Richard Wagner

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30 Meisterwerke der Klassik - Verschiedene Interpreten30 Meisterwerke der Klassik
Verschiedene Interpreten

Audio CD, 8. Oktober 2003
     Verkaufsrang: 54      Gewöhnlich versandfertig in 2 bis 3 Wochen.

Preis: € 7,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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KLASSIK TOP 30

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Das Bekannteste und Beste      5 von 5 Punkten
Viele bekannte Werke auf 2 Cd's, die man alle schon mal gehört hat, und schon immer mal als gesammelte Werke haben wollte, zum Genießen oder aber als leichte Untermalung am Abend. Klassik als leichte Kost,für jeden, vor allem wenn man kein Freund von endlosen Symphonien und Werken ist, zum guten Preis.


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Best of Oper - MollBest of Oper
Moll, Caballe, Milnes, Bp

Audio CD, 1. Juli 2003
     Verkaufsrang: 350      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 4,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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BEST OF OPER

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Eine Ideale CD für "Opernneulinge" (und Fortgeschrittene)      5 von 5 Punkten
Ich kann diese CD nur wärmstens empfehlen. Es gibt daruf keine
"Nullnummer" sondern ein Höhepunkt aus der Opernwelt löst
den anderen ab. Dies CD ist aus meiner sehr umfangreichen
Sammlung nicht wegzudenken. Ein wirklich heisser Typ für alle, die aus dem Bereich der Oper einen Querschnitt der schönsten Melodien suchen.


Gods,Kings & Demons (Opera Arias) - Rene PapeGods,Kings & Demons (Opera Arias)
Rene Pape

Audio CD, 15. August 2008
     Verkaufsrang: 325      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 15,97 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

.....könig der bässe !      5 von 5 Punkten
Dass Rene Pape durchaus als "König der Bässe" gilt, wissen die Besucher der Staatsoper Unter den Linden (wo Pape zum Ensemble gehört) schon lange. Dieses erste große (eigene) Album Papes, das übrigens seit Jahren angekündigt wurde, war überfällig.

Zwei Tracks möchte ich hervorheben: den Phillip aus "Don Carlo" (5)(ekstatische Beifallsstürme noch vor Verklingen des letzten Tons bei den Aufführungen in der Lindenoper) und den Marke aus "Tristan" (8); selten hört man diesen langen Monolog Markes nuancierter und weicher. Ein großer Hörgenuß, den Sebastian Weigle (der ehemalige Generalmusikdirektor des Liceu in Barcelona) gekonnnt abrundet.

Einfach schön!!      4 von 5 Punkten
Dieses Soloalbum war wirklich überfällig!
An René Papes Gesang ist absolut nichts auszusetzen! Seine Stimme ist absolut grandios! Seine gerollten "R"'s machen ihn einzigartig und unverwechselbar.
Mittlerweile bin ich seit 6 Wochen in Besitz dieser CD und höre sie immer noch gerne. Ich finde sogar, dass sie, je öfter man sie hört, immer besser wird. Herausheben möchte ich vor allen Dingen die zwei Stücke aus Rubinsteins "Dämon" und den Gesang des Wassermanns aus Dvoraks "Rusalka". Sie gehören zu den Stücken, die René Pape noch nie auf der Bühne gesungen hat. Um so bewundernswerter, wieviel Gefühl er da hineinzulegen vermag. Schade ist nur, dass er seine Paraderolle Sarastro nicht mit ins Repertoire genommen hat. Auch den hätte man zwischen "Gods" und "Kings" einordnen können. Leider hatte ich noch nie Gelegenheit, René Pape live zu sehen bzw. zu hören. Ich beneide alle, denen das schon vergönnt war.

Brrrrrrravo      4 von 5 Punkten
"Warum fehlt der fünfte Stern?", werden sich jetzt viele Klassik-Kenner fragen. Ganz einfach: Weil dieses Album ein hervorragendes, aber kein ungetrübtes Vergnügen bereitet.

Vor allem ein Track passt meiner Meinung nach nicht auf die CD - und zwar der, auf dem sich Pape an Wotan versucht. Das ist er (noch) nicht und man merkt, daß er sich diese Rolle noch erarbeitet, während er viele der anderen Rollen dieser Auswahl schon auf der Bühne päsentiert hat. Zudem ist gerade der Ausschnitt aus "Rheingold" recht unglücklich gewählt.

So zählen die Könige Phillip (Don Carlos) und Marke (Tristan) zu den Höhepunkten von "Gods, Kings & Demons". Eine Klasse für sich stellen vor allem auch die Ausschnitte aus dem slawischen und russischen Repertoire dar, zu denen auch das absolute Highlight der CD zählt: der Tod des Boris Godunow. Grandios!

Der Rest der CD (Gounod, Boito, Offenbach) ist gut, ohne jedoch mit den oben erwähnten Stücken gleichzuziehen.

Ein letztes noch: Rene Pape täte sich einen großen Gefallen, wenn er sein rollendes "R" etwas mehr unter Kontrolle bekommen könnte. Denn das trübt mitunter den Genuß ein wenig. (Noch einmal sei hier auf den Rheingold-Wotan hingewiesen...)


Wunderbare Welt der Klassik - Verschiedene InterpretenWunderbare Welt der Klassik
Verschiedene Interpreten

Audio CD, 8. November 1999
     Verkaufsrang: 828      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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WUNDERBARE WELT DER KLASSIK

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Tolle Sammlung      5 von 5 Punkten
Die Sammlung gehört zu meinen absoluten Lieblings-CDs.
Gerade für den Klassik-Laien ein unverzichtbares Werk.
Jede der CDs ist von vorn bis hinten hörbar, kein Stück dabei, das man rasch überspringen möchte.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist außerdem einzigartig.


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Schmuse Klassik - Giacomo PucciniSchmuse Klassik
Giacomo Puccini, Franz Liszt, Ludwig van Beethoven

Audio CD, 16. Oktober 2001
     Verkaufsrang: 929      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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SCHMUSE KLASSIK



Wagner-Edition-Live aus Bayreuth (Lim.Edition) - NilssonWagner-Edition-Live aus Bayreuth (Lim.Edition)
Nilsson, Silja, Varnay, Weikl, Sotin, Windgassen, Böhm

Audio CD, 2. Mai 2008
     Verkaufsrang: 172      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 44,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)

Ein Muß!      3 von 5 Punkten
Warum ein Muß? Weil man früher auch für historische Aufnahmen einen großen Batzen Geld hinlegen mußte (z. B. den Böhm-Ring). Und weil wir Zu-spät-geborenen nie das Glück hatten, Varnay, Wächter, Bumbry, Nilsson etc. live hören zu können. Zweifelsohne und natürlicherweise kommen die Einspielungen nicht an die technische Brillianz der heutigen Aufnahmequalitäten ran. Hingegen muß man kritisch sagen, daß die damaligen Sänger (bis in die 80er Jahre hinein) nicht nur singen sondern auch sprechen (ARTIKULATION!) konnten, weshalb man die Handlung auch ohne ständiges Schielen auf's Libretto mitverfolgen kann (was heute kaum möglich ist). Nur enttäuscht mich - wie schon bei anderen Aufnahmen - Wolfgang Windgassen. Er intoniert unsauber und singt, als kämpfte er mit seinen Dritten Zähnen. Schade! Auch wenn ich heute im Einzelnen andere Aufnahmen aus meiner Sammlung vorziehen würde (Aufnahmetechnik etc.), so sollte diese BOX in keiner Wagner-Sammlung fehlen (wie übrigens auch der Keilberth-Ring von Bayreuth '55)!

Gesammeltes Bayreuth      5 von 5 Punkten
Auch wenn diese Box jetzt nicht mehr zum unschlagbar günstigen Einführungspreis zu haben ist - nicht nur preislich ist sie für Wagner-Liebhaber und -anfänger praktisch unverzichtbar:

Enthalten sind alle 10 (!) von Wagner für Bayreuth authorisierten Werke (also ohne die Jugendwerke "Die Feen" und "Das Liebesverbot" sowie den "Rienzi") in Live-Mitschnitten von den Bayreuther Festspielen zwischen 1961 und 1985. Auch die älteren Aufnahmen profitieren dabei von der hervorragenden Akustik des Festspielhauses, so dass man vom Klang her kaum Kompromisse machen muss. Und musikalisch gehören die hier versammelten Aufnahmen zu den besten überhaupt:

Die drei frühesten Opern sind hier auch die ältesten Aufnahmen: "Der fliegende Holländer" stammt von 1961, der "Tannhäuser" und "Lohengrin" von 1962. Dirigiert werden alle drei Opern von Wolfgang Sawallisch, dessen eher schlanker, energischer, flotter Stil gerade diesen drei Opern sehr entgegenkommt und bis heute modern wirkt. Allein diese drei Aufnahmen, die leider seit einiger Zeit nicht mehr einzeln erhältlich waren, machen die gesamte Box unverzichtbar:

Der Holländer ist m. E. schlicht die beste Aufnahme dieser Oper, die es überhaupt gibt: Der elegante, verführerische Holländer von Franz Crass und die endlich einmal wirklich jugendliche Senta von Anja Silja - die noch dazu die Ballade in der höheren Original-Tonart singt und trotzdem nicht brüllen muss - sind schlicht die Idealbesetzung.

