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Amadeus (Director's Cut, 2 DVDs) - F. Murray AbrahamAmadeus (Director's Cut, 2 DVDs)
F. Murray Abraham, Tom Hulce, Elizabeth Berridge

DVD, 9. November 2007
     Verkaufsrang: 1403      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Amadeus Directors Cut SE 2 DVDs DV

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

" Mittelmäßige Geister verurteilen gewöhnlich alles, was über ihren Horizont geht." ( F. de la Rochefoucauld)      5 von 5 Punkten
Der vorliegende Film " Amadeus " erhielt 1984 acht Oskars.
Peter Schaffner, der Drehbuchautor beschrieb Amadeus" als Fantasie, die auf Fakten beruht."
Erzählt wird das Leben des Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) und zwar aus dem Munde des Wiener Hofkapellmeisters Antonio Salieri (1750- 1825). Dieser unternimmt im Film alles, um Mozart zu schaden, weil er ihm seine Begabung neidete.

" Amadeus " stellt Mozart( Tom Hulce) einerseits als kichernden Kobold, Zoten- und Possenreiser dar, aber auch als arbeitsbessenes Genie, das wohl die anspruchsvollste Musik seiner Zeit schrieb. Das ging für Salieri und für die Welt des ausgehenden Rokoko nicht zusammen.

Salieri (F. Murry Abraham) ist nach einem Selbstmordversuch als uralter Mann in eine Irrenanstalt eingeliefert worden, bezichtigt sich dort einst Mozart getötet zu haben und berichtet einem Pater von den Geschehnissen......
Er geht in seinen Erzählungen weit zurück, schildert seine Kindheit, seiner Liebe zur Musik und seinen Wunsch Musiker zu werden. Salieri verspricht Gott keusch zu leben, wenn er ihn zu einem berühmten Musiker machen wird. Seine Gebete werden erhört und er komponiert viele Opern, wird Hofkapellmeister in Wien, ist wohl situiert und mit sich und seinem Aufstieg zufrieden bis ihm Mozart begegnet......
Er hörte schon früher von dem Wunderkind, das im Alter von sechs Jahren bereits konzertierte und mit 9 Jahren schon seine ersten Sinfonien schrieb. Seit 1769 war Mozart unbesoldeter erzbischöflicher Konzertmeister in Salzburg. Die erhoffte Anstellung bei Hofe erfolgte nicht. Es kommt zum Bruch zwischen ihm und dem Erzbischof. Das wird im Film gezeigt. Mozart weilt jetzt in Wien, wird dem Kaiser vorgestellt und dort lernt Salieri ihn kennen. Er ist entsetzt von dem infantilen Gekicher Mozarts und seiner überzogen- lebhaften Art aber er ist auch überrascht von Mozart Können, das er nicht ertragen kann. Er spürt sein Mittelmaß und ahnt dass Mozart ihm seinen Platz streitig machen wird. Er hat vom Können her keine Chance gegen Mozart. Wie alle ehrgeizigen, mittelmäßigen Menschen versucht Salieri sich mittels unlauterer Mittel Vorteile zu sichern.
Mozart macht sich über Salieri lustig, er nimmt dessen Musik nicht ernst. Dass er dadurch Salieris Hass entfacht, ist ihm unklar. Mozart besitzt die unbeabsichtigte Arroganz eines begabten Menschen. Das verzeiht ihm weder Salieri, noch die die missgünstige, unbegabte Hofgesellschaft.
Im Film wird die schwierige Beziehung zwischen Mozart und seinem Vater thematisiert.
Seine Liebesbeziehung zu Constanze Weber ist ein weiters Thema und es werden die intriganten Machenschaften bei Hofe in Wien dargestellt.
Die Musik der Werke " Die Hochzeit des Figaro ", " Die Entführung aus dem Serail ", " Don Giovanni ", " Die Zauberflöte " und " Requiem " begleiten die filmische Handlung und man erlebt die Singspiele und die Opern auszugsweise auf der Bühne in der prachtvollen Ausstattung jener Zeit.
Mozart feiert gerne Feste und ist ein fröhlicher Mensch. Seine Freunde lieben ihn. Er geht großzügig mit seiner Barschaft um - Geld bedeutet diesem Künstler nichts - so gerät in Schulden.
Diese Situation nützt Salieri aus, um ihm das Leben schwer zu machen...
Mozart lebt völlig in seiner Musik und verausgabt sich. Tabletten und Alkohol setzen ihm arg zu. Als er das " Requiem " schreibt, wird er von Angstvorstellungen heimgesucht...
Ein toller Film mit sehr guten Schauspieler, hervorragenden Dialogen, subtilen psychologischen Studien, wunderbaren optischen Darstellungen ( Kostüme, Perücken, Bühnenbilder etc) und mit beeindruckenden Klängen des Genies.

In den völlig ausgeflippten Amadeus muss man sich einfach verlieben, selbst wenn man keinen Zugang zu seiner göttlichen Musik hat.

Empfehlenswert.





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Amadeus - Director's Cut (2 DVDs) - F. Murray AbrahamAmadeus - Director's Cut (2 DVDs)
F. Murray Abraham, Tom Hulce, Elizabeth Berridge

DVD, 1. April 2003
     Verkaufsrang: 8988     

Bei Amazon direkt z.Zt. nicht lieferbar,   Bei anderem Anbieter bestellen

Das satirische Fingerspitzengefühl von Autor Peter Shaffer und Regisseur Milos Forman (Einer flog über das Kuckucksnest) passte bei dieser Filmfassung von Shaffers erfolgreichem Stück über die Rivalität zwischen zwei Komponisten am Hof des österreichischen Königs Joseph II - dem offiziellen Hofkomponisten Antonio Salieri (F. Murray Abraham) und dem jüngeren und besseren Wunderkind Wolfgang Amadeus Mozart (Tom Hulce) - perfekt zusammen. Die Situation ist ausgesprochen delikat: Salieri hasst insgeheim Mozarts rüde und flegelhafte Persönlichkeit, ist aber verblüfft über die Schönheit seiner Musik. Das ist der Kern von Salieris Qual - obwohl er sich in einer Position befindet, die ihm erlaubt, Mozarts Musik und Karriere sowohl anzuerkennen als auch zu fördern, ist er von Neid zerfressen und voller Unsicherheit gegenüber diesem Genie. Dass solch eine wunderbare Musik von so einer vulgären Kreatur geschrieben wird, hält Salieri für einen von Gottes schlechteren Scherzen und es macht ihn wahnsinnig. Amadeus kreiert einzigartige und bezaubernde Kontraste zwischen den perfekt wiedergegebenen historischen Details der verschwenderischen Ausstattung sowie dem schrillen (aber erfrischend humorvollen und lockeren) modernen Geist seiner Dialoge und Darstellungen.
All dies dient dazu, uns daran zu erinnern, dass wir es in erster Linie mit Menschen zu tun haben, bevor diese zu historischen und künstlerischen Figuren wurden. Jeffrey Jones, bekannt für seine Rolle als Schuldirektor in Ferris macht blau, ist besonders gut als stümperhafter Kaiser (er spricht wie ein moderner Geschäftsmann). Die acht Oscars wurden unter anderem für die Kategorien Beste Regie (Forman), Bester Schauspieler (Abraham, Hulce war ebenfalls nominiert), Bestes Drehbuch und Bester Film vergeben. -Jim Emerson


Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 56 Bewertungen)

Amadeus      5 von 5 Punkten
Auweh Flo, was hast du mir da bloß angetan. Deinetwegen musste ich mich, nachdem du meine Gedanken und mittlerweile eher spärlichen Erinnerungen an den Film aus den unscharfen Tiefen meines Gedächtnisses an die Oberfläche, mitten in mein Bewusstsein, gerufen hast, trotz Gipsfuß 33 Stufen ins Wohnzimmer runterhangeln und den Film (wäre da unten nicht vor kurzem umgeräumt worden, er hätte sicher ordentlich Staub angesetzt) aus dem Regal holen (von den qualvollen 33 Stufen hinauf auf einem Bein schweige ich lieber).
Aber eigentlich muss ich dir danken, lieber Flo. Denn wie ich schon in meinem Versuch einer provisorischen Kritik gesagt habe: Ich habe diesen Film wirklich lang, lange Zeit nicht gesehen, obwohl ich immer wieder kurz daran gedacht habe und ihn eigentlich immer in Griffweite hatte. Danke dir und deinem Thread und der Notwendigkeit, in diesen einige Zeilen zu schreiben, habe ich mich endlich aufgerafft und ihn angesehen, denn dieser Film verdient einen Versuch einer richtigen Kritik Tatsache ist: Während ich das hier schreibe sehe ich ihn mir gerade noch mal an. Der Film hat also auch in seiner zweiten Blüteperiode bei mir den gleichen Effekt: Mehrmaliges Ansehen hintereinander ist nicht nur NICHT ermüdend, sondern, im Gegenteil, erwünscht.
Aber jetzt mal alles der Reihe nach.

Zum einer Schande muss ich gestehen: Der Name Milos Forman war mir bis vor drei Tagen nicht geläufig. Das ist gleich aus drei Gründen bitter.
1. Ist das hier ein Filmforum und diese Unkenntnis beweist einmal mehr dass ich nicht gerade das bin, was man im Allgemeinen einen Filmexperten nennt.
2. Ich habe Einer flog über das Kuckucksnest bei mir im Regal stehen und halte ihn, wie könnte es auch anders sein, für einen genialen Film.
3. Bekräftigt sich nach dieser Erkenntnis immer mehr der Eindruck, dass dieser Mann wohl noch mehr als nur" diese zwei Meisterwerke gemacht hat. Wenn ich das doch früher gewusst hätte, ich könnte mich jetzt ein wenig mehr Filmexperte" nennen.
Na egal, wieder einen kleinen Schritt auf dem langen, steinigen Weg zum Olymp der wahren Filmkenner zurückgelegt.

