DVDs: Stipe Erceg

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Die fetten Jahre sind vorbei (Special Edition) - Daniel BrühlDie fetten Jahre sind vorbei (Special Edition)
Daniel Brühl, Julia Jentsch, Stipe Erceg

DVD, 8. August 2005
     Verkaufsrang: 7294      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 20,45 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Mit Die fetten Jahre sind vorbei brachte Regisseur Hans Weingartner die Politik zurück in den deutschen Film. Im Zentrum seiner Geschichte stehen die drei Klein-Revolutionäre Jan, Peter und Jule (Daniel Brühl, Stipe Erceg und Julia Jentsch), die mit lustigen Einbrecher-Streichen in Bonzen-Villen die Hausbesitzer verunsichern wollen. Als der verfrüht heimkehrende Geschäftsmann Hardenberg (Burkhart Klaußner) sie bei einer "Aktion" überrascht, wird er kurzerhand gekidnappt und in eine abgelegene Alpenhütte abtransportiert.
Hier beginnt das eigentliche Herzstück des Films, denn genau genommen ist Die fetten Jahre sind vorbei ein Diskurs-Film: Hier trifft Idealist auf Realist, Jung-Revoluzzer auf Alt-68er, Systemkritik auf Angepasstheit - und über jeder Debatte hängt die Frage: Wer hat jetzt eigentlich "recht"? Eine Frage, die kaum zu beantworten ist, und Weingartner ist (trotz einer nicht zu leugnenden Sympathie für seine jungen Systemfeinde) klug genug, das auch nicht zu versuchen. Intelligent und fair betrachtet er stets beide Seiten der Medaille, lässt jedem guten Argument ein nicht weniger überzeugendes "Ja, aber ..." folgen, und leistet so weit mehr, als "nur" einen politischen Film zu machen. Die fetten Jahre sind vorbei ist gleichermaßen gesellschaftliche Bestandsaufnahme, Verarbeitung der 68er-Vergangenheit, Hinterfragung der Sinnhaftigkeit politischen Widerstands in einer entpolitisierten Zeit - und letztlich doch eine Kampfansage ans Dasitzen und Nichtstun. Mit einem provokativen Ende sorgt Weingartner dafür, dass sein Film für den Zuschauer auch nach dem Abspann weitergeht - in der persönlichen Auseinandersetzung darüber, wie man das Gesehene (und Gehörte) jetzt eigentlich versteht und bewertet. Die fetten Jahre sind vorbei zwingt seine Zuschauer dazu, nicht nur eine Meinung zu beziehen, sondern über diese auch genau nachzudenken. Und das hat im deutschen Film wirklich lange keiner mehr geschafft. - Frank-Michael Helmke


Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 54 Bewertungen)

Ein wirklich guter Film      5 von 5 Punkten
Dieser Film ist einfach super! Ich hab ihn vor 20min im Tv gesehen und werde mir jetzt die Dvd kaufen.

Fazit: Die Schauspieler sind richtig gut, die Story kommt realistisch rüber, der Film zwingt keinem eine Meinung auf!, man möchte ihn umgehend nochmal sehen.

In einer Rezension beschwert sich jemand, dass die zwei Hauptcharaktere in Häuser einbrechen und ungeschoren davon kommen... Sorry, aber dieses Kontra Argument ist Lachhaft und hat nichts mit der Qualität oder Quantität des Films zutun.

Viel Spaß mit dem Film :)


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Die fetten Jahre sind vorbei - Daniel BrühlDie fetten Jahre sind vorbei
Daniel Brühl, Julia Jentsch, Stipe Erceg

DVD, 8. August 2005
     Verkaufsrang: 3316     

Preis: € 14,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Dass die Gter dieser Welt ungerecht verteilt sind, ist allen klar, wie das zu ndern ist hingegen nicht so ganz. Die Freunde Jan und Peter haben ihren eigenen Weg gefunden nachts brechen sie in Villen ein, nicht um zu klauen, sondern um das Mobiliar auf den Kopf zu stellen. Die Botschaften, die sie hinterlassen, lauten "Die fetten Jahre sind vorbei" oder "Sie haben zu viel Geld" - unterzeichnet mit "Die Erziehungsberechtigten". Doch pltzlich wird ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt Peters Freundin Jule und Jan verlieben sich ineinander. Im berschwang der Gefhle steigen die beiden zu zweit in eine Villa ein und werden dabei vom Besitzer berrascht. Dafr haben die selbsternannten Erziehungsberechtigten keinen Plan - und pltzlich werden sie zu Entfhrern wider Willen....

