DVDs: Solveig Dommartin

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Der Himmel über Berlin (Einzel-DVD) - Bruno GanzDer Himmel über Berlin (Einzel-DVD)
Bruno Ganz, Otto Sander, Solveig Dommartin

DVD, 21. April 2006
     Verkaufsrang: 8505      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Die Engel Damiel und Cassiel wandern durch das geteilte Berlin, beobachten die Menschen und lauschen ihren Gedanken. Als Damiel sich in die Trapezkünstlerin Marion verliebt, erwächst in ihm das Verlangen, selbst Mensch zu werden. Er gibt seine Unsterblichkeit auf, um das zu erleben, was Engeln vorenthalten bleibt die irdische Existenz und die sinnliche Erfahrung des Menschseins...

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)

Schwere Kost - aber lohnenswert      5 von 5 Punkten
Ich gebe zu, dass ich im ersten Drittel nicht besonders begeistert war von diesem Film. Es fehlt auf den ersten Blick an Dramatik und Spannung. Was passiert? Der Film zwingt mich meine Umgebung bewusst wahrzunehmen. Die Menschen um mich nicht nur zu sehen, sondern wirklich zu SEHEN. Das machen die beiden Engel. Sie beobachten aus der Distanz und lesen die Gedanken und Herzen der Menschen, denen sie begegnen. Nach und nach tauche ich in diese Welt ein. In die Welt des Beobachters. Dann ist der Film auf einmal nicht mehr langatmig und langweilig, sondern wird sogar spannend. Ich kann kaum erwarten, was als nächstes passiert. Alles was passiert, passiert langsam. In langsamen Bildern und ohne Hektik.
Ein Meisterwerk von Wim Wenders. Sicher nicht für ein breites Publikum. Ich empfehle den Film alleine und abseits jeder Störungsquelle anzusehen.


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Bis ans Ende der Welt (3 DVD-Digipack) - Solveig DommartinBis ans Ende der Welt (3 DVD-Digipack)
Solveig Dommartin, William Hurt, Rüdiger Vogler

DVD, 24. Mai 2005
     Verkaufsrang: 14610      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 21,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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1999 Während die Erde von einem außer Kontrolle geratenen Atomsatelliten bedroht wird, verliebt sich die junge Französin Claire Tourneur in den Fremden Trevor McPhee, der auf einer mysteriösen Mission rund um die Welt reist. Mit Hilfe des Detektivs Phillip Winter verfolgt sie Trevors Spur, wobei sie selbst wiederum von ihrem Ex-Freund beobachtet wird, der immer noch in sie verliebt ist. Doch das Unternehmen ist nicht ungefährlich, denn auch der US-Geheimdienst ist Trevor auf den Fersen, um an die unglaubliche Erfindung seines Vaters zu gelangen...

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 11 Bewertungen)

Ein Kosmopolit reist bis ans Ende der Welt und darüber hinaus      5 von 5 Punkten
Der Film war ( da möchte ich mich meinen Vorrednern anschließen) bereits in der Kinoversion lang aber hervorragend. Und es war kaum verständlich, daß dieses hinreißende Werk von Wenders so lange nicht auf DVD erschien. Doch als ich sie dann in Händen hielt und das erste mal sehen konnte, verstand ich es adhoc. Wenders investierte erneut viel Mühe und Liebe in den Film, um die Chance zu nutzen, auf DVD gerade das aus ihm zu machen, was für die Kinoversion anscheinend ein Opfer von Konventionen wurde.
Die Story zerfällt in der Tat in drei Parts, was während des Schauens nicht offensichtlich wird, in der Rückschau jedoch vernünftig erscheint.
Der erste Teil ist Claires Flucht aus ihrem alten Leben, in das sie nicht zurück kann und die verheißungsvolle Hoffnung bei dem geheimnisvollen Fremden etwas finden zu können, das sie verloren glaubt.
Der zweite Teil ist die scheinbare Auflösung mit der Mission, die "Kamera" an ihren Bestimmungsort zu bringen und die "offensichtlihe" Mission (Blinde sehend zu machen)zu vervollständigen. Hier taucht jedoch der Vater-Sohn-Konflikt bereits auf, der die Überleitung zum dritten Teil darstellt, in dem die Reise ins Innere beginnt und die Protagonisten den Trip zu sich selbst - jeder auf seine Weise - beginnen und vollenden.

Der Film gewinnt durch die zusätzliche Zeit nochmals an Tiefe und interner Konsistenz. Die Geschichte wird runder und erhält dadurch noch zusätzliche Dimensionen. Und das ist der Punkt , an dem ich meinenm Vorredner widersprechen möchte. Natürlich ist die Grundstory von überschaubarer komplexität - aber die Stärke des Films liegt nicht in aufgemotzter Action oder Verwirrspielen a la Cypher [allerdings ebenfalls ein hervorragender Fim]. Gerade die Belanglosigkeit, mit der die Welt der Zukunft dargestellt wird, macht diesen Film zu einem waschechten Science-Fiction, der eine Extrapolation bekannter Technik und Gesellschaftsformen darstellt. Zugleich werden hier genau die relevanten Fragen aufgeworfen:
Was bleibt von uns als Menschen (an Entwicklung), wenn wir auf die Technik (als Marker des Grades unserer Entwicklung) verzichten müssen, wenn z.B. ein elektromagnetischer-Puls alles (rein Technikbasierte) zunichte macht ?
Wie weit müssen wir reisen, um dabei unsere eigene Identität zu finden ?
Wie können wir Schicksal nicht fatal begreifen und uns dagegen hilflos wehren, sondern es annehmen und dennoch frei handeln, um das Geschehen zu verarbeiten? Würden wir uns selbst finden, wenn es uns gelänge, jeden Aspekt unserer bewußten und unbewußten psychischen Fragmente monitoren zu können ? Oder würde es nur zu einer Sucht führen oder uns in einer Schleife, sich selbst beeinflussender Tautologien gefangen nehmen?
Wenders wirft Fragen auf, die die Neurowissenschaften ggf. schon bald in die Tat umsetzen werden. Soch sehen was im Hirn geschieht und verstehen was es bedeutet ist nicht das Gleiche - eine Erfahrung, die Wissenschaftler, die mit funktionellen bildgebenden Verfahren arbeiteten kennen.
Wenders Film ist zugleich obsolet (der freudianische Ansatz) als auch zugleich topmodern, da er die Lösung nicht in der Katharsis und Selbstläuterung sucht, sondern im Bezug zum Jetzt und Hier und im Bezug zur sozialen Relation.

Es ist ein Jammer, daß Wenders Können nicht die Anerkennung erntet, die er verdient hätte.
'Bis ans Ende der Welt' ist ein wertvoller Science Fiktion, der genau das leistet, was SF zu leisten vermag. Er stellt eine realistische Welt in greifbarer Zukunft dar, schildert deren Wunder und Gefahren, Chancen und Fallen werden durchleuchtet und die wesentliche Frage danach, was uns der Fortschritt nützen wird und ob wir als Menschen in der Lage sein werden dem technischen Fortschritt folgen zu können - nicht mehr und nicht weniger erfaßt dieser Film - in professioneller Weise, die so angenehm gar nicht hollywoodlike ist - und muss sich dabei an Tiefe den Vergleich mit Werken wie Stalker, Solaris, Bladerunner, 13th Floor oder Ghost in the Shell nicht scheuen.

Ein Muss für jeden echten Fan von Science Fiction, für den Starwars ein buntes Märchen [Utopie] ist, aber ein etwas spröder Film wie dieser SF wie ein guter reifer Wein...


