DVDs: Julia Hummer

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Absolute Giganten - Florian LukasAbsolute Giganten
Florian Lukas, Julia Hummer

DVD, 28. Mai 2001
     Verkaufsrang: 3541      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 22,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Floyd, Ricco und Walter sind Absolute Giganten. Allerdings nicht etwa weil sie besonders schlau sind, gut aussehen oder super bei den Mädels ankommen, sondern weil die drei die besten Freunde der Welt sind. Ihre Freundschaft ist aber auch das Einzige, auf das die drei stolz sind. Als Floyd (Frank Gierig, der Junge mit dem ewig melancholischen Blick, der aber schon in Funny Bones als Sadist bewiesen hat, dass mehr hinter den sanften Augen steckt) verkündet, dass er morgen zur See fahren wird, sind die beiden anderen entsetzt.
Auf das lähmende Entsetzen folgt dann aber eine verzweifelte, witzige, chaotische und abenteuerliche Nacht - eine letzte Nacht, die die drei noch mehr zusammenschweißt und dem Zuschauer amüsante Tischfußballwettkämpfe, ekelerregende Fressgelage, mitreißende Rettungsaktionen und abenteuerliche Stunts beschert. Am Ende wird Floyd trotzdem nicht gerade überraschend seine Siebensachen packen und in See stechen. Denn bei allem Witz und Abenteuer lässt Regiedebütant Sebastian Schipper (bisher als Schauspieler in Lola rennt zu sehen) in seinem Roadmovie mitten in Hamburg, zum Glück fern jeglicher Lifestyle-Klischees, immer auch ganz zart das Fernweh und die Verzweiflung an der eigenen Situation mitschwingen.
Floyd, Ricco und Walter sind eben doch nicht Absolute Giganten, sondern orientierungslose Jungs, nicht gerade vom Schicksal beschenkt und vielleicht gerade deshalb so sympathisch, weil sie auf der Suche nach dem ultimativen Kick immer wieder an ihre eigenen Grenzen stoßen. Genau diese leise Melancholie ist es, die das Erstlingswerk von anderen deutschen Komödien abhebt und es zu einem fast authentischen Erlebnis werden lässt. -Annette Link


Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 31 Bewertungen)

Das größte Geschenk überhaupt, ist echte Freundschaft      5 von 5 Punkten
Floyd, Ricco und Walter sind die besten Freunde, die man sich vorstellen kann. Als Floyd seinen Freunden sagt, dass er am nächsten Morgen zur See fährt und nicht mehr wiederkommt, bricht für die anderen Beiden eine Welt zusammen. Doch bevor der Schmerz des Abschiedes bevor steht, verbringen die Drei noch eine letzte, gemeinsame Nacht zusammen...
Die süße Melancholie des Moments macht "Absolute Giganten" zu einem so großartigen Film. Egal ob die Drei zusammen auf einem Schlammplatz bolzen, Gespräche über Frauen führen, streiten und sich versöhnen, feiern oder das wohl größte Kickerspiel aller Zeiten gewinnen, jedem Moment wohnt ein gewisser Zauber inne. Und wenn Floyd, Ricco und Walter nach ihrer letzten gemeinsamen Nacht in ihrem Ford Granada den ersten morgendlichen Sonnenstrahlen Hamburgs entgegen fahren und die Welt an ihnen vorbei zieht, dann spürt man diese Magie mehr denn je. Auch wenn der Abschied unausweichlich ist und auch wenn alle Drei sich vielleicht nie wiedersehen werden, eins kann ihn niemals genommen werden und das ist Freundschaft...


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Die innere Sicherheit - Julia HummerDie innere Sicherheit
Julia Hummer, Barbara Auer, Richy Müller

DVD, 21. März 2008
     Verkaufsrang: 16064      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Ascot Elite Die innere Sicherheit, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 01.04.07

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 10 Bewertungen)

