DVDs: John Garfield

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The Conversation [UK IMPORT] - Gene HackmanThe Conversation [UK IMPORT]
Gene Hackman, John Cazale, Frederic Forrest, Allen Garfield, Cindy Williams

DVD, 1. August 2005
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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

New Hollywoods Antwort auf "BlowUp"      4 von 5 Punkten
Nach dem großen internationalen Erfolg des Stasidramas "Das Leben der Anderen" vor zwei Jahren wurden, vor allem von US-amerikanischen Kritikern, immer wieder Parallelen zu Francis Ford Coppolas "The Conversation" gezogen. Diese Vergleiche sind jedoch nur zum Teil berechtigt. Zwar handelt auch "The Conversation" von einem Mann, dessen Beruf es ist, seine Mitmenschen zu bespitzeln und dem mit der Zeit Zweifel an der Richtigkeit seines Tuns kommen, doch ist der Film im Vergleich zu "Das Leben der Anderen" bedeutend ruhiger und unspektakulärer. Viel auffallender ist die inhaltliche und auch atmosphärische Nähe zu Michelangelo Antonionis "BlowUp" von 1966, der von Coppola als wichtigstes Vorbild genannt wurde.

Dem Regisseur gelingt es, eine durchgehend bedrückende, unterschwellig bedrohliche und gruselige Atmosphäre aufzubauen, die sich bis zum schockierenden Höhepunkt des Films immer weiter steigert. Unterstützt wird dies durch surreale Traumsequenzen und die großartige Leistung Gene Hackmans, der sich im Vergleich zu früheren Rollen eher zurückhält und der Figur durch sein subtiles Spiel Authentizität verleiht. Auch die anderen Darsteller überzeugen: Harrison Ford darf sich, noch vor seinem großen Durchbruch, einmal von seiner unsympathischen Seite zeigen, Robert Duvall hat einen einprägsamen Cameoauftritt und der stets großartige John Cazale ist in einer seiner insgesamt nur fünf Filmrollen zu sehen.

"The Conversation", einer der besten Filme Coppolas, ist ein ausgezeichneter Politthtiller, der nach wie vor Relevanz besitzt. Dass es bisher keine deutsche DVD gibt, ist zwar einerseits schade, da ihm auf diese Weise ein größeres Publikum hierzulande vorenthalten wird, andererseits ist es jedoch ohnehin lohnender, sich den Film auf Englisch anzusehen, vor allem da ein entscheidendes Element der Handlung in der deutschen Synchronisation nicht berücksichtigt wurde.

Glänzend - bisher leider nur in Englisch erhältlich !      5 von 5 Punkten
Ein professioneller, stark introvertierter Abhörspezialist wird im Zuge eines Auftrages Zeuge einer Verschwörung und beginnt, weil er zum ersten Mal einen persönlichen Bezug zu den „Objekten“ aufbaut, selbstständig zu recherchieren. Er entwickelt moralische Skrupel und eine kritische Distanz zu seinem Berufsstand, kann ein Verbrechen nicht verhindern und muß sogar den absoluten Verlust der eigenen Intimsphäre feststellen. Dieses Erkennen mündet abschließend in einen destruktiven Akt.
„The Conversation“ oder auch "Der Dialog" ist ein ruhig verlaufender, aber gleichzeitig sehr agressiver und böser Film. Er thematisiert den Totalverlust von freien Gedanken und Handlungen und bietet zu keinem Zeitpunkt eine reele Chance, dagegen anzukämpfen. Ein heftiger Kommentar im Allgemeinen und speziell zu den Vorgängen der Nixon-Administration in direktem Bezug zur Watergate-Affäre.
Nach „The French Connection“ spielt Gene Hackman hier zur Überraschung völlig anders: schüchtern, ängstlich und in-sich-gekehrt. Eine außergewöhnlich differenzierte, schauspielerische Leistung.

"Ich kann immer ihren Dialog hören"      5 von 5 Punkten
Nachdem Ford Coppola mit "Der Pate" einen großen Kassenerfolg verbuchen konnte, drehte er diesen Film, den er schon seit Jahren in Planung hatte. Es ist die Geschichte eines Abhörspezialisten, der sich durch seine Arbeit immer mehr von sich selbst entfremdet.

Harry Caul (Gene Hackman) arbeitet auf freier Basis. Sein Büro hat er in einer leerstehenden Fabrikhalle, wo er mit seinem Assistenten Stan (John Cazale) die Tonaufnahmen montiert, die er zuvor "geschossen" hat. Caul ist Einzelgänger und wenig mitteilsam ("Mich interessiert nur eine gute Aufnahme, nichts weiter").
Caul bekommt den Auftrag eines Großindustriellen (ohne Namensnennung gespielt von Robert Duvall), dessen Ehefrau zu beschatten. Er soll Beweise für ihre Untreue liefern. Die Frau trifft sich häufiger mit einem Arbeitskollegen, allerdings nur auf öffentlichen Plätzen. Cauls bester Beweis ist eine Tonaufnahme, die er in der Mittagspause am überfüllten Union Square aufnimmt. Die Aufnahme ist von mäßiger Tonqualität, und in der Folge versucht er, den gesprochenen Dialog mit technischen Mitteln zu entschlüsseln. Je mehr er sich damit beschäftigt, desto mehr glaubt er, einem Mordkomplott auf der Spur zu sein.

"The Conversation" ist ein Film über Einsamkeit und Kommunikationsunfähigkeit. Caul ist zwar in der Lage, jedes Gespräch abzuhören, er ist aber unfähig, es richtig zu interpretieren. Die Dinge, von denen er glaubt, dass sie passieren, sind zwar ähnlich den Dingen, die passieren, aber doch anders. Ebenso ist er unfähig, selbst initiativ zu werden. Er mietet sich in dem Hotel ein, in dem das Verbrechen passieren soll; anstatt jedoch einzugreifen, bohrt er vom Nebenzimmer ein kleines Loch in die Wand und hört den Raum mit einem Stethoskop ab. Als es schließlich losgeht, hält er sich die Ohren zu. (Was zu einer alptraumhaften Sequenz führt, die an die besten Einstellungen Hitchcocks erinnert).
Am Ende bleibt Caul nichts mehr. Er verliert sowohl seine Freundin als auch seinen treuen Assistenten Stan. Zudem wird er von seinem Konkurrenten William P. "Bernie" Moran ("das ist der Kerl, der Cadillac erzählte, dass Chrysler die Flossen abschafft") noch lächerlich gemacht. Caul glaubt, selber abgehört zu werden und nimmt seine gesamte Wohnung auseinander. Er findet die Wanze nicht, und das einzige, was ihm bleibt, ist das Saxophon, auf dem er in seiner zertrümmerten Wohnung spielt.

"The Conversation" besticht durch das Zusammenwirken von Bild, Ton und Musik. Ein Meisterwerk des amerikanischen Kinos.

beklemmend      5 von 5 Punkten
im selben jahr wie der zweite teil des paten hat francis ford coppola diesen weniger bekannten film veröffentlicht. während die oscars des erstgenannten films in erinnerung geblieben sind, ist es sicher kein zufall, dass er mit 'the conversation' (dt: der dialog) die goldene palme von cannes gewonnen hat. vielleicht ist es sogar coppolas bester film überhaupt, in welchem er weder der oppulenz (pate) noch dem wahnsinn (apocalypse now) verfallen ist - zumal dies jeweils auch zu grossartigen filme geführt hat, keine frage. dieser film ist eher ruhig und subtil, er wird mit der selben präzision und detailversessenheit gedreht, mit welcher der protagonist harry caul (gene hackman), ein abhörspezialist, seinem beruf nachgeht.
obwohl viele elemente eines thrillers diesen film kennzeichnen, ist er doch vielmehr die charakterstudie eines einsamen menschen, der sein leben letztlich für seinen beruf geopfert hat. die kühle präzision seiner abhörarbeit finden einen logischen kontrast in der art, wie er sein leben bestreitet. dieses ist von vorsicht gezeichnet und menschliche züge sind, mit ausnahme von seinem saxophonspiel, nicht zu erkennen. seine freundin 'hält' er sich, er zahlt die wohnung, besucht sie regelmässig, lässt sich zärtlichkeiten erweisen, aber geht weder auf sie ein noch gibt er etwas von sich preis. es hat den charakter eines rein geschäftlichen arrangements. seinen engsten mitarbeiter (john cazale) verliert er an einen konkurrenten - dieser durfte weder in die geheimnisse der verwendeten technologien noch in welt der auftraggeber schauen. er war lediglich ein 'technischer erfüllungsgehilfe'. caul legt wert auf allergrösste sicherheit, viele schlösser, sein telefon ist nicht gemeldet etc. in diesem leben fühlt er sich zwar nicht wirklich wohl, aber immerhin frei von verfolgung - dieses stückchen freiheit wird ihm denn auch zuletzt noch genommen, und er verbleibt ausgeliefert in seiner zerstörten wohnung und spielt in fatalistischer manier jazz ...
der film gilt als einer der besten von 'new hollywood' und dies meines erachtens absolut zu recht. die arbeit hat eine bedrohliche ruhe und exaktheit, der charakter von harry caul wird hervorragend entwickelt (die überragende schauspielerische leistung von gene hackman trägt das ihre dazu bei) und der gesamte cast ist überzeugend (viele darsteller tauchen wiederholt in coppola filmen der 70er jahren auf - sozusagen sein ensemble). die paranoiden züge, welche zunehmend den protagonisten und uns zuschauer ergreifen, nehmen langsam zu und lassen nicht mehr los - und man erfährt, dass die unheimlichste aller bedrohungen jene ist, welche sich der eigenen wahrnehmung und kontrolle gänzlich entzieht.


