DVDs: Yvette Guilbert

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Faust - Silent [UK IMPORT] - Emil JanningsFaust - Silent [UK IMPORT]
Emil Jannings, Camilla Horn, Yvette Guilbert, Wilhelm Dieterle, Gosta Ekman

DVD, 21. Januar 2002
     Verkaufsrang: 11125     

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Goethe zerfleddert, Kamera entfesselt, Zuschauer gebannt      5 von 5 Punkten
In gewisser Weise sind Kamerafahrten beinahe so alt wie das Kino selbst... meistens aber blieben die Filme starre Theaterkopien und eine Kamerafahrt als bestimmendes, wahrhaft filmisches Mittel war undenkbar. Von daher ist Murnaus erstmals 1924 in "Der letzte Mann" entfesselte Kamera eine unglaubliche Neuerung der Filmsprache. Gerade in und nach diesem Werk wurde die Kamera so wild geführt wie kaum jemals wieder - im letzten Mann scheinen sie schon beinahe der reine Selbstzweck zu sein (wobei dahinter natürlich auch eine anrührende Geschichte vom sozialen Abstieg steht), in "Faust" kommen sie etwas gedämpfter daher und wirken weit integrierter... statt bloßer Spielerei werden sie hier gar durch die Handlung erfordert, stellenweise lassen sich Form und Inhalt hier nicht mehr trennen. Etwa dann, wenn Gretchens Schrei den grübelnden Faust wieder zu sich ruft und dabei meilenweite Wege zurücklegt - wie anders als durch eine Kamerafahrt über die opulenten Modell-Landstriche hätte Murnau dieses Bild inszenieren können?
Andere Male wird aber auch hier die Geschichte auf die Kamerafahrten hingebogen: Etwa dann, wenn Faust und Mephistopheles (übrigens ein blendend aufgelegter Emil Jannings) auf dem Mantel durch die Lüfte gleiten - neben der personifizierten, die Stadt in ihren Klauen haltenden Pest sicherlich das berühmteste Bild des Films.
Munrau hielt sich bei seiner Inszenierung überwiegend an die Gretchen-Geschichte und fügte ein paar Freiheiten hinzu - das haben ihm viele (gerade die Deutschen) ein wenig übel genommen und als Goethe-Verfilmung mag der Film auf inhaltlicher Ebene sicherlich kein Glücksgriff sein, aber als formal furioses Stummfilmwerk aus Kinodeutschlands fruchtbarster Zeit ist es ein Meilenstein.
"Faust" ist zudem das letzte Werk, das Murnau (eigentlich F. W. Plumpe) in Deutschland inszeniert hat: In den USA folgten das großartige Meisterwerk "Sunrise" und noch drei weitere Filme, deren letzter "Tabu" war. Ursprünglich sollte Flaherty ("Nanook of the North") beteiligt sein, aber Differenzen zwischen seinem und Murnaus Konzept, das Südseeleben zu schildern führten zu seinem Abspringen vom Projekt. Sicherlich ist das ziemlich süßliche Werk eher eine paradiesische Flucht vor dem Börsencrash als ein realistischer Spielfilm; Murnau, der bei den Dreharbeiten selbst angeblich ein Tabu gebrochen hatte starb bald darauf - vermutlich war es jedoch kein böser Fluch sondern vielmehr Unaufmerksamkeit beim Autofahren, als er gemeinsam mit seinem viel jüngeren, am Steuer sitzenden Liebhaber - dem er Kenneth Anger zufolge während der Fahrt einen geblasen haben soll - verunglückte (Was für ein Tod!) Die Grabrede hielt u. a. Fritz Lang.
Unter den Nazis fand Murnau kaum größere Beachtung in Deutschland, aber spätestens seit Eric Rohmers "Faust"-Protokoll (und überhaupt das Interesse einiger Vertreter der nouvelle vague) war Murnau auch hier wieder ein Thema.