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Der Himmel über Berlin (Special Edition, 2 DVDs) - Bruno GanzDer Himmel über Berlin (Special Edition, 2 DVDs)
Bruno Ganz, Otto Sander, Solveig Dommartin

DVD, 8. März 2005
     Verkaufsrang: 8474      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 21,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Der Film erzählt die Geschichte des für Sterbliche unsichtbaren Schutzengels Damiel, der sich im geteilten Berlin in die Trapezkünstlerin Marion verliebt. Er tauscht seine Unsterblichkeit gegen menschliche Unvollkommenheit ein und erfährt die Sinnlichkeit des physischen Daseins. Damiel, gespielt von Bruno Ganz (Die Kameliendame, Nosferatu) verfolgt auch in seiner neuen Form die Wege der Menschen, diesmal jedoch aus einer völlig neuen Perspektive.
Der Himmel über Berlin gehört zu Wim Wenders (Paris, Texas, Bis ans Ende der Welt) erfolgreichsten und bekanntesten Filmen. Er ist eine Ode an die morbide Schönheit West-Berlins und verursachte unter der jungen Generation der 80er Jahre einen Berlinkult, dem die Stadt noch heute einigen Zuzug aus dem In- und Ausland verdankt. Die Huldigung an das Unvollkommene und Unfertige ist eine Liebeserklärung an den Menschen.
Ruhige Schwarzweißbilder unterstreichen die spirituelle Kraft des Filmes. Die Poesie des Co-Autors Peter Handke, welche über den entscheidenden Passagen der Geschichte liegt, ist für den ungeübten Zuhörer nicht leicht zugänglich. Doch um den tagtraumhaften Reisen des Protagonisten zu folgen, benötigt man nur ein wenig Mut zum Fallenlassen und kein Germanistikstudium.
Der Inszenierung könnte man vorwerfen, dass der Blick sich all zu verliebt an der damaligen Freundin des Regisseurs und Hauptdarstellerin Solveig Dommartin (Bis ans Ende der Welt) heftet. Das Bild von der Frau als eingeborenem Engel auf Erden gegenüber dem Manne, dem gefallenen Urengel, den die Fleischlichkeit des Seins zu sehr anzog, wirkt sicherlich ein wenig schrullig. Lässt man sich jedoch auf die romantische und melancholische Sichtweise des Regisseurs ein, ist dies leicht zu verzeihen, da der Himmel über Berlin zu den Filmen zählt, die die Kraft haben, ihr Publikum gänzlich zu verzaubern. -Peter Kuhn


Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 15 Bewertungen)

beflügelnde Poesie...      5 von 5 Punkten
Was für ein berührender, poetischer, wunderbarer Film.
Wenn Engel Otto Sander mit wohliger Sägestimme über denn Sinn, das Sein und das Drumherum des Lebens philosophiert, wenn er liebevoll in die Menschen "reinhört", wenn man das Leben mal etwas genauer sieht, weil man mitsieht, kann man nicht anders, man schmilzt in diesen Film rein.
Musik, Bild und Sprache in einer Einheit, wie man es so schon lange (oder überhaupt) nicht mehr erlebt hat.
Die Suche des alten Mannes nach "seinem" alten Potsdamer Platz hat mir fast das Herz zerissen. Hier ein Tränchen vor Rührung, da ein Tränchen vor Begeisterung.
Peter Falk wächst einem als Kumpeltyp ans Herz; er spielt seine Rolle federleicht ohne albern zu wirken, obwohl man manchmal meinen könnte, ihn scherzhaft in die Kamera zwinkern zu sehen.
Hier ist Wenders echt ein kleines Meisterwerk gelungen und das, wie es heißt, ohne festes Drehbuch. Respekt Herr Pfarrer!


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Wings Of Desire [UK IMPORT] - Bruno GanzWings Of Desire [UK IMPORT]
Bruno Ganz, Solveig Dommartin, Otto Sander, Curt Bois, Peter Falk

DVD, 3. Februar 2003
     Verkaufsrang: 39494     

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Der Film erzählt die Geschichte des für Sterbliche unsichtbaren Schutzengels Damiel, der sich im geteilten Berlin in die Trapezkünstlerin Marion verliebt. Er tauscht seine Unsterblichkeit gegen menschliche Unvollkommenheit ein und erfährt die Sinnlichkeit des physischen Daseins. Damiel, gespielt von Bruno Ganz (Die Kameliendame, Nosferatu) verfolgt auch in seiner neuen Form die Wege der Menschen, diesmal jedoch aus einer völlig neuen Perspektive.
Der Himmel über Berlin gehört zu Wim Wenders (Paris, Texas, Bis ans Ende der Welt) erfolgreichsten und bekanntesten Filmen. Er ist eine Ode an die morbide Schönheit West-Berlins und verursachte unter der jungen Generation der 80er Jahre einen Berlinkult, dem die Stadt noch heute einigen Zuzug aus dem In- und Ausland verdankt. Die Huldigung an das Unvollkommene und Unfertige ist eine Liebeserklärung an den Menschen.
Ruhige Schwarzweißbilder unterstreichen die spirituelle Kraft des Filmes. Die Poesie des Co-Autors Peter Handke, welche über den entscheidenden Passagen der Geschichte liegt, ist für den ungeübten Zuhörer nicht leicht zugänglich. Doch um den tagtraumhaften Reisen des Protagonisten zu folgen, benötigt man nur ein wenig Mut zum Fallenlassen und kein Germanistikstudium.
Der Inszenierung könnte man vorwerfen, dass der Blick sich all zu verliebt an der damaligen Freundin des Regisseurs und Hauptdarstellerin Solveig Dommartin (Bis ans Ende der Welt) heftet. Das Bild von der Frau als eingeborenem Engel auf Erden gegenüber dem Manne, dem gefallenen Urengel, den die Fleischlichkeit des Seins zu sehr anzog, wirkt sicherlich ein wenig schrullig. Lässt man sich jedoch auf die romantische und melancholische Sichtweise des Regisseurs ein, ist dies leicht zu verzeihen, da der Himmel über Berlin zu den Filmen zählt, die die Kraft haben, ihr Publikum gänzlich zu verzaubern. -Peter Kuhn


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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 15 Bewertungen)

beflügelnde Poesie...      5 von 5 Punkten
Was für ein berührender, poetischer, wunderbarer Film.
Wenn Engel Otto Sander mit wohliger Sägestimme über denn Sinn, das Sein und das Drumherum des Lebens philosophiert, wenn er liebevoll in die Menschen "reinhört", wenn man das Leben mal etwas genauer sieht, weil man mitsieht, kann man nicht anders, man schmilzt in diesen Film rein.
Musik, Bild und Sprache in einer Einheit, wie man es so schon lange (oder überhaupt) nicht mehr erlebt hat.
Die Suche des alten Mannes nach "seinem" alten Potsdamer Platz hat mir fast das Herz zerissen. Hier ein Tränchen vor Rührung, da ein Tränchen vor Begeisterung.
Peter Falk wächst einem als Kumpeltyp ans Herz; er spielt seine Rolle federleicht ohne albern zu wirken, obwohl man manchmal meinen könnte, ihn scherzhaft in die Kamera zwinkern zu sehen.
Hier ist Wenders echt ein kleines Meisterwerk gelungen und das, wie es heißt, ohne festes Drehbuch. Respekt Herr Pfarrer!


