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| DVDs: Emil Jannings | Kundenmeinungen Kurzbeschreibungen Inhaltsangaben | |
Faust - Silent [UK IMPORT] Emil Jannings, Camilla Horn, Yvette Guilbert, Wilhelm Dieterle, Gosta Ekman DVD, 21. Januar 2002 Verkaufsrang: 23432
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Goethe zerfleddert, Kamera entfesselt, Zuschauer gebannt 5 von 5 Punkten In gewisser Weise sind Kamerafahrten beinahe so alt wie das Kino selbst... meistens aber blieben die Filme starre Theaterkopien und eine Kamerafahrt als bestimmendes, wahrhaft filmisches Mittel war undenkbar. Von daher ist Murnaus erstmals 1924 in "Der letzte Mann" entfesselte Kamera eine unglaubliche Neuerung der Filmsprache. Gerade in und nach diesem Werk wurde die Kamera so wild geführt wie kaum jemals wieder - im letzten Mann scheinen sie schon beinahe der reine Selbstzweck zu sein (wobei dahinter natürlich auch eine anrührende Geschichte vom sozialen Abstieg steht), in "Faust" kommen sie etwas gedämpfter daher und wirken weit integrierter... statt bloßer Spielerei werden sie hier gar durch die Handlung erfordert, stellenweise lassen sich Form und Inhalt hier nicht mehr trennen. Etwa dann, wenn Gretchens Schrei den grübelnden Faust wieder zu sich ruft und dabei meilenweite Wege zurücklegt - wie anders als durch eine Kamerafahrt über die opulenten Modell-Landstriche hätte Murnau dieses Bild inszenieren können?
Andere Male wird aber auch hier die Geschichte auf die Kamerafahrten hingebogen: Etwa dann, wenn Faust und Mephistopheles (übrigens ein blendend aufgelegter Emil Jannings) auf dem Mantel durch die Lüfte gleiten - neben der personifizierten, die Stadt in ihren Klauen haltenden Pest sicherlich das berühmteste Bild des Films.
Munrau hielt sich bei seiner Inszenierung überwiegend an die Gretchen-Geschichte und fügte ein paar Freiheiten hinzu - das haben ihm viele (gerade die Deutschen) ein wenig übel genommen und als Goethe-Verfilmung mag der Film auf inhaltlicher Ebene sicherlich kein Glücksgriff sein, aber als formal furioses Stummfilmwerk aus Kinodeutschlands fruchtbarster Zeit ist es ein Meilenstein.
"Faust" ist zudem das letzte Werk, das Murnau (eigentlich F. W. Plumpe) in Deutschland inszeniert hat: In den USA folgten das großartige Meisterwerk "Sunrise" und noch drei weitere Filme, deren letzter "Tabu" war. Ursprünglich sollte Flaherty ("Nanook of the North") beteiligt sein, aber Differenzen zwischen seinem und Murnaus Konzept, das Südseeleben zu schildern führten zu seinem Abspringen vom Projekt. Sicherlich ist das ziemlich süßliche Werk eher eine paradiesische Flucht vor dem Börsencrash als ein realistischer Spielfilm; Murnau, der bei den Dreharbeiten selbst angeblich ein Tabu gebrochen hatte starb bald darauf - vermutlich war es jedoch kein böser Fluch sondern vielmehr Unaufmerksamkeit beim Autofahren, als er gemeinsam mit seinem viel jüngeren, am Steuer sitzenden Liebhaber - dem er Kenneth Anger zufolge während der Fahrt einen geblasen haben soll - verunglückte (Was für ein Tod!) Die Grabrede hielt u. a. Fritz Lang.
Unter den Nazis fand Murnau kaum größere Beachtung in Deutschland, aber spätestens seit Eric Rohmers "Faust"-Protokoll (und überhaupt das Interesse einiger Vertreter der nouvelle vague) war Murnau auch hier wieder ein Thema.
Phänomenaler Bilderrausch 4 von 5 Punkten Wer Goethes "Faust" erwartet, der möge Goethes "Faust" lesen! Das Meisterwerk unseres großen Dichters ist letztlich nicht verfilmbar. Zu dominant die hohe Sprachkunst! Auch alle Opernkomponisten, die sich an dieses Werk gewagt haben, sind an ihm gescheitert. Ein Richard Wagner hat es wohlweislich erst gar nicht versucht! Wer allerdings ein Werk erleben möchte, dass filmtechnisch wie auch filmästhetisch den höchsten Stand seiner Zeit (1926) repräsentiert (fast parallel wurde "Metropolis" gedreht, im selben Studio!), der ist bei diesem grandiosen Film F. W. Murnaus bestens aufgehoben. Filme nannte man früher auch "Lichtspiele" und Kinos entsprechend "Lichtspielhaus/ oder -theater". Eben dies demonstriert der Film auf eindrucksvolle Weise: Eine Wette zwischen dem Erzengel (Licht) und Mephisto (Schatten) um Faustens Seele lässt den Kampf von Gut und Böse entbrennen. Abwechselnd treiben heller Tag und Finsternis die Handlung voran; düster umhüllt Mephistos riesiger Mantel das frohe Treiben in dem kleinen, altdeutschen Städtchen, kalt weht der Pesthauch durch die engen Gassen. Verzweiflung ob des Massensterbens treibt Faust in Mephistos Arme, dessen Pakt er mit Blut unterschreibt. Die Verjüngung, die Mephisto Faust zuteil werden lässt, bindet diesen nun ewig an die finstre Seite der Welt. Erlösung wird ihm erst durch Gretchens aufopfernde Liebe zuteil. Motive aus der volkstümlichen "Historia von Dr. Faustus", dem Faust-Drama von Christopher Marlowe und eben Goethes Weltenspiel durchziehen diesen einzigartigen Film, dessen filmtechnische Effekte bis heute verblüffen: die Beschwörung Mephistos durch Faust bei Mondenschein, der Flug auf dem Mantel, der Tod von Gretchens Kind im eisigen Grab, Fausts gemeinsames Sterben mit Gretchen auf dem Scheiterhaufen. Anstelle der berühmten amerikanischen Schauspielerin Lillian Gish, die ursprünglich als Gretchen vorgesehen war, erleben wir eine bezaubernde Camilla Horn in dieser Rolle, die Murnau während der Dreharbeiten zu seinem "Tartüff" (1925) kennengelernt hatte. Mephisto wird verkörpert von dem damaligen deutschen Filmstar Emil Jannings, dessen Interpretation allerdings etwas unheimlicher und dämonischer hätte ausfallen können. Gösta Ekman spielt sowohl den alten wie auch den verjüngten Faust. Wirklich großartig ist die von Timothy Brock komponierte und unter seiner Leitung vom Olympia Chamber Orchestra eingespielte Musik, die Anklänge an Wagner und Beethoven nicht verleugnen kann - was ja nicht das schlimmste ist. Bild- und Tonqualität auf dieser DVD sind absolut zufriedenstellend. Ein fundierter Audiokommentar rundet das Filmerlebnis entsprechend ab. Nur vier Sterne aus dem Grund, dass es ansonsten keinerlei Bonusmaterial zu diesem herausragenden Film gibt.