Dieser Milos Forman jedenfalls hat seine zwei Oscars für die beste Regie völlig zu Recht gewonnen. Was die Erschaffung von Atmosphäre betrifft macht ihm wirklich kaum jemand etwas vor. Und die Atmosphäre ist eine der ganz großen Stärken von Amadeus.
Dabei hilft ihm natürlich auch die Tatsache, dass er mit Prag und Wien die best möglichen Drehorte ausgesucht hat (wobei natürlich Wien als Drehort auf der Hand lag, Prag für den Tschechen Milos eigentlich auch). Der Zauber dieser beiden wunderschönen Städte fängt einen schon in den ersten Minuten, als der schwer verletzte Salieri durch die Straßen der Wiener Altstadt in Richtung Sanatorium gekarrt wird, während gleichzeitig ein einem toll geschmückten Saal ein Ball stattfindet. Er lässt einen den ganzen Film über nicht mehr los, dafür bietet der Film einfach viel zu viel für das Auge: Opulente Saale, rauschende Feste, die herrliche Wiener Staatsoper, die Kostüme und die Opern selbst.
Vor allem zwei dieser Punkte verdienen besonderer Erwähnung:
Zum einen die fantastischen Kostüme, die Theodor Pistek für den Film gebastelt hat. Auch er hat seinen Oscar mehr als verdient, Mozart, Salieri und Constanze waren einfach perfekt gekleidet. Ihre Darsteller hätten sich vor ihren Figuren sicher nicht schämen müssen.
Zum anderen die Opern! Wieso können Opern nicht immer so aussehen? Gerade heutzutage, wo man doch alle technischen Möglichkeiten hat, werden einem moderne Operninszenierungen vorgesetzt dass einem das Grausen kommt (zumindest mir). Wieso fliegen heute keine schwarzen Todgestalten durch die Luft, wieso bricht heute kein Feuer auf der Bühne auf, wenn Don Giovanni sein Schicksal ereilt, wieso muss man sich heute mit lieblos gestalteten Bühnenbildern abgeben, die nicht einmal Kleinkinder heutzutage beeindruck. Mag sein, dass man früher nicht solche Feuerwerke auf die Bühne gezaubert hat wie im Film dargestellt, aber ich bin mir sicher, dass man heutzutage VIELE Opernaufführungen hat, über die man früher nur gelacht hätte. Meine Meinung nach sollte sich JEDER, der Opern für langweilig hält, diesen Film ansehen um zu sehen: So kann so was aussehen, wenn man sich Mühe gibt. Aber man will ja heutzutage kein Geld ausgeben, wo man doch auch genauso gut ins Kino gehen kann... naja, ich bin ja nicht besser, aber irgendwie ist es schon schade.

Was auch maßgeblich zur tollen Atmosphäre beiträgt ist der, wenn man es so nennen will, Soundtrack. Eigentlich ist es ja hauptsächlich eine Auswahl von Mozartwerken, aber Forman setzt sie wirklich genial ein. Eine meiner Lieblingsstellen ist zum Beispiel, als Mozart zur, wenn ich da richtig liege, Ouvertüre der Zauberflöte durch die Wohnung tanzt, bis die Musik, als er die Türe öffnet und in die Maske von Salieri starrt, urplötzlich umschlägt. Es ist zwar schade, dass man jetzt nicht wie sonst einen Howard Shore oder Elfman loben kann für die tolle Arbeit, die sie für einen Film geleistet haben, aber: Kann man sich denn einen besseren Filmkomponisten als Mozart wünschen? Eine Kritik an der Musik erübrigt sich dadurch jedenfalls und der Oscar für die Beste Tonmischung war wohl nur Formsache. ;-)

Die Oscars scheinen bisher also alle am rechten Fleck. Auch der für den besten Hauptdarsteller? Ich kann mich noch erinnern wie ich mich damals, als ich den Film das erste Mal sah, gefragt habe, warum denn der Darsteller des sympathischen, lustigen Mozart keinen Oscar bekommen hat, der des intriganten, unsympathischen Salieri aber schon. Erst jetzt ist mir aufgefallen, wie phänomenal F. Murray Abraham seine Rolle spielt. Eigentlich sind es ja gleich vier Rollen die er spielen muss:
- Die des alten, vom Wahnsinn umfächelte Salieri, der in der Irrenanstalt dahinvegetiert und bei einem Pfarrer seine Art der Beichte" ablegt
- Die des jüngeren Salieri, der wo er nur kann gegen Mozart intrigiert.
- Die des Erzählers, der teilweise auftritt als wäre es ein Interview.
- Die des Kommentators.

Vor allem die Rolle des Kommentators gefällt mir sehr gut, wenn er schwelgend aber gleichzeitig zerfressen von Eifersucht die Opern und die Musik von Mozart begleitet und erklärt, was diese Noten für ihn und für den Rest der Welt bedeuten. Diese Szenen, in denen er so verträumt Analyse betreibt, während sich im Hintergrund die Musik aufbaut (und dann, hoch darüber, eine Oboe..."), könnte ich mir wohl dutzende Male hintereinander ansehen, sie würden mich immer noch zum Lächeln bringen. Sie sind wohl auch einer der Gründe, warum ich, wann immer der Abspann von Amadeus über den Bildschirm flimmert, am liebsten noch einmal auf Play drücken würde.

Diese Szenen würden aber nicht halb so gut funktionieren, wäre die Synchronisation nicht eine der besten, die ich je gesehen, beziehungsweise gehört, habe. Einige der militanten Verfechter des O-Tons werden mich jetzt vielleicht belächeln, aber ich glaube, das ist so ein Film, der in einer anderen Sprache als der Muttersprache der Protagonisten" einfach nicht ganz so gut ist. Im englischen gibt es diesen herrlichen, dezenten wienerischen Akzent des Kaisers ebenso wenig wie den ausgeprägten Dialekt der Magd, die Salieri ins Haus der Mozarts schmuggelt. Ich habe heute trotzdem die englische Tonspur gewählt. Sie tut dem Film natürlich keinen Abbruch, ist auf ihre Weise auch sehr gelungen (vor allem das immer wieder auftauchende Italienisch), aber einige Sachen brachten mich immer wieder zum Schmunzeln, vor allem wenn vom Hörrn Kapällmeistär", von Hörr Mozrt, Wulfgäng oder Wulfi die Rede war.

Noch ein paar Worte zu den Schauspielern: Auch wenn Abraham den Oscar noch mehr verdient hat als sein Gegenüber, Hulce wäre ein genauso legitimer Oscargewinner gewesen. Beide spielen ihre Rollen perfekt. Wobei auch an den Rollen aller anderen Schauspieler, vom Nebendarsteller bis zum Komparsen, so gut wie nichts zu deuteln gibt. Darum lass ich's auch.

Was bleibt also, wenn man wirkliche Kritik an Amadeus üben will? Dass Die Zauberflöte" und Die Entführung aus dem Serail" im Film englisch gesungen werden hat mich zwar gestört, aber ein richtiger, großer Kritikpunkt ist das ja nicht.
Es bleibt wohl nur noch die, bei Filmen mit historischem Kern, obligatorische historische Ungenauigkeit. Und tatsächlich, würde man es darauf anlegen, man könnte den Film über Seiten hinweg deshalb in der Luft zerreißen. Mozart war gar nicht so viel jünger als Salieri, Mozart war in Wahrheit gar kein infantiler Bengel, der außer Unsinn und Alkohol nichts im Kopf hat, wenn er nicht gerade Musik macht, sondern ein hoch gebildeter Mann, sprach mehrere Sprachen, philosophierte in seinen Briefen über allerhand wichtige Themen und hatte sicher nichts gegen Späße und war auch sicher etwas exzentrisch. Salieri war auch kein Intriganter Neider, der Mozart verachtet hat und alles unternommen hat, damit ihm der Erfolg verwehrt bleibt... diese Liste könnte man noch lange fortführen. In meinen Augen ist das aber ein Unterfangen, das einfach unsinnig ist. Es ist doch recht unwahrscheinlich, dass es Formans Intention war, eine Biographie zu machen. Hätte er das gewollt hätte er sich sicher mehr an Fakten gehalten, für einen Meister wie ihn wäre es wohl keine große Kunst gewesen, auch ohne Abänderungen der Tatsachen einen tollen Film zu machen. Stattdessen baute er um die eher groben Vorgaben eine Handlung, die auch ohne Mozart, Wien und Salieri funktioniert hätte, mit Mozart, Wien und Salieri aber genial harmoniert. Dazu diese sehr ungewöhnliche Erzählstruktur, die nicht um den eigentlichen Protagonisten Mozart, sondern um dessen Gegenspieler Salieri aufgebaut ist.

Und so bleibt wirklich nur ein einziger, kleiner Kritikpunkt: Dieses Lachen! Dieses schrille, penetrante Lachen von Mozart. Das ist zwar sicher so gewollt, aber mir stehen dabei immer sämtliche Haare zu Berge.

Fazit: Forman kleidet den Kampf des ordentlichen, strengen und gottesfürchtigen Menschen Salieri gegen das berauschte, lustvolle und wirklich gottgesegnete Genie Mozart, an dessen Ende der Sieger zwar rufen konnte Gott(es Kind) ist tot und ICH, nur ICH bin sein Mörder", aber letztendlich doch angesichts der eigentlichen Niederlage verzweifelt, in ein phantastisches Kleid aus Musik (nicht irgendeiner, wir reden hier immerhin vom wohl größten Musikgenie aller Zeiten), farbenprächtigen Kostümen und Kulissen und einer ungewöhnlichen, aber genialen Erzählstruktur. Ich bin jetzt endlich soweit zu sagen: Amadeus ist einer der besten Filme aller Zeiten!

Schäm dich Flo, wegen dir muss ich wahrscheinlich bald noch einmal 33 lange Stufen hinunterstolpern und noch längere 33 Stufen wieder hinaufhumpeln, um mir unsere DVD der Zauberflöte zu holen. Aber wahrscheinlich, ach was, ganz sicher ist es die Sache am Ende wieder wert.


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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 33 Bewertungen)

Leise - aber sooo gut      5 von 5 Punkten
Endlich wieder mal einer von diesen kleinen unscheinbaren Filmen, der sich unmerklich in mein Hertz bohrt und sich so, ein festen Platz, im Regal der schönen Filme erschleicht. Kaufen sie diesen Film - das haben sich die Macher verdient. Punkt.


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Amadeus - Premium Edition (Directors Cut, 2 DVDs) - F. Murray AbrahamAmadeus - Premium Edition (Directors Cut, 2 DVDs)
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     Verkaufsrang: 31098      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Warner Amadeus Director's Cut - Premium Edition (2 Discs), USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 13.06.08

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Neuauflage - aber nichts Neues      3 von 5 Punkten
Es handelt sich hier lediglich um eine neue Verpackung. Die DVDs sind identisch zu den bisherigen Special Editions (wegen den Specials und technischen Infos also bitte dort nachsehen).

Der Film ist trotzdem ganz großes Kino.


