|
| DVDs: Siegfried Jerusalem | Kundenmeinungen Kurzbeschreibungen Inhaltsangaben | |
Wagner, Richard - Tristan und Isolde (GA) (2 DVDs) Orchester der Bayreuther Festspiele, Chor der Bayreuther Festspiele, Siegfried Jerusalem DVD, 17. Juni 2008 Verkaufsrang: 17680 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Lebende Bilder im Meer der Musik 5 von 5 Punkten Richard Wagners "Tristan" ist für mich das bedeutendste Werk der gesamten Opernliteratur. Imgrunde ist es keine Oper, Wagner selbst nennt sein Werk schlicht "Handlung in drei Aufzügen". Patrice Chereau wollte es in Bayreuth nicht inszenieren, weil es sich seiner Meinung nach um ein "Hörspiel" handle. In der Zwischenzeit hat er doch (vor einem Jahr) an der Mailänder Scala eine sehr beachtete Deutung vorgenommen.
Die Bayreuther Inszenierung von Heiner Müller und Erich Wonder ist es wahrlich wert gesehen zu werden - und gehört! Denn was Daniel Barenboim und das Festspielorchester machen, ist sensationell. Die Partitur wird ausgeleuchtet bis in die feinsten Details; gleichzeitig werden wir vom Orchester in ein Meer von Musik eingetaucht, dass einem schier das Atmen vergeht. Hier wird hörbar, wie unerhört neu diese Musik war als sie komponiert wurde und wie sehr sie alle Komponisten seither beeinflusst hat.
Die Darsteller sind grandios und passen sich perfekt in die Deutung Müllers/Wonders ein, die schon hier hervorragend beschrieben wurde.
Waltraud Meier ist mit Sicherheit die vollkommenste Verkörperung der Isolde, auch wenn sie in den höchsten Höhen (als Mezzosopran) kleine Schwierigkeiten hat, die sie aber sehr gut meistert.
Siegfried Jerusalem spielt Tristan als vom Eisblock zum Glutofen gewandelter Mensch. Sicher - er ist mit dieser Partie im sängerischen Grenzland unterwegs und kommt manchmal nahe an die Grenze heran. Aber seine Stimme ist nicht kleinzukriegen, so dass er immer wieder mit neuer Kraft weitersingt.
Alle anderen (Uta Priew, Falk Struckmann, Matthias Hölle, Poul Elming, Sandor Solyom-Nagy und Peter Maus) sowie der Chor bieten erstklassiges Festspielniveau.
Meiner Meinung nach - vom Gesamteindruck her gesehen - eine der besten "Tristan" - Aufnahmen auf DVD und unbedingt zu empfehlen!
Ins Jenseits lauschen 5 von 5 Punkten Nach dem romantisch-märchenhaften Bayreuther "Tristan" aus dem Jahr 1982 in der Inszenierung von Jean-Pierre Ponnelle, in der die Liebe als elementares Naturereignis über die Protagonisten kommt, gegen das jeder Widerstand machtlos ist, bringt die DGG mit der vorliegenden DVD nun einen neueren Bayreuther "Tristan" auf den Markt, der das neben der Liebe zweite dominante Thema in den Mittelpunkt der Aufführung stellt: das des Todes!
Von Heiner Müller (1929-1995), dem bedeutendsten Dramatiker der DDR/Ostdeutschlands seit Brecht, stammt der Gedanke, dass die meisten Bayreuth-Besucher zu einer "Tristan-und-Isolde"-Aufführung pilgern, um in der Musik etwas zu erfahren, das eigentlich erst nach ihrem Tod gilt: das Publikum giere danach, ins Jenseits zu lauschen. Darin liege das Geheimnis der "Tristan"-Wirkung. Müller fügte trocken hinzu: Eine gelungene Aufführung wäre eine gelungene Beerdigung des Publikums.
In seiner Bayreuther Inszenierung aus dem Jahr 1993 macht Müller nun ernst mit seinem "Tristan"-Verständnis, wobei ihm die Beerdigung zur Metapher für die Entfremdung von der Realität wird, die ihre optische Entsprechung in der Konzeption der Bühnenbilder als Bunker findet: Sinnbild der Isolation, des Lebendig-Begraben-Sein, des Von-der-Außenwelt-Abgeschnitten-Sein, Bild des Ge- und Befangensein in einer Welt des Inneren, der Seele, der Gefühle, der Sehnsüchte.
Die Raumkonzeption des Bühnenbildners Erich Wonder zeichnet sich in erster Linie durch den Einsatz streng geometrischer Formen in Verbindung mit für jeden Akt charakteristischen, symbolischen und ausdrucksstarken Farben aus.
Im ersten Akt sind Quadrate und Würfel, sowohl konkret-materiell wie auch immateriell als Lichtkuben, in Verbindung mit kraftvollen Gelb-, Orange- und Rottönen die dominanten Mittel zur Gestaltung des Bühnenraums. Das Schiff selbst erscheint in der Form eines in dunklem (Holz-)Braun gehaltenen Würfels, in dessen Mitte ein kleines, in den Boden eingelassenes Quadrat als Gemach Isoldes fungiert, aus dem sie während des gesamten Aktes nicht heraustritt. Zwei links und rechts in den Boden eingeschnittene, schmale Rechtecke, die beständig bläulich schimmern, mag man als die See deuten. Der Anblick des Bühnenbildes zum ersten Akt erinnert fortwährend an moderne, abstrakte, gleichwohl expressive Malerei, namentlich den Kubismus, worauf der Zuschauer/-hörer bereits während des Vorspiels mittels vorüberziehender Quadrate und Würfel in kräftigem Gelb und Rot eingestimmt wird - ein Nebenprodukt der filmischen Vorführungen dieser Inszenierung in vielen deutschen Kinos im Jahr 1995.
