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| DVDs: Minoru Chiaki | Kundenmeinungen Kurzbeschreibungen Inhaltsangaben |
Akira Kurosawa: Samurai Edition (Die Sieben Samurai-Langfassung, Yojimbo, der Leibwächter...) (7er DVD Box) Toshiro Mifune, Takashi Shimura, Minoru Chiaki, Keiko Tsushima DVD, 11. September 2008 Verkaufsrang: 8736 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden KSM Akira Kurosawa: Samurai Edition - 5 Filme, USK/FSK: 16+ VÃ-Datum: 11.09.08
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Ein rundes Paket.. 4 von 5 Punkten Achtung, ich gehe in dieser Rezension weder auf die Qualität der DVDs, noch auf die Inhalte der Filme ein. Solche Reviews findet man bereits bei Amazon bzw andersweitig im Internet.
Eher möchte ich über die Veröffentlichung ansich schreiben..
Leider wurden die bisher erschienenen (einzel-)Digipacks nicht in einen Schuber gesteckt. Stattdessen hat man alle Filme in einen dicken 7er Digipack verstaut, was mich etwas enttäuscht hat. Insgesamt sind es also 5 Filme:
Sanjuro
Yoyimbo der Leibwächter
Das Schloss im Spinnwebwald
Die verborgene Festung
& Die sieben Samurai.
Von letzterem sind die gleichen Discs wie im 3er Digipack enthalten, sprich 1 mal die deutsche Kinofassung, und (soweit ich das richtig verstanden habe) die Internationale Langfassung aufgeteilt auf 2 DVDs.
Was man am Cover schon erkennen kann zieht sich auch durch die restliche Aufmachung: die Layoutgestaltung ist eher Simpel (S/W Screens auf grauen Hintergrund .. naja) und wirkt etwas billig bzw. auf Zeitdruck erstellt.. jeder Film enthält auf der Rückseite des jeweiligen Klappelements eine Beschreibung, sowie die technischen Daten.
Das Preis/Leistungsverhältnis ist natürlich 1a. Immerhin handelt es sich um 5 Filme, wovon einer in 2 Versionen vorliegt, die man um 43¬ in einem Digipack & Schuber geliefert bekommt.
Somit:
Fans der Filme blabla... kann man sich kaufen. |
Godzilla kehrt zurück Hiroshi Mukoyama, Minoru Chiaki, Setsuko Wakayama DVD, 29. Juli 2004 Verkaufsrang: 16301 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 11 Bewertungen)
Ein würdiger Nachfolger! 5 von 5 Punkten GODZILLA KEHRT ZURÜCK ist die direkte Fortzsetzung des Klassikers aus dem Jahre 1954. Ebenfalls in noch schwarzweiß gedreht, schließt die Geschichte (etwas holprig) an den Vorgänger an, und lässt den Giganten zum ersten Mal gegen ein anders Monstrum antreten. Im Gegensatz zu den Filmen, die in den kommenden 20 Jahren folgen sollten, ist GODZILLA KEHRT ZURÜCK ein ernsthafter Monster-Film, der fast an die Qualität des Originals heranreicht. Die liebevoll aufgemachte DVD sollte jeder Fan im Schrank haben!!
Gigantischer Mumpitz 2 von 5 Punkten Mahlzeit!
Was bin ich froh, für den Streifen so wenig Geld ausgegeben zu haben. Wobei, wäre die Inszenierung der Monsterkloppereien nicht so grottenübel (da versehentlich im Zeitraffer gedreht), hatte der Quatsch durchaus seine Qualitäten.
So bleibt eine wirklich miese DVD (da ist sogar der Filmtitel im Menü falsch geschrieben... "Godzilla kehrt zurüück") mit einem leider durch die Dusseligkeit der Kameraheinis unfreiwillig bescheuertem Film, der aber ab ca. 2,5 Promille wirklch saukomisch wird.
Für's schräge Raritätenkabinett.
Schön 4 von 5 Punkten Inhalt:
Der Pilot Koji Kobayashi (Minoru Chiaki), der für eine Fischereigesellschaft in Osaka arbeitet, muss mit seiner Maschine auf der einsamen Iwato-Insel notlanden. Sein Kollege Shoichi Tsukioka (Hiroshi Koizumi) eilt zur Rettung herbei. Auf dem Eiland entdecken die beiden Piloten zwei riesige Ungeheuer, die sich bekämpfen und schließlich ins Meer stürzen. Zurück in Osaka erstatten die Männer Bericht. Der Zoologe Dr. Tadokoro (Masao Shimizu) identifiziert das vierbeinige, stachelbewehrte Monstrum als Angilas; Dr. Kyohei Yamane (Takashi Shimura) befürchtet, dass das zweite Ungeheuer ein Artgenosse des im ersten Film getöteten Godzilla ist. Als Godzilla sich Osaka nähert, versucht man ihn mit Leuchtbomben von der verdunkelten Stadt wegzulocken, aber durch einen dummen Zufall explodiert eine Ölraffinerie, und die lodernden Flammen ziehen Big G wiederum an. Auch Angilas erscheint auf der Oberfläche und es entbrennt ein neue Kampf, bei dem halb Osaka inklusive seines Schlosses zu Bruch geht, bis Godzilla seinem Gegner die Kehle durchbeißen kann. Anschließend kehrt Big G ins Meer zurück. Kobayashi entdeckt ihn einige Zeit später auf der verschneiten Shinko-Insel wieder. Einige Kampfflieger nehmen den scheinbar aussichtslosen Kampf gegen das Monster auf, dann wird Kobayashis Maschine von Godzillas Hitzestrahl getroffen und kracht gegen einen der verschneiten Berge, was eine kleine Lawine verursacht. Nun kommt den anderen Piloten die rettende Idee: Durch gezielten Beschuss der Berge wird Godzilla unter einer gewaltigen Eislawine begraben.
Kommentar:
Nachdem der erste "Godzilla" ein voller Erfolg war, wurde ein halbes Jahr später diese Fortsetzung nachgeschoben. Regie führte nicht mehr Ishiro Honda, sondern Motoyoshi Oda. Hier wurde Godzilla mit Angilas erstmals ein anderes Monster entgegengestellt. Dies wurde in jedem der darauffolgenden Godzilla-Filme, abgesehen von "Godzilla - Die Rückkehr des Monsters" (1984) ebenso gehandhabt. Damit schwand nun allmählich die ursprüngliche Ernsthaftigkeit Godzillas dahin und machte Platz für vergnüglich-unterhaltsame Monsterbalgereien. Auch wenn "Godzilla kehrt zurück" nicht so genial ist wie sein Vorgänger, ist er dennoch sehr schön anzuschauen, besonders dank des rasanten, weil im Zeitraffer aufgenommenen Monsterkampfes.
6 Monate Produktionszeit 3 von 5 Punkten Nur etwa sechs Monate nach dem ersten Teil kam "Godzilla kehrt zurück" in die japanischen Kinos. Und die kurze Produktionszeit merkt man dem Film leider an. Zwar sind die Effekte für das Jahr 1955 ganz in Ordnung und auch der Soundtrack von Masaru Sato ist, wenn er auch weit hinter Ifukube zurückbleibt, ganz okay, aber die Story lässt doch arg zu wünschen übrig. Nicht nur das sie den Monstern mit nur drei Auftritten, die dafür zu lang(-weilig) sind, wenig Platz einraümt, auch die Dialoge könnten besser oder zumindest etwas geistreicher sein. Zumal auch die Schauspieler nicht wircklich überzeugen und meistens recht hözern spielen.Das Ende des Filmes wirkt künstlich in die Länge gestreckt und langweilt eher, als das es unterhält.Den "Genickbruch" erhät der Film aber durch einen Produktionsfehler(vermutlich falsche Belichtung), der die meisten Monsterszenen und auch ein paar "Menschenszenen" in Zeitraffer ablaufen lässt. Die Monster wirken dadurch verniedlicht und die Menschen sehen nicht minder lächerlich aus. Trotzdem hat der Film einen gewissen Reiz, und weiß vorallem zu Beginn ganz gut zu unterhalten. Und wer weiß, mit einer etwas längeren Produktionszeit wäre der Film vielleicht ja was geworden.
