DVDs: Pat O Brien

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Chicago - Engel mit schmutzigen Gesichtern - James CagneyChicago - Engel mit schmutzigen Gesichtern
James Cagney, Pat O'Brien, Humphrey Bogart

DVD, 25. Februar 2005
     Verkaufsrang: 21801      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 19,99 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Warner Home Chicago - Engel mit schmutzigen Gesichtern, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 24.02.05

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Zensur kann ungeahnte kreative Talente befördern      5 von 5 Punkten
Von zwei Jugendlichen, die ab und an über die Stränge schlagen, wird einer Gangster, einer Priester. Als Erwachsener treffen sie wieder aufeinander und auf Jugendliche, die genauso sind wie die beiden einst... Mehr soll auch nicht verraten werden über den Inhalt dieses sehr sehenswerten Films. Der Streifen ist einer der besseren der Warner-Brothers-Gangsterfilme. "Besser" heißt in diesem Fall: Schneller Rhythmus, gute schauspielerische Leistungen, für 1938 recht viel Action und dann doch einigermaßen vielschichtige Charaktere. Die gute Extraausstattung und der wirklich einmal hörenswerte Audiokommentar der DVD (leider ohne Untertitel, aber gut verständlich) haben mir insbesondere eines bewußt gemacht: wie genau ins Detail die Zensurauflagen eigentlich gingen. Ich betone das deshalb, weil solche Auflagen einen Film zum Guten oder zum Schlechten wenden können, hier haben sie gezeigt: Zensur kann ungeahnte kreative Talente befördern. Das soll jetzt keine Streitschrift für die Wiedereinführung des Hays Office werden, aber der Regisseur Mike Curtiz (u.a. Robin Hood, Casablanca), der hat sich schon was einfallen lassen... Auffällig oft haben wir z.B. bei den Gewaltszenen Spiegel, Schatten, oder der Film zeigt nur Menschen hinter Milchglastüren etc. Man kann nach dem Audiokommentar vermuten, daß dies gemacht wurde, um die Zensoren zu beruhigen, aber da sieht man mal, wie beschränkt die waren: Die Gewalt wirkt dadurch viel beunruhigender und komischerweise realistischer, als wenn man nur sieht, wie jemand ohne Kunstblut getroffen zusammensackt o.ä. Im Übrigen ist der Film auch um Kreativität bemüht, wenn es mal nicht aus Zensurgründen geschieht. Ein aufwändig eingerichtetes Filmset mit langen Schwenks, bei denen ich-weiß-nicht-wieviele Leute zum richtigen Zeitpunkt das Richtige machen müssen, viele Szenenanfänge mit herausgehobenen Gegenständen oder aus ungewöhnlicher Perspektive, stimmungsvolle Bilder im Gegenlicht, Schattenspiele, schnelle Montagen unter geschickter Einbindung von Zeitungsschlagzeilen (einmal sogar ein Wechsel vom Zeitungsbild zum bewegten Bild, scheinbar ohne Schnitt, sehr gut für 1938), das hebt den Film doch sehr über den Durchschnitt.
Kleine Einschränkungen: 1. Ann Sheridan ist mit einer kleineren Rolle etwas unterfordert, eine wichtige Frauenrolle gibt es eigentlich nicht (das mag man aber goutieren, wenn man sich der Ansicht des Audiokommentators anschließt, die wichtigste Beziehung sei nun mal die zwischen dem Gangster und dem Priester, ohne das jetzt homoerotisch nennen zu wollen) / 2. Das etwas moralinsaure Ende, da hat die Zensur dann doch ein wenig geschadet. Damit im Zusammenhang steht, daß die Charakterisierung der einzelnen Straßenjungs, der "Dead End Kids", hinter den Möglichkeiten zurückbleibt, die etwa in dem Film "Dead End" (USA 1937, Regie: William Wyler) genutzt werden. Dieser ist auch in seinem Fatalismus noch ein wenig eindrücklicher als "Engel mit schmutzigen Gesichtern", bei dem man irgendwie spürt, dass es am Ende noch Hoffnung gibt, weil das einfach so sein musste. Dennoch: Das genügt noch nicht für einen Stern Abzug, es bleibt der Eindruck eines hellwachen, vitalen Streifens auf einer sehr gut ausgestatteten DVD (wenn auch mit kleineren Abstrichen in der Bildqualität). Sehr zu empfehlen!


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Bankkrach in Amerika - Walter HustonBankkrach in Amerika
Walter Huston, Pat O'Brien, Kay Johnson

DVD, 7. November 2006
     Verkaufsrang: 42944      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Sony Pictures Bankkrach in Amerika, USK/FSK: oA VÃ-Datum: 07.11.06



Some Like It Hot [UK IMPORT] - Marilyn MonroeSome Like It Hot [UK IMPORT]
Marilyn Monroe, Billy Gray, Mike Mazurki, Edward G. Robinson, Tom Kennedy

