Genesis

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Live Over Europe 2007 - GenesisLive Over Europe 2007
Genesis

Audio CD, 23. November 2007
     Verkaufsrang: 936      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 42 Bewertungen)

Genesis, gut gelungenes Live Album gemischt aus allen Konzerten      5 von 5 Punkten
Die teilweise schlechten Beurteilungen kann ich nicht wirklich teilen. Klar ist die Band in die Jahre gekommen, aber gerade deswegen hören sich manche Titel wesentlich reifer und flüssiger an. Die LIVE over Europe 2007 ist ein schöner Mix aus allen Konzerten und wurde meines erachtens auch gut zusammen geschnitten.
Die Playlist gefällt mir ebenfalls recht gut; da ist eigentlich für jeden etwas dabei und spiegelt die letzten Jahrzehnte von Genesis sehr gut wieder.
Ich würde mir die Doppel CD sofort wieder kaufen und kann sie jedem Genesis Fan nur empfehlen...

From Genesis to Resurrection?      1 von 5 Punkten
From Genesis to Resurrection?

Genesis waren und sind eine der wichtigsten, vielseitigsten und musikalischsten Bands der Musikgeschichte. Mit und ohne Peter Gabriel. Dass sie wieder auf Tour gingen ist daher nur gut und billig und man erwartete zu Recht mehr ald den aufgewärmten Kaffee der Rolling Stones - selbst ohne Peter Gabriel und ohne Steve Hackett.
Und die Tournee war mehr als aufgewärmter Kaffee. Es war aufgewärmter Kaffee mit Zucker und Sahne. Man konnte sich beim Zuhören und beim Zuschauen nicht dem unwohlen Gefühl erwähren, dass es hier mehr um Geld ging und es doch nicht mehr so viel Spaß macht. Die Technik und die Bühne selbst waren beeindruckend und einwandfrei, jedoch spielte die Band nnur mit halber Kraft. Wir hatten uns ja bereits bei der We Can't Dance-Tour 1991/92 daran gewöhnt, dass fast alle Songs einen Halbton tiefer gespielt wurden als auf dem Album. Jedoch hier klingen die Songs ausnahmslos bemüht, uninspiriert und routiniert - sie sind schlaff. Der Funke springt nicht über und die Musikalität leidet. Es bleiben große Kompositionen, denen nun jedoch die Band selbst nicht mehr ganz gerecht wird. Genesis' verbliebene Zeitgenossen YES können immer noch (mit einer kleinen Ausnahme von "Yours Is No Disgrace" auf "Songs From Tsonga") mit wesentlich mehr Kraft, Charme und Spirit aufwarten. Doch da man nicht nur zu einen Genesis-Konzert kommt um Phil Collins endlich einmal live zu erleben, sondern vorallem wegen der Musik, war diese Tour im Großen und Ganzen schlicht enttäuschend. Dies hört man nun umsomehr auf diesem Album - vorallem da keine visuellen Ablenkungen da sind. Bei 'beiden' Openern hat man unweigerlich Tony Banks stets gelangweiltes Gesicht vor Augen. Collins quält luft arm durch das ohnehin schon tiefergelegte "Turn It On Again". "Ripples" und "Domino" sind zudem sogar so langsam, dass ihre Struktur fast zerbricht. Das brauchen wir nicht auf einem Tonträger verewigt haben!
Ich bin und bleibe Genesis-Fan - und gerade deshalb reicht es mir nicht, vom Kommerz getriebene Halbherzigkeiten zu hören oder zu sehen. Es ist ja keine Schande, wenn man nicht mehr kann. Nur ist auch nicht alles durch Altehrwürdigkeit zu entschuldigen.

Müde und ohne Leben ...      2 von 5 Punkten
Ich bin schon seit 30 Jahren Genesis Fan und war auch bei dem Konzert in Düsseldorf dabei. Leider sass ich im Oberrang auf ganz entsetzlichen Plätzen ud habe von der Musik nicht viel mitbekommen. Die beiden CDs bieten einen guten Querschnitt aus dem Genesis Programm. Aber nach den ersten Takten war ich schon bedient. Alles kling sehr müde und einen Ton tiefer. Wo ist der Schwung und die Kraft der alten Live Mitschnitte (z.B. die Mama Tour oder Wembley) ?
Ich habe mir die beiden CDs einmal angehört und dabei wird es auch bleiben. Schade.

Toll!      5 von 5 Punkten
Ich muss wirklich sagen, dass Genesis (zusammen) immer wieder live überzeugen. Für mich sind sie eine der sehr wenigen Bands, die ich mir lieber live anhöre, als irgendeine Studioaufnahme. Leider kann ich keins der hier aufgelisteten Probleme teilen und somit sagen, dass diese CD sehr schön gelungen ist...auch das öftere Auftreten Collins, in dem er öfters mal den "dicken Max" raushängen lässt, ist absolut erträglich. Auch wenn sich schon zeitlich nie wieder der Flair von "Seconds Out" einfinden kann, ist die Scheibe doch spitze geworden.

Nie wieder so gut wie 1977      4 von 5 Punkten
Dieses Album bietet einen guten Überblick über das Schaffen dieser Ausnahmeband seit 1973. Für die jüngeren Fans, die die hauptsächlich die Phil Collins Ära erlebten, bietet dieses Album eine sehr gute Songauswahl, für die alten Fans (wie mich) sind Genesis zwar immer wieder sehenswert, doch das Konzert bot dennoch zu wenig Altes. Aber ich will nicht meckern: betrachtet man die Konzerte der Achtziger und Neunziger Jahre so war die Sommertour ein wahrer Genuss! Für meine Begriffe wurde aber zuviel Material aus dem 'Invisible Touch' Album gespielt andere Alben, wie z.B. 'Wind & Wuthering' wurden, bis auf 'Afterglow' sträflich vernachlässigt! Dieses Album ist nett, die Show (ich war in Düsseldorf) großartig, aber es wird nie wieder so sein wie 1977 als der geniale Steve Hackett seinen Einfluss geltend machte und das 'Second's Out' Album für mich zum besten Livealbum aller Zeiten wurde! Leider sind die Siebziger vorbei aber Genesis werden immer eine Ausnahmeerscheinung im Musikbusiness bleiben!


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Genesis: 1970-1975 [UK-Import] - GenesisGenesis: 1970-1975 [UK-Import]
Genesis

Audio CD, 6. Oktober 2008
     Verkaufsrang: 10418     

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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Mit Spannung erwartet      5 von 5 Punkten
Update 3: Vielleicht interessiert das den Einen oder Anderen dann doch .... genau mit dem Bonusmaterial was von mir angesprochen wurde und noch vieles mehr. Besser geht es nicht !!!!!!!

GENESIS - BOX SET 3

TRESSPASS
CD/SACD
1. Looking for Someone - 7:02
2. White Mountain - 6:44
3. Visions of Angels - 6:51
4. Stagnation - 8:46
5. Dusk - 4:11
6. The Knife - 8:53

CD/SACD TOTAL: 42:27

DVD
1. Looking for Someone - 7:02
2. White Mountain - 6:44
3. Visions of Angels - 6:51
4. Stagnation - 8:46
5. Dusk - 4:11
6. The Knife - 8:53

1. Reissues Interview 2007 - 42:35


NURSERY CRYME
CD/SACD
1. Musical Box - 10:31
2. For Absent Friends - 1:48
3. Return of the Giant Hogweed - 8:09
4. Seven Stones - 5:09
5. Harold the Barrel - 3:00
6. Harlequin - 2:56
7. The Fountain of Salmacis - 8:00

CD/SACD TOTAL: 39:33

DVD
1. Musical Box - 10:31
2. For Absent Friends - 1:48
3. Return of the Giant Hogweed - 8:09
4. Seven Stones - 5:09
5. Harold the Barrel - 3:00
6. Harlequin - 2:56
7. The Fountain of Salmacis - 8:00

DVD EXTRAS
1. Reissues Interview 2007 - 36:19



FOXTROT
CD/SACD
1. Watcher of the Skies - 7:22
2. Time Table - 4:46
3. Get 'em out by Friday - 8:36
4. Can-Utility and the Coastliners - 5:45
5. Horizons - 1:41
6. Supper's Ready - 23:04

CD/SACD TOTAL: 51:14

DVD
1. Watcher of the Skies - 7:22
2. Time Table - 4:46
3. Get 'em out by Friday - 8:36
4. Can-Utility and the Coastliners - 5:45
5. Horizons - 1:41
6. Supper's Ready - 23:04

DVD EXTRAS
1. Reissues Interview 2007 - 34:18
2. Brussels, Belgium - Rock of the 70's 1972 - 29:22
3. Rome, Italy - Piper Club 1972 - 4:07


SELLING ENGLAND BY THE POUND
CD/SACD
1. Dancing with the Moonlit Knight - 8:02
2. I Know What I Like (In your Wardrobe) - 4:10
3. Firth of Fifth - 9:35
4. More Fool Me - 3:10
5. Battle of Epping Forest - 11:44
6. After the Ordeal - 4:15
7. The Cinema Show - 10:41
8. Aisle of Plenty - 1:56

CD/SACD TOTAL: 53:33

DVD
1. Dancing with the Moonlit Knight - 8:02
2. I Know What I Like (In your Wardrobe) - 4:10
3. Firth of Fifth - 9:35
4. More Fool Me - 3:10
5. Battle of Epping Forest - 11:44
6. After the Ordeal - 4:15
7. The Cinema Show - 10:41
8. Aisle of Plenty - 1:56


DVD EXTRAS
1. Reissues Interview2007 - 32:38
2. Shepperton Studios, Italian TV 1973 - 1:00:50
3. Bataclan, France 1973 - 33:52



THE LAMB LIES DOWN ON BROADWAY
CD/SACD
1. The Lamb Lies Down on Broadway - 4:51
2. Fly on a Windshield - 2:44
3. Broadway Melody of 1974 - 2:11
4. Cuckoo Cocoon - 2:13
5. In the Cage - 8:09
6. The Grand Parade of Lifeless Packaging - 2:44
7. Back in N.Y.C. - 5:36
8. Hairless Heart - 2:06
9. Counting Out Time - 4:12
10. The Carpet Crawlers - 5:11
11. The Chamber of 32 Doors - 5:39
12. Lilywhite Lilith - 2:48
13. The Waiting Room - 5:15
14. Anyway - 3:08
15. Here Comes the Supernatural Anaesthetist - 2:56
16. The Lamia - 6:56
17. Silent Sorrow in Empty Boats - 2:58
18. The Colony of Slippermen - 8:11
19. Ravine - 2:06
20. The Light Dies Down on Broadway - 3:32
21. Riding the Scree - 4:06
22. In the Rapids - 2:18
23. It - 4:17

CD/SACD TOTAL: 1:34:07

DVD
1. The Lamb Lies Down on Broadway - 4:51
2. Fly on a Windshield - 2:44
3. Broadway Melody of 1974 - 2:11
4. Cuckoo Cocoon - 2:13
5. In the Cage - 8:09
6. The Grand Parade of Lifeless Packaging - 2:44
7. Back in N.Y.C. - 5:36
8. Hairless Heart - 2:06
9. Counting Out Time - 4:12
10. The Carpet Crawlers - 5:11
11. The Chamber of 32 Doors - 5:39
12. Lilywhite Lilith - 2:48
13. The Waiting Room - 5:15
14. Anyway - 3:08
15. Here Comes the Supernatural Anaesthetist - 2:56
16. The Lamia - 6:56
17. Silent Sorrow in Empty Boats - 2:58
18. The Colony of Slippermen - 8:11
19. Ravine - 2:06
20. The Light Dies Down on Broadway - 3:32
21. Riding the Scree - 4:06
22. In the Rapids - 2:18
23. It - 4:17

DVD EXTRAS
1. Reissues Interview 2007 - 50:00
2. Melody - French TV 1974 - 30:25


EXTRA TRACKS 1970 TO 1975

CD/SACD
1. Happy the Man (7" single) - 3:10
2. Twilight Alehouse (B-side - I Know What I Like) - 7:48
3. Going out to get You (Demo) - 4:55
4. Shepherd (BBC Nightride) - 4:04
5. Pacidy (BBC Nightride) - 5:44
6. Let us now make Love (BBC Nightride) - 6:16
7. Provocation (Genesis plays Jackson) - 4:10
8. Frustration (Genesis plays Jackson) - 3:42
9. Manipulation (Genesis plays Jackson) - 3:49
10. Resignation (Genesis plays Jackson) - 3:01

CD/SACD TOTAL: 46:39

DVD
1. Happy the Man (7" single) - 3:10
2. Twilight Alehouse (B-side - I Know What I Like) - 7:48
3. Going out to get You (Demo) - 4:55
4. Shepherd (BBC Nightride) - 4:04
5. Pacidy (BBC Nightride) - 5:44
6. Let us now make Love (BBC Nightride) - 6:16
7. Provocation (Genesis plays Jackson) - 4:10
8. Frustration (Genesis plays Jackson) - 3:42
9. Manipulation (Genesis plays Jackson) - 3:49
10. Resignation (Genesis plays Jackson) - 3:01

DVD EXTRAS
1. Reissues Interview 2007 - 6:00
2. Box Set 1967 - 1975 VH1 Special - (tbc)


Update 2: Anscheinend gibt es immer wieder Leute, die nicht vestehen wie man etwas vor Erscheinen "bewerten" kann.

- das die Gabriel-Ära überhaupt erscheint, vor allem "The lamb lies down..." ( nochmals: hätte schon lange als SACD erscheinen sollen, wurde aber durch Gabriel blockiert ), ist alleine schon super

- die bisher von Nick Davis gemischten Erscheinungen von der Platinum Collection über die Video-Show bishin zu den ersten beiden SACD - Boxen sind ebenfalls sehr gelungen.

- das Bonus Material spielt schon eine große Rolle, die Ansage im Genesis Forum vom Erscheinen der "Jackson-Tapes" hat dort fast alle paralysiert

Ich weiß wirklich nicht, was man noch alles für Informationen geben muß, damit die Leute zufrieden sind. Das diese Box nicht nur für den "die-hard Fan" eine Kaufempfehlung sein wird steht m.E. außer Frage.


Update: die Box erscheint leider erst frühestens im September 2008, schade !


Hier handelt es sich wirklich um die dritte und letzte Box der "Genesis-Saga" 1970 - 1975 !

