DVDs: Jürgen Hentsch

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Die Manns - Ein Jahrhundertroman (Geschenkbox) - Armin Mueller-StahlDie Manns - Ein Jahrhundertroman (Geschenkbox)
Armin Mueller-Stahl, Monica Bleibtreu, Jürgen Hentsch

DVD, 6. November 2003
     Verkaufsrang: 1893      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Die großen Sternstunden der vorweihnachtlichen TV-Mehrteiler sind selten geworden, aber mit dem Dreiteiler Die Manns. Ein Jahrhundertroman hat Heinrich Breloer im Jahr 2001 mal wieder für eine schöne Überraschung gesorgt.
Nach seinem preisgekrönten Dokudrama Todesspiel hat sich Breloer der wohl prominentesten deutschen Künstlerfamilie angenommen: den Manns. Vier Jahre lang hat er dafür Material gesammelt und daraus ein faszinierendes Familien- und Künstlerporträt inszeniert. In drei zeitlich begrenzte Episoden unterteilt, wird das Schicksal dieser ungewöhnlichen Familie entfaltet: Teil eins schildert das Familienleben von 1923-1933, Teil zwei behandelt die Flucht vor den Nationalsozialisten und die permanente Suche nach dem rettenden politischen Exil bis 1941, Teil drei erzählt aus der neuen Heimat in Kalifornien von 1942-1955.
Im Mittelpunkt steht der alle überragende Thomas Mann (glänzend gespielt von Armin Mueller-Stahl), hin- und hergerissen zwischen äußerer Disziplin und innerer Zerrissenheit. Stets im literarischen, politischen und sexuellen Konflikt mit sich, seinem Bruder Heinrich Mann (Der Untertan) und den offen homosexuell lebenden Kindern Erika (Sophie Rois) und Klaus (Sebastian Koch), ist der Nobelpreisträger Zeuge seines eigenen Familienschicksals, das er in seinem Roman Die Buddenbrooks - gleichsam prophezeiend - bereits vorweggenommen hat.
Meisterhaft verknüpft der Regisseur dokumentarische Aufnahmen und Aussagen von Zeitzeugen mit Spielfilmszenen, um dem überwältigenden Stoff gerecht zu werden. Auf diese Weise zieht der Film den Zuschauer in den spannenden Sog von Familientragödie und Zeitgeschichte hinein, ohne den distanzierten und kritischen Blick völlig aufzuheben. Das filmische Familienporträt dieses Künstlerclans war schon lange fällig, aber zum Glück hat sich mit Heinrich Breloer jetzt ein Regisseur gefunden, der dieser großen Geschichte visuell und erzähltechnisch gerecht wird. Ein außergewöhnlicher Filmgenuss! -Harald Stucke


Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Jahrhundertroman Die Manns      5 von 5 Punkten
Die berührende Chronik der Familie Mann geht tief unter die Haut. Die Darsteller wirken authentisch und spielen furios. Leider verstarb Elisabeth Mann Borghese völlig unerwartet nach den Dreharbeiten. Ihre Mitwirkung hat die Chronik erst zu einem bedeutenden Ereignis werden lassen, der Film hat dadurch eine bedeutende Aufwertung erfahren. Leider habe ich einen störenden Faktor gefunden, da ich eine grossere Liebhaberin und Bewunderin Heinrich Manns bin. Der Freitod Nelly Manns hat Heinrich tief berührt und er hat sich bis zu einem Lebensende mit dem Verlust Nellys nicht abfinden können. Er hat über Nelly nach deren Tod geschrieben: "... die Frau, die mich im Glück kennen lernte, aber ins Exil ist sie mir gefolgt und teilt das Geschick mit mir ...." Er bezeichnete sie immer als "seine geliebte Frau". In dem Film wird geäussert dass niemand getrauert hat um Nelly, da sie unter dem Niveau der Familie Mann stand. Auf jeden Fall hat einer sein Leben lang um sie getrauert: nämlich der grosse und bedeutende Heinrich Mann. Das muss mal in aller Deutlichkeit geschrieben werden. Ich glaube auch das Elisabeth Mann Borghese das gewusst hat. Leider hat sie sich dazu nicht geäussert. Schade ! Ansonsten ist der Film ein Meisterwerk, aber nichts ist perfekt.


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Der Totmacher - Götz GeorgeDer Totmacher
Götz George, Jürgen Hentsch, Pierre Franckh

DVD, 12. Juli 2001
     Verkaufsrang: 8238      Gewöhnlich versandfertig in 1 bis 3 Wochen.

