Kindlein eins.

7. Da sprach seine Schwester zu der Tochter Pharaos: Soll ich hingehen und der hebräischen Weiber eine rufen, die da säugt, dass sie dir das Kindlein säuge?

8. Die Tochter Pharaos sprach zu ihr: Gehe hin! Die Jungfrau ging hin und rief des Kindes Mutter.

9. Da sprach Pharaos Tochter zu ihr: Nimm hin das Kindlein und säuge mir's, ich will dir lohnen. Das Weib nahm das Kind und säugte es.

10. Und da das Kind groß wurde, brachte sie es der Tochter Pharaos, und es wurde ihr Sohn; und hieß ihn Mose, denn sie sprach: Ich habe ihn aus dem Wasser gezogen.

11. Zu den Zeiten, da Mose war groß worden, ging er aus zu seinen Brüdern und sah ihre Last und wurde gewahr, dass ein Ägypter schlug seiner Brüder, der hebräischen, einen.

12. Und er wandte sich hin und her, und da er sah, dass kein Mensch da war, erschlug er den Ägypter und verscharrete ihn in den Sand.

13. Auf einen andern Tag ging er auch aus und sah zwei hebräische Männer sich miteinander zanken; und sprach zu dem Ungerechten: Warum schlägst du deinen Nächsten?

14. Er aber sprach: Wer hat dich zum Obersten oder Richter über uns gesetzt? Willst du mich auch erwürgen, wie du den Ägypter erwürgt hast? Da fürchtete sich Mose und sprach: Wie ist das laut worden?

15. Und es kam vor Pharao, der trachtete nach Mose, dass er ihn erwürgte. Aber Mose floh vor Pharao und hielt sich im Lande Midian und wohnte bei einem Brunnen.

16. Der Priester aber in Midian hatte sieben Töchter, die kamen, Wasser zu schöpfen, und füllten die Rinnen, dass sie ihres Vaters Schafe tränkten.

17. Da kamen die Hirten und stießen sie davon. Aber Mose machte sich auf und half ihnen und tränkte ihre Schafe.

18. Und da sie zu ihrem Vater Reguel kamen, sprach er: Wie seid ihr heute so bald kommen?

19. Sie sprachen: Ein ägyptischer Mann errettete uns von den Hirten und schöpfte uns und tränkte die Schafe.

20. Er sprach zu seinen Töchtern: Wo ist er? Warum habt ihr den Mann gelassen, dass ihr ihn nicht ludet, mit uns zu essen?

21. Und Mose bewilligte, bei dem Manne zu bleiben. Und er gab Mose seine Tochter Zipora.

22. Die gebar einen Sohn: und er hieß ihn Gersom; denn er sprach: Ich bin ein Fremdling worden im fremden Lande. (Und sie gebar noch einen Sohn, den hieß er Elieser, und sprach: Der Gott meines Vaters ist mein Helfer und hat mich von der Hand Pharaos errettet.)

23. Lange Zeit aber danach starb der König in Ägypten. Und die Kinder Israel seufzeten über ihre Arbeit und schrieen; und ihr Schreien über ihre Arbeit kam vor Gott.

24. Und Gott erhörte ihr Wehklagen und gedachte an seinen Bund mit Abraham, Isaak und Jakob.

25. Und er sah drein und nahm sich ihrer an.

Das 3. Kapitel

1. Mose aber hütete die Schafe Jethros, seines Schwähers, des Priesters in Midian, und trieb die Schafe hinter in die Wüste und kam an den Berg Gottes Horeb.

2. Und der Engel des Herrn erschien ihm in einer feurigen Flamme aus dem Busch. Und er sah, dass der Busch mit Feuer brannte, und wurde doch nicht verzehrt.

3. Und sprach: Ich will dahin und besehen dies große Gesicht, warum der Busch nicht verbrennt.

4. Da aber der Herr sah, dass er hinging zu sehen, rief ihm Gott aus dem Busch und sprach: Mose, Mose! Er antwortete: Hie bin ich.

5. Er sprach: Tritt nicht herzu! Zeuch deine Schuhe aus von deinen Füßen; denn der Ort, da du auf stehest, ist ein heilig Land.

6. Und sprach weiter: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Und Mose verhüllte sein Angesicht, denn er fürchtete sich, Gott anzuschauen.

7. Und der Herr sprach: Ich habe gesehen das Elend meines Volks in Ägypten und habe ihr Geschrei gehört über die, so sie treiben; ich habe ihr Leid erkannt.

8. Und bin herniedergefahren, dass ich sie errette von der Ägypter Hand und sie ausführe aus diesem Lande in ein gut und weit Land, in ein Land, darinnen Milch und Honig fließt, nämlich an den Ort der Kanaaniter, Hethiter, Amoriter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter.

9. Weil denn nun das Geschrei der Kinder Israel vor mich kommen ist und habe auch dazu gesehen ihre Angst, wie sie die Ägypter ängsten,

10. so gehe nun hin, ich will dich zu Pharao senden, dass du mein Volk, die Kinder Israel, aus Ägypten führest.

11. Mose sprach zu Gott: Wer bin ich, dass ich zu Pharao gehe und führe die Kinder Israel aus Ägypten?

12. Er sprach: Ich will mit dir sein. Und das soll dir das Zeichen sein, dass ich dich gesandt habe: Wenn du mein Volk aus Ägypten geführt hast, werdet ihr Gott opfern auf diesem Berge.

13. Mose sprach zu Gott: Siehe, wenn ich zu den Kindern Israel komme und spreche zu ihnen: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt, und sie mir sagen werden: Wie heißt sein Name? was soll ich ihnen sagen?

14. Gott sprach zu Mose: Ich werde sein, der ich sein werde. Und sprach: Also sollst du den Kindern Israel sagen: Ich werd's sein, der hat mich zu euch gesandt.

15. Und Gott sprach weiter zu Mose: Also sollst du zu den Kindern Israel sagen: Der Herr, eurer Väter Gott, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name ewiglich, dabei soll man mein gedenken für und für.

16. Darum so gehe hin und versammle die Ältesten in Israel und sprich zu ihnen: Der Herr, eurer Väter Gott, ist mir er schienen, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs, und hat gesagt: Ich habe euch heimgesucht und gesehen, was euch in Ägypten widerfahren ist.

17. Und habe gesagt: Ich will euch aus dem Elende Ägyptens führen in das Land der Kanaaniter, Hethiter, Amoriter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter, in das Land, darinnen Milch und Honig fließt.

18. Und wenn sie deine Stimme hören, so sollst du und die Ältesten in Israel hineingehen zum Könige in Ägypten und zu ihm sagen: Der Herr, der Ebräer Gott, hat uns gerufen. So laß uns nun gehen drei Tagesreisen in die Wüste, dass wir opfern dem Herrn, unserm Gott.

