DVDs: Hannah Herzsprung

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Vier Minuten - Monica BleibtreuVier Minuten
Monica Bleibtreu, Hannah Herzsprung, Richy Müller

DVD, 26. Oktober 2007
     Verkaufsrang: 1876      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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VIER MINUTEN

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 16 Bewertungen)

Starker, eindringlicher Film      5 von 5 Punkten
Den schlechten Rezensionen zu diesem herausragenden deutschen Film kann ich mich in keiner Weise anschließen. Das zweite Werk des Regisseurs Christopher Kraus, hat nicht zuletzt aufgrund der schauspielerischen Leistung einer Hannah Herzsprung völlig zu Recht den deutschen Filmpreis (u.v.a) gewonnen! Sie spielt die Rolle der traumatisierten Insassin eines Frauenknastes, einem ehemaligen Klavier-Wunderkind, absolut glaubwürdig, bis zur Extase. Zusammen mit Monica Bleibtreu als lesbische, gealterte Klavierlehrerin, die ihre große Liebe einst während des 2. Weltkriegs verloren hat, wird der Film zu einer erfolgreichen Einheit, die einen auch Tage später noch anrührt. Das Ganze packend ergänzt von Annette Focks' Kompositionen und Mozarts Klaviersonaten. Auch für Nicht-Klassikfans nur zu empfehlen!


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Baader-Meinhof-Komplex [Blu-ray] - Moritz BleibtreuBaader-Meinhof-Komplex [Blu-ray]
Moritz Bleibtreu, Martina Gedeck, Johanna Wokalek, Nadja Uhl, Bruno Ganz

Blu-ray, 31. Juli 2009
     Verkaufsrang: 4984      Noch nicht veröffentlicht

Preis: € 25,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Deutschland in den 70ern. Die radikalisierten Kinder der Nazi-Generation, angeführt von Andreas Baader (Moritz Bleibtreu), der ehemaligen Starkolumnistin Ulrike Meinhof (Martina Gedeck) und Gudrun Ensslin (Johanna Wokalek), kämpfen gegen das, was sie als das neue Gesicht des Faschismus begreifen: die US-amerikanische Politik in Vietnam, im Nahen Osten und in der Dritten Welt, die von führenden Köpfen der deutschen Politik, Justiz und Industrie unterstützt wird. Die von Baader, Meinhof und Ensslin gegründete Rote Armee Fraktion hat der Bundesrepublik Deutschland den Krieg erklärt. Es gibt Tote und Verletzte, die Situation eskaliert, und die noch junge Demokratie wird in ihren Grundfesten erschüttert. Der Mann, der die Taten der Terroristen zwar nicht billigt, aber dennoch zu verstehen versucht, ist auch ihr Jäger: der Leiter des Bundeskriminalamts Horst Herold (Bruno Ganz). Obwohl er große Fahndungserfolge verbucht, ist er sich bewusst, dass die Polizei allein die Spirale der Gewalt nicht aufhalten kann.
Pressenotiz
Drehbuchautor und Produzent Bernd Eichinger (DAS PARFUM - DIE GESCHICHTE EINES MÖRDERS, DER UNTERGANG) bringt für Constantin Film Stefan Austs Standardwerk über den RAF-Terrorismus DER BAADER MEINHOF KOMPLEX auf die Kinoleinwand. Regisseur Uli Edel (LETZTE AUSFAHRT BROOKLYN, CHRISTIANE F. - WIR KINDER VOM BAHNHOF ZOO) inszeniert die dramatischen Ereignisse, die von 1967 bis zum "Deutschen Herbst" 1977 die demokratischen Grundpfeiler der Bundesrepublik Deutschland ins Wanken brachten.
Presseinformation zur Buchvorlage
Stefan Austs Buch "Der Baader Meinhof Komplex" erschien zum ersten Mal 1985 und hat wie kein anderes das heutige Bild vom Krieg der Rote Armee Fraktion gegen den Staat geprägt. Es ist keine Anklageschrift und kein Plädoyer eines Verteidigers. Es will kein Urteil fällen, weder in juristischer noch in moralischer Hinsicht. Es ist ein Protokoll, eine Chronik der Ereignisse, die ihren Höhepunkt im "Deutschen Herbst" 1977 fanden, in der Ermordung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer sowie in der Entführung und Befreiung der Passagiere und der Crew der Lufthansa-Maschine "Landshut".




