DVDs: Ian Glen

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Wives And Daughters [UK IMPORT] - Michael GambonWives And Daughters [UK IMPORT]
Michael Gambon, Barbara Flynn, Penelope Wilton, Francesca Annis, Ian Carmichael

DVD, 20. August 2001
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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 13 Bewertungen)

Ein bißchen langatmig, aber dennoch ein Bonbon      4 von 5 Punkten
Ein nicht unwesentlicher Teil meines Vergnügen an (BBC)Period Dramas resultiert aus der Frage: wen der Mitwirkenden kenne ich schon, und woher? Insofern war dieser Film schon mal ein großes Vergnügen, den hinter der Kamera wären da Andrew Davies, Sue Conklin und Sue Birtwistle von P&P'95. Für ebendiesen Film stand Barbara Leigh Hunt vor der Kamera, als die einzig ware Lady Catherine. Hier ist sie in einer recht ähnlichen Rolle zu sehen, und schon ihre schnarrende Stimme ist ein großes Vergnügen. Da ist aber (Überraschung!) auch noch P&P'05 in der Darstellerriege vertreten, nämlich mit Rosamund Pike (Miss Benett) und Tom Hollander (zu ihm komme ich noch). Und die Hauptdarstellerin, Justine Wadell, spazierte auch schon durch Mansfield Park (den älteren). Aber jetzt zum Film:

Ich habe diesen Film als englischen TV-Mitschnitt auf vier Scheiben gesehen. Was bleibt, ist die letzte der vier CDs: wärend die ersten 3/4 des Films eher gemächlich dahinplätschern, geht es dann endlich im letzten Viertel äußerst dramatisch und tränenreich zur Sache.

Justine Waddel ist wunderbar als Molly, mir gefällt ihre gelegentlich linkische Art sich zu bewegen. Passt hervorrand zu dem Töffel, das Molly zu Beginn der Geschichte ist;-)

Und dann Tom Hollander als Osborne: anbetungswürdig! Bis dahin kannt ich ihn nur als vom Drehbuch mißhandelte Witzfigur (Mr Collins) aus P&P'05 und als kleiner, gemeiner Lord Cutler Becket aus Pirates of the Carribean 2 und 3. Ich wiederhole es gerne: anbetungswürdig!

Also, man braucht ein bißchen Geduld für diesen Film, aber es lohnt sich schon. Menschen, die Period Dramas NICHT mögen, sollten ihn allerdings lieber nicht sehen.;-)

