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| DVDs: Dietmar König | Kundenmeinungen Kurzbeschreibungen Inhaltsangaben |
Purcell, Henry - King Arthur (NTSC, 2 DVDs) Michael Maertens, Dietmar König, Peter Maertens DVD, 29. August 2005 Verkaufsrang: 30886 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)
Eine super Show. 5 von 5 Punkten Eine Inszenierung die durch ihre Modernität und Kurzweil auch nicht Fans der klassischen Musik begeistern kann. Nicolaus Harnoncourt interpretiert die Musik und das Schauspiel von Henry Purcell so für das 21. Jahrhundert, dass sie uns ihren eigentlichen Zweck wieder offenbart,
EINFACH GUT ZU UNTERHALTEN.
Ein großartiges modernisiertes Barockspecktakel 5 von 5 Punkten Ich zähle zu den Glücklichen, die 2004 die Aufführung von King Arthur live erleben konnten. Schon damals war ich fasziniert von der Produktion, jetzt, da ich die DVD gesehen und gehört habe, erinnere ich mich wieder und habe bei vielen Stellen erneut eine Gänsehaut.
Das Werk ist an sich etwas außergewöhnliches, halb Oper - halb Schauspiel. Purcells Musik ist wunderschön, vielschichtig und ungewöhnlich. Ob er nun einen platten Chorsatz für die Opferrituale der Sachsen schreibt, ob er eine weit in die Zukunft weisende Musik dem Frostgeist unterlegt oder ob er eine an Facettenreichtum besonders reichhaltige Passacaglia schreibt - Purcell ist ein großer Meister und das wird in jeder Minute dieser Musik spürbar.
Die Schauspielteile sind wunderbar aktualisiert, sind an Komik derart reich, dass ich beim wiederholten Sehen noch immer laut lachen muss. Flimm inszeniert hier ein opulentes modernisiertes Barocktheater, das alle Saiten des Theaters zum Kingen bringt.
Harnoncourt und der Concentus Musicus musizieren auf einem ganz außerordentlichen Niveau, die Basso Continuo Gruppe ist in ihrer Vielschichtigkeit eine Sensation, die Theorbe einfach wundervoll gespielt. Die sängerische und die schauspielerische Leistung sind großartig. Ich kannte bereits die sehr schöne CD Einspielung von Gardiner, aber diese Salzburger Produktion hat mich musikalisch noch um vieles mehr begeistert, auch in der Reihung der Musiknummern scheint mir Harnoncours Auffassung schlüssiger.
Für Menschen, die Purcell lieben, die die historische Aufführungspraxis bei barocker Musik lieben und die gleichzeitig offen sind für eine völlig ungewöhnliche und sehr satirische Inszenierung ist diese DVD sehr empfehlenswert.
Opernvergnügen für Aug' wie Ohr! 5 von 5 Punkten Es gibt Operninszenierungen, in die verliebt man sich nach spätestens zwei Minuten Hören und Schauen. Leider sind das meistens die Inszenierungen, die für uns Normalsterbliche potentiell unerreichbar sind. Man bekäme nie eine Karte; wenn doch, dann könnte man sich den Eintritt nicht leisten, und wenn selbst dies, dann hätte man garantiert zum Aufführungstermin keine Zeit. Und wenn eine solche Zauberinszenierungen dann ausnahmsweise mal im Fernsehen läuft - gepriesen sei 3Sat! - schaltet man immer erst dann zufällig ein, wenn die Oper schon fast ganz vorbei ist. Aber in den wenigen Minuten, in denen man dann noch zuguckt, verliebt man sich mit Haut und Haar und Herz und allen Sinnen in das Wunder, dem man da zusieht und zuhört. Und während einem die musikalische Glückseligkeit Gänsehaut auf Netzhaut und Trommelfell zaubert, ärgert man sich grün und blau vor Ärger, den Anfang verpaßt zu haben.
Mit Flimms/Harnoncourts Salzburger Festspielinszenierung von Drydens/Purcells genialem "King Arthur" kann einem das zum Glück nicht mehr passieren: Es gibt ihn auf DVD. Deren Anschaffung sich einfach nur lohnt und lohnt und lohnt.
