DVDs: Jodhi May

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Tipping The Velvet [UK IMPORT] - Keeley HawesTipping The Velvet [UK IMPORT]
Keeley Hawes, Rachel Stirling, John Bowe, Jodhi May, Anna Chancellor

DVD, 12. Juli 2004
     Verkaufsrang: 5321      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 8,97 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Lesbians go get it!      5 von 5 Punkten
Eine wunderbare Entdeckung, die mir meine englischen Freundinnen netterweise über die Meerenge geschickt haben. Nach der Vorlage der in Großbritannien zur - verdientermaßen - Kultautorin avancierten Sarah Waters, ist diese DVD ein echter Leckerbissen für FreundInnen historischen sowie lesbisch-queeren Sehvergnügens auf hohem Niveau. Im England des späten 19.Jahrhundert angesiedelt, entwickelt die Filmadaption die Charaktere gleichsam flott wie einfühlsam. Im Mittelpunkt steht eine junge lesbische Frau auf der Suche nach ihrem Platz in der Welt, nach Liebe und dem Glück - eine Suche welche sie fort aus der zwar schönen aber moralisch beengenden ländlichen Heimat am Meer und hinein ins Grosstadtabenteuer wirft. Zwischen Muschelmetaphorik, wunderbaren Theater/Musical-Vorführungen mit Frauen in Männerrollen und der Londoner Unterwelt ist "Tipping the Velvet" dabei humorvoll, romantisch und voller überraschender Wendungen. Nicht unwichtig für den positiven Gesamteindruck sind auch die wunderbaren Kostüme und die eigens für den Film geschriebenen Lieder. Zwar sind die Sexszenen kürzer ausgefallen, als es der Autorin des Buches lieb war jedoch hat der BBC sich insgesamt nicht vor Erotik und Dildoszenen gescheut - die Serie ist also nicht umbedingt etwas für den Samstag Abend bei Mutti - sei denn Mutti ist cool und stellt keine unangenehmen Fragen. Die DVD enthält die komplette Serie, aufgeteilt in 3 Teile. Als Extras gibts ein Interview mit Sarah Waters und dem Drehbuchautor sowie schöne Szenen-Stand-Bilder. Viel Spass!

Tipping the top of everybodys Geschmack      5 von 5 Punkten
Dieser Film ist wahrlich ein Meisterwerk, wunderbar ist es gelungen, die Stimmungen die Sarah Waters in ihrem Roman heraufbeschwört, einzufangen und auf die Leinwand zu bringen. Dank BBC & der ungekürzten Verfilmungen ist es uns gestattet Nan sehr lange zu begleiten, um somit zu verstehen, wer sie war, sein wollte und wirklich ist. Ihre Suche nach mehr, nach Liebe nimmt uns mit oder ist uns vertraut. Ich habe mich definitiv mit jeder Minute in der Tipping the Velvet auf meinem Fernseher lief mehr und mehr in die Charaktere, die Geschichte und die wundervollen Bilder verliebt. Dieser Film bietet uns die Gelegenheit zur Zeitreise, manchmal begehrenswert manchmal ungeschönt brutal. Ich hoffe das Sarah Waters nie aufhört zu schreiben und uns BBC neben diesem Film und Fingersmith noch viel mehr Verfilmungen dieses Kalibers schenken wird.

PS: Liebe Englischmuffel, traut euch bitte an diesen Film heran, nach kurzer Einhörphase ist es jedem sehr gut möglich der Handlung zu folgen und das auch ohne Englischdiplom ;-)...es ist es wert!

Lesbisches BBC period drama      5 von 5 Punkten
Frau kennt das: da produziert die BBC seit Jahren hochkarätige Dramen, basierend auf Klassikern der englischen Literatur und am Ende bekommt sich das Heteropärchen - hach, wie schön!
Abgesehen von dem doch eher langweiligem "Portrait of a marriage" gab es meines Wissens nach lange Zeit kein rein lesbisches "Period drama" der BBC, höchste Zeit also, diesen Mißstand zu beheben.
"Tipping the velvet" basiert auf dem gleichnamigen Roman von Sarah Waters, der im Deutschen unter dem Titel "Die Muschelöffnerin" veröffentlicht worden ist und reiht sich, was Ausstattung und Qualität der Darsteller angeht, wunderbar in die Reihe der großartigen BBC period dramas vom Schlage "Pride&Prejudice" oder "North&South" ein.
Erzählt wird die Geschichte des Austernmädchens Nan (Rachael Stirling), das sich bei einem Besuch im örtlichen Theater ihrer kleinen Provinzstadt in die Herren-Imitatorin Kitty (Keeley Hawes) verliebt und ihr nach London folgt. Die beiden werden als Duo zu großen Stars, ihre Liebesbeziehung geht jedoch bald in die Brüche, als Kitty beschließt, zu heiraten. (Einen Mann natürlich, das ganze spielt schließlich im viktorianischen England!) Diese Trennung ist für Nan einerseits ein großer Schock, allerdings nutzt sie diesen Schock, um ihre Sexualität zu erkunden und mit den Geschlechtern zu spielen. Sie verdingt sich als Strichjunge und wird sogar zum Lustknaben einer herrischen Adeligen (Anna Chancellor, Caroline Bingley aus der legendären "Pride&Prejudice"-Verfilmung), bis sie schließlich die Liebe ihres Lebens findet.
"Tipping the velvet" ist eine klassische coming-of-age-story, kombiniert mit coming-out-Elementen und lesbischen Liebesgeschichten. Dabei ist der Film verdammt sexy und scheut auch einige prickelnde Liebesszenen nicht, die auf Heterozuschauer vielleicht etwas verwirrend wirken können. ;-)
Im Gegensatz zu "Fingersmith", ebenfalls eine Sarah-Waters-Adaption, ist "Tipping the velvet" gerade heraus erzählt ohne Flashbacks oder bewußt falsch gelegte Fährten. Ein wenig mehr Spannung hätte hier und da schon sein dürfen, wirkliche Langeweile kommt aber nicht auf.
Besonders schön ist das erste Treffen von Nan und Kitty im Theater gestaltet, die Szene, in der Nan Kitty das erste Mal auf der Bühne sieht, als diese ihre Rose ins Publikum wirft. Zauberhaft ist das geworden, wie eine Szene aus dem Märchen.
Was mich beim Sehen ein wenig gestört hat, war Rachael Stirlings tiefe Alt-Stimme, mit der sie die Handlung aus dem Off kommentiert. Diese Kommentare aus dem Off wirken manchmal störend, wenn nicht gar unnötig platt und man hätte gut auf sie verzichten können.
Alles in allem fand ich "Tipping the velvet" nicht ganz so packend und spannend wie "Fingersmith", aber dennoch bietet dieser Film gute Unterhaltung für alle Fans der period dramas der BBC, ganz gleich ob homo oder hetero.