Kaum schlechter ist der Tannhäuser gelungen, ebenfalls eine schwer vermisste Spitzenaufnahme: Zu Siljas jugendlicher Elisabeth gesellt sich der Bayreuther Tenor vom Dienst, Wolfgang Windgassen, in seiner vielleicht besten Rolle als gequälte Kreatur, und - damals eine Sensation - die warm-sinnliche Venus von Grace Bumbry.

Der Lohengrin, mit Silja und Jess Thomas in den Titelrollen, ist nicht ganz so einheitlich gelungen, aber interessant v. a. wegen der Bayreuth-Veteranen Ramon Vinay und Astrid Varnay (sehr intensiv) als "bösem" Paar.

Der zweite Dirigent, der diese Sammlung prägt, ist Karl Böhm, der hier außer dem "Ring" (1966/67) auch "Tristan und Isolde" (1966) leitet. Auch er dirigiert einen sehr flotten Wagner, noch aggressiver als Sawallisch, was besonders dem Ring gut bekommt, der sich auch von den Sängern nicht verstecken muss:

Das Gesamtniveau reicht von ausgezeichnet (Theo Adams Wotan, Windgassens Siegfried) bis sensationell (Birgit Nilssons Brünnhilde, James Kings Siegmund, Gustav Neidlingers legendärer Alberich) und kann sich mit den meisten Studio-Aufnahmen mehr als nur messen. Allenfalls der Keilberth-Ring von 1955 hat vielleicht die Nase vorn.

Der Tristan ist zunächst die aufnahmetechnisch beste Aufnahme der Box. Sie war kein einfacher Mitschnitt, sondern wurde wochenlang vorbereitet, um das ideale Klangbild zu finden, weil sie von vornherein für die komerzielle Veröffentlichung (durch die Deutsche Grammophon) gedacht war. Aber auch künstlerisch gehört sie zu den besten dieses problematischen Werkes: Die Besetzung ist schlicht luxuriös, von Birgit Nilssons heldischer Isolde über Christa Ludwigs balsamische Brangäne bis zu Peter Schreier als jungem Seemann. Eine bessere Aufnahme hätte man kaum finden können.

Damit bleiben noch die "Nachzügler" - Silvio Varvisos "Meistersinger von Nürnberg" von 1974 und James Levines "Parsifal" von 1985:

Aus Varvisos weniger prominenter Besetzung ragt Karl Ridderbuschs schön gesungener, aber etwas zahnloser Sachs hervor. Eine eher solide als glanzvolle Einspielung.

James Levine dagegen kann mit Prominenz aufwarten - Waltraut Meier, Simon Estes, Matti Salminen -, sein Parsifal könnte allerdings etwas weniger Schönklang und etwas mehr Innenspannung vertragen - und Peter Hofmann in der Titelrolle ist Ggeschmackssache.

Fazit: 8 von 10 Opern in sehr guten bis überragenden Aufnahmen, die übrigen beiden gut - was also will man mehr?

Lohnt es sich?      4 von 5 Punkten
Um es gleich vorweg zu sagen: Dem Anfänger, der sich in Wagner "reinhören" möchte, ist diese Edition auf jeden Fall zu empfehlen. Für ca 40,- ¬ wird man so schnell kein ähnliches Angebot in guter künstlerischer und teilweise auch guter aufnahmetechnischer Qualität bekommen. Wie sieht es nun bei den Wagnerianern, zu denen ich mich (allerdings nicht alles andere ausschließend) zähle, aus. Mein Schrank ist u.a. mit Wagner-Gesamtaufnahmen gefüllt. Referenz für den Nibelungen-Ring ist die bei DECCA produzierte Culshaw-/Solti-Aufnahme in der in den neunziger Jahren neu erstellten Abmischung, daneben existieren noch weitere, davon 2 in Bayreuth entstandene unter Boulez und Barenboim. Der "Lohengrin" ist etwa zehnmal vertreten, von Peter Anders und Rudolf Schock bis zu Peter Seifert in der Titelrolle. Bei allen anderen Opern verhält es sich ähnlich.

Was konnte mich also reizen, diese Superbox anzuschaffen? Der "Holländer" oder der "Tannhäuser" von 1961 bzw. 1962? Bestimmt nicht, beide Aufnahmen sind sowohl in Vinyl als auch CD hier vorhanden. Zumindest aus aufnahmetechnischer Sicht gibt es da wesentlich besseres und der "Holländer" Wieland Wagners in der Frühfassung ohne Erlösungsmotiv und den beiden Verwandlungsmusiken ist gewöhnungsbedürftig. Ganz anders der in dieser Edition vermißte "Parzifal" Hans Knappertsbusch, der wie der "Tannhäuser" 1962 entstanden ist, aber akustisch wesentlich besser gelungen ist. Die um ca eine halbe Stunde längere Aufnahme von James Levine aus den Achzigern finde ich dagegen langweilig. Letzteres dürfte auch auf die in der Box enthaltenen "Meistersinger" zutreffen. Bei dieser Oper ist die Dresdener Aufnahme der EMI mein ungeschlagener Favorit.

Was bleibt also? Nun, es gibt 2 Gründe und beide heißen Karl Böhm. Obwohl der "Tristan" bei mir in Aufnahmen von Carlos Kleiber, Georg Solti und Karajan vertreten ist, reizte mich dieser Bayreuther "Tristan" von 1966 unter Böhm und ich empfinde ihn als Bereicherung in meiner Sammlung. Noch mehr freut mich der Bayreuther Ring von Böhm von 1967 (nicht 1971 wie teilweise im Booklet vermerkt ist), der jetzt nach der Solti-Aufnahme den 2. Platz in meiner Ring-Sammlung,noch vor Boulez und Barenboim einnimmt. Künstlerisch gefallen mir beide Favoriten gleich gut. Eigentlich kein Wunder, wo doch die Besetzungen teilweise identisch sind. Wenn die Solti-Aufnahme ein klein wenig besser davon kommt, liegt das sowohl an der besseren damaligen Qualifikation der DECCA-Aufnahmeteams gegenüber dem der Philips, aber vielleicht war die Akustik in den inzwischen ausgebrannten Sofiensälen in Wien noch etwas besser für diese Aufnahmen geeignet als die sagenhafte Akustik in Bayreuth.

Ich glaube somit ein gutes Schnäppchen mit dieser sehr preisgünstigen Edition gemacht zu haben und kann allen anderen Liebhabern der Opern Richard Wagners empfehlen, diese Box anzuschaffen wenn deren Kriterien ähnlich ausfallen.

Preis und Qualität      5 von 5 Punkten
Beides stimmt perfekt! Die Vorrezensionen sind vollkommen zutreffend.
Ich bin noch nicht mit allem durch, daher stört mich nicht, dass ein Levine Parsifal dabei ist. Den Knapperstbusch habe ich ohnedies, den Levine noch nicht. (So gesehen wäre mir der Boulez Ring lieber gewesen, wobei der Böhm Ring um Klassen besser ist, keine Frage).
Natürlich merkt man auch hier das Alter der einzelnen Aufnahmen, aber das ist mE völlig egal.
Es gilt: Zugreifen!


DIE Bayreuth-Edition      5 von 5 Punkten
Alle zehn "Bayreuth"-Opern von Richard Wagner, live aus Bayreuth in anerkannt hervorragenden Einspielungen und bestmöglicher Soundqualität, und alles von DECCA für nur ca. 40 Euro, geht das?? Ja, wenn z.B. alle 33 CDs in relativ schmucklosen Papierhüllen stecken und das einen halben Zentimeter dicke Booklet nicht viel mehr als die Tracklistings und kurze Inhaltsangaben der zehn Opern enthält! Die Box bietet nichts wirklich Neues, wem aber die Bayreuther Holzbänke auf dem Grünen Hügel zu hart sind und die Eintrittskarten zu rar und teuer, für den gibt es keine bessere Alternative, als sich diese Opern in dieser Edition nach Hause zu holen!


