DVDs: Omar Metwally

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Machtlos [Blu-ray] - Jake GyllenhaalMachtlos [Blu-ray]
Jake Gyllenhaal, Reese Witherspoon, Alan Arkin, Omar Metwally, Peter Sarsgaard

Blu-ray, 18. September 2008
     Verkaufsrang: 10557      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 22,90 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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MACHTLOS

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 23 Bewertungen)

Super Polit-Thriller hervorragend auf Bluray umgesetzt!      5 von 5 Punkten
Wer meine Rezensionen kennt weiss, das ich eher auf die technische Umsetzung eingehe als auf den Film selber. Die Filminhalte der meisten Titel dürfte bekannt sein und bei den Rezensionen sind die Beschreibungen der technischen Inhalte wichtiger.

Das Label NEW LINE verwöhnt uns wiedermal mit einem erstklassigen Transfer und im Gegensatz zu WARNER selbst mit deutschem DTS-HD Ton. Bitte nicht verwechseln! NEW LINE wird von WARNER vertrieben als Distributor. Eigene WARNER BluRay Produktionen vertreibt das Label nur in ödem Dolby Digital 5.1.!

+ Sehr gute Bildqualität auf meist sehr hohem High-def Niveau
+ Praktisch durchgehend gestochen scharfes und sehr detailliertes Bild
+ Nur leicht überhöhter Kontrast mit sehr sattem Schwarzwert
+ Kräftige und natürliche Farbwiedergabe
+ Sehr plastisches Bild mit sehr guter Tiefenwirkung
- Leichte Doppelkonturen erkennbar (durch Nachschärfung?)
- Leichte Kompressionsartefakte in dunklen Bildbereichen

Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1

Der Ton von 'Machtlos' macht ebenfalls einen guten Eindruck und bietet praktisch durchgehend einen sehr atmosphärischen Surroundmix. Nur allzu spektakuläres sollte man bei diesem dramatischen Polit-Thriller eher nicht erwarten, denn actionmässig geht's hier nicht allzu sehr ab. Am beeindruckendsten kommt hier eindeutig die Bombenexplosion rüber. Diese ist extrem druckvoll abgemischt worden und überzeugt zudem mit einigen gut platzierten direktionalen Effekten. Der restliche Film verläuft akustisch etwas zurückhaltender, dafür gibt's hier auch in den ruhigeren Dialogszenen immer eine gute Einbindung von subtilen Umgebungsgeräuschen. Bei 'Machtlos' kommt es aber vorallem auf die Dialoge an, und diese bleiben bei dem allgemein sehr gut ausbalancierten Sounddesign durchgehend bestens verständlich. Wirkliches Demomaterial wird einem hier, ausser bei der Anschlags-Szene, nicht geboten - und trotzdem macht der Film eine sehr gute akustische Figur.

Extras:

- Audiokommentar mit Regisseur Gavin Hood
- Geächtet (27:41 Min.)
- Making-Of Machtlos (30:06 Min.) in HD
- nicht verwendete/alternative Szenen (mit optionalem Audiokommentar von Regisseur Gavin Hood) (18:11 Min.) in HD
- USA Kinotrailer (2:27 Min.)

Machtlos präsentiert sich als sehr guter Polit-Thriller mit Starbesetzung der Freunden des Genres auf jeden Fall empfohlen werden kann. Actionfans kommen nicht auf ihre Kosten, wer sich auf eine tiefgründige Story mit guten Charakteren und einer dichten Inszenierung einlassen kann, der wird von dem Film mit hoher Wahrscheinlichkeit schnell gefesselt und frühestens mit dem Abspann wieder losgelassen. Das Bonusmaterial ist ebenfalls gelungen, sodass man für diese Veröffentlichung auf jeden Fall eine Kaufempfehlung aussprechen kann.


 Weitere Kundenmeinungen


Machtlos - Jake GyllenhaalMachtlos
Jake Gyllenhaal, Reese Witherspoon, Alan Arkin, Omar Metwally, Peter Sarsgaard

DVD, 12. August 2008
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Preis: € 14,99 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 2.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Die schmutzige Seite des war on terrorism      2 von 5 Punkten
Bei der Ankunft in Washington wird der gerade von einer Tagung in Südafrika zurückgekehrte ägyptische Chemiker Anwar El-Ibrahimi in Gewahrsam genommen, verhört und als Terrorverdächtige im Rahmen einer "extraordinary rendition" außer Landes geschafft. An seinem Zielort sieht sich CIA-Analyst Douglas Freeman damit konfrontiert unerwartet seinem neuen Vorgesetzten ins Amt nachfolgen zu müssen, nachdem dieser bei einem Terroranschlag, der eigentlich dem Chef der Geheimpolizei, Abasi Fawal, umgekommen ist. Douglas übernimmt daher die Rolle des CIA-Beobachters beim Verhör El-Ibrahimis. In den USA setzt Anwars Frau, Isabella Fields El-Ibrahimi, mittlerweile alle Hebel in Bewegung, um herauszufinden, was mit ihrem Mann geschehen ist..

"Ein Polit-Thriller mit Top-Besetzung", nannte ihn die Süddeutsche Zeitung und wie zu erwarten steckt hinter Machtlos (Originaltitel Rendition) eine sehr heikle Thematik, die durch Stephen Greys Buch "Ghost Plane" angeregt worden sein könnte. Grey hat sich darin auf die Spur des geheimen Überstellungsprogramms der CIA und der damit zusammenhängenden "Folterflüge" gemacht. Machtlos greift das Schicksal eines unschuldigen Opfers im War on terrorism aus verschiedenen Perspektiven auf und verwebt diese ganz nebenbei mit der Geschichte von Fatima und Khalid, der Tochter des Geheimdienstchefs Abasi Fawall und ihrem insgeheim islamistischen Freund.

