DVDs: Ulrich Matthes

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Der neunte Tag - Ulrich MatthesDer neunte Tag
Ulrich Matthes, August Diehl, Hilmar Thate

DVD, 7. Juni 2005
     Verkaufsrang: 13852      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 10,45 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Abbé Henri Cremer sitzt unter unmenschlichen Bedingungen im Pfarrerblock des Konzentrationslagers Dachau ein. Als er plötzlich entlassen und zurück nach Luxemburg zu seiner Familie geschickt wird, glaubt er dem sicheren Tod entkommen zu sein. Doch das Glück währt nicht lange: Untersturmführer Gebhardt eröffnet ihm, das er den Bischof von Luxemburg in neun Tagen dazu bringen soll, mit den Nationalsozialisten zu kollaborieren. Gelingt ihm dies nicht, muss er in das KZ zurückkehren. Ein Fluchtversuch würde für seine Familie sowie die anderen in Dachau inhaftierten Geistlichen den Tod bedeuten. Zwischen den beiden Männern entspannt sich ein erbittertes Duell. Cremers Glauben wird auf eine harte Probe gestellt: Kann sein Gewissen der Versuchung Stand halten?
Die fiktiven Ereignisse des Films basieren auf dem Tagebuch Pfarrerblock 25487 des luxemburgischen Pfarrers Jean Bernard, der von Mai 1941 bis August 1942 in Dachau interniert war. Dabei bietet die Glaubensthematik Oscar-Preisträger Volker Schlöndorff (Die Blechtrommel) nur die Basis für den Gewissenskonflikt zwischen Gut und Böse, dem sich Cremer ausgesetzt sieht. Ulrich Matthes, der in seinem vorherigen Film Der Untergang Propagandaminister Joseph Goebbels verkörperte, verleiht dem vom KZ gezeichneten Priester eindrucksvoll Gestalt und strahlt dabei eine ungeheure innere Stärke aus. August Diehl (23 - Nichts ist so wie es scheint liefert trotz seiner vergleichsweise jungen Jahre eine ebenbürtige Leistung ab, ohne dabei in Klischeebilder eines gefühlskalten Gestapo-Offiziers zu verfallen: Sein Gebhardt ist ein Verlorener, der glauben möchte, bei den Nationalsozialisten eine neue Heimat gefunden zu haben. Beeindruckend ist die Farb- und Lichtgestaltung des Films, der den grausamen Alltag im Konzentrationslager in erschreckende Bilder zu fassen weiß.
Völker Schlöndorffs aufwühlendes Drama wurde mit dem Prädikat "Besonders wertvoll" der Filmbewertungsstelle Wiesbaden sowie dem Friedenspreis des Deutschen Films ausgezeichnet. Ein politisches Kammerspiel, das auf leise Töne und brillante Dialoge setzt. Eingehender mit der Rolle der katholischen Kirche in der NS-Zeit beschäftigt sich Constantin Costa-Gravas Der Stellvertreter.- Birgit Schwenger


Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 9 Bewertungen)

Ein sehr empfehlenswerter Film      5 von 5 Punkten
"Der neunte Tag" ist ein sehr gelungener Beitrag über den Konflikt zwischen der Kirche und dem 3.Reich. im Zweiten Weltkrieg. Die Handlung dreht sich um einen Pfarrer namens Kremer der aus Luxemburg stammt und im KZ Dachau einsitzt. Kremer hat gute Kontakte zum Bischof von Luxemburg. Dies wollen die Nazis für sich ausnutzen und entlassen den Pfarrer für 9 Tage aus dem KZ. Kremer soll in dieser Zeit den Bischof dazubringen ein Papier zu unterzeichnen, welches die Kirche auffordert mit den Nazis zusammenzuarbeiten. Wenn Kremer dies in dieser Zeit gelingt sollen sämtliche Pfarrer aus Luxemburg aus dem KZ entlassen werden. Wenn nicht, sollen sie im KZ sterben. Für Pfarrer Kremer offenbart sich nun ein Gewissenkonflikt. Soll er zum Judas werden oder weiterhin zu seinen Idealen stehen. "Der neunte Tag" ist ein leiser Film, welcher stimmungsvoll den Konflikt der Kirche mit den Nazis im Dritten Reich offenbart. Soll sie mit Hitler gemeinsame machen Sache oder sich gegen ihn positionieren. Ohne Effekthascherei wird realistisch nachgezeichnet, wie von Hitler sämtliche Institutionen vereinahmt werden mit Erpressung und Gewalt. Alles was ihm nützlich ist macht er sich zu Diensten der Rest wird ausgeschaltet. In meinen Augen ein wertvoller Film der im Kino zu Unrecht nicht angenommen wurde.


