DVDs: Judy Davis

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Barton Fink - John TurturroBarton Fink
John Turturro, John Goodman, Judy Davis

DVD, 9. September 2004
     Verkaufsrang: 2869      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Universal Barton Fink, USK/FSK: 16+ VÃ-Datum: 13.09.04

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 15 Bewertungen)

Kein Film, den man sich nebenbei geben kann      5 von 5 Punkten
Hier brillieren zwei sehr gute Schauspieler, die diesen Film einfach nur unschlagbar gut machen: John Turturro als der idealistische Drehbuchautor Barton Fink, der seine liebe Not hat ein Manuskript über ein Ringerfilm zu schreiben (wo er doch nichts über das Ringen weiß und mit einer Schreibblockade kämpft) und John Goodman in der Rolle des Hotelzimmernachbarn Charlie Meadows, den man charakterlich als hart aber herzlich beschreiben könnte. "Könnte" ... denn hinter Charlie steckt mehr, als man vermutet ;-)
Was ich an diesem Film faszinierend finde ist die gleichbleibende bedrückende Stimmung, die sich durch den ganzen Film zieht ohne das man zum Schluss deprimiert den Fernseher anschaut. Ganz im Gegenteil, der Film beweist Humor, Tiefe und Beklemmung in allen Schattierungen. Und er will den Zuschauer bewusst irritieren.
Übrigens lohnt es sich auch durchaus den Barton Fink im englischen Original zu schauen. Persönlich fand ich die Originalstimmen unterhaltsamer als die deutsche Syncro, aber das ist ja wie immer Geschmackssache :-) Als Extrahappen kann man sich auf der DVD noch nicht veröffentlichte Szenen anschauen und eine Fotogalerie durchforsten.

Insgesamt gesehen: Wer Barton Fink nicht kennt, hat etwas verpasst.


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Naked Lunch - Peter WellerNaked Lunch
Peter Weller, Judy Davis, Sir Ian Holm

DVD, 12. Oktober 2007
     Verkaufsrang: 7551      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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New York 1953 Der erfolglose Schriftsteller Bill Lee hält sich als Kammerjäger über Wasser und versucht, seinen Frust mit Drogen zu betäuben. Vollgedröhnt mit Insektengift erschießt er seine Frau Joan beim "Wilhelm-Tell-Spiel" und flüchtet sich an einen fiktiven Ort namens Interzone. Dort wähnt er sich von skurrilen Kreaturen aus seinem schizoiden Unterbewusstsein verfolgt. Seine Schreibmaschine mutiert zu einem überdimensionalen Insekt, das ihn zwingt, seine Erlebnisse für eine geheimnisvolle Organisation zu dokumentieren. Die Kreatur fordert mehr und mehr Stoff...

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

bizarre Filmkunst von David Cronenberg      5 von 5 Punkten
Kultregisseur David Cronenberg ("Die Fliege") verfilmte hier das als unverfilmbar gepriesene Werk von William S. Borroughs, und ähnlich wie die Vorlage ist auch der Film surreal und schwer zugänglich, da sich praktisch die gesamte Handlung im Kopf der Hauptfigur (Peter Weller) abspielt. "Naked Lunch" erzählt die (teils autobiografische) Geschichte des Schriftstellers und Kammerjägers Bill Lee, der im Drogenwahn seine Ehefrau erschießt und sich dann vollkommen in einen Zustand der Illusion zurückzieht, in ein nicht existierendes Land namens Interzone, wo merkwürdige Wesen ihn zu einem Agenten machen. So seltsam wie das alles klingt, so seltsam ist auch der Film, aber wer sich darauf einlassen kann, wird mit hervorragenden Darstellerleistungen (allein Judy Davis in einer Doppelrolle als Ehefrau und Geliebte lohnt das Ansehen von "Naked Lunch". In Nebenrollen glänzen Roy Scheider, Ian Holm und Julian Sands) und vielen makaberen Einfällen des Regisseurs belohnt. Sicher ist "Naked Lunch" eine Spur zu langsam, aber er ist auch beim wiederholten Sehen fesselnd und faszinierend, immer wieder eröffnen sich neue Details, und mehr und mehr lernt man die inneren Zusammenhänge und Bezüge verstehen - was beim ersten Sehen sicher schwer fällt. Dies ist kein Mainstream oder Popcorn-Kino, sondern ein Filmkunstwerk, das sich in kein Genre einordnen lässt, und das keinem anderen Film auch nur annähernd ähnlich ist.


Reise nach Indien - Peggy AshcroftReise nach Indien
Peggy Ashcroft, Judy Davis, James Fox

DVD, 17. Oktober 2008
     Verkaufsrang: 10203      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 11,99 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Kinowelt Reise nach Indien - Arthaus, USK/FSK: 6+ VÃ-Datum: 17.10.08



No Panic - Gute Geiseln sind selten - Denis LearyNo Panic - Gute Geiseln sind selten
Denis Leary, Judy Davis, Kevin Spacey

DVD, 15. Mai 2003
     Verkaufsrang: 10465      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,99 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Ausgerechnet am Weihnachtsabend hat Einbrecher Gus kein Glück! Nachdem bei einem Bruch alles schiefgeht, sieht er sich gezwungen, die ständig streitenden Chasseurs als Geiseln zu nehmen. Doch es bleibt nicht nur bei dem Ehepaar, denn schon bald kehrt der kleinkriminelle Sohn nach Haus zurück und die verhaßte Verwandtschaft mitsamt böser Schwiegermutter im Gepäck rückt zum Abendessen an. Die Katastrophe ist vorprogrammiert, als auch noch ein völlig betrunkener Weihnachtsmann vorbeischaut.

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Endlich ist sie da...      5 von 5 Punkten
...die wahrscheinlich beste, komischste, intelligenteste, sozialkritischste und unterbewertetste Komödie der 90er. Fantastische Schauspieler und Denis Leary in der Rolle seines Lebens. Daran kann auch die lieblose Veröffentlichung nichts änders. Dies ist einer der GANZ wenigen Filme, die man sich jedes halbe Jahr anguckt. Selbstverständlich - immer im Original.

Top-Film, aber .........      3 von 5 Punkten
Endlich!! Endlich!!! Endlich kommt ein Super-Film auch auch DVD!! Doch leider von Touchstone!
Eigentlich hätte der Film locker 5 Sterne verdient - allerdings nicht in dieser Qualität. Das Bild ist leider recht dunkel und nicht das Beste! Hierfür und für die EXTRA MAGER-AUSTATTUNG (kein Bookleg, keine weiteren Infos) einen Stern Abzug!!!
Das größte Manko jedoch - der Super-Trailer für welchem extra Szenen mit Denis Leary gedreht wurden - er fehlt!!! Mir fehlen einfach die Worte!! Ein Trailer welcher mit zusätzlichen Szenen ausgestattet ist - er fehlt! Das ist eine Schande! Auch hierfür ein Stern Abzug!!!!
Tipp von meiner Seite: Kaufen bei unter fünf Euro!