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The Best Of - The Best Of Wagner - Verschiedene InterpretenThe Best Of - The Best Of Wagner
Verschiedene Interpreten

Audio CD, 6. Mai 1997
     Verkaufsrang: 774      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 5,97 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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THE BEST OF WAGNER

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Eine Auswahl zeitloser Klassiker      5 von 5 Punkten
Es gibt vermutlich keinen anderen Komponisten, bei dem die Meinungen so stark auseinander gehen wie bei Richard Wagner (1813 - 1883).
Für die einen war er ein aufrechter Patriot, der aufgrund seiner Beteiligung an der 1848er Revolution für einige Jahre ins Exil gehen musste und mit seinem künstlerischen Schaffen die Oper revolutionierte. Die anderen sehen in ihm aufgrund seines ausgeprägten Antisemitismus, der in seinen musikalischen Werken allerdings keine Rolle spielte (im Gegensatz zu diversen von Wagner verfassten Schriften), einen Vorläufer der in der Zeit des Nationalsozialismus herrschenden Ideologie.
Auf dieser CD wird eine Auswahl der bekanntesten Werke Wagners vorgestellt, darunter zeitlose Klassiker wie "Tannhäuser", "Lohengrin" oder der "Ritt der Walküren".
Insgesamt ist die CD ihr Geld allemal wert, da sie Stücke enthält, deren Ruhm nie verblassen wird, unabhängig davon, was jeder einzelne von ihrem Komponisten halten mag.


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Der Ring des Nibelungen - LoriotDer Ring des Nibelungen
Loriot, Karajan, Bp

Audio CD, 29. Juni 1993
     Verkaufsrang: 3805      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Ring des Nibelungen. 2 CDs. AV Loriot erzählt Richard Wagners Ring des Nibelungen am Beispiel der Aufnahme von Herbert

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Loriot und Wagner - Ein sensationelles Paar      5 von 5 Punkten
Grandios wie Loriot auf seine unnachahmliche Weise den Ring erzählt. Sein Humor und seine Liebe zu Wagners Tetralogie lässt die Erklärung zu einem der schwierigsten Werke der Operngeschichte zu einem wahren Hörgenuss werden. Und das ganze wird unterstützt von Karajans meisterlicher musikalischer Umsetzung des Rings. Diese geniale Einführung in den Ring lässt mich nur noch zu etwas verleiten: Den gesamten RIng mir zu erstehen. So macht Klassik Spass und Lust auf mehr. Danke Loriot!


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Wagner, Richard - Der Fliegende Holländer (GA) - Wagner, Richard - Der Fliegende Holländer (GA)

DVD, 17. Juni 2008
     Verkaufsrang: 10089      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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"Interpreten" Daland - Bent Rundgren Senta - Catarina Ligendza Erik - Hermann Winkler Mary - Ruth Hesse Der Steuermann Dalands - Harald Ek Der Holländer - Donald McIntyre "Musik" Bayerischer Staatsopernchor Chorus Master: Wolfgang Baumgart Bayerisches Staatsorchester Conductor: Wolfgang Sawallisch

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

"Sagenhaft"      5 von 5 Punkten
Spitze!
Warum nicht im Studio drehen, wenn es voll im Sinne des Erfinders ist ? Trotzdem lässt die künstlerische Qualität nichts zu wünschen übrig. Die allerbeste "Holländer" - Insenierung, die es giebt.

Schaurig-romantischer Holländer      5 von 5 Punkten
Es existiert also doch: das unheimliche Geisterschiff mit den blutroten Segeln - zumindest in der dieser DVD zugrunde liegenden Fassung. Während ein Großteil neuerer Aufführungen sich mit Andeutungen des Schiffes und/oder mit symbolischen Deutungen desselben (z. B. die sturmzerfetzten Segel als überdimensionale Vulva in Harry Kupfers Bayreuther Inszenierung aus dem Jahr 1978 - ebenfalls auf DVD erschienen) begnügt, wird es in dieser filmischen Umsetzung des "Holländer" von Vaclav Kaslik als durchaus spukhafte Erscheinung dargestellt, wenn es mit seinen leuchtend-roten Segeln plötzlich aus Nebelschwaden auftaucht. Die Aufnahmen dieser Produktion wurden im Studio gedreht, die Szenen mit den Schiffen in eigens präparierten Bassins. Die Szenen in den Innenräumen wie der Spinnstube ähneln noch am ehesten denen einer Bühnenaufführung, während man sich bei den Schiffsszenen schon beinahe an Filme wie "Moby Dick" u. ä. erinnert fühlen kann, insbesondere wenn ganze Wogen von Wasser auf die Decks klatschen.
Insgesamt fußt diese Verfilmung vor allem auf dem ursprünglichen Kern dieser in der Tradition der Schauerromantik stehenden Seemannssage, worauf auch die Einblendung des entsprechenden Textes von Heinrich Heine aus dessen "Memoiren des Herrn von Schnabelewopski" während der mit stimmungsvollen Bildern unterlegten Ouvertüre hinweist. Die milieugetreue Gestaltung der Schiffe, der Innenräume wie auch der Kostüme ergibt ein stimmiges Bild. Sieht man die Besatzung an Deck und in der Takelage die Segel setzen, bereitet es doch gleich eine umso größere Freude, den Chor der Seeleute zu hören ("Mit Gewitter und Sturm..."). Ebensolches gilt für die Lieder der Frauen beim Anblick der rotierenden Spinnräder mit der Wolle auf den Rocken und bei den Vorbereitungen zur Willkommensfeier für die heimgekehrten Gatten. Gerade in diesen Szenen wie auch in den Tanzszenen der Seeleute zu Beginn des dritten Aktes ("Steuermann, lass die Wacht...") gelangt der volkstümliche Charakter dieses Wagner'schen Frühwerkes besonders gut zur Geltung.
In der hier vorliegenden Aufnahme wird der "Fliegende Holländer" einfach als romantische Oper inszeniert, wie er ursprünglich mal gedacht war, als dramaturgische Umsetzung der dem Stoff zugrunde liegenden Sage mit Schauerelementen wie den hier drastisch gestalteten Auftritt der Mannschaft des Holländers als einen von Untoten. Kaslik greift in seiner Inszenierung auf die ursprüngliche, etwas kürzere Dresdner Fassung des "Fliegenden Holländer" zurück, in der die Erlösungsthematik - zumindest musikalisch - noch nicht so stark im Vordergrund steht, wie in den später neukomponierten Teilen der Ouvertüre und des Finales.

Die sängerischen wie auch darstellerischen Leistungen des Ensembles sind durchweg herausragend. Die schwedische Sopranistin Catarina Ligendza (*1937; eine renommierte Wagnerinterpretin) ist eine großartige, romantisch-träumerische Senta mit kraftvoller und zugleich doch immer klarer Stimmführung. Donald McIntyre, der Wotan des "Jahrhundert-Rings" von Boulez/Chéreau, überzeugt sowohl stimmlich wie auch seiner Erscheinung nach als dämonischer, unheimlicher Holländer. Auch Hermann Winkler als eindringlicher, selbstbewusster, keineswegs schwächlicher Erik und Bengt Rundgren als leutseliger und zugleich standesbewusster, auf seinen materiellen Vorteil bedachter Daland überzeugen mit überdurchschnittlichen Leistungen. Das Bayerische Staatsorchester unter der Leitung von Wolfgang Sawallisch bietet ebenfalls einen musikalisch mitreißenden "Holländer".

Fazit: Diese packende, kurzweilige Inszenierung des "Fliegenden Holländer", die sich wenn auch mit filmischen Mitteln strikt an Wagners Konzeption des Werkes orientiert, wird auch bei mehrmaligem Ansehen und Anhören ein Erlebnis bleiben.


Die Grössten Momente der Klassik - E. OrmandyDie Grössten Momente der Klassik
E. Ormandy, Pdo, G. Szell, Co

Audio CD, 18. Juni 2001
     Verkaufsrang: 1947      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 10,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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DIE GRÖSSTEN MOMENTE DER KLASS

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Gute Zusammenstellung mit schlechter Tonqualität      2 von 5 Punkten
Die Zusammenstellung finde ich sehr gut, da alle bekannten Lieder der Klassik dabei sind. Die Tonqualität ist aber ziehmlich schlecht, da bei vielen Liedern ein deutlich hörbares Hintergrundrauschen zu hören ist. Es ist fast so als würde man eine Schallplatte hören. Deshalb nur 2 Sterne. Wer eine bessere Tonqualität erwartet, sollte lieber zu einer anderen Sammlung greifen.

Gelungene Mischung      5 von 5 Punkten
Ohne viele Worte eine gelungene Mischung der Highlights
der klassischen und romantischen Musik. Sehr empfehlenswert zu einem Superpreis. Ich mag solche Schnippelmusik eigentlich nicht,aber diese CDs haben mich begeistert.