Gelungenes Meisterwerk eines talentierten Regisseurs 5 von 5 Punkten „Faust“(1926) gehört nach „Nosferatu“(1922) zum zweiten großen Höhepunkt der Karriere Friedrich Wilhelm Murnaus und ist zudem auch der letzte von Murnau in Deutschland gedrehte Film, bevor er nach Hollywood ging. Murnau gehörte zu einem der wenigen Regisseure, die es schafften die Einflüsse des Expressionismus, der Literatur, der Malerei und des Theaters dieser Zeit in ihren Filmen zu verarbeiten und dennoch ihre Filme durch einen eigenen Stil zu prägen. So zeichnet sich „Faust“ beispielsweise durch ein brillantes Spiel mit Licht und Schatten aus. Eine düstere Atmosphäre wird auch durch den geschickten Einsatz von Rauch und Nebel aber auch durch den Einsatz von Feuer erzeugt. Zur Handlung: Die Geschichte spielt im Mittelalter und stellt eindrücklich den metaphysischen Kampf zwischen Gut und Böse dar: Der Film beginnt mit der Wette zwischen einem Erzengel und dem Teufel. Der Teufel (Mephisto) wettet, dass jeder Mensch, der durch ihn beeinflusst wird, sich von Gott abwendet. Als Mensch suchen sie sich den alten Wissenschaftler und Alchimisten Faust aus. Als die Pest ausbricht und Faust es nicht schafft ein Gegenmittel zu entwickeln und darüber fast verzweifelt, bietet ihm Mephisto seine Hilfe an. Da Faust zunächst ablehnt macht Mephisto ihm den Vorschlag sich vorerst nur einen Probetag lang auf ihn einzulassen. Faust nimmt an und die Pest verschwindet. Als der Teufel ihm ewige Jugend anbietet kann Faust nicht wiederstehen und geht den Pakt mit dem Teufel ein. Er beginnt sich aber schnell zu langweilen, bis er Gretchen trifft und sie sich in einander verlieben... Als Vorlage für das Drehbuch diente weitgehend die Bühnentragödie „Faust“ von J.W. von Goethe. Um aber deutlich zu machen, dass der Film auch auf ältere Quellen zurückgreift gab Murnau ihm den Titel: „Faust – Eine deutsche Volkssage“ Der Film ist nach seiner Restauration in einem – für sein alter (Premiere 14. Oktober 1926) – brillanten Zustand. Auch die musikalische Untermalung des Films ist absolut passend. Der einzige Nachteil ist, dass der deutsche Text durch englische Texttafeln ersetzt wurde, was der Handlung allerdings keinen Abbruch tut, da der englische Text sehr leicht verständlich ist. |
Der zerbrochene Krug Emil Jannings, Angela Salloker, Paul Dahlke DVD, 1. August 2005 Verkaufsrang: 13860 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Universum Film Der zerbrochene Krug, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 01.08.05
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Pflichtprogramm für die Deutschstunde! 5 von 5 Punkten Diese wunderbare Verfilmung des hinreißend komischen Stücks von Heinrich von Kleist gehört in jede Sammlung, die sich mit wichtigen Klassikern schmücken will. Im dritten Reich verboten, konnte dieser Film erst danach wieder gezeigt werden und wurde - nicht zuletzt durch das bravuröse Spiel Emil Jannings als Dorfrichter Adam - zu einem grandiosen Erfolg.
Übrigens war Jannings der einzige deutsche Schauspieler, der jemals einen Oscar als Darsteller erhielt!
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Der alte und der junge König Emil Jannings, Werner Hinz, Claus Clausen DVD, 25. August 2006 Verkaufsrang: 30925 Kinowelt Der alte und der junge König, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 25.08.06
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Sehenswert ! 5 von 5 Punkten ich finde den Film klasse; die Schauspieler bringen den uralten Konflikt zwischen den Generation sehr anschaulich rüber. Wer in diesem Film nationalsozialistische Propaganda sieht, ist gewiss falsch. |
Der blaue Engel Emil Jannings, Kurt Gerron, Marlene Dietrich, Hans Albers DVD, 26. November 2001 Verkaufsrang: 14212 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der blaue Engel basiert auf dem 1904 geschriebenen Roman Professor Unrat von Heinrich Mann. Er war die erste Zusammenarbeit zwischen Regisseur Josef von Sternberg und Marlene Dietrich. Dieser Film, ein Meisterwerk des deutschen Kinos der Weimarer Zeit, katapultierte eine laszive und ungehemmte Marlene Dietrich vor ein ahnungsloses internationales Publikum. Sie spielt die Rolle der Lola, die den gehemmten Professor Immanuel Rath (Emil Jannings, unangefochtener König der expressionistischen Schauspieler) jede Nacht im Nachtclub Blauer Engel in die totale Unterwürfigkeit lockt. Nachdem er eine Nacht mit ihr verbracht hat, wird er in Schimpf und Schande von der Universität gejagt. Lola überredet ihn, sie zu heiraten - nicht zuletzt, weil sie es auf seine Ersparnisse abgesehen hat. Nach einer entwürdigenden Zeit im Blauen Engel verlässt er Lola und stirbt. Der blaue Engel beschreibt die Stimmung von Masochismus und Entartung in der Weimarer Republik kurz vor der Machtergreifung Hitlers. Trotzdem basiert die moralische Verwirrung Jannings auf seiner eigenen Qual und seinem eigenen Unvermögen. Marlene Dietrich ist lediglich als Personifizierung seiner geheimsten Begehren zu begreifen, wenn sie in Zylinder, Seidenstrümpfen und bloßen Oberschenkeln auf der Bühne steht und "Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt" singt. -Ursula Steingaß
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Death disguised as love 5 von 5 Punkten I have owned and watched several versions of this film. I even have the film script. I would say that the Kino two DVD versions is the best presentation so far. I watched both the English and German versions I find the story depressing but the telling of it and the acting fascinating.
A real added plus is the commentary by German Film Historian Werner Sedendorf. He brought up information directly relating to the film at the time it was relevant. Then he left some berating room so you could absorb and experience the information. To many commentaries turn into soap-box discussions or rill in slow times with useful information that however is irrelevant to the film at the time. The film has so much hidden death and lost culture that after the commentary you will have to watch it again.
The English version is not really entirely English. Enough English is presented that the German in-between is clear enough to follow the story. However the German version is spoken clear without mumbling and lacks any slang that would force the casual follower to rush for a dictionary.
The basic story is as Federico Garcia Lorca describes in his play, "The butterfly's Evil Spell", death in disguise of love. Prof. Immanuel Rath (Emil Jannings), a person afraid of life, starts out to save his students, who want to embrace life, from a fate worse than death. In the process he meats an entertainer, Lola Lola (Marlene Dietrich). She inadvertently is the instrument of the Professors downfall from grace.
The magic of the film is more in the telling of the story through acting, sound, and symbolism than the story its self.
The Ufa Story: A History of Germany's Greatest Film Company 1918-1945
Blue Angel, The (Class. Film Scripts S)
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Faust - Silent [UK IMPORT] Emil Jannings, Camilla Horn, Yvette Guilbert, Wilhelm Dieterle, Gosta Ekman DVD, 19. Juni 2006 Verkaufsrang: 26394 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Goethe zerfleddert, Kamera entfesselt, Zuschauer gebannt 5 von 5 Punkten In gewisser Weise sind Kamerafahrten beinahe so alt wie das Kino selbst... meistens aber blieben die Filme starre Theaterkopien und eine Kamerafahrt als bestimmendes, wahrhaft filmisches Mittel war undenkbar. Von daher ist Murnaus erstmals 1924 in "Der letzte Mann" entfesselte Kamera eine unglaubliche Neuerung der Filmsprache. Gerade in und nach diesem Werk wurde die Kamera so wild geführt wie kaum jemals wieder - im letzten Mann scheinen sie schon beinahe der reine Selbstzweck zu sein (wobei dahinter natürlich auch eine anrührende Geschichte vom sozialen Abstieg steht), in "Faust" kommen sie etwas gedämpfter daher und wirken weit integrierter... statt bloßer Spielerei werden sie hier gar durch die Handlung erfordert, stellenweise lassen sich Form und Inhalt hier nicht mehr trennen. Etwa dann, wenn Gretchens Schrei den grübelnden Faust wieder zu sich ruft und dabei meilenweite Wege zurücklegt - wie anders als durch eine Kamerafahrt über die opulenten Modell-Landstriche hätte Murnau dieses Bild inszenieren können?
Andere Male wird aber auch hier die Geschichte auf die Kamerafahrten hingebogen: Etwa dann, wenn Faust und Mephistopheles (übrigens ein blendend aufgelegter Emil Jannings) auf dem Mantel durch die Lüfte gleiten - neben der personifizierten, die Stadt in ihren Klauen haltenden Pest sicherlich das berühmteste Bild des Films.