Endlich auch mit "The Lamb Lies Down On Broadway", dessen Veröffentlichung als SACD ( damals zum 25- jährigen Jubiläum gedacht ) immer wieder verschoben wurde.
Nicht unschuldig daran war ein inzwischen älterer Herr namens Peter Gabriel, der die Rechte auf diese Scheibe hat und mit den Ergebnissen nie zufrieden gewesen ist. Ich habe gehört, dass einige Stellen von Ihm auch neu eingesungen wurden, har er übrigens auch schon bei seiner eigenen "Plays Live" so gemacht, der Kerl ist schwer zufrieden zu stellen.

Ich erwarte diese Box in großer Spannung, da die anderen beiden Boxen mit sämtlichen Scheiben drin im Surround wie im Strereo Mix einfach nur toll sind. Dass alte eingestaubte Stücke besonders profitieren können liegt natürlich auf der Hand, so erwarte ich mir persönlich die größte klangliche Weiterentwicklung bei "Foxtrot". "Supper`s Ready", das damalige Kultlied der Band und ein Kracher wie "Watcher Of The Skies" wirken für mich in der heutigen Zeit doch eher angestaubt denn kultig alt. Habe die Cover Band "The Musical Box" nun mehrmals live gesehen, das war einfach nur stark.
Der gute Nick Davis war mit der 1994 er "Definitive Remaster" - Reihe doch etwas zu früh dran. Vergleiche der alten und der neuen Versionen sind da klanglich eindeutig !
Wo geht das noch hin ?
Für mich nicht mehr weit, da für den "Hausgebrauch" da nicht mehr viel drüber geht. Wenn die was in Blue-ray bringen dann endgültig ohne mich.

Bleibt die Frage des Bonus - Materials.

Hier gibt es wohl einen absoluten Knaller: Die "Jackson Tapes" !!!

In Fan-Kreisen ist das schon fast ein Mystikum gewesen, aber dieses Tape gibt es wirklich. Hierbei handelt es sich um BBC - Aufnahmen vom 9.1.1970.
Genesis komponierte 4 Stücke für eine TV-Produktion um den Maler Mick Jackson. Enthalten sollen Fragmente von "Fountain Of Salmacis", "Anyway" und sogar von "The Musical Box" sein. Dabei war da natürlich noch Ant Phillips !

Das sonstige Bonusmaterial wird dem eher oberflächlichen Fan schöne Stücke wie "Twiligth Alehouse" oder "Happy The Man" bieten, die damals nur B-Seiten gewesen sind.
Eine Hoffnung ist auch eine BBC-Session, ebenfalls aus dem Jahre 1970, in der auch einige alte Stücke wie "The Sheppard", "Pacidy" oder "Let us make love" präsentiert wurden. Als Bootleg habe ich das schon gehört, sagenhaft.
Ob und wieviel Video-Material enthalten sein wird ist fraglich. Es gibt wirklich einige gute Mitschnitte wie z.B. ein Promotion Auftritt in den Shepperton Studios 1973. Dahinter stehen natürlich auch viele rechtliche Fragen.
Das Einzige was ich nicht verstehe ist, warum man von der "Lamb Lies Down..." - Tour keinen offiziellen Filmmitschnitt gemacht hat. Es gibt nur wenige Minuten, das meiste sind Privataufnahmen.

Egal, ich freue mich auf diese Wiederveröffentlichung aus der Peter Gabriel Ära dennoch riesig !


The Lamb Lies Down On Broadway - GenesisThe Lamb Lies Down On Broadway
Genesis

Audio CD, 15. August 1994
     Verkaufsrang: 2320     

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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 32 Bewertungen)

The Lamb Lies Down On Broadway - Die letzte Möglichkeit      5 von 5 Punkten
An alle, die Genesis-Alben gerade neu entdecken:
Hier liegt die alte remasterte Fassung (Definitive Edition Remaster) von 'The Lamb Lies Down On Broadway' vor. Dieser Artikel wird nicht mehr hergestellt und daher in Kürze vom Markt verschwinden. An seine Stelle tritt, wie bei allen anderen Genesis-Alben, die neue SACD-Abmischung von Nick Davis. (Bei 'The Lamb Lies Down On Broadway' voraussichtlich ab September 2008.) Bei der Japan-Ausgabe des Werkes ist die Hülle aus Karton und mit Inlay, Klappentext / Lyrics auf der Innenseite, und Charisma-Label auf dem Tonträger exakt dem Artwork des Vinyl-Albums nachempfunden ist. Also tatsächlich das Schallplatten-Album im Kleinformat. Das Remastering ist gegenüber der 'Definitive Edition' etwas weicher und runder ausgefallen, weniger schrill in den Höhen, daher näher am Original-Klang. Auch diese Ausgabe wird nicht mehr produziert.
An dieser Stelle muss Grundsätzliches zu den aktuellen 5.1 Surround Sound- und Stereo Mixes der Genesis-Alben durch Herrn Davis gesagt werden!
Zunächst lagen die Neu-Abmischungen ja zum Teil bereits auf der Platinum-Collection vor. Der sammelwütige Fan wird hier also zum zweiten mal für dieselbe Aufnahme zur Kasse gebeten.
Und, ja, natürlich sind diese SACD-remasterten Songs klanglich besser als die auf den älteren Ausgaben der Alben. ABER! Es sind eben nicht nur klangverbesserte Stücke, sondern neu abgemischte.
Man kann auf der Platinum-Collection bereits die überarbeitete Versionen von 'Carpet Crawlers', 'Counting Out Time' und 'The Lamb Lies Down On Broadway' anhören. Das akustische Verhältnis der Instrumente zueinander wurde verändert. Die Dominanz bestimmter Töne fehlt. Stattdessen stehen die einzelnen Klänge nunmehr gleichberechtigt nebeneinander. Die musikalische Aussage der Lieder wurde somit verändert.
Diese Art von Neuabmischung findet sich ebenso spürbar in den Vokalpassagen der Lieder 'Pigeons' (EP 'Spot the Pigeon') oder 'The Knife' ('Trespass'/Platinum-Collection). Auch auf den anderen Alben werden Liedenden gefadet ('Entangled' von 'A Trick Of The Tail'), Instrumente in den Hintergrund gemischt ('Duchess' von 'Duke'), klanglich verändert, und, und, und ... Diese Aufnahmen klingen dadurch eben nicht nur besser oder neu, sie klingen fremd.
Vielen mag das als Auffrischung von Material dienen, das sie Note für Note auswendig kennen; meine Meinung ist: Ich will die Originalaufnahmen behutsam im Klang bearbeitet vorliegen haben, jedoch keine Neuabmischungen, die respektlos und entstellend in den wohlvertrauten Klangraum der Lieder eingreifen. Das heißt nämlich die Lieder neu zu schaffen. Das kann und darf (in diesem Umfang!) aber nicht Aufgabe einer remasterten Neuausgabe sein. Ähnliche Vorgehensweisen wären im Bereich Klassik und Jazz undenkbar.
Unverschämt zudem noch, daß die alten remasterten Ausgaben demnächst vom Markt verschwinden werden. Für Leute, die Genesis zukünftig neu entdecken, stehen somit die Original-Abmischungen nicht mehr zur Verfügung. Sie haben keine Möglichkeit mehr diese Gruppe rein, d.h. zeitauthentisch zu erleben. Mögen einzelne Alben bei ihrer Erstveröffentlichung gut oder schlecht gewesen sein (dies ist eines der besten!!!), es darf nicht durch Remastering eine Anbiederung an den heutigen Musikgeschmack oder heutige Hörgewohnheiten erfolgen. Doch leider lebt diese Gruppe zur Zeit halt nur noch von der mehrfachen Wiederverwertung alten Materials.

Hier also der Tip: Kauft die alten 'Definitive Edition Remaster'-Ausgaben der Alben so lange diese noch auf dem Markt sind. Es ist dies die letzte Möglichkeit die Gruppe im Original zu hören. Die Neuausgaben sind für Fans, die eh schon alles haben und auswendig kennen. (Solltet ihr über ausreichend Geld verfügen, gebt der Japan-Edition den Vorrang.)

diese weißen Konzeptalben... :)      4 von 5 Punkten
Auf 'Lamb...' aenderten Genesis voruebergehend ihren Stil. Mag vielleicht daran liegen, dass Gabriel hier die meiste Songschreiberarbeit verrichtet hat. An die Stuecke muss man sich jedenfalls erst einmal gewoehnen . Dieses Genesisalbum war bei mir wirklich das, was bei mir am laengsten gebraucht hat, um verstanden zu werden. Doch die Muehe lohnte sich, denn 'Lamb...' ist wirklich ein herovrragendes Konzeptalbum, welches den Hoerer richtig fesseln kann.

Nun, wie angedeutet, zum Stil:

Gabriel tut sich hier etwas staerker hervor. Seine Geschichte (auf die ich nicht eingehen will, da ich meist nicht so der Textkenner bin) will ja auch irgendwie vorgetragen werden. Und die ist ziemlich depressiv. So kommt es, dass die Vertrauemtheit des Vorgaengers 'Selling Engalnd...' einer depressiv-bedrohlich-melanchloschen Grundstimmung gewichen ist. Fuer solistische Ausfluege einzelner Instrumente waren Genesis noch nie bekannt. Aber hier fuegt sich doch deutlich jedes Instrument in die Musik ein, ohne hervorzustechen. Keyboard-Ausfluege wie auf 'Cinema Show' sucht man hier vergeblich, auch wenn schon das ein oder andere Moogsolo vorhanden ist, so ist auf 'Lamb...' der Gesang noch ein Tick staerker im Vordergrund, meist untermalt von Keaboard-Apregios und dieser typischen, wie aus weiter Ferne stammender, Genesis-E-Gitarre. Desweiteren moechte ich sagen, dass Collins sich hier an den Drums wirklich was einfallen laesst. Nicht, dass er die Becken bis zum Erbrechen krachen laesst, er schafft es einfach irgendwie, Melodien auf dem Schlagzeug zu spielen. Etwas, was man ihm erstmal einer nachmachen muss. Man hoere sich nur das Stueck 'In The Cage' an, welches uebrigens sehr spannend beginnt, mit duesterem Bass, Orgelloops und dem typischen, noergelnde Gabriel-Gesang, um in einem Moogsolo zu muenden, ehe eine Art Duett zwischen Gitarre und sehr gekonnt gespieleten Drums folgt, bevor anschliessend der Gesangspart wieder einsetzt. Jedenfalls ein Stueck, bei welchem sich noch am ehsten irgendwelche Instumente hervortun und mit 8:15 Minuten das laengste des ganzen Albums, was nun auch fuer Genesis-Verhaeltnisse etwas ungewohnt ist.

Weitere Highlights(an sich ist die gesamte erste CD ein Highlight) das sehr stimmige 'Fly On The Windshields' oder das sehr gut gemachte 'The Chamber Of 32 Doors', welches aufgrund seiner unterschiedlichen Parts sehr progressiv ist.

Auch wenn sich Gabriel auf diesem Album in den Vordergrund rueckt, so gibt es sogar ein paar Instrumentals zu hoeren, die da waeren:
-'Hairless Heart' mit seinen sehr atmoshphaerischen Keyboards.
-Das sehr experimentelle 'The Waiting Room', bei dem Anfangs fast nur Klangeffekte erzeugt werden, sich aber doch so etwas wie eine Struktur entfaltet. Ueberhaupt ist die zweite CD ziemlich experimentell. Ein Feature, was man nur hier bei Genesis so findet.
-'Silent Sorrow In Empty Boats' mit seinen herrlichen Choeren.
-'Ravine' mit seinen windgerauschen und klirrender Gitarre.
-'Riding The Scree', was an sich ein reines Moogsolo ist und fuer mich, obwohl es doch ganz wenig Gesang enthaelt, zu den instrumentalen Stuecken gehoert.

Ohne Frage, dieses Album lebt von seiner Stimmung. Man hoert es entweder ganz oder gar nicht. Deswegen moechte ich auch keine weiteren Stuecke erwahenen, wenn auch fast alle eine Erwaehnung verdient haetten, aber ich moechte euch die Freude nicht nehmen und deshalb nicht zu viel verraten. Kauft euch die Platte und hoert euch sie einige Male an. Ihr werdet feststellen, dass sie anfangs schwierig zu knacken ist, dann aber immer weiter waechst. Also nicht die Geduld verlieren!

Ach ja, 'Back In N.Y.C.' nervt etwas, aber das ist zu verzeihen. Was aber wirklich stoert, ist, wie so haeufig bei Genesis, der sehr spasame Einsatz der Gitarre. Gerade, wenn Hackett ein Solo beginnt, wuenscht man sich, das es noch ein wenig so weitergeht, doch dann wird's wieder abgewuergt. cht komisch. Ich kenne fast kein Genesis-Album bei dem die E-Gitarre sich mal richtig austoben darf. Ausser vielleicht bei Nursery Cryme('Musical Box'), Selling England('Dancing With The Moonlit Knight') oder bei Trespass(ua. das 'Metal'-Solo in 'The Knife'), wo Hackett allerdings noch nicht in der Band war. Aber damit muss man leben, scheinbar wollten die das genau so.

Ein Pflichtalbum fuer Progfans!

Einmaliges, anerkanntes Meisterwerk der Art-Rock-Ära      5 von 5 Punkten
Mit "The Lamb" haben GENESIS 1974 ernsthaft Musikgeschichte geschrieben, und zwar MIT Peter Gabriel & Steve Hackett !!! (- ...muss man ja heute immer dazusagen, denn es gibt genug Jung-Hörer, die die Band nur als Pop-Trio kennen !)- und wer das als Überbewertung sieht, dem sei gesagt, das dieses Opus mittlerweile in zahllosen (Fach-)Büchern erwähnt und neben den WHO-Rockopern "Tommy" & "Quadrophenia" als Idealtyp des Rock-Konzeptalbums gefeiert wird ! - Zumindest in der sog. "U-Musik" absolut einmalig (und auch einmalig irre!!!) ist die Hintergrundstory (für Neulinge im Prog-Bereich: die Story ist das "Konzept" hinter dem "Konzept-Album"),- nämlich die Geschichte des New-Yorker Puertorikaner-Underdogs RAEL (verkörpert von Peter Gabriel), über die inzwischen schon Diplomarbeiten in den Musikwissenschaften und auch der Psychologie geschrieben worden sind (- und das nicht zu unrecht!) und der selbst von akademischer Seite ernsthafte literarische Qualitäten bescheinigt wurden (Peter Gabriel begründete hier eigentlich sein Image als "Rock-Intellektueller" im besten Sinne !)-
Über diese Story soll hier nicht ausführlich berichtet werden - Neugierige finden sie sowohl als Beilage (soz. "Gebrauchsanweisung" für die Musik der Doppel-CD) als auch in Form der Songtexte.