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Feuerreiter - Martin FeifelFeuerreiter
Martin Feifel, Marianne Denicourt, Ulrich Matthes

DVD, 30. Juni 2006
     Verkaufsrang: 19736      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 18,99 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

der feuerreiter hölderlin      5 von 5 Punkten
Wenn auch nicht immer historisch richtig, so handelt es sich doch um eine sehr einfühlsame, das Interesse an Hölderlin weckende Dichterbiographie. Martin Feifel kann die Zerrissenheit des Dichters brillant zum Ausdruck bringen, keinesfalls stimme ich dem Vorrezensenten zu, Hölderlin werde Gewalt angetan oder der Hauptdarsteller sei überfordert. Es schadet nichts, wenn ein Film so nahe an der Realität des 18./19.Jahrhunderts die Lebensbedingungen eines Dichters, insbesondere die finanzielle Abhängigkeit von Adel bzw. reichem Bürgertum deutlich macht. Das tragische Schicksal Hölderlins und sein Genie werden - wenn auch, wie gesagt, nicht in allem detailgetreu, gut zum Ausdruck gebracht.

Die Finger davon lassen!      1 von 5 Punkten
Dieser Film war 1998 im Kino ein totaler Flop - zu Recht! Weder Schauspieler noch Drehbuch überzeugen - ein ausgesprochen schwacher Film trotz des tollen Themas. Wer sich für Hölderlin interessiert dem sei die um Längen bessere Version von 1984 ("Hälfte des Lebens" - jetzt auch auf DVD erhältlich!) empfohlen!

...aber die Musik !      4 von 5 Punkten
Hölderlin ist ein dankbarer Stoff. Ein Exzentriker, in Zeiten des Umbruchs, fühlt sich nicht ausreichend beachtet, liebt eine verheiratete Frau, wird wirr,nachdem diese gestorben ist. Martin Feifel gibt den Hölderlin mit grosser Intensität;Zitat:"Im Film ein viriler Typ, dem Martin Feifel (Thalia Theater Hamburg) ein eigenes Maß gibt, draufgängerisch und absolut, kompromisslos in der Liebe und in der Kunst." Auch Ulrich Matthes als Baron Sinclair ist höchst sehenswert. Was wirklich stört ist die Musik. Einfach schlechte Filmmusik, die irgendwie überhaupt nicht zu denh Bildern gehört,und die man eher im Sonntagabend des ZDF vermuten würde und den künstlerischen Gesamteindruck deutlich beeinträchtigt. Der grossartigen Leistung der Schauspieler ist es zu verdanken, dass dies nicht zu grösserem Punktabzug führt.


Mitfahrer - Ulrich MatthesMitfahrer
Ulrich Matthes, Anna Brüggemann, Michael Ojake

DVD, 14. Februar 2008
     Verkaufsrang: 23262      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 18,99 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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MITFAHRER-JEDE BEGEGNUNG IST E

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Daumen hoch      4 von 5 Punkten
Kein Geld, kein eigenes Auto und trotzdem mobil? Ja, das geht. Woche, für Woche Tag für Tag nutzen viele Pendler Mitfahrzentralen in Deutschland. Ihnen ist jetzt ein Film gewidmet: Mitfahrer so der treffende Titel.

Zehn Menschen fahren in mindestens drei Fahrzeugen von Köln und Kassel nach Berlin gemeinsam und getrennt. Kreuz die Quer. So wie auch ihre Beziehungen der Protagonisten.

Keiner scheint aus geordneten Verhältnissen zu stammen: Ein Mann aus dem Tschad, der eine Deutsche heiraten will und zur Hochzeit unterwegs ist, ein Vater, der von seiner Familie getrennt lebt und dennoch zum Geburtstag seiner Tochter fährt oder der einfache Teenager, der mal zum Partymachen nach Berlin düst.

Was wieder mal den deutschen Film auszeichnet, sind die realistischen Charaktere mit Stärken und Schwächen der Menschen, wobei die Grenzen zwischen den Stärken und Schwächen verschwimmen. Ebenso verschwimmen die Grenzen zwischen Humor und Melancholie.