Preis: € 12,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Warner Home Der Totmacher, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 10.07.01

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 20 Bewertungen)

Götz George - der Schauspieler - hier zeigt er sein Talent      5 von 5 Punkten
In diesem Film zeigt George wirklich, was er kann. Das Szenario besteht nur aus einem Verhörraum und - 3 Akteuren. George beweißt in diesem Film seine ganze Klasse. Schauspielerisch ist es mehr als nur ein Film. Es scheint, als wäre es Hamann selbst, der die Rolle spielt. Ich war von Anfang an begeistert. Wer den Streifen nicht kennt, sich für die Hannoversche Geschichte interessiert und George als Schauspieler schätzt, dem kann ich den Film nur empfehlen.


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Hannah - Elfi EschkeHannah
Elfi Eschke, August Zirner, Jürgen Hentsch

DVD, 4. November 2002
     Verkaufsrang: 29928      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 6,99 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Toller Film      5 von 5 Punkten
Besonders wenn man als Statist selber mitspielt !
gedreht wurde damals auch in ÖSterreich ,wo ich natürlich mitmachen musste ehrenamtlich!
Der Film damals eigentlich seiner Zeit schon voraus!

Mann muss schon Fan einer der Darsteller sein      1 von 5 Punkten
Ich kannte keiner der Darsteller oder sonst Beteiligten aus anderen Filmen und habe nur aufgrund der offiziellen Rezension gekauft.
Ein prägendes Erlebnis:
Denn mein Urteil lautet: Ein Möchtegern-Actionthriller, der aber nicht über das Mass einer schlechten Soap hinaus kommt.
Basta.


Die Mörderin - Suzanne von BorsodyDie Mörderin
Suzanne von Borsody, Ann-Kathrin Kramer, Jürgen Hentsch

DVD, 3. Dezember 2007
     Verkaufsrang: 25649      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 4,99 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 2.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Guter Film, jedoch hundsmieserable Bildqualität.      2 von 5 Punkten
Kurz gesagt, es ist eine bodenlose Frechheit einen so tollen Film ein einer so schlechten Bildqualität anzubieten und dann noch mit 16:9 vermerken. Es handest sich nur um ein Letterboxbild in allerschlechtester VHS-Qualität. Das ZDF wäre sehr gut beraten, sich für künftige DVD-Veröffentlichungen einen besseren Anbieter als MMP auszusuchent und zwar einen, der die Fernsehfilme auch in anamorpher Breitbildqualität zeigt wie z.B. Napoleon oder Die Rosenzüchterin. Da ist das Bild anamorph und
die Qualität gut bis sehr gut.
Deshalb rate dieser DVD ab.

Guter Film, jedoch hundsmieserable Bildqualität.      2 von 5 Punkten
Kurz gesagt, es ist eine bodenlose Frechheit einen so tollen Film ein einer so schlechten Bildqualität anzubieten und dann noch mit 16:9 zu vermerken. Es handest sich nur um ein Letterboxbild in allerschlechtester VHS-Qualität. Das ZDF wäre sehr gut beraten, sich für künftige DVD-Veröffentlichungen einen besseren Anbieter als MMP auszusuchen und zwar einen, der die Fernsehfilme auch in anamorpher Breitbildqualität zeigt wie z.B. Napoleon oder Die Rosenzüchterin. Da ist das Bild anamorph und
die Qualität gut bis sehr gut.
Deshalb rate ich vom Kauf dieser DVD ab.


Kaliber Deluxe - Marek HarloffKaliber Deluxe
Marek Harloff, Jürgen Hentsch, Annelise Hesme

DVD, 5. Dezember 2000
     Verkaufsrang: 22481      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,99 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Kinowelt Kaliber Deluxe, USK/FSK: 16+ VÃ-Datum: 04.12.00

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Unterschätztes Meisterwerk      5 von 5 Punkten
Kaliber Deluxe lief bei uns nur eine Woche lang im Kino, was gewöhnlich auf einen saftigen Flop hindeutet (was er AFAIK an den Kassen auch war). Der Film selber ist jedoch absolut brillant inszeniert, hervorragend besetzt, toll gespielt und mit fantastisch-witzigen Detailideen gespickt. Viele Kritiker werfen dem Film vor, er sei an Tarantino angelehnt und könne diesem Vergleich natürlich in keinster Weise standhalten. Dazu sage ich nur: doch, kann er - unbedingt anschauen!