Der nächste Knaller ist die künstlerisch wirklich hochwertige Covergestaltung, die (ebenfalls nach Fachmeinung)zum Gelungensten in Sachen Cover-Art gehört, was es jemals gab !(Eine Sternstunde selbst für die international renommierten "Hipgnosis"-Design-Studios)-

Bleibt (natürlich) noch die Musik: Sie steht (wie eigentlich immer bei den alten GENESIS) in direktem Zusammenhang mit den Texten. Peter Gabriel führt in expressivem Rezitativ-Gesang durch die alptraumhaft-phantastischen Abenteuer des Story-Helden Rael (den er auch auf der Bühne ausdrucksstark dargestellt hat !), gleichsam untermalt von der Musik, angefangen von der Titelhymne "The Lamb lies down on Broadway"(geht so ins Ohr, dass Gabriel diesen Song als einzigstes GENESIS-Relikt noch lange in seinen Solo-Konzerten als Zugabe brachte !), über z.T. unglaublich intensive Songs ("In the Cage", "Lilywhite Lilith"),wobei die einzige Nummer, die es zu "Hitparadenehren" brachte (noch heute jammert Phil Collins in Konzerten der POP-GENESIS das unvermeidliche "Carpet Crawlers"...an Gabriels Ausdruckskraft kam und kommt er dabei jedoch nicht mal ansatzweise heran !), meiner Ansicht noch zu den schwächeren Nummern des Opus gehört ("The Lamia" z.B. hat als Rock-Ballade 1000 x mehr "Gänsehaut"-Faktor & ist viel ausdrucksstärker als besagtes "Carpet Crawlers" - ... meine Meinung!- ). Erwähnt werden soll, das GENESIS sich eigens für die elektronischen Synthi-Effekte ROXY MUSIC-Meister-Keyboarder Brian Eno als Gastmusiker ins Boot holten !-

Kritiker bemängeln gern, man höre dem Album die aufkommende Krise , den bevorstehenden Abschied Gabriels an (in der Tat heisst es beim GENESIS-Chroniker Armando Gallo, die Musiker hätten "The Lamb" im Studio absichtlich nacheinander eingespielt, um einander nicht begegnen zu müssen)- ich finde, wenns so war, hört mans nicht.
Sicher hat "The Lamb" schwache Stellen, aber insgesamt steht hier ein hochkarätiges Gesamt-Meisterwerk, das nicht zuletzt unzählige Musiker der verschiedensten Lager der letzten 30 Jahre nachträglich beeinflusst hat !
Gehört in JEDE Sammlung (meiner Ansicht aufgrund der Aussergewöhnlichkeit in jeder Hinsicht & allerhöchsten musikalischen Klasse nach sogar in die von Musikliebhabern der sog. "E-Musik")!!!-
- 5 STERNE PLUS !!!




Opus Magnum mit Abstrichen      4 von 5 Punkten
Ich muss zugeben: Ich hatte immer meine Probleme mit diesem Album. Es enthält gewiss einige der besten Songs, die Genesis je geschrieben haben, und es wimmelt nur so von Momenten, die in ihrer filigranen Schönheit kaum zu überbieten sind. Aber es ist halt auch ganz schön lang, und ein Konzeptalbum macht nur dann wirklich Sinn, wenn man es am Stück anhört. Da gibt es zwischen den vielen grandiosen Höhepunkten doch einige Längen und Hänger, die den Finger über der Skip-Taste kreisen lassen und das Gesamtvergnügen doch erheblich eintrüben.
Andererseits gilt das natürlich für viele andere Meisterwerke der Popgeschichte. Das WHITE ALBUM der Beatles kann einem stellenweise auch ganz schön auf den Wecker fallen.
Für meinen Geschmack klangen Genesis auf NURSERY CRYME oder SELLING ENGLAND BY THE POUND irgendwie in sich geschlossener, auch wenn die technische und textliche Perfektion da noch nicht gar so ausgeprägt war. Weniger ist halt oftmals doch mehr.
Nichtsdestotrotz gehört THE LAMB natürlich in jede gutsortierte CD-Sammlung, ob Genesis-Fan oder nicht, denn ein solches Füllhorn an tollen Songs wird auf heutigen Platten selten bis nie ausgeschüttet.

Innovativ und lang...      4 von 5 Punkten
Es ist leicht, Lobeshymnen auf die alten Genesis anzustimmen, weil die wenigsten gegenwärtigen Genesis Fans sie kennen und niemand widerspricht. Ich selbst höre seit vielen Jahren die alten Scheiben, finde aber, dass "Lamb lies" bei allen offenkundigen Qualitäten auch Schwächen hat.
Die Qualitäten sind:
> starke einzelne Nummern (Lamia, Grand Parade, Back in NYC, In the Cage...)
> eine schlüssige Story um Jugend, Drogen, Anonymität...
> fantasiereiche Texte (Colony of Slippermen...)
> musikalische Vielseitigkeit
> dramatischer Ablauf des Albums

Schwächen:
> hier und da geklaut (Waiting Room bei Pink Foyd, Konzept bei Tommy/Who)
> die Keyboards klingen aus heutiger Sicht oft billig (Back in NYC...)
> insgesamt schriller Sound
> das Album ist eher lang und überstrapaziert die recht übersichtliche Story

Daher finde ich die anderen Alben bis 1975 besser (vor allem "Nursery Crime"). Obwohl "Lamb lies" auch so locker zu den besten Scheiben der 70er zählt. Lieder wie "Lamb lies" selbst und "The Lamia", aber auch das unglaubliche ambiente "Silent Sorrow.." werden nur einmal in 100 Jahren geschrieben.
















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Turn It On Again - The Hits (The Tour Edition) - GenesisTurn It On Again - The Hits (The Tour Edition)
Genesis

Audio CD, 1. Juni 2007
     Verkaufsrang: 4909      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Genesis ist eine der ganz wenigen Bands, über die man keine großen Worte verlieren muss: Eine musikalische Institution, deren Popularität auch noch nach mehr als 30 Jahren gesellschaftlichen Wandels ungebrochen und unbestritten ist. Turn It On Again - The Hits (The Tour Edition) versammelt ihre Meilensteine auf einer Doppel-CD, die nur bis Ende 2007 erhältlich ist. Sammler dürfen sich also freuen.

Die Anpassung von Genesis an den jeweiligen Geschmack der 80er und 90er Jahre hatte seinen Preis: Die anfänglichen Pop-Höhenflüge von 7 bis 10 Minuten Länge wurden auf radiotauglichere Formate eingedampft. Die Band ging einst sogar so weit, ihren Namen einem Wolfsburger Autobauer zu leihen, der ihn fortan 100.000-fach auf das Heck eines Sparmodell lackieren ließ, dessen Image etwa so sexy war, wie das von Post und Bahn. Visionärer Weitblick gepaart mit Geschäftstüchtigkeit kennzeichnete Genesis damals wie heute. Visionärer Weitblick deshalb, weil es als Rentner keine bessere Perspektive gibt, als nochmals umjubelt riesige Hallen zu füllen, anstatt sich beim Rosenzüchten zu langweilen, weshalb man sich kurzerhand entschloss, dem Trend berühmter Reunions, wie z.B. jener von The Police, zu folgen und wieder gemeinsam aufzutreten. Und Geschäftstüchtigkeit, weil sich auf Turn It On Again - The Hits (The Tour Edition) das komplette Vorgängeralbum Turn it on again: The Hits befindet, -immerhin 18 Songs! Dennoch gibt's keinen Grund zum Meckern, denn das neue Album beinhaltet insgesamt 34 Songs verteilt auf zwei knapp 70 minütigen CDs, zum Preis einer einzelnen. Ein Schwelgen in alten Zeiten ist also in jedem Fall garantiert, vor allem wenn man Genesis dann vielleicht kürzlich auf irgendeiner Bühne der Welt wieder “live“ erlebt hat. Das ist übrigens auch der Aufhänger für den Titel des Albums “The Tour Edition“, und nicht etwa weil Aufnahmen von Live-Auftritten darauf vertreten wären. Die eigentliche Besonderheit von Turn It On Again - The Hits (The Tour Edition) besteht darin, dass sämtliche Songs von Keyboarder Tony Banks in punkto Abmischung und Arrangements neu bearbeitet wurden. Damit folgt die Band dem Konzept von 1999, als sie “Carpet Crawlers“ neu aufnahmen, im Original zu finden auf dem legendären, wenn nicht sogar besten, Album The Lamb Lies Down On Broadway von 1974. Fans, deren Liebe zu Genesis vor allem in jener Epoche begründet liegt, werden auf Turn It On Again - The Hits (The Tour Edition) weniger auf ihre Kosten kommen, als jene, die Songs wie “Abacab“, “Mama“, “Keep It Dark“, “Tell Me Why oder “Pigeons“ favorisieren. Beinahe scheint es, als ob Turn It On Again - The Hits (The Tour Edition) ein Phil Collins Solo-Projekt wäre, so derart präsent klingt dessen Stimme, donnert dessen Schlagzeug, -vielleicht ja ein Resultat der neuen Abmischung. Andreas Schultz

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 41 Bewertungen)

schöne zusammenstellung einer prog-legende      5 von 5 Punkten
natürlich können nicht alle prog-klassiker von genesis auf das doppelalbum,
den sonst hätte die plattenfirma von genesis eine 3. cd draupacken müssen.
songs, wie "harleqin", "supper`s ready" oder "musical box" sind legendär,
aber länger 10 min. , deswegen passen sie nicht auf das doppelalbum.
wie dem auch sei, diese best of (erstveröffentlichung im jahre 1999, nur eine
cd) beinhaltet auch die größten hits aus iherer pop-zeit, songs, wie "invisible touch", "mama" oder "I can`t dance" kommen hier nicht zu kurz.
etwas ärgerlich ist warscheinlich, dass 99`er version von "carpet crawlers"
enthalten ist und nicht die originalversion. die perfekte zusammenstellung
für einen genesis-anfänger, der nur die späteren, bzw. bekannteren sachen
kennt. hier lernt er auch , wie schon gesagt, die alten genesis songs aus
der progrock-ära kennen und vielleicht auch schätzen. ich finde auch den
preis ziemlich fair, man bekommt gutes geboten (ich besitze
die erst-vö. von `99, für die habe ich das gleiche gezahlt, auch wie schon
gesagt, nur eine cd und kaum progsongs enthalten)


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Platinum Collection - GenesisPlatinum Collection
Genesis

Audio CD, 26. November 2004
     Verkaufsrang: 3654      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 22 Bewertungen)

Remastered Top, Remixed Flop      2 von 5 Punkten
Die Zusammenstellung ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen, der Remastered Sound ist gut. Was aber voll daneben ging, sind einige der Remixe. Die Gesangparts bei "Carpet crawlers" und "Follow you" wurden klar zum Negativen hin verändert. Bei "Turn it on" wurde das Schlagzeug so abgeschwächt und in den Hintergrund verschoben, dass der druckvolle Sound des Originals klar abgeht. "The lamb lies down" klingt so ziemlich anders als meine LP-Version. Die anderen, mir unbekannteren Stücke, kann ich nicht so beurteilen. Ohne die Remixe hätte ich 5 Sterne vergeben, so aber werde ich meine alte "Turn it on-Best of" behalten.

Platinum Genesis      5 von 5 Punkten
Die Gruppe Genesis zählt ohnehin zum Besten, was die Branche zu bieten hat.

Kein Album ist schlecht, sie hatten in ihrer Karriere viele Tophits, unzählige Auszeichnungen usw. und natürlich viele, sehr viele Fans.

Es gab zwar schon ein Greatest-Hits Album von Genesis, was auch wirklich Top ist, aber die Krönung ist diese einzigartige Platinum Edition, das ist ein absolutes mind. 10 Sterne Album, eigentlich------ein Muss.

Top Zusammenstellung      5 von 5 Punkten
Natürlich fehlen - wie bei jeder Compilation - Songs, die eigentlich dabei sein müssten...
Aber hier hat man wirklich einen guten Querschnitt durch die GENESIS-Geschichte. Wer mehr hören möchte, hat im Booklet die Übersicht, von welchen Alben die einzelnen Songs stammen und kann sich dann ja näher damit beschäftigen.

Keine repräsentative Auswahl!      3 von 5 Punkten
Die "Platinum Collection" hat zwar beeindruckende Remixe zu bieten, ist aber nicht im geringsten repräsentativ, sondern zeichnet ein Zerrbild von Genesis als hit-orientierter Popband, was höchstenfalls ab 1983 der Fall war.

