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| DVDs: Björn Gedda | Kundenmeinungen Kurzbeschreibungen Inhaltsangaben |
Exit Mads Mikkelsen, Johanna Dickson, Björn Gedda DVD, 16. April 2007 Verkaufsrang: 15464 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden GOM Exit, USK/FSK: 16+ VÃ-Datum: 01.04.08
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)
Fesselnder Mads Mikkelsen 5 von 5 Punkten Was mich an Dänemark wundert, ist weniger die Tatsache, daß dieser skandinavische Appendix am mitteleuropäischen Festland so große Mimen hervorbringt wie Mads Mikkelsen, mehr aber das Fehlen einer dänischen Hamlet-Verfilmung mit Mikkelsen in der Hauptrolle ...
Man muß schon weit in die Annalen des Schwarz-Weiß-Films zurückstöbern, um auf einen gleichwertigen Darsteller zu stoßen, der so überzeugend zwielichtige Gestalten verkörpern kann wie Mikkelsen. Weitaus subtiler als ein Jack Nicholson vermag Mikkelsen als Protagonist Thomas in dem Film Exit eine Fassade aufrecht zu erhalten, die unter dem Schein eines erfolgreichen Geschäftsmannes eine dunkle Vergangenheit verbirgt.
In der Situation des vermeindlichen Mörders seines Mentors und Geschäftspartners versucht er nicht nur, der Untersuchungshaft zu entfliehen, gleichzeitig ist er gezwungen, seine Familie vor weiteren Morden zu schützen. Im Laufe seiner Flucht vor der Polizei bei gleichzeitiger Spurenuche nach dem wahren Mörder entschält sich allmählich zwiebelschichtig Thomas' Vergangenheit, die erst zum Schluß als schemenhafte Gesichtspiegelung auf einer Video-Aufnahme erscheint. ("Die Wiege der Sonne" grüßt herzlich aus der filmischen Plot-Asservatenkammer).
Weder rasante Stunts noch überzogen actiongeladene Szenen machen den Thrill dieses Films aus, "Exit" setzt allein auf die Darstellungskraft seiner Mitwirkenden. Das, was man bei den besseren Hitchcock-Filmen unter "suspense" verstand, findet man bei Exit dramaturgisch entstaubt wieder. Dazu bedarf es aber schon eines konzentrierten Zuschauens, die allmähliche Verwandlung Mikkelsens zu verfolgen, was insbesondere bei kleinen TV-Bildschirmen gegenüber einer Kino-Leinwand dem reinen Bild-Konsumenten entgehen dürfte. Wer aber das genaue Betrachten der Figuren noch gewohnt ist (hier hilft das gelegentliche Aufraffen weg von der Glotze hin zum Theater)und mehr Augenmerk auf schauspielerische Leistung denn auf schnelle Schnittfolgen und plakativ in Szene gesetzte optische Effekte legt, wird von Exit in seinen unterschwelligen Bann gezogen.
Selten genug bei Thrillern der letzten 25 Jahre sind die Sequenzen derart lang und lassen den Darstellern genügend Freiraum ihrer figürlichen Entwicklung, auch diktiert keinerlei Focussierung die Blickrichtung des Betrachters, soll heißen: Der Zuschauer ist aufgefordert, die atmosphärischen Nuancen dieses Films selbst zu entdecken.
Auch wenn Mikkelsen selbst in den etwas mehr als anderthalb Stunden mehr und mehr die in Unruhe versetzte Kraft eines kurz vor dem Ausbruch stehenden Vulkans verkörpert und die Geschichte sich selbst zu ihrer Auflösung hin verdichtet, bleibt die Kameraführung weiterhin objektiv, eher distanziert, überläßt es dem Zuschauer, dem eigenen Voyeurismus zu folgen.
Exit setzt auf das Beobachtenkönnen des Publikums, ist folglich kein Film, der ab und an den Werbeblöcken eine Pause gönnen will. Insofern ist Exit auch ein stark selektiver Film - vergleichbar mit einem Buch. Die einen fesselnd es, die anderen sehen vor lauter Buchstaben die Geschichte nicht.
Exit ist zweifelsfrei zu den intelligenten Film-Thrillern zu zählen, die sich dankenswerterweise wieder auf ihre Darsteller zurückbesinnen.
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