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| DVDs: Werner Fink | Kundenmeinungen Kurzbeschreibungen Inhaltsangaben |
Mozart, Wolfgang Amadeus - Don Giovanni (NTSC) (2 DVDs) Rene Jacobs, Johannes Weisser, Alexandrina Pendatchanska, Marcos Fink, Sunhae Im DVD, 11. April 2008 Verkaufsrang: 51571 Gewöhnlich versandfertig in 1 bis 3 Wochen.
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Ohne 19tes Jahrhundert 4 von 5 Punkten Dies ist der definitive Anspruch von René Jacobs. Kein 19tes Jahrhundert.
Keine Verfälschungen in Richtung eines heroisch scheitertenden Helden.
Alle Beteiligten sind jung. Es ist eine Geschichte des Begehrens und Verweigerns , mit durchauzs komischen Aspekten. Deswegen nahm Jacobs konsequent ein Duett zwischen Zerlina und Leporello wieder in die Inscenierung, die der Veränderungswut des 19ten Jahrhunderts, beginnend mit E.T.A. Hoffmann, zum Opfer gefallen war.
Im making of -looking for Giovanni- kann man die vielfältigen Bemühungen um diese Aufführung in Innsbruck 2006 nachvollziehen.
Jacobs verwendet überwiegend sehr junge Sänger, mindestens für die Partien des Giovanni, der Elvira, der Anna, des Maqsetto und der Zerlina. Bei den lyrischen Tenören hat er wohl nicht so viel Auswahl, also muss der Ottavio ein wenig älter besetzt werden. Der Komtur ist ohnehin älter. Leporello ist nicht mehr so jung, aber das stört im Konzept wohl weniger.
Jacobs betont selbst, er habe sich von dem Ballast der Rezeption dieses Werks durch das 19te Jahrhundert befreien müssen. Die meisten Aufnahmen sind davon geprägt, die Rollencharakteristiken durch reife Sänger ausgefüllt. Ein Weisser als Giovanni kann niemals den Auftritt eines Pinza, eines Siepi, eines London oder Ghiaurov erreichen. Es ist halt eine junge Stimme ( der Sänger war damals 26) und die Stimme steht am Anfang der Karriere.
Es ist schwer, diese Hörgewohnheit abzulegen. Dem Sänger fehlt einfach eine Kraft,gegen den Komtur aufzutreten. Man höre mal das " Duell" zwischen Komtur und Giovanni bei Klemeperer. Da treffen zwei gleichwertige aufeinander. Einer singt: Si- der andere hält dagegen: Non.
Weisser ist zwar zu hören, aber von der Kraft der Stimme lässt er sehr zu wunschen übrig- mit 26 sicher kein Wunder.
Gleiches kann man für fast alle Sänger dieser Aufführung sagen. Sie entsprechen nicht dem "Standard", den es beim Don Giovanni gibt. Aber: dies ist auch gar nicht der Wille von Jacobs. Wer ein solches " Fest" der Stimmen hören will, muss zu einer der zahlreichen anderen Aufnahmen dieses Werkes greifen. Ich räume ein, die Gewöhnung an diese Lesart fällt mir schwer.
Die Inscenierung ist sehr durchdacht, eindrucksvoll, unglaubliches Spiel mit Farben und Vorhang.
Vom Orchester und der Inscenierung her unbedingt zu empfehlen, von den Sängern muss ich Abstriche machen, wohl wissend, dass dies der Wille von René Jacobs war. |
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