Während des zweiten Orchestervorspiels ist es ein blauer Würfel vor rötlich-grau-schwarzem Hintergrund, der uns in den folgenden Akt geleitet. Kühles Blau und Schwarz kennzeichnen fortan die Stimmung dieses Nachtstücks, auch hier bleiben Würfel und Quadrate präsent. Beinahe wie im Anklang an die Terrakotta-Armee im Mausoleum des ersten Kaisers von China ist der Bühnenboden nun von Reihen silbergrau schimmernder Brustpanzer bedeckt, zwischen denen die beiden Liebenden umher gehen, ohne sich vollkommen nahe zu kommen - Berührungen werden auf das dramaturgisch notwendige Minimum beschränkt. Der "Garten" aus Rüstungen wird zur Metapher der Unnahbarkeit, der Unmöglichkeit einer wirklichen Annäherung des Paares, zum Sinnbild der Panzerung, Abschottung des Gefühlslebens.
Der dritte Akt mit seiner in Grau- und Silbertönen gehaltenen Bühne - auch hier wird das kubistische Raumkonzept aufrecht erhalten - wirkt wie das Schlussbild eines Endzeitdramas. Asche und Staub bedecken den Boden wie auch die Darsteller, die wie die letzten Überlebenden nach einer Katastrophe erscheinen. Die Szenen mit dem sterbenden Tristan, der während des Finalaktes in einem breiten Sessel dahinsiecht, und dem Hirten, der als blinder Seher reglos auf der Bühne sitzt, ohne noch sein Instrument zu spielen, erscheinen wie ein Widerhall auf Samuel Becketts "Fin de partie" ("Endspiel"). Durchbrochen wird diese gespenstische Szenerie lediglich im Schlussbild, wenn durch ein im Bühnenhintergrund sich öffnendes Quadrat gelb-goldenes Licht den Raum durchflutet und Isoldes "Liebestod" erstrahlen lässt.
Die Kostüme des japanischen Modedesigners Yohji Yamamoto lehnen sich in ihrem strengen Schnitt an das No-Theater an und gestatten den Darstellern einerseits nur wenig (Bewegungs-)Freiheit, legen andererseits aber einen größeren Fokus auf Mimik und Gestik. Im ersten Akt tragen die Figuren lange schwarze Gewänder, ihre Gesichter sind auf blass geschminkt und ihre Haare in Anlehnung an das Bühnenbild rot-braun gefärbt. Im zweiten Akt sind die Gewänder dann entsprechend außen schwarz und innen blau und die Haare in eben diesen Tönen eingefärbt. Im dritten Akt schließlich haben die Figuren graue Mäntel an und weiß-grauer Staub bedeckt ihr Haar.
Die Konzentration auf die inneren, seelischen Vorgänge der Handlung, wie Wagner sie konzipierte, erfordert und ermöglicht zugleich eine außerordentliche musikalische Darbietung. Diesem Anspruch wird die vorliegende Aufführung mit ihrer künstlerischen Besetzung vollends gerecht. Wie schon auf der vorigen Bayreuther "Tristan"-Einspielung der DGG leitet auch hier der renommierte Wagner-Dirigent Daniel Barenboim das Orchester. Im Vergleich zur ein gutes Jahrzehnt früher erschienenen Aufnahme wirkt seine Interpretation nun reifer, der Klang noch luzider; die Tempi wurden an manchen Stellen (z. B. im Vorspiel zum ersten Akt) etwas verlangsamt, zugleich wurde eine noch höhere Intensität erreicht.
Das Ensemble umfasst mit das Beste, was das Wagnerfach in den Neunzigern aufzuweisen hatte: Allen voran die großartige Waltraud Meier, die die Isolde in Heiner Müllers Inszenierung zum ersten Mal auf dem Grünen Hügel sang und überhaupt ihr Debüt in dieser Rolle gab, die sie fortan wie keine andere verkörperte und in der nach ihr bislang keine mehr an sie heranreichte. Ihr zur Seite steht Siegfried Jerusalem, der den Tristan nicht nur sängerisch, sondern auch darstellerisch immer auf höchstem Niveau interpretiert und damit Meiers idealer Partner in dieser Rolle ist.
Ebenso wissen Matthias Hölle als Marke, Falk Struckmann als Kurwenal und Uta Priew als Brangäne in ihren Rollen vollauf zu überzeugen, so dass die Aufführung in jeder Hinsicht zum herausragenden Erlebnis wird und bereits heute zu den Höhepunkten der Bayreuther Festspielgeschichte sowie der "Tristan"-Rezeption überhaupt zu zählen ist.
Fazit:
Die hier vorliegende Inszenierung von Heiner Müller ist sicherlich nichts für Romantiker im oberflächlicheren Sinne des Wortes und wird Gefallen vor allem bei all denen finden, die in "Tristan und Isolde" ein Kunstwerk höchsten Ranges sowie in der Oper allgemein eine Kunstform sehen, die eben auch höchsten ästhetischen wie intellektuellen Ansprüchen zu folgen hat.