Reise nach Indien - Peggy AshcroftReise nach Indien
Peggy Ashcroft, Judy Davis, James Fox

DVD, 8. Juni 2007
     Verkaufsrang: 14459      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 11,97 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Arthaus Reise nach Indien, USK/FSK: 6+ VÃ-Datum: 08.06.07

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

David Leans letzter Film      4 von 5 Punkten
"Reise nach Indien" war der letzte Film des großen David Lean, der dem Kino unvergessene Filmwerke schenkte wie z.B. "Lawrence von Arabien" und "Die brücke am Kwai", und an ihm scheiden sich noch immer die Geister. Viele halten ihn für ein Meisterwerk, andere für Leans schwächsten Film. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich wie so oft in der Mitte.
"Reise nach indien" erzählt von zwei Frauen, die ins Indien der Kolonialzeit reisen und dort mit einer völlig anderen Welt konfrontiert werden. Beim Besuch mysteriöser Berghöhlen geschehen plötzlich seltsame Dinge, die den Lebensweg aller Beteiligten drastisch verändern...

Das Positive zuerst. "Reise nach Indien" ist visuell - was zu erwarten war - ein Genuss. Regisseur Lean schafft insbesondere in der ersten Hälfte unvergessliche Bilder und Sequenzen (in der besten Szene wird Judy Davis von einer Horde Affen bedroht). Besonders in seinen stummen Momenten ist der Film äußerst effektiv. Maurice Jarres Filmmusik hält sich erstaunlicherweise sehr zurück, was dem Film ebenfalls zugute kommt. Das Drehbuch - Leans eigene Bearbeitung des Romans von E.M. Forster - versucht auf sehr intelligente und anspruchsvolle Weise, das Aufeinanderprallen indischer und britischer Kultur zu schildern, und die Unfähigkeit der beiden, zu koexistieren. Hier weicht übrigens der Film stark vom Buch ab. Schilderte Forster diesen Konflikt anhand der beiden männlichen Hauptfiguren Dr. Aziz (Victor Banerjee) und Fielding (James Fox), verlagert Lean die Erzählung auf das Verhältnis Aziz und Miss Quested (Judy Davis), die in Indien eine Art sexuelles Erwachen erlebt, was sie selbst und in der Folge das gesamte Land in Aufruhr versetzt.
Die britischen Darsteller - allen voran die großartige Judy Davis in einer ihrer ersten und besten Filmrollen - agieren brillant (Peggy Ashcroft erhielt als Davis' zukünftige Schwiegermutter einen Oscar und so ziemlich alle Filmpreise, die in diesem Jahr vergeben wurden). Die indischen Darsteller lassen allerdings teilweise zu Wünschen übrig, und David Lean neigt dazu, sie als Clowns zu inszenieren. Über Alec Guiness als indischer Bahran kann man ebenfalls geteilter Meinung sein - für mich hat er überhaupt nicht funktioniert, ich habe mich unentwegt gefragt, warum man keinen indischen Darsteller verpflichtet hat statt so einer albernen Verkleidungsnummer. Ebenfalls negativ fällt auf, dass David Leans Hang zur epischen Breite dem Film diesmal im Weg steht, denn weder ist die Geschichte von ihrer Natur her episch angelegt (sondern vielmehr intim und persönlich), noch nützen die vielen Massenszenen der Handlung. Mit einer Länge von 160 Minuten ist der Film deutlich zu lang und hängt im letzten Drittel mehrfach durch. Kritiker haben dem Film ebenfalls ein fehlendes Realitäts-Bewusstsein vorgeworfen, weil ihm die Nöte einer verklemmten jungen Engländerin wichtiger sind als die vielen Menschen, die an Hunger und mangelnder medizinischer Versorgung sterben. Dem Vorwurf schließe ich mich nicht an, aber er soll nicht unerwähnt bleiben.
"Reise nach Indien" ist erfreulicherweise kein Sonnenuntergangs-Schmalz á la "Jenseits von Afrika" (den ich trotzdem sehr liebe) - es gibt tatsächlich keine Liebesgeschichte im gesamten Film - sondern ein psychologisches und politisches Drama mit einem Hauch von Mystery. Er ist beinahe vergleichbar mit Peter Weirs "Picknick am Valentinstag", denn auch "Reise nach Indien" ist schwer zu entschlüsseln und beantwortet die brennendste aller inhaltlichen Fragen (Was ist wirklich in der Höhle passiert?) nicht.
Fazit: "Reise nach Indien" hat definitiv Schwächen und ist sicher nicht Leans bester Film, aber der Film kann aufgrund seiner Intelligenz, Darsteller und überragenden Szenerie überzeugen. Man sollte nur keinen "Lawrence von Arabien" erwarten, dann dürfte man enttäuscht werden.

Die DVD von Arthaus präsentiert den Film in hervorragender Bild- und Tonqualität. Wer mehr über den Film wissen möchte, dem kann ich die Special Edition (ebenfalls von Arthaus) ans Herz legen, die bietet auf einer 2. Disc zusätzlich eine Menge Extras.


Ehemänner und Ehefrauen (Cine Gallery Edition) - Mia FarrowEhemänner und Ehefrauen (Cine Gallery Edition)
Mia Farrow, Judy Davis

DVD, 25. Oktober 2007
     Verkaufsrang: 15651      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,40 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Sony Pictures Ehemänner und Ehefrauen - Cine Gallery Ed., USK/FSK: 12+



Das Kommando - Lewis CollinsDas Kommando
Lewis Collins, Judy Davis, Richard Widmark

DVD, 5. Juli 2007
     Verkaufsrang: 17566      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,99 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Ascot Das Kommando, USK/FSK: 16+ VÃ-Datum: 01.11.07

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Das Kommando = Sehr gut!      5 von 5 Punkten
Anders wie die Profis, aber sehr gut! Die Actionszenen waren sehr gut. Anfangs war es schon ein wenig ungewohnt, Bodie in seiner neuen Rolle zu sehen, aber das hat sich schnell wieder gelegt. Das Kommando hat mir sehr gut gefallen.


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Der Mann, der Gott verklagte - Billy ConnollyDer Mann, der Gott verklagte
Billy Connolly, Judy Davis, Colin Friels

DVD, 19. Oktober 2004
     Verkaufsrang: 27763      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 15,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Ein Blitz zerstört das Fischerboot von Steve Myers. Doch die Versicherung des Ex-Anwalts weigert sich, den Schaden zu zahlen und verweist auf höhere Gewalt. Im Kleingedruckten wird der Versicherungsschutz beim so genannten "Akt Gottes" nämlich aufgehoben. Kurzerhand entschließt Steve sich, die Kirche und alle Weltreligionen zu verklagen. Das bringt die Geistlichen in arge Bedrängnis. Ihre einzige Möglichkeit diesen Fall zu gewinnen Sie müssen beweisen, dass Gott nicht existiert.

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Doch das hatte was !!      4 von 5 Punkten
Mit Sicherheit war die Realität nicht so amüsant wie in dem Film dargestellt, nur treffen tut sie allemal.
Zu dieser Zeit brachte dieser Mann die Kirche wirklich ins schwitzen.
Es musste bewiesen werden das "der liebe Gott" so wie wir Ihn kennen, keine richtige Person ist, sondern mehr eine Glaubensperson ,also ein Geist. usw usw.
Unterhaltsamer Film der zum denken anregt.