Lesbisches BBC period drama      5 von 5 Punkten
Frau kennt das: da produziert die BBC seit Jahren hochkarätige Dramen, basierend auf Klassikern der englischen Literatur und am Ende bekommt sich das Heteropärchen - hach, wie schön!
Abgesehen von dem doch eher langweiligem "Portrait of a marriage" gab es meines Wissens nach lange Zeit kein rein lesbisches "Period drama" der BBC, höchste Zeit also, diesen Mißstand zu beheben.
"Tipping the velvet" basiert auf dem gleichnamigen Roman von Sarah Waters, der im Deutschen unter dem Titel "Die Muschelöffnerin" veröffentlicht worden ist und reiht sich, was Ausstattung und Qualität der Darsteller angeht, wunderbar in die Reihe der großartigen BBC period dramas vom Schlage "Pride&Prejudice" oder "North&South" ein.
Erzählt wird die Geschichte des Austernmädchens Nan (Rachael Stirling), das sich bei einem Besuch im örtlichen Theater ihrer kleinen Provinzstadt in die Herren-Imitatorin Kitty (Keeley Hawes) verliebt und ihr nach London folgt. Die beiden werden als Duo zu großen Stars, ihre Liebesbeziehung geht jedoch bald in die Brüche, als Kitty beschließt, zu heiraten. (Einen Mann natürlich, das ganze spielt schließlich im viktorianischen England!) Diese Trennung ist für Nan einerseits ein großer Schock, allerdings nutzt sie diesen Schock, um ihre Sexualität zu erkunden und mit den Geschlechtern zu spielen. Sie verdingt sich als Strichjunge und wird sogar zum Lustknaben einer herrischen Adeligen (Anna Chancellor, Caroline Bingley aus der legendären "Pride&Prejudice"-Verfilmung), bis sie schließlich die Liebe ihres Lebens findet.
"Tipping the velvet" ist eine klassische coming-of-age-story, kombiniert mit coming-out-Elementen und lesbischen Liebesgeschichten. Dabei ist der Film verdammt sexy und scheut auch einige prickelnde Liebesszenen nicht, die auf Heterozuschauer vielleicht etwas verwirrend wirken können. ;-)
Im Gegensatz zu "Fingersmith", ebenfalls eine Sarah-Waters-Adaption, ist "Tipping the velvet" gerade heraus erzählt ohne Flashbacks oder bewußt falsch gelegte Fährten. Ein wenig mehr Spannung hätte hier und da schon sein dürfen, wirkliche Langeweile kommt aber nicht auf.
Besonders schön ist das erste Treffen von Nan und Kitty im Theater gestaltet, die Szene, in der Nan Kitty das erste Mal auf der Bühne sieht, als diese ihre Rose ins Publikum wirft. Zauberhaft ist das geworden, wie eine Szene aus dem Märchen.
Was mich beim Sehen ein wenig gestört hat, war Rachael Stirlings tiefe Alt-Stimme, mit der sie die Handlung aus dem Off kommentiert. Diese Kommentare aus dem Off wirken manchmal störend, wenn nicht gar unnötig platt und man hätte gut auf sie verzichten können.
Alles in allem fand ich "Tipping the velvet" nicht ganz so packend und spannend wie "Fingersmith", aber dennoch bietet dieser Film gute Unterhaltung für alle Fans der period dramas der BBC, ganz gleich ob homo oder hetero.


Warriors [UK-Import] - Ioan GruffuddWarriors [UK-Import]
Ioan Gruffudd, Branka Katic, Cal Macaninch, Jodhi May, Simon Shepherd

Videokassette, 29. November 1999
     Verkaufsrang: 1029     

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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 22 Bewertungen)

Mutiger Film...erstklassige Darsteller      5 von 5 Punkten
Habe den Film gestern zum 1. Mal gesehen und wünschte mir, es gäbe ihn auch mit ordentlichen deutschen Untertiteln.
Was er hinterlässt: Sprachlosigkeit, Ergriffenheit..
Erbarmungslos, ohne zu übertreiben und Effekthascherei schildert er das Elend des Krieges, Ohnmacht, Wut und Verzweiflung sowohl der Zivilisten als auch der Soldaten.
Er hinterlässt aber auch gemischte Gefühle, denn manchmal wünschte man sich, die UN Soldaten hätten schießen dürfen...., was den Anti Kriegsfilm eigentlich ins Gegenteil verkehrt. Zerbrochen sind die Soldaten an ihrer Ohnmacht. Da wird es einem ein bisschen warm ums Herz, wenn Private Alan den Jungen in den Panzer rettet und 5 min später eiskalt, wenn sie ihn als Kriegsgefangenen einer serbischen Streife ausliefern müssen, wissend, welches Schicksal ihm blüht... man hält sich ebenfalls die Nase zu, wenn Alan auf den Lastwagen mit den Leichen klettert...man spürt die Verzweiflung der jungen bosnischen Soldatin bei ihrem "help me", während "only the most seriously wounded" eine Chance auf Hilfe durch die UN haben. Dieser verzweifelte Appell "Come on board!!" an die Soldaten, während sich die attackierten Flüchtlinge in den Wald schlagen müssen...eskortiert von einer einzigen jungen mutigen Frau mit Gewehr.