Amadeus (Widescreen) - Tom HulceAmadeus (Widescreen)
Tom Hulce, F. Murray Abraham, Elizabeth Berridge

DVD, 1. April 2003
     Verkaufsrang: 22652     

Bei Amazon direkt z.Zt. nicht lieferbar,   Bei anderem Anbieter bestellen

Das satirische Fingerspitzengefühl von Autor Peter Shaffer und Regisseur Milos Forman (Einer flog über das Kuckucksnest) passte bei dieser Filmfassung von Shaffers erfolgreichem Stück über die Rivalität zwischen zwei Komponisten am Hof des österreichischen Königs Joseph II - dem offiziellen Hofkomponisten Antonio Salieri (F. Murray Abraham) und dem jüngeren und besseren Wunderkind Wolfgang Amadeus Mozart (Tom Hulce) - perfekt zusammen. Die Situation ist ausgesprochen delikat: Salieri hasst insgeheim Mozarts rüde und flegelhafte Persönlichkeit, ist aber verblüfft über die Schönheit seiner Musik. Das ist der Kern von Salieris Qual - obwohl er sich in einer Position befindet, die ihm erlaubt, Mozarts Musik und Karriere sowohl anzuerkennen als auch zu fördern, ist er von Neid zerfressen und voller Unsicherheit gegenüber diesem Genie. Dass solch eine wunderbare Musik von so einer vulgären Kreatur geschrieben wird, hält Salieri für einen von Gottes schlechteren Scherzen und es macht ihn wahnsinnig. Amadeus kreiert einzigartige und bezaubernde Kontraste zwischen den perfekt wiedergegebenen historischen Details der verschwenderischen Ausstattung sowie dem schrillen (aber erfrischend humorvollen und lockeren) modernen Geist seiner Dialoge und Darstellungen.
All dies dient dazu, uns daran zu erinnern, dass wir es in erster Linie mit Menschen zu tun haben, bevor diese zu historischen und künstlerischen Figuren wurden. Jeffrey Jones, bekannt für seine Rolle als Schuldirektor in Ferris macht blau, ist besonders gut als stümperhafter Kaiser (er spricht wie ein moderner Geschäftsmann). Die acht Oscars wurden unter anderem für die Kategorien Beste Regie (Forman), Bester Schauspieler (Abraham, Hulce war ebenfalls nominiert), Bestes Drehbuch und Bester Film vergeben. -Jim Emerson


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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 56 Bewertungen)

Amadeus      5 von 5 Punkten
Auweh Flo, was hast du mir da bloß angetan. Deinetwegen musste ich mich, nachdem du meine Gedanken und mittlerweile eher spärlichen Erinnerungen an den Film aus den unscharfen Tiefen meines Gedächtnisses an die Oberfläche, mitten in mein Bewusstsein, gerufen hast, trotz Gipsfuß 33 Stufen ins Wohnzimmer runterhangeln und den Film (wäre da unten nicht vor kurzem umgeräumt worden, er hätte sicher ordentlich Staub angesetzt) aus dem Regal holen (von den qualvollen 33 Stufen hinauf auf einem Bein schweige ich lieber).
Aber eigentlich muss ich dir danken, lieber Flo. Denn wie ich schon in meinem Versuch einer provisorischen Kritik gesagt habe: Ich habe diesen Film wirklich lang, lange Zeit nicht gesehen, obwohl ich immer wieder kurz daran gedacht habe und ihn eigentlich immer in Griffweite hatte. Danke dir und deinem Thread und der Notwendigkeit, in diesen einige Zeilen zu schreiben, habe ich mich endlich aufgerafft und ihn angesehen, denn dieser Film verdient einen Versuch einer richtigen Kritik Tatsache ist: Während ich das hier schreibe sehe ich ihn mir gerade noch mal an. Der Film hat also auch in seiner zweiten Blüteperiode bei mir den gleichen Effekt: Mehrmaliges Ansehen hintereinander ist nicht nur NICHT ermüdend, sondern, im Gegenteil, erwünscht.
Aber jetzt mal alles der Reihe nach.

Zum einer Schande muss ich gestehen: Der Name Milos Forman war mir bis vor drei Tagen nicht geläufig. Das ist gleich aus drei Gründen bitter.
1. Ist das hier ein Filmforum und diese Unkenntnis beweist einmal mehr dass ich nicht gerade das bin, was man im Allgemeinen einen Filmexperten nennt.
2. Ich habe Einer flog über das Kuckucksnest bei mir im Regal stehen und halte ihn, wie könnte es auch anders sein, für einen genialen Film.
3. Bekräftigt sich nach dieser Erkenntnis immer mehr der Eindruck, dass dieser Mann wohl noch mehr als nur" diese zwei Meisterwerke gemacht hat. Wenn ich das doch früher gewusst hätte, ich könnte mich jetzt ein wenig mehr Filmexperte" nennen.
Na egal, wieder einen kleinen Schritt auf dem langen, steinigen Weg zum Olymp der wahren Filmkenner zurückgelegt.

Dieser Milos Forman jedenfalls hat seine zwei Oscars für die beste Regie völlig zu Recht gewonnen. Was die Erschaffung von Atmosphäre betrifft macht ihm wirklich kaum jemand etwas vor. Und die Atmosphäre ist eine der ganz großen Stärken von Amadeus.
Dabei hilft ihm natürlich auch die Tatsache, dass er mit Prag und Wien die best möglichen Drehorte ausgesucht hat (wobei natürlich Wien als Drehort auf der Hand lag, Prag für den Tschechen Milos eigentlich auch). Der Zauber dieser beiden wunderschönen Städte fängt einen schon in den ersten Minuten, als der schwer verletzte Salieri durch die Straßen der Wiener Altstadt in Richtung Sanatorium gekarrt wird, während gleichzeitig ein einem toll geschmückten Saal ein Ball stattfindet. Er lässt einen den ganzen Film über nicht mehr los, dafür bietet der Film einfach viel zu viel für das Auge: Opulente Saale, rauschende Feste, die herrliche Wiener Staatsoper, die Kostüme und die Opern selbst.
Vor allem zwei dieser Punkte verdienen besonderer Erwähnung:
Zum einen die fantastischen Kostüme, die Theodor Pistek für den Film gebastelt hat. Auch er hat seinen Oscar mehr als verdient, Mozart, Salieri und Constanze waren einfach perfekt gekleidet. Ihre Darsteller hätten sich vor ihren Figuren sicher nicht schämen müssen.
Zum anderen die Opern! Wieso können Opern nicht immer so aussehen? Gerade heutzutage, wo man doch alle technischen Möglichkeiten hat, werden einem moderne Operninszenierungen vorgesetzt dass einem das Grausen kommt (zumindest mir). Wieso fliegen heute keine schwarzen Todgestalten durch die Luft, wieso bricht heute kein Feuer auf der Bühne auf, wenn Don Giovanni sein Schicksal ereilt, wieso muss man sich heute mit lieblos gestalteten Bühnenbildern abgeben, die nicht einmal Kleinkinder heutzutage beeindruck. Mag sein, dass man früher nicht solche Feuerwerke auf die Bühne gezaubert hat wie im Film dargestellt, aber ich bin mir sicher, dass man heutzutage VIELE Opernaufführungen hat, über die man früher nur gelacht hätte. Meine Meinung nach sollte sich JEDER, der Opern für langweilig hält, diesen Film ansehen um zu sehen: So kann so was aussehen, wenn man sich Mühe gibt. Aber man will ja heutzutage kein Geld ausgeben, wo man doch auch genauso gut ins Kino gehen kann... naja, ich bin ja nicht besser, aber irgendwie ist es schon schade.

Was auch maßgeblich zur tollen Atmosphäre beiträgt ist der, wenn man es so nennen will, Soundtrack. Eigentlich ist es ja hauptsächlich eine Auswahl von Mozartwerken, aber Forman setzt sie wirklich genial ein. Eine meiner Lieblingsstellen ist zum Beispiel, als Mozart zur, wenn ich da richtig liege, Ouvertüre der Zauberflöte durch die Wohnung tanzt, bis die Musik, als er die Türe öffnet und in die Maske von Salieri starrt, urplötzlich umschlägt. Es ist zwar schade, dass man jetzt nicht wie sonst einen Howard Shore oder Elfman loben kann für die tolle Arbeit, die sie für einen Film geleistet haben, aber: Kann man sich denn einen besseren Filmkomponisten als Mozart wünschen? Eine Kritik an der Musik erübrigt sich dadurch jedenfalls und der Oscar für die Beste Tonmischung war wohl nur Formsache. ;-)

Die Oscars scheinen bisher also alle am rechten Fleck. Auch der für den besten Hauptdarsteller? Ich kann mich noch erinnern wie ich mich damals, als ich den Film das erste Mal sah, gefragt habe, warum denn der Darsteller des sympathischen, lustigen Mozart keinen Oscar bekommen hat, der des intriganten, unsympathischen Salieri aber schon. Erst jetzt ist mir aufgefallen, wie phänomenal F. Murray Abraham seine Rolle spielt. Eigentlich sind es ja gleich vier Rollen die er spielen muss:
- Die des alten, vom Wahnsinn umfächelte Salieri, der in der Irrenanstalt dahinvegetiert und bei einem Pfarrer seine Art der Beichte" ablegt
- Die des jüngeren Salieri, der wo er nur kann gegen Mozart intrigiert.
- Die des Erzählers, der teilweise auftritt als wäre es ein Interview.
- Die des Kommentators.

Vor allem die Rolle des Kommentators gefällt mir sehr gut, wenn er schwelgend aber gleichzeitig zerfressen von Eifersucht die Opern und die Musik von Mozart begleitet und erklärt, was diese Noten für ihn und für den Rest der Welt bedeuten. Diese Szenen, in denen er so verträumt Analyse betreibt, während sich im Hintergrund die Musik aufbaut (und dann, hoch darüber, eine Oboe..."), könnte ich mir wohl dutzende Male hintereinander ansehen, sie würden mich immer noch zum Lächeln bringen. Sie sind wohl auch einer der Gründe, warum ich, wann immer der Abspann von Amadeus über den Bildschirm flimmert, am liebsten noch einmal auf Play drücken würde.

Diese Szenen würden aber nicht halb so gut funktionieren, wäre die Synchronisation nicht eine der besten, die ich je gesehen, beziehungsweise gehört, habe. Einige der militanten Verfechter des O-Tons werden mich jetzt vielleicht belächeln, aber ich glaube, das ist so ein Film, der in einer anderen Sprache als der Muttersprache der Protagonisten" einfach nicht ganz so gut ist. Im englischen gibt es diesen herrlichen, dezenten wienerischen Akzent des Kaisers ebenso wenig wie den ausgeprägten Dialekt der Magd, die Salieri ins Haus der Mozarts schmuggelt. Ich habe heute trotzdem die englische Tonspur gewählt. Sie tut dem Film natürlich keinen Abbruch, ist auf ihre Weise auch sehr gelungen (vor allem das immer wieder auftauchende Italienisch), aber einige Sachen brachten mich immer wieder zum Schmunzeln, vor allem wenn vom Hörrn Kapällmeistär", von Hörr Mozrt, Wulfgäng oder Wulfi die Rede war.

