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| DVDs: Karl John | Kundenmeinungen Kurzbeschreibungen Inhaltsangaben | |
Des Teufels General Curd Jürgens, Viktor de Kowa, Karl John DVD, 25. September 1999 Verkaufsrang: 9986 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Arthaus Des Teufels General, USK/FSK: 12+
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 12 Bewertungen)
Über die große Versuchung von Macht und Karriere 5 von 5 Punkten Carl Zuckmayer hat mit Des Teufels General eines der ehrlichsten, objektivsten Werke über die Verstrickungen des Einzelnen in den Nationalsozialismus geschrieben. Das Thema ist so zeitlos, das es heute noch so aktuell ist, wie 1945, als es geschrieben wurde. Wie würde ich mich verhalten, wenn sich mir, nach einer langen Phase der Erfolglosigkeit und der fehlenden Perspektive, plötzlich ungeahnte Möglichkeiten eröffnen würden? Der Preis dafür wäre, dem Teufel meine Seele zu verkaufen. Die Handlung basiert auf der Lebensgeschichte von Ernst Udet, der im Ersten Weltkrieg, gemeinsam mit Hermann Göring, im legendären Geschwader vom "Roten Baron" Manfred von Richthofen geflogen ist. Vor seiner Karriere im 3. Reich verdingte sich der leidenschaftliche Pilot Udet als Kunstflieger bei Flugshows in den USA. Udet lebte für die Fliegerei. Deshalb ist es für den Leser gut nachvollziehbar, als er an zentraler Stelle in Des Teufels General sein Dilemma auf den Punkt bringt: in den USA bot sich ihm keine bessere Chance, als ein Clown der Lüfte zu sein, im faschistischen Deutschland aber konnte er maßgeblich am Aufbau und der Leitung der deutschen Luftwaffe beteiligt sein.
Zuckmayers Stück ist voller nachdenklicher, geistreicher und humorvoller Szenen. Ernst Udet war ein Lebemann und großer Unterhalter. In der Verfilmung glänzt Curt Jürgens als Harras (so heißt Udet in dieser Geschichte). Jürgens hat so viel Charisma, daß einem die Figur des Luftwaffengenerals ans Herz wächst und man ihm am Ende nachtrauert.
Ernst Udet, der "Teufelsgeneral", war kein Heiliger, aber eben auch kein Scheinheiliger. Seine Geschichte lehrt, daß vom Dritten Reich eine enorme Anziehungskraft ausging, der viele Menschen erlegen sind.
Carl Zuckmayer gibt in Des Teufels General einem Mitläufer des Nationalsozialismus ein menschliches Gesicht. Weil der Zuschauer sich selbst in diesem Menschen wiederfinden kann, trägt diese Geschichte mehr zum Verständnis und zur Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus (und jeder anderen totalitären Herrschaft) bei, als es bei unzähligen anderen Werken zu diesem Thema der Fall ist. Die Nationalsozialisten haben sich die Macht nicht erschlichen, sondern wurden demokratisch gewählt. Zuckmeyer verdeutlicht, warum dem so war. Nicht alle Deutschen waren überzeugte Nazis. Aber auch nur wenige waren wie Oskar Schindler. Die Mehrheit ähnelte wahrscheinlich "Des Teufels General".
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Das war der wilde Westen [Blu-ray] Carroll Baker, Lee J. Cobb, Henry Fonda, Carolyn Jones, Karl Malden Blu-ray, 13. Oktober 2008 Verkaufsrang: 6257 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Warner Das war der Wilde Westen (2 Discs), USK/FSK: 16+ VÃ-Datum: 10.10.08
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)
Der Referenz-Western mit Top-Bildqualität 5 von 5 Punkten Ich will mich kurz fassen, da die vorstehenden Rezensionen schon fast alles Wesentliche beinhalten. Der Film hat eine absolute Top-Bildqualität. Die Produktionsfirma wollte den Zusehern wohl nochmals vorführen, was wir an Qualitätsverlust durch die Aufgabe des Cinerama-Verfahrens im Kino verloren haben. Dieser Film wird für HD-Projektoren wohl zur Referenz-Disc werden, da sich das super scharfe Bild auf der Großbildwand großartig "schlagen" wird. Die beigefügte 2. Disc mit der gebogenen Smilebox-Version soll uns wohl verleiten, im Wohnzimmer eine gebogene Cinerama-Leinwand zu basteln. Diese Bildschärfe (früher im Kino) kann nur durch sehr gut bearbeitete 70mm-Produktionen (von denen es viel zu wenige gibt) oder durch gut transferierte IMAX-Filme erreicht werden.
Ein Hommage an das Cinerama-Format ist auch die 90-Minuten Dokumentation, die auf der Hauptdisk beigefügt ist. Sie zeigt die Geschichte des Formats von 30er Jahren, durch den 2. Weltkrieg bis in die frühen 60er Jahre und enthält zahlreiche Ausschnitte aus anderen Cinerama-Produktionen.