allewiges Vergessen... 1 von 5 Punkten scheint das Publikum und die Hörer von CDs und DVDs zu befallen: Die großen Isolden der Vergangenheit (und Gegenwart: Nina Stemme etwa) sind gut dokumentiert. In den achtziger und neunziger Jahren dominierten Tristan und Isolde-Paare, die ihre Partien schlicht nicht bewältigen konnten. So wie diese, natürlich "gereinigte" Aufnahme, auf dem Hügel stand Jerusalem keine einzige Vorstellung ohne abbrechende Töne im 3.Akt durch - seine Stimme ist für den Tristan einfach nicht geeignet. Das störte aber irgendwie kaum jemand. Auch das Geschrei von Waltraud Meier wurde im Zuge des kollektiven Vergessens als große Kunst gepriesen, ebenso wie die nichtssagende Inszenierung Heiner Müllers. Im Falle Meier ist wenigstens Intelligenz und wohldurchdachte Interpretation zu konstatieren, Barenboim bemüht sich, das Orchester zu Zurückhaltung anzuregen, auch das auf der DVD am Regler besser gelungen als live im Haus.
endlich endlich endlich 5 von 5 Punkten wie lange warte ich schon auf diese Tristan Inszenierung!!! Mein erster Tristan den ich gesehen habe und immer noch der beste!!! Wahrscheinlich ist das wie mit der ersten Liebe, man vergleicht immer damit und erinnert sich sehnsüchtig! Waltraud Meier und Sigfried Jerusalem in Bestform, dazu die Musikinterpretation von Barenboim und das alles in dieser stimmigen Inszenierung. Die Bühnenbilder: eine Wucht!
Also,ich freu mich so, das ich endlich meine TV-Mitschnitte gegen eine DVD austauschen kann. |
Wagner, Richard - Die Meistersinger von Nürnberg (2 DVDs+NTSC) Orchester der Bayreuther Festspiele, Chor der Bayreuther Festspiele, Siegfried Jerusalem DVD, 11. April 2006 Verkaufsrang: 27618 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Etwas altbacken, aber sehr gut 4 von 5 Punkten Es ist eine schöne Inszenierung, das Werk findet statt. Ich habe im Anschluss die Zürcher Produktion gesehen, der Vergleich geht eindeutig für Bayreuth. Weikl ist ein herrlicher Sachs, Prey ein guter Beckmesser (ihn hatte ich live besser in Erinnerung), der Rest auch sehr gut. Etwas wenig Bühnenflair - kein Applaus usw. Aber eine schöne Produktion. Würde ich auch verschenken (also nicht mein Exemplar).
WW's mässige Produktion 2 von 5 Punkten Na ja, Stimmlich und musikalisch ist die Aufnahme gut. Die Schärfe des Bildes slecht,die Regie und Inszenierung haben nicht eine optimale Qualität. Wenn mann die Produktion vergleicht mit der Metproduktion (Levine, Schenk, Schneider-Siemssen) ist die Letzte weitaus besser. Die Metproduktion ist überhaupt die beste die ich je gesehen habe.Aber algemein bekannt ist ja dass Otto Schenk ein viel bessere Regisseur ist als Wolfgang Wagner. Besonders was Personenregie und Mimik betrifft ist Schenk der Beste und vergleichbar mit Wieland Wagner, Felsenstein und die grosse Italiener Visconti, Fellini und Zeffirelli.
Erstklassige, traditionelle Inszenierung! 5 von 5 Punkten Diese, fuer Liebhaber des modernen Theaters etwas altmodische, Inszenierung der Meistersinger ist trotzdem mehr als durchschnitlich. Wolfgang Wagner richtet sich hier vor allem auf die Karakter der Personen in dieser einzigen komischen Oper Richard Wagners. Das gibt das Werk einen ganz neuen Glanz und dadurch bekommt die Oper - die mir persoenlich immer als uninteressanteste Wagners Opern gewesen ist - eine Tiefe die sie bisher kaum gehabt hat.
Musikalisch ist Meistersinger bei Veteran Horst Stein in sehr guten Haenden. Das gilt auch alle wichtigen Partien: Bernd Weikl ist ein ausgezeichneter Sachs: gerade jung genug um fuer Eva noch einen plausibelen Ehekandidat zu sein. Mari Anne Haggander ist eine sehr akzeptabele Eva; Marga Schiml wirkt etwas alt, vor allem neben ihrem sehr jungen Werber David (Graham Clark ist wieder mal Spitze!). Siegfried Jerusalem ist ein intelligenter, schoener (sowol musikalisch als vom Aussehn her) Stolzing und Hermann Prey schliesslich: der beste und vor allem auch ueberraschendste Beckmesser bisher! |
Richard Wagner - Parsifal (NTSC) Siegfried Jerusalem, Waltraud Meier, Bernd Weikl DVD, 5. November 2002 Verkaufsrang: 30499 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Parsifal Gesamtaufnahme. 2 DVD-Videos. AV
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)
Seit in Bayreuth "nicht mehr erlebbar"... 5 von 5 Punkten ist diese Schenk Inszenierung unverzichtbar geworden. Allen voran ist Waltraud Meier mit einer fantastischen Kundry zu erwähnen. Da auf den Bühnen derzeit in werkschänderischen Exzessen geschwelgt wird, muß sich der Kenner vor den heimischen DVD Player zurückziehen, bis sich das Regietheater und dessen intelektuelle... Freunde selbst ad absurdum geführt haben.