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Karla - Jutta HoffmannKarla
Jutta Hoffmann, Jürgen Hentsch, Hans Hardt-Hardtloff

DVD, 15. März 2007
     Verkaufsrang: 46576      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 13,99 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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KARLA

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Zu Recht verboten?      5 von 5 Punkten
Es ist mit diesem wirklich gutem Film wie mit den anderen Filmen die 1965/66 verboten wurden.Ein paar Funktionäre sahen den Sozialismus gefährdet,nur weil Fehlentwicklungen in der DDR in die Handlung eingebaut und kritisch dargestellt wurden.Für mich sind diese Entscheidungen von damals genauso unverständlich,wie die meisten Kritiken dieser Filme aus heutiger Sicht.Im Prinzip geben diese Rezensenten den Funktionären von damals nachträglich Recht.Ich habe den Eindruck,daß diese "Verbotsfilme" gar nicht aufmerksam genug angesehen werden.Permanent wird das "konstruktive" Filmende ignoriert.Es geht in diesen Filmen nicht um Demontage der Gesellschaftsordnung,sondern um berechtigte aber konstruktive Kritik.Die Filmemacher beabsichtigten mit ihrer Arbeit eine differenziertere Darstellung der DDR-Wirklichkeit.Machen wir also heute ihr Anliegen nicht durch eine undifferenzierte Bewertung des DDR-Alltags zunichte.
Die frischgebackene Lehrerin Karla kommt von der Hochschule an eine neugebaute EOS (Erweiterte Oberschule) im Norden der damaligen DDR.Ihre Ideale,eine neue Generation von selbständig denkenden,schöpferischen und kritischen Abiturienten zu erziehen,hat sie wohl,so lässt der Film anklingen,auf dieser DDR-Hochschule mit auf den Weg bekommen.Bevor sie aber ihren ersten Schultag als Lehrerin absolvieren kann,lernt sie den Ex-Journalisten Kaspar kennen und lieben.Im Gegensatz zu ihr,hat er seinen Beruf nach den ersten bitteren Erfahrungen an den Nagel gehangen und ist nun Hilfsarbeiter in einem Sägewerk.Ihren Optimismus kann er überhaupt nicht nachvollziehen.Während er aufgegeben hat,kämpft sie um ihre Ideale und "steckt" dabei auch einen Teil ihrer Schüler an.Dem aufmerksamen Zuschauer wird auffallen,daß die junge Lehrerin nicht alle "Funktionsträger" gegen sich hat.Ein gutes Beispiel hierfür ist die Delegation aus Berlin,die in ihrem Unterricht hospitiert.Ihre eigentliche Gegenspielerin ist die Kreisschulrätin.Die schafft es schließlich auch nur Karla zu versetzen,weil die es bei einem nächtlichem Ausflug an der notwendigen Distanz zu einem Schüler fehlen lässt.Trotzdem hat Karla am Ende des Films nicht nur die Schüler,sondern auch ihren Direktor,einige Lehrer und Kaspar auf ihrer Seite.

Ideale in einem totalitärem Regime.      4 von 5 Punkten
Die junge Lehrerin Karla lebt Mitte der Sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts in einer Kleinstadt in der DDR und unterrichtet dort an einem Gymnasium. Gerade das Studium hinter sich gelassen, steckt sie noch voller Ideale und möchte, das aus ihren Schüler kritische und selbständig denkende Menschen werden. Ungläubig betrachten ihre neuen Schüler und auch die Lehrerschaft diese Lehrmethode, die so gar nicht zu dem restriktiven Denken der Staatsräson passt. Kontrollen durch die Schulaufsicht lassen Karla zunächst nicht auffällig erscheinen.

In ihrem Privatleben freundet sich Karla mit einem Exlehrer an und diskutiert mit ihm viel. Die Lehrerschaft bildet zunehmend eine Front gegen Karla. Selbst ihr wohlgesonnenes Lehrpersonal, muss sich bald dem filigranen Druck beugen, der da langsam aufgebaut wird. Der Besuch einer Schülerfete und die anschließende spontane Fahrt ans Meer mit einem Schüler wird Karla dann zum Stolperstein. Sie muss die Schule verlassen.

Die Handlung des Filmes baut langsam ein Problemfeld auf. Die freie Lehre ist in einem unfreien Land schwerlich möglich und muss deshalb scheitern. Karla wirkt wie Don Quichotte. Ein Stück Deutsche Zeitgeschichte.