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Der Himmel über Berlin - Bruno GanzDer Himmel über Berlin
Bruno Ganz, Otto Sander, Solveig Dommartin

Videokassette
     Verkaufsrang: 2610     

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Der Film erzählt die Geschichte des für Sterbliche unsichtbaren Schutzengels Damiel, der sich im geteilten Berlin in die Trapezkünstlerin Marion verliebt. Er tauscht seine Unsterblichkeit gegen menschliche Unvollkommenheit ein und erfährt die Sinnlichkeit des physischen Daseins. Damiel, gespielt von Bruno Ganz (Die Kameliendame, Nosferatu) verfolgt auch in seiner neuen Form die Wege der Menschen, diesmal jedoch aus einer völlig neuen Perspektive.
Der Himmel über Berlin gehört zu Wim Wenders (Paris, Texas, Bis ans Ende der Welt) erfolgreichsten und bekanntesten Filmen. Er ist eine Ode an die morbide Schönheit West-Berlins und verursachte unter der jungen Generation der 80er Jahre einen Berlinkult, dem die Stadt noch heute einigen Zuzug aus dem In- und Ausland verdankt. Die Huldigung an das Unvollkommene und Unfertige ist eine Liebeserklärung an den Menschen.
Ruhige Schwarzweißbilder unterstreichen die spirituelle Kraft des Filmes. Die Poesie des Co-Autors Peter Handke, welche über den entscheidenden Passagen der Geschichte liegt, ist für den ungeübten Zuhörer nicht leicht zugänglich. Doch um den tagtraumhaften Reisen des Protagonisten zu folgen, benötigt man nur ein wenig Mut zum Fallenlassen und kein Germanistikstudium.
Der Inszenierung könnte man vorwerfen, dass der Blick sich all zu verliebt an der damaligen Freundin des Regisseurs und Hauptdarstellerin Solveig Dommartin (Bis ans Ende der Welt) heftet. Das Bild von der Frau als eingeborenem Engel auf Erden gegenüber dem Manne, dem gefallenen Urengel, den die Fleischlichkeit des Seins zu sehr anzog, wirkt sicherlich ein wenig schrullig. Lässt man sich jedoch auf die romantische und melancholische Sichtweise des Regisseurs ein, ist dies leicht zu verzeihen, da der Himmel über Berlin zu den Filmen zählt, die die Kraft haben, ihr Publikum gänzlich zu verzaubern. -Peter Kuhn


Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 15 Bewertungen)

beflügelnde Poesie...      5 von 5 Punkten
Was für ein berührender, poetischer, wunderbarer Film.
Wenn Engel Otto Sander mit wohliger Sägestimme über denn Sinn, das Sein und das Drumherum des Lebens philosophiert, wenn er liebevoll in die Menschen "reinhört", wenn man das Leben mal etwas genauer sieht, weil man mitsieht, kann man nicht anders, man schmilzt in diesen Film rein.
Musik, Bild und Sprache in einer Einheit, wie man es so schon lange (oder überhaupt) nicht mehr erlebt hat.
Die Suche des alten Mannes nach "seinem" alten Potsdamer Platz hat mir fast das Herz zerissen. Hier ein Tränchen vor Rührung, da ein Tränchen vor Begeisterung.
Peter Falk wächst einem als Kumpeltyp ans Herz; er spielt seine Rolle federleicht ohne albern zu wirken, obwohl man manchmal meinen könnte, ihn scherzhaft in die Kamera zwinkern zu sehen.
Hier ist Wenders echt ein kleines Meisterwerk gelungen und das, wie es heißt, ohne festes Drehbuch. Respekt Herr Pfarrer!


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Until The End Of The World [UK IMPORT] - William HurtUntil The End Of The World [UK IMPORT]
William Hurt, Solveig Dommartin, Max Von Sydow, Sam Neill, Jeanne Moreau

DVD, 26. Februar 2007
     Verkaufsrang: 53340      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 28,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 11 Bewertungen)

Gähn...      2 von 5 Punkten
Gerne würde ich diesem Film eine bessere Bewertung geben, schließlich stammt er von Wim Wenders, der so großartige Filme wie "Paris, Texas" (einer meiner Lieblingsfilme) gemacht hat. Aber je länger ich ihn mir angeschaut habe, je mehr mußte ich an den bösen Satz denken: Es reicht nicht, keine Einfälle zu haben, man muß auch noch unfähig sein, sie umzusetzen. Das ist natürlich übertrieben, aber im Grunde beruht der Fim auf zwei oder drei Ideen, und die werden in dieser Fassung auf mehr als viereinhalb Stunden zerdehnt. (Auf drei DVDs verteilt, wird der Film als "Trilogie" bezeichnet. Dann müßte er aus drei eigenständigen Werken bestehen; es handelt sich aber um eine lange Wurst, und die schmeckt auch noch zäh.) Und dabei bleiben diese wenigen Gedanken auch noch im Bereich der Gedanken. Die Bilder sprechen nicht für sich, sie wirken wie Kulissen oder wie Zitate. Bevor sie richtig zur Geltung kommen, kommt meist ein ziemlich unpassender Schnitt; so wirkt der Film trotz seiner Länge unruhig, schafft keine Atmosphäre, sondern reiht Einstellungen aneinander. Vieles erfährt man aus dem Mund des Erzählers, was man zu sehen bekommt, bleibt aber hinter dem Gesagten zurück. (Ich denke an die Musik beim Freudenfest über die nicht stattgefundene Katastrophe: man erwartet fröhliche Ekstase, wird aber mit ein paar Sekunden Geklimper abgespeist. Die Entwicklung, wie die Hauptfiguren sich in ihren Traumbildern verlieren, ein entscheidender Teil der Geschichte, wird mit ein paar Sätzen berichtet, aber nicht gezeigt. Dann kann man gleich ein Buch lesen.) Die Dialoge sind meist ziemlich einfallslos und vorhersehbar. Die teilweise hochkarätigen Schauspieler können ihre Qualitäten nicht ausspielen; Solveig Dommartin als Hauptdarstellerin könnte es vielleicht, gehört aber nun einmal nicht zu diesen hochkarätigen Schauspielern. Klischees enthält der Film auch noch: die Aborigenes, die darin auftreten, sind die Hüter uralter Überlieferungen und geheimnisvoller Rituale, ihre Alten sind weise, ihre Kinder immer fröhlich, die typischen "edlen Wilden" also. Es könnten auch Indianer oder Pygmäen sein. Wirklich interessiert ist der Film an ihnen nicht.
Mag sein, daß er im Kino (für das er gemacht ist) auf der großen Leinwand besser wirkt. Mag sein, daß die dort gezeigte "Kurz"-Fassung mehr überzeugt. Mag sein, daß man ihn zweimal sehen muß, um seine wahren Qualitäten zu bemerken. Bisher ist das einzige an dieser Drefach-DVD, was bei mir einen rundum positiven Eindruck hinterläßt, die Hülle, die wirklich ansprechend und praktisch gemacht ist.

zielloses Dahergeplätscher      1 von 5 Punkten
ich war anfangs sehr skeptisch ob ein 5Std. Film wirklich was taugen kann... wenn ja dachte ich, muss ich ihn haben. Zu diesem Entschluss brachten mich auch die zahlreichen positiven Rezessionen (von denen ich mittlerweile kaum noch was halte) alles eben sehr subjektiv.

Der Film ist billig gemacht, alles was als science fiction dargestellt wird ist längst Realität, es gibt weder Spannung noch Sinn... entäuschend sind auch die schon innerhalb der ersten halben Stunde stattfindenden irrationalen Ereignisse. Der Film hat eigentlich nur ein positives, eine schöne Hülle.

Ich muss allerdings auch gestehen dass ich den Film bisher nie zu Ende gesehen habe oder wärend er Lief ernsthaft mitverfolgt habe, der Film bietet einfach zu viele Entscheidungerleichterungen sich wärend er läuft lieber anderen Dingen zu widmen.

Starkes Film-Epos mit einigen Fragezeichen      4 von 5 Punkten
Die Langversion von Wim Wender's Filmepos "Bis ans Ende der Welt" ist auf jeden Fall sehenswert, da sie sehr komplex und vielschichtig ist. In all den Stunden, die es gedauert hat, diesen Film anzusehen, ist mir nie langweilig geworden. Es macht Spass, der Geschichte um die Protagonisten zu folgen.