Schön ;-) 4 von 5 Punkten Haben Sie sich je eine kuschelige Stunde zum echten Nichtstun vorgestellt? Genau dafür ist dieser Film geschaffen: Jeder greift sich einen Kakao, Schlagobers und ein haufen Polster und man schaut sich den Blödsinn an - auf einmal ist man glücklich! Dieser Film ist meines Erachtens nicht dafür gedacht, sich ihn ernsthaft anzusehen, sondern als Ausrede um mit den Liebsten etwas Zeit zu verbringen. Diesen Film habe ich noch als schöne Erinnerung an meine Kindheit fest ins Herz geschlossen.
Zum Film selber wäre anzudeuten, dass er von schlechter Qualität ist (Story, Schauspieler, Atmosphäre, Musik, Technik... um diese Bedürfnisse zu befriedigen müsste man sich einen anderen Film ansehen). ^.-
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Akira Kurosawa: Die verborgene Festung - The Hidden Fortress (DigiPack) Toshirô Mifune, Misa Uehara, Minoru Chiaki DVD, 17. Oktober 2005 Verkaufsrang: 8719 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Einer der großen Klassiker von Akira Kurosawa im schönen Digipack in verbesserter Bildqualität. Es war ein großer Krieg, in den die beiden Bauerntölpel Tahei (Minoru Chiaki) und Matakishi (Kamatari Fujiwara) einst gezogen sind. Doch nun, wo das Akisukiland besiegt und der Herrscher getötet wurde, wollen sie nur noch heim. Auf ihrer Flucht finden die beiden ewig jammernden Schlitzohren in den Bergen plötzlich Gold. Es ist das Gold des untergegangenen Königshauses. General Rokurota Makarabe (Toshirô Mifune) ist der Verwalter dieses Erbes und versucht den Schatz in Sicherheit zu bringen. Da kommen ihm die beiden Männer gerade recht. Sie sollen das Gold transportieren. Zu Makarabes Tross gehört auch noch ein stummes Mädchen, das scheinbar nicht weiter von Bedeutung ist. Natürlich nehmen Tahei und Matakishi diese Aufgabe dankend an, schließlich beflügelt das glänzende Edelmetall ihre Phantasie. Was wäre, wenn sie mit dem Schatz flüchten könnten? Eine Rückkehr in die Heimat als gefeierte Helden, die ein Vermögen mit sich bringen - das wäre ganz nach ihrem Geschmack. Doch die gemeinsame Reise gestaltet sich schwieriger, als erwartet. Denn natürlich ist Makarabe nicht so dumm, die beiden Halunken auch nur einen Moment aus den Augen zu lassen. Außerdem wird die Gruppe verfolgt. Und die plumpen Versuche der beiden, sich mit dem Schatz aus dem Staub zu machen, bringen das ganze Vorhaben ein ums andere mal in Gefahr. Als es schließlich zum Äußersten kommt, gelingt ausgerechnet den beiden Schlitzohren die Flucht. Der Rest wird von General Tadokoro Hyoe (Susumu Fujita) gefangen genommen. Nun enthüllt auch das stumme Mädchen seine wahre Identität. Es ist die tot geglaubte Prinzessin Yuki (Misa Uehara), letzte Überlebende der Herrscherdynastie des Akisukilandes. Eigentlich müsste Hyoe sie auf der Stelle töten, doch die Geschichte dieses Mädchens regt ihn zum Nachdenken an. Spätestens an dieser Stelle zerfällt die vorgebliche Handlung, das vermeintliche Heldenepos, und enthüllt die für Kurosawa typischen Motive des Antihelden und des Zerfalls jahrhundertealter Traditionen. Plötzlich hinterfragt jede Figur in diesem Spiel ihre ursprüngliche Rolle, erkennt neue Wege für sich und versucht, aus den vorgeschriebenen Klischees auszubrechen. Akira Kurosawa siedelt seine Protagonisten dabei bewusst in längst überkommenen Zeiten an, um die bisherige Sinnlosigkeit ihres Lebens noch weiter zu verdeutlichen. Nur im Wandel, im Erkennen ihrer bisherigen Misere, erhalten die Figuren eine Chance dazu, fortan auf neuen Wegen ihrem Schicksal entgegen zu treten. Dabei sind die beiden Tölpel Tahei und Matakishi von besonderer Bedeutung. Neben der Lektion, die sie in diesem Film lernen, haben sie auch noch die Filmgeschichte beeinflusst. Denn kein geringerer als George Lucas bezieht sich im wohl größten seiner Werke, dem Welterfolg "Star Wars" auf diese beiden Gesellen. Sie dienten ihm ganz offiziell als Blaupausen für C-3PO und R2-D2, die bekanntesten Droiden aller Zeiten. Auch die Geschichte von Prinzessin Leia und ihrer abenteuerliche Flucht weist erkennbare Parallelen zu Kurosawas Film auf. Dafür erntete der Meisterregisseur im Jahr 1959 auch die Auszeichnung mit dem Silbernen Bären auf der Berlinale, sowie weitere Preise. "Die verborgene Festung" ist bis heute ein Lehrstück der Kinogeschichte, in dem Akira Kurosawa in bildgewaltiger Sprache einmal mehr den unermüdlichen Appell an seine Darsteller und das Publikum richtet: Hinterfragt euer Leben und ergreift die Chance zum Wandel. Hin zu mehr Menschlichkeit und Gerechtigkeit. Ein Appell, der bis heute nichts an seiner Dringlichkeit verloren hat.. Die DVD von NewKSM präsentiert den Film in Deutsch sowie in der japanischen Originalversion mit deutschen Untertiteln.
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Akira Kurosawa Bilanz eines Lebens Toshirô Mifune, Eiko Miyoshi, Minoru Chiaki DVD, 12. September 2005 Verkaufsrang: 30777 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Wie verrückt ist die Normalität? Und ist es nicht eigentlich normal, in der heutigen Welt verrückt zu werden? Mit diesen Fragen hat sich Japans Meisterregisseur Akira Kurosawa bereits vor über 50 Jahren auseinandergesetzt. Sein 1955 erschienener Film trägt nicht von ungefähr den alternativen Titel Leben in Furcht, denn seine Hauptfigur Kiichi Nakajima (Toshiro Mifune) befindet sich exakt in diesem Zustand.
Das Nachkriegsjapan ist geprägt von Angst, der Angst vor einem möglichen Atomkrieg zwischen den Supermächten USA und Russland, der Angst vor den Auswirkungen von Atomtests und den grauenhaften Bombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki. Dabei gibt es für Kiichi durchaus eine Rettung. Brasilien erscheint ihm als sichere Zufluchtsstätte. All sein Streben gilt nun dem Vorhaben, seine gesamte Familie, zu der auch zwei Geliebte und einige uneheliche Kinder gehören, vor dem scheinbar sicheren Untergang zu bewahren. Er hat die Ausreise und den Neubeginn in Südamerika bis ins letzte Detail geplant. Dazu gehört vor allem, dass er seine Gießerei, den Grundstock seines Vermögens und Arbeitsstätte seiner Familie, verkaufen will. Doch statt von seinem Plan begeistert zu sein, oder wenigstens hinzunehmen, was das Familienoberhaupt beschlossen hat, zerren ihn seine Angehörigen vor eine Kommission, die über die Entmündigung des wunderlichen Alten entscheiden soll. Dieser sitzt auch der Arzt Dr. Harada (Takashi Shimura) bei, der keinerlei Anzeichen von Wahnsinn an dem alten Mann erkennen kann und sich langsam für dessen Motive zu interessieren beginnt.