Die Diebin und der General - Katja RiemannDie Diebin und der General
Katja Riemann, Jürgen Hentsch, Heio von Stetten, Peter Kremer, Mischa Knobloch

DVD, 23. März 2006
     Verkaufsrang: 40687     

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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Ansprechend und intelligent      4 von 5 Punkten
Ich habe Die Diebin und der General im Abdendprogramm eines Lokalsenders gesehen. Das war ein recht ansprechender und unterhaltsamer Film. Was mich beim Anschauen überraschte ist, wie realitätsnah diese Charaktere sind. Manchmal hatte ich wirklich das Gefühl, diese Jessie könnte eine reale Freundin aus meinem Leben sein. Katja Riemann überzeugte in ihrer Rolle als widerspenstige doch warmherzige Jessie, die mit der uns so vertrauten 4fachen Suche nach dem Glück (Kind-Job-Mann-Sich selbst) manchmal die Übersicht verliert. So macht Fernsehen Spass.


Der Totmacher - Götz GeorgeDer Totmacher
Götz George, Jürgen Hentsch, Pierre Franckh

Videokassette, 21. September 2000
     Verkaufsrang: 747     

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Ein Raum und drei Männer (der Mörder Fritz Haarmann, der Psychologe Professor Ernst Schultze und ein namenlos bleibender Stenograf)- das ist schon fast alles; und mehr braucht Romuald Karmakar eigentlich auch gar nicht. Der Totmacher ist ein Film der äußersten Konzentration, der vollkommenen Verdichtung. Er verlässt diesen einen Raum sogar mal, und es treten auch einige Nebenfiguren auf, doch das alles vergisst man beinahe sofort wieder. Die Welt, das ist hier der nüchterne Verhörraum eines Gefängnisses. Und die Menschen, das sind diese drei Männer, die zusammengekommen sind, um ungeheure, noch heute, mehr als 75 Jahre später, berühmte Verbrechen zu Protokoll zu nehmen.
Romuald Karmakar hat begonnen als Dokumentarfilmer und ist bekannt geworden mit Warheads, einem Film, in dem er Legionäre und Söldner so lange reden lässt, bis sich ihr Innerstes hinter all den Lügen und den Posen offenbart. Dem berüchtigten Mörder Haarmann (Götz George), seiner Person wie seinen Taten, nähert er sich über das Protokoll des psychiatrischen Gutachters Dr. Ernst Schultze (Jürgen Hentsch). Er hat den Worten dieser beiden nichts hinzugefügt, er hat die Gespräche nur gekürzt und ihnen damit eine Dramaturgie verliehen, die uns immer tiefer in die Welt des Fritz Haarmanns hineinzieht.
Die Morde des Metzgers und Polizeispitzels, der kleine Jungen zu sich nach Hause mitnahm, sie tötete und Teile ihrer Leichen zu Wurst verarbeitete, waren damals, 1924/25, mehr als nur Verbrechen, die die Öffentlichkeit in Aufruhr versetzten, sie waren ein Politikum. Diese politische, über den triebgestörten Täter und seine Opfer hinausweisende Dimension ist allgegenwärtig in Der Totmacher. Romuald Karmakar zeichnet das Psychogramm eines Mannes und seiner Zeit. Selten hat ein Film die Unsicherheit und den mehr als nur latenten Hang zur Selbstzerstörung eines ganzen Staates - eben der Weimarer Republik - mit einer solchen Genauigkeit und Schärfe in seinen Bildern eingefangen.
Wie Götz George im Verlauf der Gespräche zwischen dem Mörder und dem Psychologen (dessen klares Weltbild sich weiter und weiter trübt, bis ihm schließlich keine seiner Gewissheiten bleibt) immer mehr zu Haarmann wird, ist schon gespenstisch. Da gibt es keine schützende Distanz zwischen ihm und der Rolle. Er taucht so tief ein in Haarmann, in diese verstörte und verstörende Kreatur, dass man vergisst, einen Schauspieler zu sehen. Das ist nicht das Porträt eines Monsters, eines Schlächters, der in einem Kinderlied zur Inkarnation des schwarzen Mannes wurde. Götz George erschafft hier einen Menschen, eine tragische Gestalt, die nach Liebe gierte und doch nur Tod und Zerstörung kannte. Das Monströse wird kenntlich als ein Teil des Menschlichen, mit dem wir alle umgehen müssen. -Sascha Westphal


Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 20 Bewertungen)

Götz George - der Schauspieler - hier zeigt er sein Talent      5 von 5 Punkten
In diesem Film zeigt George wirklich, was er kann. Das Szenario besteht nur aus einem Verhörraum und - 3 Akteuren. George beweißt in diesem Film seine ganze Klasse. Schauspielerisch ist es mehr als nur ein Film. Es scheint, als wäre es Hamann selbst, der die Rolle spielt. Ich war von Anfang an begeistert. Wer den Streifen nicht kennt, sich für die Hannoversche Geschichte interessiert und George als Schauspieler schätzt, dem kann ich den Film nur empfehlen.


