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Elizabeth Gaskell's "Wives and Daughters" (1999) - 3er DVD Set - Justine WaddellElizabeth Gaskell's "Wives and Daughters" (1999) - 3er DVD Set
Justine Waddell, Bill Paterson, Francesca Annis

DVD, 8. November 2007
     Verkaufsrang: 1774      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 36,97 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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KSM Wives and Daughters (3 DVDs), USK/FSK: oA

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 12 Bewertungen)

Eine herzerwärmende Geschichte mit liebenswerten Charakteren      5 von 5 Punkten
Ich habe mich riesig auf diese Verfilmung gefreut, da ich schon "North and South" von Elizabeth Gaskell kenne und von ihr restlos begeistert bin.

"Wives and Daughters" ist eine ganz andere Geschichte, wie die oben erwähnte. Hier geht es etwas ruhiger und beschaulicher zu. Im Zentrum steht Molly Gibson, die ein gutes Verhältnis zu ihrem Vater hat, der Arzt ist. Dieses wird auf eine harte Probe gestellt, als er ihr mitteilt, dass er wieder heiraten möchte. Ausgerechnet die Frau, die sie als Kind als egoistische Person kennengelernt hat... Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Nur eines sei noch gesagt: Die Liebe kommt hier auch nicht zu kurz.

Ich finde die Verfilmung lebt von der Schauspielerin Justine Waddell, die die Molly Gibson sanftmütig, aber doch auch selbstbestimmend ihren Weg gehend, spielt. Francesca Annis, als egoistische Stiefmutter, die überschwenglich versucht, ihr Verhältnis zu ihrer Stieftochter zu verbessern, spielt ihre Rolle herausragend. Aber auch alle anderen Darsteller in dieser Verfilmung geben ihr bestes und die Charaktere wachsen einem ans Herz. Man leidet und freut sich mit ihnen und sie fehlen einem, wenn der Film plötzlich nach sechs Folgen vorbei ist. Auch der Stiefmutter konnte ich nie wirklich böse sein, vielmehr schmunzelte ich oftmals über ihr Verhalten ihrer Stieftochter gegenüber.

Vergleiche ich die Verfilmung mit "Stolz und Vorurteil" und "North and South", kommt sie mir an manchen Stellen etwas dialoglastig und langatmig vor, aber da der Roman über 800 Seiten verfügt und es viele Personen gibt, die miteinander in Kontakt treten, bzw. es Handlungsstränge gibt, die sich überlappen, ist es doch irgendwie sinnvoll diese "kleinen Geschichten" doch etwas ausführlicher darzustellen. Und das wunderschöne Ende belohnt jeden, der so lange ausgehalten hat und an manchen Stellen vielleicht fast verleitet wurde, ein klein wenig vorzuspulen.

Fazit: Eine wunderbare Verfilmung mit schönen Landschaftsaufnahmen, tollen Kostümen und Frisuren, talentierten Schauspielern und einer einprägsamen Musik. Hier hat die BBC wieder eine Glanzleistung auf höchstem Niveau vollbracht.


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Wives And Daughters [UK IMPORT] - Michael GambonWives And Daughters [UK IMPORT]
Michael Gambon, Barbara Flynn, Penelope Wilton, Francesca Annis, Ian Carmichael

DVD, 20. August 2001
     Verkaufsrang: 20832      Gewöhnlich versandfertig in 1 bis 3 Wochen.

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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 13 Bewertungen)

Ein bißchen langatmig, aber dennoch ein Bonbon      4 von 5 Punkten
Ein nicht unwesentlicher Teil meines Vergnügen an (BBC)Period Dramas resultiert aus der Frage: wen der Mitwirkenden kenne ich schon, und woher? Insofern war dieser Film schon mal ein großes Vergnügen, den hinter der Kamera wären da Andrew Davies, Sue Conklin und Sue Birtwistle von P&P'95. Für ebendiesen Film stand Barbara Leigh Hunt vor der Kamera, als die einzig ware Lady Catherine. Hier ist sie in einer recht ähnlichen Rolle zu sehen, und schon ihre schnarrende Stimme ist ein großes Vergnügen. Da ist aber (Überraschung!) auch noch P&P'05 in der Darstellerriege vertreten, nämlich mit Rosamund Pike (Miss Benett) und Tom Hollander (zu ihm komme ich noch). Und die Hauptdarstellerin, Justine Wadell, spazierte auch schon durch Mansfield Park (den älteren). Aber jetzt zum Film:

Ich habe diesen Film als englischen TV-Mitschnitt auf vier Scheiben gesehen. Was bleibt, ist die letzte der vier CDs: wärend die ersten 3/4 des Films eher gemächlich dahinplätschern, geht es dann endlich im letzten Viertel äußerst dramatisch und tränenreich zur Sache.