Zunächst mal zur Auswahl der Stücke - die sich so charakterisieren lässt, dass von Alben, die es verdient hätten, mit fünf Stücken in der Auswahl vertreten zu sein, nur ein Stück drauf ist - und leider auch umgekehrt. Diese "Auslese" verläuft anti-chronologisch, das heißt, die ältesten Stücke kommen zuletzt. So müsste die Auswahl eigentlich mit "Calling all stations" anfangen, aber den mit Ray Wilson als Sänger besetzten Titel hat man lieber schamhaft ans Ende der ersten CD verschoben, was eigentlich unfair ist. Das Stück steht im Vergleich zu vielen Nummern auf der ersten CD besser da - wenngleich man den Rest des gleichnamigen Albums zum größten Teil vergessen kann.
"No son of mine" ist eines der besseren Stücke auf dem weichgespülten "We can't dance"-Album und ist somit zu Recht vertreten. Das beste Stück dieses Albums, "Driving the last spike", sucht man hier vergebens. Auf diese Art wird es auch weitergehen. Mit noch mehr Titeln als "We can't dance" ist "Invisible touch", das zweitschlechteste Album der Band (nach "Calling all stations"), vertreten. Einzig das druckvolle "Land of confusion" ist meiner Ansicht nach würdig, auf so einer Auswahl zu erscheinen. Aber die Plattenfirma sieht das anders, und daher ist die erste CD größtenteils von dem sterilem Plastik-Pop geprägt, den die Band in den 80er Jahren kreierte - inklusive langweiliger seichter Popstücke wie "That's all" und dem unglaublich nervigen "Illegal alien" von dem Album "Genesis".
Die unglaublich kreative Phase in den 70er Jahren kommt viel zu kurz, wenn sie sich auch auf gut die Hälfte der Gesamtdauer verteilt. Das wäre ja zu verschmerzen, wenn denn von den Alben der 70er Jahre die besten Stücke ausgewählt worden wären. Aber stattdessen finden sich auf der "Platinum Collection" bevorzugt die vergleichsweise seichten Stücke. Von "Abacab", dem sehr durchwachsenen Album, mit dem Genesis in die 80er starteten, hat man hier mit der Titelnummer und "Keep it dark" zwei mittelmäßig-solide Stücke. Stattdessen hätte man den Kracher des Albums, "Dodo", und die schöne Ballade "Me and Sarah Jane" nehmen sollen. Weiter geht's mit Stücken aus "Duke", der letzten richtig großen Scheibe von Genesis, die berechtigterweise mit 4 Stücken repräsentiert ist. Hier war klar, dass man den langweiligen Radiohit "Turn it on again" zu erwarten haben würde. Dazu gibt es "Misunderstanding", ein locker-flockig unterhaltendes Lied mit typischer Phil-Collins-Note. Mit vollem Recht enthält die Sammlung zudem "Behind the lines" und "Duchess", zwei ausgezeichnete Stücke mit brillantem Arrangement und mitreißenden Melodien. Schade, dass die wundervollen Tony-Banks-Sahnestücke "Heathaze" und "Cul de sac" fehlen.
Jetzt ist das Album "And then there were three" dran, das als erstes von einer dreiköpfigen Genesis-Formation aufgenommen wurde. Mit unvermindertem Grauen hört man die schleimige Schnulze "Follow you, follow me", aber es war klar, dass dieses Lied auf der "Platinum Collection" erscheinen würde. "Many too many" und "Undertow" sind zu Recht enthalten, wenn man auch jedes andere der tollen Stücke des 1978er Albums hätte nehmen können, auf dem "Follow you, ..." der einzige, aber um so gravierendere Fehltritt war.
Weiter geht's in Richtung Vergangenheit, mit dem Album "Wind and wuthering", von dem es drei Nummern auf die "Collection" geschafft haben. Das virtuose, irisierende Instrumental "In that quiet earth" und das schön pathetische "Afterglow" mit vollem Recht, aber "Your own special way" ist das seichteste und untypischste Stück des Albums. Also ein Fehlgriff. Ganz schlimm wird es aber mit den Titeln, die man vom "A trick of the tail"-Album genommen hat. Die dämonische Zugnummer "Dance on a volcano" hätte einfach mit drauf sein müssen. Stattdessen verewigen sich mit dem recht lahmen Titellied "A trick of the tail" und dem überflüssigen Instrumental "Los endos" (das aus Teilen anderer Kompositionen zusammengesetzt ist) zwei wirklich relativ schwache Stücke des eigentlich grandiosen Albums auf der sogenannten "Platinum Collection", die diesen Namen bei näherer Betrachtung weniger und weniger zu verdienen scheint. Die melancholische, lange Komposition "Ripples" ist hier aber gern gesehen.
Jetzt kommen wir zu CD 3, wo man nun endlich zu den besten Tagen der Band vorstößt. Das hat liegt nicht hauptsächlich am damaligen Sänger Peter Gabriel, sondern daran, dass die Jungs, allen voran Tony Banks, damals richtig gut drauf waren und sich Harmoniefolgen und Melodielinien von einer im Rockgenre unerhörten Originalität und Komplexität ausdachten. Für "The lamb lies down on broadway" von 1974 galt das aber schon lange nicht mehr so wie für die Vorgängeralben. Von diesem (Doppel-)Album sind auf der "Collection" zwei mittelmäßige Stücke (das Titellied und "The carpet crawlers") sowie ein richtig schlechtes (das infantile "Counting out time") vertreten. Man sollte nicht vergessen, dass das Album so gute Kompositionen wie "Fly on a windshield" und "The lamia" zu bieten hatte.
An der Auswahl, die aus "Selling England by the pound" getroffen wurde, gibt es nicht so viel zu meckern. "Firth of fifth" und "The cinema show", zwei unsterbliche Klassiker, veredeln die Sammlung beträchtlich. "I know what I like", ein seichtes, aber populäres Stück, hat man - wie zu erwarten - auch mit dabei. Die folgenden Alben, zusammen mit dem vorausgegangen die besten Veröffentlichungen der Band- (und Rock-)geschichte, sind - horribile dictu - nur noch je mit EINEM Titel vertreten, wobei man selbst dafür der Plattenfirma wohl noch dankbar sein muss. Wozu immerhin gesagt werden muss, dass von der 1972er Scheibe "Foxtrot" immerhin ein rund 23 Minuten langes Stück, nämlich "Supper's ready", vertreten ist, mit dem sich Genesis geradezu ein Denkmal setzten und das damals alle bisherigen Konventionen des Rocks sprengte. Vom 71er Album "Nursery cryme" dürfen wir mit "The musical box" eine heute wie damals beeindruckende musikalische Achterbahnfahrt erleben. Von der 1970er Veröffentlichung "Trespass" haben wir hier nur "The knife" - dieses wundervolle Album hatte mit "Looking for someone", "White mountain", Visions of angels" viel bessere Titel zu bieten. Das erste Album der Band ist hier nicht vertreten, was sowohl an der noch nicht entwickelten Qualität der Kompositionen liegen könnte - wobei man dann sehr viel neueres Material auch hätte weglassen müssen... - aber auch daher kommen mag, dass es bei DECCA und nicht bei CHARISMA bzw. VIRGIN veröffentlicht wurde.

Nun ein erheblich kürzeres Wort zu den Remixen. Besonders positiv machen sie sich bei den Spätsiebziger-Stücken wie "Undertow" oder "Duchess" bemerkbar. Die Lieder klingen klarer, voller und differenzierter als zuvor. Ein tolles Erlebnis für einen Liebhaber dieser Musik. Bei den älteren Nummern ist der Unterschied nicht mehr so stark, aber auch hier schlägt er positiv zu Buche. Hierfür lohnt sich die Sammlung, aber man muss leider die 80er-/90er-Jahre-Popdudler mitkaufen, die großteils nicht neu abgemischt wurden.

Wegen der Remixe lohnt sich für den Liebhaber die Sammlung, aber für Genesis-Neulinge eine große Warnung: Repräsentativ ist die Zusammenstellung auf keinen Fall. Komplexere, epischere, verspieltere Stücke, wie sie lange das Markenzeichen von Genesis waren, sind hier nur in geringerer Anzahl zu finden. Wer anspruchsvolle Rockmusik schätzt, sollte sich daher auf jeden Fall die Alben von 1970(Trespass)-1980(Duke) zulegen und eine bis heute qualitativ unerreichte Band erleben.

Gute Zusammenfassung des Gesamtwerkes      4 von 5 Punkten
Die Kompilation bietet einen guten Überblick über das Genesis'sche Gesamtwerk, dass natürlich verschiedenste Phasen, ergo Stilrichtungen umfasst. Die erste CD daher als super und die anderen als "weichgespült" zu bezeichnen, naja... man kann auch gegenteiliger Meinung sein.
Im Prinzip ist es eher schade, dass auf der ersten CD alle gängigen Hits vereint sind, die man eh schon in und auswendig kennt, z.B. das nicht mehr erträgliche "Mama" oder "Jesus, he knows me". Sicherlich sind das gute Stücke, aber hier hat sich die Zusammenstellung mehr an den Hits als an der Qualität orientiert. Es fehlen die längeren Werke, wie "Domino". Immerhin gibts im Gegensatz zu der Turn It On Zusammenstellung auch die zwei "Home by the Sea"-Songs.

Mir persönlich gefallen auch die zweite und dritte CD sehr gut. Auf der zweiten hat man eindrucksvoll den Übergang von der Prog-Band Genesis - intellektueller, verspielter, symphonischer Pop, zu den Chartbreakern, meiner Meinung nach die produktivste Phase der Band.

Wer, wie ich, nicht alle Platten hat und sich an gute alte Zeiten erinnern will, für den ist dieses CD-Set sicherlich zu empfehlen. Um Genesis etwas genauer kennenzulernen, würde ich mir eher einzelne CDs raussuchen und hören: das Album ohne Titel, Abacab, Wind and Wuthering, A Trick of the Tail.


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Foxtrot - GenesisFoxtrot
Genesis

Audio CD, 4. September 2002
     Verkaufsrang: 19241      Der Artikel ist bald verfügbar. Sichern Sie sich jetzt Ihr Exemplar!

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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 18 Bewertungen)

Foxtrot - die letzte Möglichkeit      5 von 5 Punkten
An alle, die Genesis-Alben gerade neu entdecken:
Hier liegt die alte remasterte Fassung (Definitive Edition Remaster) von 'Foxtrot' vor. Dieser Artikel wird nicht mehr hergestellt und daher in Kürze vom Markt verschwinden. An seine Stelle tritt, wie bei allen anderen Genesis-Alben, die neue SACD-Abmischung von Nick Davis. (Bei 'Foxtrot' voraussichtlich ab September 2008.)
An dieser Stelle muss Grundsätzliches zu den aktuellen 5.1 Surround Sound- und Stereo Mixes der Genesis-Alben durch Herrn Davis gesagt werden!
Zunächst lagen die Neu-Abmischungen ja zum Teil bereits auf der Platinum-Collection vor. Der sammelwütige Fan wird hier also zum zweiten mal für dieselbe Aufnahme zur Kasse gebeten.
Und, ja, natürlich sind diese SACD-remasterten Songs klanglich besser als die auf den älteren Ausgaben der Alben. ABER! Es sind eben nicht nur klangverbesserte Stücke, sondern neu abgemischte.
Man kann auf der Platinum-Collection bereits die überarbeitete Version von 'Supper's Ready' anhören. Das akustische Verhältnis der Instrumente zueinander wurde verändert. Die Dominanz bestimmter Töne fehlt. Stattdessen stehen die einzelnen Klänge nunmehr gleichberechtigt nebeneinander. Die musikalische Aussage des Liedes wurde somit verändert.
Diese Art von Neuabmischung findet sich ebenso spürbar in den Vokalpassagen der Lieder 'Pigeons' (EP 'Spot the Pigeon') oder 'The Knife' ('Trespass'/Platinum-Collection). Auch auf den anderen Alben werden Liedenden gefadet ('Entangled' von 'A Trick Of The Tail'), Instrumente in den Hintergrund gemischt ('Duchess' von 'Duke'), andere weggelassen, klanglich verändert, und, und, und ... Diese Aufnahmen klingen dadurch eben nicht nur besser oder neu, sie klingen fremd.
Vielen mag das als Auffrischung von Material dienen, das sie Note für Note auswendig kennen; meine Meinung ist: Ich will die Originalaufnahmen behutsam im Klang bearbeitet vorliegen haben, jedoch keine Neuabmischungen, die respektlos und entstellend in den wohlvertrauten Klangraum der Lieder eingreifen. Das heißt nämlich die Lieder neu zu schaffen. Das kann und darf (in diesem Umfang!) aber nicht Aufgabe einer remasterten Neuausgabe sein. Ähnliche Vorgehensweisen wären im Bereich Klassik und Jazz undenkbar.
Unverschämt zudem noch, daß die alten remasterten Ausgaben demnächst vom Markt verschwinden werden. Für Leute, die Genesis zukünftig neu entdecken, stehen somit die Original-Abmischungen nicht mehr zur Verfügung. Sie haben keine Möglichkeit mehr diese Gruppe rein, d.h. zeitauthentisch zu erleben. Mögen einzelne Alben bei ihrer Erstveröffentlichung gut oder schlecht gewesen sein, es darf nicht durch Remastering eine Anbiederung an den heutigen Musikgeschmack oder heutige Hörgewohnheiten erfolgen. Doch leider lebt diese Gruppe zur Zeit halt nur noch von der mehrfachen Wiederverwertung alten Materials.

Hier also der Tip: Kauft die alten 'Definitive Edition Remaster'-Ausgaben der Alben so lange diese noch auf dem Markt sind. Es ist dies die letzte Möglichkeit die Gruppe im Original zu hören. Die Neuausgaben sind für Fans, die eh schon alles haben und auswendig kennen.

Nicht durchgaengig perfekt, aber ein wahrer Klassiker!      5 von 5 Punkten
Fuer etliche Leute stellt dieses 1972er-Werk das beste Prog-Rock-Album dar. Das geht meiner Meinung nach zwei Schritte zu weit. Trotzedem ist und bleibt dieses Album ein Klassiker, der wiklich sehr eigenstaendig ist. Es ist nicht einfach, diese Musik zu beschreiben, aber ich will es mal an dieser Stelle versuchen:

'Watcher Of The Skies' ist ein richtiger Genesis-Klassiker. Ein richtig druckvoller Opener. Er beginnt mit seinen markanten Mellotron-Akkorden, die den Hoerer sofort mitreissen. Danach stellt sich ein sich wiederholendes, holpriges Bass/Schlagzeug-Motiv ein, welches immer lauter gespielt wird, bis Orgel-Akkorde und Gabriels ungeradliniger Gesang einsetzt. Gabriel verlaesst hier wirklich gewoehnliche Gesangslinien. Bass und Drums spielen waehrend des ganzen Stueckes etwas versetzt zu den anderen Stimmen. Es gibt im Laufe des Stueckes ruhigere und flottere Passagen. Einzig zu bemaengeln ist, dass die Gitarre einige Male zu einem Solo anzusetzen scheint, dieses aber nie vollendet. Ist aber auch irgendwie einzigartig und ausserdem setzten Genesis die Gitarre ehe immer anders ein als andere Bands. Der Song endet schliesslich mit einem Schlussakkord auf dem Mellotron. Mit 'Time Table' folgt eine mittelalterig angehauchte, unspektakulaere Piano-Ballade. 'Get Em Out By Friday' ist dann ein typischer Prog-Song. Das Stueck ist Dialog-artig aufgebaut. Gabriel verstellt seine Stimme derart gekonnt, dass es einen staunend zuruecklaesst. Der Song beginnt mit einem Orgellauf und Gitarre. Dann verlangsamt sich der Rhytmus, um kurz darauf wieder schneller zu werden, ehe Gabriel mit leicht aggresiv-mekerndem Gesang einsetzt. Im Laufe des Stueckes wiederholen sich aggresivere Parts, wo der Gesang von einem Orgelmotiv begleitet wird, und ruhigere Parts, wo der Gesang von einem Akkustikgitarren-Motiv. Gegen Ende gibt es einen Floetenpart mit einer sehr intimen Atmosphaere zu hoeren, ehe das Stueck wieder aggresiver wird, um schliesslich mit einem Mellotron-Schlussakkord zu enden. 'Can Utility And The Coastliners' ist wohl das staerkste und progressivste Stueck der Platte. Es hat einen sehr schoenen Songanfang(mit Akkustikgitarre) zu bieten. Danach setzt ruhiger Gesang ein. Danach befinden wir uns in einem spannungsgeladenen, dramtasichen Mellotron/Akkustikgitarren-Part inklusiver guter Schlagzeugarbeit von Phil Collins. Es folgen Orgelakkorde und ein Basslauf, ehe wir uns in einem Orgel/Gitarren-Duell befinden. Der Song scheint ruhig zu enden, ehe es zu aller Ueberraschung wieder hektischer und aggressiver wird und der Song tatsaechlich endet. Hier wurden jede Menge kreativer Ideen in fuenfeinhalb gepackt. Mit 'Horizons' folgt ein atmosphaerisches Akkustikgitarren-Stueck von Steve Hackett. Zum Schluss das Epos 'Suppers Ready'. Der meiner Meinung nach etwas ueberschaetzte, in sieben Einzelparts unterteilter Longtrack. Dieses Werk beginnt gleich mit Gesang. Das ist bei einem derart langen Stueck (23 Minuten) etwas ungeschickt. Das gelang Yes mit 'The Revealing Science Of God' auf 'Tales From Topographic Ocens' besser. Nun ja, danach wird das Stueck auch besser. Akkustikgitarren-Laeufe und 'Aahhh'-Gesang(wie soll man das sonst beschreiben!?) sorgen fuer Spannung. Es folgen ein Floetensolo und Orgellaeufe, ehe wir uns im zweiten Part befinden, welcher durch tollen Gesang eine schoene Orgel glaenzt. Der dritte Part beginnt mit Floete, danach setzt der Gesang ein, ehe eine Orgel-Klimax bei 6:36 Minuten in einen treibenden, fast reinen Instrumental-Part ueberleitet. Ueber einem holprigen Schlagzeug duellieren sich Schlagzeug, eine schottisch-irisch angehauchte E-Gitarre, Orgel und eine Akkustikgitarre. Hier kann man wirklich von einem der grossen Momente des Prog sprechen. Danach setzt wieder Gesang ein, ehe wir uns in traurig-depressiven vierten Part befinden. Mit Part fuenf wird's wieder lebendiger. Und Gabriel glaenzt mit sehr britischem Gesang. Ab 12:30 Minuten folgt, voellig unpassend und aus dem Zusammenhang gerissen, eine Art Kinderlied. Die grosse Schwachstelle an diesem Epos. Allerdings glaenzt hier Phil Collins mit tollen Background-Vocals. Danach ist eine 'irische' Gitarren, die von weiter Ferne zu kommen scheint, ehe wir uns in Part sechs befinden, welcher ruhig mit Floete beginnt, um ab 15:38 Minuten durch einen 9/8-Takt fuer Spannung zu sorgen. Tony Banks gibt tolle Orgellaeufe zum Besten. Es folgen erhebende Mellotron-Akkorde, ehe ehe es ruhiger wird mit Floete und Glockenschlaegen, bis das Stueck schliesslich mit erhebendem Gesang und einer E-Gitarre endet, die mich an ein Christenlied erinnert. Alles in Allem ein tolles Stueck, das meiner Meinung nach aber haeufig ueberschaetzt wird. Das ist und bleibt aber mein subjektiver Eindruck. Mir persoenlich gefaellt - und damit duerfte ich mir nicht gerade viele Freunde in der Prog-Gemeinde machen- der angebliche Klon 'Grendel' von Marillion einfach besser.

Abschliessend moechte ich sagen, dass mir bei diesem Album, wie bei vielen Genesis-Alben, der Zugang anfangs sehr schwer viel. Nur 'Wacher Of The Skies' und 'Horizons' haben sich mir sofort erschlossen.

Unfassbares Meisterstück      5 von 5 Punkten
Wenn man bedenkt, wie jung die Musiker von Genesis waren, ist Foxtrott eine Platte, die fast unfassbar ist. So um die 21-22 Jahre waren sie alt, als sie diese bahnbrechende Musik aufnahmen. Die formale Vielschichtigkeit ist enorm und natürlich ganz besonders bei Suppers Ready faszinierend - die einzelnen Teilen gleiten in einander, die instrumentalen Solis sind rhythmisch außergewöhnlich Komplex und dennoch wirkt diese Komplexität nie aufgesetzt, denn sie vermittelt eine ganz eigene Spannung, und die Gesangspartien von Gabriel stellen für mich seine erste Meisterleistung dar.

Aber auch die anderen Songs überzeugen genauso - um nur einen weiteren zu nennen: Get 'em out ist nicht nur vom Text her eine Sensation - man würde wohl so was eher 15-25 Jahre später erwarten, ein Song, der sich mit den Gefahren der Gentechnik auseinandersetzt - aber auch die herrlichen, teilweise polyphonen Instrumentalteile, die Dramatik, alles an diesem Song ist besonders.

Natürlich, man muss den Sound dieser frühen 70er mögen, die großen Orgelklänge, die Mellotronklänge, ... Ab und zu fehlt es an klanglicher Transparenz - da hat die Band mit dem nächsten Album (Selling England) einen großen Schritt vorwärts gemacht. Für mich aber sind diese Songs eben nur in diesem Klangbild vorstellbar. Eine ganz hervorragend Platte, für jeden, der die Zeit von Genesis, als noch Gabriel der Sänger war, besonders mag, ein absolutes MUSS und für jeden, der Genesis nur mit Collins als Sänger kennt eine sehr empfehlenswerte Platte, um die Wurzeln dieser Band besser zu verstehen

Genesis - Foxtrot von 1972      5 von 5 Punkten
"Foxtrot" ist die 2. Platte in der Besetzung Banks, Collins, Gabriel, Hackett und Rutherford. Sie bedeutete im Vergleich zur "Nursery Crime" einen deutlichen Fortschritt in Sachen Professionalität und Sound. Ausserdem sind einige Klassiker enthalten. Aus heutiger Sicht ist der Sound aber doch arg angestaubt. Aber die Songs machen es wett.

Watcher of the skies: Das Mellotron-Intro von Tony Banks ist Geschichte. War viele Jahre im Live-Set.
Time table: Ein gutes Stück, interessanter Text, aber kein Klassiker.
Get `em out by friday: Toller Song, richtig rockig, hier stimmt alles.
Can utility and the coastliners: Prog Rock vom Feinsten, leider unterbewertetes, geniales Stück.
Horizons: Gutes Instrumental (Intro für den nächsten Song).
Supper`s ready: Fast 23 min. Bombast-Prog-Kunst Song. Eigendlich schon ein Epos. Hier führt uns die Gruppe und besonders Peter auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Sicher eines der besten Stücke von Genesis und alleine 6 Punkte wert.

Die Jahre 1972 bis 74` waren sicher die besten (nicht die kommerziellsten) Jahre der Gruppe. Sie waren auf einer Augenhöhe mit PINK FLOYD und YES und somit gehören sie zu den Urvätern des Prog Rock. Und das soll was heißen!
5 Sterne für `Foxtrot`.

Eines der Besten      5 von 5 Punkten
Das Cover von Foxtrot begeisterte mich schon immer, schon als 5 jähriger! Wenn ich gewusst hätte, was in dieser Platte alles steckt:
Ich will jetzt mal nicht alle Lieder bewerten (die sind alle übrigens genial, bis zum letzten Ton)
Den fast 30minuten Song Supper's Ready habe ich genauer betrachtet:
=>Einleitung: Horizons
1. Lover's Leap: Der erste und gefühlvollste Teil dieser Komposition. Am Anfang sind die Instrumente und Melodien vertraut, werden aber schließlich ungemütlicher und düster. Ein scheinbar nie enden wollendes Spiel aus Klavier, klassischer Gitarre und Querflöte(Oboe?) geht dann über in
2. The Guaranteed Eternal Sanctuary Man: Das einlullende Spiel hört abrupt auf und E-Gitarren kommen ins Spiel. Mehr leben kommt in das Ganze.
3. Ikhnation and Itsacon and their band of merry men:
Ein Wilder Teil, der an eine Schlacht erinnert (siehe Yes: Gates of Delirium). Es klingt melodisch und doch ausgefallen.
4. How dare I be so beautiful:Ein "traumatisiertes" Zwischenspiel, wobei der klagende Gesang Peter Gabriels besonders heraussticht. Sehr einfühlsam und leise.
5.Willow Farm: der lustige Teil von Supper's Ready. Die anderen Stimmen im Hintergrund finde ich besonders witzig. (Pete hat ja beim Live-auftritt ein Blumenkostüm an)
6.Apocalypse in 9/8: Der düsterste und fast schon angsteinflößenste Teil der Komposition. Ein fantastisches Keyboard und eine geniale E-Gitarre machen Apocalypse in 9/8 zum wildesten und schnellsten Segment von Supper's Ready.
7.As sure as eggs is eggs: Ein Glockenläuten kündigt das Finale an. Und das Finale ist mit Abstand das beste an Melodie und Instrumentaler Harmonie. Man darf diesen Teil getrost "Episch" nennen.
Viele fragen mich, um was gehts in diesem ellenlangen Song.
Ganz einfach: Um einen Mann, der durch Krieg und Hölle geht um am Ende aufzuerstehen(Vielleicht eine Anspielung auf Jesus Christus?). Der Beste Teil den ich immer wieder anhören könnte:
"There's an angel standing in the Sun, and he' crying with a loud voice
This is the Supper of the Mighty one
Lord of Lord's
King of King's
Has returned to lead his children home
to lead them to a new Jerusalem."
Klasse.


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Seconds Out - GenesisSeconds Out
Genesis

Audio CD, 20. Oktober 1994
     Verkaufsrang: 4760      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 15,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 16 Bewertungen)

warmer Sound - toller bombast - ein genialer Collins - eine geile Live-Scheibe!      5 von 5 Punkten
Eine klasse Live-Scheibe! Das letzte Album mit Hackett. Hier entfachten Genesis nochmal ein richtiges Feuerwerk. Es ist der Wahnsinn wie Collins die Gabriel-Stuecke gesanglich hinkriegt. Die Keyboards klingen hier moderner, wodurch das Album als Geburtsstunde des Neoprog gilt, wobei Neoprog erst wirklich in den 80ern durch Bands wie Marillion oder IQ aufkam. Dei Gitarren sind etwas in den Hintergrund gemischt, was aber nicht weiter stoert, da trotzdem viel Bombast praesent ist. Die Songs wirken teilweise ausdrucksstaerker als im Studio. Zum Beispiel macht die lange Version von 'I Know What I Like' - mitsamt eines Parts aus 'Stagnation' und einem witzigen Percussion-Part - viel mehr Spass und wirkt nicht mehr so gelangweilt. Bei 'Lamb' und 'Carpet Crawl' sind die Keyboardsouns einfach waermer, wodurch die Atmosphaere in den Stuecken zunimmt. 'Die Closing Section von 'Musical Box' ist dafuer schoen bombastisch.

Dann gibts noch die Moerder-Version von 'Supper's Ready'. Dynamischer und bombastischer als das Original. Sogar 'Willow Farm' passt hier wegen der Dynamik besser rein. Umso erstauenlicher noch, wie meisterlich Collins den Song prasentiert. Diese Agressivitaet kriegt er trotz seiner weicheren Stimme sehr gut hin. Richtig fies sein Gesang teilweise, vgl. 'Mama'. Fuer mich ist diese Version staerker als die Studioversion, bzw. handelt es sich um eine klasse Alternative zum Gabriel-Original. Toll auch das Drum-Duett zwischen Bruford und Collins im ueberragnden Instrumentalpart von 'Cinema Show'. Und dann der grandiose Abschluss mit 'Dance On A Volcano' und 'Los Endos'. Nochmals viel bombastischer und atmosphaerischer als die Studioversionen. Grosses Kino.

Wer Genesis nur von den Pop-Sachen her kennt, hat hier die wunderbare Gelegenheit, die Grandiositaet der proggigen Genesis kennenzulernen! Hoechstnote!

Donnerwetter !!!      5 von 5 Punkten
Dass eine 5köpfige Band live so klingen kann, wie Phil Collins, Steve Hackett, Mike Rutherford, Tony Banks und der Gäste-Drummer Chester Thompson 1977 vorführten, scheint schier unglaublich! Dass dann auch noch ein genialer Sänger wie Peter Gabriel "so nebenbei" durch Phil Collins (der eigentlich der Drummer ist - daher musste / durfte Chester mit auf die Bühne) ersetzt wird, ist eine Sensation. Sensationell sind auch die Keyboard-Soli von Tony Banks - da bleibt einem die Luft weg (Beispiel: "Firth of fifth", "Apocalypse in 9/8", etc.). Ein Rezensent schrieb mal, dass Phil die Keyboard-Soli spielte - das ist natürlich Unsinn ! Liegt wohl daran, dass im Inlet der altehrwürdigen Venylplatte steht: "...all drums Chester, except ... Keyboard-Solo Phil". Das heißt, dass Phil WÄHREND DES KEYBOARDSOLOS VON TONY die Drums spielte.
Alles in allem ein schier unfassbarer Sound, der zweifelsfrei darlegt, dass die Musiker auf der Bühne ihre Instrumente bis zur Perfektion beherrschen.
Aber Achtung: Wer gerne "Invisible touch" oder "We can't dance" mag, könnte hier u. U. völlig falsch liegen! Hier handelt es sich nicht um Mainstream, sondern Prog- und Classicrock der 70er vom Feinsten - das ist ja gerade in der heutigen Zeit nicht jedermanns Sache. Für Freunde des 70er Experimentalrocks ein Muss !!!

mmmmhhhhhhhhh !      5 von 5 Punkten
1977. das wohl beste genesis-livalbum "seconds out" wird veröffentlicht.
das album heißt "seconds out", weil nach veröffentlichung des albums das "2te"
mitglied steve hackett die band verließ. als erster ausgetreten war peter
gabriel im jahre 1974.
dieses livealbum gilt als eines der besten livealben der welt und das zu
recht. die band spielt mit sehr viel konzentration und die zuschauer gehen
richtig mit. eine wundervolle atmosphäre. phil collins, damals mit vollbart,
beweisst, das er die gesangseinlagen auch ohne peter gabriel sehr gut meistern kann und das sag ich nicht nur als collins-fan, denn es ist einfach
so. es ist kaum ein unterschied , zwischen der live- und der studioversion von
"carpet crawlers" zu erkennen. wenn man als interpret die studiosongs in
der live-performance genauso gut hinbekommt, dann verdient man sich einen
würdigen respekt und das gleiche gilt eben für genesis.
allerdings, muss man dazu sagen, die kunden, die sich dieses geniale machtwerk zulegen wollen und nur die späteren kommerzsachen kennen, dass
dieses album vielleicht zu schwer verdaulich für sie sein könnte,
schließlich entstand das album noch zur prog-rock zeit von genesis.
jedoch war die prog-rock zeit nach diesem album vorbei.
am besten ist dieses album an regnerischen tagen zu genießen oder wenn
man stress hat. die 2. cd empfehle ich ganz besonders. man kann sich an
der 23 minütigen version von "supper`s ready" und dem song "cinema show"
einfach nicht satthören oder eben "carpet crawlers". einfach nur schön
melanchonisch und harmonisch !