Wie bei vielen Streifen in den letzten Jahren ist auch dieser Film irgendwann Schluss. Plötzlich. Eine Momentaufnahme auf deutschen Autobahnen.


Funke springt nicht richtig über      3 von 5 Punkten
Erfahrene Mitfahrer kennen sie natürlich alle, die Dampfplauderer, die Schläfer, die Raser, die Yuppies, die Stillen, die Ausländer - und einige von ihnen findet man auch im Film "Mitfahrer" wieder. Die Parallelen zwischen der Story und einer normalen Autobahnfahrt enden freilich schnell, schließlich kann sich ein Film nicht damit begnügen, die bloße, langweilige Realität über 90 Minuten darzustellen.
So fangen einige Charaktere an, ungewöhnlichere Sachen anzustellen, was von harmlosen Späßen bis hin zum Alptraum jedes Mitfahrers geht und auch Dinge einschließt, die man als Zuschauer ziemlich schnell in Frage stellt. Liebe auf den ersten Blick auf der Autobahn mit anschließendem Nachtbaden? Na ja ...

Aber es ist ja nur ein Film, und als solcher hat er ziemlich mit seinem eingeengten Setting zu kämpfen. Das Grau der deutschen Autobahnen bietet wenig Abwechslung, und in einem Auto kann außer Dialog nicht wirklich viel passieren. Das wäre kein Problem, wenn die Dialoge Witz oder Einsicht hätten, aber das Interesse des Zuschauers beginnt während des Films häufig zu wandern.
Erlösung bietet da die zweite Hälfte des Films mit der Rückfahrt, bei der die Figuren noch mal neu gemischt werden und sich teilweise tatsächlich tiefere Einsichten zeigen, als man lange Zeit gedacht hat. So bleibt kaum ein Charakter schablonenhaft oder eindimensional, sondern erhält noch eine andere Note, was in der Figur des unausstehlichen Arschlochs Peter am deutlichsten wird. Bei nur einer Fahrt im Auto kann man den Charakter eines anderen Menschen halt schlecht einschätzen. "Mitfahrer" traut sich außerdem, nicht alle Storyfäden auch wirklich aufzulösen, und lässt mehrere der Geschichten offen enden. Gen Ende des Films muss man dies anerkennen, auch wenn einen "Mitfahrer" nie so wirklich überzeugen kann. Auf humoristischer Ebene schon gar nicht, aber auch emotional will der Funke nicht wirklich überspringen.
Fleißige Mitfahrer können dem gleichnamigen Film freilich aber mal eine Chance geben - vielleicht erkennt man die eine oder andere Situation der Geschichte ja doch wieder. Mindestens bekommt man jedoch ein Gesprächsthema, mit dem die nächste Mitfahrgelegenheit dann vielleicht nicht in bedrückendem Schweigen stattfinden muss.

Die technische Qualität des Films ist leider kaum überzeugend. Das Bild ist grobkörnig und vor allem bei Nachtszenen schwer daneben und der Ton liegt leider nur im Stereoformat vor. Bei den Extras gibt es immerhin ein Interview mit dem Regisseur und ein paar Videos vom Set sowie einen Audiokommentar, dies alles ist zumindest halbwegs interessant.


Winterschläfer - Ulrich MatthesWinterschläfer
Ulrich Matthes, Marie-Lou Sellem, Floriane Daniel

