DVDs: Jonas Kaufmann

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Wagner, Richard - Tannhäuser - Peter SeiffertWagner, Richard - Tannhäuser
Peter Seiffert, Roman Trekel, Solveig Kringelborn, Jonas Kaufmann, Isabelle Kabatu

DVD, 19. November 2004
     Verkaufsrang: 30477      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 13,99 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)

Die Bildregie ist grauenhaft      1 von 5 Punkten
Es wird nur ab und zu deutlich, dass es sich um eine szenische Darstellung handelt. Es ist 3 Stunden lang eigentlich nur Herr Seiffert in Großaufnamhe seines Minenspiels zu sehen (ab und zu auch mal Elisabeth). So etwas habe ich noch nie nie nie erlebt bei einer Opern-DVD. Dann kann ich mir lieber gleich die CD kaufen. Schade um die Inszenierung aus Zürich, die ich eigentlich gern gesehen hätte. Walther war während des Sängerwettstreits tatsächlich gar nicht zu sehen. Schade um Jonas Kaufmann. Aber den Vogel schiesst das Vorspiel zum 3.Akt ab, da wird allen Ernstes gezeigt, wie Herr Seiffert an seiner Garderobe rumzuppelt, einfach unterirdisch. Am Ende war ich ein Seiffert-Hasser, obwohl ich diesen großartigen Sänger an und für sich sehr bewundere. Aber wie hier auf Kosten der Inszenierung und der anderen Sänger Personenkult betrieben wird, ist unerträglich.

Besser die Augen schließen      3 von 5 Punkten
Die musikalische Darbietung ist m.E. über jeden Zweifel erhaben. Die Bildregie verfolgt aber offenbar das Ziel die inneren Konflikte Tannhäusers und z.T. auch Elisabeths darzustellen - das aber auf Kosten des gesamten Ensembles. Es ist in meinen Augen eine grobe Mißachtung der Leistung der anderen Künstler, wenn man sie aus dem Off singen läßt ohne sie wirklich auch zu zeigen. Obiges Ziel hätte man mittels Split-Screen Darstellungen oder mittels Einblendungen wesentlich besser erreichen können.
Geradezu schwindelerregend katastrophal ist die Bildführung während der Ouvertüre und den Vorspielen zu den einzelnen Akten. Müssen die rechts und links des Dirigenten postierten Kameras denn unbedingt in der Gegend herumfuhrwerken bei dem mißglückten Versuch, ausgerechnet die Hand des Dirigenten zu verfolgen???
Mein Fazit: als CD jederzeit - aber bei der DVD sollte man mindestens zeitweise besser die Augen schließen.

Musik gut, Bildregie misabel      3 von 5 Punkten
Ich habe die DVD gekauft, weil die Tonqualität gelobt wurde. Dies trifft auch zu, die Sänger bieten sehr gute Qualität. Was die DVD aber fast unerträglich macht, ist die laienhafte Kameraführung und Bildregie: Wenn die Kamera das Schwanken des Dirigenten mitmacht, kommt leicht Seekrankheit auf. Es interessiert auch wenig, während der Overtüre zu sehen, wie die Sänger hinter der Bühne Bonbons lutschen oder in ihre Kostüme schlüpfen. Fazit: Trotz der sehr guten musikalischen Darbietung muß man eigentlich vom Kauf abraten - es sei denn, man läßt den Fernseher aus und hört sich nur den Ton an, aber dann hätte man ja eine CD gekauft.

musikalisch gut, katastrophale Bildregie      3 von 5 Punkten
Wer sich nicht wirklich fuer die visuelle Seite dieser DVD interessiert, wird vond dieser Auffuehrung sicher nicht enttaeuscht sein, denn vor allem die maennlichen Protagonisten sind ueberzeugend: Neben Peter Seifferts engagiertem Tannhaeuser sind dies vor allem Roman Trekel als Wolfram und Jonas Kaufmann als Walter von der Vogelweide.
Die Kamerafuehrung ist hingegen eine Zumutung, da fast staendig auf einzelne Saenger fokussiert wird, selbst wenn andere singen (z.B. beim Saengerwettstreit: wenn Walter singt, darf man staendig Tannhaeusers Blicke verfolgen, ohne auch nur einmal Walter zu Gesicht zu bekommen). Die ganze Buehne zu sehen ist sicher auch keine Loesung, aber in anderen Videoaufzeichnungen von Opernauffuehrungen hat man zuminderst Kompromisse gefunden.