Doch die Weigerung der Familie, sich dem Wunsch ihres Vaters zu beugen, hat Bestand. Lediglich seine Ehefrau Toyo (Eiko Miyoshi) und seine Tochter Sue (Kyoko Aoyama) erkennen die wahren, sorgfältig durchdachten Motive von Kiichi. Doch sie sind machtlos und müssen zusehen, wie das ehemalige Oberhaupt der Familie entmündigt wird. In seiner Verzweiflung versucht Kiichi, durch das heimliche Eintreiben von Schulden die Auswanderung finanziell abzusichern, doch dieser Plan scheitert. Nun bleibt ihm nur noch ein Mittel, um seine Familie gewaltsam von seinen Plänen zu überzeugen. Er zündet seine Fabrik an und vernichtet somit die Lebensgrundlage der Nakajimas. Und ist nicht genau das der Beweis für seinen Wahnsinn? Scheinbar haben seine Söhne recht gehabt. Der Preis, den jeder einzelne von ihnen nun dafür zahlen muss, scheint allerdings viel zu hoch. Akira Kurosawa regt mit diesem stillen Meisterwerk zu vielen Überlegungen an. Die Geschichte ist so vielfältig, so universell erzählt, dass jede Meinung darin ihre Berechtigung hat. Trotzdem ist der Zuschauer, als viertes Mitglied der Kommission angehalten, ein Urteil zu fällen. Diesen Denkprozess unterstützen die eindrucksvoll inszenierten Bilder, mit denen der Filmkünstler arbeitet. Jeder Raum, jedes Geräusch haben hier eine Bedeutung, das Zusammenspiel von Drehbuch und Ausstattung wurde perfektioniert. Deshalb ist Bilanz eines Lebens eine bis heute gültige Parabel über Mündigkeit und Verantwortung, die jeder von uns zu tragen hat und die sich nur schwer hinterfragen lässt. Antworten sucht der Zuschauer, wie bei Kurosawa üblich, bestenfalls bei sich selbst. Denn die Eindringlichkeit, mit der hier gearbeitet wird, überträgt das Thema ungebrochen bis in die Gegenwart. Die überragenden Darsteller um Toshiro Mifune tun ihr Übriges dazu, dass es sich bei dieser Bilanz um die ganz persönliche handelt, die jeder, der diesen Film gesehen hat, im Nachhinein für sich ziehen muss. Überaus empfehlenswert und zutiefst eindringlich - ein Film aus den ersten zehn Schaffensjahren von Akira Kurosawa, der einen deutlichen Fingerzeig auf das Genie und Können des japanischen Großmeisters der Filmkunst legt.
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Grandioser Klassiker 4 von 5 Punkten "Ein Leben in Furcht" lautet der deutsche Titel und fasst damit bereits die Thematik zusammen: Ein Fabrikbesitzer will mit seiner Familie ins Exil gehen, da er eine extrem gesteigerte Angst vor der Atombombe verspürt und sich daheim nicht mehr sicher fühlt. Es kommt zu einem Konflikt vor allem mit den Söhnen und bald darauf soll er entmündigt werden. In letzter Konsequenz sieht das Familienoberhaupt die Vernichtung der Fabrik als letzte Lösung an um seine Familie doch zur Flucht bewegen zu können. Nach der gelungenen Brandstiftung wird er als Wahnsinniger in ein Heim gebracht, wo er in einem Zustand höchster Erregung durch sein Fenster in die Sonne starrt und in ihr die gleißend-helle, von Atombombenabwürfen erleuchtete Erde zu sehen glaubt.
Die Geschichte vom prophetischen Familienoberhaupt, das mit aller Macht seinen Willen durchsetzen will und das an der ungehinderten Steigerung einer an sich verständlichen Angst dem Wahnsinn anheim fällt hat Kurosawa (der oftmals leider einzig wegen seiner Samuraifilme Beachtung findet) sehr geschickt konstruiert. Es ist ihm gelungen einer geradlinig erzählten Geschichte verschiedene Aspekte abzugewinnen: Eine (in "Akira Kurosawas Dreams" wieder aufgenommene) Warnung vor der unbedachten Technik, das Aufzeigen von den gegebenen Familienstrukturen und familiären Machtverhältnissen und ein Porträt der Psyche eines dem Wahnsinn verfallenden Mannes findet zu gleichen Teilen Platz in diesem Film, dessen Ende als grotesk-bittere Prophezeihung noch einige Zeit nachwirkt.
Mit Toshiro Mifune steht erneut Kurosawas Lieblingsdarsteller vor der Kamera.
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Akira Kurosawa's The Hidden Fortress -Die Verborgene Festung Toshirô Mifune, Misa Uehara, Minoru Chiaki DVD, 17. Oktober 2005 Verkaufsrang: 19062 Akira Kurosawas - Die verborgene Festung
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)
Herrliches Samurai-Kino 5 von 5 Punkten Es geht um eine Prinzessin, einen Goldschatz, zwei Bauern und einen General. Die Prinzessin Yuki muss vor dem Feind gerettet werden, der Goldschatz dient dazu, den Widerstand gegen die Bezwinger zu organisieren, die beiden Bauern Matakichi und Tahei sind gepresste Fußsoldaten einer geschlagenen Armee, die eigentlich nur noch lebend nach Hause kommen wollen, wobei sie sich selbst am meisten im Wege stehen. Dazu General Rokurota Makabe (Toshiro Mifune wie immer die Personifizierung eines Samurais), der es richten muss, indem er dafür sorgt, dass die Regentschaft des Klans wieder hergestellt wird.
Rokurota bringt die tollpatschigen Bauern, die nicht wissen dürfen, dass sie eigentlich eine Prinzessin durch das besetzte Land geleiten nur durch Ausnutzung ihrer Gier dazu, so zu funktionieren, wie sie funktionieren sollen. Dabei tragen die in ihrer verblendeten Dummheit dazu nachhaltig bei, dass alles doch noch zu scheitern droht. Rokurota wäre nicht DER HELD schlechthin, würde sein Ideenreichtum in Verbindung mit einer Menge Glück nicht doch jeweils zu einer Notlösung gereichen. Seine Handlungen sind dabei nicht bestimmt aufgrund eines eventuellen Drangs nach Heldentum, sondern alleine durch seine sozialen Verpflichtungen als Samurai-General gegenüber seinem Herrscherhaus.
Abgesehen von der Schilderung der Geschichte aus Sicht der beiden Tolpatsche und des Helden ist interessant, wie Kurosawa die junge Prinzessin agieren lässt, die immerhin zum ersten Mal außerhalb des fürstlichen Hofes mit NORMALEN Menschen in Berührung kommt. Sie reift dabei langsam aber stetig.
