DVDs: Charles Dance

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Das Phantom der Oper - Burt LancasterDas Phantom der Oper
Burt Lancaster, Charles Dance, Teri Polo

DVD, 8. November 2005
     Verkaufsrang: 13501      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Kinowelt Das Phantom der Oper (Burt Lancaster), USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 08.11.05

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 13 Bewertungen)

Die sprechendsten Augen der Filmgeschichte (Verfilmung ,Das Phantom der Oper` - 1989)      5 von 5 Punkten
Hintergründe zum Film:
Diese 177 minütige Version der Geschichte des sagenumwobenen Phantoms der Pariser Oper ist eine, 1990 erstmals ausgestrahlte, zweiteilige TV-Miniserie. Sie hält sich nur lose an die Erzählung des gleichnamigen, 1910 veröffentlichten, Romans von Gaston Leroux. Der Film ist eine europäische Gemeinschaftsproduktion von Frankreich, Amerika, Deutschland, Österreich und Italien. Regie führte der bekannte Tony Richardson, der sich schon 1962 mit dem Film ,Tod in Hollywood` mit Rod Steiger einen Namen machte. Der Streifen wurde 1990 mit zwei Emmys ausgezeichnet: Für die Kategorien ,Hairstyling sowie Künstlerische Leitung. Zwei weitere ,Golden Globe` Nominierungen folgten für ,Beste Mini-Serie oder TV-Film und Burt Lancaster für den besten Hauptdarsteller.
John Addison schuf die herrliche und ins Gemüt fließende Filmmusik, die von der Ungarischen Staatsoper eingespielt wurde. Dieser talentierte Komponist schuf schon die Filmmusik zu dem britischen Streifen: ,Der Angriff der Leichten Brigade` aus dem Jahre 1967, wo ebenfalls Tony Richardson Regie geführt hatte. Von Charles Gounods ,Faust`, Guiseppe Verdis ,La Traviata` und Vincenzo Bellinis ,Norma` sind Teile einiger Arien zu genießen, wobei Faust der Schwerpunkt ist. Für den Gesang wurden Opernsänger eingesetzt, die die Schauspieler doubelten, was den Film zu einem besonderen Ohrenschmaus macht und ihn auch in künstlerische Höhen hinaufhebt. Michele Lagrange singt für Teri Polo/Christine, Gérard Garino singt für Charles Dance/das Phantom und Helia T'Hezan für Andréa Ferréol/Carlotta.
Diese Adaption unterscheidet sich in einigen Punkten von dem Roman oder dem Musical von Sir Andrew Lloyd Webber, sie basiert in erster Linie auf dem Theaterstück von Arthur L. Kopit. Das Phantom, welches oft böse oder hinterhältig dargestellt wird, bekommt hier etwas weichere, menschlichere Züge. Es hat Gründe für seine Wut, die in der traurigen Kindheit liegen. Dies ist zwar auch bei Buch und Musical der Fall, hier ist jedoch einfach die Situation eine andere. Eric begehrt Christine nicht nur, sondern liebt sie wirklich, was ihn sehr verletzlich macht. Aber es gibt noch andere Unterschiede, die ich hier nicht anführen möchte, da sonst der Inhalt zu sehr offenbar werden würde. Dies ist jedenfalls die einzige Adaption, die am Originalschauplatz - in den ,Heiligen Hallen` der Pariser Oper Garnier - gedreht wurde.

Die Schauspieler:
Für mich gab es zwei Schauspieler, die den Film getragen haben, alle anderen verschwanden ein wenig dahinter. Ein großartiger Burt Lancaster spielte hier die tragische Rolle des ehemaligen Operndirektors Gerard Carrière, der ein trauriges Geheimnis hat. Es war seine vorletzte Rolle, die er mit seinem bekannten Charisma darstellte. Burt Lancaster war einer der ganz großen alten Schauspieler Hollywoods und verstarb am 21. Okt. 1994. Er spielte in unzähligen bekannten Filmen, u. A. auch in ,Local Hero`, wo er schon mal mit Charles Dance zusammen vor der Kamera stand. Diese beiden Schauspieler haben im Phantom der Oper die berührendsten und auch besten Szenen und Dialoge miteinander.
Charles Dance als Eric/Phantom, brachte eine Meisterleistung in Ausdruck und Gestaltung des geheimnisvollen unterirdischen Bewohners der Pariser Oper. Selten habe ich ausdrucksstärkere Augen gesehen, als bei diesem fast 1,90m großen, wandlungsfähigen britischen Schauspieler. (Diese faszinierenden Augen habe ich gerade vor kurzer Zeit auch in der ITV-Miniserie ,Rebecca`, in der er Maxime De Winter spielte, zutiefst bewundert.) Charles Dance gelingt es mühelos, dem Phantom ein besonderes Flair, einsame Traurigkeit, brennende Liebe, gewaltätiger Hass und tiefes Unglück einzuhauchen. Er erweckt diese besondere Figur zu einem einzigartigen Leben, nur auf Grund seines umwerfenden Blickes, seiner Körperhaltung und seiner Gesten. Ist schon eigenartig, wenn man nur Augen und Mund eines Menschen sieht, wie leblos ein solches Gesicht erscheint. Charles Dance hat es in einmaliger Weise fertig gebracht die Figur schmerzhaft begehrenswert und tiefgründig darzustellen, jede Gefühlsregung drückt er mit seinen überaus sprechenden Augen aus!
Teri Polo spielt Christine hier sehr einfühlsam. Man sieht ihr gerne zu und genießt ihre innige Darstellung. Sie ist eine junge amerikanische Schauspielerin, die neben ihren vielen TV Auftritten auch einige Ausflüge ins Mainstreamkino gemacht hat. Ian Richardson und Andréa Ferréol spielen das Ehepaar Cholet, die die Leitung des Opernhauses nach Gerard Carrière übernehmen. Andréa Ferréol spielt etwas nervig, die bösartige, nicht abtreten wollende, alternde Operndiva La Carlotta.
Sehr gut fand ich noch Jean-Pierre Cassel als Inspector Ledoux.

Meine Gedanken und ein Fazit:
Mag sich der Film vielleicht einiger Klischees bedienen, so kann man sich doch ungehindert von der Erzählung anrühren lassen. Ja, man sollte sogar völlig unvoreingenommen an die Geschichte herangehen, denn dann erst kostet man die Tiefe dieser ungewöhnlichen Story aus. Ich gehe meistens wie ein Kind an einen Film heran - ohne zu analysieren und ohne Vorbehalte, somit entgeht mir selten der Zauber einer Geschichte....:))! Aber nicht oft hat mich ein Film so tief berührt, wie dieser. Ich brauchte zum Schluss hin einige Taschentücher und war zutiefst bewegt als er aus war. Dank der genialen Leistung von Charles Dance und Burt Lancaster, dem Musiker John Addison und dem Regisseur Tony Richardson wurde dieser Film zu einem ausgesprochenen Highlight. Er ist tiefgründig, sehr dramatisch, wirklich berührend, hoch romantisch und einzigartig. Die Qualität der Musik, der Darstellung und der Kulisse/Ausstattung machen ihm, trotz der Andersartigkeit der Geschichte, zu einem der populärsten Adaptionen des Romans. Ich gebe herzlich gerne eine 10 Sterne Kaufempfehlung!


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Swimming Pool - Charlotte RamplingSwimming Pool
Charlotte Rampling, Ludivine Sagnier, Charles Dance

DVD, 1. April 2004
     Verkaufsrang: 6712      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Keiner von Ozons Filmen gleicht dem anderen, und doch verbindet sie alle eine stilistische Brillanz, die durch ihren Variantenreichtum noch viel stärker strahlt. Aber bei aller Virtuosität hat sich Ozon doch auch einen Sinn für das Spielerische, das Leichthändige und Trügerische bewahrt. Er spielt mit allem und jedem, mit den Genres und den Geschichten, der Kamera und den Schauspielern, aber am meisten spielt er mit dem Zuschauer. Und selbst wenn man sich dessen ganz und gar bewusst ist - wie bei seinem psychologischen Thriller Swimming Pool - wird man doch immer wieder von ihm überrascht.
Wie schon in früheren Filmen Ozons ist die Ausgangssituation auch hier äußerst simpel. Zwei Frauen, wie sie kaum verschiedener sein könnten, treffen in dem französischen Landhaus des Verlegers John Bosload (Charles Dance) aufeinander. Die eine ist seine Starautorin Sarah Morton (Charlotte Rampling), die sich in einer tiefen Krise befindet und in der Abgeschiedenheit des Hauses wieder zu sich und zu ihrem Schreiben finden will. Die andere ist Bosloads 20-jährige Tochter Julie (Ludivine Sagnier), deren Leben sich auf eine endlose Reihe von Affären und One-Night-Stands zu reduzieren scheint. Natürlich geraten die beiden ständig aneinander, und jedes Mal offenbart sich eine neue Fassette ihrer Beziehung, die längst nicht so einfach und so klar definiert ist, wie man zunächst glaubt.
Swimming Pool ist nach Unter dem Sand der zweite Film, den Ozon ganz auf Charlotte Rampling zugeschnitten hat. Sie ist der Dreh- und Angelpunkt aller Szenen. Selbst wenn die Kamera Ludivine Sagniers Körper und Sex Appeal in Szene setzt, sind sie kaum mehr als eine Folie, vor der Charlotte Rampling ihre Rolle in all ihren Nuancen entfalten kann. In der ersten Hälfte des Films gleicht ihr Spiel einer Studie in Neurosen. Wie sie all ihre Triebe und Impulse zu kontrollieren sucht, wie sie ihren Hunger nach Leben sublimiert, ist zugleich komisch und tragisch. Sie zeichnet das Porträt einer Frau, die schlichtweg verlernt hat zu leben. Erst durch die Begegnungen mit der so überaus körperlichen Ludivine Sagnier, die sie mit jeder Bewegung, jedem Blick herauszufordern scheint, beginnt sie lockerer zu werden. Von Szene zu Szene scheint Charlotte Rampling mehr aufzublühen. Die Art, in der sie erst zaghaft und dann immer selbstsicherer ihren Körper wieder entdeckt, hat etwas Magisches.
In dem boulevardesken Musical 8 Frauen hat Ozon ein ironisches Spiel mit den Konventionen des "Whodunits" getrieben. Die Situation in dem eingeschneiten Haus hätte direkt aus einem Roman von Agatha Christie stammen können, doch letztlich hat Ozon schon damals gar nicht nach dem Mörder gefragt, seine Aufmerksamkeit galt vielmehr den komplexen psychologischen Beziehungen zwischen den Frauen. Mit Swimming Pool geht er nun gleich mehrere Schritte weiter in dieser Richtung. Wie in den Romanen von Patricia Highsmith und Ruth Rendell steht hier nicht mehr das Verbrechen im Zentrum sondern dessen Psychologie. Der Täter steht eindeutig fest, seine Beweggründe sind das eigentliche Rätsel, dem man im Endeffekt nie ganz auf den Grund gehen wird. Wie Ozon letztlich alles in der Schwebe hält, gleicht einem kleinen erzählerischen Wunder, das auch wiederholtem Sehen standhält. -Sascha Westphal


Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 34 Bewertungen)

... Fiktion einer Realität oder Realität einer Fiktion ...      5 von 5 Punkten
"Ich verstehe, ehrlich gesagt gar nicht, was Du uns erzählen willst."

Langsam und in feinen Nuancen entwickelt Ozon in diesem surrealen Psychodrama über Spiegelbilder und Metaphern aus einem anfänglich funkelnden Kontrast ein immer spannungsreicher werdendes Beziehungsgeflecht zwischen der faszinierend lebendigen und blutjungen, provenzalischen Aphrodite und Verlegerstochter Julie und der verblüht und verstaubt kühlen, schlapphütig britischen Schriftstellerin Sarah.

Das vordergründig asketisch anmutende Idyll einer sonnenverwöhnten Welt tiefblau funkelnder Bassins verdeckt geschickt die verborgenen und heftigen literarischen Phantasien, Emotionen und Phantasmen und Halluzinationen der Leidenschaften hedonistischer Lebensinhalte und -stile.