Liesl Karlstadt und Karl Valentin - Johannes HerrschmannLiesl Karlstadt und Karl Valentin
Johannes Herrschmann, Hannah Herzsprung, Bettina Redlich

DVD, 15. Dezember 2008
     Verkaufsrang: 8480      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Genial geworden...      5 von 5 Punkten
Ich schliesse mich an, dass Hannah GENIAL war, aber der Film im Ganzen - und auch "Karl Valentin" gehen weit über TV-Kost hinaus! Schade, dass so ein toller Film an Dilletanten im TV verschleudert wird - er hätte das Zeug für die Kino-Leinwand!

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Ich schliesse mich an, dass Hannah GENIAL war, aber der Film im Ganzen - und auch "Karl Valentin" gehen weit über TV-Kost hinaus! Schade, dass so ein toller Film an Dilletanten im TV verschleudert wird - er hätte das Zeug für die Kino-Leinwand! Richtlinien


Gelungener Film      5 von 5 Punkten
Ob die historischen Daten nun alle absolut korrekt verarbeitet sind, vermag ich nicht zu beurteilen. Für meine Begriffe aber hat der Regisseur in diesem Film Freude, Leid, Komödie, Drama, eigentlich alles eingefangen, was zu einem gelungenen Film gehört.
Sehr emotional und gut umgesetzt finde ich den Aufstieg, die Charakterdarstellung des K. Valentin und den Fall nach dem Krieg.
Ebenso die Darsteller, insbesondere des K. Valentin scheinen mir sehr gelungen, die magere Person passt ebenso in die Zeit, wie auch zu dem, was die Biographie überliefert.

Insgesamt sehr sehenswert, wie ich finde, die Schauspieler in dem Sinne sinnvoll gewählt, da noch relativ "unbefangen" und nicht durch alle möglichen Filme oder Serien zuvor gereicht.

Schade drum      2 von 5 Punkten
Der renommierte TV-Regisseur Jo Baier ("Hölleisengretl", "Nicht alle waren Mörder", "Stauffenberg") hat viel Mühe darauf verwandt, detailreich das München der 10er bis 30er Jahre wiederauferstehen zu lassen: Dekors, Kostüme, Plakate und Interieurs - das alles wirkt äußerst authentisch, keine Frage. Weniger Sorgfalt ließ Baier bei den historischen Fakten und zeitlichen Abläufen walten. So wird Valentins und Karlstadts erste Begegnung mit dem Medium Film an einer Begegnung mit Regisseur Engels (schöne Charaktervignette: Axel Prahl) irgendwann in den 20er Jahren festgemacht. Valentin und Karlstadt standen jedoch zusammen bereits seit 1913 (u.a. in "Karl Valentins Hochzeit") vor einer Kamera. Die Dreharbeiten zu DER FIRMLING (1934) verortet er vor 1933 - einem Datum, zu dem dem Film im übrigen nicht mehr einfällt, als ein paar SA-Männer mit Hakenkreuzbinden durchs Bild laufen zu lassen. Das fügt sich jedoch ins Gesamtbild des Films, der oft zu dünn und allzu oberflächlich, nur auf schöne Dekors bedacht daherkommt. Das größte Problem allerdings ist die Besetzung des Karl Valentin. Während Hannah Herzsprung als Liesl überzeugt und ihrer Figur Leben einzuhauchen vermag, kann J. Herrschmann ausser einer entfernten physiognomischen Ähnlichkeit recht wenig in die Rolle einbringen, wirkt uninspiriert, bleibt schablonenhaft und hölzern. In den nachgespielten Sketchen "Firmling", "Orchesterprobe" und "Antennendraht" tritt dies ganz besonders schmerzlich, ja peinlich zutage, wenn die klassischen Sätze und Pointen in Karaoke-Manier heruntergebetet werden, ohne sich auch nur im Ansatz um Diktion und Ausdruck des genialen Komikers zu bemühen. Aber es gibt wohl hierfür keine bayerischen Charakterdarsteller mehr, wie Karl Obermayr oder Philipp Arp. Einen im kollektiven Bewusstsein so fest verankerten Komiker wie Valentin im Film adäquat zu verkörpern, ist gewiss eine äußerst schwer zu lösende Aufgabe. Auch der große Rod Steiger ist mit seiner Darstellung in "W.C.Fields and Me" (1976) grandios gescheitert. Nun, Valentin, Obermayr und Arp sind leider tot - und dieser Film ist es trotz aller schönen Optik auch: blutleer.


