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| DVDs: Emilie Kurz | Kundenmeinungen Kurzbeschreibungen Inhaltsangaben |
Der letzte Mann Emil Jannings, Max Hiller, Emilie Kurz DVD, 9. Februar 2004 Verkaufsrang: 28118 Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden Der alte Portier des Hotels "Atlantic" verdankt seiner prächtigen Uniform Selbstwertgefühl und Anerkennung Vor der Drehtür des Hotels ist er stolzer Diener, der die Gäste begrüßt, zuhause im Hinterhofmilieu ein viel bewunderter Mann. Doch eines Tages beobachtet der Geschäftsführer, wie schwer dem alten Portier das Hantieren mit den Koffern fällt er verbannt ihn daraufhin in den Keller, degradiert ihn zum Toilettenmann. In seinem Milieu wagt er nicht, den Abstieg einzugestehen. Als seine Tochter heiratet, stiehlt er die Uniform, um wenigstens hier den Schein zu wahren. Doch der Schwindel fliegt auf, er wird von seinen Hausbewohnern verlacht und gedemütigt, seine Verwandten wenden sich von ihm ab. Verzweifelt zieht sich der alte Mann in den Waschraum der Hoteltoilette zurück. Friedrich Wilhelm Murnau hat an diese Handlung, getrennt durch den einzigen Zwischentitel des Films, ein Happy-End gesetzt Auf der Toilette stirbt ein reicher Hotelgast in den Armen des Alten und vermacht ihm sein ganzes Vermögen. So wird aus dem "letzten Mann" ein umworbener Hotelgast.
Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.): Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)
Visuell intelligent inszenierter Stummfilmklassiker 4 von 5 Punkten In seiner (nahezu) komplett ohne Zwischentitel inszenierten Gesellschaftssatire erzählt Murnau mit Hilfe Karl Freunds "entfesselter Kamera" in visuell sehr intelligent inszenierten Bildern die Geschichte eines alten obersten Hotelpoitiers, dessen prächtige Uniform ihn in seinem eher ärmlichen Wohnhaus zu einem angesehenen Mann macht. Als er von dem jungen Hotelführer aufgrund eines dummen Zufalls wegen Altersschwäche zum Kloputzer degradiert wird, stiehlt er sich das liebgewonnene Stück Stoff, um zuhause nicht das Gesicht zu verlieren. Doch der Schwindel fliegt schnell auf: Schnell verbreitet sich die Neuigkeit in den Hinterhöfen, der Spott ist groß. Als er am Tiefpunkt des sozialen Abstiegs angekommen ist, nimmt sich der Autor des Films, der sich im einzigen Zwischentitel zu Wort meldet, seiner an und gewährt dem alten Mann ein Happy End, wie es im Buche steht. Mit dieser Veröffentlichung hat Transit Film mal wieder absolut beste Arbeit geleistet. Wie auch schon bei der herausragenden Veröffentlichung von Metropolis (kürzlich als beste Special Edition DVD 2003 ausgezeichnet!) hat man hier den Film sorgfältig restauriert und ihm mit Digipack und edlem Pappschuber eine schöne Umverpackung gegönnt. Die Bildqualität ist entsprechend außergewöhnlich gut für einen Film diesen Alters, wenngleich das Restaurationswunder von Metropolis kein zweites Mal wiederholt wird: Gelegentlich fallen eben doch noch ein paar Altersspuren auf und hier und da weist das Bild einen für so alte Filme typischen Grünstich auf. Das aber sind nur minimale Erscheinungen am Rande, die den positiven Eindruck in keiner Weise schmälern. Die Musik wurde unter Rückgriff auf vorliegende Originalnoten mit einigen Ergänzungen orchestral eingespielt und erklingt glasklar und äußerst dynamisch - volle Punktzahl für den Sound! Als Extra gibt es eine ausführliche Dokumentation zum Film: Hier werden nicht nur äußerst interessante Hintergrundinformationen zur Produktion des Films und seiner Vermarktung in Deutschland und USA zusammengestellt, es finden sich Erläuterungen zur mühseligen Restauration, die weltweit nach Kopien der verschiedenen Originalnegative forschte und unterschiedliche Quellen (es existieren mehrere Fassungen des Films: eine deutsche, eine Export und eine für den amerikanischen Markt, die sich in Bildeinstellungen, Größe des Bildaussschnitts und verwendetem Take voneinander unterscheiden) auswerten musste: So spannend wie eine Detektivgeschichte. Eine Geschichte mit einem schönen Ausgang: Endlich liegt dieser Klassiker von Murnau wieder in nahezu tadelloser Form vor. Danke, Transit! Das Fazit ist somit eindeutig: Absolute Empfehlung für alle filmhistorisch Begeisterten und Cinephilen! Auf die weiteren Veröffentlichungen von Transit Film (unter anderem: Der Golem, Das Kabinett des Dr. Caligari und andere Schätze des deutschen Stummfilms) darf man schon jetzt gespannt sein. |
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