Black Sabbath

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Dio Years, the - Black SabbathDio Years, the
Black Sabbath

Audio CD, 27. März 2007
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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Black Sabbath - The DIO Years - Das Beste vom Besten      5 von 5 Punkten
It was the Best of Times, it was the Worst of Times - dieses englische Sprichwort könnte sehr gut die Beziehung Black Sabbath und Ronnie James Dio beschreiben, denn während die Band in dieser Phase jeweils einige der besten Songs ihrer an Highlights reichen Karriere produzierte, so hatte die Konstellation doch selten Dauer.

Insgesamt vier Alben (drei Studio, eins Live) umfasst die Zeit, in der Tony Iommi (Gitarre), Geezer Butler (Bass) sowie zunächst Bill Ward und später dann Vinnie Appice (Schlagzeug) zusammen mit Ronnie James Dio (Gesang) solch unvergängliche Meisterwerke wie etwa Heaven & Hell, Neon Knights, The Mob Rules oder Falling Off The Edge Of The World erschufen. Leider hielt die Kombination nie lange. Nach der ersten Inkarnation von 1980 bis 1982 (in der Heaven & Hell, The Mob Rules und Live Evil entstanden) herrschte fast zehn Jahre Funkstille zwischen den beiden Parteien, ehe man sich 1992 wieder zusammentat, um das unterbewertete Dehumanizer-Album aufzunehmen. Aber auch danach trennten sich die Wege wieder rasch und Ronnie James machte mit seiner Band DIO weiter.

Und obwohl Black Sabbath immer wieder mit hervorragenden Frontmännern (immerhin standen mit Ozzy Osbourne und Ian Gillan zwei Ikonen der Rock-Musik jahrelang der Band vor) zusammen arbeitete, so waren es doch die Dio-Jahre, die als die besten der Band gelten. Dem wird in dieser Kompilation Rechnung getragen und zudem mit drei neuen Stücken die Hoffnung genährt, dass es vielleicht doch noch eine Chance für die Band gibt, denn schließlich sind aller guten Dinge bekanntlich drei (in diesem Fall Versuche).

Auf diesem Album befinden sich insgesamt 16 der besten Songs, die Black Sabbath mit Ronnie James Dio aufgenommen hat (und ja, die neuen Songs gehören definitiv auch dazu). Hier finden sich sechs der acht Titel von Heaven & Hell wieder. Enthalten sind der fantastische Opener Neon Knights, das groovig lockere Lady Evil, der Heavy Metal-Stampfer schlechthin in Heaven & Hell sowie der Up-Tempo-Rocker Die Young und das schleppende Lonely Is The Word. Zudem enthält The Dio Years noch die Live-Version von Children Of The Sea. Von The Mob Rules sind der ultra-rockende Titeltrack, das nicht minder energiegeladene Turn Up The Night sowie das hymnenhafte Voodoo und das wunderbare Falling Off The Edge Of The World vertreten. Von Dehumanizer schaffen es immerhin noch drei Songs auf das Album: After All (The Dead), TV Crimes und I. Diese sind wesentlich düsterer als die anderen Songs (und das will bei Black Sabbath ja nun wirklich etwas bedeuten), schließen sich aber wunderbar an die anderen Stücke an. After All (The Dead) erinnert sogar vom Tempo und Atmosphäre an Black Sabbath selbst (den Song). TV Crimes hätte sich auch gut auf The Mob Rules wieder finden können, was den Sound aber auch für die Qualität des Stückes spricht. Und bei I zeigt RJD einmal mehr, warum er als eine der besten Stimmen im Bereich Hard Rock/Heavy Metal gilt. So viel Intensität, wie sie Dio in diesen Song legt, bekommen andere Shouter in ihrer ganzen Karriere zusammengenommen nicht hin.