DVD, 9. Oktober 2000
     Verkaufsrang: 40692     

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Mag sein, dass "niemand vollkommen ist", wie eine der Figuren in diesem Meisterwerk meint; manche Filme jedoch sind es, und Manche mögen's heiß gehört ganz bestimmt dazu. Im Chicago der Prohibitionszeit werden die zwei Musiker und Frauenhelden Joe und Jerry (Tony Curtis und Jack Lemmon) versehentlich zu Zeugen des Valentinstag-Massakers. Um dem Zorn des Gangsterbosses Spats Colombo (George Raft) zu entkommen, schließen sich die als Frauen verkleideten Jungs einer Frauenkombo an, die sich auf dem Weg nach Florida befindet. Sie wetteifern um die Gunst der Leadsängerin Sugar Kane (Marilyn Monroe), einer in der Liebe viel zu oft enttäuschten Künstlerin, die zwar "I'm Through With Love" ("Ich habe die Liebe satt") trällert, jedoch nach wie vor für die Avancen eines weiteren unzuverlässigen Saxofonspielers empfänglich bleibt.
Das Drehbuch von I.A.L. Diamond und Regisseur Billy Wilder ist hervorragend durchdacht; alles funktioniert perfekt, wie ein Uhrwerk. Werdenden Drehbuchautoren kann man nur empfehlen, die Drehbuchlehrbücher wegzuwerfen und stattdessen diesen Film zu studieren. Der wesentliche Teil des Slapsticks wird von einem völlig entfesselten Jack Lemmon sowie von einem messerscharfen Joe E. Brown gehandhabt, einem lüsternen Pensionär, der wegen Jerrys weiblichem Charme völlig aus dem Häuschen ist. Trotz all seiner Gags ist der Film auch herrlich romantisch; Wilder setzt genau das richtige Maß an Mondschein und der beschwingten Melodie von "Park Avenue Fantasy" ein. Manche mögen's heiß ist so wunderbar lebendig, dass man sich kaum vorstellen kann, dass die Aufnahmen der reinste Stress waren, mit einer unglücklichen Monroe, die sich von ihrer schlechtesten Seite zeigte. Dennoch - das Resultat ist über jeden Zweifel erhaben! -Robert Horton


Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 22 Bewertungen)

allerfeinste Travestie im Zeichen von Valentinstag-Massaker und Cosa Nostra      5 von 5 Punkten
Wie man Männer gekonnt in Mieder zwängen kann und in puritanischen Zeiten unter Frauen mischt, hat wohl keiner so amüsant gezeigt wie Billy Wilder 1959 in diesem, seinem unvergesslichen Meisterwerk einer perfekt inszenierten Kriminalkomödie erster Güte.

Jerry: "Du verstehst immer noch nicht. Ich bin ein MANN."
Osgood: "Na und... Niemand ist vollkommen."

Trotz der gespannten Beziehungen zwischen Wilder und Monroe, ihrer Unzuverlässigkeit, Weinkrämpfe und ihres Perfektionswahns, die nicht nur Wilder an den Rand eines Nervenzusammenbruchs brachte, entstand eine der verrücktesten und cleversten Komödien der Filmgeschichte, basierend auf einer, auf köstlichste Weise naiv präsentierten Handlung und einem frech frivolen und possenhaften Umgang mit den Geschlechterrollen.

Bis zum furiosen Ende, dem nahezu unschlagbaren Finale dieser temporeichen Gangsterkomödie, fesseln brillante Schauspielkunst und schwungvolle Dialoge den Zuschauer, und jagt, einem Feuerwerk gleich, ein Gag den anderen. Ob Sugar Kane, Josephine, Daphne, Gamaschen-Colombo, Osgood oder Sweet Sue; unschlagbare Namen für ein unvergessliches und hinreißendes Team mit Gespür für den richtigen Moment und mit der richtigen Mischung aus Appeal, Verzauberung und Perfektion.

... eine der schönsten Komödien der Kinogeschichte, in der schwarz/weiß zur Farbe wird, und ein Leckerbissen für alle "Freunde der italienischen Oper"


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Reefer Madness [UK IMPORT] - Pat RoyaleReefer Madness [UK IMPORT]
Pat Royale, Dave O'Brien

DVD, 24. Februar 2003
     Verkaufsrang: 24767      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 23,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Doný let smoke get in your eyes      3 von 5 Punkten
The original title is "Tell Your Children." aka Dope Addict (1938), aka Doped Youth (1938), aka Love Madness (1938), aka Burning Question, The (1939), aka Reefer Madness (1947).
This is an educational movie that shows you what they do not want you to know about the seamy side of burning hemp.
A tale by Dr. Carroll (Joseph Forte) of May Colman (Thelma White) and Jack Perry (Carleton Young) distributors. Their dealings with high school students that look like they flunked a few grades. There are many overlapping scenarios; one is which Ralph, under the influence, helps Mary with her inhabitations towards disrobing. Some time during this trying evening Mary is all shot. Others are rundown and some Grin and grin and grin and bear it.
A side note Mary and Ralph (Dorothy Short and Dave O'Brien) in real life were married to each other at the time of the movie.
Being a cult classic does not give it any better production rating.
You may just want rent this film first as it is not really one for re-watching.


Reefer Madness [UK IMPORT] - Pat RoyaleReefer Madness [UK IMPORT]
Pat Royale, Dave O'Brien

DVD, 11. August 2003
     Verkaufsrang: 49910      Der Artikel ist bald verfügbar. Sichern Sie sich jetzt Ihr Exemplar!

Preis: € 6,99 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Doný let smoke get in your eyes      3 von 5 Punkten
The original title is "Tell Your Children." aka Dope Addict (1938), aka Doped Youth (1938), aka Love Madness (1938), aka Burning Question, The (1939), aka Reefer Madness (1947).
This is an educational movie that shows you what they do not want you to know about the seamy side of burning hemp.
A tale by Dr. Carroll (Joseph Forte) of May Colman (Thelma White) and Jack Perry (Carleton Young) distributors. Their dealings with high school students that look like they flunked a few grades. There are many overlapping scenarios; one is which Ralph, under the influence, helps Mary with her inhabitations towards disrobing. Some time during this trying evening Mary is all shot. Others are rundown and some Grin and grin and grin and bear it.
A side note Mary and Ralph (Dorothy Short and Dave O'Brien) in real life were married to each other at the time of the movie.
Being a cult classic does not give it any better production rating.
You may just want rent this film first as it is not really one for re-watching.