Was waren Genesis mal genial      5 von 5 Punkten
"Seconds Out" von 1977 wurde zur denkbar besten Zeit aufgezeichnet. Steve Hackett war noch dabei und die Gruppe hatte 2 sehr gute Alben mit "A Trick Of The Tail" und "Wind And Wuthering" am Start. Zusammen mit den Songs aus der Peter Gabriel-Zeit konnte nun nichts mehr schief gehen.

Und es ist auch nichts schief gegangen. "Seconds Out" ist für mich das beste Genesis-Album der nach Gabriel-Ära und kann mit "Selling England By The Pound", "Live" und "The Lamb Lies Down..." mühelos mithalten. Besonders bemerkenswert finde ich, wie gut Phil Collins als Sänger sein kann. Er ist hier wirklich mehr als nur der Ersatz für Gabriel, Hut ab Phil! Steve Hackett, hier zum letzten Mal bei Genesis, zeigt auch wie gut er ist. Und er ist sehr gut, wobei er nie so im Vordergrund stand wie andere Gitarristen. Sein eher dezentes Spiel ist aber große Klasse. Dazu die Weltklasse-Drummer Bill Bruford bzw. Chester Thompson, die Phil unterstützen wenn er singt.

Als Anspieltipp nenne ich jetzt die gesamte zweite CD (`Supper`s ready`, `Cinema show` und `Dance on a volcano/Los endos`). Leute, besser geht es wirklich nicht. Ihr könnt mich gerne beim Wort nehmen. 5 + Sterne für "Seconds Out" und eigendlich muss jeder Prog Rock-Fan dieses Werk sein eigen nennen.

Genesis in Bestform      5 von 5 Punkten
1977 hatte ich das grosse Glück Genesis in der Bestzung in der dieses Album eingespielt wurde (also mit Steve Hackett) live erleben zu dürfen! Das Konzert war magisch, die Band spielte mit einer unvergleichlichen Leichtigkeit und Leidenschaft und riss jeden der 15000 Fans in ihren Bann. Kurz darauf erschien das Doppelalbum "Second's Out" und beim hören wurde ich in das Konzert zurückkatapultiert. Seitdem ist dieses Album für mich persönlich mein Lieblings-Live Album. Die Songauswahl stimmt (obwohl ich "All In A Mouse's Night" vermisse), die Herren Collins, Banks, Hackett und Rutherford spielen sich den Wolf und das Publikum ist enthusiastisch. Wer also Prog-Rock in Vollendung hören möchte, wer Livealben generell mag und wer unvergängliche Rockmusik liebt, der sollte sich dieses grossartige Album schnellstens zulegen!!


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Selling England By the Pound - GenesisSelling England By the Pound
Genesis

Audio CD, 1. Dezember 2003
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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)

Selling England By The Pound - die letzte Möglichkeit      5 von 5 Punkten
An alle, die Genesis-Alben gerade neu entdecken:
Hier liegt die alte remasterte Fassung (Definitive Edition Remaster) von 'Selling England By The Pound' vor. Dieser Artikel wird nicht mehr hergestellt und daher in Kürze vom Markt verschwinden. An seine Stelle tritt, wie bei allen anderen Genesis-Alben, die neue SACD-Abmischung von Nick Davis. (Bei 'Selling England By The Pound' voraussichtlich ab September 2008.) Bei der Japan-Ausgabe des Werkes ist die Hülle aus Karton und mit Inlay, Klappentext / Lyrics auf der Innenseite, und Charisma-Label auf dem Tonträger exakt dem Artwork des Vinyl-Albums nachempfunden ist. Also tatsächlich das Schallplatten-Album im Kleinformat. Das Remastering ist gegenüber der 'Definitive Edition' etwas weicher und runder ausgefallen, weniger schrill in den Höhen, daher näher am Original-Klang. Auch diese Ausgabe wird nicht mehr produziert.
An dieser Stelle muss Grundsätzliches zu den aktuellen 5.1 Surround Sound- und Stereo Mixes der Genesis-Alben durch Herrn Davis gesagt werden!
Zunächst lagen die Neu-Abmischungen ja zum Teil bereits auf der Platinum-Collection vor. Der sammelwütige Fan wird hier also zum zweiten mal für dieselbe Aufnahme zur Kasse gebeten.
Und, ja, natürlich sind diese SACD-remasterten Songs klanglich besser als die auf den älteren Ausgaben der Alben. ABER! Es sind eben nicht nur klangverbesserte Stücke, sondern neu abgemischte.
Man kann auf der Platinum-Collection bereits die überarbeitete Versionen von 'I Know What I Like', 'The Cinema Show' und 'Firth Of Fifth' anhören. Das akustische Verhältnis der Instrumente zueinander wurde verändert. Die Dominanz bestimmter Töne fehlt. Stattdessen stehen die einzelnen Klänge nunmehr gleichberechtigt nebeneinander. Die musikalische Aussage der Lieder wurde somit verändert.
Diese Art von Neuabmischung findet sich ebenso spürbar in den Vokalpassagen der Lieder 'Pigeons' (EP 'Spot the Pigeon') oder 'The Knife' ('Trespass'/Platinum-Collection). Auch auf den anderen Alben werden Liedenden gefadet ('Entangled' von 'A Trick Of The Tail'), Instrumente in den Hintergrund gemischt ('Duchess' von 'Duke'), klanglich verändert, und, und, und ... Diese Aufnahmen klingen dadurch eben nicht nur besser oder neu, sie klingen fremd.
Vielen mag das als Auffrischung von Material dienen, das sie Note für Note auswendig kennen; meine Meinung ist: Ich will die Originalaufnahmen behutsam im Klang bearbeitet vorliegen haben, jedoch keine Neuabmischungen, die respektlos und entstellend in den wohlvertrauten Klangraum der Lieder eingreifen. Das heißt nämlich die Lieder neu zu schaffen. Das kann und darf (in diesem Umfang!) aber nicht Aufgabe einer remasterten Neuausgabe sein. Ähnliche Vorgehensweisen wären im Bereich Klassik und Jazz undenkbar.
Unverschämt zudem noch, daß die alten remasterten Ausgaben demnächst vom Markt verschwinden werden. Für Leute, die Genesis zukünftig neu entdecken, stehen somit die Original-Abmischungen nicht mehr zur Verfügung. Sie haben keine Möglichkeit mehr diese Gruppe rein, d.h. zeitauthentisch zu erleben. Mögen einzelne Alben bei ihrer Erstveröffentlichung gut oder schlecht gewesen sein (dies ist eines der besten!!!), es darf nicht durch Remastering eine Anbiederung an den heutigen Musikgeschmack oder heutige Hörgewohnheiten erfolgen. Doch leider lebt diese Gruppe zur Zeit halt nur noch von der mehrfachen Wiederverwertung alten Materials.

Hier also der Tip: Kauft die alten 'Definitive Edition Remaster'-Ausgaben der Alben so lange diese noch auf dem Markt sind. Es ist dies die letzte Möglichkeit die Gruppe im Original zu hören. Die Neuausgaben sind für Fans, die eh schon alles haben und auswendig kennen. (Solltet ihr über ausreichend Geld verfügen, gebt der Japan-Edition den Vorrang.)

es kann nur eine geben      5 von 5 Punkten
Nach der beatmusik der 60er kam Ende des Jahrzehnts eine Richtung in der populären Musik auf, die unter dem Namen progressive Rock berühmt wurde und ihre Hochzeit bis Mitte der 70er hatte und dann vom Punk abgelöst wurde. Dieser progrock war orchestral, vielschichtig, trug Elemente der Klassik in sich und hatte mit den Liedchen der Mainstream Musik nichts gemein. Waren Zappas Mothers mit die Ersten, so waren Genesis, Pink Floyd und Yes die populärsten und wohl besten Vertreter dieser exzellenten Musikrichtung. Peter Gabriels Grand Guignol Theater auf der Bühne, während die anderen Musiker auf Stühlen saßen und ihre Instrumente spielten, war grandios und die Shows wurden aufwendiger und mündeten im grandiosen lamb... Aber die beste Platte für mich war und ist Selling England. Meine Vorschreiber haben zu den Stücken schon alles gesagt, daher nur soviel: wer die Platte nicht kennt, hat etwas wesentliches in der neueren Musikgeschichte versäumt, grandiose Melodien, die Musiker auf der absoluten Höhe ihres musikalischen und spielerischen Könnens, mitreißende Rhythmen und überbordende Energie. Manche meinen, Abbey Road oder wish you were here seien die besten Alben aller Zeiten, für mich, der auch Zappa und Dylan mag ist Selling England die Quintessenz des Progrock und damit die Nummer 1! - ohne dieses Album wäre die Welt ein wenig ärmer.

Unerreicht - unerhört ... gut      5 von 5 Punkten
Diese Platte ist für mich neben "The lamb lies down on Broadway" das stärkste Werk von Genesis. Wer dann, wie ich, auch noch das Glück hatte, Stücke daraus live zu erleben, dem bleiben auch 30 Jahre nach Erscheinen des Albums noch Passagen daraus im Unterbewusstsein. Und diese tauchen völlig unerwartet das eine oder andere Mal wieder auf. In diesen Momenten weiss ich, was ich am Abend hören werde ... einfach unerhört gut.

Absolutes Meisterwerk      5 von 5 Punkten
Keine Frage, "Selling England" ist ein absolutes Meisterwerk. Eigentlich müsste ich hier auf jede einzelne Nummer im Detail eingehen, aber das würde den Rahmen sprengen. Doch ein paar Highlights müssen erwähnt werden: Firth of Fifth ist einzigartig. Formal einfach ein Top-Stück - aus vielen perfekt ineinander übergehenden Teilen bestehend, dennoch immer wieder dasselbe Material aufgreifend, es variierend, neu weiterführend, .... Die Klavierintro ist eine herrliche Art Toccata, unglaublich differenziert im Rhythmus, tolle Modulationen - und diese Musik ist später dann auch der erste Höhepunkt des langes Instrumentalteils. Die rhythmische Ebene wird dort durch die vollständig spielende Band noch mehr verstärkt, und dann führt dieser Teil in dieses herrliche Solo von Hackett an der Gitarre über, dazu ein sensationeller Bass, später greift Hackett das Flötensolo von Gabriel auf, dann wieder sein eigenes Material, Rutherford spielt nun wundervoll die 12saitige und legt mächtige Pedalbässe darunter, die den Sound noch dichter machen.
Als zweites Highlight sei "Cinema Show" erwähnt: Nach einem ganz wundervollem Gitarrenvorspiel und dem herrlichen Vokalpart folgt ein Banks-Solo über einen 7/8, das die damaligen Synthesizer - Möglichkeiten wundervoll ausschöpft. Collins spielt ein Schlagzeug, das derart energiegeladen ist und gleichzeitig so unaufdringlich und vielseitig, dass Banks Solo perfekt unterstützt wird. Und schließlich müssen noch die Texte erwähnt werden - allen voran das skurrile Banden-Epos "Battle of Eping Forest", das eines der besten Bsp. von Gabriels Wortwitz ist, das ich kenne.

Eine Anmerkung zu einer anderen Rezension:
Natürlich stimmt es: "Tonight, tonight" oder "Follow you" sind damit in keiner Weise vergleichbar und ich habe nie wirklich verstehen können, warum Genesis ab den 80ern so eine Musik gemacht haben, aber heute denke ich etwas anders: Zum einen - auch ohne Gabriel sind Meisterwerke entstanden, v.a. "Trick of the Tail", aber auch auf der "Wind and Wuthering" sind großartige Nummern drauf. Dennoch - wer sein künstlerisches Zenit in so jungen Jahren erreicht, der muss wohl etwas Neues suchen, wer so komplexe Musik gemacht hat, der will wohl auch versuchen, ob er etwas anderes machen kann. Ich habe mir ein Konzert der diesjährigen Tour angehört/angesehen und irgendwie konnte ich sie plötzlich besser verstehen. Ja, "TV-Show" ist musikalisch banal, aber es funktioniert und in diesem Stil ist es gut gemacht, auch wenn es mir nicht viel sagt. Genesis haben viele Stile durchlaufen, sie haben sie alle gut beherrscht, wirklich innovativ war sicherlich die Zeit von 1970-1977.
Ich für mich sehe es so, wie bei anderen Künstlern auch: Großartige Künstler durchlaufen zwangsläufig viele Phasen die sich teilweise auch radikal voneinander unterscheiden. Es ist schwer genug über Jahrzehnte einen künstlerischen Ausdruck zu finden, der sich nicht ständig wiederholt: Auch wenn mir die Musik von Genesis ab Mitte der 80er nichts mehr sagt, einen Etikettenschwindel würde ich sie nicht nennen.

"Selling England" ist für mich aber definitiv etwas vom besten, was es in der Rockmusik je gegeben hat.