Jedoch, ein dickes Minus verdient ein unlogischer Aspekt der Geschichte, in den sich Wim Wenders verrannt hat: Naemlich, dass wir, wenn wir unsere Traeume alle auf einem Bildschirm sehen koennten, dann zu selbstbesessenen Autisten wuerden. In Wahrheit waere es wohl eher so wie eine Fernsehsendung.

Auch traeumen die Protagonisten nur von vergangenen Ereignissen, was totaler Unsinn ist, und nicht der Realitaet der meisten Traeumenden entspricht.

Positiv sind die vielen Anspielungen auf die Technik im Film, ueberhaupt die Ausstattung, und die wunderschoenen Panorama-Filmaufnahmen der vielen Gegenden, durch die die Protagonisten reisen. Ein Science-Fiction-Roadmovie also, und gar kein schlechter.

Insgesamt wuerde man sich viel mehr solche Filme wuenschen, die lang sind und dadurch mehr Ausdrucksmoeglichkeiten haben. Schade, dass das die Filmindustrie noch nicht erkannt hat. Warum nicht mal eine Filmvorfuehrung zum Tagesevent machen, mit Pausen und Speisen und Getraenken? Das waere mal eine schoene Abwechslung!

Ein Kosmopolit reist bis ans Ende der Welt und darüber hinaus      5 von 5 Punkten
Der Film war ( da möchte ich mich meinen Vorrednern anschließen) bereits in der Kinoversion lang aber hervorragend. Und es war kaum verständlich, daß dieses hinreißende Werk von Wenders so lange nicht auf DVD erschien. Doch als ich sie dann in Händen hielt und das erste mal sehen konnte, verstand ich es adhoc. Wenders investierte erneut viel Mühe und Liebe in den Film, um die Chance zu nutzen, auf DVD gerade das aus ihm zu machen, was für die Kinoversion anscheinend ein Opfer von Konventionen wurde.
Die Story zerfällt in der Tat in drei Parts, was während des Schauens nicht offensichtlich wird, in der Rückschau jedoch vernünftig erscheint.
Der erste Teil ist Claires Flucht aus ihrem alten Leben, in das sie nicht zurück kann und die verheißungsvolle Hoffnung bei dem geheimnisvollen Fremden etwas finden zu können, das sie verloren glaubt.
Der zweite Teil ist die scheinbare Auflösung mit der Mission, die "Kamera" an ihren Bestimmungsort zu bringen und die "offensichtlihe" Mission (Blinde sehend zu machen)zu vervollständigen. Hier taucht jedoch der Vater-Sohn-Konflikt bereits auf, der die Überleitung zum dritten Teil darstellt, in dem die Reise ins Innere beginnt und die Protagonisten den Trip zu sich selbst - jeder auf seine Weise - beginnen und vollenden.

Der Film gewinnt durch die zusätzliche Zeit nochmals an Tiefe und interner Konsistenz. Die Geschichte wird runder und erhält dadurch noch zusätzliche Dimensionen. Und das ist der Punkt , an dem ich meinenm Vorredner widersprechen möchte. Natürlich ist die Grundstory von überschaubarer komplexität - aber die Stärke des Films liegt nicht in aufgemotzter Action oder Verwirrspielen a la Cypher [allerdings ebenfalls ein hervorragender Fim]. Gerade die Belanglosigkeit, mit der die Welt der Zukunft dargestellt wird, macht diesen Film zu einem waschechten Science-Fiction, der eine Extrapolation bekannter Technik und Gesellschaftsformen darstellt. Zugleich werden hier genau die relevanten Fragen aufgeworfen:
Was bleibt von uns als Menschen (an Entwicklung), wenn wir auf die Technik (als Marker des Grades unserer Entwicklung) verzichten müssen, wenn z.B. ein elektromagnetischer-Puls alles (rein Technikbasierte) zunichte macht ?
Wie weit müssen wir reisen, um dabei unsere eigene Identität zu finden ?
Wie können wir Schicksal nicht fatal begreifen und uns dagegen hilflos wehren, sondern es annehmen und dennoch frei handeln, um das Geschehen zu verarbeiten? Würden wir uns selbst finden, wenn es uns gelänge, jeden Aspekt unserer bewußten und unbewußten psychischen Fragmente monitoren zu können ? Oder würde es nur zu einer Sucht führen oder uns in einer Schleife, sich selbst beeinflussender Tautologien gefangen nehmen?
Wenders wirft Fragen auf, die die Neurowissenschaften ggf. schon bald in die Tat umsetzen werden. Soch sehen was im Hirn geschieht und verstehen was es bedeutet ist nicht das Gleiche - eine Erfahrung, die Wissenschaftler, die mit funktionellen bildgebenden Verfahren arbeiteten kennen.
Wenders Film ist zugleich obsolet (der freudianische Ansatz) als auch zugleich topmodern, da er die Lösung nicht in der Katharsis und Selbstläuterung sucht, sondern im Bezug zum Jetzt und Hier und im Bezug zur sozialen Relation.

Es ist ein Jammer, daß Wenders Können nicht die Anerkennung erntet, die er verdient hätte.
'Bis ans Ende der Welt' ist ein wertvoller Science Fiktion, der genau das leistet, was SF zu leisten vermag. Er stellt eine realistische Welt in greifbarer Zukunft dar, schildert deren Wunder und Gefahren, Chancen und Fallen werden durchleuchtet und die wesentliche Frage danach, was uns der Fortschritt nützen wird und ob wir als Menschen in der Lage sein werden dem technischen Fortschritt folgen zu können - nicht mehr und nicht weniger erfaßt dieser Film - in professioneller Weise, die so angenehm gar nicht hollywoodlike ist - und muss sich dabei an Tiefe den Vergleich mit Werken wie Stalker, Solaris, Bladerunner, 13th Floor oder Ghost in the Shell nicht scheuen.

Ein Muss für jeden echten Fan von Science Fiction, für den Starwars ein buntes Märchen [Utopie] ist, aber ein etwas spröder Film wie dieser SF wie ein guter reifer Wein...

Für Wim Wenders Fans ist diese DVD sicher ein Glücksfall      5 von 5 Punkten
Für Wim Wenders Fans ist diese DVD sicher ein Glücksfall, da der Film zum ersten Mal in voller Länge (279 Minuten - allerdings spricht Wenders im Interview einmal von 300 Minuten) vorliegt. Die Kinofassung wurde damals auf 160 Minuten gekürzt.

Die DVD präsentiert sich in einer ästhetischen Verpackung und auch der Inhalt kann sich sehen lassen: Bild (1.78:1 anamorph) und Ton (5.1 Dolby Digital) sind sehr gut, die Menüführung wurde anspruchsvoll gestaltet. Extras: Nicht verwendete Szenen und Roger Willemsen stellt Wim Wenders leider nur 30 Minuten Fragen zum Film.

Da ich aber kein Wim Wenders Fan bin und Road-Movies auch nicht mein Ding sind, deshalb stehe ich dem Film kritisch gegenüber. Als ich im Fernsehen einen Ausschnitt von "Bis ans Ende der Welt" sah, war ich neugierig geworden - und nun nach 279 Minuten visuellem und durchaus anziehendem Bilderrausch, ist mir Wim Wenders nicht näher gekommen. Während aus dem Off der Ex-Freund von Claire als Sprecher die Handlung des Films gut zusammenhält, unterwandern die seltsamen, vergröbernden, ja oberflächlichen Dialoge (um nicht zu sagen schlechten Dialoge) den ganzen Film. Die Schauspieler agieren seltsam künstlich wie Laiendarsteller und die Hauptdarstellerin fand ich geradezu schlecht (genauso wie ihre Kostüme). Auch die Sentimentalität zum Ende der Geschichte fügt dem Film nur eine weitere Unstimmigkeit hinzu. Die Musik kann den Film nicht wirklich tragen. Doch vielleicht ist das eben einfach nur ein Wim Wenders Film, den ich einfach nicht greifen kann. Jedenfalls gibt s schlechtere Filme.