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 54 Bewertungen)

Ein wirklich guter Film      5 von 5 Punkten
Dieser Film ist einfach super! Ich hab ihn vor 20min im Tv gesehen und werde mir jetzt die Dvd kaufen.

Fazit: Die Schauspieler sind richtig gut, die Story kommt realistisch rüber, der Film zwingt keinem eine Meinung auf!, man möchte ihn umgehend nochmal sehen.

In einer Rezension beschwert sich jemand, dass die zwei Hauptcharaktere in Häuser einbrechen und ungeschoren davon kommen... Sorry, aber dieses Kontra Argument ist Lachhaft und hat nichts mit der Qualität oder Quantität des Films zutun.

Viel Spaß mit dem Film :)


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Der Typ - Stipe ErcegDer Typ
Stipe Erceg, Bernadette Heerwagen, Wolfgang Packhäuser

DVD, 9. Oktober 2008
     Verkaufsrang: 21433      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Eurovideo Der Typ - Kurz und schmerzhaft, USK/FSK: 16+ VÃ-Datum: 09.10.08

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Gelungenes Erstlingswerk      4 von 5 Punkten
Bei manchen Szenen in "Der Typ" fragt man sich unweigerlich, ob das, was man gerade sieht, der Hauptfigur wirklich passiert oder ob er das nur träumt oder sich wünscht. Der Eindruck entsteht durch die Skurrilität der Begegnungen, die die Geschichte prägen. Diese scheinbare Unwirklichkeit des Geschehens spiegelt deutlich die Lebenssituation der Hauptfigur wider, die von Stipe Erceg sehr eindringlich gespielt wird. Dem Zuschauer wird ein heruntergekommener Mensch mit einem abgestumpften Sinn für Gefühl präsentiert. Wie Fabian zu diesem Leben kommt, bleibt offen, ebenso, wie es weitergeht. Man erlebt das Hier und Jetzt dieser Figur, für die es nur genau das gibt: die Vergangenheit unter Verschluss, die Zukunft ungewiss, dazwischen eine Gegenwart, aus der er gerne ausbrechen will, könnte er sich dazu nur mal aufraffen und sich anderen Menschen öffnen. Auf diesen Umgang mit der Unfähigkeit, das eigene Leben zu spüren, legt der Film sein ganzes Gewicht. Die Handlung ist dabei zweitrangig, teilweise wirklich absurd und nur darauf ausgelegt, die Trostlosigkeit dieser Figur zu verstärken. Dabei kommt der Zuschauer Fabian sehr nahe, meint fast, für ihn mitfühlen zu müssen, dringt aber ebenfalls nicht bis auf den Grund dieses Charakters, der schwer bis gar nicht zu begreifen ist.
Auch Kamera und Musik lassen sich vollständig auf den tristen Charakter ein. Statt Hochglanzbildern hat der Zuschauer eine leicht grobkörnige Optik, die eine oder andere Unschärfe und Verwackelung vor sich, aber das passt einfach zu dem Typen. Die Musik ist unauffällig, atmosphärisch und melodienarm.
Der Film ist gerade einmal fünfzig Minuten lang, denn es handelt sich um die Diplomarbeit des Regisseurs Patrick Tauss. Ihn kann man zusammen mit Hauptdarsteller Erceg, mit dem er später auch in Kahlschlag" zusammengearbeitet hat, und Kameramann Lars Liebhold in einem Interview erleben, das länger ist als der gesamte Film. Er offenbart viele Hintergrundinformationen, ist aber streckenweise etwas langatmig - da hätte man einiges rausschneiden können, ohne den Informationsgehalt einzuschränken. Darüber hinaus sind die drei auch in einem Audio-Kommentar zum Film zu hören, allerdings begnügen sie sich hier mit gelegentlichen Infos, kleinen Witzen und Plaudereien. Spannend ist das nicht, wirklich unterhaltsam auch nicht. Weiterhin kann man eine Bilderserie mit dem Titel Making of Horst" betrachten, in der aus Schauspieler Wolfgang Packhäuser nach und nach der Transvestit Horst entsteht.