Tabu der Gerechten - Gregory PeckTabu der Gerechten
Gregory Peck, Dorothy McGuire, John Garfield

DVD, 9. Januar 2006
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Fox Tabu der Gerechten - Classics, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 09.01.06

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Klassiker des politischen Films      5 von 5 Punkten
Als sich Elia Kazan in den 1930ern als Schauspieler in Hollywood versuchte, hatte er nur mäßigen Erfolg. Dies änderte sich, als er in den 40er Jahren begann, Regie zu führen. Der 1947 inszenierte Film "Tabu der Gerechten" ("Gentleman`s Agreement") wurde ein großer kommerzieller und künstlerischer Erfolg und mit acht Oscarnominierungen bedacht, von denen der Film drei erhielt (als bester Film, für Kazan als besten Regisseur und für Celeste Holm als beste Nebendarstellerin).
Kurz zum Inhalt: Der Journalist Phil Green (Gregory Peck) kommt nach New York, um für den Zeitungsverleger John Minify (Albert Decker) eine Reihe über Antisemitismus zu schreiben. Green gibt sich selbst als Jude aus und erlebt verschiedene Formen der Diskriminierung. Seine Beziehung zu Minifys Nichte Kathy (Dorothy McGuire) leidet zunehmend darunter. Als sogar sein Sohn als "Itzig" angefeindet und ausgeschlossen wird, bleibt ihm die bittere Erkenntnis seines jüdischen Schulfreundes Dave (John Garfield), dass die schlimmste Form der Diskriminierung das Leiden der eigenen Kinder ist.
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs, den die USA als militärischer und moralischer Sieger über Nazideutschland und seine Verbündete gewonnen hatten, begann auch in Hollywood eine Zeit, in der sich die Branche kontroversen Themen zuwandte. Nachdem zwei Jahre zuvor Billy Wilder das Thema Alkoholismus erfolgreich bearbeitet hatte ("The Lost Weekend"), wagte sich Kazan an ein weiteres Tabu: den weitverbreiteten Antisemitismus in den USA. Bemerkenswert an dem Film ist, dass es gar keinen Querverweis zu den Nazigräueltaten in Deutschland gibt, sondern das Thema als eigenständiges Problem behandelt wird, so dass sich nicht die Gefahr einer Relativierung ergibt. Green erlebt alles: Die Sekretärin erzählt ihm, dass sie ihren Namen ändern musste, um einen Job zu bekommen, es gibt genügend Bekannte, die "zwar nichts gegen Juden" haben und im gleichen Atemzug Stereotypen beispielsweise vom geldgierigen Juden zeichnen. Es gibt Handgreiflichkeiten im Restaurant und einen Rauswurf aus einem Nobelhotel, in dem Gäste "mosaischen Glaubens" unerwünscht sind.
Aber der Film beschränkt sich nicht auf die detaillierte Darstellung latenten oder offenen Fremdenhasses (man könnte anmerken, dass die Darstellung im Film zu sehr auf religiösen Antisemitismus bezogen ist, der sicher nicht so verbreitet war wie der rassistisch motivierte), sondern beschäftigt sich auch mit der Reaktion der "Gutmenschen". Greens Freundin Kathy ist eine engagierte Frau, die sich an dem Dünkel ihrer Mitmenschen gegenüber anderen (also Juden) stört. Allerdings gibt sie in einem Streit mit Green zu, dass sie natürlich lieber nicht Jüdin sei, so wie es natürlich sei, lieber gesund als krank zu sein, eine Szene, die wirklich unter die Haut geht. Der Originaltitel "Gentlemen`s Agreement" fasst böse zusammen, was die "ordentlichen" Bürger unter einem angemessenem Umgang mit Juden verstehen: still ausgrenzen und unter sich bleiben. Viel besser zu Green würde seine Kollegin, die tatkräftige Modejournalistin Anne (Celeste Holm), passen, der Film erlaubt ihnen aber nur eine platonische Freundschaft.
Bemerkenswert sind die ausgezeichneten Schauspielleistungen, vier der acht Nominierungen gingen auch an die Darsteller Peck, McGuire, Holm und Anne Revere (als Greens Mutter). Peck spielt trotz seiner jugendlichen 31 Jahre als habe er schon jahrzehntelange Erfahrung. Fünfzehn Jahre später variierte er den Rollentypus als Atticus Finch in "Wer die Nachtigall stört" und erhielt dafür verdient den Oscar.
Kazan hat einen zeitlosen Film zum Problem Antisemitismus gedreht. Dass er selbst in der McCarthy-Ära eine moralisch sehr bedenkliche Figur abgegeben hat, spricht nicht gegen sein Werk. Wie heißt es doch schon über Rousseau: Der Wegweiser geht nicht den Weg, den er zeigt. Auch sechzig Jahre nach seiner Entstehung ist "Tabu der Gerechten" aufrüttelnd und scheint seinen Zuschauern zuzurufen "He, Du Gutmensch, wie reagierst Du, wenn jemand in Deiner Anwesenheit einen verletzenden "Witz" auf Kosten einer religiösen oder ethnischen Minderheit macht?"
Bild und Ton des Films sind gut. Als Extras gibt es ein sechsseitiges Booklet, eine Karte mit dem Filmplakat, zwei Trailer (zum Film selbst und zu "All about Eve"), sowie eine Bildergalerie. Interessant angesichts der Brisanz des Films wären natürlich ein paar Hintergrundinformationen gewesen. Dass Fox seine Film-Klassiker in einer derart puristischen Ausstattung auf den Markt bringt, ist schade. Aber der Film ist so einzigartig, dass dies nicht in Gewicht fällt.


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Nicholas Selby, David Garfield (II), John Blythe, Tilly Tremayne, Eric Dodson

DVD, 7. Juli 2003
     Verkaufsrang: 33776      Der Artikel ist bald verfügbar. Sichern Sie sich jetzt Ihr Exemplar!

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

POLDARK (Serie 1/Teile 3 + 4) - Hinein ins volle Menschenleben!      5 von 5 Punkten
Nach 5 Stunden und 57 Minuten saß ich einige Augenblicke ruhig da, um wieder im Heute zu landen und aus dieser gewaltigen Geschichte auszusteigen. Du meine Güte - wie gigantisch ist diese Serie! Für etliche Stunden war ich mitten im Geschehen in Cornwall Ende des 18. Jahrhunderts. Ich war umgeben von Menschen aller Altersstufen, Schichten, Charaktereigenschaften, entbrannter Liebesgluten, Gelüsten, Abenteuerlichkeiten und Besessenheiten. Menschen die die Palette der Emotionen hinauf und herunter kletterten und farbiger nicht dargestellt werden konnten. Ich erlebte Verrat, Rache, Eifersucht, Leidenschaft, Trauer, Schmerz, Missverständnis, Gewalt, Tod und Verzweiflung aber auch Ehrlichkeit, Großmut, Liebe, Romantik, Ruhe, Geborgenheit, Freude, Glück, Reichtum und Ehre! Wie schon bei der ersten DVD-Box ist die Fülle des Geschehens sowie die reichen Facetten der Charaktere kaum zu beschreiben. Vielleicht ist der Eindruck nicht so stark, wenn man die Serie in kleineren Häppchen zu sich nimmt, aber wenn man so wie ich, jeweils eine Box - also 2 DVDs - innerhalb von 6 Stunden ,einnimmt` ist man anschließend von dem Gesehenen selbst völlig eingenommen...:)

Die Filme zusammen gefasst:
George Warleggan (Ralph Bates spielt diesen Eckelschnösel hervorragend) und sein Vater Nicolas sind hinter Ross Poldark her, wie geifernde Hunde hinter einem Knochen. Sie versuchen alles ihnen nur Mögliche zu tun, diesen Mann auszuschalten. Sie schrecken auch vor einer Anklage wegen Piraterie und Mord nicht zurück, ja bestechen falsche Zeugen mit viel Geld, gegen Ross auszusagen. Sie sähen ihn so gerne am Galgen baumeln, doch in letzter Minute fällt einer der präparierten Zeugen um und sagt die Wahrheit - sein ehemaliger Hausmeister Jud Paynter (meine Güte spielt der zahnlose Paul Curran einmalig und so urkomisch!!). Nach diesem Beweis der Treue werden Jud und seine Frau Prudie wieder nach Nampara geholt. Francis leidet immer noch enorm unter der Vorstellung, Schuld am Tod der kleinen Tochter von Demelza und Ross gewesen zu sein (Krankheit, die Demelza bei der Pflege von Francis mit Heim brachte) sowie Ross durch seinen Verrat an die Warleggans, an den Rande des Ruins gebracht zu haben. Nach einigen Jahren versucht er wieder einzulenken, denn eigentlich liebt er seinen Cousin und bewundert ihn für seine Energie. Die enorme Kraft, ja ich möchte fast sagen Wildheit von Ross ist auch nach wie vor die Schwäche der durchsichtigen Elisabeth. So unvernünftig und fast obsessiv er sie immer noch besitzen will, so wenig kann auch sie sich seiner erwehren. Letztlich liebt Elisabeth aber nur sich selbst, aber das merkt der gute Ross erst viel zu spät. Mit Freude sieht man die beiden Cousins wieder Freundschaft schließen und Francis blüht darunter auf. Endlich hat auch mal Ross die Möglichkeit, den affigen George zu vermöbeln und man freut sich direkt ihn am Boden liegen zu sehen. Die eine Miene abgestoßen, eröffnen Ross und Francis gemeinsam als Partner die zweite bisher still gelegte, ,Wheel Grace`. Voll Freude über eine vermeindliche Kupferader wird in den unterirdische Stollen weiter vorgedrungen. Zwei Menschen lassen dabei ihr Leben, einer davon ist Francis. (das war schon sehr traurig, ich hatte Francis samt seiner unterschiedlichen Charaktereigenschaften wirklich ins Herz geschlossen und sich obendrein noch von dem genial spielenden Clive Francis verabschieden zu müssen war gar nicht leicht!)

Zur gleichen Zeit lernt Dr. Enys die junge hübsche Caroline Penvenen (eine süße Judy Geeson) kennen. Das junge schwerreiche Mädchen entpuppt sich als nicht so verwöhnt, als er zuerst annimmt und eine süße Liebesgeschichte entfaltet sich. Ross und Demelza stehen wieder einmal am Rande des Ruins und müssen scheinbar Nampara veräußern. In dieser schwierigen Zeit bekommt Demelza einen Sohn. Ross lässt sich auf Schmugglergeschäfte ein und der wirklich gut aussehende schottische Captain Malcolm McNeil (ein sehr attraktiver Donald Douglas mit seinem rollenden obercoolen schottischen Akzent) ist wieder öfters zu sehen. Wie ein guter Bluthund ist er stets auf der richtigen Fährte und auch Ross immer auf den Fersen, aber Demelza mit ihrem entzückenden Charme lenkt ihn erfolgreich immer wieder ab. Sie bringt das heiße schottische Blut des Armen in gehörige Wallungen. (Zu köstlich sind die Szenen mit den beiden) Als dann Elisabeth auf einen Heiratsantrag von George mit ,Ja` antwortet, gerät (völlig unnötiger Weise) das Blut von Ross in Wallungen und er entbrennt in hitziger Eifersucht. Die arme Demelza! Da weinte ich mit ihr! Indem er zu Elisabeth reitet um dies zu unterbinden und - sie beinahe überfallend - mit ihr schläft, hält er sie natürlich trotzdem nicht auf, diese Ehe einzugehen. (Das hätte ich den Knilch schon vorher sagen können und ihn am liebsten gewürgt!) Demelza ist zutiefst verletzt und stürzt sich alleine in einen Tanzabend der High Society. Der verliebt-gierige Highlander Captain (diesmal im knackigen Kilt..."You're looking prettier than me", Demelza schnippisch zu ihm sagte) sieht seine Stunde gekommen - manche Szenen sind zum brüllen komisch! Die Ehe zwischen Ross und Demelza ist in der Zwischenzeit, ein völlig verfahrener Karren. Ross tut sich so schwer um Vergebung zu bitten, da rät Dwight Enys, Ross doch das festzuhalten was er hat und darum zu kämpfen. Ein weiser Rat für den stolzen Ross. Das hochdramatische Ende im Angesicht des nieder brennenden Anwesens von Elisabeth und George und die Szenen mit Ross und Demelza am Strand, lassen einem selbst mit brennender Sehnsucht auf die Fortsetzung dieser außergewöhnlichsten aller außergewöhnlichen Geschichten zurück....:D

Auch hier in diesem 2. Teil ist alles so atemberaubend und authentisch gebracht, dass man nur mit Mühe wieder in die Gegenwart zurück kommt. Nichts an dieser Serie ist irgendwie hollywoodmäßig verkitscht oder verschönt, von Zahnlücken über abfaulende Zähne und Skorbut bis hin zu schmutzigen Fingernägeln und verschwitzten Gesichtern ist man wirklich und wahrhaftig mittendrinn im vollen Menschenleben des endenden 18. Jahrhunderts. Man könnte noch wer weiß wie viele Seiten füllen um alles zu beschreiben. Auch einige der umfangreichen Erzählfäden samt ihren Figuren konnte ich hier nur anreißen, manche gar nicht beschreiben. Es ist eine raue Landschaft, raue Menschen, eine raue Geschichte und eine bitter-süße Romantik, der man sich nicht entziehen kann. Es ist wirklich eine der großartigsten BBC - TV Produktionen die je gemacht wurden und sie hat nichts von ihrer epischen Gewalt und großartigen, rauen Charme verloren...

