DVDs: Victoria Hamilton

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Victoria & Albert - Eine Liebe im Schatten der Macht - Victoria HamiltonVictoria & Albert - Eine Liebe im Schatten der Macht
Victoria Hamilton, Jonathan Firth, James Callis

DVD, 30. Juni 2006
     Verkaufsrang: 32955      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Splendid Victoria & Albert (2 DVDs/Ustinovs letzte Rolle), USK/FSK: oA VÃ-Datum: 30.06.06

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Toller Film - leider heftig gekürzt!      3 von 5 Punkten
Alles, was die anderen Rezensenten an positiven Dingen über diesen Film geschrieben haben, kann ich nur bestätigen. Alle Beteiligten waren kompetent und mit dem Herzen dabei.
Ärgerlich ist nur, dass der deutsche Anbieter den Film gekürzt hat. Die englische Originalfassung ist rund 45 min länger. Wer sich also für die vollständige Fassung interessiert und einigermaßen Englisch versteht [die Darsteller sprechen allesamt sehr deutlich, und untertitelt ist die DVD auch], der sollte sich lieber für die Import DVD aus UK entscheiden. Es lohnt sich!
Fazit: Der Film selbst hat 5 Sterne verdient - 2 Sterne ziehe ich wegen der Kürzung ab.

Schluchz, wie schööön!      5 von 5 Punkten
Ich muß gestehen, den einzigen anderen Film, der mir bekannt ist und der sich mit diesem Thema beschäftigt, ist "Mädchenjahre einer Königin" mit Romy Schneider. Aber da dieser Film ja der Vorläufer der "Sissi"-Trilogie ist, dürfte auch klar sein, in welchem Niveau wir uns hier bewegen...
Nicht so bei "Victoria&Albert"! Auf die kitschige Rahmenhandlung (die alte Victoria erinnert sich an ihre Jugend) hätte man getrost verzichten können, davon einmal abgesehen entspinnt sich bei "Victoria&Albert" eine wunderschöne Liebesgeschichte, die so ganz ohne Pathos zwar nicht auskommt, aber dennoch nicht auf die Kitschdrüse drückt.
"Victoria&Albert" ist eine BBC-Verfilmung und jeder, der bereits einige BBC-Verfilmungen gesehen hat, wird zugeben müssen, daß diese einen ganz eigenen Stil haben, allein was Ausstattung und Farbgebung angeht. Tatsächlich trifft man hier auch auf einige "alte Bekannte", zum Beispiel Crispin Bonham-Carter, den Mr Bingley aus "Pride&Prejudice".
Die Schauspieler, besonders die Hauptdarsteller Victoria Hamilton und Jonathan Firth (der kleine Bruder von "Mr Darcy" Colin), spielen überzeugend und vermögen es, ihre Charaktere von der Jugend bis ins hohe Erwachsenenalter rollendeckend darzustellen. Vor allem Jonathan Firths Wandlung vom unzufriedenen Prinzgemahl zum gleichberechtigen Partner Victorias wirkt hier sehr glaubhaft.
Ohne historisches Vorwissen ist "Victoria&Albert" ein schöner Liebesfilm, eine filmische Biographie über das Leben und Wirken Queen Victorias darf man aber nicht erwarten. Die Handlung beschränkt sich allein auf das Privatleben der beiden Hauptfiguren, politische Faktoren bleiben weitestgehend außen vor.
Schade, daß dieser Film erst 6 Jahre nach seiner Entstehung auf DVD erscheint, sehenswert ist er allemal!