Noch ein paar Worte zu den Schauspielern: Auch wenn Abraham den Oscar noch mehr verdient hat als sein Gegenüber, Hulce wäre ein genauso legitimer Oscargewinner gewesen. Beide spielen ihre Rollen perfekt. Wobei auch an den Rollen aller anderen Schauspieler, vom Nebendarsteller bis zum Komparsen, so gut wie nichts zu deuteln gibt. Darum lass ich's auch.

Was bleibt also, wenn man wirkliche Kritik an Amadeus üben will? Dass Die Zauberflöte" und Die Entführung aus dem Serail" im Film englisch gesungen werden hat mich zwar gestört, aber ein richtiger, großer Kritikpunkt ist das ja nicht.
Es bleibt wohl nur noch die, bei Filmen mit historischem Kern, obligatorische historische Ungenauigkeit. Und tatsächlich, würde man es darauf anlegen, man könnte den Film über Seiten hinweg deshalb in der Luft zerreißen. Mozart war gar nicht so viel jünger als Salieri, Mozart war in Wahrheit gar kein infantiler Bengel, der außer Unsinn und Alkohol nichts im Kopf hat, wenn er nicht gerade Musik macht, sondern ein hoch gebildeter Mann, sprach mehrere Sprachen, philosophierte in seinen Briefen über allerhand wichtige Themen und hatte sicher nichts gegen Späße und war auch sicher etwas exzentrisch. Salieri war auch kein Intriganter Neider, der Mozart verachtet hat und alles unternommen hat, damit ihm der Erfolg verwehrt bleibt... diese Liste könnte man noch lange fortführen. In meinen Augen ist das aber ein Unterfangen, das einfach unsinnig ist. Es ist doch recht unwahrscheinlich, dass es Formans Intention war, eine Biographie zu machen. Hätte er das gewollt hätte er sich sicher mehr an Fakten gehalten, für einen Meister wie ihn wäre es wohl keine große Kunst gewesen, auch ohne Abänderungen der Tatsachen einen tollen Film zu machen. Stattdessen baute er um die eher groben Vorgaben eine Handlung, die auch ohne Mozart, Wien und Salieri funktioniert hätte, mit Mozart, Wien und Salieri aber genial harmoniert. Dazu diese sehr ungewöhnliche Erzählstruktur, die nicht um den eigentlichen Protagonisten Mozart, sondern um dessen Gegenspieler Salieri aufgebaut ist.

Und so bleibt wirklich nur ein einziger, kleiner Kritikpunkt: Dieses Lachen! Dieses schrille, penetrante Lachen von Mozart. Das ist zwar sicher so gewollt, aber mir stehen dabei immer sämtliche Haare zu Berge.

Fazit: Forman kleidet den Kampf des ordentlichen, strengen und gottesfürchtigen Menschen Salieri gegen das berauschte, lustvolle und wirklich gottgesegnete Genie Mozart, an dessen Ende der Sieger zwar rufen konnte Gott(es Kind) ist tot und ICH, nur ICH bin sein Mörder", aber letztendlich doch angesichts der eigentlichen Niederlage verzweifelt, in ein phantastisches Kleid aus Musik (nicht irgendeiner, wir reden hier immerhin vom wohl größten Musikgenie aller Zeiten), farbenprächtigen Kostümen und Kulissen und einer ungewöhnlichen, aber genialen Erzählstruktur. Ich bin jetzt endlich soweit zu sagen: Amadeus ist einer der besten Filme aller Zeiten!

Schäm dich Flo, wegen dir muss ich wahrscheinlich bald noch einmal 33 lange Stufen hinunterstolpern und noch längere 33 Stufen wieder hinaufhumpeln, um mir unsere DVD der Zauberflöte zu holen. Aber wahrscheinlich, ach was, ganz sicher ist es die Sache am Ende wieder wert.


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Eine Wahnsinnsfamilie - Steve MartinEine Wahnsinnsfamilie
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Universal Eine Wahnsinnsfamilie, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 27.11.03

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

das Leben ist wie eine Achterbahnfahrt...      5 von 5 Punkten
ein wirklich schöner Film über das ganz normale Familien-Chaos mit allen dazugehörigen höhen und tiefen.
Kaufen!!!! Immer wieder sehenswert!!!


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Eine Wahnsinnsfamilie - Steve MartinEine Wahnsinnsfamilie
Steve Martin, Tom Hulce, Rick Moranis

DVD, 1. Februar 2000
     Verkaufsrang: 42700     

Bei Amazon direkt z.Zt. nicht lieferbar,   Bei anderem Anbieter bestellen



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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Muss man mal gesehen haben      4 von 5 Punkten
Einer der lehrreichsten Filme die ich je gesehen habe (und ich habe wirklich viele gesehen). Humourvoll, anspruchsvoll, voller Lebensweisheit, mit tollen Darstellern und Charakteren. Einen Punktabzug gibt es für das Vollbild (4:3) und die schwachen DVD-Extras. Man kann diesem Film wirklich viel abgewinnen. Nicht so spannend wenn man einen Aktion-kracher erwartet. Hier geht es um Familienprobleme und die Kunst Kinder zu erziehen. Extrem humourvoll mit Niveau. Auch das Happy-End ist zu ertragen.


Dominick and Eugene - Ray Liotta,Tom Hulce Jamie Lee Curtis Dominick and Eugene
Ray Liotta,Tom Hulce Jamie Lee Curtis

DVD
     Verkaufsrang: 31300     

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Die Zwillingsbrüder Eugene (Ray Liotta) und Dominick (Tom Hulce) teilen sich eine Wohnung in bescheidenen Verhältnissen des italienischen Viertels von Pittsburgh. Seit einem Unfall in der Kindheit ist Dominick geistig zurückgeblieben. Doch durch das Geld, das er bei der Müllabfuhr verdient, ermöglicht er Eugene das Medizinstudium. Der angehende Arzt muss seinem ebenso liebenswürdigen wie einfältigen Bruder immer wieder aus heiklen Situationen heraushelfen. Trotzdem sind die beiden ein Herz und eine Seele. Als Eugene sich jedoch in die hübsche Kommilitonin Jennifer (Jamie Lee Curtis) verliebt und in einer anderen Stadt als Arzt niederlassen will, kommt das fragile Gleichgewicht zwischen den beiden unzertrennlichen Brüdern jäh aus dem Lot.



Black Rainbow - Jason RobardsBlack Rainbow
Jason Robards, Tom Hulce, Rosanna Arquette

DVD, 13. April 2007
     Verkaufsrang: 41170      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Kinowelt Black Rainbow, USK/FSK: 16+ VÃ-Datum: 13.04.07

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

düster, mystisch und lebensnah      4 von 5 Punkten
Ist alle snur ein Spiel? Eine Masche um Geld zu verdienen? Ist es real?

Martha (eine mimisch starke Rosanna Arquette) kann Kontakt zu Toten herstellen. Ihr Vater ist Alkoholiker und zeigt sich wenig sensibel. Sein einziger Gedanke scheint dem Geld zu gelten. Martha fehlt eine Bezugsperson, ihre Männerbeziehungen sind scheinbar ohne Emotion.
Doch dann sieht Martha Tote die anscheinend noch garnicht gestorben sind! Das zieht die Furcht und damit den Zorn der Bewohner/Angehörigen auf sie. Was wird in dieser Stadt geschehen? Und woher hat Martha ihre Kraft?

Der Film zeigt, was Menschen schon in kleinen Dingen einander antun können, und wie sie sich selbst zerstören. In seiner Charakterdarstellung sehr lebensnah. Dabei umspielt die Handlung immer das Mystische.



Amadeus - Tom HulceAmadeus
Tom Hulce, F. Murray Abraham, Elizabeth Berridge

Videokassette, 30. November 2000
     Verkaufsrang: 5290     

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Das satirische Fingerspitzengefühl von Autor Peter Shaffer und Regisseur Milos Forman (Einer flog über das Kuckucksnest) passte bei dieser Filmfassung von Shaffers erfolgreichem Stück über die Rivalität zwischen zwei Komponisten am Hof des österreichischen Königs Joseph II - dem offiziellen Hofkomponisten Antonio Salieri (F. Murray Abraham) und dem jüngeren und besseren Wunderkind Wolfgang Amadeus Mozart (Tom Hulce) - perfekt zusammen. Die Situation ist ausgesprochen delikat: Salieri hasst insgeheim Mozarts rüde und flegelhafte Persönlichkeit, ist aber verblüfft über die Schönheit seiner Musik. Das ist der Kern von Salieris Qual - obwohl er sich in einer Position befindet, die ihm erlaubt, Mozarts Musik und Karriere sowohl anzuerkennen als auch zu fördern, ist er von Neid zerfressen und voller Unsicherheit gegenüber diesem Genie. Dass solch eine wunderbare Musik von so einer vulgären Kreatur geschrieben wird, hält Salieri für einen von Gottes schlechteren Scherzen und es macht ihn wahnsinnig. Amadeus kreiert einzigartige und bezaubernde Kontraste zwischen den perfekt wiedergegebenen historischen Details der verschwenderischen Ausstattung sowie dem schrillen (aber erfrischend humorvollen und lockeren) modernen Geist seiner Dialoge und Darstellungen.
All dies dient dazu, uns daran zu erinnern, dass wir es in erster Linie mit Menschen zu tun haben, bevor diese zu historischen und künstlerischen Figuren wurden. Jeffrey Jones, bekannt für seine Rolle als Schuldirektor in Ferris macht blau, ist besonders gut als stümperhafter Kaiser (er spricht wie ein moderner Geschäftsmann). Die acht Oscars wurden unter anderem für die Kategorien Beste Regie (Forman), Bester Schauspieler (Abraham, Hulce war ebenfalls nominiert), Bestes Drehbuch und Bester Film vergeben. -Jim Emerson


Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 56 Bewertungen)

Amadeus      5 von 5 Punkten
Auweh Flo, was hast du mir da bloß angetan. Deinetwegen musste ich mich, nachdem du meine Gedanken und mittlerweile eher spärlichen Erinnerungen an den Film aus den unscharfen Tiefen meines Gedächtnisses an die Oberfläche, mitten in mein Bewusstsein, gerufen hast, trotz Gipsfuß 33 Stufen ins Wohnzimmer runterhangeln und den Film (wäre da unten nicht vor kurzem umgeräumt worden, er hätte sicher ordentlich Staub angesetzt) aus dem Regal holen (von den qualvollen 33 Stufen hinauf auf einem Bein schweige ich lieber).
Aber eigentlich muss ich dir danken, lieber Flo. Denn wie ich schon in meinem Versuch einer provisorischen Kritik gesagt habe: Ich habe diesen Film wirklich lang, lange Zeit nicht gesehen, obwohl ich immer wieder kurz daran gedacht habe und ihn eigentlich immer in Griffweite hatte. Danke dir und deinem Thread und der Notwendigkeit, in diesen einige Zeilen zu schreiben, habe ich mich endlich aufgerafft und ihn angesehen, denn dieser Film verdient einen Versuch einer richtigen Kritik Tatsache ist: Während ich das hier schreibe sehe ich ihn mir gerade noch mal an. Der Film hat also auch in seiner zweiten Blüteperiode bei mir den gleichen Effekt: Mehrmaliges Ansehen hintereinander ist nicht nur NICHT ermüdend, sondern, im Gegenteil, erwünscht.
Aber jetzt mal alles der Reihe nach.