Justine Waddel ist wunderbar als Molly, mir gefällt ihre gelegentlich linkische Art sich zu bewegen. Passt hervorrand zu dem Töffel, das Molly zu Beginn der Geschichte ist;-)

Und dann Tom Hollander als Osborne: anbetungswürdig! Bis dahin kannt ich ihn nur als vom Drehbuch mißhandelte Witzfigur (Mr Collins) aus P&P'05 und als kleiner, gemeiner Lord Cutler Becket aus Pirates of the Carribean 2 und 3. Ich wiederhole es gerne: anbetungswürdig!

Also, man braucht ein bißchen Geduld für diesen Film, aber es lohnt sich schon. Menschen, die Period Dramas NICHT mögen, sollten ihn allerdings lieber nicht sehen.;-)

Schön, kommt aber nicht richtig in Fahrt      4 von 5 Punkten
Ich muß zugeben, nach der wunderbaren "North&South"-Verfilmung waren meine Erwartungen hoch. Das macht es natürlich nicht besonders leicht für folgende Verfilmungen der selben Autorin, in diesem Fall Elizabeth Gaskell.
Aber genau so, wie man die "Pride&Prejudice"-Verfilmung mit Colin Firth auch nicht als Maßstab für sämtliche Austen-Verfilmungen nehmen sollte, habe ich mich bemüht, "Wives and daughters" eine faire Chance zu geben. Ich werde daher versuchen, weitestgehend ohne Vergleiche auszukommen.
"Wives and daughters" ist von den Machern jener oben genannten legendären "P&P"-Verfilmung und somit sind die Ansprüche sicherlich hoch, zumal Andrew Davies mit seinen Adaptionen klassischer englischer Literatur (s. auch die Verfilmungen von "Vanity Fair" und "Middlemarch" der BBC)wunderbare Drehbücher vorgelegt hat.
Leider beschlich mich beim Sehen aber immer wieder das Gefühl, daß der Geschichte ein wenig das Tempo fehlt, allzu betulich, allzu ausführlich kommt die Handlung rüber, auf so manches hätte man verzichten können, andere Dinge hätten gekürzt werden können. Vor allem dieses ewige Hin und Her zwischen Cynthia und Preston hätte deutlich gestrafft werden können, ohne an Dramatik und Spannung einzubüßen. Zu sehr verliert sich der Film in Nebenhandlungen, die verzichtbar gewesen wären, zu sehr bemüht er sich darum, die Handlung wirklich aus JEDER Perspektive darzustellen. Diese Ausführlichkeit in der Handlung geht sogar so weit, Molly und ihren Roger am Ende händchenhaltend in Afrika zu zeigen, eine Szene, die nicht nur überflüssig ist (da der Zuschauer an dieser Stelle schon längst weiß, daß die beiden zusammenkommen werden), sondern auch noch irgendwie einen unangenehmen Rosamunde-Pilcher-Nachgeschmack hinterläßt. Wo "North&South" (so ganz ohne Vergleiche komme ich da doch nicht aus) straff erzählt ist und seinen Protagonisten nur wenig Leerlauf gönnt, kommt bei "Wives and daughters" schonmal gepflegte Langeweile auf.
Es sind also größtenteils Längen im Drehbuch (auch ein Andrew Davies hat also mal einen schlechten Tag!), die "Wives and daughters" zu einem leider nicht ganz vollkommenem Film machen. Die Ausstattung ist wie immer bei den BBC period dramas wunderschön und detailverliebt und die Darsteller durch die Bank weg großartig besetzt. Vor allem Michael Gambon als Squire spielt brillant, aber auch Justine Waddell als Molly ist einfach nur hinreißend und süß. Francesca Annis als Hyacinth hätte gerne ein wenig fieser sein dürfen (außerdem sieht sie in ihren fliederfarbenen Kleidern so aus, als würde sie den ganzen Film über nur ein Kleid tragen...), Keeley Hawes als Cynthia bleibt leider ein wenig blass, im Gegensatz zu Tom Hollander (Mr Collins in der Kinoadaption von "Pride&Prejudice" mit Keira Knightley) als Osborne, der seiner Rolle die nötige Tragik verleiht und somit seine blasse Darstellung des Mr Collins in der Kinofassung von "Pride&Prejudice" vergessen läßt.
Alles in allem bleibt "Wives and daughters" ein typisches BBC-Period drama mit einigen Längen, dafür wollte ich eigentlich gleich zwei Sterne abziehen. Jedoch ist das Bonusmaterial auf beiden DVDs sehr schön ausgewählt, dafür dann doch nur ein Stern Abzug. Wer sich immer geärgert hat, daß die BBC die Soundtracks ihrer period dramas nicht auf CD veröffentlicht, darf sich bei dieser DVD auf gleich 30 Minuten Soundtrack in Dolby 5.1-Qualität freuen. Auch die Doku "Who the Dickens is Mrs Gaskell?" ist sehr interessant und verbindet biographische Fakten aus dem Leben Elizabeth Gaskells mit einem kleinen Making-of von "Wives and daughters".
Fazit: nicht so packend wie "North&South", nicht so fröhlich wie "Pride&Prejudice", aber immer noch ein tolles BBC Drama mit allem, was man in den letzten Jahren bei der BBC kennen- und liebengelernt hat.