Ich hab schon lange bei keinem Film mehr heulen müssen, da wars dann wieder soweit...als Feeley am Bett von Amiras Mann sitzt! Als er sich zum Schluss die Pistole an den Kopf hält, als Loughrey sein Kind, für das er nichts empfinden kann in den Arm nimmt...
Keine Sa. Abend Kost....aber ein "Must Have" in der Filmsammlung. Dieser Film geht unter die Haut.


Eingebrannt...      5 von 5 Punkten
hat sich mir dieser Film,erstmals gesehen im deutschen Fernsehen auf N als 2-Teiler.Ich sehe es noch genau,wie ich zu meiner Frau lief und sagte:"Schalt mal um,das musst du gesehen haben!".Unsere Gefühle schwankten echt zwischen Kotzen und Heulen! Wir dachten nur: "Ich kannn nicht mehr!" So intensiv,real und beklemmend wie kein zweiter. Noch heute verfolgen mich die Bilder und ich bekomme Gänsehaut,wenn ich nur dran denke,obwohl ich mich bisher nicht traute,einen 2. Versuch zu wagen.Absolut sehenswert,Oscar-reif und darum umso trauriger,dass das Thema offiziell verschwiegen wird und es den Film nicht auf DVD gibt!

Beklemmend      5 von 5 Punkten
Ich habe diesen Film vor Jahren im TV auf Deutsch gesehen und über die beeindruckende Realität zum Schluß des 2Teilers nur noch geweint.
Nun konnte ich den gleichen Film im englischen Original vor ca. 2 oder 3 Jahren aus dem TV aufnehmen und hüte diese beiden Videocasetten wie einen Schatz, da dieses Original noch beklemmender ist als die deutsche Version.
Ich frage mich, warum dieser Film nicht fester Bestandteil als Lehr- und Anschauungsmaterial in Schulen und beim Militär und BESONDERS BEI DEN VERANTWORTLICHEN POLITIKERN! aufgenommen wird.
Zur gleichen Kategorie zählt "Welcome to Sarajevo", der unlängst im TV lief, in der Programmzeitschrift aber zum falschen Zeitpunkt angekündigt wurde.
Ich hatte einfach nur Glück, ihn, wie bei solchen Filmen üblich mitten in der Nacht! zu erwischen.
Ich kann einfach nur jedem raten, sich diese beiden Filme anzusehen.
Wer heute noch durch das ehemalige Kriegsgebiet fährt, kann sich auch nur ansatzweise vorstellen, was dort alles passiert ist.
Krieg ist immer furchtbar, aber was auf dem Balkan abging, spottet jeder Beschreibung. Es war, als ob es keine Genfer Konventionen, Menschenrechte oder dgl. geben würde. Lernt die Menschheit denn nie dazu???

Ein Meilenstein in der Geschichte der Kriegsfilme!      5 von 5 Punkten
Zu schade, dass dieser Spielfilm mittlerweile nur noch schwer erhältlich ist. Er hätte es verdient, viel stärkere Beachtung in der Öffentlichkeit zu finden. Vermutlich ist er zu wenig massenkompatibel und zu unangenehm in seiner Aussage, als dass er für eine Oscar-Nominierung in Frage gekommen wäre. Denn die hätte ohne Zweifel ihre Berechtigung gehabt...
Der Film porträtiert einige junge britische Berufssoldaten, die unerwartet aus ihrem Alltagsleben gerissen und im Rahmen einer UN-Blauhelm-Mission ins kriegsgebeutelte Bosnien des Jahres 1992 entsendet werden. Dort erleben sie hautnah mit, wie paradox es ist, "Friedenstruppen" in einem unerbittlichen und grausamen Bürgerkrieg einzusetzen. Sie stehen zwischen allen Fronten, werden Zeugen von "ethnischen Säuberungen" und sehen, wie wehrlose Zivilisten - darunter kleine Kinder - von gewissenlosen Milizen massakriert werden. Das substanzlose UN-Mandat jedoch verbietet ihnen jede Form militärischen Eingreifens. Den Soldaten sind die Hände gebunden, sie sind zum Zuschauen verdammt.
Der Schlussteil widmet sich dem zivilen Leben der Soldaten nach Ende des sechsmonatigen Einsatzes. Eindrucksvoll wird deutlich, wie stark die meisten von ihnen unter den traumatischen Erlebnissen zu leiden haben. Ihr Leben hat sich für immer gewandelt. Sie werden aufgezehrt von Schuldgefühlen gegenüber den Kriegsopfern, die sie tatenlos ins Verderben laufen lassen mussten.
Der Film ist geradezu erschreckend realistisch. Er wurde gedreht auf der Grundlage von Erzählungen echter Soldaten, die für die UN in Bosnien gedient haben. Wenngleich die handelnden Personen erfunden sind, so spielt die Geschichte vor dem Hintergrund tatsächlicher Begebenheiten. So ist beispielsweise das unfassbare Massaker von Ahmici vom April 1993 dargestellt.
Der Zuschauer wird angeregt, über einige Fragen nachzudenken. Wie betreibt ein zusammenwachsendes Europa Krisenmanagement in einem Krieg vor der eigenen Haustür? Kann man Frieden in einer Region "erhalten", in der es ihn gar nicht gibt? Darf man jungen Menschen den Auftrag erteilen, Augenzeuge von Kriegsverbrechen zu werden und ihnen gleichzeitig auferlegen, nichts dagegen zu tun? Die Antworten muss sich ein jeder selbst geben.
"Warriors" schockiert und sensibilisiert zugleich und kommt dabei ohne Effekthascherei aus. Er gehört fraglos zu den besten je gedrehten Kriegsfilmen und ist uneingeschränkt empfehlenswert.

Sehr zu empfehlen!!!      5 von 5 Punkten
Dieser Film zeigt eigentlich die Sinnlosigkeit, warum Soldaten innerhalb eines Mandats,bei dem sie nicht tätig werden dürfen,Gefahren und psychischem Druck ausgesetzt werden.Ich selber war Jahre nach dem Krieg in Jugoslawien, in umkämpften Gebieten und es war für mich damals schon erschrecken zu sehen,was diese " Ethnische Säuberung" angerichtet hat,aber für Soldaten und Personen,die dort zum Einsatz beordert waren,muß es die Hölle gewesen sein und das zeigt dieser Film schonungslos.Die Ohnmacht,taten zu sehen,aber nicht eingreifen zu DÜRFEN.Ich kann den Film nur empfehlen.