Victoria And Albert [UK IMPORT] - Victoria HamiltonVictoria And Albert [UK IMPORT]
Victoria Hamilton, Jonathan Firth, Diana Rigg, Nigel Hawthorne, Peter Ustinov

DVD, 5. August 2002
     Verkaufsrang: 54322      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Großartiges biopic!      5 von 5 Punkten
Nachdem ich "Victoria&Albert" bislang nur in der um ganze 45 (!!!!) Minuten gekürzten deutschen Fassung kannte, habe ich mir wegen eben besagter 45 Minuten die DVD noch einmal als UK-Import zugelegt.
Warum werden die deutschen Fassungen dieser großartigen period dramas (vgl. auch "Pride&Prejudice", "North&South" und weitere ähnliche Titel mit einem "&" drin ;-)) eigentlich immer so drastisch gekürzt? Zu viel Sex, Crime und Gewalt, die man deutschen Zuschauern nicht zumuten will? Eher unwahrscheinlich...
"Victoria&Albert" erzählt die (Liebes)Geschichte der berühmten englischen Königin und ihres Prinzgemahls, eine Geschichte, wie ich sie bislang nur aus "Mädchenjahre einer Königin" mit Romy Schneider kannte. Aber (und dies kann man den Briten nie hoch genug anrechnen) den süßen Schmalz der 50er Jahre wird man hier vergebens suchen, sicherlich gibt es auch hier Szenen, die den einen oder anderen Zuschauer zu Tränen rühren werden ("Marry first, fall in love later."), aber der große Kitsch wurde größtenteils umschifft. Der Film beschränkt sich fast ausschließlich auf das Privatleben seiner Protagonisten, eine (politische) Biographie des viktorianischen Zeitalters sollte man also nicht erwarten.
Die Darstellerriege ist exzellent und weist einige große Namen (Peter Ustinov, Diana Rigg) auf, besonders brillieren aber Victoria Hamilton als Victoria und Jonathan Firth als Albert. Nicht nur, daß beide Hauptdarsteller ziemlich glaubhaft altern, sie wachsen auch im Verlauf des Films immer mehr und füllen ihre Rollen somit mit Leben, so hätte es wirklich im Königshaus sein können. Ist Victoria zu Beginn des Films noch ein junger Backfisch (um mal dieses altmodische Wort zu benutzen), der in seinen Wesenszügen jener Victoria aus dem Romy-Schneider-Film sehr ähnlich ist, so wächst sie im Laufe des Films zu einer zwar königlichen, aber auch sehr menschlichen Frau heran. Und auch Albert, der erst lernen muß, seine Frau zu lieben und seine Rolle am Londoner Hof zu akzeptieren, wächst im Laufe des Filmes immer mehr vom unzufriedenen Prinzgemahl zum gleichberechtigten Partner an der Seite seiner Frau, der Königin, heran. Beiden Schauspielern, Firth wie Hamilton, gelingen dabei immer wieder Szenen, die unter die Haut gehen und wenn Queen Victoria an die Tür ihres Mannes klopft und dieser sie nicht hinein lässt oder wenn Albert am Ende auf dem Sterbebett liegt, dann erzeugt das im einfachsten Fall eine Gänsehaut, im "schlimmsten" Fall jedoch den Griff zum Taschentuch.
"Victoria&Albert" ist ein großartiges biopic, das vor allem durch die stetige Entwicklung seiner Charaktere überzeugt. Dies lässt die Personen glaubhaft wirken und handeln, so daß man sich mal wieder fragt, warum dies in der deutschen Fassung nur gekürzt zu sehen ist. *hmpf*
Das Making-Of ist ganz nett und mitunter auch ziemlich launig inszeniert, der Rest des Bonusmaterials fällt leider nicht sonderlich ins Gewicht.
Dennoch: wer diesen Film in seiner ganzen Pracht sehen will und auf eine deutsche Tonspur verzichten kann, sollte sich diesen UK-Import zulegen. Die DVD enthält zwar leider keine englischen Untertitel, das gesprochene Englisch ist jedoch sehr klar und deutlich zu verstehen (was man vom ab und an eingestreuten Deutsch nicht immer behaupten kann, aber Schwamm drüber!).
Dieser Film ist nicht nur für period drama-Fans ein Muss, sondern auch für alle Geschichtsinteressierten.
Absoluter Kauftip!

