DVDs: Mathias Freihof

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Zurück auf los! - Pierre Sanoussi-BlissZurück auf los!
Pierre Sanoussi-Bliss, Mathias Freihof, Dieter Bach

DVD, 24. Oktober 2001
     Verkaufsrang: 18482      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,99 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 12 Bewertungen)

warmherzig und liebevoll      5 von 5 Punkten
Ich habe selten einen Film gesehen, in dem so warmherzig und bei aller bitteren Thematik lebensbejahend die Gefühle der Hauptpersonen transparent werden und durch die Handlung geführt werden!

Ursprünglich hatte ich als schwuler Mann den Film wegen seiner schwulen Thematik gekauft. Dass mich ein so brillant gespielter, fast möchte man sagen "Tragikkomischer Feel-Good-Film" erwartete, hat mich sehr positiv überrascht. Obwohl wirklich (fast) nichts an schwuler Problematik ausgelassen wurde (... es kommt ja wirklich dicke) rutscht der Film nie in Tränendrüsen-Kitsch oder existenzialistische Aussichtslosigkeit ab. Alle Schauspieler überzeugen mit leisen Tönen; hier und da wird das Klischee bedient (aber was soll's - ich nehme doch auch eine Gesichtsmaske, wenn mir danach ist ...) und balanciert durch die dosiert eingestreute Komik das zuweilen schwere Thema aus.

Achja - auch mir gefällt die Musik gut - es ist das erste Mal, dass ich auf ostdeutsche Schlager aufmerksam geworden bin. Gar nicht schlecht; nette Texte und der vorzügliche Darsteller Pierre Samoussi-Bliss überzeugt auch stimmlich.

Übrig bleibt eine melancholische Leichtigkeit.
Fazit: "Auf Los geht's los" ist bereits einer meiner Lieblingsfilme geworden.

Das ist Leben...      5 von 5 Punkten
...So wie es einem selber jeden Tag passieren kann!
Da kommt die grosse LIEBE, aber auch TRÄNEN, WUT und TOD!

Aber nicht kitschig gemacht, die Schauspieler überzeugen und die Handlung ist mitfühlend!

Daher ganze 5 Sterne und wirklich für jeden Schwulen oder Hetero überaus zu empfehlen!

Wirklich!

Grosses Deutsches Kino, vom feinsten!

Sollte jeder gesehen haben!

Überraschend!      5 von 5 Punkten
Der Film hat mich wirklich beeindruckt und ich hoffe mehr von Pierre Sanoussi-Bliss zu sehen. Auch vor der Kamera überzeugt er auf ganzer Linie und es gelingt ihm, auch tiefe Emotionen sichtbar werden zu lassen und die Zuschauenden in Sams Leben „zu ziehen".
Ein wenig erinnert „Zurück auf Los" an eine Kurzgeschichte: Ohne große Einleitung beginnt der Film mitten in der Handlung: Man begleitet Sam, einen gutaussehenden schwulen Sänger Ende 30, erlebt, wie er von seiner HIV Diagnose erfährt und sich in den hübschen Rainer verliebt, der ihn jedoch bei der erst besten Gelegenheit betrügt. Man erlebt Sams täglichen Kampf ums Überleben, denn noch hat sich kein Interessent gefunden, der ihn mit seinen wieder aufgenommenen DDR Schlagern groß herausbringen will. Also finanziert er die Studioarbeit und CD-Produktion komplett selbst. Es sieht weder gesundheitlich noch finanziell oder gar in Liebesdingen sonderlich gut für ihn aus. Sein bester Freund Bastl ein Travestiekünstler, kommt schließlich auf die Idee, zusammen zu ziehen. Kurz darauf verliebt sich Bastl in den Clown Mike, einen erfolglosen englischen Maler, der dann zum Dritten im Bunde wird.
Ein Autounfall bringt Sam und Rainer wieder zusammen. Zu viert gestalten sie den Alltag. Doch dann verliebt sich Bastl in jemand anderen...
Es werden zwar vielen Themen angeschnitten und eingebracht, z.B. HIV, Liebe, Treue, Behinderung, Arbeitslosigkeit und Alkoholismus, dennoch wirkt der Film nicht bedrückend, sondern überraschend leicht und trotzdem glaubwürdig und realistisch. Egal, was passiert, das Leben läuft trotzdem weiter, und Humor hilft ihnen oft, auch schwierige Lebenssituationen zu meistern.
Genauso unvermittelt, wie der Film einsetzt, endet er auch. Ich hätte die Jungs gern noch weiter begleitet.
Fazit: Ein wirklich beeindruckender deutscher Film, der das Ansehen lohnt! Überzeugende, gutaussehende Schauspieler, die ihr Handwerk verstehen, glaubwürdige Liebesbeziehungen und Einblicke in schwules Leben und nicht zu vergessen: ein Happy-End für Sam und Rainer machen den Film sehenswert. Hervorheben möchte ich auch noch die sehr gelungenen Liebesszenen, die man sich wirklich nicht entgehen lassen sollte. Danke für diesen Film!