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The Mayor Of Casterbridge [UK IMPORT] - Ciaran HindsThe Mayor Of Casterbridge [UK IMPORT]
Ciaran Hinds, James Purefoy, Jodhi May, Juliet Aubrey, Polly Walker

DVD, 19. Januar 2004
     Verkaufsrang: 36720     

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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Ein guter Mann, der ein schlechtes Leben führte      5 von 5 Punkten
Der Originaltitel des Buches von Thomas Hardy aus dem Jahre 1886 heißt: "The Life and Death of a Man of Character" und das ist in der Tat, der rote Faden, der sich durch diese kongeniale Verfilmung der tragischen aber auch sehr wahrhaftigen und eindringlichen Novelle zieht.

Michael Henchard (Ciarán Hinds) heißt dieser Mann, der mit all seinen Charakterschwächen zu kämpfen hat, sie besiegt und auch immer wieder von ihnen besiegt wird. Er ist gerade mal 21 Jahre alt als die Geschichte beginnt und er als ein wandernder Heubinder mit seiner Frau Susan (Juliet Aubrey) und seiner neugeborenen Tochter durch die Gegend zieht.
Auf einem Jahrmarkt trinkt er zuviel, gerät darüber in Streit mit seiner Frau und verkauft sie in seiner Wut an den Meistbietenden. Ein Seemann kauft Frau und Kind und verschwindet mit ihnen, und für Michael Henchard beginnt ab diesem Moment ein anderes Leben. Entsetzt über seine Tat schwört er am nächsten Tag dem Alkohol ab, er wird als Kornhändler und Bürgermeister von Casterbridge sogar erfolgreich aber das Geheimnis um seine Untat verfolgt ihn und weitere Geheimnisse und Verwicklungen kommen noch dazu, als 19 Jahre später Ehefrau Susan mit Tochter Elizabeth-Jane (Jodhi May) wieder in Michaels Leben auftauchen. Getrieben von seiner impulsiven Art, seiner Aggressivität, seinen Depressionen und seiner Selbstsucht gerät Michael immer wieder in Konflikt mit seinem eigenen Gewissen. Bei dem Versuch es gut zu machen, verkehrt er die Dinge oft ins Gegenteil und schadet den Menschen die er eigentlich liebt, oder lieben sollte. Damit zerstört er letztlich nicht nur sein eigenes Glück sondern auch das von anderen.

Dieser Film ist wirklich eine perfekte Adaption dieser sehr komplexen Hardy-Geschichte voller Verwicklungen, Lügen und Geheimnisse um den Kampf eines Mannes gegen sich selbst. Er ist durchweg spannend und derartig intensiv gespielt, dass man beim Zusehen den Mund für 196 Minuten gar nicht mehr zubekommt und die Gänsehaut auch nicht mehr los wird.
Wer wäre für die zerrissene Rolle des Miachael Henchard wohl besser geeignet gewesen als Ciarán Hinds?
Der Mann erstaunt mich immer wieder, gerade in solchen Rollen, wo er vielschichtige Menschen spielt und deren dunkle Seiten so glaubhaft verkörpet, dass man ihre Tragik schmerzlich nachvollziehen kann. Hinds ist die absolut perfekte Besetzung für den "Mann mit Charakter"! Aber auch den anderen, allseits bekannten Darstellern verdankt es der Film, dass er ein wirklich emotionales und berührendes TV-Erlebnis geworden ist. Juliet Aubrey als schlichte aber ehrliche Susan, Jodhi May als duldsame passive Elizabeth-Jane und nicht zu vergessen James Purefoy (bekannt als Mark Anton aus Rome) als sehr schottisch sprechender aufrechter Donald Farfrae, der unfreiwillig zu Henchards Gegenspieler in jeder Hinsicht wird, sie alle erfüllen ihre Figuren mit Leben und Gefühl wie man es sich besser nicht wünschen kann.

Bei diesem TV-Zweiteiler aus 2003 hat sich ITV wahrlich nicht lumpen lassen und von der Musik, über die Kulissen von Straßen und Gebäuden, den gelegentlichen idyllischen Landschaftsszenen bis hin zum eleganten Period-Look in all seinen liebenvollen Details hat man nichts vergessen was das Period-D(r)amen-Herz erfreut und sich sehr respektvoll um Authentizität bemüht. Ein paar Details sind freilich anders als im Roman oder weggelassen worden (alleine drei Stunden Filmzeit reichen auch kaum aus, um die vielen Feinheiten der Romans wiederzugeben). Dieses kleine Manko ist aber leicht zu verschmerzen angesichts der insgesamt so ergreifenden Atmosphäre des Films. Taschentücher könnten u.U. von Nöten sein.

DVD:
Widescreen 16:9 Anamorph, Sprache English - Dolby Digital (2.0) Region 2 - Will only play on European Region 2 or multi-region DVD players. Die DVD ist ohne Untertitel, und nicht alles was gesprochen wird ist leicht verständlich. Gerade Cirián Hinds neigt gelegentlich zum Nuscheln in den nicht vorhandenen Bart. Specials: Photo gallery, Behind the scenes, Production notes, Cast and author biographies, Feature trailer, Interactive menus, Scene selection,



Absolut gelungene Literaturverfilmung      5 von 5 Punkten
Völlig betrunken verkauft der Besenbinder Henshaw auf einem Jahrmarkt seineFrau und seine kleine Tochter an einen Seemann. Als er sich seiner Untat bewusst wird und er keine Spur von Frau und Kind findet, legt er das Gelübde ab, für die Dauer von 18 Jahren keinen Alkohol mehr zu trinken. Es folgt ein erfolgreicher Aufstieg als Getreidehändler, bis er schliesslich Bürgermeister der Gemeinde Casterbridge wird. Nach vielen Jahren kommen seine Frau und Tochter auf der Suche nach ihm zurück. Um seine Schuld von einst wiedergutzumachen, heiratet er seine Frau erneut, lässt jedoch seine Tochter und die Gemeinde in Unwissenheit über die Vergangenheit. Nur sein Vertrauter und Geschäftsführer weiss darüber Bescheid. Dennoch verlangt die Vergangenheit ihr Recht, unaufhaltsam beginnt nun der Verfall des Bürgermeisters, schliesslích kommt der Absturz und Henshaw stirbt letztendlich einsam und von Tochter und Gemeinde verstossen..
Die Verfilmung folgt der Romanvorlage sehr getreu. Bedrückend, in dunklen Bildern wird das Leben einer englischen Gemeinde Anfang des 19. Jahrhunderts dargestellt. Grandios Ciaran Hinds als von Schuld gequälter Protagonist des Filmes.
Die DVD gibts leider nur in englisch und ohne Untertitel, ist aber sprachlich gut verständlich
Ein für mich sehr lohnenswerter Film!


