DVDs: Linda Eder

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Paul Gemignani - My Favourite Broadway - The Leading Ladies - Live At Carnegie Hall [UK IMPORT] - Marin MazziePaul Gemignani - My Favourite Broadway - The Leading Ladies - Live At Carnegie Hall [UK IMPORT]
Marin Mazzie, Anna Kendrick, Liza Minnelli, Luther Henderson, Tony Roberts

DVD, 25. August 2003
     Verkaufsrang: 106234     

Bei Amazon z.Zt. leider nicht lieferbar!

My favourite Broadway: The Leading Ladies wurde im September 1998 bei einem Live-Konzert in der Carnegie Hall aufgenommen und zeigt das Beste, was der Broadway von gestern und heute zu bieten hat. Einige große Namen wie Bernadette Peters, Patti LuPone und Betty Buckley fehlen leider, und Julie Andrews moderiert zwar, singt aber nicht. Dafür sind Liza und eine Fülle ihrer Starkolleginnen der 90iger (Bebe Neuwirth, Faith Prince) sowie der 70iger und 80iger (Elaine Stritch, Jennifer Holliday, Nell Carter) vertreten. Die Stars der älteren Garde interpretieren Songs aus ihren bekannten Originalrollen, die der 90iger Songs aus Wiederaufnahmen oder aus älteren Shows - die Stars von heute wie Audra McDonald und Linda Eder singen seltsamerweise lieber altes Material als Stücke aus zeitgenössischen Shows (in ihrem Fall Ragtime und Jekyll & Hide), mit denen sie normalerweise in Verbindung gebracht werden.
Einige dieser Interpretationen mögen ein klein wenig unter dem Standard der Originalaufnahmen liegen, aber es sind einige wahre Schätze darunter und die Reihe der vertretenen Stars allein überzeugt schon. Außerdem erweist sich das Videoformat als durchaus geeignet für dieses Konzert, obwohl nur bei wenigen Stücken wirklich etwas von der Handlung zu sehen ist. Es gibt den Stars ein Gesicht, die viele Musical-Liebhaber außerhalb New Yorks nur vom Namen oder von Fotografien her kennen, und ermöglicht den Fans ein Wiedersehen mit den beliebten Stars vergangener Jahre. (Wer von Andrea McArdles Auftritt im 1999er TV-Remake von Annie begeistert war, dem Musical, das sie zum ersten Mal groß herausgebracht hatte, wird ihren süßen, zurückhaltenden Gesang hier einfach lieben.) Zudem bietet das Video in 99 Minuten einfach mehr Material als die PBS-Fernsehsendung (85 Minuten) oder die CD des Konzerts (61 Minuten). Leading Ladies kann allen Broadway-Fans nur wärmstens empfohlen werden. -David Horiuchi


Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

fast perfekt...aber nur fast      4 von 5 Punkten
Wenn man den Messlatte sehr hoch legt und als Europäer nicht alle Leading Ladies als solche kennt, überzeugen vor allem die old leading ladies weniger. (ich sag nur LEA DeLARIA )
Liza Minelli tritt dort auch auf, ist sichtlich sehr nervös und hat anscheinend einen Aufenthalt in einer Diätklinik mal kurz unterbrochen um zur Show zu kommen (Unglaublich traurige Performance). Es gibt aber auch helle Sterne die Leuchten, die Frau vom Jekyyll&Hyde Komponist Linda Eder ist ein solcher und singt Man of la Mancha, wals ob dieses Lied nie für einen Mann geschrieben worden wäre.
Ich habe so meine Highlihts, die ich jedes Mal ansteuere:
Nr.5 Nowadays/Hot Honey Rag KAREN ZIMBA & BEBE NEUWIRTH Chicago
Nr.7 Man of La Mancha LINDA EDER Man of LA Mancha
Nr.10 Nothing PRISCILLA LOPEZ A Chorus Line
Nr.11 Everybody's Girl DEBRA MONK Steel Pier
Nr.22 Life Upon the Wicked Stage ANNA KENDRICKS and the Kit Kat Girls from "Cabaret" Showboat
Nr.25 I Wanna Be a Rockette KAREN ZIEMBA and the Rockettes Kicks
Und die Leading Lady schlechthin Julie Andrews ist wunderbar, führt wahnsinnig charmant durch den Abend, und kann leider nicht mit einer Interpretation Ihrer Hits aufwarten, da die Arme nach einer Stimmbandoperation nur mehr über eine 5 Ton Stimme im unteren Bereich verfügt. Also die alten Filme kaufen und sie dort geniesen.