Munrau hielt sich bei seiner Inszenierung überwiegend an die Gretchen-Geschichte und fügte ein paar Freiheiten hinzu - das haben ihm viele (gerade die Deutschen) ein wenig übel genommen und als Goethe-Verfilmung mag der Film auf inhaltlicher Ebene sicherlich kein Glücksgriff sein, aber als formal furioses Stummfilmwerk aus Kinodeutschlands fruchtbarster Zeit ist es ein Meilenstein.
"Faust" ist zudem das letzte Werk, das Murnau (eigentlich F. W. Plumpe) in Deutschland inszeniert hat: In den USA folgten das großartige Meisterwerk "Sunrise" und noch drei weitere Filme, deren letzter "Tabu" war. Ursprünglich sollte Flaherty ("Nanook of the North") beteiligt sein, aber Differenzen zwischen seinem und Murnaus Konzept, das Südseeleben zu schildern führten zu seinem Abspringen vom Projekt. Sicherlich ist das ziemlich süßliche Werk eher eine paradiesische Flucht vor dem Börsencrash als ein realistischer Spielfilm; Murnau, der bei den Dreharbeiten selbst angeblich ein Tabu gebrochen hatte starb bald darauf - vermutlich war es jedoch kein böser Fluch sondern vielmehr Unaufmerksamkeit beim Autofahren, als er gemeinsam mit seinem viel jüngeren, am Steuer sitzenden Liebhaber - dem er Kenneth Anger zufolge während der Fahrt einen geblasen haben soll - verunglückte (Was für ein Tod!) Die Grabrede hielt u. a. Fritz Lang.
Unter den Nazis fand Murnau kaum größere Beachtung in Deutschland, aber spätestens seit Eric Rohmers "Faust"-Protokoll (und überhaupt das Interesse einiger Vertreter der nouvelle vague) war Murnau auch hier wieder ein Thema.
Phänomenaler Bilderrausch 4 von 5 Punkten Wer Goethes "Faust" erwartet, der möge Goethes "Faust" lesen! Das Meisterwerk unseres großen Dichters ist letztlich nicht verfilmbar. Zu dominant die hohe Sprachkunst! Auch alle Opernkomponisten, die sich an dieses Werk gewagt haben, sind an ihm gescheitert. Ein Richard Wagner hat es wohlweislich erst gar nicht versucht! Wer allerdings ein Werk erleben möchte, dass filmtechnisch wie auch filmästhetisch den höchsten Stand seiner Zeit (1926) repräsentiert (fast parallel wurde "Metropolis" gedreht, im selben Studio!), der ist bei diesem grandiosen Film F. W. Murnaus bestens aufgehoben. Filme nannte man früher auch "Lichtspiele" und Kinos entsprechend "Lichtspielhaus/ oder -theater". Eben dies demonstriert der Film auf eindrucksvolle Weise: Eine Wette zwischen dem Erzengel (Licht) und Mephisto (Schatten) um Faustens Seele lässt den Kampf von Gut und Böse entbrennen. Abwechselnd treiben heller Tag und Finsternis die Handlung voran; düster umhüllt Mephistos riesiger Mantel das frohe Treiben in dem kleinen, altdeutschen Städtchen, kalt weht der Pesthauch durch die engen Gassen. Verzweiflung ob des Massensterbens treibt Faust in Mephistos Arme, dessen Pakt er mit Blut unterschreibt. Die Verjüngung, die Mephisto Faust zuteil werden lässt, bindet diesen nun ewig an die finstre Seite der Welt. Erlösung wird ihm erst durch Gretchens aufopfernde Liebe zuteil. Motive aus der volkstümlichen "Historia von Dr. Faustus", dem Faust-Drama von Christopher Marlowe und eben Goethes Weltenspiel durchziehen diesen einzigartigen Film, dessen filmtechnische Effekte bis heute verblüffen: die Beschwörung Mephistos durch Faust bei Mondenschein, der Flug auf dem Mantel, der Tod von Gretchens Kind im eisigen Grab, Fausts gemeinsames Sterben mit Gretchen auf dem Scheiterhaufen. Anstelle der berühmten amerikanischen Schauspielerin Lillian Gish, die ursprünglich als Gretchen vorgesehen war, erleben wir eine bezaubernde Camilla Horn in dieser Rolle, die Murnau während der Dreharbeiten zu seinem "Tartüff" (1925) kennengelernt hatte. Mephisto wird verkörpert von dem damaligen deutschen Filmstar Emil Jannings, dessen Interpretation allerdings etwas unheimlicher und dämonischer hätte ausfallen können. Gösta Ekman spielt sowohl den alten wie auch den verjüngten Faust. Wirklich großartig ist die von Timothy Brock komponierte und unter seiner Leitung vom Olympia Chamber Orchestra eingespielte Musik, die Anklänge an Wagner und Beethoven nicht verleugnen kann - was ja nicht das schlimmste ist. Bild- und Tonqualität auf dieser DVD sind absolut zufriedenstellend. Ein fundierter Audiokommentar rundet das Filmerlebnis entsprechend ab. Nur vier Sterne aus dem Grund, dass es ansonsten keinerlei Bonusmaterial zu diesem herausragenden Film gibt.
Gelungenes Meisterwerk eines talentierten Regisseurs 5 von 5 Punkten „Faust“(1926) gehört nach „Nosferatu“(1922) zum zweiten großen Höhepunkt der Karriere Friedrich Wilhelm Murnaus und ist zudem auch der letzte von Murnau in Deutschland gedrehte Film, bevor er nach Hollywood ging. Murnau gehörte zu einem der wenigen Regisseure, die es schafften die Einflüsse des Expressionismus, der Literatur, der Malerei und des Theaters dieser Zeit in ihren Filmen zu verarbeiten und dennoch ihre Filme durch einen eigenen Stil zu prägen. So zeichnet sich „Faust“ beispielsweise durch ein brillantes Spiel mit Licht und Schatten aus. Eine düstere Atmosphäre wird auch durch den geschickten Einsatz von Rauch und Nebel aber auch durch den Einsatz von Feuer erzeugt. Zur Handlung: Die Geschichte spielt im Mittelalter und stellt eindrücklich den metaphysischen Kampf zwischen Gut und Böse dar: Der Film beginnt mit der Wette zwischen einem Erzengel und dem Teufel. Der Teufel (Mephisto) wettet, dass jeder Mensch, der durch ihn beeinflusst wird, sich von Gott abwendet. Als Mensch suchen sie sich den alten Wissenschaftler und Alchimisten Faust aus. Als die Pest ausbricht und Faust es nicht schafft ein Gegenmittel zu entwickeln und darüber fast verzweifelt, bietet ihm Mephisto seine Hilfe an. Da Faust zunächst ablehnt macht Mephisto ihm den Vorschlag sich vorerst nur einen Probetag lang auf ihn einzulassen. Faust nimmt an und die Pest verschwindet. Als der Teufel ihm ewige Jugend anbietet kann Faust nicht wiederstehen und geht den Pakt mit dem Teufel ein. Er beginnt sich aber schnell zu langweilen, bis er Gretchen trifft und sie sich in einander verlieben... Als Vorlage für das Drehbuch diente weitgehend die Bühnentragödie „Faust“ von J.W. von Goethe. Um aber deutlich zu machen, dass der Film auch auf ältere Quellen zurückgreift gab Murnau ihm den Titel: „Faust – Eine deutsche Volkssage“ Der Film ist nach seiner Restauration in einem – für sein alter (Premiere 14. Oktober 1926) – brillanten Zustand. Auch die musikalische Untermalung des Films ist absolut passend. Der einzige Nachteil ist, dass der deutsche Text durch englische Texttafeln ersetzt wurde, was der Handlung allerdings keinen Abbruch tut, da der englische Text sehr leicht verständlich ist. |
Der zerbrochene Krug Emil Jannings, Angela Salloker, Paul Dahlke Videokassette Verkaufsrang: 1161
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Pflichtprogramm für die Deutschstunde! 5 von 5 Punkten Diese wunderbare Verfilmung des hinreißend komischen Stücks von Heinrich von Kleist gehört in jede Sammlung, die sich mit wichtigen Klassikern schmücken will. Im dritten Reich verboten, konnte dieser Film erst danach wieder gezeigt werden und wurde - nicht zuletzt durch das bravuröse Spiel Emil Jannings als Dorfrichter Adam - zu einem grandiosen Erfolg.