Fazit:
Auch hier sage ich das gleiche wie bei Box 1:
Die Englische Sprache ist mit Untertiteln wirklich problemlos zu verstehen.
DIESE SERIE darf man sich einfach NICHT ENTGEHEN LASSEN, nicht als BBC-Anhänger, nicht als Cornwall-Lover, nicht als Abenteuer-Fan, nicht als Period-Drama-Liebhaber(in), nicht als Historien-Freak , und schon gar- und überhaupt nicht als Romantikerin!!! Diese 2 DVDs sind TV-Kunst vom Allerfeinsten, die Meilensteine setzten. Bitte kauft euch auch diese Box und taucht wieder in die atemberaubende Geschichte ein. Ihr werdet die restlichen 2 Boxen sicherlich auch noch haben wollen. Das garantiere ich! Ja schon allein der aufregende Robin Ellis als Ross Poldark ist das Geld der DVDs wert...*schmelz*


Und weiter geht's mit der der kultigsten und unvergesslichsten BBC-Serie, ever!      5 von 5 Punkten
Hier ist es nun, das zweite DVD-Paket zur kultigen, genialen und unvergesslichen Poldark-Serie.
Eine Geschichte voller Dramatik, Romantik und Suspense. Starke Charaktere, tolle Kostüme, Irrungen und Wirrungen auf höchstem Niveau, eine sagenhafte Storyline, großartige Schauspieler, atemberaubende Landschaft:
Drama für die Ewigkeit!

Kurze Zusammenfassung, für alle die sich noch mehr Appetit holen wollen, fast ungespoilert:
Disc 1:
Ross (Robin Ellis)wird verhaftet und vor Gericht gestellt. Er ahnt nicht, dass die Warleggans Zeugen bestochen haben um Falschaussagen zu erkaufen. Die Verhandlung entwickelt sich ziemlich schlecht für Ross und der Galgen droht. Der ehemalige Poldark-Lakei Jud Paynter (von dem ziemlich zahnlosen Paul Curran umwerfend witzig gespielt) bekommt schließlich doch Gewissensbisse, was Ross gerade noch den Hals rettet. Parallel dazu lernt Doktor Dwight Enys die Erbin Caroline Penvenan kennen. Sein erster Eindruck, dass Caroline ein reichlich verzogenes Früchtchen ist, muss Dwight allmählich revidieren.
Unterdessen hat sich Ross auch wieder mit seinem Cousin Francis (Clive Francis) ausgesöhnt und ihm seinen Verrat am Minenkonsortium verziehen. Francis blüht wieder auf während die Warleggans bereits neues Übel ersinnen.
Eine herrlich wohltuende Prügelei zwischen dem blasierten Schnösel George Warleggan (Ralph Bates)und Ross, bei der Letzterer den Kürzeren zieht, schließt die Disc 1 ab. Oh ja, man fängt an die Warleggans liebend gerne zu hassen

Disc 2:
Die Warleggans haben Ross Schuldscheine aufgekauft und er steht kurz davor sein Anwesen Nampara versteigern zu müssen. Ross lässt sich schließlich zu gewinnbringenden Schmuggelgeschäften hinreißen: "I'll be dammed if I'll be a Warleggan lap dog!". Nur mit knapper Not entgeht Ross der Verhaftung. Nicht so glimpflich geht es für Vetter Francis ab. Voller Eifer und Lebensfreude arbeitet er an dem neuen Minenprojekt, aber leider verunglückt er in der Mine. Diese Tragödie ist schon eine verhaltene Träne wert, denn Francis ist ein wundervoll vielschichtiger Charakter mit seinem Zorn, seiner Spielsucht und seinem Alkoholkonsum und seiner Liebe zu Ross - absolut glaubwürdig und bewegend.
Während Demelza (Angharad Rees, schnuckelig) ihren Sohn Jeremy zu Welt bringt, entschließt sich Elizabeth (Jill Townsend) George Warleggan zu heiraten. Ross, der immer noch nicht über Elizabeth weg ist, gerät außer sich vor Eifersucht.
Dieser Idiot! Dabei hat er doch die bodenständige und völlig ungezierte Demelza, die unverbrüchlich zu ihm hält. Ist diesem Mann noch zu helfen? Das verrate ich hier ausnahmsweise mal nicht ;-).

DVD:
Lauflänge 5 Stunden 57 Minuten, Farbe, Mono. Dolby Digital, 4:3 Full Frame, Sprache Englisch mit englischen Untertiteln SDH. Inhalt 2 DVDs. Ich persönlich fand Bild- und Tonqualität gut (gemessen am Alter des Filmes sogar sehr gut), obwohl dieser Film nicht digitally remastered wurde. Wer allerdings sehr hohe Ansprüche an die Bildqualität stellt oder gar HD-Qualität wünscht, wird natürlich nicht 100% zufrieden sein können.


Endlich wieder Poldark      5 von 5 Punkten
Captain Ross Poldark, der Sohn eines kleinen Landadeligen in Cornwall um 1780 kommt aus dem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg zurück und findet widrige Umstände vor. Der Vater ist verstorben, das Anwesen ist verwahrlost und verschuldet, seine Verlobte Elisabeth heiratet seinen Cousin Francis. Das alles passiert auf der DVD "Poldark Series 1 Volume 1" und ist der Einstieg in die Geschichte um Ross Poldark.
Ross Poldark, ein Adeliger der frei von Standesdünkel ist und ein für diese Zeit ungewöhnlich ausgeprägtes Sozialbewußtsein hat, macht sich unter Adeligen und Reichen viele mächtige Feinde. Die Intrigen des Adels, der andauernde Konflikt mit der neureichen Bankiersfamilie Warleggan, die sozialen Mißstände des 18. Jahrhundert, Schmuggler, Betrüger und menschliche Tragödien aller Art, all dies und vieles mehr bietet Stoff für eine wundervolle History Soap.
Schade das es diese Serie schon ewig nicht mehr im TV gespielt hat. Die Sprache auf der DVD ist nur Englisch, welches aber sehr deutlich gesprochen wird. Zusätzlich gibt es noch englische Untertitel, falls man doch einmal einige Worte nicht versteht.


Poldark - Series 1 - Part 1 [UK IMPORT] - Nicholas SelbyPoldark - Series 1 - Part 1 [UK IMPORT]
Nicholas Selby, David Garfield (II), John Blythe, Tilly Tremayne, Eric Dodson

DVD, 5. Mai 2003
     Verkaufsrang: 15074      Der Artikel ist bald verfügbar. Sichern Sie sich jetzt Ihr Exemplar!

Preis: € 22,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

POLDARK (Serie 1/Teile 1 + 2) BBC Serienklassiker mit höchstem Suchtfaktor!      5 von 5 Punkten
Eine Serie mit den Tiefen und gefühlsmäßigen Ausmaßen, wie dieser hier, lässt einem das Schreiben einer Rezension als schwieriges Unterfangen erscheinen, so eine Fülle ist darin enthalten. Vor Jahren sah ich Teile, oder besser, Teile von wenigen Teilen trotzdem blieb ein Eindruck zurück. Heute, mehr als 30 Jahre später habe ich diese DVDs wieder gesehen und war sofort erneut völlig gebannt von der ungeheuren Erzählkraft dieser Serie. Was für eine Geschichte! Ich bin mir fast sicher der nächste Poldark-Hype oder die nächste Poldark-Manie kommt noch!

Die Filme zusammen gefasst:
Angesiedelt im auslaufenden 18. Jahrhundert, spielt die Erzählung in der rauen und einzigartigen Landschaft der Grafschaft Cornwall, dem südwestlichsten Zipfel Englands. Diese bizarre Gegend liefert die atemberaubende Kulisse für eine ebensolche Story. Der Zuseher wird von allem Anfang an, unweigerlich in das Familiengeschehen des jungen Captain Ross Poldark (ein zum hinknien einmaliger Robin Ellis) mit hineingezogen, der totgeglaubt, aus dem Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg wieder Heim kommt und alles anders vorfindet, als er es verlassen hat. Sein Vater ist gestorben, das Anwesen Nampara sowie die Kupferminen total verwahrlost und seine Verlobte Elisabeth steht vor der Hochzeit mit seinem Cousin Francis. Ross Poldark ist ein äußerst energiegeladener ja geradezu heißblütiger Mann, der oftmals seine Gefühle nicht ganz unter Kontrolle hat. Er kann die Hochzeit zwar nicht verhindern, liebt Elisabeth aber weiterhin in einer fast obsessiven Art. Sein Temperament und sein Dickkopf kommen ihm aber bei seiner sehr sozial ausgerichtete Denk- und Handlungsweise zugute. Denn trotz seines Standes als Gentleman, tritt er immer wieder für seine Arbeiter ein und hilft wo er kann. Außerdem stellt er sich ganz offen gegen die neureiche Familie Warleggan, die sukzessive alle Geschäfte und Minen aufkauft und die natürlich auch hinter seiner Mine 'Wheal Leisure' her sind. Als er auf der Suche nach einer Küchenhilfe ist, trifft er auf die 13 jährige, völlig verdreckte und zerlumpte Demelza (einer genial und entzückend spielenden Angharad Rees), die gerade ein paar Brote gestohlen hat und dafür Prügel bezieht. Als er sie von ihrem Peiniger rettet, hat er fortan einen nicht mehr wegzubringenden Schatten. Sie versucht mit allen Mittel bei ihm bleiben zu dürfen. (Einige ganz süße und witzige Szenen) Zu guter Letzt bietet er ihr an, sie mitzunehmen, unter der Bedingung, dass sie im Haus und in der Küche arbeitet und sich regelmäßig wäscht! Die Ehe von Elisabeth und Francis entpuppt sich nach ein paar Jahren als nicht wirklich gut, trotz des Sohnes, der den beiden geboren wird. Francis (einzigartig gespielt von Clive Francis) hat so seine dunklen und labilen Seiten und Elisabeth denkt an Trennung.

