DVDs: Kamatari Fujiwara

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Akira Kurosawa: Yojimbo - Der Leibwächter (DigiPack) - Toshirô MifuneAkira Kurosawa: Yojimbo - Der Leibwächter (DigiPack)
Toshirô Mifune, Eijiro Tono, Kamatari Fujiwara

DVD, 8. Mai 2008
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Preis: € 9,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Einer der großen Klassiker von Akira Kurosawa im schönen Digipack in verbesserter Bildqualität.
Akira Kurosawa - dieser Name bürgt in der internationalen Filmwelt für absolute Qualität. Der 1910 in Tokio geborene japanische Meisterregisseur schuf zwischen 1943 und 1993 unzählige Filme, ein wahrlich großes und vielseitiges Oeuvre: Die berühmtesten unter ihnen, wie "Die sieben Samurai", "Rashomon" oder "Ran" sind heutzutage Meilensteine der Kinogeschichte. In den 1950er und 60er Jahren gehörte Kurosawa neben Regisseuren wie Federico Fellini, Ingmar Bergman, Luchino Visconti oder Luis Buñuel zu den prägendsten Figuren der Filmkunst. Diverse Filmpreise und Oscar-Nominierungen waren der Lohn für den 1998 verstorbenen Ausnahme-Regisseur. Doch die höchste Auszeichnung, den Oscar, durfte Akira Kurosawa nie entgegennehmen. Warum, wissen wohl nur die Jury-Mitglieder, denn auf dem Höhepunkt seines Schaffens legte Kurosawa eine ungewöhnliche visuelle und intellektuelle Lebendigkeit an den Tag, die völlig konkurrenzlos war. Getreu seinem Lebensmotto "Wenn man allem mit offenen Blick begegnet, gibt es nichts, wovor man Angst haben müsste" ging der Filmemacher keinem Problem oder Widerspruch aus dem Weg. Ob seine Filme in mittelalterlichen Wäldern oder in modernen Großstadtschluchten spielen, immer zeigen sie gewaltige, fast übermenschliche Konflikte. Dazu seine legendäre Bildsprache: Mittels seiner dynamischen Schnittechnik oder seinem Faible für die Schaffung düsterer und bedrohlicher Stimmungen durch bestimmte Wetterphänomene wie Regen oder Sturm, unterstrich "Nippons Regiestolz" eindrucksvoll seine Szenerien. Gerade auch im Bereich des Schwertkampf - oder Samurai-Films setzte Kurosawa neue Maßstäbe: Seine Kampfszenen bestechen durch ihren Realismus. So reicht einem erfahrenen Kämpfer oft schon ein einziger, guter Hieb, um seinen Gegner zu töten, während ungeübte Bauern mit dem Schwert eher orientierungslos herumfuchteln. Auf die bis dato üblichen, ballettähnlichen Choreografien verzichtet der Regisseur gänzlich.
"Yojimbo - Der Leibwächter" aus dem Jahre 1961 zählt unbestritten zu Akira Kurosawas wichtigsten und einflussreichsten Filmen. Einerseits wegen seiner Bedeutung für das Genre des Schwertkampf - und Samuraifilms: Erstmals gab es die für spätere Martial-Arts-Filme typischen Gemetzel zu sehen. Andererseits war "Yojimbo" der Wegbereiter für die Entstehung des so genannten Italo-Westerns: So ist der legendäre Streifen "Für eine Handvoll Dollar" von Sergio Leone ein Remake von Kurosawas Klassiker. Die Hauptrolle des umherziehenden Samurai Sanjuro bekleidet wie so häufig in den Filmen des japanischen Meisterregisseurs der japanische Superstar Toshiro Mifune, der es auch außerhalb Japans zu beträchtlichem Ruhm gebracht hat. Sanjuro kommt bei seiner Wanderschaft also in ein Dorf, in dem sich zwei rivalisierende Banden bekämpfen. Nachdem er die Situation beobachtet und analysiert hat, entwickelt er einen Plan, um das Dorf von den Gangstern zu befreien. So beginnt er die beiden Bosse, den Bordellbesitzer Seibei (Seizaburo Kawazu) und den Gastwirt Ushitora (Kyu Sazanka) gegeneinander auszuspielen. Abwechselnd dient er sich daher beiden als Leibwächter an. Nur der böse Unosuke (Tatsuya Nakadai), der Bruder Ushitoras durchschaut den ehrbaren Samurai und durchkreuzt dessen Pläne: Als einziger im Besitz eines Revolvers gelingt es ihm zunächst, Sanjuro zu überwältigen und die Sippe von Seibei zu bezwingen. Doch der Samurai ist so einfach nicht auszuschalten. Er kann sich befreien und greift nun erst richtig in das Geschehen ein. Der klassische Konflikt Gut gegen Böse läuft auf seinen unvermeidlichen Höhepunkt zu: Am Ende stehen sich der Samurai und der Ganovenboss in einem Schwertduell epischen Ausmaßes gegenüber. Kann der tapfere und ehrbare Held auch jetzt die Oberhand behalten?
Unglaubliche Kampfszenen gepaart mit bahnbrechendem Stil. Mit der Figur des Samurai Sanjuro schafft der einzigartige Regie-Könner Akira Kurosawa eine neue Art von Helden: Nicht nur die guten, auch die dunklen Seiten des Charakters gibt es hier ungeschönt zu sehen. Ein Vorbild für viele Star-Regisseure wie Sergio Leone oder Walter Hill. Ein echter Klassiker des Kinos !
Die DVD von NewKSM präsentiert den Film in Deutsch sowie in der japanischen Originalversion mit deutschen Untertiteln.