Tropische Zone - James CagneyTropische Zone
James Cagney, Pat O'Brien, Ann Sheridan

DVD, 15. Juni 2007
     Verkaufsrang: 24045     

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Warner Home Tropische Zone, USK/FSK: 6+ VÃ-Datum: 15.06.07



The Rocky Horror Picture Show [UK-Import] - Tim CurryThe Rocky Horror Picture Show [UK-Import]
Tim Curry, Susan Sarandon, Barry Bostwick, Peter Hinwood, Richard O'Brien

Videokassette, 16. Februar 2001
     Verkaufsrang: 6270     

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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Ein Meisterwerk      5 von 5 Punkten
Absurd, witzig, lachhaft, schrill, transsexuell - das ist die Rocky Horror Picture Show! Man tut sich ein bisschen schwer, die Stärken des Werks genauer zu benennen. Ein alter Sack in einer Bibliothek, der anhand einer Zeichnung erklärt: "It's just a jump to the left ...", woraufhin knalliger Rock 'n' Roll einsetzt ... das findet man lustig oder auch nicht.

Nicht nur schauen, zelebriert den Film !      5 von 5 Punkten
Mit den richtigen Leuten, samt Reis, Luftschlangen und Wasserpistolen, ein paar gute Biere und'n dicken Pickel begleiten wir das Liebespaar Brad & Jannet auf ihrer Heimreise. Wir erleben die Reifenpanne bei strömendem Regen, lernen zusammen den Butler RiffRaff [großartig: Richard O'Brien] kennen und stolpern dann in eine Party die diese Welt noch nicht gesehen hat!
- let's do the time warp -
Die JahresVollVersammlung der "Transsylvanischen Transsexuellen". Ein riesen Haufen völlig abgespaceter Außerirdischer mit dem Auftrag ihre sexuelle Andersartigkeit auf die Erde zu bringen.
- don't dream it, be it! -
Der Auftritt Frank'n'Furters [genial Tim Curry] in geilem Fummel gerät zum extatischen Erlebnis
-I'm just a sweet transvestite! -
und dann driftet die Sache völlig ab in Richtung Skurrilität. Ein Rocker [Meat Loaf] dem F'n'F das halbe Hirn entfernte brettert mit seiner Harley durch den anwesenden Wahnsinn, wird entleibt und später verspeißt. Einem sexy Homunkulus mit halben RockerHirn wird das Leben eigehaucht, sowohl Jannet als auch Brad werden von Frank verführt, dann treibts jeder mit jedem und schlußendlich gibt's dann noch eine "Palastrevolte" bei der Frank'n'Furter erschossen wird und der Rest der Bagage die Erde wieder verläßt ................
- science fiction, double feature, Frank has build and lost his creature -
........zusammen mit der teils schaurigschönen Musik ergibt es ein dermaßen verqueres Erlebnis, wie es wohl nur die von den Hippies beeinflußten frühen '70er Jahre hervorbringen konnten. Voll nach dem Motto: Sex and Drugs and Rock'n'Roll !
Wie eingangs schon gesagt: Allein schauen bringt nicht einmal den halben Spaß....


The Rocky Horror Picture Show [UK IMPORT] - Tim CurryThe Rocky Horror Picture Show [UK IMPORT]
Tim Curry, Susan Sarandon, Barry Bostwick, Peter Hinwood, Richard O'Brien

Videokassette, 17. August 1998
     Verkaufsrang: 18796     

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Falls Sie ein satirisches Science Fiction Musical über einen außerirdischen Transvestiten namens Frank'n'Furter, der den perfekten Menschen erschaffen will, während er sexuelle Spielchen mit seinen jungfräulichen Besuchern spielt, als interessante Grundlage für einen Filmstoff betrachten, haben Sie an diesem Film sicher ihre helle Freude. Nicht nur dass Rocky Horror Picture Show all das und noch mehr liefert - erstaunlicherweise besteht die Besetzung zudem unter anderen aus Susan Sarandon und Barry Bostwick (die zurückhaltende Janet und der stockkonservative Brad verfahren sich in einem Sturm und sitzen sodann in Frank'n'Furters Herrenhaus fest), Meat Loaf (als der rebellische Eddie), Charles Gray (als Kriminologe und Erzähler) und - natürlich - der unvergleichliche Tim Curry als der "süße Transvestit aus Transsexuell, Transsylvanien".
Bei seinem Kinostart im Jahre 1975 erwies sich der Film als erstaunlicher Reinfall. Aber ein paar Anhänger brachten ein Kino in New York dazu, den Film immer um Mitternacht zu spielen, was die Grundlage für einen der ultimativsten Kultfilme aller Zeiten darstellte. Die Songs machen einen süchtig (versuchen Sie einmal, "The Time Warp" oder "Toucha Toucha Touch Me" aus dem Ohr zu bekommen), die obszönen Anspielungen sind amüsant und die Handlung ist zutiefst lächerlich - in anderen Worten: dieser Film macht einfach einen Riesenspaß.
Ein Nachteil ist jedoch, dass ein Großteil der guten Laune von der Beteiligung des Publikums abhängt, was bei der Videoversion natürlich fehlt (Kinozuschauer sprechen den Text mit und benutzen verschiedene Requisiten - sie halten zum Beispiel während des Sturms Zeitungen über ihre Köpfe und schießen mit Wasserpistolen oder werfen während der Hochzeitsszene mit Reis). Wenn man sich einfach nur den Film anschaut, verliert Rocky Horror Picture Show einen Großteil seines Charmes. Dennoch ist dieser Film für jene der Bringer, die schon mal für ihren Kinoauftritt das Synchronsprechen üben oder zuhause ein paar Leute um den Fernseher versammeln wollen, um ein wenig guten, alten, durchgeknallten Spaß zu haben. -Jenny Brown