... in seiner einfachen Grundidee eine herausragende Inszenierung mit fantastischen Actricen über das Mysterium und den Thrill der Weiblichkeit

Besetzung
Charlotte Rampling : Sarah Morton
Ludivine Sagnier : Julie
Charles Dance : John Bosload
Jean-Marie Lamour : Franck
Marc Fayolle : Marcel


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Auf der Suche nach dem goldenen Kind - Eddie MurphyAuf der Suche nach dem goldenen Kind
Eddie Murphy, Charles Dance, Michael Ritchie

DVD, 1. Dezember 2003
     Verkaufsrang: 4925      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Mit Auf der Suche nach dem goldenen Kind begann um 1986 der Abstieg vom seinerzeit als Megastar gehandelten Eddie Murphy, der erst rund zwölf Jahre später mit Der verrückte Professor in den Olymp der großen Hollywood-Blockbusterstars zurückkehren sollte. In diesem wenig erquickenden Film ist der Komödiant in der Rolle eines Sozialarbeiters zu sehen, der zum Retter eines entführten Kindes wird, das mit seinen übernatürlichen Kräften die Macht besitzt, eines Tages die Welt zum Besseren zu verändern.
Autor Dennis Feldman und Regisseur Michael Ritchie (Fletch), der einst ein großer Satiriker gewesen ist, stolpern gemeinsam durch ein Drehbuch, dessen einziger Zweck darin bestanden haben muss, einen Spezialeffekt an den nächsten zu pappen und Murphy dumme Witze reißen zu lassen. Jeden Moment, in dem sie möglicherweise eine gute Fantasykomödie aus dem Stoff hätten kreieren können, verschlafen sie. Der Auftritt des Charakter-Darstellers Charles Dance, der in diesem Film als eine Art Fürst der Finsternis zu sehen ist, wirkt, aus heutiger Sicht betrachtet, darüber hinaus peinlich und ist kein Ruhmeskapitel seiner Filmografie. -Tom Keogh


Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)

Nicht Murphys Bester, aber sehr kurzweilig      5 von 5 Punkten
Der Film: Witzig, unterhaltsam, kurzweilig. Der Inhalt ist schnell beschrieben (Da der Film ja schon 3 bis 54 Mal im TV kam, kennt ihn wahrscheinlich eh jeder): Sozialearbeiter sucht die Mörder eines entführten Mädchens, wird in eine sagenhafte Geschichte um ein goldenes Kind (GUT) verstrickt, dessen Ermordung durch einen Dämon (BÖSE) er verhindern muss. Dank Eddie Murphys Maschinengewehrmundwerk kommt keine Langeweile auf. Der Film kommt sicher nicht an "Der Prinz aus Zamunda" oder "Beverly Hills Cop I" ran, aber für mich verdient er 5 Sterne. Die Fassung weist, soweit ich das beurteilen kann, nicht die üblichen kleinlichen Fernsehschnitte auf (und er ist trotzdem FSK 12). Die Qualität von Bild und Ton ist sehr gut. Das Bonusmaterial beschränkt sich auf den Trailer in englischer Sprache. Ich würde den Film wieder kaufen, wenngleich ich die Bewertung teile, dass der Streifen hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt (aber ich bin auch Murphy-Fan). Den direkten Vergleich mit "Big Trouble in little China" würde er sicherlich verlieren. Zum Abschluss ein Wort zur Synchronisation: Meiner Meinung nach ist der Film einer der wenigen, die in der deutschen Sprachfassung unterhaltsamer sind. Aber das ist Geschmackssache, lachen kann man auf jeden Fall.


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Daphne Du Maurier's "Rebecca" Alfred Hitchcock (2 DVDs) - Faye DunawayDaphne Du Maurier's "Rebecca" Alfred Hitchcock (2 DVDs)
Faye Dunaway, Charles Dance, Jonathan Cake

DVD, 4. Dezember 2008
     Verkaufsrang: 4387      Noch nicht veröffentlicht

Preis: € 22,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Die Adaption eines guten und berühmten Romanes ist oftmals kein leichtes Unterfangen. Ab und an ist das auch schon mal gut in die Hose gegangen. Bei "Rebecca", dem gleichnamigen Werk aus der Feder der berühmten englischen Autorin Daphne du Maurier aus dem Jahre 1938, ist jedoch das Gegenteil der Fall. Dem schottischen Regisseur Jim O´Brien ist 1997 wirklich eine äußerst gelungene Filmversion für das britische Fernsehen gelungen, die sogar mit einem Emmy, dem "Fernseh-Oscar", ausgezeichnet worden ist. Dabei hatte es der Regisseur wahrlich nicht leicht: Hatte sich doch bereits 1940 die Regie-Ikone Alfred Hitchcock in seinem ersten Hollywood-Streifen - mit dem legendären Sir Laurence Olivier in der Hauptrolle- an die Verfilmung von "Rebecca" gemacht. Doch den Vergleich mit dem berühmten Vorgänger braucht das Remake in keinster Weise zu scheuen. Das liegt zum einen an der erstklassigen Darstellerriege um Oscar-Gewinnerin Faye Dunaway ("Bonnie & Clyde", "Little Big Man", "Chinatown") und Diana Rigg ("Sommernachtstraum", "James Bond 007 - Im Geheimdienst Ihrer Majestät), die in den 1960er-Jahren weltweit als scharfzüngige, schlagkräftige, emanzipierte und oft in Leder gekleidete Emma Peel in der britischen Fernsehserie "Mit Schim, Charme und Melone" bekannt wurde. Zum anderen versucht Regisseur O´Bien überhaupt nicht, die wesentlich gruseligere und sehr viel subtilere Variante von Hitchcock zu kopieren, sondern er schafft es mit seiner Version von "Rebecca" eine schöne und romantische Liebesgeschichte zu kreieren, die mit warmen Farben und herrlichen Kulissen glänzt.
Der adelige Maxime de Winter (Charles Dance, "Gosford Park", "Alien 3") hat einen großen Schicksalsschalg hinter sich, den er noch immer nicht richtig verdaut hat: Seine Frau Rebecca ist vor gut einem Jahr bei einem Bootsunfall ums Leben gekommen. In seinem Versuch den Erinnerungen an Rebecca zu entfliehen, trifft der adelige Maxime De Winter in Monte Carlo auf die stets betrunkene und peinliche Mrs. Van Hopper (Faye Dunaway). Doch nicht diese weckt sein Interesse, sondern deren schüchterne Gesellschafterin (Emilia Fox, "Pride and Prejudice, "Der Pianist"). Deren Natürlichkeit und Naivität nimmt ihn schnell gefangen, so dass Maxime sich bereits nach kurzer Bekanntschaft in sie verliebt und um ihre Hand anhält. Da es der Dame genau so ergeht, nimmt sie den Antrag an und die beiden verbringen eine Hochzeitsreise voller Liebe und Romantik. Doch als die beiden schließlich auf den Herrensitz Manderlay der de Winters in Cornwall zurückkehren, beginnen die Probleme: Nicht nur die steife und seltsame Hausdame Mrs. Danvers (Diana Rigg) behandelt die "neue" Mrs. De Winter ablehnend. Nein, es scheint auf Manderlay sogar zu spuken. Der Geist der verstorbenen Rebecca (Lucy Cohu) scheint sein Unwesen auf dem Anwesen zu treiben. Maxime leidet sehr darunter, alte Wunden brechen wieder auf, und die unheimliche Haushälterin versucht absichtlich, die junge Frau allmählich in den Wahnsinn zu treiben. Für die junge Mrs. de Winter scheint somit alles zu einem großen Albtraum zu werden...Können die beiden der gefährlichen Situation gemeinsam Herr werden ? Ist die Liebe des Paares stark genug, um auch den "Leichen der Vergangenheit" zu trotzen ?
"Rebecca" - eine tolle Literaturverfilmung eines echten Klassikers. Spannend, schaurig, rührend und romantisch zugleich ! Welcher Film kann das schon von sich behaupten ? Über drei Stunden beste Fernsehunterhaltung bietet Ihnen diese DVD aus dem Hause NewKSM. Prädikat: Unbedingt ansehen !


Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Sehr einfühlsam! (Rebecca ITV Miniserie 1996/97)      5 von 5 Punkten
Der Inhalt in ganz kurzer Form, da dieser sicherlich hinlänglich bekannt ist:
In seinem Versuch den Erinnerungen an seine verstorbene Frau Rebecca zu entfliehen, trifft der adelige Maxime De Winter in Monte Carlo auf die stets betrunkene und peinliche Mrs. Hopper. Aber nicht sie erweckt sein Interesse, sondern ihre schüchterne aber kindlich-offene Gesellschafterin. Ihre Natürlichkeit und Naivität nimmt ihn gefangen. Nach kurzer Bekanntschaft verlieben sich beide ineinander und Maxime heiratet sie. Sie machen eine Hochzeitsreise voller Romantik und Liebe. Zurück auf seinem Herrensitz Manderlay in Cornwall, tritt ihnen, nicht nur die steife und seltsame Hausdame Mrs. Danvers entgegen, sondern auch überall der Geist der verstorbenen Rebecca De Winter. Maxime leidet darunter, alte Wunden brechen auf - für die junge Mrs. De Winter scheint alles zum Albtraum zu werden. Wie stark ist die Liebe des Paares...?

Film und Schauspieler:
Diese 189 minütige Neuverfilmung des berühmten Romans von Daphne Du Maurier ist sicherlich nur teilweise vergleichbar mit der legendären Hitchcock Verfilmung aus dem Jahre 1940. Er ist jedenfalls unserer Zeit angepasst etwas weicher gezeichnet: der Schwerpunkt liegt mehr auf der Beziehung des Paares und es sind weniger gruselige Momente zu finden, obwohl auch dieser Streifen äußerst spannend ist. Ich finde den alten Film grandios, ein Kultfilm ganz sicher, aber die Chemie zwischen den Protagonisten fehlte aus bekannten Gründen völlig: Sir Laurence Olivier wollte seine Freundin Vivian Leigh für die Rolle der 2. Mrs. De Winter und bekam statt ihrer aber Joan Fontaine, die er nicht mochte. Nun, letztlich tat dies dem Film als Hitchcock-Klassiker keinen allzu großen Abbruch, er ist so und so genial.
Ich möchte aber bewusst keine weiteren Vergleiche ziehen, denn dieser Film hier kann sehr gut auf eigenen Beinen stehen, er ist auf seine Art hervorragend. Durch die angenehme Länge des Filmes, darf man auch länger dem Paar in ihrer Entwicklung zusehen. Hier stimmt nun die so sehr ersehnte Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern, die dem Zuseher ein wirklich verliebtes, ja sich innig liebendes Paar darstellt. Es gibt einige sehr zärtliche Szenen zwischen den beiden, die recht glaubhaft herüber kommen.
Mag Charles Dance im ersten Augenblick vielleicht nicht ganz dem heutigen Ideal eines Englischen Lords gleichen, so muss man doch feststellen, dass er aber dem Ideal der damaligen Zeit durchaus entspricht, ganz abgesehen von der unwahrscheinlichen Wandlungsfähigkeit dieses britischen Schauspielers, der in einem Augenblick Verzweiflung und heftigen Ärger in Liebe und Zärtlichkeit umwandeln kann. Beides nimmt man ihm 100%ig ab!Außerdem ist das Aussehen sicherlich Geschmacksache. Er hat jedenfalls diesem zerrissenen, verzweifelten und liebeshungrigen Maxime de Winter Leben eingehaucht, das man nachempfinden konnte. Ich mochte ihn in der Rolle sehr und sah ihm sehr gerne zu. Ich fand ihn mit der Zeit sogar recht anziehend...:).
Emilia Fox, allen P&P (Stolz und Vorurteil) Fans bestens bekannt als Darcy's kleine Schwester Georgiana, spielte hier die zweite Mrs. De Winter einfach superb. Ihre Wandlung vom etwas schüchternen und leicht beeinflussbaren jungen Mädchen zu einer Frau, die zu einer echten Stütze für ihren Mann wird, ist sehr glaubhaft dargestellt. Emilia Fox spielt diesen kindlichen Charakter ausgezeichnet. Ihr hübsches, sauberes Gesicht ist so der sichtbare Gegenpol zum doppelt so alten, einiges hinter sich habenden Äußeren Maxims.
Diana Rigg als Mrs. Danvers spielt hervorragend. Sie bekam auch für ihre Rolle eine Emmy Award. Die Tiefe des Wahnsinns dieser Figur wird nach und nach offenbar, was der Zuseher beklemmend mitbekommt.
Faye Dunaway mimt die stets zu tief ins Glas guckende und peinliche Mrs. Hopper genial. Alle Schauspieler sind passend und wunderbar. Hervorheben möchte ich nur noch Geraldine James, die die liebenswerte und etwas vorlaute Schwester Maxims, Beatrice darstellt. Ich sah sie in dem Monumentalwerk 'Gandhi' als Mirabehn. Habe mich gefreut sie hier wieder zu sehen.

Fazit:
Eine äußerst gelungene Verfilmung des berühmten Buches von Daphne Du Maurier.
Ich habe den Film (in der englische Originalversion) in vollen Zügen genossen und mich von seiner Dramatik, seiner Romantik und Spannung tragen lassen. Wie schön, dass es dieses ITV-Leckerli nun auch bald in Deutscher Sprache gibt!
Ich empfehle diese DVD wärmstens. Das Bonusmaterial scheint zwar nicht wirklich groß erwähnenswert, der Film hingegen ist wirklich wunderbar! Und nur drauf kommt es ja eigentlich an!
Ich schlage vor: DVD kaufen oder schenken lassen und mit einem guten Getränk, ein paar Knabbereien diesen wunderbaren Film genießen!