19. Aber ich weiß, dass euch der König in Ägypten nicht wird ziehen lassen ohne durch eine starke Hand.

20. Denn ich werde meine Hand aus strecken und Ägypten schlagen mit allerlei Wundern, die ich drinnen tun werde. Danach wird er euch ziehen lassen.

21. Und ich will diesem Volk Gnade geben vor den Ägyptern, dass, wenn ihr auszieht, nicht leer auszieht;

22. sondern ein jeglich Weib soll von ihrer Nachbarin und Hausgenossin fordern silberne und güldene Gefäße und Kleider; die sollt ihr auf eure Söhne und Töchter legen und den Ägyptern entwenden.

Das 4. Kapitel

1. Mose antwortete und sprach: Siehe, sie werden mir nicht glauben noch meine Stimme hören, sondern werden sagen: Der Herr ist dir nicht erschienen.

2. Der Herr sprach zu ihm: Was ist, das du in deiner Hand hast? Er sprach: Ein Stab.

3. Er sprach: Wirf ihn von dir auf die Erde! Und er warf ihn von sich; da wurde er zur Schlange. Und Mose floh vor ihr.

4. Aber der Herr sprach zu ihm: Strecke deine Hand aus und erhasche sie bei dem Schwanz. Da streckte er seine Hand aus und hielt sie; und sie wurde zum Stab in seiner Hand.

5. Darum werden sie glauben, dass dir erschienen sei der Herr, der Gott ihrer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs.

6. Und der Herr sprach weiter zu ihm: Stecke deine Hand in deinen Busen. Und er steckte sie in seinen Busen und zog sie heraus; siehe, da war sie aussätzig wie Schnee.

7. Und er sprach: Tu sie wieder in den Busen. Und er tat sie wieder in den Busen und zog sie heraus; siehe, da wurde sie wieder wie sein ander Fleisch.

8. Wenn sie dir nun nicht werden glauben noch deine Stimme hören bei einem Zeichen, so werden sie doch glauben deiner Stimme bei dem andern Zeichen.

9. Wenn sie aber diesen zweien Zeichen nicht glauben werden noch deine Stimme hören, so nimm des Wassers aus dem Strom und geuß es auf das trockne Land, so wird dasselbe Wasser, das du aus dem Strom genommen hast, Blut werden auf dem trocknen Lande.

10. Mose aber sprach zu dem Herrn: Ach, mein Herr, ich bin je und je nicht wohl beredt gewesen, seit der Zeit du mit deinem Knecht geredet hast; denn ich habe eine schwere Sprache und eine schwere Zunge.

11. Der Herr sprach zu ihm: Wer hat dem Menschen den Mund geschaffen oder wer hat den Stummen oder Tauben oder Sehenden oder Blinden gemacht? Habe ich's nicht getan, der Herr?

12. So gehe nun hin: Ich will mit deinem Munde sein und dich lehren, was du sagen sollst.

13. Mose sprach aber: Mein Herr, sende, welchen du senden willst!

14. Da wurde der Herr sehr zornig über Mose und sprach: Weiß ich denn nicht, dass dein Bruder Aaron aus dem Stamm Levi beredt ist? Und siehe, er wird herausgehen dir entgegen, und wenn er dich sieht, wird er sich von Herzen freuen.

15. Du sollst zu ihm reden und die Worte in seinen Mund legen. Und ich will mit deinem und seinem Munde sein und euch lehren; was ihr tun sollt.

16. Und er soll für dich zum Volk reden; er soll dein Mund sein, und du sollst sein Gott sein.

17. Und diesen Stab nimm in deine Hand, damit du Zeichen tun sollst.

18. Mose ging hin und kam wieder zu Jethro, seinem Schwäher, und sprach zu ihm: Lieber, laß mich gehen, dass ich wieder zu meinen Brüdern komme, die in Ägypten sind, und sehe, ob sie noch leben. Jethro sprach zu ihm: Gehe hin mit Frieden.

19. Auch sprach der Herr zu ihm in Midian: Gehe hin und zeuch wieder nach Ägypten; denn die Leute sind tot, die nach deinem Leben standen.

20. Also nahm Mose sein Weib und seine Söhne und führte sie auf einem Esel und zog wieder nach Ägyptenland; und nahm den Stab Gottes in seine Hand!

21. Und der Herr sprach zu Mose: Siehe zu, wenn du wieder nach Ägypten kommst, dass du alle die Wunder tust vor Pharao, die ich dir in deine Hand gegeben habe; ich aber will sein Herz verstocken, dass er das Volk nicht lassen wird.

22. Und sollst zu ihm sagen: So sagt der Herr: Israel ist mein erstgeborner Sohn;

23. und ich gebiete dir, dass du meinen Sohn ziehen lassest, dass er mir diene. Wirst du dich des weigern, so will ich deinen erstgebornen Sohn erwürgen.

24. Und als er unterwegen in der Herberge war, kam ihm der Herr entgegen und wollte ihn töten.

25. Da nahm Zipora einen Stein und beschnitt ihrem Sohn die Vorhaut; und rührte ihm seine Füße an und sprach: Du bist mir ein Blutbräutigam.

26. Da ließ er von ihm ab. Sie sprach aber Blutbräutigam um der Beschneidung willen.

27. Und der Herr sprach zu Aaron: Gehe hin Mose entgegen in die Wüste. Und er ging hin und begegnete ihm am Berge Gottes und küsste ihn.

28. Und Mose sagte Aaron alle Worte des Herrn, der ihn gesandt hatte, und alle Zeichen, die er ihm befohlen hatte.

29. Und sie gingen hin und versammelten alle Ältesten von den Kindern Israel.

30. Und Aaron redete alle Worte, die der Herr mit Mose geredet hatte, und tat die Zeichen vor dem Volk.

31. Und das Volk glaubte. Und da sie hörten, dass der Herr die Kinder Israel heimgesucht und ihr Elend angesehen hätte, neigten sie sich und beteten an.

Das 5. Kapitel

1. Danach gingen Mose und Aaron hinein und sprachen zu Pharao: So sagt der Herr, der Gott Israels: Laß mein Volk ziehen, dass mir's ein Fest halte in der Wüste.

2. Pharao antwortete: Wer ist der Herr, des Stimme ich hören müsse und Israel ziehen lassen? Ich weiß nicht von dem Herrn, will auch Israel nicht lassen ziehen.

3. Sie sprachen: Der Ebräer Gott hat uns gerufen; so laß uns nun hinziehen drei Tagereisen in die Wüste und dem Herrn, unserm Gott, opfern, dass uns nicht widerfahre Pestilenz oder Schwert.