Übrigens war Jannings der einzige deutsche Schauspieler, der jemals einen Oscar als Darsteller erhielt!
Amüsanter Lustspiel-Klassiker auf solider DVD 4 von 5 Punkten Heinrich von Kleists "Der zerbrochene Krug" handelt von einem im Grunde ziemlich bösartigen Vorfall, erzählt ihn aber als Lustspiel. Die deutsche Verfilmung von 1937 mit Emil Jannings in der Rolle des korrupten, aber wenig intelligenten Richters Adam setzt das Stück textgetreu um und ist durchgehend überzeugend besetzt.
Die DVD von "Universum Film" verzichtet auf jegliche Extras, was verwunderlich ist. Gerade zu diesem Film hätte man eine ganze Reihe von Zusatzinformationen (Biographie von Kleist, Infos über "Der zerbrochene Krug", Biographien der wichtigsten Darsteller etc.) wenigstens in Form von Texttafeln bieten können. Müsste man für die DVD tatsächlich den empfohlenen Verkaufspreis von 19,99 Euro bezahlen, hätte ich sie als überteuert kritisiert. Immerhin: Der Film selbst präsentiert sich in sauber restauriertem Bild und Ton, was ja das Wichtigste ist. Unterm Strich also eine gelungene, wenn auch mager ausgestattete DVD, bei der Liebhaber ohne Sorge zugreifen können.
Ein Klassiker 5 von 5 Punkten Ein Klassiker, den man nicht nur in der Schule gelesen haben sollte / hat, sondern den man auch als Film gesehen haben muss. Ich habe selten einen Film gesehen, der so kurzweilig ist, da er die Zuschauer wahrlich von Szene zu Szene treibt. Die schauspielerischen Leistungen suchen bei aktuellen Akteuren ihresgleichen. Das Geld ist nicht hinausgeschmissen.
Fast einmalig! 5 von 5 Punkten Kaum jemand anderes als Emil Jannings, von dem Carl Zuckmayer einmal geschrieben hat "Ich liebe die alte Sau", hätte die Rolle des Dorfrichter Adam wohl besser spielen können. Auch die anderen Schauspieler, der junge Paul Dahlke als ungestümer Ruprecht, Lina Carstens als die erboste Witwe Rull, Max Gülstorff als der listige Gerichtsschreiber Licht, Elisabeth Flickenschildt als Mume Brigitte und so weiter, waren erstklassig besetzt.
Ok,es gibt aber bessers 4 von 5 Punkten Der Film "Der zerbrochene Krug" ist nicht schlecht auch die Schauspielerische Besetzung von Emil Jannigs oder Elisabeth Flickenschild ist sehr gut.Aber das Thema ist ein bisschen langweilig und auch das Bild könnte besser sein. |
Der letzte Mann Emil Jannings, Max Hiller, Emilie Kurz DVD, 9. Februar 2004 Verkaufsrang: 13465 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden F.W. Murnaus Stummfilmklassiker von 1924 ist ein Meilenstein (nicht nur) der deutschen Filmgeschichte. Emil Jannings, der für Murnau zwei Jahre später auch den Mephisto in Faust. Eine deutsche Volkssage gab, brilliert hier als alternder Hotelportier eines Grandhotels, dessen ganzer Stolz seine prächtige Uniform ist. Als er zum Toilettenmann degradiert wird, versucht er um jeden Preis für seine Familie und die Nachbarschaft den Schein zu wahren. Schließlich stiehlt er sogar die Uniform, an der seine ganze Selbstachtung hängt und die ihn in seinem Viertel zu einem angesehenen Mann macht. Als der Schwindel auffliegt, bricht seine ganze Welt zusammen. Murnaus bittere Parabel über die übertriebene Bedeutung von Uniformen und den sozialen Abstieg eines gebrochenen Mannes ist ein filmisches Meisterwerk. Er verzichtete fast völlig auf den Einsatz von Zwischentiteln, die in Stummfilmen gewöhnlich die Dialoge ersetzten. Seine Bilder, grandios inszeniert, sind ein perfektes Beispiel für die visuelle Sprache des Kinos, die ohne Worte auskommt. Auch der Einsatz der "entfesselten Kamera" schrieb Filmgeschichte: Murnau und sein Kameramann Karl Freund (Metropolis) realisierten erste Kamerafahrten und bewegten sie frei im Raum. Die ausgefeilte Set-Architektur und das Design des Films sorgten für ebenso großes Aufsehen wie der Star des Films, Emil Jannings (Der blaue Engel), der auch in den USA Karriere machte. Er war 1929 der Erste, der für die Filme Der letzte Befehl und Der Weg allen Fleisches als bester Hauptdarsteller mit dem Oscar geehrt wurde. Auf seinen Wunsch hin beschloss Murnau (Nosferatu. Eine Symphonie des Grauens) den Film entgegen seiner ursprünglichen Absicht mit einem Happyend. -Birgit Schwenger
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Visuell intelligent inszenierter Stummfilmklassiker 4 von 5 Punkten In seiner (nahezu) komplett ohne Zwischentitel inszenierten Gesellschaftssatire erzählt Murnau mit Hilfe Karl Freunds "entfesselter Kamera" in visuell sehr intelligent inszenierten Bildern die Geschichte eines alten obersten Hotelpoitiers, dessen prächtige Uniform ihn in seinem eher ärmlichen Wohnhaus zu einem angesehenen Mann macht. Als er von dem jungen Hotelführer aufgrund eines dummen Zufalls wegen Altersschwäche zum Kloputzer degradiert wird, stiehlt er sich das liebgewonnene Stück Stoff, um zuhause nicht das Gesicht zu verlieren. Doch der Schwindel fliegt schnell auf: Schnell verbreitet sich die Neuigkeit in den Hinterhöfen, der Spott ist groß. Als er am Tiefpunkt des sozialen Abstiegs angekommen ist, nimmt sich der Autor des Films, der sich im einzigen Zwischentitel zu Wort meldet, seiner an und gewährt dem alten Mann ein Happy End, wie es im Buche steht. Mit dieser Veröffentlichung hat Transit Film mal wieder absolut beste Arbeit geleistet. Wie auch schon bei der herausragenden Veröffentlichung von Metropolis (kürzlich als beste Special Edition DVD 2003 ausgezeichnet!) hat man hier den Film sorgfältig restauriert und ihm mit Digipack und edlem Pappschuber eine schöne Umverpackung gegönnt. Die Bildqualität ist entsprechend außergewöhnlich gut für einen Film diesen Alters, wenngleich das Restaurationswunder von Metropolis kein zweites Mal wiederholt wird: Gelegentlich fallen eben doch noch ein paar Altersspuren auf und hier und da weist das Bild einen für so alte Filme typischen Grünstich auf. Das aber sind nur minimale Erscheinungen am Rande, die den positiven Eindruck in keiner Weise schmälern. Die Musik wurde unter Rückgriff auf vorliegende Originalnoten mit einigen Ergänzungen orchestral eingespielt und erklingt glasklar und äußerst dynamisch - volle Punktzahl für den Sound! Als Extra gibt es eine ausführliche Dokumentation zum Film: Hier werden nicht nur äußerst interessante Hintergrundinformationen zur Produktion des Films und seiner Vermarktung in Deutschland und USA zusammengestellt, es finden sich Erläuterungen zur mühseligen Restauration, die weltweit nach Kopien der verschiedenen Originalnegative forschte und unterschiedliche Quellen (es existieren mehrere Fassungen des Films: eine deutsche, eine Export und eine für den amerikanischen Markt, die sich in Bildeinstellungen, Größe des Bildaussschnitts und verwendetem Take voneinander unterscheiden) auswerten musste: So spannend wie eine Detektivgeschichte. Eine Geschichte mit einem schönen Ausgang: Endlich liegt dieser Klassiker von Murnau wieder in nahezu tadelloser Form vor. Danke, Transit! Das Fazit ist somit eindeutig: Absolute Empfehlung für alle filmhistorisch Begeisterten und Cinephilen! Auf die weiteren Veröffentlichungen von Transit Film (unter anderem: Der Golem, Das Kabinett des Dr. Caligari und andere Schätze des deutschen Stummfilms) darf man schon jetzt gespannt sein. |
Faust - Eine deutsche Volkssage Gösta Ekman sen., Emil Jannings, Camilla Horn Videokassette, 7. April 2003 Verkaufsrang: 2570 Bei Amazon z.Zt. leider nicht lieferbar! |
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Ein deutsches Märchen 5 von 5 Punkten Im letzten Jahrhundert fing es ja recht viel versprechend an mit dem deutschen Film, und manch einer mag sich die weltweite Größe des Expressionistischen Films zurückwünschen. Aber ganz so einfach ist das nicht, wenn die 20ger nun als eine Epoche der Filmklassik gelten und höchstens von einigen Studenten oder Flyerdesignern für Halloweenparties beachtet werden.