Rule "Brittania" !!!!- DAS Einsteigerwerk für "Jung"-Proggies !!!!-      5 von 5 Punkten
Wenn irgendwann 1973 auf einer Rockbühne eine Art römischer Legionär mit dem britischen "Union Jack" auf dem Langschild & neonleuchtendem Gesicht auf der Bühne stand und bekannte: "I am the voice of Britain !"- dann, ja dann war man auf einem GENESIS-Konzert gelandet & Peter Gabriel schickte sich an, die Hymne ihres 5. Studio-Albums (- für nicht wenige war und ist es das mit Abstand beste Album der Band !-)einzuleiten, den Song "Dancing with the Moonlit Knight" !-
Ich hatte mal einen Freund, der über Hörensagen (er suchte endlich mal Musikalben, die ihm nicht nach dem 5. Mal anhören langweilig wurden...)auf Progressive Rock aufmerksam geworden war. Eines Tages tauchte er auf & sagte, er wolle mal in diese Musik hineinhören, er habe so viel Tipps bekommen - Was ganz Typisches sollte es sein, aber auch was wirklich Hervorragendes & überhaupt die beste Prog-Scheibe, die ich ihm empfehlen könne.....
Ich zögerte keine Sekunde, griff ins CD-Regal und legte "Selling England by the Pound" von GENESIS auf !!-
Ganz ernsthaft - es gibt für mich keine Platte, die musikalisch von der 1. bis zur letzten Sekunde derart spannungsgeladen, abwechslungsreich, vielfältig , textlich tiefsinnig, aber auch voll des subtilen, englischen Humors ist, auf der eigentlich und einfach ALLES GENAU STIMMT !-
Von "Trespass" bis "Foxtrot" hatten GENESIS sich Schritt für Schritt immer mehr gesteigert - jedesmal hieß es, noch ausgefuchster, einfallsreicher, aberwitziger & musikalisch perfekter...., aber mit "Selling..." erreichten sie ihren wirklichen kreativen Höhepunkt (lässt man mal "The Lamb..." als, aus vielen Gründen, Ausnahme-Album aussen vor...) - bis dahin nie erreicht, und später (nach Gabriels Weggang)auch nie mehr !-
Jedes Stück ist eine Perle des Prog - vom fantastischen, gaaanz langsamem Spannungsaufbau von "Dancing with the Moonlit Knight" mit traumhaft dynamischem Hauptteil, über die abgefahren witzige Story eines Rasenmähers, der messerscharf beobachtet (und durch den Kakao zieht), was da so alles in englischen Landhäusern passiert ("I know what I like"), einem 3. Höhepunkt im elegischen Pianokonzert "Firth of Fifth", einer kleinen Akustikgitarren-Einlage ("More Fool me"), in der Phil Collins schon mal testet, was er später lieber gelassen hätte (Li-La-Lead-Gesang - wenn man ganz, ganz kritisch ist: Vielleicht der einige Moment, in dem das Album gaaanz sacht schwächelt...),dann ein nächster Höhepunkt im brillianten 10 Min.-Epic: "Battle of Epping Forest" - musikalisch genial aufgebaut & mit einem Peter Gabriel, dessen bisweilen schwärzester englischer Humor selten facettenreicher war, - anschließend darf dann in "After the Ordeal" Steve Hackett endlich mal zeigen, was er kann (phänomenal - mein ahnungsloser, klassischer Gitarrenlehrer hielt das Stück damals für das Meisterwerk eines unbekannt gebliebenen Barock-Komponisten (ich ließ ihn in dem Glauben ;-))- und dann klingt das Ganze mit der obergenialen "Cinema Show" und dem Endlos-Epilog "Aisle of Plenty" aus ...
Das ganze Werk kommt dabei leichtfüssig daher wie aus einem Guss (live klappte das selten richtig überzeugend, da die Stücke auch in ihrer Abfolge aufeinander einfach SO ineinander passen!!!!)- ohne auch nur eine einzige (echte) Schwachstelle - und wirkt trotz des enorm hohen musikalischen Anspruchs so leicht und flüssig,und geht dabei - (Aha ! - es ist möglich !) sogar in jedem Moment mit wunderbarer Melodiosität ins Ohr .... - als habe man alles mal so eben innerhalb eines unglaublich steilen Form-Hochs an einem lauen Sommernachmittag mit links eingespielt. - Überhaupt ist "Selling..." für mich DAS Sommer-Album schlechthin - wie geschaffen, an einem warmen Juni-Abend (..also wohl nicht in Deutschland !- *g*) im Garten unter einem schattigen Baum zuzulauschen & wegzuträumen (passend dazu: das wunderschöne Albumcover von Betty Swanwick !).
Ausser der Musikerleistung ist noch die des Toningeneurs & des Co-Produzenten John Burns erwähnenswert: Selten gelang es so, sich in die musikalische Intention einer hochkreativen Band in ihrem absoluten schöpferischen Reifezustand hineinzuver- & das am Mischpult auch umzusetzen !-
Wer diese Scheibe nicht hat, dem fehlt das Herz des Progressive Rocks !-
-5 goldene Sterne (...und ein Stammplatz im CD-Regal !!!!)- ....ZUGREIFEN !!


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A Trick Of The Tail - GenesisA Trick Of The Tail
Genesis

Audio CD, 20. Oktober 1994
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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 26 Bewertungen)

A Trick Of The Tail - Die letzte Möglichkeit      5 von 5 Punkten
An alle, die Genesis-Alben gerade neu entdecken:
Hier liegt die alte remasterte Fassung (Definitive Edition Remaster) von 'A Trick Of The Tail' vor. Dieser Artikel wird nicht mehr hergestellt und daher in Kürze vom Markt verschwinden. An seine Stelle tritt, wie bei allen anderen Genesis-Alben, die bereits erschienene neue SACD-Abmischung von Nick Davis.
Bei der Japan-Ausgabe des Werkes ist die Hülle aus Karton und mit Inlay, Klappentext / Lyrics auf der Innenseite, und Charisma-Label auf dem Tonträger exakt dem Artwork des Vinyl-Albums nachempfunden ist. Also tatsächlich das Schallplatten-Album im Kleinformat. Das Remastering ist gegenüber der 'Definitive Edition' etwas weicher und runder ausgefallen, weniger schrill in den Höhen, daher näher am Original-Klang. Auch diese Ausgabe wird nicht mehr produziert.
An dieser Stelle muss Grundsätzliches zu den aktuellen 5.1 Surround Sound- und Stereo Mixes der Genesis-Alben durch Herrn Davis gesagt werden!
Zunächst lagen die Neu-Abmischungen ja zum Teil bereits auf der Platinum-Collection vor. Der sammelwütige Fan wird hier also zum zweiten mal für dieselbe Aufnahme zur Kasse gebeten.
Und, ja, natürlich sind diese SACD-remasterten Songs klanglich besser als die auf den älteren Ausgaben der Alben. ABER! Es sind eben nicht nur klangverbesserte Stücke, sondern neu abgemischte.
Das akustische Verhältnis der Instrumente zueinander wurde dabei verändert. Die Dominanz bestimmter Töne fehlt. Stattdessen stehen die einzelnen Klänge nunmehr gleichberechtigt nebeneinander. Die musikalische Aussage der Lieder wurde somit verändert und neu definiert.
Diese Art von Neuabmischung findet sich ebenso spürbar in den Vokalpassagen der Lieder 'Pigeons' (EP 'Spot the Pigeon') oder 'The Knife' ('Trespass'/Platinum-Collection). Auch auf den anderen Alben werden Liedenden gefadet, Instrumente in den Hintergrund gemischt, klanglich verändert, und, und, und ... Diese Aufnahmen klingen dadurch eben nicht nur besser oder neu, sie klingen fremd.
Vielen mag das als Auffrischung von Material dienen, das sie Note für Note auswendig kennen; meine Meinung ist: Ich will die Originalaufnahmen behutsam im Klang bearbeitet vorliegen haben, jedoch keine Neuabmischungen, die respektlos und entstellend in den wohlvertrauten Klangraum der Lieder eingreifen. Das heißt nämlich die Lieder neu zu schaffen. Das kann und darf (in diesem Umfang!) aber nicht Aufgabe einer remasterten Neuausgabe sein. Ähnliche Vorgehensweisen wären im Bereich Klassik und Jazz undenkbar.
Unverschämt zudem noch, daß die alten remasterten Ausgaben demnächst vom Markt verschwinden werden. Für Leute, die Genesis zukünftig neu entdecken, stehen somit die Original-Abmischungen nicht mehr zur Verfügung. Sie haben keine Möglichkeit mehr diese Gruppe rein, d.h. zeitauthentisch zu erleben. Mögen einzelne Alben bei ihrer Erstveröffentlichung gut oder schlecht gewesen sein, es darf nicht durch Remastering eine Anbiederung an den heutigen Musikgeschmack oder heutige Hörgewohnheiten erfolgen. Doch leider lebt diese Gruppe zur Zeit halt nur noch von der mehrfachen Wiederverwertung alten Materials.

Hier also der Tip: Kauft die alten 'Definitive Edition Remaster'-Ausgaben der Alben so lange diese noch auf dem Markt sind. Es ist dies die letzte Möglichkeit die Gruppe im Original zu hören. Die Neuausgaben sind für Fans, die eh schon alles haben und auswendig kennen. (Solltet ihr über ausreichend Geld verfügen und ihrer habhaft werden, gebt der Japan-Edition den Vorrang.)

Eines ihrer besten Alben      5 von 5 Punkten
Dies ist die erste Veröffentlichung ohne Peter Gabriel - mit Phil Collins als Sänger - und was für eine! Den Kritikern, die nach Peter's Ausstieg das Ende (das war 1975!) der Band prophezeit hatten, haben's die Jungs aber ordentlich gezeigt! Hier hören wir Prog-Classic-Rock vom Feinsten. Für mich zählt "Trick of the Tail" (1975) neben "Wind & Wuthering" (1976) zu den stärksten Genesis-Alben - vielleicht weil sie zwar schon ohne Peter Gabriel, aber noch mit dem genialen Gitarrespieler Steve Hackett produziert und aufgenommen wurden. Hier gibt's wunderschöne Musik zum Träumen. Peter's Gesang war bei aller Genialität oft hart und rauh - Phil überrascht hier mit gefühlvollem Gesang, ohne dass die Stücke kitschig klingen - das passt eben. Ob die Herren Banks/Rutherford (die damals schon die Hauptkomponisten waren) die Stücke auf Collins zugeschnitten haben, ist einerlei. Auf jeden Fall ist diese Scheibe genial. Absolute Kaufempfehlung !!!

Tanz auf dem Vulkan      5 von 5 Punkten
Fünf kleine Genesis, die wollten ins Studio hier, der Gabriel hatte keinen Bock, da warens nur noch vier....
Nach dem phänomenalen "Lamb" Album trennten sich bekannterweise die Wege von Gabriel und dem Rest der Band und alle Welt rätselte, ob die Band aus dem Schatten ihres Charismatischen Sängers treten konnte...
Sie konnte!" A Trick of a Tail" klang wie ein musikalisches Aufatmen der Band, sie wirkten entspannter und allen voran Phil Collins, den sie behutsam ans Mikro schubsten und von nun an als Sänger und Schlagzeuger eine Doppelrolle übernahm. "Dance on a Volcano" bewegt sich auf gewohntem Musikalischem Terrain,mit Ecken und Kanten, wie man es gewohnt ist, während "Entangled" und "Mad Man Moon" träumerisch entspannt daher kommt und man fragt sich, warum Tony Banks nicht schon öfter solche Diamanten(A Trick of a Tail) mit eingebracht hat. Überhaupt ist das Kollektiv eindeutig zusammen gewachsen. Ob auf "Ripples" oder auch auf dem Finalen Knaller "Los Endos" habe Genesis die Musikalische Vergangenheit geschickt mit der Zukunft verknüpft und etwas eigenständiges daraus gemacht.

So hätte es weitergehen können...      5 von 5 Punkten
Mit dem Weggang von Peter Gabriel kam der Wandel im Genesis-Sound. Die Versponnenheit der frühen Alben trat ein wenig in den Hintergrund, die Musik wurde etwas wuchtiger, geradliniger und rockorientierter. Auf TRICK befinden sich die beiden gegensätzlichen Einschläge im perfekten Gleichgewicht, die nachfolgenden Alben wurden zunehmend kommerzieller und eingängiger (und schwächer). Eine so schöne Platte wie die vorliegende kann wahrscheinlich nur in einer Umbruchsphase entstehen, da hilft alles Jammern nichts.
Hier stimmt jedenfalls alles, die Songs variieren sehr angenehm in Tempo und Dynamik, es kommt niemals Langeweile auf und selbst die weniger komplexen Stücke wären durchaus der Gabriel-Ära würdig. SQUONK ist mein persönlicher Favorit, weil es wunderbar zeigt, dass auch Bombastrock den Feingeist ansprechen kann. Im Rausschmeißer LOS ENDOS wiederholen sich die zentralen Motive des Albums, gehen fließend ineinander über und bilden den perfekten Ausklang für ein durchweg gelungenes Album, dessen Qualität Genesis in der Folge nie mehr auch nur ansatzweise erreicht haben.

Genesis      5 von 5 Punkten
Dieses Album ist echt der Hammer.
Bisher kannte ich nur die Lieder aus den 80er Jahren, dies ist dann doch ein komplett anderer Sound, den ich bisher noch nicht kannte.

Musste mir nun ein paar alte Scheiben zulegen und muss sagen, die sind toll, vor allem dieses Album.
Mit "A Trick of the Tail" ist ihnen ein tolles Album gelungen und Phil Collins Stimme ist einfach unverwechselbar.

Diese CD gehört in jede gute Sammlung.


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Nursery Cryme - GenesisNursery Cryme
Genesis

Audio CD, 1. Dezember 2003
     Verkaufsrang: 37014      Der Artikel ist bald verfügbar. Sichern Sie sich jetzt Ihr Exemplar!

Preis: € 15,99 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Nursery Cryme - die letzte Möglichkeit      5 von 5 Punkten
An alle, die Genesis-Alben gerade neu entdecken:
Hier liegt die alte remasterte Fassung (Definitive Edition Remaster) von 'Nursery Cryme' vor. Dieser Artikel wird nicht mehr hergestellt und daher in Kürze vom Markt verschwinden. An seine Stelle tritt, wie bei allen anderen Genesis-Alben, die neue SACD-Abmischung von Nick Davis. (Bei 'Nursery Cryme' voraussichtlich ab September 2008.)
An dieser Stelle muss Grundsätzliches zu den aktuellen 5.1 Surround Sound- und Stereo Mixes der Genesis-Alben durch Herrn Davis gesagt werden!
Zunächst lagen die Neu-Abmischungen ja zum Teil bereits auf der Platinum-Collection vor. Der sammelwütige Fan wird hier also zum zweiten mal für dieselbe Aufnahme zur Kasse gebeten.
Und, ja, natürlich sind diese SACD-remasterten Songs klanglich besser als die auf den älteren Ausgaben der Alben. ABER! Es sind eben nicht nur klangverbesserte Stücke, sondern neu abgemischte.
Man kann auf der Platinum-Collection bereits die überarbeitete Version von 'The Musical Box' anhören. Das akustische Verhältnis der Instrumente zueinander wurde verändert. Die Dominanz bestimmter Töne fehlt. Stattdessen stehen die einzelnen Klänge nunmehr gleichberechtigt nebeneinander. Die musikalische Aussage des Liedes wurde somit verändert.
Diese Art von Neuabmischung findet sich ebenso spürbar in den Vokalpassagen der Lieder 'Pigeons' (EP 'Spot the Pigeon') oder 'The Knife' ('Trespass'/Platinum-Collection). Auch auf den anderen Alben werden Liedenden gefadet ('Entangled' von 'A Trick Of The Tail'), Instrumente in den Hintergrund gemischt ('Duchess' von 'Duke'), andere weggelassen, klanglich verändert, und, und, und ... Diese Aufnahmen klingen dadurch eben nicht nur besser oder neu, sie klingen fremd.
Vielen mag das als Auffrischung von Material dienen, das sie Note für Note auswendig kennen; meine Meinung ist: Ich will die Originalaufnahmen behutsam im Klang bearbeitet vorliegen haben, jedoch keine Neuabmischungen, die respektlos und entstellend in den wohlvertrauten Klangraum der Lieder eingreifen. Das heißt nämlich die Lieder neu zu schaffen. Das kann und darf (in diesem Umfang!) aber nicht Aufgabe einer remasterten Neuausgabe sein. Ähnliche Vorgehensweisen wären im Bereich Klassik und Jazz undenkbar.
Unverschämt zudem noch, daß die alten remasterten Ausgaben demnächst vom Markt verschwinden werden. Für Leute, die Genesis zukünftig neu entdecken, stehen somit die Original-Abmischungen nicht mehr zur Verfügung. Sie haben keine Möglichkeit mehr diese Gruppe rein, d.h. zeitauthentisch zu erleben. Mögen einzelne Alben bei ihrer Erstveröffentlichung gut oder schlecht gewesen sein, es darf nicht durch Remastering eine Anbiederung an den heutigen Musikgeschmack oder heutige Hörgewohnheiten erfolgen. Doch leider lebt diese Gruppe zur Zeit halt nur noch von der mehrfachen Wiederverwertung alten Materials.

