DVDs: Constantin von Jascheroff

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Leroy - Alain MorelLeroy
Alain Morel, Anna Hausburg, Constantin von Jascheroff

DVD, 28. März 2008
     Verkaufsrang: 8613      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 11,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Warner Home Leroy, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 28.03.08

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Witziger, gut gemachter deutscher Film mit ernstem Hintergrund      4 von 5 Punkten
Der 17jährige Leroy lebt in Berlin, ist schwarz und hat einen Afro, ist aber "trotzdem" Deutscher, auch wenn man es ihm nicht auf den ersten Blick ansieht. Als die hübsche Eva ihn endlich erhört, steht er vor einem großen Problem: Seine Angebetete hat fünf Brüder, allesamt glatzköpfe Neonazies mit Springerstiefeln und einem Hund namens Goebbels, die sich Leroy am liebsten vorknöpfen würden. Und so versucht Leroy mithilfe seines besten Freundes, dem stolzen Halbgriechen Dimitrios, die Nazis von einer friedlichen Lösung zu überzeugen...

Das eigentlich überaus ernste Thema wird hier in einer absolut witzigen Liebeskomödie umgesetzt. Einige lustige Szenen und innovative Dialoge sorgen für Lacher. Die Besetzung ist sehr gut gelungen; der Film lohnt sich allein schon wegen dem smarten Hauptdarsteller Alain Morel als Leroy, Constantin von Jascheroff (Bruder von GZSZ-Darsteller Felix von Jascheroff alias John) als dessen Freund Dimitrios und einem Kurzauftritt von Rapper Afrob. Ein politisch unkorrekter Film, der in keine Schublade passt und durch seine frech-spritzige Art besticht; trotz eines unrealistisch-positiven Schlusses.

Sehr zu empfehlen ist auch der gelungene Soundtrack: Im Film sind jede Menge Soul- und HipHop-Größen der deutschen Musikszene zu hören, u.a. geben sich Clueso, Jan Delay, Afrob, Seeed, Denyo und Blumentopf die Ehre.



 Weitere Kundenmeinungen


Jagdhunde - Constantin von JascheroffJagdhunde
Constantin von Jascheroff, Josef Hader, Sven Lehmann

DVD, 24. Juli 2008
     Verkaufsrang: 10320      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 18,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Aki Kaurismäki in Brandenburg      4 von 5 Punkten
Irgendwo in Brandenburg. Der melancholische Henrik (Josef Hader) bringt seinen Sohn Lars (Constantin von Jascheroff) zum Bahnhof, weil er keinen Wert darauf legt, seine seit zwei Monaten in Berlin lebende Noch-Ehefrau (Ulrike Krumbiegel) an Weihnachten zu sehen. Doch Lars lernt die taubstumme Marie (sehr bemerkenswert: Luise Berndt) kennen und stört Henriks neues Glück mit Lars' Tante Jana (Judith Engel). Nachdem Maries Vater (Sven Lehmann) Lars' Jagdhund erschießt, und plötzlich Lars' Mutter samt jugendlichem Liebhaber auftaucht, steht einem beklemmenden Weihnachtsfest nichts mehr im Wege.

Der Film entwickelt seine Stimmung über die Tristesse karger Landschaften und die Kraft der Sprachlosigkeit. Weihnachten kommt spät, ist aber nicht das Haupthema des Films. Es geht mehr um vier verlorene Menschen der mittleren Generation. Dafür gibt es eine handvoll anrührender, tragikomischer Szenen und einen kurzen Dialog am Weihnachts-Dinner-Tisch, der mit seinen wenigen knackigen Sätzen an Fiesheit kaum zu überbieten ist.

"Jagdhunde" ist eine nette, kleine Hommage an die Tristesse. Ein wenig, als hätte sich der finnische Regisseur Aki Kaurismäki zur Weihnachtszeit nach Brandenburg verirrt.


Falscher Bekenner - Constantin von JascheroffFalscher Bekenner
Constantin von Jascheroff, Manfred Zapatka, Victoria Trauttmansdorff

DVD, 16. März 2007
     Verkaufsrang: 27765      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,99 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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FALSCHER BEKENNER

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Alles Fassade.      3 von 5 Punkten
Armin hat die Schule erfolgreich abgeschlossen. Aber er hat noch keine Lehrstelle. Artig folgt er den Anweisungen seiner Mutter und schreibt jeden Tag eine Bewerbung. Es kommt auch zu Vorstellungsgesprächen. Doch die Personalchefs bekommen von Armin nicht das zu hören, was sie erwarten. Vollgepackt mit guten Ratschlägen, aber ohne Lehrstelle kehrt er dann müde nach Hause zurück.