Fingersmith [UK IMPORT] - Sally HawkinsFingersmith [UK IMPORT]
Sally Hawkins, Elaine Cassidy, Rupert Evans, Charles Dance, David Troughton

DVD, 18. April 2005
     Verkaufsrang: 11011      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,97 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)

Und auf einmal ist alles ganz anders...      5 von 5 Punkten
Ich hatte mir die DVD in den Niederlanden "auf gut Glück" als Doppel-DVD besorgt und saß somit ohne große Erwartungen vor dem Fernseher. Auch hatte ich -bis ich diese DVD besaß- zwar von Sarah Waters als Autorin gehört, aber noch keins ihrer Bücher gelesen. (Wird aber nachgeholt, sobald ich mit meiner derzeitigen Lektüre durch bin!!!)
Da ich jedoch ein großer Fan der BBC-Literaturverfilmungen ("Pride&Prejudice", "North&South" etc.) bin, wußte ich, daß mich zumindest ein hochwertig produzierter Film erwartet. Und auch wenn "Fingersmith" (noch) kein britischer Literaturklassiker ist wie etwa die Werke einer Miss Austen oder Miss Gaskell, so ist dieser Film genauso anspruchsvoll und ansprechend inszeniert wie seine "klassischen" Vorgänger. Es ist immer wieder erfreulich zu sehen, wie viel Mühe sich die Briten bei der Verfilmung ihrer Literatur geben, alles wirkt sehr glaubwürdig und detailgetreu in der Ausstattung, so daß man sich wunderbar ins England des viktorianischen Zeitalters versetzt fühlt.
Zum Beginn des Films (vielmehr der ersten DVD auf der niederländischen Version), glaubt man, ziemlich schnell zu wissen, worum es geht.
Die Handlung ist zunächst aus der Sicht des Waisenmädchens Sue erzählt, wunderbar dargestellt von Sally Hawkins, mit der man sich ziemlich schnell identifiziert. Hawkins spielt sehr glaubwürdig, ihr Konflikt zwischen Maud und "Gentleman" kommt realistisch rüber und kurz vor Schluß der ersten DVD haßt man sie richtig für das, was sie Maud antut.
Und dann ist auf einmal alles ganz anders und für einen kurzen Moment hat man das Gefühl, in einem David-Lynch-Film zu sitzen. Obwohl ich am Anfang dachte: "Ach komm, guck nur die erste DVD und die zweite dann morgen...", konnte ich nicht anders und habe mir nachts um 3 noch die zweite reingezogen, weil ich unbedingt wissen wollte, was dieser plötzliche Twist in der Handlung denn nun auf einmal soll, warum ich als Zuschauerin auf einmal das, was ich noch wenige Minuten zuvor geglaubt habe, auf einmal nicht mehr glauben kann.
Die zweite Hälfte des Films (bzw. die zweite DVD des NL-Import)ist denn auch weniger eine lesbische Lovestory denn vielmehr ein mitunter verwirrendes Spiel um Intrigen, Habgier und die eigene Identität, das man so am Anfang nicht erwartet hätte. Das alles ist teilweise etwas verwirrend und nicht immer einfach zu verstehen, wer denn jetzt wer ist und warum und überhaupt. Hier hätte der Film sich etwas mehr Zeit lassen können, vor allem Mauds Sichtweise der Geschichte wird meines Erachtens viel zu hastig abgehandelt, so daß die Figur der Maud nicht immer glaubwürdig rüber kommt. Der Zuschauer lernt sie am Anfang des Films als spröde Jungfer kennen, ihre Wandlung zum "Biest" ist nicht gerade glaubhaft ausgearbeitet worden, was weniger an Elaine Cassidys Darstellung der Maud als an einem nicht ganz zu Ende gedachten Drehbuch liegt. Vielleicht stand die Produktion ein wenig unter Zeitdruck, man weiß es nicht so genau. So aber jedoch lernen wir Maud vor allem durch Sues Augen kennen und weniger durch ihr eigenes Handeln. Irgendwie denkt man zum Ende des Films, wenn man die "neue" Maud bereits kennt,: "Warum machst du denn sowas, du bist doch so eine Liebe!"
Abgesehen von diesen kleinen Schwächen im Drehbuch ist "Fingersmith" jedoch eine grandiose BBC-Adaption, die meines Erachtens den Vergleich mit "Pride&Prejudice" oder "North&South" was das Niveau und den Anspruch der Produktion angeht, nicht zu scheuen braucht.
Neben der bereits erwähnten detailverliebten Ausstattung garantiert ein packend orchestrierter Soundtrack die nötige Stimmung, "Fingersmith" ist eher ein Thriller als ein Liebesfilm, dessen Atmosphäre mitunter ziemlich düster und mysteriös ist.
Darüberhinaus ist der Film bis in die kleinsten Nebenrollen wunderbar besetzt. Sally Hawkins und Elaine Cassidy als Sue und Maud sind beide auf ihre ganz eigene Art brillant und harmonieren großartig miteinander, Charles Dance ("Gosford Park", "Das Phantom der Oper") gibt einen herrlich bösartig-verschrobenen Mr. Lily, von dem man gerne mehr gesehen hätte, Imelda Staunton ist einerseits die kaltherzige Bandenchefin ("I'm looking after six children at the moment, no one will wonder if there'll be only five left tomorrow.") und andererseits eine Mutter mit einem Herz aus Gold, was sich dem Zuschauer auch genau so darstellt, wodurch die Rolle der Mrs Sucksby eine der stärksten des ganzen Films ist. Einzig Rupert Evans' Darstellung des "Gentleman" bleibt ein wenig blass. Wie gesagt, ich kenne die Romanvorlage nicht, aber um "Gentleman" verstehen zu können, sollte man sich besser das Making-of (in der NL-Version leider nur knapp 10Minuten) ansehen. So jedoch läßt einem die Rolle dieser Figur ein wenig ratlos zurück, ob das im Roman genauso ist, kann ich leider (noch) nicht sagen. Zumindest ist Rupert Evans ganz schnuckelig anzusehen und dürfte somit auch die Herzen heterosexueller Zuschauerinnen und homosexueller Zuschauer erfreuen.
Nichtsdestotrotz ist "Fingersmith" mal wieder ein grandioses Stück BBC-Filmgeschichte, ein Film, in dem nichts so ist, wie es zu Anfang scheint, über den man auch gerne noch ein wenig nachdenken kann (sollte), der aber auch wunderbar unterhält und 180 gaaanz spannende Minuten verspricht.
Angucken!!!

Kriminaldrama mit romantischem Twist      5 von 5 Punkten
Nachdem ich den Roman "Solange Du lügst" verschlungen hatte, war ich furchtbar gespannt auf diesen Film. "Tipping the Velvet" (dt. Die Muschelöffnerin) war ja bereits ein großer Erfolg. Und dieser Film steht dem in nichts nach. Die recht verschlungene Geschichte des Romans wird in einer anderen Reihenfolge erzählt. Das tut der Spannung aber keinen Abbruch.

Susan Trinder, Waisenkind, das in der Londoner Unterwelt aufgewachsen ist, wird als Dienstmädchen in das Haus der Lillys eingeschleust. Sie soll die spröde Miss Maud Lilly dazu überreden, den Ganoven Mr. Rivers zu heiraten. Susan fühlt sich in der fremden Umgebung sehr unwohl und kann sich nur eingewöhnen, weil sie bald eine enge Freundschaft mit ihrer jungen Herrin verbindet. So schön ist es mit Maud Lilly, dass Susan beinahe ihren Auftrag vergißt. Als Mr. Rivers wieder auftaucht, muss Susan tun, was er von ihr verlangt und Maud in die Falle locken. Widerwillig folgt sie seinem Plan, obwohl sie sich immer mehr eingestehen muss, dass sie einfach nur mit Maud glücklich sein will.

Aber während Susan zunehmend in Konflikt mit ihrer Rolle in diesem Betrugsspiel gerät, ist sie gleichzeitig der Spielball der anderen. Sie ahnt nichts von Mr. Rivers' wirklichen Absichten, dem Komplott, der um sie geschmiedet wird, und von Mauds Gefühlen.

Die Inszenierung in gewohnt guter BBC-Manier trumpft mit erstklassigen Darstellern und einer exzellenten musikalischen Untermalung auf. Absolut empfehlenswert!

Wunderbare Darstellerinnen in einer gelungen Romanverfilmung      5 von 5 Punkten
Nach der wundervollen, wenn vielleicht auch nicht genau der Stimmung der Romanvorlage entsprechenden Verfilmung von Sarah Waters Erstlingswerk "Tipping the Velvet", legt die BBC hiermit eine zweite Romanverfilmung der britischen Erfolgsautorin vor. Dabei glänzt auch dieser Zweiteiler mit einer exzellenten Ausstattung, einem stimmungsvoll-düsteren Soundtrack und vor allem, einer perfekten Besetzung. Neben der bereits in "Tipping the Velvet" (Zena Blake) überzeugenden Sally Hawkins als Sue Trinder beeindruckt hier vor allem die irische Schauspielerin Elaine Cassidy ("Felicia's Journey", "The Others"). Mit ihrer fein-pointierten Mimik schafft sie es auf beeindruckende Weise, die bis ins Mark zerrisenene Figur der Maud Lilly darzustellen. Überhaupt ist das Zusammenspiel von Sally Hawkins und Elaine Cassidy wundervoll - die beiden jungen Schauspielerinnen schaffen es, der komplexen Beziehung zwischen den beiden Hauptcharakteren Sue und Maud die nötige Glaubwürdigkeit und emotionale Tiefe zu verleihen, von der sowohl Roman als auch Film leben. Um der Romanerzählung gerecht zu werden, hätte die Verfilmung eigentlich als Dreiteiler erscheinen müssen - so leidet vor allem die Auflösung der verwickelten Geschichte etwas unter dem offensichtlichen Zeitmangel der Produktion. Schade auch, dass vor allem Mauds Geschichte im Gegensatz zum Teil des Films, der aus Susans Perspektive erzählt wird, nur sehr verkürzt dargestellt wird. Denn gerade Mauds widersprüchlicher Charakter und ihre Handlungsweise liessen sich besser nachvollziehen, wenn Drehbuchautor und Regisseur sowohl ihrem Heranwachsen als auch der langsamen Entwicklung ihrer Zuneigung zu Susan etwas mehr Aufmerksamkeit geschenkt hätten. Hier zeigt sich auch der Nachteil der "Voice-Over"-Technik - Viele der erklärenden Kommentare von Mauds und Sues Seite wären durch eine intensivere Darstellung der Charakterentwicklung überflüssig geworden. In jedem Fall empfiehlt es sich, auch den Roman "Fingersmith" zu lesen - die psychologische Tiefe und düstere Stimmung des Romans kann der Film leider nur ansatzweise ankratzen, und natürlich kann eine Verfilmung Sarah Waters pointierter Prosa kaum gerecht werden. 5 Sterne trotzdem - sie gelten vor allem Elaine Cassidy und Sally Hawkins, sowie der bekannten Charakterdarstellerin Imelda Staunton in ihrer Rolle als Mrs. Sucksby. Die DVD selbst ist schön gestaltet und benutzerfreundlich, hätte aber noch einige Extras vertragen können: Zusätzliche Interviews zur Making-Off-Featurette, vor allem mit Elaine Cassidy, die leider überhaupt nicht zu Wort kommt, wären wünschenswert gewesen; Auch eine Diashow (die in Minimalform auf der amerikanischen DVD vorhanden ist), wie auf der DVD zu "Tipping the Velvet", wäre schön gewesen.