Die Bewertung des Filminhaltes fällt relativ leicht: Er ist die "Mutter aller US-Western" der 50er und 60er Jahre; bringt viele Stars dieser Zeit, auch in Nebenrollen ein; die Produzenten haben den Prototypen eines "guten" US-Westerns geschaffen, der in seiner Erzählgeschichte die Hauptentwicklungsschritte des US-Westens von 1830/40 bis 1880 zeigt. Die Film verzichtet auf extreme Gewaltdarstellungen und überzeugt durch monumentale Landschafts- und Naturaufnahmen. Wer diesen Film genossen hat, fängt an zu sparen für die eigene Reise durch diesen Wilden Westen, auf der er selbst diese Landschaften wiederfinden kann.
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Zwei in einer großen Stadt Monika Burg, Karl John DVD, 21. Juli 2008 Verkaufsrang: 6641 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Kitschfreie Berlin Romanze a la BEFORE SUNRISE 5 von 5 Punkten Die amüsante und romantische Komödie gehört zu einer Reihe von Filmen, die speziell für die Soldaten an der Front gedreht wurden. Aber auch die Mädchen an der Heimatfront sollten ihre filmischen Leitbilder bekommen, die ihnen den Umgang mit den Soldaten vorleben: Geprägt von Gedanken an ihre heldenhaften Leistungen für das Vaterland. Dieser Aspekt ist es aber nicht, der Volker von Collandes Film so sehenswert macht. Vielmehr ist es der spielerische und klischeefreie Umgang mit der Zwischenmenschlichkeit der Protagonisten, nicht nur von Gisela und Bernd, der erstaunlich "modern" ist. Speziell das Bild der Frauen, selbstbewußt und emanzipiert, zielstrebig in ihrem Handeln, frech und frei, erstaunt: Das krasse Gegenteil des schwachen, beschützerinstinkt-weckenden zarten Geschlechts, das so gerne in den Filmen der Zeit und speziell der Nachkriegszeit gezeichnet wurde. Hier scheint die Gleichberechtigung wirklich gelebt - hier sind die Frauen nicht bloss reine Schauwerte und als niedliche "Love Interests" in die Story verwoben, sondern eigentlich sogar die interessanteren Charaktere und Persönlichkeiten des Films. Man könnte, wenn man denn nach filmischen Parallelen suchen wollte, ZWEI IN EINER GROSSEN STADT in seiner Grundstimmung und Erzählstruktur vielleicht am ehesten mit BEFORE SUNRISE von Richard Linklater vergleichen: Eine alltägliche Geschichte, die eigentlich keine ist, eine Momentaufnahme des werdenden Glückes, hier in einer Zeit der Entbehrungen, Einschränkungen und des Krieges, den man nur durch Radiomeldungen und Randnotizen wahrnimmt. Der Film hat nichts von der gewollten Künstlichkeit vieler Filme der damaligen Zeit, mit ihren überakzentuierten Dialogen und überzeichneten Charaktere. Gisela, Bernd, Giselas burschikose Freundin und ihr Flirt des Tages, Bernds Bekannte und deren Vermieterin - alle wirken aus dem Leben gegriffen und natürlich, ebenso wie die Dialoge, die sie sprechen. Hier gibt es keinen Funken von Kitsch, auch keine romantische Überhöhung - stattdessen ein reines Miterleben der Entwicklung eines jungen Glücks im Berlin von 1941. Eines Glücks, dessen ungewisse Zukunft mit der Abreise Bernds zurück zur Westfront beginnen darf... Einziger Wehmutstropfen: Man hätte sich mehr Aufnahmen vom Berlin jener Zeit gewünscht. Gerade die Aufnahmen vom alten Potsdamer Platz, des Tiergartens, Zoos und der Gedächtniskirche sind historisch sehr interessant, aber leider recht kurz.
Ein herrlicher Berlin-Film mit wunderbaren Schauspielern ! 5 von 5 Punkten "Zwei in einer großen Stadt" gehört zu den schönsten, spannendsten, mißreißendsten und bezauberndsten Berlin-Filmen !
Die beiden sympathischen Hauptdarsteller Monika Burg und Karl John erleben im Kriegsjahr 1942 eine zarte, tiefgreifende, harmonische und auch fröhliche Liebesgeschichte.
Am Anfang des Ufa-Filmes lernen sich die Beiden am weltberühmten Bahnhof Friedrichstraße kennen.
Daß ich diesen interessanten Tonfilm ganz besonders mag, liegt wohl zusätzlich an der Tatsache, daß ich meine Ehefrau Ivonne ebenfalls am Bahnhof Friedrichstraße in Berlin kennengelernt habe.
Was aber das sympathische, vorbildliche Liebespaar im Berlin der 40er-Jahre erlebt, wie sich ihre Liebe entwickelt und festigt, davon soll sich der sicherlich begeisterte Betrachter guter deutscher Filme selbst überraschen lassen.
Ein wunderbarer, wertvoller Spielfilmklassiker, welchen ich mit Überzeugung empfehlen kann.
Dieser Film gehört, zusammen mit "Es leuchten die Sterne" (1938) und "Urlaub auf Ehrenwort" (1937) zu DEN Tonfilmen, welche der deutschen Hauptstadt ein filmisches Denkmal setzen !
