DVDs: Sebastian Koch

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Das Leben der Anderen - Martina GedeckDas Leben der Anderen
Martina Gedeck, Ulrich Mühe, Sebastian Koch

DVD, 16. November 2006
     Verkaufsrang: 88      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Gleich siebenmal wurde Das Leben der Anderen beim Deutschen Filmpreis 2006 ausgezeichnet - unter anderem für den besten Film, den besten Regisseur, das beste Drehbuch sowie den besten Haupt- und Nebendarsteller. Eine mehr als beachtliche Leistung für einen Debütfilm, der sich über all seine wohlverdienten Preise hinaus auch einen bedeutsamen Platz in der Geschichte des deutschen Kinos sicherte. Denn mit seinem Erstlingswerk setzte Regisseur und Autor Florian Henckel von Donnersmarck der bis dato von verklärend-verharmlosender Ostalgie á la Goodbye, Lenin geprägten filmischen Aufarbeitung der DDR-Geschichte ein nachhaltiges Ende.

Gänzlich ohne ironischen Spreewaldgurken-Charme fängt Das Leben der Anderen den erdrückenden Überwachungsalltag im real existierenden Sozialismus ein und zeichnet ein ebenso realistisches wie erschütterndes Bild über die Methoden der Macht und die Ohnmacht der Betroffenen. Meisterhaft erzählt der Film die Geschichte von Stasi-Offizier Gerd Wiesler (Ulrich Mühe), der mit der Observierung eines Künstlerpaares beauftragt wird und durch die unbemerkte Teilhabe an ihrem Leben still und langsam von seinem Ideologie-Glauben abfällt - und sich damit selbst in Gefahr bringt. Kongenial macht von Donnersmarck über das Schicksal der Einzelnen die Funktionsweise des gesamten Systems deutlich, verpackt in ein hochklassiges, packendes und von brillanten Darstellern getragenes Drama, das nicht nur national, sondern auch international zu den besten Filmen seines Jahrgangs zählte. -- Frank-Michael Helmke

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 173 Bewertungen)

Sagenhafte schauspielerische Leistung      5 von 5 Punkten
Vielleicht das Beste was der deutsche Film zu bieten hatte.
Ein grandioser Ulrich Mühe, der leider viel zu früh gehen mußte.
Man wünschte sich mehr von solchen Filmen, die in dieser aber nicht mehr zu toppen sind.


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Das Leben der Anderen [Blu-ray] - Martina GedeckDas Leben der Anderen [Blu-ray]
Martina Gedeck, Ulrich Mühe, Sebastian Koch, Ulrich Tukur, Thomas Thieme

Blu-ray, 12. Februar 2008
     Verkaufsrang: 1570      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 20,97 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Gleich siebenmal wurde Das Leben der Anderen beim Deutschen Filmpreis 2006 ausgezeichnet - unter anderem für den besten Film, den besten Regisseur, das beste Drehbuch sowie den besten Haupt- und Nebendarsteller. Eine mehr als beachtliche Leistung für einen Debütfilm, der sich über all seine wohlverdienten Preise hinaus auch einen bedeutsamen Platz in der Geschichte des deutschen Kinos sicherte. Denn mit seinem Erstlingswerk setzte Regisseur und Autor Florian Henckel von Donnersmarck der bis dato von verklärend-verharmlosender Ostalgie á la Goodbye, Lenin geprägten filmischen Aufarbeitung der DDR-Geschichte ein nachhaltiges Ende.

Gänzlich ohne ironischen Spreewaldgurken-Charme fängt Das Leben der Anderen den erdrückenden Überwachungsalltag im real existierenden Sozialismus ein und zeichnet ein ebenso realistisches wie erschütterndes Bild über die Methoden der Macht und die Ohnmacht der Betroffenen. Meisterhaft erzählt der Film die Geschichte von Stasi-Offizier Gerd Wiesler (Ulrich Mühe), der mit der Observierung eines Künstlerpaares beauftragt wird und durch die unbemerkte Teilhabe an ihrem Leben still und langsam von seinem Ideologie-Glauben abfällt - und sich damit selbst in Gefahr bringt. Kongenial macht von Donnersmarck über das Schicksal der Einzelnen die Funktionsweise des gesamten Systems deutlich, verpackt in ein hochklassiges, packendes und von brillanten Darstellern getragenes Drama, das nicht nur national, sondern auch international zu den besten Filmen seines Jahrgangs zählte. -- Frank-Michael Helmke

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 173 Bewertungen)

Sagenhafte schauspielerische Leistung      5 von 5 Punkten
Vielleicht das Beste was der deutsche Film zu bieten hatte.
Ein grandioser Ulrich Mühe, der leider viel zu früh gehen mußte.
Man wünschte sich mehr von solchen Filmen, die in dieser aber nicht mehr zu toppen sind.


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Das fliegende Klassenzimmer - Ulrich NoethenDas fliegende Klassenzimmer
Ulrich Noethen, Sebastian Koch, Piet Klocke

DVD, 1. Oktober 2003
     Verkaufsrang: 4169      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 6,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Das fliegende Klassenzimmer unter der Regie von Tomy Wigand ist bereits die dritte Verfilmung des Kinderbuchklassikers von Erich Kästner und landet mit seinen zeitgemäßen Rap-Einlagen endgültig im Techno-Zeitalter.

Obwohl auch in den Erwachsenenhauptrollen mit Ulrich Noethen, Sebastian Koch und Piet Klocke prominent besetzt, steht natürlich das Schülerensemble im Mittelpunkt der Geschichte. Wigand versetzt Jonathan (Hauke Diekamp), Martin (Philipp Peters-Arnolds), Matz (Frederick Lau), Ulli (Hans Broich-Wuttke) und den schönen Theo (Nicolas Kantor) nach Leipzig ins Internat des Thomanerchors und gibt der Geschichte damit einen deutsch-deutschen Gegenwartsbezug. Die Rolle des aufrührerischen Egerland spielt jetzt ein Mädchen, und dennoch wird noch der treueste Kästner-Fan die Vorlage wiedererkennen. Es geht um bewährte Kästner-Motive, um echte Freundschaft also, den bedingungslosen inneren Zusammenhalt, um gute und weniger gute Eltern und um die paar wenigen Erwachsenen, die im Vergleich zum Rest der Spezies schwer in Ordnung sind. Gemeinsam wird für die Weihnachtsaufführung das Stück "Das fliegende Klassenzimmer" geprobt, die große Fehde mit den "externen" Schülern ausgefochten und die von den Kindern eingefädelte Versöhnung zwischen dem unkorrumpierbaren Lehrer Justus (Ulrich Noethen) und seinem alten Schulfreund Nichtraucher (Sebastian Koch) betrieben.

Der Roman war wahrscheinlich Kästners pädagogisch ambitioniertestes Buch, und der Film versucht die propagierten Werte in die nicht mehr ganz so vergleichbare Gegenwart hinüberzuretten, indem man ziemlich hemmungslos den aktuellen Jugendjargon benutzt. Am Ende rappen die Kinder durch Kästners Merksätze, und der schmale Grat zwischen geglückter Überführung und ungenierter Anbiederung ist hier ganz besonders augenfällig. Am stärksten ist Das fliegende Klassenzimmer dann auch, wenn die Kinder zwanglos unter sich sind. Da gelingen witzige Dialoge, und es kommt schließlich das zum Vorschein, was man vielleicht als kästnerspezifisch bezeichnen kann: Die Kinder werden mit ihren Ängsten und Sehnsüchten immer ernst genommen, wirken mitunter bemerkenswert reif und verkörpern mit ihrer Haltung letztendlich ein Plädoyer für mehr Zivilcourage. --Thomas Reuthebuch

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 12 Bewertungen)

Frisch und munter aufgepeppelt      4 von 5 Punkten
Letzte Chance für den kleinen Jonathan: schon allzu oft ist er aus den bisher besuchten Internaten geflogen. Ob es jetzt wohl klappt, im Thomanerchor von Leipzig ?

