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| Frank Sinatra | Kundenmeinungen Kurzbeschreibungen Inhaltsangaben | |
L.A. Is My Lady [Musikkassette] [US-Import] Frank Sinatra Hörkassette, 17. Oktober 1990
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Ein fantastisches Album 5 von 5 Punkten Zum Glück haben die Kritiker inzwischen erkannt, dass diese CD ein absolutes Juwel ist. Jene die dieses Album noch kritisch betrachten, sind leider etwa 15 Jahre zu spät. Aber eben, da viele Kritiken abgeschrieben und Drittmeinungen somit übertragen werden, ist es eben so, dass auch dieses Album noch heute schlecht bewertet wird. Aber glauben Sie nur Ihren Ohren. Frank Sinatra konnte durch die Zusammenarbeit mit Quincy Jones damals nur gewinnen. Und so war es auch. Vielleicht waren sie 1984 einfach ihrer Zeit voraus?! "L.a. is my Lady" ist ein Werk voller Kraft und mit einer grossartigen Aussage. Wie kann jemand behaupten Frank Sinatra hätte 1984 seinen "Alterstil" noch nicht gefunden?! Seine Stimme klingt phantastisch und die Phrasierung der Worte waren selten besser.
"How Do You Keep The Music Playing?" ist einfach so ein romantischer Song . Der Text stammt vom Team lan and Marilyn Bergman und die Musik von Michel Legrand. Die Liste der Musiker ist lang: George Benson, Bob James, Lee Ritenour, Ray Brown, Lionel Hampton, Steve Gadd, Marcus Miller, Michael Brecker und Ralph MacDonald. Alle hatten eine gute Zeit zusammen im Studio. Und das spührt man auch. (Übrigens Michael Jackson schaute sogar ein paar Mal im Studio vorbei.) Ein voller Big Band-Sound erklingt auf dieser CD, jedoch sehr modern umgesetzt. Schön knackig. Streicher wurden bewusst weggelassen. Schliesslich wollte man sich nicht wiederholen. Auch der Titelsong ist eine fantastische Komposition und es ist sehr schade, dass dieser Song nie zum grossten Hit avancierte. Zu erwähnen sei noch das "Stormy Weather" mit seinem wundervollen Blues-Arreangement.
Dies ist nun das letzte "richtige" Album von Frank Sinatra, wo die Band spielt und Mr. Sinatra singt. Später sang er nur noch über die bereits aufgenommene Musik. Wer es etwas ruhiger mag, dem kann ich das Album "She shot me down" vom späten Sinatra empfehlen. Die CD ist aber sehr schwer zu bekommen...
L.A. his Lady ? Not really ! 3 von 5 Punkten Viele Hörer werden mit dieser CD möglicherweise nicht glücklich werden - Frank Sinatra war es laut Aussagen seiner Biographen auch nicht. Man hätte von der Zusammenarbeit mit Quincy Jones musikalisch und programmatisch mehr erwartet. Und Sinatra hat nach diesen Aufnahmen die Zusammenarbeit auch nicht wiederholt. 1984 lag Amerika und die Welt musikalisch im Bann eines Michael Jackson, und der große, aber auch in die Jahre gekommene Entertainer meinte möglicherweise, dem noch einmal etwas entgegensetzen und auf seine Weise der Welt beweisen zu müssen, dass auch er noch hip war - oder es zumindest sein könnte, wenn er wollte. Vielleicht auch, um Jugendlichen und Michael Jackson-Fans für sich zugewinnen, uns - seinen eingeschworenen Fans - brauchte er ja schon lange nichts mehr beweisen.