"Der Typ" ist ein gelungenes Erstlingswerk, das schon so manchen Preis abgeräumt und auch den Weg in den englischsprachigen Raum gefunden hat. Allerdings ist er sicher nicht jedermanns Sache und keine leichte Kost, denn die triste Stimmung kann sich durchaus auf den Zuschauer übertragen. Ein interessantes Charakterportrait, dessen Interpretation nicht klar bestimmbar ist, sondern Überlegungen in viele Richtungen ermöglicht. Und es ist ein Portrait nicht nur der Hauptfigur, sondern auch der Stadt Frankfurt, die mehr zu bieten hat als das Börsenviertel, das man sonst immer nur im Fernseher sieht.



Leicht Verstörend, aber gut....      3 von 5 Punkten
Inhalt
Auf seiner selbstzerstörerischen Tour durch die nächtliche Frankfurter Szene legt er sich mit Türstehern, Wirten und Krankenwagenfahrern an keiner ist vor ihm sicher. Er säuft und säuft bis die junge Krankenschwester Svenja seine
Sympathie erweckt ...



Bildbewertung:
Die vorliegende DVD lädt uns zu einer Tour durch das Nachtleben in Frankfurt ein. Wir begleiten einen wahrlich doch schon sehr eigenwilligen TYP, auf seinem Weg durch die Frankfurter Nacht. Fabo, so heißt der TYP, wird mit seiner bösartigen, frotzelnden und zynischen Einstellung beeindruckend von Stipe Erceg dargestellt.

Dieser ist mir noch in sehr guter Erinnerung aus "Die Fetten Jahre sind vorbei". Für mich auch überzeugend Svenja, gespielt von Bernadette Heerwagen (An die Grenze). Auf weitere Filme mit dieser sehr authentisch und voller Frische spielenden Frau bin ich schon sehr gespannt.

Die Handlung dieses ca. 50 Minuten dauernden Films, im Bildformat 16:9 (1.85:1)anamorph, spielt sich größtenteils in spärlich beleuchteten Umgebungen ab. Also keine leichte Arbeit für Kamera und Licht, unter diesen erschwerten Bedingungen, immer optimale Bilder für den Film zu bekommen. Leider spürt man das auch des öfteren beim Ansehen dieser DVD. Ein doch schon relativ häufiges Rauschen im Bild lässt sich nicht leugnen. Die Farben der Bilder für diese Produktion wurden angenehm dezent und passend gewählt. So wirkt das Bild natürlich und stellt die Wirklichkeit der Orte während der Filmhandlung sehr gut da. Kontrast und Schärfe befinden sich in ihren Einstellungenin einem guten Mittelwert, wobei es für mein Empfinden von beidem etwas mehr hätte sein können. Sonstige die Bildqualität negativ beeinflussende Störungen fielen mir nicht auf. Das Bild kann also als durchaus gelungen, mit kleineren Abstrichen, bezeichnet werden.

Eines kann dieser DVD aber keinesfalls nachgesagt werden....dass sie keine oder zu wenige Extras hat. Die Extras auf der DVD übertreffen in Menge und Länge die des Hauptfilms um einiges. So besteht die Möglichkeit sich den kompletten Film mit Audiokommentaren vom Regisseur, Kameramann und Stipe Erceg anzusehen und anzuhören. Im ca. 50 Minuten dauernden Interview erfährt man so einiges über den Film und seine Entstehung. Schließlich zeigt "Making of Horst" wie mit viel Schminke und Arbeit der Maskenbildner aus einem Mann mit Bart die " Mutti HORST" wird.


Tonbewertung:
Der Ton auf dieser DVD liegt im deutschen Dolby Digital 2.0 vor. Insgesamt kann der Ton als gelungen bezeichnet werden. Es gibt kein erkennbares störendes Rauschen oder sonstige Mängel im Ton. An einigen Filmstellen muss, besonders bei der Figur des "FABO", schon sehr genau hingehört werden. Gemeint sind die Stellen, an denen Fabo extrem betrunken dargestellt wird. Es liegt in der Natur der Dinge, dass seine Aussprache und Verständlichkeit dann stark eingeschränkt sind. In diesem
Zusammenhang auch ganz interessant zu wissen, dass der Darsteller des "Fabo" - Stipe Erceg, im Interview die Aussage trifft, dass er tatsächlich fast während der gesamten Dreharbeiten kontinuierlich "BLAU" war, um diese Rolle besser verkörpern zu können. Auf der DVD befinden sich des weiteren deutsche und englische Untertitel.


