DVDs: Priscilla Lane

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Arsen und Spitzenhäubchen - Cary GrantArsen und Spitzenhäubchen
Cary Grant, Priscilla Lane, Josephine Hull

DVD, 5. November 2004
     Verkaufsrang: 2905      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 10,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Zwei scheinbar harmlos-liebenswürdige alte Damen frönen einem seltsamen Hobby Sie vergiften ältere Herren, die dann von ihrem Bruder im Keller mit militärischen Ehren beigesetzt werden. Durch Zufall entdeckt ihr Neffe Mortimer Cary Grant das makabre Treiben - aber kann man zwei alte Tanten verraten? Arsen und Spitzenhäubchen ist der absolute Evergreen des Schwarzen Humors. Mit viel Phantasie, köstlichen Pointen und respektlosem, makabrem Witz gelang Meisterregisseur Frank Capra ein zeitloses Meisterwerk mit einem überragenden Cary Grant. Neben der drei Minuten längeren amerikanischen Originalversion und der aus Fernsehausstrahlungen und Video bekannten Synchronfassung von 1962 befindet sich auf dieser DVD als besonderer Leckerbissen auch die 1952 für das Kino erstellte Fassung.

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 23 Bewertungen)

Nicht zu übertreffen....      5 von 5 Punkten
Wer diesen Film noch nicht kennt, sollte ihn auf jeden Fall anschauen.. ich beneide jeden, der dieses Highlight das erst mal schauen darf und sich überraschen lassen kann.. besser gehts nun wirklich nicht....


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Die Wilden Zwanziger - James CagneyDie Wilden Zwanziger
James Cagney, Priscilla Lane, Humphrey Bogart, Jeffrey Lynn, Paul Kelly

DVD, 25. Februar 2005
     Verkaufsrang: 18044      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,99 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Zwei ehemalige Kriegskameraden werden nach dem Krieg zu erbitterten Gegnern. Je besser der Alkoholschmuggel läuft, um so härter werden die Methoden. Beide Seiten schrecken auch vor Mord nicht mehr zurück...

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Gut oder böse, das ist hier die Frage      5 von 5 Punkten
Unterschätzt mir den Walsh nicht, er liefert einen interessanten Gangsterfilm ab.

Drei Spielarten der menschlichen Natur: Der Gute, der Böse und - das ist natürlich der Interessanteste, daher die (von James Cagney verkörperte) Hauptrolle - der Ambivalente, der weder so richtig das eine noch das andere ist, die Anlagen zu beidem in sich habend, und es ist spannend, zu verfolgen, was er draus macht. "The Roaring Twenties" ist mehr als nur ein Film: Abbild der menschlichen Vielschichtigkeit, Thriller, period picture mit semidokumentarischen Einschüben (bemerkenswert gelungen in einer Zeit, in der die abgebildete Epoche so fern noch nicht war), Musikfilm und auch noch Beziehungskiste. Und in allem ist er interessant. Nur eines ist er so gut wie nicht: Ein Actionfilm. Sicher, gelegentlich lässt Walsh es krachen, aber diese Szenen sind stets relativ kurz, und es kommt so sehr auch nicht auf sie an. Das wird z.B. in der Eröffnungsepisode deutlich, die die drei genannten Menschentypen im ersten Weltkrieg zusammenführt. Da stehen die drei im Schützengraben und überlegen sich, ob sie auf einen Feind schießen sollen. Der "Gute" möchte nicht, da der Gegner wie ein Fünfzehnjähriger aussieht (in der Endphase des Krieges gut vorstellbar), der von Bogart gespielte Böse knallt ihn mit dem Spruch ab: "Der wird nicht mehr 16." Man sieht aber die ganze Zeit den Gegner nicht, die Kamera verlässt den Schützengraben nicht, man sieht ihn nicht sterben, man erfährt auch nur über den Dialog, dass er noch ein halbes Kind ist. Mit anderen Worten: Es wird deutlich, dass das Ganze im Studio entstanden ist und die Darsteller einfach mit Platzpatronen ins Nichts schießen konnten. Da ist Regisseur Walsh also bemerkenswert zurückhaltend in der Actionszene, drückt aber genau dasjenige aus, worauf es ankommt. Auch ansonsten sind Charaktere wichtiger als Action, sind die Actionszenen häufig nur eingestreute footage ohne Bezug zu den Protagonisten, und schnell wieder vorbei. Und dies soll keine Kritik sein, denn der Film hat ansonsten viel zu bieten. Neben der bereits erwähnten gelungenen Charakterisierung der drei männlichen Hauptpersonen gibt es auch noch zwei interessante weibliche Charaktere, und das Beziehungsgeflecht lautet: Frau 1 steht auf Mann 1, Mann 1 steht aber auf Frau 2, und Frau 2 steht auf Mann 2 (Die Männer sind natürlich der Gute und der Ambivalente, der Böse steht nur auf sich selbst und auf Geld). Dieses Geflecht ist schön dargestellt, achten Sie z.B. einmal darauf, wer wie zu wem guckt, wenn Frau 2 in der Bar singt und so ziemlich alle dies verfolgen. Und wem das alles noch nicht reicht, der kann sich an ein paar schmissigen Songs erfreuen. Der Soundtrack ist keine große Eigenkomposition und besteht im wesentlichen aus bestimmten Hits, aber die machen Spaß, wenn man swing mag, und sie sind auch gut gewählt. Aufmerksame Ohren werden bemerken, dass sich im Laufe der Handlung, die sich von 1918-1931 erstreckt, die Musik kaum merklich verändert, der etwas derbere Sound der 20er mit Baßtuba als Rhythmusgeber weicht dem "weicheren" Klang der beginnenden 30er, die Songs werden auch ruhiger, die "wilden" Zwanziger gehen unter.
Das Ende enthält gewisse Konzessionen an die Zensur, mit denen man aber gut leben kann. Insgesamt ein wirklich gelungener Film, in dem neben dem bereits Gesagten noch zu erwähnen ist, dass Cagney, Bogart, Priscilla Lane und andere durchweg gute Leistungen zeigen. Historisch erwähnenswert ist vielleicht noch, dass Warner, das große Antinazi-Studio, zu Beginn des Films schon vor Hitler warnt, das ist für 1939 bemerkenswert. Ich habe keine Ahnung, ob diese Szenen vor oder nach Kriegsausbruch entstanden sind, aber es ist zu bedenken, dass Antinazitöne aus Hollywood vor dem Angriff auf Pearl Harbor (1941) eher selten waren, wie auch die reservierte bis feindliche Haltung vieler in Hollywood gegenüber Chaplins "Der große Diktator" (1940) zeigt.
Die DVD-Ausstattung ist recht ordentlich, mit den bei Warner-Klassikern üblichen Extras wie Zeitdokumenten und Cartoon aus dem Entstehungsjahr des Hauptfilms. Schwach ist hingegen der Audiokommentar, wie das bei so manchen Audiokommentaren ist. Die Kommentatoren wissen einfach nicht, wie sie die ganze Filmlänge mit Wissenswertem ausfüllen sollen. Das ist ja auch schwierig. In diesem Kommentar ist mir aber noch ärger als sonst eine verbreitete Unsitte aufgefallen. Es wird recht oft dasjenige erzählt, was der Betrachter ohnehin gerade sieht und was nun wirklich jeder auch ohne einen Kommentar erfassen kann. Aber das kostet keinen Stern. Auf den Hauptfilm kommt es an!