Viel Freude beim Anschauen! |
Der Verlorene (Arthaus Premium Edition - 2 DVDs) Karl John, Helmuth Rudolph DVD, 30. November 2007 Verkaufsrang: 15953 Gewöhnlich versandfertig in 6 bis 7 Tagen. Arthaus Der Verlorene - Premium, USK/FSK: 16+ VÃ-Datum: 30.11.07
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Peter Lorres erst spät gewürdigte Regiearbeit 5 von 5 Punkten Einige Jahre nach dem Ende des 2. Weltkriegs: Zwei Männer begegnen sich wieder,beide haben in der Stunde Null ihre Identität gewechselt. Dr. Rothe (Peter Lorre), ehemals Mediziner und Wissenschaftler bei den Nazis arbeitet in der noch jungen BRD unter einem anderen Namen als Arzt in einem Auffanglager für sogenannte "Displaced Persons" - Flüchtlinge, Ausgebombte und ehemalige KZ-Häftlinge sind dort untergebracht. Dort trifft er durch Zufall den Gestapo Mann Hoesch (Karl John) wieder, der sich jetzt Nowak nennt.
Hoesch war massgeblich daran beteiligt, dass der Arzt im Kriegsjahr 1943 für den Mord aus Eifersucht an seiner Verlobten nicht bestraft wurde, sondern die Tat als Selbstmord vertuscht wurde.
Die Forschungen Rothes nach einem Impfserum waren den Nazis zu wichtig, ausserdem war die Verlobte verdächtigt die Forschungsergebnisse heimlich an ihren Vater in Schweden weiterzuleiten und hatte eine Affäre mit Hoesch.
Der Mord ist eine Art Kurzschlusshandlung auf das Fremdgehen und weil ihm die Sühne der Tat versagt bleibt, versucht er in der Endzeit des 3. Reiches, in dunklen Gassen, Hinterhöfen oder in Zügen - umrahmt vom Fliegeralarm - als "Totmacher" die Tat mit unbekannten Frauen als Opfer zu wiederholen.
Er wird nicht gefasst. Zu sehr sind die Menschen mit ihrem eigenen Schicksal in den letzten Wochen und Monaten des Krieges beschäftigt.
Zerbrochen und verloren...so trifft Rothe Hoesch wieder, beide gleichsam Täter... Hoesch, dem es jedoch mental wesentlich besser geht, ein Mann, der Nazi war und Nazi bleibt - weder Gewissensregungen, Selbstzweifel und schon gar keine Reuegefühle kennt. Nach der nächtlichen Aussprache der Männer, wo auch noch eine Widerstandsgeschichte eines Bekannten der Beiden eine Rolle spielt und beleuchtet wird, erschiesst Rothe den Unbelehrbaren und wirft sich vor den Zug.
"Der Verlorene" ist ein herausragender deutscher Film, der stellenweise an "M" oder "Nachts wenn der Teufel kam" erinnert und auch diesen hohen Vergleich mit den beiden grössten Meisterwerken des deutschen Films nicht zu scheuen braucht.
Zu nachhaltig sind die Bilder und auch die Stimmung, die der Film vermitteln kann.
Die Grundstruktur ist unheimlich düster - ohne erlösende Tendenzen. Die stimmigen s/w Bilder, ja die ganze Kameraführung ist expressionistisch geprägt und behandelt als Art Fiebertraum die Themen Krieg, Zerfall, Angst, Ich-Verlust und Untergang.
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Wittgenstein Michael Gough, Karl Johnson, Tilda Swinton, John Quentin, Kevin Collins DVD, 1. Dezember 2006 Verkaufsrang: 17112 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Kein leichter Happen für Zwischendurch 5 von 5 Punkten Ohne Wittgenstein wenigstens ansatzweise verstanden zu haben, und sich auch in Werk und Biographie nicht schon vorher auskennt, wird sich mit Sicherheit sehr ratlos und verwirrt vorkommen. Fast in jeder Teilszene sind präzise versteckt sublime Anspielungen auf bestimmte Lebens- und Werkabschnitte Wittgensteins. Die Darsteller sind abstrakt in den Primärfarben gekleidet, denen Wittgenstein sich hartnäckig im grauen Anzug entzieht. Die Bühne ist spartanisch und schwarz. Der ruhige Handlungsstrang wird durch präzises Acting und perfekte Dialogwahl nur schwer verdaulich (die deutsche Übersetzung ist dabei so mies, dass ein Großteil der sprachlichen Pointe wegfällt).
Die Frage bleibt, inwiefer der Film wirklich als reine surreale Komposition zu sehen ist, und nicht eher als Versuch mit einer detaillierte Metaphorik die sprachlichen Möglichkeiten und Unmöglichkeiten auszuschöpfen - auf mich haben Farben, Licht und Gegenstände zum einen rein funktionalen, praktischen Sinn gemacht, zum anderen aber auch eine Wittgenstein gerechte Stimmung erzeugt.