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Naked Lunch - Peter WellerNaked Lunch
Peter Weller, Judy Davis, Sir Ian Holm

DVD, 19. April 2005
     Verkaufsrang: 7414      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Die Handlung von Naked Lunch ist in einem Satz berichtet: Ein junger Autor erschießt versehentlich seine Ehefrau und flüchtet anschließend in den durch Drogenkonsum erreichten Realitätsverlust. Hinter dem Film, der sich um diesen Plot windet, stecken jedoch zwei Meister des Surrealen, der eine Schriftsteller, der andere Regisseur. Naked Lunch ist der Titel eines autobiografisch gefärbten Romanes von William S. Burroughs, der mit Jack Kerouac und Allen Ginsberg zur "Beat"-Generation der 60er Jahr gehörte. Unter der Beschreibung von Drogenexzessen vermittelte er seine Anklagen gegen Realität und Gesellschaft.
Regisseur David Cronenberg, der sich in eXistenZ mit eben diesen Themen auseinandersetzte, und der mit Crash ein ähnlich kontroverses Buch von J. G. Ballard verfilmt hatte, vermischte in seiner Adaption noch einmal Fiktion und Biografie. So stellt Peter Weller (Robocop) als Bill Lee ein doppeltes Porträt von W. S. Burroughs dar. Der Film vermittelt die zynische Weltsicht, das Unterbewusste und die Interpretation des drogenbeeinflussten Schreibens des Romans in eigenen, bizarren Bildern. Bei der Schreibmaschine, die sich in eine sprechende Küchenschabe verwandelt, lässt Franz Kafkas Verwandlung grüßen. Die Darstellung der seltsam menschlich-unmenschlichen "Mugwumps", Gestalten aus der Hölle der Opiate, zeigen, wie eng die Visionen Burroughs und Cronenbergs zusammenliegen.
Die Besetzung wird Freunden des Genre-Films als sehr treffend erscheinen: Ian Holm (Kafka, Brazil), Julian Sands (Gothic, Warlock), sowie Judy Davis (Barton Fink) und Roy Scheider (Der weiße Hai) bilden den inspirierten Cast eines wilden Trips, der nicht allein auf der Oberfläche seiner Bilder bleibt. -Alexander Röder


Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 15 Bewertungen)

Surreal, abstrakt, nicht dechiffrierbar, kafkaesk, genial      5 von 5 Punkten
Ein erfolgloser Autor (Peter Weller) verdient seinen Lebensunterhalt als Ungezieferbekämpfer. Als er mal wieder von dem Insektoid high ist, erschießt er mehr unfreiwillig seine Frau. Zusammen mit seiner Verschöwungstheorien von sich gebenden zur Kakerlake mutierten Schreibmaschine flüchtet er nach "Interzone", einem fiktiven Nordafrika...

Ich will gar nicht versuchen irgendwelche Deutungsansätze herunterzubeten - ist eh zwecklos. Dieser Film entzieht sich jeglicher Interpretation, auch wenn hier und da mal soziakritische Aspekte durchscheinen. Will man versuchen "Naked Lunch" einem Genre zuzuordnen, steht man ebenso auf verlorenem Posten: Fantasy, Horror, Film Noir, schwarze Komödie - alles trifft irgendwie zu - aber auch wieder nicht ganz. Sicher ist nur, dass sich Cronenberg für die Entfaltung dieses Drogenrausches Zeit nimmt. Der Zuschauer wird im Gegenzug dazu mit surrealen Bildern wie der eingangs erwähnten Kakerlakenschreibmaschine belohnt.

DVD: Technisch gibt es an der DVD nichts auszusetzen, wenn auch der Ton nur in Dolby Digital 2.0 vorliegt. Dafür locken ein Audiokommentar von und eine Doku über David Cronenberg. Dazu gibt es die obligatorischen Trailer.

Fazit: Dieser Film ist ein auf Zelluoid gebannter Drogenrausch. Wer sich darauf einlässt bekommt einige einmalige Bilder geboten. Für Popcorn-Kino Fetichisten ist dieses Kunstwerk jedoch nichts.


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Ehemänner und Ehefrauen - Mia FarrowEhemänner und Ehefrauen
Mia Farrow, Judy Davis

DVD, 5. Juli 2002
     Verkaufsrang: 25374     

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Sony Pictures Ehemänner und Ehefrauen, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 07.05.02

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Einer der reifsten und zugleich spannendsten Allen-Filme      5 von 5 Punkten
Ich kannte bereits einige Filme von Woody Allen (Der Stadtneurotiker, Manhattan, Hannah und ihre Schwestern, u.a.) als ich Ehemänner und Ehefrauen" sah. Dieser Film ist einer der reifsten und zugleich spannendsten Allen-Filme, in dem alle Elemente, die man an seinen Filmen schätzt und die seine Filme ausmachen, zu finden sind (z.B. intelligente Dialoge, absurde Äußerungen, etc.). Was ihn im Vergleich zu anderen Allen-Filmen auszeichnet, sind sein relativ bitterer Humor, seine realistische Darstellung und der spannende Plot.

Der Film beschäftigt sich mit den Themen Ehe, Liebe und Beziehungsfähigkeit. Auch wenn der Film der Treue eine Absage erteilt, hat mir die differenzierte Auseinandersetzung mit den Werten, die man einer Ehe nicht absprechen kann (Toleranz, gemeinsame Basis, ...), sehr gut gefallen.

Natürlich darf die psychoanalytische Komponente in einem Allen-Film nicht fehlen: Jedoch konzentrieren sich die Neurosen und Ticks nicht wie in anderen Filmen auf Allens Figur (Gabe Roth); vielmehr verteilt der New Yorker Regisseur die Neurosen auf die vier Protagonisten, wodurch die Ängste und Ticks zwar, wie immer bei Allen, sehr skurril, zugleich jedoch realistischer wirken (fantastisch z.B. der männerverachtende Fatalismus und die gnadenlose Ehrlichkeit, mit denen Sally (Judy Davis) ihrem Date begegnet).
In den kurzen Interviewszenen, die die Handlung des Films immer wieder unterbrechen und in denen die Protagonisten ihre Beweggründe und Gefühle kommentieren (was eine unweigerliche Komik zur Folge hat) hat letztendlich der Zuschauer selbst das Gefühl, der Analytiker zu sein.

Angesichts des Skandals um die Trennung von Mia Farrow (im Film Judy Roth) und Allen aufgrund seiner Affäre mit ihrer gemeinsamen Adoptivtochter, der den Kinostart des Films begleitete, schwebt natürlich über dem ganzen Film die spannende Frage, wie Gabe Roths (Allen) Beziehung zur hübschen, zwanzigjährigen Rain (Juliette Lewis) enden wird.

Die experimentelle Schnitttechnik, die manchmal willkürlich erscheint (Dialoge werden manchmal mittendrin abgebrochen), verleiht dem Film zuweilen einen dokumentierenden Charakter, trägt aber auf jeden Fall zur Lebendigkeit der erzählten Handlung bei. Auch die Handkameras, die die Bilder fast beiläufig aufnehmen, setzt Allen meiner Meinung auf sehr geschickte Weise ein. Obwohl man sich als Zuschauer anfangs ein wenig an diesen experimentellen Stil gewöhnen muss, hat Allen meines Erachtens genau das richtige Gefühl dafür, diese schnitt- und kameratechnische Experimente wirkungsvoll und daher sparsam einzusetzen: Während die Verwendung der Handkamera in einigen Szenen deutlich ins Auge fällt, ist die Kameraführung in denjenigen Szenen, die mehr Ruhe benötigen, ihrerseits sehr viel ruhiger.