In der Zwischenzeit ist Demelza zu einem sehr hübschen, sauberen, kecken und tüchtigen jungen Mädchen heran gewachsen, das sich unsterblich in ihren Herrn verliebt hat. Nachdem er sie nie wirklich als weibliches Wesen bemerkt, startet sie eines Abends einen entzückenden Versuch, dies zu ändern und luchst ihm eine Nacht ab. (Hab selten eine so dermaßen berührend süße wie sinnliche Szene gesehen) Am nächsten Tag allerdings schickt sie Ross vom Hof, um sowohl seinen als auch ihren Ruf zu wahren. Er ahnt nicht, dass diese Nacht Früchte tragen wird. Nach einigen Monaten und unter vielen Irrungen und Wirrungen findet Ross die hochschwangere Demelza endlich wieder und heiratet sie aus Pflichtbewusstsein. Sein Herz gehört nach wie vor Elisabeth. Demelza gebiert ein süßes Mädchen und Ross versucht verzweifelt die preismanipulierende - und kontrollierende Bankiersfamilie Warleggan auszuschalten. Er beschließt mit anderen Minenbesitzern gemeinsam, einen Kupfer-Schmelzbetrieb aufzubauen. Dr. Dwight Enys betritt die Bildfläche, ein junger Arzt, der zum Ziel hat, speziell den Minenarbeitern zu helfen. Ross ist begeistert von ihm und freundet sich mit ihm an. Bald merkt er aber, dass der alleinstehende junge Doktor ein Verhältnis mit der Frau eines seiner Minenarbeiter hat. Eine Tragödie folgt der Aufdeckung dieses Lapsus. Die Ehe zwischen Elisabeth und Francis gerät immer mehr aus dem Lot, denn er kann das Spielen und auch andere Frauen nicht lassen. Durch eine böse Transaktion von Cousin Francis wird der Bau des Schmelzbetriebes von George Warleggan vereitelt und Ross verliert sein ganzes Vermögen. Krankheit und Seuchen reihen sich aneinander und die Tragödien häufen sich. Francis erkrankt ebenfalls schwer und Demelza, immer auf der Suche nach Versöhnung zwischen den Familienmitgliedern, hilft Elisabeth bei der Krankenpflege. Die beiden Frauen beginnen sich anzunähern. Als Demelza nach 3 Tagen wieder Heim kommt wartet der größte Schlag auf Ross. Wird er je seiner Demelza sagen können, dass er sie liebt und können die beiden in eine gemeinsame Zukunft blicken.?

Alles in allem:
Nach nahezu 6 Stunden ununterbrochenem Gucken saß ich noch eine Weile auf dem Sofa, bevor ich die DVD aus dem Player nahm. Die Serie hat absolut NICHTS von ihrer gewaltigen Kraft verloren. Weder ist sie verstaubt, noch ein skurriles Ding aus den 70er Jahren. Die Themen wie Liebe, Leidenschaft, Treue, Vergebung, Beständigkeit, Hoffnung und Gnade, sowie Hass, Untreue, Unvergebenheit, Hoffnungslosigkeit, Neid, Gewalt und Unterdrückung gibt es bis heute, somit ist die Serie von der Aussage her schon mal ganz aktuell. Auch die Bücher von Winston Graham, die die Grundlage zu dieser genialen Serie sind, erfreuen sich ebenfalls bis heute großer Beliebtheit. Die Charaktere sind von einer verblüffenden Echtheit und Authenzität. Die vielen verschiedenen Plots innerhalb einer Erzählung, sowie die Vielschichtigkeit der einzelnen Personen machen diese Serie zu einer der außergewöhnlichsten Besonderheiten, der Europäischen TV Geschichte!!

Von der Produktion her ist sie genial, die Kameraführung hervorragend, Bild und Schnitt ein Genuss. Die Englische Sprache ist sehr gut verständlich und es sind auch Englische Untertitel vorhanden. Selbst die Bildqualität ist auch heute noch, nach weit über 30 Jahren sehr gut. Sie war eine der erfolgreichsten TV Serien der 70er Jahre und dies zu Recht. Sie lässt andere Produktionen dieser Jahre, sowie auch einige jüngeren Datums wirklich alt aussehen. Sie hat nichts an Power verloren, ist über all die Jahre ein einzigartiger Hochgenuss geblieben und bietet dem Zuseher na einfach ALLES!!
Die Schauspieler sind allesamt vom allerfeinsten und sehr schwer zu toppen, das stelle ich einfach mal so in den Raum. Mir fallen auf Anhieb 15 Schauspieler ein bis in die kleinen Rollen hinein .ALLE waren großartig, ehrlich großartig. Allen voran natürlich hier der Mann aller Männer, Robin Ellis .*schmelz*!

Fazit:
DIESE SERIE darf man sich einfach NICHT ENTGEHEN LASSEN!!!
Nicht als BBC-Anhänger, nicht als Cornwall-Lover, nicht als Abenteuer-Fan, nicht als Period-Drama-Liebhaber(in), nicht als Historien-Freak , und schon gar- und überhaupt nicht als Romantikerin!!! Diese 2 DVDs sind TV-Kunst vom Allerfeinsten, die Meilensteine setzten. Bitte kauft euch den Anfang der Serie hier, taucht ein in die atemberaubende Geschichte und ihr werdet alle 3 weiteren Boxen auch erstehen wollen. Das garantiere ich!


Wann gibt es Poldark auf Deutsch???      1 von 5 Punkten
Wann können Fans diese Serie endlich in Deutsch erleben? Sie lief doch schon im deutschen Fernsehen....

Der absolute Familien-Saga Impact!      5 von 5 Punkten
Disc 1
Als der junge Captain Ross Poldark (Robin Ellis) 1783 aus dem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg in seine Heimat Cornwall zurück kommt, trifft er die Dinge dort in bester Unordnung an.
Sein Vater ist gestorben, der Familiensitz Nampara ist mitsamt den dazugehörigen Kupferminen völlig heruntergekommen und verschuldet und sein Onkel ist gerade dabei die Minen zu verkaufen. Das Schlimmste jedoch ist der Umstand, dass Poldarks große Liebe, die zarte und schöne Elizabeth (Jill Townsend), kurz davor steht seinen Vetter Francis zu heiraten. So konzentriert sich der junge Landadelige mit gebrochenem Herzen darauf seinen Besitz und seine Minen wieder in Schwung zu bringen. Ross Poldark ist ein Mann von Ehre und im Gegensatz zu seinen anderen Standesgenossen aus der Gentry besitzt er ein soziales Gewissen und ein hohes Verantwortungsbewusstsein. Das Wohl seiner Pächter und Minenarbeiter liegt ihm am Herzen und so gerät er ziemlich schnell in Konflikt mit der reichen Warleggans und dem Gesetz. Poldarks Menschenliebe und sein Pflichtgefühl laden ihm auch noch ein anderes Problem an den Hals: Demelza (Angharad Rees)
Gerade erst 13 Jahre alt ist sie von zu Hause weggelaufen und schlägt sich mit kleineren Diebstählen alleine durchs Leben. Ross rettet sie vor Prügeln und nimmt sie als Küchenmagd mit zu sich nach Hause. Bald schon wird Demelza unentbehrlich für ihn und seinen Haushalt, allerdings merkt Ross nicht, dass das Mädchen ihn liebt, denn seine Liebe gilt immer noch treu und unverbrüchlich Elizabeth der Frau seines Cousins. Die Ehe von Elizabeth ist inzwischen zerrüttet und schließlich ist Elizabeth sogar bereit ihren Mann zu verlassen und zu Ross zurück zu kehren. Leider hat der inzwischen Demelza geschwängert und heiratet sie aus Ehrgefühl.

Disc 2
Ross und Demelza sind nun verheiratet und haben eine Tochter. Ross organisiert andere Minenbesitzer gegen die Preispolitik der Warleggans und möchte eine Kupferschmezlerei ins Leben rufen. Inzwischen hat Ross den jungen Arzt Dr. Enys angeheuert, der seine Minenarbeiter behandeln und ihre Lebensbedingungen verbessern soll. Unseligerweise verliebt Dr. Enys sich in die Frau eines Minenarbeiters und beginnt eine Affäre mit ihr, die zu einer Tragödie führt. Tragödien anderer Art ereignen sich auch in der Familie der Poldarks. Cousin Francis, der mit George Warleggan befreundet ist, verrät die geschäftlichen Pläne von Ross und so können die Warleggans das Schmelzofen-Konsortium im Keime ersticken. Ross ist finanziell ruiniert und Fancis verachtet sich dafür selbst, so dass er immer weiter absinkt und dem Alkohol und der Spielsucht verfällt. Als Francis schwer erkrankt hilft Demelza dabei ihn gesund zu pflegen, was zu einer weiteren, schrecklichen Tragödie führt.

Meine Eloge an diese unvergessliche BBC Produktion:
Es ist fast 30 Jahre her, da wurde sonntags in den Dritten Programmen die Poldark-Serie ausgestrahlt und immer noch ist diese Geschichte ein unvergleichliches Erlebnis für Herz und Auge. Sie ist der absolute Impact einer Familiensaga (Besser als Buddenbrocks, Forsythe-Saga oder Haus am Eton Place zusammen).
So berührend und packend wie Poldark habe ich seither keine Family-Saga mehr gesehen.
Die Vorlage zu dieser Serie lieferte eine Reihe von historischen Romanen von Winston Graham. Obwohl diese Produktion nun doch schon so viele Jährchen auf dem Buckel hat, wirkt sie kein bisschen angestaubt oder gar vom Flower-Power-Flair der 70er Jahre geprägt. Ganz im Gegenteil, diese Serie ist ein Kult, ein Klassiker, ein Suchtfilm, die alles hat, was sie braucht um unvergesslich zu bleiben:
Nicht nur Kamera und Schnitt, sondern jedes Detail an dieser Produktion ist ein Augen- und Ohrenschmaus. Herrliche Landschaftsaufnahmen in der rauen und bizarr schönen Landschaft Cornwalls, vorzügliche Darsteller, allen voran Robin Ellis als Ross und die Waliserin Angharad Rees als impulsive Demelza. Gepfefferte Dialoge mit Witz und Schwung und das alles verpackt in einer Story, die richtig abenteuer- und spannungsgeladen ist dazu tief berührt und nicht zuletzt voller Romantik steckt ohne jemals kitschig oder trivial zu werden.
Wunder-wunder-wunderbar!
Schade, dass diese DVD wieder mal nur als UK-Ausgabe zu haben ist und es keine deutsche Synchronisation dazu gibt. Aber das Englisch ist relativ gut verständlich, zumindest mit eingeschalteten Untertiteln. Allerdings wird manchmal schnell gesprochen/gestritten und ich finde schon dass man dann solide Englischkenntnisse braucht um alles zu verstehen und den vollen Genuss aus diesen herrlichen Dialogen zu ziehen.
Ganz wunderbar ist übrigens der cornische Dialekt, den die Arbeiter und Pächter sprechen. Dank Untertiteln ist es aber kein Problem den Slang zu verstehen und für mich persönlich als English-addicted sogar ein unvergleichlicher Hörgenuss.