Weitere Kundenmeinungen |
Wagner, Richard - Das Rheingold James Morris, Christa Ludwig, Siegfried Jerusalem DVD, 5. November 2002 Verkaufsrang: 37026 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)
Machterwerb und Machtverlust 5 von 5 Punkten "Das Rheingold", der Auftakt zu Richard Wagners Jahrhundertwerk, der Operntetralogie "Der Ring des Nibelungen", birgt bereits das Hauptthema des gesamten Rings: die Macht. Die Liebe zwischen Mann und Frau ist das zweite große Thema der Tetralogie, aber im "Rheingold" spielt sie noch keine herausragende Rolle. Hier gibt es statt einer Romanze um zwei Liebende nur ein reichlich betagtes Götterehepaar (Wotan und Fricka), einen verspotteten Möchtegern-Liebhaber (Alberich) und einen Riesen (Fasolt), der unglückselig in die falsche Frau (Freia) verliebt ist. Kein Liebesdrama also, stattdessen ein mythengesättigtes Werk, das davon erzählt, unter welchen Umständen ein allmächtiger Ring gewonnen wird und goldene Reichtümer angehäuft werden - und welche Risiken damit verbunden sind. Der Ring verleiht seinem Besitzer Macht, und Macht ist der Kern aller Politik. Wagners "Rheingold" ist eine im Gewand des Mythos daherkommende künstlerische Auseinandersetzung mit der Politik, nicht zuletzt auch mit den konkreten politischen Wirren zu Wagners Zeit.
Endlich wieder Wagner, statt Regiegenies 5 von 5 Punkten Diese Aufnahme ist unbedingt empfehlenswert! Zum einen darf auch das Auge 'mitessen', das Stück wird mit kleinem Bühnen- und Kostümaufwand in das richtige Zeitfenster gesetzt und man muß sich nicht ständig über fürchterlichen Klimbim ärgern, und zum Zweiten steht hier Wagner auf der Bühne und nicht das Ego der mitunter doch sehr kreativen und heute leider zu häufig leitenden Regie'genies'!
Ob die orchestrale Umsetzung zu 100% gelungen ist oder die Sänger alle in allen Szenen überzeugen, kann ich nicht beurteilen, dazu bin ich zuwenig tatsächlicher oder selbsterklärter Spezialist, bzw. Experte.
Meine Aussage: es gefällt mir außerordentlich, besser als viele Aufführungen, die ich mir im Leben angetan habe. Ich habe mir die DVD schon mehrfach angesehen und angehört und werde dieses noch oft wiederholen! Kleiner Tipp: Kopfhörer!
The costumes could steal the scene 5 von 5 Punkten Interesting story of Rheine maidens teasing poor Alberich (Ekkehard Wlaschiha) while protecting gold that can be turned into a ring. The ring in return gives the bearer the world.
Mean while Wotan (James Morris) has had a fortress built by giants in exchange for his sister-in-law Freia. Evidently he was planning on getting out of the deal with the help of his friend Loge (Siegfried Jerusalem). So can Loge work something out and will it involve the ring?
This is the version I grew up with and have seen them when they came to town. I waited for a commercial release of this fine production. One of the added DVD extras is pictures of what now are hokum getups that the previous productions wore. Of course they were a product of their time.
Hopefully one day someone will make a movie of the story; until them this rendition has remain the best representation in costume and sound. I even have the sound recording for the car.
Das Rheingold in vollem Glanz! 5 von 5 Punkten Wer endlich "Das Rehingold" so sehen möchte, wie e im (Text)buche steht, der wird von dieser Inszenierung nicht enttäuscht. Otto Schenk at his best! Gleich zu Beginn fällt angenehm auf, daß man während des grandiosen Vorspiels KEIN Orchester sieht, sondern lediglich projezierte Wellen. Ist man dann in den Tiefen des Rheines angelangt, ist man TATSÄCHLICH auch dort! Nicht etwa in der TRinkhalle eines Kurortes, an einem Stauwerk oder einer undefinierbaren Disco! Sehr gut gelungene Umbauten bringen uns auf die "freie Gegend auf Bergeshöhen", Walhall ist ein schroffer Bergesgipfel, die Lichtregie ist einzigartig! In diesem Sinne geht es weiter bis zum Einzug der Götter in Walhall ein wunderbarer Regenbogeneffekt bildet den Abschluß eines grandiosen Opernerlebnisses. James Morris IST Wotan, Christa Ludwig IST Fricka und Siegfried Jerusalem zeigt einen ausgezeichneten Loge. Besonders hervorheben möchte ich das "Brüderpaar" Eckehard Wlaschiha und Heinz Zednik: Das kann man fast nicht mehr besser machen! Kaufen, sehen, hören, genießen!
überflüssig 1 von 5 Punkten Die Inszenierung ist technisch gelungen. Das ist die einzige positive Nachricht. Ansonsten ist ein Warnung nötig: Gediegene Sänger allein machen keine brauchbare Aufführung. Dazu gehört ein interessantes Orchester (nicht das dieser MET-Aufführung), ein Dirigat mit Konzept (nicht vorhanden - nur mittelmäßiger Schönklang), eine Bühnenvision (von einem herrlich gelangweilt blickenden Jerusalem abgesehen keine Spur von Personenführung). Wagner für Pralinenfreunde. Vom "Ring" keine Spur.