Zum einer Schande muss ich gestehen: Der Name Milos Forman war mir bis vor drei Tagen nicht geläufig. Das ist gleich aus drei Gründen bitter.
1. Ist das hier ein Filmforum und diese Unkenntnis beweist einmal mehr dass ich nicht gerade das bin, was man im Allgemeinen einen Filmexperten nennt.
2. Ich habe Einer flog über das Kuckucksnest bei mir im Regal stehen und halte ihn, wie könnte es auch anders sein, für einen genialen Film.
3. Bekräftigt sich nach dieser Erkenntnis immer mehr der Eindruck, dass dieser Mann wohl noch mehr als nur" diese zwei Meisterwerke gemacht hat. Wenn ich das doch früher gewusst hätte, ich könnte mich jetzt ein wenig mehr Filmexperte" nennen.
Na egal, wieder einen kleinen Schritt auf dem langen, steinigen Weg zum Olymp der wahren Filmkenner zurückgelegt.

Dieser Milos Forman jedenfalls hat seine zwei Oscars für die beste Regie völlig zu Recht gewonnen. Was die Erschaffung von Atmosphäre betrifft macht ihm wirklich kaum jemand etwas vor. Und die Atmosphäre ist eine der ganz großen Stärken von Amadeus.
Dabei hilft ihm natürlich auch die Tatsache, dass er mit Prag und Wien die best möglichen Drehorte ausgesucht hat (wobei natürlich Wien als Drehort auf der Hand lag, Prag für den Tschechen Milos eigentlich auch). Der Zauber dieser beiden wunderschönen Städte fängt einen schon in den ersten Minuten, als der schwer verletzte Salieri durch die Straßen der Wiener Altstadt in Richtung Sanatorium gekarrt wird, während gleichzeitig ein einem toll geschmückten Saal ein Ball stattfindet. Er lässt einen den ganzen Film über nicht mehr los, dafür bietet der Film einfach viel zu viel für das Auge: Opulente Saale, rauschende Feste, die herrliche Wiener Staatsoper, die Kostüme und die Opern selbst.
Vor allem zwei dieser Punkte verdienen besonderer Erwähnung:
Zum einen die fantastischen Kostüme, die Theodor Pistek für den Film gebastelt hat. Auch er hat seinen Oscar mehr als verdient, Mozart, Salieri und Constanze waren einfach perfekt gekleidet. Ihre Darsteller hätten sich vor ihren Figuren sicher nicht schämen müssen.
Zum anderen die Opern! Wieso können Opern nicht immer so aussehen? Gerade heutzutage, wo man doch alle technischen Möglichkeiten hat, werden einem moderne Operninszenierungen vorgesetzt dass einem das Grausen kommt (zumindest mir). Wieso fliegen heute keine schwarzen Todgestalten durch die Luft, wieso bricht heute kein Feuer auf der Bühne auf, wenn Don Giovanni sein Schicksal ereilt, wieso muss man sich heute mit lieblos gestalteten Bühnenbildern abgeben, die nicht einmal Kleinkinder heutzutage beeindruck. Mag sein, dass man früher nicht solche Feuerwerke auf die Bühne gezaubert hat wie im Film dargestellt, aber ich bin mir sicher, dass man heutzutage VIELE Opernaufführungen hat, über die man früher nur gelacht hätte. Meine Meinung nach sollte sich JEDER, der Opern für langweilig hält, diesen Film ansehen um zu sehen: So kann so was aussehen, wenn man sich Mühe gibt. Aber man will ja heutzutage kein Geld ausgeben, wo man doch auch genauso gut ins Kino gehen kann... naja, ich bin ja nicht besser, aber irgendwie ist es schon schade.

Was auch maßgeblich zur tollen Atmosphäre beiträgt ist der, wenn man es so nennen will, Soundtrack. Eigentlich ist es ja hauptsächlich eine Auswahl von Mozartwerken, aber Forman setzt sie wirklich genial ein. Eine meiner Lieblingsstellen ist zum Beispiel, als Mozart zur, wenn ich da richtig liege, Ouvertüre der Zauberflöte durch die Wohnung tanzt, bis die Musik, als er die Türe öffnet und in die Maske von Salieri starrt, urplötzlich umschlägt. Es ist zwar schade, dass man jetzt nicht wie sonst einen Howard Shore oder Elfman loben kann für die tolle Arbeit, die sie für einen Film geleistet haben, aber: Kann man sich denn einen besseren Filmkomponisten als Mozart wünschen? Eine Kritik an der Musik erübrigt sich dadurch jedenfalls und der Oscar für die Beste Tonmischung war wohl nur Formsache. ;-)

Die Oscars scheinen bisher also alle am rechten Fleck. Auch der für den besten Hauptdarsteller? Ich kann mich noch erinnern wie ich mich damals, als ich den Film das erste Mal sah, gefragt habe, warum denn der Darsteller des sympathischen, lustigen Mozart keinen Oscar bekommen hat, der des intriganten, unsympathischen Salieri aber schon. Erst jetzt ist mir aufgefallen, wie phänomenal F. Murray Abraham seine Rolle spielt. Eigentlich sind es ja gleich vier Rollen die er spielen muss:
- Die des alten, vom Wahnsinn umfächelte Salieri, der in der Irrenanstalt dahinvegetiert und bei einem Pfarrer seine Art der Beichte" ablegt
- Die des jüngeren Salieri, der wo er nur kann gegen Mozart intrigiert.
- Die des Erzählers, der teilweise auftritt als wäre es ein Interview.
- Die des Kommentators.

Vor allem die Rolle des Kommentators gefällt mir sehr gut, wenn er schwelgend aber gleichzeitig zerfressen von Eifersucht die Opern und die Musik von Mozart begleitet und erklärt, was diese Noten für ihn und für den Rest der Welt bedeuten. Diese Szenen, in denen er so verträumt Analyse betreibt, während sich im Hintergrund die Musik aufbaut (und dann, hoch darüber, eine Oboe..."), könnte ich mir wohl dutzende Male hintereinander ansehen, sie würden mich immer noch zum Lächeln bringen. Sie sind wohl auch einer der Gründe, warum ich, wann immer der Abspann von Amadeus über den Bildschirm flimmert, am liebsten noch einmal auf Play drücken würde.

Diese Szenen würden aber nicht halb so gut funktionieren, wäre die Synchronisation nicht eine der besten, die ich je gesehen, beziehungsweise gehört, habe. Einige der militanten Verfechter des O-Tons werden mich jetzt vielleicht belächeln, aber ich glaube, das ist so ein Film, der in einer anderen Sprache als der Muttersprache der Protagonisten" einfach nicht ganz so gut ist. Im englischen gibt es diesen herrlichen, dezenten wienerischen Akzent des Kaisers ebenso wenig wie den ausgeprägten Dialekt der Magd, die Salieri ins Haus der Mozarts schmuggelt. Ich habe heute trotzdem die englische Tonspur gewählt. Sie tut dem Film natürlich keinen Abbruch, ist auf ihre Weise auch sehr gelungen (vor allem das immer wieder auftauchende Italienisch), aber einige Sachen brachten mich immer wieder zum Schmunzeln, vor allem wenn vom Hörrn Kapällmeistär", von Hörr Mozrt, Wulfgäng oder Wulfi die Rede war.

Noch ein paar Worte zu den Schauspielern: Auch wenn Abraham den Oscar noch mehr verdient hat als sein Gegenüber, Hulce wäre ein genauso legitimer Oscargewinner gewesen. Beide spielen ihre Rollen perfekt. Wobei auch an den Rollen aller anderen Schauspieler, vom Nebendarsteller bis zum Komparsen, so gut wie nichts zu deuteln gibt. Darum lass ich's auch.

Was bleibt also, wenn man wirkliche Kritik an Amadeus üben will? Dass Die Zauberflöte" und Die Entführung aus dem Serail" im Film englisch gesungen werden hat mich zwar gestört, aber ein richtiger, großer Kritikpunkt ist das ja nicht.
Es bleibt wohl nur noch die, bei Filmen mit historischem Kern, obligatorische historische Ungenauigkeit. Und tatsächlich, würde man es darauf anlegen, man könnte den Film über Seiten hinweg deshalb in der Luft zerreißen. Mozart war gar nicht so viel jünger als Salieri, Mozart war in Wahrheit gar kein infantiler Bengel, der außer Unsinn und Alkohol nichts im Kopf hat, wenn er nicht gerade Musik macht, sondern ein hoch gebildeter Mann, sprach mehrere Sprachen, philosophierte in seinen Briefen über allerhand wichtige Themen und hatte sicher nichts gegen Späße und war auch sicher etwas exzentrisch. Salieri war auch kein Intriganter Neider, der Mozart verachtet hat und alles unternommen hat, damit ihm der Erfolg verwehrt bleibt... diese Liste könnte man noch lange fortführen. In meinen Augen ist das aber ein Unterfangen, das einfach unsinnig ist. Es ist doch recht unwahrscheinlich, dass es Formans Intention war, eine Biographie zu machen. Hätte er das gewollt hätte er sich sicher mehr an Fakten gehalten, für einen Meister wie ihn wäre es wohl keine große Kunst gewesen, auch ohne Abänderungen der Tatsachen einen tollen Film zu machen. Stattdessen baute er um die eher groben Vorgaben eine Handlung, die auch ohne Mozart, Wien und Salieri funktioniert hätte, mit Mozart, Wien und Salieri aber genial harmoniert. Dazu diese sehr ungewöhnliche Erzählstruktur, die nicht um den eigentlichen Protagonisten Mozart, sondern um dessen Gegenspieler Salieri aufgebaut ist.

Und so bleibt wirklich nur ein einziger, kleiner Kritikpunkt: Dieses Lachen! Dieses schrille, penetrante Lachen von Mozart. Das ist zwar sicher so gewollt, aber mir stehen dabei immer sämtliche Haare zu Berge.

Fazit: Forman kleidet den Kampf des ordentlichen, strengen und gottesfürchtigen Menschen Salieri gegen das berauschte, lustvolle und wirklich gottgesegnete Genie Mozart, an dessen Ende der Sieger zwar rufen konnte Gott(es Kind) ist tot und ICH, nur ICH bin sein Mörder", aber letztendlich doch angesichts der eigentlichen Niederlage verzweifelt, in ein phantastisches Kleid aus Musik (nicht irgendeiner, wir reden hier immerhin vom wohl größten Musikgenie aller Zeiten), farbenprächtigen Kostümen und Kulissen und einer ungewöhnlichen, aber genialen Erzählstruktur. Ich bin jetzt endlich soweit zu sagen: Amadeus ist einer der besten Filme aller Zeiten!