Diese Schwarz-Weiß-Produktion zieht jeden Zuschauer in ihren Bann, ob er Samurai-Filme mag oder nicht. Eben herrliches Samurai-Kino. HMcM
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Akira Kurosawa: Bilanz eines Lebens - Record of a living being (DigiPack) Toshirô Mifune, Eiko Miyoshi, Minoru Chiaki DVD, 8. Mai 2008 Verkaufsrang: 28121 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Bilanz eines Lebens Einer der großen Klassiker von Akira Kurosawa im schönen Digipack in verbesserter Bildqualität. Wie verrückt ist die Normalität? Und ist es nicht eigentlich normal, in der heutigen Welt verrückt zu werden? Mit diesen Fragen hat sich Japans Meisterregisseur Akira Kurosawa bereits vor über 50 Jahren auseinandergesetzt. Sein 1955 erschienener Film trägt nicht von ungefähr den alternativen Titel "Leben in Furcht", denn seine Hauptfigur Kiichi Nakajima (Toshiro Mifune) befindet sich exakt in diesem Zustand.
Das Nachkriegsjapan ist geprägt von Angst, der Angst vor einem möglichen Atomkrieg zwischen den Supermächten USA und Russland, der Angst vor den Auswirkungen von Atomtests und den grauenhaften Bombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki. Dabei gibt es für Kiichi durchaus eine Rettung. Brasilien erscheint ihm als sichere Zufluchtsstätte. All sein Streben gilt nun dem Vorhaben, seine gesamte Familie, zu der auch zwei Geliebte und einige uneheliche Kinder gehören, vor dem scheinbar sicheren Untergang zu bewahren. Er hat die Ausreise und den Neubeginn in Südamerika bis ins letzte Detail geplant. Dazu gehört vor allem, dass er seine Gießerei, den Grundstock seines Vermögens und Arbeitsstätte seiner Familie, verkaufen will. Doch statt von seinem Plan begeistert zu sein, oder wenigstens hinzunehmen, was das Familienoberhaupt beschlossen hat, zerren ihn seine Angehörigen vor eine Kommission, die über die Entmündigung des wunderlichen Alten entscheiden soll. Dieser sitzt auch der Arzt Dr. Harada (Takashi Shimura) bei, der keinerlei Anzeichen von Wahnsinn an dem alten Mann erkennen kann und sich langsam für dessen Motive zu interessieren beginnt. Doch die Weigerung der Familie, sich dem Wunsch ihres Vaters zu beugen, hat Bestand. Lediglich seine Ehefrau Toyo (Eiko Miyoshi) und seine Tochter Sue (Kyôko Aoyama) erkennen die wahren, sorgfältig durchdachten Motive von Kiichi. Doch sie sind machtlos und müssen zusehen, wie das ehemalige Oberhaupt der Familie entmündigt wird. In seiner Verzweiflung versucht Kiichi, durch das heimliche Eintreiben von Schulden die Auswanderung finanziell abzusichern, doch dieser Plan scheitert. Nun bleibt ihm nur noch ein Mittel, um seine Familie gewaltsam von seinen Plänen zu überzeugen. Er zündet seine Fabrik an und vernichtet somit die Lebensgrundlage der Nakajimas. Und ist nicht genau das der Beweis für seinen Wahnsinn? Scheinbar haben seine Söhne recht gehabt. Der Preis, den jeder einzelne von ihnen nun dafür zahlen muss, scheint allerdings viel zu hoch.
Akira Kurosawa regt mit diesem stillen Meisterwerk zu vielen Überlegungen an. Die Geschichte ist so vielfältig, so universell erzählt, dass jede Meinung darin ihre Berechtigung hat. Trotzdem ist der Zuschauer, als viertes Mitglied der Kommission angehalten, ein Urteil zu fällen. Diesen Denkprozess unterstützen die eindrucksvoll inszenierten Bilder, mit denen der Filmkünstler arbeitet. Jeder Raum, jedes Geräusch haben hier eine Bedeutung, das Zusammenspiel von Drehbuch und Ausstattung wurde perfektioniert. Deshalb ist "Bilanz eines Lebens" eine bis heute gültige Parabel über Mündigkeit und Verantwortung, die jeder von uns zu tragen hat und die sich nur schwer hinterfragen lässt. Antworten sucht der Zuschauer, wie bei Kurosawa üblich, bestenfalls bei sich selbst. Denn die Eindringlichkeit, mit der hier gearbeitet wird, überträgt das Thema ungebrochen bis in die Gegenwart. Die überragenden Darsteller um Toshiro Mifune tun ihr Übriges dazu, dass es sich bei dieser Bilanz um die ganz persönliche handelt, die jeder, der diesen Film gesehen hat, im Nachhinein für sich ziehen muss. Überaus empfehlenswert und zutiefst eindringlich - ein Film aus den ersten zehn Schaffensjahren von Akira Kurosawa, der einen deutlichen Fingerzeig auf das Genie und Können des japanischen Großmeisters der Filmkunst legt. Die DVD von NewKSM präsentiert den Film in Deutsch sowie in der japanischen Originalversion mit deutschen Untertiteln.
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Seven Samurai (jap. mit engl. Untertiteln) [UK IMPORT] Takashi Shimura, Yoshio Inaba, Seiji Miyaguchi, Minoru Chiaki, Daisuke Kato DVD, 22. November 1999 Verkaufsrang: 39992 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Einstimmig als eins der ganz großen Meisterwerke des Kinos gepriesen, hat Sieben Samurai unzählige Filme inspiriert, deren Handlung grundsätzlich auf den gleichen Strukturen basiert. Aber Akira Kurosawas klassisches Actiondrama von 1954 wurde niemals in den Kategorien Emotion, kinetische Energie und dynamische Charakterentwicklung übertroffen. Die Geschichte spielt im 16. Jahrhundert. Die Bewohner eines kleinen japanischen Dorfes suchen Schutz vor wiederholten Attacken plündernder Diebe. Obwohl sie nur eine Handvoll Reis als Bezahlung anbieten, können sie sieben arbeitslose "Ronin" (herrenlose Samurai) mieten, darunter einen prahlerischen Fechter (Toshiro Mifune), der in Wirklichkeit der Sohn eines Farmers ist und verzweifelt nach Ruhm und Akzeptanz sucht. Die Samurai machen zwar Bekanntschaft mit den Dorfbewohnern, halten sich aber gleichzeitig von ihnen fern, da sie wissen, dass ihr Auftrag tödlich enden könnte. Der Höhepunkt des Films, die Schlacht mit den Dieben, bleibt eine der atemberaubendsten Sequenzen der Filmgeschichte. Diese Kampfsequenz zeigt Poesie in hyperaktiver Bewegung und ist eine von Kurosawas cineastischen Meisterleistungen. Keine erzählte Zusammenfassung wird Sieben Samurai gerecht werden. Den Film müssen Sie sich anschauen, um ihn richtig zu schätzen. Sieben Samurai sollte ganz oben auf der Liste jeder ernsthaften Heimvideothek stehen. -Jeff Shannon
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 43 Bewertungen)
Beeindruckender Samurai-Film 5 von 5 Punkten Dieser frühe Film hat offenbar viele Filmemacher beeinflusst. Er ist einfach gut gemacht. Nicht ohne Grund ist er nun digital erhältlich. Neben spannenden Kampfszenen werden Themen wie Moral und Loyalität, Angst und Zweifel aufgegriffen. Bloße Kampffilme finde ich persönlich eher schwierig. Hier stimmt die Mischung aus Spannung und guter Handlung. Deshalb gebe ich ganze 5 Sterne.