Schön, kommt aber nicht richtig in Fahrt      4 von 5 Punkten
Ich muß zugeben, nach der wunderbaren "North&South"-Verfilmung waren meine Erwartungen hoch. Das macht es natürlich nicht besonders leicht für folgende Verfilmungen der selben Autorin, in diesem Fall Elizabeth Gaskell.
Aber genau so, wie man die "Pride&Prejudice"-Verfilmung mit Colin Firth auch nicht als Maßstab für sämtliche Austen-Verfilmungen nehmen sollte, habe ich mich bemüht, "Wives and daughters" eine faire Chance zu geben. Ich werde daher versuchen, weitestgehend ohne Vergleiche auszukommen.
"Wives and daughters" ist von den Machern jener oben genannten legendären "P&P"-Verfilmung und somit sind die Ansprüche sicherlich hoch, zumal Andrew Davies mit seinen Adaptionen klassischer englischer Literatur (s. auch die Verfilmungen von "Vanity Fair" und "Middlemarch" der BBC)wunderbare Drehbücher vorgelegt hat.
Leider beschlich mich beim Sehen aber immer wieder das Gefühl, daß der Geschichte ein wenig das Tempo fehlt, allzu betulich, allzu ausführlich kommt die Handlung rüber, auf so manches hätte man verzichten können, andere Dinge hätten gekürzt werden können. Vor allem dieses ewige Hin und Her zwischen Cynthia und Preston hätte deutlich gestrafft werden können, ohne an Dramatik und Spannung einzubüßen. Zu sehr verliert sich der Film in Nebenhandlungen, die verzichtbar gewesen wären, zu sehr bemüht er sich darum, die Handlung wirklich aus JEDER Perspektive darzustellen. Diese Ausführlichkeit in der Handlung geht sogar so weit, Molly und ihren Roger am Ende händchenhaltend in Afrika zu zeigen, eine Szene, die nicht nur überflüssig ist (da der Zuschauer an dieser Stelle schon längst weiß, daß die beiden zusammenkommen werden), sondern auch noch irgendwie einen unangenehmen Rosamunde-Pilcher-Nachgeschmack hinterläßt. Wo "North&South" (so ganz ohne Vergleiche komme ich da doch nicht aus) straff erzählt ist und seinen Protagonisten nur wenig Leerlauf gönnt, kommt bei "Wives and daughters" schonmal gepflegte Langeweile auf.
Es sind also größtenteils Längen im Drehbuch (auch ein Andrew Davies hat also mal einen schlechten Tag!), die "Wives and daughters" zu einem leider nicht ganz vollkommenem Film machen. Die Ausstattung ist wie immer bei den BBC period dramas wunderschön und detailverliebt und die Darsteller durch die Bank weg großartig besetzt. Vor allem Michael Gambon als Squire spielt brillant, aber auch Justine Waddell als Molly ist einfach nur hinreißend und süß. Francesca Annis als Hyacinth hätte gerne ein wenig fieser sein dürfen (außerdem sieht sie in ihren fliederfarbenen Kleidern so aus, als würde sie den ganzen Film über nur ein Kleid tragen...), Keeley Hawes als Cynthia bleibt leider ein wenig blass, im Gegensatz zu Tom Hollander (Mr Collins in der Kinoadaption von "Pride&Prejudice" mit Keira Knightley) als Osborne, der seiner Rolle die nötige Tragik verleiht und somit seine blasse Darstellung des Mr Collins in der Kinofassung von "Pride&Prejudice" vergessen läßt.
Alles in allem bleibt "Wives and daughters" ein typisches BBC-Period drama mit einigen Längen, dafür wollte ich eigentlich gleich zwei Sterne abziehen. Jedoch ist das Bonusmaterial auf beiden DVDs sehr schön ausgewählt, dafür dann doch nur ein Stern Abzug. Wer sich immer geärgert hat, daß die BBC die Soundtracks ihrer period dramas nicht auf CD veröffentlicht, darf sich bei dieser DVD auf gleich 30 Minuten Soundtrack in Dolby 5.1-Qualität freuen. Auch die Doku "Who the Dickens is Mrs Gaskell?" ist sehr interessant und verbindet biographische Fakten aus dem Leben Elizabeth Gaskells mit einem kleinen Making-of von "Wives and daughters".
Fazit: nicht so packend wie "North&South", nicht so fröhlich wie "Pride&Prejudice", aber immer noch ein tolles BBC Drama mit allem, was man in den letzten Jahren bei der BBC kennen- und liebengelernt hat.

ich war enttäuscht....      2 von 5 Punkten
Eigentlich habe ich immer Glück, wenn ich mich auf Rezensionen verlasse. In diesem Fall habe ich jedoch einen Reinfall erlebt. Warum? Denn die Schauspieler sind gut und der Film ist stimmungsvoll! Ich kann es mir nur so erklären: die Handlung (auf die hier nicht näher eingehe, weil bereits Rezensenten vor mir sie zusammengefaßt haben) ist zähflüssig und kam nicht in Fahrt. Stunde über Stunde saß ich vorm Fernseher und war nach einer Weile einfach nur noch gelangweilt. Kein Vergleich mit vielen anderen BBC Verfilmungen, wie beispielsweise Gaskells North and South!

