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aus Israel und Palästina

Reiseberichte mit Bildern

Teil 1:
Jerusalem, Bethlehem

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Jerusalem



Während der Anfahrt aus Richtung Tel Aviv steigt die Straße ständig an und die Landschaft wird gebirgiger. Jerusalem liegt um 800 m hoch, weshalb das Klima gemäßigter und, wie hier im Januar, sogar angenehm kühl ist.
Unterwegs Richtung Jerusalem Jerusalem
Jerusalem, Scopus-Berg Jerusalem

Die beste Aussicht auf die Altstadt hat man vom Ölberg aus. Die beiden auffälligsten Bauwerke in der Altstadt sind der Felsendom mit seiner vergoldeten Kuppel und links die El-Aksa-Moschee, auch Al-Aqsa-Moschee mit versilberter Kuppel. Jerusalem Jerusalem

Von Tel Aviv kommend folgt man der Jaffa Road und kommt dann direkt zur Stadtmauer der Altstadt in der Nähe der Zitadelle. Wenn man Glück hat, findet man hier sogar einen Parkplatz und betritt die Altstadt durch das Jaffa-Tor. Jerusalem, Zitadelle Jerusalem, Zitadelle

Jerusalem, Via Dolorosa
Die Via Dolorosa,
der Leidensweg (Kreuzweg) Christi,
führt von der Stelle, an der die
Burg Antonia gestanden haben soll,
in der Jesus von Pontius Pilatus
verurteilt wurde, über
14 Stationen bis zum Christusgrab
in der Grabeskirche.
Jerusalem, Altstadt Jerusalem, Altstadt Jerusalem, Grabeskirche

Die Grabeskirche

gilt als die heiligste Stätte der Christenheit. Sie wurde an dem Platz erbaut, wo sich nach christlicher Überlieferung nicht nur das Grab Jesu, sondern auch die Kreuzigungsstätte Golgatha befinden soll. Das Innere wirkt sehr düster und verwinkelt. Durch Bauarbeiten in verschiedenen Jahrhunderten entstand ein Durcheinander von Baustilen und Besitzrechten. Die ältesten Teile sind die Überreste einer Basilika, errichtet unter Kaiser Konstantin dem Großen im 4. Jahrhundert.
Jerusalem, Grabeskirche Israel: Jerusalem, Grabeskirche
Grundriß:     Grabeskirche, Grundriß Jerusalem, Grabeskirche Jerusalem, Grabeskirche

Die Klagemauer

ist die heiligste Stätte des Judentums. Sie ist der Überrest einer Stützmauer um den Jerusalemer Tempel, die 20 v.Chr. von Herodes gebaut wurde. Der Name entstand, weil die Israeliten hier die Zerstörung ihres Tempels durch die Römer 70 n.Chr. beklagten.
Jerusalem, Klagemauer Jerusalem, Klagemauer Jerusalem, Klagemauer
Jerusalem, orthodoxer Jude Jerusalem, orthodoxer Jude Mitte der 90er Jahre
wurde ein Tunnel
unter der Westmauer gegraben,
der bis in die Altstadt führt.
Jerusalem, Tunnel unter der Westmauer

Der Felsendom

(arab. Qubbat es-Sakhra) ist nach der Kaaba in Mekka und der Grabmoschee Mohammeds in Medina das drittwichtigste Heiligtum des Islam. Er umschließt den Heiligen Fels, auf welchem Muslime den Hufabdruck von Mohammeds Pferd Burak erkennen. Mohammed soll von hier in den Himmel geritten sein. Außerdem sehen sie in einigen Vertiefungen die Fingerabdrücke des Erzengels Gabriel, der ihn davon abhalten wollte.
Nach jüdischer Überlieferung handelt es sich um den Felsen, auf dem Abraham seinen Sohn opfern sollte. Weit verbreitet ist auch der Glaube, hier habe Jahwe Adam erschaffen, deshalb nennt man ihn auch den Fels der Gründung.
Jerusalem, Felsendom Jerusalem, Felsendom Felsendom, Heiliger Fels

Die El Aksa Moschee (El-Aqsa-Moschee)

wurde ursprünglich 705 bis 715 unter Kalif Al-Walid erbaut, jedoch nach wenigen Jahrzehnten durch ein Erdbeben zerstört. Der größte Teil des heutigen Bauwerks stammt aus der Zeit um 1035.
1951 wurde in der Moschee König Abdullah von Transjordanien erschossen. Sein Enkel und später auch König Hussein von Jordanien war Zeuge des Attentats. An einer Säule sind noch Kugeleinschläge zu sehen.
El Aqsa Moschee El Aqsa Moschee

Jerusalem Tempelberg
Bild: Aus israelischem Reiseprospekt von 1980 (ohne Urheberrechtsangabe)


Über den Dächern der Altstadt zeigt das linke Bild im Hintergrund Neu-Jerusalem und den Scopus-Berg mit der Universität, das rechte Bild im Hintergrund den Ölberg. Jerusalem, Altstadt Jerusalem, Altstadt

Am Fuß des Ölbergs liegt der

Garten Gethsemane.