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Die sieben Samurai Takashi Shimura, Yoshio Inaba, Seiji Miyaguchi, Minoru Chiaki, Daisuke Kato Videokassette Verkaufsrang: 8701 Einstimmig als eins der ganz großen Meisterwerke des Kinos gepriesen, hat Sieben Samurai unzählige Filme inspiriert, deren Handlung grundsätzlich auf den gleichen Strukturen basiert. Aber Akira Kurosawas klassisches Actiondrama von 1954 wurde niemals in den Kategorien Emotion, kinetische Energie und dynamische Charakterentwicklung übertroffen. Die Geschichte spielt im 16. Jahrhundert. Die Bewohner eines kleinen japanischen Dorfes suchen Schutz vor wiederholten Attacken plündernder Diebe. Obwohl sie nur eine Handvoll Reis als Bezahlung anbieten, können sie sieben arbeitslose "Ronin" (herrenlose Samurai) mieten, darunter einen prahlerischen Fechter (Toshiro Mifune), der in Wirklichkeit der Sohn eines Farmers ist und verzweifelt nach Ruhm und Akzeptanz sucht. Die Samurai machen zwar Bekanntschaft mit den Dorfbewohnern, halten sich aber gleichzeitig von ihnen fern, da sie wissen, dass ihr Auftrag tödlich enden könnte. Der Höhepunkt des Films, die Schlacht mit den Dieben, bleibt eine der atemberaubendsten Sequenzen der Filmgeschichte. Diese Kampfsequenz zeigt Poesie in hyperaktiver Bewegung und ist eine von Kurosawas cineastischen Meisterleistungen. Keine erzählte Zusammenfassung wird Sieben Samurai gerecht werden. Den Film müssen Sie sich anschauen, um ihn richtig zu schätzen. Sieben Samurai sollte ganz oben auf der Liste jeder ernsthaften Heimvideothek stehen. -Jeff Shannon
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 43 Bewertungen)
Beeindruckender Samurai-Film 5 von 5 Punkten Dieser frühe Film hat offenbar viele Filmemacher beeinflusst. Er ist einfach gut gemacht. Nicht ohne Grund ist er nun digital erhältlich. Neben spannenden Kampfszenen werden Themen wie Moral und Loyalität, Angst und Zweifel aufgegriffen. Bloße Kampffilme finde ich persönlich eher schwierig. Hier stimmt die Mischung aus Spannung und guter Handlung. Deshalb gebe ich ganze 5 Sterne.
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Throne Of Blood [UK IMPORT] Toshiro Mifune, Isuzu Yamada, Minoru Chiaki DVD, 22. Oktober 2001 Verkaufsrang: 62402 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)
Genialer Film aber mangelhafte DVD 4 von 5 Punkten Seit ich "Das Schloß im Spinnwebwald" das erste mal auf arte gesehen habe, bin ich ein riesen Fan dieses Filmes. Kurosawa war wahrlich ein Meister seines Fachs. Geniale Bilder, großartige Adaption eines Shakespeare-Stoffs und tolle Darsteller. Wirklich zu empfehlen und das nicht nur für Fans der japanischen Kultur und der Samurai.
Leider vermisse ich auf der DVD die Untertitel der Szene, in der die Hexe in der Waldhütte Washizu und Maki die Zukunft prophezeit. In der Fernsehversion von arte gab es diese Untertitel. Schade drum, denn in der Szene werden durchaus interessante philosophische Ansichten verkündet.
Shakespeare auf japanisch 5 von 5 Punkten Es geht um Moral, Loyalität und Ehrgeiz. Oder im zen-buddhistischen Sinn um GIER, HASS und VERBLENDUNG.
Mit diesem Werk hat Kurosawa es einmal umgekehrt gemacht und einen ausländischen Stoff, hier den europäischen Klassiker MACBETH adaptiert, wie später auch RAN.
Natürlich liegt es nahe, diese blutige Parabel um die oben angeführten Basisursachen allen Übels in das mittelalterliche Japan zu verlegen.
Der in den Diensten der Kumonsosu, die selbst durch eine Bluttat an die Macht kamen, stehende Feldherr Taketoki (natürlich genial besetzt mit Toshiro Mifune) kehrt von einem Feldzug zurück, den er wider Erwarten aufgrund der gegnerischen Überlegenheit siegreich gestalten konnte. Zusammen mit seinem Freund verirrt er sich im Spinnwebwald und trifft auf einen Geist, der im weissagt, dass er eines Tages Herr des Schlosses und als König herrschen werde, jedoch der Sohn seines Freundes ihm in dieser Position nachfolge. Zuvor aber würden sie beide durch besondere Lehensgüter geehrt.
Die beiden Krieger glauben diese Weissagung wegen der Unmöglichkeit des Ganzen nicht. Als sie aber aufgrund ihrer Leistungen beide mit Lehen bedacht werden, zeigt sich die Möglichkeit auf, dass auch die anderen Weissagungen wahr werden könnten.
Die Weissagung lässt Taketoki nicht mehr los, insbesondere nachdem seine Frau ihn anstachelt, die Erfüllung zu beschleunigen.
Dadurch wird der ursprünglich redliche Krieger Opfer seines Ehrgeizes und Machthungers, in dem er sich letztendlich verfängt, mit der Folge, dass er die Macht an sich reißt und wieder alles verliert. Mit diesem Hinweis wird nichts verraten, denn wer die Handlung von Macbeth nicht kennt ist selbst dran schuld.
Was den Film so einzigartig macht, ist die phantastisch gut gelungene Darstellung eines an und für sich ehrenhaften und geradlinigen Menschen zu einem verschlagenen und skrupellosen Despoten. Dazu trägt nicht nur die unzweifelhaft starke Regieleistung Kurosawas, sondern auch das ausdrucksvolle Spiel Mifunes bei, ebenso wie das der japanischen Lady Macbeth, die kaum agierend, sondern ebenso emotionslos wie nachhaltig ihren Mann in das Verderben treibt.
Der Film, in Schwarz-Weiß gedreht ist von ungeheuerlicher Instensität und mahnt, dass das Schicksal eine selbsterfüllende Prophezeiung sein kann, wenn man nicht die Kraft hat, eben dem zu widerstehen.
Für mich einer der stärksten, wenn nicht gar der stärkste Film des japanischen Meisterregisseurs. HMcM
Macbeth im Land der Geister und Dämonen 5 von 5 Punkten Erst ein Genie wie Kurosawa musste kommen, um 300 Jahre nach Shakespeare die gespenstische Seite des Macbeth-Stoffes zu entdecken; denn nichts anderes als ein früher japanischer Horrorfilm ist seine Adaption.
Der Regisseur ist großzügig bei der Umsetzung des Stoffes: Statt des mittelalterlichen Schottlands versetzt er die Geschichte in das japanische Kaiserreich des 16. Jahrhunderts; Macbeth und Banquo sind beide Samurai und König Duncan ist ein hoher kaiserlicher Statthalter. Die wichtigste Änderung betrifft allerdings die Träger der Vorraussagung: Statt der drei Hexen tritt ein böser Geist der japanischen Mythologie auf; eine weissgeschminkte alte Frau, die am Spinnrad die unheilvollen Prophezeiungen in Versen vorträgt; es ist diese archaische, unbekannte Sprache mit für den Westeuropäer so fremder Mimik und Gestik, die eine verstörende und unheimliche Stimmung erzeugt. Und der Filmkenner kann sich denken, auch die autistisch-emotionslose Lady Macbeth steht Pate für Figuren, die wir fünfzig Jahre später in "Ring" oder "Ju-On" zu sehen bekamen.