Das wahre Leben - Katja RiemannDas wahre Leben
Katja Riemann, Ulrich Noethen, Hannah Herzsprung

DVD, 22. Februar 2008
     Verkaufsrang: 9425      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 17,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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DAS WAHRE LEBEN

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Familienalltag mit Knalleffekt      5 von 5 Punkten
'Das wahre Leben'? Das klingt nach einem Film über den allseits bekannten Alltag einer Familie. Stimmt. Und das macht ihn zu einer actiongeladenen, amüsanten und doch bedrückenden Psychostudie - erstklassig besetzt mit Katja Riemann und Ulrich Noethen.

Nichts anderes als die Geschichte einer Durchschnittsfamilie verspricht uns Jung-Regisseur Alain Gsponer. Einer Familie also, die dem durchschnittlichen Kinogänger zumindest im Ansatz bekannt vorkommen muss: Ein Vier-Personen-Haushalt mit scheinbar zufällig miteinander Verwandten, der solange funktioniert, wie sie sich gegenseitig in Ruhe lassen.

Bis zu dem Moment, als Familienvater Roland (Ulrich Noethen) seinen Arbeitsplatz verliert. Jahrelang waren seine Tage mit 14 Stunden Risiko-Management angefüllt. Nun steht er wieder seiner Familie zur Verfügung. Einen Businessplan gibt es nicht. Ad hoc richtet er sich im sachlichen Büro-Tonfall an seine Söhne, den 12-jährigen Linus (Josef Mattes) und den 19-jährigen Charles (Volker Bruch). Ehefrau Sybille (Katja Riemann) managte eben noch ein sehr erfolgreiches kleines Familienunternehmen im Alleingang. Nun pfuscht er ihr wie ein externer Chef hinein. Es hat etwas strombergsches Verlorenes, wenn er sich beispielsweise beim Nennen der Familiengeburtstage irrt und noch unsteten Blickes ein 'oder?' um die Ecke hinterherschickt. Bald darauf fragt Linus ängstlich: 'Du, Papa, wenn Du jetzt keinen Job findest, bleibst Du dann die ganze Zeit zu Hause?' Doch Rolands Personalberater-Team rät ihm, vor einer Neuanstellung den Akku wieder aufzuladen. Nichts leichter als das. Schnell ist der Akkubohrer zur Hand und die Renovierungsbedürftigkeit des Hauses beschlossene Sache. Da werden - harhar! - nur die größten Werkzeuge ausgepackt und mit lächerlicher Beharrlichkeit - hoppla! - tragende Wände eingerissen, bis das ganze Haus konsequent kaputtrenoviert ist. Auch Sybille flüchtet sich in Aktionismus. Beim gemeinsamen Fitnesstraining mit einem Freund konzentriert sie sich allein auf ihre Beckenbodenmuskulatur. Der schnelle Wechsel von Heiterkeit, Beklemmung und Zorn lässt die Atmosphäre dieser Szenen regelrecht vibrieren.
Als absolut trittsicher auf dem schmalen Grat zwischen Komödie und Tragödie beweisen sich auch die Akteure in ihrem Spiel. Die gesamte Riege der Darsteller ist die Wunschbesetzung des 32-jährigen Schweizers. Und auch alle übrigen Stellenangebote einer Filmproduktion - Kamera, Licht, Ton - schrieb er selbst aus: Als Absolvent der Filmakademie Baden-Württemberg begrenzte er den Bewerberpool auf seine ehemalige Hochschule. Wenn sich unter seiner Regie Schaupieler in Familienaufstellungen üben, dann geht das zwar über das übliche Handwerkszeug eines Filmakademie-Studenten hinaus, doch die Realitätsnähe der Dramaturgie gibt ihm Recht. Über die überdrehte Eskalation des Film-Endes kann man hinwegsehen. Ebenso verzeiht man den platten, vorläufigen Filmtitel 'Bummm! Deine Familie, dein Schlachtfeld.' Die Kriegsmetapher drängt sich ohnehin zwangsläufig auf. Und Gsponer lichtet die spannungsgeladene Interaktion der Familie so wahrheitsgetreu und fein nuanciert ab, als hätte er jahrelang als embedded journalist in einem Einfamilienhaus verbracht. Zumindest die plötzliche Arbeitslosigkeit des Vaters hat er selbst hautnah miterlebt. Man kann mutmaßen, dass er, auch für sich selbst, ausgehend von diesem Schockmoment die psychologischen Verstrickungen einer jeden seiner Figuren weiterspinnen und untersuchen wollte.