Liebe im englischen Königshaus      5 von 5 Punkten
England im Jahre 1837. Prinzessin Victoria wird vor ihrer Volljährigkeit von ihrer Mutter stark bevormundet und manipuliert. König Wilhelm IV, der sich deswegen mit Victorias Mutter im Dauerstreit befindet, wünscht aber ihre häufigere Anwesenheit bei Hof. Als er stirbt, besteigt die erst 18-jährige Victoria den Thron von England. Als dickköpfige, und mit einem hitzigen Temperament ausgestattete junge Königin widersetzt sich mit immer größerem Erfolg den Manipulationsversuchen ihrer Mutter. Mit Unterstütztung von Premierminister Lord Melbourne tritt sie ja wirklich ein schweres Amt an. Kurz nach ihrer Krönung verliebt sich die junge Königin Victoria in den deutschen Prinzen Albert von Sachsen-Coburg und Gotha und sie heiraten. Anfangs sieht Albert die Eheschließung mit Victoria als Karriereschritt an. Auch muss er bald feststellen, dass er sich seinen Platz im königlichen Haushalt erst erobern muss. Er braucht viel Zeit und Geduld. Seine große Hilfe in dieser schwierigen Anfangszeit ist der Berater der Familie von Sachsen-Coburg, Baron Christian Friedrich von Stockmar. Langsam wächst auch die Liebe im Herzen Alberts. Einige Kinder werden geboren. Die Liebe der beiden geht durch Hochs und Tiefs aber sie wird immer stärker. Albert bringt Victoria dazu sich mit ihrer Mutter zu versöhnen. Leidenschaftliche und tiefe Liebe wird bei diesem hohen Ehepaar sichtbar.
1851 organisiert und arrangiert Albert unter enormen Zeitaufwand und persönlichem Einsatz die Weltausstellung und wird daraufhin von der Königin bei der Eröffnungsrede hoch gelobt.
Der älteste Sohn und Thronfolger Eduard VII vernachlässigt sein Studium und wird erst ,wachgerüttelt' als sein Vater sehr krank wird.....

Eine reale Geschichte, die hier sehr einfühlsam und in toller Ausstattung gezeigt wird. Der Film ist eine Produktion aus den USA und Großbritannien und bestückt mit vielen hervorragenden und namhaften Schauspielern. Allen voran ein sehr gut aussehender und super spielender Jonathan Firth (Bruder von Colin Firth - das Talent scheint in der Familie zu liegen!!) und Victoria Hamilton (die ich schon in den beiden großartigen Verfilmungen von Jane Austins Romanen ,Stolz und Vorurteil' und ,Verführung' gesehen habe) als Königin Victoria!
Sir Peter Ustinov spielt, glänzend wie immer, den alten König Wilhelm IV, Diana Rigg (Emma Peel aus ,Schirm, Charme und Melone ;)!) stellt die Beraterin und mütterliche Freundin von Königin Victoria, Baroness Lehzen dar, Nigel Hawthorne spiel Lord William Lamb, David Suchet ( der beste Hercule Poirot aller Zeiten!!) spielt ganz einmalig den Berater der Familie von Sachsen-Coburg, Baron Christian Friedrich von Stockmar und Jonathan Pryce spielt den Onkel der Königin, König von Belgien, Leopold I.

Ich war wirklich begeistert von diesem herrlichen Film, seiner Ausstattung, seinen Schauspielern, den einmalig schönen Kostümen und der wundervoll ausgearbeiteten Geschichte. Der Film dauert 225 Minuten und ist ein Genuss vom Anfang bis zum Ende! Es gibt davon auch eine deutschsprachige Version, aber die wurde (wie immer und ich ärgere mich jedes Mal darüber!!!) um 45!!!!! Minuten gekürzt! Wer halbwegs gut Englisch spricht, kann sich ohne weiteres an diese UNGEKÜRZTE englische Version herantrauen. Auch das Bonusmaterial ist sehr nett und informativ! Wieder eine englische Produktion erster Güte!! Eine absolute Kaufempfehlung!