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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Tolle Qualität      5 von 5 Punkten
Der Kauf hat sich für mich echt gelohnt. Hier bekommt man was fürs Geld. Ich habe mir das DigiPack zusammen mit Snjuro-Pack geholt und bin sehr zufrieden. Akira Kurosawa steht für beste Unterhaltung in diesem Genre. Viele seiner Filme wurden mehrfach ausgezeichnet.
Diese Veröffentlichung kommt in schicker Verpackung daher. Auch der Inhalt zeugt von Qualität: Die Bildqualität ist super und die Untertitel sind um einiges besser als bei älteren Versionen.


Akira Kurosawa- Yojimbo - Der Leibwächter - Toshirô MifuneAkira Kurosawa- Yojimbo - Der Leibwächter
Toshirô Mifune, Eijiro Tono, Kamatari Fujiwara

DVD, 17. Oktober 2005
     Verkaufsrang: 23055     

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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Zeitlos      5 von 5 Punkten
Kaum ein Regisseur außer Akira Kurosawa beeindruckt mich mehr, denn jeder seiner Filme steht dem Meisterwerk nahe oder ist definitiv eines.
"Yojimbo" gehört zweifelsohne in die Kategorie Meisterwerk. Denn hiermit hat Kurosawa (wieder mal) einen zeitlosen Film geschaffen der noch Generationen beeindrucken wird.
Kurosawas Stammschauspieler Toshiro Mifune überzeugt auch in "Yojimbo" in der Rolle des Sanjuro und beweist das er jede Rolle einfach wunderbar spielt.

Die DVD von Pegasus Entertainment / KSM überzeugt ebenfalls. Das Bild ist für das Alter des Filmes sehr gut und im Original Format. Der Ton, welcher ebenfalls gute Qualität hat, liegt in Deutsch und Japanisch vor. Bei letzterer Tonspur lassen sich optional deutsche Untertitel einblenden, welche auf der dt. Synchronisation beruhen.
Extras befinden sich leider keine auf der DVD. Doch wer darauf kein Wert legt kann bedenkenlos zugreifen.

