DVDs: Linda Joy

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Der Trotzkopf (2 DVDs) - Anja SchüteDer Trotzkopf (2 DVDs)
Anja Schüte, Linda Joy, Anaid Iplicjian

DVD, 28. Juni 2004
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TROTZKOPF,DER COLLECTORS BOX

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 13 Bewertungen)

Eine wunderschöne Serie mit nostalgischem Flair      5 von 5 Punkten
Wie schon damals, zu Kinderzeiten, begeistere ich mich heute noch für den "Trotzkopf". Ich möchte hier nur den Film bewerten und nicht die Qualität der DVD, die hätte schlimmer ausfallen können, obwohl auch ich gerne Extras gesehen hätte.

Ich verstehe die Geschichte nicht als "Erziehungsratgeber" mit der Aussage, dass die Frauen sich den Männern unterwerfen sollen. Ich empfinde es eher so, dass Ilse am Anfang der Geschichte sehr egoistisch ist und nur das macht, wozu sie im Moment Lust hat. Und das sind Ausritte, spielen mit den Hunden etc., wobei sie das Lernen vergisst. Würde man dieses Verhalten mit der heutigen Zeit vergleichen, wären das Kinder, die die Schule vernachlässigen und dafür lieber ihren Hobbys nachgehen. Das Internat zeigt Ilse, dass andere Mädchen viel klüger sind als sie und sie kommt langsam ins Grübeln. In diesem Jahr verändert sie sich zusehends zu einem wissbegierigen Mädchen, die nicht immer ihren Gefühlen nachgeht und für andere da ist (z.B. für Nellie und Lilly). Als Ilse sich in Leo verliebt kommt ihr Trotz (ich würde auch Egoismus dazu sagen) noch einmal zum Vorschein, indem sie auf die Belange ihres zukünftigen Gatten keine Rücksicht nehmen möchte. Sie stellt sich träumerisch vor, dass sie ihren Mann ganz für sich alleine haben kann. Erst Nelly öffnet ihr die Augen, dass eine Ehe nicht immer nur schwarz und weiß sein kann. Sie teilt Ilse mit, dass sie ihrem Mann jederzeit bei Problemen hilft und das er das Gleiche für sie tun würde. In dieser Szene denke ich nicht, dass Nelly ihrem Ehemann unterwürfig ist, sondern das die Balance von Geben und Nehmen stimmt (anders als im Buch geschildert). Auch in der heutigen Zeit kann eine Ehe nur so funktionieren. Natürlich ist der Roman in einer anderen Zeit geschrieben, wo die Emanzipation noch lange nicht geboren wurde, so dass man auch im Film bemerkt, dass die Frauen sich eher nach dem Leben der Männer ausrichten, als umgekehrt. Aber das ist kein Kriterium für mich diesen Film zu kritisieren.

Die Ausstattung für 1982 ist prächtig, wie auch die Herrenhäuser, Landschaften und Kostüme. Anja Schüte spielt die Rolle des Trotzkopfes sehr leidenschaftlich und ungestüm. Ihr zukünftiger Ehemann Leo finde ich meines Erachtens etwas unpassend gewählt. Hierzu möchte ich eine Szene beschreiben: Ilse sitzt mit Leo in der Kutsche. Er hat sie gerade vom Bahnhof abgeholt. Sie führen ein anregendes Gespräch. Irgendwann ist Ilse ganz überrascht, als sie erfährt, dass er angehender Jurist ist. Auf die Frage Leos, warum sie denn so überrascht ist, sagt Ilse, dass alle Juristen alt, eitel und blass sind. Auf die Frage Leos, ob er das alles nicht ist, sagt Ilse nein. Ich schreibe dies, weil ich es lustig finde, dass gerade ein blasser, rothaariger Schauspieler, die Rolle des Leos spielt, der ja eigentlich nicht blass sein sollte. Aber schnell habe ich mich mit seiner Erscheinung angefreundet, obwohl ich es gerne gesehen hätte, wenn er dunkelhaarig und etwas gutaussehender gewesen wäre, obwohl er seine Rolle sehr gut gespielt hat.

Fazit: Für alle, die gerne Nostalgie lieben und in ein anderes Jahrhundert "abtauchen" möchten, ist der Film wärmstens zu empfehlen.




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