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| DVDs: Greta Garbo | Kundenmeinungen Kurzbeschreibungen Inhaltsangaben | |
Ninotschka - SZ-Cinemathek Greta Garbo, Melvyn Douglas, Ina Claire DVD, 28. Januar 2006 Verkaufsrang: 12791 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden NINOTSCHKA
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)
Einer der schönsten Komödienklassiker 5 von 5 Punkten Ganz ohne Zweifel: Bis heute hat Lubitschs Parabel über Kapitalismus, Kommunismus und Liebe nur wenig von ihrer Komik eingebüßt und auch sonst noch die eine oder andere ehrliche Feststellung über den Willen des Geistes und die Schwäche des Fleisches zu bieten.
Ninotschka ist ein Film, der sich nicht in erster Linie durch technische Merkmale ins Gedächtnis brennt. Vielmehr sind es die beiden liebenswerten Figuren, in denen zwei Welten aufeinanderprallen und denen ihre Darsteller wunderbare Gestalt verleihen. Auch wenn der sowjetische Kommunismus mit zum Teil haarsträubenden Klischeebildern abgefrühstückt und die Berechtigung des kapitalistischen Status Quo gerechtfertigt wird, geht Lubitsch doch ironisch und humorvoll mit dem Konflikt um.
Ninotschka nimmt seine Themen nicht bierernst und deswegen sollte man auch den Film auch nicht zu tief hinterfragen. Es gibt Situationen zum Lachen, Dialoge zum Lachen und einige zutreffende Beobachtungen über die menschliche Natur und die einhergehenden Schwierigkeiten mit der Realisierung von ideologischen Konzepten wie dem Kommunismus. Und zu guter Letzt bekommt auch der Kapitalismus noch seinen augenzwinkernden Seitenhieb.
Ein großartiges Vergnügen und einer der schönsten Komödienklassiker!
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Anna Karenina Greta Garbo, Fredric March, Freddie Bartholomew DVD, 14. Oktober 2005 Verkaufsrang: 10387 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Die pflichtbewusste Ehefrau und liebevolle Mutter Anna Karenina ist zufrieden - aber Leidenschaft hat sie nie erlebt. Doch das ändert sich, als sie den ungestümen Grafen Vronsky kennen lernt. Für ihn gibt sie alles auf - ihre Ehe, Familie, gesellschaftliche Stellung... und schließlich ihr Leben. David O. Selznicks Produktion präsentiert eine prachtvolle Leinwandversion des Romans von Leo Tolstoi. Zur hochkarätigen Besetzung gehören Fredric March als Vronsky, Basil Rathbone, Maureen O'Sullivan und Freddie Bartholomew, die Regie übernahm Clarence Brown. Doch die Seele des Films ist natürlich Greta Garbo in einer nuancenreichen Darstellung, die mit dem Darstellerpreis der New Yorker Filmkritiker ausgezeichnet wurde. Auf dem Höhepunkt ihrer Kunst bleibt die Garbo unvergesslich als jene Frau, die sich hilflos der Liebe ausliefert und verzweifelt, als sie ihren Sohn verliert. Ihre letzte Szene werden Sie nie vergessen.
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Garbo ist Anna Karenina 5 von 5 Punkten Der Roman von Leo Tolstoi ist mehrfach verfilmt worden, doch Greta Garbo ist als Titelheldin Anna Karenina die Unvergesslichste, selbst wenn der Film dem Buch kaum gerecht wird. Diese amerikanische Version aus dem Jahr 1935 nimmt im Grunde nur das Handlungsgerüst und verwandelt Tolstois Geschichte in ein Melodram der großen Gefühle, bei dem insbesondere die Nebenfiguren sämtlich eingekürzt und zu Statisten verdammt werden, dabei werden alle von ausgezeichneten Darstellern gespielt wie Basil Rathbone, Maureen O'Sullivan, Reginald Owen. Alle Kritik am Hollywoodschen Umgang mit der Vorlage ist aber unbedeutend aufgrund eines Namens: Greta Garbo. Sie ist der Film. Sie IST Anna Karenina. Dies ist eine von Garbos eindringlichsten Darstellungen. Als Minimalistin kommt die Schauspielerin mit nur wenigen Mitteln aus, um der Figur Anna alle Tiefe zu verleihen, eine unschuldige Frau, die sich der Liebe schuldig macht und dafür bestraft, verstoßen und gedemütigt wird, bis sie schließlich keinen Ausweg außer dem Tod mehr findet. Gerade die Schluss-Sequenz ist ein Paradebeispiel für Garbos Kunst - in ihrem Gesicht spielt sich die ganze Tragik ihrer Geschichte ab, und doch bleibt es fast unbewegt. Das ist natürlich auch dem brillanten Kameramann William Daniels zu verdanken, der viele von Garbos Filmen fotografiert hat. "Anna Karenina" hat seine Schwächen. Aber allein dank Greta Garbos Darstellung bleibt der Film ein echter Klassiker und die mit Abstand beste und eindringlichste Verfilmung der berühmten Vorlage.
Die DVD bietet die Garbo im Originalton, was immer ein Erlebnis ist. Als Extra gibt es den Trailer. Die Stummfilmversion von 1927, in der unter dem Titel "Love" die Garbo schon einmal die Rolle der Anna (mit John Gilbert als Vronsky) spielte, wäre ein wünschenswertes Extra gewesen (so wie auf der DVD von Garbos "Kameliendame"), aber das sollte leider nicht sein. |
Greta Garbo Collection (Metallbox, 6 DVDs) Greta Garbo DVD, 14. Oktober 2005 Verkaufsrang: 27164 Enthält die Spielfilme "Ninotschka", "Königin Christine", "Die Kameliendame", "Anna Karenina", "Mata Hari" und "Menschen im Hotel".
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Alle Männer dieser Welt lieben nur die Greta 5 von 5 Punkten Zu Beginn möchte ich mal kräftig mit dem Vorurteil aufräumen, das Edelstudio MGM hätte more stars than in heaven gehabt. Wen denn bitte? Norma Shearer? Kennt man nicht mehr, und The Women ist eher in den Nebenrollen stark. Clark Gable? Seine größten Filme waren loan-outs (It Happened One Night für Columbia, Gone With The Wind für Selznick). Joan Crawford? Von ihren 18 MGM-Jahren kennt man die Ensemblefilme The Women und Grand Hotel, hingegen brillanter war sie in den späteren Jahren für Warner und andere Studios. Nein, ich lasse nur einen echten MGM-Star gelten: GRETA GARBO. Typisch MGM, immer größer als das Leben, immer schön, immer etwas künstlich, aber darin eben wirklich göttlich, und zum Glück wurde sie nicht gleich mit zwei, drei Filmen pro Jahr verheizt. Die edle Metallbox versammelt von ihren Highlights eine erstklassige Auswahl in guter Qualität, insgesamt mit etwas wenig Extras, aber was soll's? Fünf Sterne - auch wenn es fast an jedem der Filme ein ganz klein wenig was auszusetzen gibt, es ist eben die göttliche Greta, an der man da mäkelt, und da verpufft die Kritik recht schnell. Im Einzelnen:
Mata Hari: Totaler Quark, aber der sehr effektvoll. Den herzzerreißenden Schluss würde man wohl kaum jemand anderem als der Garbo abnehmen, sie spielt das mit der gewohnten Grandezza, aber überzeugend. Warum, das kann ich auch nicht erklären, das will ich aber auch nicht, es muss wohl ihr göttliches Geheimnis sein. Vielleicht mag ich den Film auch deswegen, weil ich permanent den Eindruck habe, die Macher waren sich der Schwächen sehr bewusst. Der Böse hat einen Klumpfuß - peinlich. Die Spionagegeschichte und der politische Hintergrund interessieren niemanden auch nur die Bohne - egal. Der "Tanz der Shiva" ist vermutlich alles außer authentisch - schnuppe. Wichtig ist nur die Faszination dieser Frau, darin beobachtet der Film dann doch recht genau die Verlogenheit der Männer, und bei dem Schluss, der den Höhepunkt darstellt, hat man keine Sekunde lang den Eindruck des Moralinsauren, weil eben - soviel darf verraten werden - das reinigende Gewitter wenigstens zum Teil den Personen und dem Zuschauer verweigert wird. Nein, hier wird nicht die Hure zur Heiligen, die büßen muss, jedenfalls nicht völlig. Dieser Schluss ist bei allem Pathos halbwegs glaubhaft von den Emotionen der Geschichte her, bei aller Künstlichkeit der Situation. Vor allem aber ist dieser Film deutlich BESSER als das danach entstandene Konkurrenzprodukt mit Marlene Dietrich als Spionin. Glauben Sie mir, es gibt kein Pathos, das der von mir nicht so sehr geschätzte Josef von Sternberg nicht noch übertrumpfen, verflachen, verkitschen könnte. Da schlägt sich "Mata Hari" unglaublich gut.