Phänomenaler Bilderrausch      4 von 5 Punkten
Wer Goethes "Faust" erwartet, der möge Goethes "Faust" lesen! Das Meisterwerk unseres großen Dichters ist letztlich nicht verfilmbar. Zu dominant die hohe Sprachkunst! Auch alle Opernkomponisten, die sich an dieses Werk gewagt haben, sind an ihm gescheitert. Ein Richard Wagner hat es wohlweislich erst gar nicht versucht!
Wer allerdings ein Werk erleben möchte, dass filmtechnisch wie auch filmästhetisch den höchsten Stand seiner Zeit (1926) repräsentiert (fast parallel wurde "Metropolis" gedreht, im selben Studio!), der ist bei diesem grandiosen Film F. W. Murnaus bestens aufgehoben. Filme nannte man früher auch "Lichtspiele" und Kinos entsprechend "Lichtspielhaus/ oder -theater". Eben dies demonstriert der Film auf eindrucksvolle Weise: Eine Wette zwischen dem Erzengel (Licht) und Mephisto (Schatten) um Faustens Seele lässt den Kampf von Gut und Böse entbrennen. Abwechselnd treiben heller Tag und Finsternis die Handlung voran; düster umhüllt Mephistos riesiger Mantel das frohe Treiben in dem kleinen, altdeutschen Städtchen, kalt weht der Pesthauch durch die engen Gassen. Verzweiflung ob des Massensterbens treibt Faust in Mephistos Arme, dessen Pakt er mit Blut unterschreibt. Die Verjüngung, die Mephisto Faust zuteil werden lässt, bindet diesen nun ewig an die finstre Seite der Welt. Erlösung wird ihm erst durch Gretchens aufopfernde Liebe zuteil.
Motive aus der volkstümlichen "Historia von Dr. Faustus", dem Faust-Drama von Christopher Marlowe und eben Goethes Weltenspiel durchziehen diesen einzigartigen Film, dessen filmtechnische Effekte bis heute verblüffen: die Beschwörung Mephistos durch Faust bei Mondenschein, der Flug auf dem Mantel, der Tod von Gretchens Kind im eisigen Grab, Fausts gemeinsames Sterben mit Gretchen auf dem Scheiterhaufen.
Anstelle der berühmten amerikanischen Schauspielerin Lillian Gish, die ursprünglich als Gretchen vorgesehen war, erleben wir eine bezaubernde Camilla Horn in dieser Rolle, die Murnau während der Dreharbeiten zu seinem "Tartüff" (1925) kennengelernt hatte. Mephisto wird verkörpert von dem damaligen deutschen Filmstar Emil Jannings, dessen Interpretation allerdings etwas unheimlicher und dämonischer hätte ausfallen können. Gösta Ekman spielt sowohl den alten wie auch den verjüngten Faust.
Wirklich großartig ist die von Timothy Brock komponierte und unter seiner Leitung vom Olympia Chamber Orchestra eingespielte Musik, die Anklänge an Wagner und Beethoven nicht verleugnen kann - was ja nicht das schlimmste ist.
Bild- und Tonqualität auf dieser DVD sind absolut zufriedenstellend. Ein fundierter Audiokommentar rundet das Filmerlebnis entsprechend ab.
Nur vier Sterne aus dem Grund, dass es ansonsten keinerlei Bonusmaterial zu diesem herausragenden Film gibt.

Gelungenes Meisterwerk eines talentierten Regisseurs      5 von 5 Punkten
„Faust“(1926) gehört nach „Nosferatu“(1922) zum zweiten großen Höhepunkt der Karriere Friedrich Wilhelm Murnaus und ist zudem auch der letzte von Murnau in Deutschland gedrehte Film, bevor er nach Hollywood ging.
Murnau gehörte zu einem der wenigen Regisseure, die es schafften die Einflüsse des Expressionismus, der Literatur, der Malerei und des Theaters dieser Zeit in ihren Filmen zu verarbeiten und dennoch ihre Filme durch einen eigenen Stil zu prägen. So zeichnet sich „Faust“ beispielsweise durch ein brillantes Spiel mit Licht und Schatten aus. Eine düstere Atmosphäre wird auch durch den geschickten Einsatz von Rauch und Nebel aber auch durch den Einsatz von Feuer erzeugt.
Zur Handlung: Die Geschichte spielt im Mittelalter und stellt eindrücklich den metaphysischen Kampf zwischen Gut und Böse dar:
Der Film beginnt mit der Wette zwischen einem Erzengel und dem Teufel. Der Teufel (Mephisto) wettet, dass jeder Mensch, der durch ihn beeinflusst wird, sich von Gott abwendet. Als Mensch suchen sie sich den alten Wissenschaftler und Alchimisten Faust aus.
Als die Pest ausbricht und Faust es nicht schafft ein Gegenmittel zu entwickeln und darüber fast verzweifelt, bietet ihm Mephisto seine Hilfe an. Da Faust zunächst ablehnt macht Mephisto ihm den Vorschlag sich vorerst nur einen Probetag lang auf ihn einzulassen. Faust nimmt an und die Pest verschwindet. Als der Teufel ihm ewige Jugend anbietet kann Faust nicht wiederstehen und geht den Pakt mit dem Teufel ein. Er beginnt sich aber schnell zu langweilen, bis er Gretchen trifft und sie sich in einander verlieben...
Als Vorlage für das Drehbuch diente weitgehend die Bühnentragödie „Faust“ von J.W. von Goethe. Um aber deutlich zu machen, dass der Film auch auf ältere Quellen zurückgreift gab Murnau ihm den Titel: „Faust – Eine deutsche Volkssage“
Der Film ist nach seiner Restauration in einem – für sein alter (Premiere 14. Oktober 1926) – brillanten Zustand. Auch die musikalische Untermalung des Films ist absolut passend. Der einzige Nachteil ist, dass der deutsche Text durch englische Texttafeln ersetzt wurde, was der Handlung allerdings keinen Abbruch tut, da der englische Text sehr leicht verständlich ist.