Mag sein, dass Erich Kästner sich heute von der aktuellsten Verfilmung seines "fliegenden Klassenzimmers" distanzieren würde. Vom klassischen Leipziger Thomanerchor sieht man (obwohl es auf Weihnachten zugeht) nicht allzu viel. Die Weihnachtsaufführung gegen Ende kommt gerappt daher. Aber für die moderne Zielgruppe ist das natürlich genau richtig und up-to-date. Die schwungvolle Neuinszenierung versetzt besonders vorm Fest den ein oder anderen jungen Zuschauer in Begeisterung, da sich Humor und Gefühl eine gesunde Waage halten. Auch moderne Problematiken wie Scheidung der Eltern kommen zum Tragen.
Die jungen Darsteller erfreuen deswegen, weil sie größtenteils Laien sind, die zum ersten Mal in einem Film auftauchen, und aufgrund dieser Neulust besonderen Spaß beim Dreh gehabt haben; (wirkt jedenfalls so).

Nettes Bonus-Material: der Regisseur teilt mit Nebendarsteller Frederick Lau (bis heute ein sehr gefragter Nachwuchsschauspieler) seine Erinnerungen an die Produktion.


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Stauffenberg - Sebastian KochStauffenberg
Sebastian Koch, Ulrich Tukur, Hardy Krüger jr.

DVD, 20. Juli 2004
     Verkaufsrang: 3952      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,97 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 11 Bewertungen)

Action      4 von 5 Punkten
Das making of macht deutlich, was dieser Film ist: aufwendige Action.
Ob in Afrika, in der Wolfsschanze.

Nicht so sehr intellektuelle Auseinandersetzung, sondern spannend gemachte Aktion.

Ist dies dem Sujet adäquat ?

Durchaus, dieser 20.Juli war ein Tag der Aktion. Durchgeführt von Männern, die zur Tat drängten- zu oft waren Pläne versandet, waren schief gegangen. Man wollte es- sobald als möglich.

Ob der Film gänzlich dokumentarisch ist, kann dahinstehen. Jo Baier hat keinen Dokumentarfilm gedreht, sondern einen Spielfilm.

Ws bleibt zum Nach-Denken ?

Erstens das Fortwirken Preussens unter dem Nationalsozialismus. Graf, Freiherr, Ritter, von dieser und jener, es versammelt sich viel Adel im Aufstand. Man fühlte sich in der Verantwortung ,einer historischen Verantwortung für Deutschland. Deswegen sind die letzten Worte Stauffenbergs stimmig, auch wenn sie so nicht gefallen sein sollten. Interessant, wie es der Darsteller Sebastian Koch wahrgenommen hat.

Zweitens die Palmströmsche Logik Stauffenbergs: er hat die Leiche Hitlers nicht gesehen, aber Hitler musste einfach tot sein. Zuviel wurde für die Wunsch-Wahrheit geopfert. Es wird die Operation Walküre ausgelöst, die nicht nur deswegen zum Scheitern verurteilt war, weil Hitler eben überlebte. Zutreffend wird Stauffenberg vom Feldmarschall v. Witzleben darauf hingewiesen, dass der Auftrag, das Regierungsviertel zu zernieren, einem glühenden Nationalsozialisten, Major Remer, übertragen worden sei. Bei einer solchen grotesken Fehlplanung war auch militärisch ein Putsch einfach nicht durchführbar.

Drittens hat der Film ganz bewegende Scenen, wie etwa diejenige, dass sich General Beck selbst richten will, Generaloberst Fromm dies gewährt, die Selbst-Tötung aber misslingt und der General elendig zu krepieren droht. Die Mischung von Offizierscomment und moralischer Kälte ist bemerkenswert.

Zusammenfassend: es ist kein Film über den 20ten Juli, auch wenn dieser Tag natürlich im Mittelpunkt steht, erst recht kein Film über den Widerstand. Es ist ein Film ,ein Spielfilm, über die Entwicklung des Offiziers, Graf Stauffenberg, zu einem entschiedenen Gegner Hitlers und über seine Aktion am 20.Juli.

Spannend allemal und zu einigem Nach-Denken einladend.

Sehr gute und sehr wohl an historischen Fakten orientierte Film-Doku      5 von 5 Punkten
Zuerst einmal möchte ich zur Kritik eínes vorherigen Rezesenten, der behauptete der Film würde einigen historischen Fakten widersprechen, Stellung nehmen:
1. Über Stauffenbergs letzte Worte herrscht bis heute Unklarheit. Sowohl Hoffmann, als auch Fest, Müller oder Kramarz (die wohl alle unbestritten ausgezeichnete Kenner des Widerstands im 3.Reich sind) berichten von mehreren verschiedenen (von Augenzeugen berichteten) Versionen: "Es lebe Deutschland", "Es lebe unser heiliges Deutschland", "Heiliges Deutschland",...Es gibt auch die (eher unwahrscheinliche) Version "Es lebe unser heimliches Deutschland" was eine Bezugnahme auf Georges "Geheimes Deutschland" bedeuten würde.
2. Es wird bei den genannten Autoren sehr wohl auch erwähnt, dass Stauffenbergs Adjudant von Haeften sich in die Schussbahn geworfen haben soll.
Außerdem spielen diese kleinen Details m.M. nach keine entscheidende Rolle.
Vergleicht man den Film mit den Biographien über Stauffenberg, so kann man schon sagen, dass sich die Filmemacher bei der Einhaltugng der historischen Fakten sehr wohl bemüht haben. Diese Kritik ist also nicht angebracht!

Ein weiterer Rezesent stellt sich die Frage, warum man sich noch so spät dieses Themas annimmt, es gibt ja schon eine (angeblich bessere) Verfilmung.... Dazu kann ich nur sagen, dass dieser Film zur Aufarbeitung der Geschichte dient - und dazu ist es m.M. nie zu spät und davon kann es auch nicht genug Filme geben. Außerdem ist es durch die heutige Filmtechnik viel besser möglich, die Geschehnisse authentischer zu verfilmen, was den Film spannender und interessanter macht.

Von mir gibt es für diese Verfilmung 5Sterne, da es die Filmemacher geschafft haben, den Film trotz Einhaltung der historischen Fakten sehr spannend und interessant zu verfilmen. Auch Sebastian Koch gebührt für die Rolle als Stauffenberg ein großes Lob.

Die einzige kleine Kritik von mir gilt der m.M. nach unzureichenden Darstellung Stauffenbergs innerer Entwicklung, vom Befürworter eines großen Teils der NS-Ideologie bis hin zur Entschlossenheit Hitler zu töten und einen Staatsstreich einzuleiten und das Nicht-Vorkommen der vorangegangenen Attentatsversuche. Auch bin ich - so wie der vorherige Rezesent - der Meinung, dass Stauffenberg aus der gesamten Konspiration zu sehr herausgehoben wird und die Mitwirkung aller anderen Oppositionellen somit ein wenig in den Hintergrund rückt. Da das Hauptaugenmerk dieses Filmes aber hauptsächlich bei der Reproduktion des 20.Julis 1944 und der Person Stauffenberg liegt, kann man über diese Kritikpunkte hinweg sehen.

Alles in Allem also sehr empfehlenswert, nicht nur für Widerstands-Interessierte, sondern - Dank des filmspielartigen Charakters - für jedermann!

Gab es wesentlich besser      1 von 5 Punkten
Im Juli 1971 zeigte man eine zweiteilige filmische Dokumentation zu diesem Thema. "Operation Walküre". Autor Helmut Pigge, Regisseur Franz Peter Wirth.
In einem szenischen Spiel wurden die Geschehnisse um den 20. Juli 1944 minutiös nachgestellt. Das Faszinierende war daran, daß die tatsächlichen, damals noch lebenden Zeitzeugen(!) vor Ort(!) die Ereignisse schilderten.
U.a. Major Rehmer, weiter der persönliche Fahrer von Stauffenberg, sowie Stabsoffiziere, die den Putsch "live" erlebten und vor der Kamera exakt bis ins Detail kommentierten...
Warum also diese filmische Neuauflage Jahre später. Authentischer als beim Pigge geht es doch nicht mehr.


Das Herz sieht weiter als das Auge!      5 von 5 Punkten
Warum es dieser Film "nur" ins Fernsehen und nicht ins Kino geschafft hat, wird mir ein Rätsel bleiben....

ZUR HANDLUNG:
Führerhauptquartier "Wolfsschanze" bei Rastenburg, heute Ketrzyn in Polen, das dort verübte Attentat des 20.Juli 1944 auf Adolf Hitler hätte Befreiungsschlag sein sollen und vielleicht auch tatsächlich ein solcher sein können, blieb jedoch leider ohne Erfolg.