BBC kann es einfach      5 von 5 Punkten
"Fingersmith" ist nach "Tipping the Velvet" bereits die zweite Verfilmung eines Sarah Waters Romans. Um es gleich zu sagen: sie ist gelungen. Und das war, angesichts der Tatsache, dass es der schwächere Roman der beiden ist, der doch einige Längen hat, vielleicht sogar schwieriger.
Kurz zur Handlung: Die junge Susan, aufgewachsen in einer Diebes-"Familie", entwirft zusammen mit dem diabolischen Mr. Rivers einen Plan, um an das Erbe der jungen Maud zu kommen. Maud lebt bei ihrem Onkel, einem dubiosen Griesgram. Bei einer Heirat würden ihr einige tausend Pfund zugesprochen werden. Susan soll nun dafür sorgen, dass die Avancen von Mr. Rivers Erfolg haben. Gegen eine Beteiligung, versteht sich. Mehr sei nicht verraten, denn es entspinnt sich eine spannende Story mit sehr überraschenden Wendungen.
Die Szenerie des Filmes ist stimmig und zeugt durchaus von positiv überraschendem (finaziellem) Aufwand der Filmemacher, was sowohl an den guten Nachbildungen als auch an den guten Kostümen liegt. Man wird zurückgesetzt ins 19. Jahrhundert. Auch wenn man natürlich annehmen kann, dass damals Homosexualität ein deutlich größeres Problem war, als hier im Film (nicht) beschrieben. Sei's drum.
Die Schauspieler agieren wunderbar. Am bekanntesten dürfte dabei Imelda Staunton sein, die für "Vera Drake" auch schon einmal für einen Oscar nominiert war. Das britische Englisch aller Schauspieler ist meiner Meinung nach übrigens sehr gut zu verstehen und recht deutlich.
Herauskristallisieren tut sich bei dieser Verfilmung aber auch wieder, dass BBC ein Händchen für Erotik hat. Ebenso wie in "Tipping the Velvet" werden auch hier Filmküsse in Szene gesetzt, die einem direkt unter die Haut gehen. Die große Kunst Erotik zu erzeugen, ohne aufdringliche oder alles-zeigende Sexszenen, gibt es in beiden Verfilmungen nahe der Perfektion.
Die Ausstattung der DVD ist ok. Es gibt ein Making Of und ein bißchen was zum Lesen. Kleinere Mankos sind zum einen, dass es keine englische Untertitel gibt (deutscher Ton natürlich sowieso nicht, aber das weiß man ja) und auch, dass im Menü eigentlich nicht so richtig ersichtlich wird, dass es sich um einen Zweiteiler handelt. Freunde von mir jedenfalls haben den Film schlecht bewertet, weil sie nur den ersten Teil gesehen haben (der einen luftjapsend zurücklässt).
Ich würde dafür einen halben Stern abziehen, aber da es nicht geht, und ein ganzer Stern zuviel wäre, bleibt es bei den fünf Sternen. Wenngleich ich "Tipping the Velvet" vielleicht noch einen Tick besser finde. Aber die Verfilmung schafft es perfekte die Überlängen des Buches herauszufiltern und weg zu lassen, ohne die Story zu verschlimmern, zu verschlimmbessern oder zu zerhacken. BBC gelingt damit die zweite sehr, sehr gute Verfilmung eines Sarah Waters Romans. Und allein das verdient schon einen extra Stern.
Bitte mehr davon, denn so wahnsinnig viele gute, positive, erotische Frauenliebesgeschichten gibt es nun wahrlich nicht, wenngleich die beiden BBC-Verfilmungen eigentlich zu den Klassikern gehören werden in den Filmregalen der Lesbenwelt. Jedenfalls wenn sie englisch sprechen.

Sensibles Drama      5 von 5 Punkten
Eine historisch-lesbische Liebesgeschichte - das kann ja was werden, dachte ich.
Man wird eines weit Besseren belehrt. Die in zwei Episoden unterteilte und daher mit einer dreistündigen Laufzeit gesegnete DVD überzeugt von der ersten bis zur letzten Minute, vor allem durch das sensible Schauspiel der beiden Hauptakteurinnen.
Das intrigante Treiben des hübschen, aber hinterhältigen Mr. Rivers (Rupert Evans) sorgt für Spannung - die schöne Elaine Cassidy, vor allem im Beisein einer grandiosen Sally Hawkins, für eine köstliche Portion Sinnlichkeit. Die Besetzung ist natürlich ein absoluter Glücksfall, bis hinein in die Nebenrollen.
Einziger Minuspunkt: Die DVD ist leider nur originalsprachlich und nicht untertitelt.


 Weitere Kundenmeinungen


Bleak House [UK IMPORT] - Charles DanceBleak House [UK IMPORT]
Charles Dance, Gillian Anderson, Ian Richardson, Alun Armstrong, Pauline Collins

DVD, 13. November 2006
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Spannende Adaption eines Klassikers      5 von 5 Punkten
Der Gedanke, Charles Dickens Meisterwerk und kritisches Gesellschaftsbild "Bleak House" in eine Seifenoper zu verwandeln, mag so manchen leicht befremden. Doch diese BBC Produktion hat es mit ihrem straffen Skript nicht nur geschafft, das Triviale zu vermeiden; durch die geniale Feder von Andrew Davies ist aus der manchmal etwas zähflüssigen Geschichte auch eine atemberaubende Bilderflut entstanden, die den Zuschauer in oft schauriges Erstaunen versetzt. Willkommen in der lebendigen, aber oft auch düsteren Welt der Hauptmetropole Englands Mitte des 19. Jahrhunderts! Vor dem Hintergrund eines gewaltigen Gerichtsprozesses, der schon viele unschuldige Seelen unglücklich gemacht hat, in dem er mit zermürbender Langsamkeit voranschreitet und Hoffnungen zerstört hat, befassen wir uns mit den Einzelschicksalen drei junger Menschen, die soeben in eben diesen Prozess mit eingebunden werden: Richard Carstone und Miss Ada Clare, aber auch mit der Waise, Esther Summerson, deren Vergangenheit ein erschütterndes Drama heraufbeschwört, welches bald alle Gesellschaftsschichten beschäftigen wird.

Eines hat sich die herzensgute, aber etwas schwachsinnige Miss Flite (Pauline Collins) geschworen: Sobald der Tag der Entscheidung ("the day of judgement") gekommen sein, wird sie ihren geliebten Vögelchen, die so klangvolle Namen wie Freiheit und Hoffnung, aber auch Ruin und Verzweiflung haben, die Freiheit schenken. Bis dahin können aber noch einige Jahre vergehen. Mir. John Jarndyce (Denis Lawson) hat bereits alle Hoffnungen auf ein gutes Ende aufgegeben. Nachdem er bereits Zeuge von zerstörten Persönlichkeiten in seiner Familie geworden war, bemüht er sich, wenigstens das Schlimmste bei der nächsten Generation verhindern. So werden ihm die Mündel im Fall Jarndyce, Richard und Ada, anvertraut. Aber auch die junge Esther Summerson wird von dem Menschenfreund als Gesellschafterin und Haushälterin angenommen. Die Schützlinge schließen untereinander eine herzliche Freundschaft. Richard und Ada verlieben sich sogar ineinander und wollen sich verloben. Der wohlwollende Mr. Jarndyce sorgt sich um die Zukunft seiner Mündel. Besonders Richard scheint nicht so recht zu wissen, was er beruflich anstreben will. Als er sich verhängnisvoller Weise dem juristischen Fach zuwendet, entwickelt er eine regelrechte Obsession im eigenen Erbrechtsfall Jarndyce und Jarndyce, was schließlich zu einer Entfremdung von Mr. John Jarndyce führt.
Der junge Anwalt Guppy hat indes seine Liebe zu Esther entdeckt. Diese erwidert seine Gefühle zwar nicht, aber der junge Mann ist entschlossen, seiner Verehrten einen Dienst zu erweisen und möchte für sie das Rätsel ihrer Herkunft lösen. Die Spur führt zu einem rätselhaften Todesfall in einer heruntergekommenen Mietswohnung von Mr. Krook. Hier schnüffelt auch der Anwalt Tulkinghorn (fies und eiskalt: Charles Dance), der von Lady Dedlock (Gillian Anderson) beauftragt wurde, die Identität eines Gerichtsabschreibers zu klären. Dieser Mieter hat sich als Nemo bezeichnet und ist der Opiumsucht erlegen. Ein gewisser Jo (Harry Eden "Oliver Twist"), ein einfacher Junge, scheint mehr über die Hintergründe zu wissen. Der arme Kerl gerät durch die Aufmerksamkeit verschiedener Personen unter argen Druck, vor allem als ihn eine geheimnisvolle Dame bittet, die Grabstelle von Nemo besichtigen zu dürfen und schließlich von der Geheimpolizei gesucht wird. Als Jo schwerkrank seinem Schicksal zu entfliehen sucht, begegnet er ausgerechnet der gütigen Esther, die ihn sogleich aufnimmt. Am nächsten Tag ist er verschwunden, aber er hat leider seine Viren da gelassen. So erkrankt Esther an den Pocken, durch die sie entstellt wird.
Vor ihrer Erkrankung hatte sie Anzeichen zarter Gefühle bei dem jungen Arzt, Dr. Allan Woodcourt, entdeckt. Aber nun glaubt sie, ihn für immer verloren zu haben. Bald darauf wird sie von der schönen und unnahbaren Lady Dedlock aufgesucht, die ihr ein Geheimnis entdeckt, welches die junge Dame glücklich und zugleich sehr betrüblich stimmt. Leider ist sie an ein Schweigegelübde gebunden, da sonst der gesellschaftliche Status und das Leben Lady Dedlock bedroht werden. Doch der skrupellose Anwalt ihres Ehemannes ist nicht so feinfühlig und konfrontiert Lady Dedlock mit ihrer Vergangenheit, die er in mühevoller Kleinstarbeit rekonstruiert hat. Wenig später wird Tulkinghorns ermordet aufgefunden und die Ermittlungen von Inspektor Buket zeigen überraschende Erkenntnisse. Doch für eine Person kommt das Ergebnis leider zu spät...

Die Episoden dauern jeweils 30 Minuten. Die Bildwechsel sind oft scharf und abgehackt. Einmal fällt der Blick des Betrachters auf die melancholische Lady Dedlock, die in dem düsteren erwürdigen Familienbesitz ihres Mannes von den Schatten ihrer Vergangenheit eingeholt wird, dann sieht man Ada und Esther wieder gemütlich und heiter einen Spaziergang durch sonnengeflutetes Gelände machen. Man kann förmlich den Gestank des heruntergekommen Miethauses von Mr. Krook aufnehmen und den armen kleinen Gassenjungen Jo in das Obdachlosenasyl "Tom-All-Alone`s" begleiten. Skrupellos und machtbesessen ist der kalte Tulkinghorn, dem der Zuschauer an fast jedem Platz begegnet und so den Worten von Sergeant George zustimmt, der anmerkt, dass alles bei Tulkinghorn endet.
Besondere Aufmerksamkeit verdient die Person des Mr. John Jarndyce. Im Buch können wir diese Persönlichkeit nur durch die Augen der Erzählerin Ester kennen lernen. Denis Lawson verleiht nun seinem Charakter mehr Tiefe und lässt ihn komplexer erscheinen. Esther sieht ihn als selbstlosen Menschenfreund, der er tatsächlich auch ist, aber er ist auch ein Mann mit tiefen Gefühlen. Diese Gefühle richtet er auf die charakterfeste und doch so liebliche junge Esther. Er ist sich im Klaren darüber, dass Esther in ihm nur einen väterlichen Freund sieht, gleichzeitig hofft er, mehr zu sein, um Esther nicht zu verlieren. Da er jedoch das Beste für seine junge Schutzbefohlene möchte, ist er sich nicht sicher, ob eine Ehe mit ihm, Esther wirklich glücklich macht. Diese Zweifel beschäftigen ihn sogar, als Esther in eine Verlobung einwilligt. Am Ende trifft er für sie eine wichtige Entscheidung.
Es wäre wirklich unmöglich in einer Rezension auf all die vielen Kleinigkeiten und auf die einzelnen, wichtigen Haupt- und Nebenfiguren einzugehen, die so detailgetreu in Szene gesetzt werden und ihren wichtigen Beitrag zu der Geschichte um Bleak House leisten. Man kann nur die freundliche und ernst gemeinte Einladung aussprechen, all die kuriosen, liebens- oder verachtungswürdigen Gestalten selbst kennen zu lernen, zum Beispiel den ekelhaften, schmierig gierigen Geldverleiher und Geizhals Smallweed, oder den ehrenhaften Sergeant George, den Schlaufuchs Buket, die anhängliche kleine Charley, den verzweifelten Mr. Gridley und natürlich auch den ehrwürdigen Sir Leicester, der seine Ehefrau viel mehr liebte, als sie sich jemals vorstellen konnte.
"Bleak House" ist eine komplex erzählte spannende und ergreifende Geschichte ohne Sentimentalitäten, für die man sich zwar etwas Zeit nehmen muss, aber die ein genaues Betrachten wirklich lohnenswert macht!