Endlich ein guter Film aus Deutschland!      5 von 5 Punkten
Dieser Film ist der erste deutsche Film der mich seit langem positiv überrascht hat. Im Gegensatz zu manchen anderen Rezensoren vermisse ich überhaupt nicht die Aufklärung des Hintergrundes oder den mahnenden Bezug zur jüngsten deutschen Vergangenheit. Dazu gibt es schon genug Material. In diesem Film geht es jedoch nicht etwa um das Für und Wieder der RAF sondern um genau das, worum es in allen anderen Filmen über diese Thematik nicht geht, nämlich um die Folgen für die Beteiligten. Um das entwurzelte Leben im Untergrund, und zwar dann, wenn alles vorbei ist, die Zeit der Guerilla, die der Überzeugungen und wo das Unterstützernetz zusammengebrochen ist. Es bleibt eine Kleinfamilie auf der Flucht. Die Tochter- um die geht es maßgeblich- kennt nichts anderes, ist damit vertraut, konspirativ zu leben, weil es anders nicht geht. Ihre Pubertät, ihr Streben nach Individualität ist ein einziger Sicherheitsfaktor in dem gehetztem Leben des Trio. Sie ist es, der die innere Sicherheit abhanden kommt weil die Natur sie zum unsicheren, instinktgesteuertem Handeln treibt. Sie bringt alle mehr und mehr in Gefahr und es baut sich eine unvermeidliche Spannung auf. Man weiß, es kann nur schlimm enden und alle Versuche der Eltern dies zu vermeiden wirken mehr und mehr wie der Tropfen auf dem heißen Stein.
Ein grandioser Film der zeigt dass deutsches Kino doch stark und individuell sein kann. Sehr überzeugend gespielt und ohne Füllmaterial. Nicht jedermanns oder -fraus Sache, das ist sicher, aber so ist es halt mit Filmen die den Mainstream verlassen und eigene Regeln kreieren, sie ecken an und das ist gut so.


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Gespenster - Julia HummerGespenster
Julia Hummer, Sabine Timoteo, Marianne Basler, Benno Fürmann

DVD, 7. Juli 2006
     Verkaufsrang: 5799      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 10,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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GESPENSTER

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Wir leben, wie wir träumen, allein.      5 von 5 Punkten
Das junge Mädchen Nina lebt im Heim und hat einen Job bei der Stadtreinigung. Im Park bei der Arbeit lernt sie das Mädchen Toni kennen. Sie scheint in Schwierigkeiten zu stecken und auf der Suche nach neuen Schwierigkeiten zu sein. Nina ist angetan von Toni und sie verbringen den Tag damit zu stehlen und bei einem Regisseur vorzusprechen.

Parallel dazu sieht der Zuschauer in einem zweiten Handlungsstrang wie ein Mann eine Frau aus einer Art Krankenhaus abholt. Beide sprechen französisch. Es gibt keinen erklärenden Untertitel. Im Auto und im Hotelzimmer diskutieren die beide eifrig.

Der Regisseur hat Interesse an Nina und Toni und lädt sie zu einer Party ein. Als die französisch sprechende Frau Nina und Toni um die Häuser schleichen sieht, verfolgt sie die beiden. Sie stellt Nina nach einiger Zeit und erklärt ihr im gebrochenen französisch, das ihre Tochter Marie mit drei Jahren entführt wurde und das sie glaube, das Nina ihre Tochter sei. Sie zählt eine Fußverletzung und ein Muttermal auf. Verwirrt von den Erzählungen bestehlen Toni und Nina die Frau und machen sich vom Acker.

Sie gehen Abends auf die Party und Toni verschwindet mit dem Regisseur. Nina geht die Geschichte der Französin nicht aus dem Kopf. Am nächsten Tag findet die Französin Nina erneut und erzählt ihr viel von ihrer kleinen Marie. Im Hotel klärt der Mann der Französin Nina auf. Marie ist schon lange tot.

Der Film ist asketisch in seiner Ausstattung, seinen Handlungen und auch die Charakteren der Personen scheinen reduziert. Ninas Körper wird zur Hülle für die Idee Marie zu sein, was ihr auch irgendwie gefällt. Tino lebt wie der Pinball eines Flippers und die Französin durchlebt die Zeit wie einen Trip, der sie aus der Grausamkeit der Wirklichkeit reißt.