Menschen im Hotel: Siehe meine Einzelrezension, ein wundervoller Ensemblefilm, in dem die Garbo erst typisch Garbo ist, um dann immer "leichter" zu werden, ohne aber ihr Garbosein zu verleugnen, das ist ganz wunderbar, und daneben ein vielschichtiger, kluger, aber hochemotionaler Film. Außerdem ist das noch die einzige Scheibe der Box mit tollen Extras.
Königin Christine: Ja, ich mag ihn. Warum eigentlich? Gelegentlich ist der Film reichlich gekünstelt und theaterhaft, so z.B. wenn die Garbo sich als Mann "verkleidet" und es sowas von offensichtlich ist, dass sie eine Frau ist, dass man sich fragt, ob der leading man total blind, total blöd oder beides ist. Auch gibt es hier viel von dem üblichen Garbo-Pathos und der Statuarischen, Garbo größer als das Leben. Aber es gibt auch ganz andere Momente, die diesen Film für mich liebenswert machen. Ein Mal wäscht sie sich auf dem Balkon mit (Kunst-)Schnee das Gesicht, da hat man das Gefühl, sie ist ein anderer Mensch. Frei von aller Entourage lässt sie sich ein Stück weit gehen, blüht auf, ist ganz frei, ganz allein, wie wenn Evelyn Hamann in "Ödipussi" sich auf das edle Hotelbett schmeißt. Hier ist nicht nur die Entourage verschwunden, der Regisseur schenkt uns auch die schöne Illusion, als sei ebenfalls die Kamera verschwunden, als dürften wir nicht nur Königen Christine, sondern auch Greta Garbo einen Moment lang ganz privat, ganz gelöst, und sechs Jahre vor Ninotschka auch einmal lachend erleben. Dieser kurze Verlust des Damenhaften, Statuarischen - wiewohl sicherlich ein kalkulierter Effekt - hat mir diesen Film ans Herz wachsen lassen, und die Garbo als Aktrice wie Star. Sie kann eben doch mehr als nur Garbo sein! Auch ansonsten hat man den Eindruck, sie ist eine echte Idealistin, ist wirklich bewegt, will etwas bewegen, und die unvermeidliche Liebesgeschichte ist eben nur ein Teilaspekt dieses Porträts. Übrigens: Ist mir schnurz, ob das historisch akkurat ist. Gefällt mir einfach und fand ich überzeugend dargestellt.
Anna Karenina: Ich mag ihn, mit gewissen Abstrichen. Wir schreiben 1936, und gegenüber den frühen 30ern ist dieser Film technisch und ästhetisch viel ausgereifter als Früheres, so gleich der Anfang mit schier unglaublichen Kamerafahrten über eine lange Tafel und sich endlos besaufende Russen, was sehr gut die Ausschweifungen illustriert. Auch die hohen Emotionen der Karenina haben mich durchweg überzeugt, vor allem gegen Ende, wohingegen der Knalleffekt ihres ersten Auftritts mit dem Dampf des Zuges (der verschwindet und ihr mal wieder statuarisch schönes Gesicht freigibt) dann doch arg übertrieben war. Egal, wir haben dann eine knallige Liebesgeschichte, die mal wieder nicht sein darf. Hier ist auch mal der Supporting Cast erwähnenswert. Basil Rathbone in einer typischen Basil-Rathbone-Rolle als gestrenger Ehemann sorgt dafür, dass der "Böse" im love triangle nicht einfach nur "böse" wirkt, sondern einerseits als Kind seiner Konventionen mit einem gewissen Verständnis, andererseits als auf geniale Weise kalt-diabolisch wahrgenommen wird. Das Dreieck ist dadurch ausgewogen, man ahnt auch anhand der Texte, dass man es mit einer Vorlage der Weltliteratur zu tun hat. Leider AHNT man es nur - ich habe das Buch nicht gelesen, aber hege die Vermutung, dass 89 Minuten viel zu wenig für den Stoff sind. Man sieht keine Vorgänge, keine Entwicklungen, nur ZUSTÄNDE von Gefühlen, diese durchweg gut, plausibel, nicht abgeschmackt, bei aller Verbundenheit zu den Konventionen der Zeit auch nicht altmodisch wirkend. Aber gelegentlich war mir das alles ein wenig sprunghaft erzählt, bzw. was einer ERZÄHLUNG bedurft hätte, wurde einfach nur mitgeteilt. Aber insgesamt schon ein sehr schöner Film.
Die Kameliendame: Der ist nun leider doch ein wenig "flacher", was schade ist, denn er fängt so wundervoll an, so "leicht", eher als eine sophisticated comedy denn als Drama, wenn es auch kein Schenkelklopfer ist. Mit feinem Stift und eleganter, leicht ironischer Beobachtungsgabe werden Balzspiel, Müßiggang, Verschwendung, Neid der Pariser Oberschicht oder derjenigen, die sich dafür halten, gezeigt. So interessiert man sich z.B. im Theater für die Darbietung einen Dreck und arrangiert Flirts in den Logen. Weitere Beispiele ließen sich nennen. Das ganze wird begleitet von einem ganzen Sack hübsch schräger Nebenfiguren, der älteren Kupplerin, der neidischen Freundin/Feindin usw. Und die Garbo als Lebedame ist die ganze Zeit im wahrsten Sinne des Wortes herausragend, in ihren Kostümen, ihrer Schönheit, ihrem Auftreten, und dabei mit einer angenehmen Leichtigkeit und Ausgewogenheit, so dass man ihr die Leichtlebige abnimmt, ohne einen Moment lang zu vergessen, dass man es mit der eleganten Garbo zu tun hat. Das Ganze ist von süffisanten Dialogen begleitet. Wenn sie dann ihre erste garbotypische "schwere" Szene hat, ist das auch noch recht gut, weil sie da dem Robert Taylor nur etwas vormacht, vormachen muss. Genial: Die Garbo spielt nur die Garbo im Spiel im Spiel! Aber aus dem Spiel wird Ernst, leider, der leichte Film wird schwerer, die Dialoge werden platter, die Liebe, die nicht sein darf, wirkt abgeschmackt, altmodisch, stereotyp, die Lebedame muss büßen, und die todkranke Garbo, die darum bettelt, sich noch einmal schminken zu dürfen, sieht keinen Moment lang ungeschminkt-häßlich aus, da hätte man ihr mehr zumuten sollen! Schade. Liegt es daran, dass die Vorlage vom Dumas das Niveau von Tolstoi (Anna Karenina) nicht erreichen kann? Liegt es vielleicht daran, dass man bei der Verfilmung auch aus Zensurgründen etwas vorsichtig sein musste? Ich meine, die Kameliendame ist offen gesagt eine Nutte, was ich nicht als Beleidigung meine, aber wenn man das im Film nicht verdeutlicht, nicht verdeutlichen darf, dann wird es verdammt schwer, begreiflich zu machen, warum es denn so unmöglich sein soll, dass ein aufstrebender Diplomat mit der zusammen sein soll. Das entscheidende Gespräch mit dem Vater des love interest (Lionel Barrymore), in dem er die Garbo bittet und schließlich überzeugt, den Mann aus Liebe fallenzulassen, habe ich dann auch als etwas stereotyp empfunden, genauso wie das Motiv der Schwindsucht. Ein bißchen Hüsteln zu Beginn des Films, dann lange lange nix und dann knüppeldicke, das hat was von SÜHNE, und das fand ich zu moralinsauer. Im Gegensatz zu "Anna Karenina" ist die dritte Ecke der Dreiecksbeziehung (ein Baron, der die Kameliendame aushält), eine ganz schwache Rolle, besetzt mit einem Darsteller, der sich nach Kräften müht, aber aus dem etwas platten Charakter auch nix Dolles rausholen kann. However, alles Tropfen auf heiße Steine, der Film ist gut, in der ersten halben Stunde herausragend. Übrigens: Als Extra gibt's den 1921er Stummfilm, für die, die's mögen. Ich muss gestehen, dass ich diesen knallchargierenden Stummfilmschauspielstil überhaupt nicht mag, und die fetten Augenringe und wuseligen Frisuren der (frühen) 20er genauso wenig. Nach wenigen Minuten habe ich aufgegeben! Ich weiß auch, dass das subjektiv ist, klar! Wer Stummfilme mag, wird sich über das Extra freuen, daher ist es hier erwähnt.