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Saboteure - Robert CummingsSaboteure
Robert Cummings, Priscilla Lane, Otto Kruger

DVD, 9. November 2006
     Verkaufsrang: 32312      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,99 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Exellenter Film !      5 von 5 Punkten
Saboteure ist ein exellenter Agenten Thriller vom Grossmeister der Supense. Für seine Verhältnisse wirkt der Film vielleicht etwas B mässig, bietet aber gute Unterhaltung von Anfang bis Ende. Ein Brand in einer Flugzeugfabrik, ein Unschuldiger wird von der Polizei verfolgt, dahinter steckt eine Terror-Organisation die in den USA scheinbar einige Anhänger hatund zahlreiche Anschlagsziele in Visier hat. Für einen Film Anfang der 40er Jahre bietet der Film ziemlich viel Action und baut eine Spannung auf die er bis zuletzt beibehält. Dabei vergisst Hitchcock aber den Humor und ein Kritischen Bild auf die damalige USA zu werfen nicht.

Bei der DVD kann man sich keinewegs beschweren. Gutes Bild, Original Ton, und ein kleines hochinteressantes Making OFF wird geboten. Wer "Der unsichtbare Dritte" ( oder auch "Auf der Flucht" mit Harrison Ford etc ...) mochte wird auch Saboteure mögen. Absolute Empfehlung !

Hitchcock wusste schon in den 40ern wie's geht!      5 von 5 Punkten
Ein mit Benzin gefüllter Feurlöscher sorgt in einem Flugzeugwerk für eine Katastrophe.
So beginnt "Saboteure", so beginnt ein Stück Filmgeschichte, so beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, den der (unschuldige) Verdächtige mit allen Mitteln zu gewinnen versucht.

Sein Problem: Niemand traut ihm.
Und: Die wahren Übeltäter versuchen seine Aufklärungsversuche mit aller Macht zu unterbinden.
Und: Er kann seine Handschellen lange Zeit nicht loswerden (Flucht vor Polizei).

Berührend: Der blinde Herr, der den Unschuldigen für kurze Zeit bei sich aufnimmt, obwohl er polizeilich gesucht wird - der Mann weiß, trotz Blindheit, WEN er da bei sich aufgenommen hat.
Um es mit einer Parebel kurz auf den Punkt zu bringen: Durch die Blindheit sind die anderen Sinne besser geschärft, und der Mann weiß, dass der, dem er da (zumindest kurzfristig) Schutz bietet, ein guter Mensch ist.

Bahnbrechend: Die Szene auf der Fackel der Freiheitsstatue (die im Studio gedreht wurde - siehe "Extras" auf der DVD!)

Begeisternd: Schauspiel, Kameraführung (bei der Schiffsexplosion schwenkt der Kameramann die Kamera schnell nach unten, damit es so aussieht, als würden die Menschen aufgrund der Explosion nach oben geschleudert), die Story selbst.

Hitchcock wusste schon vor seinen eigentlichen Höhepunkten ("Vertigo", "Psycho", "The birds") wie man Filme macht.

TOP!


Saboteure - Robert CummingsSaboteure
Robert Cummings, Priscilla Lane, Otto Kruger

DVD, 3. Februar 2003
     Verkaufsrang: 28456     

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Saboteure, nicht mit dem 1936 in England gedrehten Sabotage zu verwechseln, wurde unter der Regie Alfred Hitchcocks 1942 in Hollywood und New York gedreht. Ein junger Mann (Robert Cummings), der in einer Rüstungsfabrik arbeitet, wird zu Unrecht der Sabotage beschuldigt. Auf seiner Flucht trifft er ein Mädchen (Priscilla Lane), die ihn zunächst anzeigen will, ihm aber schließlich hilft. Dieser Spionage-Thriller bleibt besonders wegen seiner Schlusssequenz im Gedächtnis, die auf der Freiheitsstatue stattfindet.

Saboteure entstand zwischen den beiden Filmen Verdacht und Im Schatten des Zweifels. Er zählt sicher nicht zu den Highlights des großen Meisters. Trotzdem ist der Film noch mit so vielen Finessen gespickt, die teils dem Drehbuch und teils der Kameraführung zu verdanken sind, dass er in keiner Sammlung fehlen sollte. Aber das muss einem Hitchcock-Fan nicht gesagt werden, oder?!

Notizen am Rande: Während einer der Schurken (Norman Lloyd) zur Freiheitsstatue fährt, erfolgt ein kurzer Umschnitt auf die im Hafen New Yorks liegende und wegen eines Brandes gekenterte "Normandie". Wegen dieser Sequenz erhielt der Verleiher Universal Protestbriefe der Marine, weil damit angeblich impliziert sei, dass die "Normandie" wegen eines Sabotageakts gekentert sei. Für das Drehbuch holte sich Hitchcock übrigens Hilfe bei der berühmten Schriftstellerin Dorothy Parker. --Ursula Steingaß

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)

Temporeiche Hatz durch die Vereinigten Staaten!      5 von 5 Punkten
"Saboteure" (1942) ist der zweite Film einer Art Hitchcock-Trilogie um einen unschuldig Verfolgten, der, unter dem Druck stehend, die wahren Täter zu finden, eine spannend-irrwitzige Reise quer durch ein Land unternimmt. Doch wie in einer Familie mit drei Kindern hat es das "mittlere Kind" am schwersten, so steht der Film bis heute im Schatten des originelleren "Die 39 Stufen" (1935) und des vielschichtigeren, glamouröseren "Der Unsichtbare Dritte" (1959). Nichtsdestoweniger bietet "Saboteure" einige höchst eigenständige Momente: Die Szene, in der Barry und seine Freundin verzweifelt versuchen, den Gästen auf einem Tanzball klarzumachen, daß sie Gefangene der Gastgeberin sind, ist lustig und erschreckend zugleich. Über das Finale auf der Freiheitsstatue muß man nicht mehr viel verlieren, interessant ist auch die - relativ gewalttätige - Beziehung des Heldenpärchens: Selten war ein Hitchcock-Held so harmlos-vertrauenerweckend wie Robert Cummings (anders als Cary Grant und James Stewart, die in "Suspicion", bzw. "Rope" auch zwiespältig sein konnten), dennoch mißtraut ihm Priscilla Lane bis fast zum Schluß, als eine der widerspenstigsten Heldinnen.
Fazit: ein symphatischer, unterhaltsamer Thriller, weit mehr als ein "39 Stufen"-Remake oder ein Vorentwurf zu "Der Unsichtbare Dritte".


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Arsen und Spitzenhäubchen - Cary GrantArsen und Spitzenhäubchen
Cary Grant, Priscilla Lane, Josephine Hull

Videokassette, 1. November 1993
     Verkaufsrang: 3348     

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"Zwei scheinbar harmlos-liebenswürdige alte Damen frönen einem seltsamen Hobby: Sie vergiften ältere Herren, die dann von ihrem Bruder im Keller mit militärischen Ehren beigesetzt werden. Durch Zufall entdeckt ihr Neffe Mortimer(Cary Grant) das makabere Treiben - aber kann man zwei alte Tanten verraten? "Arsen und Spitzenhäubchen"ist der absolute Evergreen des Schwarzen Humors. Mit viel Phantasie, köstlichen Pointen und respektlosem, makabrem Witz gelang Meisterregisseur Frank Capra ein zeitloses Meisterwerk mit einem überragenden Cary Grant: "Die beste Leistung seiner Karriere"(Hollywood Reporter)"

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 23 Bewertungen)

Nicht zu übertreffen....      5 von 5 Punkten
Wer diesen Film noch nicht kennt, sollte ihn auf jeden Fall anschauen.. ich beneide jeden, der dieses Highlight das erst mal schauen darf und sich überraschen lassen kann.. besser gehts nun wirklich nicht....