The House Of Mirth [UK IMPORT] - Gillian AndersonThe House Of Mirth [UK IMPORT]
Gillian Anderson, Dan Aykroyd, Eleanor Bron, Terry Kinney, Jodhi May

DVD, 1. Mai 2002
     Verkaufsrang: 35050     

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Der enorme Druck sozialer Konformität war immer schon eines der Lieblingsthemen in Terence Davies' Filmen. Daher war Edith Whartons scharfzüngiger Roman über die Vernichtung der Unschuld ein gefundenes Fressen für den Regisseur. Angesiedelt im Jahr 1900 im aufreibenden Nouveau Riche Ambiente des damaligen New York, verfolgt die Geschichte den Untergang der niedlichen, aber naiven Lily Bart (Gillian Anderson, Akte X) in einer Welt, wo der heuchlerische und räuberische Verfall hinter der vornehmen Fassade allgegenwärtig ist. Wharton hat einen sehr ausgeprägten Sinn für die Feinheiten sozialen Miteinanders - wer akzeptiert wird und wer zum Außenseiter gestempelt wird - und Davies gelingt es, diese Stärke kunstfertig ins Kinoformat zu übertragen.
Davies musste mit einem knapperen Budget arbeiten, als es für Zeitdramen üblich ist, aber es gelingt ihm diesen Nachteil in einen Vorteil umzuwandeln: Der Film läuft zu keiner Zeit Gefahr, von überwältigenden Kulissen und verschwenderischen Kostümen erstickt zu werden und damit zu seichter Nostalgie zu verkommen. Die nordische Kargheit Glasgows gibt ein perfektes New York der Jahrhundertwende ab. Gillian Anderson gelingt es mit Leichtigkeit, die Rolle der Scully abzuschütteln und so können wir uns an einer kraftvollen und völlig überzeugenden Lily erfreuen, voll bewegender Verzweiflung, als sich all ihre Handlungsmöglichkeiten eine nach der anderen in Luft auflösen. Dan Akroyd zieht die Fäden für Lilys Niedergang und zeigt dabei ein beeindruckendes Porträt selbstgefälliger Brutalität. -Philip Kemp


Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 13 Bewertungen)

Wunderschön!      5 von 5 Punkten
Auch wenn der Film sich nicht ganz an die Vorlage hält, ist er einfach wunderschön. Gilian Anderson verkörpert Lily Bart perfekt. Hin und hergerrissen zwischen ihren Gefühlen für Selden und der gesellschaftlichen Stellung, die sie einnehmen will und muss, wird ihr irgendwann schmerzhaft vor Augen geführt, dass ihre biologische Uhr abläuft und das sie zum Freiwild wird für die zweifelhaften Interessen und Intrigen vermeindlicher Freunde. Auch finanziell ruiniert, beginnt der Abstieg.
Eine traurige Geschichte aus einer Zeit, als eine Frau allein nicht bestehen konnte. Auch das Buch von Edith Wharton sei hier wärmstens empfohlen.


 Weitere Kundenmeinungen


Bye Bye Blackbird - James ThiérréeBye Bye Blackbird
James Thiérrée, Derek Jacobi, Jodhi May

DVD, 1. Juni 2007
     Verkaufsrang: 43790      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,99 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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BYE BYE BLACKBIRD



The Last Of The Mohicans [UK IMPORT] - Daniel Day-LewisThe Last Of The Mohicans [UK IMPORT]
Daniel Day-Lewis, Russell Means, Madeline Stowe, Jodhi May, Steven Waddington

DVD, 1. Oktober 2001
     Verkaufsrang: 48202      Gewöhnlich versandfertig in 1 bis 3 Wochen.

Preis: € 23,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Auf wildromantische und unglaublich spannende Art und Weise machte Michael Manns Verfilmung von James Fenimore Coopers Roman Daniel Day-Lewis mit seiner schwellenden Brust und der wehenden Mähne zu einem neuen Frauenschwarm. Als Hawkeye spielt er einen amerikanischen Siedler, der von Mohikanern aufgezogen wurde und nun als Kundschafter für die britische Armee im Norden des Staats New York herangezogen wird. Die Briten geraten im Konflikt mit den Franzosen und deren indianischen Verbündeten ins Hintertreffen. Das Ehrenwort, das den Briten auf freien Abzug aus ihrem umzingelten Camp gegeben wurde, wird jedoch gebrochen, als eine Gruppe von abtrünnigen Indianern sie auf dem Rückzug attackiert. Michael Mann zeigt die Brutalität jener Zeit beim Kampf Mann gegen Mann in unglaublichen Kampfszenen. Aber er bringt auch Romantik in den Film ein, als sich die Gefühle zwischen Daniel Day-Lewis und Madeleine Stowe entwickeln. Das Ende ist erstaunlich: Es besteht aus einer langen, nahezu wortlosen Sequenz voller Kämpfen und Verlusten. Allgemein liefern alle Darsteller eine überzeugende Vorstellung, speziell Russell Means als Chingachgook und Wes Studi als der böse Magua. -Marshall Fine

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 48 Bewertungen)

Der letzte Waldschrat      5 von 5 Punkten
Hier sind wir uns ja mal ziemlich einig und es gibt keine großen Abweichungen in der Bewertung: erstklassige Schauspieler, herrliche Landschaftsaufnahmen, tolle Filmmusik - einfach mehr als ein Western. Auch mich erinnert der Film ein wenig an den "Patriot" mit Mel Gibson, der einen ähnlichen Charakter hat.

