DVDs: Richter Daniel

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2001: Odyssee im Weltraum [Blu-ray] - Keir Dullea2001: Odyssee im Weltraum [Blu-ray]
Keir Dullea, Gary Lockwood, William Sylvester, Daniel Richter, Leonard Rossiter

Blu-ray, 6. Dezember 2007
     Verkaufsrang: 13334      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 31,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Warner Home 2001: Odyssee im Weltraum, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 07.12.07

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 153 Bewertungen)

Das Tier im Menschen, der Mensch in der Maschine und schließlich noch Gott...      5 von 5 Punkten
Obwohl ich schon längere Zeit Filmklassikern hinterherjage und schon so manchen Must-Have-Streifen gesehen habe, bin ich das erste Mal in meinem Leben beeindruckter Zuseher bei Kubrick's "Space Odyssee" gewesen.

Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich an sich kein Sci-fi-Fan bin, aber - und das sei gleich anfangs erwähnt - um diesen Streifen zu mögen, braucht man weder Star-Wars noch Star Trek - Fan zu sein (obwohl ich auch diese Filme in gewissem Maße nicht schlecht finde).
"Space Odyssee" ist ansatzweise das, was ein gewisser Herr Tarkowskij wenige Jahre später noch intensiver und ausführlicher unter dem Titel "Solaris" produziert hat. Freilich ist jetzt weder das eine noch das andere eine Kopie. Aber ich wage zu beahupten, dass Kubrick's Streifen einen nicht zu verachtenden Einfluss auf Tarkowskij und natürlich noch viele, viele andere Filmemacher gehabt hat.
Prinzipiell arbeitet Kubrick hier mit Bildern und Musik: "Also sprach Zarathustra" und "An der schönen blauen Donau" sind ein herrliches Erlebnis in Kombination mit Bildern futuristischer und höchstentwickelter Technik. Vielleicht wollte der Regisseur damit zum Ausdruck bringen, dass die kulturelle und technische Blüte hier miteinander verschmelzen...
Dabei beginnt alles ganz anders: Zunächst schickt uns Kubrick auf eine Reise in die Steinzeit, in der Menschenaffen ein (relativ) friedliches Nebeneinander frönen, ehe jemand entdeckt, dass man große Schenkelknochen auch als Waffe (nicht nur für die Jagd) verwenden kann. Kurz: Der Mensch war immer schon so wie heute: machteifernd, rachsüchtig und kriegerisch (nur die Waffen haben sich eben geändert).
Dann folgt ein Sprung, der uns eben mal ein paar Jahrtausende nach vorne katapultiert: Ein in die Luft gewirbelter Knochen verwandelt sich schnurstraks in ein Raumschiff - einer der genialsten Schnitte der Filmgeschichte.
So geht es dahin. Beeindruckende Kulissen gepaart mit sprechenden Bildern und wunderbarer Musik vermitteln dem Zuseher den Eindruck von einer menschlichen Gesellschaft, die alle kulturellen und historischen Kluften überwältigt hat, um neben- und miteinander, auch außerhalb der weltlichen Atmosphäre, in Frieden und Harmonie zu leben. Das zeigt sich beispielsweise als sich ein amerikanischer Wissenschaftler mit seinen russischen Freunden zusammensetzt (für 1968 ja beinahe unerhört!).
Natürlich muss es soweit kommen, dass nicht mehr der Mensch, sondern Maschinen nun zum Übel der Menschheit werden. Das zeigt sich schließlich als eine - hauptsächlich von einem Computer gesteuerte - Jupiter-Expedition aus den Fugen gerät, weil der schon "zu intelligente" Computer nach fehlerhafter Funktion alles dagegen unternimmt, um nicht abgeschaltet zu werden. Kubrick genügte es allerdings diese menschliche Angst vor Kontrollverlust über sein eigenes Schicksal im Rahmen einer 5-Mann-Raumschiffbesatzung zu zeigen, wobei drei davon in künstlichen Tiefschlaf versetzt sind - bleiben also nur noch 2. Überhaupt bedient sich Kubrick relativ weniger Schauspieler, was seine Qualität als Filmschaffender aber durchaus bestätigt, wie ich finde.
In weiterer Folge schafft es der letztlich einzige Überlebende der Besatzung, den Computer (HAL-9000) zu überlisten und sich am Jupiter niederzulassen.
Was dort dann geschieht, wage ich nicht zu erklären. Ich denke, man muss es selbst gesehen haben. Vielleicht wollte uns Kubrick so eine höher entwickelte Lebensform darbieten, die man durchaus auch als "Gott" bezeichnen könnte. Vielleicht wollte er aber ganz einfach auch nur die Urängste des Menschen widerspiegeln, indem er das einsame Altern und Sterben auf einem fremden Planeten hierfür als Metapher verwendet hat... Wie auch immer - jedenfalls stimmt das Ende wieder hoffnungsvoll, als ein Embryo quer durchs All fliegt und sich das Bild: Baby, Erde, Sonne zu guter Letzt in unser Bewusstsein bannt.

Insgesamt ist "Space Odyssee" wirklich ein Meisterwerk. Stellenweise kann man es - so finde ich - ein wenig mit "Planet der Affen" vergleichen. Wer beide Filme gesehen hat, wird bestimmt einige Ähnlichkeiten finden können (wobei Kubrick insgesamt genialer an die Sache herangegangen ist). Das zuvor schon erwähnte "Solaris" ist ein ähnliches Kaliber, allerdings in seiner Machart und auch in der Grundintension doch stark anders als "Space Odyssee". Freunden von "Space Odyssee" kann ich an dieser Stelle jedenfalls nur raten, sich unbedingt mal Tarkowskijs Version von "Solaris" anzuschauen. Der Streifen macht dort weiter, wo dieser hier gerade mal ansatzweise begonnen hat...

Fazit: Nichts für ungeduldige Gemüter, die sich ausschließlich für Weltraumschlachten und Aliens begeistern können. "Space Odyssee" verlangt Geduld, Ruhe und Aufmerksamkeit und versteht es aber auch zu unterhalten, so, dass sich ein wunderbarer Kreis an Genialität und Einfallsreichtum schließt.