Fazit: Wer's noch nicht kennt hat ehrlich was versäumt.
Alle die Poldark vor langer Zeit kennen und lieben gelernt haben sollten sich dieses atemberaubende Vergnügen unbedingt noch einmal gönnen. Denn die Serie hat über die Jahre hinweg nichts von ihrem Charme verloren - ganz im Gegenteil!
Und alle anderen, die ein Faible für witzig-schmissige und spannende Familiensagas haben oder gar Liebesgeschichten mögen aber auch all jene, die für Suspense- und Abenteuerserien schwärmen und jene, die erbitterte Familien- und Geschäftsfehden lieben oder die sich für die Probleme der Arbeiter und Bauern am Vorabend der industriellen Revolution interessieren, all jene dürften mit Poldark eine unvergleichliche Fernseherfahrung machen. Und für alle, die die die überwältigende Landschaft Cornwalls lieben, ist Poldark sowieso der Geheimtipp schlechthin.

DVD:
Lauflänge 5 Stunden 57 Minuten, Farbe, Mono. Dolby Digital, 4:3 Full Frame, Sprache Englisch mit englischen Untertiteln.
Inhalt 2 DVDs
Ich persönlich fand Bild- und Tonqualität gut (gemessen am Alter des Filmes sogar sehr gut), obwohl dieser Film offensichtlich nicht digitally remastered wurde. Wer allerdings sehr hohe Ansprüche an die Bildqualität stellt oder gar HD-Qualität wünscht, wird natürlich nicht 100% zufrieden sein können.


Poldark - Series 2 - Part 1 [UK IMPORT] - Nicholas SelbyPoldark - Series 2 - Part 1 [UK IMPORT]
Nicholas Selby, David Garfield (II), John Blythe, Tilly Tremayne, Eric Dodson

DVD, 15. September 2003
     Verkaufsrang: 34880      Der Artikel ist bald verfügbar. Sichern Sie sich jetzt Ihr Exemplar!

Preis: € 22,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

POLDARK (Serie 2/Teile 1 + 2) - Und weiter geht die Geschichte aller Geschichten!      5 von 5 Punkten
Die Filme zusammen gefasst:
Ross Poldark kommt nach einigen Monaten, früher als erwartet und auch unversehrt, aus dem Krieg Heim. Demelza und er haben eine Zeit der innigen Liebe. Nachdem Trenwith, das Anwesen von George und Elisabeth Warleggan abbrannte (2. Teil) residieren sie nun bei Tante Agatha Poldark auf Penrice. Die 98 Jahre alte Dame wird kurzerhand zur Seite geschoben und George erweist ihr gerade nur die nötigste Aufmerksamkeit. Er hat alles aufgekauft und spielt den Gentleman, der er ja eigentlich nicht ist. Nur so hilflos ist das Tantchen nicht, sie kann noch ganz schön nervtötend und listig-gemein sein. Dies tut sie auch mit Genuss, ja man gönnt doch dem George die widrigen Umstände mit der Tante! Auch der Sohn Elisabeths aus erster Ehe mit Francis, Geoffrey Charles (Stefan Gates) wird zunehmend mies behandelt, denn er ist ja auch ein Poldark. Von all den Sachen hört Ross und will seine Tante besuchen kommen, dies jedoch verweigert ihm der immer bösartiger werdende George. Es scheint keine gemeinsame Basis für die beiden Männer zu geben und man wundert sich, wie zunehmend gemein George agiert. Ross und seine Familie zu hassen, wird in immer tieferer Zwanghaftigkeit ausgelebt. Elisabeth ist mittlerweile hochschwanger und gebiert in einer mondfinsteren Nacht, einen Sohn, was zu allerlei negativen abergläubischen Spekulationen führt. Endlich einen Erben für das Haus Warleggan vorweisen zu können, erfüllt George mit übermäßigem Stolz und auch mit einengender Vorsicht für das Kind das bald zu kränkeln beginnt. Elisabeth beginnt eine fürsorgliche Mutter zu sein, aber mutiert immer mehr eine echte Warleggan zu werden. Demelza wird wieder schwanger und Ross ist sehr glücklich. Dwight Enys ist in Frankreich in Gefangenschaft (die sympathische Figur wird nun von Michael Cadman und nicht mehr von Richard Morant gespielt) und Caroline Penvenen kommt fast um vor Sehnsucht und Sorge um ihren Geliebten. Da verspricht Ross Caroline ihn zu suchen und bricht trotz der Schwangerschaft von Demelza nach Frankreich auf. (Man könnte ihm wirklich manchmal eine klopfen, dem Holzkopf!! Für alle ist er da, versucht die Wünschen der anderen zu erfüllen, nur nie die von Demelza - *schnaub*)

Demelzas Brüder Sam und Drake (Kevin McNally) tauchen in der Geschichte auf, zwei sehr freundliche Burschen, die der Methodisten Bewegung angehören. Der jüngere der beiden, Drake verliebt sich in die Cousine Elisabeths, Morwenna, die seit der Geburt des Sohnes bei den Warleggans ist. Als dies George erfährt, verheiratet er kurzerhand das junge hübsche Mädchen gegen ihren Willen mit dem lüsternen Kirchenmann, Reverend Osborne Whitworth (Christopher Biggins). Der grausige Typ hat im wahrsten Sinne des Wortes schwerwiegende Probleme sowohl mit seiner Körperfülle als auch mit den überbordenden Gelüsten seines Fleisches. Morwenna bringt unter Schwierigkeiten einen Sohn zur Welt. Aber der geile Reverend lässt seine Frau nicht in Ruhe, bis diese ernsthaft krank wird. Die Schwester von Morwenna ist in der Zwischenzeit gekommen, um im Haushalt zu helfen und bietet sich alsbald als williger Ersatz zur Durchführung außerehelicher Pflichten an. Demelza bekommt in der Zwischenzeit ein süßes Mädchen. Bald danach fährt Ross nochmals nach Frankreich und befreit wirklich, den schwer kranken Dr. Enys und auch Hugh Armitage aus dem furchtbaren Gefängnis. Tante Agathas 100. Geburtstag naht und sie freut sich auf ihre große Party. Aber kurz davor, in einem heftigen Streit mit George, dem Fiesling, stirbt die alte Dame. Vorher verpasst sie ihm aber noch gekonnt einen Hieb unter die Gürtellinie, indem sie ihm schreiend aufklärt, dass sein Sohn sicherlich nicht von ihm ist...hehe...(tschuldigung, aber man gönnt ihm zu dem Zeitpunkt schon fast alles!) Fortan ist der gute George von Zweifeln, Abneigung und Zorn geplagt und setzt alles in Bewegung um dies aufzuklären. Letztlich verliebt sich Hugh Armitage ganz romantisch in Demelza, die diesem sympathischen jungen Mann schwer abweisen kann, bringt er doch eine Seite in ihr zum Klingen, die Ross bisher nie berührt hat - zarte Romantik und Poesie. Ross beginnt leise Eifersucht zu verspüren. (Wurde aber auch langsam Zeit!!!)

Einmal Poldark, immer Poldark:
Auch in der 2. Staffel /3. Box dieses epischen TV Meisterwerkes geht es in allen Dingen klar zur Sache, ob dies nun Liebe oder Hass, Gewalt oder Romantik, Beschaulichkeit oder Abenteuer, Ehefreuden oder Ehebruch ist. Ich wurde nun schon zum 3. Mal gefangen von der gewaltigen Kraft dieser Geschichte aller Geschichte. Die einzelnen Erzählstränge reihen sich in raschem Tempo aneinander und verflechten sich gekonnt ineinander. Kaum kommt man zum Luftholen und Durchatmen - speziell, wenn man wie ich, alles auf einmal in 6 Stunden verschlingt. Mittlerweile kennt man alle Figuren schon so gut, als wären es eigene nahe Familienmitglieder und man fühlt und hasst, liebt und weint mit ihnen.
Die 1977 gedrehte 2. Staffel schließt nahtlos in ihrer rauen, fast archaischen Kraft und gigantischer Erzählfülle an die 1. Staffel an. Auch die wunderschönen Außenaufnahmen von Cornwall sind wieder Leckerbissen für das Auge, Regie, Kameraführung und Schnitt sind wieder meisterlich.

Auch hier sage ich das gleiche wie bei Box 1 und 2:
Die Englische Sprache ist mit Untertiteln wirklich problemlos zu verstehen.
DIESE SERIE darf man sich einfach NICHT ENTGEHEN LASSEN, nicht als BBC-Anhänger, nicht als Cornwall-Lover, nicht als Abenteuer-Fan, nicht als Period-Drama-Liebhaber(in), nicht als Historien-Freak , und schon gar- und überhaupt nicht als Romantikerin!!! Diese DVDs sind TV-Kunst vom Allerfeinsten, die Meilensteine setzten. Bitte kauft euch auch diese Box und taucht wieder in die rau-romantische Geschichte ein, dann werdet ihr euch die letzte Box auch noch besorgen, denn leider kommt nur mehr eine nach. Und ich sage es gerne nochmals: Schon allein der aufregende Robin Ellis als Ross Poldark ist das Geld der DVDs wert...*schmelz*



Von echten Freunden, wahrer Liebe und leidenschaftlicher Feindschaft...      5 von 5 Punkten
...erzählt dieses dritte Poldark-DVD-Paket und bleibt damit der kultigen Tradition eines unvergesslichen Fernseh-Serien-Kunstwerkes treu.

Disc 1:
Nachdem Trenwith bis auf die Grundmauern nieder brannte, leben George und Elizabeth Warleggan nun bei der alten Tante Agatha Poldark im Anwesen Penrice. Die Art wie das alte Tantchen behandelt wird gibt erneut Anlass zu Zwist zwischen Ross Poldark und George Warleggan. Allerdings kann Tante Agatha ziemlich unangenehm sein ("that old hag") und man freut sich inwendig königlich über jede Bosheit, die sie dem "armen" George angedeihen lässt. Besonders ausgeprägt sind Agathas Schikanen als sie die Party zu ihrem 100. Geburtstag plant.
Elizabeth bringt während einer Mondfinsternis einen Sohn zur Welt und das gilt in der damals abergläubischen Welt gemeinhin als schlechtes Vorzeichen, was die Freuden des frischgebackenen Vaters George Warleggan ein wenig trübt.
Dwight Enys wird indes in französischer Gefangenschaft vermutet, und Ross macht sich auf den gefährlichen Weg um nach seinem Freund zu suchen. Demelzas Bruder Drake Carne bandelt mit Morwenna an, die nicht nur die Gouvernante von Elizabeth Sohn Geoffrey Charles ist, sondern auch noch deren Kusine. Es trifft die junge Liebe daher äußerst hart, dass George Warleggen in dem unsympathischen Vikar Osborne Whitworth einen passenden Ehekandidaten für Morwenna gefunden hat. Diese Verbindung treibt er mit finanzieller Unterstützung auch noch kräftig voran, erst recht als er merkt, dass er damit einem Verwandten von Ross Poldark schaden kann.
Demelza hat inzwischen ihre Tochter Clowance geboren, aber Ross lässt sich auch durch diesen Familienzuwachs nicht davon abhalten eine großangelegte und äußerst gefährliche Befreiungsaktion für seinen Freund Doktor Enys zu starten.