Wagner, Richard - Tristan und Isolde (GA) (2 DVDs) - Wagner, Richard - Tristan und Isolde (GA) (2 DVDs)

DVD, 17. Juni 2008
     Verkaufsrang: 12821      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 27,97 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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"Interpreten" Tristan - Siegfried Jerusalem König Marke - Matthias Hölle Isolde - Waltraud Meier Kurwenal - Falk Struckmann Melot - Poul Elming Brangane - Uta Priew Ein Hirt - Peter Maus Ein Steuermann - Sandor Solyom-Nagy Ein junger Seemann - Poul Elming "Musik" Chor der Bayreuther Festspiele Chorus Master: Norbert Balatsch Orchester der Bayreuther Festspiele Conductor: Daniel Barenboim

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Ins Jenseits lauschen      5 von 5 Punkten
Nach dem romantisch-märchenhaften Bayreuther "Tristan" aus dem Jahr 1982 in der Inszenierung von Jean-Pierre Ponnelle, in der die Liebe als elementares Naturereignis über die Protagonisten kommt, gegen das jeder Widerstand machtlos ist, bringt die DGG mit der vorliegenden DVD nun einen neueren Bayreuther "Tristan" auf den Markt, der das neben der Liebe zweite dominante Thema in den Mittelpunkt der Aufführung stellt: das des Todes!
Von Heiner Müller (1929-1995), dem bedeutendsten Dramatiker der DDR/Ostdeutschlands seit Brecht, stammt der Gedanke, dass die meisten Bayreuth-Besucher zu einer "Tristan-und-Isolde"-Aufführung pilgern, um in der Musik etwas zu erfahren, das eigentlich erst nach ihrem Tod gilt: das Publikum giere danach, ins Jenseits zu lauschen. Darin liege das Geheimnis der "Tristan"-Wirkung. Müller fügte trocken hinzu: Eine gelungene Aufführung wäre eine gelungene Beerdigung des Publikums.
In seiner Bayreuther Inszenierung aus dem Jahr 1993 macht Müller nun ernst mit seinem "Tristan"-Verständnis, wobei ihm die Beerdigung zur Metapher für die Entfremdung von der Realität wird, die ihre optische Entsprechung in der Konzeption der Bühnenbilder als Bunker findet: Sinnbild der Isolation, des Lebendig-Begraben-Sein, des Von-der-Außenwelt-Abgeschnitten-Sein, Bild des Ge- und Befangensein in einer Welt des Inneren, der Seele, der Gefühle, der Sehnsüchte.

Die Raumkonzeption des Bühnenbildners Erich Wonder zeichnet sich in erster Linie durch den Einsatz streng geometrischer Formen in Verbindung mit für jeden Akt charakteristischen, symbolischen und ausdrucksstarken Farben aus.
Im ersten Akt sind Quadrate und Würfel, sowohl konkret-materiell wie auch immateriell als Lichtkuben, in Verbindung mit kraftvollen Gelb-, Orange- und Rottönen die dominanten Mittel zur Gestaltung des Bühnenraums. Das Schiff selbst erscheint in der Form eines in dunklem (Holz-)Braun gehaltenen Würfels, in dessen Mitte ein kleines, in den Boden eingelassenes Quadrat als Gemach Isoldes fungiert, aus dem sie während des gesamten Aktes nicht heraustritt. Zwei links und rechts in den Boden eingeschnittene, schmale Rechtecke, die beständig bläulich schimmern, mag man als die See deuten. Der Anblick des Bühnenbildes zum ersten Akt erinnert fortwährend an moderne, abstrakte, gleichwohl expressive Malerei, namentlich den Kubismus, worauf der Zuschauer/-hörer bereits während des Vorspiels mittels vorüberziehender Quadrate und Würfel in kräftigem Gelb und Rot eingestimmt wird - ein Nebenprodukt der filmischen Vorführungen dieser Inszenierung in vielen deutschen Kinos im Jahr 1995.
Während des zweiten Orchestervorspiels ist es ein blauer Würfel vor rötlich-grau-schwarzem Hintergrund, der uns in den folgenden Akt geleitet. Kühles Blau und Schwarz kennzeichnen fortan die Stimmung dieses Nachtstücks, auch hier bleiben Würfel und Quadrate präsent. Beinahe wie im Anklang an die Terrakotta-Armee im Mausoleum des ersten Kaisers von China ist der Bühnenboden nun von Reihen silbergrau schimmernder Brustpanzer bedeckt, zwischen denen die beiden Liebenden umher gehen, ohne sich vollkommen nahe zu kommen - Berührungen werden auf das dramaturgisch notwendige Minimum beschränkt. Der "Garten" aus Rüstungen wird zur Metapher der Unnahbarkeit, der Unmöglichkeit einer wirklichen Annäherung des Paares, zum Sinnbild der Panzerung, Abschottung des Gefühlslebens.
Der dritte Akt mit seiner in Grau- und Silbertönen gehaltenen Bühne - auch hier wird das kubistische Raumkonzept aufrecht erhalten - wirkt wie das Schlussbild eines Endzeitdramas. Asche und Staub bedecken den Boden wie auch die Darsteller, die wie die letzten Überlebenden nach einer Katastrophe erscheinen. Die Szenen mit dem sterbenden Tristan, der während des Finalaktes in einem breiten Sessel dahinsiecht, und dem Hirten, der als blinder Seher reglos auf der Bühne sitzt, ohne noch sein Instrument zu spielen, erscheinen wie ein Widerhall auf Samuel Becketts "Fin de partie" ("Endspiel"). Durchbrochen wird diese gespenstische Szenerie lediglich im Schlussbild, wenn durch ein im Bühnenhintergrund sich öffnendes Quadrat gelb-goldenes Licht den Raum durchflutet und Isoldes "Liebestod" erstrahlen lässt.

Die Kostüme des japanischen Modedesigners Yohji Yamamoto lehnen sich in ihrem strengen Schnitt an das No-Theater an und gestatten den Darstellern einerseits nur wenig (Bewegungs-)Freiheit, legen andererseits aber einen größeren Fokus auf Mimik und Gestik. Im ersten Akt tragen die Figuren lange schwarze Gewänder, ihre Gesichter sind auf blass geschminkt und ihre Haare in Anlehnung an das Bühnenbild rot-braun gefärbt. Im zweiten Akt sind die Gewänder dann entsprechend außen schwarz und innen blau und die Haare in eben diesen Tönen eingefärbt. Im dritten Akt schließlich haben die Figuren graue Mäntel an und weiß-grauer Staub bedeckt ihr Haar.

Die Konzentration auf die inneren, seelischen Vorgänge der Handlung, wie Wagner sie konzipierte, erfordert und ermöglicht zugleich eine außerordentliche musikalische Darbietung. Diesem Anspruch wird die vorliegende Aufführung mit ihrer künstlerischen Besetzung vollends gerecht. Wie schon auf der vorigen Bayreuther "Tristan"-Einspielung der DGG leitet auch hier der renommierte Wagner-Dirigent Daniel Barenboim das Orchester. Im Vergleich zur ein gutes Jahrzehnt früher erschienenen Aufnahme wirkt seine Interpretation nun reifer, der Klang noch luzider; die Tempi wurden an manchen Stellen (z. B. im Vorspiel zum ersten Akt) etwas verlangsamt, zugleich wurde eine noch höhere Intensität erreicht.
Das Ensemble umfasst mit das Beste, was das Wagnerfach in den Neunzigern aufzuweisen hatte: Allen voran die großartige Waltraud Meier, die die Isolde in Heiner Müllers Inszenierung zum ersten Mal auf dem Grünen Hügel sang und überhaupt ihr Debüt in dieser Rolle gab, die sie fortan wie keine andere verkörperte und in der nach ihr bislang keine mehr an sie heranreichte. Ihr zur Seite steht Siegfried Jerusalem, der den Tristan nicht nur sängerisch, sondern auch darstellerisch immer auf höchstem Niveau interpretiert und damit Meiers idealer Partner in dieser Rolle ist.
Ebenso wissen Matthias Hölle als Marke, Falk Struckmann als Kurwenal und Uta Priew als Brangäne in ihren Rollen vollauf zu überzeugen, so dass die Aufführung in jeder Hinsicht zum herausragenden Erlebnis wird und bereits heute zu den Höhepunkten der Bayreuther Festspielgeschichte sowie der "Tristan"-Rezeption überhaupt zu zählen ist.