Natürlich könnte man nun mäkeln, dass aber wirklich gute Songs auf dieser Zusammenstellung fehlen. Unter anderem fällt dabei natürlich The Sign Of The Southern Cross ein, oder aber auch Country Girl und und und. Aber das ist immer das Problem mit Kompilationen, irgendein guter Song fehlt immer. Zudem werden viele Kaufinteressenten bereits die anderen CDs der Band im Schrank stehen und sich die entsprechenden Songs ohnehin bereits auf ihren iPod gesogen haben. Und sicherlich wäre die Wunschvorstellung jedes Black Sabbath Fans gewesen, dass die Heroen einfach die bisherigen Alben um einige Stücke (Demos, Live-Aufnahmen) erweitert als Special Remastered Version auflegen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden, nicht wahr Warner Bros und Rhino? Hört den Willen der Sabbath-Fans!

Aber der wahre Grund sich diese CD zuzulegen sind natürlich die drei neuen Stücke, die Black Sabbath in der Besetzung Iommi, Butler, Appice und Dio für dieses Album aufgenommen haben. The Devil Cried schlägt dem Hörer direkt die volle Breitseite des Heavy Metal der Black Sabbath'schen Prägung ins Gesicht: die Drums schleppend, die Gitarre verzerrt bis zum Anschlag, der Bass drückt tief in der Magengrube und darüber die Vocals einer lebenden Legende, die einfach nicht schlecht singen kann. Sicherlich einer der besten Sabbath-Songs seit langem. Dieser Song ist eine deutliche Ansage an all die Metal-Bands auf dem Planeten, dass sie sich besser warm anziehen - denn das Metal-Monster Black Sabbath ist wieder auferstanden und kommt langsam und unaufhaltsam, um der Welt zu zeigen, wer die härteste Band von allen ist - und im Hintergrund weint der Teufel.

Und im selben Stil geht es dann auch mit Shadow Of The Wind weiter. Es scheint, als ob die Zeit zurückgedreht wurde und die alte Magie aus Zeiten von Heaven & Hell und The Mob Rules einfach so wiederhergestellt wurde. Iommi schüttelt ein schleppendes Monster-Riff aus dem Ärmel, Appice misshandelt die Felle seines Schlagzeugs, Butler gibt dem ganzen mit seinem Tieftöner eine melodiöse Basis und Dio lässt seine Welten vor dem geistigen Auge entstehen und beim Break hat man das Gefühl, als tue sich vor einem eine hell durchflutete Lichtung auf, ehe der dunkle Wald einen wieder einsaugt. Einfach nur brillant.

Mit Ear In The Wall haben Black Sabbath aber auch noch ein etwas schnelleres Stück am Start, das sich nahtlos an die Qualität der anderen Songs auf diesem Album anschließt und den Hörer im Anschluss frenetisch, euphorisiert und total ausgepowert zurücklässt. Da gibt es nur eins: alles noch einmal von Vorne hören (immer und immer wieder).


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Schallplatte, 15. Dezember 2006
    

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Heute fällt die Entscheidung schwer, ob man Black Sabbath als die Paten des Heavy Metal oder die Band, die nicht sterben wollte, bezeichnen sollte. Kaum zu glauben, dass die Originalbesetzung -- Ozzy Osbourne, Gesang, Gitarrist Tony Iommi, Geezer Butler am Bass und Schlagzeuger Bill Ward -- zu der Spitzenzeit ihres ursprünglichen Erfolges, der die Arenen in den 70er-Jahren füllte, niemals eine Liveaufnahme heraus brachte. Diese 18 Tracks umfassende Doppel-CD füllt diese Lücke und ergänzt die 1980 nur in Großbritannien veröffentlichte Live at Last mit neun früheren, bisher unveröffentlichten Sabbath-Tracks.