Schäm dich Flo, wegen dir muss ich wahrscheinlich bald noch einmal 33 lange Stufen hinunterstolpern und noch längere 33 Stufen wieder hinaufhumpeln, um mir unsere DVD der Zauberflöte zu holen. Aber wahrscheinlich, ach was, ganz sicher ist es die Sache am Ende wieder wert.


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Amadeus - Director's Cut - F. Murray AbrahamAmadeus - Director's Cut
F. Murray Abraham, Tom Hulce, Elizabeth Berridge

Videokassette, 26. September 2002
     Verkaufsrang: 4441     

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Das satirische Fingerspitzengefühl von Autor Peter Shaffer und Regisseur Milos Forman (Einer flog über das Kuckucksnest) passte bei dieser Filmfassung von Shaffers erfolgreichem Stück über die Rivalität zwischen zwei Komponisten am Hof des österreichischen Königs Joseph II - dem offiziellen Hofkomponisten Antonio Salieri (F. Murray Abraham) und dem jüngeren und besseren Wunderkind Wolfgang Amadeus Mozart (Tom Hulce) - perfekt zusammen. Die Situation ist ausgesprochen delikat: Salieri hasst insgeheim Mozarts rüde und flegelhafte Persönlichkeit, ist aber verblüfft über die Schönheit seiner Musik. Das ist der Kern von Salieris Qual - obwohl er sich in einer Position befindet, die ihm erlaubt, Mozarts Musik und Karriere sowohl anzuerkennen als auch zu fördern, ist er von Neid zerfressen und voller Unsicherheit gegenüber diesem Genie. Dass solch eine wunderbare Musik von so einer vulgären Kreatur geschrieben wird, hält Salieri für einen von Gottes schlechteren Scherzen und es macht ihn wahnsinnig. Amadeus kreiert einzigartige und bezaubernde Kontraste zwischen den perfekt wiedergegebenen historischen Details der verschwenderischen Ausstattung sowie dem schrillen (aber erfrischend humorvollen und lockeren) modernen Geist seiner Dialoge und Darstellungen.
All dies dient dazu, uns daran zu erinnern, dass wir es in erster Linie mit Menschen zu tun haben, bevor diese zu historischen und künstlerischen Figuren wurden. Jeffrey Jones, bekannt für seine Rolle als Schuldirektor in Ferris macht blau, ist besonders gut als stümperhafter Kaiser (er spricht wie ein moderner Geschäftsmann). Die acht Oscars wurden unter anderem für die Kategorien Beste Regie (Forman), Bester Schauspieler (Abraham, Hulce war ebenfalls nominiert), Bestes Drehbuch und Bester Film vergeben. -Jim Emerson


Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 56 Bewertungen)

Amadeus      5 von 5 Punkten
Auweh Flo, was hast du mir da bloß angetan. Deinetwegen musste ich mich, nachdem du meine Gedanken und mittlerweile eher spärlichen Erinnerungen an den Film aus den unscharfen Tiefen meines Gedächtnisses an die Oberfläche, mitten in mein Bewusstsein, gerufen hast, trotz Gipsfuß 33 Stufen ins Wohnzimmer runterhangeln und den Film (wäre da unten nicht vor kurzem umgeräumt worden, er hätte sicher ordentlich Staub angesetzt) aus dem Regal holen (von den qualvollen 33 Stufen hinauf auf einem Bein schweige ich lieber).
Aber eigentlich muss ich dir danken, lieber Flo. Denn wie ich schon in meinem Versuch einer provisorischen Kritik gesagt habe: Ich habe diesen Film wirklich lang, lange Zeit nicht gesehen, obwohl ich immer wieder kurz daran gedacht habe und ihn eigentlich immer in Griffweite hatte. Danke dir und deinem Thread und der Notwendigkeit, in diesen einige Zeilen zu schreiben, habe ich mich endlich aufgerafft und ihn angesehen, denn dieser Film verdient einen Versuch einer richtigen Kritik Tatsache ist: Während ich das hier schreibe sehe ich ihn mir gerade noch mal an. Der Film hat also auch in seiner zweiten Blüteperiode bei mir den gleichen Effekt: Mehrmaliges Ansehen hintereinander ist nicht nur NICHT ermüdend, sondern, im Gegenteil, erwünscht.
Aber jetzt mal alles der Reihe nach.

Zum einer Schande muss ich gestehen: Der Name Milos Forman war mir bis vor drei Tagen nicht geläufig. Das ist gleich aus drei Gründen bitter.
1. Ist das hier ein Filmforum und diese Unkenntnis beweist einmal mehr dass ich nicht gerade das bin, was man im Allgemeinen einen Filmexperten nennt.
2. Ich habe Einer flog über das Kuckucksnest bei mir im Regal stehen und halte ihn, wie könnte es auch anders sein, für einen genialen Film.
3. Bekräftigt sich nach dieser Erkenntnis immer mehr der Eindruck, dass dieser Mann wohl noch mehr als nur" diese zwei Meisterwerke gemacht hat. Wenn ich das doch früher gewusst hätte, ich könnte mich jetzt ein wenig mehr Filmexperte" nennen.
Na egal, wieder einen kleinen Schritt auf dem langen, steinigen Weg zum Olymp der wahren Filmkenner zurückgelegt.

Dieser Milos Forman jedenfalls hat seine zwei Oscars für die beste Regie völlig zu Recht gewonnen. Was die Erschaffung von Atmosphäre betrifft macht ihm wirklich kaum jemand etwas vor. Und die Atmosphäre ist eine der ganz großen Stärken von Amadeus.
Dabei hilft ihm natürlich auch die Tatsache, dass er mit Prag und Wien die best möglichen Drehorte ausgesucht hat (wobei natürlich Wien als Drehort auf der Hand lag, Prag für den Tschechen Milos eigentlich auch). Der Zauber dieser beiden wunderschönen Städte fängt einen schon in den ersten Minuten, als der schwer verletzte Salieri durch die Straßen der Wiener Altstadt in Richtung Sanatorium gekarrt wird, während gleichzeitig ein einem toll geschmückten Saal ein Ball stattfindet. Er lässt einen den ganzen Film über nicht mehr los, dafür bietet der Film einfach viel zu viel für das Auge: Opulente Saale, rauschende Feste, die herrliche Wiener Staatsoper, die Kostüme und die Opern selbst.
Vor allem zwei dieser Punkte verdienen besonderer Erwähnung:
Zum einen die fantastischen Kostüme, die Theodor Pistek für den Film gebastelt hat. Auch er hat seinen Oscar mehr als verdient, Mozart, Salieri und Constanze waren einfach perfekt gekleidet. Ihre Darsteller hätten sich vor ihren Figuren sicher nicht schämen müssen.
Zum anderen die Opern! Wieso können Opern nicht immer so aussehen? Gerade heutzutage, wo man doch alle technischen Möglichkeiten hat, werden einem moderne Operninszenierungen vorgesetzt dass einem das Grausen kommt (zumindest mir). Wieso fliegen heute keine schwarzen Todgestalten durch die Luft, wieso bricht heute kein Feuer auf der Bühne auf, wenn Don Giovanni sein Schicksal ereilt, wieso muss man sich heute mit lieblos gestalteten Bühnenbildern abgeben, die nicht einmal Kleinkinder heutzutage beeindruck. Mag sein, dass man früher nicht solche Feuerwerke auf die Bühne gezaubert hat wie im Film dargestellt, aber ich bin mir sicher, dass man heutzutage VIELE Opernaufführungen hat, über die man früher nur gelacht hätte. Meine Meinung nach sollte sich JEDER, der Opern für langweilig hält, diesen Film ansehen um zu sehen: So kann so was aussehen, wenn man sich Mühe gibt. Aber man will ja heutzutage kein Geld ausgeben, wo man doch auch genauso gut ins Kino gehen kann... naja, ich bin ja nicht besser, aber irgendwie ist es schon schade.

Was auch maßgeblich zur tollen Atmosphäre beiträgt ist der, wenn man es so nennen will, Soundtrack. Eigentlich ist es ja hauptsächlich eine Auswahl von Mozartwerken, aber Forman setzt sie wirklich genial ein. Eine meiner Lieblingsstellen ist zum Beispiel, als Mozart zur, wenn ich da richtig liege, Ouvertüre der Zauberflöte durch die Wohnung tanzt, bis die Musik, als er die Türe öffnet und in die Maske von Salieri starrt, urplötzlich umschlägt. Es ist zwar schade, dass man jetzt nicht wie sonst einen Howard Shore oder Elfman loben kann für die tolle Arbeit, die sie für einen Film geleistet haben, aber: Kann man sich denn einen besseren Filmkomponisten als Mozart wünschen? Eine Kritik an der Musik erübrigt sich dadurch jedenfalls und der Oscar für die Beste Tonmischung war wohl nur Formsache. ;-)

Die Oscars scheinen bisher also alle am rechten Fleck. Auch der für den besten Hauptdarsteller? Ich kann mich noch erinnern wie ich mich damals, als ich den Film das erste Mal sah, gefragt habe, warum denn der Darsteller des sympathischen, lustigen Mozart keinen Oscar bekommen hat, der des intriganten, unsympathischen Salieri aber schon. Erst jetzt ist mir aufgefallen, wie phänomenal F. Murray Abraham seine Rolle spielt. Eigentlich sind es ja gleich vier Rollen die er spielen muss:
- Die des alten, vom Wahnsinn umfächelte Salieri, der in der Irrenanstalt dahinvegetiert und bei einem Pfarrer seine Art der Beichte" ablegt
- Die des jüngeren Salieri, der wo er nur kann gegen Mozart intrigiert.
- Die des Erzählers, der teilweise auftritt als wäre es ein Interview.
- Die des Kommentators.

Vor allem die Rolle des Kommentators gefällt mir sehr gut, wenn er schwelgend aber gleichzeitig zerfressen von Eifersucht die Opern und die Musik von Mozart begleitet und erklärt, was diese Noten für ihn und für den Rest der Welt bedeuten. Diese Szenen, in denen er so verträumt Analyse betreibt, während sich im Hintergrund die Musik aufbaut (und dann, hoch darüber, eine Oboe..."), könnte ich mir wohl dutzende Male hintereinander ansehen, sie würden mich immer noch zum Lächeln bringen. Sie sind wohl auch einer der Gründe, warum ich, wann immer der Abspann von Amadeus über den Bildschirm flimmert, am liebsten noch einmal auf Play drücken würde.