Fazit:
Die hier vorliegende Inszenierung von Heiner Müller ist sicherlich nichts für Romantiker im oberflächlicheren Sinne des Wortes und wird Gefallen vor allem bei all denen finden, die in "Tristan und Isolde" ein Kunstwerk höchsten Ranges sowie in der Oper allgemein eine Kunstform sehen, die eben auch höchsten ästhetischen wie intellektuellen Ansprüchen zu folgen hat.


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Der Ring ohne Worte - Lorin MaazelDer Ring ohne Worte
Lorin Maazel, Bp

Audio CD, 1. Januar 1990
     Verkaufsrang: 220      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Die Musik Richard Wagners spielt in der Biografie von Lorin Maazel eine wichtige Rolle: 1960 dirigierte er als erster Amerikaner erstmals in Bayreuth, und 1967 brachte er dort den gesamten Ring-Zyklus zur Aufführung. Mit des Meisters Enkel Wieland Wagner arbeitete Maazel häufig (nicht nur in Bayreuth) zusammen, und dieser war es, der ihn zuerst auf die umfassende eigenständige Aussagekraft der orchestralen Schicht in Wagners Opern aufmerksam machte. Bekanntlich ist in diesen Werken das Geschehen im Orchestergraben ein wesentlicher Träger der Handlung, indem die dichte Verflechtung des leitmotivischen Materials nicht nur am Erzählen der Handlung teilhat, sondern auch eigene Hinweise geben kann, die dem Hörer Handlungszusammenhänge erschließen.

Auf der vorliegenden, im Jahre 1988 produzierten CD präsentiert Lorin Maazel eine eigene Zusammenstellung orchestraler Passagen der vier Ringopern. Sein Projekt unterscheidet sich von anderen instrumentalen Ausschnitten aus Wagneropern, meist Ouvertüren oder "Isoldes Liebestod", dadurch, dass er sämtliche Ausschnitte zu einem durchgehenden Stück von fast siebzig Minuten Dauer verbindet. Es erklingen dabei nicht nur genuin orchestrale Passagen wie das Vorspiel zum Rheingold, die Schmiedeszene aus derselben Oper oder der Walkürenritt, sondern auch einige Abschnitte, die ursprünglich eine Gesangsstimme enthalten. Alles ist mehr oder weniger nahtlos miteinander verbunden, wobei Maazel nicht eine einzige Note selbst hinzugefügt, sondern nur Wagnersches Material verwendet hat. Im Booklet legt er Rechenschaft ab über die selbst gestellten Vorgaben beim Zusammensetzen der Ausschnitte.

Das Ergebnis ist eine reizvolle Reise durch die vier Opernabende, während der fast alle bekannten Motive des Werks anklingen. Dem Ring-Liebhaber bietet die CD eine unterhaltsame Reminiszenz an erlebte Opernabende; dem Wagner-Neuling ersetzt sie selbstverständlich nicht die Auseinandersetzung mit der zu Grunde liegenden Handlung, wenn auch eine von Maazel verfasste Synopsis im Booklet enthalten ist. Ein ausgesprochen positiver Effekt der Aufnahme ist, dass sie die Aufmerksamkeit des Hörers auf die Qualität des Wagnerschen Orchestersatzes lenkt. Die Berliner Philharmoniker spielen unter Maazels kompetenter Leitung solide und klanglich ausgewogen; störend sind allenfalls gelegentliche Unsauberkeiten vor allem bei den Blechbläsern. --Michael Wersin

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)

Hervorragende Aufführung und Top-Sound      5 von 5 Punkten
Für mich war und ist Lorin Maazels Kompilation des musikalischen Teils des Rings
eine Referenz, was die Aufführung als auch die Aufnahmequalität anbelangt.
Das ganze ist ein einziger Soundstream immer adäquat zum Material in Dynamik
und Tempo. Wo Power gefragt ist bekommt man Power, wo differenzierte Pianos
vorgegeben sind hört man diese. All dies ist so intelligent, sauber und transparent
aufgenommen, dass ich diese CD nur deswegen nicht alle halbe Jahre wieder einlege,
um nicht abhängig zu werden. Audiophiler Leckerbissen!


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Vier letzte Lieder (R. Strauss), Wesendonk-Lieder (R. Wagner) - Jessye NormanVier letzte Lieder (R. Strauss), Wesendonk-Lieder (R. Wagner)
Jessye Norman, Richard Wagner

Audio CD, 29. Januar 2001
     Verkaufsrang: 1793      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Danach nichts mehr...      5 von 5 Punkten
Es fällt mir nicht leicht, mich für die CD's zu entscheiden die ich auf die einsame Insel mitnehmen oder auch aus einem brennenden Haus retten würde. Diese Aufnahme ganz gewiss! Die "Vier letzten Lieder" werden in jeder Weise vollkommen interpretiert. Schade nur, dass man bei der Wiederveröffentlichung nicht das komplette Strauss-Programm genommen hat.

Hörvergnügen      5 von 5 Punkten
Stimme und Interpretation Jessye Normans und das musikalische Arrangement unter Kurt Masur - unübertroffen einfühlsam, den Hesse- und Wesendonk-Texten gerecht werdend. Hören, eintauchen, und irgendwann verändert, erneuert, wieder auftauchen ...


The Originals - Wagner (Tristan und Isolde) - Wolfgang WindgassenThe Originals - Wagner (Tristan und Isolde)
Wolfgang Windgassen, Birgit Nilsson, Christa Ludwig, Eberhard Wächter, Martti Talvela

Audio CD, 6. Januar 1998
     Verkaufsrang: 1854      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 26,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Amazon.com Dies ist eine der mitreißensten Opern-Live-Aufnahmen des Stereo-Zeitalters. Jede Darbietung wurde separat aufgezeichnet, so daß die Hauptakteure ihren Beitrag aus voller Kehle zum Besten geben konnten.

Birgit Nilsson spielt eine feurige Isolde, und Wolfgang Windgassens Darstellung des enttäuschten Tristan im 3. Akt wirkt herzzerreißend. Karl Böhm inspiriert das Bayreuther Ensemble zu Musik, die auf das Publikum übergreift. Die Klangqualität der Aufnahme ist überwältigend.--Ted Libbey

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 13 Bewertungen)

Tja...      5 von 5 Punkten
... ich wünschte ich wüsste irgendwas gegen die hier zu lesenden überschwänglichen Lobeshymnen zu sagen ;-) - aber es gibt nichts. Böhms Dirigat, ohne alle Manierismen und Suche nach 'Originalität', bringt das weißglühende Drama dieser dreiaktigen "HAndlung" zum Vorschein. Schon das Vorspiel ist nicht etwa erdrückend, sondern gewalttätig-mitreißend und DESHALB beklemmend (man ringt nach Atem). Die schnellen Tempi tun vor allem auch dem zweiten Akt sehr gut. Nilsson in einer ihrer schönsten Aufnahmen; gerade die Live-Qualität tut ihr sehr gut, die Stimme kann sich original entfalten. Sie singt hier lyrisch wie selten. Windgassen kann neben ihrer schieren Stimmkraft natürlich nicht bestehen, ist aber dafür in seiner Textbehandlung und seinem musikalischen Verständnis jeder Phrase so perfekt, dass ich seinen Tristan ohne Zögern zu den allerbesten auf Platte rechnen möchte. Ludwig: großartig, ihre Brangäne ist wirklich eine leidende Partnerin der Isolde, der 1. Akt im Zwiegespräch der beiden atemberaubend; musikalisch perfekt, ohne indes wie manche Sängerin im Zinnen-Gesang des 2. Aktes ins unverbindlich Liedhafte abzugleiten (auch dank Böhm). Wächter als Kurwenal sehr erdverbunden und authentisch, auch ein leidender Partner, einer der "normalen" Menschen am Rande dieses Zweier-Amoklaufs. Ebenso wie Talvelas Marke... Nein, es gibt KEIN Manko, keine schwache Stelle in dieser Aufnahme.


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Wagner Ohne Worte - George SzellWagner Ohne Worte
George Szell, G. Szell, Co

Audio CD, 23. Oktober 2000
     Verkaufsrang: 470      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 5,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Eine wirklich beeindruckende CD      5 von 5 Punkten
Die CD "Wagner ohne Worte" stellt für mich auf alle Fälle eine sehr gelungene Sammlung seiner größten Werke dar. Die Stücke werden vom Cleveland Orchestra und George Szell hervorragend präsentiert, so dass man als Zuhörer teilweise regelrecht gebannt vor der Anlage sitzt und das Album auf sich wirken lässt. Ausgewählt wurden Ausschnitte aus acht der bekanntesten Opern Richard Wagners, wobei man bei einer solchen Auswahl eigentlich auch nicht unbedingt viel falsch machen kann, da eigentlich jede Aufführung von Wagner als gelungen bezeichnet werden kann. Ähnlich wie bei der vergleichbaren CD "The Best of Wagner" ist die Abstimmung zwischen den verschiedenen beteiligten Instrumenten ausgezeichnet und verleiht den Opern einen würdigen Rahmen. Wenn man sich eine derart beeindruckende CD wie "Wagner ohne Worte" anhört und auf sich wirken lässt, muss man Richard Wagner zumindest in musikalischer Hinsicht zu den größten Komponisten aller Zeiten zählen.