Extras:
- Audiokommentar & Interview mit Regisseur, Kameramann und Stipe Erceg
- Making Of "Horst"


Gesamteindruck:
Diesen "TYP" und seine Nacht-Tour durch Frankfurt, vergisst man einfach nie wieder, nachdem man ihn, in seiner bösartigen, frotzelnden und zynischen Art erlebt hat. Ein Film, wie er sich im Untertitel selber bezeichnet "Kurz und schmerzvoll". Für nicht
zu sensible Gemüter, klare Empfehlung.

Autor: Torsten
www.Fernseh-Serien-Auf-DVD.de


Stadt als Beute - Richard KropfStadt als Beute
Richard Kropf, Inga Busch, Stipe Erceg

DVD, 16. Dezember 2005
     Verkaufsrang: 43427      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 23,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Filmgalerie 451 Stadt der Beute, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 16.12.05

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)

Fette Beute      5 von 5 Punkten
Wenn ich ein Beispiel für einen guten deutschen Film der letzten Zeit geben sollte, würde mir jetzt spontan "Stadt als Beute" einfallen. Ich habe mir den Film gestern angeguckt und bin schwer begeistert. Viele werden vielleicht abgeschreckt und denken sich, auweia Theaterverfilmung, komischer Titel...aber "Stadt als Beute" ist nicht die Spur verkopft oder Befindlichkeitskino, sondern die Story geht voran, hier passiert vor allen Dingen etwas, ist witzig-authentisch, provokativ, voller verrückter Charaktere (auch und v.a. die Nebendarsteller) und echt mal ein bisschen was anderes.. Klar, der Film ist keine Seifenoper, aber man muss auch kein Kunststudent sein, um was davon zu haben. Die Musik ist übrigens auch sehr gut ausgesucht, Bilder auch prima gefilmt. Dickes Booklet mit vielen Hintergrundinformationen. Ich würde dem Film am liebsten gleich 6 Sterne geben.


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SommerHundeSöhne - Stipe ErcegSommerHundeSöhne
Stipe Erceg, Fabian Busch, Lilja Löffler

DVD, 24. August 2006
     Verkaufsrang: 23201      Gewöhnlich versandfertig in 7 bis 11 Tagen.

Preis: € 20,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Eurovideo SommerHundeSöhne - Unterwegs nach Marokko, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 24.08.06

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Roadmovie mit Auszeichnung      3 von 5 Punkten
Cyril Tuschi hat für sein Spielfilmdebüt "SommerHundeSöhne" im Jahr 2005
einen Publikumspreis gewonnen - und zwar beim "Festival des deutschen
Films", welches seit eben diesem Jahr in Ludwigshafen veranstaltet wird.

Die Idee:
Muttersöhnchen Frank (Fabian Busch) fällt zufällig dem Draufgänger Marc
(Stipe Erceg) in die Hände, welcher sich mit dem Wohnmobil der ahnungslosen
Eltern des schüchternen und nahezu hilflosen Frank, in der Rolle des
unfreiwilligen Beifahrers, auf den Weg in Richtung Nordafrika macht.

Zu den Hauptdarstellern:
Stipe Erceg, der Name des 1974 geborenen Schauspielers sagt Ihnen auf
Anhieb nichts? Er ist z.B. -aktuell im Kino- in der Rolle des
RAF-Mitgliedes Holger Meins, in "Der Baader Meinhoff Komplex", zu sehen -
vielleicht kennen Sie den Darsteller aber auch in seiner Rolle des "Peter"
in dem Film "Die fetten Jahre sind vorbei"?

Fabian Busch (Jahrgang 1975), die Filmografie des zweiten Hauptdarstellers,
ist ebenfalls sehr umfangreich, er dürfte Ihnen vielleicht in "23 - Nichts
ist so wie es scheint", "Der Untergang", oder diversen TV-Produktionen, wie
z.B. "Tatort", aufgefallen sein...

Lilja Löffler, der Name hat mir absolut nichts gesagt, das Gesicht hingegen
kam mir bekannt vor - und zwar aus der Werbung...