monopoli      5 von 5 Punkten
Herrlich, einfach nur gut! Schon der Titel passt sehr zum Film, ich kann mich nur anschliessen bei der Gratulation für das Teams. Der Film hat trotz aller Widrigkeiten möglicher Probleme einer Grossstadt-Schwulen-WG einen Optimismus, der ansteckend und inspirierend wirkt, damit einmal anders umzugehen, als sich zu verkriechen und Trübsal zu blasen.
Trotz aller Probleme, die die einzelnen Figuren mitbringen oder entwickeln, (gut, ist sehr geballt und von jedem etwas... hätte etwas weniger sein können!)werde sie einfach so aktzeptiert, da ist niemand, der manipuliert oder versucht zu ändern, jeder kann so sein, wie er ist. Da wird ein Bild von Freundschaft gezeichnet, was mir sehr gefällt. Ist es nicht das, was Freundschaft ausmacht? Für mich sehr erstrebendswert!
Der schon in dem Doris Dörrie Film: "Keiner liebt mich!" (Sie spielt sogar höchstselbst eine kleine Rolle mit!!) aufgefallene Sanoussi-Bliss ist einfach grossartig, sein selbstverständliches Auftreten in Männerrock und wallendem Bademantel hat etwas Erhabenes, ohne aufgesetzt zu wirken! Ja... es gibt auch im wahren Leben Männer, die so sind... na und! Darf man sie nicht auch zeigen? Stereotyp hin oder her, Klischees sind nur überzeichnete Wirklichkeitsaspekte, Film ist immer auch Überzeichnung... so what? Muss alles so normal und grau sein, nur weil manche Leute es lieber sähen?
Für mich ist es ein Film für Schwule, der der Unterhaltung dient und Mut macht, so zu sein, wie man ist, ohne die Spur einer Moral, die ins Nichts führt und eher Schranke als Hilfe ist.

Überladen      2 von 5 Punkten
Alles gut und schön. Sicherlich kann man die z. T. in den anderen Rezensionen angesprochenen tiefgründigen Aspekte in diesem Film entdecken oder diese in den Film hineininterpretieren, wenn diese nicht von der leider oft unerträglichen Stereotypisierung schwulen Lebens zugekleistert werden würden.
Warum muss Sanoussi-Bliss als Sam aussehen wie eine Mischung aus Peter Lustig und Georg Uecker und in einem lilafarbenen Morgenrock durch die Szenerie tucken? Warum müssen alle Probleme dieser (schwulen) Welt in diesem einen Film behandelt werden? Arbeitslosigkeit, HIV, Alkoholismus, Rassismus und zu allem Überfluss ein Autounfall, der in seiner Inszenierung an frühe Folgen von Raumschiff Enterprise (schüttel, schüttel, blitz, blitz) erinnert und (und das war dann endgültig zuviel) die Erblindung des von Bach gespielten Rainer zur Folge hat.
Für meinen Geschmack ist das alles eine Spur zu plump und bestenfalls Ironie mit dem Holzhammer.
Es gibt auch leise Szenen in diesem Film. Szenen, in denen man den Ansatz erkennen kann, die viel zu oberflächlich angerissenen Probleme mit etwas mehr Tiefgang zu behandeln. Es bleibt aber leider bei diesen Ansätzen, als Gesamteindruck bleibt ein fader Nachgeschmach eines schwulen Films in einer Machart, von der es schon viele gibt: Sinnsuche zwischen Migränemaske, Gesichtsmaske und bester Freundin in unsaniertem Altbau im unvermeidlichen Prenzlauer Berg. Könnte es zur Abwechslung nicht wenigstens mal Schöneberg sein?