Eine Parabel auf Gewalt und Gegengewalt      5 von 5 Punkten
Ein Mann kommt in ein Dorf. Die Hauptstraße ist leer. Die Dorfbewohner blicken angstvoll aus ihren Häusern. Und die Hauptstraße läuft ein Hund entlang, der eine abgetrennte menschliche Hand in der Schnauze hat...
Yojimbo ist ein weiteres Meisterwerk des einzigartigen japanischen Regisseurs Akira Kurosawa. Entstanden nach Motiven des Buchs "Red Harvest" des amerikanischen "hard-boiled" Schriftstellers Dashiell Hammet (bekannt für die Vorlage zu "The Maltese Falcon") drehte Kurosawa den Samurai-Film schlechthin. Die Geschichte ist einfach: der Ronin "Sanjuro" (Sanjuro bedeutet einfach "zirka Dreißig Jahre alt". Es handelt sich also um das -in späteren Western benutzte Motiv des "Manns ohne Namen") kommt in ein Dorf, in dem sich zwei Händlerfamilien bekriegen. Um selbst davon zu profitieren, spielt er die Familien gegeneinander aus. Der Film ist dabei kein reiner Aktionfilm. Dialog dominiert, nicht die Kampfszenen. Die Kampfszenen sind in japanischer Schlichtheit choreographiert: Schwertziehen-ein Schnitt- Tod. Die Gewaltdarstellung ist nicht sehr detailiert: es fließt kein Blut, nur in einer Szene fällt ein abgetrennter Arm zu Boden. Nach "Herr der Ringe" Standards ist das gut zu ertragen. Sanjuro wird gespielt von Toshiro Mifune. Selten hat es ein Schauspieler zu so einer Leinwandpräsenz gebracht. Seine Darstellung ist schiere Energie. Westliches Publikum wird ihn am ehesten aus der Fernsehserie "Shogun" kennen. Übrigens, dies war der Film, der Western-Altmeister Sergio Leone zu "Für eine Handvoll Dollar" inspiriert hat. Defacto wurde der Film fast eins zu eins abgekupfert, nur halt vor einer anderen Kulisse. Auch sonst hat dieser Film großen Einfluss auf die Italo-Western gehabt. Seine Tiefe konnte jedoch selten erreicht werden. Fazit: wer den Film kennt, wird ihn auf DVD haben wollen. Wer ihn nicht kennt, sich aber für die Dollar-Trilogie begeistert, sollte ihn gesehen haben.
PS:Ein ähnlicher Film ist Kurosawas "Sanjuro". Ob er ein direktes Sequel ist, wird heiß diskutiert. Auf jeden Fall spielt Toshiro Mifune einen sehr ähnlichen Charakter, der eben auch als Alias den Namen "Sanjuro" verwendet.

Absolut stark      5 von 5 Punkten
Ich weiss nicht, wer wem abgeschaut hat, die grossen Western Regisseure oder Kurosaw?
Wie dem auch sei, der Film ist athmosphärisch überzeugend. Auch die Schwert Führung des Hauptdarstellers stimmt und ist in der Japanischen Tradition. Ich habe mir die Kampfszenen mehrere male genau angesehen - keine Schnörkel - direkte Schnitte durch den Gegner, so wie es in Wirklichkeit war.
Das Einzige was mir nicht ganz klar war, ist der Hintergrund der entführten Frau, möglicherweise ist dies auch eine gekürzte Fassung?


Yojimbo - Der Leibwächter - Toshirô MifuneYojimbo - Der Leibwächter
Toshirô Mifune, Eijiro Tono, Kamatari Fujiwara