Ninotschka: Nun aber!!! Garbo laughs, und ist doch ganz Garbo. Kann man sich die "schwere" Greta in einer Komödie vorstellen? Sie hat mich überzeugt. Das ganze ist eine schlaue Politsatire mit dem champagnerperlenden Touch des Regisseurs Lubitsch (verkniffene Russen, die am Savoir-Vivre in Paris Spaß haben) und dem scharfzüngigen Witz des Autorenteams Billy Wilder und Charles Brackett. Vor allem aber ist es den Beteiligten gelungen, die Garbo in einen für sie untypischen Film einzuspannen, ohne dass man auch nur eine Sekunde lang den Eindruck hat, hier macht eine überlebensgroße Diva "mal was ganz anderes". Nein, die Garbo darf hier die Garbo bleiben, und es passt dennoch, das ist das ganz große Wunder dieses Films und die ganz große Leistung der Garbo! Diese berühmte Szene, in der sie sich schlapplacht, die darf nicht vergessen machen, dass es auch in früheren Garbo-Dramen immer schon mal diese schönen Momente des Gelöstseins gab (erste halbe Stunde von "Die Kameliendame", Waschen mit Schnee in "Königin Christine", letzte halbe Stunde von "Menschen im Hotel"!!!). Wahrer Höhepunkt ist sowieso nicht diese Lachszene, sondern ihre große Konfrontation mit ihrer Konkurrentin gegen Ende. Beide wollen denselben Mann, aber während die andere flippig spielt wie eine aus den 40ern, ist die Garbo hier ganz die ruhige, elegante, statuarische, "große" Garbo der 30er, Karasek hat das mit Recht als ein Duell auch zweier Schauspielstile bezeichnet - und die Garbo zeigt hier: Schaut her, ich kann es noch und ich habe mehr drauf als ihr alle, auch in so einem burlesken Stoff. Und tatsächlich ist ihr Spiel hier unglaublich intensiv, sie trägt nicht zu dick auf und ist doch ganz Garbo, sie zeigt es hier wirklich allen. Ihr ist 1939 etwas gelungen, was leider nie wieder geklappt hatte: Ihren ureigenen Stil nur geringfügig zu modifizieren und in eine neue Zeit, ein neues Genre, eine neue Tonlage herüberzuführen, ohne dass man den Eindruck haben musste, hier passt etwas nicht zusammen. Das nun ist wirklich göttlich. Leider hat das offenbar nie wieder geklappt, ihren zweiten Komödienversuch, der ein Flop war, habe ich nicht gesehen, und danach zog sie sich ja zurück. Aber Ninotschka bleibt, als die wundervolle Quadratur des Kreises, der Garbofilm, der typisch Garbo ist und doch nicht, und darin bezaubernd.
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Ninotschka Greta Garbo, Melvyn Douglas, Ina Claire DVD, 14. Oktober 2005 Verkaufsrang: 30302 Warner Home Ninotschka, USK/FSK: oA VÃ-Datum: 14.10.05
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
eine der besten romantischen Komödien aller Zeiten 5 von 5 Punkten Was soll man zu "Ninotschka" noch sagen? Wer ihn noch nicht gesehen hat, der hat einfach ein großartiges Meisterwerk der Filmkomödie verpasst und sollte dies schnell nachholen. "Ninotschka" von Ernst Lubitsch (Drehbuch von Billy Wilder und Charles Brackett) ist zeitlos witzig, romantisch, satirisch und intelligent. Brillante Dialoge, die sich sowohl über Kommunismus wie Kapitalismus lustig machen, hervorragende Darsteller bis in die kleinsten Nebenrollen, sowie der berühmte "Lubitsch-Touch" machen den Film immer wieder zum Vergnügen. Insbesondere die unvergessene Greta Garbo, die in ihrer Karriere bis dato stets auf die tragische Heldin festgelegt war, welche oft am Ende ihrer Filme den Tod fand, besticht in "Ninotschka" neben ihrer geradezu magischen Präsenz durch perfektes komödiantisches Timing. Schon in ihrer ersten Szene spricht sie mit umwerfend ernster Miene: "Die letzten Massen-Hinrichtungen waren ein voller Erfolg. Es gibt immer weniger, aber dafür bessere Russen!" Und wenn der verliebte Melvyn Douglas sie fragt, ob sie ihn wenigstens ein bisschen möge, erwidert sie: "Grundsätzlich habe ich gegen Ihr Äußeres nichts einzuwenden."
Leider kehrte Greta Garbo nach nur einem weiteren Film ("Die Frau mit den zwei Gesichtern") Hollywood den Rücken. "Ninotschka" ist vielleicht ihr bester Film und ein wunderbares Vermächtnis ihrer Kunst. Viele haben sich später an "Ninotschka" versucht, wie etwa das Musical "Silk Stockings", doch nie wurde die Perfektion dieses Klassikers jemals erreicht.
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Mata Hari Greta Garbo, Ramon Novarro, Lionel Barrymore DVD, 14. Oktober 2005 Verkaufsrang: 14192 Warner Home Mata Hari (Kult!), USK/FSK: 6+ VÃ-Datum: 14.10.05
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
What ever you do, don't put out The Madonna's Holy light. 4 von 5 Punkten Loosely based on the real Mata Hari (WWI spy), this is a tail of a spy that may have got caught up in something greater than God and Country.
Mata (Greta Garbo), a German spy, has been pumping Russian General (a not very convincing Lionel Barrymore) for some time for Russian intel. When by chance she comes across a young enthusiastic Russian flight lieutenant (Ramon Navarro) with much more interesting secrets. Hot on her tail is French Secret Service chief Dubois (C. Henry Gordon). At the beginning of the movie Dubois predicts that Mata will wind up in front of a firing squad.
Will Mata deliver the goods or will Dubois' prediction come true?
Other than Barrymore's acting and the hokey Hari dance this was a well paced and emotional film.
Garbo tanzt 5 von 5 Punkten Die Geschichte der Doppelagentin Mata Hari ist dutzendfach verfilmt worden, aber Greta Garbos Darstellung ist bis heute die eindringlichste und bekannteste. "War "Garbo spricht!" die Werbezeile zu Greta Garbos erstem Tonfilm "Anna Christie", hätte der Slogan "Garbo tanzt!" gut zu "Mata Hari" gepasst, denn ihr halbnackter Verführungstanz ist so gewagt und so ungewohnt aufreizend, wie Hollywood es in den frühen 30ern gerade noch zugelassen hat. Trotz einiger leichter Schwächen ist "Mata Hari" ein gutes Beispiel für die unglaubliche Opulenz der frühen MGM-Filme mit seinen ausschweifenden Dekors und Kostümen. Historische Wahrheit interessiert Regisseur George Fitzmaurice nicht. Wichtiger ist ihm die Figur Mata Hari, und die wird durch Drehbuch und natürlich Garbos Darstellung außerordentlich komplex. Wie schon in "Krieg im Dunkel" ist die Spionin hin- und hergerissen zwischen Pflicht und Liebe, muss für ihre Sünden büßen und ist gleichzeitig Täter und Opfer, Verführerin und Verdammte. Ihr zur Seite stehen Ramon Novarro, der neben John Gilbert vielleicht der idealste (und hübscheste) Partner der Garbo war, sowie Lionel Barrymore, Lewis Stone und die in einer Nebenrolle sehr beeindruckende Karen Morley als Agenten-Kollegin. Dennoch ist dies ganz und gar Greta Garbos Film. Alles an ihr ist wie immer reine Kino-Magie, fotografiert wurde sie hier wie so oft von ihrem Lieblings-Kameramann William Daniels, der eine atemberaubende Großaufnahme ihres faszinierenden Gesichts an die nächste reiht. Darüberhinaus ist "Mata Hari" in der zweiten Hälfte sehr bewegend und spannend. Mögen Buch und Inszenierung manchmal die Grenzen zum Kitsch überscheiten - Greta Garbo verliert nie Würde und Stolz. Er gehört nicht zu ihren besten Filmen, doch ihre grandiose Darstellung macht ihn auch heute noch zum Genuss. Die DVD bietet außer dem Trailer keinerlei Extras, aber dafür bietet sie wie üblich bei Warner die Möglichkeit, der Garbo auch im Original zu lauschen, was immer ein Erlebnis ist. |
Menschen im Hotel Greta Garbo, John Barrymore, Joan Crawford DVD, 12. März 2004 Verkaufsrang: 34193 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Warner Home Menschen im Hotel, USK/FSK: 16+ VÃ-Datum: 12.03.04
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Fließende Dekadenz 5 von 5 Punkten Hinter dem Ausstattungskino anno 1932 verbirgt sich ein wundervoller Film
Das ist schon ein bisschen gemein: "People come, peolpe go, nothing ever happens", so heißt es gleich zu Beginn des Films "Menschen im Hotel". Möchte da ein etwas langweiliger Streifen gleich mal eben seine Langeweile zum Kunstprinzip erheben, vorab um Entschuldigung heischend, und mehr noch, möchte er allen Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen, nach dem Motto: Genau so und nicht anders soll es ja sein? Glücklicherweise verpufft jeglicher Argwohn recht schnell. Und Argwohn hatte ich durchaus, ehrlich gesagt: Zwar mag ich alte Filme recht gerne, aber 1932, Du liebe Zeit, ein bisschen sehr alt vielleicht. Was war das für eine Zeit? Den Machern lag der Stummfilm noch in den Knochen, es gibt exaltierte, völlig überzeichnete Darstellungen en masse. Andererseits war das Medium Tonfilm noch jung, viele Glücksritter versuchten sich in schnell heruntergekurbelten Streifen. Ästhetik, Kunst: Fehlanzeige, Kamera druff und los, mit möglichst vielen prall geschmetterten Liedern. Statische Kamera, keine Schnitte, keine in der Filmhandlung nicht vorkommende Hintergrundmusik, und jede Szene wird mit einer langen Auf- und Abblende eingeleitet, damit man auch ganz genau weiß, wo's langgeht und dem Zuschauer alle Denkarbeit abgenommen wird. Andererseits auch wieder: Lust am Experimentieren und an heute simpel anmutenden Filmtricks, im besten Falle surreale, im schlechtesten Falle alberne Bilder. Dann: Der Starkult, gerade Anfang der 30er recht extrem betrieben. Jegliche Frau hatte Kleider, die man nicht von der Stange kaufen kann, dauerweichgezeichnet-unnahbar, viel größer als das Leben.