Die DVD bekommt von mir die volle Punktzahl, denn ich beurteile hier in erster Linie die Qualität der DVDs. Über Filme und Geschmack lässt sich bekanntlich streiten.


 Weitere Kundenmeinungen


Wings Of Desire [UK IMPORT] - Bruno GanzWings Of Desire [UK IMPORT]
Bruno Ganz, Peter Falk, Solveig Dommartin, Curt Bois, Otto Sander

Videokassette, 28. Oktober 2002
     Verkaufsrang: 35381     

Bei Amazon direkt z.Zt. nicht lieferbar,   Bei anderem Anbieter bestellen

Der Film erzählt die Geschichte des für Sterbliche unsichtbaren Schutzengels Damiel, der sich im geteilten Berlin in die Trapezkünstlerin Marion verliebt. Er tauscht seine Unsterblichkeit gegen menschliche Unvollkommenheit ein und erfährt die Sinnlichkeit des physischen Daseins. Damiel, gespielt von Bruno Ganz (Die Kameliendame, Nosferatu) verfolgt auch in seiner neuen Form die Wege der Menschen, diesmal jedoch aus einer völlig neuen Perspektive.
Der Himmel über Berlin gehört zu Wim Wenders (Paris, Texas, Bis ans Ende der Welt) erfolgreichsten und bekanntesten Filmen. Er ist eine Ode an die morbide Schönheit West-Berlins und verursachte unter der jungen Generation der 80er Jahre einen Berlinkult, dem die Stadt noch heute einigen Zuzug aus dem In- und Ausland verdankt. Die Huldigung an das Unvollkommene und Unfertige ist eine Liebeserklärung an den Menschen.
Ruhige Schwarzweißbilder unterstreichen die spirituelle Kraft des Filmes. Die Poesie des Co-Autors Peter Handke, welche über den entscheidenden Passagen der Geschichte liegt, ist für den ungeübten Zuhörer nicht leicht zugänglich. Doch um den tagtraumhaften Reisen des Protagonisten zu folgen, benötigt man nur ein wenig Mut zum Fallenlassen und kein Germanistikstudium.
Der Inszenierung könnte man vorwerfen, dass der Blick sich all zu verliebt an der damaligen Freundin des Regisseurs und Hauptdarstellerin Solveig Dommartin (Bis ans Ende der Welt) heftet. Das Bild von der Frau als eingeborenem Engel auf Erden gegenüber dem Manne, dem gefallenen Urengel, den die Fleischlichkeit des Seins zu sehr anzog, wirkt sicherlich ein wenig schrullig. Lässt man sich jedoch auf die romantische und melancholische Sichtweise des Regisseurs ein, ist dies leicht zu verzeihen, da der Himmel über Berlin zu den Filmen zählt, die die Kraft haben, ihr Publikum gänzlich zu verzaubern. -Peter Kuhn


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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 15 Bewertungen)

beflügelnde Poesie...      5 von 5 Punkten
Was für ein berührender, poetischer, wunderbarer Film.
Wenn Engel Otto Sander mit wohliger Sägestimme über denn Sinn, das Sein und das Drumherum des Lebens philosophiert, wenn er liebevoll in die Menschen "reinhört", wenn man das Leben mal etwas genauer sieht, weil man mitsieht, kann man nicht anders, man schmilzt in diesen Film rein.
Musik, Bild und Sprache in einer Einheit, wie man es so schon lange (oder überhaupt) nicht mehr erlebt hat.
Die Suche des alten Mannes nach "seinem" alten Potsdamer Platz hat mir fast das Herz zerissen. Hier ein Tränchen vor Rührung, da ein Tränchen vor Begeisterung.
Peter Falk wächst einem als Kumpeltyp ans Herz; er spielt seine Rolle federleicht ohne albern zu wirken, obwohl man manchmal meinen könnte, ihn scherzhaft in die Kamera zwinkern zu sehen.
Hier ist Wenders echt ein kleines Meisterwerk gelungen und das, wie es heißt, ohne festes Drehbuch. Respekt Herr Pfarrer!


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Until The End Of The World [UK IMPORT] - William HurtUntil The End Of The World [UK IMPORT]
William Hurt, Solveig Dommartin, Sam Neill, Rudiger Vogler, Max Von Sydow

Videokassette, 5. April 1993
     Verkaufsrang: 25546     

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 11 Bewertungen)

Gähn...      2 von 5 Punkten
Gerne würde ich diesem Film eine bessere Bewertung geben, schließlich stammt er von Wim Wenders, der so großartige Filme wie "Paris, Texas" (einer meiner Lieblingsfilme) gemacht hat. Aber je länger ich ihn mir angeschaut habe, je mehr mußte ich an den bösen Satz denken: Es reicht nicht, keine Einfälle zu haben, man muß auch noch unfähig sein, sie umzusetzen. Das ist natürlich übertrieben, aber im Grunde beruht der Fim auf zwei oder drei Ideen, und die werden in dieser Fassung auf mehr als viereinhalb Stunden zerdehnt. (Auf drei DVDs verteilt, wird der Film als "Trilogie" bezeichnet. Dann müßte er aus drei eigenständigen Werken bestehen; es handelt sich aber um eine lange Wurst, und die schmeckt auch noch zäh.) Und dabei bleiben diese wenigen Gedanken auch noch im Bereich der Gedanken. Die Bilder sprechen nicht für sich, sie wirken wie Kulissen oder wie Zitate. Bevor sie richtig zur Geltung kommen, kommt meist ein ziemlich unpassender Schnitt; so wirkt der Film trotz seiner Länge unruhig, schafft keine Atmosphäre, sondern reiht Einstellungen aneinander. Vieles erfährt man aus dem Mund des Erzählers, was man zu sehen bekommt, bleibt aber hinter dem Gesagten zurück. (Ich denke an die Musik beim Freudenfest über die nicht stattgefundene Katastrophe: man erwartet fröhliche Ekstase, wird aber mit ein paar Sekunden Geklimper abgespeist. Die Entwicklung, wie die Hauptfiguren sich in ihren Traumbildern verlieren, ein entscheidender Teil der Geschichte, wird mit ein paar Sätzen berichtet, aber nicht gezeigt. Dann kann man gleich ein Buch lesen.) Die Dialoge sind meist ziemlich einfallslos und vorhersehbar. Die teilweise hochkarätigen Schauspieler können ihre Qualitäten nicht ausspielen; Solveig Dommartin als Hauptdarstellerin könnte es vielleicht, gehört aber nun einmal nicht zu diesen hochkarätigen Schauspielern. Klischees enthält der Film auch noch: die Aborigenes, die darin auftreten, sind die Hüter uralter Überlieferungen und geheimnisvoller Rituale, ihre Alten sind weise, ihre Kinder immer fröhlich, die typischen "edlen Wilden" also. Es könnten auch Indianer oder Pygmäen sein. Wirklich interessiert ist der Film an ihnen nicht.
Mag sein, daß er im Kino (für das er gemacht ist) auf der großen Leinwand besser wirkt. Mag sein, daß die dort gezeigte "Kurz"-Fassung mehr überzeugt. Mag sein, daß man ihn zweimal sehen muß, um seine wahren Qualitäten zu bemerken. Bisher ist das einzige an dieser Drefach-DVD, was bei mir einen rundum positiven Eindruck hinterläßt, die Hülle, die wirklich ansprechend und praktisch gemacht ist.

zielloses Dahergeplätscher      1 von 5 Punkten
ich war anfangs sehr skeptisch ob ein 5Std. Film wirklich was taugen kann... wenn ja dachte ich, muss ich ihn haben. Zu diesem Entschluss brachten mich auch die zahlreichen positiven Rezessionen (von denen ich mittlerweile kaum noch was halte) alles eben sehr subjektiv.