Gemütlich machen und genießen!      4 von 5 Punkten
Von (Ehe-)Frauen und Töchtern ist in dieser Elizabeth-Gaskell-Verfilmung allerdings die Rede, die ebenso prominent vertretenen Söhne und Väter werden im Titel ein wenig unterschlagen. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Molly Gibson, Tochter eines verwitweten Landarztes und eher unerfahren und unschuldig, was die Dinge des Lebens angeht. Eines Tages entschließt sich ihr Vater, erneut zu heiraten. Mollys neue Stiefmutter entpuppt sich allzu bald als sagenhaft oberflächliches, egoistisches Wesen, während die Stiefschwester zwar leichtfertig und flatterhaft, aber wenigstens herzlich und offen ist. Molly macht Bekanntschaft mit den Hamleys, dem Squire und seiner kranken Frau sowie den beiden Söhnen Osborne und Roger. Bald sorgen nicht nur Osbornes Heimlichkeiten und Rogers Verlobung mit Stiefschwester Cynthia für Kummer und Unruhe bei Molly&

Wieder einmal ist hier ein äußerst gutes Stück (Film-)Arbeit abgeliefert worden. Die Charaktere sind alle ebenso perfekt besetzt wie lebendig gespielt. Im Gegensatz zu Pride & Prejudice, das einen wesentlich heitereren Ton anschlägt, werden in Wives & Daugters zeitgenössische Sittenstrenge, familiäre Katastrophen und persönliches Leid weit stärker problematisiert. In diesem Zusammenhang gilt mein erstes Lob auch Michael Gambon, den ich in der Rolle des knorrigen, sturköpfigen, verzweifelten Squires einfach sagenhaft fand. Seine Darstellung ist wohl die eindringlichste des ganzen Films. Der weiß im Kontrast zu Hamleys Gefühlsausbrüchen ansonsten mit einer wohltuenden Diskretion zu überzeugen, was die Emotionen und Dispositionen der Protagonisten angeht. Dass Molly ihrer Stiefmutter wenig Sympathien entgegenbringt, sich aber trotzdem einfach mit der Situation arrangiert, weil sie muss, wird so auch ohne lange Mono- oder Dialoge klar.

Überhaupt hält Wives & Daugthers fast durchgehend ein schönes, intensives, unaufdringliches Tempo. Zwei Kritikpunkte habe ich allerdings, die es zumindest für mich persönlich sind: Zum einen fand ich die Geschichte um Mr Preston und seine Verlobung mit Cynthia ein wenig zu langatmig und eher störend, auch wenn sie und ihre Folgen für die Illustration der damaligen sozialen Erwartungshaltungen nicht unwichtig ist. Zum anderen - und das leider - bin ich mit der Figur der Molly, so wie sie dargestellt wird, nie so richtig warm geworden. Für ihre Charakterstärke, Liebesfähigkeit und Aufrichtigkeit liefert der Film genügend Beweise, trotzdem bleibt sie als etwas zu spröde und etwas zu blass im Ausdruck hinter meinen Erwartungen an eine Hauptfigur zurück. Oder vielleicht auch nicht. Wenn man länger darüber nachdenkt, sind ihre introvertierte Art, die Bescheidenheit und die sanfte Demut vielleicht doch mehr als spröde und blass. Schaut selbst nach :-)

Macht süchtig!!!      5 von 5 Punkten
Eine der besten Literaturverfilmungen aller Zeiten!!! Wer Pride &Prejudice mochte, wird Wives and Daughters lieben. Hier stimmt einfach alles: grandioses Drehbuch, großartige Besetzung, perfekte Ausstattung, bewegende Story. Ein Film, den man sich immer wieder ansehen möchte!


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Wives And Daughters [UK IMPORT] - Bill PatersonWives And Daughters [UK IMPORT]
Bill Paterson, Penelope Wilton, Francesca Annis, Michael Gambon, Iain Glen

Videokassette, 31. Januar 2000
     Verkaufsrang: 3262     

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 13 Bewertungen)

Ein bißchen langatmig, aber dennoch ein Bonbon      4 von 5 Punkten
Ein nicht unwesentlicher Teil meines Vergnügen an (BBC)Period Dramas resultiert aus der Frage: wen der Mitwirkenden kenne ich schon, und woher? Insofern war dieser Film schon mal ein großes Vergnügen, den hinter der Kamera wären da Andrew Davies, Sue Conklin und Sue Birtwistle von P&P'95. Für ebendiesen Film stand Barbara Leigh Hunt vor der Kamera, als die einzig ware Lady Catherine. Hier ist sie in einer recht ähnlichen Rolle zu sehen, und schon ihre schnarrende Stimme ist ein großes Vergnügen. Da ist aber (Überraschung!) auch noch P&P'05 in der Darstellerriege vertreten, nämlich mit Rosamund Pike (Miss Benett) und Tom Hollander (zu ihm komme ich noch). Und die Hauptdarstellerin, Justine Wadell, spazierte auch schon durch Mansfield Park (den älteren). Aber jetzt zum Film:

Ich habe diesen Film als englischen TV-Mitschnitt auf vier Scheiben gesehen. Was bleibt, ist die letzte der vier CDs: wärend die ersten 3/4 des Films eher gemächlich dahinplätschern, geht es dann endlich im letzten Viertel äußerst dramatisch und tränenreich zur Sache.

Justine Waddel ist wunderbar als Molly, mir gefällt ihre gelegentlich linkische Art sich zu bewegen. Passt hervorrand zu dem Töffel, das Molly zu Beginn der Geschichte ist;-)

Und dann Tom Hollander als Osborne: anbetungswürdig! Bis dahin kannt ich ihn nur als vom Drehbuch mißhandelte Witzfigur (Mr Collins) aus P&P'05 und als kleiner, gemeiner Lord Cutler Becket aus Pirates of the Carribean 2 und 3. Ich wiederhole es gerne: anbetungswürdig!

Also, man braucht ein bißchen Geduld für diesen Film, aber es lohnt sich schon. Menschen, die Period Dramas NICHT mögen, sollten ihn allerdings lieber nicht sehen.;-)

Schön, kommt aber nicht richtig in Fahrt      4 von 5 Punkten
Ich muß zugeben, nach der wunderbaren "North&South"-Verfilmung waren meine Erwartungen hoch. Das macht es natürlich nicht besonders leicht für folgende Verfilmungen der selben Autorin, in diesem Fall Elizabeth Gaskell.
Aber genau so, wie man die "Pride&Prejudice"-Verfilmung mit Colin Firth auch nicht als Maßstab für sämtliche Austen-Verfilmungen nehmen sollte, habe ich mich bemüht, "Wives and daughters" eine faire Chance zu geben. Ich werde daher versuchen, weitestgehend ohne Vergleiche auszukommen.
"Wives and daughters" ist von den Machern jener oben genannten legendären "P&P"-Verfilmung und somit sind die Ansprüche sicherlich hoch, zumal Andrew Davies mit seinen Adaptionen klassischer englischer Literatur (s. auch die Verfilmungen von "Vanity Fair" und "Middlemarch" der BBC)wunderbare Drehbücher vorgelegt hat.
Leider beschlich mich beim Sehen aber immer wieder das Gefühl, daß der Geschichte ein wenig das Tempo fehlt, allzu betulich, allzu ausführlich kommt die Handlung rüber, auf so manches hätte man verzichten können, andere Dinge hätten gekürzt werden können. Vor allem dieses ewige Hin und Her zwischen Cynthia und Preston hätte deutlich gestrafft werden können, ohne an Dramatik und Spannung einzubüßen. Zu sehr verliert sich der Film in Nebenhandlungen, die verzichtbar gewesen wären, zu sehr bemüht er sich darum, die Handlung wirklich aus JEDER Perspektive darzustellen. Diese Ausführlichkeit in der Handlung geht sogar so weit, Molly und ihren Roger am Ende händchenhaltend in Afrika zu zeigen, eine Szene, die nicht nur überflüssig ist (da der Zuschauer an dieser Stelle schon längst weiß, daß die beiden zusammenkommen werden), sondern auch noch irgendwie einen unangenehmen Rosamunde-Pilcher-Nachgeschmack hinterläßt. Wo "North&South" (so ganz ohne Vergleiche komme ich da doch nicht aus) straff erzählt ist und seinen Protagonisten nur wenig Leerlauf gönnt, kommt bei "Wives and daughters" schonmal gepflegte Langeweile auf.
Es sind also größtenteils Längen im Drehbuch (auch ein Andrew Davies hat also mal einen schlechten Tag!), die "Wives and daughters" zu einem leider nicht ganz vollkommenem Film machen. Die Ausstattung ist wie immer bei den BBC period dramas wunderschön und detailverliebt und die Darsteller durch die Bank weg großartig besetzt. Vor allem Michael Gambon als Squire spielt brillant, aber auch Justine Waddell als Molly ist einfach nur hinreißend und süß. Francesca Annis als Hyacinth hätte gerne ein wenig fieser sein dürfen (außerdem sieht sie in ihren fliederfarbenen Kleidern so aus, als würde sie den ganzen Film über nur ein Kleid tragen...), Keeley Hawes als Cynthia bleibt leider ein wenig blass, im Gegensatz zu Tom Hollander (Mr Collins in der Kinoadaption von "Pride&Prejudice" mit Keira Knightley) als Osborne, der seiner Rolle die nötige Tragik verleiht und somit seine blasse Darstellung des Mr Collins in der Kinofassung von "Pride&Prejudice" vergessen läßt.
Alles in allem bleibt "Wives and daughters" ein typisches BBC-Period drama mit einigen Längen, dafür wollte ich eigentlich gleich zwei Sterne abziehen. Jedoch ist das Bonusmaterial auf beiden DVDs sehr schön ausgewählt, dafür dann doch nur ein Stern Abzug. Wer sich immer geärgert hat, daß die BBC die Soundtracks ihrer period dramas nicht auf CD veröffentlicht, darf sich bei dieser DVD auf gleich 30 Minuten Soundtrack in Dolby 5.1-Qualität freuen. Auch die Doku "Who the Dickens is Mrs Gaskell?" ist sehr interessant und verbindet biographische Fakten aus dem Leben Elizabeth Gaskells mit einem kleinen Making-of von "Wives and daughters".
Fazit: nicht so packend wie "North&South", nicht so fröhlich wie "Pride&Prejudice", aber immer noch ein tolles BBC Drama mit allem, was man in den letzten Jahren bei der BBC kennen- und liebengelernt hat.