Nordamerika, 1757: der Kolonialkrieg zwischen Engländern und Franzosen ist noch in vollem Gange, Amerika ist noch nicht unabhängig. Hawkeye, der weiße Adoptivsohn des Mohikanerhäuptlings Chingachgook versucht, zwei weiße Töchter eines englischen Colonels aus den Händen der grausamen Huronen zu befreien. Hawkeye (gespielt von Daniel Day-Lewis) und die ältere Tochter Cora (Madeleine Stowe) sind ein sehr schönes Paar und ich liebe die Szene, in der sie des Nachts gemeinsam auf der Lauer liegen und sich ein ironisches Geplänkel zwischen beiden ergibt ... wunderbar romantisch ... hm ...

DDL joggt durch den Dschungel, als wenn es um sein Leben ginge und das geht es ja auch! Vom stolzen Stamm der Mohikaner sind nur noch drei übrig: Chingachgook und seine beiden Söhne Unkas und Hawkeye (die "Mohikaner" sind eine Wortschöpfung des Autors James Fenimore Cooper, dessen Roman als Vorlage diente). Die den Engländern treue Mohikaner kämpfen gegen die mit den Franzosen verbündeten Huronen, die der irokesischen Sprachfamilie zugehören. Besondere Grausamkeit zeichnet die Huronen aus - doch was hieß das zur damaligen Zeit? Das "Skalpieren", das uns heute als besonders grausame und verwerfliche Art des Mordens erscheint, war damals an der Tagesordnung und übrigens nicht nur eine Methode der Indianer, um Kriegstrophäen zu erhalten, sondern auch eine der damaligen Armee, die aber später als Kriegsverbrechen geahndet wurde.

Ich weiß nicht, ob jemand von Ihnen noch den ZDF-Abenteuervierteiler "Lederstrumpf" von 1969 mit Hellmut Lange in der Hauptrolle kennt. Auch als Kind war ich schon magisch angezogen von diesem Thema des Niedergangs eines stolzen und naturverbundenen Volkes. Mir war nur noch nicht klar, dass dies zum Großteil auf wahren Begebenheiten beruht und nur die Rahmenhandlung fiktiv ist. Auch den Kampf um Fort William Henry gab es wirklich. Die 10 mal verfilmte Romanvorlage ist in dieser letzten Verfilmung zur Perfektion gelangt - ein großes Epos.

Auf der DVD gibt es als Zusatz noch eine Tonspur nur mit Musik, eine Szenenanwahl und den Trailer von 1992, also nicht besonders viel. Der Film ist wegen der Gewaltsszenen erst ab 16 Jahren freigegeben.



 Weitere Kundenmeinungen


The Mayor Of Casterbridge [UK IMPORT] - Ciaran HindsThe Mayor Of Casterbridge [UK IMPORT]
Ciaran Hinds, James Purefoy, Jodhi May, Juliet Aubrey, Polly Walker

DVD, 19. Februar 2007
     Verkaufsrang: 49145     

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Ein guter Mann, der ein schlechtes Leben führte      5 von 5 Punkten
Der Originaltitel des Buches von Thomas Hardy aus dem Jahre 1886 heißt: "The Life and Death of a Man of Character" und das ist auch der rote Faden, der sich durch diese kongeniale Verfilmung der tragischen aber auch sehr wahrhaftigen und eindringlichen Novelle zieht.

Michael Henchard (Ciarán Hinds) heißt dieser Mann, der mit all seinen Charakterschwächen zu kämpfen hat, sie besiegt und auch immer wieder von ihnen besiegt wird. Er ist gerade mal 21 Jahre alt als die Geschichte beginnt und er als ein wandernder Heubinder mit seiner Frau Susan (Juliet Aubrey) und seiner neugeborenen Tochter durch die Gegend zieht.
Auf einem Jahrmarkt trinkt er zuviel, gerät darüber in Streit mit seiner Frau und verkauft sie in seiner Wut an den Meistbietenden. Ein Seemann kauft Frau und Kind und verschwindet mit ihnen, und für Michael Henchard beginnt ab diesem Moment ein anderes Leben. Entsetzt über seine Tat schwört er am nächsten Tag dem Alkohol ab. Er wird als Kornhändler und Bürgermeister von Casterbridge sogar erfolgreich aber das Geheimnis um seine Untat verfolgt ihn und weitere Geheimnisse und Verwicklungen kommen noch dazu, als 19 Jahre später Ehefrau Susan mit Tochter Elizabeth-Jane (Jodhi May) wieder in Michaels Leben auftauchen. Getrieben von seiner impulsiven Art, seiner Aggressivität, seinen Depressionen und seiner Selbstsucht gerät Michael immer wieder in Konflikt mit seinem eigenen Gewissen. Bei dem Versuch es gut zu machen, verkehrt er die Dinge oft ins Gegenteil und schadet den Menschen die er eigentlich liebt, oder lieben sollte. Damit zerstört er letztlich nicht nur sein eigenes Glück sondern auch das von anderen.

Dieser Film ist wirklich eine perfekte Adaption dieser sehr komplexen Hardy-Geschichte voller Verwicklungen, Lügen und Geheimnisse um den Kampf eines Mannes gegen sich selbst. Er ist durchweg spannend und derartig intensiv gespielt, dass man beim Zusehen den Mund für 196 Minuten gar nicht mehr zubekommt und die Gänsehaut auch nicht mehr los wird.
Wer wäre für die zerrissene Rolle des Miachael Henchard wohl besser geeignet gewesen als Ciarán Hinds?
Der Mann erstaunt mich immer wieder, gerade in solchen Rollen, wo er vielschichtige Menschen spielt und deren dunkle Seiten so glaubhaft verkörpet, dass man ihre Tragik schmerzlich nachvollziehen kann. Hinds ist die absolut perfekte Besetzung für den "Mann mit Charakter"! Aber auch den anderen, allseits bekannten Darstellern verdankt es der Film, dass er ein wirklich emotionales und berührendes TV-Erlebnis geworden ist. Juliet Aubrey als schlichte aber ehrliche Susan, Jodhi May als duldsame passive Elizabeth-Jane und nicht zu vergessen James Purefoy (bekannt als Mark Anton aus Rome) als sehr schottisch sprechender aufrechter Donald Farfrae, der unfreiwillig zu Henchards Gegenspieler in jeder Hinsicht wird, sie alle erfüllen ihre Figuren mit Leben und Gefühl wie man es sich besser nicht wünschen kann.