Videokassette, 1. April 1999
     Verkaufsrang: 758     

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Tom Tykwer ist ein grandioser Regisseur eines ganz von seinen Bildern und seinem Rhythmus lebenden Kinos. Er beherrscht das Handwerk perfekt und versteht es, es in einer Weise zu nutzen, die über alles handwerkliche hinausgeht. Nur kann diese im deutschen Kino der 90er Jahre einzigartige traumwandlerische Sicherheit im Umgang mit den filmischen Mitteln auch zu einem Problem werden, denn sie drängt alles andere leicht in den Hintergrund. Genau das ist bei Tykwers Debüt Die tödliche Maria und bei seinem geradezu überschwenglich aufgenommenen dritten Film Lola rennt passiert. In ihnen führt der Stil ein kaltes und letztlich selbstverliebtes Regiment. Nur bei Winterschläfer, dem dazwischen entstandenen und völlig zu Unrecht weitgehend übersehenen Film, ist Tom Tykwer visionärer Bilderschöpfer und passionierter, seine Figuren wirklich liebender Erzähler.
Fünf Menschen, fünf Schicksale in einem kleinen, verschneiten Bergdorf und Skifahrer-Paradies. Der egomanische Skilehrer Marco (Heino Ferch), René (Ulrich Matthes), der Kinovorführer ohne Kurzzeitgedächtnis, die sinnliche Übersetzerin Rebecca (Floriane Daniel), die in sich verschlossene Krankenschwester Laura (Marie-Lou Sellem) und der innerlich genauso wie finanziell zerstörte Bauer Theo (Josef Bierbichler), ihre Wege kreuzen sich, neue Konstellationen entstehen und bringen Bewegung, aber auch Zerstörung in eine im wahrsten Sinne eingefrorene Welt. Dabei wird ein Autounfall und eine eher unbewusste Fahrerflucht zum Katalysator der Ereignisse. Alles dreht sich schließlich um Vergangenheit und Schuld, Erinnern und Vergessen.
Wie Tykwer das inszeniert als Wechsel von langsamen, eleganten Kamerafahrten und wilder, den Taumel der Gefühle spiegelnder Handkamera-Direktheit, wie er jeder Figur eine Farbe zuordnet, die ihr Innerstes nach Außen kehrt, dafür gibt es im deutschen Kino keinen Vergleich. Erzählung und Erzähltes bilden eine perfekte Einheit, die etwas Hypnotisches hat; und jeder aus dem Ensemble versteht es, seiner Figur eine seltene Komplexität und Ambivalenz zu verleihen, die gerade in unseren heimischen Filmen selten geworden sind. -Sascha Westphal


Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)

Ein Meisterwerk filmischer Erzählkunst      5 von 5 Punkten
Eine verwirrende Geschichte, eine verworrene Geschichte? Zumindest sind die einzelnen Fäden gut zusammengeführt, sie werden auch immer wieder - von Zeit zu Zeit - aufgegriffen und so entsteht langsam die gesamte Geschichte. Manche Dinge müssen sich zusätzlich im Kopf des Betrachters abspielen. Wir sind im Kino! Der Film heißt "Winterschläfer", warum eigentlich?
Bergwelt, Winter, Eis und Schnee. Weihnachten ist vorbei, Neujahr steht vor der Tür. Alle kehren zurück von den Familienfesttagen. Der Skilehrer zu seiner Geliebten, die im Hause ihrer Freundin, der Krankenschwester, wohnt. Die Krankenschwester kehrt von ihrer Familie zurück ebenso wie René, der Filmvorführer. Er kommt zufällig nach durchzechter Nacht am Haus der Krankenschwester vorbei und klaut einer alkoholisierten Laune folgend das Auto des Skilehrers, der gerade mit seiner Geliebten im Bett liegt. René wird auf der Landstraße mit Theo, dem Bauern zusammentreffen, der sein Pferd zum Tierarzt bringen muß. Theo ist abgelenkt, weil seine Buben mit dem Funkgerät den Vater zu erreichen versuchen, der Wagen muß demjenigen des betrunkenen Filmvorführers ausweichen, gerät ins Schleudern und kippt samt Anhänger um. Im Anhänger befindet sich nicht nur das Pferd, sondern auch die Tochter des Bauern, die ihr Pferd so gern zum Arzt gegen den Willen des Vaters begleiten wollte. Sie wird aus dem Anhänger herausgeschleudert und bleibt schwer verletzt liegen. René kommt von der Straße ab und wird vom Schnee aufgefangen läßt das Auto und den Unfallgegner zurück und entfernt sich verwirrt vom Unfallort. Theo sieht, im Auto liegend und stark benommen den Unfallgegner, genauer dessen auffällige Narbe am Kopf. René wird die Krankenschwester kennenlernen und wir erfahren, daß sein Kurzzeitgedächtnis seit einem Unfall nicht mehr funktioniert. Die Krankenschwester wird das kleine Mädchen im Krankenhaus betreuen, bis es doch stirbt. Theo wird den Mann mit der Narbe suchen und ihn in dem Skilehrer, der ja der Besitzer des Wagens war, finden. Der Skilehrer, ein Frauenheld, wird tödlich verunglücken, die Mutter seiner Geliebten stirbt und die Krankenschwester bekommt von René ein Kind.
Noch Fragen? Alles klar?
Das Leben ist hier keine Baustelle, sondern findet auf dem Lande statt. Vielleicht ist die Bilanz der Tochter Theos - drei gute Jahre von zehn - gar nicht so übel. Das Leben ist vielschichtig, und nicht schwarz-weiß, schon gar nicht der Schnee, der hat viele Farben und Gebirge sind sehr vielfältig. So ist das Leben. Der Film von Tom Tykwer ist ein kleines Meisterwerk der filmischen Erzählkunst.