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Arsenic And Old Lace (black and white) [UK IMPORT] - Cary GrantArsenic And Old Lace (black and white) [UK IMPORT]
Cary Grant, James Gleason, Peter Lorre, Jack Carson, Raymond Massey

DVD, 7. Mai 2001
     Verkaufsrang: 49344      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 21,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, , Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 23 Bewertungen)

Nur für Slapstick-Freunde      3 von 5 Punkten
Beim ersten Ansehen vor über 10 Jahren fand ich diesen Klassiker brüllend komisch. Aber beim zweiten Ansehen heute stelle ich fest, dass mich das alberne Chaos und die Art, wie Cary Grant durch die makabre Handlung hampelt, nur nervt. Seit diesem Film weiß ich, dass ich kein Freund von Slapstick bin. Ich nehme die 4 Sterne vom 1. Gucken und die 2 Sterne vom 2.Gucken, teile sie durch 2 und lande bei 3 Sternen.

Nicht zu übertreffen....      5 von 5 Punkten
Wer diesen Film noch nicht kennt, sollte ihn auf jeden Fall anschauen.. ich beneide jeden, der dieses Highlight das erst mal schauen darf und sich überraschen lassen kann.. besser gehts nun wirklich nicht....

Hurrraaaaa! - Schön ist's in Seelenfrieden...      5 von 5 Punkten
Mit "Arsen und Spitzenhäubchen" hat Frank Capra einen Evergreen geschaffen, das hoffentlich nie mit einem Remake "geehrt" wird. Keiner kann Grants Grimassen nachmachen. Man stelle sich vor, Jim Carrey als Mortimer Brewster? Niemals... Und, wer die alten Tanten Josephine Hull und Jean Adair als die beiden Schwestern Abby und Martha Brewster sowie John Alexander als Teddy für überdreht hält: Sie sind eigentlich der Grund dafür, dass der Film überhaupt existieren konnte. Waren sie doch schon bereits seit 1941 im Stück dabei. Der große Erfolg des Bühnenstückes verzögerte sogar die Uraufführung des Films bis 1944!

Mortimer Brewster (Grant), gefeierter Theaterkritiker und Autor eines Buches über den Fehler der Ehe hat - na? - geheiratet und zwar das hübsche Pfarrerstöchterchen. Ein Fressen für die Presse, daher wird inkognito zum Standesamt gegangen. Als er sich bei seinen Tantchen verabschieden will, entdeckt er eine Leiche in der Fenstertruhe. Doch sein Entsetzen reißt nicht ab. Die Tanten wissen nicht nur von der toten Leiche, nein, sie haben sie auch fabriziert und 11 weitere liegen unten im Keller. Teddy, sein geisteskranker Bruder, der sich für Präsident Roosevelt hält und wie ein Bekloppter mit einem Hurraaaa die Treppen hochrennt nachdem er in seine Trompete geblasen hat, hält die Toten für ein Opfer des Gelbfiebers. Daher bestattet er sie im Panamakanal, was nix anderes heißt, als dass sie im Keller verbuddelt werden. Die Tanten haben kein Unrechtbewusstsein, sondern dies gehört alles zu ihrem Programm "Näher zu Gott". Sie vergiften Alleinstehende, die keine Menschenseele um sich haben und verbringen mit ihnen so den letzten schönen Augenblick. Mortimer rastet aus und glaubt, man könne dies Teddy anhängen. Schnell wird der Taxifahrer vergessen, der draußen auf ihn wartet und da war doch noch irgendwas mit Flitterwochen. Prompt wird mit Seelenfrieden telefoniert, der Bruder muss doch eingewiesen werden. Cop O'Hara, der neue Polizist im Revier, der mit seinem Bühnenstück ständig nervt und Mortimers Bruder, ein Massenmörder und Geisteskranker, der nach einer missglückten OP seines Dr. Einsteins (Peter Lorre) so aussieht wie Frankenstein (Raymond Massey) und obendrein noch einen ziemlich toten Mr. Spinalzo mitgebracht hat, machen das Chaos perfekt. Es kommt keine Langeweile auf. So spielt nahezu der gesamte Film an nicht ganz einem Tag und fast nur in der großen Eingangshalle bzw. Wohnzimmer des Hauses, wie beim Theater! Der herrlich rabenschwarze Humor und die unvergesslichen Gesichtsausdrücke und Ausraster Grants machen dem Film zu einem Meisterwerk.

Die DVD beinhaltet gleich drei Versionen des Film, ansonsten kaum Extras. Auch wenn man seinerzeit kein Bonusmaterial produzierte, könnte man dafür wenigstens den Preis der DVD etwas drücken...

Ein echtes Meisterwerk      5 von 5 Punkten
Die Mischung aus Humor und Grauen verleiht beiden schärfere Konturen - man lacht lauter und gruselt sich mehr, sicher ein Verdienst von Frank Capras Regie und dem einzigartigen Cary Grant. Mir persönlich kommt Situationskomik mehr entgegen, als augenrollender Klamauk - je "ernster" der Witz verpackt ist, desto mehr kann ich darüber lachen. Bei diesem Film gibt es dazu reichlich oft Gelegenheit, deshalb ist er fester Bestandteil meiner Sammlung.

Wundervoller Film!      5 von 5 Punkten
Wer den verdrehten (aber irgendwie dann doch noch glaubwürdigen) Humor dieses Films mag, der wird ihn sich immer wieder anschauen wollen. Nie waren zwei Mörderinnen sympathischer als die Geschwister Bructer, die jeden mit offenen Armen empfangen und großzügig bewirten, und dabei nebenbei einsame alte Männer umbringen (natürlich nur aus reiner Nächstenliebe) und in ihren Keller verscharren!

Grand ist in diesem Film einfach in Hochform. Ein Gesichtsausdruck von ihm bringt einen mehr zu lachen als tausend Worte! Aber man sollte auch die anderen Schauspieler nicht vergessen zu loben. Besser kann man dieses Stück wohl nicht spielen.

Zur DVD läßt sich sagen: Da gibt es absolut nichts dran auszusetzen, im Gegenteil. Sie enthält nicht nur die (leider gekürzte) Fernsehfassung sondern auch die ursprüngliche Kinofassung (ungekürzt aber mit grauenvoller Synchro). Und selbstverständlich das englische Original. Sogar einige extras sind dabei. Was will man mehr?


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Saboteure - Robert CummingsSaboteure
Robert Cummings, Priscilla Lane, Otto Kruger

Videokassette, 1. April 2002
     Verkaufsrang: 12600     

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Saboteure, nicht mit dem 1936 in England gedrehten Sabotage zu verwechseln, wurde unter der Regie Alfred Hitchcocks 1942 in Hollywood und New York gedreht. Ein junger Mann (Robert Cummings), der in einer Rüstungsfabrik arbeitet, wird zu Unrecht der Sabotage beschuldigt. Auf seiner Flucht trifft er ein Mädchen (Priscilla Lane), die ihn zunächst anzeigen will, ihm aber schließlich hilft. Dieser Spionage-Thriller bleibt besonders wegen seiner Schlusssequenz im Gedächtnis, die auf der Freiheitsstatue stattfindet.

Saboteure entstand zwischen den beiden Filmen Verdacht und Im Schatten des Zweifels. Er zählt sicher nicht zu den Highlights des großen Meisters. Trotzdem ist der Film noch mit so vielen Finessen gespickt, die teils dem Drehbuch und teils der Kameraführung zu verdanken sind, dass er in keiner Sammlung fehlen sollte. Aber das muss einem Hitchcock-Fan nicht gesagt werden, oder?!