Faust - Silent [UK IMPORT] - Emil JanningsFaust - Silent [UK IMPORT]
Emil Jannings, Camilla Horn, Yvette Guilbert, Wilhelm Dieterle, Gosta Ekman

DVD, 19. Juni 2006
     Verkaufsrang: 26117      Gewöhnlich versandfertig in 2 bis 4 Wochen.

Preis: € 29,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Goethe zerfleddert, Kamera entfesselt, Zuschauer gebannt      5 von 5 Punkten
In gewisser Weise sind Kamerafahrten beinahe so alt wie das Kino selbst... meistens aber blieben die Filme starre Theaterkopien und eine Kamerafahrt als bestimmendes, wahrhaft filmisches Mittel war undenkbar. Von daher ist Murnaus erstmals 1924 in "Der letzte Mann" entfesselte Kamera eine unglaubliche Neuerung der Filmsprache. Gerade in und nach diesem Werk wurde die Kamera so wild geführt wie kaum jemals wieder - im letzten Mann scheinen sie schon beinahe der reine Selbstzweck zu sein (wobei dahinter natürlich auch eine anrührende Geschichte vom sozialen Abstieg steht), in "Faust" kommen sie etwas gedämpfter daher und wirken weit integrierter... statt bloßer Spielerei werden sie hier gar durch die Handlung erfordert, stellenweise lassen sich Form und Inhalt hier nicht mehr trennen. Etwa dann, wenn Gretchens Schrei den grübelnden Faust wieder zu sich ruft und dabei meilenweite Wege zurücklegt - wie anders als durch eine Kamerafahrt über die opulenten Modell-Landstriche hätte Murnau dieses Bild inszenieren können?
Andere Male wird aber auch hier die Geschichte auf die Kamerafahrten hingebogen: Etwa dann, wenn Faust und Mephistopheles (übrigens ein blendend aufgelegter Emil Jannings) auf dem Mantel durch die Lüfte gleiten - neben der personifizierten, die Stadt in ihren Klauen haltenden Pest sicherlich das berühmteste Bild des Films.
Munrau hielt sich bei seiner Inszenierung überwiegend an die Gretchen-Geschichte und fügte ein paar Freiheiten hinzu - das haben ihm viele (gerade die Deutschen) ein wenig übel genommen und als Goethe-Verfilmung mag der Film auf inhaltlicher Ebene sicherlich kein Glücksgriff sein, aber als formal furioses Stummfilmwerk aus Kinodeutschlands fruchtbarster Zeit ist es ein Meilenstein.
"Faust" ist zudem das letzte Werk, das Murnau (eigentlich F. W. Plumpe) in Deutschland inszeniert hat: In den USA folgten das großartige Meisterwerk "Sunrise" und noch drei weitere Filme, deren letzter "Tabu" war. Ursprünglich sollte Flaherty ("Nanook of the North") beteiligt sein, aber Differenzen zwischen seinem und Murnaus Konzept, das Südseeleben zu schildern führten zu seinem Abspringen vom Projekt. Sicherlich ist das ziemlich süßliche Werk eher eine paradiesische Flucht vor dem Börsencrash als ein realistischer Spielfilm; Murnau, der bei den Dreharbeiten selbst angeblich ein Tabu gebrochen hatte starb bald darauf - vermutlich war es jedoch kein böser Fluch sondern vielmehr Unaufmerksamkeit beim Autofahren, als er gemeinsam mit seinem viel jüngeren, am Steuer sitzenden Liebhaber - dem er Kenneth Anger zufolge während der Fahrt einen geblasen haben soll - verunglückte (Was für ein Tod!) Die Grabrede hielt u. a. Fritz Lang.
Unter den Nazis fand Murnau kaum größere Beachtung in Deutschland, aber spätestens seit Eric Rohmers "Faust"-Protokoll (und überhaupt das Interesse einiger Vertreter der nouvelle vague) war Murnau auch hier wieder ein Thema.