Und mit diesem Vorwissen bzw. mit diesen Vorurteilen guckte ich mir ein Prestigeobjekt von MGM an. MGM, der Löwe unter den Majors, more stars than in heaven, na das konnte ja was werden.
Und es wurde was! Von den oben genannten (Vor-)Urteilen wurde eigentlich nur eines bestätigt, der Starkult wird hier exzessiv betrieben, und das manierierte Spiel der Garbo ist zu Beginn wirklich sehr gewöhnungsbedürftig. Immerhin macht sich der Film, besser als viele seiner Konkurrenten, noch die Mühe, in der Filmhandlung zu erklären, warum die "Tippse" Joan Crawford sich so ein todschickes Kostüm überhaupt leisten kann. Und der Starkult erdrückt nicht die Charaktere, die sind nämlich in dem Film äußerst interessant. Deutschland in der Zwischenkriegszeit, das feinste Hotel Berlins, hier sehen wir eine dekadente Gesellschaft am Rande des Nervenzusammenbruchs, auch schon den Niedergang der dekadenten upper class (oder derjenigen, die sich dafür halten). Der elegante Baron ist in Wirklichkeit pleite, der kleine Buchhalter, der nicht mehr lange zu leben hat, möchte einmal sein Geld verprassen, der bullige steinreiche Geschäftsmann sieht seine Existenz durch eine gefährdete Fusion bedroht, die extravagante Tänzerin möchte sich erst das Leben nehmen und verliebt sich dann, die Sekretärin ist nicht abgeneigt, sich finanzieller Vorteile willen umschwärmen zu lassen, muss aber überdenken, wie weit sie damit gehen kann. Dies sind die fünf wichtigsten Charaktere, gespielt von John Barrymore, Lionel Barrymore, Wallace Beery, Greta Garbo und Joan Crawford. Und sie spielen alle recht gut, Beery ist ein wenig in seinem Klischee des grobschlächtigen Typen gefangen (vielleicht ist es kein Zufall, dass sein Starruhm am schnellsten verblasste, John Barrymore zählt ja nicht, der hat sich ja totgetrunken) und die Garbo trägt zu Beginn etwas dick auf, ABER das sei ihr verziehen, denn umso schöner kann sich als Verliebte aufblühen, mit ihrer ganzen Seele und ihrem ganzen Körper, alles ist anders an ihr, und das ist nicht nur dem Make-Up und der Frisur geschuldet, sondern der ganzen Körperhaltung und Gestik, also Dingen, die definitiv von ihr selbst kommen und nicht von einem Stylisten. Natürlich tun die ihr Übriges, wie auch insbesondere bei Garbo der Beleuchter, es ist hier nix dem Zufall überlassen, und in einer wichtigen Großaufnahme kommt das Licht offenbar von der Decke, so dass sie die längsten Augenwimpernschatten der Welt hat, wunderbar. Also mit Recht "die Göttliche", würde ich sagen.
Schauspielerische Leistungen und Ausleuchtung sind aber nicht die einzigen guten Elemente des Filmes. Zu loben ist z.B. auch die Erzähltechnik. Alleine die erste Szene, in der verschiedene Leute telefonieren und dies dann so montiert wird, dass die Telefonfetzen der einzelnen immer kürzer werden, bis man beinahe den Eindruck hat, es handele sich um ein einziges Telefonat, das ist klasse geschrieben und arrangiert. Und im Hintergrund sieht man dann tatsächlich andauernd Leute kommen und gehen, die aber letztlich nicht wichtig sind. Das ist alles recht kunstvoll und aufwendig gefilmt, man hätte es mit den Statisten im Hintergrund ja auch sein lassen können, aber das ergibt Sinn: Eine Pointe dieses Arrangements sehe ich darin, dass der danach losgelassene Spruch - Leute kommen und gehen, nichts passiert - sich bereits in der ersten fünf Minuten zugleich bestätigt und widerlegt hat. Ja. Leute kommen und gehen. Aber: Doch, es passiert was, und zwar eine ganze Menge. Von daher hatte ich gleich zu Beginn großes Interesse an den Einzelschicksalen, und das hat sich den ganzen Film über gehalten. Auch der Schluss passt übrigens dazu, dass zwar eine Menge passiert ist, aber doch wieder Leute kommen und gehen werden und gemeinerweise die gerade gesehenen Schicksale, so sehr sie uns auch berührt haben mögen, doch wieder durch andere Schicksale ersetzt werden können. Vielleicht ist das das Fatale an der ganzen Sache: Es passiert extrem viel, und hinterher ist alles so, wie's war.
Die Tatsache, dass MGM seinerzeit das Edelstudio war, bringt hier ausschließlich Vorteile. Beim Ausstattungsfilm ab ca. 1955 (Breitwand und bewusste Pracht gegen die TV-Konkurrenz) bin ich manchmal etwas reserviert, dieser Ausstattungsfilm des Jahres 1932 ist hingegen der seinerzeitigen Konkurrenz um Lichtjahre voraus. Das Dekor des Hotels, die vielstöckigen von oben gefilmten Treppen, die von oben Gefilmte Telefonschaltstelle, alles wunderbar. Keine mau ausgeleuchteten, schlampig kadrierten, auf schrille Momenteffekte zielende Bilder, alles wunderbar durchkomponiert. Und vielleicht sogar ein bisschen die elegante Handschrift nicht nur des Studios, sondern des Regisseurs Edmund Goulding. Edmund Goulding? Sicherlich nicht einer der ganz individuellen Stilisten, aber der Mann hat mir schon viele schöne Stunden geschenkt, mit dem Bette-Davis-Schmachtfetzen "Opfer einer großen Liebe" und der recht anspruchsvollen Literaturverfilmung "Auf Messers Schneide". Zu letzterem hatte ich meine Rezension "fließende Eleganz" genannt, nun wollte ich das nicht noch mal schreiben und habe mich in Anspielung auf die Handlung mit "fließende Dekadenz" herausgewunden, aber gehupft wie gesprungen, das ist ein fließend eleganter Film. Goulding (und vielleicht auch ein Stück weit Produzent Thalberg) hat schon 1932 begriffen, dass eine Kamera nicht stil stehen muss. Er hat schon 1932 begriffen, dass nicht jede Szene mit Auf- und Abblende eingerahmt sein muss, was das Erzähltempo wie zähes Kaugummi erscheinen lässt. Er hat 1932 schon begriffen, dass man durchaus auch einmal jenseits der altbackenen Schuss-Gegenschuss-Dialoge einen Schnitt einbauen kann, um z.B. bestimmte Personen oder Aktionen hervorzuheben. Er hat aber auch bereits 1932 kapiert, dass es gelegentlich viel eleganter ist, nicht so oft zu schneiden und dass man eine Kamera schwenken und mit einem Kran bewegen kann, dass man die Personen, ihr Kommen und Gehen, die ganze Umgebung mit der Kamera behutsam-neugierig abtasten kann, dass die fließende, aber nie hektische Kameraführung die Erzählweise leiten kann (wenn z.B. Person 1 an Person 2 vorbei geht und die Kamera einfach nicht mitkommt, da es jetzt in der Geschichte zu Person 2 wechselt). Auch gibt es für 1932 schon bemerkenswert hübsche Einfälle indirekter Erzählweise (z.B. wenn Wallace Beery auf John Barrymore mit dem Telefonhörer einschlägt, kommt ein Schnitt auf die Telefonistinnen, die sich wundern, warum das Telefon verrückt spielt, und irgend eine ausschweifende Party vermuten. Das ist originell und mindert gleichzeitig für die Zensoren die direkt gezeigte Gewalt).