Notizen am Rande: Während einer der Schurken (Norman Lloyd) zur Freiheitsstatue fährt, erfolgt ein kurzer Umschnitt auf die im Hafen New Yorks liegende und wegen eines Brandes gekenterte "Normandie". Wegen dieser Sequenz erhielt der Verleiher Universal Protestbriefe der Marine, weil damit angeblich impliziert sei, dass die "Normandie" wegen eines Sabotageakts gekentert sei. Für das Drehbuch holte sich Hitchcock übrigens Hilfe bei der berühmten Schriftstellerin Dorothy Parker. --Ursula Steingaß

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)

Temporeiche Hatz durch die Vereinigten Staaten!      5 von 5 Punkten
"Saboteure" (1942) ist der zweite Film einer Art Hitchcock-Trilogie um einen unschuldig Verfolgten, der, unter dem Druck stehend, die wahren Täter zu finden, eine spannend-irrwitzige Reise quer durch ein Land unternimmt. Doch wie in einer Familie mit drei Kindern hat es das "mittlere Kind" am schwersten, so steht der Film bis heute im Schatten des originelleren "Die 39 Stufen" (1935) und des vielschichtigeren, glamouröseren "Der Unsichtbare Dritte" (1959). Nichtsdestoweniger bietet "Saboteure" einige höchst eigenständige Momente: Die Szene, in der Barry und seine Freundin verzweifelt versuchen, den Gästen auf einem Tanzball klarzumachen, daß sie Gefangene der Gastgeberin sind, ist lustig und erschreckend zugleich. Über das Finale auf der Freiheitsstatue muß man nicht mehr viel verlieren, interessant ist auch die - relativ gewalttätige - Beziehung des Heldenpärchens: Selten war ein Hitchcock-Held so harmlos-vertrauenerweckend wie Robert Cummings (anders als Cary Grant und James Stewart, die in "Suspicion", bzw. "Rope" auch zwiespältig sein konnten), dennoch mißtraut ihm Priscilla Lane bis fast zum Schluß, als eine der widerspenstigsten Heldinnen.
Fazit: ein symphatischer, unterhaltsamer Thriller, weit mehr als ein "39 Stufen"-Remake oder ein Vorentwurf zu "Der Unsichtbare Dritte".


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Arsenic And Old Lace [UK IMPORT] - Cary GrantArsenic And Old Lace [UK IMPORT]
Cary Grant, Raymond Massey, Jack Carson, Peter Lorre, Priscilla Lane

Videokassette, 14. Februar 2000
     Verkaufsrang: 24348     

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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 23 Bewertungen)

Nur für Slapstick-Freunde      3 von 5 Punkten
Beim ersten Ansehen vor über 10 Jahren fand ich diesen Klassiker brüllend komisch. Aber beim zweiten Ansehen heute stelle ich fest, dass mich das alberne Chaos und die Art, wie Cary Grant durch die makabre Handlung hampelt, nur nervt. Seit diesem Film weiß ich, dass ich kein Freund von Slapstick bin. Ich nehme die 4 Sterne vom 1. Gucken und die 2 Sterne vom 2.Gucken, teile sie durch 2 und lande bei 3 Sternen.

Nicht zu übertreffen....      5 von 5 Punkten
Wer diesen Film noch nicht kennt, sollte ihn auf jeden Fall anschauen.. ich beneide jeden, der dieses Highlight das erst mal schauen darf und sich überraschen lassen kann.. besser gehts nun wirklich nicht....

Hurrraaaaa! - Schön ist's in Seelenfrieden...      5 von 5 Punkten
Mit "Arsen und Spitzenhäubchen" hat Frank Capra einen Evergreen geschaffen, das hoffentlich nie mit einem Remake "geehrt" wird. Keiner kann Grants Grimassen nachmachen. Man stelle sich vor, Jim Carrey als Mortimer Brewster? Niemals... Und, wer die alten Tanten Josephine Hull und Jean Adair als die beiden Schwestern Abby und Martha Brewster sowie John Alexander als Teddy für überdreht hält: Sie sind eigentlich der Grund dafür, dass der Film überhaupt existieren konnte. Waren sie doch schon bereits seit 1941 im Stück dabei. Der große Erfolg des Bühnenstückes verzögerte sogar die Uraufführung des Films bis 1944!

Mortimer Brewster (Grant), gefeierter Theaterkritiker und Autor eines Buches über den Fehler der Ehe hat - na? - geheiratet und zwar das hübsche Pfarrerstöchterchen. Ein Fressen für die Presse, daher wird inkognito zum Standesamt gegangen. Als er sich bei seinen Tantchen verabschieden will, entdeckt er eine Leiche in der Fenstertruhe. Doch sein Entsetzen reißt nicht ab. Die Tanten wissen nicht nur von der toten Leiche, nein, sie haben sie auch fabriziert und 11 weitere liegen unten im Keller. Teddy, sein geisteskranker Bruder, der sich für Präsident Roosevelt hält und wie ein Bekloppter mit einem Hurraaaa die Treppen hochrennt nachdem er in seine Trompete geblasen hat, hält die Toten für ein Opfer des Gelbfiebers. Daher bestattet er sie im Panamakanal, was nix anderes heißt, als dass sie im Keller verbuddelt werden. Die Tanten haben kein Unrechtbewusstsein, sondern dies gehört alles zu ihrem Programm "Näher zu Gott". Sie vergiften Alleinstehende, die keine Menschenseele um sich haben und verbringen mit ihnen so den letzten schönen Augenblick. Mortimer rastet aus und glaubt, man könne dies Teddy anhängen. Schnell wird der Taxifahrer vergessen, der draußen auf ihn wartet und da war doch noch irgendwas mit Flitterwochen. Prompt wird mit Seelenfrieden telefoniert, der Bruder muss doch eingewiesen werden. Cop O'Hara, der neue Polizist im Revier, der mit seinem Bühnenstück ständig nervt und Mortimers Bruder, ein Massenmörder und Geisteskranker, der nach einer missglückten OP seines Dr. Einsteins (Peter Lorre) so aussieht wie Frankenstein (Raymond Massey) und obendrein noch einen ziemlich toten Mr. Spinalzo mitgebracht hat, machen das Chaos perfekt. Es kommt keine Langeweile auf. So spielt nahezu der gesamte Film an nicht ganz einem Tag und fast nur in der großen Eingangshalle bzw. Wohnzimmer des Hauses, wie beim Theater! Der herrlich rabenschwarze Humor und die unvergesslichen Gesichtsausdrücke und Ausraster Grants machen dem Film zu einem Meisterwerk.

Die DVD beinhaltet gleich drei Versionen des Film, ansonsten kaum Extras. Auch wenn man seinerzeit kein Bonusmaterial produzierte, könnte man dafür wenigstens den Preis der DVD etwas drücken...

Ein echtes Meisterwerk      5 von 5 Punkten
Die Mischung aus Humor und Grauen verleiht beiden schärfere Konturen - man lacht lauter und gruselt sich mehr, sicher ein Verdienst von Frank Capras Regie und dem einzigartigen Cary Grant. Mir persönlich kommt Situationskomik mehr entgegen, als augenrollender Klamauk - je "ernster" der Witz verpackt ist, desto mehr kann ich darüber lachen. Bei diesem Film gibt es dazu reichlich oft Gelegenheit, deshalb ist er fester Bestandteil meiner Sammlung.