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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 17 Bewertungen)

Zeitlos schrill, schräg und genial      5 von 5 Punkten
Die "Rocky Horror Picture Show" ist das schrillste, schrägste und kultigste Filmmusical aller Zeiten. Entweder man genießt diese Show oder man lehnt sie grundlegend ab. Gesang und Texte bleiben nachhaltig im Ohr, die Charaktere sind ... extravagant!

Alles nimmt seinen Anfang in einer regnerischen Nacht irgendwo in Amerika. Die Verlobten Brad Majors und Janet Weiss (Susan Sarandon) sind mit dem Wagen unterwegs und haben einen Platten. Sie suchen Unterschlupf in einem nahe gelegen Schloss. Ein unheimlicher Butler namens Riff Raff (Richard O'Brien) geleitet das Paar hinein. Brad und Janet geraten mitten in eine wilde Ballgesellschaft, die gerade den "Time Warp" tanzt. Kurz darauf macht das Spießerpärchen aus dem idyllischen Städtchen Denton die Bekanntschaft mit Dr. Frank-N-Furter (Tim Curry), einem "sweet transvestite from transsexual Transylvania". Ab nun geht es rund. Meat Loaf taucht als Motorradrocker auf, und "Rocky Horror", ein Muskel bepacktes Kunstwesen, entsteigt dem Nährlösungsbecken. Am Ende rollt Dr. Everett Scott, UFO-Forscher im Rollstuhl, an und lüftet das Geheimnis der bizarren Schlossbewohner. Das Finale verläuft standesgemäß mit Strapsen und Antimaterielaser.

"The Rocky Horror Picture Show" ist eine skurrile Mischung aus "Tanz der Vampire", "Frankenstein" und diversen Science-Fiction-Streifen. Die Darsteller von Frank-n-Furter, Riff Raff, Magenta (Patrica Quinn als Gothic-Zofe), der Erzähler (Bond-Bösewicht Charles Gray) stammen alle aus Großbritannien. Dementsprechend blasiert klingt ihre Ausdrucksweise, was dem Film zusätzlich eine besondere Note verleiht.

"Science Fiction/Double Feature", "Over at the Frankenstein Place", "I Can Make You a Man", "Touch-A, Touch-A, Touch Me","I'm Going Home", oder "Super Heroes" wurden zu zeitlosen Ohrwürmern. Einfach mitsingen, mittanzen, mitlachen.


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Angels With Dirty Faces [UK IMPORT] - Humphrey BogartAngels With Dirty Faces [UK IMPORT]
Humphrey Bogart, James Cagney, Pat O'Brien

Videokassette, 6. März 2000
     Verkaufsrang: 34927     

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Zensur kann ungeahnte kreative Talente befördern      5 von 5 Punkten
Von zwei Jugendlichen, die ab und an über die Stränge schlagen, wird einer Gangster, einer Priester. Als Erwachsener treffen sie wieder aufeinander und auf Jugendliche, die genauso sind wie die beiden einst... Mehr soll auch nicht verraten werden über den Inhalt dieses sehr sehenswerten Films. Der Streifen ist einer der besseren der Warner-Brothers-Gangsterfilme. "Besser" heißt in diesem Fall: Schneller Rhythmus, gute schauspielerische Leistungen, für 1938 recht viel Action und dann doch einigermaßen vielschichtige Charaktere. Die gute Extraausstattung und der wirklich einmal hörenswerte Audiokommentar der DVD (leider ohne Untertitel, aber gut verständlich) haben mir insbesondere eines bewußt gemacht: wie genau ins Detail die Zensurauflagen eigentlich gingen. Ich betone das deshalb, weil solche Auflagen einen Film zum Guten oder zum Schlechten wenden können, hier haben sie gezeigt: Zensur kann ungeahnte kreative Talente befördern. Das soll jetzt keine Streitschrift für die Wiedereinführung des Hays Office werden, aber der Regisseur Mike Curtiz (u.a. Robin Hood, Casablanca), der hat sich schon was einfallen lassen... Auffällig oft haben wir z.B. bei den Gewaltszenen Spiegel, Schatten, oder der Film zeigt nur Menschen hinter Milchglastüren etc. Man kann nach dem Audiokommentar vermuten, daß dies gemacht wurde, um die Zensoren zu beruhigen, aber da sieht man mal, wie beschränkt die waren: Die Gewalt wirkt dadurch viel beunruhigender und komischerweise realistischer, als wenn man nur sieht, wie jemand ohne Kunstblut getroffen zusammensackt o.ä. Im Übrigen ist der Film auch um Kreativität bemüht, wenn es mal nicht aus Zensurgründen geschieht. Ein aufwändig eingerichtetes Filmset mit langen Schwenks, bei denen ich-weiß-nicht-wieviele Leute zum richtigen Zeitpunkt das Richtige machen müssen, viele Szenenanfänge mit herausgehobenen Gegenständen oder aus ungewöhnlicher Perspektive, stimmungsvolle Bilder im Gegenlicht, Schattenspiele, schnelle Montagen unter geschickter Einbindung von Zeitungsschlagzeilen (einmal sogar ein Wechsel vom Zeitungsbild zum bewegten Bild, scheinbar ohne Schnitt, sehr gut für 1938), das hebt den Film doch sehr über den Durchschnitt.
Kleine Einschränkungen: 1. Ann Sheridan ist mit einer kleineren Rolle etwas unterfordert, eine wichtige Frauenrolle gibt es eigentlich nicht (das mag man aber goutieren, wenn man sich der Ansicht des Audiokommentators anschließt, die wichtigste Beziehung sei nun mal die zwischen dem Gangster und dem Priester, ohne das jetzt homoerotisch nennen zu wollen) / 2. Das etwas moralinsaure Ende, da hat die Zensur dann doch ein wenig geschadet. Damit im Zusammenhang steht, daß die Charakterisierung der einzelnen Straßenjungs, der "Dead End Kids", hinter den Möglichkeiten zurückbleibt, die etwa in dem Film "Dead End" (USA 1937, Regie: William Wyler) genutzt werden. Dieser ist auch in seinem Fatalismus noch ein wenig eindrücklicher als "Engel mit schmutzigen Gesichtern", bei dem man irgendwie spürt, dass es am Ende noch Hoffnung gibt, weil das einfach so sein musste. Dennoch: Das genügt noch nicht für einen Stern Abzug, es bleibt der Eindruck eines hellwachen, vitalen Streifens auf einer sehr gut ausgestatteten DVD (wenn auch mit kleineren Abstrichen in der Bildqualität). Sehr zu empfehlen!