Nicht ohne Grund wählt Jarman Wittgensteins Philosophie als Drehbuch mitgestaltendes Mittel. Der Film lässt wirklich den Zuschauer mit den Kopf gegen die Grenzen der (Film-)Sprache anrennen. Wer sich also nicht schon im Vorraus auf Kopfschmerzen einstellen will, sollte eher die Finger von dem Film lassen. Wittgenstein Kenner können sich dagegen auch beim fünften mal Sehen auf immer wieder neue Aspekte freuen.
Mensch im Gehäuse 4 von 5 Punkten Ludwig Wittgenstein hat auf viele eine grosse Fascination ausgeübt.
Sein tractatus bestach schon durch die apodiktische Sprache ( sehr interessant, wie sehr Mensch und Werk hier übereinzustimmen scheinen)
Derek Jarman war sicher auch von ihm fasciniert, sicher wollte er einem homosexuellen Philosophen ein Denkmal setzen ( sich selbst dazu, denn ein Jahr später starb er an Aids).
"wenn die Menschen nicht hin und wieder Dummheiten machen, würde nichts Gescheites geschehen"
Ludwig Wittgenstein war hochbegabt, wie so viele seiner Geschwister und hochempfindsam ( wie so viele seiner Brüder, von den acht Geschwistern brachten sich drei um).
Wie kann man einem Menschen gerecht werden , der ein Leben lang darum rang, sich selbst zu verstehen, der so intellegent war, dass er sich immer tiefer in den Fallstricken des Geistes verwirrte und wie ein Laokoon daran letztlich zugrunde ging.
Derek Jarman insceniert das Leben von Ludwig Wittgenstein als Theaterrevue, mit enigmatischen Bildern. Dieses Vorgehen wird dem Menschen Wittgenstein sicher gerecht ( auch wenn dieser, der Musicals und Western liebte) einen solchen Film wahrscheinlich nicht angeschaut hätte.
Er erspart uns nicht die Anstrengung des Denkens, denn fast alle Texte in diesem Film entstammen den Werken von Wittgenstein.
Hier liegt die Problematik des Films. Diese Texte sind für das Medium Film nicht geschaffen. Der Film ist ein flüchtiges Medium, Texte von Wittgenstein sind eher Widerhaken. Sie bohren sich im besten Fall ins Hirn und vielleicht macht es irgendwann " Klick"- ein deutlich langwieriger Vorgang. Das Beiheft macht des deutlich. Wo gibt es schon so etwas ? Erklärung eines deutschen Philosophen, als Beiheft zu einem Film. Um das zu verstehen, sitzt man und versucht den Sinn zu erfassen.
Im Film gehen die Gedanken vorüber, die Bilderflut ( bei aller Askese der Inscehnierung gibt es doch eine Fülle von Bildern) erschwert den Zugang noch mehr.
Man wird am Ende davorstehen, und über Wittgenstein und den Film rätseln.
Und zugleich wird eine ganz wichtige Frage nicht einmal angeschnitten. Wie konnte dieser Mensch, der zeitlebens geplagt war, von sich, der Umwelt, seinem Denken, am Schluss des Lebens sagen, er habe ein wundervolles Leben gehabt ? Für einen Menschen, der seit seiner Kindheit immer wieder hoch depressive Phasen hatte, ein erstaunlicher Satz. Leider ignoriert der Film dieses Rätsel und entlässt uns also mit einer weiteren Ungewissheit.
Wovon man nicht reden, darüber soll man schweigen ? Vielleicht....
Was? -Nur ein Stern? 5 von 5 Punkten ...Eine Schande!
Der Philosoph Ludwig Wittgenstein galt schon zu Lebzeiten als Exzentriker. "Wiener Millionärssohn, Schullehrer, Krankenhauspförtner, Gärtner, Cambridge-Dozent, Kriegsoffizier, Kommunist und schwul." (aus der Beschreibung der DVD). Liegt doch eigentlich nahe dieses Leben zu verfilmen, oder? Hier hat man sich zu einer theatralischen Inszenierung entschieden - und das war meiner Meinung nach eine gute Idee und ist auch noch hervorragend umgesetzt worden. Das Stück arbeitet oft mit sparsamen Mitteln, kaum Kulisse kommt zum Einsatz. Die Texte bestehen auch fast nur aus Zitaten seiner Schriften oder Briefe. Das ist schon eine besondere Leistung, die einem das Wittgensteinsche Denken näher bringen kann, aber auch sonst, wenn man den Film aufmerksam verfolgt viele Anstöße zum Nachdenken liefert. Die Stationen seines Lebens werden originell und mit viel Humor umgesetzt, v.a. das Scheitern als Lehrer oder die Idee als Hilfsarbeiter in die Sowjetunion zu gehen, haben mir gut gefallen. Durch das Leben führt er selbst als begabtes Kind oft in Begleitung von einem etwas begriffsstutzigen Ausserirdischen, das ist auch ohne jede Peinlichkeit gelungen, nicht schlecht! Der Schauspieler hat auch eine verblüffende Ähnlichkeit mit Wittgenstein (nur am Rande bemerkt). Wittgenstein geht es nicht um die Vermittlung einer philosophischen Wahrheit, sondern er will Missdeutungen in der Logik der Sprache aufzeigen, durch die es erst zu den philosophischen Problemen kommt. Das wird in diesem Film sehr gut deutlich gemacht. Ich glaube mit der Inszenierung als Theaterstück hat man hier die beste Lösung einer Verfilmung der Lebens des Philosophen gefunden, v.a. wenn man auch an Inhalten seines Denkens interessiert ist. Unwahrscheinlich ist allerdings, dass Wittgenstein den Film gemocht hätte.. schließlich schaute er sich am liebsten Western und Krimis an.