Der Film ist billig gemacht, alles was als science fiction dargestellt wird ist längst Realität, es gibt weder Spannung noch Sinn... entäuschend sind auch die schon innerhalb der ersten halben Stunde stattfindenden irrationalen Ereignisse. Der Film hat eigentlich nur ein positives, eine schöne Hülle.

Ich muss allerdings auch gestehen dass ich den Film bisher nie zu Ende gesehen habe oder wärend er Lief ernsthaft mitverfolgt habe, der Film bietet einfach zu viele Entscheidungerleichterungen sich wärend er läuft lieber anderen Dingen zu widmen.

Starkes Film-Epos mit einigen Fragezeichen      4 von 5 Punkten
Die Langversion von Wim Wender's Filmepos "Bis ans Ende der Welt" ist auf jeden Fall sehenswert, da sie sehr komplex und vielschichtig ist. In all den Stunden, die es gedauert hat, diesen Film anzusehen, ist mir nie langweilig geworden. Es macht Spass, der Geschichte um die Protagonisten zu folgen.

Jedoch, ein dickes Minus verdient ein unlogischer Aspekt der Geschichte, in den sich Wim Wenders verrannt hat: Naemlich, dass wir, wenn wir unsere Traeume alle auf einem Bildschirm sehen koennten, dann zu selbstbesessenen Autisten wuerden. In Wahrheit waere es wohl eher so wie eine Fernsehsendung.

Auch traeumen die Protagonisten nur von vergangenen Ereignissen, was totaler Unsinn ist, und nicht der Realitaet der meisten Traeumenden entspricht.

Positiv sind die vielen Anspielungen auf die Technik im Film, ueberhaupt die Ausstattung, und die wunderschoenen Panorama-Filmaufnahmen der vielen Gegenden, durch die die Protagonisten reisen. Ein Science-Fiction-Roadmovie also, und gar kein schlechter.

Insgesamt wuerde man sich viel mehr solche Filme wuenschen, die lang sind und dadurch mehr Ausdrucksmoeglichkeiten haben. Schade, dass das die Filmindustrie noch nicht erkannt hat. Warum nicht mal eine Filmvorfuehrung zum Tagesevent machen, mit Pausen und Speisen und Getraenken? Das waere mal eine schoene Abwechslung!

Ein Kosmopolit reist bis ans Ende der Welt und darüber hinaus      5 von 5 Punkten
Der Film war ( da möchte ich mich meinen Vorrednern anschließen) bereits in der Kinoversion lang aber hervorragend. Und es war kaum verständlich, daß dieses hinreißende Werk von Wenders so lange nicht auf DVD erschien. Doch als ich sie dann in Händen hielt und das erste mal sehen konnte, verstand ich es adhoc. Wenders investierte erneut viel Mühe und Liebe in den Film, um die Chance zu nutzen, auf DVD gerade das aus ihm zu machen, was für die Kinoversion anscheinend ein Opfer von Konventionen wurde.
Die Story zerfällt in der Tat in drei Parts, was während des Schauens nicht offensichtlich wird, in der Rückschau jedoch vernünftig erscheint.
Der erste Teil ist Claires Flucht aus ihrem alten Leben, in das sie nicht zurück kann und die verheißungsvolle Hoffnung bei dem geheimnisvollen Fremden etwas finden zu können, das sie verloren glaubt.
Der zweite Teil ist die scheinbare Auflösung mit der Mission, die "Kamera" an ihren Bestimmungsort zu bringen und die "offensichtlihe" Mission (Blinde sehend zu machen)zu vervollständigen. Hier taucht jedoch der Vater-Sohn-Konflikt bereits auf, der die Überleitung zum dritten Teil darstellt, in dem die Reise ins Innere beginnt und die Protagonisten den Trip zu sich selbst - jeder auf seine Weise - beginnen und vollenden.

Der Film gewinnt durch die zusätzliche Zeit nochmals an Tiefe und interner Konsistenz. Die Geschichte wird runder und erhält dadurch noch zusätzliche Dimensionen. Und das ist der Punkt , an dem ich meinenm Vorredner widersprechen möchte. Natürlich ist die Grundstory von überschaubarer komplexität - aber die Stärke des Films liegt nicht in aufgemotzter Action oder Verwirrspielen a la Cypher [allerdings ebenfalls ein hervorragender Fim]. Gerade die Belanglosigkeit, mit der die Welt der Zukunft dargestellt wird, macht diesen Film zu einem waschechten Science-Fiction, der eine Extrapolation bekannter Technik und Gesellschaftsformen darstellt. Zugleich werden hier genau die relevanten Fragen aufgeworfen:
Was bleibt von uns als Menschen (an Entwicklung), wenn wir auf die Technik (als Marker des Grades unserer Entwicklung) verzichten müssen, wenn z.B. ein elektromagnetischer-Puls alles (rein Technikbasierte) zunichte macht ?
Wie weit müssen wir reisen, um dabei unsere eigene Identität zu finden ?
Wie können wir Schicksal nicht fatal begreifen und uns dagegen hilflos wehren, sondern es annehmen und dennoch frei handeln, um das Geschehen zu verarbeiten? Würden wir uns selbst finden, wenn es uns gelänge, jeden Aspekt unserer bewußten und unbewußten psychischen Fragmente monitoren zu können ? Oder würde es nur zu einer Sucht führen oder uns in einer Schleife, sich selbst beeinflussender Tautologien gefangen nehmen?
Wenders wirft Fragen auf, die die Neurowissenschaften ggf. schon bald in die Tat umsetzen werden. Soch sehen was im Hirn geschieht und verstehen was es bedeutet ist nicht das Gleiche - eine Erfahrung, die Wissenschaftler, die mit funktionellen bildgebenden Verfahren arbeiteten kennen.
Wenders Film ist zugleich obsolet (der freudianische Ansatz) als auch zugleich topmodern, da er die Lösung nicht in der Katharsis und Selbstläuterung sucht, sondern im Bezug zum Jetzt und Hier und im Bezug zur sozialen Relation.

Es ist ein Jammer, daß Wenders Können nicht die Anerkennung erntet, die er verdient hätte.
'Bis ans Ende der Welt' ist ein wertvoller Science Fiktion, der genau das leistet, was SF zu leisten vermag. Er stellt eine realistische Welt in greifbarer Zukunft dar, schildert deren Wunder und Gefahren, Chancen und Fallen werden durchleuchtet und die wesentliche Frage danach, was uns der Fortschritt nützen wird und ob wir als Menschen in der Lage sein werden dem technischen Fortschritt folgen zu können - nicht mehr und nicht weniger erfaßt dieser Film - in professioneller Weise, die so angenehm gar nicht hollywoodlike ist - und muss sich dabei an Tiefe den Vergleich mit Werken wie Stalker, Solaris, Bladerunner, 13th Floor oder Ghost in the Shell nicht scheuen.

Ein Muss für jeden echten Fan von Science Fiction, für den Starwars ein buntes Märchen [Utopie] ist, aber ein etwas spröder Film wie dieser SF wie ein guter reifer Wein...

Für Wim Wenders Fans ist diese DVD sicher ein Glücksfall      5 von 5 Punkten
Für Wim Wenders Fans ist diese DVD sicher ein Glücksfall, da der Film zum ersten Mal in voller Länge (279 Minuten - allerdings spricht Wenders im Interview einmal von 300 Minuten) vorliegt. Die Kinofassung wurde damals auf 160 Minuten gekürzt.