Der Anschlag wurde ausgeführt durch Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der zu diesem Zeitpunkt Stabschef beim Befehlshaber des Ersatzheeres war - mit Stauffenberg planten Männer und Frauen, die ebensowenig als Widerstandskämpfer geboren wurden wie Stauffenberg selbst kein "geborener" Widerstandskämpfer war, jedoch erkannten diese Menschen wohin der Wahnsinn des Nationalsozialismus bereits führte und wohl weiterhin führen würde, wenn man dem Wahn keinen Einhalt gebieten würde.....

In der Annahme, die durch ihn ausgelöste Bombenexplosion, habe Hitler getötet, kehrt Stauffenberg noch am gleichen Tag nach Berlin zurück, um bei der Vollendung des Staatsstreich zu helfen - aus heutiger Sicht kennen wir den Ausgang dieses Tages genau - umso interessanter und zugleich schockierend ist es jedoch im Verlaufe dieses Filmes zu sehen, wie es dazu kam dass Stauffenberg u.v.a.m. am Abend des gleichen Tages und lange Zeit nach dem Anschlag, standrechtlich erschossen wurden und die Diktatur für weitere Monate bestehen bleiben konnte....

Stauffenberg und seine Anhänger haben ALLES riskiert - ohne Rücksicht auf persönliche Verluste - nicht nur das eigene Leben war von Anfang an in Gefahr - diese Männer und Frauen hatten Familie....

ZUM DARSTELLER STAUFFENBERGS:
Sebastian Koch (spielt Stauffenberg) - in jüngster Zeit gelangte dieser Schauspieler wegen seiner großartigen Leistung im Stasi-Film "Das Leben der Anderen" ins Licht der Öffentlichkeit - dort wie auch hier spielt Koch seine Rolle wirklich sehr überzeugend und Koch ist nicht der einzige Schauspieler, den Sie aus "Das Leben der Anderen" bereits kennen.

ZUM BONUSMATERIAL:
Das "Making Of" sollte man sich ebenfalls nicht entgehen lassen - hier kommen nicht nur die Hauptdarsteller selbst zu Wort - dort wird u.a. den Verantwortlichen für Kameraführung und Szenenbauten dieser Fernsehproduktion Zeit und Raum geboten den Zuschauer hinter die Kulissen blicken zu lassen.

5 Sterne!


Solide, dank der Darsteller und der Inszenierung      4 von 5 Punkten
Ein Regisseur hat, wenn er einen Spielfilm macht, nicht die primäre Aufgabe, eine Dokumentation zu erstellen, sondern mit Mitteln des Künstlerischen etwas Darzustellen. Im Falle eines historischen Stoffes gewähre ich allerdings keine Narrenfreiheit, hier gilt es, historische Fakten im Auge zu behalten und in der Dramatisierung der realen Historie gerecht zu werden.

Was in Hollywood, von enigen wenigen rühmlichen Ausnahmen abgesehen, mittlerweile Usus ist, darf der (anspruchsvolle) Kinofreund ruhigen Gewissens als historisch wertlos abtun.
Doch wo ist nun "Stauffenberg" in diesem Kontext der historischen Authentizität einzuordnen?
Nun, er richtet den Focus eindeutig auf Stauffenberg selbst - die unzähligen Köpfe, die hinter der Operation Walküre standen, finden leider keine große Erwähnung. Das ist das wirklich Bedauerliche an dem Film, denn man hätte vielleicht etwas größere Aufklärungsarbeit über den Kreisauer Kreis leisten können, anstatt etwa in einem überdramatisierten Schlussakt Figuren zu vertauschen und Fakten zu verdrehen.

Nun gut, wem es zu mühsam ist, Werke von Klaus Steinbach und anderen Historikern zu diesem Thema zu konsultieren, der wird zumindest ein wenig Aufklärung darüber finden, wer diesem Widerstand angehörte, was ihre Motive waren, ihre Ängste, ihre Sorgen und auch was, leider nur teilweise richtig wiedergegeben, ihre letzten Worte waren.

Worum es dem Filmfreund geht ist gewiss, ob der Film dramaturgisch funktioniert. Die Antwort ist ein dickes JA! Es kann auch weiter aufgeatmet werden, denn die Darsteller, insbesondere Sebastian Koch, wissen zu überzeugen. Mit Schmunzeln nimmt man hier zur Kenntnis, dass von Rezensenten einem Olli Dittrich offenbar jedwedes mimisches Talent abgesprochen wird. Aufgrund seiner Körpergröße und seines perfekten rheinischen Akzentes übertrifft er in seinem kurzen Auftritt locker Herrn Matthes aus dem Untergang. (Ein kaum hinkender über 1,80 großer "Reichspropagandazwerg"? - Na ja, das steht auf einem anderen Blatt.)

Fazit: "Stauffenberg" bietet solide Unterhaltung, solides deutsches Kino. Abstriche müssen im Detail gemacht werden, doch aufgrund seiner Zuspitzung der Ereignisse, gefällt die Dramatik durchaus. 4 Sterne, obwohl sicher mehr als 1 Stern als Luft nach oben gewesen wäre.


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Black Book - Carice van HoutenBlack Book
Carice van Houten, Sebastian Koch, Thom Hoffman

DVD, 9. November 2007
     Verkaufsrang: 5646      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 10,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Black Book DV

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)

Warum in die Ferne schweifen...      5 von 5 Punkten
...wenn das Gute liegt so nah? Ein passendes Sprichwort für die Besprechung von Paul Verhoevens Produktion Black Book. Eine exzellente Story, gedreht vor beeindruckendem Hintergrund, mit preisverdächtiger Besetzung. Was will das Herz des Filmfans noch mehr? Vielleicht Anspruch, Tiefgang und Objektivität? Kein Problem. Auch damit hat Verhoeven seinen Film bestückt. Alles in allem ein echtes Meisterwerk.

Rachel Stein(Carice van Houten), Tochter einer jüdischen Familie, versteckt sich im Holland des Jahres 1944 vor den Nazis. Als ihr angeboten wird, zusammen mit ihrer Familie zu fliehen, ergreift sie die Chance. Sie ahnt nicht, dass sie in eine Falle gelockt werden und, bis auf sie selbst, alle Flüchtlinge ermordet werden. Rachel muss dem Tod ihrer Eltern und des Bruders ohnmächtig als Zeugin beiwohnen; aber sie merkt sich die Gesichter der Täter. Sie schließt sich dem holländsichen Widerstand an und wird in die Operationszentrale der Nazis eingeschmuggelt. Dort arbeitet sie für den Hauptsturmführer Münze(Sebastian Koch)und verliebt sich in ihn. Rachel ist zwischen dem Wunsch nach Vergeltung und der Hingabe zu Münze hin und hergerissen, aber das Heft des Handelns wird ihr aus der Hand genommen. Die Widerstandskämpfer versuchen, die Nazis zu bekämpfen, werden aber immer wieder verraten. Es muss einen Spion in ihren Reihen geben. Dazu rücken die englischen Truppen in die Niederlande ein und die Deutschen organsisieren den Rückzug, allerdings nicht, ohne sich vorher ihrer Gefangenen und Feinde zu entledigen. Für Rachel beginnt ein Wettlauf um Leben und Tod, dessen Ausgang völlig ungewiss ist.

Paul Verhoeven hat eine interessante Story spannend und geistreich zu einem Klasse-Film verarbeitet. Dabei geht er von der üblichen Schwarz-Weiß-Sicht vieler Kriegsfilme ab und zeigt uns geschickt beide Seiten der Medaille, bei der weder die deutschen Eroberer noch die holländischen Widerständler ohne Flecken auf der Weste davonkommen. Ein Stück Geschichte unseres Nachbarlandes, an dem wir unmittelbar beteiligt waren. Verhoeven schickt uns in ein Katz- und Maus Spiel, das beeindruckend inszeniert ist. Carice van Houten und Sebastian Koch gebührt ein dickes Extralob. Ihre Darstellungen sind allemal preisverdächtig. Black Book unterhält zwei Stunden lang mit allem, was einen Spitzenfilm ausmacht. Genießen sie es.