Geschichte schön verpackt      5 von 5 Punkten
5 Sterne (oder 5 Herzen?) gebe ich für diesen Film, da ich ich von Anfang bis Ende sehr informativ und vor allem, sehr interessant fand. Die Geschichte ist wunderschön in romantische Szenen und Dialoge verpackt. Ob sich dies auch so in Wirklichkeit zugetragen hat, ist wiederum eine andere Sache. Ich selbst habe mich vorher nicht so sehr für das englische Königshaus im 19.Jahrhundert interssesiert, doch dieser Film bringt einem die Sachlage interessant rüber. Ich empfehle diesen Film jeden, der an schönen Liebsgeschichten seine Freude hat (da kommt bei diesem Film keineswegs zu kurz!) und sich gleichzeitig für Geschichte, wenn auch nur ein wenig, interessiert und jedem, der gern ein bißchen Dramatik in einem Film sieht. Es ist eigentlich was für jeden dabei, der sich nicht nur streng an eine Kategorie Film klammert. 5 Sterne zurecht!

Britisch-deutsche Beziehung im 19. Jhd.      4 von 5 Punkten
Tja, da ist es wieder! Das immer wieder aufflackernde Talent der Briten ein historisches Thema in einen wirklich guten (Kostüm-)Film zu verpacken. Langsam fange ich an, die Briten um dieses Talent zu beneiden (s. Pride & Prejudice, etc. pp.)... Die Besetzungsliste bedarf wohl auch keines weiteren Kommentares (Victoria Hamilton, Sir Peter Ustinov, Jonathan Pryce, Diana Rigg, David Suchet, Nigel Hawthorne...) . Bis auf den einen: Prinz Albert wird gespielt von Jonathan Firth - dem jüngeren Bruder von Colin Firth (die Damen werden sich erinnern: Mr. Darcy aus Pride & Prejudice, 1995, und Bridget Jones, 2001). Da scheinen sehr dominante Gene in der Familie zu sein...
Es geht um die hinlänglich bekannte (Ehe-)Geschichte der Königin Victoria von England und ihren über alles geliebten Ehemann Albert von Sachsen-Coburg-Gotha - vom ersten Kennenlernen über die Heirat bis zu Alberts frühem Tod. Allerdings ist das nicht alles. Der Film erzählt auch die Geschichte einer jungen Frau, die mit zarten 18 Jahren die Regentschaft über das damals mächtigste Land der Welt übernehmen muß. Von vielen in ihrer Umgebung anfangs falsch oder auch einfach nur viel zu konservativ beraten, gelingt es ihr dennoch (später dann mit Hilfe ihres Mannes) zu einer allseits geachteten und respektierten modernen Königin zu werden.
Bis auf ein paar kleinere Patzer (das Modell des Kristallpalastes zur Weltausstellung ist aus damals sicherlich noch unbekanntem Plastik; das Deutsch, was zwischendurch gesprochen wird, ist eher nicht als solches zu erkennen) ist es eine absolut sehenswerte Umsetzung der Geschichte der Königin Victoria (fokussiert natürlich auf ihre Beziehung zu ihrem Mann).
Die DVD selbst ist eher mickerig in der Ausstattung (z. B. kein schriftlicher Kapitelindex, das auf der DVD angepriesene Bonusmaterial ist sehr dürftig). Bei dem Preis hätte man etwas mehr erwarten dürfen. Dafür eigentlich 1,5 Sterne Abzug.
Fazit: Victoria & Albert ist etwas für alle: Historie als Liebesgeschichte verpackt oder andersherum eine historische Liebesgeschichte.