Keine wirkliche Konzeption 1 von 5 Punkten Für mich hat der Regisseur überhaupt keine Konzeption zu diesem Film gehabt. Er hat sich krampfhaft bemüht, manche Szenen surrealistisch wirken zu lassen, aber letztendlich ist das ein Misch-Masch aus langweiligen und schrägen Bildern, ohne erkennbaren Zusammenhang. Nur manche Dialoge sind einigermaßen interessant.
Ein Stern, weil man zumindest der kargen Ästhetik der Szenen aus Camebridge ansatzweise etwas abgewinnen kann. |
Wie ich den Krieg gewann / How I Won the War Jack Hedley, Jack MacGowran, John Lennon, Karl Michael Vogler, Lee Montague DVD Verkaufsrang: 54030 Australien Edition, PAL/Region 2&4 DVD:TON: Deutsch ( Dolby Digital 2.0 ),Englisch ( Dolby Digital 2.0 ),Italienisch ( Dolby Digital 2.0 ),Spanisch ( Dolby Digital 2.0 ),Dänisch ( Untertitel ),Englisch ( Untertitel ),Finnisch ( Untertitel ),Französisch ( Untertitel ),Griechisch ( Untertitel ),Holländisch ( Untertitel ),Norwegisch ( Untertitel ),Schwedisch ( Untertitel ),Tschechisch ( Untertitel ),WIDESCREEN (1.66:1), BONUSMATERIAL: Szene Zugang, Wechselwirkendes Menü,SYNOPSIS: Irgendwo in der afrikanischen Wüste versucht Leutnant Goodbody, hinter feindlichen Linien, einen heroischen Kampf für sein Vaterland zu führen. Doch die größte Herausforderung für den pflichteifrigen Offizier ist nicht der Feind, sondern seine eigene Truppe. Denn das Ziel dieser total überdrehten Truppe ist nicht, den Krieg zu gewinnen, sondern einfach nur zu überleben. Schließlich sind sie nur ein Haufen einfacher Zivilisten, die in eine Uniform gesteckt wurden und Dinge beigebracht bekamen, die sie privat wohl kaum tun würden.
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Wanted Alfred Dorfer, Karl Markovics, Erwin Steinhauer, Roland Düringer, John Phillip Law DVD Verkaufsrang: 55793 Bei Amazon z.Zt. leider nicht lieferbar! |
Wanted war mit 183.000 Zuschauern der erfolgreichste österreichische Kinofilm des Jahres 1999. Alfred Dorfer ist der Unfallchirurg Thomas Reiter, der sich freiwillig in eine geschlossene Anstalt zurückzieht. Überfordert von der Komplexität des Alltags flüchtet er in seine faszinierende Phantasie-Welt: in den Wilden Westen, wo Gut und Böse noch Hand und Fuss haben. Sein Jugendfreund, der Pfarrer Hermann (Michael Niavarani) erliegt bei dem Versuch Thomas in die Wirklichkeit zurückzuholen immer mehr der Faszination der Vorstellungswelt... Die Welt als Wirklichkeit und Vorstellung - in einer melancholischen Filmkomödie über die Auflösung von Grenzen.
Regie: Harald Sicheritz
In weiteren Rollen: Eva Billisich, Franz Buchrieser, Roland Düringer, Silvia Fenz, Karl Ferdinand Kratzl, John Phillip Law Karl Markovics, Simon Schwarz, Erwin Steinhauer, Elke Winkens, Bibiana Zeller u.v.a.
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Des Teufels General Curd Jürgens, Viktor de Kowa, Karl John Videokassette, 1. Dezember 1999 Verkaufsrang: 3998
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 12 Bewertungen)
Über die große Versuchung von Macht und Karriere 5 von 5 Punkten Carl Zuckmayer hat mit Des Teufels General eines der ehrlichsten, objektivsten Werke über die Verstrickungen des Einzelnen in den Nationalsozialismus geschrieben. Das Thema ist so zeitlos, das es heute noch so aktuell ist, wie 1945, als es geschrieben wurde. Wie würde ich mich verhalten, wenn sich mir, nach einer langen Phase der Erfolglosigkeit und der fehlenden Perspektive, plötzlich ungeahnte Möglichkeiten eröffnen würden? Der Preis dafür wäre, dem Teufel meine Seele zu verkaufen. Die Handlung basiert auf der Lebensgeschichte von Ernst Udet, der im Ersten Weltkrieg, gemeinsam mit Hermann Göring, im legendären Geschwader vom "Roten Baron" Manfred von Richthofen geflogen ist. Vor seiner Karriere im 3. Reich verdingte sich der leidenschaftliche Pilot Udet als Kunstflieger bei Flugshows in den USA. Udet lebte für die Fliegerei. Deshalb ist es für den Leser gut nachvollziehbar, als er an zentraler Stelle in Des Teufels General sein Dilemma auf den Punkt bringt: in den USA bot sich ihm keine bessere Chance, als ein Clown der Lüfte zu sein, im faschistischen Deutschland aber konnte er maßgeblich am Aufbau und der Leitung der deutschen Luftwaffe beteiligt sein.