Klassiker des Gangster Genres- wenn auch kein Meilenstein      5 von 5 Punkten
Zum Ende der 30er Jahre war es wahrlich nicht einfach einen Gangsterfilm zu drehen. Vorläufer des PMRC und bibeltreue Christen beobachteten den Markt und beugten einer Glorifizierung der Gangster vor. Maschinenpistolen waren verpönt und der Böse musste auch immer seine gerechte Strafe bekommen. Aus diesem Grunde wurde Angels With Dirty Faces auch eher ein Film der mir erhobenen Zeigefinger aufwartete.
James Cagney gelang es als eher sympatischer Gangster rüber zu kommen und Humphrey Bogart gelang eine gute Interpretation der Rolle des Bösewichts, wenn man seine Leistung auch in keiner Weise mit seinem späteren Glänzen als Morlow vergleichen kann.
Der Klassiker von Michaele Curtiz weißt eine beachtliche Kameraführung auf und einige sehr von der Intensität geprägte Szenen. Allen voran die Schluss-Szene.

Die Story: Rocky Sullivan (James Cagney) und Jerry Connelly (Pat OBrien) wachsen in den Slums auf und absolvieren aus der Armutssituation heraus ihre ersten Straftaten. Eines Tages wird Rocky verhaftet und muss ins Gefängnis, aus dem er als eine Art Märtyrer zurückkehrt. Rocky ist mittlerweile das Vorbild für die Jugendlichen in den Slums, sehr zum Entsetzten seines Jugendfreundes Jerry, der Pfarrer ist. Jerry versucht etwas gegen den kriminellen Drang von Rocky zu tun, somit wird eine ehemalige Freundschaft nicht nur auf die Probe gestellt, sondern ist gewissermaßen zum Scheitern verurteil. Dazu kommt noch Bogard als schmieriger Rechtsanwalt, dessen Part dem Film eine besondere Note aufdrückt.

Qualitativ wird hier ein 4:3 Vollbild geboten und zumindest die deutsche und die englische Tonspur. Der englische Ton weißt ein Kratzen auf, der deutsche Ton wurde wesentlich später in den Studios aufgenommen und ist deshalb auch sauber.
Fazit: Pflichtkauf für Nostalgiker und Cineasten. Vor allem für diesen Preis.