ich war enttäuscht....      2 von 5 Punkten
Eigentlich habe ich immer Glück, wenn ich mich auf Rezensionen verlasse. In diesem Fall habe ich jedoch einen Reinfall erlebt. Warum? Denn die Schauspieler sind gut und der Film ist stimmungsvoll! Ich kann es mir nur so erklären: die Handlung (auf die hier nicht näher eingehe, weil bereits Rezensenten vor mir sie zusammengefaßt haben) ist zähflüssig und kam nicht in Fahrt. Stunde über Stunde saß ich vorm Fernseher und war nach einer Weile einfach nur noch gelangweilt. Kein Vergleich mit vielen anderen BBC Verfilmungen, wie beispielsweise Gaskells North and South!

Gemütlich machen und genießen!      4 von 5 Punkten
Von (Ehe-)Frauen und Töchtern ist in dieser Elizabeth-Gaskell-Verfilmung allerdings die Rede, die ebenso prominent vertretenen Söhne und Väter werden im Titel ein wenig unterschlagen. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Molly Gibson, Tochter eines verwitweten Landarztes und eher unerfahren und unschuldig, was die Dinge des Lebens angeht. Eines Tages entschließt sich ihr Vater, erneut zu heiraten. Mollys neue Stiefmutter entpuppt sich allzu bald als sagenhaft oberflächliches, egoistisches Wesen, während die Stiefschwester zwar leichtfertig und flatterhaft, aber wenigstens herzlich und offen ist. Molly macht Bekanntschaft mit den Hamleys, dem Squire und seiner kranken Frau sowie den beiden Söhnen Osborne und Roger. Bald sorgen nicht nur Osbornes Heimlichkeiten und Rogers Verlobung mit Stiefschwester Cynthia für Kummer und Unruhe bei Molly&

Wieder einmal ist hier ein äußerst gutes Stück (Film-)Arbeit abgeliefert worden. Die Charaktere sind alle ebenso perfekt besetzt wie lebendig gespielt. Im Gegensatz zu Pride & Prejudice, das einen wesentlich heitereren Ton anschlägt, werden in Wives & Daugters zeitgenössische Sittenstrenge, familiäre Katastrophen und persönliches Leid weit stärker problematisiert. In diesem Zusammenhang gilt mein erstes Lob auch Michael Gambon, den ich in der Rolle des knorrigen, sturköpfigen, verzweifelten Squires einfach sagenhaft fand. Seine Darstellung ist wohl die eindringlichste des ganzen Films. Der weiß im Kontrast zu Hamleys Gefühlsausbrüchen ansonsten mit einer wohltuenden Diskretion zu überzeugen, was die Emotionen und Dispositionen der Protagonisten angeht. Dass Molly ihrer Stiefmutter wenig Sympathien entgegenbringt, sich aber trotzdem einfach mit der Situation arrangiert, weil sie muss, wird so auch ohne lange Mono- oder Dialoge klar.

