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| DVDs: Ulla Jacobsson | Kundenmeinungen Kurzbeschreibungen Inhaltsangaben |
Zulu Stanley Baker, Jack Hawkins, Ulla Jacobsson DVD, 7. November 2002 Verkaufsrang: 12199 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Paramount Zulu, USK/FSK: 16+ VÃ-Datum: 07.11.02
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)
Intelligentes Schlachtengemälde 5 von 5 Punkten Ich mag Kriege nicht, und auch die meisten Kriegsfilme, da sie häufig einseitig verfälscht (der Hitlerfaschismus beispielsweise wurde filmtechnisch fast ausschließlich von Westalliierten bezwungen) oder aber feindbildproduzierend sind, um das so erschaffene "Gute" für die übelsten Gewalttaten zu legitimieren.
Dieser Low-Budget-Film ist eines der wenigen gegenteiligen Beispiele gerade aus England, wo man doch das eine oder andere haarsträubende, arrogante oder gar überhebliche Heldenepos abgeliefert hat.
Beide Kriegsparteien werden respekt- und würdevoll und in erster Linie als Menschen gezeichnet. Die Angst steht den Kriegern beider Parteien in die Augen geschrieben. Natürlich ist es letztendlich auch ein Heldenepos, in dem wieder mal die Engländer für ihre Tapferkeit, trotzten sie dem Feind doch ausdauernd trotz drastischer Unterzahl, mit allerhand Metallschmuck verziert werden, aber es zeigt mehr von der dunklen Seite und dem Unsinn des Krieges.
Der Film ist medienwirksam konstruiert, aber das auf eine recht intelligente Weise. Er wirkt trotz seiner Länge kurzweilig und hält lange einen hohen Spannungsbogen.
Ich weiß nicht, was einige User hier für eine DVD-Version bewertet haben (vom Filmgeschmack mal abgesehen), aber meine DVD läuft qualitativ einwandfrei. Das Bild ist ungewöhnlich gut für einen Film von 1964 und auch der Ton kommt gut rüber. Und seinerzeit gab es noch keine Digitaltechnik (immer dieses Gejammer). Zusätzlich ist die Scheibe noch mit einem sehr guten zweiteiligen, untertitelten Making-Of bestückt, wo einige Darsteller und die Witwe des Produzenten bzw. Hauptdarstellers aus dem Nähkästchen plaudern.
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Kennwort: "Schweres Wasser" Kirk Douglas, Ulla Jacobsson, Michael Redgrave DVD, 11. August 2006 Verkaufsrang: 10704 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Norwegen, 1942. In der besetzten Provinz Telemark haben die Nazis ein Wasserwerk beschlagnahmt. Hier wollen sie unbemerkt eine grere Menge "schweres Wasser" produzieren, das sie zur Herstellung der Atombombe bentigen. Als es dem Widerstandskmpfer Knut Straud gelingt, einen Mikrofilm aus dem Werk zu schmuggeln und dem Osloer Wissenschaftler Dr. Rolf Pedersen auszuhndigen, fliegt der tdliche Plan der Deutschen auf. Die Alliierten beschlieen das Werk zu vernichten, doch eine Bombardierung wre zu gefhrlich. Straud und Pedersen kehren nach Telemark zurck und organisieren eine der spektakulrsten Widerstandsaktionen der Geschichte... Der packende Kriegsfilm nach authentischen Begebenheiten mit Oscar-Preistrger Kirk Douglas in der Rolle des couragierten Dr. Pedersen war Anthony Manns letzter Film!
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Agententhriller mit Geschichtsuntericht 4 von 5 Punkten Der Film "Kennwort: Schweres Wasser", englischer Originaltitel: "The Heroes of Telemark", mit Oskarpreisträger Kirk Douglas als couragiertem Atomforscher Dr. Rolf Pedersen, führt uns zurück in die jüngste deutsche Geschichte. 1944 gab es noch keine "Achse des Bösen", sondern die Achsenmächte Italien, Deutschland und Japan. Damals war es nicht Nordkorea, sondern das Deutsche Reich, das Kernwaffenforschung betrieb. Ob dies der Hintergedanke von Kinowelt war, das Kriegsdrama von 1965 gerade jetzt auf DVD zu brennen? Interessant ist der Film, weil die Story auf wahren Begebenheiten beruht. Tatsächlich gab es ein alliiertes Sabotageunternehmen, das die Herstellung von Schwerem Wasser, Ausgangsprodukt für die thermonukleare Kernfusion, im besetzten Norwegen verhindern sollte. Mit einem echten Making Of (!), orig. Kinoversion
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Unruhige Nacht Bernhard Wicki, Hansjörg Felmy, Ulla Jacobsson DVD, 16. Februar 2007 Verkaufsrang: 14963 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Kinowelt Unruhige Nacht, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 16.02.07
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Sehr menschlich und sehr politisch 5 von 5 Punkten Kurz nach dem Krieg gedreht, reflektiert dieser Film einfach um ein Vielfaches besser die Wirklichkeit nationalsozialistischer (und wohl auch sonstiger) Kriegsführung als moderne Filme zu ähnlichen Themen.
Mindestens zwanzigtausend Deserteure wurden während des Krieges hingerichtet, so dass diese Geschichte durchaus einen realen Hintergrund hat.Mir hat besonders gefallen, dass die Darsteller einfach sehr überzeugend reale Kriegsteilnehmer darstellen, so wie ich sie von den Kriegserzählungen meiner Verwandten her kannte, aber sie als Kind in den Fünfzigern und Sechzigern nur noch blass wahrnehmen konnte.