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Crazy (Single Version) - Robert StadloberCrazy (Single Version)
Robert Stadlober, Tom Schilling, Dagmar Manzel, Oona Devi Liebich, Julia Hummer

DVD, 14. Januar 2002
     Verkaufsrang: 29747     

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Crazy, der erste Roman des jungen Autors Benjamin Lebert, war eine kleine Sensation, ein Bestseller aus dem Nichts, der bewiesen hat, dass auch bei uns Literatur ganz nah am Leben und am Lebensgefühl einer Generation möglich ist. Nach dem überwältigenden Triumph des Romans war eine Verfilmung praktisch unvermeidlich und damit die Gefahr groß, dass aus einer frischen, ungeheuer wahrhaftigen Geschichte, nur auf den schnellen Erfolg hin kalkuliertes Kino wird. Doch zum Glück hat sich Hans-Christian Schmid, der mit Nach fünf im Urwald und 23 schon sein untrügliches Gespür für Jugendliche und ihre Nöte bewiesen hat, des Stoffes angenommen.
Der 16-jährige Benjamin, den die Neuentdeckung Robert Stadlober mit einer beeindruckenden Sicherheit und einem untrüglichen Gespür für die Würde seiner Figur verkörpert, war immer ein Außenseiter - und das nicht nur aufgrund seiner halbseitigen Lähmung. Als sensibler und introvertierter Beobachter hat er bisher nie richtig gelebt, sondern immer eher daneben gestanden. Doch das ändert sich, als er in einem Internat in der Provinz ankommt. Dort findet Benjamin in der Clique um den aufsässigen Janosch (Tom Schilling) recht schnell Freunde und verliebt sich in das schönste Mädchen der Klasse, die aber auch von Janosch umworben wird.
Von den Verwirrungen der Jugend, den Momenten des Glücks und der Enttäuschung ehrlich und doch voller Witz zu erzählen, ist schwieriger, als man zunächst denkt. Die Versuchung, sich so wie Harte Jungs ganz auf rüde Gags und peinliche Klischees zu verlassen, ist groß. Doch Hans-Christian Schmid erliegt ihr nicht für einen Moment. Selbst in den derberen Szenen, in den unter anderem ein Schokoladenkeks eine entscheidende Rolle spielt, bewahrt der Film seine Würde und die seiner Figuren. Gleichgültig, ob man nun im Alter von Benjamin und seinen Freunden ist oder ob man die Pubertät und ihre ganz eigenen Fallen schon ein paar Jahre hinter sich hat, mit Crazy kehrt man zurück in diese Phase und kann noch einmal von der ersten Liebe und den Abenteuern des Erwachsenwerdens träumen. -Sascha Westphal


Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 31 Bewertungen)

Deutscher Guter Film      4 von 5 Punkten
Es gibt nicht viele besonders gute deutsche Filme, doch "Crazy" gehört eindeutig zu den besten. Hier geht es um das erwachsen werden und über die wahre Liebe, außerdem darüber wie wichtig Schule ist und warum man Freunde braucht. Der Film ist Pflichtprogramm und ganz großes Kino!!


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Northern Star - Julia HummerNorthern Star
Julia Hummer, Denis Moschitto, Nic Romm

DVD, 7. April 2006
     Verkaufsrang: 29382      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,99 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Grandios!      5 von 5 Punkten
Ein toller Film mit einer - wie immer - grandiosen und unvergleichlich authentischen Julia Hummer. Um diesen Film im Kino zu sehen, bin ich zu zwei Filmfestivals gereist (Max Ophüls in Saarbrücken und Filmfest Lünen) - und er hat mich jedes mal begeistert! Umso schöner, dass es ihn jetzt auf DVD gibt!


Die innere Sicherheit - Julia HummerDie innere Sicherheit
Julia Hummer, Barbara Auer, Richy Müller