Überhaupt hält Wives & Daugthers fast durchgehend ein schönes, intensives, unaufdringliches Tempo. Zwei Kritikpunkte habe ich allerdings, die es zumindest für mich persönlich sind: Zum einen fand ich die Geschichte um Mr Preston und seine Verlobung mit Cynthia ein wenig zu langatmig und eher störend, auch wenn sie und ihre Folgen für die Illustration der damaligen sozialen Erwartungshaltungen nicht unwichtig ist. Zum anderen - und das leider - bin ich mit der Figur der Molly, so wie sie dargestellt wird, nie so richtig warm geworden. Für ihre Charakterstärke, Liebesfähigkeit und Aufrichtigkeit liefert der Film genügend Beweise, trotzdem bleibt sie als etwas zu spröde und etwas zu blass im Ausdruck hinter meinen Erwartungen an eine Hauptfigur zurück. Oder vielleicht auch nicht. Wenn man länger darüber nachdenkt, sind ihre introvertierte Art, die Bescheidenheit und die sanfte Demut vielleicht doch mehr als spröde und blass. Schaut selbst nach :-)

Macht süchtig!!!      5 von 5 Punkten
Eine der besten Literaturverfilmungen aller Zeiten!!! Wer Pride &Prejudice mochte, wird Wives and Daughters lieben. Hier stimmt einfach alles: grandioses Drehbuch, großartige Besetzung, perfekte Ausstattung, bewegende Story. Ein Film, den man sich immer wieder ansehen möchte!


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Amazing Grace [UK IMPORT] - Ioan GruffuddAmazing Grace [UK IMPORT]
Ioan Gruffudd, Romola Garai, Benedict Cumberbatch, Albert Finney, Michael Gambon

DVD, 6. August 2007
     Verkaufsrang: 10621      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

4 sterne kino mit tendenz zu drei sternen      4 von 5 Punkten
michael apteds blick auf william wilberforce und seinen kampf gegen die abschaffung des sklavenhandels ist ein eher konventionelles "biopic" geworden, das vor allem wohl wegen des heheren themas gefällt, aber nicht alle klischees und untiefen zu umschiffen vermag, stellenweise zu bemüht und etwas kraftlos wirkt.

es mangelt nicht an den fürs britische kino typischen, gediegenen aufnahmen von schönen menschen aus schönen häusern in schönen landschaften. die am filmen beteiligten handwerklichen departments haben ordentliche arbeit geleistet, ausstattung, kostüme, perrücken und maske sitzen super (naja, die "leading lady" ist vielleicht etwas zu modern angehaucht). die dialoge sind nicht so tiefgründig und ausgefeilt wie in beispielsweise "john adams", jedoch sind einige herrliche, typisch insulare gags dabei, was immerhin zu einem sympathischen grundtenor beiträgt.

so richtig reißt es aber erst das um den soliden ioan gruffudd herum gecastete, glänzende darstellerensemble heraus. wenn michael gambon als charles fox mit einer perrücke auf dem kopf, die aussieht wie der wischmop in albert finneys alias john newtons hand, auf einer sitzung der sklavereigegner auftaucht, dem überraschten wilberforce ein "großer gott!" entschlupft und fox rotztrocken antwortet: "naja, fast.", dann glaubt man ihm das auch ;o). ähnlich exzellent: benedict cumberbatch als primeminister william pitt. ganz zu schweigen von der unmenge weiterer gut aufgelegter mimen, wie romola garai, rufus sewell, ciarán hinds, toby jones, sylvestra le touzel um nur einige zu nennen.

zu dem englischen o-ton gibt es untertitel, einen audiokommentar des regisseurs und seines hauptdarstellers, ein (etwas trivialisierendes) musikvideo, trailer und ein featurette zu dem lied: "amazing grace: how sweet the sound".

alles in allem: ehrenwert, aber nicht großartig.


Miss Potter [Blu-ray] - Renee ZellwegerMiss Potter [Blu-ray]
Renee Zellweger, Ewan McGregor, Barbara Flynn, Bill Paterson, Matyelok Gibbs

Blu-ray, 23. Oktober 2008
     Verkaufsrang: 28363      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Potter steht für Magie      5 von 5 Punkten
Beatrix Potter lebt Anfang des 20. Jahrhunderts in London bei ihren Eltern. Sie ist bereits über 30, unverheiratet und ihr droht das Schicksal einer alten Jungfer. Seit ihrer Kindheit verbringt sie ihre Zeit mit dem Zeichnen niedlicher Tierbilder, um die herum sie Geschichten erdenkt. Endlich findet sie den Mut ihre Kreationen einem Verlag anzubieten. Norman Warne wird ihr persönlicher Berater bei der Umsetzung und tatsächlich: Ihre Bücher werden sehr erfolgreich. Schon bald geht die gegenseitige Zuneigung über das berufliche hinaus. Doch ihre Mutter missbilligt die Verbindung und kurz darauf wird Beatrix von einem persönlichen Schicksalsschlag getroffen. Sie lässt sich jedoch nicht entmutigen und findet Trost und Hoffnung in ihren Bildern.