ich bin immer noch überwältigt....      5 von 5 Punkten
Was uns BBC mal wieder vorsetzt ist 1A Spitzenklasse. Bleak House, Charles Dickens komplexester Roman hat es mir voll angetan - nachdem ich die Serie innerhalb kurzer Zeit zweimal gesehen habe, lese ich jetzt das Buch und bin fasziniert von seiner Wortgewalt. Und genau diese ist auch in der außerordentlich gelungenen Verfilmung zum Vorschein gekommen.
Am meisten hervorzuheben, neben der tollen Romanvorlage, sind die Schauspieler. Während ich bis jetzt vor allem Gillian Anderson für ihre Rolle als Lady Dedlock gerühmt gehört habe, muss ich hinzufügen, dass sie längst nicht die einzige ist, die ihre Rolle superb spielt. Charles Dance als skrupelloser Anwalt Tulkinhorn ist schrecklich angsteinflößend, Carey Mulligan als Ada richtig süß und Burn Gorman, der Mr. Guppy spielt, überzeugend naiv. Ach, ich könnte weitermachen und jeden einzelnen Schauspieler bis in die Nebenrollen hinein aufzählen, möchte aber nur noch eine weiter hervorheben: Anna Maxwell Martin, in der Rolle der Esther Summerson, hat es mir besonders angetan. Ich mag Esther im Buch nicht sondernlich - irgendwie übertrieben lieb -, aber diese Schauspielerin schafft es mit ihrer Natürlichkeit, ohne allzu gutes Aussehen der Rolle sehr viel Tiefgang und Gewicht zu verleihen. Schon in North & South und auch in ihrer Nebenrolle in Becoming Jane hat sie mir besonders gut gefallen und umso begeisterter war ich, Anna M. M. hier in einer richtigen Hauptrolle zu sehen.
Das Tempo der Handlung ist sehr schnell und vor allem zu Beginn muss man erst einmal die einzelnen Personen auseinanderhalten. Dass diese dann auch alle irgendwie verbunden sind miteinander macht das ganze noch einmal besonders schwer. Wer also bei den ersten beiden Teile nicht richtig aufpasst, wird es später schwer haben, die Handlung zu verstehen. Untertitel sind auf jeden Fall zu empfehlen, da der Londoner Gossenslang doch recht schwer zu verstehen ist - aber, nur zur Anmerkung: ich hatte nicht die Möglichkeit, die Serie mit Untertiteln zu sehen, und habe auch so einen Großteil verstanden.
Nachdem die Handlung aber aufgebaut wurde, kommt man nicht mehr los davon. Ich war irgendwann völlig versunken in der Geschichte und merkte gar nicht wie die Zeit verging, was mir bei nicht vielen Filmen geschieht.
Die Locations sind allesamt sehr gut gemacht. Der Kontrast zwischen Elendsviertel und Aristokratie wird einem sehr deutlich gemacht und nirgendwo erschien mir ein Set billig oder unecht.
Einziges Manko: die schon erwähnte Kameratechnik, die doch etwas zu viel mit Zoom und damit verbundenen, primitiven, Tongeräuschen arbeitete. Bis zu einem gewissen Grad ist das gut, ich möchte in einer Krimigeschichte keine Bilderaufnahmen wie bei einer Verfilmung von 'Pride and Prejudice', doch teilweise wurde etwas übertrieben - schade, aber kaum qualitätsmindernd.

Insgesamt meine uneingeschränkte Empfehlung für alle Fans von BBC Period Dramen, die einmal mehr wollen als eine Jane Austen Verfilmung, aber auch für alle, die einer spannenden, komplexen Story nicht abgeneigt sind und sich auch einmal gern acht Stunden an den Bildschirm fesseln lassen.



Spannendes Puzzle      5 von 5 Punkten
Lady Dedlock hat ein düsteres Geheimnis. Der eiskalte Anwalt Tulkinghorn will herausfinden, was die Lady zu verbergen hat und stößt immer tiefer in ihre Vergangenheit vor. Währenddessen spielt sich der Jarndyce-Prozess ab, ein Erbstreit, der schon viele Jahre lang andauert und dessen Gewinner es zu unvorstellbarem Reichtum bringen kann - falls dieser Prozess jemals zu einem Ende kommt...
Das sind nur zwei der Handlungsebenen, auf denen sich "Bleak House" abspielt, denn der Film folgt nicht nur diesen beiden Geschichten, sondern verbindet sie mit den verschiedensten Einzelschicksalen aus den unterschiedlichsten sozialen Schichten. Anfangs erscheint diese Menge an Charakteren und ihren Geschichten etwas verwirrend, doch im Laufe der immerhin weit über 400 Minuten entwickelt sich eine spannende Geschichte, fügt sich ein Puzzlestück zum nächsten und präsentiert sich so eine faszinierende Sozialstudie der englischen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts. Nicht alle Handlungsstränge vermögen es, den Zuschauer vollends zu packen und dennoch bleibt man gefesselt vor dem Fernseher sitzen, um zu sehen, wie es weitergeht. Für eine Film-Adaption hätte man sicherlich viele dieser kleineren Geschichten rausgekürzt, das Format der Serie jedoch bietet sich geradezu an, alles von allen Aspekten her zu beleuchten. Dennoch: an manchen Stellen hätte ich mir schon ein paar Kürzungen gewünscht, um andere, wichtigere Handlungsstränge evtl. etwas mehr auszubauen. Vor allem die Geschichte um Rick und Ada wirkt nach einem starken Anfang doch ein wenig verloren und geht ein wenig unter bei all den Nebenhandlungen, was schon ein wenig schade ist.
Dennoch: "Bleak House" ist ein großartiges Stück Fernsehgeschichte und mal wieder ein Beweis dafür, daß die Briten es wie kaum jemand anders verstehen, literarische Vorlagen fürs Fernsehen zu adaptieren. (Angesichts dessen sollten sich einige Verantwortliche im deutschen Fernsehen ruhig mal ein Vorbild an der BBC nehmen und nicht die x-te Pilcher-Schmonzette verfilmen, von wegen Bildungsauftrag und so...) Allein die Besetzungsliste liest sich wie ein "Who is who" englischer Bühnen- und Leinwandgrößen und das selbst in den kleinsten Nebenrollen! Hervorzuheben sind eindeutig Gillian Anderson als unterkühlte Lady Dedlock und Charles Dance als knallharter Anwalt Tulkinghorn, die beide zum Niederknien spielen, vor allem Charles Dance lässt einen eiskalte Schauer den Rücken runter laufen. In den Nebenrollen sind sicherlich Burn Groman als Guppy und Philip Davis als Smallweed ("Shake me up, Judy!") zu erwähnen, die beide grandiose Typen darstellen, aber diese Liste ließe sich durch die ganze Besetzung fortführen, "Bleak House" ist ein grandioser Ensemble-Film, in dem ein Rädchen ins andere greift und der gerade von dieser Dynamik lebt.
Romantiker mögen vielleicht bemängeln, daß die Liebe in diesem Drama ein wenig allzu kurz kommt, aber "Bleak House" ist auch keine Liebesgeschichte, wie man sie sonst von der BBC (in der Regel mit einem "&" im Titel) kennt, sondern ein Thriller, der eher in Richtung "The way we live now" angesiedelt ist, was alles noch durch entsprechende Schnitte und Kameraführung verdeutlicht wird. Es sind gerade diese Schnitte, die fürs 19.Jahrhundert irgendwie anachronistisch wirken, die Dickens' Romanvorlage so passend ins 21.Jahrhundert einführen, daß es auch für heutige Zuschauer, die vielleicht keine oder nur wenig Ahnung von den damaligen Verhältnissen haben, verständlich und interessant ist und bleibt.
Wer also mal Lust auf einen historischen Thriller hat, der sollte sich "Bleak House" nicht entgehen lassen. Wer des weiteren Lust auf ein ganz spannendes Stück Weltliteratur mit durch die Bank weg großartigen Schauspielern hat, der sollte erst recht zugreifen. Und für all die Fans der BBC period drama ist diese DVD eh Pflicht!

Düster aber schön      5 von 5 Punkten
Ich habe die Serie damals durch die einer Freundin sehen können, als sie im der BBC ausgestrahlt wurde.
Nach der Veröffentlichung der DVD habe ich Gott sei Dank geduldig gewartet, denn ein halbes Jahr danach kam eine Special Edition, die im Gegensatz zur ersten Auflage Bonus-Material enthielt:
Audiokommentar zum Pilotfilm von Regisseur und Produzent, Interviews mit Gillian Anderson, Denis Lawson und Charles Dance sowie eine Bildergallerie zu den Dreharbeiten.
Für die, die sich mit dem Englisch etwas schwer tun, gibt es Untertitel, die die Dialekte etwas erträglicher machen.

Die 15 teilige Serie ist wirklich toll. Ich bin eigentlich kein Fan von "Seifenopern", aber diese Serie hat mich zum "Wann kommt die nächste Folge"-Süchtigen mutieren lassen -etwas, dass vorher nur die X-Files geschafft haben. Die Darsteller sind allesamt super, besoders herausragend sind Gillian Anderson als Lady Dedlock (Golden Globe und EMMY nominiert!), die ein Geheimnis hütet und Anna Maxwell-Martin als Esther Summerson (ausgezeichnet mit dem BAFTA TV Award), die Heldin der Geschichte.
Die Bösewichter sind sehr überzeugend (Charles Dance als fieser Tulkinghorne, ebenfalls Emmy nominiert)), und ich sag nur "Shake me up, Judy". Auch Denis Lawson ist als Mr Jarndice sehr überzeugend.
Die Kameraführung ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, aber irgendwie passt sie trotz alledem zu der Art, wie die Geschichte erzählt wird. Die Kamera vermittelt den Eindruck, als ob man mittem im Geschehen wäre, manchmal direkt dabei, dann wieder versteckt lauernd im Hintergund.
Da die Serie komplet in HD gedreh wurde, sind manche Einstellungen ziemlich dunkel (wurde teilweise nur mit natürliche Licht gearbeitet), was aber meiner Meinung nach perfekt zu Dickenschen Geschichte passt. "Bleak House" heißt nicht umsonst so ;-)
Die Bilder sind wunderschön fotografiert, jede Szene ist wie ein Gemälde. Ich hoffe, ein deutscher Sender wird sich der Serie annehmen und sie auch gebührend bewerben und ausstrahlen, auch wenn es darin nicht so viel nackte Haut und Gewalt enthalten ist wie in "Rome".

Unbedingt ansehen!


Alien Legacy 4er Box + Extra-DVD - Tom SkerrittAlien Legacy 4er Box + Extra-DVD
Tom Skerritt, Veronica Cartwright, Sigourney Weaver, Yaphet Kotto, John Hurt