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Coming Out (NTSC) - Mathias FreihofComing Out (NTSC)
Mathias Freihof, Dagmar Manzel, Dirk Kummer

DVD, 31. Juli 2001
     Verkaufsrang: 8476      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Philipp und Tanja arbeiten als Lehrer an derselben Schule. Beide üben ihre Arbeit mit großer Freude aus und versuchen, nicht nur stur einen Lehrplan durchzusetzen, sondern das Vertrauen ihrer Schüler zu gewinnen, um mit ihnen über die sie bedrängenden Probleme zu sprechen. Diese identische Auffassung vom Beruf führt Tanja und Philipp zusammen, und vor allem Tanja ist es, die in dem Freund die Liebe ihres Lebens sieht. Philipp fühlt sich durchaus zu ihr hingezogen, aber als er durch einen Jugendfreund an eine frühere erotische Bindung erinnert wird, begreift er seine Homosexualität, die er nur über Jahre verdrängt hatte. Philipp lernt Matthias kennen, verliebt sich leidenschaftlich in ihn, und ihre Beziehung, die von der Seite des Jungen voll Vertrauen ist, hätte die Chance der Dauer. Aber Philipp ist feige. Er wagt weder Tanja, die ein Kind von ihm erwartet, die Wahrheit zu sagen, noch sich endgültig zu seiner Liebe und seiner Veranlagung zu bekennen. So verliert er Tanja und Matthias. Erst in einem langen schmerzhaften Prozeß lernt er schließlich, sich selbst anzunehmen.

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Ein toller Film und jeden Cent wert !      5 von 5 Punkten
Dieser Film ist eine Meisterleistung und absolut sehenswert.Er übertreibt nicht und schwindelt nichts dazu.Ein recht harter Weg,sein "Ich" zu finden.
Wie auch bei vielen anderen Filmen wäre ein klitze-kleines Happyend wirklich schön gewesen !

Ganz besonders gefällt mir als Orginal "Ossimädel" das es einer der letzten Orginal DDR Klassiker ist,mit richtig viel Osten.So liebe ich das.


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Coming Out - Mathias FreihofComing Out
Mathias Freihof, Dagmar Manzel, Dirk Kummer

Videokassette, 26. Mai 1998
     Verkaufsrang: 300     

Bei Amazon direkt z.Zt. nicht lieferbar,   Bei anderem Anbieter bestellen



Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Wundervoll feinfühliger Film      5 von 5 Punkten
Ich finde diesen Film wunderbar gemacht. Die Gefühle von Philipp sind sehr feinfühlig dargestellt, wie ich finde, seine Probleme und sein Ringen um seine Identität in einer nicht freundlich gesinnten Umwelt. Manche haben so etwas selbst erfahren und finden sich in dieser Person auch wieder.
Witzig ist allerdings, dass ein deutscher Film hier als UK-Import ankommen muss...

One Of A Kind      5 von 5 Punkten
Director Heiner Carow has crafted a long lost view of gay East Berlin before the fall of the wall. Despite the drab architecture and lack of color, Carow gives the viewer a virtual tour of East Berlin interlocked with the first and last gay themed film from that city. Matthias Freihof plays Philipp a closeted high School teacher who discovers hes gay while dating a woman. The plot is all too familiar and contains every cliché one might think of in this type of tale. However, the simple place of the setting makes this one of the truly unique and individual gay themed films of the last century. Always matter of fact and straight to the point, Carow never fills a scene with unnecessary banter. Instead we have minimalist dialogue with characters that are truly human. The bar scenes are the true East Berlin cabaret and there is a variety of characters that interact to bring life to each scene. There are plenty of sexual scenes, but all are erotic in nature instead of pornographic. Towards the end, there is a pivotal scene with a remarkable older man who lectures Philipp while snorting a tray of brandy. This actor is amazing and completes the circle of the story with a mature perspective. Director Carow has a gem here and its worth the watch.

herzig      5 von 5 Punkten
ein herzig warmer film um eine versteckte liebe in der alten ddr
sehr gut rübergebracht und genial besetzt
einheißer tip für alle die gerne schwule filme mögen

ein Topfilm!      5 von 5 Punkten
Ich habe diesen Film vor 11 oder 12 Jahren im Kino gesehen und fand ihn schon damals wahnsinnig gut, obwohl ich keine Betroffene bin. K e i n Film danach, der dieses Thema behandelt, hat mich je wieder so berührt und aufgewühlt wie dieser. Mathias Freihof war einfach eine geniale Besetzung!