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Der Tunnel - Heino FerchDer Tunnel
Heino Ferch, Nicolette Krebitz, Sebastian Koch

DVD, 13. August 2001
     Verkaufsrang: 5949      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Da hat die deutsche Nachkriegsgeschichte einen Stoff geliefert, wie er spannender kaum erfunden werden kann, eine Geschichte mit echten menschlichen Tragödien, Helden und Verrat. Wir alle kennen die Ereignisse vom Hörensagen oder aus den Schulbüchern: Im Herbst 1961 wird mitten durch Berlin die Mauer gebaut, ein Monument aus Stacheldraht, Stein und Beton, womit die ideologische Spaltung des kalten Krieges einen traurigen augenscheinlichen Höhepunkt erreicht. Was in den Schulbüchern zumeist zu kurz kommt, sind die menschlichen Tragödien, die sich um dieses Ereignis ranken. Da wurden im Dienste der Staatssicherheit Menschenleben zerstört, Eltern von ihren Kindern getrennt, Liebende auseinandergerissen und unbedarfte Jung-Vopos zu Mördern gemacht.

Der Schwimmmeister Harry Melchior (Heino Ferch), der die menschenverachtenden Machenschaften der Stasi aus vierjähriger Haft kennt, will nicht den Rest seines Lebens hinter einer Mauer verbringen. So folgt er seinem Freund, dem Bauingenieurstudenten Matthis Hiller (Sebastian Koch). Die Wiedersehensfreude ist jedoch getrübt durch die Sehnsucht nach Lotte und Carola -- Harrys über alles geliebter Schwester und Matthis schwangerer Freundin, die bei ihrem gemeinsamen Fluchtversuch zurückblieb. Ihr aberwitziger Plan entspricht der grotesken Situation: Mit einem Tunnel wollen sie die monströsen Grenzanlagen unterwandern. Doch die titanische Leistung geht über ihre Kräfte. So suchen sie sich Gleichgesinnte, die sich mit ihnen durchs Erdreich buddeln. Auch hier stößt man auf Beton. Während unter Tage an hartem Grund gebohrt wird, spaltet die Stasi jenseits der Mauer die Menschen in Mitläufer und Staatsfeinde.

Regisseur Roland Suso Richter inszenierte das vierstündige Epos im Autrag des Privatsenders SAT 1 mit großer Perfektion und viel Sinn für Dramatik. Er setzt vor allem auf den mitreißende Stoff. Sein epischer Blick lässt den teilweise sehr guten Darstellern wenig Freiraum, was der Spannung aber keinen Abbruch tut. Heino Ferch kann auch hier als lakonischer Held mit Herz brillieren. Ein paar Szenen sind jedoch ein wenig zu ehrgeizig geraten. Wenn Richter die ganze Tragödie in wenigen Bildern auf den Punkt bringen will, dann ist oft die Grenze zum peinlichen Pathos überschritten. Das tut der Spannung, die bis zum dramatischen Showdown anhält, aber keinen Abbruch. Anspruchsvolle Unterhaltungskonfektion, die sich durchaus sehen lassen kann. --Frank Kukat

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 17 Bewertungen)

Erstaunlich gut, Geschichte lebendig gemacht      5 von 5 Punkten
Eigentlich stehe ich den Eigenproduktionen der Privatsender immer sehr skeptisch gegenüber, sind diese doch oft zu flach oder rutschen ins Kitschige ab.

Der Film "Der Tunnel" hat mich da sehr positiv überrascht, verbindet er sehr gekonnt eine fiktive Handlung (diese sehr spannend) mit tatsächlichen Begebenheiten. In die Geschichte eingebaut findet man die Flucht des DDR-Grenzers über dne Stacheldraht, den Vorfall Peter Fechter etc. Man kann also immer die Handlung des Filmes mit den aus der Geschichte bekannten Bildern verbinden. Dazu gute Schauspieler, eine sehr gute Ausstattung und eine ganze Ladung Spannung.

In meinen Augen sehr empfehlenswert.


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Speer und Er - Sebastian KochSpeer und Er
Sebastian Koch, Tobias Moretti, Dagmar Manzel

DVD, 12. Mai 2005
     Verkaufsrang: 6381      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Der Name Heinrich Breloer bürgt für vielfach preisgekrönte Qualität ebenso wie für eine besondere Art Fernsehen. Die exzellente Mischung aus fiktiven Spielszenen, historischen Dokumentarfilmaufnahmen und einfühlsamen, akribisch recherchierten Interviews mit Zeitzeugen beeindruckt Kritiker und Publikum gleichermaßen - zuletzt bei Die Manns - Ein Jahrhundertroman (ebenfalls mit Sebastian Koch). Mit dem Dreiteiler Speer und Er wandten sich Breloer und sein Ko-Autor Horst Königstein dem Dritten Reich in Gestalt von Albert Speer zu.

In Rückblenden schildert der Film ausgehend von den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen Speers Aufstieg von Hitlers Lieblingsarchitekt, der für ihn Berlin als gigantische Reichshauptstadt Germania neu erschaffen sollte, zum späteren Rüstungsminister. Zu 20 Jahren Haft verurteilt, die er mit eiserner Disziplin in Berlin-Spandau verbüßt, beginnt Speer alsbald seinen Namen rein zu waschen und sich für das Nachkriegsdeutschland als zwar mitverantwortlich, aber schuldlos gebliebener Nazi in Szene zu setzen, der von nichts gewusst haben will. Dass dies nicht stimmt - Speer wusste von Auschwitz und genehmigte sogar den weiteren Ausbau des Konzentrationslagers -, weist Breloer vor allem auch im Nachspiel, der begleitenden Dokumentation, nach, die ebenso wie seine beiden Bücher Speer und Er und Unterwegs zur Familie Speer aufschlussreiche neue Forschungsergebnisse präsentiert. Speer war kein unwissender Mitläufer, nicht der verführte Künstler und integere Bildungsbürger, der der Faszination Hitlers erlag. Er wusste um und war mitverantwortlich am Tod Tausender Menschen.

Tobias Moretti (Kommisar Rex) und Sebastian Koch (Stauffenberg, die schon in Tanz mit dem Teufel - Die Entführung des Richard Oetker gemeinsam vor der Kamera standen, überzeugen neben einem erstklassigen Ensemble durch beeindruckende schauspielerische Leistungen. Koch gibt Speer als machtorientierten Karrieremenschen, der die Augen vor allem verschließt, was er nicht sehen will, und sich die Welt nach seinem Gutdünken zurecht rückt. Moretti gelingt der Spagat, Hitler sowohl als wahnsinnigen, von Zerstörungswut Getriebenen sowie als charismatischen Führer zu zeigen, der eine unheilvolle Faszination auf seine Umgebung ausübt. Die Zeitzeugen, vor allem die drei Speer-Kinder Albert jr, Arnold und Hilde, verleihen den Spielszenen zusätzliche Tiefe und geben in ihren sehr offenen Aussagen interessante Einblicke in Verdrängungsmechanismen und Methoden der Aufarbeitung. Birgit Schwenger

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 12 Bewertungen)

Zeitgeschichte einmal anders      5 von 5 Punkten
Dieses umfangreiche und packende Doku-Drama von Heinrich Breloer gibt Aufschluss über eine fragwürdige, mächtige Gestalt des Dritten Reiches: Albert Speer. Der Film ist in drei Teile gegliedert: 1) Die Beziehung zwischen Speer und Hitler, der Größenwahn der Beiden, der sich in immer illusorischeren Bauprojekten deutlich macht. 2) Der Nürnberger Prozess. 3) Die 20-jährige Haft, die Speer im Kriegsverbrechergefängnis zu Spandau verbringt. Was den Film für mich so sehenswert und spannend machte, waren weniger die Darsteller - Tobias Moretti als Adolf Hitler und Sebastian Koch als Albert Speer - als vielmehr die vielen Passagen, die reale Zeitzeugen und Szenen einnahmen. So kommen über den ganzen Film, mit einer Länge von geballten 270 Minuten, Speers Kinder zu Wort; eine äußerst komplexe Beziehung wird deutlich. Viele weitere Zeitzeugen - Opfer aus alten Arbeitslagern, Weggefährten Speers, Historiker - runden diese Dokumentation zu einem kurzweiligen und lehrreichen Film ab. Darüber hinaus werden immer wieder Original-Szenen aus der NS-Zeit und den Nürnberger Prozessen eingespielt. Am Ende konnte ich mir ein realistisches Bild von Albert Speer machen, von dem Menschen, der er wirklich war. Ein Film, den ich jeden historisch interessierten Menschen ans Herz legen kann. Zeitgeschichte einmal anders.