"Ehemänner und Ehefrauen" ist zweifelsohne einer meiner "Lieblings-Allens".


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Reise nach Indien (Arthaus Premium Edition - 2 DVDs) - Peggy AshcroftReise nach Indien (Arthaus Premium Edition - 2 DVDs)
Peggy Ashcroft, Judy Davis, James Fox

DVD, 11. August 2006
     Verkaufsrang: 15894      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 24,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Arthaus Reise nach Indien 2er Digipack, USK/FSK: 6+ VÃ-Datum: 11.08.06

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)

Ein ernstes Thema wunderbar inszeniert.      5 von 5 Punkten
Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Landschaft Indiens und wie Indien hauptsächlich von zwei englischen Reisenden rezipiert wird. Zu dem Zeitpunkt ist Indien eine englische Kolonie, wo nicht wenige dort lebende Engländer sich beklagen, dass dort zu viele Inder leben. Die komplexe Geschichte will ein soziales Problem zeigen: die Inkompatibilität der Kulturen, europäische und asiatische. Ein Dialog ist nur dann möglich, wenn beide Partner sich auf dem gleichen Niveau befinden. Dafür brauchen beide aber viel Zeit und Weisheit. Der Film zeigt eine Möglichkeit, wie man Brücken schlagen kann, auch wenn die Situation aussichtslos ist. Ein ernstes Thema wunderbar inszeniert. Für diesen Film gibt es nur Pluspunkte.


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Celebrity - Schön. Reich. Berühmt - Hank AzariaCelebrity - Schön. Reich. Berühmt
Hank Azaria, Kenneth Branagh, Judy Davis

DVD, 14. Oktober 1999
     Verkaufsrang: 26295     

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Woody Allens Porträt des Lebens der Berühmtheiten - gesehen durch die Augen eines gerade frisch geschiedenen Paares - ist ein in schwarz-weiß und im New Yorker Stil gedrehtes Das süße Leben, das zugleich wie die kältere andere Seite von Manhattan, Allens früherer Liebeserklärung an New York, wirkt. Trotz einiger Fehltritte stellt Celebrity - Schön. Reich. Berühmt eine bewundernswerte (wenn auch düstere), sich lohnende Erweiterung von Allens persönlichem Pantheon dar.
Kenneth Branagh und Judy Davis spielen die einstmals Verheirateten, die nun beide angestrengt versuchen, sich ein neues, getrenntes Leben in einer von Medien durchsetzten und von Berühmtheit besessenen Welt aufzubauen. Er versucht sich als Autor von Porträts verschiedenster Berühmtheiten (während er gleichzeitig mit einem Drehbuch bei jedem Star hausieren geht, der bereit ist zuzuhören) und landet schnell im Schoß eines vollbusigen Sternchens (Melanie Griffith), der ersten in einer langen Reihe von für ihn ganz kurz greifbaren Frauen. Sie begegnet einem Produzenten (Joe Mantegna), der ihr einen Job als Fernsehpersönlichkeit und außerdem eine liebevolle Partnerschaft anbietet. Diese scheinbar einfache Doppelhandlung wird unterbrochen von Wendungen und Umschwüngen in Form von Rückblenden und unzähligen Abstechern zu Seitensträngen, die alle hinreißend von dem legendären Sven Nykvist in schwarz-weiß photographiert wurden und von einem der größten Ensembles in einem Woody Allen-Film überhaupt bevölkert werden. Wenn man nur einmal blinzelt, wird man wahrscheinlich unzählige Cameos von Isaac Mizrahi, Donald Trump, Hank Azaria und einem ganzen Heer anderer verpassen.
Während Judy Davis wie immer großartig ist (sieht man von der scheinbar notwendigen Nervenzusammenbruch-Szene ab, die sie nun wirklich einmal zu viel gespielt hat), hätte jemand Kenneth Branagh sagen sollen, dass er seiner Woody Allen-Imitation, die so einwandfrei ist, dass sie schon irritierend wirkt, Grenzen hätte setzen müssen. Sein Versagen in dieser Rolle ist allerdings nicht nur seine eigene Schuld, da dieser Charakter auch wieder ein weiterer in der langen Reihe von unsympathischen männlichen Protagonisten ist, die Allen offenbar geschaffen hat, um die Zuschauer dazu zu bringen, seine Hauptfiguren zu hassen, nachdem sie sie in Filmen wie Manhattan und Der Stadtneurotiker so geliebt haben.
Branagh ist nie unsympathischer als in der schon schmerzlichen Sequenz, in der er einem verzogenen, leicht erregbaren Teenager-Idol (ein scharfsinniger und gewandter Leonardo DiCaprio) hinterherläuft und sich dabei als völliger Versager präsentiert. Um einiges mehr Spaß machen Branaghs unglücklich verlaufende Begegnungen mit einigen Darstellerinnen. Zu denen gehören die mit Charlize Theron, die als nymphomanisches Supermodel mit einer merkwürdigen Vorliebe für Bandwürmer die beste schauspielerische Leistung des Films vollbringt, die mit der phänomenalen Famke Janssen als erfolgreicher Verlagslektorin, mit der Branagh fast zusammenzieht, und die mit Winona Ryder, die hier als eine aufstrebende, mehr als nur einmal Branaghs Aufmerksamkeit erregende Schauspielerin auftritt und zum ersten Mal wie eine Erwachsene spielt. Alle diese Frauen entgleiten im Verlauf des Films Branaghs Händen wieder.
Obwohl dem Film ein wirkliches Zentrum fehlt, machen ihn doch zumindest zwei ganz und gar wundervolle Momente zu einem Muss für Woody-Allen-Fans. In dem einen sucht Judy Davis, nachdem sie vor ihrer eigenen Hochzeit geflüchtet ist, Trost bei einer lebenserfahrenen Wahrsagerin. Und in dem anderen, einer wunderbaren nächtlichen Szene, umwirbt Branagh eine bezauberte Winona Ryder an einem U-Bahn-Kiosk. Beide Episoden beweisen, dass Woody Allen trotz der unbeständigen Phase, in der er sich zu diesem Zeitpunkt befindet, immer noch diese ganz besondere Kino-Magie besitzt. -Mark Englehart


Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Hochkarätig besetzt, solide Tragikomik      5 von 5 Punkten
In Celebrity bekommt man das typische Bündel an Woody Allen-Themen in einer neuen Variation. Beziehungen und Beziehungsstress, Melancholiker vs Sanguiniker, Komik und Tragik. Der Schauplatz ist diesmal die Welt der Filmstars, der Reichen und Schönen, und es geht darum, ob man es nun will oder nicht, den Zugang in das Reich dieser modernen Aristokraten auszuloten. Lee und Robin sind dabei die Hauptdarsteller. Nach ihrer Scheidung führen die Handlungsstränge ihres Lebens in verschiedene Richtungen, treffen ein paar Mal aufeinander, und haben aus den beiden am Ende völlig unterschiedliche Menschen gemacht.
Auf dem Weg gibt es jede Menge skurrile Komik und witzige Dialoge, aber auch Nachdenkliches und Trauriges. Eine weitere Variation im Allen-Kosmos. In schönem Schwarz-weiss gedreht ist der Film eine Augenweide (und das selbst auf VHS) und die pointierten Dialoge sind obwohl synchronisiert witzig und lebendig. Für Allen-Fans ist der Film wohl Pflicht, für Allen-Einsteiger oder -Gleichgültige mag ein Blick auf die starke Besetzung den Impuls zum Ansehen bringen.


