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aus Israel und Palästina

Reiseberichte mit Bildern

Teil 4: Totes Meer,
Massada, Jericho

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Totes Meer


Das Tote Meer liegt 390 m unter dem Meeresspiegel und wird auch "Sodom-, Arava- oder Asphalt-Meer" genannt. Die Halbinsel Laschon teilt es in einen bis zu 400 m tiefen nördlichen Teil und einen sehr flachgründigen südlichen Teil. Es hat nur Zuflüsse und keinen Abfluß. Durch die Verdunstung des Wassers blieb der Wasserspiegel früher konstant. Heute wird den Zuflüssen aber viel Wasser zur Landbewässerung entzogen, dadurch sinkt der Wasserspiegel allmählich und der südliche Teil ist dabei, zu verlanden. Da nur reines Wasser verdunstet, bleiben alle in den Zuflüssen enthaltenen Mineralien und vor allem das Salz erhalten, was den hohen Salzgehalt von 30% bewirkt. Durch diesen hohen Salzgehalt kann man wie von unsichtbarer Hand getragen im Wasser liegen ohne unterzugehen. Sie haben's erraten: Das bin ich!
Totes Meer Totes Meer
Totes Meer Baden im Toten Meer

Massada


Die Festung Massada (Mezada) liegt auf einem 450 m hohen und 600 x 300 m großen Felsplateau. Die meisten Bauten stammen von König Herodes um Christi Geburt. Er ließ den Bergrand mit starken Mauern umgeben, zwei kleine Paläste, Lagerhäuser und vor allem große Zisternen bauen, in denen das Regenwasser gesammelt wurde. Nach dem Tod des Herodes wurde auf dem Berg eine römische Garnison stationiert. Als im Jahr 70 n.Chr. der jüdische Aufstand von den Römern niedergeschlagen wurde, gaben 960 Zeloten, ein jüdischer Volksstamm, den Kampf nicht auf und eroberten durch eine Kriegslist Massada.

Die Römer brauchten 3 Jahre, um die Festung zurückzuerobern. Dazu mußten sie eine riesige Rampe aufschütten, um die senkrechten Wände zu überwinden. Diese ist heute noch zu sehen. Als der Kampf aussichtslos wurde, begingen die Zeloten Selbstmord.
Massada
Belagerung mit Rampe

Heute führt eine Seilbahn auf das Plateau (man kann auch zu Fuß gehen!). Von oben hat man einen atemberaubenden Blick auf die Umgebung. Reste der Befestigungsanlagen und sonstiger Gebäude sind erhalten. Massada Massada
Massada Massada

Jericho


Die Oase Jericho ist heute eine kleine Stadt mit 20 000 Einwohnern. Sie liegt ca. 260 m unter dem Meeresspiegel und ist damit die tiefstgelegene Stadt der Welt.

Das Klima ist subtropisch heiß. Jetzt im Februar reifen die Zitrusfrüchte und blühen die Mandelbäume.
Jericho Jericho
in Jericho Mandelblüte

Durch Ausgrabungen hat man nachgewiesen, daß die Menschen hier schon 7000 Jahre v.Chr. (Neolithikum = Mittelsteinzeit) Gebäude aus Stein errichteten und Arbeitsteilung kannten. Jericho gilt deshalb als die älteste Siedlung der Welt, die man als "Stadt" bezeichnen kann. Die biblische Eroberung durch Josua nimmt man im 14. oder 13. Jahrhundert v.Chr. an. Rechts die berühmteste Ausgrabung am Tell es-Sultan. Der Steinturm ist 9000 Jahre alt!
Jericho, vom Tell es-Sultan aus 9000 Jahre alter Steinturm Steinturm, 9000 Jahre alt

Diese drei Fotos von der Ausgrabungsstätte Tell Jericho wurde mir freundlicherweise vom Archiv Albatross zur Verfügung gestellt, einem Foto-Archiv, spezialisiert für Luft- und Landschaftsaufnahmen: www.albatross.co.il Jericho, Tell es-Sultan Jericho, Tell es-Sultan Jericho, Tell es-Sultan

An den Berghängen liegen arabische Flüchtlingssiedlungen vom Befreiungskrieg 1948. Im Hintergrund des rechten Bildes ist der Berg Dok zuerkennen, auf dem Jesus vom  Teufel versucht wurde (Matth.4,1-5). Südöstlich von Jericho, jenseits des Jordan, soll Betanien gelegen haben, wo Jesus getauft wurde (Joh.1,28). Gefunden wurde es noch nicht. Jericho Jericho, Berg Dok

Qumran


20 km südlich von Jericho liegt das Wadi Qumran. Ein junger arabischer Hirte fand 1947 in einer Höhle Schriftrollen in Tongefäßen. In den folgenden Jahren entdeckte man die komplette Bibliothek einer jüdischen Sekte, die hier vom 2. Jahrhundert v.Chr. bis 68 n.Chr. ihr Zentrum in Form von Klöstern und Einsiedeleien hatte. Diese Schriftrollen sind 1000 Jahre älter als alle bis dahin bekannten Handschriften des Alten Testaments.
Höhle im Wadi Qumran
Aufbewahrungskruege


Sodom und Gomorra


Am südöstlichen Ufer des Toten Meeres fand man die Überreste von Städten, die bereits vor mehr als 4000 Jahren zerstört wurden. Man nimmt an, daß es sich um Sodom und Gomorra handelt. Beweise gibt es nicht. Salzsäulen jedoch, von denen eine Lot's Frau sein könnte, gibt es dort zuhauf.
Salzsäulen im Toten Meer





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