Seine studienähnliche Erzählweise erinnert dabei an französische Filmemacher, spricht ihnen aber gekonnt ihre Auffassung ab, ein nachdenklicher Film dürfte nicht auch urkomisch sein und vor allem ein überraschendes Tempo haben. Mit dieser Geschwindigkeit nimmt er einen mit, auch in die eigene Familie. Was gibt es Spannenderes?


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Vier Minuten (2DVDs Special Edition) - Monica BleibtreuVier Minuten (2DVDs Special Edition)
Monica Bleibtreu, Hannah Herzsprung, Richy Müller

DVD, 2. November 2007
     Verkaufsrang: 18869      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 27,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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VIER MINUTEN-S.E.

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

titel der rezension      5 von 5 Punkten
der film beginnt mit einer kameraeinstellung, die einem vogelschwarm hinterher filmt. die kamera folgt dem vogelschwarm, doch langsam rückt sich, drängt sich, etwas ins bild das ganz und gar nicht zu frei fliegenden vögeln passt: ein gefängnis.
es folgt die klassische vorstellung der charaktere, die exposition: sie konzentriert sich auf eine gefängnisinsassin, die gerade aufgewacht, die erhängte mitgefangene neben dem bett registriert und sich deren letzte zigarre anzündet, und auf eine alte frau, die sich neben zwei heavy metal begeisterte truckfahrer gequetscht hat, die ihren flügel transportieren. schon zu beginn werden mehrere fronten angedeutet, zum einen kleinkariertes und beschränktes denken von seiten der gefängniswärter, die den truckfahrern nicht erlauben wollen den flügel ins gefängnis zu transportieren wegen krimineller vergangenheit, zum anderen stößt die beschwerde der alten frau bei der gefängnisleitung auf wenig verständnis, dass der flügel in einem unbedachten moment mit wasser überschüttet worden ist. auch der gefängnisinsassin, später namentlich mit jenny dem zuschauer vorgestellt, wird das leben schwer gemacht, mitgefangene glauben, sie sei in irgendeiner form an dem tod ihrer zellenpartnerin schuldig.
dem aufmerksamen zuschauer wird von vornherein klar, dass diese beiden außenseitergestalten, die dem zuschauer auf vielerlei art zu beginn noch sehr rätselhaft erscheinen, aufeinanderstoßen werden. dies geschieht sogar ganz dem wortsinn entsprechend, als jenny zur klavierstunde erscheint, will sie die alte, traude, nicht spielen lassen, weil jennys hände ungepflegt sind. jenny bekommt einen ihrer - wie der zuschauer im verlauf des filmes herausfinden wird - klassischen wutanfälle und schlägt einen wächter, der sie zurückhalten will, zusammen und spielt. traude wendet sich von der gewalt ab und betrachtet eine verkrüppelte motte bei ihrem verzweifelten versuch zu fliegen.
das klavierspiel jennys bevor sie von wächtern überwältigt wird, reicht jedoch aus, um traude zu überzeugen ihr doch klavierstunden zu geben.
durchführung:
traude stellt für die klavierstunden harte bedingungen an ihre schülerin, welche sich ihr unterwerfen soll in praktisch jeder beziehung. die gewalt der alten frau, die so konträr zur physischen brutalität jennys ist, wird eindrucksvoll deutlich, als traude ihrer schülerin befielt sie solle einen entschuldigungsbrief, mit dem traude nicht einverstanden ist, aufessen, was diese nach einigem verbalen widerstand tut.