Die Klangqualität ist bei der ersten Platte deutlich wechselhaft (aufgenommen in Manchester und im Rainbow in London 1973), aber das ist ja bei einer Band durchaus passend, deren Mitglieder -- allen voran der unnachahmliche Ozzy -- ihre Verunstaltungen stilisiert haben. Aber während die frühen Wiedergaben auf dieser Platte von "Sweet Leaf", "Snowblind", "War Pigs" und "Paranoid" die Sabbath-Getreuen mehr als zufrieden stellen werden, so sind es die neu herausgebrachten Stücke (aufgenommen in beträchtlich besserer Qualität an verschieden Orten in der Zeit von 1970 bis 1978), die tatsächlich das düstere, unendlich einflussreiche Erbe dieser Band unterstreichen. Ozzys wahnsinniges "Symptom Of The Universe" wäre schon genug, aber es ist nur das Vorspiel für die ominöse, zehn Minuten lange Rarität "Megalomania", für das hämmernde "Iron Man", für eine stimmungsvolle, ausgesprochen jazzige Interpretation von "Black Sabbath" und das drauflos dreschende "Behind The Wall Of Sleep". --Jerry McCulley

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)

warum erst am Schluß?      5 von 5 Punkten
Black Sabbath gehören live zu den besten Bands, die ich jemals sehen durfte. Auch, wenn die Besetzung nichts mehr mit der ursprünglichen zu tun hat, so sind doch Musiker am Werk, die ihr Handwerk verstehen. Es sind alle großen Hits vertreten, die nachhaltig den Hardrock beeinflußt haben. Ich möchte hier gar keine einzelnen Nummern herausgreifen. Es werden alle mit der Spielfreude der ersten Tage dargeboten. Ich frage mich nur, weshalb die Band nicht schon viel früher einen Livemitschnitt veröffentlicht hat? Der Letzte ist in jedem Fall gelungen.


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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Epochal      4 von 5 Punkten
Für mich eines der wichtigsten Livealben überhaupt. Klasse Sound, prinzipiell gelungene Liedauswahl und eine passende Stimme. Sicher, Mitsingmomente sind nur limitiert vorhanden, aber die habe ich auch nicht ernsthaft erwartet.

Inhalt sind diverse Mitschnitte einer US-Tour, Anfang der 1980er, mit Ronnie James Dio als Sänger. Das Songmaterial beinhaltet erfreulicherweise sowohl einige 'Klassiker' aus der Osbourne-Ära als auch Songs aus den ersten beiden 'Black Sabbath Mark II'-Alben. Bis zum neulichen Heaven&Hell-Projekt war dieses Werk meines Wissens nur einer von drei offiziellen Sabbath-Live-Outputs.

Die meisten Osbourne-Songs klingen auf dem Album härter und zeitgemäßer als auf den ursprünglichen 1970er-Outputs. Vor allem das Schlagzeug (Appice) wirkt derber. Der Dio-Klassiker 'Heaven and hell' wird gedehnt, ist aber deswegen nicht langweilig. Wer sich Sabbath eher von der NWOBHM-Seite nähert, dürfte an der rasiermesserscharfen Version des nicht totzukriegenden 'Paranoid' seine helle Freude haben; hier entzückt vor allem der etwas tiefere Gitarrensound. Die Songauswahl ist ansonsten auch recht ordentlich, objektiv ist die Platte locker durchhörbar.

M.E. hätte man 'The Mob rules' oder auch 'Voodoo' weglassen können, und stattdessen einen weiteren Osbourne-Knaller nehmen können. Diskussionsbedarf besteht bei einem meiner all-time favourites 'Black Sabbath', da die im Original kranke Orgel im letzten Drittel durch die E-Gitarre ersetzt wird. Gefällt mir hier nicht ganz so.

Den Vergleich Osbourne/Dio fand ich übrigens schon immer unpassend. Licht und Schatten gibt es bei beiden.

Einfach genial      5 von 5 Punkten
Dieses erste offizielle Black Sabbath-Live-Album ist einfach genial. Die Mischung aus alten (Ozzy) und neueren (Dio) Songs finde ich sehr gelungen. Klar das jeder andere alte Songs erwartet, z.B. Sabbath Bloody Sabbath usw., aber die Mischung ist gut. Die Qualität ist ebenso spitze, ob im Studio nachgeholfen oder nicht, für mich die Höchstnote, also 5 Sterne.


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