Hier also der Tip: Kauft die alten 'Definitive Edition Remaster'-Ausgaben der Alben so lange diese noch auf dem Markt sind. Es ist dies die letzte Möglichkeit die Gruppe im Original zu hören. Die Neuausgaben sind für Fans, die eh schon alles haben und auswendig kennen.

frühes geniales werk      5 von 5 Punkten
was will man da noch viel schreiben bei zwei so ausführlichen bewertungen.
also ich möchte auch hier nicht besonders viel von mir geben,aber eins
ist gewiss es ist vom musikalischen her eins der besten alben dieser ära.
alle die genesis nur von den jetzigen alben her kennen, sollten mal diese
auflegen, sie würden aus dem staunen nicht mehr heraus kommen oder doch?
fast jeder song ist einzigartig (mal richtig in ruhe lauschen)!
zum schluß nur noch so viel das ich den vorhergehenden Rezensionen mich nur anschließen kann.

Zurück auf den Boden der Tatsachen      4 von 5 Punkten
Während Genesis' eigentliches, erstes Album Trespass (1970) eine eigenartig abgehobene Traumwelt darstellte, brachte dieses Album die Band wieder zurück auf den Boden. Auf den festen, steinigen und dreckigen Boden des Rocks.

Was geschah aber in diesem Jahr, 1971? Die Trespass-Besetzung bestand aus Peter Gabriel, Mike Rutherford, Tony Banks, Anthony Phillips und John Mayhew. Anthony bekam während der Konzerte allerdings schwere Bronchitis, weshalb er zurücktreten musste. Diese "Gelegenheit" nutzte der Rest aus und warfen kurzerhand den eher langweiligen Drummer John Mayhew raus. Man wollte einen Neuanfang wagen, sie waren entschlossen, weiterhin Musik zu machen. So holten sie Steve Hackett (Gitarre) und Phil Collins (Drums) ins Boot.

Und mit den Eigenschaften, die diese zwei Herrschaften nun mit sich brachten, änderte sich auch die Musik. Hackett fügte den so schmerzlich vermissten HardRock-Touch hinzu, die Gitarre klang härter, lauter, kraftvoller und frecher als je zuvor. Phil Collins brachte mehr Dynamik in die Songs und seinen Humor, den er mit Gabriel teilte, ließen die beiden auch in die Texte einfließen. Fertig waren Genesis, gewappnet für die nächsten Jahre. Ihr Stil aus englischem, schwarzen Humor, druckvollen Drummings und Gegenspiel Gitarre/Orgel sollten Markenzeichen des Genesis-Sounds werden.

Das erste Album dieser Inkarnation war wie gesagt Nursery Cryme. Schon der erste Track zeigt die neuen Zutaten und die verbesserte Dynamik. Musical Box, einer der Genesis-Klassiker, beginnt mit leisem Gitarrenspiel und baut sich zu einem ProgRock/HardRock Monster auf, dessen Rhythmusarbeit man sich nur schwer entziehen kann. Es gibt noch zwei weitere Songs, die voll Überzeugen können. Return of the Giant Hogweed ist ein fieser, textlastiger und harter Song, in dem es um die Invasion des Unkrauts geht.
Letzter Über-Track der Scheibe wäre dann Fountain of Salmacis, welches den episch-bombastischen Abschluss bildet. Hier ist besonders der Einfluss von Mythen und Märchen in den Texten zu hören.

Eigentlich hat die Scheibe ja 5 Sterne verdient. Allerdings gibt es zwei schwächere Tracks, die von mir meistens geskipped werden. Harrold the Barrel ist zwar ganz interessant, allerdings ist es mehr als ein Witz zu verstehen, denn als ein Song. Harlequin ist eine seichte Ballade, dessen Melodie man perfekt hätte ausnutzen können. So aber schleicht es sich an meinen Gehörgängen vorbei, ohne Eindruck zu hinterlassen.
Deshalb darf ich nur 4 Sterne geben (Im Vergleich zu den späteren Werken gesehen; Als HardRock Album gäbe es aber 5 Sterne).

Nursery Cryme ist das wohl rockigste Album von Genesis bis heute. Der Einfluss von Led Zeppelin und Deep Purple sind nicht zu übersehen. Trotzdem zeigt sich bereits, was in Foxtrot perfektioniert werden sollte: Die Songs sind jetzt besser durchkomponiert, am Arrangement wurde gefeilt und die Musiker wollen sich von den "ernsteren" Bands ihrer Zeit abheben. Mit frechen, morbiden Texten, durchzogen von der einzigartigen Poesie Peter Gabriels.

Ein HardRock/ProgRock Album, das Spaß macht!

Fazit:
KAUFEN SIE DIESE CD, wenn Sie Fan von Genesis in der Peter Gabriel Phase sind und oder sich für ArtRock/Progressive Rock interessieren.
LIEBER REINHÖREN, wenn Sie Genesis von I can't Dance oder Land of Confusion her kennen.
AUCH KAUFEN, wenn Sie Fan von HardRock a la Led Zeppelin sind.

Das Imperium schlägt zurück!      5 von 5 Punkten
Wenn mich jemand fragt, was denn richtiger ProgRock sei und wie der denn klänge, dann würde ich ihm auch heute noch die 'Musical Box' oder 'The return of the Giant Hogweed' vorspielen, denn besser lässt sich ProgRock auch heute nicht auf den Punkt bringen.

1971 war ein außergewöhnliches Jahr, in dem sich die britischen Progger gegenseitig die Ränge abjagten. Yes hatten mit dem 'Yes Album' mächtig vorgelegt und sollten Ende 1971 mit 'Fragile' noch einen draufsetzen. Caravan hatten das fantastische Album 'In the Land of Grey and Pink' herausgebracht, Pink Floyd war mit 'Meddle' ihr bis dato größter Wurf gelungen und Van der Graaf legten mit 'Pawn Hearts' ihr bis heute bestes Werk vor. Jede der Scheiben auch heute noch ein absolutes -must have- in jeder Rockmusiksammlung!
Da standen Genesis (wie die anderen Prog-Bands natürlich auch) in einem gewissen Zugzwang. Ihr 1970er Album 'Trespass' war zwar sehr beachtlich (ich finde die Scheibe übrigens immer noch fantastisch und bin auch nach wie vor davon überzeugt, dass dieses Album insbesondere auf Yes sehr inspirierend wirkte!), ging aber in der Masse der Veröffentlichungen ein wenig unter. Ihr typisch englischer und exzentrischer Musikstil (wie der Melody Maker damals schrieb) bescherte der Band erst ab den Alben 'Nursery Crime' und 'Foxtrot' die längst verdienten Erfolge.

Auf 'Nursery Cryme' breitet sich die beinahe gleiche, düstere Grundstimmung auf, wie auf dem Vorgängeralbum 'Trespass'. Die Scheibe eröffnet mit dem wohl besten Genesis Longtrack überhaupt: 'The Musical Box'! Ein Take von einer schier unglaublichen atmosphärischen Dichte, von einer einmaligen Virtuosität und Dynamik. -Und und einem Peter Gabriel, der sich regelrecht die Stimmbänder aus dem Leib singt.
Nach dieser schwarzhumorigen Orgel-Orgie folgt ein kurzes, einfaches Intermezzo Namens 'For absent Friends'. Ihm ist keine andere Rolle beschieden, als zwei Monumentalnummern zu trennen bzw. von der einen zur anderen überzuleiten. Deshalb darf man diesen zarten Songtupfer nicht an den großen Genesis-Werken messen, sondern nimmt ihn besser als das, was er ist: Eine kleine Nummer zum durchatmen, um zu realisieren, was da gerade über einen herein gebrochen ist und natürlich auch als kleinen Spannungsbogen zu dem Take, dass danach über einen herein bricht:
'The return of the Giant Hogweed' ist ein regelrechter Triumphzug, eine mellotron-gewordene Offenbarung, eine Nummer, die mitunter auch an den Urängsten der Menschheit nagt, die leise und nachdenkliche Passagen mit furiosen Orgelriffs und Gabriels aggressiv-beängstigenden Gesang zu einer einmaligen Melange vereint. -Ein ganz großes Take!

Was kann danach noch kommen, wird sich mancher, nicht zu Unrecht fragen, denn weitere Nummern in diesem Stil hätten die Scheibe vermutlich zu einem 'Killer' werden lassen (denk' bloß mal einer dran, wenn die zweite Seite der damaligen LP aus 'Suppers Ready' bestanden hätte...)!
Mit 'Seven Stones' bugsieren sich Genesis dann auch erstmal in ruhigere Fahrwasser. Diese vermeintlich eher gemütliche Seemannsnummer überrascht aber bei konzentriertem Zuhören mit schönen barocken Flöteneinlagen, einer weiteren überragenden Gesangsleistung und einem wunderschön melancholischen, vom Mellotron getragenen, Ausklang.
'Harold the Barrel' schafft durch seine beinah ungestüme Art einen schönen Kontrast, ist aber eindeutig das schwächste Takes auf diesem Album.
Das folgende 'Harlequin' ist von einer, von Genesis bis dato nicht gekannten Leichtigkeit. -Zart wie chinesisches Porzellan und genausowenig progressiv wie 'Harold the Barrel' oder 'For absent Friends'; dafür aber von luftiger, melodiöser Schönheit. -Eine versteckte Perle!
Das beinah schon symphonische 'The Fountain of Salmacis' ist wohl das komplexeste Stück dieser Scheibe und steht, auch wenn es Anfangs vermeintlich nicht die Klasse von 'The Musical Box' oder 'The return...' zu halten vermag, diesen in nichts nach! 'The Fountain...' baut auf einem herrlich trägen Groove (wenn man dies bei frühen Genesis Takes überhaupt so nennen darf), seine Stimmung ist enorm vielseitig, wechselt von leisen, fast zarten Tönen über feine Gitarrensoli bis hin zu regelrechtem Bombast. Allerdings gehört der Track zu den Nummern, die nicht gleich beim ersten Mal zünden. Wer ihn sich aber 'erhört', wird, wie an den beiden anderen Longtracks, ein Leben lang seine Freude daran haben.

Aus meiner, rein subjektiven, Betrachtungsweise haben Genesis mit 'Nursery Cryme' (zusammen mit 'Foxtrot') ihr bestes Werk vorgelegt und der Konkurrenz gezeigt wo der Prog-Hammer hängt. Vielleicht ist 'Nursery Cryme' nicht das homogenste Genesis Album, von seinen sensationellen Longtracks her ist es aber sicherlich nicht zu überbieten.
-Auch nicht von 'Suppers Ready'!


Trespass - GenesisTrespass
Genesis

Audio CD, 1. Dezember 2003
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TRESPASS

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 15 Bewertungen)

Trespass - die letzte Möglichkeit      5 von 5 Punkten
An alle, die Genesis-Alben gerade neu entdecken:
Hier liegt die alte remasterte Fassung (Definitive Edition Remaster) von 'Trespass' vor. Dieser Artikel wird nicht mehr hergestellt und daher in Kürze vom Markt verschwinden. An seine Stelle tritt, wie bei allen anderen Genesis-Alben, die neue SACD-Abmischung von Nick Davis. (Bei 'Trespass' voraussichtlich ab September 2008.)
An dieser Stelle muss Grundsätzliches zu den aktuellen 5.1 Surround Sound- und Stereo Mixes der Genesis-Alben durch Herrn Davis gesagt werden!
Zunächst lagen die Neu-Abmischungen ja zum Teil bereits auf der Platinum-Collection vor. Der sammelwütige Fan wird hier also zum zweiten mal für dieselbe Aufnahme zur Kasse gebeten.
Und, ja, natürlich sind diese SACD-remasterten Songs klanglich besser als die auf den älteren Ausgaben der Alben. ABER! Es sind eben nicht nur klangverbesserte Stücke, sondern neu abgemischte.
Man kann auf der Platinum-Collection bereits die überarbeitete Version von 'The Knife' anhören. Die Vokalpassage wurde verändert. Ebenso das akustische Verhältnis der Instrumente zueinander.
Diese Art von Neuabmischung findet sich ebenso spürbar in den Vokalpassagen des Liedes 'Pigeons' von der EP 'Spot the Pigeon'. Auch auf den anderen Alben werden Liedenden gefadet ('Entangled'), Instrumente aus dem Hintergrund nach vorn gemischt, andere weggelassen, und, und, und ... Diese Aufnahmen klingen dadurch eben nicht nur besser oder neu, sie klingen fremd.
Vielen mag das als Auffrischung von Material dienen, das sie Note für Note auswendig kennen; meine Meinung ist: Ich will die Originalaufnahmen behutsam im Klang bearbeitet vorliegen haben, jedoch keine Neuabmischungen, die respektlos und entstellend in den wohlvertrauten Klangraum der Lieder eingreifen. Das heißt nämlich die Lieder neu zu schaffen. Das kann und darf (in diesem Umfang!) aber nicht Aufgabe einer remasterten Neuausgabe sein. Ähnliche Vorgehensweisen wären im Bereich Klassik und Jazz undenkbar.
Unverschämt zudem noch, daß die alten remasterten Ausgaben demnächst vom Markt verschwinden werden. Für Leute, die Genesis zukünftig neu entdecken, stehen somit die Original-Abmischungen nicht mehr zur