Verliebt in Chopin - Judy DavisVerliebt in Chopin
Judy Davis, Hugh Grant, Mandy Patinkin

DVD, 16. März 2004
     Verkaufsrang: 23639     

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Fox Verliebt in Chopin, USK/FSK: 16+ VÃ-Datum: 16.03.04

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

komisch?      4 von 5 Punkten
Es kann schon sein, daß dieser Film komisch und grotesk wirkt (so wie meine Vorrednerin es beschreibt), wenn man einfach nur eine Liebesschnulze sehen möchte und sich nicht weiter für Frédéric Chopin interessiert. Aber: "ein echter Geheimtipp, der für ordentlich Gelächter und eine nette Unterhaltung gesorgt hat" (ebenfalls Zitat meine Vorrednerin)??? Dieser Film ist gewiß nicht als Komödie gedacht!

Mein Urteil: Hervorragende schauspielerische Leistungen von Judy Davis (George Sand), Hugh Grant (Chopin) und Bernadette Peters (Marie d'Agoult). Eine sehr stimmige Atmosphäre, die Kamera fängt schöne Bilder ein. Mir gefällt auch die Kostümierung sehr gut: Ganz klar die des 19. Jahrhunderts, dennoch wirken die Rollen nicht fern, distanziert, sondern sind Menschen, die sich in ihren Gefühlen zu den Menschen des 20./21. Jahrhunderts nicht unterscheiden.

Ich selbst bin Musikerin und finde es ein bißchen schade, daß die Musik in diesem Film immer nur als Hintergrund dient, immer leise ist.
Ich bezweifle zwar die Authenzität des Filmes, aber dieser Film hat mich neugierig gemacht auf die Biographien von Chopin, und auch George Sands.

Zur technischen Seite der DVD: Als Extra bietet sie nur den Original-Kinotrailer. Als Sprachen sind verfügbar deutsch, englisch und französisch, es gibt aber viele Untertitel. Was ich allerdings sehr merkwürdig fand: Ich habe es nicht geschafft, die Untertitel abzustellen! Kann aber auch an mir gelegen haben...


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A Passage To India  [UK IMPORT] - Peggy AshcroftA Passage To India [UK IMPORT]
Peggy Ashcroft, Judy Davis, Nigel Havers, Alec Guinness

DVD, 28. April 2003
     Verkaufsrang: 30023      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 22,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Ein beeindruckender Film mit historischer Relevanz      5 von 5 Punkten
A Passage To India zeigt eine beeindruckende Geschichte und viel historische Wahrheit. Miss Adela und die alte Mrs. Moore fahren nach Indien, um Ronny zu besuchen, den Adela evtl. heiraten soll. Auch Dr. Aziz lernen sie kennen, von dem die beiden britischen Damen das "real India" kennenlernen möchten. Aziz führt sie zu den Marabar Caves, in denen es der alten Mrs. Moore zu unheimlich wird, während Adela sich einfach absetzt und ihr schreckliches widerfährt... Ab hier wird es spannend. Die Chancen für Dr. Aziz stehen schlecht, denn unter der Herrschaft der Briten wird es trotz des überwundenen Kolonialismus sehr schwer. Der Film zeigt dies eindrucksvoll und zeigt prima die Vorherrschaft der Briten, die quasi immer noch ein Zweiklassensystem in Indien aufrechterhalten zu jener Zeit.
Der Film zeigt dabei wunderbar, wie die Briten sich Indien britisch machen, Tee trinken und sich vom Rest des Landes gleichermaßen abschotten und es sich unterwerfen.
Ein großes Lob auch daran, dass die technischen Möglichkeiten der DVD stark ausgeschöpft wurden. Der Film ist in Englisch, Französisch und Spanisch zu sehen und es stehen elf verschiedene Untertitel zur Verfügung, in denen sogar bei jedem Stück, dass das Orchester bei der nachmittaglichen Tea Party spielt, angezeigt wird. Zwar ist der Film nicht in Deutsch zu haben, aber die Variante "Englisch mit englischen Untertiteln" hilft auch schon so einiges weiter.


Gegen den Strom - Swimming Upstream - Judy DavisGegen den Strom - Swimming Upstream
Judy Davis, Geoffrey Rush, Jesse Spencer

DVD, 3. November 2005
     Verkaufsrang: 24623     

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Mehr Familiengeschichte als Sportlerfilm      5 von 5 Punkten
Bei diesem Film handelt es sich um eine Familiengeschichte, die im Australien der 50er und 60er Jahre angesiedelt ist. Für den jungen Hauptdarsteller (Jesse Spencer, zurzeit Zuschauern vor allem präsent durch seine Rolle in der Fernsehserie Dr. House) wird der Schwimmsport anfangs noch zögerlich, dann immer mehr zum Antrieb, um sich von seinem lieblosen Vater und der Enge seines Elternhauses zu emanzipieren.

Entgegen der Umschlaggestaltung handelt es sich hier nicht in erster Linie um einen Sportlerfilm, sondern um eine sehr liebevoll und differenziert gestaltete, zeitgeschichtliche Familienmilieustudie. Geoffrey Rush als trunksüchtiger und stimmungslabiler Vater ist wieder einmal derart eins mit seiner Rolle, dass man häufig vergisst, dass hier ein Schauspieler arbeitet. Judy Davis ist ebenfalls so differenziert in ihrer Rolle als Mutter, dass man fast vermuten muss, dass sie in vielen Hollywood-Produktionen hoffungslos unterfordert ist und ihr unbeschreibliches Talent nur selten wirklich voll ausschöpfen kann.

Der Film nähert sich seinen Figuren voller Wärme, Verständnis und Sympathie und findet zudem für viele Szenen wunderbar stimmungsvolle, aussagekräftige und zum Teil überwältigende Bilder. Der Film erzählt über den Überlebenskampf und die Armut einer Familie, über Geschwisterrivalität und über die Schwierigkeiten, seinen eigenen Weg zu finden. Dies wird liebevoll und voller Anteilnahme warmherzig, aber unsentimental erzählt. Der Film ist ein kleines Juwel für all diejenigen, die nicht (ausschließlich nur) an Actionkino interessiert sind, sondern sich auch für gut erzählte, inhaltsreiche Geschichten erwärmen können. Ein sich stimmiger Film, den es zu entdecken gilt.