Frauenpower auf der Musicalbühne      4 von 5 Punkten
Ein Konzert der Superlative: die 19 "Leading Ladies" des Broadways von gestern und heute geben sich Live in der Carnegie Hall ein Stelldichein und präsentieren, begleitet vom America Theater Orchestra, ihre persönlichen Lieblingssongs aus den Klassikern des Musicalgengres. Julie Andrews führt als Victor/Victoria durch den hochkarätigen Abend und begrüßt zunächst Tony Roberts und Robert Morse, die als Wölfe im Schafspelz in bester "Manche mögen's heiß!" Manier über "The Beauty That Drives A Man Mad" ("Sugar") sinnieren.
Doch danach können die wirklichen Damen des Showbiz zeigen, was sie (noch) draufhaben. Aber keine Angst: wer jetzt gleich an abgetakelte Schabracken aus dem Altersheim denkt, die beim Singen ihr Gebiss im Zaum halten müssen und denen der Stuck bereits schichtweise aus dem Gesicht bröckelt, wird gehörig enttäuscht. Denn nur ein kleiner Teil der Ladies hat bereits das Rentendasein erreicht und sieht (mal abgesehen von dem ein oder anderen Pfund zuviel auf den Hüften) immer noch blendend aus!
Mal witzig mit Selbstironie (Elaine Stritch mit "The Ladies Who Lunch" aus "Company" oder Lea DeLaria mit "I Can Cook Too" aus "On The Town") , mal frisch verliebt ("Bewitched, Bothered and Bewildered" aus "Pal Joey" von Marin Mazzie und Rebecca Lukers "Falling In Love With Love" aus "The Boys From Syracuse") oder von der Liebe enttäuscht (Audra McDonald mit "Down With Love" aus "Hooray For What", Faith Prince mit ihrem "Adelaide's Lamet" aus "Guys & Dolls" und "Could I Leave You" aus "Follies" von Dee Hoty), mal soulig-stark ("And I'm Telling You I'm Not Going" von Jennifer Holliday aus "Dreamgirls" und Nell Carters "Ain't Misbehavin'/Mean To Me" aus "Ain't Misbehavin'") oder kindlich-süßlich ("Look For The Silver Lining/Tomorrow" aus "Annie" von Andrea McArdle) spannt sich der Bogen weiblicher Charakterzüge.
Kindheitserinnerungen an vergangene Zeiten lassen Dorothy Loudon mit "Fifty Percent" aus "Ballroom" und Liza Minelli mit einer starken Interpretation von "Some People" aus "Gypsy" auferstehen. Mit den großen Träumen vom Musicalstar in einer Broadwayshow befasst sich Karen Ziemba mit dem nett choreographierten "I Wanna Be A Rockette" aus "Kicks", Priscilla Lopez entführt uns mit "Nothing" aus "A Chorus Line" in die ersten Stunden des Schauspielunterrichts und Karen Ziemba und Bebe Neuwirth zeigen uns, wie "Nowadays" der "Hot Hony Rag" in "Chicago" getanzt wird.
Die eigentlichen Highlights des Konzerts sind für mich aber die gutmütigen Seitenhiebe unter die Gürtellinie mit "Everybody's Girl" ("Steel Pier") von Debra Monk und das humorvolle "Life Upon The Wicked Stage" ("Showboat") von Kinderstar Anna Kendricks mit der tatkräftigen Unterstützung der "Kit Kat Girls" aus "Cabaret". Ein absoluter Knaller ist Linda Eders Version von "Man Of La Mancha", in der die stimmgewaltige Frau des "Jekyll & Hyde"-Komponisten Frank Wildhorn glasklare Töne zaubert, die so manche "Christine" vor Neid erblassen lassen würde!
Apropos Webber: wem die Titelauswahl aus nahezu unbekannten Musicals bisher zu antiquiert vorkam, wird mit dem Lloyd Webber Trio Audra McDonald, Marin Mazzie und Judy Kuhn beschwichtigt, die ein grandios arrangiertes Medley aus "Love Changes Everything" ("Aspects Of Love"), "Unexpected Song" ("Song & Dance") und "I Don't Know How To Love Him" ("Jesus Christ Superstar") zum Besten geben (die Tatsache, daß alle drei Titel am Ende des Medleys in einem gefühlvollen Finale verschmelzen, soll hoffentlich nicht dafür stehen, daß alle Liebesballaden von Sir Andrew gleich klingen ;-)
Zum glamourösen Abschluss des gelungenen Konzerts finden sich die zukünftigen "Leading Ladies" des Broadways zu "One" aus "A Chorous Line" ein.
Die DVD überrascht mit einem für Livekonzerte ungewöhnlich klaren und scharfen Bild, das so manche Falten einer Diva deutlich ans Licht bringt. Schwächer ist leider der 5.1 Dolby Digital-Sound ausgefallen, der nur aus normalem Stereoton aufgeblasen wurde und hauptsächlich aus den beiden Frontlautsprechern erklingt - hier hätte die Akustik der Carnegie Hall tiefer aufgelöst werden können und nur das Klatschen des Publikums lässt Räumlichkeit vermuten. Trotzdem werden die Gesangsstimmen für eine Liveaufnahme extrem gut wiedergegeben.
Die deutschen Untertitel beschränken sich auf die Moderation und kurzen Satzfragmente in einzelnen Liedern und sind daher eigentlich unnötig. Weitere Extras findet man nicht.
Fazit: Kein kalter Kaffee sondern ein gelungener Streifzug durch die Musicalgeschichte mit weiblichem Touch!


