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| DVDs: Edith Evenson | Kundenmeinungen Kurzbeschreibungen Inhaltsangaben |
The Rope [UK-Import] James Stewart, John Dall, Farley Granger, Joan Chandler, Edith Evenson Videokassette, 28. April 2003 Verkaufsrang: 34266 Cocktail für eine Leiche ist ein Experimentalfim, der vorgibt, ein normaler Hollywood-Thriller zu sein. Die Handlung ist einfach und basiert auf einem erfolgreichen Bühnenstück: Zwei junge Männer (John Dall und Farley Granger) begehen einen Mord, mehr oder weniger als intellektuelle Übung. Sie verstecken die Leiche in ihrem großen Apartment und veranstalten eine Dinnerparty. Wird die Leiche entdeckt werden? Regisseur Alfred Hitchcock, fasziniert von den Stil-Möglichkeiten langer Kameraeinstellungen, entschied, die Geschichte so zu verfilmen, als bestünde sie aus einer einzigen ununterbrochenen Einstellung. Da eine Kamera nur eine Länge von 10 Minuten Filmmaterial aufnehmen kann, musste Hitchcock seine Kreativität unter Beweis stellen, wenn es darum ging, die Filmspule zu wechseln. Er schaffte es, die Wechsel dadurch zu tarnen, dass er sie entweder mit der Großaufnahme einer Jacke oder hinter einer Lampe enden ließ. Später schrieb Hitchcock diese Vorgehensweise als einen irregeleiteten Versuch ab. Cocktail für eine Leiche mag nicht einer von Hitchcocks besten Filmen sein, ist aber immer noch sehr spannend. Er wird nicht umsonst der Meister der Spannung genannt. James Stewart als der misstrauische Professor spielte seine erste Hauptrolle für Hitchcock, eine Zusammenarbeit, die zu den Meisterwerken Das Fenster zum Hof und Vertigo führen sollte. -Robert Horton
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 10 Bewertungen)
Fesselnd ohne Seil, nur durch stilistische Brillanz 5 von 5 Punkten Der Film beginnt mit der Aufnahme einer Straße. Die Kamera nähert sich einem Fenster. Ab dann ist der Zuschauer gefangen in diesem Raum, den die Kamera bis zum Schluss nicht mehr zu verlassen gedenkt.
Man wird Augenzeuge der Erdrosselung eines jungen Mannes. Zwei gleichaltrige Studenten halten ihn für ein niederes Geschöpf, also darf er entfernt werden, denken sie überheblich. Es wird sich ein Spaß daraus gemacht, die frische Leiche in eine Büchertruhe zu legen, darauf ein Büffet anzurichten und Gäste zu empfangen. Wird die als perfekter Mord vorgesehene Schandtat unentdeckt bleiben ?
Das Theaterstück "Rope's End" von Patrick Hamilton lieferte die Vorlage für Hitchcocks ersten Farbfilm, der darüberhinaus noch ein zweites Novum vorzuweisen hat: erstmals arbeitete der Meisterregisseur mit einem seiner Lieblingsschauspieler James Steward zusammen, obwohl er für die Rolle ursprünglich Cary Grant vorgesehen hatte.
"Cocktail für eine Leiche" fällt auf und beeindruckt durch ein ungewöhnliches, aber geniales Stilmittel: es sind (fast) keine Kameraschnitte zu erkennen; alles wirkt wie an einem Stück abgedreht. Alle paar Minuten war Sir Alfred dann aber doch so gnädig, seinen Darstellern eine Atempause zu gönnen. Immer dann schwänkt die Kamera auf eine dunkle Stelle (z.B. Jackett von hinten), und danach wurde ein neuer Take angesetzt.
Das Kammerspiel ist quasi in Echtzeit gedreht: die erzählte Zeit umfasst etwa 75 Minuten, was der Dauer des Films entspricht.
Das Werk verfügt auch über eine hohe Dosis Stil und Intellekt. Es wird die ethisch interessante Frage abgehandelt, was den Wert des Menschen ausmacht und ob ein Fremder das Recht hat, für andere den Wertmaßstab zu bestimmen. Deshalb ist "Rope" nicht nur aus filmtechnischer und kriminalistischer Sicht ein Lichtblick, sondern auch unter philosophischen Gesichtspunkten.
Die DVD zum Ausnahmefilm enthält ein aufschlussreiches Making Of.
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