Albtraum 5 von 5 Punkten dieser Film ist ganz hervorragend gemacht, sein Thema aber ein Albtraum. Am Beispiel eines deutschen Militäralltags im Russlandfeldzug zeigen alle Schauspieler überzeugend, wie wenig Platz für Menschlichkeit im Militärgefüge nicht nur der deutschen Wehrmacht sondern aller kriegführenden Nationen vorhanden ist. Es ist kein einfacher Antikriegsfilm sondern eine Aufforderung an alle, sich selbst in die verschiedenen Rollen hineinzuversetzen und herauszufinden: "Hätte ich es unter den gleichen Umständen besser hinbekommen? Sind wir nur besser, weil wir so etwas nicht erleben müssen?" Der Film ist trotzdem mitreißend und zeigt viele Scenen großer menschlicher Wärme. |
Das Lächeln einer Sommernacht. Ingmar Bergman Edition Gunnar Björnstrand, Ulla Jacobsson, Eva Dahlbeck DVD, 10. August 2004 Verkaufsrang: 28261 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Arthaus Das Lächeln einer Sommernacht, USK/FSK: 16+ VÃ-Datum: 10.08.04
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)
Bergman für Einsteiger 5 von 5 Punkten "Das Lächeln einer Sommernacht" ist vielleicht der beste Film, um ins künstlerische Schaffen des Regisseurs einzusteigen, denn er ist vielleicht der unterhaltsamste, unbeschwerteste Bergman-Film, eine bezaubernde Gesellschafts- und Liebeskomödie in prächtigen Bildern und mit einem gut aufgelegten Ensemble. Der Unterschied zu ähnlichen Filmen der Zeit aus den USA oder gar Deutschland besteht in seiner Offenherzigkeit im Umgang mit Sex und Beziehungen, die im Dialog (wenn auch nicht visuell)zum Ausdruck kommt. Allein dass hier zwei Frauen über das "erste Mal" sprechen, wäre damals nirgendwo anders möglich gewesen. So ist dann auf der DVD auch der deutsche Kinotrailer auf lustige Weise verklemmt. Die Bild- und Tonqualität der DVD ist hervorragend, man würde sich wünschen, dass endlich die übrigen Meisterwerke des genialen Regisseurs bei uns herauskommen. Als Extra findet sich auf der DVD dann noch der Audiokommentar eines Filmwissenschaftlers, der mal wieder beweist, dass deutsche Filmwissenschaftler durch die Bank spröde und unsexy sind. Ohne Humor, viel zu lahm und in einem einschläfernden Tonfall (als habe er Null Interesse an dem Film, was offensichtlich nicht sein kann) beschreibt er mehr, was wir ohnehin gerade sehen. Stellenweise klingt es wie der Hilfe-Kommentar für Sehbehinderte bei öffentlich-rechtlichen 2Kanal-Ausstrahlungen. Da sollten wir uns ein Beispiel an US-Filmhistorikern nehmen. Allein die Kommentare auf DVDs der Criterion Collection sind lebendig, humorvoll und wahnsinnig interessant. Hier leider gar nicht, aber das sollte man dem Film nicht anlasten, also volle Punktzahl.
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Zulu [UK IMPORT] Stanley Baker, Jack Hawkins, Ulla Jacobsson, James Booth, Michael Caine DVD, 18. November 2002 Verkaufsrang: 50023
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Historische Reminiszenz 5 von 5 Punkten Cy Endfields Film erzählt eine Geschichte, die nur in den frühen Sechzigern so erzählt werden konnte. Keine Hollywood-Superstars und keine deutsch bzw. englisch faselnden Eingeborenen, die für die Logik eines ungebildeten Schwarzen herhalten müssen. John Barrys sparsam eingesetzte Musik und die in satten Farben gezeigte südafrikanische Gebirgslandschaft tun ihr übriges. Was mich am Ende betroffen machte, war der Angriffs-Abbruch der Eingeborenen, nachdem Unzählige von ihnen systematisch gemetzelt wurden. Verzichteten sie doch auf die entgültige Vernichtung der Kolonial-Briten, ein Umstand, den man Eingeborenen nicht zutrauen würde; glaubt man doch voreingenommen, Wilde besäßen eine Schlachter-Mentalität. Doch dieses Filmende läßt einen umdenken, vorbehaltlich einer nachträglichen historischen Überprüfung, um dramaturgie-bezogene Aspekte ausschließen zu können. Insgesamt lebt dieser Film von seiner Geschichte und seinen unspektakulär handelnden Hauptpersonen Stanley Baker sowie Michael Caine, indem dem auf überfrachtete Special Effects verzichtet wurde. Waren sie doch 1963 auch gar nicht erst in der gegenwärtigen Qualität möglich. So wurde zwangsläufig aus der Not eine Tugend gemacht, indem unter Verzicht auf CGI-Effekte man sich auf die Geschichte selbst konzentrieren mußte, um sie dem Publikum attraktiv zu gestalten. |
Das Lächeln einer Sommernacht Gunnar Björnstrand, Ulla Jacobsson, Eva Dahlbeck Videokassette, 21. Oktober 1999 Verkaufsrang: 3357
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Sommernachtstraum auf Schwedisch 5 von 5 Punkten Um es gleich vorwegzunehmen: die Sommernacht lächelt dreimal. Und jedes Lächeln symbolisiert eine Art von Liebesbeziehung, wie sie zwischen Menschen existieren kann. Bergmans Liebeskomödie hat einen klassischen Aufbau. In einer verzauberten Sommernacht treffen sich ein Advokatenehepaar, ein Grafenehepaar, eine Schauspielerin - die die ehemalige Geliebte des Advokaten und derzeitige Geliebte des Grafen ist - sowie der Sohn aus der ersten Ehe des Advokaten und die Mutter der Schauspielerin.Während zu Beginn der Nacht die Beziehungen noch nicht richtig ausgelotet sind, haben sich am Morgen alle diejenigen, die zusammengehören, gefunden, und keiner bleibt mehr übrig. Was an dem Film fasziniert, ist seine Machart. Schwedische Mitternachtssonne, ein Liebeslied des altberühmten schwedischen Liedermachers Bellman, flirtende, eifersüchtige und sich duellierende Geliebte und ein wenig humorvoll-verschmitzte Philosophie darüber, was Liebe eigentlich ist - wem so etwas gefällt, der sollte diesen Film unbedingt sehen.