ich war enttäuscht....      2 von 5 Punkten
Eigentlich habe ich immer Glück, wenn ich mich auf Rezensionen verlasse. In diesem Fall habe ich jedoch einen Reinfall erlebt. Warum? Denn die Schauspieler sind gut und der Film ist stimmungsvoll! Ich kann es mir nur so erklären: die Handlung (auf die hier nicht näher eingehe, weil bereits Rezensenten vor mir sie zusammengefaßt haben) ist zähflüssig und kam nicht in Fahrt. Stunde über Stunde saß ich vorm Fernseher und war nach einer Weile einfach nur noch gelangweilt. Kein Vergleich mit vielen anderen BBC Verfilmungen, wie beispielsweise Gaskells North and South!

Gemütlich machen und genießen!      4 von 5 Punkten
Von (Ehe-)Frauen und Töchtern ist in dieser Elizabeth-Gaskell-Verfilmung allerdings die Rede, die ebenso prominent vertretenen Söhne und Väter werden im Titel ein wenig unterschlagen. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Molly Gibson, Tochter eines verwitweten Landarztes und eher unerfahren und unschuldig, was die Dinge des Lebens angeht. Eines Tages entschließt sich ihr Vater, erneut zu heiraten. Mollys neue Stiefmutter entpuppt sich allzu bald als sagenhaft oberflächliches, egoistisches Wesen, während die Stiefschwester zwar leichtfertig und flatterhaft, aber wenigstens herzlich und offen ist. Molly macht Bekanntschaft mit den Hamleys, dem Squire und seiner kranken Frau sowie den beiden Söhnen Osborne und Roger. Bald sorgen nicht nur Osbornes Heimlichkeiten und Rogers Verlobung mit Stiefschwester Cynthia für Kummer und Unruhe bei Molly&