Phänomenaler Bilderrausch      4 von 5 Punkten
Wer Goethes "Faust" erwartet, der möge Goethes "Faust" lesen! Das Meisterwerk unseres großen Dichters ist letztlich nicht verfilmbar. Zu dominant die hohe Sprachkunst! Auch alle Opernkomponisten, die sich an dieses Werk gewagt haben, sind an ihm gescheitert. Ein Richard Wagner hat es wohlweislich erst gar nicht versucht!
Wer allerdings ein Werk erleben möchte, dass filmtechnisch wie auch filmästhetisch den höchsten Stand seiner Zeit (1926) repräsentiert (fast parallel wurde "Metropolis" gedreht, im selben Studio!), der ist bei diesem grandiosen Film F. W. Murnaus bestens aufgehoben. Filme nannte man früher auch "Lichtspiele" und Kinos entsprechend "Lichtspielhaus/ oder -theater". Eben dies demonstriert der Film auf eindrucksvolle Weise: Eine Wette zwischen dem Erzengel (Licht) und Mephisto (Schatten) um Faustens Seele lässt den Kampf von Gut und Böse entbrennen. Abwechselnd treiben heller Tag und Finsternis die Handlung voran; düster umhüllt Mephistos riesiger Mantel das frohe Treiben in dem kleinen, altdeutschen Städtchen, kalt weht der Pesthauch durch die engen Gassen. Verzweiflung ob des Massensterbens treibt Faust in Mephistos Arme, dessen Pakt er mit Blut unterschreibt. Die Verjüngung, die Mephisto Faust zuteil werden lässt, bindet diesen nun ewig an die finstre Seite der Welt. Erlösung wird ihm erst durch Gretchens aufopfernde Liebe zuteil.
Motive aus der volkstümlichen "Historia von Dr. Faustus", dem Faust-Drama von Christopher Marlowe und eben Goethes Weltenspiel durchziehen diesen einzigartigen Film, dessen filmtechnische Effekte bis heute verblüffen: die Beschwörung Mephistos durch Faust bei Mondenschein, der Flug auf dem Mantel, der Tod von Gretchens Kind im eisigen Grab, Fausts gemeinsames Sterben mit Gretchen auf dem Scheiterhaufen.
Anstelle der berühmten amerikanischen Schauspielerin Lillian Gish, die ursprünglich als Gretchen vorgesehen war, erleben wir eine bezaubernde Camilla Horn in dieser Rolle, die Murnau während der Dreharbeiten zu seinem "Tartüff" (1925) kennengelernt hatte. Mephisto wird verkörpert von dem damaligen deutschen Filmstar Emil Jannings, dessen Interpretation allerdings etwas unheimlicher und dämonischer hätte ausfallen können. Gösta Ekman spielt sowohl den alten wie auch den verjüngten Faust.
Wirklich großartig ist die von Timothy Brock komponierte und unter seiner Leitung vom Olympia Chamber Orchestra eingespielte Musik, die Anklänge an Wagner und Beethoven nicht verleugnen kann - was ja nicht das schlimmste ist.
Bild- und Tonqualität auf dieser DVD sind absolut zufriedenstellend. Ein fundierter Audiokommentar rundet das Filmerlebnis entsprechend ab.
Nur vier Sterne aus dem Grund, dass es ansonsten keinerlei Bonusmaterial zu diesem herausragenden Film gibt.

Gelungenes Meisterwerk eines talentierten Regisseurs      5 von 5 Punkten
„Faust“(1926) gehört nach „Nosferatu“(1922) zum zweiten großen Höhepunkt der Karriere Friedrich Wilhelm Murnaus und ist zudem auch der letzte von Murnau in Deutschland gedrehte Film, bevor er nach Hollywood ging.
Murnau gehörte zu einem der wenigen Regisseure, die es schafften die Einflüsse des Expressionismus, der Literatur, der Malerei und des Theaters dieser Zeit in ihren Filmen zu verarbeiten und dennoch ihre Filme durch einen eigenen Stil zu prägen. So zeichnet sich „Faust“ beispielsweise durch ein brillantes Spiel mit Licht und Schatten aus. Eine düstere Atmosphäre wird auch durch den geschickten Einsatz von Rauch und Nebel aber auch durch den Einsatz von Feuer erzeugt.
Zur Handlung: Die Geschichte spielt im Mittelalter und stellt eindrücklich den metaphysischen Kampf zwischen Gut und Böse dar:
Der Film beginnt mit der Wette zwischen einem Erzengel und dem Teufel. Der Teufel (Mephisto) wettet, dass jeder Mensch, der durch ihn beeinflusst wird, sich von Gott abwendet. Als Mensch suchen sie sich den alten Wissenschaftler und Alchimisten Faust aus.
Als die Pest ausbricht und Faust es nicht schafft ein Gegenmittel zu entwickeln und darüber fast verzweifelt, bietet ihm Mephisto seine Hilfe an. Da Faust zunächst ablehnt macht Mephisto ihm den Vorschlag sich vorerst nur einen Probetag lang auf ihn einzulassen. Faust nimmt an und die Pest verschwindet. Als der Teufel ihm ewige Jugend anbietet kann Faust nicht wiederstehen und geht den Pakt mit dem Teufel ein. Er beginnt sich aber schnell zu langweilen, bis er Gretchen trifft und sie sich in einander verlieben...
Als Vorlage für das Drehbuch diente weitgehend die Bühnentragödie „Faust“ von J.W. von Goethe. Um aber deutlich zu machen, dass der Film auch auf ältere Quellen zurückgreift gab Murnau ihm den Titel: „Faust – Eine deutsche Volkssage“
Der Film ist nach seiner Restauration in einem – für sein alter (Premiere 14. Oktober 1926) – brillanten Zustand. Auch die musikalische Untermalung des Films ist absolut passend. Der einzige Nachteil ist, dass der deutsche Text durch englische Texttafeln ersetzt wurde, was der Handlung allerdings keinen Abbruch tut, da der englische Text sehr leicht verständlich ist.