Köstlich 5 von 5 Punkten Schwermütige Problemfilme - dieses Etikett klebt an Ingmar Bergman wie das Postwertzeichen auf alten Briefen: Versuche, es abzureißen, enden meist in der Vernichtung des Originals. Ebenso düster und bemüht vergeistigt präsentieren sich viele seiner Anhänger. Doch nach all den ausschweifenden Einlassungen zum Autorenfilm und der Krise des Individuums in ‚Das siebte Siegel', ‚Das Schweigen', ‚Persona' usw. fällt meist jemandem ein, daß es einen Film gibt, der alle Bergman-Klischees auf den Kopf stellt: ‚Das Lächeln einer Sommernacht'. Kubrick schreibt, er habe die Bergman-Filme alle gesehen, doch dies sei sein liebster. Er könne ihn sich immer wieder ansehen. Weshalb, verstehen wir spätestens nach der skurrilen Szene zwischen Advokat Egermann (Gunnar Björnstrand) und Offizier Graf Malcolm (Jarl Kulle), ihres Zeichens ehemaliger und jetziger Geliebter der Schauspielerin Désirée Armfeld (Eva Dahlbeck). Der Ehemalige, durchnäßt zu Besuch bei der Schauspielerin und mit des Liebhabers Schlafrock und Bettmützchen ausgestattet, tritt diesem ungewollt gegenüber, als der Dragoner überraschend aus dem Manöver auftaucht. Ex: "Und, wird es Krieg geben?" - Geliebter: "Ach...weshalb sollte es?" - Ex: "Sehen Sie, das frage ich mich auch." Als Egermann später der Mutter Désirées (Najma Wifstrand) begegnet, stellt diese ob des zarten Alters seiner Frau (16) fest, was für eine reizende Tochter er habe. Belehrt, daß es die Gattin sei, fährt sie unbeirrt fort: ‚Nun, das Wichtigste ist doch, daß man nicht vollends den Verstand verliert ... finden Sie nicht, Advokat Egermann?' Was heutzutage von dillettierenden Amateuren zu fruchtig-frischen Gebrauchskomödien verarbeitet wird, kann in diesem Film anhand der Darbietung ertklassiger Schauspieler unter der Anleitung eines begnadeten Regisseurs genossen werden. Als hätte er's bei Lubitsch gelernt, so ungezwungen und leichtfüßig bewegt sich Bergman dieses eine Mal inmitten all der erdrückenden Sinnlosigkeit von ‚Krise' (1945) bis ‚Fanny und Alexander' (1982). Doch ganz ohne Tiefenreflexion geht's auch hier nicht - weshalb sollte es. Als die Bediensteten sich morgens im Heu wälzen und über die Mitternachtssonne sinnieren, breitet Bergman seine Idee der drei Lächeln einer Sommernacht aus: Das erste „zwischen Mitternacht und Morgengrauen, wenn die Liebenden zusammen sind und ihr Herz weit aufmachen", das zweite „für die Narren, die Törichten und die Unverbesserlichen", das dritte schließlich „für die Traurigen und die Bedrückten, die Schlaflosen und die Verirrten, für die Ängstlichen und Einsamen." Wärend die beiden weiter durchs Heu stöbern, erörtern sie Bergmans Vorstellung vollkommener Zuneigung. Das Konzept einer ‚Liebe der Liebenden' erscheint als moderne Tristan-und-Isolde-Parabel: Liebe, die über wenige Auserwählte wie ein Geschenk oder eine Strafe kommt. Wir anderen - „wir bitten um Liebe, wir rufen nach ihr, wir beten darum, wir schreien nach ihr, wir versuchen sie nachzumachen, bilden uns ein, daß wir sie haben, lügen sie uns vor - aber die Liebe der Liebenden besitzen wir nicht. Wir haben das Geschenk nicht bekommen, und die Strafe." Die Fälle der Liebesgestraften sind selten, und so besingt der Film den Alltag der gewöhnlichen, aber genügsamen Liebe. Ein eher sanftes Fazit für einen Regisseur, der sein Leben lang Werke über kaputte Beziehungen gedreht und dadurch unser Verständnis zwischenmenschlicher Abgründe wesentlich bereichert hat. Daß heitere Filme nicht blöd sein müssen und humorvolle Nachdenklichkeit nicht prätentiös zu wirken braucht, wissen wir schon seit Keaton und Lubitsch. Es ist ein Umstand, der sich leicht vergißt angesichts der für den Moment produzierten Alltagswerke der Filmindustrie in Europa und Amerika. Bergman behauptet auch auf diesem Terrain seinen unabhängigen Ansatz, der im ‚Lächeln einer Sommernacht' durch die jahrelange Theaterarbeit des Schweden zusätzlich an dramatischer Geschlossenheit gewinnt. |
Smiles Of A Summer Night [UK IMPORT] Ulla Jacobsson, Gunnar Bjornstrand, Eva Dahlbeck, Margit Carlqvist, Jarl Kulle DVD, 24. September 2001 Verkaufsrang: 65893 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Sommernachtstraum auf Schwedisch 5 von 5 Punkten Um es gleich vorwegzunehmen: die Sommernacht lächelt dreimal. Und jedes Lächeln symbolisiert eine Art von Liebesbeziehung, wie sie zwischen Menschen existieren kann. Bergmans Liebeskomödie hat einen klassischen Aufbau. In einer verzauberten Sommernacht treffen sich ein Advokatenehepaar, ein Grafenehepaar, eine Schauspielerin - die die ehemalige Geliebte des Advokaten und derzeitige Geliebte des Grafen ist - sowie der Sohn aus der ersten Ehe des Advokaten und die Mutter der Schauspielerin.Während zu Beginn der Nacht die Beziehungen noch nicht richtig ausgelotet sind, haben sich am Morgen alle diejenigen, die zusammengehören, gefunden, und keiner bleibt mehr übrig. Was an dem Film fasziniert, ist seine Machart. Schwedische Mitternachtssonne, ein Liebeslied des altberühmten schwedischen Liedermachers Bellman, flirtende, eifersüchtige und sich duellierende Geliebte und ein wenig humorvoll-verschmitzte Philosophie darüber, was Liebe eigentlich ist - wem so etwas gefällt, der sollte diesen Film unbedingt sehen.