Weitere Kundenmeinungen |
Wagner, Richard - Das Rheingold Siegfried Jerusalem, Donald McIntyre, Heinz Zednik DVD, 20. Juni 2005 Verkaufsrang: 41408 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Zappeliger, aber genialer Auftakt 5 von 5 Punkten Chéreau macht das Phantastische in Wagners Ring häufig als Theatermaschine sichtbar: So wird der Rhein von einem Stauwehr produziert und gebändigt, Donner und Froh lassen Dämpfe aus einer Kiste aufsteigen und ziehen an der Leine zur Enthüllung Walhalls. Die Riesen werden durch fahrbare Untersätze und Armprothesen vergrößert. Auch der Drache Fafner wird im „Siegfried" als Bühnenmaschine hereingefahren. Dies mag den häufig filmischen Intentionen Wagners widersprechen, erzeugt in unserer von Spezialeffekten gesättigten Zeit jedoch eine wohltuende Transparenz. Als Hauptaspekte der Inszenierung sind im „Rheingold" wohl die gewaltsame Bändigung von Naturhaftem (Naturelemente) und Liebe zu nennen. Dabei kritisiert Chéreau die Göttergesellschaft ebenso wie den proletenhaft aufbegehrenden Alberich (Hermann Becht) und die Freia befummelnden Riesen. Froh streckt sich als Goethe-Verschnitt auf den gelieferten Goldbarren aus; Wotan, wohlhabender Unternehmer, drängt gewaltsam die Hilfe suchenden Nibelungen (ausgebeutete Kinder und Behinderte!) zurück. Loge (Heinz Zednik) wuselt als Mischung aus buckligem Hofnarr und Riff-Raff (Rocky Horror Picture Show) über die Bühne. Die anderen Figuren bedrohen ihn oder folgen ihm gebannt. Hier zeigt sich ein Hang zum Aktionismus: Sogar zur Einleitung seiner sehr lyrischen Erzählung („Soweit Leben und Weben ...") muss Loge in Freias Schleier „tanzen". Dieses Gehetzte wird durch die vielen Schnitte und Nahaufnahmen verstärkt. Im Gesamtbild der Bühne könnte dies durchaus reizvoller wirken. Aus dem homogenen Ensemble mit seinen brillanten darstellerischen Leistungen ragen stimmlich Matti Salminens Fasolt und Donald Mc Intyres Wotan heraus, außerdem Siegfried Jerusalem als noch erfreulich „unheldischer" Froh. Heinz Zednik verkörpert einen souveränen Loge, wobei er die Partie stärker vom Deklamatorischen her angeht (wie Stolze oder Schreier), weniger von der Gesangslinie (wie beispielsweise Svanholm).
Untertitel 2 von 5 Punkten Obwohl ich diese Aufnahme künstlerisch sehr schön finde, stört mich sehr sie mit Libretto anschauen zu müssen, um den Wagnertext besser zu verstehen. Gerade in einem Format in dem man in der Regel verschiedene Sprachen auswählen kann ist es sehr komisch, dass die Originalsprace nicht vorhanden ist. |
Wagner, Richard - Siegfried (GA) Siegfried Jerusalem, Heinz Zednik, James Morris DVD, 5. November 2002 Verkaufsrang: 42947 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)
Das Zwischenspiel ein Höhepunkt! 5 von 5 Punkten Zu Unrecht wird der "Siegfried" oft als Zwischenspiel im "Ring des Nibelungen" bezeichnet; diese Inszenierung von Otto Schenk zeigt, daß dies eine falsche Ansicht ist. Er arbeitet behutsam an den komödiantischen Elementen, ohne Auszugleiten, Zedniks hervorragender Mime kann auf dieser Leinwand glänzen. Die Regie balanciert meisterhaft auf dem Grad zwischen ernster Oper und Augenzwinkern, so daß Langeweile nicht aufkommen kann. Wenn Siegfried Mime ersticht, empfinde ich diese Szene immer als problematisch, man gerät in die Gefahr, Siegfried unsympathisch werden zu lassen (was ohnedies immer leicht geschieht!) Hier wird es zu einer Mischung aus Unfall und Absicht und wenn Siegfried später das Schwert von sich wirft, ist er gänzlich rehabilitiert. Insgesamt folgt Schenk jedoch den exakten Regieanweisungen Wagners, was immer die stärkste Form der Umsetzung ist, da die Vorstellung der Bewegung Wagners kompositorischem Ansatz immer vorausging. Jede konträre Bewegung läuft unmittelbar der Musik zuwider und führt bestenfalls zu Irritationen im Publikum. Das Bühnenbild ist grandios gestaltet, ein Waldstimmung, die man heute im Zeitalter des (Regie)experimentismus all zu oft vergeblich sucht. Die Lichtregie ist, wie in diesem ganzen „Ring" nicht mehr zu verbessern. Hervorzuheben ist auch die vorbildliche Fersehregie von Brian Large, die Kamerafahrt durch den finsteren Wald während des Vorspieles zu zweiten Akt steigert die Musik so, daß einem kalte Schauer über den Rücken laufen. Mutig ist die Idee, den Drachen als spinnenartiges Wesen darzustellen, läßt aber einen brauchbaren Kampf mit Siegfried zu, der dank guter Schnittechnik der Rasanz von Wagners Musik gerecht wird und zeigt, daß man auch in einer stimmigen Inszenierung mal etwas anders machen kann. Besonders hervorheben möchte ich die Wotan/Erda Szene in der tatsächlich die beschriebene Stimmung aufkommt und Erda in der Tat ganz wie „mit Reif bedeckt" erscheint. Man kann es nicht besser machen! Die Sänger und Orchester sind durchweg in Hochform. Dieser „Siegfried" ist gemacht für echte Wagnerianer, die eine Chance bekommen wollen, eine Umsetzung zu sehen, die sich darum bemüht an Wagners von ihm selbst beschriebener Vorstellung heranzureichen. Kaufen!