ziel der klavierstunden soll ein wettbewerb sein, bei dem jenny groß rauskommen soll. nach und nach entsteht eine zaghafte freundschaft zwischen den beiden, die jedoch unaufhörlich auf die probe gestellt wird, hat doch traude ein sehr gutes verhältnis zu gerade dem wärter, der zuvor von jenny zusammengeschlagen wurde. dieser stößt sich natürlich an dem guten verhältnis von traude zu ihrer schülerin. währenddessen gewinnt sich jenny durch die vorrunden des wettbewerbs (jugend musiziert).
reprise: die reprise gestaltet sich etwas anders als im klassischen wortsinne, sie ist, wie man im englischen so schön sagt eine re-enaction of the past - und das gilt für beide charaktere. nach und nach wird deutlich, dass traude, in der ns-zeit erzogen und aufgewachsen(das erklärt auch einige ihrer charakterlichen eigenheiten, so nennt sie jennys favorisierte rhythmusbetonte musik negermusik und verlangt ständig knickse, unterwürfigkeit und gehorsam), lesbisch war und ihre freundin als solche zum tode verurteilt. die ns-zeit, die trauer um die freundin und ihre bis dahin hermetisch verschlossene vergangenheit haben sie schließlich um ihre zukunft als pianistin gebracht. so blieb sie dem hinrichtungsort verbunden und unterrichtet im gefängnis klavier. als dann irgendwann der vater von jenny bei traude auftaucht, wird auch einiges von jennys vergangenheit aufgedeckt, von der der zuschauer nur in einigen wenigen vertrauten momenten von jenny selbst etwas gehört hat. der vater glaubt sie sei unschuldig, ihr freund, ein stricher, habe das verbrechen, ein brutaler vatermord, begangen und sie ihn nur gedeckt. er, als vater wollte einschreiten, aber aufgrund seiner zwiespältigen vergangenheit zur tochter (er wollte sie zu einem neuen mozart machen, als jenny sich jedoch nicht derartig zum instrument machen lassen wollte und aufhörte zu spielen, instrumentalisierte er sie auf andere weise: er vergewaltigte sie), die er vor gericht bei einer konfrontation mit seiner trotzigen tochter hätte darlegen müssen, und ließ es dann doch bleiben.

jennys gefängnispianistinkarriere verlief bis dahin glatt. einige ihrer mitgefangenen binden ihr jedoch die hand fest und verbrennen sie und die sich aufs heftigste wehrende jenny verletzt eine ihrer mitgefangenen schwer. das nun über sie verhängte ausgehverbot verhindert ihr auftreten in der finalen runde des bundeswettbewerbs und traude ersinnt einen weg jenny aus dem gefängnis herauszuschmuggeln. sie bringt sie zu sich ins haus, wo jenny eine leere flasche des lieblingsschnaps ihres vaters entdeckt. sie glaubt dieser habe traude instruiert und bestochen, dass sie jenny dabei hilft ihre musikalische karriere vervollständigen, und droht wegzulaufen. traude legt jenny nun ihr ganzes leben dar und versucht jenny zum auftreten zu bewegen. dafür nimmt sie sogar schläge in kauf. diese szene artet zum machtkampf aus, den traude (zunächst) gewinnt - jenny zieht das gewünschte kleid an und spielt scheinbar auch das gewünschte stück. als traude einen identifikationsnachweis für jenny erbringen muss, damit diese auftreten kann, holt sie jennys vater herbei. unvermeidlich kommt es nun zur auseinandersetzung zwischen vater und tochter. vater wünscht seiner tochter viel glück, sie ihm unverhohlen den tod.