Großartige Performance      5 von 5 Punkten
Als ich diese Vorstellung letztes Jahr auf 3Sat sah, war ich verärgert das ich kein Video mitlaufen ließ, nun das hat sich jetzt erledigt. Endlich ein hervorragender Tannhäuser auf DVD und endlich wieder einmal in der Dresdner Fassung, welche mir persönlich lieber ist.
Peter Seiffert ist ein großartiger Tannhäuser, vielleicht der beste, den ich jemals gesehen und gehört habe. Es ist erstaunlich, mit welcher Kraft und Brillanz er die ungemein schwierige Partie meistert, er klingt nie überfordert, seine "Erbarm dich mein" Rufe am Ende der 2.Aktes überstrahlen das Ensemble, selbst nach der gewaltigen Anstrengung der Romerzählung schafft er die Schlussworte ("Heilige Elisabeth, bitte für mich") in schönem Piano. Ich kenne kaum einen Sänger, der dies so souverän meistert. Zudem verlangt ihm eine etwas eigenwillige Bildregie auch während der gesamten Vorstellung eine intensive mimische Gestaltung der Rolle ab. Solveig Kringelborns Elisabeth ist lyrisch schön gesungen, sie gestaltet die Rolle mit inniger Liebe und jugendlicher Naivität. Auch sie gehört zu den positiven Eindrücken dieses Abends. Isabelle Kabatu, eine neue schwarze Venus mit schönem Timbre und einer kraftvollen, dunkel gefärbten Höhe. Alfred Muffs Landgraf und Roman Trekels Wolfram ergänzen die Performance kongenial, jedoch ohne besonderen Eindruck zu hinterlassen. Franz Welser-Möst führt das Orchester mit viel Liebe zum Detail, auch wenn er manche Tempi ein wenig zu langsam nimmt, aber dies ist wohl Geschmacksache. Die Inszenierung kommt mit ganz geringer Ausstattung zurecht, auf sehr kleinem Raum gehalten, ist sie weder klassisch noch übertrieben modern. Einzig der Angriff der Ritter nach Tannhäusers Venusberg-Geständnisses mit Holzlatten glitt ein wenig ins lächerliche ab, Schwerter made by Ikea, zum schmunzeln. Technisch bietet dieses DVD alles was man erwarten kann, brillante Bilder, 3 Tonspuren, einzig das Booklet ist zu vergessen. Als Fazit möchte ich sagen: dies ist mit Abstand der beste Tannhäuser, den sie auf DVD kaufen können.


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Schubert, Franz - Fierrabras - Jonas KaufmannSchubert, Franz - Fierrabras
Jonas Kaufmann, Juliane Banse, Michael Volle