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Rennschwein Rudi Rüssel 2 - Sebastian KochRennschwein Rudi Rüssel 2
Sebastian Koch, Sophie von Kessel, Maurice Teichert

DVD, 12. Oktober 2007
     Verkaufsrang: 18908      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 7,97 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Rennschwein Rudi Rüssel 2 DV

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

netter Familienspaß      4 von 5 Punkten
Der zweite Teil von Rennschwein Rudi Rüssel bietet bis zur Einführung der Entführer gute Familienunterhaltung. Aber dann wird es bis zum Ende der Entführung etwas zu lächerlich. Da wo es bei Kevin allein zu Haus noch witzig war die Einbrecher als dumm darzustellen, will hier kein rechter Humor aufkommen. Ansonsten ist der Film aber durchaus sehenswert.


The Lives Of Others [UK IMPORT] - Martina GedeckThe Lives Of Others [UK IMPORT]
Martina Gedeck, Sebastian Koch, Ulrich Tukur, Hans Bauer, Ulrich Muehe

DVD, 17. September 2007
     Verkaufsrang: 20148      Gewöhnlich versandfertig in 11 bis 14 Tagen.

Preis: € 29,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

sehr ansehenswert      5 von 5 Punkten
An sich ein ganz herkömmlich gemachter Film - ein Kammerspiel, an nur wenigen Schauplätzen (eine Wohnung, ein Theater, das Stasizentrum) gedreht. Warum er so gut ist:
a) ein hervorragendes Drehbuch - das mit einer genialen Idee arbeitet: Der Stasi-Offizier beginnt sich in den von ihm zu überwachenden Schriftsteller zu "verlieben" und zwar, weil er ihn rund um die Uhr belauscht und dabei immer mehr über ihn erfährt. Das führt einerseits zu einer völlig unrealistischen, fast märchenhaften Geschichte, macht so die Sache aber spannend, weil es eine bei diesem Thema sehr naheliegende schablonenhafte Aufteilung zwischen gut und böse durchbricht.
b) brilliante Schauspieler, die dieses Drehbuch wirklich mit Leben füllen, insbesondere Ulrich Mühe als Stasi-Offizier, Sebastian Koch als der Schriftsteller, Martina Gedeck als dessen Freundin und Ulrich Tukur als der richtig böse Stasi-Vorgesetzte. Ohne diese überragenden schauspielerischen Leistungen hätte nur ein achtbarer, aber recht konventioneller Film vorgelegen. Insofern war es wirklich schäbig, dass der Regisseur zur Oscar Verleihung nicht die Hauptdarstellerin Martina Gedeck sondern seine Ehefrau mitgenommen hat. Gleichwohl ansehen, ansehen. Wer danach immer noch jammert, dass die DDR nicht mehr besteht, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen!


Zwei Tage Hoffnung - Der Aufstand vom 17. Juni 1953 - Sebastian KochZwei Tage Hoffnung - Der Aufstand vom 17. Juni 1953
Sebastian Koch, Hans-Werner Meyer, Lisa Martinek

DVD, 19. November 2004
     Verkaufsrang: 16178      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,99 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Zwing nötiger Geschichtsunterricht, der unter die Haut geht      5 von 5 Punkten
Ein absolut genialer Film, der für mich als Ossi (Jg. 1964) unsere deutsche Geschichte deutlicher und eindringlicher kaum darstellen kann. Dieses große Gefühl der Angst, dass man jetzt das Falsche gesagt oder getan hat und sofort mitgenommen wird, war auch nach 15 Jahren sofort wieder präsent!!! Ein Film, den eigentlich nur Ossis richtig verstehen! Als absoluter Sebastian Koch Fan danke für den textlichen Abspann - war schon völlig in Panik, dass mein "Held" erschossen worden sei.

Spannende Geschichtsstunde!      5 von 5 Punkten
Dass Geschichte, vor allem die jüngste deutsche Geschichte, spannend und ergreifend aufbereitet werden kann und ohne jeden "Ostalgie"-Schmuh auskommt zeigt der ZDF-Film "Zwei Tage Hoffnung". Die meisten Leute haben ja schon fast vergessen, was für schreckliche Dinge teilweise in der DDR geschehen sind und dass nicht alles "Sonennallee" war... Sebastian Koch spielt - wie immer - großartig und Hans-Werner Meyer gibt den SED-Anhänger überzeugend. Seit "Der Tunnel" hat mich kein politischer Film mehr so beeindruckt - großes Kino fürs Fernsehen produziert! Ich freue mich schon auf die DVD, denn neben all dem Action-Krachern handelt es sich hier mal um ein intelligentes, eindringliches Werk. 5 Sterne für das thema und die Umsetzung!


Tanz mit dem Teufel - Die Entführung des Richard Oetker (2 Teile) - Sebastian KochTanz mit dem Teufel - Die Entführung des Richard Oetker (2 Teile)
Sebastian Koch, Tobias Moretti, Christoph Waltz

DVD, 18. Februar 2002
     Verkaufsrang: 20254      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 24,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Der spannende Zweiteiler Der Tanz mit dem Teufel nimmt sich einem der größten Kriminalfälle des Jahrhunderts an: der Entführung des Industriellensohns Richard Oetker. Aus juristischen und dramaturgischen Gründen weicht die Verfilmung von den wahren Ereignissen ab.

Im Dezember 1976 wird der Student Richard Oetker (überzeugend: Sebastian Koch) auf dem Parkplatz der Universität Weihenstephan in Freising entführt. Von seinen Kidnappern wird der damals 25-Jährige in eine sargähnliche Holzkiste gesperrt, in der er lebensgefährlich verletzt fast zwei Tage lang ausharren muss. Die Entführer entkamen mit der für damalige Verhältnisse unglaublichen Summe von 21 Millionen Mark als Lösegeld. Nachdem erste Spuren ins Leere laufen, setzt die Polizei im April 1977 die Sonderkommission Oetker ein. Kommisar Georg Kufbach (Tobias Moretti, Kommisar Rex) wird mit dem Fall beauftragt. Nach zwei Jahren kann er den Verdächtigen Dieter Cilov (eindrucksvoll: Christoph Waltz, Schimanski: Blutsbrüder) dingfest machen. In einem Aufsehen erregenden Indizienprozess wird Cilov, der die ganze Zeit seine Unschuld beteuert, zur Höchststrafe von 15 Jahren verurteilt. Kufbach und Oetker sind wie besessen davon, den Schuldigen zu überführen. Das Lösegeld bleibt unauffindbar, bis Cilov schließlich nach seiner Entlassung einen Fehler begeht.

Nach dem eindrucksvollen Mauerdrama Der Tunnel, in dem Sebastian Koch bereits mit von der Partie war, liegt mit dieser Sat-1-Produktion erneut ein packender Krimi vor, dem es an Dramatik nicht mangelt. Einfühlsam wird Oetker porträtiert, der durch die schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen der Entführung sein Leben lang gezeichnet bleibt. Dabei bleibt der Film immer darauf bedacht, die Geschichte des Opfers und nicht des Täters zu erzählen. Durch die bis in die Nebenrollen hinein überzeugende Besetzung gelingt dies auf eindrucksvolle Weise. Auch wenn die Macher des Films offenbar glaubten, die Geschichte durch die Liebesgeschichte zwischen Kufbach und seiner Krankenschwester zusätzlich aufwerten zu müssen. Diese wäre ebenso wie der zum Teil übertrieben dramatische Einsatz der Musik verzichtbar gewesen, da die Dramatik sowie die Charaktere -- die Entführung gilt als einer der spektulärsten Kriminalfälle der Bundesrepublik -- die Geschichte vollständig tragen. Ein spannender Kriminalfall, der über das übliche TV-Einerlei hinaus geht. --Birgit Schwenger

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)

Volltreffer!      5 von 5 Punkten
Der Entführungsfall ist wirklich fantastisch als Film umgesetzt worden, und das obwohl der Ausgang von vornherein klar war. Das liegt zum einen am der absolut gelungenen Rekonstruktion der 70er Jahre, bei der auch die letzten Feinheiten beachtet wurden und zum andern natürlich an den fantastischen Schauspielern. Mit Sebastian Koch, Christoph Waltz und Tobias Moretti sind hier einige der besten deutschsprachigen Schauspieler am Werk, die absolut überzeugend agieren. Die Inszenierung der Entführung und die anschliessende Jagd auf den Entführer sind mitreissend und fesselnd, was aber in Teil 2 dann etwas nachlässt, da es hier eigentlich nur noch darum geht den Entführer endgültig dingfest zu machen. Trotzdem bleibt die Spannung bis zuletzt erhalten. Diesen Film guckt man sich auch gerne mehrmals an.