Erwähnenswert ist auch die Musik. 1932 gab es sehr selten Hintergrundmusik, die nicht auch in der Filmhandlung existent war. Hier gibt es sie, und auch dies zum Gewinn des Films. Dis Musik des frühen Tonfilms wird oft arg bemüht eingesetzt, noch ein Schlager, noch eine Revue, und möglichst muss in jedem Raum ein Klimperkasten stehen, damit die Story eine Rechtfertigung dafür gibt. Nicht so hier: In der Filmhandlung gibt es keine oder so gut wie keine Musik, auf der Tonspur ist aber des öfteren welche zu hören. Und sie ist mit Bedacht gewählt, macht sie sich doch die subjektive Gefühlslage des schrägen Panoptikums im Grand Hotel ganz zu eigen. Vornehmlich handelt es sich um Johann-Strauß-Walzer, wohl ein Symbol für die untergehende Gesellschaft, die sich im Grand Hotel noch einmal feiert. Interessanterweise wird der Wechsel des Musikgeschmacks als Wechsel einer Epoche auch am Schicksal der von Greta Garbo gespielten Tänzerin thematisiert. Es ist die Rede davon, dass klassisches Ballett kein Publikum mehr zieht, und ob man es nicht mal lieber mit Jazz versuchen möge. Doch diesen Jazz hört man nie, davon will die Garbo genauso wenig wissen wie der Soundtrack. Auch akustisch schwelgt der Film somit in der untergehenden Epoche, will sie mit Macht aufrecht erhalten, und führt uns dadurch ihren Verfall nur noch traurig-schöner vor Augen (bzw. Ohren).
Diese Vorzüge hatte der Film also alle, und sehen Sie einmal Konkurrenzware aus dieser Zeit, da würde ich sagen, die lässt "Menschen im Hotel" weit hinter sich. Er wirkt in vielem wie ein Film, der frühestens ab Ende der 30er denkbar zu sein scheint, und das tut ihm ungeheuer gut.
Wir haben es also mit einem ästhetisch, inhaltlich, erzähltechnisch, schauspielerisch, akustisch hochinteressanten, vielschichtigen und gleichzeitig sehr berührenden Film zu tun. Winzige Abstriche: Ein Schnitt unmittelbar, bevor Wallace Beery auf John Barrymore einschlägt, wirkt reichlich unmotiviert - musste etwa eine allzu heftige davor liegende Auseinandersetzung aus Zensurgründen gekappt werden? Auch gibt es Synchronisations- und Untertitelungsfehler: Gleich zu Beginn erzählen uns die Untertitel, eine Telefoneinheit koste im Grand Hotel 2,90 DM - im Jahre 16 vor Einführung dieser Währung. Und in der deutschen Fassung ist einmal von dem "Einzigsten" die Rede - shocking! Aber das ist Kleinkram, lobenswert sind die diversen Specials der DVD, vor allem eine spaßige Parodie auf den Film. Fünf Sterne für fließend elegante Dekadenz!
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Es war Greta Garbo, John Gilbert, Lars Hanson DVD, 14. Oktober 2005 Verkaufsrang: 19232 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Warner Home Es war, USK/FSK: 6+ VÃ-Datum: 14.10.05
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Göttlich 5 von 5 Punkten wie Greta Garbo in diesem Stummfilm brilliert.
Kurz zum Inhalt: Freunde entzweien sich wegen einer Frau. Duellieren sich, töten sich. Niemand kann Greta Garbo wiederstehen und dieser Film ist der Anfang ihres weltweiten Starruhms.
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Königin Christine Greta Garbo, John Gilbert, Ian Keith DVD, 14. Oktober 2005 Verkaufsrang: 36622
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Garbo, vieleicht das schönste Gesicht des letzten Jahrhunderts.... 5 von 5 Punkten Der vorliegende Film aus dem Jahre 1933 erzählt die Geschichte von Königin Christine von Schweden( 1626-1683). Allerdings stimmen die historischen Fakten nicht immer, was dem schönen Streifen seinen Reiz keineswegs nimmt. Zu sehen ist keine Dokumentation über die schwedische Königin, sondern ein Spielfim, der Illusionen bedient.
Dennoch ein paar Worte zur realen Christine: Sie ist die Tochter von Gustav Adolf. Als ihr Vater stirbt ist sie sechs Jahre alt. Dank einer gründlichen Erziehung und einer außerordentlichen Auffassungsgabe erwirbt sie eine hohe Bildung; zudem treibt sie Sport, selbst den härtesten. Schon früh zeichnen sich die Charaktereigenschaften der künftigen Königin ab. Sie ist aufbrausend, mißtrauisch, ehrgeizig, ungeduldig und spöttisch. Besonders gutaussehend war sie übrigens nicht. Am 8. Dezember 1644 übernimmt sie die Macht. Sie soll sich kaum um die Regierungsgeschäfte gekümmert und sehr verschwenderisch agiert haben. Aber sie korrespondiert mit allen Gelehrten Europas und holt talentierte Männer nach Schweden, wie etwa Decartes, der dort kurz nach der Ankunft stirbt. In die Regierungszeit von Christine fallen der Vertrag von Bromsebro und der Westfälische Friede. Die Königin lebt wie ein Mann und weigert sich zu heiraten. Sie ruiniert die Staatskasse und verachtet sehr zum Verdruss der Schweden die Reformation, der sie Unfähigkeit zum geistigen Fortschritt vorwirft. Ab 1650 wird sie aufgefordert ihren Nachfolger zu designieren und zwar ihren Vetter Karl Gustav. Indem man ihren Extravaganzen entgegenkommt, gelingt es mittels enormer Vorteile, von ihr 1654 im Schloß von Upsala den Kronverzicht zu erlangen. In Männerkleidung und unter dem Namen Dhona verlässt sie Schweden und tritt in Innsbruck dem Katholizismus bei. In Paris feiert sie später Triumphe und geht 1662 nach Rom , umgibt sich mit Schöngeistern und verstirbt 1683 in dieser Stadt, wo man sie auch bestattet.
Zum Film: Die hinreissend schöne Greta Garbo spielt die Rolle Christines, der man ähnliche Regierungsfähigkeiten zuordnet, wie Elisabeth I diese einst hatte. Sie ist voller Tatkraft und Energie und dient voller Überzeugung ihrem Vaterland. Den schönen Künsten und den Gelehrten ist sie zugetan, genau so wie die reale Christine es einst war , sie liest Moliere und Decartes und führt kluge Dialoge mit den Edlen ihres Landes.
Sie möchte den Krieg beenden und sich am Ausbluten Europas nicht länger beteiligen. Die Männer bei Hofe sind von diesem Entschluss nicht begeistert und sehen in ihrem Wollen eine Pflichtverletzung. Hofintrigen und der ständige Drang Christine entgegen ihrem Wollen zu verheiraten machen die Königin einsam. Sie sehnt sich nach einem anderen Leben. Ihren Cousin , der Kriegsheld Karl Gustav ,soll ihr Gatte werden. Sie schätzt diesen Mann ob seiner Verdienste, möchte ihn aber nicht zum Mann. Stattdessen verliebt sie sich in den spanischen Gesandten Don Antonio, mit dem sie - unmittelbar nach dem Kennenlernen- die Nacht verbringt. Zu diesem Zeitpunkt ahnt er noch nicht, dass er mit der schwedischen Königin das Bett teilt. Die erfundene Liebesgeschichte mit dem gutaussehenden Spanier( John Gilbert ) veranlasst sie auf den Thron zu verzichten und das Land zu verlassen.....
Dieser Schwarz-Weiß-Film sollte bis ans Ende ihrer Tonfilmtage das Bild der Garbo in der Öffentlichkeit bestimmen. Einige Szenen lassen die damals gerade einmal achtundzwanzigjährige Garbo nicht nur älter , sondern auch weiser erscheinen. Ein Beispiel dafür ist die Szene, in der sie dem die Palasttreppe hinaufstürmenden Mob, der sich über ihren spanischen Geliebten empört, entgegentritt und Einhalt gebietet. Sie hält dem Volk einen Vortrag über die Sorgen einer Monarchin und als die Leute mit demütigen Entschuldigungen davonschlurfen, nimmt sie deren kindliches Vertrauen mit spöttisch hochgezogener Augenbraue zur Kenntnis.
Interessant auch, wie man das nicht visualisierte Liebesspiel zwischen Garbo und Don Antonio in der ersten Nacht veranschaulicht. Zärtlich umarmt Christine einen phallusartigen Spinnrocken .
Garbos Gesicht, insbesondere ihre Augen ,drücken unendliche Sehnsucht aus. Ihre Schönheit war nicht von dieser Welt. Bewunderswert!
Ein schöner Film!