Wundervoller Film!      5 von 5 Punkten
Wer den verdrehten (aber irgendwie dann doch noch glaubwürdigen) Humor dieses Films mag, der wird ihn sich immer wieder anschauen wollen. Nie waren zwei Mörderinnen sympathischer als die Geschwister Bructer, die jeden mit offenen Armen empfangen und großzügig bewirten, und dabei nebenbei einsame alte Männer umbringen (natürlich nur aus reiner Nächstenliebe) und in ihren Keller verscharren!

Grand ist in diesem Film einfach in Hochform. Ein Gesichtsausdruck von ihm bringt einen mehr zu lachen als tausend Worte! Aber man sollte auch die anderen Schauspieler nicht vergessen zu loben. Besser kann man dieses Stück wohl nicht spielen.

Zur DVD läßt sich sagen: Da gibt es absolut nichts dran auszusetzen, im Gegenteil. Sie enthält nicht nur die (leider gekürzte) Fernsehfassung sondern auch die ursprüngliche Kinofassung (ungekürzt aber mit grauenvoller Synchro). Und selbstverständlich das englische Original. Sogar einige extras sind dabei. Was will man mehr?


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Saboteur [UK-Import] - Robert CummingsSaboteur [UK-Import]
Robert Cummings, Otto Kruger, Priscilla Lane, Norman Lloyd, Alan Baxter

Videokassette, 28. April 2003
     Verkaufsrang: 44652     

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Saboteure, nicht mit dem 1936 in England gedrehten Sabotage zu verwechseln, wurde unter der Regie Alfred Hitchcocks 1942 in Hollywood und New York gedreht. Ein junger Mann (Robert Cummings), der in einer Rüstungsfabrik arbeitet, wird zu Unrecht der Sabotage beschuldigt. Auf seiner Flucht trifft er ein Mädchen (Priscilla Lane), die ihn zunächst anzeigen will, ihm aber schließlich hilft. Dieser Spionage-Thriller bleibt besonders wegen seiner Schlusssequenz im Gedächtnis, die auf der Freiheitsstatue stattfindet.

Saboteure entstand zwischen den beiden Filmen Verdacht und Im Schatten des Zweifels. Er zählt sicher nicht zu den Highlights des großen Meisters. Trotzdem ist der Film noch mit so vielen Finessen gespickt, die teils dem Drehbuch und teils der Kameraführung zu verdanken sind, dass er in keiner Sammlung fehlen sollte. Aber das muss einem Hitchcock-Fan nicht gesagt werden, oder?!

Notizen am Rande: Während einer der Schurken (Norman Lloyd) zur Freiheitsstatue fährt, erfolgt ein kurzer Umschnitt auf die im Hafen New Yorks liegende und wegen eines Brandes gekenterte "Normandie". Wegen dieser Sequenz erhielt der Verleiher Universal Protestbriefe der Marine, weil damit angeblich impliziert sei, dass die "Normandie" wegen eines Sabotageakts gekentert sei. Für das Drehbuch holte sich Hitchcock übrigens Hilfe bei der berühmten Schriftstellerin Dorothy Parker. --Ursula Steingaß

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)

Temporeiche Hatz durch die Vereinigten Staaten!      5 von 5 Punkten
"Saboteure" (1942) ist der zweite Film einer Art Hitchcock-Trilogie um einen unschuldig Verfolgten, der, unter dem Druck stehend, die wahren Täter zu finden, eine spannend-irrwitzige Reise quer durch ein Land unternimmt. Doch wie in einer Familie mit drei Kindern hat es das "mittlere Kind" am schwersten, so steht der Film bis heute im Schatten des originelleren "Die 39 Stufen" (1935) und des vielschichtigeren, glamouröseren "Der Unsichtbare Dritte" (1959). Nichtsdestoweniger bietet "Saboteure" einige höchst eigenständige Momente: Die Szene, in der Barry und seine Freundin verzweifelt versuchen, den Gästen auf einem Tanzball klarzumachen, daß sie Gefangene der Gastgeberin sind, ist lustig und erschreckend zugleich. Über das Finale auf der Freiheitsstatue muß man nicht mehr viel verlieren, interessant ist auch die - relativ gewalttätige - Beziehung des Heldenpärchens: Selten war ein Hitchcock-Held so harmlos-vertrauenerweckend wie Robert Cummings (anders als Cary Grant und James Stewart, die in "Suspicion", bzw. "Rope" auch zwiespältig sein konnten), dennoch mißtraut ihm Priscilla Lane bis fast zum Schluß, als eine der widerspenstigsten Heldinnen.
Fazit: ein symphatischer, unterhaltsamer Thriller, weit mehr als ein "39 Stufen"-Remake oder ein Vorentwurf zu "Der Unsichtbare Dritte".


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Angels With Dirty Faces / The Roaring Twenties [UK IMPORT] - James CagneyAngels With Dirty Faces / The Roaring Twenties [UK IMPORT]
James Cagney, Pat O'Brien, Humphrey Bogart, Ann Sheridan, Priscilla Lane

Videokassette, 21. Februar 1994
    

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Gut oder böse, das ist hier die Frage      5 von 5 Punkten
Unterschätzt mir den Walsh nicht, er liefert einen interessanten Gangsterfilm ab.