Wahrscheinlich einer der besten 50 Filme aller Zeiten!


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2001: Odyssee im Weltraum [HD DVD] - Keir Dullea2001: Odyssee im Weltraum [HD DVD]
Keir Dullea, Gary Lockwood, William Sylvester, Daniel Richter, Leonard Rossiter

HD DVD, 7. Dezember 2007
     Verkaufsrang: 22660      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 34,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Als Stanley Kubrick den Autor Arthur C. Clarke einlud, mit ihm zusammen an diesem Science-Fiction-Film zu arbeiten, kann man jede Wette eingehen, dass weder der als Einzelgänger bekannte Regisseur noch der große Autor geahnt haben, dass sie einen Film kreieren würden, der die Parameter des Kino-Sehens neu definieren sollte.
Inspiriert von einer Kurzgeschichte Clarkes, hat Kubrick ein unkonventionell erzähltes, auf Visualität beruhendes Poem geschrieben (auf 139-Minuten Film kommen nicht einmal 40 Minuten Dialog), das in einer eigene Bildsprache die Geschichte der Evolution erzählt. Der Evolution, die bereits geschehen ist und einer Evolution, die vielleicht noch kommen mag. Beginnt der Film im Zeitalter der Urmenschen, gelingt es Kubrick in nur einer Sequenz ins Zeitalter der Raumfahrt überzuleiten und vom Flug eines Raumschiffes namens Discovery im Jahre 2001 zu berichten, um mit der metaphysischen Geburt eines Sternenkindes zu enden.
Präzise ist die Geschichte konstruiert, die sich auf einer Subebene geschickt mit der Enthumanisierung des Menschen durch die voranschreitende Technologie auseinandersetzt, wofür in Kubricks Klassiker der Computer HAL 9000 steht, der von allen Figuren über die am weitesten entwickelte Persönlichkeit verfügt. Dinge wie diese sind es denn auch, die 2001 zu einem Film wie keinen anderen machen, auch wenn die Darstellung des ersten Jahres im neuen Millennium, wie wir heute wissen, denn doch etwas zu enthusiastisch ausgefallen ist. Seine spektakulären, präzise ausgearbeiteten Spezialeffekte haben darüber hinaus die Zeiten überstanden und bestehen selbst heute noch den Vergleich mit aktuellen Produktion. Ohne zu übertreiben kann man sagen, dass dies ein cineastischer Meilenstein war und ist: verwirrend, provokativ, perfekt. -Jeff Shannon


Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 153 Bewertungen)

Das Tier im Menschen, der Mensch in der Maschine und schließlich noch Gott...      5 von 5 Punkten
Obwohl ich schon längere Zeit Filmklassikern hinterherjage und schon so manchen Must-Have-Streifen gesehen habe, bin ich das erste Mal in meinem Leben beeindruckter Zuseher bei Kubrick's "Space Odyssee" gewesen.

Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich an sich kein Sci-fi-Fan bin, aber - und das sei gleich anfangs erwähnt - um diesen Streifen zu mögen, braucht man weder Star-Wars noch Star Trek - Fan zu sein (obwohl ich auch diese Filme in gewissem Maße nicht schlecht finde).
"Space Odyssee" ist ansatzweise das, was ein gewisser Herr Tarkowskij wenige Jahre später noch intensiver und ausführlicher unter dem Titel "Solaris" produziert hat. Freilich ist jetzt weder das eine noch das andere eine Kopie. Aber ich wage zu beahupten, dass Kubrick's Streifen einen nicht zu verachtenden Einfluss auf Tarkowskij und natürlich noch viele, viele andere Filmemacher gehabt hat.
Prinzipiell arbeitet Kubrick hier mit Bildern und Musik: "Also sprach Zarathustra" und "An der schönen blauen Donau" sind ein herrliches Erlebnis in Kombination mit Bildern futuristischer und höchstentwickelter Technik. Vielleicht wollte der Regisseur damit zum Ausdruck bringen, dass die kulturelle und technische Blüte hier miteinander verschmelzen...
Dabei beginnt alles ganz anders: Zunächst schickt uns Kubrick auf eine Reise in die Steinzeit, in der Menschenaffen ein (relativ) friedliches Nebeneinander frönen, ehe jemand entdeckt, dass man große Schenkelknochen auch als Waffe (nicht nur für die Jagd) verwenden kann. Kurz: Der Mensch war immer schon so wie heute: machteifernd, rachsüchtig und kriegerisch (nur die Waffen haben sich eben geändert).
Dann folgt ein Sprung, der uns eben mal ein paar Jahrtausende nach vorne katapultiert: Ein in die Luft gewirbelter Knochen verwandelt sich schnurstraks in ein Raumschiff - einer der genialsten Schnitte der Filmgeschichte.
So geht es dahin. Beeindruckende Kulissen gepaart mit sprechenden Bildern und wunderbarer Musik vermitteln dem Zuseher den Eindruck von einer menschlichen Gesellschaft, die alle kulturellen und historischen Kluften überwältigt hat, um neben- und miteinander, auch außerhalb der weltlichen Atmosphäre, in Frieden und Harmonie zu leben. Das zeigt sich beispielsweise als sich ein amerikanischer Wissenschaftler mit seinen russischen Freunden zusammensetzt (für 1968 ja beinahe unerhört!).
Natürlich muss es soweit kommen, dass nicht mehr der Mensch, sondern Maschinen nun zum Übel der Menschheit werden. Das zeigt sich schließlich als eine - hauptsächlich von einem Computer gesteuerte - Jupiter-Expedition aus den Fugen gerät, weil der schon "zu intelligente" Computer nach fehlerhafter Funktion alles dagegen unternimmt, um nicht abgeschaltet zu werden. Kubrick genügte es allerdings diese menschliche Angst vor Kontrollverlust über sein eigenes Schicksal im Rahmen einer 5-Mann-Raumschiffbesatzung zu zeigen, wobei drei davon in künstlichen Tiefschlaf versetzt sind - bleiben also nur noch 2. Überhaupt bedient sich Kubrick relativ weniger Schauspieler, was seine Qualität als Filmschaffender aber durchaus bestätigt, wie ich finde.
In weiterer Folge schafft es der letztlich einzige Überlebende der Besatzung, den Computer (HAL-9000) zu überlisten und sich am Jupiter niederzulassen.
Was dort dann geschieht, wage ich nicht zu erklären. Ich denke, man muss es selbst gesehen haben. Vielleicht wollte uns Kubrick so eine höher entwickelte Lebensform darbieten, die man durchaus auch als "Gott" bezeichnen könnte. Vielleicht wollte er aber ganz einfach auch nur die Urängste des Menschen widerspiegeln, indem er das einsame Altern und Sterben auf einem fremden Planeten hierfür als Metapher verwendet hat... Wie auch immer - jedenfalls stimmt das Ende wieder hoffnungsvoll, als ein Embryo quer durchs All fliegt und sich das Bild: Baby, Erde, Sonne zu guter Letzt in unser Bewusstsein bannt.