Disc 2:
Der Kleinkrieg, der zwischen George und Tante Agatha wegen deren Geburtstag tobt, schaukelt sich immer mehr hoch und während eines dramatischen Wortgefechts zwischen den beiden Streithähnen gibt Agatha im wahrsten Sinne des Wortes den Geist auf. Natürlich nicht ohne vorher George und sein Söhnchen zu verfluchen und seine Vaterschaft in Frage zu stellen. Diese Worte der Sterbenden lassen George keine Ruhe und nicht nur sein Seelenfrieden sondern auch sein Eheglück stehen nun auf dem Spiel.
Ross ist hingegen der Held der Stunde. Unter großen Opfern hat er es geschafft Dwight Enys zu befreien und nach Hause zu bringen. Sein Schwager, der liebeskranke und todeshungrige Drake, wurde dabei schwer verwundet. Er kommt nicht über die unselige Hochzeit seiner großen Liebe Morwenna weg, zumal die Ehe von Morwenna sehr unglücklich läuft. Denn Vikar Whitworth ist ein noch schlimmeres Ekelpakt als man ehedem schon vermutet hatte. Egoistisch und rücksichtslos nützt er seine Frau aus, und gefährdet ihre Gesundheit. Zudem scheint er mit den Gelüsten des Fleisches so seine liebe Not zu haben und Morwennas Schwester erweist sich als optimaler Ersatz für die unzugängliche Gattin im Kindbettfieber.
Demelza hat einen neuen Verehrter, nämlich Hugh Armitage und zum ersten Mal zeigt Ross so etwas wie einen Hauch von Eifersucht.

Poldark forever!
Wer soweit gekommen ist und nun vor der Frage steht, ob er sich auch die Teile 5 und 6 der Poldark-Saga zulegen soll, dem brauche ich an dieser Stelle sicherlich nichts mehr von dieser Serie vorzuschwärmen. Vermutlich stellt man sich an diesem Punkt nur noch die Frage, lohnt sich die teure Ausgabe wirklich und geht es mit den "Series 2" aus dem Jahre 1977 genauso aufregend, romantisch und bewegt weiter wie bei dem ersten Teil der Serie? Die Antwort lautet:
Ja! Ja und nochmals ja!
Ja, es geht genauso weiter und sogar noch besser. Die Familienfehde ist noch dramatischer und gleichzeitig auch irgendwie amüsanter (Dank sei Eileen Way als Aunt Agatha). Nun ist Ross endlich finanziell auf Augenhöhe mit George, was dem Konflikt noch mehr Würze gibt, und in diesem Zusammenhang sind die Hintergründe zu den Parlamentswahlen der damaligen Zeit besonders interessant und informativ. Neue Personen wie Tante Agatha oder Demelzas fromme Brüder Drake und Sam sind wahre Glanzpunkte und der junge Geoffrey Charles ist ein richtiges Herzchen. Sogar Egomanin Elizabeth gewinnt allmählich an Charakter und Sympathie. Und natürlich mangelt es in keiner Minute des Filmes an aufregenden Abenteuern, großen Gefühlen und ganz wunderbaren Bildern.

DVD:
Lauflänge 5 Stunden 39 Minuten, Farbe, Mono. Dolby Digital, 4:3 Full Frame, Sprache Englisch mit englischen Untertiteln SDH. Inhalt: 2 DVDs


Endlich wieder Poldark      5 von 5 Punkten
Captain Ross Poldark, der Sohn eines kleinen Landadeligen in Cornwall um 1780 kommt aus dem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg zurück und findet widrige Umstände vor. Der Vater ist verstorben, das Anwesen ist verwahrlost und verschuldet, seine Verlobte Elisabeth heiratet seinen Cousin Francis. Das alles passiert auf der DVD "Poldark Series 1 Volume 1" und ist der Einstieg in die Geschichte um Ross Poldark.
Ross Poldark, ein Adeliger der frei von Standesdünkel ist und ein für diese Zeit ungewöhnlich ausgeprägtes Sozialbewußtsein hat, macht sich unter Adeligen und Reichen viele mächtige Feinde. Die Intrigen des Adels, der andauernde Konflikt mit der neureichen Bankiersfamilie Warleggan, die sozialen Mißstände des 18. Jahrhundert, Schmuggler, Betrüger und menschliche Tragödien aller Art, all dies und vieles mehr bietet Stoff für eine wundervolle History Soap.
Schade das es diese Serie schon ewig nicht mehr im TV gespielt hat. Die Sprache auf der DVD ist nur Englisch, welches aber sehr deutlich gesprochen wird. Zusätzlich gibt es noch englische Untertitel, falls man doch einmal einige Worte nicht versteht.


Tabu der Gerechten - Gregory PeckTabu der Gerechten
Gregory Peck, Dorothy McGuire, John Garfield

DVD, 19. März 2007
     Verkaufsrang: 31156      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Tabu der Gerechten "Classic" DV

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Klassiker des politischen Films      5 von 5 Punkten
Als sich Elia Kazan in den 1930ern als Schauspieler in Hollywood versuchte, hatte er nur mäßigen Erfolg. Dies änderte sich, als er in den 40er Jahren begann, Regie zu führen. Der 1947 inszenierte Film "Tabu der Gerechten" ("Gentleman`s Agreement",1947) wurde ein großer kommerzieller und künstlerischer Erfolg und mit acht Oscarnominierungen bedacht, von denen der Film drei erhielt (als bester Film, für Kazan als besten Regisseur und für Celeste Holm als beste Nebendarstellerin).
Kurz zum Inhalt: Der Journalist Phil Green (Gregory Peck) kommt nach New York, um für den Zeitungsverleger John Minify (Albert Decker) eine Reihe über Antisemitismus zu schreiben. Green gibt sich selbst als Jude aus und erlebt verschiedene Formen der Diskriminierung. Seine Beziehung zu Minifys Nichte Kathy (Dorothy McGuire) leidet zunehmend darunter. Als sogar sein Sohn als "Itzig" angefeindet und ausgeschlossen wird, bleibt ihm die bittere Erkenntnis seines jüdischen Schulfreundes Dave (John Garfield), dass die schlimmste Form der Diskriminierung das Leiden der eigenen Kinder ist.
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs, den die USA als militärischer und moralischer Sieger über Nazideutschland und seine Verbündete gewonnen hatten, begann auch in Hollywood eine Zeit, in der sich die Branche kontroversen Themen zuwandte. Nachdem zwei Jahre zuvor Billy Wilder das Thema Alkoholismus erfolgreich bearbeitet hatte ("The Lost Weekend"), wagte sich Kazan an ein weiteres Tabu: den weitverbreiteten Antisemitismus in den USA. Bemerkenswert an dem Film ist, dass es gar keinen Querverweis zu den Nazigräueltaten in Deutschland gibt, sondern das Thema als eigenständiges Problem behandelt wird, so dass sich nicht die Gefahr einer Relativierung ergibt. Green erlebt alles: Die Sekretärin erzählt ihm, dass sie ihren Namen ändern musste, um einen Job zu bekommen, es gibt genügend Bekannte, die "zwar nichts gegen Juden" haben und im gleichen Atemzug Stereotypen beispielsweise vom geldgierigen Juden zeichnen. Es gibt Handgreiflichkeiten im Restaurant und einen Rauswurf aus einem Nobelhotel, in dem Gäste "mosaischen Glaubens" unerwünscht sind.
Aber der Film beschränkt sich nicht auf die detaillierte Darstellung latenten oder offenen Fremdenhasses (man könnte anmerken, dass die Darstellung im Film zu sehr auf religiösen Antisemitismus bezogen ist, der sicher nicht so verbreitet war wie der rassistisch motivierte), sondern beschäftigt sich auch mit der Reaktion der "Gutmenschen". Greens Freundin Kathy ist eine engagierte Frau, die sich an dem Dünkel ihrer Mitmenschen gegenüber anderen (also Juden) stört. Allerdings gibt sie in einem Streit mit Green zu, dass sie natürlich lieber nicht Jüdin sei, so wie es natürlich sei, lieber gesund als krank zu sein, eine Szene, die wirklich unter die Haut geht. Der Originaltitel "Gentlemen`s Agreement" fasst böse zusammen, was die "ordentlichen" Bürger unter einem angemessenem Umgang mit Juden verstehen: still ausgrenzen und unter sich bleiben. Viel besser zu Green würde seine Kollegin, die tatkräftige Modejournalistin Anne (Celeste Holm), passen, der Film erlaubt ihnen aber nur eine platonische Freundschaft.
Bemerkenswert sind die ausgezeichneten Schauspielleistungen, vier der acht Nominierungen gingen auch an die Darsteller Peck, McGuire, Holm und Anne Revere (als Greens Mutter). Peck spielt trotz seiner jugendlichen 31 Jahre als habe er schon jahrzehntelange Erfahrung. Fünfzehn Jahre später variierte er den Rollentypus als Atticus Finch in "Wer die Nachtigall stört" und erhielt dafür verdient den Oscar.
Kazan hat einen zeitlosen Film zum Problem Antisemitismus gedreht. Dass er selbst in der McCarthy-Ära eine moralisch sehr bedenkliche Figur abgegeben hat, spricht nicht gegen sein Werk. Wie heißt es doch schon über Rousseau: Der Wegweiser geht nicht den Weg, den er zeigt. Auch sechzig Jahre nach seiner Entstehung ist "Tabu der Gerechten" aufrüttelnd und scheint seinen Zuschauern zuzurufen "He, Du Gutmensch, wie reagierst Du, wenn jemand in Deiner Anwesenheit einen verletzenden "Witz" auf Kosten einer religiösen oder ethnischen Minderheit macht?"
Bild und Ton des Films sind gut. Als Extras gibt es ein sechsseitiges Booklet, eine Karte mit dem Filmplakat, zwei Trailer (zum Film selbst und zu "All about Eve"), sowie eine Bildergalerie. Interessant angesichts der Brisanz des Films wären natürlich ein paar Hintergrundinformationen gewesen. Dass Fox seine Film-Klassiker in einer derart puristischen Ausstattung auf den Markt bringt, ist schade. Aber der Film ist so einzigartig, dass dies nicht ins Gewicht fällt.


Humoreske - Joan CrawfordHumoreske
Joan Crawford, John Garfield, Oscar Levant

DVD, 26. August 2005
     Verkaufsrang: 37914     

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Warner Home Humoreske, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 25.08.05

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Eine der besten Schmonzetten der Welt      5 von 5 Punkten
Man muss vielleicht kein Musiker sein, um diesen Film zu goutieren - aber es hilft, und wenn man nur Hobbymusiker ist, so wie ich. Vermutlich wird jedoch derjenige, der mit Klassik so gar nichts anfangen kann, einige Längen in dem Film erblicken - von 120 Minuten entfallen recht viele auf das Geigenspiel des Hauptdarstellers, mit oder ohne Orchester. Für mich könnte es gar nicht genug sein - und außerdem: Das wird nicht einfach nur so dahingerotzt, da passiert auch immer was Außermusikalisches, mit den Protagonisten, mit den Nebenfiguren, da werden Blicke, Zeichen, Leidenschaft, Verbissenheit, Sehnsucht, amour fou, die ganzen großen Gefühlsregungen einer 1-A-Schmonzette gezeigt. Und das so gut, dass ich aus dem Schwärmen kaum noch herauskomme.