Diese Szenen würden aber nicht halb so gut funktionieren, wäre die Synchronisation nicht eine der besten, die ich je gesehen, beziehungsweise gehört, habe. Einige der militanten Verfechter des O-Tons werden mich jetzt vielleicht belächeln, aber ich glaube, das ist so ein Film, der in einer anderen Sprache als der Muttersprache der Protagonisten" einfach nicht ganz so gut ist. Im englischen gibt es diesen herrlichen, dezenten wienerischen Akzent des Kaisers ebenso wenig wie den ausgeprägten Dialekt der Magd, die Salieri ins Haus der Mozarts schmuggelt. Ich habe heute trotzdem die englische Tonspur gewählt. Sie tut dem Film natürlich keinen Abbruch, ist auf ihre Weise auch sehr gelungen (vor allem das immer wieder auftauchende Italienisch), aber einige Sachen brachten mich immer wieder zum Schmunzeln, vor allem wenn vom Hörrn Kapällmeistär", von Hörr Mozrt, Wulfgäng oder Wulfi die Rede war.

Noch ein paar Worte zu den Schauspielern: Auch wenn Abraham den Oscar noch mehr verdient hat als sein Gegenüber, Hulce wäre ein genauso legitimer Oscargewinner gewesen. Beide spielen ihre Rollen perfekt. Wobei auch an den Rollen aller anderen Schauspieler, vom Nebendarsteller bis zum Komparsen, so gut wie nichts zu deuteln gibt. Darum lass ich's auch.

Was bleibt also, wenn man wirkliche Kritik an Amadeus üben will? Dass Die Zauberflöte" und Die Entführung aus dem Serail" im Film englisch gesungen werden hat mich zwar gestört, aber ein richtiger, großer Kritikpunkt ist das ja nicht.
Es bleibt wohl nur noch die, bei Filmen mit historischem Kern, obligatorische historische Ungenauigkeit. Und tatsächlich, würde man es darauf anlegen, man könnte den Film über Seiten hinweg deshalb in der Luft zerreißen. Mozart war gar nicht so viel jünger als Salieri, Mozart war in Wahrheit gar kein infantiler Bengel, der außer Unsinn und Alkohol nichts im Kopf hat, wenn er nicht gerade Musik macht, sondern ein hoch gebildeter Mann, sprach mehrere Sprachen, philosophierte in seinen Briefen über allerhand wichtige Themen und hatte sicher nichts gegen Späße und war auch sicher etwas exzentrisch. Salieri war auch kein Intriganter Neider, der Mozart verachtet hat und alles unternommen hat, damit ihm der Erfolg verwehrt bleibt... diese Liste könnte man noch lange fortführen. In meinen Augen ist das aber ein Unterfangen, das einfach unsinnig ist. Es ist doch recht unwahrscheinlich, dass es Formans Intention war, eine Biographie zu machen. Hätte er das gewollt hätte er sich sicher mehr an Fakten gehalten, für einen Meister wie ihn wäre es wohl keine große Kunst gewesen, auch ohne Abänderungen der Tatsachen einen tollen Film zu machen. Stattdessen baute er um die eher groben Vorgaben eine Handlung, die auch ohne Mozart, Wien und Salieri funktioniert hätte, mit Mozart, Wien und Salieri aber genial harmoniert. Dazu diese sehr ungewöhnliche Erzählstruktur, die nicht um den eigentlichen Protagonisten Mozart, sondern um dessen Gegenspieler Salieri aufgebaut ist.

Und so bleibt wirklich nur ein einziger, kleiner Kritikpunkt: Dieses Lachen! Dieses schrille, penetrante Lachen von Mozart. Das ist zwar sicher so gewollt, aber mir stehen dabei immer sämtliche Haare zu Berge.

Fazit: Forman kleidet den Kampf des ordentlichen, strengen und gottesfürchtigen Menschen Salieri gegen das berauschte, lustvolle und wirklich gottgesegnete Genie Mozart, an dessen Ende der Sieger zwar rufen konnte Gott(es Kind) ist tot und ICH, nur ICH bin sein Mörder", aber letztendlich doch angesichts der eigentlichen Niederlage verzweifelt, in ein phantastisches Kleid aus Musik (nicht irgendeiner, wir reden hier immerhin vom wohl größten Musikgenie aller Zeiten), farbenprächtigen Kostümen und Kulissen und einer ungewöhnlichen, aber genialen Erzählstruktur. Ich bin jetzt endlich soweit zu sagen: Amadeus ist einer der besten Filme aller Zeiten!

Schäm dich Flo, wegen dir muss ich wahrscheinlich bald noch einmal 33 lange Stufen hinunterstolpern und noch längere 33 Stufen wieder hinaufhumpeln, um mir unsere DVD der Zauberflöte zu holen. Aber wahrscheinlich, ach was, ganz sicher ist es die Sache am Ende wieder wert.


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Amadeus - Directors Cut (Collector's Box, 2 DVDs) - F. Murray AbrahamAmadeus - Directors Cut (Collector's Box, 2 DVDs)
F. Murray Abraham, Tom Hulce, Elizabeth Berridge

DVD, 20. März 2003
     Verkaufsrang: 51894     

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Das satirische Fingerspitzengefühl von Autor Peter Shaffer und Regisseur Milos Forman (Einer flog über das Kuckucksnest) passte bei dieser Filmfassung von Shaffers erfolgreichem Stück über die Rivalität zwischen zwei Komponisten am Hof des österreichischen Königs Joseph II. - dem offiziellen Hofkomponisten Antonio Salieri (F. Murray Abraham) und dem jüngeren und besseren Wunderkind Wolfgang Amadeus Mozart (Tom Hulce) - perfekt zusammen. Die Situation ist ausgesprochen delikat: Salieri hasst insgeheim Mozarts rüde und flegelhafte Persönlichkeit, ist aber verblüfft über die Schönheit seiner Musik. Das ist der Kern von Salieris Qual - obwohl er sich in einer Position befindet, die ihm erlaubt, Mozarts Musik und Karriere sowohl anzuerkennen als auch zu fördern, ist er von Neid zerfressen und voller Unsicherheit gegenüber diesem Genie. Dass solch eine wunderbare Musik von so einer vulgären Kreatur geschrieben wird, hält Salieri für einen von Gottes schlechteren Scherzen und es macht ihn wahnsinnig. Amadeus kreiert einzigartige und bezaubernde Kontraste zwischen den perfekt wiedergegebenen historischen Details der verschwenderischen Ausstattung sowie dem schrillen (aber erfrischend humorvollen und lockeren) modernen Geist seiner Dialoge und Darstellungen.
All dies dient dazu, uns daran zu erinnern, dass wir es in erster Linie mit Menschen zu tun haben, bevor diese zu historischen und künstlerischen Figuren wurden. Jeffrey Jones, bekannt für seine Rolle als Schuldirektor in Ferris macht blau, ist besonders gut als stümperhafter Kaiser (er spricht wie ein moderner Geschäftsmann). Die acht Oscars wurden unter anderem für die Kategorien Beste Regie (Forman), Bester Schauspieler (Abraham, Hulce war ebenfalls nominiert), Bestes Drehbuch und Bester Film vergeben. -Jim Emerson


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Ein Meisterwerk über ein meisterhaftes Genie!      5 von 5 Punkten
Amadeus" ist zweifellos eine der größten filmischen Biografien aller Zeiten. Nicht nur erfährt man viel aus dem Leben von Mozart, sondern auch viel von seinem größten Misgönner Salieri. Salieri hat immer hart für seinen Erfolg arbeiten müssen und legte vor Gott sogar ein Keuschheitsgelübte ab, damit dieser ihn mit seiner göttliche Muße küsst. Natürlich war er auch begabt und hat große Erfolge am kaiserlichen Hof gefeiert, doch gab es da einen, der noch erfolgreicher war wie er, der einfach ein musikalisches Genie ohne Vergleiche war: Mozart. Schon im Alter von 4 Jahren hat er komponiert und schon als Kind große Erfolge in Salzburg und schließlich auch Wien gefeiert. Er hatte einfach alles, was Salieri sich wünschte. Mozart entwickelte immer fertige Ideen in seinem Kopf, die er dann nur noch aufschreiben mußte. Seine Niederschriften waren stets makellos, nie mußte er sich korrigieren, immer stimmte einfach alles in seinen Kompositionen. Und in Salieris Ohren war das, was Mozart entwickelte, die Stimme Gottes selbst. Mozarts Musik war einfach perfekt. So wurde Mozart ein zusehens größerer Dorn in Salieris Augen und er begann damit, Gerüchter über Mozart zu verbreiten, die schließlich auch Wirkung zeigten und Mozart keine Aufträge mehr einbrachten. Aber selbst dann noch schuf Mozart ungehindert weiter seine göttlichen Werke und so mußte Salieri zu härten Maßnahmen greifen und entwickelte so langsam einen tödlichen Plan...
Ein Film, der uns nicht nur das Leben zweier großer Komponisten näher bringt, sondern uns auch aufzeigt, wie schwer das Leben als Komponist zu damaliger Zeit mitunter auch sein konnte. Das komplette Oper-Wesen wurde vom Kaiser bestimmt und er bestimmte auch, ob ein Stück Erfolg hatte oder nicht.
Wirklich ergreifend wird uns aufgezeigt, wie Mozart lebte, wie unfähig er war mit Geld umzugehen und wie er so ständig über seine Verhältnisse hinaus lebte. Er war von seinem Werk mehr als jeder andere überzeugt, hielt sich selbst für das größte Genie (das er ja auch war) und lehnte deshalb viele Aufträge ab, die nicht nach seinem Sinne standen. So mußte es langsam zu seinem Untergang kommen, der uns am Ende des Films in beeindruckender und vor allem bedrückender Art und Weise dargestellt wird. Das treibt einem schon die Gänsehaut auf die Haut.
Aber auch für Salieri entwickelt man eine gewisse Sympathie, oder wenigstens Verständnis. Ständig war er nur ein mittelmäßiger Komponist im Vergleich zu Mozart. Er arbeitete hart für seinen Erfolg während Mozart die Ideen förmlich nur zuflogen. Er machte viele Abstriche in seinem Leben, während Mozart keine Feier ausließ und sämtliche Frauen ohne weiteres rumkriegen konnte. Ich denke, Salieris Gefühle kann jeder nachvollziehen, denn wer kennt es nicht: man verrichtet eine wirklich gute Arbeit und dann kommt da jemand, der einen übertrifft und viel weniger Fleiß und Ehrgeiz dafür investiert hat als man selbst. Viele werden das Gefühl der Mittelmäßigkeit kennen oder zumindest das Gefühl, gelegentlich von jemanden übertroffen zu werden. Das macht uns Salieri verständlich und man muß diesen Mann einfach nur bemitleiden. Er war sicher auch ein ganz großer Komponist, doch stand er stets im Schatten Mozarts.
Beide Hauptdarsteller liefern eine unglaubliche Leistung ab und man hätte niemand besseres für diese Rollen wählen können. Der Film kommt total überzeugend rüber, die Kostüme sind einfach nur perfekt und man fühlt sich automatisch zeitlich zurückversetzt und nimmt direkt am Geschehen teil. Ein atemberaubender Film, den jeder einmal gesehen haben sollte - ob Fan klassischer Musik oder nicht. Dieser Film ist einfach ein Muß!