Zurück auf los! - Pierre Sanoussi-BlissZurück auf los!
Pierre Sanoussi-Bliss, Mathias Freihof, Dieter Bach

Videokassette, 24. Oktober 2001
     Verkaufsrang: 16481     

Bei Amazon direkt z.Zt. nicht lieferbar,   Bei anderem Anbieter bestellen



Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 12 Bewertungen)

warmherzig und liebevoll      5 von 5 Punkten
Ich habe selten einen Film gesehen, in dem so warmherzig und bei aller bitteren Thematik lebensbejahend die Gefühle der Hauptpersonen transparent werden und durch die Handlung geführt werden!

Ursprünglich hatte ich als schwuler Mann den Film wegen seiner schwulen Thematik gekauft. Dass mich ein so brillant gespielter, fast möchte man sagen "Tragikkomischer Feel-Good-Film" erwartete, hat mich sehr positiv überrascht. Obwohl wirklich (fast) nichts an schwuler Problematik ausgelassen wurde (... es kommt ja wirklich dicke) rutscht der Film nie in Tränendrüsen-Kitsch oder existenzialistische Aussichtslosigkeit ab. Alle Schauspieler überzeugen mit leisen Tönen; hier und da wird das Klischee bedient (aber was soll's - ich nehme doch auch eine Gesichtsmaske, wenn mir danach ist ...) und balanciert durch die dosiert eingestreute Komik das zuweilen schwere Thema aus.

Achja - auch mir gefällt die Musik gut - es ist das erste Mal, dass ich auf ostdeutsche Schlager aufmerksam geworden bin. Gar nicht schlecht; nette Texte und der vorzügliche Darsteller Pierre Samoussi-Bliss überzeugt auch stimmlich.

Übrig bleibt eine melancholische Leichtigkeit.
Fazit: "Auf Los geht's los" ist bereits einer meiner Lieblingsfilme geworden.

Das ist Leben...      5 von 5 Punkten
...So wie es einem selber jeden Tag passieren kann!
Da kommt die grosse LIEBE, aber auch TRÄNEN, WUT und TOD!

Aber nicht kitschig gemacht, die Schauspieler überzeugen und die Handlung ist mitfühlend!

Daher ganze 5 Sterne und wirklich für jeden Schwulen oder Hetero überaus zu empfehlen!

Wirklich!

Grosses Deutsches Kino, vom feinsten!

Sollte jeder gesehen haben!

Überraschend!      5 von 5 Punkten
Der Film hat mich wirklich beeindruckt und ich hoffe mehr von Pierre Sanoussi-Bliss zu sehen. Auch vor der Kamera überzeugt er auf ganzer Linie und es gelingt ihm, auch tiefe Emotionen sichtbar werden zu lassen und die Zuschauenden in Sams Leben „zu ziehen".
Ein wenig erinnert „Zurück auf Los" an eine Kurzgeschichte: Ohne große Einleitung beginnt der Film mitten in der Handlung: Man begleitet Sam, einen gutaussehenden schwulen Sänger Ende 30, erlebt, wie er von seiner HIV Diagnose erfährt und sich in den hübschen Rainer verliebt, der ihn jedoch bei der erst besten Gelegenheit betrügt. Man erlebt Sams täglichen Kampf ums Überleben, denn noch hat sich kein Interessent gefunden, der ihn mit seinen wieder aufgenommenen DDR Schlagern groß herausbringen will. Also finanziert er die Studioarbeit und CD-Produktion komplett selbst. Es sieht weder gesundheitlich noch finanziell oder gar in Liebesdingen sonderlich gut für ihn aus. Sein bester Freund Bastl ein Travestiekünstler, kommt schließlich auf die Idee, zusammen zu ziehen. Kurz darauf verliebt sich Bastl in den Clown Mike, einen erfolglosen englischen Maler, der dann zum Dritten im Bunde wird.
Ein Autounfall bringt Sam und Rainer wieder zusammen. Zu viert gestalten sie den Alltag. Doch dann verliebt sich Bastl in jemand anderen...
Es werden zwar vielen Themen angeschnitten und eingebracht, z.B. HIV, Liebe, Treue, Behinderung, Arbeitslosigkeit und Alkoholismus, dennoch wirkt der Film nicht bedrückend, sondern überraschend leicht und trotzdem glaubwürdig und realistisch. Egal, was passiert, das Leben läuft trotzdem weiter, und Humor hilft ihnen oft, auch schwierige Lebenssituationen zu meistern.
Genauso unvermittelt, wie der Film einsetzt, endet er auch. Ich hätte die Jungs gern noch weiter begleitet.
Fazit: Ein wirklich beeindruckender deutscher Film, der das Ansehen lohnt! Überzeugende, gutaussehende Schauspieler, die ihr Handwerk verstehen, glaubwürdige Liebesbeziehungen und Einblicke in schwules Leben und nicht zu vergessen: ein Happy-End für Sam und Rainer machen den Film sehenswert. Hervorheben möchte ich auch noch die sehr gelungenen Liebesszenen, die man sich wirklich nicht entgehen lassen sollte. Danke für diesen Film!