Drei Spielarten der menschlichen Natur: Der Gute, der Böse und - das ist natürlich der Interessanteste, daher die (von James Cagney verkörperte) Hauptrolle - der Ambivalente, der weder so richtig das eine noch das andere ist, die Anlagen zu beidem in sich habend, und es ist spannend, zu verfolgen, was er draus macht. "The Roaring Twenties" ist mehr als nur ein Film: Abbild der menschlichen Vielschichtigkeit, Thriller, period picture mit semidokumentarischen Einschüben (bemerkenswert gelungen in einer Zeit, in der die abgebildete Epoche so fern noch nicht war), Musikfilm und auch noch Beziehungskiste. Und in allem ist er interessant. Nur eines ist er so gut wie nicht: Ein Actionfilm. Sicher, gelegentlich lässt Walsh es krachen, aber diese Szenen sind stets relativ kurz, und es kommt so sehr auch nicht auf sie an. Das wird z.B. in der Eröffnungsepisode deutlich, die die drei genannten Menschentypen im ersten Weltkrieg zusammenführt. Da stehen die drei im Schützengraben und überlegen sich, ob sie auf einen Feind schießen sollen. Der "Gute" möchte nicht, da der Gegner wie ein Fünfzehnjähriger aussieht (in der Endphase des Krieges gut vorstellbar), der von Bogart gespielte Böse knallt ihn mit dem Spruch ab: "Der wird nicht mehr 16." Man sieht aber die ganze Zeit den Gegner nicht, die Kamera verlässt den Schützengraben nicht, man sieht ihn nicht sterben, man erfährt auch nur über den Dialog, dass er noch ein halbes Kind ist. Mit anderen Worten: Es wird deutlich, dass das Ganze im Studio entstanden ist und die Darsteller einfach mit Platzpatronen ins Nichts schießen konnten. Da ist Regisseur Walsh also bemerkenswert zurückhaltend in der Actionszene, drückt aber genau dasjenige aus, worauf es ankommt. Auch ansonsten sind Charaktere wichtiger als Action, sind die Actionszenen häufig nur eingestreute footage ohne Bezug zu den Protagonisten, und schnell wieder vorbei. Und dies soll keine Kritik sein, denn der Film hat ansonsten viel zu bieten. Neben der bereits erwähnten gelungenen Charakterisierung der drei männlichen Hauptpersonen gibt es auch noch zwei interessante weibliche Charaktere, und das Beziehungsgeflecht lautet: Frau 1 steht auf Mann 1, Mann 1 steht aber auf Frau 2, und Frau 2 steht auf Mann 2 (Die Männer sind natürlich der Gute und der Ambivalente, der Böse steht nur auf sich selbst und auf Geld). Dieses Geflecht ist schön dargestellt, achten Sie z.B. einmal darauf, wer wie zu wem guckt, wenn Frau 2 in der Bar singt und so ziemlich alle dies verfolgen. Und wem das alles noch nicht reicht, der kann sich an ein paar schmissigen Songs erfreuen. Der Soundtrack ist keine große Eigenkomposition und besteht im wesentlichen aus bestimmten Hits, aber die machen Spaß, wenn man swing mag, und sie sind auch gut gewählt. Aufmerksame Ohren werden bemerken, dass sich im Laufe der Handlung, die sich von 1918-1931 erstreckt, die Musik kaum merklich verändert, der etwas derbere Sound der 20er mit Baßtuba als Rhythmusgeber weicht dem "weicheren" Klang der beginnenden 30er, die Songs werden auch ruhiger, die "wilden" Zwanziger gehen unter.
Das Ende enthält gewisse Konzessionen an die Zensur, mit denen man aber gut leben kann. Insgesamt ein wirklich gelungener Film, in dem neben dem bereits Gesagten noch zu erwähnen ist, dass Cagney, Bogart, Priscilla Lane und andere durchweg gute Leistungen zeigen. Historisch erwähnenswert ist vielleicht noch, dass Warner, das große Antinazi-Studio, zu Beginn des Films schon vor Hitler warnt, das ist für 1939 bemerkenswert. Ich habe keine Ahnung, ob diese Szenen vor oder nach Kriegsausbruch entstanden sind, aber es ist zu bedenken, dass Antinazitöne aus Hollywood vor dem Angriff auf Pearl Harbor (1941) eher selten waren, wie auch die reservierte bis feindliche Haltung vieler in Hollywood gegenüber Chaplins "Der große Diktator" (1940) zeigt.
Die DVD-Ausstattung ist recht ordentlich, mit den bei Warner-Klassikern üblichen Extras wie Zeitdokumenten und Cartoon aus dem Entstehungsjahr des Hauptfilms. Schwach ist hingegen der Audiokommentar, wie das bei so manchen Audiokommentaren ist. Die Kommentatoren wissen einfach nicht, wie sie die ganze Filmlänge mit Wissenswertem ausfüllen sollen. Das ist ja auch schwierig. In diesem Kommentar ist mir aber noch ärger als sonst eine verbreitete Unsitte aufgefallen. Es wird recht oft dasjenige erzählt, was der Betrachter ohnehin gerade sieht und was nun wirklich jeder auch ohne einen Kommentar erfassen kann. Aber das kostet keinen Stern. Auf den Hauptfilm kommt es an!

Klassiker des Gangsterfilms      5 von 5 Punkten
Bekanntermaßen zählen die 20er Jahre zu einer der düstersten Epochen der United States. Die Einführung der Prohibition entfachte eine Maschinerie des organisierten Verbrechens. In dieser Zeit spielt der Film um die drei unterschiedlichen Freunde Bartlett (Cagney), Hally (Bogart) und Hart (Lynn). Ohne große Umschweife wird die Geschichte erzählt, man konzentriert sich auf das Wesentliche und macht dieses auf eine spannende und kurzweilige Art und Weise. Ferner wird ein düsteres Ambiente vermittelt, welches vom Kameramann Ernest Haller eindrucksvoll erzeugt wird.

Der Gangster Larry Fay und sein Leben dienten als Vorlage für die Figur des Eddie Bartlett (Cagney). Die Parallelen sind aber nicht gerade einfach zu erkennen.
Die Story: Eddie Bartlett George Hally und Lloyd Hart lernen sich während des Ersten Weltkrieges kennen. Nach dem Krieg trennen sich ihre Wege. Hart wird Rechtsanwalt, Hally lässt sich auf obskure Geschäfte ein und Bartlett sieht sich dazu gezwungen, beim Alkoholschmuggel der oben beschriebenen Prohibitionszeit mitzumischen. Bald steigt Bartlett zu den Großen unter den Kriminellen auf und schließt sich mit Hally zusammen. Ihre Methoden werden härter, Morde geschehen... Ihr Imperium wächst und wächst, aber dann eskaliert die Situation...

Raoul Walsh Film ist durchaus in der Gilde großer Filme von Fritz Lang anzusiedeln und verdient sich einen Platz im Gangster-Film-Olymp und liegt vor The little Cesar
Qualitativ wird hier ein 4:3 Vollbild geboten und zumindest die deutsche und die englische Tonspur. Der englische Ton weißt ein Kratzen auf, der deutsche Ton wurde wesentlich später in den Studios aufgenommen und ist deshalb auch sauber.
Fazit: Pflichtkauf für Nostalgiker und Cineasten. Vor allem für diesen Preis.

Die wilden Zwanziger      5 von 5 Punkten
Spitzbübiger Bogart, ein kleverer James Cagney, tolle Songs
sind die Zutaten in diesem Klasse gespielten vielschichtigen Gangsterdrama um Aufstieg, Fall, Liebe... aus der es kein
Entkommen mehr gibt. Gigantisch!!

Angel with dirty Faces / The Roaring Twentys      5 von 5 Punkten
Zwei Cagney Kracher im psitiven Sinne. Angels with dirty Faces
ein schnörkelloser Film und excellente Milieustudie wie ein Slumkind zu Verbrecher heranreift mit guten Schnitten. Cagney wie gewohnt der tough guy mit dem Herzen auf dem rechten Fleck
der sich ein klasse Spiel mit seinem Partner / Gegner Bogart liefert. Auf der guten Seite Pat o Brian, der das Recht von der kirchlichen Seite aus vertritt und das Unrecht bekämpft. Gut
auch die Jugendbande mit Bill Halopp als Anführer die in Cagney ihr Idol gefunden haben.
The roaring Twenties
Vielleicht der beste Gangsterfilm der die Prohibitionszeit und ihre Entstehung hervorragend beschreibt mit einem Cagney wieder mal in Bestform. Erzählt wird die Story eines heimgekehrten Soldaten aus dem ersten Weltkrieg, der auf herkömmlichen Wege seinen alten Job nicht mehr bekommt und so in
den Sumpf des Verbrechens abrutscht und ins Alkoholgeschaft
( Prohibition ) gross einsteigt. Schon die Einstiegssequenz
im Krieg ( Feindlicher Soldat mit Zigarette ) , wird keiner je vergessen, der sich den Film genau angesehen hat. Warum gibts es diese beiden klasse filme noch nicht auf DVD am besten mit deutschem und Orginalton ?


Arsenic And Old Lace [UK IMPORT] - Cary GrantArsenic And Old Lace [UK IMPORT]
Cary Grant, James Gleason, Peter Lorre, Jack Carson, Raymond Massey

Videokassette
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 23 Bewertungen)

Nur für Slapstick-Freunde      3 von 5 Punkten
Beim ersten Ansehen vor über 10 Jahren fand ich diesen Klassiker brüllend komisch. Aber beim zweiten Ansehen heute stelle ich fest, dass mich das alberne Chaos und die Art, wie Cary Grant durch die makabre Handlung hampelt, nur nervt. Seit diesem Film weiß ich, dass ich kein Freund von Slapstick bin. Ich nehme die 4 Sterne vom 1. Gucken und die 2 Sterne vom 2.Gucken, teile sie durch 2 und lande bei 3 Sternen.