Faust [UK IMPORT] - Emil JanningsFaust [UK IMPORT]
Emil Jannings, Gosta Ekman, Camilla Horn, Yvette Guilbert, Wilhelm Dieterle

Videokassette
     Verkaufsrang: 50600     

Bei Amazon direkt z.Zt. nicht lieferbar,   Bei anderem Anbieter bestellen



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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Goethe zerfleddert, Kamera entfesselt, Zuschauer gebannt      5 von 5 Punkten
In gewisser Weise sind Kamerafahrten beinahe so alt wie das Kino selbst... meistens aber blieben die Filme starre Theaterkopien und eine Kamerafahrt als bestimmendes, wahrhaft filmisches Mittel war undenkbar. Von daher ist Murnaus erstmals 1924 in "Der letzte Mann" entfesselte Kamera eine unglaubliche Neuerung der Filmsprache. Gerade in und nach diesem Werk wurde die Kamera so wild geführt wie kaum jemals wieder - im letzten Mann scheinen sie schon beinahe der reine Selbstzweck zu sein (wobei dahinter natürlich auch eine anrührende Geschichte vom sozialen Abstieg steht), in "Faust" kommen sie etwas gedämpfter daher und wirken weit integrierter... statt bloßer Spielerei werden sie hier gar durch die Handlung erfordert, stellenweise lassen sich Form und Inhalt hier nicht mehr trennen. Etwa dann, wenn Gretchens Schrei den grübelnden Faust wieder zu sich ruft und dabei meilenweite Wege zurücklegt - wie anders als durch eine Kamerafahrt über die opulenten Modell-Landstriche hätte Murnau dieses Bild inszenieren können?
Andere Male wird aber auch hier die Geschichte auf die Kamerafahrten hingebogen: Etwa dann, wenn Faust und Mephistopheles (übrigens ein blendend aufgelegter Emil Jannings) auf dem Mantel durch die Lüfte gleiten - neben der personifizierten, die Stadt in ihren Klauen haltenden Pest sicherlich das berühmteste Bild des Films.
Munrau hielt sich bei seiner Inszenierung überwiegend an die Gretchen-Geschichte und fügte ein paar Freiheiten hinzu - das haben ihm viele (gerade die Deutschen) ein wenig übel genommen und als Goethe-Verfilmung mag der Film auf inhaltlicher Ebene sicherlich kein Glücksgriff sein, aber als formal furioses Stummfilmwerk aus Kinodeutschlands fruchtbarster Zeit ist es ein Meilenstein.
"Faust" ist zudem das letzte Werk, das Murnau (eigentlich F. W. Plumpe) in Deutschland inszeniert hat: In den USA folgten das großartige Meisterwerk "Sunrise" und noch drei weitere Filme, deren letzter "Tabu" war. Ursprünglich sollte Flaherty ("Nanook of the North") beteiligt sein, aber Differenzen zwischen seinem und Murnaus Konzept, das Südseeleben zu schildern führten zu seinem Abspringen vom Projekt. Sicherlich ist das ziemlich süßliche Werk eher eine paradiesische Flucht vor dem Börsencrash als ein realistischer Spielfilm; Murnau, der bei den Dreharbeiten selbst angeblich ein Tabu gebrochen hatte starb bald darauf - vermutlich war es jedoch kein böser Fluch sondern vielmehr Unaufmerksamkeit beim Autofahren, als er gemeinsam mit seinem viel jüngeren, am Steuer sitzenden Liebhaber - dem er Kenneth Anger zufolge während der Fahrt einen geblasen haben soll - verunglückte (Was für ein Tod!) Die Grabrede hielt u. a. Fritz Lang.
Unter den Nazis fand Murnau kaum größere Beachtung in Deutschland, aber spätestens seit Eric Rohmers "Faust"-Protokoll (und überhaupt das Interesse einiger Vertreter der nouvelle vague) war Murnau auch hier wieder ein Thema.