DVD, 17. Oktober 2005
     Verkaufsrang: 35293     

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Akira Kurosawa - dieser Name bürgt in der internationalen Filmwelt für absolute Qualität. Der 1910 in Tokio geborene japanische Meisterregisseur schuf zwischen 1943 und 1993 unzählige Filme, ein wahrlich großes und vielseitiges Oeuvre: Die berühmtesten unter ihnen, wie Die sieben Samurai, Rashomon oder Ran sind heutzutage Meilensteine der Kinogeschichte. In den 1950er und 60er Jahren gehörte Kurosawa neben Regisseuren wie Federico Fellini, Ingmar Bergman, Luchino Visconti oder Luis Buñuel zu den prägendsten Figuren der Filmkunst. Diverse Filmpreise und Oscar-Nominierungen waren der Lohn für den 1998 verstorbenen Ausnahme-Regisseur.
Doch die höchste Auszeichnung, den Oscar, durfte Akira Kurosawa nie entgegennehmen. Warum, wissen wohl nur die Jury-Mitglieder, denn auf dem Höhepunkt seines Schaffens legte Kurosawa eine ungewöhnliche visuelle und intellektuelle Lebendigkeit an den Tag, die völlig konkurrenzlos war. Getreu seinem Lebensmotto "Wenn man allem mit offenen Blick begegnet, gibt es nichts, wovor man Angst haben müsste" ging der Filmemacher keinem Problem oder Widerspruch aus dem Weg. Ob seine Filme in mittelalterlichen Wäldern oder in modernen Großstadtschluchten spielen, immer zeigen sie gewaltige, fast übermenschliche Konflikte. Dazu seine legendäre Bildsprache: Mittels seiner dynamischen Schnittechnik oder seinem Faible für die Schaffung düsterer und bedrohlicher Stimmungen durch bestimmte Wetterphänomene wie Regen oder Sturm, unterstrich "Nippons Regiestolz" eindrucksvoll seine Szenerien. Gerade auch im Bereich des Schwertkampf - oder Samurai-Films setzte Kurosawa neue Maßstäbe: Seine Kampfszenen bestechen durch ihren Realismus. So reicht einem erfahrenen Kämpfer oft schon ein einziger, guter Hieb, um seinen Gegner zu töten, während ungeübte Bauern mit dem Schwert eher orientierungslos herumfuchteln. Auf die bis dato üblichen, ballettähnlichen Choreografien verzichtet der Regisseur gänzlich.
Yojimbo - Der Leibwächter aus dem Jahre 1961 zählt unbestritten zu Akira Kurosawas wichtigsten und einflussreichsten Filmen. Einerseits wegen seiner Bedeutung für das Genre des Schwertkampf - und Samuraifilms: Erstmals gab es die für spätere Martial-Arts-Filme typischen Gemetzel zu sehen. Andererseits war Yojimbo der Wegbereiter für die Entstehung des so genannten Italo-Westerns: So ist der legendäre Streifen Für eine Handvoll Dollar von Sergio Leone ein Remake von Kurosawas Klassiker. Die Hauptrolle des umherziehenden Samurai Sanjuro bekleidet wie so häufig in den Filmen des japanischen Meisterregisseurs der japanische Superstar Toshiro Mifune, der es auch außerhalb Japans zu beträchtlichem Ruhm gebracht hat. Sanjuro kommt bei seiner Wanderschaft also in ein Dorf, in dem sich zwei rivalisierende Banden bekämpfen.
Nachdem er die Situation beobachtet und analysiert hat, entwickelt er einen Plan, um das Dorf von den Gangstern zu befreien. So beginnt er die beiden Bosse, den Bordellbesitzer Seibei (Seizaburo Kawazu) und den Gastwirt Ushitora (Kyu Sazanka) gegeneinander auszuspielen. Abwechselnd dient er sich daher beiden als Leibwächter an. Nur der böse Unosuke (Tatsuya Nakadai), der Bruder Ushitoras durchschaut den ehrbaren Samurai und durchkreuzt dessen Pläne: Als einziger im Besitz eines Revolvers gelingt es ihm zunächst, Sanjuro zu überwältigen und die Sippe von Seibei zu bezwingen. Doch der Samurai ist so einfach nicht auszuschalten. Er kann sich befreien und greift nun erst richtig in das Geschehen ein. Der klassische Konflikt Gut gegen Böse läuft auf seinen unvermeidlichen Höhepunkt zu: Am Ende stehen sich der Samurai und der Ganovenboss in einem Schwertduell epischen Ausmaßes gegenüber. Kann der tapfere und ehrbare Held auch jetzt die Oberhand behalten?
Unglaubliche Kampfszenen gepaart mit bahnbrechendem Stil. Mit der Figur des Samurai Sanjuro schafft der einzigartige Regie-Könner Akira Kurosawa eine neue Art von Helden: Nicht nur die guten, auch die dunklen Seiten des Charakters gibt es hier ungeschönt zu sehen. Ein Vorbild für viele Star-Regisseure wie Sergio Leone oder Walter Hill. Ein echter Klassiker des Kinos!