Köstlich 5 von 5 Punkten Schwermütige Problemfilme - dieses Etikett klebt an Ingmar Bergman wie das Postwertzeichen auf alten Briefen: Versuche, es abzureißen, enden meist in der Vernichtung des Originals. Ebenso düster und bemüht vergeistigt präsentieren sich viele seiner Anhänger. Doch nach all den ausschweifenden Einlassungen zum Autorenfilm und der Krise des Individuums in ‚Das siebte Siegel', ‚Das Schweigen', ‚Persona' usw. fällt meist jemandem ein, daß es einen Film gibt, der alle Bergman-Klischees auf den Kopf stellt: ‚Das Lächeln einer Sommernacht'. Kubrick schreibt, er habe die Bergman-Filme alle gesehen, doch dies sei sein liebster. Er könne ihn sich immer wieder ansehen. Weshalb, verstehen wir spätestens nach der skurrilen Szene zwischen Advokat Egermann (Gunnar Björnstrand) und Offizier Graf Malcolm (Jarl Kulle), ihres Zeichens ehemaliger und jetziger Geliebter der Schauspielerin Désirée Armfeld (Eva Dahlbeck). Der Ehemalige, durchnäßt zu Besuch bei der Schauspielerin und mit des Liebhabers Schlafrock und Bettmützchen ausgestattet, tritt diesem ungewollt gegenüber, als der Dragoner überraschend aus dem Manöver auftaucht. Ex: "Und, wird es Krieg geben?" - Geliebter: "Ach...weshalb sollte es?" - Ex: "Sehen Sie, das frage ich mich auch." Als Egermann später der Mutter Désirées (Najma Wifstrand) begegnet, stellt diese ob des zarten Alters seiner Frau (16) fest, was für eine reizende Tochter er habe. Belehrt, daß es die Gattin sei, fährt sie unbeirrt fort: ‚Nun, das Wichtigste ist doch, daß man nicht vollends den Verstand verliert ... finden Sie nicht, Advokat Egermann?' Was heutzutage von dillettierenden Amateuren zu fruchtig-frischen Gebrauchskomödien verarbeitet wird, kann in diesem Film anhand der Darbietung ertklassiger Schauspieler unter der Anleitung eines begnadeten Regisseurs genossen werden. Als hätte er's bei Lubitsch gelernt, so ungezwungen und leichtfüßig bewegt sich Bergman dieses eine Mal inmitten all der erdrückenden Sinnlosigkeit von ‚Krise' (1945) bis ‚Fanny und Alexander' (1982). Doch ganz ohne Tiefenreflexion geht's auch hier nicht - weshalb sollte es. Als die Bediensteten sich morgens im Heu wälzen und über die Mitternachtssonne sinnieren, breitet Bergman seine Idee der drei Lächeln einer Sommernacht aus: Das erste „zwischen Mitternacht und Morgengrauen, wenn die Liebenden zusammen sind und ihr Herz weit aufmachen", das zweite „für die Narren, die Törichten und die Unverbesserlichen", das dritte schließlich „für die Traurigen und die Bedrückten, die Schlaflosen und die Verirrten, für die Ängstlichen und Einsamen." Wärend die beiden weiter durchs Heu stöbern, erörtern sie Bergmans Vorstellung vollkommener Zuneigung. Das Konzept einer ‚Liebe der Liebenden' erscheint als moderne Tristan-und-Isolde-Parabel: Liebe, die über wenige Auserwählte wie ein Geschenk oder eine Strafe kommt. Wir anderen - „wir bitten um Liebe, wir rufen nach ihr, wir beten darum, wir schreien nach ihr, wir versuchen sie nachzumachen, bilden uns ein, daß wir sie haben, lügen sie uns vor - aber die Liebe der Liebenden besitzen wir nicht. Wir haben das Geschenk nicht bekommen, und die Strafe." Die Fälle der Liebesgestraften sind selten, und so besingt der Film den Alltag der gewöhnlichen, aber genügsamen Liebe. Ein eher sanftes Fazit für einen Regisseur, der sein Leben lang Werke über kaputte Beziehungen gedreht und dadurch unser Verständnis zwischenmenschlicher Abgründe