coda: jenny tritt auf (klar tut sie das, ein nicht-auftreten wäre eine enorme enttäuschung für den zuschauer - diese auf sich zu nehmen leisten sich nur wenige filmemacher). sie spielt jedoch nicht das gewünschte stück (schumann klavierkonzert), sondern mixt es mit anderen stücken und rhythmen, zuft seiten des klaviers, trommelt auf dem flügeldeckel - das stück ist ihre ekstatische rebellion, gegen die lehrerin und den vater, den sie hinter dieser vermutet. währenddessen versperren polizisten ein-und ausgänge und traude bittet um 4 minuten (die zeit, die ursprünglich das schumann konzert dauern sollte). als die zuschauer nach den schlussakkorden begeistert aufspringen, beugt sich die rebellische jenny traude und macht vor ihr einen knicks. das letzte bild zeigt, wie sie beim knicks festgenommen wird. diese schlussszene ist der schauspielerische und kinematographische höhepunkt des filmes, sie ist trotz und respekt jennys gegenüber traude zugleich. letztendlich geht es im film nicht ums gewinnen, ums klavierspielen sondern um die beziehung der beiden welche mit allen mitteln, die dem film zur verfügung stehen und dazu gehört sowohl bild wie ton, dargestellt wird.
letztendlich ist es die hervorragende psychologie hinter den beiden charakteren und deren verkörperung durch die schauspieler, die diese komplexe beziehung ermöglichen. monica bleibtreu ist die verbitterte alte, die sehr stark eigene ambitionen auf ihre schülerin projeziert, ansonsten aber keinen menschlich an sich heranlässt - sie behauptet mehrfach nur die musik interessiere sie, sie baut kein persönliches verhältnis zu ihren schülern auf, ein credo der sie in der nazi zeit die freundschaft zu ihrer einzigen liebe verleugnen ließ. dieses credo bricht sie, als sie jenny kennenlernt, gleichzeitig freiwillig (durch das einsehen von jennys akten) und unfreiwillig (in der konfrontation mit ihrem vater).
in einer szene gesteht jenny ihr, dass sie sie mag und beginnt mit ihr zu tanzen, traude kann sich nicht zu einem solchen geständnis durchringen. traude ist der gemeinsame tanz peinlich, ihre lesbische vergangenheit hat sie sich bis zum schluss nie richtig eingestanden, sie stammelt irgendwelche programmpunkte vor sich her.
als jenny ihr zum schluss vorwirft, es gehe traude nur um sich selber, behauptet diese, dass sie das von anfang an deutlich gemacht habe. diese aussage wird jedoch bald unglaubwürdig als traude jenny darum betet ihr talent nicht sinnlos zu vergeuden und sie praktisch nur noch um eine sinnvolle verwirklichung von jennys leben sucht, ihr eigenes habe sie schon vertan - es bestand aus "durchhalten" wie sie es sagt.
jennys psychologie ist ungleich komplexer. aus trotz gegenüber ihren vater und ihrer eigenen vergangenheit deckte sie den stricher, der sie schwängerte. trotz scheint ohnehin viele ihrer taten gerade dann zu beflügeln wenn man ihr ein allzu enges korsett anlegen will. sie schlägt den wächter zusammen und spielt, gerade als man sie wegschicken wollte. sie spielt eine eigenwillige improvisation, als sie schumann spielen sollte, als sie bei der bewerbung für jugend musiziert für ihren lebenslauf stipendien o.ä. eintragen soll, schreibt sie einfach mörderin auf. dieser trotz und zugleich die absolute einsamkeit lässt sie zu der brutalen mörderin entarten, die die akten ihr aufstempeln. im film gibt es insgesamt nur zwei momente, in denen sie etwas wie menschliche regung zeigt: als sie von der geburt ihres kindes erzählt, das kurz darauf starb und als sie traude ihre zuneigung gesteht. das verhältnis zu ihrem vater ist offen feindlich - er verlässt den film beschimpft von seiner tochter, der zuschauer bekommt ein ganz unverhätschelndes ende.
ich muss an dieser stelle einigen der rezensenten zu diesem film aufs deutlichste widersprechen. natürlich ist jenny widersprüchlich, sie schwebt zwischen zwei polen, dem der unterwerfung und dem des trotzes. aber das ist gerade das erfrischende an dem film, dass es sich nicht um plakative charaktere handelt. es bleibt ungeklärt, ob jenny schuldig ist - wenn man dem vater glauben schenkt und der ist ein trinker, dann ist sie es - auf der anderen seite sieht man sie im film mehrfach tätlich werden und das nicht immer aus selbstverteidigung. dass offenbar einige hier identifikationsprobleme mit jenny haben, dass einge jenny nich nachvollziehen können und den film moralisch zweifelhaft finden, weil er für jenny verständnis zu gewinnen sucht, halte ich für falsch. der film beschönigt keine seiner charaktere und will für sie nur ein verstehen im sinne eines rationalen nachvollziehens ihrer geschichte und eine psychologische erklärung aus dieser geschichte heraus. im übrigen ist traude genauso moralisch zweifelhaft, ihr autoritäres verhalten gegenüber dem kind des wächters und gegenüber jenny, ihr rassistischen vorurteile, die mehrfach angedeutet werden, sollten dem aufmerksamen zuschauer nicht entgangen sein. wer klassische gut und böse charaktere braucht soll star wars gucken.
auf die frage wie wahrscheinlich es doch ist, dass eine weltklasse pianistin im gefängnis landet, kann ich nur antworten, dass es in einem solchen film nicht um wahrscheinlichkeiten geht. es geht nicht um das was, sondern um das wie, das hat brecht schon vor hundert jahren klargestellt...und ich dachte kommunikation im zeitalter des internets ist schnell.