DVD, 25. Mai 2000
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Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt. Als Alien 1979 in die Kinos kam, war der Film eine Sensation. Es war nicht nur sein ungewöhnliches Design, in der Gegenwart und Zukunft zu einem vollkommen eigenständigen Weltbild verschmolzen, und es war nicht nur das von dem Schweizer Künstler H.R. Giger erschaffene Monster, das den Film aus der Flut der durch Krieg der Sterne losgetretenen Welle von SciFi-Filmen hervorhob.
Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt, wie der Film in Deutschland in voller Länge heißt, war in dieser Phase, Ende der 70er-Jahre, der erste SciFi/Horrorfilm, ein Film, der ein vollkommen neues Schreckensszenario entwarf. So ist es nicht nur das Furcht einflößende Monster, das in diesem Film Schrecken verbreitet und die Besatzung eines Raumschiffes im Verlauf des Filmes kräftig dezimiert. Regisseur Ridley Scott lässt in seinem Film zwei Monster auf die Akteure los. Neben dem sichtbaren, fürchterlichen Monster mit seinem Durst nach menschlichem Blut gibt es ein unsichtbares, möglicherweise viel schrecklicheres Monster: Die Enge des Raumschiffes, in dem die Menschen um ihr Leben kämpfen. Es besteht aus Gängen, Lüftungsschächten, verschiedenen Decks, Lade- und Maschinenräumen, umgeben von Tonnen undurchdringbaren Stahls auf einem beschränkten Raum, der kein Entkommen erlaubt. In diesem Raum treffen sie zusammen, das menschliche Element auf der einen Seite und der unsagbare Schrecken, der Monster, der Schatten des Todes auf der anderen. Das sichtbare Monster wächst mit der Angst seiner Opfer; es weidet sich an deren Eingeweiden; es wird zum Verkünder des Untergangs - und lässt es zwei Stunden lang in der Magengrube des Zuschauers gewaltig rumoren.
Heute, 20 Jahre nach seiner Uraufführung, ist Alien einer der ganz wenigen Science-Fiction-Filme, die sich auch im Horrorgenre als Klassiker etablieren konnten. -Christian Lukas
Aliens - Die Rückkehr ist eine jener seltenen Fortsetzungen, die den ersten Teil weit übertreffen. Sigourney Weaver kehrt in der Rolle der Ripley zurück. Sie erwacht auf der Erde und muss feststellen, dass sie sich seit ihrer Flucht vor dem Monster nicht weniger als 57 Jahre in Stasis befunden hat. Jeder Mensch, den sie gekannt hat, ist tot. Um ihre Geschichte eines Alien-Angriffes zu beweisen, erhält sie die Möglichkeit - mit einer Gruppe schwer bewaffneter Marines - zu einer weit entfernten Kolonie zu fliegen, wo angeblich ein Alien, wie sie ihn beschrieben hat, gesichtet wurde. Angekommen in der Kolonie, entdeckt Ripley ein kleines Mädchen, das ihre Mutter-Instinkte weckt. Wie sie feststellen muss, ist das Mädchen die einzige Überlebende eines Angriffs der Aliens. Und die Gesellschaft, für die Ripley arbeitet, ist gar nicht darin interessiert, ihre Unschuld zu beweisen. Ihr geht es alleine darum, in den Besitz eines Monsters zu gelangen, um dieses in eine Waffe verwandeln zu können. Doch da haben sie die Rechnung ohne Ripley gemacht.
Dieser von James Cameron (Titanic) geschriebene und inszenierte Thriller ist einer der intensivsten und vor allem Furcht einflößendsten Actionfilme, die jemals gedreht worden sind. In der Rolle der Ripley hat Sigourney Weaver außerdem eine Frauenfigur kreiert, die es vorher in der Art im Actionfilm-Genre nicht gegeben hat. Ihre Leistung wurde, was bei Actionfilmen sehr selten ist, mit einer Oscarnominierung belohnt.
Neben Sigourney Weaver sind unter anderem Bill Paxton (Titanic, Ein einfacher Plan), Lance Henriksen (Millennium), Paul Reiser (Verrückt nach Dir) und Michael Biehn (Terminator) zu sehen.
Alien 3 ist der am wenigsten erfolgreiche Film dieser Reihe und entstand unter der Regie des Meisters des Stils David Fincher, dessen inhaltliche Leistung allerdings hinter den Erwartungen zurückblieb. Ripley, die einzige Überlebende ihrer letzten Mission, erwacht auf einem Gefangenenplaneten am äußeren Rand des Sonnensystems. Als sie versucht, wieder zu Kräften zu kommen, stellt sie nicht nur fest, dass ein Alien auf dem Planeten entkommen ist, sondern auch, dass Nachwuchs des besagten Aliens in ihr heranreift. Während sie beim Versuch, das Alien zu finden und zu töten, die Gefängnisverwaltung bekämpft (und dabei von den Mitgefangenen unterstützt wird), muss sie sich auch damit auseinandersetzten, dass ihr Leben bald beendet sein könnte. Doch die beeindruckenden Bilder sorgen für Verwirrung, und das Drehbuch macht alles nur noch konfuser. Der Ausgang ist aufregend, aber es ist ein sehr langer - und nicht besonders befriedigender - Weg dorthin.
Alien - Die Wiedergeburt. Ein bisschen erinnern die Alien-Filme an die Kinoausflüge von Raumschiff Enterprise: Die Filme mit den geraden Nummern sind die besseren. Denn ohne Frage: Dieser vierte, von dem Franzosen Jean-Pierre Jeunet (Die Stadt der verlorenen Kinder) inszenierte Teil ist eine eindeutige Steigerung gegenüber Alien 3, denn mit seiner Story haucht er dem Alien-Franchise neues Leben ein.
Lag zwischen den Geschichten von Teil eins bis drei ein Handlungsspielraum von rund 60 Jahren, so wurde die Handlung des vierten Teils noch einmal weiter in die Zukunft verlegt. Eine Zukunft, in der die Wissenschaftler einer Weltraum-Basis Ripley (Sigourney Weaver), die eigentlich im dritten Teil gestorben ist, klonen und zu neuem Leben erwecken. Allerdings haben sie ihre menschlichen Chromosome mit der DNA des Aliens gekreuzt, was Ripley enorme Kräfte verleiht. Eines Tages gelangt eine Gruppe von Schmugglern auf die Basis und entdeckt dort eine neue Rasse von Aliens, die im Endeffekt aus der gleichen Forschungsreihe wie die geklonte Ripley stammen. Und es geschieht, was geschehen muss: Die Monster kommen frei und schon bald gibt es auf der Basis keinen sicheren Platz mehr. Glück für die Schmuggler, dass sich Ripley auf ihre Seite schlägt und hilft, einen Weg aus der Basis hinaus zu suchen.
In einer weiteren Hauptrolle ist Winona Ryder als Schmugglerin zu sehen, die ein Geheimnis mit sich trägt, von dem niemand etwas erfahren darf. -Marshall Fine


Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 54 Bewertungen)

Das Paket von dem ich immer geträumt hab!      5 von 5 Punkten
Ich bin voller Alien-Fan und habe schon lange darauf gewartet, dass es endlich mal eine würdige Aline-Box geben wird: hier ist sie!


 Weitere Kundenmeinungen


Plenty - Eine demanzipierte Frau - Meryl StreepPlenty - Eine demanzipierte Frau
Meryl Streep, Charles Dance, Tracey Ullmann

DVD, 22. Juli 2003
     Verkaufsrang: 22648      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,99 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Kinowelt Plenty - Eine demanzipierte Frau, USK/FSK: 16+

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Meryl Streep in Höchstform      5 von 5 Punkten
Obwohl dieser Film wohl der unbekannteste von Meryl Streep sein mag, so muss ich unweigerlich zugeben, dass mir hier ihr schauspielerisches Talent sofort aufgefallen ist. Meryl Streep spielt unglaublich überzeugend eine junge Frau nach dem 2.Weltkrieg, die für ihre Ziele kämpft und sich niemandem unterordnet. Auch wenn das recht feministisch klingen mag, dieser Film ist für beiderlei Geschlecht geeignet.
Neben Meryl Streep stellt zudem Sam Neill als Lazar sein Können unter Beweis.
Zwar handelt es sich hierbei um eine Hollywood-Produktion, aber ab und zu kann das Resultat auch ein sehr anspruchsvoller und künstlerisch gestalteter Film sein.


Henry VIII [UK IMPORT] - Ray WinstoneHenry VIII [UK IMPORT]
Ray Winstone, Helena Bonham-Carter, Sean Bean, David Suchet, Emilia Fox

DVD, 14. März 2005
     Verkaufsrang: 24660      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 18,99 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)

Prachtvoll auf Englisch! Und wann endlich auf Deutsch?      5 von 5 Punkten
"Henry VIII" ist mit Abstand der beste und realistischste Film über den berühmt-berüchtigten Tudor-König, den ich je gesehen habe. Ray Winstone verkörpert perfekt diesen charismatischen Renaissance-Fürsten, der im Lauf der Zeit von seiner absoluten Macht so korrumpiert wurde, dass am Ende niemand mehr vor ihm und seinen sprunghaften Launen sicher war, weder Ehefrauen noch Freunde oder langjährige treu ergebene Diener. Die meisten Filme über Heinrich konzentrieren sich fast ausschließlich auf seine in schneller Folge abservierten Königinnen, aber hier erfährt der Zuschauer auch Interessantes über die innen- und außenpolitische Situation im England von anno dazumal und ihre Auswirkungen auf den König.

Aber natürlich steht auch hier die von allen Beteiligten wunderbar gespielte Damenriege im Vordergrund. Besonders angetan hat es mir wieder mal Helena Bonham-Carter, deren häufiges Erscheinen in britischen Kostümfilmen immer eine Bereicherung ist. Hier steuert ihre Rolle einen längst überfälligen und daher wohltuenden Gegenkurs zu dem ewigen Klischee der machtgierígen herzlosen Anne Boleyn. In "Henry VIII" erscheint Anne als tragische Figur. Eine lebenslustige junge Frau wird ausdrücklich gegen ihren Willen von einem Mann umworben, der im Vorfeld immerhin bereits ihre eigene Schwester geschwängert und danach einfach abgeschoben hat. Er sabotiert aus purem Egoismus die Ehepläne der neuen Angebeteten und belagert sie anschließend von früh bis spät, um sie doch noch für sich zu gewinnen. Heutzutage würde man so etwas als Stalking bezeichnen, aber im 16. Jahrhundert hatte frau keine Möglichkeit, gegen einen allzu hartnäckigen Verehrer eine einstweilige Verfügung zu erwirken - schon gar nicht, wenn es sich dabei um den König handelte.

Wie widersteht frau einem Mann, der sie einerseits glühend umwirbt und andererseits durchaus dazu in der Lage ist, der Widerspenstigem Zähmung dadurch abzurunden, dass er sie und ihre ganze Familie ruiniert? Dieser Konflikt, gefolgt von den allmählich doch noch erwachenden Gefühlen für den zunächst verschmähten Don Juan, dem kurzen Liebesglück zu zweit und dem unvermeidlichen Absturz aus dem Olymp mit seinen tödlichen Folgen, wird von Bonham-Carter einfach genial dargestellt.

Auch die anderen Ladies überzeugen: Von Katharina von Aragon, die mit Zähnen und Klauen und päpstlichem Segen um ihre wackelnde Ehe kämpft, über eine gar nicht so fügsame Jane Seymour, die erkennt, dass sie ein Monster geheiratet hat, und trotzdem versucht, das Beste daraus zu machen, bis zu einer sehr jungen und sehr leichtsinnigen Katherine Howard, die für ihre Affäre mit dem Leben bezahlen muss, ist der Zuschauer hin und weg von so vielen Schicksalen.

Fazit: Ein großartiger Film, den jeder sehen sollte, der sich ein bisschen für Geschichte interessiert.

Leider, leider sind nicht alle Geschichtsfans der englischen Sprache so weit mächtig, dass sie einer Filmhandlung folgen können, die nicht einmal englische Untertitel aufweist. Dieses Manko ist mir schon bei vielen UK-Importen aufgefallen. Nimmt die Filmindustrie in Great Britain eigentlich gar keine Rücksicht auf schwerhörige / stocktaube Zuschauer? Offenbar nicht.

So bleibt all denen, die keine Fremdsprachen-Koryphäen sind, wohl nichts anderes übrig, als auf eine deutsche Synchronisation dieser Perle zu warten. Ob es dazu allerdings jemals kommen wird, steht in den Sternen. Schade!


Henry VIII was six times wedded, two he divorced, two beheaded...      3 von 5 Punkten
The probably greatest achievement of Henry VIII is his daughter Elizabeth I - though he most certainly didn't know that in his lifetime.

For many years I have been fascinated by Henry VIII or more acurately his six wifes and the "wars of succession" and have read numerous books. Due to that I had high expectations - which were disappointed.

Maybe it's the question of perception or previous knowledge, but I found the characters rather flat - time passing ever so quickly that you hardly understand that Henry was married to Katherine (of Aragon) from his teenage years to his thirties and only rushed through his other five wives in "a few years".

Who knows that, if not from a book, - or how many years the quarrel lasted untill "divorce" came through. You can only guess from the make up artist's work.

Helena Bonham-Carter is a splendid Anne Boleyn, though she was not as vicious as played here - and yes she was beheaded as a whore - but does everybody really see, that she was far to clever to do anything like that and why she most willingly died for the sake of her daughter - In the movie "Anne of the 1.000 days" Anne is told "You should have told the king what he should do, but never what he can do. You set (a monster) free" by Wolsely - that's her cardinal mistake and cost her head in the end.

True enough all of this is more the story of his wifes, than of Henry, but the film doesn't do them justice at all.

What remains for me is a king who behaves like a pig - who kills women out of no other reason but spreading his semen to have a legitimate son - was there really nothing more to him?

The film is casted gloriously, Ray Winston as Henry VIII, Asumpta Serna as Katherine of Aragon (whom many might recognise as Teresa Moreno of the first Sharpe films), the already mentioned Helena Bonham-Carter and not forgotten the rather small but excellent appearence of Sean Bean as Robert Aske, betrayed and finally tortured to death by Henry and his cronies.

3 stars for excellent actors but no more.

Interpretation in history...      4 von 5 Punkten
As an historian, I was a bit disappointed with the latest recreation of the lives and wiles of Henry VIII, arguably one of the most important figures in British history. The nursery rhyme is well known - Henry the Eighth was six times wedded; two he divorced, two beheaded...
This production, written by Peter Morgan (known for other television productions such as `The Jury') and directed by Pete Travis (also of `The Jury', also `Other People's Children'), is a period piece that largely rests on one primary theme - that Henry VIII was charged by his father with one task above all others, and that was to secure the succession for another Tudor. Since this was a world in which (supposedly) a queen could not rule in her own right, this required a male heir to the throne (of course, it would be Henry's own offspring that would change that assumption, for the better, and for ever).
Henry's quest to gain a male heir knew no bounds; by the time his obsession had destroyed many lives (not just those of the unfortunate women he married), he was an overweight and overbearing man with not too many years left to live. His succession of wives is made all the more dramatic by the speed of the unions - between his first divorce from Catherine of Aragon in 1533, he had five more wives in the span of only 10 years, the last one to last until his death in 1547. The women came into favour and fell out of favour quickly, sometimes due to infidelity and political intrigue, and sometimes due to the quirky whims of Henry.
It is this quirkiness that is highlighted in Ray Winstone's performance. Winstone is not well known to American audiences, but a regular fixture on British television and cinemas. Henry is presented as a brash, lustful, but often boyishly-innocent figure, vulnerable and wounded by others around him, especially the wives, if they do not live up to his expectations or desires of loving him for himself. The cast of women portraying the wives is impressive, including the award-winning Helena Bonham Carter as Anne Boleyn, Emilia Fox as Jane Seymour, and Clare Holman as Catherine Parr. If you think you recognise the voice of the narrator, you probably do - it is that of Shakespearean Derek Jacobi.
The sets, costumes, and other atmospheric pieces are well done and appropriate to the context. But this is an actor's piece, driven by dialogue, and here is falls a little short of fully satisfying. The characters are a bit too much of caricatures; they overemphasise certain strengths and weaknesses, and do not play as balanced figures (even for the imbalanced people that history tells us they were). This is meant to draw the tragedy of Henry's life out, and his role as more sinned against than sinning in many parts of the film play.
Well worth watching, the viewer who expects an undistorted history lesson will be disappointed. However, in the `some events have been changed for dramatic purposes' world of acting, it does help to cause some reconsideration here and there of all the events of the time. History is as much a record as it is interpretation. This is one.