In der Morgenstunde des gezeichneten Films wie Sin City und in seiner Tradition schon stehenden 300, der nächsten September in die Kinos kommen soll, frage ich mich, wann die Filmmode eine Renaissance erlebt und Meisterwerke, wie Nosferatu Eine Symphonie des Grauens, Das Cabinett des Dr. Caligari, Der Golem, wie er in die Welt kam und Faust von 1926 wieder hervorkramen werden, und Mittel des filmischen Expressionismus mit den neuen Möglichkeiten der Filmproduktion wieder hervorbringen werden. Aber möchte man dies? Braucht man ein update, eine Kreation im Zeitgeist des jungen 21ten Jahrhunderts, um das zu fühlen, was F.W. Murnau, Fritz Lang und Wegener mit ihren Werken erreichen wollten? Warum sollen wir es nicht riskieren, trotz dem Gelächter, das die überaus geschminkten Gesichter in unseren Mitmenschen erwecken, den Film ernst zu nehmen und genau hinzuschauen?
Der Filmische Expressionismus
Der Filmische Expressionismus wird für die erste Hälfte der 20ger Jahre datiert. Berlin mit der UFA und den großen Filmstudios ist dabei das Zentrum des Geschehens. Charakteristisch sind die grotesk verzerrten, schiefen Kulissen und die starke kontrastreiche Beleuchtung, welche durch gemalte Schatten nochmals verstärkt wurde. Dieser starke visuelle Eindruck wird ebenso bei den Schauspielern erreicht, durch übertriebene Gesten und eine ausdrucksstarke Mimik, sowie der bekannten Schminke: Lippen und Augen dunkel, Haut blass bis weiß. Der Einsatz von ersten special effects ermöglichte überzeugende und spektakuläre Szenen, auch für den Zuschauer von heute. Das Wissen um die beschränkten Mittel, die ein Mensch, der mit Computern aufgewachsen ist, hat, gibt den offensichtlichen Tricks ein Alibi und applaudiert und ist in großen Maßen erstaunt über Effekte, die nicht nach Effekten aussehen, sondern kunstvoll kaschiert sind und genauso echt wirken, wie das Schauspiel der Personen und die Kulissen. Diese meisterhafte Stufenlosigkeit zwischen Effekten und real gefilmten Dingen wird heutzutage in ihrer Glaubwürdigkeit schwer erreicht.
Ein Meister jedoch schafft es diese Ästhetik in unsere Zeit zu bringen, und ermöglicht auch demjenigen, der die Filme als fremdartig und lächerlich empfindet, einen guten Einstieg. Tim Burton. Mit der Verfremdung des Puppenhaften bei Nightmare before Christmas kommt er dem Effekt des Films der 20ger Jahre sehr nahe. Dennoch ist ein schwarz weiß gedrehter Stummfilm eine glaubhaft unheimlichere Erfahrung.
Jannings Der erste und einzige Deutsche mit einem Oskar
Es ist, keine Frage, eindrucksvoll, wie Emil Jannings in seiner Rolle als Mephisto glänzt. Ich möchte sagen, dass er der glaubwürdigste Teufel in der ganzen Filmgeschichte ist, neben Vigo Mortensen in The Prophecy. Von Anfang an ist seine Kostümierung perfekt. Ob als schwarzer Engel mit einem titanenhaften Körper und pechklebrig schwarzen Flügeln, als alter Gnom mit leuchtenden Augen, oder als frivoler Junker mit spitzem Hut, langer Feder und dem erigierten Degen. Faszinierend ist seine Mimik: düster, erschreckend satanisch, sarkastisch witzig. Noch nie habe ich einen solch glaubhaften Mephistopheles gesehen, noch nie einem Schauspieler diese Rolle so geglaubt in meinem echten Schauder. Mit Recht, so dachte ich, als ich las, dass Emil Jannings der erste Deutsche ist, der einen Oskar bekommen hat, und bis heute leider auch der einzige. Braucht Deutschland mehr Teufel, die glaubwürdiger sind, als alle evil Germans der Nachkriegsfilme?
Experimentierwille und stringente Umsetzung
Faust zeigt das Okkulte ostentativ vor, aber weder so plakativ wie Wegener, noch so unglaubhaft wie in modernen Filmen. Wenige Rezepte von Paracelsus und Agrippa wie im Golem, dafür mehr Effekt. Mephisto und Faust fliegen auf Umhängen, undefinierbaren behaarten Monstern durch die Welt, sie lassen Elefanten und orientalische Sklaven auftauchen, und vieles mehr. Ein Feuerwerk an großen Effekten und Taschenspielertricks, die alle lustvoll die teuflischen Kräfte auf die Leinwand bringen.
Doch dazu kommen die handwerklichen Tricks des Kameramanns (Carl Hoffmann) und Bühnenbauer (Robert Herlth, Walter Röhrig, Arno Richter) sowie der Beleuchtung. Wie schon erwähnt, finden sich auch hier die schiefen Kulissen wieder, insbesondere bei den Stadtbildern. Daneben dramatische Kameraperspektiven (bei der Rahmengeschichte um die Wette zwischen dem Erzengel und Mephisto) und auch beeindruckende Kamerafahrten (Gretchens Ruf aus dem Kerker).
Dagegen gibt es zwei markante Veränderungen in der Geschichte, die einem braven Schullehrer vielleicht aufstoßen könnten. Zum einen Gretchen, die versucht ihr Kind zu retten, das erfriert und fälschlicherweise von Söldnern als Kindsmörderin überführt wird. Zum anderen das Ende. Darüber aber etwas zu verraten würde diesen Bericht etwas vollständiger machen, aber wie man weiß: Brüche und Lücken garantieren die Freude am offenen Kunstwerk, und so soll sich der Leser den Film selber anschauen und seine eigenen Gedanken zu den Veränderungen in der Geschichte machen.
Faust Ein deutsches Volksmärchen
Eine Wirkung hat der Film auch heute noch, und auch auf die im Computerzeitalter aufgewachsenen jungen Menschen. Der Film ist ein alter Schinken, wenn auch sehr gut erhalten, und das weiß der Zuschauer. Diese Distanz bewirkt aber ein Bewusstsein für die hohe handwerkliche Kunst Murnaus, mit der er diesen Film geschaffen hat, und die stellenweise deutlicher ist, als in allen rasanten und berauschenden Videoclips der heutigen Tage. Hier wird der Zuschauer berauscht und muss einen Moment innehalten, vielleicht den Film in Sequenzen sehen und ihn verdauen, den Eindruck nachspüren. Dadurch wird aber Medienkompetenz erworben, und der Blick bekommt ein neugieriges und erstauntes Leuchten, das Bestand hat. Und möglicherweise greift man dann doch zu den literarischen Vorlagen Goethes Faust, Marlowes Dr Faustus oder dem Volksbuch.