wesentlich bereichert hat. Daß heitere Filme nicht blöd sein müssen und humorvolle Nachdenklichkeit nicht prätentiös zu wirken braucht, wissen wir schon seit Keaton und Lubitsch. Es ist ein Umstand, der sich leicht vergißt angesichts der für den Moment produzierten Alltagswerke der Filmindustrie in Europa und Amerika. Bergman behauptet auch auf diesem Terrain seinen unabhängigen Ansatz, der im ‚Lächeln einer Sommernacht' durch die jahrelange Theaterarbeit des Schweden zusätzlich an dramatischer Geschlossenheit gewinnt. |
Zulu [UK-Import] Stanley Baker, James Booth, Michael Caine, Nigel Green, Jack Hawkins Videokassette, 18. Oktober 1999 Verkaufsrang: 23669
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Historische Reminiszenz 5 von 5 Punkten Cy Endfields Film erzählt eine Geschichte, die nur in den frühen Sechzigern so erzählt werden konnte. Keine Hollywood-Superstars und keine deutsch bzw. englisch faselnden Eingeborenen, die für die Logik eines ungebildeten Schwarzen herhalten müssen. John Barrys sparsam eingesetzte Musik und die in satten Farben gezeigte südafrikanische Gebirgslandschaft tun ihr übriges. Was mich am Ende betroffen machte, war der Angriffs-Abbruch der Eingeborenen, nachdem Unzählige von ihnen systematisch gemetzelt wurden. Verzichteten sie doch auf die entgültige Vernichtung der Kolonial-Briten, ein Umstand, den man Eingeborenen nicht zutrauen würde; glaubt man doch voreingenommen, Wilde besäßen eine Schlachter-Mentalität. Doch dieses Filmende läßt einen umdenken, vorbehaltlich einer nachträglichen historischen Überprüfung, um dramaturgie-bezogene Aspekte ausschließen zu können. Insgesamt lebt dieser Film von seiner Geschichte und seinen unspektakulär handelnden Hauptpersonen Stanley Baker sowie Michael Caine, indem dem auf überfrachtete Special Effects verzichtet wurde. Waren sie doch 1963 auch gar nicht erst in der gegenwärtigen Qualität möglich. So wurde zwangsläufig aus der Not eine Tugend gemacht, indem unter Verzicht auf CGI-Effekte man sich auf die Geschichte selbst konzentrieren mußte, um sie dem Publikum attraktiv zu gestalten. |
Smiles Of A Summer Night [UK IMPORT] Ulla Jacobsson, Gunnar Bjornstrand, Eva Dahlbeck, Margit Carlqvist, Jarl Kulle Videokassette, 22. Mai 1995 Verkaufsrang: 48231 Bei Amazon z.Zt. leider nicht lieferbar! |
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)
Sommernachtstraum auf Schwedisch 5 von 5 Punkten Um es gleich vorwegzunehmen: die Sommernacht lächelt dreimal. Und jedes Lächeln symbolisiert eine Art von Liebesbeziehung, wie sie zwischen Menschen existieren kann. Bergmans Liebeskomödie hat einen klassischen Aufbau. In einer verzauberten Sommernacht treffen sich ein Advokatenehepaar, ein Grafenehepaar, eine Schauspielerin - die die ehemalige Geliebte des Advokaten und derzeitige Geliebte des Grafen ist - sowie der Sohn aus der ersten Ehe des Advokaten und die Mutter der Schauspielerin.Während zu Beginn der Nacht die Beziehungen noch nicht richtig ausgelotet sind, haben sich am Morgen alle diejenigen, die zusammengehören, gefunden, und keiner bleibt mehr übrig. Was an dem Film fasziniert, ist seine Machart. Schwedische Mitternachtssonne, ein Liebeslied des altberühmten schwedischen Liedermachers Bellman, flirtende, eifersüchtige und sich duellierende Geliebte und ein wenig humorvoll-verschmitzte Philosophie darüber, was Liebe eigentlich ist - wem so etwas gefällt, der sollte diesen Film unbedingt sehen.