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Kaliber (Deluxe Edition) - Marek HarloffKaliber (Deluxe Edition)
Marek Harloff, Jürgen Hentsch, Annelise Hesme

Videokassette, 5. Dezember 2000
     Verkaufsrang: 20871     

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In einer einsamen Feriensiedlung in den österreichischen Alpen verdient sich der Lebenskünstler Dean als Verwalter seine Brötchen. Dabei nimmt er seine Arbeit nicht ganz so genau, so dass ihm der Besitzer schon mal in bedrohlich ruhigem Ton die Leviten liest. Er könne nichts dazu, verteidigt sich Dean lethargisch, denn dort oben sei die Hölle los. Geradezu prophetisch gesprochen. Denn kurze Zeit darauf laufen in der oberen Etage des "Ferienparadieses" die Fäden zweier Verbrechen und diverser Gangsterfehden zusammen.
Unglücklicherweise tragen drei zwielichtige Typen ausgerechnet im unteren Stockwerk des Appartments, das Dean in dieser Nacht für ein charmantes Rendezvous mit einer Psychologiestudentin genutzt hat, ihre Meinungsverschiedenheiten aus. Die Studentin kann von Glück sagen, dass sie Frühaufsteherin ist. Denn Langschläfer Dean sitzt nun in der Falle. Während sich im unteren Stockwerk die beiden schmierigen Ganoven Alex (Jürgen Tarrach) und Toby (Herbert Fritsch) mit ihrem Auftraggebers Ed Novak (Jürgen Hentsch) einen erbitterten Streit um einen fehlgeschlagenen Coup in Wien liefern, scheitert ein nervenaufreibender Fluchtversuch Deans am vereisten Dachsims entlang. Da bleibt ihm nur eine letzte Zuflucht: ein Kleiderschrank. Hier muss Dean das intrigante Treiben bis zum bitteren Ende verfolgen, er hört von einem Mann namens Honcek (Dieter Pfaff), dessen Name den Schurken offenbar das Blut in den Adern gefrieren lässt. Zu guter Letzt gerät er sogar noch mitten hinein ins dubiose Geschehen.
Da haben Genre-Vorbilder wie Fargo und Reservoir Dogs nun auch im alpinen Schnee ihre Spuren hinterlassen. Kaliber Deluxe ist ein spannungsgeladener Thriller, der verschiedene Handlungsebenen geschickt miteinander verquickt und Gewalt wie einen ekstatischen Tanz inszeniert. Das sei ja wie in Chicago, wundert sich ein amerikanischer Tourist, als er während einer Stadtrundfahrt durch Wien am Ort des Verbrechens vorbeifährt. Das gleiche gilt für den Film von Thomas Roth. Er mutet wie ein amerikanischer Thriller mit deutschen und österreichischen Darstellern an und gerät dabei dank der guten Besetzung trotzdem vollkommen authentisch. Für schwache Nerven ist das allerdings nichts, denn hier fliegen unablässig die Fetzen, und mit Kunstblut wird auch nicht gegeizt. Schließlich wartet der Film noch mit einer überraschenden Wendung auf, die zur hohen Zeit des Gangsterfilms die strenge amerikanische Zensur niemals überlebt hätte. Da soll noch einmal jemand sagen, Verbrechen lohne sich nicht! -Frank Kukat


Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Unterschätztes Meisterwerk      5 von 5 Punkten
Kaliber Deluxe lief bei uns nur eine Woche lang im Kino, was gewöhnlich auf einen saftigen Flop hindeutet (was er AFAIK an den Kassen auch war). Der Film selber ist jedoch absolut brillant inszeniert, hervorragend besetzt, toll gespielt und mit fantastisch-witzigen Detailideen gespickt. Viele Kritiker werfen dem Film vor, er sei an Tarantino angelehnt und könne diesem Vergleich natürlich in keinster Weise standhalten. Dazu sage ich nur: doch, kann er - unbedingt anschauen!


 Weitere Kundenmeinungen


Der blaue Boll - Ernst Barlach - Claus EberthDer blaue Boll - Ernst Barlach
Claus Eberth, Carla Hagen, Sibylle Canonica, Horst Kotterba, Jörg Hube

Videokassette

Verkaufsrang: 17983

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