Man darf sich von dieser Adaption keine Textreue erwarten (dafür gibt es Polanskis Film); er versetzt Shakespeares Drama in einen fundamental anderen Kulturkreis; nimmt den Plot als Blaupause und reichert ihn mit Figuren der eigenen Sagenwelt an - und darin liegt der Reiz des Films: Obwohl man weiss, wie die Geschichte weitergeht, ist man doch immer wieder überrascht von den fremden und doch gleichzeitig faszinierenden Mitteln und der japanischen Ästhetik. "Das Schloss im Spinnenwald" ist ein schaurig-grimmiges Meisterstück und zeigt überdeutlich: Shakespeares Genie ist wie eine Universalsprache die auf der ganzen Welt verstanden wird.
Meisterwerk unter Vorbehalt 3 von 5 Punkten Darf man einem Klassiker der Filmgeschichte in einer schnöden Rezension tatsächlich 3 Sterne antun? Ich gebe zu, ich habe mir diese Frage gestellt, denn Akira Kurosawas Film ist - unter Ignorierung gewisser Aspekte - ein düsteres Machwerk über den Macbeth-Stoff. Wer Interesse an der Kultur der Samurai hat, dürfte ein wahre Freude mit diesem Film haben - und Filmwissenschaftler, ob seiner technischen Eleganz, ohnehin!
Mein Background ist ein anderer. Ich wollte wissen, wie sich die mediale Verschiebung des vielleichten besten Shakespeare-Dramas ins Filmische gibt und welche Geheimnisse sie dem Text entlockt. Wenn auch der Titel ein anderer ist, so darf, nein, muss sich diese filmische Adaption dennoch einem Vergleich zur Bühnenfassung hingeben.
Dazu nun einige Punkte. Erstens einmal die Texttreue, die de facto gleich Null ist. Erwarten Sie nicht Shakespeare, denn Shakespeares Dramen leben - nicht nur, aber zu einem Großteil - von der so genannten Wortkulisse; der Fähigkeit mittels einer gewaltigen Suggestionskraft der Sprache, Geschehnisse zu schildern. Ein Film, der sich dem verweigert, gibt leider schon a priori einiges auf, was zu einer Erhellung des Stoffes beiführen könnte.
Wie dem auch sei, Texttreue ist nicht alles, man kann sie verschmerzen, wenn vielleicht der Film mehr über die Psychologie verrät. Worum geht es in Macbeth? Um Ehrgeiz und Machtstreben? Um das Verderben, was dem blüht, der sich - wider besseres Wissen - vom rechten Weg abbringen lässt? Um eine negative Selbstverwirklichung, an deren Ende der Tod steht? Gewiss, darum geht es. Und was macht Kurosawa, er nimmt sich diese psychologische Deutung heraus und verpackt sie als Moral in seine Samurai-Geschichte, stellt sie gar noch einmal überdeutlich ans Ende des Films.
Das ist ein wenig dürftig und fördert nichts Neues zutage. Hier ist der Polanski-Film um Längen besser, deutet er doch in Nebenfiguren einen größeren Kreislauf der Geschehnisse an.
Was zu loben bleibt, ist Kurosawas düstere Atmosphäre, was bei heutigem Stand der Technik in Anbetracht dieses Schwarzweißfilms voll und ganz überzeugt. Ob man mit technischer Perfektion alleine dem Macbeth-Stoff auch nur annäherend gerecht wird, darf allerdings gefragt werden.
Shakespeare im alten Japan 5 von 5 Punkten Nicht erst mit "Ran" verfilmte der grosse Kurosawa einen Stoff von Shakespeare. Bereits 3 Jahrzehnte vorher nahm er sich dem "Macbeth" Stoff an. Wieder verlagert er die Geschichte in das alte Japan und lässt eine magische, brutale und faszinierende zeit auferstehen. Man darf diesen düsteren s/w-Film annähernd mit der Klasse der Polanski Adaption vergleichen. Toshiro Mifune spielt den japanischen Krieger, der durch eine Weissagung einer unheimlichen alten Frau im Spinnwebwald zum neuen Herrn seines siegreichen Hauses ausgerufen wird - nur doof, dass der Herrscher noch lebt. Ich habe den Stoff auch schon deshalb immer interessant gefunden, weil er beleuchtet, zu was für fatalen Reaktionen ein Mensch zustande ist, wenn er ein Zukunftsorakel von "oben" erhält. Das Schicksal selbst.. oder die Handlungsweisen wie er ein kommendes Schicksal herbeiführen kann, ohne es vorher zu wollen - oder doch will, nur noch keine Bilder in Richtung Verwirklichung hatte. Sogar zum Mörder zu werden, weil Ruhm und Macht vorhergesagt wurden. Der Mensch machtlos und doch aktiv daran beteiligt, wenn die Zukunft mit einer Phantasie aus der Gegenwart geschaffen wird. Noch dazu das Ausblenden eines zweiten Orakels, das der Freund, der mit ihm durch den Wald ritt, erhalten hatte.
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The Hidden Fortress [UK IMPORT] Toshiro Mifune, Minoru Chiaki, Misa Uehara, Kamatari Fujiwara DVD, 25. März 2002 Verkaufsrang: 61052 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
nicht der beste von Kurosawa 3 von 5 Punkten Die Geschichte ist schnell erzählt: Auf der Flucht vor dem Kriegsgegner muß sich die Prinzessin mit General Ching verstecken und in ein anderes Land fliehen. Nebenbei geht es noch um die Habgier der Menschen, verkörpert durch die beiden Nebendarsteller. Während in "Throne of Blood" eine ständige Spannung herrscht, die mit wenig Mitteln erzeugt wird, erscheint "Hidden Fortress" ziemlich aufwändig und wenig überraschend. Auch ist die Charakterzeichnung nicht so fein und tiefgründig. Toshiro Mifune bleibt die für seine Verhältnisse relativ ausdruckslose Rolle des Helden. Aber eine herausragende schauspielerische Leistung ist bei keinem der Protagonisten zu erkennen. Fazit: Nur für Kurosawa-Fans. Garantiert nichts für Popcorn-Cineasten !
Wunderbar 5 von 5 Punkten Hervorragender Film. Einer der besten Kurosawas. Humor und Spannung, Tragik und Poesie halten sich gekonnt die Waage. Die Darsteller (der beiden Trottel), sowie Toshiro Mifune und Misa Uehara sind erstklassig.