Aber fangen wir vorne an. Obwohl dies eher ein klassisches Melodram ist, erinnert die eine oder andere Ausleuchtung an den film noir, der Darsteller John Garfield sowieso (er ist beileibe keine klassische Schönheit und uns noch aus dem film noir "Wenn der Postmann zwei Mal klingelt" in Erinnerung), und es geht auch gleich mit der großen Rückblende, wie das für films noirs so typisch ist, los. Ein Geiger (Garfield) hat eine Krise, ein Konzert musste abgesagt werden, wie kam es dazu? Er erinnert sich an seine Kindheit. Wie er als armer Schlucker sich nichts sehnlicher als eine Geige wünschte und sie auch bekam, wie er allen mit dem Geübe auf die Nerven ging, wie er unbändig an seinem Traum werkelte, immer hochvirtuos spielte, immer eine Spur zu spektakulär, zu verbissen, zu abgehoben, aber voller lodernder Leidenschaft, wie er nach seinem Musikstudium ein Konzertdebüt geben möchte und von der mondänen Mrs. Helen Wright (Joan Crawford) gefördert wird - die ist mit einem eher schwächlichen Ehemann verheiratet, trinkt zuviel und es kommt, wie es kommen muss, zu einer bemerkenswerten amour fou. Wie die ausgeht, wird nicht verraten, nur soviel: Wer sich in Musik auskennt, mag es kurz vor Schluss ahnen (und die deutsche Synchronisation verrät hier bei der Ansage des letzten Konzertes leider mehr als das Original).

Klingt vermutlich alles nicht sooo toll - und bei dem Regisseur Jean Negulesco (siehe meines Verriss von "Wie angelt man sich einen Millionär?") hatte ich auch gar nicht so viel erwartet. Ist aber toll, und zwar in jeglicher Hinsicht. Dafür gibt es mehrere Gründe.

In der sehr sehenswerten, wenn auch kurzen Doku "Die Musik von 'Humoreske'" heißt es, dies sei vielleicht der erste Musikerfilm, in dem die Musik einen derart hohen Stellenwert hat. Da ist was dran, und es ist sogar noch ein bisschen mehr. Die Musik wird hier auf verschiedene Art sehr ernst genommen. Zum einen ist sie natürlich Spiegel für Gefühlszustände und Handlungsmotivationen, und da auch durchgängig klug eingesetzt. Der Garfield spielt tatsächlich immer extrem spektakulär und virtuos, er steht immer unter Strom, seine Leidenschaft ist immer hart am Rande der Besessenheit. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass das letzte große Konzert, das er gibt, hiervon die einzige signifikante Ausnahme ist. Hier scheint er endlich einmal ganz zu sich gefunden zu haben und in sich zu ruhen, ja wenn nicht die Crawford - aber lassen wir das, ich möchte den Ausgang wirklich nicht verraten. Jedenfalls passte es.

Zweitens muss man hier auch mal über den technischen Aspekt sprechen. Alte Filme, in denen Musiker vorkommen?!? Das ist häufig ein Graus, man sieht es auch noch in 10 m Entfernung bei dem portablen TV-Gerät auf dem Campingplatz, dass die Stars nie und nimmer echt spielen. Selbst in jüngeren Jahren kann man da gelegentlich noch mäkeln, sogar bei dem schon recht guten "Sweet and Lowdown" von Woody Allen (1999). Hier aber haben wir diese Sache in einer Perfektion und Emotionalität, die ich so noch niemals gesehen habe. Und wie gesagt, die Hauptfigur spielt durchgängig sauschwere Sachen! Man fragt sich tatsächlich, ob der John Garfield so gut Geige spielen kann. Kann er aber nicht. Der weltberühmte Geiger Isaac Stern, damals noch eher ein Jungspund, hat ausgeholfen und (offenbar exzellent) beraten. Auf der erwähnten Doku werden die Tricks verraten. Dass im Mienenspiel von dem Garfield dennoch die ganze Verbissenheit, Besessenheit, Leidenschaft herüberkommt, ist ihm kaum hoch genug anzurechnen. Die ganzen Geigenspielszenen haben lange Jahre vor CGI (computergenerierten Bildern) eine Perfektion, die nie steril wirkt, ein wahrer Genuss.

Drittens ist die Auswahl der Stücke extrem gut gelungen. Die "Humoreske" von Dvorak ist ein sehr verspieltes Stück, fast eine Jahrmarktsmusik (und als solche untermalt sie auch ein wichtiges Kindheitserlebnis des Hauptdarstellers), die man aber auch virtuos aufpeppen kann, wie Garfield es später tut. Die Carmen-Fantasie hat das nötige Feuer für Garfield auf der Höhe seines Schaffens. Ein paar Zigeunerweisen markieren seinen Einstand, und mit dem "Hummelflug", einer tour de force an Fingergymnastik, möchte er der Crawford und allen anderen auf einer Party trotzig zeigen, was er alles kann, nachdem die Crawford und er sich ein nicht eben schmeichelhaftes Wortgefecht geliefert hatten. Stilistisch bemerkenswert in dieser Zeit ist auch folgendes: Wer genau aufpasst, wird in der Credits feststellen, dass es heißt: music conducted by Franz Waxman, d.h. dass es keine neu komponierte Musik gibt, der ganze Soundtrack besteht aus bereits existenten klassischen, manchmal volkstümlichen Stücken und auch einmal Jazz. Das Ganze wurde von Waxman freilich nicht nur dirigiert, sondern zum Teil neu bearbeitet und arrangiert. Und immer mit Bezug zur Handlung und zur Seelenlage der Protagonisten. Der Film vermischt z.B. lustvoll die "diegetische" und die "nichtdiegetische" Musik, d.h. die, die in der Handlung vorkommt, und die, die dies nicht tut. Wir hören und sehen einmal, wie Garfield ein Konzert mit großem Orchester gibt, dann verlässt eine Art Jugendliebe von ihm das Konzert, weil sie fühlt, dass er sich nur noch für die Crawford interessiert. Als sie draußen entlanggeht, hören wir aber immer noch das Konzert in unveränderter Lautstärke - was man so nicht hören könnte, wir haben also ohne Tonschnitt den nichtdiegetischen Bereich betreten, und es passt!

In dieser Hinsicht ist natürlich die herzergreifende Schlussszene am meisterhaftesten. Auch hier gibt Garfield ein Konzert, die Crawford hört es im Radio, aber auch, als sie ihr Haus längst verlassen hat, erklingt es noch weiter. Wie gesagt, ich kann es eigentlich nur vollständig erklären, wenn ich verrate, worum es da geht, und das will ich nicht, also: Glauben Sie es mir bitte, es ist hochemotional und meisterhaft zugleich. Wir haben hier eine Szene von 10 Minuten Länge, in der neben einigen realistischen Hintergrundgeräuschen nur dieses eine Musikstück erklingt, die Crawford, die nahezu die ganze Zeit alleine zu sehen ist, sagt kein Wort und spielt. Das ist wirklich wunderbar. Obwohl ich Stummfilme wegen des übertriebenen Chargierens häufig nicht so mag, hatte ich das Gefühl, so muss ein wirklich guter Stummfilm gewesen sein, so wenig Zwischentitel wie möglich, damals in einem Kino mit technischer Vorführperfektion auf der Höhe der Zeit und einem großen Orchester statt nur einem Klavierklimperer.

Und dies ist auch die ideale Überleitung, um auf Joan Crawford zu sprechen zu kommen. So richtig sicher bin ich mir immer noch nicht, ob sie eine der ganz großen Darstellerinnen ist, ob sie nicht nur star, sondern auch actress ist - schließlich erinnert man sich aus ihrer Metro-Zeit (1925-43) im Grunde nur an "Menschen im Hotel" und "The Women", und nach "Was geschah wirklich mit Baby Jane?" (1962) hatte sie ein paar echte Gurkenauftritte. Was aber dazwischen liegt, ist oft superb, sie ging 1945 zu Warner, und Du liebe Zeit, dieses immer ein wenig als Fließbandfabrik (wenn auch sehr gute) verschriene Studio wusste wirklich was mit ihr anzufangen. Ihre ersten drei Warner-Filme sind jeder ein Erlebnis, und der zweite, "Humoreske", das wohl größte Erlebnis. Hier kann sie wirklich spielen, diese 10 Minuten ohne Text und doch immer mit vollem Einsatz dabei, jede Menge Großaufnahmen, jede Mange schön ausgeleuchtete Bilder, ohne dass aber das Drumherum die Frau schier erdrückt, so was ist nach meiner Ansicht extrem schwierig zu spielen. Und sie hat hier auch keine Gelegenheit zum hysterischen overacting. Das ist ganz ganz wunderbar! Und der Rest von ihr übrigens auch, eine anspruchsvolle Rolle, eine Frau zwischen Lebensekel, Lust am frivolen Spiel, Sehnsucht nach Normalität und am Ende eben auch Besessenheit, das hebt sich schon sehr von den üblichen sich aufopfernden Hausfrauen und Kellnerinnen ab, die sie sonst so gegeben hat. Ja, die Crawford, die ist zwar ein gemachter Star nach Metros Gnaden, die Zähne hat sie sich richten lassen, die Nase wohl auch, Augenbrauen wie von Meisterhand geformt und immer die ähnlich riesigen Schulterpolster, aber Warner konnte den Menschen dahinter erstrahlen lassen, ohne diese Äußerlichkeiten zu verleugnen. Das ist eine hohe Kunst. Und sie macht sich hier nicht mal jünger, als sie war (40).

Und die Crawford trägt Brille. Das war damals kein zu vernachlässigendes Detail. In einer Zeit, in der Kontaktanzeigen schon mal mit "Brille kein Hindernis" endeten und eine Diva einfach keine "Brillenschlange" zu sein hatte, setzen die Macher von "Humoreske" der Crawford so ein Ding auf die Nase, und es darüber hinaus geschickt als Stil- und Ausdrucksmittel ein. Die Frau ist wirklich und im übertragenen Sinne etwas kurzsichtig, steht aber zu ihrer Brille, wenn sie etwas ganz genau sehen/wissen will, wenn Sie Interesse, erstmals wahres Interesse an einem Mann hat. Dass die Crawford zu dem Nasenfahrrad bereit war, spricht für großes Vertrauen der Crawford in sich selbst - und dass die Macher das durchsetzen, für deren großes Vertrauen in die Crawford. Und wenn man mal an die wirklich grottenschlechten Brillenwitze aus "Wie angelt man sich einen Millionär" des gleichen Regisseurs denkt, kann man "Humoreske" nur noch mehr lieben.