Bei diesem TV-Zweiteiler aus 2003 hat sich ITV wahrlich nicht lumpen lassen und von der Musik, über die Kulissen von Straßen und Gebäuden, den gelegentlichen idyllischen Landschaftsszenen bis hin zum eleganten Period-Look in all seinen liebenvollen Details hat man nichts vergessen was das Period-D(r)amen-Herz erfreut und sich sehr respektvoll um Authentizität bemüht. Ein paar Details sind freilich anders als im Roman oder weggelassen worden (alleine drei Stunden Filmzeit reichen auch kaum aus, um die vielen Feinheiten der Romans wiederzugeben). Dieses kleine Manko ist aber leicht zu verschmerzen angesichts der insgesamt so ergreifenden Atmosphäre des Films. Taschentücher könnten u.U. von Nöten sein.

DVD: Sprache English, Dolby Digital, Scene Selection


Packendes Drama      4 von 5 Punkten
"The mayor of Casterbridge" erzählt eine dramatische und tragische Geschichte, die einen so schnell nicht los lässt. Soviel gleich zu Anfang denn zum Beginn des Filmes dachte ich nicht, daß er mich derartig packen würde.
Im Alkoholrausch verkauft Michael Henchard seine Frau Susan und seine neugeborene Tochter an einen Seemann. Nach dieser Wahnsinnstat ändert er sein Leben und wird zum respektablen Bürgermeister der Kleinstadt Casterbridge. Doch nach 18 Jahren tauchen Susan und Henchards Tochter Elizabeth Jane wieder auf...
In der ersten halben Stunde poltert die Handlung ein wenig vor sich hin, wer jedoch dran bleibt, den erwartet eine packende Literaturverfilmung, die einen so schnell nicht loslässt. Die Anfangsszenen um den Verkauf Susans wirken leider nicht glaubwürdig, was ein wenig an Ciaran Hinds hölzerner Darstellung (am Anfang) Henchards liegt. Auch den plötzlichen Sinneswandel in der Kirche nehme ich ihm nicht so ganz ab, danach hat die Handlung sich jedoch gefangen und entfaltet einen ganz eigenen Sog. Tatsächlich weist die Handlung die eine oder andere Wendung auf, die man am Anfang so sicherlich nicht erwartet hätte.
Ein wenig fühlte ich mich beim Sehen an Victor Hugos "Les Misérables" erinnert, lässt man mal die sozialen Aussagen dieses französischen Klassikers außer Acht und konzentriert die Handlung nur auf das Schicksal Valjeans: genau wie der Galeerensträfling aus Hugos Klassiker muß auch Henchard für einen einmal gemachten Fehler sein ganzes Leben lang büßen, beide Männer können ihrer Vergangenheit nicht entkommen und sehen sich immer wieder mit ihr konfrontiert, obwohl sie mittlerweile ganz andere Leben führen. Sicherlich kann man die beiden Romane nicht miteinander vergleichen. Aber es gibt doch einige Handlungsstränge in "Casterbridge", die mich sehr an die "Elenden" erinnert haben.
Sieht man mal von dem etwas holperigen Einstieg in die Handlung ab, so ist "The mayor of Casterbridge" ein grandios besetztes period drama. Ciaran Hinds spielt einfach großartig, ihm zur Seite stehen die wunderbare Juliet Aubrey ("Middlemarch")als Susan, die zauberhafte Jodhi May ("Tipping the velvet") als Elizabeth Jane und der brillante James Purefoy ("Vanity Fair") als Donald Farfrae (Vorsicht, an den Akzent muß man sich ein wenig gewöhnen!).
Die Bilder sind düster, der Soundtrack bleibt mysteriös und das ist auch gut so, denn hier geht es beileibe nicht um viktorianische Liebesgeschichten, sondern um ein handfestes, packendes Drama. "The mayor of Casterbridge" ist eine spannende Geschichte um Rache, Sühne und Vergebung, über die man gerne noch etwas länger nachdenkt und die -abgesehen vom etwas unglücklichen Anfang- einem wahrhaft spannende Minuten verspricht.


Aristocrats [UK IMPORT] - Alun ArmstrongAristocrats [UK IMPORT]
Alun Armstrong, Geraldine Somerville, Clive Swift, Ben Daniels, Julian Fellowes

Videokassette, 26. Juli 1999
     Verkaufsrang: 17136     

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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Wunderbar!      5 von 5 Punkten
Eine schöne Romanverfilmung über das Leben der Lennox-Schwestern im England des 18. Jahrhunderts. Obwohl sich der Film angeblich nicht sehr genau an die Romanvorlage hält gefällt er mir sehr gut, die Ausstattung ist wunderbar und die Dialoge brillant (übrigens auch sehr gut verständlich!). Die Geschichte wird erzählt von der zweitältesten Schwester Emily, die der Zuschauer durch ihr Leben begleitet. Tragisch, aber sehr schön. Göttliche Kostüme!!


The Turn Of The Screw [UK IMPORT] - Colin FirthThe Turn Of The Screw [UK IMPORT]
Colin Firth, Jodhi May, Pam Ferris, Joe Sowerbutts, Grace Robinson

Videokassette, 7. Februar 2000
     Verkaufsrang: 9565     

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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Very british, mit Klasse und Stil! - nix für Hollywood- u. Fastfoodfans!      5 von 5 Punkten
Dies ist eine Literaturverfilmung, da bleibt auch noch was für die Fantasie offen! Sehr mystisch, psychologisch, nicht sofort durchschaubar, was nur gut ist, sonst wär's ja langweilig! Ich kann den Film nur empfehlen! Nix für Leute die auf Action od. billigen Horror stehen! Der wahre Horror ist ja oft viel realer und subtiler als es uns in irgendwelchen Hollywood Horrorfilmen vorgespielt wird!