Zuckmayers Stück ist voller nachdenklicher, geistreicher und humorvoller Szenen. Ernst Udet war ein Lebemann und großer Unterhalter. In der Verfilmung glänzt Curt Jürgens als Harras (so heißt Udet in dieser Geschichte). Jürgens hat so viel Charisma, daß einem die Figur des Luftwaffengenerals ans Herz wächst und man ihm am Ende nachtrauert.
Ernst Udet, der "Teufelsgeneral", war kein Heiliger, aber eben auch kein Scheinheiliger. Seine Geschichte lehrt, daß vom Dritten Reich eine enorme Anziehungskraft ausging, der viele Menschen erlegen sind.
Carl Zuckmayer gibt in Des Teufels General einem Mitläufer des Nationalsozialismus ein menschliches Gesicht. Weil der Zuschauer sich selbst in diesem Menschen wiederfinden kann, trägt diese Geschichte mehr zum Verständnis und zur Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus (und jeder anderen totalitären Herrschaft) bei, als es bei unzähligen anderen Werken zu diesem Thema der Fall ist. Die Nationalsozialisten haben sich die Macht nicht erschlichen, sondern wurden demokratisch gewählt. Zuckmeyer verdeutlicht, warum dem so war. Nicht alle Deutschen waren überzeugte Nazis. Aber auch nur wenige waren wie Oskar Schindler. Die Mehrheit ähnelte wahrscheinlich "Des Teufels General".
Leider gekürzt und wo ist der Stereo Ton? 4 von 5 Punkten Möchte darauf hinweisen, das der Ton im Kino in Stereo war. Es wäre interessant einmal diese Fassung mit richtigem Ton und ungekürzt zu veröffentlichen. Quelle imdb Sound Mix: Klangfilm-Stereocord sowie Werberatschlag des Verleihers.
Eine Schande, wie man hier mit alten Filmklassikern umgeht. Genau wie beim
"Hauptmann von Köpenick" mit Rühmann, der noch dazu in Breitwand gedreht wurde, auch mit stereo Ton.
Der Film selbst bekommt 5 Sterne, wegen der Kürzung und des Tones nur 4
Schade... 3 von 5 Punkten ...daß man sich nicht näher an die Vorlage Zuckmayers gehalten hat. Besetzung ist gut, Jürgens als Harras einzigartig; aber ich muß sagen, doch zu zahm gespielt. Warum der Testflug mit Oderbruch? Das paßt nicht. Das Kennenlernen von Diddo - total geändert. Und eine der wichtigsten Aussagen des Stückes wurde total aussen vorgelassen: "sollte ich ein Ziel haben, dann ist es das, mich nicht selbst anspucken zu müssen, nichtmal bei Gegenwind". Jürgens hätte es besser gekonnt, ich war jedenfalls von dieser Verfilmung schwer enttäuscht.
Der beste Film den ich je gesehen habe... 5 von 5 Punkten Ich bin ein großer Curd Jürgens - Fan.
Ich bewundere seine Ausstrahlung seine Mimik und seine großen Auftritte.
Ich habe jeden Film von ihm auf DVD (die momentan erhältlich sind).
Ich finde das "des Teufels General" seine beste schaupielerische Leistung ausstrahlt, und das man keinen Augenblick im Laufes des Filmes seine gespielte Rolle anzweilfelt (man denkt "Jürgens" ist "Harras" und kein Anderer. Die Handlung ist exzellent gestrickt und umgesetzt - eben typisch Käutner. Leider ist der Film bis jetzt nur in einer gekürzten Fassung auf DVD erhältlich. Das ist eine Frechheit da es nicht einmal am cover steht.
Der 1915 in Deutschland geborene, 193cm große und Blauäugige "normannische Kleiderschrank" (so nannte ihn Eva Bartok, mit der er sogar einmal verheiratet war), war für mich der größte deutsche (später österreichische) Schauspieler nach Hans Albers (den er in den Schatten stellt).
Ein Mensch der leider viel zu früh starb und eine große Lücke in Film und Theater hinterließ. (aber auch als Mensch an sich).
Er war ja ein großer freund rauschender Partys, Alkohol und des Nikotins.
Leider schaffte er es nicht mehr ein großen Abgang im Film hinzulegen (siehe: "Killer sind immer unterwegs (Teheran 43 - sein letzter Filmauftritt.
Also dieser Film sollte ihnen mindestens den Preis wert sein wenn nicht das 1000-fache.