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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

MEHR ALS EIN SAMURAIFILM      5 von 5 Punkten
Ein Ronin ist ein Samurai, der keinen Herrn hat. Ein Ronin ist somit in aller Regel in finanzieller Not und nimmt jeden Job, der natürlich im Rahmen seiner Befähigung als Meister des Schwerts liegt. Je größer die Not, umso niedriger liegt die Messlatte des Annehmbaren ohne Gesichtsverlust.
Der Level dieses herrenlosen Kriegers liegt tief, weil ohne jede finanzielle Mittel, und es ist ihm gleichgültig wohin er geht. Auf seiner Wanderung an einer Weggabelung angekommen wirft er einen Stock in die Luft, um es dem Zufall zu überlassen, welche Wegrichtung er nimmt. Dieses einfache Orakel, das einem Münzwurf gleichkommt, führt ihn in einen kleinen unbedeutenden Ort, der sich von anderen beliebigen Gemeinden auf seiner Wanderung nur dadurch unterscheidet, dass ihm ein Hund entgegen kommt, der eine abgeschlagene menschliche Hand zwischen den Zähnen trägt. Und das ist zunächst der einzige Hinweis, dass dieses Dorf überhaupt Leben enthält.
Das ist Kuwabatake Sanjuro gleich; so nennt er sich, und es ist nicht sein richtiger Name, den er vermutlich aus Scham hinsichtlich seiner Situation verschweigt. Er ist von Neugierde gepackt, und kaum im Ort wird er von einem wieselflinken Einheimischen angesprochen, der ihn darauf hinweist, dass es zwei rivalisierende Banden im Dorf gibt, die sicherlich die Dienste eines Ronin benötigen.
Nun zählt unser Held nicht zu der Sorte der umherstreifenden Samurais, die sich zu Räuberbanden zusammenschließen und plündernd durch die Lande ziehen. Er ist von der Art jener bereits dem Untergang geweihten Sorte, die sich der Gerechtigkeit verschrieben haben; einem Wert, der als letzter aus der vergangenen feudalen und streng hierarchischen Lebenswelt übrig geblieben ist (ähnlich wie in Kurosawas DIE SIEBEN SAMURAI, in denen Ronins Bauern zu Hilfe eilen).
Ein Kneipier, desillusioniert von den Zuständen am Ort, der den Helden noch an Schweigsamkeit übertrifft, gibt ihm Lager und Verpflegung auf Kredit, in der Hoffnung, dass dieser Kämpfer sich einer der Parteien anschließt, um den ständig währenden Kampf um die Macht im Dorf so oder so zu entscheiden, sodass er ihn dann bezahlen kann.
Toshiro Mifune lebt diesen Ronin - er muss ihn nicht spielen. Der Zuschauer versteht schnell, was der Ronin beabsichtigt, nämlich von beiden zu kassieren und die Bösewichter, vertreten durch die Oberhäupter der beiden Familien Ushitora und Seibei, gegeneinander auszuspielen, die meinen, alleine obsiegen zu können mit Hilfe von angeheuerten Gaunern und Mördern.
Wie der gewitzte Samurai dabei vorgeht ist unterhaltend und spannend gezeigt am Beispiel dieser Menschen zum Zeitpunkt des Übergangs vom Feudalismus zur Neuzeit. Der Verfall der Werte der japanischen Gesellschaft wird schonungslos angeprangert. Korruption, Intrigen und Verrat (beispielhaft der angeheuerte Samurai unterster Qualität Homma, der flüchtet, als es ernst wird) beherrschen die Szene. Der ehrenhafte Ronin hingegen, verhaftet in althergebrachten Ehrbegriffen, sieht bald nur noch eine Möglichkeit den Krieg zu beenden, nämlich durch den Tod all dieser Machtbesessenen, die sich in ihrer kriminellen Energie wechselseitig in nichts nachstehen.