Wortlos glücklich      5 von 5 Punkten
Glücklich ist hier vielleicht nicht unbedingt das richtige Wort, eher erhebend, donnernd, mitreißend, giganatisch, einfach jeder erdenkliche Superlativ. Wagner ist der Meister schlechthin, ohne Gesang kommt sein Genie sogar noch besser zum Ausdruck.

Definitive Kaufempfehlung, die CD ist jeden Cent in Gold aufgewogen wert!

größte Komponist aller Zeiten      5 von 5 Punkten
Ich glaube die Qualität, der Einfluß und die Genialität Richard Wagners Werke steht ausser Frage.
Wagner verkörpert nicht nur den deutschen Geist, weißt auf die damalige monopolistische Stellung der kompositorischen Kultur hin, sondern beeinflußte auch nahezu alle darauffolgenden Komponisten.
Ich möchte sagen, dass beinahe jedes der neuklassischen Werke stark an Wagner angelehnt ist und Fans von Filmmusik (wie Der Herr der Ringe, The last Samurai, Gladiator etc.) sollte auf jeden Fall zugreifen.

Diese, im Orchester in Cleveland aufgenommene, Aufführung wird Wagner größtenteils gerecht. Hier und da sind meiner Meinung nach leichte Interpretationsfehler... aber wo sind die schon nicht?

Wagner ohne Worte ist für jeden Einsteiger empfehlenswert, dessen Ohren dem Operngesang nicht wohlgesonnen sind

Zugreifen!



Der Klassik(ver)führer Sonderband. Wagners Ring-Motive. 2 CDs - Der Klassik(ver)führer Sonderband. Wagners Ring-Motive. 2 CDs
, Gerhard K. Englert

Audio CD, November 2004
     Verkaufsrang: 24009      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 24,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Ein neuartiges H”rbuch mit mehr als 60 Minuten Musik - die sch”nsten Themen der klassischen Musik und dazu vor jedem Thema ein kurzer Einfhrungskommentar direkt auf der CD. Insgesamt eine abwechslungsreiche Mischung aus Text, Orchester- und Kammermusik, aus schweren und beschwingten Themen sowie aus etwas l„ngeren und krzeren H”rabschnitten. Kein Sampler im blichen Sinne sondern eine CD, welche die Begleitinformationen als gesprochenen Text gleich mit enth„lt. Ein H”rgenuss und gleichzeitig eine M”glichkeit zur musikalischen Bildung auf unterhaltsame Weise, also ein typisches Edutainment-Produkt. Diese CD bietet Ihnen die sch”nsten, eing„ngigsten Motive der bekanntesten Werke der klassischen Musik. Die ausgew„hlten Top-Melodien sollen den H”rer neugierig machen und liefern einen Schlssel fr das Schloss am Tor zur Welt der klassischen Musik. Dies gelingt mit den hier ausgew„hlten "Klassik-Schlagern" wesentlich leichter, als wenn man die Werke nacheinander von vorne bis hinten h”ren msste. Doch auch die Liebhaber klassischer Musik werden an dieser neuartigen, kurzweiligen Zusammenstellung der Mega-Hits der Klassik sicher Gefallen finden und sich vielleicht durch die geschickt gemachten, einpr„gsamen Hinweise noch besser zurechtfinden. Die Texte werden gesprochen von Kammers„nger Wolfgang Schmidt, der an allen groáen Opernbhnen der Welt sowie auch regelm„áig bei den Bayreuther Festspielen engagiert ist.
Im 8-seitigen Begleitheft erh„lt der interessierte H”rer noch weitere Informationen zu den Interpreten, Dirigenten und Solisten. Durch die zus„tzlichen Angaben zur S truktur d er Gesamtwerke und die Hervorhebung desjenigen Teils, aus dem das zitierte Motiv entnommen ist, erleichtert es insbesondere jedem Laien die Orientierung und den Einstieg in das zugeh”rige Werk. Alles in allem eine erfrischende Neuerscheinung fr den H”rbuch- und Tontr„germarkt, die man sowohl dem Klassik-Kenner als auch dem Klassik-Anf„nger jederzeit w„rmstens empfehlen kann. Viel Spaá beim H”ren!


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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Eine rundum gelungen Einführung in den RING      5 von 5 Punkten
Dieses Hörbuch war schon lange an der Zeit! Die mittlerweile auch in Englisch erschienene Doppel-CD "Wagners Ring-Motive" ist ein Sonderband der im Auricula-Verlag erscheinenden Hörbuchreihe "Der Klassik(ver)führer". Die beiden CDs haben eine Gesamtlänge von 2:26 Std, die sich in 1:23 Std Musik und 1:03 Std begleitende Kommentare unterteilen. Herausgeber sind Dr. Gerhard K. Englert, der Herausgeber der "Klassikverführer"-Hörbuchreihe und Dr. Sven Friedrich, der Direktor des Richard Wagner Museums in Bayreuth. Gesprochen wird die CD von dem berühmten Heldentenor und Siegfied-Darsteller Wolfgang Schmidt.
Für das Konzept der Hörbuchreihe, die schönsten Themen und Werke der klassischen Musik kommentiert zu präsentieren, bietet sich ein Werk wie Richard Wagners RING DES NIBELUNGEN geradezu an, da Wagner die Musik des RINGs aus einer Vielzahl von Motiven entwickelt hat, denen innerhalb der Musikdramatik eine bestimmte inhaltliche Bedeutung zukommt. Die Funktion der einzelnen Motive geht gelegentlich so weit, daß die Handlung des RINGS unverständlich bleibt, wenn man die Motive und ihre Bedeutung nicht kennt. Das volle musikdramatische Geschehens des RINGs erschließt sich daher nur dem Hörer, der die Motive kennt. Und hier setzt der Klassikverführer geschickt an: Wenn man Wagners RING verstehen will - und das macht den weitaus größten Teil des Spaßes an der Sache aus, dann sollte man eine Kenntnis der wichtigsten Motive (der sogenannten Leitmotive, die Personen, Stimmungen oder Gegenständen zugeordnet sind), ihrer Rolle in der Struktur des Werks und eine Kenntnis von Wagners Arbeits- und Entwicklungsweise besitzen. Das alles vermittelt diese herrliche Doppel-CD!
Dem Hörer werden nicht nur die einzelnen Motive des RINGS in der Reihenfolge ihres Erscheinens vorgestellt. Die Präsentation der Motive des RINGS haben die Autoren vielmehr fließend in eine kommentierte Darstellung der wesentlichen Handlung des RINGS eingebettet, und sie scheint mir so elegant gemacht, daß dem Hörer praktisch kein zum Verständnis des Gesamtgeschehens notwendiges Detail der Handlung entgeht. Die CD kann meines Erachtens durchaus von Wagner-Neulingen auch als eine kommentierte Kurzfassung des RINGS gehört werden, in der alle wichtigen Elemente der Handlung vermittelt werden.
Die CD stellt rd. 90 Motive (einschließlich ihrer Varianten) vor. Die Motive und die dazugehörigen Kommentare sind einzelnen Tracks zugeordnet und können einzeln angesteuert werden. Die Kommentare analysieren den Handlungsbezug der Motive und stellen ihre Bedeutung und ihre Entwicklung innerhalb des Werkes und der Handlung heraus. Der Hörer lernt den RING sozusagen mit Wagners Augen und Intentionen zu sehen und gewinnt dadurch einen unglaublich faszinierenden Einblick in die Konzeption und Struktur des RINGs. Es sind diese auf höchstem Niveau ausgeführten künstlerischen Einsichten, welche diese CD zu einem so unvergeßlichen Hörerlebnis machen. Die Interpretation ist dermaßen gekonnt und perfekt gemacht, daß man nicht aufhören kann, die außerordentliche künstlerische Qualität dieser Interpretation zu bewundern. Dr. Sven Friedrich hat ganze Arbeit gemacht! Die Auswahl der Motive und ihre Integration in den Gang Handlung sind zu einer so präzisen und flüssigen Einheit verschmolzen, daß man nie das Gefühl hat, daß die Entwicklung des Geschehens irgendwo unterbrochen oder zusammengefaßt wäre. Die präzise ausgeführten Kommentare und Deutungen tragen und reflektieren sprachlich meisterhaft die wesentlichen Momente der geistigen Dimension des Wagnerschen Werkes. "Wagners Ring-Motive" ist ein künstlerisch durch und durch gelungenes Interpretationswerk aus einem nahtlosen Guss, ein ultimatives Hörvergnügen, wie man es sich als Klassik-Fan nur wünschen kann. Für dieses Werk gebührt den Autoren Dank! Es wird mit Sicherheit Künstler, Intellektuelle und Musikliebhaber über viele kommende Jahrzehnte hinaus fesseln und begeistern.