1938 gedreht und besser als das meiste von heute      5 von 5 Punkten
Handlung (ohne alle Nebenplots zu verraten):
Als Jugendliche schlagen Jerry Connelly (Pat O'Brien) und Rocky Sullivan (James Cagney) ein wenig über die Stränge. Doch eines Tages kann letzterer nicht schnell genug laufen und landet im Jugendarrest. Etliche Haftstrafen und 15 Jahre später zum Berufsverbrecher geworden kehrt er in die Slums seiner Kindheit zurück und trifft dort zur Freude Beider auf Jerry, der inzwischen als Priester tätig ist und die Sozialarbeiterin Laury Ferguson (Ann Sheridan).
Jeder auf seine Art kümmern sich die drei dort um einige verwahrloste Jugendliche, die Laura und Jerry respektieren, aber Rocky wegen seinem Werdegang und Erfolg zu ihrem persönlichen Helden idealisieren.
Das Rocky weiterhin seinen krummen Geschäften nachgeht und sich dabei erfolgreich mit Chicagos korrupter Polizei, sowie den Gangsterbossen Mac Keefer (George Bancroft) und Jim Frazier (Humphrey Bogart) anlegt nimmt Jerry zähneknirschend zur Kenntnis, doch das er dabei mehr und mehr die Jugendlichen für sich einspannt kann er nicht akzeptieren und erklärt Chicagos Unterwelt - inklusive Rocky - den Krieg.
Kurz darauf landet Rocky in der Todeszelle - doch Jerry hat einen letzten großen Wunsch an ihn.
State:
1938 drehte Regisseur Michael Curtiz (Casablanca) dieses sozialkritische Action-Drama, das sich in keiner Hinsicht vor heutigen Filmen verstecken muss, etliche davon in den Bereichen Spannungsbogen, Handlung, Action und Darsteller bis heute locker toppt.
Allein die Szenen, in denen Jerry erfolglos versucht die Slumkids zum fairen Basketballspiel zu animieren, Rocky dagegen unter Einsatz cleverer Gewalt dieses Ziel erreichen kann, sind wirklich sehenswert. Überhaupt sind die sechs Slumkids darstellerisch und inhaltlich sehr wichtig für den Plot, gefallen in all ihren Sequenzen wirklich gut. Für sie sind nun einmal Gewalt und Verbrechen die einzigen Wege sich in ihrem sozialen Elend zu behaupten - und Rockys Werdegang ist in ihrer Situation nun einmal eine echte Zukunftsperspektive. So springt die Handlung sehr geschickt zwischen ihren kleinkriminellen Tätigkeiten und Rockys Schießereien und lässt dabei erahnen, was aus den Jungs einmal werden wird.
Doch der von Cagney verkörperte Gangster kann tatsächlich als eine echte Identifikationsfigur durchgehen. Charismatisch, planungssicher und vorausschauend legt er sich in einem knallharten Alleingang mit einer großen Verbrecherorganisation an, nutzt extreme Gewalt wo nötig, clevere Verhandlung wo möglich, verfolgt gradlinig und mutig seine Ziele, und bleibt dabei bis in den Tod loyal gegenüber seinem besten Freund.
In der Summe ein bis heute wirklich sehenswerter Top-Film aus der Glanzzeit Hollywoods.
Noch dazu mit einem überragenden James Cagney und den ebenfalls bravourös agierenden "Dead End Kids". Doch auch die übrigen Hauptdarsteller lassen keine Wünsche offen.
Die DVD:
Das schwarz/weiß (Voll)bild im Format 4:3 weist leichte altersbedingte Schwächen auf, ist aber - mit Altersbonus - durchaus als Gut zu bezeichnen. Der geneigte Filmfan schaue sich (nicht nur) zum Vergleich mal "Das Totenschiff" aus dem Jahre 1959 an.
Der Ton liegt in Deutsch, Englisch und Spanisch in DD 1.0 vor - bei 5.1 Systemen kommt der Ton also nur aus dem Center. Natürlich alle keine Highlights, empfinde ich im direkten Vergleich die deutsche Tonspur noch am gelungensten, denn sie weist am wenigsten Hintergrundrauschen auf.
Unkolorierte Untertitel für HG gibt's in Deutsch und Englisch - "normale" UT in 14 Sprachen, wobei ich auf Anhieb keine Unterschiede zwischen HG und Normal feststellen konnte.
An Extras - die bis auf den Audiokommentar alle mit deutschen UT versehen sind - werden wir wirklich reich bedient:
- sehr informativer Audiokommentar (DD2.0) von Filmhistoriker Dana Polan
- Erläuternde, aufschlussreiche Einleitung von Leonard Maltin (4:13 Min.)
- sehr interessante Dokumentation zum Film (22:15 Min.)
- Ausschnitte aus einer zeitgenössischen Wochenschau (2:03 Min.), die sich Mr. Bush einmal anschauen sollte, denn einer seiner Vorgänger sagt dort einige wichtige Worte zum Wert der Bildung in einer Gesellschaft.
- durchaus gut gemachter und lustiger Musical-Kurzfilm "Out Where the Stars Begin" 1938 (19:12 Min.)
- lustiger Cartoon mit Schweinchen Dick und Daffy Duck in einer sehr frühen Zeichnungsdarstellung (7:28 Min.)
- O-Trailer (3:10 Min.)
Die Extras sind tatsächlich derart interessant geraten, dass sie jeder Cineast wirklich anschauen sollte.
Fazit:
Film 5 Sterne - unbedingt sehenswert
DVD 2-3 Sterne (je nach Altersbonus)
Zusatzmaterial 4-5 Sterne

Highlight mit James Cagney      4 von 5 Punkten
Rocky Sullivan gespielt von Cagney ist schon als Kid zum Gesetzesbrecher geworden. Nach 15 Jahren Knast treibt es ihn in seine alte Heimat "Slums", wo er von den kleinen Jungs und Möchtegerngangster als cooles Vorbild verehrt wird.
Sein Jugendfreud Jerry (Pat O'Brien) ist inzwischen Priester geworden, steht somit zwischen den Fronten. Auf der einen Seite die Zuneigung zum Jugendfreund, auf der anderen Seite erkennt er aber das bösartige Potential des Idols auf die Jugend fatal einzuwirken.
Dies ist der Ausgangspunkt aus der sich eine sehr schöne Story entwickelt, die immer dann sehr gut ist, wenn die Milieuschilderungen einen breiten Raum einnehmen.
Er ist mit dem Wyler Film "Sackgasse" thematisch sehr verwandt, auch dort trifft man auf die gleichen Darsteller der Jugendlichen, dem damaligen Bratpack Hollywoods.