sw-klassiker aus japan 5 von 5 Punkten in einer gut sortierten filmesammlung darf dieser film nicht fehlen. gemeinsam mit den sieben samurai und ran die japanische avant garde der film-kunst. kurosawa-fans werden beipflichten. der film ist spannend, unterhaltsam und bietet einen verblüffenden plot. nichts für blockbuster-konsumenten
Nicht nur die Festung ist versteckt... 3 von 5 Punkten ...sondern auch der Sinn des ganzen bleibt geheim. Die Geschichte ist rasch erzählt: die Prinzessin eines unterworfenen Fürstentums flieht mit der Hilfe einiger Getreuer in einen neutralen Nachbarstaat. Wie zu erwarten gibt es da einige Kämpfe zu bestaunen, die aber aus heutiger Sicht unglaublich harmlos und gestellt erscheinen (man vergleiche damit mal "Musa, der Krieger" mit sehr ähnlicher Geschichte aus dem Jahr 2001). Der an das elisabethanische Drama angelehnte Versuch, bürgerlich- komische Charaktere einzuführen scheitert völlig. Der Kurosawa- Fan aber wird diesen Film nicht missen wollen, ist er doch des Meisters erster Schritt auf den wide screen. Etwas für Fans, für Neugierige sind eher Ran, Sieben Samurai oder Yojimbo zu empfehlen. |
Seven Samurai [UK IMPORT] Takashi Shimura, Toshiro Mifune, Yoshio Inaba, Seiji Miyaguchi, Minoru Chiaki Videokassette, 22. November 1999 Verkaufsrang: 10564 Einstimmig als eins der ganz großen Meisterwerke des Kinos gepriesen, hat Sieben Samurai unzählige Filme inspiriert, deren Handlung grundsätzlich auf den gleichen Strukturen basiert. Aber Akira Kurosawas klassisches Actiondrama von 1954 wurde niemals in den Kategorien Emotion, kinetische Energie und dynamische Charakterentwicklung übertroffen. Die Geschichte spielt im 16. Jahrhundert. Die Bewohner eines kleinen japanischen Dorfes suchen Schutz vor wiederholten Attacken plündernder Diebe. Obwohl sie nur eine Handvoll Reis als Bezahlung anbieten, können sie sieben arbeitslose "Ronin" (herrenlose Samurai) mieten, darunter einen prahlerischen Fechter (Toshiro Mifune), der in Wirklichkeit der Sohn eines Farmers ist und verzweifelt nach Ruhm und Akzeptanz sucht. Die Samurai machen zwar Bekanntschaft mit den Dorfbewohnern, halten sich aber gleichzeitig von ihnen fern, da sie wissen, dass ihr Auftrag tödlich enden könnte. Der Höhepunkt des Films, die Schlacht mit den Dieben, bleibt eine der atemberaubendsten Sequenzen der Filmgeschichte. Diese Kampfsequenz zeigt Poesie in hyperaktiver Bewegung und ist eine von Kurosawas cineastischen Meisterleistungen. Keine erzählte Zusammenfassung wird Sieben Samurai gerecht werden. Den Film müssen Sie sich anschauen, um ihn richtig zu schätzen. Sieben Samurai sollte ganz oben auf der Liste jeder ernsthaften Heimvideothek stehen. -Jeff Shannon
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 43 Bewertungen)
Beeindruckender Samurai-Film 5 von 5 Punkten Dieser frühe Film hat offenbar viele Filmemacher beeinflusst. Er ist einfach gut gemacht. Nicht ohne Grund ist er nun digital erhältlich. Neben spannenden Kampfszenen werden Themen wie Moral und Loyalität, Angst und Zweifel aufgegriffen. Bloße Kampffilme finde ich persönlich eher schwierig. Hier stimmt die Mischung aus Spannung und guter Handlung. Deshalb gebe ich ganze 5 Sterne.
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Throne Of Blood [UK IMPORT] Toshiro Mifune, Isuzu Yamada, Minoru Chiaki Videokassette, 9. November 1998 Verkaufsrang: 20441
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)
Genialer Film aber mangelhafte DVD 4 von 5 Punkten Seit ich "Das Schloß im Spinnwebwald" das erste mal auf arte gesehen habe, bin ich ein riesen Fan dieses Filmes. Kurosawa war wahrlich ein Meister seines Fachs. Geniale Bilder, großartige Adaption eines Shakespeare-Stoffs und tolle Darsteller. Wirklich zu empfehlen und das nicht nur für Fans der japanischen Kultur und der Samurai.
Leider vermisse ich auf der DVD die Untertitel der Szene, in der die Hexe in der Waldhütte Washizu und Maki die Zukunft prophezeit. In der Fernsehversion von arte gab es diese Untertitel. Schade drum, denn in der Szene werden durchaus interessante philosophische Ansichten verkündet.
Shakespeare auf japanisch 5 von 5 Punkten Es geht um Moral, Loyalität und Ehrgeiz. Oder im zen-buddhistischen Sinn um GIER, HASS und VERBLENDUNG.
Mit diesem Werk hat Kurosawa es einmal umgekehrt gemacht und einen ausländischen Stoff, hier den europäischen Klassiker MACBETH adaptiert, wie später auch RAN.
Natürlich liegt es nahe, diese blutige Parabel um die oben angeführten Basisursachen allen Übels in das mittelalterliche Japan zu verlegen.
Der in den Diensten der Kumonsosu, die selbst durch eine Bluttat an die Macht kamen, stehende Feldherr Taketoki (natürlich genial besetzt mit Toshiro Mifune) kehrt von einem Feldzug zurück, den er wider Erwarten aufgrund der gegnerischen Überlegenheit siegreich gestalten konnte. Zusammen mit seinem Freund verirrt er sich im Spinnwebwald und trifft auf einen Geist, der im weissagt, dass er eines Tages Herr des Schlosses und als König herrschen werde, jedoch der Sohn seines Freundes ihm in dieser Position nachfolge. Zuvor aber würden sie beide durch besondere Lehensgüter geehrt.
Die beiden Krieger glauben diese Weissagung wegen der Unmöglichkeit des Ganzen nicht. Als sie aber aufgrund ihrer Leistungen beide mit Lehen bedacht werden, zeigt sich die Möglichkeit auf, dass auch die anderen Weissagungen wahr werden könnten.
Die Weissagung lässt Taketoki nicht mehr los, insbesondere nachdem seine Frau ihn anstachelt, die Erfüllung zu beschleunigen.
Dadurch wird der ursprünglich redliche Krieger Opfer seines Ehrgeizes und Machthungers, in dem er sich letztendlich verfängt, mit der Folge, dass er die Macht an sich reißt und wieder alles verliert. Mit diesem Hinweis wird nichts verraten, denn wer die Handlung von Macbeth nicht kennt ist selbst dran schuld.
Was den Film so einzigartig macht, ist die phantastisch gut gelungene Darstellung eines an und für sich ehrenhaften und geradlinigen Menschen zu einem verschlagenen und skrupellosen Despoten. Dazu trägt nicht nur die unzweifelhaft starke Regieleistung Kurosawas, sondern auch das ausdrucksvolle Spiel Mifunes bei, ebenso wie das der japanischen Lady Macbeth, die kaum agierend, sondern ebenso emotionslos wie nachhaltig ihren Mann in das Verderben treibt.
Der Film, in Schwarz-Weiß gedreht ist von ungeheuerlicher Instensität und mahnt, dass das Schicksal eine selbsterfüllende Prophezeiung sein kann, wenn man nicht die Kraft hat, eben dem zu widerstehen.
Für mich einer der stärksten, wenn nicht gar der stärkste Film des japanischen Meisterregisseurs. HMcM
Macbeth im Land der Geister und Dämonen 5 von 5 Punkten Erst ein Genie wie Kurosawa musste kommen, um 300 Jahre nach Shakespeare die gespenstische Seite des Macbeth-Stoffes zu entdecken; denn nichts anderes als ein früher japanischer Horrorfilm ist seine Adaption.
Der Regisseur ist großzügig bei der Umsetzung des Stoffes: Statt des mittelalterlichen Schottlands versetzt er die Geschichte in das japanische Kaiserreich des 16. Jahrhunderts; Macbeth und Banquo sind beide Samurai und König Duncan ist ein hoher kaiserlicher Statthalter. Die wichtigste Änderung betrifft allerdings die Träger der Vorraussagung: Statt der drei Hexen tritt ein böser Geist der japanischen Mythologie auf; eine weissgeschminkte alte Frau, die am Spinnrad die unheilvollen Prophezeiungen in Versen vorträgt; es ist diese archaische, unbekannte Sprache mit für den Westeuropäer so fremder Mimik und Gestik, die eine verstörende und unheimliche Stimmung erzeugt. Und der Filmkenner kann sich denken, auch die autistisch-emotionslose Lady Macbeth steht Pate für Figuren, die wir fünfzig Jahre später in "Ring" oder "Ju-On" zu sehen bekamen.