Where Angels Fear To Tread [UK IMPORT] - Helena Bonham-CarterWhere Angels Fear To Tread [UK IMPORT]
Helena Bonham-Carter, Judy Davis, Helen Mirren

DVD, 11. Februar 2008
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"Fools rush in where angels fear to tread."      5 von 5 Punkten
Die verwitwete Lila Herriton (Hellen Mirren, nicht gerade in ihrer besten Rolle) hat sich bei einer Italienrundreise in einen wesentlichen jüngeren Italiener verliebt und diesen zum Entsetzen ihrer englischen Ex-Schwiegerverwandtschaft auch noch geheiratet. Aus dieser angeblich unstandesgemäßen Ehe geht auch ein Kind hervor. Doch als Lila bei der Geburt des Kindes stirbt schickt deren angeheiratete Verwandtsacht sogleich eine "Rettungstruppe" für den neugeborenen Jungen los. Diese englische Familie sieht sich nämlich im Recht, dieses Kind von seinem Vater weg nach England zu holen um es zu einem Gentleman zu erziehen und sie (das heißt die Ex-Schwiegermama) brüstet sich sogar mit einiger Selbstgefälligkeit dieser "guten" Tat.
"Fools rush in where angels fear to tread" sagte Alexander Pope einmal, und mit diesem Satz findet man eigentlich die ganze tragische Geschichte erzählt, die den Zuschauer nun erwartet. Denn da werden wirklich drei arme "Narren" in das toskanische Städtchen Monteriano geschickt, um dieses Baby nun nach England zu holen. Da ist zum einen die ehemalige Anstandsdame von Lila, Caroline Abbott (Helena Bonham Carter), die ihre wahren Motive für die Reise tief in ihrem Herzen vergraben hat. Da ist der junge, etwas gehemmte Ex-Schwager der Verstorbenen, Philipp Herriton (Rupert Graves), der erst in Monteriano erkennt was leben und frei sein wirklich bedeutet und begleitet wird er von seiner säuerlichen, altjüngferlichern Schwester Harriet Herriton (Judy Davis), die den Inbegriff viktorianischer Prüderie und Kleingeistigkeit verkörpert. Dabei geht es diesen dreien gar nicht um das Wohl des Kindes, sondern wie sich im Laufe des Filmes heraus stellt, eben um ganz andere Motive. Und als der italienische Vater seinen Sohn nicht hergeben möchte, kommt es zu tragischen Entwicklungen.

Fünf Sterne trotz schlechter DVD-Qualität:
Wenn man sich bei diesem Film nicht in Italien verliebt, dann wohl niemals mehr!
Bei atemberaubend schönen Landschaftaufnahmen und der liebevoll inszenierten italienischen Lebensfreude tritt die verschlungene und tragische Handlung der Geschichte fast in den Hintergrund. Ja, manchmal konnte ich vor lauter Bewunderung für die meisterhafte Kameraführung kaum noch auf die Dialoge und die Handlung achten. Filmisch perfekt umgesetzt findet man sich selbst plötzlich mitten drin im Leben und im Alltag der Menschen von Monteriano: Der tief verwurzelte Glaube, die Liebe der Italiener zur Musik, ihre liebenswert-chauvinistische Einstellung zu Frauen und ihre Unkompliziertheit in allen Dingen des Lebens. Das ist einfach genial dargestellt, geht unter die Haut und ist es wert, mehr als einmal angesehen zu werden. Aber auch die Geschichte selbst, obwohl verworren und komplex, ist so tiefsinnig, dass auch sie einen zweiten Blick verdient hat, zumal man (genauer gesagt: Ich) nicht alles, was in dem Film geschah und gesprochen wurde, auf Anhieb nachvollziehen konnte. Das lag aber hauptsächlich an der DVD-Qualität und nicht am Inhalt, denn diese DVD hat keine Untertitel und die Tonqualität ist streckenweise ziemlich dürftig, so dass ich mir etliche Szenen zwei Mal ansehen musste, nur um das Gesprochene verstehen zu können.
Das größte Plus neben der schönen Landschaft sind aber die Schauspieler und an erster Stelle Rupert Graves, den ich eigentlich nicht so sehr mag, dem ich aber für seine Rolle als Philipp Herriton uneingeschränkt Tribut zollen muss. Auch gigantisch spielt Judy Davis die schrullige Harriet - eine herrlich hassenswerte, kleingeistige, viktorianische Dörrpflaume (öhem)!

Il risultato finale:
Für Freunde von E.M. Foster ist dieser Film auf jeden Fall eine Pflichtkür, ebenso natürlich wie für Fans von Helena Bonham Carter, auch wenn die schöne Helena mir in diesem Film sehr blutleer vorkommt. Ein Film also hauptsächlich für Fans, der ein scharfsinninges und teilweise auch sehr dramatisches Bild davon zeichnet, was geschieht, wenn viktorianische Prüderie auf italienische Ars vivendi trifft.

P.S. In der E.M Foster Verfilmung "Zimmer mit Aussicht" wird übrigens sogar in einem Dialog auf diese Geschichte, die sich in Monteriano abspielt, Bezug genommen.


Girl With A Pearl Earring [UK IMPORT] - Colin FirthGirl With A Pearl Earring [UK IMPORT]
Colin Firth, Scarlett Johansson, Tom Wilkinson, Judy Parfitt, Cillian Murphy

DVD, 28. Mai 2004
     Verkaufsrang: 8420      Gewöhnlich versandfertig in 1 bis 3 Wochen.

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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)

Ein Must-Have für jeden Freund guter Filme      5 von 5 Punkten
"das mädchen mit dem perlenohrring" ist das vielleicht bekannteste gemälde des niederländischen malers johannes vermeer, vermutlich entstanden 1665 oder 1666.
der gleichnamige roman von tracy chevalier erzählt die entstehungsgeschichte dieses bildes, wie sie hätte sein können. da es von vermeer keine erhaltenen persönlichen notizen oder briefe zu seinen werken gibt, ist der spekulation tür und tor geöffnet.
das buch handelt im prinzip von einer heimlichen liebe.
das 17-jährige mädchen griet kommt als magd in das haus des malers vermeer. das junge mädchen ist von dem künstler fasziniert, verliebt sich in ihn und wünscht sich, dass er ihre gefühle erwiedert. doch der künstler betrachtet sie nur als objekt zur verwirklichung seiner künstlerischen ambitionen...
diese dem grunde nach banale story bildet den rahmen für ein detailliertes sitten- und zeitgemälde der niederlande um 1666. auch wenn einige zentrale politische und kulturelle themen im roman nicht angesprochen werden, erhält man durch die gut recherchierten und korrekt dargestellten historischen fakten einen hervorragenden einblick in eine längst vergangene zeit. vorallendingen beeindruckt hat mich die genaue darstellung des lebens sowie der gesellschaftlichen stellung einer dienstmagd. gleiches ist meiner meinung nach nur noch margarette atwood in ihrem roman "alias grace" gelungen. auch die darstellung vermeers arbeitsweise, farbherstellung und maltechnik sind hervorragend recherchiert und detailliert dargestellt. das einzige, was ich mir gewünscht hätte, wäre am buch ein anhang und im hörbuch eine beilage, auf der die im buch vorkommenden gemälde abgebildet sind.
Fazit: Unbedingt anschauen und auf jeden Fall das Buch lesen!!!