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Sognatori d'Inverno (Winterschläfer) - Heino FerchSognatori d'Inverno (Winterschläfer)
Heino Ferch, Ulrich Matthes

DVD
     Verkaufsrang: 41101     

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Tom Tykwer ist ein grandioser Regisseur eines ganz von seinen Bildern und seinem Rhythmus lebenden Kinos. Er beherrscht das Handwerk perfekt und versteht es, es in einer Weise zu nutzen, die über alles handwerkliche hinausgeht. Nur kann diese im deutschen Kino der 90er Jahre einzigartige traumwandlerische Sicherheit im Umgang mit den filmischen Mitteln auch zu einem Problem werden, denn sie drängt alles andere leicht in den Hintergrund. Genau das ist bei Tykwers Debüt Die tödliche Maria und bei seinem geradezu überschwenglich aufgenommenen dritten Film Lola rennt passiert. In ihnen führt der Stil ein kaltes und letztlich selbstverliebtes Regiment. Nur bei Winterschläfer, dem dazwischen entstandenen und völlig zu Unrecht weitgehend übersehenen Film, ist Tom Tykwer visionärer Bilderschöpfer und passionierter, seine Figuren wirklich liebender Erzähler. Fünf Menschen, fünf Schicksale in einem kleinen, verschneiten Bergdorf und Skifahrer-Paradies. Der egomanische Skilehrer Marco (Heino Ferch), René (Ulrich Matthes), der Kinovorführer ohne Kurzzeitgedächtnis, die sinnliche Übersetzerin Rebecca (Floriane Daniel), die in sich verschlossene Krankenschwester Laura (Marie-Lou Sellem) und der innerlich genauso wie finanziell zerstörte Bauer Theo (Josef Bierbichler), ihre Wege kreuzen sich, neue Konstellationen entstehen und bringen Bewegung, aber auch Zerstörung in eine im wahrsten Sinne eingefrorene Welt. Dabei wird ein Autounfall und eine eher unbewusste Fahrerflucht zum Katalysator der Ereignisse. Alles dreht sich schließlich um Vergangenheit und Schuld, Erinnern und Vergessen.

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Gigantisch !      5 von 5 Punkten
Für mich einer der besten Filme,die ich jemals gesehen habe.
Alles passt hervorragend zusammen.
Nie mehr hat Tom Tykwer einen Film auf diesem Niveau darstellen können.
Natürlich ist die Handlung nicht für jedermann geeignet...Aber das ist nun mal so...Genau wie in dem Film...!


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Feuerreiter - Martin FeifelFeuerreiter
Martin Feifel, Marianne Denicourt, Ulrich Matthes

Videokassette, 5. November 2001
     Verkaufsrang: 4532     

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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

Der Feuerreiter - Hölderlin      5 von 5 Punkten
Wenn auch nicht immer historisch richtig, so handelt es sich doch um eine sehr einfühlsame, das Interesse an Hölderlin weckende Dichterbiographie. Martin Feifel kann die Zerrissenheit des Dichters brillant zum Ausdruck bringen, keinesfalls stimme ich dem Vorrezensenten zu, Hölderlin werde Gewalt angetan oder der Hauptdarsteller sei überfordert. Es schadet nichts, wenn ein Film so nahe an der Realität des 18./19.Jahrhunderts die Lebensbedingungen eines Dichters, insbesondere die finanzielle Abhängigkeit von Adel bzw. reichem Bürgertum deutlich macht. Das tragische Schicksal Hölderlins und sein Genie werden - wenn auch, wie gesagt, nicht in allem detailgetreu, gut zum Ausdruck gebracht. Die Liebesbeziehung ist ebenfalls überzeugend und sehenswert dargestellt. Schade, dass es bis jetzt noch keine DVD gibt.