Garbo zwischen Pflicht und Liebe 5 von 5 Punkten Viele von Greta Garbos Filmen werden allein durch ihre Präsenz und Darstellungskunst unvergesslich, doch "Königin Christine" - eine ihrer berühmtesten Rollen - überzeugt auch als erstklassiges Filmwerk. Von historischer Wahrheit weit entfernt, spielt die Garbo hier eine Figur die sich zwischen Loyalität und Gefühl entscheiden muss.
Zu den Höhepunkten des Films zählt die Begegnung Garbos mit John Gilbert als spanischem Botschafter in einem Wirtshaus, der daraus folgenden Liebesnacht und dem anschließende Morgen, an dem die in Liebe erwachte Königin förmlich durchs Zimmer schwebt und sämtliche Gegenstände und Details des Raums berührt und atmet. Diese Nacht, in der sich ihr ganzes Leben änderte, soll nie vergessen werden. Um die sinnlichen Liebeszenen zwischen Garbo und Gilbert an der Zensur vorbeizuschmuggeln, wird die knisternde Erotik in stark suggestiven Bildern eingefangen, etwa wenn Garbo lasziv an Weintrauben nascht. Verstärkt wird der Effekt durch den pikanten Drehbuch-Einfall, dass Gilbert die Königin irrtümlich für einen Mann hält und daraufhin das Zimmer mit ihr teilt. Garbo verkörpert die Königin auf ihre unvergleichliche Art in einer Mischung aus Würde, Stolz und tiefster Zerrissenheit. Unvergessen ist die Schlusseinstellung, in der Kameramann William Daniels Garbos Gesicht für eine wunderbare Ewigkeit einfängt. Auf dem Weg in eine ungewisse Zukunft drückt sie allein mit ihren Augen alles aus, was sie bewegt und was sie zurücklässt. Meisterhaft!
Ein romantisch-tragischer Klassiker mit Greta Garbo! 5 von 5 Punkten Unter der Regie von Rouben Mamoulian entstand 1933 einer meiner Lieblingsfilme "Königin Christine" mit einer brilliant aufspielenden Greta Garbo. An ihrer Seite agierte der bezaubernde John Gilbert, der als spanischer Botschafter Don Antonio Charme und Esprit versprüht, die einen auch als Zuschauer überwältigen (Beide waren auch zeitweise privat liiert gewesen). Der Film basiert auf dem Leben der historischen Persönlichkeit Christine, Tochter von Gustav Adolf II. (fiel im 30-jährigen Krieg), welche am 18.12.1626 in Stockholm geboren wurde und am 19.04.1689 in Rom verstarb. Sie war schwedische Königin von 1632 bis 1654 (bis 1644 unter Regentschaft) und dankte 1654 ab. Was nach kalten Fakten aussieht, wird dem Zuschauer als menschlich anrührende Geschichte eines starken Charakters präsentiert. Christine (Greta Garbo), die schon als Kind nach dem Tod ihres Vaters die königlichen Pflichten erfüllen muß, entschließt sich trotz aller Widerstände den Krieg in Europa zu beenden und Friedensverhandlungen aufzunehmen. Auf einem Ausritt lernt sie mehr zufällig den spanischen Botschafter Don Antonio (John Gilbert) kennen und lieben (wunderbare Szenen, denn er hält sie zuerst für einen jungen Herrn). Die höfischen Interessen, die eine Verbindung mit Cousin Karl wünschen und die Intrigen des eifersüchtigen Graf Magnus (Ian Keith) zwingen Christine zu einer lebenswichtigen Entscheidung. Ihr Liebesglück ist allerdings nur von kurzer Dauer ... Folgender Textauszug bringt das Seelenleben von Christine auf den Punkt und spricht für das ausgezeichnete Drehbuch: ..."Diese Last ist zu schwer für mich. Ich wuchs im Schatten eines großen Mannes auf. Ein Leben lang war ich ein Symbol. Ein Symbol ist unsterblich, beständig, eine Abstraktion. Ein Mensch ist sterblich und wandelbar, mit Sehnsüchten und Impulsen, Hoffnungen und Zweifeln. Ich will kein Symbol mehr sein Kanzler. Ich will ein Mensch sein."... Ob sich diese Geschichte historisch gesehen genauso zugetragen hat, weiß ich nicht. Doch das macht nichts. Ich liebe sie so wie sie ist. Also genießen Sie diesen romantisch-tragischen Film ruhig im Original (mit Untertiteln), denn Greta ist einfach Spitze. Der Film liegt für sein Alter in guter DVD-Qualität vor und bietet als Bonusmaterial den Kinotrailer und eine Szenenauswahl an. Fazit: Unvergesslicher Filmgenuß!!! |
Maria Walewska Greta Garbo, Charles Boyer, Reginald Owen DVD, 22. September 2006 Verkaufsrang: 27480 Warner Home Maria Walewska, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 22.09.06
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
eine traumhaft schöne garbo und sehr viel kunstschnee 4 von 5 Punkten Dieser eher selten zu sehende Film mit Greta Garbo bietet eine traumhaft schöne Hauptdarstellerin (fast noch schöner, als in der Kameliendame!) und wirklich sehr viel Kunstschnee. Polen im Winter, und alle sind mit dem Schlitten unterwegs. Ein perfekter Herbst- und Winterfilm, alles im Studio in Hollywood gedreht. Dass gegen Ende des Film das Drehbuch und die Liebe zwischen Maria und Napoleon zu wünschen übrig lassen, stört nicht ernstlich. Was mich jedoch gestört hat: es gibt keinen Zugriff auf einzelne Filmszenen. Das ist in der Tat dürftig! |
Menschen im Hotel (Special Edition) Greta Garbo, John Barrymore, Joan Crawford DVD, 9. November 2007 Verkaufsrang: 15033 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Menschen im Hotel DV
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Glanz und Gloria des alten Hollywood 3 von 5 Punkten "Menschen im Hotel" gilt heute noch immer als einer der ganz großen Filme des alten Hollywood, in denen sich die übermächtigen Stars von damals die Klinke in die Hand geben - Garbo, Crawford, Barrymore... Wie funktioniert er heute? Ehrlich gesagt muss man feststellen, dass die Zeit ganz schön an dem Edelschinken genagt hat, so wunderbar die Ansammlung von Filmgöttern auch sein mag. Andere Filme aus der Zeit haben besser überlebt. Vieles in "Grand Hotel" ist noch sehr dem Stummfilm verhaftet, vom übertriebenen Spiel einiger Darsteller bis zum unvorteilhaften Make-Up. Die Geschichten der Hotelgäste kommen über ein Groschen-Niveau leider auch nicht hinweg, von inhaltlicher Tiefe kann hier also keine Rede sein. Dazu ist der Film noch deutlich zu lang und stellenweise erschreckend naiv (der "Einbruch" von Barrymore in Garbos Suite und sein späterer Tod sind geradezu albern).
Was ist positiv? Jeder Film mit der "göttlichen" Greta Garbo ist ein Erlebnis, auch wenn sie für die Rolle der russischen Ballerina eigentlich zu alt, groß und steif war. Wenn Garbo spielt, ist das alles egal. Sie ist die Verkörperung von Film-Magie. Die junge Joan Crawford überzeugt in einer überraschend modernen Rolle. Sie hat auch mit Abstand die besten Dialoge des Films und spielt mit Witz, Sex, Tempo und Frische. Alles andere ist leider zu angestaubt, um heute noch zu überzeugen.
Die DVD ist technisch tadellos und bietet ein paar sehr interessante Extras (Making Of, Premieren-Doku). Für Nostalgiker des alten Hollywood und Garbo-Fans ist die Scheibe also glänzend geeignet. |
Hollywood Biographies - The Leading Ladies [UK IMPORT] Greta Garbo, Kim Basinger, Bette Davis, Marilyn Monroe, Gloria Swanson DVD, 4. September 2006 Verkaufsrang: 32180 Der Artikel ist bald verfügbar. Sichern Sie sich jetzt Ihr Exemplar!
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 2.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Eigentlich eine Trailershow! 2 von 5 Punkten Dieses Set umfasst 50 Biographien über Hollywoodschauspielerinnen von Gloria Swanson bis Kim Basinger. Jede Folge ist ca. 25 Minuten lang und leider nicht untertitelt. Man ärgert sich über inhaltliche Fehler und über mangelnde Informationen zum Privatleben der Diven. Es handelt sich im Prinzip um eine Aneinanderreihung von Filmtrailern, die relativ unspektakulär kommentiert werden.