Eine ideale Vorbereitung für jeden Ring-Hörer      5 von 5 Punkten
Der angegebene Kurztext ist falsch - es ist der Text zu Band 1, nicht zu diesem Band.

Der richtige Text lautet:

Wagners "Ring" enträtseln

Dieser Sonderband des "Klassik(ver)führers" präsentiert die Leitmotive von Wagners "Ring des Nibelungen" und erläutert sie mit fachkundigen Kommentaren.

Die Motive werden dabei in der Reihenfolge ihres Erscheinens im "Ring" vorgestellt. So kann man die Motive jeweils leicht erkennen und ihre Entwicklung verfolgen. Ganz nebenbei wird auf diese Weise die komplizierte Handlung des "Ring" vermittelt. Die vorgestellten Leitmotive bilden mithin den roten Faden durch sechzehn Stunden "Ring"-Musik. Die Handlung wird hier also nicht isoliert wiedergegeben, sondern lehnt sich eng an die musikalische Entwicklung an: Über die musikalischen Grundbausteine des "Ring" und deren Entwicklung erklärt sich der Handlungsablauf wie von selbst.

Auch mit diesem Band des "Klassik(ver)führers" soll Lust auf mehr gemacht werden, möglicherweise gar auf das gesamte Werk. Er richtet sich demnach zunächst an Einsteiger und Wagner-Neulinge und soll auf einfache und nachvollziehbare Weise die Faszination der Musik Wagners vermitteln und die musikdramatische Sprache der mythischen Welt im "Ring des Nibelungen" zu entschlüsseln und verstehen helfen. Aber auch dem bereits erfahrenen Hörer kann dieses Werk als eine Art "Repetitorium" für den "Beziehungszauber der Leitmotive" (Thomas Mann) in Wagners "Ring" dienen.

Das 12-seitige Booklet enthält u.a. auch Notenbeispiele der vorgestellten Leitmotive.

Insgesamt also eine ideale Vorbereitung für jede Ring-Aufführung.



Arie Sacre - Andrea BocelliArie Sacre
Andrea Bocelli

Audio CD, 8. November 1999
     Verkaufsrang: 5035      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Andrea Bocelli erinnert sich noch gut daran, dass er in seiner Jugendzeit ganz besonders von der Sakralmusik der Tenorlegende Franco Corelli fasziniert und inspiriert wurde. Bocelli -- der inzwischen selbst Millionen von stürmischen, treuen Fans erobert hat -- kehrt nun zu dieser Art von Musik zurück, die bei Sacred Arias das Leitmotiv bildet. Die Veröffentlichung dieser CD fällt zusammen mit dem Erscheinen seiner ersten Biografie in englischer Sprache. Diese Interpretationen sind erfüllt von der für ihn so typischen, inzwischen berühmt gewordenen Singweise: Sein Gespür für lange, sanft schwebende hohe Noten und der dezente Sinn für Abstufungen, die er in eine Melodie einbringt.

Es ist ein Missverständnis, einen Widerspruch zwischen Bocelli, dem Sänger im "opernhaften" Stil und dem im "volkstümlichen" Stil aufzubauen: In Wahrheit ist sein Ansatz im Grunde genommen immer der gleiche. Schwachpunkte bleiben der Mangel an Klangfarbe und die fehlende Steuerung der Phrasierung, aber die emotionale Wirkung von Boceli steht außer Frage. Die Arien dieser Sammlung sind ein Querschnitt durch die bekanntesten religiösen Werke: Schuberts "Ave Maria" und Mozarts feierliches "Ave Verum" ebenso wie das Arrangement von "Silent Night"("Stille Nacht"), bei dem Bocelli sein Englisch testet.

Es gibt aber auch eine ausgesprochen seltsame Auswahl von Werken, die in die Rubrik "Sakralmusik" einsortiert wurden, wie zum Beispiel ein Lied aus Wagners "Wesendonck Lieder" (hier ist der "Engel" mit einer überaus starken erotischen Anziehungskraft versehen) und Händels bildhafte Ode an einen Baum "Ombra mai fu". Dennoch, Bocelli singt mit unverfälschter Direktheit, und dies wird seine bereits unglaublich große Anhängerschar noch einmal erweitern. --Thomas May

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)

"Grandioser Sänger"      5 von 5 Punkten
Ich besitze diese CD schon seit mehreren Jahren. Jedes Jahr zur Weihnachtszeit freue ich mich schon, diese CD wieder hören zu können. Besonders die verschiedenen "Ave Maria" - Versionen haben es mir angetan. Die Lieder sind mit soviel Gefühl gesungen, so dass eine "Gänsehaut" verursacht wird. Meiner Meinung nach, ist diese Weihnachts-CD einer der besten, die es gibt! Daher mein Fazit: Kaufen!!!


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Preußische und österreichische Märsche - Herbert Von KarajanPreußische und österreichische Märsche
Herbert Von Karajan, Bläser der Bp

Audio CD, 31. August 1993
     Verkaufsrang: 393      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 18,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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PREUSSISCHE & ÖSTERR.MÄRSCHE

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Karajan und Marschmusik      5 von 5 Punkten
Es hat mich schon überrascht, dass sich Herbert von Karajan mit Marschmusik für Bläser befasst hat. Wenn man die Interpretationen hört, kann man auch ahnen, warum. In vielen Märschen sind musikalische Elemente zu hören, die man in anderen Interpretationen nicht hört. Für Freude der Marschmusik kann ich diese Doppel-CD nur empfehlen.

Ein großartiges Album voller Klassiker      5 von 5 Punkten
Die CD "Preußische und Österreichische Märsche" von den Bläsern der Berliner Philharmoniker und Herbert von Karajan bietet einen eindrucksvollen Einblick in das musikalische Schaffen im 18. und 19. Jahrhundert. Auf zwei CD's werden einige der bekanntesten preußischen und österreichischen (Militär-)Märsche präsentiert, darunter so bekannte Stücke wie der von Ludwig van Beethoven komponierte "Yorcksche Marsch", der anonyme "Torgauer Marsch", der von Johann Gottfried Piefke verfasste "Königgrätzer Marsch" (alle auf der ersten CD), der möglicherweise von Friedrich dem Großen stammende "Hohenfriedberger Marsch", der "Nibelungen-Marsch" (Gottfried Sonntag nach Vorlage von Richard Wagner) oder der berühmte "Radetzky-Marsch" (Johann Strauß der Ältere, alle auf CD 2).
Auch wenn die Staaten Preußen und Österreich heute nicht mehr in dieser Form bestehen, wie es im 18. und 19. Jahrhundert der Fall gewesen ist, so zählt das Album meiner Meinung nach immer noch zur absoluten Spitze und ist sowohl für Nostalgiker, die sich für die damalige Zeit interessieren als auch allgemein für Freunde klassischer Musik sehr interessant. Die Bläser der Berliner Philharmoniker und Herbert von Karajan haben es geschafft, eine überaus gelungene Sammlung großartiger Lieder herauszugeben, die auch in der heutigen Zeit nichts von ihrer Schönheit eingebüßt haben.


Richard  Wagner - Parsifal (NTSC) - Richard Wagner - Parsifal (NTSC)

DVD, 5. November 2002
     Verkaufsrang: 9072      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 38,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Parsifal Gesamtaufnahme. 2 DVD-Videos. AV

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)

Seit in Bayreuth "nicht mehr erlebbar"...      5 von 5 Punkten
ist diese Schenk Inszenierung unverzichtbar geworden. Allen voran ist Waltraud Meier mit einer fantastischen Kundry zu erwähnen. Da auf den Bühnen derzeit in werkschänderischen Exzessen geschwelgt wird, muß sich der Kenner vor den heimischen DVD Player zurückziehen, bis sich das Regietheater und dessen intelektuelle... Freunde selbst ad absurdum geführt haben.