Köstlich 5 von 5 Punkten Schwermütige Problemfilme - dieses Etikett klebt an Ingmar Bergman wie das Postwertzeichen auf alten Briefen: Versuche, es abzureißen, enden meist in der Vernichtung des Originals. Ebenso düster und bemüht vergeistigt präsentieren sich viele seiner Anhänger. Doch nach all den ausschweifenden Einlassungen zum Autorenfilm und der Krise des Individuums in ‚Das siebte Siegel', ‚Das Schweigen', ‚Persona' usw. fällt meist jemandem ein, daß es einen Film gibt, der alle Bergman-Klischees auf den Kopf stellt: ‚Das Lächeln einer Sommernacht'. Kubrick schreibt, er habe die Bergman-Filme alle gesehen, doch dies sei sein liebster. Er könne ihn sich immer wieder ansehen. Weshalb, verstehen wir spätestens nach der skurrilen Szene zwischen Advokat Egermann (Gunnar Björnstrand) und Offizier Graf Malcolm (Jarl Kulle), ihres Zeichens ehemaliger und jetziger Geliebter der Schauspielerin Désirée Armfeld (Eva Dahlbeck). Der Ehemalige, durchnäßt zu Besuch bei der Schauspielerin und mit des Liebhabers Schlafrock und Bettmützchen ausgestattet, tritt diesem ungewollt gegenüber, als der Dragoner überraschend aus dem Manöver auftaucht. Ex: "Und, wird es Krieg geben?" - Geliebter: "Ach...weshalb sollte es?" - Ex: "Sehen Sie, das frage ich mich auch." Als Egermann später der Mutter Désirées (Najma Wifstrand) begegnet, stellt diese ob des zarten Alters seiner Frau (16) fest, was für eine reizende Tochter er habe. Belehrt, daß es die Gattin sei, fährt sie unbeirrt fort: ‚Nun, das Wichtigste ist doch, daß man nicht vollends den Verstand verliert ... finden Sie nicht, Advokat Egermann?' Was heutzutage von dillettierenden Amateuren zu fruchtig-frischen Gebrauchskomödien verarbeitet wird, kann in diesem Film anhand der Darbietung ertklassiger Schauspieler unter der Anleitung eines begnadeten Regisseurs genossen werden. Als hätte er's bei Lubitsch gelernt, so ungezwungen und leichtfüßig bewegt sich Bergman dieses eine Mal inmitten all der erdrückenden Sinnlosigkeit von ‚Krise' (1945) bis ‚Fanny und Alexander' (1982). Doch ganz ohne Tiefenreflexion geht's auch hier nicht - weshalb sollte es. Als die Bediensteten sich morgens im Heu wälzen und über die Mitternachtssonne sinnieren, breitet Bergman seine Idee der drei Lächeln einer Sommernacht aus: Das erste „zwischen Mitternacht und Morgengrauen, wenn die Liebenden zusammen sind und ihr Herz weit aufmachen", das zweite „für die Narren, die Törichten und die Unverbesserlichen", das dritte schließlich „für die Traurigen und die Bedrückten, die Schlaflosen und die Verirrten, für die Ängstlichen und Einsamen." Wärend die beiden weiter durchs Heu stöbern, erörtern sie Bergmans Vorstellung vollkommener Zuneigung. Das Konzept einer ‚Liebe der Liebenden' erscheint als moderne Tristan-und-Isolde-Parabel: Liebe, die über wenige Auserwählte wie ein Geschenk oder eine Strafe kommt. Wir anderen - „wir bitten um Liebe, wir rufen nach ihr, wir beten darum, wir schreien nach ihr, wir versuchen sie nachzumachen, bilden uns ein, daß wir sie haben, lügen sie uns vor - aber die Liebe der Liebenden besitzen wir nicht. Wir haben das Geschenk nicht bekommen, und die Strafe." Die Fälle der Liebesgestraften sind selten, und so besingt der Film den Alltag der gewöhnlichen, aber genügsamen Liebe. Ein eher sanftes Fazit für einen Regisseur, der sein Leben lang Werke über kaputte Beziehungen gedreht und dadurch unser Verständnis zwischenmenschlicher Abgründe wesentlich bereichert hat. Daß heitere Filme nicht blöd sein müssen und humorvolle Nachdenklichkeit nicht prätentiös zu wirken braucht, wissen wir schon seit Keaton und Lubitsch. Es ist ein Umstand, der sich leicht vergißt angesichts der für den Moment produzierten Alltagswerke der Filmindustrie in Europa und Amerika. Bergman behauptet auch auf diesem Terrain seinen unabhängigen Ansatz, der im ‚Lächeln einer Sommernacht' durch die jahrelange Theaterarbeit des Schweden zusätzlich an dramatischer Geschlossenheit gewinnt. |
Faustrecht der Freiheit - R. W. Fassbinder Peter Chatel, Ulla Jacobsson, Adrian Hoven, Rainer Werner Fassbinder, Karlheinz Böhm DVD Verkaufsrang: 103651 Bei Amazon z.Zt. leider nicht lieferbar! |
Nach dem zumindest in seinem Ausmaß überraschenden Erfolg mit Fontane Effi Briest musste Rainer Werner Fassbinder wieder einmal neu anfangen. Mit der so überaus kontrollierten und zugleich so emotionalen Literaturverfilmung war er über Grenzen hinausgegangen, die ein Filmemacher nur einmal überschreiten kann. Er hatte einen Höhe-, aber eben auch Endpunkt in seiner künstlerischen Entwicklung erreicht, an dem er, wie sein nächster Film Faustrecht der Freiheit eindrucksvoll zeigt, umkehren musste, um selbst wieder seine Freiheit neu zu gewinnen. Fassbinder hat sich im Lauf dieser so kurzen wie turbulenten 13 Jahre, in denen er das deutsche Kino so unendlich bereichert hat, gleich mehrmals neu erfunden. Immer wieder ist er dabei zu früheren Themen und Motiven, Filmen und Formen zurückgekehrt, nicht um auf Sicherheit zu gehen, sondern um eine andere Richtung einzuschlagen. Auf den ersten noch eher