My Favourite Broadway - The Leading Ladies - Live At Carnegie Hall [UK IMPORT] - Marin MazzieMy Favourite Broadway - The Leading Ladies - Live At Carnegie Hall [UK IMPORT]
Marin Mazzie, Anna Kendrick, Liza Minnelli, Luther Henderson, Tony Roberts

Videokassette, 27. November 2000
     Verkaufsrang: 46154     

Bei Amazon z.Zt. leider nicht lieferbar!

My favourite Broadway: The Leading Ladies wurde im September 1998 bei einem Live-Konzert in der Carnegie Hall aufgenommen und zeigt das Beste, was der Broadway von gestern und heute zu bieten hat. Einige große Namen wie Bernadette Peters, Patti LuPone und Betty Buckley fehlen leider, und Julie Andrews moderiert zwar, singt aber nicht. Dafür sind Liza und eine Fülle ihrer Starkolleginnen der 90iger (Bebe Neuwirth, Faith Prince) sowie der 70iger und 80iger (Elaine Stritch, Jennifer Holliday, Nell Carter) vertreten. Die Stars der älteren Garde interpretieren Songs aus ihren bekannten Originalrollen, die der 90iger Songs aus Wiederaufnahmen oder aus älteren Shows - die Stars von heute wie Audra McDonald und Linda Eder singen seltsamerweise lieber altes Material als Stücke aus zeitgenössischen Shows (in ihrem Fall Ragtime und Jekyll & Hide), mit denen sie normalerweise in Verbindung gebracht werden.
Einige dieser Interpretationen mögen ein klein wenig unter dem Standard der Originalaufnahmen liegen, aber es sind einige wahre Schätze darunter und die Reihe der vertretenen Stars allein überzeugt schon. Außerdem erweist sich das Videoformat als durchaus geeignet für dieses Konzert, obwohl nur bei wenigen Stücken wirklich etwas von der Handlung zu sehen ist. Es gibt den Stars ein Gesicht, die viele Musical-Liebhaber außerhalb New Yorks nur vom Namen oder von Fotografien her kennen, und ermöglicht den Fans ein Wiedersehen mit den beliebten Stars vergangener Jahre. (Wer von Andrea McArdles Auftritt im 1999er TV-Remake von Annie begeistert war, dem Musical, das sie zum ersten Mal groß herausgebracht hatte, wird ihren süßen, zurückhaltenden Gesang hier einfach lieben.) Zudem bietet das Video in 99 Minuten einfach mehr Material als die PBS-Fernsehsendung (85 Minuten) oder die CD des Konzerts (61 Minuten). Leading Ladies kann allen Broadway-Fans nur wärmstens empfohlen werden. -David Horiuchi


Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

fast perfekt...aber nur fast      4 von 5 Punkten
Wenn man den Messlatte sehr hoch legt und als Europäer nicht alle Leading Ladies als solche kennt, überzeugen vor allem die old leading ladies weniger. (ich sag nur LEA DeLARIA )
Liza Minelli tritt dort auch auf, ist sichtlich sehr nervös und hat anscheinend einen Aufenthalt in einer Diätklinik mal kurz unterbrochen um zur Show zu kommen (Unglaublich traurige Performance). Es gibt aber auch helle Sterne die Leuchten, die Frau vom Jekyyll&Hyde Komponist Linda Eder ist ein solcher und singt Man of la Mancha, wals ob dieses Lied nie für einen Mann geschrieben worden wäre.
Ich habe so meine Highlihts, die ich jedes Mal ansteuere:
Nr.5 Nowadays/Hot Honey Rag KAREN ZIMBA & BEBE NEUWIRTH Chicago
Nr.7 Man of La Mancha LINDA EDER Man of LA Mancha
Nr.10 Nothing PRISCILLA LOPEZ A Chorus Line
Nr.11 Everybody's Girl DEBRA MONK Steel Pier
Nr.22 Life Upon the Wicked Stage ANNA KENDRICKS and the Kit Kat Girls from "Cabaret" Showboat
Nr.25 I Wanna Be a Rockette KAREN ZIEMBA and the Rockettes Kicks
Und die Leading Lady schlechthin Julie Andrews ist wunderbar, führt wahnsinnig charmant durch den Abend, und kann leider nicht mit einer Interpretation Ihrer Hits aufwarten, da die Arme nach einer Stimmbandoperation nur mehr über eine 5 Ton Stimme im unteren Bereich verfügt. Also die alten Filme kaufen und sie dort geniesen.