4. Da sprach der König in Ägypten zu ihnen: Du, Mose und Aaron, warum wollt ihr das Volk von seiner Arbeit frei machen? Geht hin an eure Dienste!

5. Weiter sprach Pharao: Siehe, des Volks ist schon zu viel im Lande, und ihr wollt sie noch feiern heißen von ihrem Dienst.

6. Darum befahl Pharao desselben Tages den Vögten des Volks und ihren Amtleuten und sprach:

7. Ihr sollt dem Volk nicht mehr Stroh sammeln und geben, dass sie Ziegel brennen, wie bis anher; lasst sie selbst hingehen und Stroh zusammenlesen;

8. und die Zahl der Ziegel, die sie bisher gemacht haben, sollt ihr ihnen gleichwohl auflegen und nichts mindern; denn sie gehen müßig, darum schreien sie und sprechen: Wir wollen hinziehen und unserm Gott opfern.

9. Man drücke die Leute mit Arbeit, dass sie zu schaffen haben und sich nicht kehren an falsche Rede!

10. Da gingen die Vögte des Volks und ihre Amtleute aus und sprachen zum Volk: So spricht Pharao: Man wird euch kein Stroh geben.

11. Geht ihr selbst hin und sammelt euch Stroh, wo ihr's findet; aber von eurer Arbeit soll nichts gemindert werden.

12. Da zerstreute sich das Volk ins ganze Land Ägypten, dass es Stoppeln sammelte, damit sie Stroh hätten.

13. Und die Vögte trieben sie und sprachen: Erfüllt euer Tagwerk, gleich als da ihr Stroh hattet!

14. Und die Amtleute der Kinder Israel, welche die Vögte Pharaos über sie gesetzt hatten, wurden geschlagen, und wurde zu ihnen gesagt: Warum habt ihr weder heute noch gestern euer gesetzt Tagwerk getan, wie vorhin?

15. Da gingen hinein die Amtleute der Kinder Israel und schrieen zu Pharao: Warum willst du mit deinen Knechten also fahren?

16. Man gibt deinen Knechten kein Stroh, und sollen die Ziegel machen, die uns bestimmt sind; und siehe, deine Knechte werden geschlagen, und dein Volk muß Sünder sein.

17. Pharao sprach: Ihr seid müßig, müßig seid ihr; darum sprecht ihr: Wir wollen hinziehen und dem Herrn opfern.

18. So geht nun hin und frönet! Stroh soll man euch nicht geben, aber die Anzahl der Ziegel sollt ihr reichen.

19. Da sahen die Amtleute der Kinder Israel, dass es ärger wurde, weil man sagte: Ihr sollt nichts mindern von dem Tagwerk an den Ziegeln.

20. Und da sie von Pharao gingen, begegneten sie Mose und Aaron und traten gegen sie

21. und sprachen zu ihnen: Der Herr sehe auf euch und richte es, dass ihr unsern Geruch habt stinken gemacht vor Pharao und seinen Knechten und habt ihnen das Schwert in ihre Hände gegeben, uns zu töten.

22. Mose aber kam wieder zu dem Herrn und sprach: Herr, warum tust du so übel an diesem Volk? Warum hast du mich hergesandt?

23. Denn seit dem, dass ich hinein bin gegangen zu Pharao, mit ihm zu reden in deinem Namen, hat er das Volk noch härter geplagt; und du hast dein Volk nicht errettet.

Das 6. Kapitel

1. Der Herr sprach zu Mose: Nun sollst du sehen, was ich Pharao tun werde; denn durch eine starke Hand muß er sie lassen ziehen, er muß sie noch durch eine starke Hand aus seinem Lande von sich treiben.

2. Und Gott redete mit Mose und sprach zu ihm: Ich bin der Herr,

3. und bin erschienen Abraham, Isaak und Jakob, dass ich ihr allmächtiger Gott sein wollte; aber mein Name, Herr, ist ihnen nicht offenbart worden.

4. Auch habe ich meinen Bund mit ihnen aufgerichtet, dass ich ihnen geben will das Land Kanaan, das Land ihrer Wallfahrt, darinnen sie Fremdlinge gewesen sind.

5. Auch habe ich gehört die Wehklage der Kinder Israel, welche die Ägypter mit Frönen beschweren, und habe an meinen Bund gedacht.

6. Darum sage den Kindern Israel: Ich bin der Herr und will euch ausführen von euren Lasten in Ägypten und will euch erretten von eurem Fronen und will euch erlösen durch einen ausgereckten Arm und große Gerichte;

7. und will euch annehmen zum Volk und will euer Gott sein, dass ihr's erfahren sollt, dass ich der Herr bin euer Gott, der euch ausgeführt habe von der Last Ägyptens

8. und euch gebracht in das Land, darüber ich habe meine Hand gehoben, dass ich's gäbe Abraham, Isaak und Jakob; das will ich euch geben zu eigen, ich, der Herr.

9. Mose sagte solches den Kindern Israel; aber sie hörten ihn nicht vor Seufzen und Angst und harter Arbeit.

10. Da redete der Herr mit Mose und sprach:

11. Gehe hinein und rede mit Pharao, dem Könige in Ägypten, dass er die Kinder Israel aus seinem Lande lasse.

12. Mose aber redete vor dem Herrn und sprach: Siehe, die Kinder Israel hören mich nicht, wie sollte mich denn Pharao hören? Dazu bin ich von unbeschnittenen Lippen.

13. Also redete der Herr mit Mose und Aaron und tat ihnen Befehl an die Kinder Israel und Pharao, den König in Ägypten, dass sie die Kinder Israel aus Ägypten führten.

14. Dies sind die Häupter in jeglichem Geschlecht der Väter. Die Kinder Rubens, des ersten Sohnes Israels, sind diese: Hanoch, Pallu, Hezron, Charmi. Das sind die Geschlechter von Ruben.

15. Die Kinder Simeons sind diese: Jemuel, Jamin, Ohad, Jachin, Zohar und Saul, der Sohn des kanaanäischen Weibes, das sind Simeons Geschlechter.

16. Dies sind die Namen der Kinder Levis in ihren Geschlechtern: Gerson, Kahath, Merari. Aber Levi wurde hundertundsiebenunddreißig Jahre alt.

17. Die Kinder Gersons sind diese: Libni und Simei in ihren Geschlechtern.

18. Die Kinder Kahaths sind diese: Amram, Jezear, Hebron, Usiel. Kahath aber wurde hundertunddreiunddreißig Jahre alt.

19. Die Kinder Meraris sind diese: Maheli und Musi. Das sind die Geschlechter Levis in ihren Stämmen.

20. Und Amram nahm seine Muhme Jochebed zum Weibe, die gebar ihm Aaron und Mose. Aber Amram wurde hundertundsiebenunddreißig Jahre alt.