Filme aus einer ganz anderen Zeit      4 von 5 Punkten
Die Gangster-Filme der 30er Jahre waren hart und schnell. Weniger brutal als "White Heat" fesselt "Angels with dirty faces" eher durch diese interessante Darstellung des ewigen Kampfs von Gut und Böse: James Cagney und Pat O'Brian waren Jugendfreunde, bis James Cagney später Gangster wurde und Pat O'Brian Priester. Beide kämpfen um die Seelen einer Jugendgang.
Am Ende wird James Cagney zum Tod auf dem Elektrischen Stuhl verurteilt. Der Pater bittet ihn, auf dem Gang zum Stuhl Angst zu zeigen, damit die Jugendgang ihn nicht noch nach seinem Tod als Held verehrt. Cagney lehnt ab. Danach folgt einer der Höhepunkte der Filmgeschichte, den ich hier nicht verrate.
Bemerkenswert ist hier weiter Humphrey Bogart in einer Nebenrolle.
Aber Achtung: Man sollte schon verdammt gut amerikanischen Slang verstehen. Ich kann ziemlich gut Englisch, aber beim ersten Sehen hatte ich eine Menge einfach nicht verstanden.


Angels With Dirty Faces / The Roaring Twenties [UK IMPORT] - James CagneyAngels With Dirty Faces / The Roaring Twenties [UK IMPORT]
James Cagney, Pat O'Brien, Humphrey Bogart, Ann Sheridan, Priscilla Lane

Videokassette, 21. Februar 1994
    

Bei Amazon z.Zt. leider nicht lieferbar!



Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Gut oder böse, das ist hier die Frage      5 von 5 Punkten
Unterschätzt mir den Walsh nicht, er liefert einen interessanten Gangsterfilm ab.

Drei Spielarten der menschlichen Natur: Der Gute, der Böse und - das ist natürlich der Interessanteste, daher die (von James Cagney verkörperte) Hauptrolle - der Ambivalente, der weder so richtig das eine noch das andere ist, die Anlagen zu beidem in sich habend, und es ist spannend, zu verfolgen, was er draus macht. "The Roaring Twenties" ist mehr als nur ein Film: Abbild der menschlichen Vielschichtigkeit, Thriller, period picture mit semidokumentarischen Einschüben (bemerkenswert gelungen in einer Zeit, in der die abgebildete Epoche so fern noch nicht war), Musikfilm und auch noch Beziehungskiste. Und in allem ist er interessant. Nur eines ist er so gut wie nicht: Ein Actionfilm. Sicher, gelegentlich lässt Walsh es krachen, aber diese Szenen sind stets relativ kurz, und es kommt so sehr auch nicht auf sie an. Das wird z.B. in der Eröffnungsepisode deutlich, die die drei genannten Menschentypen im ersten Weltkrieg zusammenführt. Da stehen die drei im Schützengraben und überlegen sich, ob sie auf einen Feind schießen sollen. Der "Gute" möchte nicht, da der Gegner wie ein Fünfzehnjähriger aussieht (in der Endphase des Krieges gut vorstellbar), der von Bogart gespielte Böse knallt ihn mit dem Spruch ab: "Der wird nicht mehr 16." Man sieht aber die ganze Zeit den Gegner nicht, die Kamera verlässt den Schützengraben nicht, man sieht ihn nicht sterben, man erfährt auch nur über den Dialog, dass er noch ein halbes Kind ist. Mit anderen Worten: Es wird deutlich, dass das Ganze im Studio entstanden ist und die Darsteller einfach mit Platzpatronen ins Nichts schießen konnten. Da ist Regisseur Walsh also bemerkenswert zurückhaltend in der Actionszene, drückt aber genau dasjenige aus, worauf es ankommt. Auch ansonsten sind Charaktere wichtiger als Action, sind die Actionszenen häufig nur eingestreute footage ohne Bezug zu den Protagonisten, und schnell wieder vorbei. Und dies soll keine Kritik sein, denn der Film hat ansonsten viel zu bieten. Neben der bereits erwähnten gelungenen Charakterisierung der drei männlichen Hauptpersonen gibt es auch noch zwei interessante weibliche Charaktere, und das Beziehungsgeflecht lautet: Frau 1 steht auf Mann 1, Mann 1 steht aber auf Frau 2, und Frau 2 steht auf Mann 2 (Die Männer sind natürlich der Gute und der Ambivalente, der Böse steht nur auf sich selbst und auf Geld). Dieses Geflecht ist schön dargestellt, achten Sie z.B. einmal darauf, wer wie zu wem guckt, wenn Frau 2 in der Bar singt und so ziemlich alle dies verfolgen. Und wem das alles noch nicht reicht, der kann sich an ein paar schmissigen Songs erfreuen. Der Soundtrack ist keine große Eigenkomposition und besteht im wesentlichen aus bestimmten Hits, aber die machen Spaß, wenn man swing mag, und sie sind auch gut gewählt. Aufmerksame Ohren werden bemerken, dass sich im Laufe der Handlung, die sich von 1918-1931 erstreckt, die Musik kaum merklich verändert, der etwas derbere Sound der 20er mit Baßtuba als Rhythmusgeber weicht dem "weicheren" Klang der beginnenden 30er, die Songs werden auch ruhiger, die "wilden" Zwanziger gehen unter.
Das Ende enthält gewisse Konzessionen an die Zensur, mit denen man aber gut leben kann. Insgesamt ein wirklich gelungener Film, in dem neben dem bereits Gesagten noch zu erwähnen ist, dass Cagney, Bogart, Priscilla Lane und andere durchweg gute Leistungen zeigen. Historisch erwähnenswert ist vielleicht noch, dass Warner, das große Antinazi-Studio, zu Beginn des Films schon vor Hitler warnt, das ist für 1939 bemerkenswert. Ich habe keine Ahnung, ob diese Szenen vor oder nach Kriegsausbruch entstanden sind, aber es ist zu bedenken, dass Antinazitöne aus Hollywood vor dem Angriff auf Pearl Harbor (1941) eher selten waren, wie auch die reservierte bis feindliche Haltung vieler in Hollywood gegenüber Chaplins "Der große Diktator" (1940) zeigt.
Die DVD-Ausstattung ist recht ordentlich, mit den bei Warner-Klassikern üblichen Extras wie Zeitdokumenten und Cartoon aus dem Entstehungsjahr des Hauptfilms. Schwach ist hingegen der Audiokommentar, wie das bei so manchen Audiokommentaren ist. Die Kommentatoren wissen einfach nicht, wie sie die ganze Filmlänge mit Wissenswertem ausfüllen sollen. Das ist ja auch schwierig. In diesem Kommentar ist mir aber noch ärger als sonst eine verbreitete Unsitte aufgefallen. Es wird recht oft dasjenige erzählt, was der Betrachter ohnehin gerade sieht und was nun wirklich jeder auch ohne einen Kommentar erfassen kann. Aber das kostet keinen Stern. Auf den Hauptfilm kommt es an!