Brilliant besetzt, ungeheuer spannend!      5 von 5 Punkten
Geschichte kann schon unter die Haut gehen. Wenn man sich ein wenig mit Heinrich VIII und seinen Frauen beschäftigt hat, ist dieser Film ein Muß. Junge Frauen wurden wie Schachfiguren auf dem politischen Brett herumgeschoben, je nach Interessenlage ihrer Familien. Religion hat nur mit Macht zu tun und nicht mit Glauben. Man freut sich, heute zu leben, liegt aber trotzdem gerne auf dem Sofa und versetzt sich in die damalige Zeit.

Sehr menschlich      5 von 5 Punkten
Der Film zeigt einen anderen Heinrich VIII. als man ihn sonst gewohnt ist: einen Mann mit Herz und Seele, der sogar seinen tief verborgenen infantilen Überzeugungen Ausdruck gibt. Und der im Laufe seines Lebens immer unglücklicher wird. Es sind weniger die Frauen an seiner Seite, sondern er, der tragisch endet. Ray Winstone ist ein phantastischer Heinrich VIII., überzeugender als manch anderer großer Schauspieler in älteren Verfilmungen. Helena Bonham-Carter als Anne Boleyn ist eine 1A-Besetzung: eine Frau, die sich mit offenen Augen ins Unglück begibt und darin umkommt. Der Film ist in höchstem Maße empfehlenswert.


 Weitere Kundenmeinungen


The Jewel In The Crown - The Complete Series [UK IMPORT] - Charles DanceThe Jewel In The Crown - The Complete Series [UK IMPORT]
Charles Dance, Art Malik, Peggy Ashcroft, Geraldine James

DVD, 18. April 2005
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Wundervolle TV - Serie      5 von 5 Punkten
Das "Juwel der Krone" ist sicher eine der besten TV - Produktionen, die ich kenne. Leider, leider - wie so oft - nur auf Englisch erhältlich.
Die letzten Tage der englische Herrschaft in Indien werden hier eindrucksvoll geschildert. Es wäre sehr schön, wenn es die DVDs auch irgendwann in deutscher Synchronisation gäbe.


Die letzten Tage in Kenya - Greta ScacchiDie letzten Tage in Kenya
Greta Scacchi, Charles Dance, Joss Ackland

DVD, 18. Mai 2007
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Arthaus White Mischief - Die letzten Tage in Kenya, USK/FSK: 16+ VÃ-Datum: 18.05.07

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

2. Versuch, auch daneben      1 von 5 Punkten
Dies ist die 2. DVD-Veröffentlichung dieses Films (der ziemlich gut ist) und auch diese ist indiskutabel. Das Bildformat ist 4:3 - und zwar nicht "open matte" (also oben und unten mit überflüssigem "Fleisch"), sondern ein links und rechts beschnittenes 16:9 Format, was man anhand der diversen TV-Ausstrahlungen des Films leicht überprüfen kann. Von einem Label, das sich "ARTHAUS" nennt, sollte man mehr erwarten können. Ob es wohl beim dritten Mal klappt? Irgendwie bin ich nicht mal mehr gespannt...

interessante Mischung aus Liebes- und Kriminalgeschichte      5 von 5 Punkten
Schön dass es diesen Film jetzt auch auf DVD gibt. Diese exzellent besetzte Mischung aus Liebes- und Kriminalgeschichte von Michael Radford aus dem Jahre 1987 spielt in den 40er Jahren in Kenia, während in Europa der 2. Weltkrieg tobt. In den Hauptrollen glänzen Charles Dance und Greta Scacchi, die durch ihre leidenschaftliche Affäre für einiges Aufsehen sorgen. Aber ganz besonders Greta Scacchi in der Rolle der verführerischen Lady Diana macht diesen Film so sehenswert. Die Story beruht übrigens auf einer wahren Begebenheit. Toller Film, tolle Darsteller...


Rebecca [UK IMPORT] - Charles DanceRebecca [UK IMPORT]
Charles Dance, Diana Rigg, Faye Dunaway, Emilia Fox

DVD, 27. September 2004
     Verkaufsrang: 30539      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 16,97 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Kaum Gruseln aber viel Romantik      5 von 5 Punkten
Die Geschichte...
... stammt aus der Feder von Daphne du Maurier und erzählt von der sogenannten "zweiten Mrs. de Winder", die kaum gegen ihre verstorbene und doch allgegenwärtige Vorgägnerin Rebecca de Winter ankommt. Auf Manderley dem Sitz der de Winters kommt es schließlich zu gruselig tragischen Verwicklungen und die Wahrheit über Rebecca wird allmählich ans Licht gebracht.

Schon mal genial verfilmt...
...von Alfred Hitchcock mit Sir Laurence Olivier als Maxime de Winter ist es für jede Neuverfilmung beinahe ein Ding der Unmöglichkeit das 1940er-Original zu toppen.

Diese Neuverfilmung von 1997 mit Charles Dance als Maxime de Winter, scheint aber gar nicht erst mit dem Anspruch angetreten zu sein, dem großen Hitchcock ins Handwerk pfuschen zu wollen, und das ist auch gut so, denn das hätte nicht geklappt ;-).
Diese TV-Serie legt eindeutig keinen Wert auf, das gruselige unheimliche Element des Romans, sondern erzählt eine sensible, einfühlsame und herzerwärmend schöne Liebesgeschichte, mit einem Hauch von Aschenputtel und Jane Eyre.
Während bei Hitchcock in der Tat die namengebende "Rebecca" die unsichtbare Hauptdarstellerin ist, so ist in dieser britischen Mini-Serie von der unheimlichen Verstorbenen kaum noch etwas zu spüren. Hier tritt Mrs Danvers (Dame Diana Rigg) dafür stärker in den Vordergrund und wird nach meinem Geschmack gelegentlich auch überlastig. Macht aber nichts, denn diese Geschichte gehört nicht Rebecca oder Mrs. Danvers sondern sie gehört ganz der Liebe von Maxime de Winter und seiner zweiten jungen Frau (Hört man ihren Vornamen eigentlich jemals ausgesprochen in einem der beiden Filme?). In dieser Verfilmung dominiert nicht Rebecca sondern die junge Frau, die um die Liebe ihres innerlich leidenden Ehemannes kämpft und langsam über sich hinaus wächst, erwachsen und unabhängig wird. Und für diese Rolle ist die zarte und zerbrechliche Emilia Fox mit ihrem ausdrucksstarken Gesicht perfekt besetzt.

Meine Meinung:
Wenn ich mich entscheiden müsste, welcher Film mir besser gefällt, der 1940er Hitchcock oder die 1997er TV-Serie, dann würde ich mich ganz klar für die gruselige und geniale und sehr viel subtilere aber nicht halb so romantische Hitchcock Variante entscheiden.
Aber eigentlich muss man die beiden Filme gar nicht unbedingt vergleichen, sondern man kann die "neue Rebecca" ganz entspannt als eigenständige Romantikproduktion gelten lassen und sie genießen, denn ein Romantikgenuss ist sie wirklich.

Fazit:
Eine schöne und romantische Liebesgeschichte, mit warmen Farben, herrlichen Kulissen und großartigen Darstellern, die so perfekt harmonieren, dass man ihnen ihre Liebe wirklich auf Anhieb abnimmt.
Dennoch finde ich es sehr schade, dass man zugunsten der Romantik Rebecca de Winter fast ganz aus der Geschichte gedrängelt hat.

DVD:
Laufzeit 189 Minuten, Format 4:3, Audio: Englisch mit englischen Untertiteln für Hörgeschädigte (zumindest bei manchen DVD-Ausgaben gibt es Untertitel), Dolby digital

Sehr einfühlsam! (Rebecca ITV Miniserie 1996/97)      5 von 5 Punkten
Der Inhalt in ganz kurzer Form, da dieser sicherlich hinlänglich bekannt ist:
In seinem Versuch den Erinnerungen an seine verstorbene Frau Rebecca zu entfliehen, trifft der adelige Maxime De Winter in Monte Carlo auf die stets betrunkene und peinliche Mrs. Hopper. Aber nicht sie erweckt sein Interesse, sondern ihre schüchterne aber kindlich-offene Gesellschafterin. Ihre Natürlichkeit und Naivität nimmt ihn gefangen. Nach kurzer Bekanntschaft verlieben sich beide ineinander und Maxime heiratet sie. Sie machen eine Hochzeitsreise voller Romantik und Liebe. Zurück auf seinem Herrensitz Manderlay in Cornwall, tritt ihnen, nicht nur die steife und seltsame Hausdame Mrs. Danvers entgegen, sondern auch überall der Geist der verstorbenen Rebecca De Winter. Maxime leidet darunter, alte Wunden brechen auf - für die junge Mrs. De Winter scheint alles zum Albtraum zu werden. Wie stark ist die Liebe des Paares...?

Film und Schauspieler:
Diese 189 minütige Neuverfilmung des berühmten Romans von Daphne Du Maurier ist sicherlich nur teilweise vergleichbar mit der legendären Hitchcock Verfilmung aus dem Jahre 1940. Er ist jedenfalls unserer Zeit angepasst etwas weicher gezeichnet: der Schwerpunkt liegt mehr auf der Beziehung des Paares und es sind weniger gruselige Momente zu finden, obwohl auch dieser Streifen äußerst spannend ist. Ich finde den alten Film grandios, ein Kultfilm ganz sicher, aber die Chemie zwischen den Protagonisten fehlte aus bekannten Gründen völlig: Sir Laurence Olivier wollte seine Freundin Vivian Leigh für die Rolle der 2. Mrs. De Winter und bekam statt ihrer aber Joan Fontaine, die er nicht mochte. Nun, letztlich tat dies dem Film als Hitchcock-Klassiker keinen allzu großen Abbruch, er ist so und so genial.
Ich möchte aber bewusst keine weiteren Vergleiche ziehen, denn dieser Film hier kann sehr gut auf eigenen Beinen stehen, er ist auf seine Art hervorragend. Durch die angenehme Länge des Filmes, darf man auch länger dem Paar in ihrer Entwicklung zusehen. Hier stimmt nun die so sehr ersehnte Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern, die dem Zuseher ein wirklich verliebtes, ja sich innig liebendes Paar darstellt. Es gibt einige sehr zärtliche Szenen zwischen den beiden, die recht glaubhaft herüber kommen.
Mag Charles Dance im ersten Augenblick vielleicht nicht ganz dem heutigen Ideal eines Englischen Lords gleichen, so muss man doch feststellen, dass er aber dem Ideal der damaligen Zeit durchaus entspricht, ganz abgesehen von der unwahrscheinlichen Wandlungsfähigkeit dieses britischen Schauspielers, der in einem Augenblick Verzweiflung und heftigen Ärger in Liebe und Zärtlichkeit umwandeln kann. Beides nimmt man ihm 100%ig ab!Außerdem ist das Aussehen sicherlich Geschmacksache. Er hat jedenfalls diesem zerrissenen, verzweifelten und liebeshungrigen Maxime de Winter Leben eingehaucht, das man nachempfinden konnte. Ich mochte ihn in der Rolle sehr und sah ihm sehr gerne zu. Ich fand ihn mit der Zeit sogar recht anziehend...:).
Emilia Fox, allen P&P (Stolz und Vorurteil) Fans bestens bekannt als Darcy's kleine Schwester Georgiana, spielte hier die zweite Mrs. De Winter einfach superb. Ihre Wandlung vom etwas schüchternen und leicht beeinflussbaren jungen Mädchen zu einer Frau, die zu einer echten Stütze für ihren Mann wird, ist sehr glaubhaft dargestellt. Emilia Fox spielt diesen kindlichen Charakter ausgezeichnet. Ihr hübsches, sauberes Gesicht ist so der sichtbare Gegenpol zum doppelt so alten, einiges hinter sich habenden Äußeren Maxims.
Diana Rigg als Mrs. Danvers spielt hervorragend. Sie bekam auch für ihre Rolle eine Emmy Award. Die Tiefe des Wahnsinns dieser Figur wird nach und nach offenbar, was der Zuseher beklemmend mitbekommt.
Faye Dunaway mimt die stets zu tief ins Glas guckende und peinliche Mrs. Hopper genial. Alle Schauspieler sind passend und wunderbar. Hervorheben möchte ich nur noch Geraldine James, die die liebenswerte und etwas vorlaute Schwester Maxims, Beatrice darstellt. Ich sah sie in dem Monumentalwerk 'Gandhi' als Mirabehn. Habe mich gefreut sie hier wieder zu sehen.