Edle Edition eines Meisterwerks      5 von 5 Punkten
Amadeus hat seine 8 Oskars zweifellos verdient, denn die Geschichte um Salieri, den Hofkomponisten des Kaisers, und dem jungen Emporkömmling Mozart ist spannend, farbenprächtig und hervorragend besetzt.
In dieser Box liegt der Film in einer 20 min erweiternden Fassung vor, die komplett neu synchronisiert wurde, sodass der Film endlich in guter Bild und Tonqualität vorliegt.
An Extras gibt es einen Audiokommentar, ein langes Making of und einen Trailer. In der Collector's Box liegt zudem laut Warner ein Senityp (Filmausschnitt), ein Booklett und der Soundtrack auf CD bei. Das macht die Box für Fans und Sammler zu einer lohnenswerten Anschaffung (allerding teuer).


National Lampoon's Animal House [UK IMPORT] - John BelushiNational Lampoon's Animal House [UK IMPORT]
John Belushi, Tim Matheson, John Vernon, Verna Bloom, Thomas Hulce

DVD, 4. Februar 2002
     Verkaufsrang: 66006     

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Ich glaub, mich tritt ein Pferd ist einer dieser Filme, die aus all den falschen Gründen gut ankommen - er ist abstoßend und geistig anspruchslos und besitzt einen primitiven Humor, für den wir uns alle viel zu schade sind. Verraten Sie also niemandem, dass Sie sich trotzdem halb totlachen können, wenn John Belushi in der Rolle des viehischen Bluto Wackelpudding schlabbert oder seine weniger aggressiven Mitstudenten terrorisiert.
Diese ordinäre Parodie des College-Lebens in den 60er-Jahren hat viele Nachahmer hervorgebracht, aber keiner konnte sich am lebhaften Talent oder an der Geschmacklosigkeit dieses riesigen Kassenschlagers messen. Dieser Film war der Erste in der National-Lampoon-Reihe und kam ursprünglich als National Lampoon's Animal House heraus. Achten Sie auf einen sehr jungen Kevin Bacon bei seinem ersten Leinwand-Auftritt. -Rochelle O'Gorman


Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)

Ganz großes Tennis      5 von 5 Punkten
Animal House ist im Grunde eine simple, aber äußerst lustige College-Komödie mit einigen jungen Darstellern, die erst durch spätere Arbeiten richtig populär wurden. Er handelt hauptsächlich von der Studentenverbindung Delta, einem Haufen durchgeknallter Individualisten, die in keiner anderen Verbindung unterkämen. Sehr unterschiedliche Persönlichkeiten, aber eine gute Gruppe. Famos unter anderem John Belushi, sein Charakter Bluto ist absolut gaga.
Delta ist dem Rektor natürlich ein Dorn im Rektum (Wortspiel von mir, ahaha), und sein Ziel ist es, die Verbindung komplett aufzulösen. Damit zieht er natürlich den Unmut des anarchistischen Haufens auf sich. Klarerweise eskaliert die komplette Handlung.

Vier Sterne dafür, dass der Film eine wunderschön sinnfreie College-Komödie ist, mit wirklich guten Darstellern und groben, aber effektiven Witzen. Wer sich für eher feingeistig hält oder die feine Kishon- oder Woody-Allen-Klinge des Humors mag, wird mit diesen Holzhammer-Späßen möglicherweise nicht viel anfangen können, aber wer sich keine Illusionen darüber macht, was ihn hier erwartet, wird nicht enttäuscht werden.

Den fünften Stern bekommt der Film für etwas, das ich nicht genau in Worte fassen kann. Er hat einfach das gewisse Etwas, das ihn zum Kultfilm macht. Ich hatte bei dem Film einerseits den Eindruck, das wilde, kreative Collegeleben der 70er wirklich zu erleben und verstehen zu können, andererseits drückte mich so etwas wie Wehmut, weil ich nicht dabei war. Die Atmosphäre hat etwas von *ungewisser Zukunft, aber wen kümmerts*, *unbändige Lebenslust*, *Wissen über die Vergänglichkeit des Augenblicks, aber völlige Verleugnung dessen*. Ich kann es nur mit solchen Schlagworten ausdrücken. Ich empfand es nicht als einfach überdrehte Beschreibung vom zügellosen Studentenleben, sondern als wertvollen Einblick, der nicht jedem gewährt wird und etwas Besonderes ist. Deshalb die Höchstnote von mir.


 Weitere Kundenmeinungen


Der Innere Kreis - Tom HulceDer Innere Kreis
Tom Hulce, Lolita Davidovich, Bob Hoskins

Videokassette, 1. Mai 1994
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Die Stalinzeit und deren Menschen      5 von 5 Punkten
Zum Inhalt dieses Films möchte ich nichts schreiben, da in den o.a. Kurzrezensionen eine ausreichende Inhaltsangabe steht. Da ich die Bewertung der Videowoche jedoch für ungerecht halte, hier meine Meinung zu diesem Film:
Dem Regisseur ist es durch das Drehen an Originalschauplätzen und die ausgezeichneten Akteure (allen voran Tom Hulce, der sich die Seele aus dem Leib spielt) die beklemmende, trostlose Atmosphäre der Stalinära zu beschreiben. Nichts wird beschönigt, obwohl Ivan ein glühender Verehrer Stalins war (den Mann gab es wirklich!). Seine Verblendung und das Leid der Russen unter dem ständig drohenden Verrat an den KGB wird von der ersten Minute an deutlich gemacht. Zum Schluss, als Ivan bereut, brechen die Dämme und man kann eigentlich nicht anders als mit den Protagonisten mitzuweinen.
Resümee: Dieser Film sollte Pflichtfilm im Geschichtsunterricht in der Oberstufe sein! Dabei unterhält er aber auch glänzend.


Mary Shelley's Frankenstein [UK IMPORT] - Robert De NiroMary Shelley's Frankenstein [UK IMPORT]
Robert De Niro, Kenneth Branagh, Tom Hulce, Helena Bonham-Carter, Aidan Quinn

DVD, 8. März 2004
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Henry V., sein Debüt als Kinoregisseur, hat Kenneth Branagh kurzfristig zum Liebling der Kritik gemacht, doch alle seine späteren Filme stießen meist nur noch auf Skepsis und oft sogar Ablehnung. Am härtesten hat es dabei Mary Shelley's Frankenstein, seine Adaption des klassischen Schauerromans, getroffen. Die Ruhelosigkeit der Inszenierung, die ständig herum wirbelnde und fliegende Kamera und das Expressive und Wilde von Branaghs Spiel als Victor Frankenstein haben dem Film den Vorwurf der Selbstgefälligkeit und Lächerlichkeit eingetragen, dabei sind sie im Rahmen von Branaghs Konzept völlig zwingend.
Den Verweis auf Mary Shelley im Titel sollte man weniger als Zeichen der Authentizität verstehen als einen Hinweis auf die Zeit und die Ideenwelt, in der der Roman entstanden ist. Hier wie auch in seiner Hamlet-Verfilmung lässt Branagh den Geist der Romantik wiederaufleben. Die überbordende Energie, die Hast und auch die Anmaßung, mit der er seinen Frankenstein zu einem menschlichen Gott, also tatsächlich zu einem modernen Prometheus stilisiert, sind Teil dieser Epoche des Aufbruchs im frühen 19. Jahrhundert.
Dementsprechend rückt er anders als alle früheren Verfilmungen des Romans den Schöpfer Frankenstein ins Zentrum und nicht das von ihm geschaffene, geschundene Monster, das hier von Robert De Niro in seinem typischen Stil als Seelenverwandter all seiner gehetzten Killerfiguren verkörpert wird. Ein reizvoller Kontrast entsteht so zwischen dem berserkerhaften Spiel Branaghs und seiner introvertierten Art, die sich nur in gelegentlichen Ausbrüchen entlädt.
Der Mensch kann zum Gott werden, scheint Branagh uns hier wie vor fast 200 Jahren schon die Romantiker zu sagen, doch der Preis dafür ist ungeheuer. Zusammen ergeben Mary Shelley's Frankenstein und Hamlet das größte romantische Kunstwerk des 20. Jahrhunderts. -Sascha Westphal


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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 22 Bewertungen)

Kenneth Branagh = ein großartiger Schauspieler!      5 von 5 Punkten
Ich halte Kenneth Branagh für einen großartigen Schauspieler. Er hat mich schon bei den Shakespeare-Verfilmungen so begeistert. Und in Frankenstein hat er als Frankenstein in seiner Rolle geglänzt. Die Gefühle, die Frankenstein überflutet haben, hatte er supergut rübergebracht. Ich kann den Film nur jedem empfehlen. Durch Branagh ist er zu einem Goldstück unter den Filmen geworden. Sein schauspielerisches Talent hatte er meisterhaft zum Ausdruck gebracht. Daher bekommt dieser Film auch von mir 5 Sterne!


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Slam Dance [UK IMPORT] - Harry Dean StantonSlam Dance [UK IMPORT]
Harry Dean Stanton, Virginia Madsen, Tom Hulce, Mary Elizabeth Mastrantonio

DVD, 15. Januar 2007

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Echo Park [UK IMPORT] - Susan DeyEcho Park [UK IMPORT]
Susan Dey, Tom Hulce, Michael Bowen

DVD, 7. Februar 2005

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Amadeus - Director's Cut [Verleihversion] - F. Murray AbrahamAmadeus - Director's Cut [Verleihversion]
F. Murray Abraham, Tom Hulce, Milos Forman

Videokassette, 1. Januar 2002

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The Hunchback Of Notre Dame 2 - The Secret Of The Bell [UK IMPORT] - Jason AlexanderThe Hunchback Of Notre Dame 2 - The Secret Of The Bell [UK IMPORT]
Jason Alexander, Jennifer Love Hewitt, Tom Hulce, Charles Kimbrough, Kevin Kline

DVD, 20. Mai 2002

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Steve Martin Collection - Housesitter/Parenthood/Roxanne [UK IMPORT] - Steve MartinSteve Martin Collection - Housesitter/Parenthood/Roxanne [UK IMPORT]
Steve Martin, Daryl Hannah, Dianne Wiest, Keanu Reeves, Tom Hulce

DVD, 4. Juni 2007

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