Wieder einmal ist hier ein äußerst gutes Stück (Film-)Arbeit abgeliefert worden. Die Charaktere sind alle ebenso perfekt besetzt wie lebendig gespielt. Im Gegensatz zu Pride & Prejudice, das einen wesentlich heitereren Ton anschlägt, werden in Wives & Daugters zeitgenössische Sittenstrenge, familiäre Katastrophen und persönliches Leid weit stärker problematisiert. In diesem Zusammenhang gilt mein erstes Lob auch Michael Gambon, den ich in der Rolle des knorrigen, sturköpfigen, verzweifelten Squires einfach sagenhaft fand. Seine Darstellung ist wohl die eindringlichste des ganzen Films. Der weiß im Kontrast zu Hamleys Gefühlsausbrüchen ansonsten mit einer wohltuenden Diskretion zu überzeugen, was die Emotionen und Dispositionen der Protagonisten angeht. Dass Molly ihrer Stiefmutter wenig Sympathien entgegenbringt, sich aber trotzdem einfach mit der Situation arrangiert, weil sie muss, wird so auch ohne lange Mono- oder Dialoge klar.

Überhaupt hält Wives & Daugthers fast durchgehend ein schönes, intensives, unaufdringliches Tempo. Zwei Kritikpunkte habe ich allerdings, die es zumindest für mich persönlich sind: Zum einen fand ich die Geschichte um Mr Preston und seine Verlobung mit Cynthia ein wenig zu langatmig und eher störend, auch wenn sie und ihre Folgen für die Illustration der damaligen sozialen Erwartungshaltungen nicht unwichtig ist. Zum anderen - und das leider - bin ich mit der Figur der Molly, so wie sie dargestellt wird, nie so richtig warm geworden. Für ihre Charakterstärke, Liebesfähigkeit und Aufrichtigkeit liefert der Film genügend Beweise, trotzdem bleibt sie als etwas zu spröde und etwas zu blass im Ausdruck hinter meinen Erwartungen an eine Hauptfigur zurück. Oder vielleicht auch nicht. Wenn man länger darüber nachdenkt, sind ihre introvertierte Art, die Bescheidenheit und die sanfte Demut vielleicht doch mehr als spröde und blass. Schaut selbst nach :-)

Macht süchtig!!!      5 von 5 Punkten
Eine der besten Literaturverfilmungen aller Zeiten!!! Wer Pride &Prejudice mochte, wird Wives and Daughters lieben. Hier stimmt einfach alles: grandioses Drehbuch, großartige Besetzung, perfekte Ausstattung, bewegende Story. Ein Film, den man sich immer wieder ansehen möchte!


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Rosencrantz & Guildenstern Are Dead - Gary OldmanRosencrantz & Guildenstern Are Dead
Gary Oldman, Tim Roth, Richard Dreyfuss, Livio Badurina, Tomislav Maretic