DVD, 2. November 2007
     Verkaufsrang: 19872      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 27,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Bei Schubert zu Haus'      4 von 5 Punkten
Das Problem der deutschen Romantiker in der Musik war, dass sie zwar als Symphoniker und als Kammermusiker verehrt wurden - die Liedkompositionen erlangten erst sehr viel später höhere Weihen -, aber ihr Ehrgeiz im Musiktheater nahezu ungehört verhallte. Zwischen Mozart und Wagner scheint die Opernwelt nur Rossini, Donizetti und Bellini zu kennen. Beethovens Fidelio würde auch niemand vermissen, wäre er nicht komponiert worden. Allenfalls Webers Freischütz ragte heraus, würde er seit einem halben Jahrhundert nicht so stiefmütterlich von den Dramaturgen und Intendanzen behandelt. Besonders Franz Schubert (1797-1828) hat unter der fehlenden Anerkennung als Opernkomponist gelitten. Doch hatte und hat das auch seine Gründe. Schuberts Problem waren seine Librettisten. Was Josef Kupelwieser da im Rückgriff auf das mittelalterliche Rolandslied für einen heroischen Blödsinn im Fierrabras geschrieben hat, das war schon für damalige Verhältnisse drittklassig: zwei fränkische und zwei maurische Ritter, von denen ein Franke eine maurische Prinzessin und ein Maure eine fränkische Prinzessin liebt, aber deren einer Vater den anderen für einen Ungläubigen" hält, was wiederum in militärischer Gewalt eskaliert. Die Kinder schließen aber Freundschaft und bald droht diese zu zerbrechen, es geht um Verrat und Freundschaft, man kämpft im Krieg, mal gewinnt der eine, dann der andere, man stirbt beinahe und nach reichlich Durcheinander wird eitel Frieden geschlossen und manche Liebespaare finden zusammen, eine Liebe bleibt dem Frieden zuliebe unerwidert. Was für ein Unsinn! Aber Franz Schubert hat darüber 1823 eine der schönsten Musiken seiner Zeit gelegt. Was für zarte Liebesduette, welch bebende Melancholie gelang ihm in den Szenen der schier unerfüllbaren Liebe, was für Chorsätze sind da zu hören! Claus Guth hat das übrigens erst 1988 uraufgeführte Stück vor zwei Jahren am Züricher Opernhaus inszeniert als eine Art Hausmusikabend Franz Schuberts, als sogenannte Schubertiade. In biedermeierlichem Ambiente hat er die Sprechrolle Franz Schuberts hinzugefügt, der seinen Freunden immer scheinbar gerade erst geschriebene Arien reicht, die diese als Laiendarsteller in seinem Wohnzimmer als Bühne zur Aufführung bringen - als Bühne auf der Bühne sozusagen.. Damit nimmt Guth dem Stück die Spitzen der Handlungsschwächen und bringt mit vorgeblicher Improvisation ein unerwartetes Spannungselement hinein. Die männlichen Hauptrollen sind Schubert selbst nachempfunden - mit typischer Nickelbrille und vollem Haar; Guth verarbeitet damit zugleich die Vater-Sohn-Problematik, die Schubert selbst so geprägt hat. Die Sängerriege ist dabei erstklassig: allen voran der aufsteigende Münchner Tenorstar Jonas Kaufmann in der Titelrolle und, nach seinem furiosen Bayreuth-Debüt als Beckmesser im vergangenen Jahr, der nicht minder nach oben katapultierte Bariton Michael Volle - übrigens gebürtig aus Freudenstadt und bekennendes Landeskind der Schwaben. Die musikalische Leitung hatte Franz Welser-Möst inne und wie er diese Oper klanglich mit ungeheurer Wärme entworfen hat, da stellt man sich die Frage, warum der Fierrabras nicht öfter auch woanders aufgeführt wird. Das kann dann nur an diesem grauenhaften Libretto liegen. Schade eigentlich.


Beethoven, Ludwig van - Fidelio - Nikolaus HarnoncourtBeethoven, Ludwig van - Fidelio
Nikolaus Harnoncourt, Camilla Nylund, Jonas Kaufmann, Chor und Orchester d. Züricher Opernhaus Zürich, Alfred Muff László Polgár

DVD, 28. Februar 2005
     Verkaufsrang: 22978      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 32,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Beethovens einzige Oper fesselt auch das heutige Publikum mit ihrer zeitlosen Thematik, dem ewigen Faszinosum der wahren Liebe. Zum 200. Jahrestag der Wiener Uraufführung von Fidelio veröffentlicht TDK nun diese Live-Aufzeichnung aus Zürich vom Februar 2004 - inszeniert von Star-Regisseur Jürgen Flimm und mit hochkarätigen Sängern in den Hauptrollen Die finnische Sopranistin Camilla Nylund brilliert in der Titelpartie, Tenor Jonas Kaufmann glänzt als ihr Konterpart Florestan.Und vor allem auch durch Nikolaus Harnoncourts Dirigat wird diese Inszenierung zum unvergesslichen Musikereignis. Der österreichische Maestro, dessen Interpretationen immer wieder für ihre strukturelle Transparenz und ihre intellektuelle Reflexion gelobt werden, findet einen intensiven emotionalen Zugang zum musikalischen, aber auch zum dramatischen Gehalt dieses Meisterwerks Während die Oper lange politisch interpretiert und die Aspekte von Unterdrückung und Befreiung herausgestellt wurden, sieht Harnoncourt darin vor allem eines "Eine Lobeshymne auf die eheliche Liebe."