Laßt Euch nicht vom Cover täuschen!      2 von 5 Punkten
Ich muß zugeben, daß ich mir diesen Film in erster Linie wegen Colin Firth gekauft habe. Und da er so schön groß auf dem Cover zu sehen ist... tja, reingefallen. Zu sehen ist er in den ersten - na, schätzen wir mal hoch - 6 Minuten, dann nie wieder. Und daher nur der Tip für Menschen wie mich: nicht kaufen. Sonst ist der Film halt spannend, wenn man auf eine Geister-verfolgen-unschuldige-Kinder-Story steht. Also nicht schlecht gemacht oder so, nur halt überhaupt nicht mein Ding.

Konfusion schlechthin      2 von 5 Punkten
Nur weil der Name Colin Firth auf dem Cover steht, heisst es nicht automatisch, dass ein guter Film dahintersteht. Erstens sieht man Colin Firth nur kurz am Anfang des Filmes und dann nicht mehr. Zweitens ist die Story so konfus und übertrieben, dass ich erstaunt war,dass mit einem Male der Film zu Ende war.
Nun ja, man kann nicht immer einen Glücksgriff tun......


The Last Of The Mohicans [UK IMPORT] - Daniel Day-LewisThe Last Of The Mohicans [UK IMPORT]
Daniel Day-Lewis, Madeleine Stowe, Russell Means, Eric Schweig, Jodhi May

Videokassette, 18. Oktober 1993
     Verkaufsrang: 39322     

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Auf wildromantische und unglaublich spannende Art und Weise machte Michael Manns Verfilmung von James Fenimore Coopers Roman Daniel Day-Lewis mit seiner schwellenden Brust und der wehenden Mähne zu einem neuen Frauenschwarm. Als Hawkeye spielt er einen amerikanischen Siedler, der von Mohikanern aufgezogen wurde und nun als Kundschafter für die britische Armee im Norden des Staats New York herangezogen wird. Die Briten geraten im Konflikt mit den Franzosen und deren indianischen Verbündeten ins Hintertreffen. Das Ehrenwort, das den Briten auf freien Abzug aus ihrem umzingelten Camp gegeben wurde, wird jedoch gebrochen, als eine Gruppe von abtrünnigen Indianern sie auf dem Rückzug attackiert. Michael Mann zeigt die Brutalität jener Zeit beim Kampf Mann gegen Mann in unglaublichen Kampfszenen. Aber er bringt auch Romantik in den Film ein, als sich die Gefühle zwischen Daniel Day-Lewis und Madeleine Stowe entwickeln. Das Ende ist erstaunlich: Es besteht aus einer langen, nahezu wortlosen Sequenz voller Kämpfen und Verlusten. Allgemein liefern alle Darsteller eine überzeugende Vorstellung, speziell Russell Means als Chingachgook und Wes Studi als der böse Magua. -Marshall Fine

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 48 Bewertungen)

Der letzte Waldschrat      5 von 5 Punkten
Hier sind wir uns ja mal ziemlich einig und es gibt keine großen Abweichungen in der Bewertung: erstklassige Schauspieler, herrliche Landschaftsaufnahmen, tolle Filmmusik - einfach mehr als ein Western. Auch mich erinnert der Film ein wenig an den "Patriot" mit Mel Gibson, der einen ähnlichen Charakter hat.

Nordamerika, 1757: der Kolonialkrieg zwischen Engländern und Franzosen ist noch in vollem Gange, Amerika ist noch nicht unabhängig. Hawkeye, der weiße Adoptivsohn des Mohikanerhäuptlings Chingachgook versucht, zwei weiße Töchter eines englischen Colonels aus den Händen der grausamen Huronen zu befreien. Hawkeye (gespielt von Daniel Day-Lewis) und die ältere Tochter Cora (Madeleine Stowe) sind ein sehr schönes Paar und ich liebe die Szene, in der sie des Nachts gemeinsam auf der Lauer liegen und sich ein ironisches Geplänkel zwischen beiden ergibt ... wunderbar romantisch ... hm ...

DDL joggt durch den Dschungel, als wenn es um sein Leben ginge und das geht es ja auch! Vom stolzen Stamm der Mohikaner sind nur noch drei übrig: Chingachgook und seine beiden Söhne Unkas und Hawkeye (die "Mohikaner" sind eine Wortschöpfung des Autors James Fenimore Cooper, dessen Roman als Vorlage diente). Die den Engländern treue Mohikaner kämpfen gegen die mit den Franzosen verbündeten Huronen, die der irokesischen Sprachfamilie zugehören. Besondere Grausamkeit zeichnet die Huronen aus - doch was hieß das zur damaligen Zeit? Das "Skalpieren", das uns heute als besonders grausame und verwerfliche Art des Mordens erscheint, war damals an der Tagesordnung und übrigens nicht nur eine Methode der Indianer, um Kriegstrophäen zu erhalten, sondern auch eine der damaligen Armee, die aber später als Kriegsverbrechen geahndet wurde.

Ich weiß nicht, ob jemand von Ihnen noch den ZDF-Abenteuervierteiler "Lederstrumpf" von 1969 mit Hellmut Lange in der Hauptrolle kennt. Auch als Kind war ich schon magisch angezogen von diesem Thema des Niedergangs eines stolzen und naturverbundenen Volkes. Mir war nur noch nicht klar, dass dies zum Großteil auf wahren Begebenheiten beruht und nur die Rahmenhandlung fiktiv ist. Auch den Kampf um Fort William Henry gab es wirklich. Die 10 mal verfilmte Romanvorlage ist in dieser letzten Verfilmung zur Perfektion gelangt - ein großes Epos.

Auf der DVD gibt es als Zusatz noch eine Tonspur nur mit Musik, eine Szenenanwahl und den Trailer von 1992, also nicht besonders viel. Der Film ist wegen der Gewaltsszenen erst ab 16 Jahren freigegeben.



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