DVDs: Ras Barker

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Stoned [UK IMPORT] - Paddy ConsidineStoned [UK IMPORT]
Paddy Considine, James D. White, Ras Barker, Will Adamsdale, Monet Mazur

DVD, 3. April 2006
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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Spiegelbild einer genialen, aber auch destruktiven Exzentrik      4 von 5 Punkten
"A normal day for Brian, a man who died every day."
(Pete Townshend)

In der Nacht zum 03. Juli 1969 begibt sich der 27jährige Lewis Brian Hopkins Jones in den Swimmingpools seines Anwesens in Hartfield (Sussex), um zu mitternächtlicher Stunde noch ein Bad zu nehmen. Wenige Minuten später wird er von seiner Freundin Anna Wohlin auf dem Boden des Pools vorgefunden und aus dem Wasser gezogen. Der eingetroffene Arzt kann jedoch nur noch seinen Tod feststellen. Nachdem die späteren forensischen Befunde ein(e) stark vergrößerte Leber und Herz infolge eines fortgeschrittenen Alkohol- und Drogenmissbrauchs bescheinigen ,schließt der Untersuchungsrichter die Ermittlungen mit dem Ergebnis "Tod infolge eines Unglücksfalls" ab......

....31 Jahre später behauptet Anna Wohlin in ihrem Buch "The Murder of Brian Jones", dass Jones von dem Bauarbeiter Frank Thorogood, der zur Tatzeit mit der Renovierung des Hause beschäftigt war und deshalb auch dort wohnte, ermordet worden sei. Thorogood habe die Tat auf seinem Sterbebett dem ehemaligen Fahrer der Rolling Stones, Tom Keylock, gestanden.....

Im Jahre 2005 greift der Regisseur Stephen Wolley diese Version vom Tode des Gründers und Namensgeber der Rolling Stones in seinem Film "Stoned" auf. In Rückblenden schildert er das bewegte Leben des musikalischen Multitalents, das über 15 verschiedene Musikinstrumente (darunter auch Saxophon, Klarinette und Sithar) beherrschte und bereits als 17-Jähriger das erste von drei unehelichen Kindern zeugte. Dazu gehören auch seine Asthmaanfälle, die Zurschaustellung seines Mod(e)-Gehabes und seine Sucht nach allem Neuen, das ihn jedoch schon nach kurzer Zeit wieder langweilte. Der Schwerpunkt des Films liegt allerdings in den Szenen, welche die allmähliche Entfremdung des Musikers und Menschen Brian Jones(dargestellt von Leo Gregory, der für diese Rolle den Empire Award 2006 als "Bester Newcomer" erhalten wird) von seinen Bandkollegen zeigen. Neben exzentrischen und provokativen "Soloauftritten" waren es vor allem auch Drogen-, Alkohol und Sexexzesse, und der damit verbundene Rückzug von der Studioarbeit, mit denen er sich allmählich von der Band isolierte. So konnte er eben noch interessiert und großzügig sein, im nächsten Moment jedoch alles daran setzen, sich bei jedermann unbeliebt zu machen.

Im Film fehlen zwar das Monterey Pop Festival (Juni 1967), ebenso wie sein letzter öffentlicher Auftritt mit der Gruppe im "Rolling Stones Rock and Roll Circus" (Dezember 1968). Anderen tatsächlichen Umständen und Ereignissen wurde jedoch, wenn auch wohl aus dramaturgischen Gründen in Reihefolge und Ablauf mitunter abgewandelt, Rechnung getragen. Wie der von Jones geschriebene und produzierte Soundtrack für den deutschen Avantgarde-Film "Mord und Totschlag" in dem seine Freundin Anita Pallenberg (Monet Mazur) mitwirkt, die im darauffolgenden Jahr zu Richards (Ben Wishaw, der in "das Parfüm" den Protagonisten Jean-Baptiste Grenouille gab) changieren wird. Filmisch in Szene gesetzt wurden auch die die Aufnahmen von "The Master Musicans of Jajouka" (1968) die Jones mit marokkanischen Musikern machte und die erst 2 Jahre nach seinem Tod auf dem Album "Brian Jones Presents The Pipes Of Pan At Joujouka" als ein Meilenstein der Weltmusik veröffentlicht werden sollten. Die Bewährungsstrafe für den Besitz von Marihuana, aufgrund der Jones kein Visum für die im Herbst 1969 geplante US-Tournee der Rolling Stones erhalten sollte, wird angesprochen. Die für den weiteren Weg der Rolling Stones entscheidende Szene liegt im Besuch Mick Jaggers (Luke Woolfson, einem Pirat der Karibik II) Keith Richards und Charlie Watts (James D. White) am 8. Juni 1969, bei dem sie ihm mitteilen, dass die von ihm gegründete Gruppe künftig ohne ihn weitermachen wird. Was von Jones gelassen aufgenommen wird, da er sich bereits mit Plänen für seine neue Band befasst.

"Stoned" trägt ebenso wie sein gleichermaßen genialer, wie destruktiver, Protagonist exzentrische Züge und ist nicht zuletzt wegen seines Soundtracks (einem Mix aus Original- und Coverversionen) besonders als Alternative zu "Das Wilde Leben" zu empfehlen. 4 Amazonsterne.

Stoned      5 von 5 Punkten
Dieser Film ergänzt meines erachtens einige guter Brian Jones Biographien. Aber trotzdem hätte ich eine Frage an alle Brian Jones Fans. Wer kann mir Hinweise geben zum Film Mord und Totschlag (Musik von Brian Jones): Video, DVD, Soundtrack. Die Suche im Internet (Volker Schlöndorff usw.) war leider erfolglos.


Stoned [UK IMPORT] - Paddy ConsidineStoned [UK IMPORT]
Paddy Considine, James D. White, Ras Barker, Will Adamsdale, Monet Mazur

DVD, 25. Februar 2008

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