Insgesamt ist "Space Odyssee" wirklich ein Meisterwerk. Stellenweise kann man es - so finde ich - ein wenig mit "Planet der Affen" vergleichen. Wer beide Filme gesehen hat, wird bestimmt einige Ähnlichkeiten finden können (wobei Kubrick insgesamt genialer an die Sache herangegangen ist). Das zuvor schon erwähnte "Solaris" ist ein ähnliches Kaliber, allerdings in seiner Machart und auch in der Grundintension doch stark anders als "Space Odyssee". Freunden von "Space Odyssee" kann ich an dieser Stelle jedenfalls nur raten, sich unbedingt mal Tarkowskijs Version von "Solaris" anzuschauen. Der Streifen macht dort weiter, wo dieser hier gerade mal ansatzweise begonnen hat...

Fazit: Nichts für ungeduldige Gemüter, die sich ausschließlich für Weltraumschlachten und Aliens begeistern können. "Space Odyssee" verlangt Geduld, Ruhe und Aufmerksamkeit und versteht es aber auch zu unterhalten, so, dass sich ein wunderbarer Kreis an Genialität und Einfallsreichtum schließt.

Wahrscheinlich einer der besten 50 Filme aller Zeiten!


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2001 - A Space Odyssey [UK IMPORT] - Keir Dullea2001 - A Space Odyssey [UK IMPORT]
Keir Dullea, Gary Lockwood, William Sylvester, Daniel Richter, Leonard Rossiter

DVD, 28. April 2003
     Verkaufsrang: 39833      Gewöhnlich versandfertig in 1 bis 3 Wochen.

Preis: € 16,99 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Als Stanley Kubrick den Autor Arthur C. Clarke einlud, mit ihm zusammen an diesem Science-Fiction-Film zu arbeiten, kann man jede Wette eingehen, dass weder der als Einzelgänger bekannte Regisseur noch der große Autor geahnt haben, dass sie einen Film kreieren würden, der die Parameter des Kino-Sehens neu definieren sollte.
Inspiriert von einer Kurzgeschichte Clarkes, hat Kubrick ein unkonventionell erzähltes, auf Visualität beruhendes Poem geschrieben (auf 139-Minuten Film kommen nicht einmal 40 Minuten Dialog), das in einer eigene Bildsprache die Geschichte der Evolution erzählt. Der Evolution, die bereits geschehen ist und einer Evolution, die vielleicht noch kommen mag. Beginnt der Film im Zeitalter der Urmenschen, gelingt es Kubrick in nur einer Sequenz ins Zeitalter der Raumfahrt überzuleiten und vom Flug eines Raumschiffes namens Discovery im Jahre 2001 zu berichten, um mit der metaphysischen Geburt eines Sternenkindes zu enden.
Präzise ist die Geschichte konstruiert, die sich auf einer Subebene geschickt mit der Enthumanisierung des Menschen durch die voranschreitende Technologie auseinandersetzt, wofür in Kubricks Klassiker der Computer HAL 9000 steht, der von allen Figuren über die am weitesten entwickelte Persönlichkeit verfügt. Dinge wie diese sind es denn auch, die 2001 zu einem Film wie keinen anderen machen, auch wenn die Darstellung des ersten Jahres im neuen Millennium, wie wir heute wissen, denn doch etwas zu enthusiastisch ausgefallen ist. Seine spektakulären, präzise ausgearbeiteten Spezialeffekte haben darüber hinaus die Zeiten überstanden und bestehen selbst heute noch den Vergleich mit aktuellen Produktion. Ohne zu übertreiben kann man sagen, dass dies ein cineastischer Meilenstein war und ist: verwirrend, provokativ, perfekt. -Jeff Shannon


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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 153 Bewertungen)

Das Tier im Menschen, der Mensch in der Maschine und schließlich noch Gott...      5 von 5 Punkten
Obwohl ich schon längere Zeit Filmklassikern hinterherjage und schon so manchen Must-Have-Streifen gesehen habe, bin ich das erste Mal in meinem Leben beeindruckter Zuseher bei Kubrick's "Space Odyssee" gewesen.

Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich an sich kein Sci-fi-Fan bin, aber - und das sei gleich anfangs erwähnt - um diesen Streifen zu mögen, braucht man weder Star-Wars noch Star Trek - Fan zu sein (obwohl ich auch diese Filme in gewissem Maße nicht schlecht finde).
"Space Odyssee" ist ansatzweise das, was ein gewisser Herr Tarkowskij wenige Jahre später noch intensiver und ausführlicher unter dem Titel "Solaris" produziert hat. Freilich ist jetzt weder das eine noch das andere eine Kopie. Aber ich wage zu beahupten, dass Kubrick's Streifen einen nicht zu verachtenden Einfluss auf Tarkowskij und natürlich noch viele, viele andere Filmemacher gehabt hat.
Prinzipiell arbeitet Kubrick hier mit Bildern und Musik: "Also sprach Zarathustra" und "An der schönen blauen Donau" sind ein herrliches Erlebnis in Kombination mit Bildern futuristischer und höchstentwickelter Technik. Vielleicht wollte der Regisseur damit zum Ausdruck bringen, dass die kulturelle und technische Blüte hier miteinander verschmelzen...
Dabei beginnt alles ganz anders: Zunächst schickt uns Kubrick auf eine Reise in die Steinzeit, in der Menschenaffen ein (relativ) friedliches Nebeneinander frönen, ehe jemand entdeckt, dass man große Schenkelknochen auch als Waffe (nicht nur für die Jagd) verwenden kann. Kurz: Der Mensch war immer schon so wie heute: machteifernd, rachsüchtig und kriegerisch (nur die Waffen haben sich eben geändert).
Dann folgt ein Sprung, der uns eben mal ein paar Jahrtausende nach vorne katapultiert: Ein in die Luft gewirbelter Knochen verwandelt sich schnurstraks in ein Raumschiff - einer der genialsten Schnitte der Filmgeschichte.
So geht es dahin. Beeindruckende Kulissen gepaart mit sprechenden Bildern und wunderbarer Musik vermitteln dem Zuseher den Eindruck von einer menschlichen Gesellschaft, die alle kulturellen und historischen Kluften überwältigt hat, um neben- und miteinander, auch außerhalb der weltlichen Atmosphäre, in Frieden und Harmonie zu leben. Das zeigt sich beispielsweise als sich ein amerikanischer Wissenschaftler mit seinen russischen Freunden zusammensetzt (für 1968 ja beinahe unerhört!).
Natürlich muss es soweit kommen, dass nicht mehr der Mensch, sondern Maschinen nun zum Übel der Menschheit werden. Das zeigt sich schließlich als eine - hauptsächlich von einem Computer gesteuerte - Jupiter-Expedition aus den Fugen gerät, weil der schon "zu intelligente" Computer nach fehlerhafter Funktion alles dagegen unternimmt, um nicht abgeschaltet zu werden. Kubrick genügte es allerdings diese menschliche Angst vor Kontrollverlust über sein eigenes Schicksal im Rahmen einer 5-Mann-Raumschiffbesatzung zu zeigen, wobei drei davon in künstlichen Tiefschlaf versetzt sind - bleiben also nur noch 2. Überhaupt bedient sich Kubrick relativ weniger Schauspieler, was seine Qualität als Filmschaffender aber durchaus bestätigt, wie ich finde.
In weiterer Folge schafft es der letztlich einzige Überlebende der Besatzung, den Computer (HAL-9000) zu überlisten und sich am Jupiter niederzulassen.
Was dort dann geschieht, wage ich nicht zu erklären. Ich denke, man muss es selbst gesehen haben. Vielleicht wollte uns Kubrick so eine höher entwickelte Lebensform darbieten, die man durchaus auch als "Gott" bezeichnen könnte. Vielleicht wollte er aber ganz einfach auch nur die Urängste des Menschen widerspiegeln, indem er das einsame Altern und Sterben auf einem fremden Planeten hierfür als Metapher verwendet hat... Wie auch immer - jedenfalls stimmt das Ende wieder hoffnungsvoll, als ein Embryo quer durchs All fliegt und sich das Bild: Baby, Erde, Sonne zu guter Letzt in unser Bewusstsein bannt.

Insgesamt ist "Space Odyssee" wirklich ein Meisterwerk. Stellenweise kann man es - so finde ich - ein wenig mit "Planet der Affen" vergleichen. Wer beide Filme gesehen hat, wird bestimmt einige Ähnlichkeiten finden können (wobei Kubrick insgesamt genialer an die Sache herangegangen ist). Das zuvor schon erwähnte "Solaris" ist ein ähnliches Kaliber, allerdings in seiner Machart und auch in der Grundintension doch stark anders als "Space Odyssee". Freunden von "Space Odyssee" kann ich an dieser Stelle jedenfalls nur raten, sich unbedingt mal Tarkowskijs Version von "Solaris" anzuschauen. Der Streifen macht dort weiter, wo dieser hier gerade mal ansatzweise begonnen hat...

Fazit: Nichts für ungeduldige Gemüter, die sich ausschließlich für Weltraumschlachten und Aliens begeistern können. "Space Odyssee" verlangt Geduld, Ruhe und Aufmerksamkeit und versteht es aber auch zu unterhalten, so, dass sich ein wunderbarer Kreis an Genialität und Einfallsreichtum schließt.

Wahrscheinlich einer der besten 50 Filme aller Zeiten!


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2001 - A Space Odyssey (Limited Edition) [UK IMPORT] - Keir Dullea2001 - A Space Odyssey (Limited Edition) [UK IMPORT]
Keir Dullea, Gary Lockwood, William Sylvester, Daniel Richter, Leonard Rossiter

DVD, 11. Juni 2001
     Verkaufsrang: 50915     

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Als Stanley Kubrick den Autor Arthur C. Clarke einlud, mit ihm zusammen an diesem Science-Fiction-Film zu arbeiten, kann man jede Wette eingehen, dass weder der als Einzelgänger bekannte Regisseur noch der große Autor geahnt haben, dass sie einen Film kreieren würden, der die Parameter des Kino-Sehens neu definieren sollte.
Inspiriert von einer Kurzgeschichte Clarkes, hat Kubrick ein unkonventionell erzähltes, auf Visualität beruhendes Poem geschrieben (auf 139-Minuten Film kommen nicht einmal 40 Minuten Dialog), das in einer eigene Bildsprache die Geschichte der Evolution erzählt. Der Evolution, die bereits geschehen ist und einer Evolution, die vielleicht noch kommen mag. Beginnt der Film im Zeitalter der Urmenschen, gelingt es Kubrick in nur einer Sequenz ins Zeitalter der Raumfahrt überzuleiten und vom Flug eines Raumschiffes namens Discovery im Jahre 2001 zu berichten, um mit der metaphysischen Geburt eines Sternenkindes zu enden.
Präzise ist die Geschichte konstruiert, die sich auf einer Subebene geschickt mit der Enthumanisierung des Menschen durch die voranschreitende Technologie auseinandersetzt, wofür in Kubricks Klassiker der Computer HAL 9000 steht, der von allen Figuren über die am weitesten entwickelte Persönlichkeit verfügt. Dinge wie diese sind es denn auch, die 2001 zu einem Film wie keinen anderen machen, auch wenn die Darstellung des ersten Jahres im neuen Millennium, wie wir heute wissen, denn doch etwas zu enthusiastisch ausgefallen ist. Seine spektakulären, präzise ausgearbeiteten Spezialeffekte haben darüber hinaus die Zeiten überstanden und bestehen selbst heute noch den Vergleich mit aktuellen Produktion. Ohne zu übertreiben kann man sagen, dass dies ein cineastischer Meilenstein war und ist: verwirrend, provokativ, perfekt. -Jeff Shannon


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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 153 Bewertungen)

Das Tier im Menschen, der Mensch in der Maschine und schließlich noch Gott...      5 von 5 Punkten
Obwohl ich schon längere Zeit Filmklassikern hinterherjage und schon so manchen Must-Have-Streifen gesehen habe, bin ich das erste Mal in meinem Leben beeindruckter Zuseher bei Kubrick's "Space Odyssee" gewesen.

Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich an sich kein Sci-fi-Fan bin, aber - und das sei gleich anfangs erwähnt - um diesen Streifen zu mögen, braucht man weder Star-Wars noch Star Trek - Fan zu sein (obwohl ich auch diese Filme in gewissem Maße nicht schlecht finde).
"Space Odyssee" ist ansatzweise das, was ein gewisser Herr Tarkowskij wenige Jahre später noch intensiver und ausführlicher unter dem Titel "Solaris" produziert hat. Freilich ist jetzt weder das eine noch das andere eine Kopie. Aber ich wage zu beahupten, dass Kubrick's Streifen einen nicht zu verachtenden Einfluss auf Tarkowskij und natürlich noch viele, viele andere Filmemacher gehabt hat.
Prinzipiell arbeitet Kubrick hier mit Bildern und Musik: "Also sprach Zarathustra" und "An der schönen blauen Donau" sind ein herrliches Erlebnis in Kombination mit Bildern futuristischer und höchstentwickelter Technik. Vielleicht wollte der Regisseur damit zum Ausdruck bringen, dass die kulturelle und technische Blüte hier miteinander verschmelzen...
Dabei beginnt alles ganz anders: Zunächst schickt uns Kubrick auf eine Reise in die Steinzeit, in der Menschenaffen ein (relativ) friedliches Nebeneinander frönen, ehe jemand entdeckt, dass man große Schenkelknochen auch als Waffe (nicht nur für die Jagd) verwenden kann. Kurz: Der Mensch war immer schon so wie heute: machteifernd, rachsüchtig und kriegerisch (nur die Waffen haben sich eben geändert).
Dann folgt ein Sprung, der uns eben mal ein paar Jahrtausende nach vorne katapultiert: Ein in die Luft gewirbelter Knochen verwandelt sich schnurstraks in ein Raumschiff - einer der genialsten Schnitte der Filmgeschichte.
So geht es dahin. Beeindruckende Kulissen gepaart mit sprechenden Bildern und wunderbarer Musik vermitteln dem Zuseher den Eindruck von einer menschlichen Gesellschaft, die alle kulturellen und historischen Kluften überwältigt hat, um neben- und miteinander, auch außerhalb der weltlichen Atmosphäre, in Frieden und Harmonie zu leben. Das zeigt sich beispielsweise als sich ein amerikanischer Wissenschaftler mit seinen russischen Freunden zusammensetzt (für 1968 ja beinahe unerhört!).
Natürlich muss es soweit kommen, dass nicht mehr der Mensch, sondern Maschinen nun zum Übel der Menschheit werden. Das zeigt sich schließlich als eine - hauptsächlich von einem Computer gesteuerte - Jupiter-Expedition aus den Fugen gerät, weil der schon "zu intelligente" Computer nach fehlerhafter Funktion alles dagegen unternimmt, um nicht abgeschaltet zu werden. Kubrick genügte es allerdings diese menschliche Angst vor Kontrollverlust über sein eigenes Schicksal im Rahmen einer 5-Mann-Raumschiffbesatzung zu zeigen, wobei drei davon in künstlichen Tiefschlaf versetzt sind - bleiben also nur noch 2. Überhaupt bedient sich Kubrick relativ weniger Schauspieler, was seine Qualität als Filmschaffender aber durchaus bestätigt, wie ich finde.
In weiterer Folge schafft es der letztlich einzige Überlebende der Besatzung, den Computer (HAL-9000) zu überlisten und sich am Jupiter niederzulassen.
Was dort dann geschieht, wage ich nicht zu erklären. Ich denke, man muss es selbst gesehen haben. Vielleicht wollte uns Kubrick so eine höher entwickelte Lebensform darbieten, die man durchaus auch als "Gott" bezeichnen könnte. Vielleicht wollte er aber ganz einfach auch nur die Urängste des Menschen widerspiegeln, indem er das einsame Altern und Sterben auf einem fremden Planeten hierfür als Metapher verwendet hat... Wie auch immer - jedenfalls stimmt das Ende wieder hoffnungsvoll, als ein Embryo quer durchs All fliegt und sich das Bild: Baby, Erde, Sonne zu guter Letzt in unser Bewusstsein bannt.

Insgesamt ist "Space Odyssee" wirklich ein Meisterwerk. Stellenweise kann man es - so finde ich - ein wenig mit "Planet der Affen" vergleichen. Wer beide Filme gesehen hat, wird bestimmt einige Ähnlichkeiten finden können (wobei Kubrick insgesamt genialer an die Sache herangegangen ist). Das zuvor schon erwähnte "Solaris" ist ein ähnliches Kaliber, allerdings in seiner Machart und auch in der Grundintension doch stark anders als "Space Odyssee". Freunden von "Space Odyssee" kann ich an dieser Stelle jedenfalls nur raten, sich unbedingt mal Tarkowskijs Version von "Solaris" anzuschauen. Der Streifen macht dort weiter, wo dieser hier gerade mal ansatzweise begonnen hat...

Fazit: Nichts für ungeduldige Gemüter, die sich ausschließlich für Weltraumschlachten und Aliens begeistern können. "Space Odyssee" verlangt Geduld, Ruhe und Aufmerksamkeit und versteht es aber auch zu unterhalten, so, dass sich ein wunderbarer Kreis an Genialität und Einfallsreichtum schließt.

Wahrscheinlich einer der besten 50 Filme aller Zeiten!