Wagner wäre sehr zufrieden!!! 5 von 5 Punkten Für einen Regisseur ist Wagners "Ring" gewiss eine der größten Herausforderungen der Opernwelt. Gerade im "Siegfried" ist es sehr schwer die lyrische, naturberauschende Stimmung gelungen auf die Bühne zu bringen. Doch dies gelingt Otto Schenk ohne Probleme. Er hält sich streng an die Anweisungen von Wagner und man könnte meinen, dass alles nicht im Theater sondern wirklich in einem düstren Wald gefilmt wäre. - GENIALE INSZENIERUNG!!! Die Sänger sind ebenfalls nicht zu übertreffen: Siegfried Jerusalem singt seinen Namensvetter mit klarer, leichter Stimme und überzeugt auch durch sein unleugbar gutes Aussehen. Heinz Zednik ist gewiss der beste Mime den es um 1980-1990 gab. Wie schon bei Chérau meistert er stimmlich wie schauspielerisch die Partie ohne Probleme. - Superklasse! James Morris tritt voll in die Fußstapfen seines Lehrers dem brilliaten Wotansänger Hans Hotter. Hildegard Behrens singt die Brünnhild mit schöner, klangfarbener Stimme. Nur ab und zu spricht sie etwas undeutlich beim singen. Aber darüber sieht man gerne hinweg. Fazit: Ein grandiose Inszenierung und überragende Kostüme machen diesem "Siegfried" zum Besten auf dem Markt.
sehr gelungen! 5 von 5 Punkten Man muß keine Kenner Wagners Werke sein oder gar ein eingefleischter Wagnerianer, um diese Darstellung einfach zu genießen. Die DVD gibt einem einen wahrlich abendfüllenden Genuß für das Auge und das Ohr. Siegfried wird einfach großartig von Jerusalem gespielt und ist sowohl von der Mimik, der schauspielerischen Leistung aber insbesondere durch seine wunderbare Stimme einzigartig beeindruckend. Der Zuschauer und Hörer taucht ein in die Welt des Siegfried, die getreu Wagners umgesetzt und auch in den Texten unverändert übernommen worden ist. Das Zusammenspiel Siegfrieds mit seinem Ziehvater Mime, ebenfalls großartig gespielt, ist ein besonderer Hochgenuß zweier wirklicher Künstler. Wie sehr die Künstler sich mit ihrer Rolle indentifizieren und sich fast verausgaben, zeigt ihre Atemlosigkeit nach den einzelnen Akten, wofür man einfach Bravur zollen muß. Alles in allem absolut zu empfehlen und auf jeden Fall öfter zu genießen. Keine falsche Scheu vor diesem klassischen Werk, sobald man eingeschaltet hat, kommt die Faszination wie von selbst.....
Einzigartig gut 5 von 5 Punkten Ich kann jedem diese DVD nur empfehlen. Die Inszenierung ist einzigartig. Ich glaube Richard Wagner hätte seinen Spaß daran gehabt. Eine Inszenierung, die sich wirklich bis ins Detail an die Vorgaben von Wagner hält, ohne jegliche moderne Interpretation. Jerusalem als Siegfried ist wirklich toll. Die anderen Sängerleistung ebenfalls. Die Bildschärfe und der Ton sind sehr gut. Einzig allein das Booklet ist etwas lieblos reingelegt, ohne das man es irgendwo einklemme kann. Es ist aber sehr informativ. Die Menüführung ist im Gegensatz zu der Walküre auch ok. Alles in allem, wirklich sehenswert und jedem Ringliebhaber ans Herz zu legen. |
Wagner, Richard - Götterdämmerung (GA) (2 DVD) Siegfried Jerusalem, Hildegard Behrens, Anthony Raffell DVD, 5. November 2002 Verkaufsrang: 44291 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Götterdämmerung als echter Höhepunkt! 5 von 5 Punkten Wer diese Götterdämmerung gesehen hat, wird keine Wünsche mehr offen haben; es ist die derzeit Weltbeste Inszenierung. Otto Schenk hat sich selbst übertroffen. In einem gänzlich Wagners Intension folgenden Bühnenbild können die Sängerschauspieler ihr ganzes können entfalten ohne von einem "Genieregisseur" vergewaltigt zu werden. Außerordentlich hervorzuheben ist Matti Salminen als beängstigender Hagen: Selten kann man seine Alberichszene exakt nach Wagners Anweisung sehen und nicht sinnentstellt. Lichtregie und Kameraführung (Brian Large) kooperieren meisterhaft. Beispielhaft möchte ich den Schluß herausgreiefn, der uns Tatsächlich den Brand der Gbichungenhalle mittels ausgezeichneter Hydrauliktechnik erleben läßt, uns in die Tiefe des Rheines führt und schließlich den Brand Walhalls sichtbar werden läßt. Eine Szene vor der das "Regiethesaster" oftmals unter Vorgabe der Inovation kapituliert. Echte Wagnerianer werden von dieser DVD begeistert sein: Unbedingt kaufen!
Sehenswert 4 von 5 Punkten Wie die drei vorherigen Ring-Opern finde ich auch diese Aufführung sehenswert. Künstlerisch einwandfrei. Levine dirigiert einen sehr gemächlich, was aber dem künstlerischen keinen Abbruch tut. Die Bildqualität ist leider nur als Mittelmaß zu bezeichnen. Die Tonqualität ist sehr gut und das Booklet sehr informativ. Leider ist die Menüführung auf der zweiten DVD nicht so gut. Die Inszenierung ist auf alle Fälle sehenswert. Schenk hat sich genau an die Vorgaben von Richard Wagner gehalten. Keinerlei zusätzliche Interpretationen. Für alle die die modernen Inszenierung leid sind, ist diese Ringfassung sehenswert.