Frauenpower auf der Musicalbühne      4 von 5 Punkten
Ein Konzert der Superlative: die 19 "Leading Ladies" des Broadways von gestern und heute geben sich Live in der Carnegie Hall ein Stelldichein und präsentieren, begleitet vom America Theater Orchestra, ihre persönlichen Lieblingssongs aus den Klassikern des Musicalgengres. Julie Andrews führt als Victor/Victoria durch den hochkarätigen Abend und begrüßt zunächst Tony Roberts und Robert Morse, die als Wölfe im Schafspelz in bester "Manche mögen's heiß!" Manier über "The Beauty That Drives A Man Mad" ("Sugar") sinnieren.
Doch danach können die wirklichen Damen des Showbiz zeigen, was sie (noch) draufhaben. Aber keine Angst: wer jetzt gleich an abgetakelte Schabracken aus dem Altersheim denkt, die beim Singen ihr Gebiss im Zaum halten müssen und denen der Stuck bereits schichtweise aus dem Gesicht bröckelt, wird gehörig enttäuscht. Denn nur ein kleiner Teil der Ladies hat bereits das Rentendasein erreicht und sieht (mal abgesehen von dem ein oder anderen Pfund zuviel auf den Hüften) immer noch blendend aus!
Mal witzig mit Selbstironie (Elaine Stritch mit "The Ladies Who Lunch" aus "Company" oder Lea DeLaria mit "I Can Cook Too" aus "On The Town") , mal frisch verliebt ("Bewitched, Bothered and Bewildered" aus "Pal Joey" von Marin Mazzie und Rebecca Lukers "Falling In Love With Love" aus "The Boys From Syracuse") oder von der Liebe enttäuscht (Audra McDonald mit "Down With Love" aus "Hooray For What", Faith Prince mit ihrem "Adelaide's Lamet" aus "Guys & Dolls" und "Could I Leave You" aus "Follies" von Dee Hoty), mal soulig-stark ("And I'm Telling You I'm Not Going" von Jennifer Holliday aus "Dreamgirls" und Nell Carters "Ain't Misbehavin'/Mean To Me" aus "Ain't Misbehavin'") oder kindlich-süßlich ("Look For The Silver Lining/Tomorrow" aus "Annie" von Andrea McArdle) spannt sich der Bogen weiblicher Charakterzüge.
Kindheitserinnerungen an vergangene Zeiten lassen Dorothy Loudon mit "Fifty Percent" aus "Ballroom" und Liza Minelli mit einer starken Interpretation von "Some People" aus "Gypsy" auferstehen. Mit den großen Träumen vom Musicalstar in einer Broadwayshow befasst sich Karen Ziemba mit dem nett choreographierten "I Wanna Be A Rockette" aus "Kicks", Priscilla Lopez entführt uns mit "Nothing" aus "A Chorus Line" in die ersten Stunden des Schauspielunterrichts und Karen Ziemba und Bebe Neuwirth zeigen uns, wie "Nowadays" der "Hot Hony Rag" in "Chicago" getanzt wird.
Die eigentlichen Highlights des Konzerts sind für mich aber die gutmütigen Seitenhiebe unter die Gürtellinie mit "Everybody's Girl" ("Steel Pier") von Debra Monk und das humorvolle "Life Upon The Wicked Stage" ("Showboat") von Kinderstar Anna Kendricks mit der tatkräftigen Unterstützung der "Kit Kat Girls" aus "Cabaret". Ein absoluter Knaller ist Linda Eders Version von "Man Of La Mancha", in der die stimmgewaltige Frau des "Jekyll & Hyde"-Komponisten Frank Wildhorn glasklare Töne zaubert, die so manche "Christine" vor Neid erblassen lassen würde!
Apropos Webber: wem die Titelauswahl aus nahezu unbekannten Musicals bisher zu antiquiert vorkam, wird mit dem Lloyd Webber Trio Audra McDonald, Marin Mazzie und Judy Kuhn beschwichtigt, die ein grandios arrangiertes Medley aus "Love Changes Everything" ("Aspects Of Love"), "Unexpected Song" ("Song & Dance") und "I Don't Know How To Love Him" ("Jesus Christ Superstar") zum Besten geben (die Tatsache, daß alle drei Titel am Ende des Medleys in einem gefühlvollen Finale verschmelzen, soll hoffentlich nicht dafür stehen, daß alle Liebesballaden von Sir Andrew gleich klingen ;-)
Zum glamourösen Abschluss des gelungenen Konzerts finden sich die zukünftigen "Leading Ladies" des Broadways zu "One" aus "A Chorous Line" ein.
Die DVD überrascht mit einem für Livekonzerte ungewöhnlich klaren und scharfen Bild, das so manche Falten einer Diva deutlich ans Licht bringt. Schwächer ist leider der 5.1 Dolby Digital-Sound ausgefallen, der nur aus normalem Stereoton aufgeblasen wurde und hauptsächlich aus den beiden Frontlautsprechern erklingt - hier hätte die Akustik der Carnegie Hall tiefer aufgelöst werden können und nur das Klatschen des Publikums lässt Räumlichkeit vermuten. Trotzdem werden die Gesangsstimmen für eine Liveaufnahme extrem gut wiedergegeben.
Die deutschen Untertitel beschränken sich auf die Moderation und kurzen Satzfragmente in einzelnen Liedern und sind daher eigentlich unnötig. Weitere Extras findet man nicht.
Fazit: Kein kalter Kaffee sondern ein gelungener Streifzug durch die Musicalgeschichte mit weiblichem Touch!


My Favorite Broadway - The Love Songs - Julie AndrewsMy Favorite Broadway - The Love Songs
Julie Andrews, Michael Crawford, Linda Eder, Peter Gallagher, Robert Goulet

DVD, 25. September 2001
     Verkaufsrang: 91002     

Bei Amazon z.Zt. leider nicht lieferbar!



Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Nach den Leading Ladies das gemischte Liebesdoppel      4 von 5 Punkten
Die Konzertreihe "My Favorite Broadway" wird mit "The Love Songs" fortgesetzt. Aber neben den "Leading Ladies" dürfen nun auch die Herren der Schöpfung nicht fehlen, denn große Liebesduette singen sich am überzeugendsten immer noch zu zweit, obwohl nur 3 der insgesamt 32 Titel dieser Tradition gerecht werden. Und so stehen auch diesmal imposante Einzelleistungen von Broadwaylegenden wie Michael Crawford, Linda Eder, Peter Gallagher, Robert Goulet, Heather Headley, Nathan Lane, Rebecca Luker, Barry Manilow, Marin Mazzie, Bebe Neuwirth, Adam Pascal, Ron Raines, Cita Rivera, "Next Generation"-DATA Brent Spiner und Tom Wopat kombiniert mit interessanten Medleys im Vordergrund.
Julie Andrews führt wie schon im ersten Teil charmant und souverän durch den kurzweiligen Abend. Die Geschichte der Lieder über die Liebe weiß sie anhand ihres Castings zu "My Fair Lady" anekdotenhaft zu schildern. So wurde der wunderschöne Song "Shy" von Eliza Doolitle kurzerhand aus der Show gestrichen, da er das Wort "Liebe" enthielt, welches in dem berühmten Musical nach George Bernhard Shaw aber nicht ein einziges mal fallen durfte (als "Ersatz" wurde aber immerhin das weltberühmte "I Could Have Danced All Night" geschrieben!).
In den Songs des Abends darf der Name für das netteste Glücksgefühl der Welt aber durchaus fallen. Leider haben es die Produzenten der DVD versäumt, beim Tracklisting der Scheibe eine Zuordnung der Titel zu den entsprechenden Musicals zu geben. Gerade die klassischen Titel weiss selbst ich nicht immer korrekt einzuordnen, aber schon zu Zeiten von "Camelot" und "Gigi" schrieben die Komponisten beeindruckende Hymnen auf die Liebe.
Zu den Höhepunkten des Konzerts zählen die wundervollen Medleys "Too Late Now"/"Sometimes A Day Goes By"/"Not A Day Goes By" und "Love Is Sweeping The Country"/"'Til There Was You"/"Lover"/"So In Love", bei denen die Arrangeure ganze Arbeit geleistet haben, die getanzte Hommage an Fred Astaire und Ginger Rodgers "Smoke Gets In Your Eyes", das quirlige "I'm A Brass Band", die schöne "Music Of The Night" von Alt-Phantom Michael Crawford und das vom Komponisten Barry Manilow aus seinem neuen Musical "Harmony" vorgetragene Stück "Every Single Day".
Die Stars des Abends sind jedoch die "Aida"-Darsteller Hether Headley, die nur mit Gitarrenbegleitung ein emotionales "He Touched Me" zum Erlebnis werden läßt, und Adam Pascal, der mit dem "Rent"-Hit "Seasons Of Love" mit Gospel-Chor Gänsehaut zaubert. Zusammen präsentieren sie dann Elton Johns "Elaborate Lives" aus "Aida".
Aber keinen Zuschauer hält es mehr auf den Sitzen, wenn Gastgeberin Julie Andrews entgegen ihrer Ankündigung nach ihrer Kehlkopfoperation nie mehr zu singen, doch noch zwei Zeilen aus "The Rain In Spain"/"I've Grown Accustomed To Her Face" aus "My Fair Lady" mit Duettpartner Michael Crawford zum besten gibt.
Wie schon Teil 1 besticht auch dieses "My Favorite Broadway"-Konzert mit klaren Bildern (diesmal sogar in enhanced Widescreen), ruhigen Kamerafahrten mit schönen Close-Up Aufnahmen und einem vollen 5.1 Dolby-Digital-Sound (auch wenn einige Stars manchmal das Mikro übersteuern - es ist halt Live!).
Fazit: Erneut eine interessante Zusammenstellung bekannter und unbekannter Musical-Klassiker, diesmal mit männlicher Unterstützung.

Wirklich toll....      4 von 5 Punkten
Diese DVD bietet einen tollen Querschnitt durch viele, meist unbekanntere Musicals. Für das deutsche Auge etwas gewöhnungsbedürftig ist dieses Typische amerikanische Entertainment, dass aber sehr viel Spaß macht. Highlight dieser DVD ist Julie Andrews, die zum Schluss ein Stückchen des Liedes "The Rain in Spain" aus ihrer Paraderolle Eliza in My Fair Lady zum besten gibt. Dass das Publikum dabei völlig durchdreht ist voll und ganz nachvollziehbar.
Einen Punkt Abzug gibt es allerdings für die auf der Hülle angegebnen Untertitel, von denen auf der Disc selber nichts mehr zu sehen ist. Trotzdem ist diese DVD ein Muss für alle Musicalfans und Freunde amrikanischen Entertainments.


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