Auch die technische Seite der DVD kann voll überzeugen. Bild und Ton sind ordentlich und etwas Bonusmaterial gibt es auch noch.

Fazit: Ein Sahnestück des deutschen Filmes, was man auf jeden Fall in der Sammlung haben sollte!

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Das Leben der Anderen - Die komplette Akte (Limited Edition, 2 DVDs + Audio-CD) - Martina GedeckDas Leben der Anderen - Die komplette Akte (Limited Edition, 2 DVDs + Audio-CD)
Martina Gedeck, Ulrich Mühe, Sebastian Koch

DVD, 14. Februar 2008
     Verkaufsrang: 19693      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 33,95 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Ost-Berlin im Jahre 1985: Der linientreue Stasi Hauptmann Gerd Wiesler wird mit der Überwachung des erfolgreichen Dramatikers Georg Dreyman und dessen Lebensgefährtin, Theaterstar Christa Sieland beauftragt. Doch je mehr Gerd in das Leben der anderen eindringt, desto mehr wird ihm die Trostlosigkeit seines eigenen bewusst. Liebe, Literatur und freies Denken nehmen mehr und mehr Einfluss auf den Spitzel und er lässt sich auf ein gefährliches Spiel innerhalb der DDR-Staatsmaschinerie ein.



Böse Nacht Geschichten (und Großstadtschocker) (Special Edition, 2 DVDs) - Bela B. FelsenheimerBöse Nacht Geschichten (und Großstadtschocker) (Special Edition, 2 DVDs)
Bela B. Felsenheimer, Veronica Ferres, Steffen Wink, Hannelore Elsner, Sebastian Koch

DVD, 13. Juli 2006
     Verkaufsrang: 24173      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 24,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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13 exklusive Kurzgeschichten von hervorragenden deutschen Autoren wie Alex Hennig von Lange, Wolfgang Hohlbein oder Burkhard Driest werden in perfektem Grusel-Ambiente von bekannten Persönlichkeiten wie Veronica Ferres, Bela B. Felsenheimer, Axel Milberg, Hannelore Elsner oder Sissi Perlinger vorgetragen!



Tödlicher Umweg - Ken DukenTödlicher Umweg
Ken Duken, Eva Hassmann, Sebastian Koch

DVD, 23. November 2004
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Das Casting in München soll die große Chance für den ambitionierten Jungschauspieler Adrian werden. Doch die Fahrt aus den österreichischen Alpen zum wichtigsten Termin seiner Karriere wird für ihn zur Horrortour. Zuerst gerät er in den Beziehungsstreit eines mysteriösen Paares, dann zwingt ihn ein Erdrutsch zu einem Umweg, der ihn in einem verschlafenen Bergdorf stranden lässt. Dort wird er Zeuge eines Unfalls, der sich später scheinbar als Hirngespinst entpuppt. Schließlich gerät Adrian, der zunehmend an seinem Verstand zweifelt, auch noch unter Mordverdacht. Die Grenzen zwischen Realität und Wahnsinn scheinen zu verschwimmen. Und Adrian steckt mitten in einem groß angelegten Komplott ...

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)

Hervorragende Darsteller, tolle Atmosphäre, klasse Idee!      5 von 5 Punkten
Den bisherigen Rezensenten kann ich mich beim vorliegenden Film kaum anschliessen, denn meines Erachtens ist dies ein wirklich überzeugender Thriller mit erstklassigen Darstellern und einer keineswegs abgedroschenen Idee. Im Gegenteil, die Handlung ist fernab von ausgetretenen Handlungssträngen gängiger US-Thriller und hebt sich wohltuend von deutscher TV-Massenware ab. Sofern man sich nicht vorab über die Handlung des Filmes informiert, ist die 'Lösung' während der ersten 60 Minuten kaum ersichtlich. Der Film baut die Spannung ohne permanente Action gekonnt auf, die brutaleren Szenen sind wohl dosiert. Überhaupt ist die psychische Anspannung der Hauptfigur der wesentliche Kern des Films, hervorragend umgesetzt von Ken Duken. Ebenso bestechend in ihren Rollen: Eva Hassmann und Sebastian Koch. Der Film kann bedenkenlos ein zweites Mal überzeugen, erst dann (wenn man die Lösung kennt), fallen Gesten und Andeutungen auf, die eindeutige Hinweise geben. Für mich waren die knapp 90 Minuten des Streifens extrem kurzweilig und ein eindeutiger Beweis, dass gerade sehr gute Thriller immer häufiger nicht aus Hollywood kommen! Im übrigen hat der Film mit der 'Truman Show' bestenfalls den Grundgedanken entfernt gemeinsam...


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Rennschwein Rudi Rüssel 2 - Sebastian KochRennschwein Rudi Rüssel 2
Sebastian Koch, Sophie von Kessel, Maurice Teichert

DVD, 7. März 2008
     Verkaufsrang: 18598     

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RENNSCHWEIN RUDI RÜSSEL 2



Die Manns - ein Jahrhundertroman (+Doku) - Armin Mueller-Stahl|Sebastian KochDie Manns - ein Jahrhundertroman (+Doku)
Armin Mueller-Stahl|Sebastian Koch

DVD, 6. März 2002
     Verkaufsrang: 29613     

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Die großen Sternstunden der vorweihnachtlichen TV-Mehrteiler sind selten geworden, aber mit dem Dreiteiler Die Manns. Ein Jahrhundertroman hat Heinrich Breloer im Jahr 2001 mal wieder für eine schöne Überraschung gesorgt.

Nach seinem preisgekrönten Dokudrama Todesspiel hat sich Breloer der wohl prominentesten deutschen Künstlerfamilie angenommen: den Manns. Vier Jahre lang hat er dafür Material gesammelt und daraus ein faszinierendes Familien- und Künstlerporträt inszeniert. In drei zeitlich begrenzte Episoden unterteilt, wird das Schicksal dieser ungewöhnlichen Familie entfaltet: Teil eins schildert das Familienleben von 1923-1933, Teil zwei behandelt die Flucht vor den Nationalsozialisten und die permanente Suche nach dem rettenden politischen Exil bis 1941, Teil drei erzählt aus der neuen Heimat in Kalifornien von 1942-1955.

Im Mittelpunkt steht der alle überragende Thomas Mann (glänzend gespielt von Armin Mueller-Stahl), hin- und hergerissen zwischen äußerer Disziplin und innerer Zerrissenheit. Stets im literarischen, politischen und sexuellen Konflikt mit sich, seinem Bruder Heinrich Mann (Der Untertan) und den offen homosexuell lebenden Kindern Erika (Sophie Rois) und Klaus (Sebastian Koch), ist der Nobelpreisträger Zeuge seines eigenen Familienschicksals, das er in seinem Roman Die Buddenbrooks -- gleichsam prophezeiend -- bereits vorweggenommen hat.

Meisterhaft verknüpft der Regisseur dokumentarische Aufnahmen und Aussagen von Zeitzeugen mit Spielfilmszenen, um dem überwältigenden Stoff gerecht zu werden. Auf diese Weise zieht der Film den Zuschauer in den spannenden Sog von Familientragödie und Zeitgeschichte hinein, ohne den distanzierten und kritischen Blick völlig aufzuheben. Das filmische Familienporträt dieses Künstlerclans war schon lange fällig, aber zum Glück hat sich mit Heinrich Breloer jetzt ein Regisseur gefunden, der dieser großen Geschichte visuell und erzähltechnisch gerecht wird. Ein außergewöhnlicher Filmgenuss! --Harald Stucke

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)

Exzellente Dokumentation      5 von 5 Punkten
Ich gebe zu nicht unbedingt ein humanistisch gebildeter Mensch zu sein, aber diese Triologie hat doch sehr grosses Interesse an der deutschen Literaturgeschichte in mit geweckt.