Götterdämmerung an der Met 4 von 5 Punkten An der New Yorker Metropolitan Opera ist man auch bei der Götterdämmerung den Weg der naturalistischen Bühnendarstellung gegangen . Schneider-Siemssen hat sich an viele Wagner Anweisungen gehalten und ein konservatives Bühnenbild geschaffen. Die ganz veralteten Kostüme mit Flügelhelmen gibt es aber zum Glück nicht mehr. Sehr eindrucksvoll ist das Finale mit dem die ganze Bühne füllenden Feuer, dem Einsturz der Halle und die Umwandlung in die Unterwasserwelt des Rheins. Ausgezeichnete Bildregie führte Brian Large. Musikalisch überzeugt das Dirigat von James Levine, der die Oper zwar langsamer dirigiert als manche Kollegen, dafür aber alle Feinheiten herausarbeitet. Von den Sängern ist vor allem Matti Salminen hervorzuheben, der den Hagen mit viel Volumen und vor allem sehr böse singt und spielt. Siegfried Jerusalem und Hildegard Behrens waren Anfang der 90-er Jahre an ihrem stimmlichen Horizont und überzeugen in ihren Rollen (was sie in letzter Zeit leider nicht mehr tun). Bei Jerusalem merkt man zwar, daß er sich mit Kraft durch die Partie schlägt, aber er kommt noch gut durch. Wirklich farblos ist Anthony Raffell als Gunther. Diese Aufnahme kann nach meiner Meinung zwar nicht mit den ganz großen Einspielungen wie z. B. dem Solti-Ring mithalten, zählt aber sicher zu den besten jüngeren Aufnahmen. All jene, die ein naturalistisches Bühnenbild wollen, sind sicher gut beraten diese 280 Minuten dauernde Doppel-DVD zu kaufen. |
Wagner, Richard - Siegfried / Ring Der Nibelungen (2 DVDs) Orchester der Bayreuther Festspiele, Siegfried Jerusalem, Anne Evans DVD, 16. Juni 2006 Verkaufsrang: 40600 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Siegfried" mit Siegfried - Desperados lauern auf den Ring 5 von 5 Punkten Dieser Siegfried" bietet eine sinnvolle Alternative zur Chéreau-Inszenierung, da Kupfer und Barenboim einen stimmlich und darstellerisch überzeugenden Siegfried (im doppelten Sinne: Siegfried Jerusalem) aufweisen können. Manfred Jung bei Chéreau / Boulez enttäuscht da eher (René Kollo war nicht bereit, den Siegfried auch in der Götterdämmerung" zu singen, daher wählte Chéreau Jung für beide Abende).
Jerusalem gelingt aufgrund seiner Erfahrungen im Oratorien- und Liedgesang eine weitgehend lyrisch-differenzierte Interpretation und auch die schauspielerische Leistung ist - wie bei allen beteiligten - großartig. Der Schwachpunkt Jerusalems, die angestrengte, gepresste Tongebung in der Höhe (wegen der er in den 80ern als Bayreuther Stolzing nie überzeugen konnte), fällt im Siegfried" etwas weniger ins Gewicht (stärker jedoch in der Götterdämmerung"). Da die Akte offensichtlich einzeln aufgezeichnet wurden, erlebt man diesen Sänger in (relativer) Topform.
Gleiches gilt für John Tomlinson, der sich mit der Rolle des Wanderers bis zur Verausgabung identifiziert. Seine Beherrschung und Interpretation des deutschen Textes ist vorbildlich. Stimmlich reicht er in den besten Momenten an große Vorbilder heran. Vereinzelt allerdings werden Überanstrengungserscheinungen seiner Bassstimme (!) deutlich, die durch die Wagnerschen Heldenpartien wohl zwingend hervorgerufen werden. Wer Tomlinsons Stimme unverbraucht und technisch souverän erleben möchte, kann zu Trevor Pinnocks Messias-Aufnahme greifen.
Graham Clark, mit solidem Tenor, charakterisiert den Mime eher durch seine grandiosen schauspielerischen Fertigkeiten als durch Textgestaltung und Tongebung. Wie die meisten Darsteller kriecht, klettert und springt er über die Bühne. Günter von Kannens Alberich hingegen kann in jeder Hinsicht überzeugen.
Anne Evans lyrische Stimme ist als Brünnhilde im Siegfried" überzeugend eingesetzt.
Zur INSZENIERUNG: Während Chéreau seinen Ring in die Entstehungszeit des Werks verlegte, spielt Kupfers Siegfried" in den Trümmern einer von Katastrophen verwüsteten Zukunft. Als einheitlicher, aber veränderbarer Schauplatz für alle vier Abende dient dabei die Straße der Geschichte", auf welcher die überlebenden, in Fetzen gekleideten Desperados" sich bewegen und in zerbombten Zivilisationstrümmern klettern und springen. Diese Straße wird im dritten Akt durch flackernde Laserblitze erhellt, wenn Wotan Erda (überzeugend: Linda Finnie) beschwört und wenn Siegfried das Feuer durchquert. Vermutlich war der Walkürenfelsen der Chéreau-Inszenierung (Bühnenbild: Richard Peduzzi) suggestiver als die einsame Geschichtsstraße, auf der sich Brünnhilde und Siegfried bei Kupfer begegnen bzw. entgegenkriechen.
Weitere Besonderheiten: Fafner (solide: Philip Kang) wird durch Greifarme, halb Mensch, halb Maschine, dargestellt, die Siegfried von allen Richtungen bedrohen und verwandelt sich im Sterben - ähnlich wie bei Chéreau - zurück in den Riesen.
Der Waldvogel, der bei Chéreau noch in Wotans Gehege und Käfig gefangen war und durch Siegfried befreit wurde, wird bei Kupfer vollends zur Marionette am Faden des Wanderers, was auf einer rationalen Ebene verständlich sein mag. Für mich war Chéreaus Version jedoch näher an der Musik (ob der Vogel zuvor von Wotan dressiert wurde, weiß man nicht).