21. Die Kinder Jezears sind diese: Korah, Nepheg, Sichri.

22. Die Kinder Usiels sind diese: Misael, Elzaphan, Sithri.

23. Aaron nahm zum Weibe Eliseba, die Tochter Amminadabs, Nahassons Schwester; die gebar ihm Nadab, Abihu, Eleasar, Ithamar.

24. Die Kinder Korahs sind diese: Assir, Elkana, Abiasaph. Das sind die Geschlechter der Korahiter.

25. Eleasar aber, Aarons Sohn, der nahm von den Töchtern Putiels ein Weib; die gebar ihm den Pinehas. Das sind die Häupter unter den Vätern der Levitengeschlechter.

26. Das ist der Aaron und Mose, zu denen der Herr sprach: Führt die Kinder Israel aus Ägyptenland mit ihrem Heer.

27. Sie sind's, die mit Pharao, dem Könige in Ägypten, redeten, dass sie die Kinder Israel aus Ägypten führten, nämlich Mose und Aaron.

28. Und des Tages redete der Herr mit Mose in Ägyptenland

29. und sprach zu ihm: Ich bin der Herr; rede mit Pharao, dem Könige in Ägypten, alles was ich mit dir rede.

30. Und er antwortete vor dem Herrn: Siehe, ich bin von unbeschnittenen Lippen; wie wird mich denn Pharao hören?

Das 7. Kapitel

1. Der Herr sprach zu Mose: Siehe, ich habe dich einen Gott gesetzt über Pharao; und Aaron, dein Bruder, soll dein Prophet sein.

2. Du sollst reden alles, was ich dir gebieten werde; aber Aaron, dein Bruder, soll es vor Pharao reden, dass er die Kinder Israel aus seinem Lande lasse.

3. Aber ich will Pharaos Herz verhärten, dass ich meiner Zeichen und Wunder viel tue in Ägyptenland.

4. Und Pharao wird euch nicht hören, auf dass ich meine Hand in Ägypten beweise und führe mein Heer, mein Volk, die Kinder Israel, aus Ägyptenland durch große Gerichte.

5. Und die Ägypter sollen's inne werden, dass ich der Herr bin, wenn ich nun meine Hand ausstrecke über Ägypten und die Kinder Israel von ihnen wegführen werde.

6. Mose und Aaron taten, wie ihnen der Herr geboten hatte.

7. Und Mose war achtzig Jahre alt und Aaron dreiundachtzig Jahre alt, da sie mit Pharao redeten.

8. Und der Herr sprach zu Mose und Aaron:

9. Wenn Pharao zu euch sagen wird: Beweist eure Wunder, so sollst du zu Aaron sagen: Nimm deinen Stab und wirf ihn vor Pharao, dass er zur Schlange werde.

10. Da gingen Mose und Aaron hinein zu Pharao und taten wie ihnen der Herr geboten hatte. Und Aaron warf seinen Stab vor Pharao und vor seinen Knechten; und er wurde zur Schlange.

11. Da forderte Pharao die Weisen und Zauberer. Und die ägyptischen Zauberer taten auch also mit ihrem Beschwören.

12. Ein jeglicher warf seinen Stab von sich, da wurden Schlangen draus; aber Aarons Stab verschlang ihre Stäbe.

13. Also wurde das Herz Pharaos verstockt und hörte sie nicht, wie denn der Herr geredet hatte.

14. Und der Herr sprach zu Mose: Das Herz Pharaos ist hart; er weigert sich, das Volk zu lassen.

15. Gehe hin zu Pharao morgen. Siehe, er wird ans Wasser gehen; so tritt gegen ihm an das Ufer des Wassers und nimm den Stab in deine Hand, der zur Schlange wurde,

16. und sprich zu ihm: Der Herr, der Ebräer Gott, hat mich zu dir gesandt und lassen sagen: Laß mein Volk, dass mir's diene in der Wüste! Aber du hast bisher nicht wollen hören.

17. Darum spricht der Herr also: Daran sollst du erfahren, dass ich der Herr bin. Siehe, ich will mit dem Stabe, den ich in meiner Hand habe, das Wasser schlagen, das in dem Strom ist, und es soll in Blut verwandelt werden,

18. dass die Fische im Strom sterben sollen und der Strom stinken, und den Ägyptern wird ekeln, zu trinken des Wassers aus dem Strom.

19. Und der Herr sprach zu Mose: Sage Aaron: Nimm deinen Stab und recke deine Hand aus über die Wasser in Ägypten, über ihre Bäche und Ströme und Seen und über alle Wassersümpfe, dass sie Blut werden, und sei Blut in ganz Ägyptenland, beide in hölzernen und steinernen Gefäßen.

20. Mose und Aaron taten, wie ihnen der Herr geboten hatte, und hub den Stab auf und schlug ins Wasser, das im Strom war, vor Pharao und seinen Knechten. Und alles Wasser im Strom wurde in Blut verwandelt.

21. Und die Fische im Strom starben, und der Strom wurde stinkend, dass die Ägypter nicht trinken konnten des Wassers aus dem Strom; und wurde Blut in ganz Ägyptenland.

22. Und die ägyptischen Zauberer taten auch also mit ihrem Beschwören. Also wurde das Herz Pharaos verstockt und hörte sie nicht, wie denn der Herr geredet hatte.

23. Und Pharao wandte sich und ging heim und nahm's nicht zu Herzen.

24. Aber alle Ägypter gruben nach Wasser um den Strom her, zu trinken; denn des Wassers aus dem Strom konnten sie nicht trinken.

25. Und das währte sieben Tage lang, dass der Herr den Strom schlug.

Das 8. Kapitel

1. Der Herr sprach zu Mose: Gehe hinein zu Pharao und sprich zu ihm: So sagt der Herr: Laß mein Volk, dass mir's diene!

2. Wo du dich des weigerst, siehe, so will ich alle deine Grenze mit Fröschen plagen,

3. dass der Strom soll von Fröschen wimmeln; die sollen heraufkriechen und kommen in dein Haus, in deine Kammer, auf dein Lager, auf dein Bett; auch in die Häuser deiner Knechte, unter dein Volk, in deine Backöfen und in deine Teige;

4. und sollen die Frösche auf dich und auf dein Volk und auf alle deine Knechte kriechen.

5. Und der Herr sprach zu Mose: Sage Aaron: Recke deine Hand aus mit deinem Stabe über die Bäche und Ströme und Seen und laß Frösche über Ägyptenland kommen.