Die Verfilmung des Lebens der berühmten britischen Kinderbuchautorin ist zauberhaft in Szene gesetzt. Kostüme und Kulissen sind liebevoll gestaltet und mit großartigen Schauspielern gesetzt. Allen voran Renee Zellweger die ungeschminkt und bieder auf den ersten Blick nicht viel her macht, aber so viel Optimismus und naive Lebensfreude ausstrahlt, dass Mitmenschen und Zuschauer gleichermaßen ihrem Charme erliegen (mit Ausnahme ihrer Mutter). Die heimlichen Helden des Films sind jedoch die wunderbaren Zeichnungen, denen in verträumten Animationen Leben eingehaucht wird und den phantastischen Charakter der Films unterstreichen.

"Miss Potter" ist eine Reise in eine magische Welt voller Gutmenschen, die jedem der sich darauf einlässt ein wenig Sonnenschein für die Seele schenkt und ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Wer Filme wie "Wenn Träume fliegen lernen" mochte, liegt hier genau richtig.

An der Blu-ray gibt es nichts zu meckern. Bild und Ton entsprechen dem Standard dieses Mediums und die üblichen Extras (Making of, Interviews, Trailer...) runden das Bild ab. Einzig ein bisschen mehr Informationen über das Leben der echten Beatrix Potter wären wünschenswert gewesen.


Truly, Madly, Deeply [UK IMPORT] - Alan RickmanTruly, Madly, Deeply [UK IMPORT]
Alan Rickman, Juliet Stevenson, Bill Paterson, Michael Maloney

DVD, 4. Februar 2002
     Verkaufsrang: 30442     

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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)

Süß, erfrischend, verwirrend: Loslassen lernen      5 von 5 Punkten
Also die beiden Hauptfiguren werden einem durch die zwei Schauspielgenies Alan Rickman und Juliet Stevenson so nahe gebracht, dass man wirklich beginnt an deren sehr sympathischen Persönlichkeiten und emotional verwirrenden Lebens-/Todessituationen mit ganzem Herzen Anteil zu nehmen. Nachdem man ihn gesehen hat lässt dieser Film einen nicht mehr so schnell los...man überlegt hin und her: War Jamie nun nur Fiktion der so unter seinem Tod leidenden verwitweten Frau Nina, oder konnte er tatsächlich aus dem Jenseits zurückkehren...Letztendlich macht es schließlich keinen Unterschied. Dieser Film lässt einen ebenso herzlich lachen wie weinen, die Handlung und der Text der Figuren sind berührend und bis ins kleinste Detail einfallsreich, man hört den hier besonders liebenswert erscheinenden Alan als cellospielenden Jamie (Alan hat sogar selbst viele viele Cellostunden genommen um den Bogen selber führen zu können was ihm wirklich seeeeehr hoch anzurechnen ist, ich, selber Geigerin kann ein Lied davon singen wie furchtbar schwierig die Bogenführung einem am Anfang fällt...) sogar übermütig singen und von süßem britischen Akzent verunstaltetes Spanisch sprechen wenn er Nina ein spanisches Liebes/Abschiedsgedicht vorträgt....Man kriegt einfach nicht genug von dieser DVD!