Warum ich zwei Sterne abgezogen habe?
Die Grundidee ist zwar ausgesprochen gut, deren Umsetzung war mir jedoch
spätestens mit Einführung der absolut überflüssigen Figur des "Pauli, der
weltbeste Finder", zu strange geraten - wozu hat man diesen Typen überhaupt
ins Spiel gebracht - die Figuren Frank, Marc und Ilvy, lieferten die
Begleitumstände der ersten Kontakte unter diesen drei Akteuren nicht genug
Potenzial für eine stabile Handlung? Doch, denn Pauli und zudem auch der
"unbekannte Verfolger" der Reisegellschaft hätte man sich locker sparen
können!

Der Versuch, Marc und Frank eine irgendwie doch verbindende Basis zu
schaffen, indem man den einen Vater in Marokko ansiedelt und den anderen
von Beginn an als verstorben in die Handlung einführt, um so beide auf
gewisse Art und Weise als Quasi-Waisen miteinander auf einen Nenner zu
bringen, wirkte auf mich an den Haaren herbeigezogen...

Hier haben letztlich zuviele Köche den Brei zwar nicht verdorben, jedoch
zuviele Ideen zu einem "Roadmovieeintopf" geführt, weniger ist eben doch
manchmal mehr!


Struppiges Roadmovie, das auf weitere Filme des Regisseurs hoffen lässt      3 von 5 Punkten
Der Film wurde in mehreren Rezensionen als struppig bezeichnet und mir leuchtete dieses Wort sofort ein, weshalb ich es hier übernehme. Nein, dieser Film ist eindeutig nicht glattgekämmt. Die Szenen wechseln sehr roh ineinander über, was den Film spröde, widerspenstig macht. Die beiden Protagonisten stolpern zwischen einer leeren, tristen Realität und bizarren Traumsequenzen hin und her, zwischen Großaufnahmen von Gesichtern, die nicht wissen, was sie ausdrücken sollen, und Landschaften, von denen man nicht wirklich beeindruckt sein kann. So ist der gesamte Film kein Roadmovie mit ergreifenden Landschaftsaufnahmen und keine Charakterstudie, die zu einem völlig neuen Leben führen wird, sondern eher ein Kammerspiel von der Beziehungslosigkeit vor dem Hintergrund einer exotischer werdenden Landschaft.
Die Musik ist sehr ausgefallen, von sehr charmanten französischen Chansons über alte UFA-Schlager bis zu Ambient-Techno, aber fast das einzige, was sich eher glatt in den Film einlagert.
Es gibt ein für eine solch kleine Produktion recht umfangreiches Menü, englische Untertitel, ein Making of, das noch struppiger als der Hauptfilm ist, eine umfangreiche Dokumentation entfallener Szenen und einen sehr gelangweilt vorgetragenen Audiokommentar des gesamten Films von Cyril Tuschi und Fabina Busch.
Mir hat der Film bedingt gut gefallen. Nicht sehr gut, nicht gut, aber bedingt gut. Er bedient keine Hollywoodklischees, bleibt klein, anspruchsvoll, mit harten, ironisch gebrochenen Szenen und Momenten, die in ihrer Unbeweglichkeit sehr zart wirken. Manchmal wirken die Dialoge zu hölzern, zu gewollt auf diese Härte zurecht geschnitten. Die Schauspieler beider Protagonisten stolpern manchmal förmlich durch die Szenen und scheinen nur bedingt etwas mit ihren Figuren anfangen zu können. Vor allem Fabian Busch braucht die ersten dreißig Minuten, um seinen Frank den Zuschauern näher zu bringen. So bleibt, trotz wundervoller Zitate aus Pippi Langstrumpf (der Sachensucher, ein abgebrochener Arm einer Schaufensterpuppe), Pulp Fiction und anderen bekannteren Werken, ein schaler Nachgeschmack. Zauberhaft auf der einen Seite, hölzern auf der anderen, zu ehrgeizig darin, eine eigene Filmsprache zu entwickeln, und nicht ausdrucksstark und nicht künstlerisch genug der Regisseur Cyril Tuschi lässt auf wundervolle Filme hoffen, dieser verfehlt sein Ziel dann doch zu weit.


The Edukators - Daniel BrühlThe Edukators
Daniel Brühl, Julia Jentsch, Stipe Erceg, Burghart Klaußner, Peer Martiny

DVD
    

Bei Amazon z.Zt. leider nicht lieferbar!