6. Und Aaron reckte seine Hand über die Wasser in Ägypten; und kamen Frösche herauf, dass Ägyptenland bedeckt wurde.

7. Da taten die Zauberer auch also mit ihrem Beschwören und ließen Frösche über Ägyptenland kommen.

8. Da forderte Pharao Mose und Aaron und sprach: Bittet den Herrn für mich, dass er die Frösche von mir und von meinem Volk nehme, so will ich das Volk lassen, dass es dem Herrn opfere.

9. Mose sprach: Habe du die Ehre vor mir und stimme mir, wann ich für dich, für deine Knechte und für dein Volk bitten soll, dass die Frösche von dir und von deinem Hause vertrieben werden und allein im Strom bleiben.

10. Er sprach: Morgen. Er sprach: Wie du gesagt hast. Auf dass du erfahrest, dass niemand ist wie der Herr, unser Gott,

11. so sollen die Frösche von dir, von deinem Hause von deinen Knechten und von deinem Volk genommen werden und allein im Strom bleiben.

12. Also ging Mose und Aaron von Pharao. Und Mose schrie zu dem Herrn der Frösche halben, wie er Pharao hatte zugesagt.

13. Und der Herr tat, wie Mose gesagt hatte; und die Frösche starben in den Häusern, in den Höfen und auf dem Felde.

14. Und sie häuften sie zusammen, hie einen Haufen und da einen Haufen; und das Land stank davon.

15. Da aber Pharao sah, dass er Luft gekriegt hatte, wurde sein Herz verhärtet und hörte sie nicht, wie denn der Herr geredet hatte.

16. Und der Herr sprach zu Mose: Sage Aaron: Recke deinen Stab aus und schlag in den Staub auf Erden, dass Läuse werden in ganz Ägyptenland.

17. Sie taten also, und Aaron reckte seine Hand aus mit seinem Stabe und schlug in den Staub auf Erden; und es wurden Läuse an den Menschen und an dem Vieh; aller Staub des Landes wurde Läuse in ganz Ägyptenland.

18. Die Zauberer taten auch also mit ihrem Beschwören, dass sie Läuse heraus brächten, aber sie konnten nicht. Und die Läuse waren beide an Menschen und an Vieh.

19. Da sprachen die Zauberer zu Pharao: Das ist Gottes Finger. Aber das Herz Pharaos wurde verstockt und hörte sie nicht, wie denn der Herr gesagt hatte.

20. Und der Herr sprach zu Mose: Mache dich morgen frühe auf und tritt vor Pharao (siehe, er wird ans Wasser gehen) und sprich zu ihm: So sagt der Herr: Laß mein Volk, dass es mir diene;

21. wo nicht, siehe, so will ich allerlei Ungeziefer lassen kommen über dich, deine Knechte, dein Volk und dein Haus, dass aller Ägypter Häuser und das Feld und was drauf ist, voll Ungeziefer werden sollen.

22. Und will des Tages ein Besonderes tun mit dem Lande Gosen, da sich mein Volk enthält, dass kein Ungeziefer da sei, auf dass du inne werdest, dass ich der Herr bin auf Erden allenthalben.

23. Und will eine Erlösung setzen zwischen meinem und deinem Volk: Morgen soll das Zeichen geschehen.

24. Und der Herr tat also, und es kam viel Ungeziefers in Pharaos Haus, in seiner Knechte Häuser und über ganz Ägyptenland; und das Land wurde verdorben von dem Ungeziefer.

25. Da forderte Pharao Mose und Aaron und sprach: Geht hin, opfert eurem Gott hie im Lande.

26. Mose sprach: Das taugt nicht, dass wir also tun; denn wir würden der Ägypter Greuel opfern unserm Gott, dem Herrn; siehe, wenn wir denn der Ägypter Greuel vor ihren Augen opferten, würden sie uns nicht steinigen?

27. Drei Tagereisen wollen wir gehen in die Wüste und dem Herrn, unserm Gott, opfern, wie er uns gesagt hat.

28. Pharao sprach: Ich will euch lassen, dass ihr dem Herrn, eurem Gott opfert in der Wüste; allein; dass ihr nicht ferner zieht, und bittet für mich.

29. Mose sprach: Siehe, wenn ich hinaus von dir komme so will ich den Herrn bitten, dass dies Ungeziefer von Pharao und seinen Knechten und von seinem Volk genommen werde, morgen des Tages; allein täusche mich nicht mehr, dass du das Volk nicht lassest, dem Herrn zu opfern.

30. Und Mose ging hinaus von Pharao und bat den Herrn.

31. Und der Herr tat, wie Mose gesagt hatte, und schaffte das Ungeziefer weg von Pharao, von seinen Knechten und von seinem Volk, dass nicht eins überblieb.

32. Aber Pharao verhärtete sein Herz auch dasselbe Mal und ließ das Volk nicht.

Das 9. Kapitel

1. Der Herr sprach zu Mose: Gehe hinein zu Pharao und sprich zu ihm: Also sagt der Herr, der Gott der Ebräer: Laß mein Volk, dass sie mir dienen!

2. Wo du dich des weigerst und sie weiter aufhältst,

3. siehe, so wird Hand des Herrn sein über dein Vieh auf dem Felde, über Pferde, über Esel, über Kamele, über Ochsen, über Schafe mit einer fast schweren Pestilenz.

4. Und der Herr wird ein Besonderes tun zwischen dem Vieh der Israeliten und der Ägypter, dass nichts sterbe aus allem, das die Kinder Israel haben.

5. Und der Herr bestimmte eine Zeit und sprach: Morgen wird der Herr solches auf Erden tun.

6. Und der Herr tat solches des Morgens; und starb allerlei Vieh der Ägypter; aber des Viehes der Kinder Israel starb nicht eins.

7. Und Pharao sandte danach, und siehe, es war des Viehes Israel nicht eins gestorben. Aber das Herz Pharaos wurde verstockt und ließ das Volk nicht.

8. Da sprach der Herr zu Mose und Aaron: Nehmt eure Fäuste voll Ruß aus dem Ofen, und Mose sprenge ihn gen Himmel vor Pharao,

9. dass über ganz Ägyptenland stäube, und böse schwarze Blattern auffahren, beide an Menschen und an Vieh, in ganz Ägyptenland.

10. Und sie nahmen Ruß aus dem Ofen und traten vor Pharao, und Mose sprengete ihn gen Himmel. Da fuhren auf böse schwarze Blattern, beide an Menschen und an Vieh,

11. also dass die Zauberer nicht konnten vor Mose stehen vor den bösen Blattern; denn es waren an den Zauberern ebensowohl böse Blattern als an allen Ägyptern.