Die DVD präsentiert sich in einer ästhetischen Verpackung und auch der Inhalt kann sich sehen lassen: Bild (1.78:1 anamorph) und Ton (5.1 Dolby Digital) sind sehr gut, die Menüführung wurde anspruchsvoll gestaltet. Extras: Nicht verwendete Szenen und Roger Willemsen stellt Wim Wenders leider nur 30 Minuten Fragen zum Film.

Da ich aber kein Wim Wenders Fan bin und Road-Movies auch nicht mein Ding sind, deshalb stehe ich dem Film kritisch gegenüber. Als ich im Fernsehen einen Ausschnitt von "Bis ans Ende der Welt" sah, war ich neugierig geworden - und nun nach 279 Minuten visuellem und durchaus anziehendem Bilderrausch, ist mir Wim Wenders nicht näher gekommen. Während aus dem Off der Ex-Freund von Claire als Sprecher die Handlung des Films gut zusammenhält, unterwandern die seltsamen, vergröbernden, ja oberflächlichen Dialoge (um nicht zu sagen schlechten Dialoge) den ganzen Film. Die Schauspieler agieren seltsam künstlich wie Laiendarsteller und die Hauptdarstellerin fand ich geradezu schlecht (genauso wie ihre Kostüme). Auch die Sentimentalität zum Ende der Geschichte fügt dem Film nur eine weitere Unstimmigkeit hinzu. Die Musik kann den Film nicht wirklich tragen. Doch vielleicht ist das eben einfach nur ein Wim Wenders Film, den ich einfach nicht greifen kann. Jedenfalls gibt s schlechtere Filme.

Die DVD bekommt von mir die volle Punktzahl, denn ich beurteile hier in erster Linie die Qualität der DVDs. Über Filme und Geschmack lässt sich bekanntlich streiten.


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Videokassette, 28. Mai 2001
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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Endzeitvision und Poesie      5 von 5 Punkten
Ich spare mir eine Inhaltsangabe und komme gleich zum Wesentlichen. Dieser Film ist lang und Unterbrechungen unklug. Die Handlung ist ein "Tanz um die Welt" und die Endzeitvision hat ein versöhnliches Ende. Die Erzählstruktur pendelt Komödie, Liebesgeschichte, Drama und fast allen anderen Möglichkeiten und das ohne schmerzhafte Brüche. Die Handlung ist Science Fiction und alles ist untermalt mit Phantastischer Musik. Ich habe mich nicht einen einzigen Augenlick gelangweilt. Mehr noch: "Bis ans ende der Welt" ist einer meiner Lieblingsfilme.


Bis ans Ende der Welt - Solveig DommartinBis ans Ende der Welt
Solveig Dommartin, William Hurt, Rüdiger Vogler

Videokassette, 1. März 1992
     Verkaufsrang: 13296     

Bei Amazon direkt z.Zt. nicht lieferbar,   Bei anderem Anbieter bestellen



Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 11 Bewertungen)

Gähn...      2 von 5 Punkten
Gerne würde ich diesem Film eine bessere Bewertung geben, schließlich stammt er von Wim Wenders, der so großartige Filme wie "Paris, Texas" (einer meiner Lieblingsfilme) gemacht hat. Aber je länger ich ihn mir angeschaut habe, je mehr mußte ich an den bösen Satz denken: Es reicht nicht, keine Einfälle zu haben, man muß auch noch unfähig sein, sie umzusetzen. Das ist natürlich übertrieben, aber im Grunde beruht der Fim auf zwei oder drei Ideen, und die werden in dieser Fassung auf mehr als viereinhalb Stunden zerdehnt. (Auf drei DVDs verteilt, wird der Film als "Trilogie" bezeichnet. Dann müßte er aus drei eigenständigen Werken bestehen; es handelt sich aber um eine lange Wurst, und die schmeckt auch noch zäh.) Und dabei bleiben diese wenigen Gedanken auch noch im Bereich der Gedanken. Die Bilder sprechen nicht für sich, sie wirken wie Kulissen oder wie Zitate. Bevor sie richtig zur Geltung kommen, kommt meist ein ziemlich unpassender Schnitt; so wirkt der Film trotz seiner Länge unruhig, schafft keine Atmosphäre, sondern reiht Einstellungen aneinander. Vieles erfährt man aus dem Mund des Erzählers, was man zu sehen bekommt, bleibt aber hinter dem Gesagten zurück. (Ich denke an die Musik beim Freudenfest über die nicht stattgefundene Katastrophe: man erwartet fröhliche Ekstase, wird aber mit ein paar Sekunden Geklimper abgespeist. Die Entwicklung, wie die Hauptfiguren sich in ihren Traumbildern verlieren, ein entscheidender Teil der Geschichte, wird mit ein paar Sätzen berichtet, aber nicht gezeigt. Dann kann man gleich ein Buch lesen.) Die Dialoge sind meist ziemlich einfallslos und vorhersehbar. Die teilweise hochkarätigen Schauspieler können ihre Qualitäten nicht ausspielen; Solveig Dommartin als Hauptdarstellerin könnte es vielleicht, gehört aber nun einmal nicht zu diesen hochkarätigen Schauspielern. Klischees enthält der Film auch noch: die Aborigenes, die darin auftreten, sind die Hüter uralter Überlieferungen und geheimnisvoller Rituale, ihre Alten sind weise, ihre Kinder immer fröhlich, die typischen "edlen Wilden" also. Es könnten auch Indianer oder Pygmäen sein. Wirklich interessiert ist der Film an ihnen nicht.
Mag sein, daß er im Kino (für das er gemacht ist) auf der großen Leinwand besser wirkt. Mag sein, daß die dort gezeigte "Kurz"-Fassung mehr überzeugt. Mag sein, daß man ihn zweimal sehen muß, um seine wahren Qualitäten zu bemerken. Bisher ist das einzige an dieser Drefach-DVD, was bei mir einen rundum positiven Eindruck hinterläßt, die Hülle, die wirklich ansprechend und praktisch gemacht ist.

zielloses Dahergeplätscher      1 von 5 Punkten
ich war anfangs sehr skeptisch ob ein 5Std. Film wirklich was taugen kann... wenn ja dachte ich, muss ich ihn haben. Zu diesem Entschluss brachten mich auch die zahlreichen positiven Rezessionen (von denen ich mittlerweile kaum noch was halte) alles eben sehr subjektiv.

Der Film ist billig gemacht, alles was als science fiction dargestellt wird ist längst Realität, es gibt weder Spannung noch Sinn... entäuschend sind auch die schon innerhalb der ersten halben Stunde stattfindenden irrationalen Ereignisse. Der Film hat eigentlich nur ein positives, eine schöne Hülle.

Ich muss allerdings auch gestehen dass ich den Film bisher nie zu Ende gesehen habe oder wärend er Lief ernsthaft mitverfolgt habe, der Film bietet einfach zu viele Entscheidungerleichterungen sich wärend er läuft lieber anderen Dingen zu widmen.

Starkes Film-Epos mit einigen Fragezeichen      4 von 5 Punkten
Die Langversion von Wim Wender's Filmepos "Bis ans Ende der Welt" ist auf jeden Fall sehenswert, da sie sehr komplex und vielschichtig ist. In all den Stunden, die es gedauert hat, diesen Film anzusehen, ist mir nie langweilig geworden. Es macht Spass, der Geschichte um die Protagonisten zu folgen.

Jedoch, ein dickes Minus verdient ein unlogischer Aspekt der Geschichte, in den sich Wim Wenders verrannt hat: Naemlich, dass wir, wenn wir unsere Traeume alle auf einem Bildschirm sehen koennten, dann zu selbstbesessenen Autisten wuerden. In Wahrheit waere es wohl eher so wie eine Fernsehsendung.

Auch traeumen die Protagonisten nur von vergangenen Ereignissen, was totaler Unsinn ist, und nicht der Realitaet der meisten Traeumenden entspricht.