Man darf sich von dieser Adaption keine Textreue erwarten (dafür gibt es Polanskis Film); er versetzt Shakespeares Drama in einen fundamental anderen Kulturkreis; nimmt den Plot als Blaupause und reichert ihn mit Figuren der eigenen Sagenwelt an - und darin liegt der Reiz des Films: Obwohl man weiss, wie die Geschichte weitergeht, ist man doch immer wieder überrascht von den fremden und doch gleichzeitig faszinierenden Mitteln und der japanischen Ästhetik. "Das Schloss im Spinnenwald" ist ein schaurig-grimmiges Meisterstück und zeigt überdeutlich: Shakespeares Genie ist wie eine Universalsprache die auf der ganzen Welt verstanden wird.
Meisterwerk unter Vorbehalt 3 von 5 Punkten Darf man einem Klassiker der Filmgeschichte in einer schnöden Rezension tatsächlich 3 Sterne antun? Ich gebe zu, ich habe mir diese Frage gestellt, denn Akira Kurosawas Film ist - unter Ignorierung gewisser Aspekte - ein düsteres Machwerk über den Macbeth-Stoff. Wer Interesse an der Kultur der Samurai hat, dürfte ein wahre Freude mit diesem Film haben - und Filmwissenschaftler, ob seiner technischen Eleganz, ohnehin!
Mein Background ist ein anderer. Ich wollte wissen, wie sich die mediale Verschiebung des vielleichten besten Shakespeare-Dramas ins Filmische gibt und welche Geheimnisse sie dem Text entlockt. Wenn auch der Titel ein anderer ist, so darf, nein, muss sich diese filmische Adaption dennoch einem Vergleich zur Bühnenfassung hingeben.
Dazu nun einige Punkte. Erstens einmal die Texttreue, die de facto gleich Null ist. Erwarten Sie nicht Shakespeare, denn Shakespeares Dramen leben - nicht nur, aber zu einem Großteil - von der so genannten Wortkulisse; der Fähigkeit mittels einer gewaltigen Suggestionskraft der Sprache, Geschehnisse zu schildern. Ein Film, der sich dem verweigert, gibt leider schon a priori einiges auf, was zu einer Erhellung des Stoffes beiführen könnte.
Wie dem auch sei, Texttreue ist nicht alles, man kann sie verschmerzen, wenn vielleicht der Film mehr über die Psychologie verrät. Worum geht es in Macbeth? Um Ehrgeiz und Machtstreben? Um das Verderben, was dem blüht, der sich - wider besseres Wissen - vom rechten Weg abbringen lässt? Um eine negative Selbstverwirklichung, an deren Ende der Tod steht? Gewiss, darum geht es. Und was macht Kurosawa, er nimmt sich diese psychologische Deutung heraus und verpackt sie als Moral in seine Samurai-Geschichte, stellt sie gar noch einmal überdeutlich ans Ende des Films.
Das ist ein wenig dürftig und fördert nichts Neues zutage. Hier ist der Polanski-Film um Längen besser, deutet er doch in Nebenfiguren einen größeren Kreislauf der Geschehnisse an.
Was zu loben bleibt, ist Kurosawas düstere Atmosphäre, was bei heutigem Stand der Technik in Anbetracht dieses Schwarzweißfilms voll und ganz überzeugt. Ob man mit technischer Perfektion alleine dem Macbeth-Stoff auch nur annäherend gerecht wird, darf allerdings gefragt werden.
Shakespeare im alten Japan 5 von 5 Punkten Nicht erst mit "Ran" verfilmte der grosse Kurosawa einen Stoff von Shakespeare. Bereits 3 Jahrzehnte vorher nahm er sich dem "Macbeth" Stoff an. Wieder verlagert er die Geschichte in das alte Japan und lässt eine magische, brutale und faszinierende zeit auferstehen. Man darf diesen düsteren s/w-Film annähernd mit der Klasse der Polanski Adaption vergleichen. Toshiro Mifune spielt den japanischen Krieger, der durch eine Weissagung einer unheimlichen alten Frau im Spinnwebwald zum neuen Herrn seines siegreichen Hauses ausgerufen wird - nur doof, dass der Herrscher noch lebt. Ich habe den Stoff auch schon deshalb immer interessant gefunden, weil er beleuchtet, zu was für fatalen Reaktionen ein Mensch zustande ist, wenn er ein Zukunftsorakel von "oben" erhält. Das Schicksal selbst.. oder die Handlungsweisen wie er ein kommendes Schicksal herbeiführen kann, ohne es vorher zu wollen - oder doch will, nur noch keine Bilder in Richtung Verwirklichung hatte. Sogar zum Mörder zu werden, weil Ruhm und Macht vorhergesagt wurden. Der Mensch machtlos und doch aktiv daran beteiligt, wenn die Zukunft mit einer Phantasie aus der Gegenwart geschaffen wird. Noch dazu das Ausblenden eines zweiten Orakels, das der Freund, der mit ihm durch den Wald ritt, erhalten hatte.
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Hidden Fortress [UK IMPORT] Toshiro Mifune, Misa Uehara, Minoru Chiaki Videokassette, 9. November 1998 Verkaufsrang: 28918
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
nicht der beste von Kurosawa 3 von 5 Punkten Die Geschichte ist schnell erzählt: Auf der Flucht vor dem Kriegsgegner muß sich die Prinzessin mit General Ching verstecken und in ein anderes Land fliehen. Nebenbei geht es noch um die Habgier der Menschen, verkörpert durch die beiden Nebendarsteller. Während in "Throne of Blood" eine ständige Spannung herrscht, die mit wenig Mitteln erzeugt wird, erscheint "Hidden Fortress" ziemlich aufwändig und wenig überraschend. Auch ist die Charakterzeichnung nicht so fein und tiefgründig. Toshiro Mifune bleibt die für seine Verhältnisse relativ ausdruckslose Rolle des Helden. Aber eine herausragende schauspielerische Leistung ist bei keinem der Protagonisten zu erkennen. Fazit: Nur für Kurosawa-Fans. Garantiert nichts für Popcorn-Cineasten !
Wunderbar 5 von 5 Punkten Hervorragender Film. Einer der besten Kurosawas. Humor und Spannung, Tragik und Poesie halten sich gekonnt die Waage. Die Darsteller (der beiden Trottel), sowie Toshiro Mifune und Misa Uehara sind erstklassig.
sw-klassiker aus japan 5 von 5 Punkten in einer gut sortierten filmesammlung darf dieser film nicht fehlen. gemeinsam mit den sieben samurai und ran die japanische avant garde der film-kunst. kurosawa-fans werden beipflichten. der film ist spannend, unterhaltsam und bietet einen verblüffenden plot. nichts für blockbuster-konsumenten
Nicht nur die Festung ist versteckt... 3 von 5 Punkten ...sondern auch der Sinn des ganzen bleibt geheim. Die Geschichte ist rasch erzählt: die Prinzessin eines unterworfenen Fürstentums flieht mit der Hilfe einiger Getreuer in einen neutralen Nachbarstaat. Wie zu erwarten gibt es da einige Kämpfe zu bestaunen, die aber aus heutiger Sicht unglaublich harmlos und gestellt erscheinen (man vergleiche damit mal "Musa, der Krieger" mit sehr ähnlicher Geschichte aus dem Jahr 2001). Der an das elisabethanische Drama angelehnte Versuch, bürgerlich- komische Charaktere einzuführen scheitert völlig. Der Kurosawa- Fan aber wird diesen Film nicht missen wollen, ist er doch des Meisters erster Schritt auf den wide screen. Etwas für Fans, für Neugierige sind eher Ran, Sieben Samurai oder Yojimbo zu empfehlen. |
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