Deutsche Geschichte
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Rudolf HeßDer Stellvertreter Adolf Hitlers |
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Ich bin kein Nazi, warum schreibe ich über ihn? Ganz einfach: Er hat eine
besondere Beziehung zu meiner Heimat, dem
Die Familie seines Vaters, des Kaufmanns Johann Fritz Heß, stammte aus Immer wenn ich als Kind mit meinem Vater daran vorbeikam, sprach er davon, dass das Haus der Familie des Mannes gehört, der der Stellvertreter von Adolf Hitler Eines Tages, ich glaube es war schon in den 80er Jahren, konnte man in der Zeitung lesen, dass die Familie in dem Haus Bauarbeiten durchführt. Später stellte sich heraus, dass sie versucht hatten, eine Betonplatte zu durchbrechen, weil dahinter geheime, vielleicht historisch wichtige Unterlagen vermutet wurden. Die Rolle von Rudolf Heß in der Nazi-Diktatur und im 2. Weltkrieg war nämlich schon immer von Geheimnissen umwittert. Der Versuch misslang jedoch. Der Beton war eben noch gute alte deutsche Wertarbeit, für das "Tausendjährige Reich" gebaut. Ansonsten war es lange Zeit recht still um den einstmals berühmten Sohn der Gegend, bis... |
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| Die Villa der Familie Heß in Reicholdsgrün ca. 1975 | |
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Was macht ihn denn eigentlich so geheimnisvoll?
Rudolf Heß wurde in Alexandria ( Eine echte Friedensabsicht des NS-Regimes gegenüber England halte ich für sehr unwahrscheinlich, höchstens als temporäre strategische Maßnahme, um eine Entlastung im Westen für den Russlandfeldzug zu erreichen. Bei den Nürnberger Prozessen wurde Rudolf Heß zu lebenslanger Haft verurteilt, die er ab 1947 im Alliierten Militärgefängnis Berlin-Spandau verbüßen sollte. Von 1966 bis zu seinem Tod war er dort der einzige Gefangene. Da er den Krieg sicher im Einvernehmen mit Hitler begonnen hatte und zumindest organisatorisch an den Judenvernichtungen beteiligt war, bestimmt nicht zu Unrecht. |
Nach seinem Tod wurde er zwei mal obduziert, wobei der zweite Gerichtsmediziner,
Wolfgang Spann,
im Gegensatz zur ersten Obduktion eine ungewöhnliche Ausrichtung der
Strangulationsmale am Hals feststellte, die auf einen Tod durch Erwürgen,
nicht durch erhängen hindeuten würden. Außerdem führen Zweifler an, dass Rudolf
Heß in seinem gesundheitlichen Zustand gar nicht in der Lage gewesen wäre,
sich am Fenstergriff so aufzuhängen, dass der Tod eintrat.
Als Motiv für einen Mord, den man dem britischen Geheimdienst anlastet, geben die Zweifler folgendes an: 1941 soll das NS-Regime Frieden mit den westlichen Nationen gewollt haben, um sich voll und ganz der Eroberung von "Lebensraum im Osten" widmen zu können. Die Engländer unter Winston Churchill Selbst wenn die Engländer so dachten, ist das kein Motiv für seine Ermordung. Wenn Rudolf Hess dieses hätte offenlegen wollen, hätte er 40 Jahre lang dazu Zeit gehabt. Und wenn es schon in irgendwelchen Geheimakten steht, gibt es keinen Grund mehr, den inzwischen greisen Rudolf Heß zu töten. Eine Mordtheorie mit diesem Motiv halte ich deshalb ebenfalls für abwegig und unwahrscheinlich. Außerdem kehrte durch seinen Tod natürlich keine Ruhe ein, sondern im Gegenteil: Für die rechte Szene wurde er zum Märtyrer und zur Kultfigur. |
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