Faszinierende Reise durchs Herz eines Mythos 5 von 5 Punkten F. W. Murnau hat die Filmwelt immer noch viel zu verdanken. Seine schattenspielerischen expressionistischen Filmessays (wie "Nosferatu"), seine Momentaufnahmen stummer menschlicher Abgründe (wie in "Sunrise") haben Werte vorgelegt, die sprachgewandte, bunte Up-to-date-Filmchen nur mit Müh und Not ankratzen, aber sicher nicht so schnell einholen werden. Murnau - wie die meisten deutschen Filmemacher seiner Generation - war ein experimentierfreudige Special-effects-Künstler, von dem Hollywood noch heute mit Freuden abkupfert, und dessen Ästhetik auch den Sprung in die neue Zeit der digitalen Effekthascherei überlebt hat. Was ich damit sagen will? Nun, daß Murnau für Filmepen sondergleichen steht, die bis heute nichts an Originalität eingebüßt haben - sofern man sich erst einmal überwunden hat, sich auf die Tatsache einzulassen, daß es sich hierbei um einen STUMMFILM handelt, wird man zweifelsohne seinen Genuß an der Sache finden. Selbstverständlich ist aber mit Special Effects nicht ein explodierendes Raumschiff nach dem anderen gemeint, gruselige Blutkellerszenen finden sich ebenfalls nicht, und auch mit Splattereinlagen kann "Faust" nicht aufwarten - dies sei abschreckenderweise für all jene gesagt, die sich irrtümlicherweise in diese Rezension verirrt haben, obwohl sie eigentlich Faust den Horrorklassiker vorzufinden hofften. Für alle anderen ist dieses Meisterwerk nur zu empfehlen - Murnaus extravagante Kamerafahrten und Trickaufnahmen vermitteln ein ganzheitliches Sehgefühl, über das sich auch die Lumieres wie kleine Kinder gefreut hätten. Typisch sind die Perspektivenwechsel, außergewöhnlich das rasende Objektiv, mit dem der Meister Filmgeschichte geschrieben hat. Der Expressionismus ist hier Geschichte. Die Deko, die Bühnen, das ganze Weltbild von Faust hat mit den schachteligen Alpträumen eines Dr Caligari nun aber wirklich gar nichts mehr gemein, viel eher lehnt Murnau sich an die Ästhetik alter Kupferstiche an. Was aber seine Bilder keinen Deut weniger zauberhaft macht. Zum allseits bekannten Inhalt sei nur telegrammartig was gesagt: Faust will Menschen vor Pest retten, Mephisto will seine Seele, Faust will ewige Jugend, Mephisto gibt ihm ewige Jugend, Gretchen kommt ins Spiel, die große Liebe wird vollstreckt, und so weiter und so weiter, bis zum allseits durchgekauten Goethefinale. Für alle, die sich noch von Film-Enden überraschen lassen wollen, wird auch hier der Ausgang nicht verraten. Wie auch immer, für alle, die nicht den Horrorfilm Faust suchten wird sich der Kauf ohne Frage bezahlt machen. Lassen Sie sich fallen, wenn Mephisto seine gewaltigen Flügel über die Dächer der Stadt breitet... Ein Fünf-Sterne-Gustostückerl für Cineasten! |
Die Entlassung Emil Jannings, Werner Krauss, Theodor Loos DVD, 20. September 2004 Verkaufsrang: 50486
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 1.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
In's Feuer mit Bücher und Filme! 1 von 5 Punkten Der Film verdient 5 Sterne, er ist ein bedeutendes filmisches Werk, allerdings nicht diese völlig verstümmelte DVD-Fassung. Fast jede Szene enthält tiefe Eingriffe der Zensoren. Der szenische Zusammenhang ist nicht mehr gegeben. Ein filmisch-historisches Dokument wird hier dem Publikum bewußt vorenthalten. Derartige Eingriffe sind in Deutschland keine Seltenheit. Fast jeder Film wird in diesem Land von selbsternannten "Bürgerschützern" zurechtgeschnitten. Zensur ist eine Entmündigung des Bürgers! Ein Relikt aus Nazidiktatur und Stalinismus, welches in einem modernen, toleranten, erwachsenen Europa nichts mehr verloren hat. Wir wollen endlich selbst entscheiden, welche Bücher, Bilder oder Musik gut für uns sind. Sind wir wirklich wieder an dem Punkt angekommen, wo Bücher ins Feuer geworfen werden? Oder sind wir nie von diesem Punkt weggekommen? Wie unsicher ist sich Deutschland eigentlich seiner selbst? Dr. Otto Taubenschlag
"Die Entlassung" oder "Schicksalswende"? 2 von 5 Punkten Für den Interessierten ist diese Veröffentlichung eine Mogelpackung: statt "Die Entlassung" ist der Film die "Schicksalswende" enthalten. Dies wäre nicht weiter schlimm, wenn es sich dabei nicht um die für die Wiederaufführung nach dem Krieg zurechtgeschnittene Fassung handeln würde; alle für den Film relevanten Szenen fehlen: u.a. ein Schriftstandbild im Vorspann, der größte Teil der Rede Bismarcks vor dem Reichstag (die Abrechnung mit den Parteien) u. ein Monolog Bismarcks über Deutschland kurz vor Filmende. Wer den ungekürzten Film sehen will, sollte sich die im Rahmen der Reihe "Die grossen UFA-Klassiker" bzw. "75 Jahre UFA" erschienenen VHS-Kassetten von 1992 zulegen.
"Die Entlassung" oder "Schicksalswende"? 2 von 5 Punkten Wer den Film kennt u. diese DVD kauft, wird enttäuscht sein: Nicht der Film "Die Entlassung", sondern die von der FSK nach dem Krieg freigegebene/geschnittene Fassung unter dem Alternativtitel "Schicksalswende" flimmert über den Bildschirm! Es fehlen u.a. alle die den Sinn des Filmes ausmachenden Szenen:das Schriftstandbild im Vorspann fehlt, die Abrechnung Bismarcks mit den deutschen Parteien vor dem Reichstag fehlt, der Monolog Bismarcks über Deutschland am Ende des Filmes fehlt! Alles in allen eine Mogelpackung! Wer den ungeschnittenen Film sehen möchte, hole sich die 1992 in der Reihe "UFA-Klassiker" bzw. "75 Jahre UFA" erschienene VHS! |
Tartüff Emil Jannings, Lil Dagover, Werner Krauss DVD, 18. April 2005 Verkaufsrang: 45676 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Nicht ganz konsequent restauriert 4 von 5 Punkten "Herr Tartüff. Ein Filmspiel nach Molière" war Murnaus 16. Film (von 21) und wurde 1925 gedreht. Vier Kameranegative wurden hergestellt, um den Film international vermarkten zu können. Die deutsche Version ist verloren, die übrigen drei unterschieden sich (laut der DVD-Dokumentation) nur unwesentlich in den Kamera-Einstellungen und den schauspielerischen Darbietungen. Größere Unterschiede ergaben sich durch die Kürzungen, die von der Zensur in den einzelnen Ländern veranlaßt wurden, und natürlich durch die Übersetzungen der Zwischentitel.
Die DVD bietet die amerikanische Verleih-Version in restaurierter Fassung mit rekonstruierten deutschen Zwischentiteln. Das Ergebnis der Restaurierung ist eine Augenweide. Holprigkeiten in den dargestellten Bewegungen fehlen, nur selten sind die Konturen in den Gesichtern undeutlich - sei es durch zu starke Beleuchtung oder durch Altersschwäche der Kopie (hierzu hätte die Dokumentation Auskunft geben sollen).
Die stark leitmotivisch geprägte, oft ironische Orchester-Begleitmusik war von Giuseppe Becce komponiert worden. Von ihr ist nur ein Klavierauszug erhalten, der für die DVD eingespielt wurde.
Optisch und akustisch ist die Restaurierung wohlgelungen - daher die Bewertung mit vier Sternen. Daß der fünfte Stern ausbleibt, liegt an der hier vorgelegten Fassung des Films.