Martin Feifel als Hölderlin      5 von 5 Punkten
Seit "Feuerreiter" bin ich auf der Suche nach dem Mann, der mich in der Figur des Hölderlin so gefesselt hat... Ein mitreissender, trauriger Film! Glänzend gespielt und unvergesslich.

Oh weh, was für ein künstlerisches Desaster      1 von 5 Punkten
Bereits der Umstand, daß man einem Film über Hölderlin einen Gedichttitel von Eduard Mörike (Feuereiter) gibt, zeigt bereits, daß es in diesem Film um vieles geht, nur nicht um das, worum er sich drehen sollte, nämlich: Hölderlin. Hölderlin hat man Zeit seines Lebens genug Gewalt angetan, und dieser Film setzt dies fort, eine Instrumentalisierung der tragischen Hölderlin-Biographie für fremde Zwecke. Ein völlig überforderter Martin Feifel spielt einen Hölderlin, den man nicht wiedererkennt, an Schauplätzen, die nicht stimmen, mit Details, die nicht passen - und allein voyeuristische Neugierde befriedigend. Dieser Film ist das Schlechteste, das jemals über Hölderlin gedreht wurde, ein künstlerischer Desaster. Hölderlin würde sagen: Weh mir, womit habe ich das verdient.


Winterschläfer - Ulrich MatthesWinterschläfer
Ulrich Matthes, Marie-Lou Sellem, Heino Ferch, Floriane Daniel, Josef Bierbichler

Videokassette
     Verkaufsrang: 5403     

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Tom Tykwer ist ein grandioser Regisseur eines ganz von seinen Bildern und seinem Rhythmus lebenden Kinos. Er beherrscht das Handwerk perfekt und versteht es, es in einer Weise zu nutzen, die über alles handwerkliche hinausgeht. Nur kann diese im deutschen Kino der 90er Jahre einzigartige traumwandlerische Sicherheit im Umgang mit den filmischen Mitteln auch zu einem Problem werden, denn sie drängt alles andere leicht in den Hintergrund. Genau das ist bei Tykwers Debüt Die tödliche Maria und bei seinem geradezu überschwenglich aufgenommenen dritten Film Lola rennt passiert. In ihnen führt der Stil ein kaltes und letztlich selbstverliebtes Regiment. Nur bei Winterschläfer, dem dazwischen entstandenen und völlig zu Unrecht weitgehend übersehenen Film, ist Tom Tykwer visionärer Bilderschöpfer und passionierter, seine Figuren wirklich liebender Erzähler.
Fünf Menschen, fünf Schicksale in einem kleinen, verschneiten Bergdorf und Skifahrer-Paradies. Der egomanische Skilehrer Marco (Heino Ferch), René (Ulrich Matthes), der Kinovorführer ohne Kurzzeitgedächtnis, die sinnliche Übersetzerin Rebecca (Floriane Daniel), die in sich verschlossene Krankenschwester Laura (Marie-Lou Sellem) und der innerlich genauso wie finanziell zerstörte Bauer Theo (Josef Bierbichler), ihre Wege kreuzen sich, neue Konstellationen entstehen und bringen Bewegung, aber auch Zerstörung in eine im wahrsten Sinne eingefrorene Welt. Dabei wird ein Autounfall und eine eher unbewusste Fahrerflucht zum Katalysator der Ereignisse. Alles dreht sich schließlich um Vergangenheit und Schuld, Erinnern und Vergessen.
Wie Tykwer das inszeniert als Wechsel von langsamen, eleganten Kamerafahrten und wilder, den Taumel der Gefühle spiegelnder Handkamera-Direktheit, wie er jeder Figur eine Farbe zuordnet, die ihr Innerstes nach Außen kehrt, dafür gibt es im deutschen Kino keinen Vergleich. Erzählung und Erzähltes bilden eine perfekte Einheit, die etwas Hypnotisches hat; und jeder aus dem Ensemble versteht es, seiner Figur eine seltene Komplexität und Ambivalenz zu verleihen, die gerade in unseren heimischen Filmen selten geworden sind. -Sascha Westphal


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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)