Mit Die fetten Jahre sind vorbei brachte Regisseur Hans Weingartner die Politik zurück in den deutschen Film. Im Zentrum seiner Geschichte stehen die drei Klein-Revolutionäre Jan, Peter und Jule (Daniel Brühl, Stipe Erceg und Julia Jentsch), die mit lustigen Einbrecher-Streichen in Bonzen-Villen die Hausbesitzer verunsichern wollen. Als der verfrüht heimkehrende Geschäftsmann Hardenberg (Burkhart Klaußner) sie bei einer "Aktion" überrascht, wird er kurzerhand gekidnappt und in eine abgelegene Alpenhütte abtransportiert.
Hier beginnt das eigentliche Herzstück des Films, denn genau genommen ist Die fetten Jahre sind vorbei ein Diskurs-Film: Hier trifft Idealist auf Realist, Jung-Revoluzzer auf Alt-68er, Systemkritik auf Angepasstheit - und über jeder Debatte hängt die Frage: Wer hat jetzt eigentlich "recht"? Eine Frage, die kaum zu beantworten ist, und Weingartner ist (trotz einer nicht zu leugnenden Sympathie für seine jungen Systemfeinde) klug genug, das auch nicht zu versuchen. Intelligent und fair betrachtet er stets beide Seiten der Medaille, lässt jedem guten Argument ein nicht weniger überzeugendes "Ja, aber ..." folgen, und leistet so weit mehr, als "nur" einen politischen Film zu machen. Die fetten Jahre sind vorbei ist gleichermaßen gesellschaftliche Bestandsaufnahme, Verarbeitung der 68er-Vergangenheit, Hinterfragung der Sinnhaftigkeit politischen Widerstands in einer entpolitisierten Zeit - und letztlich doch eine Kampfansage ans Dasitzen und Nichtstun. Mit einem provokativen Ende sorgt Weingartner dafür, dass sein Film für den Zuschauer auch nach dem Abspann weitergeht - in der persönlichen Auseinandersetzung darüber, wie man das Gesehene (und Gehörte) jetzt eigentlich versteht und bewertet. Die fetten Jahre sind vorbei zwingt seine Zuschauer dazu, nicht nur eine Meinung zu beziehen, sondern über diese auch genau nachzudenken. Und das hat im deutschen Film wirklich lange keiner mehr geschafft. - Frank-Michael Helmke


Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 54 Bewertungen)

Ein wirklich guter Film      5 von 5 Punkten
Dieser Film ist einfach super! Ich hab ihn vor 20min im Tv gesehen und werde mir jetzt die Dvd kaufen.

Fazit: Die Schauspieler sind richtig gut, die Story kommt realistisch rüber, der Film zwingt keinem eine Meinung auf!, man möchte ihn umgehend nochmal sehen.

In einer Rezension beschwert sich jemand, dass die zwei Hauptcharaktere in Häuser einbrechen und ungeschoren davon kommen... Sorry, aber dieses Kontra Argument ist Lachhaft und hat nichts mit der Qualität oder Quantität des Films zutun.

Viel Spaß mit dem Film :)


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The Edukators [UK IMPORT] - Daniel BruhlThe Edukators [UK IMPORT]
Daniel Bruhl, Julia Jentsch, Stipe Erceg

DVD, 26. September 2005

Verkaufsrang: 56997
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Preis: € 24,99
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Die fetten Jahre sind vorbei - Edition Cinema - Daniel BrühlDie fetten Jahre sind vorbei - Edition Cinema
Daniel Brühl, Julia Jentsch, Stipe Erceg, Burghart Kluaßner

DVD, 3. April 2009

Verkaufsrang: 109171
Noch nicht veröffentlicht

Preis: € 10,99
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Stadt als Beute (2 DVDs) - Richard KropfStadt als Beute (2 DVDs)
Richard Kropf, Inga Busch, Stipe Erceg

DVD, 4. Januar 2006

Verkaufsrang: 107113

Bei Amazon z.Zt. leider nicht lieferbar!



Nichts als Gespenster - Edition Cinema - Maria SimonNichts als Gespenster - Edition Cinema
Maria Simon, August Diehl, Brigitte Hobmeier, Jessica Schwarz, Janek Rieke

DVD, 3. April 2009

Verkaufsrang: 12583
Noch nicht veröffentlicht

Preis: € 10,99
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