Im Fall von "Tartüff" wäre die Publikation von zwei Fassungen wünschenswert: Da das Bildmaterial der amerikanischen Fassung am besten erhalten ist, sollte zum einen diese Fassung restauriert werden, und zwar mit Bild (wie hier geschehen) und Text, d. h. mit den englischen Zwischentiteln (die hier fehlen). So wäre wenigstens eine der Verleihfassungen möglichst originalgetreu zugänglich. Außerdem beeinträchtigen die Kürzungen der amerikanischen Fassung ganz empfindlich die Logik der Filmhandlung - könnte es sein, daß die englischen Zwischentitel diese Lücken überbrückt haben? Der Zuschauer wird mit der Frage allein gelassen, weil er nur die Bilder, nicht aber die Texte der amerikanischen Fassung zu sehen bekommt.
Um der von Murnau intendierten Textgestalt, Bildfolge und Handlungsführung möglichst nahe zu kommen, sollte dann außerdem eine Mischfassung erstellt werden: Das Bildmaterial der amerikanischen Fassung wäre mit den rekonstruierten deutschen Texten zu versehen (so wie hier geschehen) und die Ausschnitte, die der amerikanischen Zensur zum Opfer fielen, wären, soweit in Kopien der anderen Exportfassungen vorhanden, einzumontieren (was hier unterblieb; die fehlenden Ausschnitte sind lediglich in der Dokumentation zu sehen).
Leider bietet die DVD keine dieser beiden wünschenswerten Fassungen, sondern beläßt es bei einer Zwischenlösung. Dank der beigefügten Dokumentation läßt sich die Annäherung an Murnaus Intention zwar streckenweise wenigstens im Geiste versuchen. Am Schluß jedoch wird auch das schwierig - zu viele einzelne Einstellungen aus der amerikanischen und der schweizerischen Fassung sind hier zu kombinieren.
Einige Fotos, technische Angaben und die Biografien vieler der am Film beteiligten Künstler sind (zwar leider nicht im Begleitheft abgedruckt, aber doch) auf der DVD versammelt. Die Hülle ist stilsicher gestaltet, die Hochglanz-Pappe von Schuber und Deckel erfreut das Auge durch Motive aus dem Film, ein Begleitheft gibt erste Aufschlüsse über "Tartüff".
Warten auf Besseres von Murnau 3 von 5 Punkten Dass Transit Classics nach "Der letzte Mann" (1924) nun auch den "Tartüff" herausgebracht hat, ist schon etwas verwunderlich. Sicher, Murnau war einer der größten Filmemacher aller Zeiten, und der Film ist ja auch nicht schlecht, doch gibt es doch weitaus Besseres von diesem Regisseur. Nach wie vor warten wir in Deutschland auf DVDs wie "Nosferatu", "Faust", "Sunrise" oder Tabu". Vielleicht überdenkt "Transit Classics" seine Verkaufspolitik ja mal.
Eine Perle des deutschen Stummfilms 4 von 5 Punkten Tartüff ist ein kleines Meisterwerk. Zur Handlung: Eine bösartige Haushälterin versucht an das Erbe ihres reichen Schützlings, eines älteren Herren, heranzukommen und umgarnt ihn nach allen Regeln der Kunst. Als die Haushälterin ihr Ziel fast erreicht hat und der ältere Herr seinen Enkel aus dem Haus wirft greift dieser zu einer List. Als Wanderkinovorführer verkleidet führt er der Haushälterin und dem älteren Herrn den Film "Tartüff" vor, der von einem "scheinheiligen Heiligen" handelt der einen reichen Mann um sein Vermögen bringen will. Dieser Film soll seinem Großvater die Augen öffnen... Leider ist die Originalfassung des Films verschollen. Auf DVD findet sich daher die amerikanische Fassung, die aus Szeneneinstellungen geschnitten wurde, die in der deutschen Fassung keine Verwendung fanden (z.B. weil die Person zu früh aus Szene verschwindet, der Blickwinkel zu groß ist oder Lichteffekte falsch ausgerichtet waren). Sehr informativ zeigt sich hier das knapp 40 minütige Bonus Feature welches die Unterschiede zwischen den einzelnen Exportfassungen erläutert. Leider hat die Murnau-Stiftung die amerikanische Fassung 1:1 übernommen, hier wurden allerdings seinerzeit einige kleinere Schnitte für den prüden amerikanischen Markt gemacht, die dem Film einiges von seiner ursprünglichen Schärfe genommen haben. Dies betrifft leider auch Schlüsselszenen (so zieht in einer Szene die Haushälterin des reichen Mannes diesem heimlich zwei Bücher aus der Tasche.In der europäischen Fassung ist zu erkennen, dass auf beiden Buchdeckeln ein Kreuz abgebildet ist, in der amerikanischen Fassung fehlt diese Szene). Diese Szenen sind auch erhalten geblieben allerdings in anderen Exportfassungen die qualitativ auch schlechter sind. Auch das Ende wurde aus der gekürzten amerikanischen Fassung übernommen findet sich aber vollständig als Abschluss des Bonusfeatures. Warum es nicht vollständig in den Film gelangte ist fraglich. Zur Qualität: Das Bild weist leichtes Hintergrundrauschen auf, manche Szenen wirken zu dunkel, andere zu überbelichtet. Allerdings muss man hier auch beachten, dass das Ausgangsmaterial qualitativ schlecht war. Allein die nicht restaurierten Ausschnitte aus dem Film die im Bonus Feature gezeigt werden verschwinden teilweise hinter einem Schleier von Verschmutzungen und Schrammen. Die Murnau Stiftung hat hier ihr bestes getan und diesen Film in einer dem Alter angemessenen Fassung für die Ewigkeit konserviert. Die Musikeinspielung (im übrigen die Originalmusik) ist wunderbar eingespielt (auch wenn Sie nur in Stereo vorliegt). Abschließend kann ich den Film nur weiterempfehlen: Lehnen Sie sich zurück und genießen sie diese herrlich leichte Komödie von Friedrich Wilhelm Murnau. Auch wenn bei der Qualität und Inhalt leichte Abstriche gemacht werden mussten sollte man über jeden erhaltenen Stummfilm freuen - besonders wenn er auch noch in einer so schönen Ausführung (Digipack mit Booklet) herausgebracht wird. |
Der blaue Engel Emil Jannings, Marlene Dietrich, Kurt Gerron Videokassette Verkaufsrang: 999 Der blaue Engel basiert auf dem 1904 geschriebenen Roman Professor Unrat von Heinrich Mann. Er war die erste Zusammenarbeit zwischen Regisseur Josef von Sternberg und Marlene Dietrich. Dieser Film, ein Meisterwerk des deutschen Kinos der Weimarer Zeit, katapultierte eine laszive und ungehemmte Marlene Dietrich vor ein ahnungsloses internationales Publikum. Sie spielt die Rolle der Lola, die den gehemmten Professor Immanuel Rath (Emil Jannings, unangefochtener König der expressionistischen Schauspieler) jede Nacht im Nachtclub Blauer Engel in die totale Unterwürfigkeit lockt. Nachdem er eine Nacht mit ihr verbracht hat, wird er in Schimpf und Schande von der Universität gejagt. Lola überredet ihn, sie zu heiraten - nicht zuletzt, weil sie es auf seine Ersparnisse abgesehen hat. Nach einer entwürdigenden Zeit im Blauen Engel verlässt er Lola und stirbt. Der blaue Engel beschreibt die Stimmung von Masochismus und Entartung in der Weimarer Republik kurz vor der Machtergreifung Hitlers. Trotzdem basiert die moralische Verwirrung Jannings auf seiner eigenen Qual und seinem eigenen Unvermögen. Marlene Dietrich ist lediglich als Personifizierung seiner geheimsten Begehren zu begreifen, wenn sie in Zylinder, Seidenstrümpfen und bloßen Oberschenkeln auf der Bühne steht und "Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt" singt. -Ursula Steingaß
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Death disguised as love 5 von 5 Punkten I have owned and watched several versions of this film. I even have the film script. I would say that the Kino two DVD versions is the best presentation so far. I watched both the English and German versions I find the story depressing but the telling of it and the acting fascinating.