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Wagner, Richard - Der Ring des Nibelungen (Gesamtaufnahme) (7 DVDs / NTSC) - Wagner, Richard - Der Ring des Nibelungen (Gesamtaufnahme) (7 DVDs / NTSC)

DVD, 15. Juni 2007
     Verkaufsrang: 18664      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 81,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Die DVD-Edition des gefeierten Bayreuther Ring-Zyklus von Harry Kupfer und Daniel Barenboim erscheint jetzt bei Warner Classics in einer hochwertigen 7 DVD-Box. Diese einzigartige Ausgabe des Ring in Bild und Ton wurde aus den hochwertigen Bändern der Original-Aufnahme von 1992 aus dem Bayreuther Festspielhaus gewonnen. Im hochauflösenden 16:9 Bildformat und vollendeter Dolby-Surround-Technologie kommt das Erlebnis der einzigartigen Akustik des legendären Festspielhauses und der bildgewaltigen Inszenierung originalgetreu in jedes Wohnzimmer. Der International Record Review schrieb zum Auftakt der Veröffentlichung: "In vielerlei Hinsicht ist dies das beste Angebot für jeden, der eine DVD-Version der "Walküre" sucht..." DAS RHEINGOLD Filmed at the Bayreuther Festspielhaus in June & July 1991. "Interpreten" Wotan - John Tomlinson Donner - Bodo Brinkmann Froh - Kurt Schreibmayer Loge - Graham Clark Alberich - Günter von Kannen Mime - Helmut Pampuch Fasolt - Matthias Hölle Fafner - Philip Kang Fricka - Linda Finnie Freia - Eva Johansson Erda - Birgitta Svendén Woglinde - Hilde Leidland Wellgunde - Jane Turner Orchester der Bayreuther Festspiele Leitung: Daniel Barenboim "Bühnen-Regie" Harry Kupfer Laufzeit: 154 Minuten Produktionsjahr: 1991 DIE WALKÜRE Filmed at the Bayreuth Festspielhaus in June & July 1992. "Interpreten" Siegmund - Poul Elming Sieglinde - Nadine Secunde Hunding - Matthias Hölle Wotan - John Tomlinson Brünnhilde - Anne Evans Fricka/Siegrune - Linda Finnie Gerlinde - Eva Johansson Orthilde - Ruth Floeren Waltraute - Shirley Close Schwertleite - Hitomi Katagiri Helmwige - Eva-Maria Bundschuh Grimgerde - Brigitta Svendén Roßweiße - Hebe Dijkstra Orchester der Bayreuther Festspiele Leitung: Daniel Barenboim Laufzeit: 237 Minuten Produktionsjahr: 1992 SIEGFRIED Legendärer Barenboim/ Kupfer - Ring "Siegfried" jetzt auf DVD! Die legendäre Produktion von Wagners 'Der Ring des Nibelungen' unter der Regie von Harry Kupfer und der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim im Bayreuther Festspielhaus gilt als eine der besten Realisierungen dieses titanischen Gesamtkunstwerks, die je auf die Bühne gebracht wurden. In den Spielzeiten 1991/92 wurde der gesamte Barenboim/Kupfer-'Ring' in bester Ton- und Bildqualität aufgezeichnet und zum ersten Mal 1995 veröffentlicht. Laufzeit: 244 Minuten Produktionsjahr: 1992 GÖTTERDÄMMERUNG Darsteller: Siegfried - Siegfried Jerusalem Gunther - Bodo Brinkmann Hagen - Philip Kang Alberich - Günter von Kannen Brünnhilde - Anne Evans Gutrune - Eva-Maria Bundschuh Waltraute - Waltraud Meier 1. Norn - Birgitta Svendén 2. Norn - Linde Finnie 3. Norn - Uta Priew Woglinde - Hilde Leidland Wellgunde - Annette Küttenbaum Flosshilde - Jane Turner Daniel Barenboim Chor und Orchester der Bayreuther Festspiele Staged and directed by Harry Kupfer Stage design Hans Schavernoch Costume design Reinhard Heinrich Video director Horant H. Hohlfeld Artistic supervision Wolfgang Wagner Laufzeit: 270 Minuten Produktionsjahr: 1991

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Ein Gesamtkunstwerk      5 von 5 Punkten
Eine wirkliche Rezension über 15 Stunden Ring des Nibelungen in Bild und Ton zu schreiben, fühle ich mich als Amateur außerstande. Daher eine eindeutige Kaufempfehlung für den Kupfer/Barenboim-Ring. Der Preis sollte da eigentlich an letzter Stelle kommen, ist aber auch ein wichtiges Argument (70,-- ¬!). Zusammen mit dem Chereau/Boulez-Ring sicher die bedeutenste Interpretation des Riesenwerkes auf DVD und wohl auch in der Theatergeschichte. Für den Einsteiger ist vielleicht der Chereau-Ring in seiner Gegenständlichkeit leichter und ein bisschen spannender.

Für den Kenner bleibt aber die Einfühlung Kupfers mit dem kongenialen Bühnenbildner Hans Schavernoch in den Wagnerschen Kosmos unvergleichlich. Kupfers Deutung ist zeitloser als Chereaus in der Entstehungszeit des Werkes angesiedelter Ring, ein düsteres Menschheitsdrama auf der Straße der Geschichte mit mehr offenen Fragen als Antworten. Die fast choreographische Übereinstimmung mit der Musik, das menschliche Mitfühlen mit allen Figuren, dieses Kraftwerk der Gefühle lassen aber wohl niemanden unberührt.
Einzelne Szenen möchte man eigentlich garnicht anführen, aber trotzdem -gleich der Beginn und die 1.Szene des Rheingolds, der Beginn des 2. Aktes der Walküre, das Frösteln Brünnhildes vor der Todverkündigung, der Furor der Walkürenszene, der Feuerzauber, Brünnhilde im Netz Gunthers Mannen, Wotan und Brünnhilde in der klaffenden Wunde der Erde beim Trauermarsch sitzend - das sind einfach große Bilder zu großer Musik.
Dass ich diesen Ring dann über den Chereauschen stelle, liegt am musikalischen Teil. Damit stelle ich mich persönlich gegen die gängige Kritikermeinung, die ja kurz gesagt so ist: je neuer desto schlechter. Barenboim und das fulminant spielende Orchester bringen den gesamten Wagnerschen Orchesterkosmos zum Klingen im lyrisch Zarten, in der Kunst der Übergänge, im gewalttätigen Zugriff. Das ist mir lieber als der trockene Boulez, aus dessen vielgerühmter Analyse ich erheblich weniger z.B. an Nebenstimmen heraushöre. Dieses Dirigat befindet sich auch in absoluter Übereinstimmung mit der Regie - Leidenschaft, Pathos, Zorn, Liebe - hier ist alles absolut und groß. Die kühle Perfektion Karajans ist bei dieser Quasiliveaufnahme natürlich nicht zu erwarten. Warum der äußerliche und brutale Soltiring noch immer so gelobt wird, verstehe ich immer weniger. Ich habe Barenboim in den letzten Jahren oft mit dem gesamten Wagner in der Berliner Lindenoper erlebt und halte ihn für den derzeit größten und spannendsten Wagnerdirigenten.

Auch für die Sängerschauspieler möchte ich eine Lanze brechen: John Tomlinson ist einfach d e r Wotan, dieses totale Aufgehen in der Rolle lässt Kestingsches Belcantogerede hier erstmal zweitrangig erscheinen. Anne Evans überzeugt auch ohne Nilsson-Trompete und übertrifft die gilfende Gwyneth Jones erheblich, Jerusalem gestaltet die undankbare Siegfried-Rolle stimmlich und schauspielerisch überzeugend. Graham Clark und Günter von Kannen, Nadine Secunde und Poul Elming schaffen eindrucksvolle Rollenporträts. Philipp Kang ist leider kein Gottlob Frick oder Salminnen, aber immer noch ein überzeugender Hagen. Matthias Hölle imponiert als Fasolt und Machohunding.

Die Szene der Waltraude im 1. Akt der Götterdämmerung wird durch Waltraud Meier zu einem intensiven Höhepunkt, bei dem auch Anne Evans über sich hinauswächst.

Die Abrundung erfährt das ganze durch die technische Seite. Während ja wohl bei älteren Aufnahmen oft nur ein Computerprogramm einen Surroundsound generiert, wurde hier auf die Originalbänder mit noch mehreren Mikrophonen als für die Stereoaufnahme zurückgegriffen. Schon im Rheingoldvorspiel badet man im Orchester. Um es kurz zu machen: Der Dts-Sound ist einfach gigantisch, Orchester und Stimmen in optimaler Balance. Ein Lob den Tontechnikern der Aufnahme und den Technikern der DVD-Ausgabe. Die in enger Absprache mit Harry Kupfer erstellte Filmregie Horant H. Hohlfelds überzeugt auch durch den Wechsel von Distanz und Nähe, ohne sich noch vordergründig vor die Theaterregie zu stellen.

Ein wertvolles Dokument!


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