oberflächlichen Blick kann einem Faustrecht der Freiheit leicht nur als reine Variation auf seine von Sirk geprägten Melodramen erscheinen. Die Nähe zu Händler der vier Jahreszeiten und vor allem zu Die bitteren Tränen der Petra von Kant ist auf jeden Fall unverkennbar. Der arbeitslose Franz Biberkopf (Rainer Werner Fassbinder), der einst auf Jahrmärkten als "Fox, der tönende Kopf" aufgetreten ist, wird wie Hans Epp in Händler der vier Jahreszeiten letztlich von allen benutzt. Nur ist es nicht die eigene Familie, sondern sein Geliebter Eugen (Peter Chatel), der blasierte Sohn eines Fabrikanten, der ihn zerstört. Franz ist durch einen Lottogewinn reich geworden. Doch auch das Geld macht ihn für Eugen nicht zu einem ebenbürtigen Partner. Franz darf alles bezahlen und muss sich zugleich seinem Geliebten unterwerfen, indem er ihn als seinen Lehrer akzeptiert. Wie die Beziehung zwischen Petra von Kant und Karin Thimm wird auch die von Franz und Eugen ganz von den zwischen ihnen bestehenden Klassenunterschieden bestimmt. Nur betrachtet Fassbinder die sich aus dieser Ungleichheit ergebenden Abhängigkeitsmechanismen hier aus der Perspektive dessen, der sich dem anderen ergibt und dabei (fast) seine Identität verliert. Die zunächst so augenscheinliche Nähe zu den früheren Melodramen ist es schließlich aber auch, die Fassbinders Weiterentwicklung markiert. Vor allem die erste Hälfte von Faustrecht der Freiheit hat einen komödiantischen Grundton, der in seinem Werk bis zu diesem Zeitpunkt weit gehend fehlte. Man spürt hier eine Leichtigkeit, eine Nonchalance im Umgang mit dem Medium Film und seinen Mitteln, die Fassbinder sich erst langsam erarbeiten musste. Die extreme formale und erzählerische Strenge von Fontane Effi Briest kam einem Befreiungsschlag gleich. Es ist fast so, als ob Fassbinder sie brauchte, um danach seiner spielerischen Seite immer mehr freien Lauf lassen zu können. Faustrecht der Freiheit kennzeichnet eine beeindruckende und bis heute von kaum einem anderen Filmemacher wieder erreichte Selbstverständlichkeit im Umgang mit Homosexualität. Die neu gewonnene Leichtigkeit hat es Fassbinder ermöglicht, die Beziehung zwischen Franz und Eugen ganz von Fragen nach Homo- oder Heterosexualität zu lösen. Es ist einfach eine Beziehung zweier Menschen, die für einen Moment versuchen, alles, was zwischen ihnen steht, zu überwinden, und die am Ende doch scheitern müssen. -Sascha Westphal
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Faustrecht der Freiheit - R. W. Fassbinder Peter Chatel, Ulla Jacobsson, Adrian Hoven, Rainer Werner Fassbinder, Karlheinz Böhm Videokassette, 18. Juli 2003 Verkaufsrang: 31575 Nach dem zumindest in seinem Ausmaß überraschenden Erfolg mit Fontane Effi Briest musste Rainer Werner Fassbinder wieder einmal neu anfangen. Mit der so überaus kontrollierten und zugleich so emotionalen Literaturverfilmung war er über Grenzen hinausgegangen, die ein Filmemacher nur einmal überschreiten kann. Er hatte einen Höhe-, aber eben auch Endpunkt in seiner künstlerischen Entwicklung erreicht, an dem er, wie sein nächster Film Faustrecht der Freiheit eindrucksvoll zeigt, umkehren musste, um selbst wieder seine Freiheit neu zu gewinnen. Fassbinder hat sich im Lauf dieser so kurzen wie turbulenten 13 Jahre, in denen er das deutsche Kino so unendlich bereichert hat, gleich mehrmals neu erfunden. Immer wieder ist er dabei zu früheren Themen und Motiven, Filmen und Formen zurückgekehrt, nicht um auf Sicherheit zu gehen, sondern um eine andere Richtung einzuschlagen. Auf den ersten noch eher oberflächlichen Blick kann einem Faustrecht der Freiheit leicht nur als reine Variation auf seine von Sirk geprägten Melodramen erscheinen. Die Nähe zu Händler der vier Jahreszeiten und vor allem zu Die bitteren Tränen der Petra von Kant ist auf jeden Fall unverkennbar. Der arbeitslose Franz Biberkopf (Rainer Werner Fassbinder), der einst auf Jahrmärkten als "Fox, der tönende Kopf" aufgetreten ist, wird wie Hans Epp in Händler der vier Jahreszeiten letztlich von allen benutzt. Nur ist es nicht die eigene Familie, sondern sein Geliebter Eugen (Peter Chatel), der blasierte Sohn eines Fabrikanten, der ihn zerstört. Franz ist durch einen Lottogewinn reich geworden. Doch auch das Geld macht ihn für Eugen nicht zu einem ebenbürtigen Partner. Franz darf alles bezahlen und muss sich zugleich seinem Geliebten unterwerfen, indem er ihn als seinen Lehrer akzeptiert. Wie die Beziehung zwischen Petra von Kant und Karin Thimm wird auch die von Franz und Eugen ganz von den zwischen ihnen bestehenden Klassenunterschieden bestimmt. Nur betrachtet Fassbinder die sich aus dieser Ungleichheit ergebenden Abhängigkeitsmechanismen hier aus der Perspektive dessen, der sich dem anderen ergibt und dabei (fast) seine Identität verliert. Die zunächst so augenscheinliche Nähe zu den früheren Melodramen ist es schließlich aber auch, die Fassbinders Weiterentwicklung markiert. Vor allem die erste Hälfte von Faustrecht der Freiheit hat einen komödiantischen Grundton, der in seinem Werk bis zu diesem Zeitpunkt