Victoria And Albert [UK IMPORT] - Victoria HamiltonVictoria And Albert [UK IMPORT]
Victoria Hamilton, Jonathan Firth, Diana Rigg, Nigel Hawthorne, Peter Ustinov

Videokassette, 5. August 2002
     Verkaufsrang: 22709     

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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Wunderbare neue Verfilmung des Lebens von Queen Victoria!      5 von 5 Punkten
Ich hätte nicht erwartet,noch einmal solch eine herrliche Filmbiographie über Königin Victoria und ihren Prinzgemahl Albert zu sehen!Die völlig wahrheitsgetreue Darstellung des Lebens dieses zu den großen des 19.Jahrhunderts zählenden Liebes- paares hat mir außerordentlich gut gefallen!Schon allein die große Ähnlichkeit der Schauspieler mit den dargestellten Personen war frappierend:Bis auf ihre Nase gab Victoria Hamilton ("Persuasion", "Mansfield Park") die perfekte Königin Victoria ab.Bei Jonathan Firth ("Middlemarch","Wuthering Heights")hätte man meinen können, es existierten frühe Filmaufnahmen von Prinz Albert.Die Kinder des Königspaares schienen aus dem berühmten Winterhalter-Gemälde herausgesprungen zu sein. Weitere Darsteller:Als die bekanntesten wären zu nennen:Nigel Hawthorne ("The Madness of King George","Twelth Night")als Lord Melbourne,Sir Pe- ter Ustinov als William IV..Kleidung,Frisuren und Bauten (der Kristallpalast!) waren ungemein wahr- heitsgetreu nachgebildet.Alles in allem zeigt die- se BBC-Verfilmung eine romantische und rührende Liebesgeschichte. Interessierten würde ich weitere Filme über Queen Victoria empfehlen: "Victoria the Great",1937, "Sixty Glorious Years",1938,"Mädchenjahre einer Königin"(mit Romy Schneider),1954,und "Mrs.Brown", 1997.


Mansfield Park [UK IMPORT] - Embeth DavidtzMansfield Park [UK IMPORT]
Embeth Davidtz, Hugh Bonneville, Victoria Hamilton, Jonny Lee Miller, Alessandro Nivola

DVD, 15. Juni 2006
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Als kanadische Regisseurin, mit dem Ruf smarte Filme mit einem großen Budget überzeugend handeln zu können, hatte Patricia Rozema ihren ersten Hit mit dem schrulligen I've Heard The Mermaids Singing. Die Heldin aus Mermaids, ein Mäuschen in einem Haifischbecken aus Galeristen, zeigt, was in ihr steckt, als sie ihren Mentor hinter sich lässt, der auf ihre Kosten groß geworden ist. Auf ähnliche Weise gelingt es der mittellosen Fanny Price (Frances O'Connor) in Mansfield Park, nach Jane Austens gleichnamigem, stark autobiografisch gefärbten Roman, mit den Bertrams auf einem schicken ländlichen Gutshof zu leben, wo herzlose, klassenbewusste Beziehungen vorherrschen. Nach einigen grausamen Rückschlägen, schafft es Fanny, kraft ihres literarischen Talents und ihrer moralischen Integrität, die Schwierigkeiten zu meistern und ihr Leben zu lieben.
Anders als die Filmemacher, die Austens geldbetonte Welt in Licht und Leichtigkeit zu hüllen pflegen, stösst Rozema unsere Nase unnachgiebig auf die Tatsache, dass der Reichtum der Bertrams von dem Blut und dem Schweiß weit entfernter Sklaven getränkt ist. Und sie sieht auch nicht über die schmutzigen Slums hinweg, denen Fannys Mutter entstammt und die auch Fanny selbst drohen, sollte sie sich weigern, den hübschen, aber hohlen Glücksjäger (Allesandro Nivola) zu heiraten, den Sir Thomas Bertram für sie auserwählt hat.
Der Dramatiker Harold Pinter spielt den Patriarchen von Mansfield Park sehr überzeugend: Zu großer Freundlichkeit fähig, aber hart wie Stein, wenn sein aristokratischer Wille in Frage gestellt wird. Embeth Davidtz (mit wundervoll verführerischer Verve als Mary, die amoralische Schwester von Fannys Freier, zu sehen) und O'Connor ähneln sich in ihrem Verhalten, weil sie sich beide in einer Männerwelt bewegen, in der sie gleichermaßen Sex und/oder Klugheit einsetzen müssen, um zu überleben. Rozema liefert in diesem unterhaltsamen Film, der ungefähr 1806 spielt, eine authentische Austen ab und zeigt eine Protofeministin mit Grips und Charme. -Kathleen Murphy