Mit Reese Witherspoon, Meryl Streep, Alan Arkin, Peter Saarsgard und Jake Gyllenhaal wurde zweifellos eine hochkarätige Besetzung gewonnen, doch ihre Darstellungen bleiben bis auf wenige Ausnahmen eintönig und farblos. Dem gegenüber stehen mit Omar Metwally als Anwar El-Ibrahimi oder Yigal Naor als Abasi Fawal erheblich weniger prominenter Darsteller, deren Rollen aber durchaus Emotionen glaubwürdig verkörpern. Sicher, es ist leichter, das nichtswissende Opfer und den Folterknecht mit Familienproblemen zu spielen, als einen CIA-Agenten, der langsam beginnen sollte, an seiner Rolle zu zweifeln, aber bei einem solchen Staraufgebot hätte man mehr erwarten können, man sieht fast vor lauter Stars die Leistung nicht mehr.

Meryl Streeps Corinne Whitman wirkt zwar als roboterhafte Referentin glaubwürdiger als Reese Witherspoon, bei der man szenenweise glaubt es mit einem Scary Movie zu tun zu haben, dennoch gelingt es Whitman nur ungenügend ihren Standpunkt überzeugend vorzutragen, der schlussendlich der "Moral von der Geschicht" widerspricht. So ist die große Konfrontation der Standpunkte im Film sehr ambivalent, nämlich für die Befürworter der Folter im Namen von Freiheit und Demokratie, ein Sieg nach Punkten, die Gegner scheinen unfähig klar zu argumentieren, feiern aber durch Taten schließlich einen moralischen Sieg, indem Douglas Freeman gewissermaßen die Seiten wechselt. Was fehlt ist ein wortgewaltiger Dialog, die Standpunkte werden an völlig unterschiedlichen Stellen des Films formuliert:

Corrine Whitman: Honey, this is nasty business. There are upwards of 7,000 people in central London alive tonight, because of information that we elicited just this way. So maybe you can put your head on your pillow and feel proud for saving one man while 7,000 perish, but I got grandkids in London, so I'm glad I'm doing this job... and you're not.

Douglas Freeman: In all the years you've been doing this, how often can you say that we've produced truly legitimate intelligence? Once? Twice? Ten times? Give me a statistic; give me a number. Give me a pie chart, I love pie charts. Anything, anything that outweighs the fact that if you torture one person you create ten, a hundred, a thousand new enemies.

Abasi Fawall: The work we do here is sacred. We save lives.

Die Kernbotschaft des Films bleibt durchaus gewahrt, ebenso wie die Szenerie und Kulisse tiefe Eindrücke hinterlassen. Die beklemmende Atmosphäre tut ihr übriges, doch gerade in kritischen Momenten, den Highlights, schafft der Film es nicht klare Aussagen zu treffen und Standpunkte aufeinandertreffen zu lassen. Die Aussage des Regisseurs im Making of, der Film bestehe aus 4 oder 5 Kurzfilmen die man miteinander verwebt, hat in ihrem Ergebnis eben auch problematische Seiten. Die Handlung verläuft nicht linear, erst am Ende erfährt man das Verhältnis der Handlungsstränge zueinander und doch bleiben viele Fragen offen, die wichtigsten Auseinandersetzungen werden sogar nicht geführt. Sich nun intensiver damit zu beschäftigen, die verschiedenen Sichtweisen gegeneinander abzuwägen bleibt dem Zuseher selbst überlassen. Diese Konfliktscheuheit wird von typischen Hollywood-Elementen überlagert, Stars, Folterszenen und natürlich einer Bombe. Der Soundtrack selbst hat Ähnlichkeiten mit jenen romantischen Klageliedern, die als volkstümlicher Gustomacher, in Länderreportagen und Tourismusspots für Nordafrika und den Nahen Osten gezeigt werden, vor der Kulisse von Machtlos, tritt dabei allerdings ein sehr melancholischer Aspekt zu Tage, der dem Film eine besondere Note gibt.

Die dem Film zu Grunde liegende Thematik könnte kaum aktueller sein, erinnert sie doch direkt an Fälle, wie die des kanadischen Staatsbürgers Maher Arar, der wie der fiktive El-Ibrahimi entführt wurde, aber durch von seiner Frau organisierten öffentlichen Protest schließlich doch noch freigekommen ist. Die Geschichte wirkt wie aus dem Leben gegriffen, besonders wenn man sich das auf der DVD enthaltene Feature Geächtet zu Gemüte führt. Darin kommen mit Khaled El-Masri und durch das Tagebuch Binyam Mohameds Opfer und mit Michael Scheuer, der Chefarchitekt des Rendition Programms zu Wort. Ärgerlich allerdings der englische Untertitel beim Interview El-Masris, da dieser deutsch spricht und der Untertitel sich nicht ausschalten lässt. Entfallene Szenen und alternatives Ende vermitteln zudem ein vollständigeres Bild, der Handlung, wobei Aspekte zu Tage treten, die in der finalen Fassung gar nicht zum Tragen kamen.


Fazit:
Machtlos ist zwar ein Film von brisanter Thematik, der in hollywoodtypischer Manier mit eindrucksvoller Kulisse und Soundtrack eine dichte Atmosphäre vermitteln kann, dennoch fehlt es ihm an Konfliktbereitschaft, dem nötigen Pepp und schauspielerischer Glanzleistungen.


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