weit gehend fehlte. Man spürt hier eine Leichtigkeit, eine Nonchalance im Umgang mit dem Medium Film und seinen Mitteln, die Fassbinder sich erst langsam erarbeiten musste. Die extreme formale und erzählerische Strenge von Fontane Effi Briest kam einem Befreiungsschlag gleich. Es ist fast so, als ob Fassbinder sie brauchte, um danach seiner spielerischen Seite immer mehr freien Lauf lassen zu können. Faustrecht der Freiheit kennzeichnet eine beeindruckende und bis heute von kaum einem anderen Filmemacher wieder erreichte Selbstverständlichkeit im Umgang mit Homosexualität. Die neu gewonnene Leichtigkeit hat es Fassbinder ermöglicht, die Beziehung zwischen Franz und Eugen ganz von Fragen nach Homo- oder Heterosexualität zu lösen. Es ist einfach eine Beziehung zweier Menschen, die für einen Moment versuchen, alles, was zwischen ihnen steht, zu überwinden, und die am Ende doch scheitern müssen. -Sascha Westphal
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Unruhige Nacht Bernhard Wicki, Hansjörg Felmy, Ulla Jacobsson Videokassette, 2. September 1999 Verkaufsrang: 10819
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Packend und authentisch 5 von 5 Punkten Ich habe diesen Film im Babylon-Mitte in Berlin gesehen. Als schwarz-weiß Film, der in den fünfziger Jahren von einem engagierten Regisseur und überzeugenden Schauspielern - u.a. Falk Harnack, Bernhard Wicki - produziert wurde, überzeugt er durch emotionale Ausdruckskraft, Sensibilität und Nähe zum Kriegsgeschehen. Fast siebzig Jahre später ist es rein zeitlich fast unmöglich, einen Spielfilm zu drehen (siehe "der Pianist" oder "Schindler's Liste"), der die Mentalität der Kriegszeit so authentisch nachempfinden kann. Deshalb ist dieses Genre inzwischen wirklich außergewöhnlich. |
Der Pfarrer von Kirchfeld Claus Holm, Ulla Jacobsson, Annie Rosar, Kurt Heintel, Heinrich Gretler Videokassette Verkaufsrang: 26032 Bei Amazon z.Zt. leider nicht lieferbar! |
Covertext: Ludwig Anzengrubers Volksstück gleichen Titels war die Grundidee dieses herrlichen Farbfilms, unter der Regie von Hans Deppe! Der Film schildert die dörflichen Probleme, Intrigen und Liebesgeschichten, so wie man sie von einem guten Heimatfilm erwarten darf. Hauptfigur ist der Pfarrer, ein Gottesmann mit viel Verständnis für alle weltlichen Probleme. ..
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Karin Mandsdotter ( Karin Månsdotter ) [ Schwedische Fassung, Keine Deutsche Sprache ] Bengt Blomgren, Erik Strandmark, Jarl Kulle, Kurt-Olof Sundström, Olof Widgren DVD Schweden Edition, PAL/Region 2 DVD:TON: Schwedisch ( Mono ),Englisch ( Untertitel ),Schwedisch ( Untertitel ),BONUSMATERIAL: Szene Zugang, Wechselwirkendes Menü,SYNOPSIS: Die Lebensballade einer Soldatentochter, die im 16. Jahrhundert zur Geliebten und späteren Gemahlin des Schwedenkönigs Eric XIV. aufstieg. In drei Teilen - der mittlere folgt einem Einakter von Strindberg - mit glänzender Bildkunst und Darstellerführung inszenierter Historienfilm.
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Zulu [UK IMPORT] Stanley Baker, James Booth, Michael Caine, Nigel Green, Jack Hawkins Videokassette, 18. Oktober 1999 Verkaufsrang: 33576
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Historische Reminiszenz 5 von 5 Punkten Cy Endfields Film erzählt eine Geschichte, die nur in den frühen Sechzigern so erzählt werden konnte. Keine Hollywood-Superstars und keine deutsch bzw. englisch faselnden Eingeborenen, die für die Logik eines ungebildeten Schwarzen herhalten müssen. John Barrys sparsam eingesetzte Musik und die in satten Farben gezeigte südafrikanische Gebirgslandschaft tun ihr übriges. Was mich am Ende betroffen machte, war der Angriffs-Abbruch der Eingeborenen, nachdem Unzählige von ihnen systematisch gemetzelt wurden. Verzichteten sie doch auf die entgültige Vernichtung der Kolonial-Briten, ein Umstand, den man Eingeborenen nicht zutrauen würde; glaubt man doch voreingenommen, Wilde besäßen eine Schlachter-Mentalität. Doch dieses Filmende läßt einen umdenken, vorbehaltlich einer nachträglichen historischen Überprüfung, um dramaturgie-bezogene Aspekte ausschließen zu können. Insgesamt lebt dieser Film von seiner Geschichte und seinen unspektakulär handelnden Hauptpersonen Stanley Baker sowie Michael Caine, indem dem auf überfrachtete Special Effects verzichtet wurde. Waren sie doch 1963 auch gar nicht erst in der gegenwärtigen Qualität möglich. So wurde zwangsläufig aus der Not eine Tugend gemacht, indem unter Verzicht auf CGI-Effekte man sich auf die Geschichte selbst konzentrieren mußte, um sie dem Publikum attraktiv zu gestalten. |
Zulu [Blu-ray] [UK IMPORT] Stanley Baker, Jack Hawkins, Ulla Jacobsson, James Booth, Michael Caine Blu-ray, 3. November 2008 Verkaufsrang: 40965 Der Artikel ist bald verfügbar. Sichern Sie sich jetzt Ihr Exemplar!
| Michael Caine - Alfie / Zulu / The Italian Job [UK IMPORT] Michael Caine, Jack Hawkins, Ulla Jacobsson, James Booth, Noel Coward Videokassette, 18. Oktober 1999 Verkaufsrang: 29174
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