Isoliert und für sich genommen wirkt Purcells Musik zwar schön und interessant, aber irgendwie tot, steril, seltsam inhaltsleer - sie bezieht sich, auch wenn sie hier überwiegend keine dramatischen Szenen untermalt, sondern ruhigere Zwischentableaus, stets kommentierend, relativierend, bestätigend und unterfütternd auf den Dramentext zurück, der das Gros auch dieser Inszenierung ausmacht. Erst durch diesen Text gewinnt die Musik ihren Sinn, und erst durch die Musik werden die Texte lebendig.
Die Bühnenfassung, die Harnoncourt und Flimm aus zahllosen Einzelteilchen zusammengepuzzelt haben, wirkt schlüssig und kohärent; gerade die Übergänge zwischen einzelnen Szenen haben immer wieder überraschende Effekte zu bieten, etwa die raffinierten Doppelungen zwischen Schauspielern und Sängern in gleichen Kostümen, die dann jeweils ein und dieselbe Rolle ausfüllen - daß sich solche Doppelgängerei für psychologische Tiefendeutungen anbietet, liegt auf der Hand.
Auch wenn in der Salzburger Felsenreitschule ein Feuerwerk von Einfällen gezündet wird, wirkt all dies nie wie schiere Effekthascherei, sondern immer einbezogen ins Ganze, das eben nun einmal von zwei Königen und ihrem großen Krieg, von Geistern und Druiden, von der Liebe und von der Größe Englands handelt. Da darf man auch mal ordentlich klotzen mit Kostümen, mit Rauch, mit Licht- und Videoeffekten, darf das Orchester in der berühmten "Frost Scene" mit warmen Wollmützen ausstatten und den Chor in Pinguinkostümen umherwatscheln lassen, darf mit satirischem Pfeffer ein paar ironische Querhiebe gegen selbstherrlich-eitle Festspielbesucher austeilen und darf zulassen, daß sich König Arthur zur Befreiung seiner Verlobten schnell mal ein Schwert beim Dirigenten borgt.
Die Sängersolisten überzeugen durchgehend - ebenso das großartige Schauspielerensemble. Wie Sylvie Rohrer eine Blinde spielt, die das neugewonnene Augenlicht erst begreifen muß - wie Michael Maertens und Dietmar König ihren Boxkampf ausfechten - wie Werner Wölbern als Erdgeist Grimbald seine Stimmbänder in Reibeisen verwandelt - und vor allem wie Alexandra Henkel als zarter Luftgeist über die Bühne irrlichtert, immer mit dem Herzen bei den Menschen und doch immer ein bißchen auf Distanz zu ihnen - das ist schlicht und einfach wunderbar.
Man bedauert allenfalls mitunter die etwas unruhige Bildregie, möchte man doch gern alles sehen, was auf der riesigen Bühne vor sich geht, und bekommt oft nur einen kleinen Bildausschnitt geboten. Aber da stößt eben eine DVD an ihre Grenzen: Selbst entscheiden, wohin man guckt, das darf eben doch nur der echte Opernbesucher vor Ort.
Alt trifft Neu 5 von 5 Punkten Gerade habe ich's im Fernsehen auf 3Sat gesehen und bin traurig, dass ich's nicht auf Video aufgezeichnet habe. Aber Glück im Unglück: Es gibt diese zauberhafte Inszenierung auf DVD!!! Nikolaus Harnoncourt ist Experte für Alte Musik, also braucht man sich diesbezüglich keine Sorgen zu machen. Und die Inszenierung? Modern, ohne das Alte zu vergewaltigen, phantasievoll, einfallsreich, bunt, lebendig.......... Man könnte noch viele weitere Attribute dafür finden. Ich finde es immer wieder faszinierend, wenn ein altes Stück Musiktheater so inszeniert wird, dass Bezüge und Relevanz zur Gegenwart deutlich werden - so wie hier! Ich bin begeistert und gebe die volle Punktzahl.
Wunderbar 5 von 5 Punkten Besser geht es nicht: Musikalisch herausragend und eine Inszenierung, die genau an den richtigen Stellen witzig oder poetisch ist. Ganz herrlich die "Doppel" von Sängern und Schauspielern. Und "Olde England" am Schluss muss man gesehen haben.
Ein "MUSS" für jeden Barockfreund. |
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