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The Stanley Kubrick Collection (HD DVD) (5 Discs  - exklusiv bei Amazon.de) [HD DVD] - Richter DanielThe Stanley Kubrick Collection (HD DVD) (5 Discs - exklusiv bei Amazon.de) [HD DVD]
Richter Daniel, Lockwood Gary, Jack Nicholson, Rain Douglas "Voice Of Hal", Tom Cruise

HD DVD, 17. Dezember 2007
     Verkaufsrang: 30272     

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2001 - Odyssee im Weltraum
Als Stanley Kubrick den Autor Arthur C. Clarke einlud, mit ihm zusammen an diesem Science-Fiction-Film zu arbeiten, kann man jede Wette eingehen, dass weder der als Einzelgänger bekannte Regisseur noch der große Autor geahnt haben, dass sie einen Film kreieren würden, der die Parameter des Kino-Sehens neu definieren sollte. Inspiriert von einer Kurzgeschichte Clarkes, hat Kubrick ein unkonventionell erzähltes, auf Visualität beruhendes Poem geschrieben (auf 139-Minuten Film kommen nicht einmal 40 Minuten Dialog), das in einer eigenen Bildsprache die Geschichte der Evolution erzählt. Der Evolution, die bereits geschehen ist und einer Evolution, die vielleicht noch kommen mag. Beginnt der Film im Zeitalter der Urmenschen, gelingt es Kubrick in nur einer Sequenz ins Zeitalter der Raumfahrt überzuleiten und vom Flug eines Raumschiffes namens Discovery im Jahre 2001 zu berichten, um mit der metaphysischen Geburt eines Sternenkindes zu enden.

Seine spektakulären, präzise ausgearbeiteten Spezialeffekte haben darüber hinaus die Zeiten überstanden und bestehen selbst heute noch den Vergleich mit aktuellen Produktionen. Ohne zu übertreiben, kann man sagen, dass dies ein cineastischer Meilenstein war und ist: verwirrend, provokativ, perfekt. -Jeff Shannon

Uhrwerk Orange
Stanley Kubricks bemerkenswerte visuelle Interpretation des berühmten Romans von Anthony Burgess ist ein wahres Meisterwerk. Malcolm MacDowell liefert eine clevere, nicht ganz ernst gemeinte Performance als Alex, Anführer eines Quartetts von "Droogs", eine bösartige Clique junger Rowdys, die ihre Nächte damit verbringen, Autos zu stehlen, Schlägereien mit rivalisierenden Gangs zu suchen, Einbrüche zu begehen und Frauen zu vergewaltigen. Wo andere Regisseure vermutlich das immense Gewaltpotenzial der Geschichte ohne den enthaltenen Subtext ausbeuten würden, legt Kubrick großen Wert darauf, Burgess düster satirischen und sozialkritischen Kommentar auch in seinem Film zu berücksichtigen.
Uhrwerk Orange erzählt Alex' Transformation vom vogelfreien Bösewicht zum Sträfling, der in einem Experiment der Regierung mit dem Ziel, Kriminelle zu resozialisieren, unorthodoxen medizinischen Methoden ausgeliefert ist und so seinerseits zum Opfer wird. Die Therapie soll als Allheilmittel für eine kaputte Gesellschaft dienen, die immer mehr unter einer überhand nehmenden Verbrechensrate zu leiden hat, welche eben dieses Gesellschaftssystem hervorbringt. Die Katze beißt sich also in den Schwanz. Uhrwerk Orange funktioniert auf vielen unterschiedlichen Ebenen - auf visueller, sozialer, politischer und sexueller - und ist einer der wenigen Filme, die auch nach mehrmaligem Ansehen ihrem Anspruch gerecht werden und nichts von ihrer Aussagekraft einbüßen. Kubrick arbeitet mit farbenfrohen Bildern und setzt darüber hinaus die klassische Musik (auch Wendy Carlos klassich elektronisches Werk) speziell zur Untermalung der Gewaltszenen geschickt als Stilmittel ein, um den Zuschauer emotional gefangen zu nehmen. Szenen, die als Abbild reinsten Nihilismus' auch heute noch verstörend wirken. Ironischerweise ist genau das der Punkt, der vielen Fans des Films, die die dargestellte Brutalität leider nicht etwa abstoßend, sondern höchst unterhaltsam finden, verborgen bleibt und so häufig zu Missinterpretationen führt. -Bryan Reesman

Shining
Der einsiedlerische Perfektionist Stanley Kubrick war vielleicht nicht sonderlich produktiv (er führte zwischen 1975 und 1999 lediglich bei drei Filmen Regie), aber seine Filme verstehen es, in das Bewusstsein der Öffentlichkeit vorzudringen. Im Falle von Shining aus dem Jahre 1980 ist es klar ersichtlich, dass Kubricks Film mehr kulturelle Resonanz hervorgerufen hat als Stephen Kings Bestseller, auf dem er basiert. Das Bild von Jack Nicholson, der sich mit einer Axt den Weg durch eine splitternde Tür bahnt und dabei "Hiiiiiiier ist Johnny!" brüllt, stellt nach wie vor einen der bemerkenswertesten Höhepunkte des Horrorkinos dar. Eine Miniserie aus dem Jahre 1997 folgte Kings Vorlage genauer, aber sie verblasst gegenüber den schaurigen Aspekten von Kubricks Interpretation.
Es handelt sich hierbei um eine grandiose Geschichte über ein Spukhaus, in der Nicholson seine Frau (Shelley Duvall) und seinen jungen Sohn zum abgelegenen Overlook Hotel bringt, wo er zwischen den Saisonzeiten als Hausmeister arbeiten will. Hier erleidet er einen psychologischen Zusammenbruch, der nicht nur auf einen Hüttenkoller zurückzuführen ist. Das Hotel besitzt eine gewalterfüllte Vergangenheit, die sich noch immer auf das Gebäude auswirkt; während der junge Danny (Danny Lloyd) durch seine hellseherische Gabe namens "Shining" dieses erschreckende Erbe erkennt, verliert sich sein Vater in einem Zustand von mörderischer Psychose. -Jeff Shannon