"Die Manns - ein Jahrhundertroman" ist eine Dokumentation über das Leben von Thomas Mann, seinen Kindern und Verwandten. Das Leben der Familie Mann wird sowohl in Orginaldokumenten (Filmausschnitten, Radiomitschnitte, Briefe), sowie durch eine geniale schauspielerische Leistung von Armin Müller Stahl, Veronika Ferres und co., als auch zum grössten Teil durch die Kommentare von noch (bzw. seit kurzem nicht mehr) lebenden Verwandten, Bekannten und Zeitzeugen des Literaturnobelpreisträgers dargestellt.
Besonders hervorzuheben hier die Leistung von Elisabeth Mann-Borghese, die kurz nach den Dreharbeiten verstarb und deren Mitwirken man denke ich als Ihr Lebenswerk bezeichnen darf.

Neben Thomas und seinem Bruder Heinrich Mann, wird von Regisseur Heinrich Breloer insbesondere auf die Leben der Kinder Klaus und Monika Mann eingegangen, die Rolle der Familie Mann im Zusammenhang mit dem NS-Regime beschrieben und die Tragik, die unübersehbar eng mit der Familie verbunden ist und in den Selbstmorden von Nelly Kröger und Klaus Mann ihren Höhepunkt findet, hautnah dargestellt.

Für alle, die vom Film alleine noch nicht genug haben, findet sich auf den DVDs noch jeweils eine Dokumentation, die alle noch offenen Fragen klären dürfte, sowie in der DVD - Hülle Kommentare von Heinrich Breloer und Elisabeth Mann-Borghese.

Fazit:
Für alle "Mann - Fans" ein Muss und für alle, die mit dem Namen nicht so viel anfangen können, ein noch grösseres Muss. Literaturgeschichte wird hier ohne Abstriche in Filmgeschichte umgewandelt.

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Das fliegende Klassenzimmer - Ulrich NoethenDas fliegende Klassenzimmer
Ulrich Noethen, Sebastian Koch, Piet Klocke

Videokassette, 1. Oktober 2003
     Verkaufsrang: 1246     

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Das fliegende Klassenzimmer unter der Regie von Tomy Wigand ist bereits die dritte Verfilmung des Kinderbuchklassikers von Erich Kästner und landet mit seinen zeitgemäßen Rap-Einlagen endgültig im Techno-Zeitalter.

Obwohl auch in den Erwachsenenhauptrollen mit Ulrich Noethen, Sebastian Koch und Piet Klocke prominent besetzt, steht natürlich das Schülerensemble im Mittelpunkt der Geschichte. Wigand versetzt Jonathan (Hauke Diekamp), Martin (Philipp Peters-Arnolds), Matz (Frederick Lau), Ulli (Hans Broich-Wuttke) und den schönen Theo (Nicolas Kantor) nach Leipzig ins Internat des Thomanerchors und gibt der Geschichte damit einen deutsch-deutschen Gegenwartsbezug. Die Rolle des aufrührerischen Egerland spielt jetzt ein Mädchen, und dennoch wird noch der treueste Kästner-Fan die Vorlage wiedererkennen. Es geht um bewährte Kästner-Motive, um echte Freundschaft also, den bedingungslosen inneren Zusammenhalt, um gute und weniger gute Eltern und um die paar wenigen Erwachsenen, die im Vergleich zum Rest der Spezies schwer in Ordnung sind. Gemeinsam wird für die Weihnachtsaufführung das Stück "Das fliegende Klassenzimmer" geprobt, die große Fehde mit den "externen" Schülern ausgefochten und die von den Kindern eingefädelte Versöhnung zwischen dem unkorrumpierbaren Lehrer Justus (Ulrich Noethen) und seinem alten Schulfreund Nichtraucher (Sebastian Koch) betrieben.

Der Roman war wahrscheinlich Kästners pädagogisch ambitioniertestes Buch, und der Film versucht die propagierten Werte in die nicht mehr ganz so vergleichbare Gegenwart hinüberzuretten, indem man ziemlich hemmungslos den aktuellen Jugendjargon benutzt. Am Ende rappen die Kinder durch Kästners Merksätze, und der schmale Grat zwischen geglückter Überführung und ungenierter Anbiederung ist hier ganz besonders augenfällig. Am stärksten ist Das fliegende Klassenzimmer dann auch, wenn die Kinder zwanglos unter sich sind. Da gelingen witzige Dialoge, und es kommt schließlich das zum Vorschein, was man vielleicht als kästnerspezifisch bezeichnen kann: Die Kinder werden mit ihren Ängsten und Sehnsüchten immer ernst genommen, wirken mitunter bemerkenswert reif und verkörpern mit ihrer Haltung letztendlich ein Plädoyer für mehr Zivilcourage. --Thomas Reuthebuch

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 12 Bewertungen)

Frisch und munter aufgepeppelt      4 von 5 Punkten
Letzte Chance für den kleinen Jonathan: schon allzu oft ist er aus den bisher besuchten Internaten geflogen. Ob es jetzt wohl klappt, im Thomanerchor von Leipzig ?

Mag sein, dass Erich Kästner sich heute von der aktuellsten Verfilmung seines "fliegenden Klassenzimmers" distanzieren würde. Vom klassischen Leipziger Thomanerchor sieht man (obwohl es auf Weihnachten zugeht) nicht allzu viel. Die Weihnachtsaufführung gegen Ende kommt gerappt daher. Aber für die moderne Zielgruppe ist das natürlich genau richtig und up-to-date. Die schwungvolle Neuinszenierung versetzt besonders vorm Fest den ein oder anderen jungen Zuschauer in Begeisterung, da sich Humor und Gefühl eine gesunde Waage halten. Auch moderne Problematiken wie Scheidung der Eltern kommen zum Tragen.
Die jungen Darsteller erfreuen deswegen, weil sie größtenteils Laien sind, die zum ersten Mal in einem Film auftauchen, und aufgrund dieser Neulust besonderen Spaß beim Dreh gehabt haben; (wirkt jedenfalls so).

Nettes Bonus-Material: der Regisseur teilt mit Nebendarsteller Frederick Lau (bis heute ein sehr gefragter Nachwuchsschauspieler) seine Erinnerungen an die Produktion.


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Black Book [UK IMPORT] - Thom HoffmanBlack Book [UK IMPORT]
Thom Hoffman, Carice Van Houten, Sebastian Koch

DVD, 30. April 2007
     Verkaufsrang: 17148      Gewöhnlich versandfertig in 11 bis 14 Tagen.

Preis: € 29,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Solide Unterhaltung      3 von 5 Punkten
Die Handlung selbst ist arg an den Haaren herbeigezogen, wirkt selten überzeugend authentisch oder macht irgendwie besonders betroffen.
Das unterscheidet den Film schon einmal von anderen Werken dieses Genres, die einen gewissen Anspruch auf Realitätssinn erheben.

Die Hauptdarstellerin lässt sich durch kaum einen der vielen filmischen Schicksalsschläge und Wendungen aus ihrer teilweise stoischen inneren Ruhe bringen.
Kühl und berechnend absolviert sie ihre Rolle, andere Charaktere haben da mehr zu bieten.

Zum Ende sind es ein paar Wirrungen zuviel des Guten, trotz nachlassender Spannung erhält man einen etwas anderen Einblick in das Holland zum Ende des 2.Weltkrieges als man zunächst vermutet.

Ellis auf dem Weg ins Wonderland      3 von 5 Punkten
Endlich mal eine Betrachtung der Nazizeit aus holländischer Sicht. Für mich eine neue Variante unter den vielen Filmen, die einem das Thema schon mal verleiden können. Wie geht ein holländischer Regisseur mit dem Thema Krieg, Judenverfolgung und Besetzung um?