Ein absolutes Muss für Colin Firth Fans!      5 von 5 Punkten
COLIN FIRTH IST EIN GOTT!! Ich glaube, alle, die diesen Film gesehen haben werden mir da zustimmen. Er schafft es nur mit seiner Mimik und Gestik einen Kritiker zu überzeugen. So auch bei mir! Ich habe mir eine Filmografie von ihm angesehen und bin zufällig über diesen Film gestolpert. Da Filme dieser Art eigentlich (noch) nicht zu meinen Lieblingsfilmen gehörten, bin ich nur widerwillig in diesen Film gegangen. Aber da Colin Firth nach den Bridget Jones - Filme zu meinem absoluten Lieblingsschauspieler aufgestiegen ist, war es praktisch ein Muss. Und ich wurde wider Erwarten eines besseren über solch eine Art von Film belehrt. Er und Scarlett Johansson spielen die Rollen so realitätsgetreu, das man meint, sie würden mit den Rollen verschmelzen. Ich war so fasziniert von der Anziehungskraft der beiden Hauptdarsteller zueinander, dass ich bis zum Schluss auf den erhofften Kuss wartete. Dies geschah zwar nicht, aber trotzdem war es ein absolut toller Film.
Wer auf Action u.ä. wartet, wird bei diesem Film zwar enttäuscht, aber für alle anderen ist dieser Film - vor allem aber für Colin Firth Fans - ein absolutes Muss.
Zum Schluss bleibt noch zu sagen, das Colin Firth auch mit langen Haaren super lecker aussieht!! Yummy, Yummy!!
Unbedingt anschauen!!

Für Liebhaber der leisen Töne      5 von 5 Punkten
Dieser Film verzaubert vor allem durch seine Ästhetik und Athmosphäre. In langen, ruhigen Kameraeinstellungen bleibt den Bildern Raum und Zeit, sich zu entfalten. Auch für die tolle Besetzung bietet sich so eine Fläche, mit sparsamer Mimik maximale Wirkung zu erzielen. Allen voran beeindruckt Scarlett Johanssen, die ja schon in dem nicht minder tollen "Lost in Translation" zeigen durfte, was man mit kleinen Gesten so alles auf die Leinwand zaubern kann. Ein toller Film für alle Freunde der eher leisen Zwischentöne und gerade für den Winter wunderbar für einen schönen DVD-Abend geeignet.

Wunderschön und sehr sorgfältig fotografiert, aber ...      4 von 5 Punkten
insgesamt ist der Film sehr ruhig und besinnlich, es gibt (genau wie im Buch) sehr wenig Handlung im eigentlichen Sinne. Mir hat er trotzdem gefallen, vor allem wegen der leisen, aber auch sehr eindrunglichen Szenen, aber anderen Leuten ist es vielleicht zu langweilig.

Einfach Wunderschön!      5 von 5 Punkten
Die junge Griet muss nach einem Unfall ihres Vaters, wobei dieser erblindet ist, als Magd arbeiten. Sie findet eine Stellung bei dem Maler Vermeer. Dort muss sie unter anderem dessen Atelier putzen, stehts darauf bedacht, nichts zu verstellen, was der Künstler gerade malt. Mit der Zeit baut sich zwischen Vermeer und Griet ein Vertrauensverhältnis auf, das darin endet, dass Vermeer den Auftrag bekommt, Griet zu malen. Es entsteht das berühmteste Gemälde Vermeers.
Dieser Film ist einfach Wunderschön!! Jedes gefilmte Bild ist fast schon ein Kunstwerk für sich. Nicht umsonst wurde der Film für "Beste Kamera" Oscar nominiert. Der Film hält sich, was sehr schön ist, nah an die Romanvorlage von Tracy Chevalier, die Schauspieler sind perfekt ausgesucht. Scarlett Johansson scheint, seit Lost in Tranlsation" auf "tragische" Rollen abonniert zu sein. Colin Firth spielt Vermeer mit wunderbarer Ausdruckskraft. Man spürt die Anziehungskraft, die zwischen Herr und Magd ist, fast körperlich. Dieser Film zeigt mal wieder, wie viel Bedeutung Blicke und einfache Berührungen doch haben können.
Ich kann nur empfehlen, reingehen und schauen!!! Selten war Sehnsucht so schön!


 Weitere Kundenmeinungen


Barton Fink - John TurturroBarton Fink
John Turturro, John Goodman, Judy Davis

Videokassette, 1. April 1993
     Verkaufsrang: 960     

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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Ein echter Coen-Brüder      5 von 5 Punkten
Als ich das erste mal Barton Fink sah, ging es mir wie nachdem ersten mal, dass ich Big Lebowski sah: Rein vom optischen erfreute mich der Film, doch fand ich die Handlung ein wenig träge. Die steht jedoch auch bei beiden Filmen im Hintergrund. Genial wird der Film durch die Glanzleistungen der Darsteller, vorallem John Goodman, durch die vielen verrückten Kamerafahrten, dem vielen versteckten Humor und dem tollen Ende. Leuten die eine große Story erwarten kann ich den Film nicht empfehlen, doch alle Coen-Fans erwartet ein weiteres Glanzstück.

Schade !!!      5 von 5 Punkten
Mein "Schade" hat hat nichts mit meiner Bewertung des den Film zu tun, nein ich finde es nur schade, da ich diesen Film jetzt schon seit 1 Jahr vergeblich. Nun zur Bewertung. 1 mal gesehen und verzaubert. Wer jemals einen COEN-Film gesehen hat weiß wovon ich spreche. Was ich vor allem an den Filmen der C.-Brüder schätze ist die ausführliche beschreibung vieler "komischer" Charaktere. P.S. Und wieder einmal ein genialer "JOHN GOODMAN".
Wer diesen Film irgendwo findet, u n b e d i n g t k a u f e n!

Genial      5 von 5 Punkten
Das die Coens es drauf haben, ist ja kein Geheimnis, aber "Barton Fink" ist deren unübertroffenes Meisterwerk. Der Film besitzt eine atmosphärische Dichte, die dem Verstand die Luft abschnürt. Hier zeigt sich die ganze Stärke der Macher, die wissen, wie man aus verschiedenen Bezügen und Vorbildern einen eigenen Film schafft. Der Poststrukturalismus auf seinem Höhepunkt.


Naked Lunch - Peter WellerNaked Lunch
Peter Weller, Judy Davis, Sir Ian Holm

Videokassette, 1. Oktober 1993
     Verkaufsrang: 1714     

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Die Handlung von Naked Lunch ist in einem Satz berichtet: Ein junger Autor erschießt versehentlich seine Ehefrau und flüchtet anschließend in den durch Drogenkonsum erreichten Realitätsverlust. Hinter dem Film, der sich um diesen Plot windet, stecken jedoch zwei Meister des Surrealen, der eine Schriftsteller, der andere Regisseur. Naked Lunch ist der Titel eines autobiografisch gefärbten Romanes von William S. Burroughs, der mit Jack Kerouac und Allen Ginsberg zur "Beat"-Generation der 60er Jahr gehörte. Unter der Beschreibung von Drogenexzessen vermittelte er seine Anklagen gegen Realität und Gesellschaft.
Regisseur David Cronenberg, der sich in eXistenZ mit eben diesen Themen auseinandersetzte, und der mit Crash ein ähnlich kontroverses Buch von J. G. Ballard verfilmt hatte, vermischte in seiner Adaption noch einmal Fiktion und Biografie. So stellt Peter Weller (Robocop) als Bill Lee ein doppeltes Porträt von W. S. Burroughs dar. Der Film vermittelt die zynische Weltsicht, das Unterbewusste und die Interpretation des drogenbeeinflussten Schreibens des Romans in eigenen, bizarren Bildern. Bei der Schreibmaschine, die sich in eine sprechende Küchenschabe verwandelt, lässt Franz Kafkas Verwandlung grüßen. Die Darstellung der seltsam menschlich-unmenschlichen "Mugwumps", Gestalten aus der Hölle der Opiate, zeigen, wie eng die Visionen Burroughs und Cronenbergs zusammenliegen.
Die Besetzung wird Freunden des Genre-Films als sehr treffend erscheinen: Ian Holm (Kafka, Brazil), Julian Sands (Gothic, Warlock), sowie Judy Davis (Barton Fink) und Roy Scheider (Der weiße Hai) bilden den inspirierten Cast eines wilden Trips, der nicht allein auf der Oberfläche seiner Bilder bleibt. -Alexander Röder


Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 15 Bewertungen)

Surreal, abstrakt, nicht dechiffrierbar, kafkaesk, genial      5 von 5 Punkten
Ein erfolgloser Autor (Peter Weller) verdient seinen Lebensunterhalt als Ungezieferbekämpfer. Als er mal wieder von dem Insektoid high ist, erschießt er mehr unfreiwillig seine Frau. Zusammen mit seiner Verschöwungstheorien von sich gebenden zur Kakerlake mutierten Schreibmaschine flüchtet er nach "Interzone", einem fiktiven Nordafrika...