12. Aber der Herr verstockte das Herz Pharaos, dass er sie nicht hörte, wie denn der Herr zu Mose gesagt hatte.

13. Da sprach der Herr zu Mose: Mache dich morgen frühe auf und tritt vor Pharao und sprich zu ihm: So sagt der Herr, der Ebräer Gott: Laß mein Volk, dass mir's diene!

14. Ich will anders diesmal alle meine Plagen über dich selbst senden, über deine Knechte und über dein Volk, dass du inne werden sollst, dass meinesgleichen nicht ist in allen Landen.

15. Denn ich will jetzt meine Hand ausrecken und dich und dein Volk mit Pestilenz schlagen, dass du von der Erde sollst vertilgt werden.

16. Und zwar darum habe ich dich erweckt, dass meine Kraft an dir erscheine, und mein Name verkündigt werde in allen Landen.

17. Du trittst mein Volk noch unter dich und willst es nicht lassen.

18. Siehe, ich will morgen um diese Zeit einen sehr großen Hagel regnen lassen, desgleichen in Ägypten nicht gewesen ist, seit der Zeit es gegründet ist, bisher.

19. Und nun sende hin und verwahre dein Vieh und alles, was du auf dem Felde hast. Denn alle Menschen und Vieh, das auf dem Felde funden wird und nicht in die Häuser versammelt ist, so der Hagel auf sie fällt, werden sterben.

20. Wer nun unter den Knechten Pharaos des Herrn Wort fürchtete, der ließ seine Knechte und Vieh in die Häuser fliehen.

21. Welcher Herz aber sich nicht kehrte an des Herrn Wort, ließen ihre Knechte und Vieh auf dem Felde.

22. Da sprach der Herr zu Mose: Recke deine Hand gen Himmel, dass es hagele über ganz Ägyptenland, über Menschen, über Vieh und über alles Kraut auf dem Felde in Ägyptenland.

23. Also reckte Mose seinen Stab gen Himmel; und der Herr ließ donnern und hageln, dass das Feuer auf die Erde schoß. Also ließ der Herr Hagel regnen über Ägyptenland,

24. dass Hagel und Feuer untereinander fuhren, so grausam, dass desgleichen in ganz Ägyptenland nie gewesen war, seit der Zeit Leute drinnen gewesen sind.

25. Und der Hagel schlug in ganz Ägyptenland alles, was auf dem Felde war, beide Menschen und Vieh, und schlug alles Kraut auf dem Felde und zerbrach alle Bäume auf dem Felde.

26. Ohne allein im Lande Gosen, da die Kinder Israel waren, da hagelte es nicht.

27. Da schickte Pharao hin und ließ Mose und Aaron rufen und sprach zu ihnen: Ich habe dasmal mich versündigt; der Herr ist gerecht, ich aber und mein Volk sind Gottlose.

28. Bittet aber den Herrn, dass aufhöre solch Donnern und Hageln Gottes, so will ich euch lassen, dass ihr nicht länger hie bleibt.

29. Mose sprach zu ihm: Wenn ich zur Stadt hinaus komme, will ich meine Hände ausbreiten gegen den Herrn, so wird der Donner aufhören, und kein Hagel mehr sein, auf dass du inne werdest, dass die Erde des Herrn sei.

30. Ich weiß aber, dass du und deine Knechte euch noch nicht fürchtet vor Gott dem Herrn.

31. Also wurde geschlagen der Flachs und die Gerste; denn die Gerste hatte geschosset und der Flachs Knoten gewonnen.

32. Aber der Weizen und Roggen wurde nicht geschlagen, denn es war spät Getreide.

33. So ging nun Mose von Pharao zur Stadt hinaus und breitete seine Hände gegen den Herrn, und der Donner und Hagel hörten auf, und der Regen troff nicht mehr auf Erden.

34. Da aber Pharao sah, dass der Regen und Donner und Hagel aufhörte, versündigte er sich weiter und verhärtete sein Herz, er und seine Knechte.

35. Also wurde des Pharao Herz verstockt, dass er die Kinder Israel nicht ließ, wie denn der Herr geredet hatte durch Mose.

Das 10. Kapitel

1. Und der Herr sprach zu Mose: Gehe hinein zu Pharao; denn ich habe sein und seiner Knechte Herz verhärtet, auf dass ich diese meine Zeichen unter ihnen tue,

2. und dass du verkündigest vor den Ohren deiner Kinder und deiner Kindeskinder, was ich in Ägypten ausgerichtet habe und wie ich meine Zeichen unter ihnen bewiesen habe, dass ihr wisst; ich bin der Herr.

3. Also gingen Mose und Aaron hinein zu Pharao und sprachen zu ihm: So spricht der Herr, der Ebräer Gott: Wie lange weigerst du, dich vor mir zu demütigen, dass du mein Volk lassest, mir zu dienen?

4. Weigerst du dich, mein Volk zu lassen, siehe, so will ich morgen Heuschrecken kommen lassen an allen Orten,

5. dass sie das Land bedecken, also dass man das Land nicht sehen könne; und sollen fressen, was euch übrig und errettet ist von dem Hagel, und sollen alle eure grünenden Bäume fressen auf dem Felde;

6. und sollen erfüllen dein Haus, aller deiner Knechte Häuser und aller Ägypter Häuser, desgleichen nicht gesehen haben deine Väter und deiner Väter Väter, seit der Zeit sie auf Erden gewesen, bis auf diesen Tag. Und er wandte sich und ging von Pharao hinaus.

7. Da sprachen die Knechte Pharaos zu ihm: Wie lange sollen wir damit geplagt sein? Laß die Leute ziehen, dass sie dem Herrn, ihrem Gott, dienen! Willst du zu vor erfahren, dass Ägypten untergegangen sei?

8. Mose und Aaron wurden wieder zu Pharao gebracht, der sprach zu ihnen: Geht hin und dient dem Herrn, eurem Gott. Welche sind sie aber, die hinziehen sollen?

9. Mose sprach: Wir wollen ziehen mit jung und alt, mit Söhnen und Töchtern, mit Schafen und Rindern; denn wir haben ein Fest des Herrn.

10. Er sprach zu ihnen: Awe ja, der Herr sei mit euch! Sollte ich euch und eure Kinder dazu ziehen lassen? Seht da, ob ihr nicht Böses vorhabt!

11. Nicht also, sondern ihr Männer zieht hin und dient dem Herrn; denn das habt ihr auch gesucht. Und man stieß sie heraus von Pharao.

12. Da sprach der Herr zu Mose: Recke deine Hand über Ägyptenland um die Heuschrecken, dass sie auf Ägyptenland kommen und fressen alles Kraut im Lande auf samt alle dem, das dem Hagel überblieben ist.

13. Mose reckte seinen Stab über Ägyptenland. Und der Herr trieb einen Ostwind ins Land den ganzen Tag und die ganze Nacht; und des Morgens führte der Ostwind die Heuschrecken her.