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Altmeister der Dramatik      5 von 5 Punkten
An erster Stelle muss Nikolaus Harnoncourt genannt werden. Es ist schon unglaublich, welches Feuer er mit 76 Jahren hier entfacht. Ihm bei der Ouvertüre zuzuschauen, wie er die Musiker befeuert, ist der schiere Genuss. So will man Beethoven hören, so- und nicht anders.
Harnoncourt wird von sehr guten Sängern unterstützt, allen voran Jonas Kaufmann. Dieser Tenor, der gerade eine Welt-Karriere startet, war damals noch eher unbekannt. Optisch endlich mal ein Florestan, der vom Körperumfang nicht der Rolle Hohn spricht. Kaufmann hat eine baritonal gefärbte Stimme, die Höhe macht ihm keine Mühe. Derzeit eine Ideal-Besetzung dieser Rolle,zumal er zugleich ein guter Schauspieler ist und sich keinesfalls auf unsinnige Sängergesten beschränkt. Interessant, dass das Publikum ihn nicht so würdigte, Nylund und Harnoncourt bekamen mehr Zustimmung.
Als zweiten will ich Alfred Muff nennen.Der Sänger ist nicht so bekannt. Deswegen Zitat:"Seit 20 Jahren ist der Künstler fest am Opernhaus Zürich engagiert, wo er mit so unterschiedlichen Partien wie Wotan und Wanderer, Barak, Holländer, Gurnemanz, Kurwenal, Jochanaan, Orest, Osmin, Sarastro, Ochs auf Lerchenau, Morosus, Dr. Schön, Boris Ismailow und Balstrode die Aufmerksamkeit von Publikum und Presse auf sich lenkte. Im Rahmen seiner internationalen Tätigkeit hat er mit vielen renommierten Orchestern und grossen Dirigenten wie Claudio Abbado, Gerd Albrecht, Herbert Blomstedt, James Conlon, Christoph von Dohnányi, Nikolaus Harnoncourt, Eliahu Inbal, Armin Jordan, Erich Leinsdorf, Zubin Mehta, Georges Prêtre, Wolfgang Sawallisch, Jeffrey Tate, Giuseppe Sinopoli, Georg Solti, Horst Stein und Franz Welser-Möst musiziert." Muff gibt der Rolle des Pizarro die notwendige Grausamkeit.
Camilla Nylund und Alfred Polgar sind ebenfalls sehr gut,überragend würde ich die Gestaltung nicht nennen. In der dramatischen Scene " Er sterbe" schaut Nylund leider auf den Dirigenten ,statt ihren Part gegen Pizarro zu spielen. Das stört.
Möglicherweise aber auch ein Einfall der Regie. Flimm, von dem ja auch die Inscenierung aus der MET aus dem Jahre 2002 auf DVD vorliegt, insceniert " europäisch" Dem Beethovenschen Idealismus wird Tribut gezollt-das wäre in NY vielleicht gar nicht verstanden worden. Der Schluss gerät in Zürich dadurch etwas statuarisch. IN NY war fast geswingt worden, und dadurch der Beethovensche Pathos etwas relativiert worden. In Zürich muss das Harnoncourt durch die musikalische Gestaltung leisten.
Die Idee einer verzweifelten Marzelline vertieft Flimm in dieser Inscenierung noch,indem sie sich umbringen will,nachdem sie erfahren hat, dass Fidelio eine Frau ist. Es ist völlig überzeugend, dass SIE nicht in den Jubel einstimmen kann.
Ganz nebenbei, zur Ausstattung: diese Spielzeugpistolen, die aus einem Laden für Kindergeschenke stammen könnten, hätte man durch eine ersetzen sollen, die den Kostümen angepasst ist.
Aber : zum Schluß viel Jubel. Berechtigt !