monopoli      5 von 5 Punkten
Herrlich, einfach nur gut! Schon der Titel passt sehr zum Film, ich kann mich nur anschliessen bei der Gratulation für das Teams. Der Film hat trotz aller Widrigkeiten möglicher Probleme einer Grossstadt-Schwulen-WG einen Optimismus, der ansteckend und inspirierend wirkt, damit einmal anders umzugehen, als sich zu verkriechen und Trübsal zu blasen.
Trotz aller Probleme, die die einzelnen Figuren mitbringen oder entwickeln, (gut, ist sehr geballt und von jedem etwas... hätte etwas weniger sein können!)werde sie einfach so aktzeptiert, da ist niemand, der manipuliert oder versucht zu ändern, jeder kann so sein, wie er ist. Da wird ein Bild von Freundschaft gezeichnet, was mir sehr gefällt. Ist es nicht das, was Freundschaft ausmacht? Für mich sehr erstrebendswert!
Der schon in dem Doris Dörrie Film: "Keiner liebt mich!" (Sie spielt sogar höchstselbst eine kleine Rolle mit!!) aufgefallene Sanoussi-Bliss ist einfach grossartig, sein selbstverständliches Auftreten in Männerrock und wallendem Bademantel hat etwas Erhabenes, ohne aufgesetzt zu wirken! Ja... es gibt auch im wahren Leben Männer, die so sind... na und! Darf man sie nicht auch zeigen? Stereotyp hin oder her, Klischees sind nur überzeichnete Wirklichkeitsaspekte, Film ist immer auch Überzeichnung... so what? Muss alles so normal und grau sein, nur weil manche Leute es lieber sähen?
Für mich ist es ein Film für Schwule, der der Unterhaltung dient und Mut macht, so zu sein, wie man ist, ohne die Spur einer Moral, die ins Nichts führt und eher Schranke als Hilfe ist.

Überladen      2 von 5 Punkten
Alles gut und schön. Sicherlich kann man die z. T. in den anderen Rezensionen angesprochenen tiefgründigen Aspekte in diesem Film entdecken oder diese in den Film hineininterpretieren, wenn diese nicht von der leider oft unerträglichen Stereotypisierung schwulen Lebens zugekleistert werden würden.
Warum muss Sanoussi-Bliss als Sam aussehen wie eine Mischung aus Peter Lustig und Georg Uecker und in einem lilafarbenen Morgenrock durch die Szenerie tucken? Warum müssen alle Probleme dieser (schwulen) Welt in diesem einen Film behandelt werden? Arbeitslosigkeit, HIV, Alkoholismus, Rassismus und zu allem Überfluss ein Autounfall, der in seiner Inszenierung an frühe Folgen von Raumschiff Enterprise (schüttel, schüttel, blitz, blitz) erinnert und (und das war dann endgültig zuviel) die Erblindung des von Bach gespielten Rainer zur Folge hat.
Für meinen Geschmack ist das alles eine Spur zu plump und bestenfalls Ironie mit dem Holzhammer.
Es gibt auch leise Szenen in diesem Film. Szenen, in denen man den Ansatz erkennen kann, die viel zu oberflächlich angerissenen Probleme mit etwas mehr Tiefgang zu behandeln. Es bleibt aber leider bei diesen Ansätzen, als Gesamteindruck bleibt ein fader Nachgeschmach eines schwulen Films in einer Machart, von der es schon viele gibt: Sinnsuche zwischen Migränemaske, Gesichtsmaske und bester Freundin in unsaniertem Altbau im unvermeidlichen Prenzlauer Berg. Könnte es zur Abwechslung nicht wenigstens mal Schöneberg sein?


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