14. Und sie kamen über ganz Ägyptenland und ließen sich nieder an allen Orten in Ägypten, so sehr viel, dass zuvor des gleichen nie gewesen ist, noch hinfort sein wird.

15. Denn sie bedeckten das Land und verfinsterten es. Und sie fraßen alles Kraut im Lande auf und alle Früchte auf den Bäumen, die dem Hagel waren überblieben, und ließen nichts Grünes übrig an den Bäumen und am Kraut auf dem Felde in ganz Ägyptenland.

16. Da forderte Pharao eilend Mose und Aaron und sprach: Ich habe mich versündigt an dem Herrn, eurem Gott, und an euch.

17. Vergebt mir meine Sünde diesmal auch und bittet den Herrn, euren Gott, dass er doch nur diesen Tod von mir wegnehme.

18. Und er ging aus von Pharao und bat den Herrn.

19. Da wendete der Herr einen sehr starken Westwind und hub die Heuschrecken auf und warf sie ins Schilfmeer, dass nicht eine übrig blieb an allen Orten Ägyptens.

20. Aber der Herr verstockte Pharaos Herz, dass er die Kinder Israel nicht ließ.

21. Der Herr sprach zu Mose: Recke deine Hand gen Himmel, dass es so finster werde in Ägyptenland, dass man's greifen mag.

22. Und Mose reckte seine Hand gen Himmel; da wurde eine dicke Finsternis in ganz Ägyptenland drei Tage,

23. dass niemand den andern sah noch aufstand von dem Ort, da er war, in drei Tagen. Aber bei allen Kindern Israel war es licht in ihren Wohnungen.

24. Da forderte Pharao Mose und sprach: Zieht hin und dient dem Herrn; allein eure Schafe und Rinder lasst hie; lasst auch eure Kindlein mit euch ziehen.

25. Mose sprach: Du mußt uns auch Opfer und Brandopfer geben, das wir unserm Gott, dem Herrn, tun mögen.

26. Unser Vieh soll mit uns gehen und nicht eine Klaue dahinten bleiben; denn von dem Unsern werden wir nehmen zum Dienst unsers Gottes, des Herrn. Denn wir wissen nicht, womit wir dem Herrn dienen sollen, bis wir dahin kommen.

27. Aber der Herr verstockte das Herz Pharaos, dass er sie nicht lassen wollte.

28. Und Pharao sprach zu ihm: Gehe von mir und hüte dich, dass du nicht mehr vor meine Augen kommest; denn welches Tages du vor meine Augen kommst, sollst du sterben.

29. Mose antwortete: Wie du gesagt hast; ich will nicht mehr vor deine Augen kommen.

Das 11. Kapitel

1. Und der Herr sprach zu Mose: Ich will noch eine Plage über Pharao und Ägypten kommen lassen, danach wird er euch lassen von hinnen, und wird nicht allein alles lassen, sondern euch auch von hinnen treiben.

2. So sage nun vor dem Volk, dass ein jeglicher von seinem Nächsten und eine jegliche von ihrer Nächstin silberne und güldene Gefäße fordere.

3. Denn der Herr wird dem Volk Gnade geben vor den Ägyptern. Und Mose war ein sehr großer Mann in Ägyptenland vor den Knechten Pharaos und vor dem Volk.

4. Und Mose sprach: So sagt der Herr: Ich will zur Mitternacht ausgehen in Ägyptenland;

5. und alle Erstgeburt in Ägyptenland soll sterben, von dem ersten Sohn Pharaos an, der auf seinem Stuhl sitzt, bis an den ersten Sohn der Magd, die hinter der Mühle ist, und alle Erstgeburt unter dem Vieh.

6. Und wird ein groß Geschrei sein in ganz Ägyptenland, desgleichen nie gewesen ist noch werden wird;

7. aber bei allen Kindern Israel soll nicht ein Hund mucken, beide unter Menschen und Vieh, auf dass ihr erfahrt, wie der Herr Ägypten und Israel scheide.

8. Dann werden zu mir herabkommen alle diese deine Knechte und mir zu Fuße fallen und sagen: Zeuch aus, du und alles Volk, das unter dir ist. Danach will ich ausziehen, und er ging von Pharao mit grimmigem Zorn.

9. Der Herr aber sprach zu Mose: Pharao hört euch nicht, auf dass viele Wunder geschehen in Ägyptenland.

10. Und Mose und Aaron haben diese Wunder alle getan vor Pharao; aber der Herr verstockte ihm sein Herz, dass er die Kinder Israel nicht lassen wollte aus seinem Lande.

Das 12. Kapitel

1. Der Herr aber sprach zu Mose und Aaron in Ägyptenland:

2. Dieser Mond soll bei euch der erste Mond sein; und von ihm sollt ihr die Monde des Jahrs anheben.

3. Sagt der ganzen Gemeinde Israel und sprecht: Am zehnten Tag dieses Monats nehme ein jeglicher ein Lamm, wo ein Hausvater ist, je ein Lamm zu einem Hause!

4. Wo ihrer aber in einem Hause zum Lamm zu wenig sind, so nehme er's und sein nächster Nachbar an seinem Hause, bis ihrer so viel wird, dass sie das Lamm aufessen mögen.

5. Ihr sollt aber ein solch Lamm nehmen, da kein Fehl an ist, ein Männlein und eines Jahrs alt; von den Lämmern und Ziegen sollt ihr's nehmen.

6. Und sollt es behalten bis auf den vierzehnten Tag des Monats. Und ein jegliches Häuflein im ganzen Israel soll es schlachten zwischen Abends.

7. Und sollt seines Bluts nehmen und beide Pfosten an der Tür und die oberste Schwelle damit bestreichen an den Häusern, da sie es innen essen.

8. Und sollt also Fleisch essen in derselben Nacht, am Feuer gebraten, und ungesäuert Brot, und sollt es mit bittern Salsen essen.

9. Ihr sollt es nicht roh essen, noch mit Wasser gesotten, sondern am Feuer gebraten, sein Haupt mit seinen Schenkeln und Eingeweide.

10. Und sollt nichts davon überlassen bis morgen; wo aber etwas überbleibt bis morgen, sollt ihr's mit Feuer verbrennen.

11. Also sollt ihr's aber essen: Um eure Lenden sollt ihr gegürtet sein und eure Schuhe an euren Füßen haben und Stäbe in euren Händen, und sollt es essen, als die hinwegeilen; denn es ist des Herrn Passah.

12. Denn ich will in derselbigen Nacht durch Ägyptenland gehen und alle Erstgeburt schlagen in Ägyptenland, beide unter Menschen und Vieh. Und will meine Strafe beweisen an allen Göttern der Ägypter, ich, der Herr.