es ist auch die liebe zum detail, die diesen film bemerkenswert macht. die zahl vier ist schicksalshaft, jenny ist nicht nur die vierte schülerin von traude (die fünfte hat sich erhängt), sondern jenny hat auch genau 4 minuten um ihre freiheit zu genießen.

in ständigen diskussionen der gefängnisleitung sind es die streitigkeiten zwischen dem oberen wärter und der gefängnispsychologin, die seine ex-frau ist, die für ein schmunzeln sorgen. auch auf kleineren ebenen, schimmern soziale zusammenhänge und psychologien durch, ohne sich banal aufzudrängen.

es ist ein "wunderbarer" zynismus (bitte nicht falsch verstehen), der an den tag gelegt wird, wenn die freundin von traude mangels alternative mit einer klavierseite erhängt wird.

usw.

lange rede kurzer sinn: der film ist hervorragend!


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minor films - Kurzfilme der Münchner Filmwerkstatt aus den Jahren 2003 bis 2007 - Hannah Herzsprungminor films - Kurzfilme der Münchner Filmwerkstatt aus den Jahren 2003 bis 2007
Hannah Herzsprung, Ottfried Fischer, Oliver Kalkofe, Michaela Schaffrath

DVD, 21. Dezember 2007

Verkaufsrang: 15862

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Four Minutes [UK IMPORT] - Richy MullerFour Minutes [UK IMPORT]
Richy Muller, Hannah Herzsprung, Monica Bleibtreu, Sven Pippig

DVD, 28. Juli 2008

Verkaufsrang: 80035
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