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| Björk | Kundenmeinungen Kurzbeschreibungen Inhaltsangaben | |
Homogenic [US-Import] Björk Audio CD, 1. April 2008 Bei Amazon z.Zt. leider nicht lieferbar! |
Frau Gudmundsdottir hat eine schwere Zeit hinter sich: ein Briefbombenanschlag sowie Kamera-Attacken auf ihren Sohn führten zu dem, was sie rückblickend ihren "Crash" nennt. Doch ihrer Musik hat es eher genutzt als geschadet. Die streicherbetonten Tracks "Hunter" und "Joga" gehören zum Besten, was bisher in diesem Jahrzehnt in den Grauzonen des Pop entstanden ist. Zuweilen fühlt man sich an die opulenten Arrangements von Art of Noise oder Dead Can Dance erinnert, doch Björks Stimme und Melodieführung sind mehr denn je über alle Vergleiche erhaben. Produziert hat hauptsächlich Mark Bell (LFO), einige Tracks hatte Howie B. in der Mangel. Die String-Arrangements stammen von der brasilianischen Jazz-Legende Eumir Deodato. Das Cover zeigt Björk als verfremdete Cyber-Geisha, die allerdings nur bedingt an die technoiden "Hyperballaden" ihres letzten Albums anknüpft. Obwohl ihre isländische Heimat oft genug als Metapher strapaziert wurde, diese Töne scheinen wirklich zwischen Eisberg und Vulkan aus der Erde emporgestiegen zu sein. --Christian Arndt
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 38 Bewertungen)
Bravoröse Gratwanderung 5 von 5 Punkten "Homogenic" ist Björk Guðmundsdóttirs drittes Studioalbum und meiner bescheidenen Meinung nach bis heute ihr Bestes.
Mit Mark Bell (LFO) als Produzenten und Mitwirkendem und dem Icelandic String Octet schafft die kleine Isländerin ein stimmiges, eingängiges Album, ohne anzubiedern oder auf Experimente zu verzichten.
Es soll ihr persönlichstes Album sein. In einem Jahr, in dem ihr ein Briefbombenattentat zu schaffen machte und eine zudringliche Journalistin einige Schläge von Björk kassierte, kreiert diese ein Meisterwerk.
Es beginnt großartig. Der Opener "Hunter" vereint bereits alles, was "Homogenic" ausmacht: synthetische Beats, Streicherarrangements und expressive Vocals, die authentischer nicht klingen können.
Mit "Joga" folgt die Vertonung isländischer Landschaften, die im dazugehörigen Clip von Michel Gondry visualisiert wurden. Harmonie und Schönheit, unterbrochen von einem packenden Noisebreak.
"Unravel" ist vielleicht eines der berührendsten Liebeslieder, die je geschrieben wurden. Björks zweistimmiger Gesang und die Fusion von synthetischen Strukturen mit organischen klingt überragend.
Auch "Bachelorette" ist Björk pur. Fast schon bombastisch schneidet sich dieser Song in die Gehörgänge.
Mit "All Neon Like" wird die erste Hälfte des Albums abgeschlossen. Seltsam klingende Beats und ein ebenso eigenartiger Text über... Ich weiß es nicht. Dennoch stimmig und läutet somit den etwas fordernden Teil der Platte ein.
"5 Years" ist vielleicht der schrägste Titel auf "Homogenic" und führt trockene abgehackte Beats mit Streichern und Akkordeon zusammen. Björks Emotionen besorgen den Rest.
Das fragile und naive "Immature" beruhigt etwas, wohingegen mit "Alarm Call" der tanzbarste Part in Anlehnung an die Vorgänger ausgepackt wird.
Den Schluß bilden das harte und aggressive mit stampfendem Rhythmus vorgetragene "Pluto", in dem sich Björk auch mal ihre ganze angestaute Wut von der Seele schreien darf und der ruhige, fast schon sphärische Gegenpol "All Is Full Of love", der im übrigen herrvoragend von Chris Cunningham als Video in Szene gesetzt wurde. Die Albumversion unterscheidet sich in soweit vom Clip, daß hier keine Beats das Stück untermalen.
Was den genauen Reiz von "Homogenic" ausmacht, lässt sich schwer beschreiben. Allein die Tracklist spricht für sich und das Album im Gesamten, die gelungene Kreation zwischen Björks eigenwilligem Verständnis von Musik und Mut zu dissonanten und fordernden Songstrukturen, ohne dabei überladen zu sein oder gekünstelt experimentell wirken zu wollen, macht dieses zu einem meiner Lieblinge.