Stimmige Dramaturgie & sehr gutes Schauspiel 5 von 5 Punkten Kein Theaterstück prägte die deutsche Nachkriegsliteratur so wie Carl Zuckmayers "Des Teufels General". Was seinerzeit zunächst noch auf Kritik, dann später aber zum stets umjubelten Kassenerfolg wurde, war die Geschichte eines Lebemanns, eines guten Generals, der um der Karriere willen den Pakt mit dem Teufel eingegangen war. Was Zuckmayer meisterhaft schildert, das ist die Lebenswirklichkeit im Dritten Reich, was misslingt, das ist das Erstellen eines Denkmals für den deutschen Widerstand in Form des Ingenieurs Oderbruch, der aus purer Verzweifelung selbst den Kameradenmord in Kauf nimmt (und daher kaum zur Identifikation mit den Widerstandskämpfern taugt).
9 Jahre nach der Premiere, mittlerweile schreiben wir das Jahr 1955, kommt der Film zum Drama in die Kinos. Der große Regisseur Helmut Käutner schnappte sich den Lebemann Curd Jürgens als idealtypischen Harras und fügte weitere große Namen, etwa Viktor de Kowa als dessen Antagonisten Schmidt-Lausitz hinzu.
Der Film ist unter dramaturgischen, technischen und schauspielerischen Kriterien absolut gelungen. Er verdient daher berechtigterweise fünf Sterne. Curd Jürgens glänzt in der Rolle des vitalen Gutmenschen und Viktor de Kowa vermag es - anders als in der Bühnenfassung - Schmidt-Lausitz so etwas wie Charakter (wenn auch einen schleimigen und widerwärtigen) zu geben. Es sei auch Karl John als stolzer, unbeirrter, aber letztlich verlorener Oderbruch hervorgehoben.
Nun kommt dennoch ein Aber: Der Film erschien zu einer Zeit, als die letzten Kriegsgefangenen aus Russland heimkehrten. Die Ära der Restauration regierte, das heißt, die Vergangenheit wollte man möglichst verdrängen, stattdessen beherrschten neo-biedermeierliche Heile-Welt-Filmchen die Kinos. Mit der Rückkehr der Soldaten wurde zwar das NS-Regime noch einmal ein Thema, aber Käutner opfert leider Passagen, die zu einer individuellen Auseinandersetzung mit dem Regime hätten beitragen können und eine - noch immer notwendige - Aufarbeitung der Geschehnisse ermöglicht hätten. Schuld ist kaum ein Thema im Film, denn der eigentliche Bösewicht ist Schmidt-Lausitz, daran lässt Käutner nie einen Zweifel aufkommen. Auch Oderbruchs enorm hartes Agieren, das in der Bühnenfassung letztlich den unbedingten Glauben zum Ausdruck brachte, das NS-Regime müsse untergehen, bevor etwas Neues, Besseres entstehen könne, wird im Film umgedeutet. Oderbruch ist ein Einzelkämpfer, die Abstürze der Piloten werden auf eine hinzugefügte Figur abgewälzt. Selbst das dämonische Pützchen wird im Film zur Kindfrau, die noch eine Läuterung erfährt.
Fazit: Alles in allem ein Film ganz nach dem Geschmack der Zielgruppe, die eine betonte Auseinandersetzung mit der Nazi-Vergangenheit nicht wollte. Der Film vereinfacht, reduziert, aber im Gegenzug funktioniert er etwas besser als die Urfassung des Stücks, die Zuckmayer 1963 zurückzog, um sie 1966 verändert - vermutlich auch durch den Film inspiriert - erneut herauszubringen. Dennoch garantiert der Film Schauspielkunst und Unterhaltung auf hohem Niveau und enthält einige der typisch Zuckmayer'schen Elemente, etwa dessen Gespür für Echtheit der Figuren, Vitalität und Sprachkomik. Ohne Zweifel, Käutners "Des Teufels General" ist ein Klassiker des deutschen Kinos, der seinen Rang nicht zu Unrecht behauptet.
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North To Alaska [UK IMPORT] John Wayne, Karl Swenson, Stewart Granger, Ernie Kovacs, Capucine DVD, 30. Juni 2003 Verkaufsrang: 68846
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
What are friends for? 5 von 5 Punkten Partners (John Wayne, Stewart Granger, and Fabiano Anthony Forte) who share an interest in a gold mine near Nome Alaska must fend off all sorts of claim jumpers and worse. In the middle of the struggle we realize the definite lack of available women. Due to the riggers of protecting the mine Stewart Granger (George) asks John Wayne (Sam) to retrieve his intended from Seattle. John Wayne intends to fulfill the contract but finds a small hitch. The intended is already married. However everyone knows that one Frenchie is like another and if you can replace a departed pet then why not a departed ... well you get the idea. On his return things get a little more complicated. Who are the good people and who is the bad? So watch the movie and see who gets the mine and who if anyone gets the girl.
Der Film,auch für den nicht Duke Fan 5 von 5 Punkten Hier stimmt alles ! Komödie aber trotzdem noch ein richtiger Western. Nome Alaska, zu Zeiten des Goldrausches, versucht John Wayne die Verlobte von Steward Granger in den Norden zu holen. Da diese aber bereits verheiratet ist, nimmt er seine Barbekanntschaft mit. Top Qualität !