Ich will gar nicht versuchen irgendwelche Deutungsansätze herunterzubeten - ist eh zwecklos. Dieser Film entzieht sich jeglicher Interpretation, auch wenn hier und da mal soziakritische Aspekte durchscheinen. Will man versuchen "Naked Lunch" einem Genre zuzuordnen, steht man ebenso auf verlorenem Posten: Fantasy, Horror, Film Noir, schwarze Komödie - alles trifft irgendwie zu - aber auch wieder nicht ganz. Sicher ist nur, dass sich Cronenberg für die Entfaltung dieses Drogenrausches Zeit nimmt. Der Zuschauer wird im Gegenzug dazu mit surrealen Bildern wie der eingangs erwähnten Kakerlakenschreibmaschine belohnt.

DVD: Technisch gibt es an der DVD nichts auszusetzen, wenn auch der Ton nur in Dolby Digital 2.0 vorliegt. Dafür locken ein Audiokommentar von und eine Doku über David Cronenberg. Dazu gibt es die obligatorischen Trailer.

Fazit: Dieser Film ist ein auf Zelluoid gebannter Drogenrausch. Wer sich darauf einlässt bekommt einige einmalige Bilder geboten. Für Popcorn-Kino Fetichisten ist dieses Kunstwerk jedoch nichts.


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Husbands And Wives [UK IMPORT] - Woody AllenHusbands And Wives [UK IMPORT]
Woody Allen, Mia Farrow, Sydney Pollack, Judy Davis, Blythe Danner

DVD, 30. Juli 2003
     Verkaufsrang: 40201      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 25,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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1992 gingen Woody Allen und Mia Farrow wegen Allens Affäre mit ihrer Adoptivtochter mit einer von den Medien viel beachteten Schlammschlacht an die Öffentlichkeit. Nur einige Monate später erschien Allens Ehemänner und Ehefrauen, in dem er und Farrow in den Hauptrollen eine praktisch identische Geschichte spielen: Eine unglückliche Heirat beginnt zu zerbrechen, als der Ehemann mit einer sehr viel jüngeren Frau fremd geht (in diesem Fall eine seiner Studentinnen, gespielt von Juliette Lewis). Der Film wurde zu einer der schmerzhaftesten Komödien Allens, eine Geschichte über die Zerbrechlichkeit von Beziehungen und die Dummheit älterer Männer, die glauben, ihre Jugend durch jüngere Frauen wieder zu finden. Der Film zeigt starke Darstellungen von Judy Davis, Liam Neeson und dem Regisseur Sydney Pollack als Freund Woody Allens, der seiner langjährigen Ehefrau für eine Aerobic-Lehrerin den Laufpass gibt und dadurch seinen Freunden die Idee der ehelichen Auflösung in die Köpfe setzt. Ehemänner und Ehefrauen sorgte für einen unheimlichen Einblick in Allens Bild von sich selbst und seinem Privatleben, all seinen Protesten zum Trotz. -Marshall Fine

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Einer der reifsten und zugleich spannendsten Allen-Filme      5 von 5 Punkten
Ich kannte bereits einige Filme von Woody Allen (Der Stadtneurotiker, Manhattan, Hannah und ihre Schwestern, u.a.) als ich Ehemänner und Ehefrauen" sah. Dieser Film ist einer der reifsten und zugleich spannendsten Allen-Filme, in dem alle Elemente, die man an seinen Filmen schätzt und die seine Filme ausmachen, zu finden sind (z.B. intelligente Dialoge, absurde Äußerungen, etc.). Was ihn im Vergleich zu anderen Allen-Filmen auszeichnet, sind sein relativ bitterer Humor, seine realistische Darstellung und der spannende Plot.

Der Film beschäftigt sich mit den Themen Ehe, Liebe und Beziehungsfähigkeit. Auch wenn der Film der Treue eine Absage erteilt, hat mir die differenzierte Auseinandersetzung mit den Werten, die man einer Ehe nicht absprechen kann (Toleranz, gemeinsame Basis, ...), sehr gut gefallen.

Natürlich darf die psychoanalytische Komponente in einem Allen-Film nicht fehlen: Jedoch konzentrieren sich die Neurosen und Ticks nicht wie in anderen Filmen auf Allens Figur (Gabe Roth); vielmehr verteilt der New Yorker Regisseur die Neurosen auf die vier Protagonisten, wodurch die Ängste und Ticks zwar, wie immer bei Allen, sehr skurril, zugleich jedoch realistischer wirken (fantastisch z.B. der männerverachtende Fatalismus und die gnadenlose Ehrlichkeit, mit denen Sally (Judy Davis) ihrem Date begegnet).
In den kurzen Interviewszenen, die die Handlung des Films immer wieder unterbrechen und in denen die Protagonisten ihre Beweggründe und Gefühle kommentieren (was eine unweigerliche Komik zur Folge hat) hat letztendlich der Zuschauer selbst das Gefühl, der Analytiker zu sein.

Angesichts des Skandals um die Trennung von Mia Farrow (im Film Judy Roth) und Allen aufgrund seiner Affäre mit ihrer gemeinsamen Adoptivtochter, der den Kinostart des Films begleitete, schwebt natürlich über dem ganzen Film die spannende Frage, wie Gabe Roths (Allen) Beziehung zur hübschen, zwanzigjährigen Rain (Juliette Lewis) enden wird.

Die experimentelle Schnitttechnik, die manchmal willkürlich erscheint (Dialoge werden manchmal mittendrin abgebrochen), verleiht dem Film zuweilen einen dokumentierenden Charakter, trägt aber auf jeden Fall zur Lebendigkeit der erzählten Handlung bei. Auch die Handkameras, die die Bilder fast beiläufig aufnehmen, setzt Allen meiner Meinung auf sehr geschickte Weise ein. Obwohl man sich als Zuschauer anfangs ein wenig an diesen experimentellen Stil gewöhnen muss, hat Allen meines Erachtens genau das richtige Gefühl dafür, diese schnitt- und kameratechnische Experimente wirkungsvoll und daher sparsam einzusetzen: Während die Verwendung der Handkamera in einigen Szenen deutlich ins Auge fällt, ist die Kameraführung in denjenigen Szenen, die mehr Ruhe benötigen, ihrerseits sehr viel ruhiger.

"Ehemänner und Ehefrauen" ist zweifelsohne einer meiner "Lieblings-Allens".


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