FAZIT: Chéreaus Regie-Konzept ist vielleicht eine Spur überzeugender (Boulez' Dirigat ist ohnehin souverän), seine Aufzeichnung leidet jedoch unter der sängerische Leistung Manfred Jungs in der Titelrolle. Daher ist die hier besprochene DVD unter Kupfers Regie für mich eindeutig zu bevorzugen.
Wagner wäre begeistert gewesen 5 von 5 Punkten Eine sehr gelungene Umsetzung.Bayreuth im heimischen Wohnzimmer erleben.Sound und Bildqualität sensationell gut über die einzelnen Darsteller braucht man ja wohl nicht mehr viel sagen der Beste Siegfried den ich je gesehen habe. |
Great Composers Vol. 2: Beethoven/Wagner Chamber Orchestra Of Europe, Siegfried Jerusalem, Deborah Polaski, Munich State Opera, Zubin Metha DVD, 25. März 2002 Verkaufsrang: 49066
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Documentari didatticamente ben fatti 4 von 5 Punkten La vita di Beethoven e di Wagner presentata in modo accattivante e documentato. Interviste a prestigiosi interpreti e musicologi arricchiscono questa serie di documentari sulla vita dei musicisti. Questa edizione ha unicamente l'audio inglese, ma sono disponibili i sottotitoli francesi, tedeschi, spagnoli ed italiani.
Da notare qualche imprecisione nella traduzione italiana: chiave invece di scala, corde invece di accordi: peccato! Per questo motivo ho tolto una stellina, resta il fatto che i documentari (prodotti dalla BBC) sono fatti molto bene e possono essere proposti a degli studenti di scuola media superiore. |
Mahler, Gustav - Das Lied von der Erde: Portrait und Konzertmitschnitt Waltraud Meier, Siegfried Jerusalem, Plácido Domingo DVD, 22. April 2003 Verkaufsrang: 16695
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Portrait mit phantastischem Konzert! 5 von 5 Punkten Ein rundum gelungenes Portrait über diese Ausnahme-Künstlerin. Sehr unterhaltsam die Gesprächsteile, bisweilen sogar lustig. Eine Sängerin, die sich immer wieder von neuem Gedanken über ihre Berufung macht. Ein wirklich gelungener Einfall ist aber das komplette (!!!) Konzert neuesten Datums (2001) mit Mahlers "Lied von der Erde" auf dieser DVD. Hier kommt auch das musikalische nicht zu kurz, wie ja so oft bei Künstlerportraits! Eine wirkliche Entdeckung hierbei ist vor allen Dingen der junge, International aber bei weitem nicht mehr unbekannte jugendliche Heldentenor Tenor Torsten Kerl. Was für eine wunderschöne Stimme! Was für eine mühelose Höhe in dieser extremen Gesangslage. Musikalisch und gestalterisch steht er seiner berühmten Partnerin in diesem Konzert in nichts nach. Beide interpretieren die Lieder sehr gesanglich. Hier werden die Texte poentiert gesungen, aber nicht "ver-opert". Von Meier kennt und erwartet man diese Leistung. Beruhigend aber zu hören, daß auch der oft gescholtene, sogenannte Nachwuchs hier vertreten durch den jungen Tenor Torsten Kerl, ebenso beeindrucken kann. Semyon Bychkov ist für meinen Geschmack etwas zu trocken. Hervorragend dennoch der weiche, pastose Klang des Orchesters. Fazit: Informativ nicht nur für Waltraud Meier-Fans; in jedem Fall aber ein muß (!) für Liebhaber von Mahlers "Lied von der Erde". |
Wagner, Richard - Die Meistersinger von Nürnberg Orchester der Bayreuther Festspiele, Chor der Bayreuther Festspiele, Siegfried Jerusalem Videokassette, 1. Juli 1991 Verkaufsrang: 5597
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
All Directions - The Temptations 5 von 5 Punkten The Temptations - Soul vom feinsten! Gerade die langen Stücke lege ich mir immer wieder auf und "Papa Was A Rollin' Stone" ist auch nach so langer Zeit immer noch einer der besten Soultitel, die es gibt. "I Ain't Got Nothin'", - ein anderer Hit, insgesamt ein sehr gutes Album einer Gruppe, die Musikgeschichte geschrieben hat.
Historische Aufführung von Richard Wagners Enkel 5 von 5 Punkten Opernregiesseure interessieren sich oft wenig für das Original und das historische Detail einer Oper. Anders dagegen bei der Inszenierung von Wolfgang Wagner, Enkel von Richard Wagner, die 1984 in Bayreuth stattfand und von Philips Video aufgenommen wurde. Wagner zeichnet detailliert das historische Umfeld nach: die Nürnberger Katharinenkirche (heute Katharinenruine), mittelalterliche Kostüme und Atmosphäre. Die Gesangsleistungen der vierstündigen Aufführung sind enorm, besonders von Hermann Prey, Siegfried Jerusalem und Bernd Weikl.
Traditionelle Aufführung von Wagners Urenkel 5 von 5 Punkten Opernregiesseure interessieren sich oft wenig für das Original und das historische Umfeld einer Oper. Anders dagegen bei der Inszenierung von Wolfgang Wagner, Urenkel von Richard Wagner. Er zeichnet detailgetreu die historischen Orte nach: die Nürnberger Katharinenkirche (heute Ruine) oder die mittelalterlichen Kostüme. Die Gesangsleistungen sind enorm, besonders von Hermann Prey, Siegfried Jerusalem und Bernd Weikl. |
 | Seiten: 1 2 |  |
|

|