Daneben gibt es weitere Tugenden. Obwohl der Film sich bei den Musikszenen recht viel Zeit lässt und insgesamt 120 Min. dauert, hat er ein per saldo hohes Tempo, passiert auch in den Musikszenen immer so einiges im Hintergrund (achten Sie z.B. darauf, wie die Crawford zunächst einmal mit amüsiertem Desinteresse tuschelt, wenn Garfield zum ersten Mal vorspielt). Ferner gibt es ein amüsantes Spiel mit Konventionen, um dann zu zeigen, dass da wohl doch mehr dahinter steckt (ein extrem klischeehafter Einstand von der Crawford: Sie ist strahlend schön, trägt ein strahlend helles Kostüm inmitten dunkel gekleideter Männer, ein echter Blickfang, und als sie rauchen will, schnippen drei Feuerzeuge auf...). Man findet jede Menge netter Symbolik (z.B. das Dartspiel des schwächlichen Ehemannes, bei dem er einfach nicht ins Schwarze trifft, in einem entscheidenden Moment aber doch). Und man findet Tempo, wo es was bringt, so haben wir einmal eine selbst für Warner-Verhältnisse schier atemberaubend schnelle und fast schon avantgardistische Montagesequenz, in der Garfields Werdegang in der Depressionszeit höchst interessant versinnbildlicht wird. Die Geschichte ist eine Schmonzette, sicher, aber ich habe den Figuren ihre Gefühle am Rande des Wahnsinns immer abgenommen, und wenn die ganze Sache mal ein wenig in die sprücheklopfende Psychokiste abzugleiten droht, wird das meistens durch eine schnodderige Bemerkung des Pianistenkumpels von Garfield nett aufgelöst. Man verzeiht dem Film gerne einige (eher wenige) Klischees, zumal sie auch gelegentlich noch zu einer interessanten Auflösung geführt werden (die Mutter, die dem Jungen die Geige gönnt, der strenge Vater, der das nicht will; aber später ist er eben doch stolz wie Oskar, als Sohnemann auftreten darf) oder zumindest nicht überstrapaziert werden (dass die Jugendfreundin Gina nicht noch zu einer heimlichen Hauptperson aufgebaut wird, dürfte eher ein guter Einfall gewesen sein). Auch das Ende habe ich als gelungen empfunden, weder zu frustrierend noch zu süßlich.

Ein letztes: Genauso wie Fidelio keinesfalls fidel ist, ist Humoreske keinesfalls sonderlich komödiantisch, dies muss gesagt werden. Wer aber einen echten Tränendrücker schätzt und gleichzeitig das Gefühl haben will, besser als bei Meg Ryan & Co. bedient zu werden, liegt hier ganz und gar richtig. Dazu gibt's ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit, ein interessantes Thema, einen beachtlichen Cast und eine überragende Crawford, garniert mit stilistisch-musikalischen Feinheiten und technischer Perfektion. So lasse ich mich gern verzaubern - ohne nach dem Rausch mit dem Kater aufzuwachen. Kurz zur DVD: Bild und Ton sind sehr gut (soweit ich es mit eher einfachem Fernseher beurteilen kann), die Extra-Doku ist kurz, aber gut, insgesamt 5 Sterne!

Ein Klassiker      5 von 5 Punkten
Dies ist Joan Crawfords zweiter Film für die Warner Brothers nach "Solange ein Herz schlägt". Die Phase ab 1945 ist sicherlich die künstlerisch wertvollste in ihrer Karriere. Miss Crawford spielt die Gönnerin und Geliebte eines talentieren jungen Geigers (John Garfield). Die Beziehung endet schließlich tragisch...
Die Extras sind eher knapp gehalten. Der Kinotrailer und ein kurzes Featurette über die Violinenmusik aus dem Film, interpretiert von Isaac Stern. Der Streifen selbst ist hervorragend fotographiert, die Musik ist wunderschön und die Darsteller am Zenith ihres Könnens.
Madonnas Musikvideo "The Power of Good-bye" ist übrigens eine Hommage an das furiose Finale dieses Meisterwerks.


Im Netz der Leidenschaften - Hume CronynIm Netz der Leidenschaften
Hume Cronyn, Cecil Kellaway, John Garfield, Lana Turner

DVD, 23. April 2004
     Verkaufsrang: 36523     

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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Guter Klassiker des Film Noir      4 von 5 Punkten
Eine unwiderstehliche Lana Turner und ein smarter John Garfield brillieren in dieser Story über Leidenschaft, Skrupellosigkeit und Verrat.
Die Geschichte selbst ist gut, wenn auch nicht so überwältigend oder von großen Überraschungen geprägt wie andere Filme des Genre vom Zuschnitt eines "Zeugin der Anklage".
Besonders interessant fand ich den Bonus-Film über die Lebensgeschichte des Hauptdarstellers John Garfield, der eigentlich Jacob Julius Garfinkel hieß und laut Zeitzeugenberichten später von den antikommunistischen "Hollywoodjägern" der Mc Carthy-Ära in den frühen Herztod getrieben wurde.

MGMs Film-Noir-Klassiker      5 von 5 Punkten
"Im Netz der Leidenschaften" ("The Postman Always Rings Twice", USA 1946) von Tay Garnett war einer der wenigen Film-Noirs, die MGM produzierte. Der Film erzählt die Geschichte von Frank Chambers (John Garfield), der auf dem Weg nach San Diego einen Job an der Raststätte "Twin Oaks" annimmt. Der Besitzer Nick Smith (Cecil Kellaway) ist mit einer viel jüngeren Frau Nora (Lana Turner) verheiratet. In ihr lernt sich Frank schnell verlieben, und schmiedet mit ihr einen Plan, wie sie ihren Ehemann umbringen können. Als der erste Versuch schief geht, versuchen sie es ein zweites Mal, und verfangen sich völlig im 'Netz ihrer Leidenschaften'.

Bild: 4:3 (1,37:1)
Ton: Deutsch, Englisch, Spanisch (alle Dolby Digital 2.0), Französisch (Mono)
Untertitel: u.a. Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Deutsch f.H., Englisch f.H.
Specials (alle mit optionalen Untertiteln):
- Einleitung von Filmhistoriker Richard Jewell (USA, 2003, 5 min.)
- "The John Garfield Story" (USA, 2003, 58 min.): Sehr ausführliche Dokumentation über John Garfield, der im Alter von 39 Jahren an einem Herzinfarkt starb, und der für viele nachfolgende Schauspieler wie Brando, Dean, DeNiro und Pacino Vorbild war. Kurz vor seinem Tod hatte ihn die HUAC (House of Un-American Activities Committee) auf die berühmte Schwarze Liste gesetzt.
- Bildergalerie-Hinter den Kulissen
- USA-Kinotrailer
- ohne Booklet

Bild und Ton sind in einer erstklassigen Qualität. Alleine schon die Doku über John Garfield macht diese DVD zu einem absoluten Pflichtkauf für Cineasten und Liebhaber alter Klassiker!

ausgezeichnet!!      5 von 5 Punkten
atemlose Spannung und unberechenbare Charaktere. Alles was der typische Film Noir aufweisen muss. ....Lana Turner in ihrer besten Rolle spielt die Ehefrau des wesentlich älteren Gastwirts Nick. Sie nehmen einen Arbeiter von der Straße auf und somit beginnt ein Netz aus Leidenschaft zwischen Caro (Lana Turner) und Frank (John Garfield). Gemeinsam wollen sie Nick ermorden.... doch die Story ist damit noch nicht beendet....und nimmt somit ein unerwartetes Ende...

Gehört zu den Klassikern des Film - Noirs und ist unbedingt sehenswert!!!

Die Rechnung ohne den Wirt      5 von 5 Punkten
Dieser Film wurde im TV als "Die Rechnung ohne den Wirt" gezeigt. Das öfter verfilmte Buch ist auch bekannt als "Wenn der Postmann zweimal klingelt". Im Gegensatz zu der Verfilmung mit Jack Nicholson kommt diese FilmNoirPerle ganz ohne Vordergründige Effekte, wie bspw. einer Küchentischszene, aus. Licht und Schatten, sind die Stilmittel dieser Zeit. Der Film ist undbedingt sehenswert, nicht zuletzt wegen der hinreißenden Lana Turner.


Beverly Hills Cop 2 [UK-Import] - Eddie MurphyBeverly Hills Cop 2 [UK-Import]
Eddie Murphy, Judge Reinhold, Jürgen Prochnow, Ronny Cox, John Ashton

Videokassette, 6. November 1989
     Verkaufsrang: 35439     

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In dieser 1988er Fortsetzung eines der erfolgreichsten Filme aller Zeiten finden wir Eddie Murphy wieder in seiner Rolle als Detective Axel Foley von der Detroiter Polizei. Und wieder einmal spielt er den Fisch auf dem Trockenen, als er versucht, eine Serie von Raubüberfällen in Beverly Hills zu lösen, die möglicherweise in Zusammenhang mit dem versuchten Mord an seinen Freund, einem Captain des Beverly Hills Police Department (Ronny Cox) stehen.
Trotz des viel aufwendigeren und temporeicheren optischen Stils im Vergleich zum ersten Film von 1984, ist die Melodie die gleiche geblieben: Foley versucht, seinen Job in Detroit zu behalten, während er gleichzeitig für die Polizei in Beverly Hills Fälle löst. Murphy nutzt abermals den Kulturschock als Quelle der Komik, und das lockere Verhältnis zwischen Foley und Billy (gespielt von Judge Reinhold), nun eine fröhlich überzogene Rambo-Figur, steht immer noch im Mittelpunkt der Serie.
Wenn dieser Film auch nicht sonderlich originell ist, drückt ihm Regisseur Tony Scott (Crimson Tide, Der Staatsfeind Nr. 1) doch seinen eigenen Stempel auf und sorgt dafür, dass die Action und die Lacher nicht nachlassen. -Robert Lane


Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 11 Bewertungen)

Eddie wieder auf Tour      5 von 5 Punkten
Beverly Hills Cop II stellt eine gelungene Forsetzung des Erstlings da und befindet sich im Gagfaktor in der nähe vom ersten Teil. Diesmal bekommt es Axel und seine Freunde mit den berühmten Alphabetkillern zutun die für überfall auf einen guten Freund von Axel, Billy und Taggert sind. Gemeinsam versuchen sie die Truppe festzunehmen und den Fall zu lösen. Dabei kommt ihnen ihrer große Klappe gerade richtig, denn diese brauchen sie um sich auch durch diese geniale Komödie zu Kämpfen. Wer den ersten liebte wird auch von dieser Forsetzung begeistert sein.


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Videokassette, 6. März 2000

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Force Of Evil [UK IMPORT] - John GarfieldForce Of Evil [UK IMPORT]
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Tabu der Gerechten - Gregory PeckTabu der Gerechten
Gregory Peck, Dorothy McGuire, John Garfield

DVD, 15. Januar 2007

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Body & Soul [UK-Import] - John GarfieldBody & Soul [UK-Import]
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