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aus Israel und Palästina
Ein Reisebericht mit Bildern

Teil 2: See Genezareth,
Kapernaum, Tiberias,
Der Jordan

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Der See Genezareth, wird auch Kinnereth-See oder Galiläisches Meer genannt. Er liegt 212 m unter dem Meeresspiegel. Durch Höhlensysteme kann Wasser vom Mittelmeer durchsickern, welches hier Salzwasserquellen bildet. Um den See nicht versalzen zu lassen, sind diese gefasst worden und das Salzwasser wird um den See herum direkt in den Jordan geleitet. Vulkanische Ausgasungen zeugen von der dünnen Erdkruste in diesem Teil des Jordangrabens. Von hier und von den Quellgebieten des Jordans im Norden führen Bewässerungssysteme bis Gaza und in den Negev. Das Wasser ist heute wie früher fischreich. See Genezareth
See Genezareth

Im Gegensatz zum Toten Meer hat der See Genezareth einen Abfluß in Form des Jordans. Deshalb werden Mineralien abtransportiert und der See bleibt ein Süßwassersee. Da von hier viel Wasser zur Bewässerung des Landes entnommen wird, führt der Jordan weniger Wasser als früher. Stege und Geländer ermöglichen ein Bad im Fluß. Jordan

Am Westufer liegt die Stadt Tiberias mit 33 000 Einwohnern. Schon die Römer nutzten es mit den hier zutagetretenden Thermalquellen als Kur- und Badeort. Fischfang und Landwirtschaft bilden weitere Einnahmequellen der Gegend und brachten Galiläa den Beinamen "Garten Israels" ein. Tiberias Tiberias

Kapernaum (Kapharnaum, Kefar Nahum) besteht heute nur noch aus Ruinen und liegt am Nordwestufer des Sees, in der Ebene Ginnosar, einem fruchtbaren Obstanbaugebiet. Jesus lebte hier, nachdem er Nazareth verlassen hatte (Matth.4,13). Bei Ausgrabungen 1905 wurde unter anderem eine Kapelle aus dem 5. Jh. und eine Synagoge aus dem 2. und 3. Jh. freigelegt. Die Synagoge trägt jüdische Motive: Weintrauben, Granatäpfel, Ölbaumzweige, Salomonstern (5strahlig im Gegensatz zum Davidsstern) Kapernaum Kapernaum
Kapernaum, Synagoge Kapernaum, Synagoge
Kapernaum, jüdische Symbole Kapernaum, jüdische Symbole

Hier handelt es sich um eine Ölmühle und um eine Getreidemühle (rechts): In den Trichter oben füllte man das Getreide, in der Aussparung vorne steckte eine Holzstange, womit der obere Teil gedreht wurde. Durch das Gewicht des Oberteils wurden die Körner in dem Spalt dazwischen zerrieben. Kapernaum, Ölmühle Kapernaum, Getreidemühle





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