A real added plus is the commentary by German Film Historian Werner Sedendorf. He brought up information directly relating to the film at the time it was relevant. Then he left some berating room so you could absorb and experience the information. To many commentaries turn into soap-box discussions or rill in slow times with useful information that however is irrelevant to the film at the time. The film has so much hidden death and lost culture that after the commentary you will have to watch it again.
The English version is not really entirely English. Enough English is presented that the German in-between is clear enough to follow the story. However the German version is spoken clear without mumbling and lacks any slang that would force the casual follower to rush for a dictionary.
The basic story is as Federico Garcia Lorca describes in his play, "The butterfly's Evil Spell", death in disguise of love. Prof. Immanuel Rath (Emil Jannings), a person afraid of life, starts out to save his students, who want to embrace life, from a fate worse than death. In the process he meats an entertainer, Lola Lola (Marlene Dietrich). She inadvertently is the instrument of the Professors downfall from grace.
The magic of the film is more in the telling of the story through acting, sound, and symbolism than the story its self.
The Ufa Story: A History of Germany's Greatest Film Company 1918-1945
Blue Angel, The (Class. Film Scripts S)
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Der alte und der junge König Emil Jannings, Werner Hinz, Claus Clausen Videokassette, 22. August 1994 Verkaufsrang: 553
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Sehenswert ! 5 von 5 Punkten ich finde den Film klasse; die Schauspieler bringen den uralten Konflikt zwischen den Generation sehr anschaulich rüber. Wer in diesem Film nationalsozialistische Propaganda sieht, ist gewiss falsch. |
The Blue Angel [UK IMPORT] Emil Jannings, Marlene Dietrich, Kurt Gerron, Hans Albers, Rosa Valetti DVD, 13. September 1999 Verkaufsrang: 104695 Der blaue Engel basiert auf dem 1904 geschriebenen Roman Professor Unrat von Heinrich Mann. Er war die erste Zusammenarbeit zwischen Regisseur Josef von Sternberg und Marlene Dietrich. Dieser Film, ein Meisterwerk des deutschen Kinos der Weimarer Zeit, katapultierte eine laszive und ungehemmte Marlene Dietrich vor ein ahnungsloses internationales Publikum. Sie spielt die Rolle der Lola, die den gehemmten Professor Immanuel Rath (Emil Jannings, unangefochtener König der expressionistischen Schauspieler) jede Nacht im Nachtclub Blauer Engel in die totale Unterwürfigkeit lockt. Nachdem er eine Nacht mit ihr verbracht hat, wird er in Schimpf und Schande von der Universität gejagt. Lola überredet ihn, sie zu heiraten - nicht zuletzt, weil sie es auf seine Ersparnisse abgesehen hat. Nach einer entwürdigenden Zeit im Blauen Engel verlässt er Lola und stirbt. Der blaue Engel beschreibt die Stimmung von Masochismus und Entartung in der Weimarer Republik kurz vor der Machtergreifung Hitlers. Trotzdem basiert die moralische Verwirrung Jannings auf seiner eigenen Qual und seinem eigenen Unvermögen. Marlene Dietrich ist lediglich als Personifizierung seiner geheimsten Begehren zu begreifen, wenn sie in Zylinder, Seidenstrümpfen und bloßen Oberschenkeln auf der Bühne steht und "Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt" singt. -Ursula Steingaß
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Death disguised as love 5 von 5 Punkten I have owned and watched several versions of this film. I even have the film script. I would say that the Kino two DVD versions is the best presentation so far. I watched both the English and German versions I find the story depressing but the telling of it and the acting fascinating.
A real added plus is the commentary by German Film Historian Werner Sedendorf. He brought up information directly relating to the film at the time it was relevant. Then he left some berating room so you could absorb and experience the information. To many commentaries turn into soap-box discussions or rill in slow times with useful information that however is irrelevant to the film at the time. The film has so much hidden death and lost culture that after the commentary you will have to watch it again.
The English version is not really entirely English. Enough English is presented that the German in-between is clear enough to follow the story. However the German version is spoken clear without mumbling and lacks any slang that would force the casual follower to rush for a dictionary.
The basic story is as Federico Garcia Lorca describes in his play, "The butterfly's Evil Spell", death in disguise of love. Prof. Immanuel Rath (Emil Jannings), a person afraid of life, starts out to save his students, who want to embrace life, from a fate worse than death. In the process he meats an entertainer, Lola Lola (Marlene Dietrich). She inadvertently is the instrument of the Professors downfall from grace.
The magic of the film is more in the telling of the story through acting, sound, and symbolism than the story its self.
The Ufa Story: A History of Germany's Greatest Film Company 1918-1945
Blue Angel, The (Class. Film Scripts S)
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The Blue Angel [UK IMPORT] Emil Jannings, Marlene Dietrich, Kurt Gerron, Hans Albers Videokassette, 13. September 1999 Bei Amazon z.Zt. leider nicht lieferbar! |
Der blaue Engel basiert auf dem 1904 geschriebenen Roman Professor Unrat von Heinrich Mann. Er war die erste Zusammenarbeit zwischen Regisseur Josef von Sternberg und Marlene Dietrich. Dieser Film, ein Meisterwerk des deutschen Kinos der Weimarer Zeit, katapultierte eine laszive und ungehemmte Marlene Dietrich vor ein ahnungsloses internationales Publikum. Sie spielt die Rolle der Lola, die den gehemmten Professor Immanuel Rath (Emil Jannings, unangefochtener König der expressionistischen Schauspieler) jede Nacht im Nachtclub Blauer Engel in die totale Unterwürfigkeit lockt. Nachdem er eine Nacht mit ihr verbracht hat, wird er in Schimpf und Schande von der Universität gejagt. Lola überredet ihn, sie zu heiraten - nicht zuletzt, weil sie es auf seine Ersparnisse abgesehen hat. Nach einer entwürdigenden Zeit im Blauen Engel verlässt er Lola und stirbt. Der blaue Engel beschreibt die Stimmung von Masochismus und Entartung in der Weimarer Republik kurz vor der Machtergreifung Hitlers. Trotzdem basiert die moralische Verwirrung Jannings auf seiner eigenen Qual und seinem eigenen Unvermögen. Marlene Dietrich ist lediglich als Personifizierung seiner geheimsten Begehren zu begreifen, wenn sie in Zylinder, Seidenstrümpfen und bloßen Oberschenkeln auf der Bühne steht und "Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt" singt. -Ursula Steingaß
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Death disguised as love 5 von 5 Punkten I have owned and watched several versions of this film. I even have the film script. I would say that the Kino two DVD versions is the best presentation so far. I watched both the English and German versions I find the story depressing but the telling of it and the acting fascinating.
A real added plus is the commentary by German Film Historian Werner Sedendorf. He brought up information directly relating to the film at the time it was relevant. Then he left some berating room so you could absorb and experience the information. To many commentaries turn into soap-box discussions or rill in slow times with useful information that however is irrelevant to the film at the time. The film has so much hidden death and lost culture that after the commentary you will have to watch it again.
The English version is not really entirely English. Enough English is presented that the German in-between is clear enough to follow the story. However the German version is spoken clear without mumbling and lacks any slang that would force the casual follower to rush for a dictionary.
The basic story is as Federico Garcia Lorca describes in his play, "The butterfly's Evil Spell", death in disguise of love. Prof. Immanuel Rath (Emil Jannings), a person afraid of life, starts out to save his students, who want to embrace life, from a fate worse than death. In the process he meats an entertainer, Lola Lola (Marlene Dietrich). She inadvertently is the instrument of the Professors downfall from grace.
The magic of the film is more in the telling of the story through acting, sound, and symbolism than the story its self.
The Ufa Story: A History of Germany's Greatest Film Company 1918-1945
Blue Angel, The (Class. Film Scripts S)
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