Fazit:
Eine äußerst gelungene Verfilmung des berühmten Buches von Daphne Du Maurier.
Ich habe den Film in vollen Zügen genossen und mich von seiner Dramatik, seiner Romantik und Spannung tragen lassen. Ich empfehle diese DVD wärmstens.
Vor 2 Monaten kaufte ich die DVD hier bei Amazon bei einem privaten UK Anbieter.
Mein Cover ist anders, als das hier gezeigte, dafür sind Englische Untertitel drauf, die scheinbar nicht überall dabei sind. Extras gibt es keine.
Ich schlage vor: DVD kaufen oder schenken lassen und mit einem guten Getränk, ein paar Knabbereien diesen wunderbaren Film genießen!



Ansehen empfohlen      4 von 5 Punkten
Zu allererst möchte ich mich zu den anderen Rezensionen äussern: alle vorherigen haben die Beurteilung für den 1940er s /w Hitchcock Film UK Import mit Laurence Olivier und Joan Fontaine abgegeben,meine gilt aber nur der Verfimung von 1997 UK Import. Da es beides Importe sind, werden anscheinend fälschlicherweise für beide sämtliche Bewertungen eingeblendet.

Nachtrag: das ist nicht mehr aktuell, Amazon hat die Bewertungen jetzt richtig zugeordnet

Nun zum Film: ich hatte ihn ja schon mal Ende der 90 er im TV gesehen, ,und war so sehr überrascht , ihn hier bei Amazon zu finden.

Er ist anders, im Gesamtbild finde ich ihn aber nicht unbedingt schlechter als die Hitchcockverfilmung.Diese ist von der Atmosphäre sehr düster als auch von den Schauspielern her nicht ganz so harmonisch besetzt- die mangelnde Chemie zwischen Fontaine und Olivier ist schon spürbar, der unbedingt seine Geliebte Vivian Leigh in dieser Rolle haben wollte ,und , nachdem ihm dies verweigert wurde, nie wieder mit dem Produzenten Selznick zusammenarbeitete

In dieser Verfilmung mit Charles Dance(Maxim de Winter)und Emilia Fox(Ich Erzählerin)kann man die Anziehung zwischen beiden regelrecht spüren, ich habe selten einen so zärtlichen , vertrauten und überzeugenden Umgang in Liebesszenen gesehen- man nimmt beiden trotz aller auftauchenden Probleme das sich liebende Paar ab.

Gerade Emilia Fox paßt exzellent in die Rolle, dieses wirklich unschuldige ,ernsthafte , schüchterne und sensible, aber auch enorm anziehende Mädchen ,das von ihrem Mann und den anderen zuerst wie ein Kind behandelt wird, zum Schluss seine Stütze ist und die Stärkere darstellt,bringt sie optisch als auch schauspielerisch hervorragend zur Geltung( interessant: ihre Mutter, Joanna David, hatte knapp 20 Jahre zuvor genau dieselbe Rolle auch in einer BBC Verfilmung gespielt).

Charles Dance wird von einigen als nicht passend für diese Rolle gesehen, da zu alt oder nicht gutassehend genug- nun, Geschmäcker sind verschieden ( ausserdem entspricht er durchaus dem damals gängigen Bild eines "gutaussehenden Mannes")und er spielt den verschlossenen , englischen Adligen sehr, sehr gekonnt und souverän

Dieser Film konzentriert sich etwas mehr auf die Beziehung der beiden als die bedrückenden, von der toten Ehefrau Rebecca und Mrs Danvers beherrschten Szenen in Manderley - das ist der einzige Kritikpunkt, denn im Roman ist dies der Dreh- und Angelpunkt um den sich das Schicksal des Paares aufbaut.Etwas mehr atmosphärische Dichte hätte gut getan.
Aber , dieses Empfinden von Düsterheit war auch etwas, was lt Roman hauptsächlich im Kopf der Protagonistin vorging,dann aus dem Anwesen like a gothic novel fast ein Gruselschloss zu machen wie in der S / W Verfilmung von 1940 halte ich für etwas übertrieben.

Bei den Nebendarstellern war Faye Dunaway herausragend als exzentrische Amerikanerin Mrs Van Hopper, superwitzig, mit viel Mut zur Selbstironie und Lächerlichkeit . Dianna Riggs Darstellung der Mrs Danvers empfand ich manchmal etwas zu steif

Leider hat die DVD keine Extras, die Sprache ist, natürlich, nur Englisch und die englischen Untertitel sollen zwar vorhanden sein , funktionieren aber nicht- gut es kann sein, dass dies eine Einmaligkeit auf meiner DVD ist.
Aber sie ist auch so gut verständlich, auch für jemanden, der nicht perfekt Englisch beherrscht


Absolut sehenswert, eintauchen in eine geheimnisvolle Welt.      5 von 5 Punkten
Dieser Film ist einfach wunderbar. Man vergisst alles um sich herum. Ausserdem handelt es sich um eine einfühlsame und aussergewöhnliche Liebesgeschichte. Eine Liebe, an der sich die heutige Menschheit einiges abgucken kann. Es ist ein Film mit hohem Niveau, fantastischen Schauspielern und einem ständigen genialen Gruseleffekt. Ich kenne weder das Original dieses Filmes noch das Buch, aber ich kann nur eins sagen: Dieser Film hat bei mir absoluten Kult-Status.

Mir gefällt der film sehr gut      5 von 5 Punkten
Dieser Film kommt dem Orginal sehr nah. Aber leider der Film nur in englisch


Starter For Ten [UK IMPORT] - Mark GatissStarter For Ten [UK IMPORT]
Mark Gatiss, Rebecca Hall, James McAvoy, Alice Eve, Catherine Tate

DVD, 23. April 2007
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Genial gut!      5 von 5 Punkten
ein durch und durch stimmiger Film, brillante Darsteller (James McAvoy, einfach fantastisch), perfekte Unterhaltung. Vermutlich ist das Fehler einer TV Show wie University Challenge der Grund, weshalb der Film noch nicht bei uns lief- absolut bitter. Wäre doch ein guter Grund, eine solche Show einzuführen, finde ich.


Alien 3 - Century3 Cinedition (2 DVDs) - Sigourney WeaverAlien 3 - Century3 Cinedition (2 DVDs)
Sigourney Weaver, Charles S. Dutton, Charles Dance

DVD, 4. September 2006
     Verkaufsrang: 18257      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Der am wenigsten erfolgreiche Film dieser Reihe entstand unter der Regie des Meisters des Stils David Fincher, dessen inhaltliche Leistung allerdings hinter den Erwartungen zurückblieb. Ripley, die einzige Überlebende ihrer letzten Mission, erwacht auf einem Gefangenenplaneten am äußeren Rand des Sonnensystems. Als sie versucht, wieder zu Kräften zu kommen, stellt sie nicht nur fest, dass ein Alien auf dem Planeten entkommen ist, sondern auch, dass Nachwuchs des besagten Aliens in ihr heranreift. Während sie beim Versuch, das Alien zu finden und zu töten, die Gefängnisverwaltung bekämpft (und dabei von den Mitgefangenen unterstützt wird), muss sie sich auch damit auseinandersetzten, dass ihr Leben bald beendet sein könnte. Doch die beeindruckenden Bilder sorgen für Verwirrung, und das Drehbuch macht alles nur noch konfuser. Der Ausgang ist aufregend, aber es ist ein sehr langer - und nicht besonders befriedigender - Weg dorthin. -Marshall Fine

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Total unterschätzter dritter Teil der Monsterjagd auf toller DVD      5 von 5 Punkten
Mit Alien 3" legte Regisseur David Fincher, der bisher nur als Regisseur von Videoclips für Künstler wie Madonna, U2 u.a. auf sich aufmerksam machte, seinen genialen Einstieg ins Filmgeschäft vor. Von vielen Kritikern verrissen und auch hier von manchen Rezensionen schlecht gemacht, halte ich Alien 3" für die beste Fortsetzung einer durchweg erstklassigen Filmreihe.

Nachdem uns James Cameron 1986 mit Aliens" auf eine Action-Achterbahnfahrt der Extraklasse schickte, orientiert sich Fincher mit seiner Vision wieder mehr am Orginal von Kult-Regisseur Ridley Scott.

Hatten wir es in Teil zwei noch mit dutzenden von schleimigen Kreaturen zu tun, so sorgt in Alien 3", wie in Teil 1, nur ein einziges Wesen für Grusel- und Schockeffekte. Alien 3" sorgte ja schon im Vorfeld für massig Schlagzeilen, als es fast wöchentlich hieß das wieder einmal das Drehbuch umgeschrieben wird. Nach wohl fast einem dutzdend Versuchen ein fertiges Drehbuch auf die Beine zu stellen mußte Regie Neuling Fincher 1991 beginnen ohne ein fertiges Skript zu haben die Schauspieler zu casten.

Die Drehbuchautoren und Produzenten Hill, Giler und Carroll wurden von 20th Century Fox beauftragt das Drehbuch fertig zu schreiben was zu guterletzt auch geschah. Nachdem es Ripley, Sgt. Hicks, Newt und dem Androiden Bishop gelang mit der Sulaco vom Alien Planeten LV 426 zu flüchten wird eine Rettungskapsel mit den Passagieren abgeschossen als der Bordcomputer ein Alien an Bord bemerkt (etwas unlogisch: Wie kamen die Eier an Bord). Recht unsanft landet das Rettungsschiff auf Fiorina 161, einem nicht sehr einladenden Stückchen Erde mit einer Gefangenenkolonie.

Sgt. Hicks und die kleine Newt haben den Absturz nicht überlebt und der Andoide ist funktionsuntüchtig. Vom Regen in die Traufe passt wohl am ehesten zum neuen Aufenthaltsort von Ltd. Ellen Ripley. Schon bald merkt Sie das sie bis auf sehr wenige Ausnahmen nicht sehr willkommen ist auf Fiorina 161. Einer der wenigen ist Clemence, der Arzt der Kolonie, er steht Ripley zur Seite und glaubt Ihr die haarsträubende Geschichte über einen Parasiten der den Menschen als Wirt benutzt. Als die Gefangenen endlich vom Gegenteil überzeugt sind, müssen sie auch bald bemerken wie aussichtslos der Kampf ohne Waffen gegen einen übermächtigen Gegner ist. Das einzige Alien dezemiert die Bewohner von Fiorina 161 im Eiltempo nach dem Prinzip der zehn kleinen Negerlein.

Mit atemberaubenden Kamerafahrten durch die kilometerlangen Gänge der Anlage, dem ständig gegenwärtigen Grauen und einem genialen Endzeit Szenario schafft es David Fincher gekonnt die Alien Reihe erstklassig weiterzuführen. Viele waren wohl nach der Actionschlacht aus Teil zwei enttäuscht über die mehr von der Spannung als von der Action lebenden Fortsetzung der Alien Reihe. Zum Glück machte Fincher nicht den Fehler und versuchte an den Vorgänger anzuknüpfen, den dies wäre ohnehin nicht zu toppen gewesen. Vielmehr setzt er die Reihe konsequent mit seinem persönlichen Stil fort.

In dieser Century Edition befindet sich wie auch in der Quadrilogy Box eine um 29 Minuten längere Fassung von Finchers Film. Gleichzeitig liegt aber auch die Kinofassung von 1992 vor. Diese Langfassung hat es in sich und wartet mit einem völlig neuen Anfang des Films sowie etlichen neuen Szenen, welche den Film schlüssiger machen, auf. Der Käufer hat also die Wahl zwischen zwei Versionen des Films und wird zusätzlich noch mit jeder Menge Bonusmaterial beschenkt. Leider kommt in dem sehr umfangreichen Bonusmaterial David Fincher selbst kaum zu Wort um seine Meinung zur Langfassung von Alien 3 wiederzugeben. Anscheindend war er mit der Veröffentlichung dieser Version nicht unbedingt einverstanden. Trotz allem ist diese Edition einzigartig und sollte Vorbild sein für viele andere lieblose DVD Veröffentlichungen.



ALIEN³ - neue Verkaufsbox      4 von 5 Punkten
-ALIEN³ - CENTURY3-

Auf in die nächste Runde des Euroschlacht.
Seit es DVDs auf dem Markt gibt gab es für alle vier Teile
mehrzählige DVD-Editionen:
- Alien Legacy
- 2003 dann Quadrilogy mit 9 DVDs
- 2003 bis heute die modernen Einzel- oder Doppel-DVDs

Jetzt nun soll es in die vierte Runde gehen.
Doch Vorsicht: Alle in den Handel nacheinander erschienenden
Ausgaben haben sich nur hinsichtlich ihres Layouts, dem Menü
und einzelnen Zusatzinformationen unterschieden.
Die neuen Editionen haben leider nur die gleiche Filmlänge wie
die alt bekannten DVDs. Ob es sich daher lohnt, Euros in diese
neuen Editionen zu investieren, nur für eine optisch anderen
Verpackung/Hülle be