Phänomenaler Bilderrausch      4 von 5 Punkten
Wer Goethes "Faust" erwartet, der möge Goethes "Faust" lesen! Das Meisterwerk unseres großen Dichters ist letztlich nicht verfilmbar. Zu dominant die hohe Sprachkunst! Auch alle Opernkomponisten, die sich an dieses Werk gewagt haben, sind an ihm gescheitert. Ein Richard Wagner hat es wohlweislich erst gar nicht versucht!
Wer allerdings ein Werk erleben möchte, dass filmtechnisch wie auch filmästhetisch den höchsten Stand seiner Zeit (1926) repräsentiert (fast parallel wurde "Metropolis" gedreht, im selben Studio!), der ist bei diesem grandiosen Film F. W. Murnaus bestens aufgehoben. Filme nannte man früher auch "Lichtspiele" und Kinos entsprechend "Lichtspielhaus/ oder -theater". Eben dies demonstriert der Film auf eindrucksvolle Weise: Eine Wette zwischen dem Erzengel (Licht) und Mephisto (Schatten) um Faustens Seele lässt den Kampf von Gut und Böse entbrennen. Abwechselnd treiben heller Tag und Finsternis die Handlung voran; düster umhüllt Mephistos riesiger Mantel das frohe Treiben in dem kleinen, altdeutschen Städtchen, kalt weht der Pesthauch durch die engen Gassen. Verzweiflung ob des Massensterbens treibt Faust in Mephistos Arme, dessen Pakt er mit Blut unterschreibt. Die Verjüngung, die Mephisto Faust zuteil werden lässt, bindet diesen nun ewig an die finstre Seite der Welt. Erlösung wird ihm erst durch Gretchens aufopfernde Liebe zuteil.
Motive aus der volkstümlichen "Historia von Dr. Faustus", dem Faust-Drama von Christopher Marlowe und eben Goethes Weltenspiel durchziehen diesen einzigartigen Film, dessen filmtechnische Effekte bis heute verblüffen: die Beschwörung Mephistos durch Faust bei Mondenschein, der Flug auf dem Mantel, der Tod von Gretchens Kind im eisigen Grab, Fausts gemeinsames Sterben mit Gretchen auf dem Scheiterhaufen.
Anstelle der berühmten amerikanischen Schauspielerin Lillian Gish, die ursprünglich als Gretchen vorgesehen war, erleben wir eine bezaubernde Camilla Horn in dieser Rolle, die Murnau während der Dreharbeiten zu seinem "Tartüff" (1925) kennengelernt hatte. Mephisto wird verkörpert von dem damaligen deutschen Filmstar Emil Jannings, dessen Interpretation allerdings etwas unheimlicher und dämonischer hätte ausfallen können. Gösta Ekman spielt sowohl den alten wie auch den verjüngten Faust.
Wirklich großartig ist die von Timothy Brock komponierte und unter seiner Leitung vom Olympia Chamber Orchestra eingespielte Musik, die Anklänge an Wagner und Beethoven nicht verleugnen kann - was ja nicht das schlimmste ist.
Bild- und Tonqualität auf dieser DVD sind absolut zufriedenstellend. Ein fundierter Audiokommentar rundet das Filmerlebnis entsprechend ab.
Nur vier Sterne aus dem Grund, dass es ansonsten keinerlei Bonusmaterial zu diesem herausragenden Film gibt.

Gelungenes Meisterwerk eines talentierten Regisseurs      5 von 5 Punkten
„Faust“(1926) gehört nach „Nosferatu“(1922) zum zweiten großen Höhepunkt der Karriere Friedrich Wilhelm Murnaus und ist zudem auch der letzte von Murnau in Deutschland gedrehte Film, bevor er nach Hollywood ging.
Murnau gehörte zu einem der wenigen Regisseure, die es schafften die Einflüsse des Expressionismus, der Literatur, der Malerei und des Theaters dieser Zeit in ihren Filmen zu verarbeiten und dennoch ihre Filme durch einen eigenen Stil zu prägen. So zeichnet sich „Faust“ beispielsweise durch ein brillantes Spiel mit Licht und Schatten aus. Eine düstere Atmosphäre wird auch durch den geschickten Einsatz von Rauch und Nebel aber auch durch den Einsatz von Feuer erzeugt.
Zur Handlung: Die Geschichte spielt im Mittelalter und stellt eindrücklich den metaphysischen Kampf zwischen Gut und Böse dar:
Der Film beginnt mit der Wette zwischen einem Erzengel und dem Teufel. Der Teufel (Mephisto) wettet, dass jeder Mensch, der durch ihn beeinflusst wird, sich von Gott abwendet. Als Mensch suchen sie sich den alten Wissenschaftler und Alchimisten Faust aus.
Als die Pest ausbricht und Faust es nicht schafft ein Gegenmittel zu entwickeln und darüber fast verzweifelt, bietet ihm Mephisto seine Hilfe an. Da Faust zunächst ablehnt macht Mephisto ihm den Vorschlag sich vorerst nur einen Probetag lang auf ihn einzulassen. Faust nimmt an und die Pest verschwindet. Als der Teufel ihm ewige Jugend anbietet kann Faust nicht wiederstehen und geht den Pakt mit dem Teufel ein. Er beginnt sich aber schnell zu langweilen, bis er Gretchen trifft und sie sich in einander verlieben...
Als Vorlage für das Drehbuch diente weitgehend die Bühnentragödie „Faust“ von J.W. von Goethe. Um aber deutlich zu machen, dass der Film auch auf ältere Quellen zurückgreift gab Murnau ihm den Titel: „Faust – Eine deutsche Volkssage“
Der Film ist nach seiner Restauration in einem – für sein alter (Premiere 14. Oktober 1926) – brillanten Zustand. Auch die musikalische Untermalung des Films ist absolut passend. Der einzige Nachteil ist, dass der deutsche Text durch englische Texttafeln ersetzt wurde, was der Handlung allerdings keinen Abbruch tut, da der englische Text sehr leicht verständlich ist.