13. Und das Blut soll euer Zeichen sein an den Häusern, darin ihr seid, dass, wenn ich das Blut sehe, vor euch übergehe, und euch nicht die Plage widerfahre, die euch verderbe, wenn ich Ägyptenland schlage.

14. Und sollt diesen Tag haben zum Gedächtnis und sollt ihn feiern dem Herrn zum Fest, ihr und alle eure Nachkommen, zur ewigen Weise.

15. Sieben Tage sollt ihr ungesäuert Brot essen; nämlich am ersten Tage sollt ihr aufhören mit gesäuertem Brot in euren Häusern. Wer gesäuert Brot isst vom ersten Tage an, bis auf den siebten, des Seele soll ausgerottet werden von Israel.

16. Der erste Tag soll heilig sein, dass ihr zusammenkommt; und der siebente soll auch heilig sein, dass ihr zusammenkommt. Keine Arbeit sollt ihr drinnen tun, ohne was zur Speise gehört für allerlei Seelen, dasselbe allein mögt ihr für euch tun.

17. Und haltet ob dem ungesäuerten Brot, denn eben an demselben Tage habe ich euer Heer aus Ägyptenland geführt; darum sollt ihr diesen Tag halten und alle eure Nachkommen zur ewigen Weise.

18. Am vierzehnten Tage des ersten Monats, des Abends, sollt ihr ungesäuert Brot essen, bis an den einundzwanzigsten Tag des Monats an dem Abend,

19. dass man sieben Tage kein gesäuert Brot finde in euren Häusern. Denn wer gesäuert Brot isset, des Seele soll ausgerottet werden von der Gemeinde Israel, es sei ein Fremdling oder Einheimischer im Lande.

20. Darum so esst kein gesäuert Brot, sondern eitel ungesäuert Brot in allen euren Wohnungen.

21. Und Mose forderte alle Ältesten in Israel und sprach zu ihnen: Lest aus und nehmt Schafe jedermann für sein Gesinde und schlachtet das Passah.

22. Und nehmt ein Büschel Ysop und tunkt in das Blut in dem Becken und berührt damit die Überschwelle und die zwei Pfosten. Und gehe kein Mensch zu seiner Haustür heraus bis an den Morgen.

23. Denn der, Herr wird umhergehen und die Ägypter plagen. Und wenn er das Blut sehen wird an der Überschwelle und an den zwei Pfosten, wird er vor der Tür übergehen und den Verderber nicht in eure Häuser kommen lassen zu plagen.

24. Darum so halte diese Weise für dich und deine Kinder ewiglich.

25. Und wenn ihr ins Land kommt, das euch der Herr geben wird, wie er geredet hat, so haltet diesen Dienst.

26. Und wenn eure Kinder werden zu euch sagen: Was habt ihr da für einen Dienst?

27. sollt ihr sagen: Es ist das Passahopfer des Herrn, der vor den Kindern Israel überging in Ägypten, da er die Ägypter plagte und unsere Häuser errettete. Da neigte sich das Volk und bückte sich.

28. Und die Kinder Israel gingen hin und taten, wie der Herr Mose und Aaron geboten hätte.

29. Und zur Mitternacht schlug der Herr alle Erstgeburt in Ägyptenland, von dem ersten Sohn Pharaos an, der auf seinem Stuhl saß, bis auf den ersten Sohn des Gefangenen im Gefängnis, und alle Erstgeburt des Viehes.

30. Da stand Pharao auf und alle seine Knechte in derselben Nacht und alle Ägypter, und wurde ein groß Geschrei in Ägypten; denn es war kein Haus, da nicht ein Toter innen wäre.

31. Und er forderte Mose und Aaron in der Nacht und sprach: Macht euch auf und zieht aus von meinem Volk, ihr und die Kinder Israel; geht hin und dient dem Herrn, wie ihr gesagt habt.

32. Nehmt auch mit euch eure Schafe und Rinder, wie ihr gesagt habt; geht hin und segnet mich auch.

33. Und die Ägypter drungen das Volk, dass sie es eilend aus dem Lande trieben; denn sie sprachen: Wir sind alle des Todes.

34. Und das Volk trug den rohen Teig, ehe denn er versäuert war, zu ihrer Speise, gebunden in ihren Kleidern, auf ihren Achseln.

35. Und die Kinder Israel hatten getan, wie Mose gesagt hatte, und von den Ägyptern gefordert silberne und güldene Geräte und Kleider.

36. Dazu hatte der Herr dem Volk Gnade gegeben vor den Ägyptern, dass sie ihnen leiheten; und entwandten es den Ägyptern.

37. Also zogen aus die Kinder Israel von Raemses gen Suchoth, sechshunderttausend Mann zu Fuß ohne die Kinder.

38. Und zog auch mit ihnen viel Pöbelvolk und Schafe und Rinder und fast viel Viehes.

39. Und sie buken aus dem rohen Teige, den sie aus Ägypten brachten, ungesäuerte Kuchen; denn es war nicht gesäuert, weil sie aus Ägypten gestoßen wurden, und konnten nicht verziehen und hatten ihnen sonst keine Zehrung zubereitet.

40. Die Zeit aber, die die Kinder Israel in Ägypten gewohnt haben, ist vierhundertunddreißig Jahre.

41. Da dieselben um waren, ging das ganze Heer des Herrn auf einen Tag aus Ägyptenland.

42. Darum wird diese Nacht dem Herrn gehalten, dass er sie aus Ägyptenland geführt hat; und die Kinder Israel sollen sie dem Herrn halten, sie und ihre Nachkommen.

43. Und der Herr sprach zu Mose und Aaron: Dies ist die Weise, Passah zu halten: Kein Fremder soll davon essen.

44. Aber wer ein erkaufter Knecht ist, den beschneide man, und dann esse er davon.

45. Ein Hausgenoß und Mietling sollen nicht davon essen.

46. In einem Hause soll man's essen; ihr sollt nichts von seinem Fleisch hinaus vor das Haus tragen; und sollt kein Bein an ihm zerbrechen.

47. Die ganze Gemeinde Israel soll solches tun.

48. So aber ein Fremdling bei dir wohnt und dem Herrn das Passah halten will, der beschneide alles, was männlich ist; als dann mache er sich herzu, dass er solches tue, und sei wie ein Einheimischer des Landes; denn kein Unbeschnittener soll davon essen.

49. Einerlei Gesetz sei dem Einheimischen und dem Fremdling, der unter euch wohnt.

50. Und alle Kinder Israel taten, wie der Herr Mose und Aaron hatte geboten.

51. Also führte der Herr auf einen Tag die Kinder Israel aus Ägyptenland mit ihrem Heer.





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