Im einzelnen gibt es Beiträge über: Gloria Swanson, Greta Garbo, Marlene Dietrich, Jean Harlow, Mae West, Claudette Colbert, Myrna Loy, Ginger Rogers, Bette Davis, Joan Crawford, Katharine Hepburn, Loretta Young, Olivie de Havilland, Barbara Stanwyck, Rita Hayworth, Judy Garland, Vivien Leigh, Ingrid Bergman, Betty Grable, Lana Turner, Elizabeth Taylor, Lauren Bacall, Lena Horne, Ava Gardner, Dorothy Dandridge, Jane Russell, Cyd Charisse, Audrey Hepburn, Debbie Reynolds, Grace Kelly, Doris Day, Marilyn Monroe, Kim Novak, Sophia Loren, Natalie Wood, Leslie Caron, Jayne Mansfield, Joanne Woodward, Lee Remick, Janet Leigh, Brigitte Bardot, Shirley MacLaine, Julie Andrews, Jane Fonda, Faye Dunaway, Barbra Streisand, Jodie Foster, Michelle Pfeiffer, Kathleen Turner und Kim Basinger. |
Ninotschka Greta Garbo, Melvyn Douglas, Ina Claire Videokassette, 14. März 2002 Verkaufsrang: 1519
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Eine schöne humorvolle Garbo in einer ungewohnten Rolle 5 von 5 Punkten Greta Garbo spielt eine russische Kommissarin, die 3 Kommisaren in Paris die Leviten lesen muß, da diese dem "savoir vivre" der quirligen Hauptstadt erlegen sind und ihren Auftrag aus Moskau vergaßen. Sie spielt anfangs sehr streng und parteitreu. Dann taut sie langsam in Paris auf und unterliegt ebenfalls dem Charme der Metropole, sie verliebt sich in einen charmanten Playboy. Trotz Parteistrenge wirkt die 34-jährige spontan und unbeschwert wie ein junges Mädchen, in das sich jeder Schüler oder Erwachsene gerne verlieben und für sich gewinnen würde. Das Gespann Ernst Lubitsch - Garbo harmonierte gut, da der deutsche Komödienmeister mit den Allüren und Eigenheiten seines teuren Schützlings gut umgehen konnte und die Garbo ihr Bestes geben wollte und sehr plichtbewußt ihr neues Image versuchte umzusetzen. Wer wünscht sich nicht so eine bezaubernde Vorgesetzte? Die Garbo zeigt erstmals (nach 14 dramatischen Filmjahren) ihr Talent für Humor. Die drei Kommisare spielen ebenfalls sehr originell und witzig. Dem an sich bierernsten Thema Kapitalismus/Kommunismus wurde eine lustige Note gewonnen, die es später (Kalter Krieg) nicht mehr so oft geben sollte. Der Film zeigt, wie wandlungsfähig die Rollensensibilität der schönen Schwedin war. Das Publikum dankte es ihr und strömte in Amerika und Europa scharenweise ins Kino. Ein würdevoller Abschied vom Kino für die Garbo, die bald ihre Karriere, die wieder mal 1939 einen neuen Höhepunkt hatte aufhörte. Für Garbo und Lubitsch Fans ein Muß, für junge Neulinge des Stars eine nette und spannende Komödie, die den Samstagabend Kinobesuch 2000 durchaus Konkurrenz macht. Thomas R. |
Mata Hari Greta Garbo, Ramon Novarro, Lionel Barrymore Videokassette, 14. März 2002 Verkaufsrang: 2928
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Thriller mit einer schönen Agentin 1931 5 von 5 Punkten Sie ist die bekannte Agentin, offiziell eine gefeierte Tänzerin in Paris. Sie spielt ein doppeltes Spiel mit der deutschen und der russischen Agentenseite. Sie endet schließlich vor dem Exekutionskommando. Einen geliebten Lieutnant (Fred Navarro) läßt sie bis zum Schluß über ihre Identität im Unklaren und rettet ihn damit. Die letzten Minuten vor der Hinrichtung (mit vollem Haar, ohne Kopfbedeckungen) gehören zu den ausdrucksstärksten Schauspiel-Leistungen der Garbo. bis dato. Ihre letzten Lebensminuten vor ihrer Hinrichtung meistert sie mit Grazie, ihr ganzes Interesse schenkt sie nun endlich ihrer Umwelt, ihren Betreuern im Gefängnis und ihrem Geliebten, dessen weiteres Schicksal ihr wichtiger erscheint als ihr Tod in wenigen Minuten. Das Exekutionskommando behandelt sie daher sehr respektvoll und nimmt an ihrem Todesurteil regen Anteil, am liebsten würden sie die Frau begnadigen, die das Urteil akzeptiert und ihrer Schuld bewußt wird. Selten gab es eine Todesszene einer Person, die so viel Anmut, Würde und noch zuletzt bewußt gewordene Menschliebe zu zeigen fähig war. So stirbt nur eine Frau von Format ... |
Die Kameliendame Greta Garbo, Robert Taylor, Lionel Barrymore DVD, 14. Oktober 2005 Verkaufsrang: 38303 Paris 1847 Das Leben ist so prickelnd wie Champagner und so gnadenlos wie der graue Morgen danach. In Spielsalons und auf verschwenderischen Soires geben wohlhabende Männer den Ton an - und die als Kurtisanen abgestempelten Frauen genießen das Leben in vollen Zügen. Zu ihnen gehört auch Marguerite Gautier Greta Garbo, die Kameliendame in dieser opulente Romanze nach der unsterblichen Geschichte von Alexandre Dumas. Garbos mystische Unnahbarkeit, ihre alabasterne Schönheit bringen den von George Cukor inszenierten Film zum Leuchten - oft wird er als ihre beste Leistung bezeichnet. Ihre Kameliendame ist der Inbegriff wahrer Liebe für ihren Verehrer Armand Duval, einprägsam gespielt von Robert Taylor, die sie aber einem höheren Zweck opfert. Garbo wurde mit ihrer unvergesslichen Leistung für den Oscar nominiert und gewann den Preis der New Yorker Filmkritker.
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Garbo-Klassiker - plus Valentino 5 von 5 Punkten Zitat: "Vielleicht ist es besser, wenn ich in deinem Herzen lebe, wo die Welt mich nicht sehen kann..."
"Die Kameliendame" zeigt die göttliche Greta Garbo in einer ihrer unvergesslichsten und berühmtesten Rollen. Von George Cukor elegant inszeniert, schwelgt das Melodram in üppigen Dekors, Kostümen und Emotionen. Greta Garbo als verführerische Kurtisane überstrahlt natürlich alles, auch ihren Co-Star Robert Taylor, der zwar unglaublich gut aussieht, aber schauspielerisch neben ihr verblasst. Die Kamera (geführt von Garbos Lieblings-Kameramann William Daniels) liebt Garbos Gesicht. Als Marguerite Gautier schreitet sie mit Stolz und Würde durch die Geschichte. Jeder Anflug von Kitsch wird durch ihr differenziertes Spiel mühelos umgangen. Garbo war eine Meisterin des Understatements, das macht ihre Filme heute noch so anziehend. Waren Hollywoods Frauenrollen in den 20ern und 30ern oft eindimensional (das böse Vamp, die kesse Sekretärin, die brave Ehefrau), gelingt es Garbo immer wieder, ihre Charaktere komplex zu zeichnen. Ihre Kurtisane Marguerite ist verführerisch, sinnlich, selbstbewusst, gleichzeitig auch grausam, gefangen und dazu zerbrechlich. Man mag kaum glauben, dass Garbo ein Wesen aus Fleisch und Blut ist. Sie ist die reine Kino-Magie.
Viel interessanter als ihre Beziehung zum jungen Robert Taylor ist das Spiel zwischen Garbo und Henry Daniell, der sie als Baron de Varville in der Hand hat. In ihrem eindrucksvollsten Moment kommt er überraschend zu Besuch, obwohl Garbo Taylor erwartet, der nun vor verschlossener steht. Hier begegnen sich zwei meisterhafte Schauspieler auf Augenhöhe. Mit der Vorlage von Alexandre Dumas hat der Film nicht mehr viel gemein - er ist ganz und gar Garbos Film. Für Fans des alten Hollywood und verschwenderischer Kostümfilme ist "Die Kameliendame" auch heute noch ein einziger Genuss.
Die DVD bietet neben dem Trailer übrigens auch die Stummfilmversion der "Kameliendame" aus dem Jahr 1921 mit dem legendären Frauen- (und Männer-)schwarm Rudolph Valentino in der Rolle des Armand und der mittlerweile vergessenen russischen Darstellerin Nazimova als Marguerite. Auch wenn der Film heute nicht mehr überzeugt, ist er doch ein gutes Beispiel für die rasante Entwicklung der Filmtechnik und die Magie von Valentino, der im selben Jahr mit "The Sheik" seinen großen Durchbruch hatte. Über solche Extras darf man sich freuen, bitte mehr davon!
