DVDs: Judith Engel

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Milchwald - Judith EngelMilchwald
Judith Engel, Horst-Günter Marx, Miroslaw Baka

DVD, 22. November 2004
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Filmgalerie 451 Milchwald, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 22.11.04

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Teils ziemlich langatmig & gekünstelt !      2 von 5 Punkten
Zum Inhalt:
Auf dem Weg zum Einkaufen ins nahe gelegene Polen setzt Sylvia ihre beiden aufsässigen Stiefkinder Lea und Konstantin auf einer Landstraße aus. Nach ihrer Rückkehr bringt es Silvia nicht über sich, ihrem Mann, dem Vater der Kinder, die Wahrheit über ihr Fernbleiben zu gestehen. Die Kinder treffen auf einen Polen, der Gaststätten mit Toilettenartikeln beliefert und verspricht, sie nach Hause zu bringen. Währenddessen macht sich der ahnungslose Vater mit der Stiefmutter auf die Suche nach den vermeintlich entführten Kindern...
Zum Film:
+ viele schöne und traurige Bilder und Einstellungen, die das Thema dieses Films (kein Platz für Kinder, Unfähigkeit der Eltern etc.) gut unterstreichen
+ eine überragende schauspielerische Leistung der beiden kleinen Kinder
- das Bemühen, mit wenig auszukommen ist lobenswert; aber dann braucht es auch überragende Schauspieler (hier nicht der Fall)
- teilweise sehr langatmige und gekünstelt wirkende Szenen (2 x ein unglaubwürdig gespielter Zusammenbruch der Stiefmutter)
- Insgesamt (trotz aller Symbolik und dem lobenswerten Versuch, sich auf Charaktere und Gefühle zu konzentrieren): dieser Film ist überwiegend langweilig und einschläfernd.
Fazit:
Anschauen lohnt sich dennoch wegen den süßen Kiddies !!

Hänsel und Gretel und eine (böse) Stiefmutter      5 von 5 Punkten
Natürlich handelt es sich bei "Milchwald" nicht um eine "Gebrüder-Grimm-Verfilmung", aber das Märchen von Hänsel und Gretel, die durch das Verlassensein von den Eltern in Kontakt mit dem Bösen (in Gestalt der Hexe) geraten, stand ohne Zweifel als Folie im Hintergrund.
Die Geschichte in "Milchwald" ist aber außerordentlich realistisch, teilweise fast dokumentarisch erzählt. Zu Beginn: eine leere Straße, die sich durch kahle Felder zieht. Man muss einen Moment hinsehen, bevor man zwei Kinder am Straßenrand bemerkt, Lea und Konstantin, auf dem Heimweg von der Schule. Gleich werden sie von ihrer Stiefmutter Sylvia mit dem Auto abgeholt – um wenig später ein weiteres Mal in der Weite der Landschaft alleine gelassen zu werden: Es kommt zu Sticheleien und Streitereien, bis Sylvia die Kinder genervt aus dem Auto wirft und davon fährt. Schauplatz ist die Region um die deutsch-polnische Grenze. Die Kinder bleiben in Polen zurück, wo ihre Stiefmutter mit ihnen eigentlich einkaufen wollte. Lea und Konstantin begeben sich auf eine Odyssee durch diese fremde Welt, um wieder nach Hause zu finden, zu ihrem Vater. Der weiß nicht, was seine Frau getan hat, und setzt seinerseits von Deutschland aus alle Hebel in Bewegung, um die beiden zu finden.
Die Kamera agiert dabei sehr statisch, verweilt lange auf manchen Szenen, macht so die Isolation der Personen deutlich: Die Stiefmutter, die mit der Erziehung der Kinder überfordert ist, vor allem mit der sich agressiv gebärdenden Lea. Sie ringt um die Liebe ihres Mannes und kann doch nicht zu ihm durchdringen. Die Kinder, die zum einen herumgestoßen werden, zum anderen aber auch Ablehnung spüren lassen und ihren ganz eigen Weg gehen, manchmal auch gegeneinander. Der Vater, der über seinen aufreibenden Beruf seine Familie zwar materiell gut versorgt, aber emotional vernachlässigt.
Der Film, das machen die Bilder von Beginn an deutlich, ist vor allem eine Studie über die Einsamkeit. Mitunter erinnert „Milchwald“ an Arbeiten Ingmar Bergmans: wie die Figuren meist nicht in Paaren oder Gruppen, sondern in nahen Einstellungen, isoliert im Bildkader, präsentiert werden, wie sie an den Rand gedrängt werden, verloren unter einem weiten Himmel, in einem tiefen Raum, auf einer leeren Straße, wie Distanzen zwischen ihnen aufgerissen werden. Die visuelle Umsetzung des Films ist erstaunlich konsequent, fast gnadenlos in der Darstellung der Welt als emotionales Eishaus.
Spärlich sind die Momente, in denen durch die Tristesse so etwas wie Zärtlichkeit aufblitzt – z.B. wenn Kuba (ein Handelsreisender, der sich der Kinder annimmt) Konstantin zeigt, wie man eine Blume zum Sprechen bringt, wenn die Kinder aneinandergekuschelt im Morgenlicht schlafen, wenn Sylvia auf einem Waldweg einem Storch begegnet. Doch solche Momente sind rar, und mit einem märchenhaften guten Ende sollte man nicht rechnen.


Die fremde Frau - Süddeutsche Zeitung Film Deutsche Thriller - Corinna HarfouchDie fremde Frau - Süddeutsche Zeitung Film Deutsche Thriller
Corinna Harfouch, Ulrich Tukur, Judith Engel

DVD, 13. September 2008

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The Architects [UK IMPORT] - Kurt NaumannThe Architects [UK IMPORT]
Kurt Naumann, Rita Feldmeier, Uta Eisold, Jürgen Watzke, Ute Lubosch

DVD, 12. Februar 2007

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