Aufhänger ist das Black Book, ein kleines Büchlein, das allerdings erst am Ende des Films zu seiner wahren Bedeutung gelangt und das ich aus Spannungsgründen hier nicht kommentieren möchte. Vordergründig geht es um die Geschichte von Rachel, später Ellis, einer Jüdin, die einfach nur überleben will und sich jede Menge Tricks dafür einlassen lässt. Und hier bricht die Geschichte gleich am Anfang mit meinem Verständnis: kaum war das Haus mit ihrem Versteck zerbombt, sehen wir Ellis Grammophon abspielend und fröhlich singend in einer Scheune wieder, in die ein zufällig dahersegelnder netter Bauerssohn sie gebracht und so vor den Deutschen gerettet hat. Hm? Und als dann auch ihre Familie im wahrsten Sinne des Wortes abgeschlachtet wird, flüchtet Ellis, und wir sehen sie plötzlich in einem Sarg, der sich in einem Leichenwagen befindet. Wie hat sie das dorthin geschafft? Bleibt offen.

Ich möchte mich hier gar nicht in noch mehr Beispielen ergehen, denn sonst würde ich zuviel verraten, doch es geht weiter mit diesen logischen Brüchen bzw. der Zuschauer muss sich immer wieder fragen: wie ist denn hier der Zusammenhang? Oder: habe ich jetzt was verpasst oder fehlt vielleicht im Film ein Stück? So was soll es ja auch geben.

Dass Verhoeven eine Menge (nur was?) in Hollywood gelernt hat, zeigt er immer wieder. Opulentes Hollywood-Kino, viel Blut und Geschieße, ich finde, weniger wäre mehr gewesen. Schließlich geht es um eine verzwickte Geschichte, die sich erst am Ende ganz auflöst, und durch diese unnötigen Actionszenen wird sie leider überlagert.

Richtig überzeugend in seiner Rolle ist Waldemar Kobus als fieser Franken, auch Berkel als Obernazi kommt gut rüber. Frauen und Männer freut Euch: in den paar Nacktszenen sehen wir endlich mal wieder echte Brüste, nicht diese aufgepumpten Hollywood-Dinger, und die Männer sind auch einfach so, wie sie sind, nämlich nicht V-förmig und strotzend vor Sixpacks.

Alles in allem: man nimmt vom Film gute Unterhaltung mit, wird sich bewusst, dass man oft nicht hinter die Fassade der Gesichter sehen kann, hinter denen sich häufig Abgründe verstecken. Viele überraschende Wendungen lassen den Zuschauer in eine Atemlosigkeit fallen, man bangt und hofft mit. Doch es gibt etliche Unglaubwürdigkeiten und Wendungen zu viel, so dass vom Zuschauer durchaus eine große Toleranz erwartet wird, sich darauf einzulassen - daher nur 3 Sterne.


Verhoeven at its best!!!!      5 von 5 Punkten
Paul Verhoeven, er hat es wieder getan, er hat einen Film gedreht.
Endlich nach langem Warten und dem etwas schwächelnden "Hollow Man" kommt der neueste Verhoeven bei uns ins Kino und man sieht dem Regisseur die Freude an, seine Welt voller Arschlöcher zu präsentieren, die so viel eher der Realität entspricht als die glattgebügelte in guter Ami und böser Araber/Nazi/Kommunist... unterteilte Welt des Hollywoodkinos. Dieser Film wäre in Hollywood nicht möglich gewesen, zum Glück. Bescherte es doch dem europäischen Kino ein echtes Highlight in diesem Kinojahr. Vor dem Film lief ein Trailer zu Herbigs "Lissy und der wilde Kaiser", vor dem Hauptfilm dachte ich: OK, wem es gefällt, ich brauch den Kram nicht. Nach Black Book war mir auf einmal klar, in was für einem erbärmlichen Zustand sich der deutsche Film befindet. Er schafft es nicht, solche wichtigen Filme zu drehen, stattdessen wird Überflüssiges wie Der Untergang gedreht.
Die Deutschen müssen sich dann schon an die Holländer hängen um solche Filme zustande zu bringen, da ansonsten das Übelste passiert, was einem Film passieren kann. Es wird streng nach den Regeln der "political correctness" gearbeitet. Nur nicht anecken. Zum Glück schert das Paul Verhoeven nicht, deshalb dürfen wir auch sein Meisterwerk "Black Book" geniessen. Dieser Film sollte Pflichtfach in allen Schulen sein, er beschränkt die Menschheit nicht nur auf bestimmte böse Menschen, er präsentiert die Menschheit als durch und durch durchtrieben...


Der Tunnel - Heino FerchDer Tunnel
Heino Ferch, Nicolette Krebitz, Sebastian Koch

Videokassette, 22. Januar 2001
     Verkaufsrang: 2840     

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Da hat die deutsche Nachkriegsgeschichte einen Stoff geliefert, wie er spannender kaum erfunden werden kann, eine Geschichte mit echten menschlichen Tragödien, Helden und Verrat. Wir alle kennen die Ereignisse vom Hörensagen oder aus den Schulbüchern: Im Herbst 1961 wird mitten durch Berlin die Mauer gebaut, ein Monument aus Stacheldraht, Stein und Beton, womit die ideologische Spaltung des kalten Krieges einen traurigen augenscheinlichen Höhepunkt erreicht. Was in den Schulbüchern zumeist zu kurz kommt, sind die menschlichen Tragödien, die sich um dieses Ereignis ranken. Da wurden im Dienste der Staatssicherheit Menschenleben zerstört, Eltern von ihren Kindern getrennt, Liebende auseinandergerissen und unbedarfte Jung-Vopos zu Mördern gemacht.

Der Schwimmmeister Harry Melchior (Heino Ferch), der die menschenverachtenden Machenschaften der Stasi aus vierjähriger Haft kennt, will nicht den Rest seines Lebens hinter einer Mauer verbringen. So folgt er seinem Freund, dem Bauingenieurstudenten Matthis Hiller (Sebastian Koch). Die Wiedersehensfreude ist jedoch getrübt durch die Sehnsucht nach Lotte und Carola -- Harrys über alles geliebter Schwester und Matthis schwangerer Freundin, die bei ihrem gemeinsamen Fluchtversuch zurückblieb. Ihr aberwitziger Plan entspricht der grotesken Situation: Mit einem Tunnel wollen sie die monströsen Grenzanlagen unterwandern. Doch die titanische Leistung geht über ihre Kräfte. So suchen sie sich Gleichgesinnte, die sich mit ihnen durchs Erdreich buddeln. Auch hier stößt man auf Beton. Während unter Tage an hartem Grund gebohrt wird, spaltet die Stasi jenseits der Mauer die Menschen in Mitläufer und Staatsfeinde.

Regisseur Roland Suso Richter inszenierte das vierstündige Epos im Autrag des Privatsenders SAT 1 mit großer Perfektion und viel Sinn für Dramatik. Er setzt vor allem auf den mitreißende Stoff. Sein epischer Blick lässt den teilweise sehr guten Darstellern wenig Freiraum, was der Spannung aber keinen Abbruch tut. Heino Ferch kann auch hier als lakonischer Held mit Herz brillieren. Ein paar Szenen sind jedoch ein wenig zu ehrgeizig geraten. Wenn Richter die ganze Tragödie in wenigen Bildern auf den Punkt bringen will, dann ist oft die Grenze zum peinlichen Pathos überschritten. Das tut der Spannung, die bis zum dramatischen Showdown anhält, aber keinen Abbruch. Anspruchsvolle Unterhaltungskonfektion, die sich durchaus sehen lassen kann. --Frank Kukat

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 17 Bewertungen)

Erstaunlich gut, Geschichte lebendig gemacht      5 von 5 Punkten
Eigentlich stehe ich den Eigenproduktionen der Privatsender immer sehr skeptisch gegenüber, sind diese doch oft zu flach oder rutschen ins Kitschige ab.

Der Film "Der Tunnel" hat mich da sehr positiv überrascht, verbindet er sehr gekonnt eine fiktive Handlung (diese sehr spannend) mit tatsächlichen Begebenheiten. In die Geschichte eingebaut findet man die Flucht des DDR-Grenzers über dne Stacheldraht, den Vorfall Peter Fechter etc. Man kann also immer die Handlung des Filmes mit den aus der Geschichte bekannten Bildern verbinden. Dazu gute Schauspieler, eine sehr gute Ausstattung und eine ganze Ladung Spannung.

In meinen Augen sehr empfehlenswert.


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Black Book [Blu-ray] [UK IMPORT] - Thom HoffmanBlack Book [Blu-ray] [UK IMPORT]
Thom Hoffman, Carice Van Houten, Sebastian Koch

Blu-ray, 24. September 2007

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