Faust - Silent [UK IMPORT] - Emil JanningsFaust - Silent [UK IMPORT]
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Goethe zerfleddert, Kamera entfesselt, Zuschauer gebannt      5 von 5 Punkten
In gewisser Weise sind Kamerafahrten beinahe so alt wie das Kino selbst... meistens aber blieben die Filme starre Theaterkopien und eine Kamerafahrt als bestimmendes, wahrhaft filmisches Mittel war undenkbar. Von daher ist Murnaus erstmals 1924 in "Der letzte Mann" entfesselte Kamera eine unglaubliche Neuerung der Filmsprache. Gerade in und nach diesem Werk wurde die Kamera so wild geführt wie kaum jemals wieder - im letzten Mann scheinen sie schon beinahe der reine Selbstzweck zu sein (wobei dahinter natürlich auch eine anrührende Geschichte vom sozialen Abstieg steht), in "Faust" kommen sie etwas gedämpfter daher und wirken weit integrierter... statt bloßer Spielerei werden sie hier gar durch die Handlung erfordert, stellenweise lassen sich Form und Inhalt hier nicht mehr trennen. Etwa dann, wenn Gretchens Schrei den grübelnden Faust wieder zu sich ruft und dabei meilenweite Wege zurücklegt - wie anders als durch eine Kamerafahrt über die opulenten Modell-Landstriche hätte Murnau dieses Bild inszenieren können?
Andere Male wird aber auch hier die Geschichte auf die Kamerafahrten hingebogen: Etwa dann, wenn Faust und Mephistopheles (übrigens ein blendend aufgelegter Emil Jannings) auf dem Mantel durch die Lüfte gleiten - neben der personifizierten, die Stadt in ihren Klauen haltenden Pest sicherlich das berühmteste Bild des Films.
Munrau hielt sich bei seiner Inszenierung überwiegend an die Gretchen-Geschichte und fügte ein paar Freiheiten hinzu - das haben ihm viele (gerade die Deutschen) ein wenig übel genommen und als Goethe-Verfilmung mag der Film auf inhaltlicher Ebene sicherlich kein Glücksgriff sein, aber als formal furioses Stummfilmwerk aus Kinodeutschlands fruchtbarster Zeit ist es ein Meilenstein.
"Faust" ist zudem das letzte Werk, das Murnau (eigentlich F. W. Plumpe) in Deutschland inszeniert hat: In den USA folgten das großartige Meisterwerk "Sunrise" und noch drei weitere Filme, deren letzter "Tabu" war. Ursprünglich sollte Flaherty ("Nanook of the North") beteiligt sein, aber Differenzen zwischen seinem und Murnaus Konzept, das Südseeleben zu schildern führten zu seinem Abspringen vom Projekt. Sicherlich ist das ziemlich süßliche Werk eher eine paradiesische Flucht vor dem Börsencrash als ein realistischer Spielfilm; Murnau, der bei den Dreharbeiten selbst angeblich ein Tabu gebrochen hatte starb bald darauf - vermutlich war es jedoch kein böser Fluch sondern vielmehr Unaufmerksamkeit beim Autofahren, als er gemeinsam mit seinem viel jüngeren, am Steuer sitzenden Liebhaber - dem er Kenneth Anger zufolge während der Fahrt einen geblasen haben soll - verunglückte (Was für ein Tod!) Die Grabrede hielt u. a. Fritz Lang.
Unter den Nazis fand Murnau kaum größere Beachtung in Deutschland, aber spätestens seit Eric Rohmers "Faust"-Protokoll (und überhaupt das Interesse einiger Vertreter der nouvelle vague) war Murnau auch hier wieder ein Thema.