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Paisiello, Giovanni - Nina - Cecilia BartoliPaisiello, Giovanni - Nina
Cecilia Bartoli, Jonas Kaufmann, László Polgár

DVD, 10. Juni 2003
     Verkaufsrang: 20533      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Es ist erstaunlich: Ein Komponist, dessen Ruhm zu Lebzeiten keine Grenzen kannte, ist heute nahezu in Vergessenheit geraten. Giovanni Paisiello war sein Name, er lebte von 1740 bis 1816. "Ein Genie des einfachen Genres und der naiven Anmut", nannte ihn kein Geringerer als Gioacchino Rossini. Und bescheiden fügte er, selbst ein hochbegnadeter Melodiker, hinzu: "Man kann keine einfache Melodie mehr erfinden. Denkt man nur eine Viertelstunde darüber nach, so kommt man wieder auf Paisiello zurück und kopiert ihn, ehe man es weiß."
Und so ist es kein Wunder, dass die große Rossini-Interpretin Cecilia Bartoli auch die Partie der Protagonistin in Paisiellos Nina o sia La pazza per amore ("Nina oder die Wahnsinnige aus Liebe") von 1789 übernimmt, jener Geschichte um die Grafenstochter Nina, die "pazza per amore" (verrückt aus Liebe) wird, weil sie zunächst glaubt, dass ihr Bräutigam - den ihr Vater, der Graf, ablehnt - ermordet worden sei. Nach etlichen Turbulenzen gibt es ein Happy-End: Nina und ihr tot geglaubter Lindoro finden zusammen und sie darf ihn mit dem Segen des Vaters in die Arme schließen. Dennoch: In der Musik klingt etwas an, das ahnen lässt, dass auch dieses Glück nicht von Dauer sein wird
Diese DVD ist ein Live-Mitschnitt der hochumjubelten Produktion des Opernhauses Zürich von 2002, die unter der musikalischen Leitung von Adam Fischer stand. Regie führte Cesare Lievi, der Ninas "Ver-rücktheit" nicht als Krankheit, sondern als verzweifelten Versuch der Selbstbehauptung deutete. Für Cecilia Bartoli stellten Lievis Vorgaben eine ungeheure Herausforderung an ihre sängerische und schauspielerische Kunst dar, eine Aufgabe, die sie bravurös meisterte. "Der Star braucht die Rolle, die Rolle braucht den Star", kommentierte Adam Fischer die Entscheidung, Cecilia Bartoli mit der Rolle der Nina zu besetzen. Aber auch die anderen Solisten sind brillant, wie etwa Jonas Kaufmann als Lindoro oder der fabelhafte László Polgár in der Rolle des Grafen. -Teresa Pieschacón Raphael


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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Schauspielerin Cecilia Bartoli      5 von 5 Punkten
Das große schauspielerische Talent Cecilia Bartolis wird in dieser Oper deutlich sichtbar. In feinen Nuancen zeigt sie den Wahnsinn Ninas ohne je zu übertreiben oder ins Lächerliche abzufallen. Ihre Verzweiflung ist berührend und gemeinsam mit der immer wieder überwältigend schönen, goldenen Stimme erwirkt Cecilia Bartoli große Gefühle. Jonas Kaufmann, der zweite Star in dieser Aufführung, gibt stimmlich keinen Grund zur Beschwerde, seine schauspielerischen Fähigkeiten sind nicht herausstechend. László Polgár ist in seiner ganzen Erscheinung stets sehenswert, seine Stimme gewaltig und groß. Die Musik Paisiellos ist vielschichtig und auch vertraut.

Ich kann nur sagen: Sehr empfehlenswert!!

!!! FANTASTISCH !!!      5 von 5 Punkten
5 Sterne sind wirklich zu wenig, um diese DVD zu bewerten. Eine hervorragende Leistung des Ensembles und natürlich Cecilia Bartolis!!! Eine wunderbare Möglichkeit, das schauspielerische Talent dieser exzellenten Mezzosopranistin unter Beweis zu stellen.
Ich habe bisher nur ein paar Arien Paisiellos gehört (auf dem Album: Arie Antiche) und war überrascht, wie schön die Musik ist.
Nur eines könnte diese DVD übertreffen: Die Oper live zu sehen. :-)


Mozart, Wolfgang Amadeus - La Clemenza Di Tito (NTSC) - Vesselina KasarovaMozart, Wolfgang Amadeus - La Clemenza Di Tito (NTSC)
Vesselina Kasarova, Jonas Kaufmann, Eva Mei

DVD, 2. März 2007

Verkaufsrang: 39685
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