Der wohl lustigste John-Wayne-Film 4 von 5 Punkten John Wayne - wer diesen Namen hört, denkt wahrscheinlich sofort an den grimmigen Westerner, den Wayne in so vielen Filmen verkörperte. Daß der 'Duke' auch anders konnte, zeigt dieses Meisterwerk: Wayne spielt einen Goldgräber im rauhen Alaska des 19. Jahrhunderts, der in die Großstadt kommt, um die Braut seines besten Freundes George (Stewart Granger) nach Klondike mitzunehmen; leider hat die kein Interesse mehr an George, und so nimmt der gute Sam McCord (Wayne) halt ein nettes Freudenmädchen (Capucine) mit. Wieder zuhause angekommen, muß sich Wayne mit allerlei Banditen herumschlagen, die an seine Goldmine wollen, und muß obendrein versuchen, George mit seiner neuen Braut zu verkuppeln (was umso schwieriger ist, als er sich selbst schon in sie verliebt hat). Das klingt jetzt weit trockener als es in in Wahrheit ist; gleich zu Anfang gibt es eine klassische Saloon-Prügelei, die später im Schlamm von Klondikes Straßen erneuert wird. Zusätzlich kann man den alten Western-Recken Wayne und Granger beim Entfalten ungeahnter komischer Talente zusehen, sowie einem Pop-Idol der späten 50er (Fabian) bei seinen ersten Gehversuchen im Filmgeschäft. Ein reines Vergnügen! |
Before Sunrise [UK IMPORT] Ethan Hawke, Julie Delpy, Andrea Eckert, Hanno Pöschl, Karl Bruckschwaiger Videokassette, 6. August 2001 Verkaufsrang: 39232 Dieser romantische, witzige und präzise Blick auf zwei Fremde (Ethan Hawke und Julie Delpy), die Gedanken, Zuneigungen und vergangene Erfahrungen während einer vierzehnstündigen Verabredung in Wien austauschen, ist leider ein unbeachtetes Juwel des Autors und Regisseurs Richard Linklater (Dazed and Confused, Slacker). Delpy, eine wunderschöne und zurückhaltende Pariserin, trifft auf den stammelnden und stotternden Amerikaner Hawke, während beide sich einen Platz in einem Europazug teilen. Sie beginnt mit der Schule in Paris, er beendet seinen Urlaub. Ihre gegenseitige Anziehung führt zu einem etwas unglücklichen Treffen (wunderbar von beiden Schauspielern dargestellt), und Hawke schlägt vor, dass Delpy die ihr verbleibenden restlichen vierzehn Stunden mit ihm in Wien verbringt. Typisch für Linklater ist, dass er nur den Rahmen der Geschichte vorgibt. Wie üblich ist er mehr daran interessiert - und darin liegt auch sein großes Talent -, die wie zufälligen und spielerischen Dialoge zwischen den Hauptdarstellern zu beobachten. Sein eng gesteckter Zeitrahmen erlaubt den Charakteren über alles zu reden, und die Themen reichen von Politik über vergangene Liebesgeschichten bis zu Ängsten vor der Zukunft und fließen mit feiner Gewandtheit. Der kurze Zeitrahmen ist ebenfalls grausam, weil im Hintergrund dieser Liebesgeschichte immer die schmerzhafte Realität liegt, dass die beiden sich wahrscheinlich niemals wiedersehen werden und nur von ihren Erinnerungen zehren können: ein Einfall, den Linklater mit einer effektiven Momentaufnahme am Ende des Films erreicht. Before Sunrise ist kaum in die durch die Generation-X-Theorie beeinflussten Filme der neunziger Jahre einzuordnen, sondern wirkt mit seinen genauen Wahrnehmungen eher wie ein Film von Bresson oder Rohmer. Und seine Charaktere sind mit Makeln behaftete Menschen anstelle von Stereotypen. Die offenen Enthüllungen und erhitzten Wortgefechte fließen in einer Art Bewusstseinsstrom, und es ist sicherlich kein Zufall, dass Linklater seinen Film in Wien spielen lässt, der Stadt, in der Freud die Psychotherapie erfand und praktizierte. -Dave McCoy
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 49 Bewertungen)
Sonnenschein pur... 5 von 5 Punkten Ein Film der vielen auf den ersten Blick, langweillig und eintönig erscheint, der aber eine der schönsten und romantischten Liebesgeschichten offenbart.
Mich hat beeindruckt, wie realistisch, erwachsen und wahrheitsgetreu der Film ist, was die Liebe angeht...aber gleichzeitig auch so sensibel, veträumt und poetisch erscheint, das man weiß, das ist keine dieser "Es war einmal..." "Und wenn Sie nicht gestorben sind" fiktionalen Geschichten, sondern das ist ECHT, das ist LEBEN, das ist LIEBE!
Wer diesen Film also langweillig findet und darauf wartet, das etwas Spannendes passiert, der ist entweder nicht auf der Suche im Dschungel des Lebens oder derjenige... hat seine Augen einfach ganz fest geschlossen! ;-))))))))))
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