Ein grandioser Film trotz der einfachen Struktur der Handlung, die vielleicht zusammengefasst werden kann in den Worten des zenbuddhistischen Meisters Yasutani: WER EIN MENSCH VON WAHREM WERT UND NICHT NUR EIN PHANTOM SEIN WILL, MUSS AUFRECHT DAHINSCHREITEN, ALLEINE UND VON ALLEM UNABHÄNGIG.
Genau so ist dieser erstklassige Streifen angelegt und so handelt dieser Ronin, egal was ihm auf diesem Weg widerfährt.

Ich vermute, dass dieser Film mit seiner Härte und den moralisch sicherlich zwiespältigen Gestalten, zur Vorlage für die späteren Italo-Western wurde und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch für den Plot zu LAST MAN STANDING als Grundlage diente.
Ein hervorragender Samurai-Film, der hart, ehrlich, faszinierend bis zur letzten Sekunde überzeugt. Eine Empfehlung selbst für diejenigen, die nichts mit Schwertergefuchtel am Hut haben. HMcM


The Hidden Fortress [UK IMPORT] - Toshiro MifuneThe Hidden Fortress [UK IMPORT]
Toshiro Mifune, Minoru Chiaki, Misa Uehara, Kamatari Fujiwara

DVD, 25. März 2002
     Verkaufsrang: 60876      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 30,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

nicht der beste von Kurosawa      3 von 5 Punkten
Die Geschichte ist schnell erzählt:
Auf der Flucht vor dem Kriegsgegner muß sich die Prinzessin mit General Ching verstecken und in ein anderes Land fliehen. Nebenbei geht es noch um die Habgier der Menschen, verkörpert durch die beiden Nebendarsteller.
Während in "Throne of Blood" eine ständige Spannung herrscht, die mit wenig Mitteln erzeugt wird, erscheint "Hidden Fortress" ziemlich aufwändig und wenig überraschend.
Auch ist die Charakterzeichnung nicht so fein und tiefgründig. Toshiro Mifune bleibt die für seine Verhältnisse relativ ausdruckslose Rolle des Helden. Aber eine herausragende schauspielerische Leistung ist bei keinem der Protagonisten zu erkennen.
Fazit: Nur für Kurosawa-Fans. Garantiert nichts für Popcorn-Cineasten !

Wunderbar      5 von 5 Punkten
Hervorragender Film. Einer der besten Kurosawas. Humor und Spannung, Tragik und Poesie halten sich gekonnt die Waage. Die Darsteller (der beiden Trottel), sowie Toshiro Mifune und Misa Uehara sind erstklassig.

sw-klassiker aus japan      5 von 5 Punkten
in einer gut sortierten filmesammlung darf dieser film nicht fehlen. gemeinsam mit den sieben samurai und ran die japanische avant garde der film-kunst. kurosawa-fans werden beipflichten.
der film ist spannend, unterhaltsam und bietet einen verblüffenden plot.
nichts für blockbuster-konsumenten

Nicht nur die Festung ist versteckt...      3 von 5 Punkten
...sondern auch der Sinn des ganzen bleibt geheim. Die Geschichte ist rasch erzählt: die Prinzessin eines unterworfenen Fürstentums flieht mit der Hilfe einiger Getreuer in einen neutralen Nachbarstaat. Wie zu erwarten gibt es da einige Kämpfe zu bestaunen, die aber aus heutiger Sicht unglaublich harmlos und gestellt erscheinen (man vergleiche damit mal "Musa, der Krieger" mit sehr ähnlicher Geschichte aus dem Jahr 2001). Der an das elisabethanische Drama angelehnte Versuch, bürgerlich- komische Charaktere einzuführen scheitert völlig. Der Kurosawa- Fan aber wird diesen Film nicht missen wollen, ist er doch des Meisters erster Schritt auf den wide screen. Etwas für Fans, für Neugierige sind eher Ran, Sieben Samurai oder Yojimbo zu empfehlen.


The Sun's Burial [UK IMPORT] - Masahiko TsugawaThe Sun's Burial [UK IMPORT]
Masahiko Tsugawa, Fumio Watanabe, Kamatari Fujiwara, Yusuke Kawazu

DVD, 26. Mai 2008

Verkaufsrang: 93541
Gewöhnlich versandfertig in 1 bis 3 Wochen.

Preis: € 29,99
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