Die Tristesse in Armin's Alltag wird durchbrochen als er den Schauplatz eines tödlichen Autounfalls betritt. Noch hat keiner das Ereignis bemerkt und Armin inspiziert in aller Ruhe den Ort. Zum Schluss nimmt ein Teil des Fahrzeugs mit. In den nächsten Tagen erscheint der Unfall in der Presse. Armin meldet sich schriftlich und anonym. Er erklärt der Verursacher des Unfalls zu sein. Die Polizei nimmt das Schreiben ernst, doch die Laborergebnisse entkräften Armin's Schreiben. Dann geht Armin einen Schritt weiter und bringt das mitgenommene Fahrzeugteil zu einer Polizeistation. Armin wird verhaftet.

Der Film erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der erfolglos im Fluss des Lebens dahintreibt. Er beobachtet sehr genau und scheint klüger, als seine Umwelt ihn wahrnimmt. Der Wunsch wahrgenommen zu werden, führt zu der fatalen Idee ein Täter ohne eigene Tat zu werden. Ein feiner Film mit Tiefgang.


Hervorragend inszenierte Charakterstudie eines Richtungslosen      4 von 5 Punkten
Irre ich mich, oder konnten deutsche Filmemacher vor Mitte der 90er Jahre nicht auf erzählende Bilder vertrauen - zumindest das Gros? Wäre ein stilles Werk wie dieses vor zwanzig, geschweige denn dreißig Jahren denkbar gewesen? Unmöglich. Spätestens seit der Jahrtausendwende entstehen auch Filme made in Germany, die man nicht etwa nur "okay" finden kann, sondern die weit über dem liegen, was selbst amerikanische "Independents" (die schon lange nicht mehr unabhängig sind) kaum schaffen und die Franzosen schon eher. Die Schublade "Berliner Schule" ist ziemlich geräumig, auch wenn sie eine journalistische Erfindung ist. Dieser Film nun also ist eine hervorragende Charakterstudie eines Adoleszenten, der im Grunde kein pädagogisch zu heilendes Problem hätte. Ein Loner aus eigenem Willen, der seine Eltern insgeheim für spießig hält (sind sie wohl auch, aber das sind praktisch alle Eltern irgendwann), mit homosexuellen Begegnungen kokettiert, keine Richtung findet, ohne dass das jetzt gleich in einen "Gewaltakt münden" muss - wie so viele Filme dieser Art, mittlerweile eine arg verschlissene Konvention. Er tut gar nicht viel, und fügt seinem Leben eine entscheidende Wendung zu, als er sich zu einem Verbrechen bekennt, das er nie begangen hat. Natürlich ist auch dieser Film eine hervorragend beobachtete Einsamkeitsstudie, und der Hauptdarsteller ist genial gecastet. In Deutschland scheint es zahlreiche schauspielerische Talente zu geben, die einfach nur entdeckt werden müssen. Aber auch Manfred Zapatka gelingt eine differenzierte Vaterfigur. Die Vorstellungsgespräche und Tests, die der falsche Bekenner stoisch und gelangweilt ertagen muss, könnte man komödiantisch nennen, wenn sie sich nicht andauernd in mittelständischen Betrieben GENAU SO abspielen würden. Es gibt zwar zwei Szenen, die mir unnötig erscheinen (die einbrechenden Motorradtypen in Lederkluft, unterlegt mit den nervigen Dixie Chicks und die Heulszene in gekrümmter Bodenhaltung zwischen Stühlen nach der Beerdigung), aber das schmälert den Gesamteindruck gar nicht. Die letzte Einstellung zeigt ein enigmatisch lächelndes Gesicht hinter der Scheibe eines Polizeiautos. Da ich kurze Zeit danach das Meisterwerk "Requiem", den durchaus relevanten "Schläfer" sowie "Gespenster" gesehen habe, hat mir endgültig bestätigt, dass der deutsche Film international geworden ist und mehr als ein Zeitdokument bundesdeutscher Befindlichkeit und Marotten. Endlich!


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