Zu dieser Zeit hatte Sinatra seinen Altersstil deutlich spürbar noch nicht gefunden, der uns später immer wieder beeindruckte und und der ihn uns so souverän und abgeklärt auch in den letzten Jahren noch legendär machte. Das Album beginnt mit dem sogar ein bißchen funky herüberkommenden, aber inzwischen auch schon wieder merklich gealterten, "L.A."-Titel. Leider bleibt dies die einzige Komposition von Quincy Jones für dieses Album, die auch Titelsong ist. Sinatra wollte mit diesem Song tatsächlich seinen Erfolg von "New York, New York" wiederholen, was nachweislich misslang. Danach folgt eine sehr schöne Swingkomposition von Kander/ Ebb ("Cabaret"): "The Best of Everything" - meines Erachtens die beste Nummer dieses Albums, die am besten Sinatras originären, unvergleichlichen Swing zu vermitteln weiß.
Dann scheint, so könnte man fast sagen, die kreative Kraft dieses Projekts zu versiegen. Es folgen, bis auf wenige Ausnahmen, straff durcharrangierte Swingkompositionen, die aber auch etwas steril wirken. Sinatra misstraute damals dem allzu Balladenhaften, was auch erklärt, dass er für diese Aufnahmen vollständig auf Streicher verzichtete. Zu diesem Zeitpunkt bekannte Sinatra, dass er sich "zu alt" fühle für Liebesballaden mit Streicheruntermalung. Er hatte nachweislich Angst, in seinem Alter lächerlich zu wirken. Dadurch fehlt vielen Songs jene musikalische und instrumentelle individuelle Note, die für Sinatra typisch war, das Anhören dieser Kompositionen und Arrangements aber etwas eintönig macht. Auch verdeutlicht diese CD Sinatra Zögern, sich wirklich auf Quincy Jones und dessen musikalische Konzepte einzulassen. Am Anfang stand sicher Sinatras Wunsch, noch einmal etwas Neues auszuprobieren, man spürt aber allzu deutlich, das Sinatra Quincy Jones' musikalischem Stil dann doch nicht wirklich vertraute und vermisst seine eigene, sonst vorhandene und später auch wiedergekehrte, Stilsicherheit.
Insofern ist dieses Album tatsächlich nicht der große Wurf. Bei manchen Swingnummern mag man wehmutsvoll an ältere Aufnahmen und Lieder von ihm denken. Diese CD ist vor allem ein Zeitdokument. Den Aufnahmen fehlen die innehaltenden, reflektierenden und melancholischen Momente, die ebenso zu Sinatras Persönlichkeit und seinem häufig innerlich so zerrissenem Wesen gehörten. Und man mag sich vorstellen können, wie getrieben Sinatra bei diesem Projekt gewesen sein mag. Die Aufnahmen wurden innerhalb weniger Tage in den Nachtstunden eingespielt. Der wahre Fan wird Sinatra diese Aufnahmen nicht verübeln, aber mancher mag auch denken: er war schon besser. Daher: vor dem Kauf unbedingt reinhören!
Gutes von Sinatra...und der Rest? 3 von 5 Punkten Bekanntlich verderben ja viele Köche den Brei. Auf die Musik dieser CD übertragen könnte man ein ähnliches Resultat erwarten. Denn die gut 40 Musiker, die hier zum großteil die Titel am Stück und Live eingespielt haben, sind wahrlich die Zierde ihres Standes. Viele von ihnen schon seit Jahrzehnten mit eigenen Bands unterwegs. Lionel Hampton, Ray Brown, George Benson...kein Auszug aus einem Musiklexikon, sondern die Besetzungsliste dieser Aufnahmesession. Und was ist nun von selbigen auf der viel zu kurzen CD zu hören? Leider nichts anderes als eine professionelle Studioband zustande gebracht hätte. Es ist ein Jammer, hätte man diese Leute einfach zusammen jammen lassen oder ihnen wenigstens in den Arrangements Raum für längere Solis gelassen. Aber das verträgt sich eben nicht mit der disziplinierten Musikalität des Mannes, um den sich dieser ganze Auftrieb scharrte. So bleibt unterm Strich eine swingende schöne Sinatra-CD. Aufgrund des neueren Aufnahmedatums müßte aber noch etliches Bonusmaterial von diesen 3 Aufnahmetagen im Archiv lauern. Und bis zu deren Veröffentlichung kann man sich gut mit den knapp 40 Minuten dieser CD vergnügen. |
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