Nicht zu übertreffen....      5 von 5 Punkten
Wer diesen Film noch nicht kennt, sollte ihn auf jeden Fall anschauen.. ich beneide jeden, der dieses Highlight das erst mal schauen darf und sich überraschen lassen kann.. besser gehts nun wirklich nicht....

Hurrraaaaa! - Schön ist's in Seelenfrieden...      5 von 5 Punkten
Mit "Arsen und Spitzenhäubchen" hat Frank Capra einen Evergreen geschaffen, das hoffentlich nie mit einem Remake "geehrt" wird. Keiner kann Grants Grimassen nachmachen. Man stelle sich vor, Jim Carrey als Mortimer Brewster? Niemals... Und, wer die alten Tanten Josephine Hull und Jean Adair als die beiden Schwestern Abby und Martha Brewster sowie John Alexander als Teddy für überdreht hält: Sie sind eigentlich der Grund dafür, dass der Film überhaupt existieren konnte. Waren sie doch schon bereits seit 1941 im Stück dabei. Der große Erfolg des Bühnenstückes verzögerte sogar die Uraufführung des Films bis 1944!

Mortimer Brewster (Grant), gefeierter Theaterkritiker und Autor eines Buches über den Fehler der Ehe hat - na? - geheiratet und zwar das hübsche Pfarrerstöchterchen. Ein Fressen für die Presse, daher wird inkognito zum Standesamt gegangen. Als er sich bei seinen Tantchen verabschieden will, entdeckt er eine Leiche in der Fenstertruhe. Doch sein Entsetzen reißt nicht ab. Die Tanten wissen nicht nur von der toten Leiche, nein, sie haben sie auch fabriziert und 11 weitere liegen unten im Keller. Teddy, sein geisteskranker Bruder, der sich für Präsident Roosevelt hält und wie ein Bekloppter mit einem Hurraaaa die Treppen hochrennt nachdem er in seine Trompete geblasen hat, hält die Toten für ein Opfer des Gelbfiebers. Daher bestattet er sie im Panamakanal, was nix anderes heißt, als dass sie im Keller verbuddelt werden. Die Tanten haben kein Unrechtbewusstsein, sondern dies gehört alles zu ihrem Programm "Näher zu Gott". Sie vergiften Alleinstehende, die keine Menschenseele um sich haben und verbringen mit ihnen so den letzten schönen Augenblick. Mortimer rastet aus und glaubt, man könne dies Teddy anhängen. Schnell wird der Taxifahrer vergessen, der draußen auf ihn wartet und da war doch noch irgendwas mit Flitterwochen. Prompt wird mit Seelenfrieden telefoniert, der Bruder muss doch eingewiesen werden. Cop O'Hara, der neue Polizist im Revier, der mit seinem Bühnenstück ständig nervt und Mortimers Bruder, ein Massenmörder und Geisteskranker, der nach einer missglückten OP seines Dr. Einsteins (Peter Lorre) so aussieht wie Frankenstein (Raymond Massey) und obendrein noch einen ziemlich toten Mr. Spinalzo mitgebracht hat, machen das Chaos perfekt. Es kommt keine Langeweile auf. So spielt nahezu der gesamte Film an nicht ganz einem Tag und fast nur in der großen Eingangshalle bzw. Wohnzimmer des Hauses, wie beim Theater! Der herrlich rabenschwarze Humor und die unvergesslichen Gesichtsausdrücke und Ausraster Grants machen dem Film zu einem Meisterwerk.

Die DVD beinhaltet gleich drei Versionen des Film, ansonsten kaum Extras. Auch wenn man seinerzeit kein Bonusmaterial produzierte, könnte man dafür wenigstens den Preis der DVD etwas drücken...

Ein echtes Meisterwerk      5 von 5 Punkten
Die Mischung aus Humor und Grauen verleiht beiden schärfere Konturen - man lacht lauter und gruselt sich mehr, sicher ein Verdienst von Frank Capras Regie und dem einzigartigen Cary Grant. Mir persönlich kommt Situationskomik mehr entgegen, als augenrollender Klamauk - je "ernster" der Witz verpackt ist, desto mehr kann ich darüber lachen. Bei diesem Film gibt es dazu reichlich oft Gelegenheit, deshalb ist er fester Bestandteil meiner Sammlung.

Wundervoller Film!      5 von 5 Punkten
Wer den verdrehten (aber irgendwie dann doch noch glaubwürdigen) Humor dieses Films mag, der wird ihn sich immer wieder anschauen wollen. Nie waren zwei Mörderinnen sympathischer als die Geschwister Bructer, die jeden mit offenen Armen empfangen und großzügig bewirten, und dabei nebenbei einsame alte Männer umbringen (natürlich nur aus reiner Nächstenliebe) und in ihren Keller verscharren!

Grand ist in diesem Film einfach in Hochform. Ein Gesichtsausdruck von ihm bringt einen mehr zu lachen als tausend Worte! Aber man sollte auch die anderen Schauspieler nicht vergessen zu loben. Besser kann man dieses Stück wohl nicht spielen.

Zur DVD läßt sich sagen: Da gibt es absolut nichts dran auszusetzen, im Gegenteil. Sie enthält nicht nur die (leider gekürzte) Fernsehfassung sondern auch die ursprüngliche Kinofassung (ungekürzt aber mit grauenvoller Synchro). Und selbstverständlich das englische Original. Sogar einige extras sind dabei. Was will man mehr?


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The Roaring Twenties [UK IMPORT] - James CagneyThe Roaring Twenties [UK IMPORT]
James Cagney, Priscilla Lane, Humphrey Bogart, Gladys George

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Gut oder böse, das ist hier die Frage      5 von 5 Punkten
Unterschätzt mir den Walsh nicht, er liefert einen interessanten Gangsterfilm ab.