Phänomenaler Bilderrausch      4 von 5 Punkten
Wer Goethes "Faust" erwartet, der möge Goethes "Faust" lesen! Das Meisterwerk unseres großen Dichters ist letztlich nicht verfilmbar. Zu dominant die hohe Sprachkunst! Auch alle Opernkomponisten, die sich an dieses Werk gewagt haben, sind an ihm gescheitert. Ein Richard Wagner hat es wohlweislich erst gar nicht versucht!
Wer allerdings ein Werk erleben möchte, dass filmtechnisch wie auch filmästhetisch den höchsten Stand seiner Zeit (1926) repräsentiert (fast parallel wurde "Metropolis" gedreht, im selben Studio!), der ist bei diesem grandiosen Film F. W. Murnaus bestens aufgehoben. Filme nannte man früher auch "Lichtspiele" und Kinos entsprechend "Lichtspielhaus/ oder -theater". Eben dies demonstriert der Film auf eindrucksvolle Weise: Eine Wette zwischen dem Erzengel (Licht) und Mephisto (Schatten) um Faustens Seele lässt den Kampf von Gut und Böse entbrennen. Abwechselnd treiben heller Tag und Finsternis die Handlung voran; düster umhüllt Mephistos riesiger Mantel das frohe Treiben in dem kleinen, altdeutschen Städtchen, kalt weht der Pesthauch durch die engen Gassen. Verzweiflung ob des Massensterbens treibt Faust in Mephistos Arme, dessen Pakt er mit Blut unterschreibt. Die Verjüngung, die Mephisto Faust zuteil werden lässt, bindet diesen nun ewig an die finstre Seite der Welt. Erlösung wird ihm erst durch Gretchens aufopfernde Liebe zuteil.
Motive aus der volkstümlichen "Historia von Dr. Faustus", dem Faust-Drama von Christopher Marlowe und eben Goethes Weltenspiel durchziehen diesen einzigartigen Film, dessen filmtechnische Effekte bis heute verblüffen: die Beschwörung Mephistos durch Faust bei Mondenschein, der Flug auf dem Mantel, der Tod von Gretchens Kind im eisigen Grab, Fausts gemeinsames Sterben mit Gretchen auf dem Scheiterhaufen.
Anstelle der berühmten amerikanischen Schauspielerin Lillian Gish, die ursprünglich als Gretchen vorgesehen war, erleben wir eine bezaubernde Camilla Horn in dieser Rolle, die Murnau während der Dreharbeiten zu seinem "Tartüff" (1925) kennengelernt hatte. Mephisto wird verkörpert von dem damaligen deutschen Filmstar Emil Jannings, dessen Interpretation allerdings etwas unheimlicher und dämonischer hätte ausfallen können. Gösta Ekman spielt sowohl den alten wie auch den verjüngten Faust.
Wirklich großartig ist die von Timothy Brock komponierte und unter seiner Leitung vom Olympia Chamber Orchestra eingespielte Musik, die Anklänge an Wagner und Beethoven nicht verleugnen kann - was ja nicht das schlimmste ist.
Bild- und Tonqualität auf dieser DVD sind absolut zufriedenstellend. Ein fundierter Audiokommentar rundet das Filmerlebnis entsprechend ab.
Nur vier Sterne aus dem Grund, dass es ansonsten keinerlei Bonusmaterial zu diesem herausragenden Film gibt.

Gelungenes Meisterwerk eines talentierten Regisseurs      5 von 5 Punkten
„Faust“(1926) gehört nach „Nosferatu“(1922) zum zweiten großen Höhepunkt der Karriere Friedrich Wilhelm Murnaus und ist zudem auch der letzte von Murnau in Deutschland gedrehte Film, bevor er nach Hollywood ging.
Murnau gehörte zu einem der wenigen Regisseure, die es schafften die Einflüsse des Expressionismus, der Literatur, der Malerei und des Theaters dieser Zeit in ihren Filmen zu verarbeiten und dennoch ihre Filme durch einen eigenen Stil zu prägen. So zeichnet sich „Faust“ beispielsweise durch ein brillantes Spiel mit Licht und Schatten aus. Eine düstere Atmosphäre wird auch durch den geschickten Einsatz von Rauch und Nebel aber auch durch den Einsatz von Feuer erzeugt.
Zur Handlung: Die Geschichte spielt im Mittelalter und stellt eindrücklich den metaphysischen Kampf zwischen Gut und Böse dar:
Der Film beginnt mit der Wette zwischen einem Erzengel und dem Teufel. Der Teufel (Mephisto) wettet, dass jeder Mensch, der durch ihn beeinflusst wird, sich von Gott abwendet. Als Mensch suchen sie sich den alten Wissenschaftler und Alchimisten Faust aus.
Als die Pest ausbricht und Faust es nicht schafft ein Gegenmittel zu entwickeln und darüber fast verzweifelt, bietet ihm Mephisto seine Hilfe an. Da Faust zunächst ablehnt macht Mephisto ihm den Vorschlag sich vorerst nur einen Probetag lang auf ihn einzulassen. Faust nimmt an und die Pest verschwindet. Als der Teufel ihm ewige Jugend anbietet kann Faust nicht wiederstehen und geht den Pakt mit dem Teufel ein. Er beginnt sich aber schnell zu langweilen, bis er Gretchen trifft und sie sich in einander verlieben...
Als Vorlage für das Drehbuch diente weitgehend die Bühnentragödie „Faust“ von J.W. von Goethe. Um aber deutlich zu machen, dass der Film auch auf ältere Quellen zurückgreift gab Murnau ihm den Titel: „Faust – Eine deutsche Volkssage“
Der Film ist nach seiner Restauration in einem – für sein alter (Premiere 14. Oktober 1926) – brillanten Zustand. Auch die musikalische Untermalung des Films ist absolut passend. Der einzige Nachteil ist, dass der deutsche Text durch englische Texttafeln ersetzt wurde, was der Handlung allerdings keinen Abbruch tut, da der englische Text sehr leicht verständlich ist.


L'Argent [UK IMPORT] - Pierre  AlcoverL'Argent [UK IMPORT]
Pierre Alcover, Brigitte Helm, Alfred Abel, Yvette Guilbert

DVD, 24. November 2008

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