Ein Meisterwerk filmischer Erzählkunst      5 von 5 Punkten
Eine verwirrende Geschichte, eine verworrene Geschichte? Zumindest sind die einzelnen Fäden gut zusammengeführt, sie werden auch immer wieder - von Zeit zu Zeit - aufgegriffen und so entsteht langsam die gesamte Geschichte. Manche Dinge müssen sich zusätzlich im Kopf des Betrachters abspielen. Wir sind im Kino! Der Film heißt "Winterschläfer", warum eigentlich?
Bergwelt, Winter, Eis und Schnee. Weihnachten ist vorbei, Neujahr steht vor der Tür. Alle kehren zurück von den Familienfesttagen. Der Skilehrer zu seiner Geliebten, die im Hause ihrer Freundin, der Krankenschwester, wohnt. Die Krankenschwester kehrt von ihrer Familie zurück ebenso wie René, der Filmvorführer. Er kommt zufällig nach durchzechter Nacht am Haus der Krankenschwester vorbei und klaut einer alkoholisierten Laune folgend das Auto des Skilehrers, der gerade mit seiner Geliebten im Bett liegt. René wird auf der Landstraße mit Theo, dem Bauern zusammentreffen, der sein Pferd zum Tierarzt bringen muß. Theo ist abgelenkt, weil seine Buben mit dem Funkgerät den Vater zu erreichen versuchen, der Wagen muß demjenigen des betrunkenen Filmvorführers ausweichen, gerät ins Schleudern und kippt samt Anhänger um. Im Anhänger befindet sich nicht nur das Pferd, sondern auch die Tochter des Bauern, die ihr Pferd so gern zum Arzt gegen den Willen des Vaters begleiten wollte. Sie wird aus dem Anhänger herausgeschleudert und bleibt schwer verletzt liegen. René kommt von der Straße ab und wird vom Schnee aufgefangen läßt das Auto und den Unfallgegner zurück und entfernt sich verwirrt vom Unfallort. Theo sieht, im Auto liegend und stark benommen den Unfallgegner, genauer dessen auffällige Narbe am Kopf. René wird die Krankenschwester kennenlernen und wir erfahren, daß sein Kurzzeitgedächtnis seit einem Unfall nicht mehr funktioniert. Die Krankenschwester wird das kleine Mädchen im Krankenhaus betreuen, bis es doch stirbt. Theo wird den Mann mit der Narbe suchen und ihn in dem Skilehrer, der ja der Besitzer des Wagens war, finden. Der Skilehrer, ein Frauenheld, wird tödlich verunglücken, die Mutter seiner Geliebten stirbt und die Krankenschwester bekommt von René ein Kind.
Noch Fragen? Alles klar?
Das Leben ist hier keine Baustelle, sondern findet auf dem Lande statt. Vielleicht ist die Bilanz der Tochter Theos - drei gute Jahre von zehn - gar nicht so übel. Das Leben ist vielschichtig, und nicht schwarz-weiß, schon gar nicht der Schnee, der hat viele Farben und Gebirge sind sehr vielfältig. So ist das Leben. Der Film von Tom Tykwer ist ein kleines Meisterwerk der filmischen Erzählkunst.


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Nikolaikirche/Nikolaikirche Leipzig - Barbara AuerNikolaikirche/Nikolaikirche Leipzig
Barbara Auer, Ulrich Matthes, Daniel Minetti, Ulrich Mühe, Otto Sander

Videokassette
     Verkaufsrang: 3694     

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

DDR auch für die junge Generation      5 von 5 Punkten
Da ich Jahrgang 1984 bin, habe ich nicht wirklich viel der sozialistischen Diktatur mitbekommen. Ich beschäfftige mich viel mit dieser Zeit und deshalb bin ich auch über die Nikolaikirche gestolpert. Da ich Leipzig sehr gut kenne, kann man diese Situation der Montagsdemos miterleben. Einfach nur ein klasse Film (sicherlich auch das Buch), und das beste ist, der Film ist wahr! Man muss ihn gesehen haben.


Downfall [Blu-ray] [UK IMPORT] - Bruno GanzDownfall [Blu-ray] [UK IMPORT]
Bruno Ganz, Corinna Harfouch, Ulrich Matthes

Blu-ray, 15. Dezember 2008

Verkaufsrang: 12558
Noch nicht veröffentlicht

Preis: € 30,99
(versandkostenfrei nach D, CH und A,
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Downfall [UK IMPORT] - Bruno GanzDownfall [UK IMPORT]
Bruno Ganz, Corinna Harfouch, Ulrich Matthes

DVD, 10. April 2006

Verkaufsrang: 46047

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