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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 61 Bewertungen)

Wunderbare Jane Austen Adaption      5 von 5 Punkten
Es ist richtig. Fanny Price ist im Roman unterwürfig und schüchtern. Was soll sie auch machen? Sie ist komplett von ihren Verwandten abhängig. Wer meint, dass diese Eigenschaften die im Film der Romanfigur hinzugefügte, an der jungen Jane Austen orientierte, rebellische Seite ausschliessen, dem empfehle ich die Lektüre von Virginia Woolfs "Engel im Haus". Oder wie steht es mit der frühen Feministin Hedwig Dohm (1831 - 1919), deren brillante Polemiken nicht wirklich darauf schließen lassen, dass sie privat schüchtern war und die direkte Auseinandersetzung scheute. Warum sollte also Fanny Price nicht dem Papier anvertraut haben -im Film in den Briefen an ihre Schwester Susi, in der sie im Roman bei einem Aufenthalt in Portsmouth eine Verbündete findet- , was sie sich nicht direkt zu äußern wagte. Fanny Price macht im Roman durchaus eine Entwicklung durch und wird darin von ihrem Cousin Edmund unterstützt. Interessant ist auch, dass die Regisseurin ausführt, was im Roman nur an einer Stelle erwähnt und danach nicht mehr aufgegriffen wird, nämlich Fannys Interesse an dem Thema Sklavenhandel. Übrigens glaubt die Erzählerin im Roman Henry Crawford seine Gefühle für Fanny ("sie war die einzige Frau, die er mit dem Herzen und dem Verstand und dem Verstand geliebt hatte")und vertritt durchaus die Meinung, er hätte bei Fanny einen Sinneswandel bewirken können, wenn er es sich nicht durch die Affaire mit Maria selbst verbaut hätte. Warum also sollte man ihn in seinem Werben um Fanny nicht etwas sympathischer darstellen? Ein Schicksal wie das Marias ist heute schwer vorstellbar, wenn die Familie nicht gerade einen religiösen, fundamentalistischen Hintergrund hat. Sicherlich hat sie sich freiwillig für diese Ehe entschieden. Aber um es mit Brecht zu sagen: Wer A sagt, muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch gewesen ist." Das war damals kaum möglich. An einer Figur wie Mary Crawford ist jedoch zu ersehen, dass es andere, von der Erzählerin nicht gebilligte Auffassungen, gegeben haben muss. Der Crawford-Darsteller Alessandro Nivella sagt im Interview sehr richtig, dass Henry und Mary Crawford in ihren freieren Auffassungen zu Liebe und Sexualität der Geschichte ein progressives Element hinzufügen. Es ist im Roman nicht so, dass Mr Bertram Fanny die Pistole auf den Brust setzt, sich zwischen Crawford und Portsmouth zu entscheiden. Der Vorschlag eines Besuchs bei Fannys Familie kam von einer anderen Person, ich glaube von Edmund, dessen Motivation sicherlich nicht im Zusammenhang mit der Ablehnung des Heiratsantrags stand. Was jedoch zutrifft, ist dass Mr Bertram sehr bereitwillig zustimmt, weil er sich ausrechnet, ein Aufenthalt in Portsmouth könne eine Verbindung mit Crawford in einem attraktiveren Licht erscheinen lassen. Alles in allem, eine wunderbare Literaturverfilmung, die ich mir bestimmt immer wieder gerne ansehen möchte, auch wenn sie in vielem von der Vorlage abweicht.


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