Drei Spielarten der menschlichen Natur: Der Gute, der Böse und - das ist natürlich der Interessanteste, daher die (von James Cagney verkörperte) Hauptrolle - der Ambivalente, der weder so richtig das eine noch das andere ist, die Anlagen zu beidem in sich habend, und es ist spannend, zu verfolgen, was er draus macht. "The Roaring Twenties" ist mehr als nur ein Film: Abbild der menschlichen Vielschichtigkeit, Thriller, period picture mit semidokumentarischen Einschüben (bemerkenswert gelungen in einer Zeit, in der die abgebildete Epoche so fern noch nicht war), Musikfilm und auch noch Beziehungskiste. Und in allem ist er interessant. Nur eines ist er so gut wie nicht: Ein Actionfilm. Sicher, gelegentlich lässt Walsh es krachen, aber diese Szenen sind stets relativ kurz, und es kommt so sehr auch nicht auf sie an. Das wird z.B. in der Eröffnungsepisode deutlich, die die drei genannten Menschentypen im ersten Weltkrieg zusammenführt. Da stehen die drei im Schützengraben und überlegen sich, ob sie auf einen Feind schießen sollen. Der "Gute" möchte nicht, da der Gegner wie ein Fünfzehnjähriger aussieht (in der Endphase des Krieges gut vorstellbar), der von Bogart gespielte Böse knallt ihn mit dem Spruch ab: "Der wird nicht mehr 16." Man sieht aber die ganze Zeit den Gegner nicht, die Kamera verlässt den Schützengraben nicht, man sieht ihn nicht sterben, man erfährt auch nur über den Dialog, dass er noch ein halbes Kind ist. Mit anderen Worten: Es wird deutlich, dass das Ganze im Studio entstanden ist und die Darsteller einfach mit Platzpatronen ins Nichts schießen konnten. Da ist Regisseur Walsh also bemerkenswert zurückhaltend in der Actionszene, drückt aber genau dasjenige aus, worauf es ankommt. Auch ansonsten sind Charaktere wichtiger als Action, sind die Actionszenen häufig nur eingestreute footage ohne Bezug zu den Protagonisten, und schnell wieder vorbei. Und dies soll keine Kritik sein, denn der Film hat ansonsten viel zu bieten. Neben der bereits erwähnten gelungenen Charakterisierung der drei männlichen Hauptpersonen gibt es auch noch zwei interessante weibliche Charaktere, und das Beziehungsgeflecht lautet: Frau 1 steht auf Mann 1, Mann 1 steht aber auf Frau 2, und Frau 2 steht auf Mann 2 (Die Männer sind natürlich der Gute und der Ambivalente, der Böse steht nur auf sich selbst und auf Geld). Dieses Geflecht ist schön dargestellt, achten Sie z.B. einmal darauf, wer wie zu wem guckt, wenn Frau 2 in der Bar singt und so ziemlich alle dies verfolgen. Und wem das alles noch nicht reicht, der kann sich an ein paar schmissigen Songs erfreuen. Der Soundtrack ist keine große Eigenkomposition und besteht im wesentlichen aus bestimmten Hits, aber die machen Spaß, wenn man swing mag, und sie sind auch gut gewählt. Aufmerksame Ohren werden bemerken, dass sich im Laufe der Handlung, die sich von 1918-1931 erstreckt, die Musik kaum merklich verändert, der etwas derbere Sound der 20er mit Baßtuba als Rhythmusgeber weicht dem "weicheren" Klang der beginnenden 30er, die Songs werden auch ruhiger, die "wilden" Zwanziger gehen unter.
Das Ende enthält gewisse Konzessionen an die Zensur, mit denen man aber gut leben kann. Insgesamt ein wirklich gelungener Film, in dem neben dem bereits Gesagten noch zu erwähnen ist, dass Cagney, Bogart, Priscilla Lane und andere durchweg gute Leistungen zeigen. Historisch erwähnenswert ist vielleicht noch, dass Warner, das große Antinazi-Studio, zu Beginn des Films schon vor Hitler warnt, das ist für 1939 bemerkenswert. Ich habe keine Ahnung, ob diese Szenen vor oder nach Kriegsausbruch entstanden sind, aber es ist zu bedenken, dass Antinazitöne aus Hollywood vor dem Angriff auf Pearl Harbor (1941) eher selten waren, wie auch die reservierte bis feindliche Haltung vieler in Hollywood gegenüber Chaplins "Der große Diktator" (1940) zeigt.
Die DVD-Ausstattung ist recht ordentlich, mit den bei Warner-Klassikern üblichen Extras wie Zeitdokumenten und Cartoon aus dem Entstehungsjahr des Hauptfilms. Schwach ist hingegen der Audiokommentar, wie das bei so manchen Audiokommentaren ist. Die Kommentatoren wissen einfach nicht, wie sie die ganze Filmlänge mit Wissenswertem ausfüllen sollen. Das ist ja auch schwierig. In diesem Kommentar ist mir aber noch ärger als sonst eine verbreitete Unsitte aufgefallen. Es wird recht oft dasjenige erzählt, was der Betrachter ohnehin gerade sieht und was nun wirklich jeder auch ohne einen Kommentar erfassen kann. Aber das kostet keinen Stern. Auf den Hauptfilm kommt es an!

Klassiker des Gangsterfilms      5 von 5 Punkten
Bekanntermaßen zählen die 20er Jahre zu einer der düstersten Epochen der United States. Die Einführung der Prohibition entfachte eine Maschinerie des organisierten Verbrechens. In dieser Zeit spielt der Film um die drei unterschiedlichen Freunde Bartlett (Cagney), Hally (Bogart) und Hart (Lynn). Ohne große Umschweife wird die Geschichte erzählt, man konzentriert sich auf das Wesentliche und macht dieses auf eine spannende und kurzweilige Art und Weise. Ferner wird ein düsteres Ambiente vermittelt, welches vom Kameramann Ernest Haller eindrucksvoll erzeugt wird.

Der Gangster Larry Fay und sein Leben dienten als Vorlage für die Figur des Eddie Bartlett (Cagney). Die Parallelen sind aber nicht gerade einfach zu erkennen.
Die Story: Eddie Bartlett George Hally und Lloyd Hart lernen sich während des Ersten Weltkrieges kennen. Nach dem Krieg trennen sich ihre Wege. Hart wird Rechtsanwalt, Hally lässt sich auf obskure Geschäfte ein und Bartlett sieht sich dazu gezwungen, beim Alkoholschmuggel der oben beschriebenen Prohibitionszeit mitzumischen. Bald steigt Bartlett zu den Großen unter den Kriminellen auf und schließt sich mit Hally zusammen. Ihre Methoden werden härter, Morde geschehen... Ihr Imperium wächst und wächst, aber dann eskaliert die Situation...

Raoul Walsh Film ist durchaus in der Gilde großer Filme von Fritz Lang anzusiedeln und verdient sich einen Platz im Gangster-Film-Olymp und liegt vor The little Cesar
Qualitativ wird hier ein 4:3 Vollbild geboten und zumindest die deutsche und die englische Tonspur. Der englische Ton weißt ein Kratzen auf, der deutsche Ton wurde wesentlich später in den Studios aufgenommen und ist deshalb auch sauber.
Fazit: Pflichtkauf für Nostalgiker und Cineasten. Vor allem für diesen Preis.

Die wilden Zwanziger      5 von 5 Punkten
Spitzbübiger Bogart, ein kleverer James Cagney, tolle Songs
sind die Zutaten in diesem Klasse gespielten vielschichtigen Gangsterdrama um Aufstieg, Fall, Liebe... aus der es kein
Entkommen mehr gibt. Gigantisch!!

Angel with dirty Faces / The Roaring Twentys      5 von 5 Punkten
Zwei Cagney Kracher im psitiven Sinne. Angels with dirty Faces
ein schnörkelloser Film und excellente Milieustudie wie ein Slumkind zu Verbrecher heranreift mit guten Schnitten. Cagney wie gewohnt der tough guy mit dem Herzen auf dem rechten Fleck
der sich ein klasse Spiel mit seinem Partner / Gegner Bogart liefert. Auf der guten Seite Pat o Brian, der das Recht von der kirchlichen Seite aus vertritt und das Unrecht bekämpft. Gut
auch die Jugendbande mit Bill Halopp als Anführer die in Cagney ihr Idol gefunden haben.
The roaring Twenties
Vielleicht der beste Gangsterfilm der die Prohibitionszeit und ihre Entstehung hervorragend beschreibt mit einem Cagney wieder mal in Bestform. Erzählt wird die Story eines heimgekehrten Soldaten aus dem ersten Weltkrieg, der auf herkömmlichen Wege seinen alten Job nicht mehr bekommt und so in
den Sumpf des Verbrechens abrutscht und ins Alkoholgeschaft
( Prohibition ) gross einsteigt. Schon die Einstiegssequenz
im Krieg ( Feindlicher Soldat mit Zigarette ) , wird keiner je vergessen, der sich den Film genau angesehen hat. Warum gibts es diese beiden klasse filme noch nicht auf DVD am besten mit deutschem und Orginalton ?


Blues in the Night - Priscilla LaneBlues in the Night
Priscilla Lane, Betty Field

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Cary Grant [UK IMPORT] - Cary GrantCary Grant [UK IMPORT]
Cary Grant, Eva Marie Saint, Josephine Hull, Raymond Massey, John Alexander

DVD, 7. Juni 2004

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