Positiv sind die vielen Anspielungen auf die Technik im Film, ueberhaupt die Ausstattung, und die wunderschoenen Panorama-Filmaufnahmen der vielen Gegenden, durch die die Protagonisten reisen. Ein Science-Fiction-Roadmovie also, und gar kein schlechter.

Insgesamt wuerde man sich viel mehr solche Filme wuenschen, die lang sind und dadurch mehr Ausdrucksmoeglichkeiten haben. Schade, dass das die Filmindustrie noch nicht erkannt hat. Warum nicht mal eine Filmvorfuehrung zum Tagesevent machen, mit Pausen und Speisen und Getraenken? Das waere mal eine schoene Abwechslung!

Ein Kosmopolit reist bis ans Ende der Welt und darüber hinaus      5 von 5 Punkten
Der Film war ( da möchte ich mich meinen Vorrednern anschließen) bereits in der Kinoversion lang aber hervorragend. Und es war kaum verständlich, daß dieses hinreißende Werk von Wenders so lange nicht auf DVD erschien. Doch als ich sie dann in Händen hielt und das erste mal sehen konnte, verstand ich es adhoc. Wenders investierte erneut viel Mühe und Liebe in den Film, um die Chance zu nutzen, auf DVD gerade das aus ihm zu machen, was für die Kinoversion anscheinend ein Opfer von Konventionen wurde.
Die Story zerfällt in der Tat in drei Parts, was während des Schauens nicht offensichtlich wird, in der Rückschau jedoch vernünftig erscheint.
Der erste Teil ist Claires Flucht aus ihrem alten Leben, in das sie nicht zurück kann und die verheißungsvolle Hoffnung bei dem geheimnisvollen Fremden etwas finden zu können, das sie verloren glaubt.
Der zweite Teil ist die scheinbare Auflösung mit der Mission, die "Kamera" an ihren Bestimmungsort zu bringen und die "offensichtlihe" Mission (Blinde sehend zu machen)zu vervollständigen. Hier taucht jedoch der Vater-Sohn-Konflikt bereits auf, der die Überleitung zum dritten Teil darstellt, in dem die Reise ins Innere beginnt und die Protagonisten den Trip zu sich selbst - jeder auf seine Weise - beginnen und vollenden.

Der Film gewinnt durch die zusätzliche Zeit nochmals an Tiefe und interner Konsistenz. Die Geschichte wird runder und erhält dadurch noch zusätzliche Dimensionen. Und das ist der Punkt , an dem ich meinenm Vorredner widersprechen möchte. Natürlich ist die Grundstory von überschaubarer komplexität - aber die Stärke des Films liegt nicht in aufgemotzter Action oder Verwirrspielen a la Cypher [allerdings ebenfalls ein hervorragender Fim]. Gerade die Belanglosigkeit, mit der die Welt der Zukunft dargestellt wird, macht diesen Film zu einem waschechten Science-Fiction, der eine Extrapolation bekannter Technik und Gesellschaftsformen darstellt. Zugleich werden hier genau die relevanten Fragen aufgeworfen:
Was bleibt von uns als Menschen (an Entwicklung), wenn wir auf die Technik (als Marker des Grades unserer Entwicklung) verzichten müssen, wenn z.B. ein elektromagnetischer-Puls alles (rein Technikbasierte) zunichte macht ?
Wie weit müssen wir reisen, um dabei unsere eigene Identität zu finden ?
Wie können wir Schicksal nicht fatal begreifen und uns dagegen hilflos wehren, sondern es annehmen und dennoch frei handeln, um das Geschehen zu verarbeiten? Würden wir uns selbst finden, wenn es uns gelänge, jeden Aspekt unserer bewußten und unbewußten psychischen Fragmente monitoren zu können ? Oder würde es nur zu einer Sucht führen oder uns in einer Schleife, sich selbst beeinflussender Tautologien gefangen nehmen?
Wenders wirft Fragen auf, die die Neurowissenschaften ggf. schon bald in die Tat umsetzen werden. Soch sehen was im Hirn geschieht und verstehen was es bedeutet ist nicht das Gleiche - eine Erfahrung, die Wissenschaftler, die mit funktionellen bildgebenden Verfahren arbeiteten kennen.
Wenders Film ist zugleich obsolet (der freudianische Ansatz) als auch zugleich topmodern, da er die Lösung nicht in der Katharsis und Selbstläuterung sucht, sondern im Bezug zum Jetzt und Hier und im Bezug zur sozialen Relation.

Es ist ein Jammer, daß Wenders Können nicht die Anerkennung erntet, die er verdient hätte.
'Bis ans Ende der Welt' ist ein wertvoller Science Fiktion, der genau das leistet, was SF zu leisten vermag. Er stellt eine realistische Welt in greifbarer Zukunft dar, schildert deren Wunder und Gefahren, Chancen und Fallen werden durchleuchtet und die wesentliche Frage danach, was uns der Fortschritt nützen wird und ob wir als Menschen in der Lage sein werden dem technischen Fortschritt folgen zu können - nicht mehr und nicht weniger erfaßt dieser Film - in professioneller Weise, die so angenehm gar nicht hollywoodlike ist - und muss sich dabei an Tiefe den Vergleich mit Werken wie Stalker, Solaris, Bladerunner, 13th Floor oder Ghost in the Shell nicht scheuen.

Ein Muss für jeden echten Fan von Science Fiction, für den Starwars ein buntes Märchen [Utopie] ist, aber ein etwas spröder Film wie dieser SF wie ein guter reifer Wein...

Für Wim Wenders Fans ist diese DVD sicher ein Glücksfall      5 von 5 Punkten
Für Wim Wenders Fans ist diese DVD sicher ein Glücksfall, da der Film zum ersten Mal in voller Länge (279 Minuten - allerdings spricht Wenders im Interview einmal von 300 Minuten) vorliegt. Die Kinofassung wurde damals auf 160 Minuten gekürzt.

Die DVD präsentiert sich in einer ästhetischen Verpackung und auch der Inhalt kann sich sehen lassen: Bild (1.78:1 anamorph) und Ton (5.1 Dolby Digital) sind sehr gut, die Menüführung wurde anspruchsvoll gestaltet. Extras: Nicht verwendete Szenen und Roger Willemsen stellt Wim Wenders leider nur 30 Minuten Fragen zum Film.

Da ich aber kein Wim Wenders Fan bin und Road-Movies auch nicht mein Ding sind, deshalb stehe ich dem Film kritisch gegenüber. Als ich im Fernsehen einen Ausschnitt von "Bis ans Ende der Welt" sah, war ich neugierig geworden - und nun nach 279 Minuten visuellem und durchaus anziehendem Bilderrausch, ist mir Wim Wenders nicht näher gekommen. Während aus dem Off der Ex-Freund von Claire als Sprecher die Handlung des Films gut zusammenhält, unterwandern die seltsamen, vergröbernden, ja oberflächlichen Dialoge (um nicht zu sagen schlechten Dialoge) den ganzen Film. Die Schauspieler agieren seltsam künstlich wie Laiendarsteller und die Hauptdarstellerin fand ich geradezu schlecht (genauso wie ihre Kostüme). Auch die Sentimentalität zum Ende der Geschichte fügt dem Film nur eine weitere Unstimmigkeit hinzu. Die Musik kann den Film nicht wirklich tragen. Doch vielleicht ist das eben einfach nur ein Wim Wenders Film, den ich einfach nicht greifen kann. Jedenfalls gibt s schlechtere Filme.

Die DVD bekommt von mir die volle Punktzahl, denn ich beurteile hier in erster Linie die Qualität der DVDs. Über Filme und Geschmack lässt sich bekanntlich streiten.


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Bruno Ganz, Peter Falk, Solveig Dommartin, Curt Bois, Otto Sander

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