Klassiker des Gangsterfilms      5 von 5 Punkten
Bekanntermaßen zählen die 20er Jahre zu einer der düstersten Epochen der United States. Die Einführung der Prohibition entfachte eine Maschinerie des organisierten Verbrechens. In dieser Zeit spielt der Film um die drei unterschiedlichen Freunde Bartlett (Cagney), Hally (Bogart) und Hart (Lynn). Ohne große Umschweife wird die Geschichte erzählt, man konzentriert sich auf das Wesentliche und macht dieses auf eine spannende und kurzweilige Art und Weise. Ferner wird ein düsteres Ambiente vermittelt, welches vom Kameramann Ernest Haller eindrucksvoll erzeugt wird.

Der Gangster Larry Fay und sein Leben dienten als Vorlage für die Figur des Eddie Bartlett (Cagney). Die Parallelen sind aber nicht gerade einfach zu erkennen.
Die Story: Eddie Bartlett George Hally und Lloyd Hart lernen sich während des Ersten Weltkrieges kennen. Nach dem Krieg trennen sich ihre Wege. Hart wird Rechtsanwalt, Hally lässt sich auf obskure Geschäfte ein und Bartlett sieht sich dazu gezwungen, beim Alkoholschmuggel der oben beschriebenen Prohibitionszeit mitzumischen. Bald steigt Bartlett zu den Großen unter den Kriminellen auf und schließt sich mit Hally zusammen. Ihre Methoden werden härter, Morde geschehen... Ihr Imperium wächst und wächst, aber dann eskaliert die Situation...

Raoul Walsh Film ist durchaus in der Gilde großer Filme von Fritz Lang anzusiedeln und verdient sich einen Platz im Gangster-Film-Olymp und liegt vor The little Cesar
Qualitativ wird hier ein 4:3 Vollbild geboten und zumindest die deutsche und die englische Tonspur. Der englische Ton weißt ein Kratzen auf, der deutsche Ton wurde wesentlich später in den Studios aufgenommen und ist deshalb auch sauber.
Fazit: Pflichtkauf für Nostalgiker und Cineasten. Vor allem für diesen Preis.

Die wilden Zwanziger      5 von 5 Punkten
Spitzbübiger Bogart, ein kleverer James Cagney, tolle Songs
sind die Zutaten in diesem Klasse gespielten vielschichtigen Gangsterdrama um Aufstieg, Fall, Liebe... aus der es kein
Entkommen mehr gibt. Gigantisch!!

Angel with dirty Faces / The Roaring Twentys      5 von 5 Punkten
Zwei Cagney Kracher im psitiven Sinne. Angels with dirty Faces
ein schnörkelloser Film und excellente Milieustudie wie ein Slumkind zu Verbrecher heranreift mit guten Schnitten. Cagney wie gewohnt der tough guy mit dem Herzen auf dem rechten Fleck
der sich ein klasse Spiel mit seinem Partner / Gegner Bogart liefert. Auf der guten Seite Pat o Brian, der das Recht von der kirchlichen Seite aus vertritt und das Unrecht bekämpft. Gut
auch die Jugendbande mit Bill Halopp als Anführer die in Cagney ihr Idol gefunden haben.
The roaring Twenties
Vielleicht der beste Gangsterfilm der die Prohibitionszeit und ihre Entstehung hervorragend beschreibt mit einem Cagney wieder mal in Bestform. Erzählt wird die Story eines heimgekehrten Soldaten aus dem ersten Weltkrieg, der auf herkömmlichen Wege seinen alten Job nicht mehr bekommt und so in
den Sumpf des Verbrechens abrutscht und ins Alkoholgeschaft
( Prohibition ) gross einsteigt. Schon die Einstiegssequenz
im Krieg ( Feindlicher Soldat mit Zigarette ) , wird keiner je vergessen, der sich den Film genau angesehen hat. Warum gibts es diese beiden klasse filme noch nicht auf DVD am besten mit deutschem und Orginalton ?


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