Videokassette, 6. Dezember 2001
     Verkaufsrang: 1483     

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Die innere Sicherheit der Bundesrepublik haben sie einst gefährdet, das Terroristenpärchen Clara und Hans. Nun, gut 20 Jahre später, geht es den beiden nur mehr um ihre eigene innere wie äußere Sicherheit sowie die ihrer 15-jährigen Tochter Jeanne. Doch eine Familie kann es im Untergrund nicht geben - und Normalität schon gar nicht. Was bleibt, ist die Angst vor Fremden, die sie verraten könnten, vor Zufällen, die ihnen den letzten Rest ihrer Sicherheit rauben könnten, und vor dem Staat, der sie immer noch jagt. Der linke deutsche Terrorismus der 70er-Jahre mag irgendwann in den 90ern gestorben sein, aber seine Akteure existieren immer noch als Untote, als Gespenster, die nie mehr wieder zu Menschen werden können.
Christian Petzolds Die innere Sicherheit erzählt von dem Fortleben eines deutschen Traumas, das die Öffentlichkeit - die politische wie die mediale - so weit wie möglich verdrängt hat. Die Wunden, die der Terror der RAF und die Gegenmaßnahmen des Staates damals im deutschen Herbst gerissen haben, sind längst nicht verheilt. An dem Schorf, der sie notdürftig überdeckt zu kratzen und sie damit noch einmal aufreißen, das ist nun ein Anliegen des neuesten deutschen Films, der Anschluss sucht an den "Neuen deutschen Film" der 60er- und 70er-Jahre. Zusammen mit Volker Schlöndorffs Die Stille nach dem Schuss und Andres Veiels Dokumentarfilm Black Box BRD bildet Die innere Sicherheit eine Art von Trilogie, die im anregendsten Sinne politisch ist, aber nie in den Dogmatismus und die bleierne Schwere früherer Filme zum Thema Terrorismus abrutscht.
Clara (Barbara Auer), Hans (Richy Müller) und Jeanne (Julia Hummer) spielen letztlich nur Familie. Nur die Gefahr, aufzufallen und entdeckt zu werden, hält sie zusammen. Das Leben im Untergrund gleicht dem in einem Gefängnis, besonders für Jeanne, die nie das machen konnte, was für alle anderen Kinder und Jugendlichen alltäglich ist. Ihre einzigen Bezugspersonen sind ihre Eltern, die sie so weit wie möglich von der Welt abschirmen. Doch dann lernt Jeanne in Portugal einen jungen deutschen Surfer kennen und trifft ihn später in Hamburg wieder, nachdem die Familie aufgrund finanzieller Probleme heimlich nach Deutschland zurückkehren musste.
Christian Petzold wahrt Distanz zu seinen Figuren. Er verurteilt sie nicht für das, was sie einst getan haben; aber er sieht in ihnen auch keine Opfer, die von einem erbarmungslosen Staat zugrunde gerichtet wurden. Stattdessen vertraut der junge Regisseur seinen Darstellern fast blind. Sie erschaffen diese Figuren erst in ihrer ganzen Ambivalenz. In jedem Moment des Films sind die inneren Widersprüche, die Barbara Auer und Richy Müller nahezu zerreißen, zu spüren. Sie sehnen sich nach Normalität, aber können selbst im Umgang mit ihrer Tochter, deren Aufbegehren Julia Hummer ungeheuer sensibel porträtiert, nie wie "normale Eltern" handeln. Christian Petzold konzentriert sich ganz auf die Politik dieser einen Familie und erzählt damit mehr von Deutschland, als es ein großes historisches Epos je könnte. -Sascha Westphal


Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 10 Bewertungen)

Endlich ein guter Film aus Deutschland!      5 von 5 Punkten
Dieser Film ist der erste deutsche Film der mich seit langem positiv überrascht hat. Im Gegensatz zu manchen anderen Rezensoren vermisse ich überhaupt nicht die Aufklärung des Hintergrundes oder den mahnenden Bezug zur jüngsten deutschen Vergangenheit. Dazu gibt es schon genug Material. In diesem Film geht es jedoch nicht etwa um das Für und Wieder der RAF sondern um genau das, worum es in allen anderen Filmen über diese Thematik nicht geht, nämlich um die Folgen für die Beteiligten. Um das entwurzelte Leben im Untergrund, und zwar dann, wenn alles vorbei ist, die Zeit der Guerilla, die der Überzeugungen und wo das Unterstützernetz zusammengebrochen ist. Es bleibt eine Kleinfamilie auf der Flucht. Die Tochter- um die geht es maßgeblich- kennt nichts anderes, ist damit vertraut, konspirativ zu leben, weil es anders nicht geht. Ihre Pubertät, ihr Streben nach Individualität ist ein einziger Sicherheitsfaktor in dem gehetztem Leben des Trio. Sie ist es, der die innere Sicherheit abhanden kommt weil die Natur sie zum unsicheren, instinktgesteuertem Handeln treibt. Sie bringt alle mehr und mehr in Gefahr und es baut sich eine unvermeidliche Spannung auf. Man weiß, es kann nur schlimm enden und alle Versuche der Eltern dies zu vermeiden wirken mehr und mehr wie der Tropfen auf dem heißen Stein.
Ein grandioser Film der zeigt dass deutsches Kino doch stark und individuell sein kann. Sehr überzeugend gespielt und ohne Füllmaterial. Nicht jedermanns oder -fraus Sache, das ist sicher, aber so ist es halt mit Filmen die den Mainstream verlassen und eigene Regeln kreieren, sie ecken an und das ist gut so.