Full Metal Jacket
Stanley Kubricks vorletzter Film aus dem Jahre 1987 erschien vielen Leuten als zu künstlerisch und entsprach nicht der Mode der 80er Jahre, die sich auf solch extrem realistische Porträts des Vietnamkriegs wie Platoon und Die durch die Hölle gehen konzentrierte. Sicherlich gab Kubrick dem Publikum genug Anlass, sich darüber zu wundern, weshalb er den Film überhaupt gemacht hatte: Full Metal Jacket, der im Grunde genommen ein zweiteiliges Drama darstellt, das in einem Trainingslager für zukünftige US-Marines auf Parris Island beginnt und abrupt nach Vietnam wechselt (es wurde in Studios und an Drehorten in der Nähe von London gedreht), ist eine Aneinanderreihung von in sich abgeschlossenen Kapiteln einer Geschichte, deren Logik und Handlungsablauf bestenfalls als nicht geradlinig bezeichnet werden kann.
Full Metal Jacket kann auf gewisse Weise als grimmiges Gegenstück zu 2001 betrachtet werden. Während letzterer mit seinem kritischen und zugleich unschuldigen Ansatz ein wahrer 60er-Jahre-Film ist und die Verquickung von Fortschritt und Isolation behandelt (die in unserer Erlösung durch den Tod endet), betrachtet Full Metal Jacket die 60er Jahre mit ihrem Appetit auf Erfahrungen und Bewusstsein, der in Gewalt ausartete, aus dem Blickwinkel der Bush-Ära. Lee Ermey schrieb als Ausbilder der Marines Filmgeschichte, dessen ritualisierte Erniedrigung der Männer im Namen der Gleichmacherei in einem mörderischen Schwachkopf (Vincent D'Onofrio) einen Racheengel schuf. Matthew Modine liefert als Private Joker, dem ständig herumwitzelnden Militärberichterstatter, der sich danach sehnt, der Propagandamaschinerie zu entkommen und die grausame Wahrheit der Fronteinsätze aus erster Hand zu erfahren, eine clevere und ausgebuffte Vorstellung.
In Full Metal Jacket gehen Erfüllung und Verderbtheit Hand in Hand, und es ist kein Wunder, warum Kubrick solch eine eiserne Distanz zu dem Material wahrte, um seinen Standpunkt zu verdeutlichen. -Tom Keogh

Eyes Wide Shut
Nach Full Metal Jacket ist selbst für Stanley Kubricks Verhältnisse viel Zeit vergangen, bis er mit Eyes Wide Shut seinen 13. und letzten Film vollendet hat. Endlich kam die Verfilmung von Arthur Schnitzlers Traumnovelle im Spätsommer 1999 die Kinos. Ein besserer Zeitpunkt für den Start war gar nicht vorstellbar. So steht Eyes Wide Shut am Ende des Jahrhunderts der Psychoanalyse und des Kinos, das er ganz umschließt, das mit der Veröffentlichung von Freuds Traumdeutung begann und mit Kubricks Schnitzler-Adaption seinen End- und Höhepunkt erreicht hat. Ein Streit bringt die scheinbar perfekte Ehe von Bill (Tom Cruise) und Alice (Nicole Kidman) Harford aus dem Gleichgewicht. Im Zorn erzählt Alice ihrem Mann, dass sie einmal darüber nachgedacht hat, ihn wegen eines völlig Fremden zu verlassen. Aufgebracht und innerlich erschüttert begibt sich Bill auf die Suche nach etwas, von dem er selbst nicht weiß, was es eigentlich ist. Zwei Nächte und einen Tag lang lässt er sich von seinem Unterbewusstsein treiben, aber von seinem Über-Ich leiten. Dann findet er zurück zu Alice.
Tom Cruise ist überragend als Bill Harford. Er erspielt sich die Leere dieses Arztes ohne Eigenschaften, erschafft aus ihr heraus eine Figur, die keine Persönlichkeit hat und nur aus Begierden und der Angst vor ihnen besteht. Schon Schnitzler war der Psychoanalyse verbunden und stand ihr zugleich kritisch gegenüber, Kubrick geht nun noch einen Schritt weiter. Er bedient ihre Fragen und lässt keine Antworten zu. Auf der einen Seite ist alles ganz klar in Eyes Wide Shut, auf der anderen ist alles rätselhaft und geheimnisvoll. Traum und Wirklichkeit fließen zusammen in diesem wahren Meisterwerk, das genauso elegant, aber um vieles wärmer ist als Kubricks frühere Filme. -Sascha Westphal


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Videokassette, 10. September 2001
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Als Stanley Kubrick den Autor Arthur C. Clarke einlud, mit ihm zusammen an diesem Science-Fiction-Film zu arbeiten, kann man jede Wette eingehen, dass weder der als Einzelgänger bekannte Regisseur noch der große Autor geahnt haben, dass sie einen Film kreieren würden, der die Parameter des Kino-Sehens neu definieren sollte.
Inspiriert von einer Kurzgeschichte Clarkes, hat Kubrick ein unkonventionell erzähltes, auf Visualität beruhendes Poem geschrieben (auf 139-Minuten Film kommen nicht einmal 40 Minuten Dialog), das in einer eigene Bildsprache die Geschichte der Evolution erzählt. Der Evolution, die bereits geschehen ist und einer Evolution, die vielleicht noch kommen mag. Beginnt der Film im Zeitalter der Urmenschen, gelingt es Kubrick in nur einer Sequenz ins Zeitalter der Raumfahrt überzuleiten und vom Flug eines Raumschiffes namens Discovery im Jahre 2001 zu berichten, um mit der metaphysischen Geburt eines Sternenkindes zu enden.
Präzise ist die Geschichte konstruiert, die sich auf einer Subebene geschickt mit der Enthumanisierung des Menschen durch die voranschreitende Technologie auseinandersetzt, wofür in Kubricks Klassiker der Computer HAL 9000 steht, der von allen Figuren über die am weitesten entwickelte Persönlichkeit verfügt. Dinge wie diese sind es denn auch, die 2001 zu einem Film wie keinen anderen machen, auch wenn die Darstellung des ersten Jahres im neuen Millennium, wie wir heute wissen, denn doch etwas zu enthusiastisch ausgefallen ist. Seine spektakulären, präzise ausgearbeiteten Spezialeffekte haben darüber hinaus die Zeiten überstanden und bestehen selbst heute noch den Vergleich mit aktuellen Produktion. Ohne zu übertreiben kann man sagen, dass dies ein cineastischer Meilenstein war und ist: verwirrend, provokativ, perfekt. -Jeff Shannon


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Das Tier im Menschen, der Mensch in der Maschine und schließlich noch Gott...      5 von 5 Punkten
Obwohl ich schon längere Zeit Filmklassikern hinterherjage und schon so manchen Must-Have-Streifen gesehen habe, bin ich das erste Mal in meinem Leben beeindruckter Zuseher bei Kubrick's "Space Odyssee" gewesen.

Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich an sich kein Sci-fi-Fan bin, aber - und das sei gleich anfangs erwähnt - um diesen Streifen zu mögen, braucht man weder Star-Wars noch Star Trek - Fan zu sein (obwohl ich auch diese Filme in gewissem Maße nicht schlecht finde).
"Space Odyssee" ist ansatzweise das, was ein gewisser Herr Tarkowskij wenige Jahre später noch intensiver und ausführlicher unter dem Titel "Solaris" produziert hat. Freilich ist jetzt weder das eine noch das andere eine Kopie. Aber ich wage zu beahupten, dass Kubrick's Streifen einen nicht zu verachtenden Einfluss auf Tarkowskij und natürlich noch viele, viele andere Filmemacher gehabt hat.
Prinzipiell arbeitet Kubrick hier mit Bildern und Musik: "Also sprach Zarathustra" und "An der schönen blauen Donau" sind ein herrliches Erlebnis in Kombination mit Bildern futuristischer und höchstentwickelter Technik. Vielleicht wollte der Regisseur damit zum Ausdruck bringen, dass die kulturelle und technische Blüte hier miteinander verschmelzen...
Dabei beginnt alles ganz anders: Zunächst schickt uns Kubrick auf eine Reise in die Steinzeit, in der Menschenaffen ein (relativ) friedliches Nebeneinander frönen, ehe jemand entdeckt, dass man große Schenkelknochen auch als Waffe (nicht nur für die Jagd) verwenden kann. Kurz: Der Mensch war immer schon so wie heute: machteifernd, rachsüchtig und kriegerisch (nur die Waffen haben sich eben geändert).
Dann folgt ein Sprung, der uns eben mal ein paar Jahrtausende nach vorne katapultiert: Ein in die Luft gewirbelter Knochen verwandelt sich schnurstraks in ein Raumschiff - einer der genialsten Schnitte der Filmgeschichte.
So geht es dahin. Beeindruckende Kulissen gepaart mit sprechenden Bildern und wunderbarer Musik vermitteln dem Zuseher den Eindruck von einer menschlichen Gesellschaft, die alle kulturellen und historischen Kluften überwältigt hat, um neben- und miteinander, auch außerhalb der weltlichen Atmosphäre, in Frieden und Harmonie zu leben. Das zeigt sich beispielsweise als sich ein amerikanischer Wissenschaftler mit seinen russischen Freunden zusammensetzt (für 1968 ja beinahe unerhört!).
Natürlich muss es soweit kommen, dass nicht mehr der Mensch, sondern Maschinen nun zum Übel der Menschheit werden. Das zeigt sich schließlich als eine - hauptsächlich von einem Computer gesteuerte - Jupiter-Expedition aus den Fugen gerät, weil der schon "zu intelligente" Computer nach fehlerhafter Funktion alles dagegen unternimmt, um nicht abgeschaltet zu werden. Kubrick genügte es allerdings diese menschliche Angst vor Kontrollverlust über sein eigenes Schicksal im Rahmen einer 5-Mann-Raumschiffbesatzung zu zeigen, wobei drei davon in künstlichen Tiefschlaf versetzt sind - bleiben also nur noch 2. Überhaupt bedient sich Kubrick relativ weniger Schauspieler, was seine Qualität als Filmschaffender aber durchaus bestätigt, wie ich finde.
In weiterer Folge schafft es der letztlich einzige Überlebende der Besatzung, den Computer (HAL-9000) zu überlisten und sich am Jupiter niederzulassen.
Was dort dann geschieht, wage ich nicht zu erklären. Ich denke, man muss es selbst gesehen haben. Vielleicht wollte uns Kubrick so eine höher entwickelte Lebensform darbieten, die man durchaus auch als "Gott" bezeichnen könnte. Vielleicht wollte er aber ganz einfach auch nur die Urängste des Menschen widerspiegeln, indem er das einsame Altern und Sterben auf einem fremden Planeten hierfür als Metapher verwendet hat... Wie auch immer - jedenfalls stimmt das Ende wieder hoffnungsvoll, als ein Embryo quer durchs All fliegt und sich das Bild: Baby, Erde, Sonne zu guter Letzt in unser Bewusstsein bannt.

Insgesamt ist "Space Odyssee" wirklich ein Meisterwerk. Stellenweise kann man es - so finde ich - ein wenig mit "Planet der Affen" vergleichen. Wer beide Filme gesehen hat, wird bestimmt einige Ähnlichkeiten finden können (wobei Kubrick insgesamt genialer an die Sache herangegangen ist). Das zuvor schon erwähnte "Solaris" ist ein ähnliches Kaliber, allerdings in seiner Machart und auch in der Grundintension doch stark anders als "Space Odyssee". Freunden von "Space Odyssee" kann ich an dieser Stelle jedenfalls nur raten, sich unbedingt mal Tarkowskijs Version von "Solaris" anzuschauen. Der Streifen macht dort weiter, wo dieser hier gerade mal ansatzweise begonnen hat...

Fazit: Nichts für ungeduldige Gemüter, die sich ausschließlich für Weltraumschlachten und Aliens begeistern können. "Space Odyssee" verlangt Geduld, Ruhe und Aufmerksamkeit und versteht es aber auch zu unterhalten, so, dass sich ein wunderbarer Kreis an Genialität und Einfallsreichtum schließt.

Wahrscheinlich einer der besten 50 Filme aller Zeiten!


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