DVD
    

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Rosenkranz und Güldenstern haben den Blues. Da heulen sogar die Hunde - zumindest im Vorspann. Und das ganz zu Recht! Niemand beachtet die beiden Randfiguren in der Geschichte um den melancholischen Prinzen Hamlet von Dänemark, die völlig ahnungslos durch die Handlung taumeln. Eine Seelenverwandtschaft zu Jim Jarmuschs Dead Man liegt nahe. So reiten die beiden Edelleute zu Beginn des Films durch die Karstlandschaft Jugoslawiens, die nicht zuletzt bereits den Winnetou-Filmen als Kulisse diente. Der ganze Film ist ein einziger philosophischer Diskurs, der sich im Wesentlichen um den Tod dreht. Rosenkranz und Güldenstern sind willenlose Spielbälle, den Mächten des Schicksals wahllos ausgeliefert.
Rosenkranz und Güldenstern werden an den Hof Dänemarks gerufen. Dort sollen sie im Auftrag des neuen Königs Claudius den rätselhaften Zustand ihres Freundes Hamlet ergründen. Doch die Handlung schreitet voran, ohne dass die beiden einen Einfluss darauf haben. Güldenstern (Tim Roth) will für alles eine Erklärung haben, aber es gibt keine. Auf die Frage, warum sie da sind, was durchaus auch als Frage nach ihrem Lebenszweck zu verstehen ist, gibt Rosenkranz (Gary Oldman) die Antwort, dass nach ihnen geschickt wurde. Aus eigenem Antrieb scheinen sie keiner Handlung fähig zu sein. Güldenstern sagt selbst, dass sie nur Zuschauer sind. Sie greifen nicht bewusst in die Handlung ein, sondern irren planlos durch Schloss Helsingör. Ihr Weg scheint vom Schicksal bzw. vom Schicksal spielenden Autor vorgezeichnet.
So stolpern sie in das Geschehen und verschulden u.a. Polonius' Tod. Sie stehen neben sich, beobachten und werden beobachtet. Die Frage, die sie sich gegenseitig immer wieder stellen, bringt es treffend auf den Punkt: "Wer bist du?" Sogar untereinander verwechseln sie ihre Identität. Güldenstern wirft Rosenkranz vor, dass er nie etwas Originäres beisteuere. Dieser entgegnet bezeichnend, dass er nur eine unterstützende Nebenrolle spiele. Dabei analysieren sie als Einzige treffend Hamlets Zustand und die Gründe dafür, aber sie verstehen nichts. Noch nicht einmal, als die Theatertruppe um Richard Dreyfuss den Bediensteten den ganzen Hamlet als Pantomime vorspielt, deren Schlussgag der Tod von Rosenkranz und Güldenstern bildet. Dreyfuss fragt die beiden sogar, ob sie das Stück kennen, aber sie verstehen weder die Anspielung auf ihr eigenes Schicksal noch auf den größeren Zusammenhang. Während sie mit Hamlet nach England reisen, fragen sie sich wiederholt, ob sie schon tot sind. Es scheint, als würden sie nur darauf warten. Ihre Zeit läuft ab.
Am Ende beschließen die Schauspieler die Szenerie und verladen die Requisiten, sodass die Frage bleibt, ob am Ende alles nur ein Spiel war. Stoppards Inszenierung, die auf seinem gleichnamigen Theatererfolg basiert und bislang seine einzige Regiearbeit darstellt, ist äußert theatralisch, fast wie ein Kammerspiel angelegt und absurdes Theater im besten Beckett'schen Sinne. Stoppard, der auch die Drehbücher zu Brazil und Spielbergs Das Reich der Sonne schrieb, wurde für ein weiteres Projekt über den Barden aus Stratford, Shakespeare in Love, mit dem Oscar ausgezeichnet. Tim Roth und Gary Oldman, die 1990 wie ihre Figuren noch kleine Räder im großen Filmgetriebe waren, liefern eine hervorragende Leistung ab, die nicht zuletzt ausschlagend für den Genuss dieses herrlichen Filmvergnügens ist. -Birgit Schwenger


Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 18 Bewertungen)

Hamlet "von unge"      5 von 5 Punkten
Die Idee, Hamlet mal aus der Perspektive der Nebenfiguren zu betrachten, hat so Einiges für sich und liest sich schon als Buch sehr amüsant und macht stellenweise auch nachdenklich. Denn die Handlungsmotivationen der normalen Figuren sind rein logisch nicht immer ganz nachvollziehbar, sondern eben eher nur "Drama". Das macht Stoppards Text mehr als deutlich.

Diese Verfilmung - bei der Stoppard auch Regie geführt hat - überträgt den Text wunderbar auf den Bildschirm und dürfte jedem Skhakespeare-Kenner das Herz aufgehen lassen. Solte in keiner Sammlung zum "Barden" fehlen.


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City Of Vice - Series 1 - Ian McDiarmidCity Of Vice - Series 1
Ian McDiarmid, Iain Glen, Francis Magee, Gary Lewis, Juliet Aubrey

DVD, 18. Februar 2008

Verkaufsrang: 45531

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Jesus Christ Vampire Hunter - Phil CaracasJesus Christ Vampire Hunter
Phil Caracas, Murielle Varhelyi, Ian Driscoll, Jeff Moffet, Jason McMaster

DVD, 19. Dezember 2005

Verkaufsrang: 45599

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Song For A Raggy Boy [UK IMPORT] - Aidan QuinnSong For A Raggy Boy [UK IMPORT]
Aidan Quinn, Ian Glen, Dudley Sutton, Marc Warren

DVD, 30. April 2007

Verkaufsrang: 73314

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