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Heidi M - Katrin SaßHeidi M
Katrin Saß, Dominique Horwitz, Julia Hummer

Videokassette, 18. Februar 2002
     Verkaufsrang: 15447     

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Filme, die wie Michael Kliers Heidi M. ganz direkt und ungeschminkt in unserer alltäglichen Wirklichkeit spielen, die Menschen auf die Leinwand bringen, die nicht einfach nur Drehbuch- oder Genrekonstrukte sind, haben Seltenheitswert im deutschen Kino. Es ist fast so, als ob die heimischen Filmemacher Realität scheuen, weil sie ihnen zu banal und vielleicht auch zu real erscheint. Doch das Kino kann sich durchaus dem Alltag, der ganz normalen Verunsicherung der Menschen in einem Staat, der noch immer seine Konturen sucht, stellen, ohne in einen platten oder gar didaktischen Naturalismus abzurutschen.
Vor zehn Jahren ist die Mauer gefallen und damit das Leben von Heidi M. (Katrin Saß) zusammengestürzt. Der gelernten Elektroinstallateurin und ihrem Mann Winnie (Kurt Naumann), einem renommierten Fotografen, ging es gut in der DDR. Mit dem neuen Staat kam für Heidi ein völlig neues Leben. Ihr Mann hat sie wegen einer Jüngeren verlassen, Arbeit konnte sie in ihrem Beruf nicht mehr finden. So musste sie noch einmal von vorne anfangen. Das ist ihr zum Teil auch gelungen. Mit einem kleinen Geschäft, einer Art Kiosk und Videothek, hat sie sich eine neue Existenz aufgebaut. Aber emotional steht sie immer noch vor dem Nichts. Als sie den sich nach einer Heimat sehnenden Flugzeugelektroniker Hans (Dominique Horwitz) kennen lernt, könnte etwas Neues beginnen. Doch genau davor hat Heidi Angst.
Michael Klier nähert sich seiner Heldin sehr vorsichtig und behutsam. Auch er hat nicht alle Antworten auf ihre Fragen und Probleme. Er zeigt nur ihre Unsicherheit und ihre Angst, er illustriert ihre Orientierungslosigkeit genauso wie ihr Ringen um eine Zukunft in leisen Bildern. Dabei lässt er Katrin Saß den größten nur erdenklichen Spielraum. Wie für ihre Figur bedeutete die Wiedervereinigung auch für die Schauspielerin einen radikalen, fast schon vernichtenden Einschnitt. Heidi M. ist ihre erste Hauptrolle in einem Film seit der Wende. Man spürt ihre Erfahrungen, ihre Enttäuschungen, aber auch ihre Hoffnung und ihren Willen, in jeder noch so kleinen Szene. So wahrhaftig wie ihre Heidi M. hat schon lange keine Figur mehr im deutschen Kino gewirkt. Insgesamt bemüht sich Michael Klier hier zwar etwas zu sehr um einen französischen Touch, aber selbst das vergisst man angesichts von Katrin Saß Natürlichkeit. Die Nuancen ihres Spiels und die Aufrichtigkeit ihres Porträts einer Frau ohne inneres Zentrum transzendieren alles andere. -Sascha Westphal




Crazy - Robert StadloberCrazy
Robert Stadlober, Tom Schilling, Dagmar Manzel, Oona Devi Liebich, Julia Hummer

DVD, 26. März 2004

Verkaufsrang: 100840

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Die innere Sicherheit [Verleihversion] - Julia HummerDie innere Sicherheit [Verleihversion]
Julia Hummer, Barbara Auer, Christian Petzold

DVD, 1. Januar 2001

Verkaufsrang: 98599

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