Weitere Kundenmeinungen |
Homogenic [Musikkassette] [US-Import] Björk Hörkassette, 23. September 1997 Verkaufsrang: 936103 Frau Gudmundsdottir hat eine schwere Zeit hinter sich: ein Briefbombenanschlag sowie Kamera-Attacken auf ihren Sohn führten zu dem, was sie rückblickend ihren "Crash" nennt. Doch ihrer Musik hat es eher genutzt als geschadet. Die streicherbetonten Tracks "Hunter" und "Joga" gehören zum Besten, was bisher in diesem Jahrzehnt in den Grauzonen des Pop entstanden ist. Zuweilen fühlt man sich an die opulenten Arrangements von Art of Noise oder Dead Can Dance erinnert, doch Björks Stimme und Melodieführung sind mehr denn je über alle Vergleiche erhaben. Produziert hat hauptsächlich Mark Bell (LFO), einige Tracks hatte Howie B. in der Mangel. Die String-Arrangements stammen von der brasilianischen Jazz-Legende Eumir Deodato. Das Cover zeigt Björk als verfremdete Cyber-Geisha, die allerdings nur bedingt an die technoiden "Hyperballaden" ihres letzten Albums anknüpft. Obwohl ihre isländische Heimat oft genug als Metapher strapaziert wurde, diese Töne scheinen wirklich zwischen Eisberg und Vulkan aus der Erde emporgestiegen zu sein. --Christian Arndt
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 38 Bewertungen)
Bravoröse Gratwanderung 5 von 5 Punkten "Homogenic" ist Björk Guðmundsdóttirs drittes Studioalbum und meiner bescheidenen Meinung nach bis heute ihr Bestes.
Mit Mark Bell (LFO) als Produzenten und Mitwirkendem und dem Icelandic String Octet schafft die kleine Isländerin ein stimmiges, eingängiges Album, ohne anzubiedern oder auf Experimente zu verzichten.
Es soll ihr persönlichstes Album sein. In einem Jahr, in dem ihr ein Briefbombenattentat zu schaffen machte und eine zudringliche Journalistin einige Schläge von Björk kassierte, kreiert diese ein Meisterwerk.
Es beginnt großartig. Der Opener "Hunter" vereint bereits alles, was "Homogenic" ausmacht: synthetische Beats, Streicherarrangements und expressive Vocals, die authentischer nicht klingen können.
Mit "Joga" folgt die Vertonung isländischer Landschaften, die im dazugehörigen Clip von Michel Gondry visualisiert wurden. Harmonie und Schönheit, unterbrochen von einem packenden Noisebreak.
"Unravel" ist vielleicht eines der berührendsten Liebeslieder, die je geschrieben wurden. Björks zweistimmiger Gesang und die Fusion von synthetischen Strukturen mit organischen klingt überragend.
Auch "Bachelorette" ist Björk pur. Fast schon bombastisch schneidet sich dieser Song in die Gehörgänge.
Mit "All Neon Like" wird die erste Hälfte des Albums abgeschlossen. Seltsam klingende Beats und ein ebenso eigenartiger Text über... Ich weiß es nicht. Dennoch stimmig und läutet somit den etwas fordernden Teil der Platte ein.
"5 Years" ist vielleicht der schrägste Titel auf "Homogenic" und führt trockene abgehackte Beats mit Streichern und Akkordeon zusammen. Björks Emotionen besorgen den Rest.
Das fragile und naive "Immature" beruhigt etwas, wohingegen mit "Alarm Call" der tanzbarste Part in Anlehnung an die Vorgänger ausgepackt wird.
Den Schluß bilden das harte und aggressive mit stampfendem Rhythmus vorgetragene "Pluto", in dem sich Björk auch mal ihre ganze angestaute Wut von der Seele schreien darf und der ruhige, fast schon sphärische Gegenpol "All Is Full Of love", der im übrigen herrvoragend von Chris Cunningham als Video in Szene gesetzt wurde. Die Albumversion unterscheidet sich in soweit vom Clip, daß hier keine Beats das Stück untermalen.
Was den genauen Reiz von "Homogenic" ausmacht, lässt sich schwer beschreiben. Allein die Tracklist spricht für sich und das Album im Gesamten, die gelungene Kreation zwischen Björks eigenwilligem Verständnis von Musik und Mut zu dissonanten und fordernden Songstrukturen, ohne dabei überladen zu sein oder gekünstelt experimentell wirken zu wollen, macht dieses zu einem meiner Lieblinge.
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