An der Stelle, wo Jesus kurz vor seiner Gefangennahme in Todesangst gebetet haben soll (Markus 14,35 und Lukas 22,41), steht die Kirche aller Nationen. Sie gehört den Franziskanern, wurde von Antonio Barluzzi entworfen und von 1919 bis 1924 mit Mitteln aus verschiedenen Nationen erbaut.

Rechts oberhalb steht die russisch-orthodoxe Kirche St. Maria Magdalena, erbaut 1888 vom russischen Zaren Alexander III.

Im Garten Gethsemane stehen 8 uralte Olivenbäume, die als direkte Nachkommen der Bäume gelten, die zu Zeiten Jesu hier standen.
Jerusalem, Garten Gethsemane Garten Gethsemane, St. Maria Magdalena
Jerusalem, Garten Gethsemane
Jerusalem, Ölbaum im Garten Gethsemane Jerusalem, Ölbaum im Garten Gethsemane

Jerusalem, Ölberg Friedhof auf dem Ölberg
Der südliche Teil des Ölbergs ist bedeckt von einem Friedhof. Nach der Überlieferung soll am Jüngsten Tag der Messias hier erscheinen.

Zwischen der Jerusalemer Altstadt und dem Ölberg liegt das Kidron-Tal. Hier befindet sich das Grab Absalom's. Der quadratische Unterbau wurde aus dem gewachsenen Fels gehauen, der flaschenförmige Aufsatz ist gemauert. Man nimmt an, daß die Grabhöhle bereits existierte, als im 1. Jh. n.Chr. der Monolith herausgearbeitet wurde.

Das Grab des Zacharias wurde mitsamt seiner pyramidenförmigen Spitze aus dem gewachsenen Fels gehauen.
Jerusalem, Kidron-Tal

Jerusalem, Grab des Zacharias
Jerusalem, Grab Absalom's

Jerusalem, Kidron-Tal

Verläßt man Jerusalem Richtung Süden über die Hebron Road, fährt man durch gebirgiges Gelände und erreicht

Bethlehem.


Es hat ca. 15 000 Einwohner, zu einem großen Teil arabische Christen. Nach den Evangelisten ist hier die Geburtsstätte von Jesus Christus. Allerdings mehren sich die Stimmen, die das anzweifeln. Sie mutmaßen, daß die Evangelisten seine Geburt nachträglich nach Bethlehem verlegten, um die Prophezeiungen zu erfüllen (Micha 5; Matth. 2,6; Lukas 2,11; Joh. 7,2) und daß es wahrscheinlicher wäre, daß Jesus in Nazareth oder Kapernaum geboren wurde.

Im 4. Jh. ließ die heilige Helena, die Mutter des Kaisers Konstantin, über einer als Geburtsstätte verehrten Grotte die Geburtskirche errichten. Sie wurde mehrmals teilweise zerstört und umgebaut. Der ursprünglich größere und oben runde Eingang wurde z.B. verkleinert um zu verhindern, daß Reiter samt Pferd eindringen konnten.

Im 5. Jh. ließ sich der heilige Hieronymus in Bethlehem nieder, gründete ein Kloster und schuf die lateinische Bibelübersetzung, die Vulgata, auf der die katholische Lehre beruht.

Die Bilder sind schon etwas älter. Heute fällt in der Landschaft an vielen Stellen die hohe Sperrmauer auf.

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Landschaft nahe Jerusalem Landschaft südlich Jerusalem
Bethlehem Bethlehem, Geburtskirche
Bethlehem, Hl. Hieronymus Geburtskirche, Eingang Geburtskirche, Krippe

Folgt man dem teilweise schluchtartigen Kidron-Tal nach Osten, erreicht man das griechisch-orthodoxe Kloster Mar Saba, das bereits um das Jahr 440 gegründet worden sein soll. Als wir dort vorbei fuhren, sah es sehr verlassen aus, aber man sagte uns, dass noch einige Mönche hier leben. In den Jahrhunderten nach seiner Gründung soll es bis zu 4000 Mönche beherbergt haben. Kloster Mar Saba im Kidron-Tal





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