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Grand Hotel [UK IMPORT] Greta Garbo, John Barrymore, Joan Crawford, Wallace Beery, Lionel Barrymore DVD, 16. Februar 2004 Verkaufsrang: 52090
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Amerikanisches Melodram der großen Gefühle 4 von 5 Punkten "I WANT TO BE ALONE",schon allein für dieses unsterbliche Zitat einer Filmgöttin ist der Film zu einer Legende geworden,Greta Garbo in Reinkultur sozusagen. Als alternde Ballerina erlebt sie Leidenschaft und persönlichen Verzicht in der edlen Kulisse eines Nobelhotels,dem Grand Hotel. Mit von der Partie sind zusätzlich so profilierte Schauspieler wie Joan Crawford und Lionel Barrymore,deren Schicksal unheilvoll miteinander verbunden ist. Fazit:Ein prachtvolles Melodram der Luxusklasse,das nicht nur für Garbo-Fans beste Unterhaltung bietet. |
Der Krieg im Dunkel Greta Garbo, Conrad Nagel, Gustav von Seyffertitz DVD, 14. Oktober 2005 Verkaufsrang: 31784 Warner Home Der Krieg im Dunkel, USK/FSK: oA VÃ-Datum: 14.10.05
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)
Garbo ist "The Mysterious Lady" 5 von 5 Punkten Wer keine Berührungsängste mit Stummfilmen hat, der sollte sich unbedingt "Krieg im Dunkel" ansehen, denn er ist einfach fantastisch. Der Film gehört zu den eher weniger bekannten Werken in Greta Garbos Schaffen, doch das völlig zu Unrecht. Die Agenten-Liebesgeschichte weist sehr viel Ähnlichkeiten mit Garbos späterem Welterfolg "Mata Hari" auf. Hier wie dort verkörpert die Garbo eine russische Spionin, die sich zwischen Liebe und Pflicht entscheiden muss. Ihr Partner ist Conrad Nagel, ein offensichtlicher Ersatz für Garbos Stammpartner John Gilbert, doch mir persönlich gefällt er sogar besser, weil er sehr sensibel und zurückhaltend agiert. Natürlich liegt das Hauptaugenmerk auf Greta Garbo, die von ihrem Lieblings-Kameramann William Daniels beinahe überirdisch schön fotografiert wird. "Krieg im Dunkel" war ihr sechster Hollywood-Film und der erste, in dem sie den typischen "Garbo-Look" präsentiert, an den sich die meisten erinnern. Doch die Garbo ist viel mehr als schön - ihr Spiel ist differenziert, intelligent und modern. Nicht umsonst kann man Garbos Stummfilme auch heute noch genießen, weil sie als Minimalistin nie zu übertriebener Gestik greift. In ihren Augen ist jederzeit sichtbar, was ihre Figur empfindet. Ihre Körperbeherrschung - ob sie elegant eine Treppe hinunterschreitet, einen verzweifelten Mord begeht, Kerzen anzündet oder einen Liebhaber küsst - ist atemberaubend. Garbos Kunst ist wahrlich unsterblich. "Der Krieg im Dunkel" ist darüber hinaus extrem spannend, zärtlich und hat ein für sein Alter hohes Tempo. Regisseur Fred Niblo gehört zu den meistunterschätzten Regisseuren der Stummfilmzeit und ist heute leider vergessen. Der Film ist mit einem modernen, wuchtigen Soundtrack von Vivek Maddala aus dem Jahr 2002 unterlegt, der wunderbar funktioniert, auch wenn er die Einbindung von Puccinis Oper "Tosca" an dramaturgisch wichtigen Stellen außer Acht lässt.
Die DVD ist hervorragend. Die Bildqualität variiert zwar aufgrund des Alters (manche Szenen sehen blendend aus, bei anderen ist das Material schon arg abgenutzt), aber beim Anblick der Garbo ist das ohnehin zweitrangig. Die DVD bietet einen sehr unterhaltsamen Audiokommentar der Garbo-Experten Jeffrey Vance und Tony Maietta sowie Teile des verschollenen Garbo-Films "Divine Woman" und eine Fotogalerie als Extra.
"Krieg im Dunkel" ist ein ausgezeichnetes Beispiel für die Sorgfalt und Opulenz der frühen MGM-Produktionen und ein Fest für Garbo- und Stummfilm-Fans.
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Greta Garbo Collection (6 DVDs) Greta Garbo DVD, 14. Oktober 2005 Verkaufsrang: 52998
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Vermächtnis einer Filmgöttin 5 von 5 Punkten Greta Garbo war mehr als eine betörend schöne und hervorragende Schauspielerin, sie war und ist die reine Kino-Magie. Die Garbo spielte ihre Rollen nicht nur, sie lebte sie. Beim Ansehen ihrer Filme scheint es manchmal schwer vorstellbar, dass sie wirklich gelebt hat, so überirdisch ist ihre Präsenz. Umso erfreulicher, dass einige ihrer größten Filme in dieser Kompilation zu haben sind. Es handelt sich um folgende Werke:
- Ninotschka
- Königin Christine
- Die Kameliendame
- Anna Karenina
- Mata Hari
- Menschen im Hotel
In dieser Zusammenstellung finden sich in der Tat die wohl wichtigsten und berühmtesten Filme ihrer Karriere, zumindest was den Tonfilm betrifft. Frühere Meisterwerke wie "Es war" oder "Krieg im Dunkel" sind aber glücklicherweise ebenfalls auf DVD erhältlich.
Es waren überwiegend die tragischen Frauenfiguren, die Garbo perfekt verkörperte. Kein Mann schien sie glücklich machen zu können, kein Filmpartner - obwohl allesamt ausgezeichnete Darsteller wie Ramon Novarro, Robert Taylor, John Gilbert und John Barrymore - konnte in ihrem Schatten wirklich glänzen. Unvergessliche Szenen finden sich hier: wie Garbo als Kameliendame Marguerite schwindsüchtig ihr Leben aushaucht, wie sie als schwedische Königin Christine nach ihrer Liebesnacht mit John Gilbert durch alle Details das Herbergszimmers liebkost, um sich an diese Nacht auf ewig zu erinnern. Wie sie in selber Rolle nach dem Thronverzicht in eine ungewisse Zukunft fährt und Kameramann William Daniels für Minuten ihr Gesicht einfängt, oder wie sie als Mata Hari vor ihrer Hinrichtung eine letzte Begegnung mit der Liebe ihres Lebens hat.
Erst "Ninotschka" zeigte eine dem Publikum völlig unbekannte Garbo: eine Komödiantin, und was für eine, und das noch in einer der besten Filmkomödien aller Zeiten. "Ninotschka" von Ernst Lubitsch ist sicher der beste der hier enthaltenen Filme, er ist schlicht ein unsterbliches Meisterwerk der Filmgeschichte.
Mit ihrem Rückzug vom Filmgeschäft im Jahr 1941 hat Hollywood eine seiner strahlendsten Göttinnen verloren, deren Filme - selbst wenn sie heute etwas angestaubt wirken - einen unerklärbaren Zauber besitzen. Ich kann diese Box nur jedem Filmfreund ans Herz legen. Die Filme liegen in wirklich guter Qualität vor und bieten teilweise (z.B. bei "Menschen im Hotel") noch interessante Extras. Übrigens ist es immer lohnend, die Garbo im Originalton zu hören, um ihre Kunst vollständig zu genießen.
Es werden heute keine Filme mehr wie diese gemacht, und es gab und wird nie wieder eine zweite Garbo geben.
Die Göttliche 5 von 5 Punkten ... einen Namen, den diese großartige Schauspielerin durchaus verdient hat. Ohne viel Mühe schaffte sie es von der Stummfilmschauspielerin zum Leinwandstar - ein Erfolg, der vielen Schauspielern, die Anfang des 20. Jahrhunderts in die USA imigriert waren, verwehrt blieb. In dieser Box bekommt man ihre Glanzleistungen in "Grand Hotel" (u.a. mit Joan Crawford, Lionel Barrymore und John Barrymore - ein Klassiker!), "Mata Hari" (äußerst reizvoll und dennoch mit bitterem Ende), "Anna Karenina" (das Ende werden Sie nie vergessen können), "Königin Christine" (Garbo tritt als willensstarke, gutmütig intelligente Herrscherin auf), "Ninotschka" (ein durchaus witziger Film... Billy Wilder wirkte als Drehbuchautor mit) und "Kameliendame" (wunderschöne Umsetzung des Buchklassikers)zu sehen. War einfach entzückt von dieser tollen Zusammenstellung und freue mich immer wieder, das großartige Talent Greta Garbos bewundern zu können. Kaufen! |
Anna Christie Greta Garbo, Charles Bickford, George F. Marion DVD, 14. Oktober 2005 Verkaufsrang: 31806 Warner Home Anna Christie, USK/FSK: oA VÃ-Datum: 14.10.05
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Toll 5 von 5 Punkten ein Meilenstein des Tonfilms - ein muss für Garbo Fans auch wenn manches ein wenig hölzern wirkt. Der Ton war damals ein vergleichsweise neues Medium. Trotzdem schön gespielt.
Die DVD Umsetzung auch gelungen.
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