Tragik-Komödie      4 von 5 Punkten
1. Handlung:
Nina (Juliet Stevenson) und Jamie (Alan Rickman) waren ein glückliches Paar, bis Jamie plötzlich starb. Nina versucht ihr Leben wieder in geordnete Bahnen zu bekommen und es interessieren sich bereits mehrere Verehrer für sie. Doch Nina kann Jamie einfach nicht vergessen. Plötzlich tritt Jamie wieder in ihr Leben – als Geist…
2. Der Film:
Der Film stammt aus dem Jahr 1991. Regie führte Anthony Minghella („Unterwegs nach Cold Mountain“,„Der englische Patient“), von dem auch das Drehbuch stammt.
3. DVD:
Diese Rezension bezieht sich auf die englische DVD-Ausgabe, die in UK erschien. Leider ist bisher die deutsche Version des Films noch nicht auf DVD erschienen. Der deutsche Titel des Films ist „Wie verrückt und aus tiefstem Herzen“.
4.Wissenswertes:
Alan Rickman nahm für den Film Cello-Stunden. Er führt in den Aufnahmen, in denen er Cello spielt den Bogen (die rechte Hand) selbst. Die linke Hand wurde jedoch von einem Cellisten geführt, der in den Aufnahmen hinter Rickman stand. Juliet Stevenson hingegen spielt die Klavierstücke komplett selbst.
5. Mein Kommentar:
Der Film bewegt sich gekonnt zwischen Komödie und Tragödie: er ist stellenweise wirklich lustig, in anderen Momenten drückt er jedoch stark auf die Tränendrüse. Es geht in dem Film hauptsächlich um die Problematik des Loslassens eines geliebten Menschens. Die Moral, die der Film kolportiert ist, dass man die Vergangenheit irgendwann einmal abschließen und sich neuen Dingen zuwenden muss. Letztlich bleibt die Frage im Raum stehen, ob Jamies Geist wirklich zurückgekehrt ist oder ob Jamie ein Produkt von Ninas Einbildung ist. Die Antwort auf diese Frage bleibt dem Zuschauer überlassen.
Für Rickman Fans ist der Film ein Muss. Er zeigt sich hier von seiner sanfteren Seite und beweißt damit, dass er en vielseitiger Schauspieler ist. Dass Juliet Stevenson und Alan Rickman bereits vor dem Film zusammen auf der Bühne gestanden haben, macht sich dadurch bemerkbar, dass die Chemie zwischen den beiden Darstellern einfach stimmt und man ihnen das Ehepaar ohne weiteres abnimmt. Juliet Stevenson spielte mit Rickman auch im Film „The Search For John Gissing“ (2001).
Man kann nur hoffen, dass dieser Film, den es bisher auf DVD nur als UK-Import gibt, endlich auch als deutsche DVD rauskommt!

Ein Film der berührt      5 von 5 Punkten
Dieser Film ist ungewöhnlich, ernst, melancholisch, traurig und auf liebevolle Weise heiter. Selten sind all diese Eigenschaften in einem einzigen Film zu finden.
Geschichten von einer Liebe über den Tod hinaus, sind schwierig umzusetzen, aber hier perfekt gelungen. Mit dem Tod eines geliebten Menschen umzugehen ist schwer und manchmal fast unmöglich. Es fällt schwer die Vergangenheit ruhen zu lassen und sich dem lebendigen Leben wieder zuzuwenden.
Auf wunderbare Weise hat dies Regisseur Anthony Minghella (Der Englische Patient, Der Talentierte Mr. Ripley) in diesem Film zur Sprache gebracht, teilweise ohne große Worte.
Dies ist ebenso Verdienst der beiden Hauptdarsteller, Juliet Stevenson und Alan Rickman, welche zu dieser Zeit lange Jahre auf Theaterbühnen (u.a. Royal Shakespeare Company) standen (teilweise auch gemeinsam) und ihr Fach wirklich beherrschen. Sie ergänzen sich und harmonieren auf fast unbeschwerte Weise miteinander.
„Truly, Madly, Deeply" berührt, ohne kitschig oder lächerlich zu sein.

Taschentücher bereitlegen !      4 von 5 Punkten
Dieser Film wird oft als die britische Antwort auf 'Ghost' bezeichnet, was jedoch nicht so ganz zutreffend ist. Während in 'Ghost' die Aufdeckung eines Verbrechens im Mittelpunkt steht, konzentriert sich 'Truly, Madly, Deeply' ganz auf die Darstellung der psychischen Verfassung einer Witwe. Genau darin liegt die große Stärke des Films, denn er beschreibt sehr authentisch die unterschiedlichen Phasen, die ein Trauernder durchlebt. Schauspielerisch gekonnt stellt Juliet Stevenson die junge Witwe dar, die einerseits ihr Leben in vollen Zügen genießen möchte, die andererseits aber zu sehr auf den verstorbenen Mann fixiert ist und die Vergangenheit einfach nicht loslassen will. Das Auftauchen des Geistes Jamie macht ihr Leben noch um einiges komplizierter, führt aber letzlich zur unausweichlichen Entscheidung.

Ein melancholischer Film, der auch einige unglaublich komische Momente bietet. Die Frage, ob der Geist Jamies nur der Phantasie der Witwe entsprungen ist, wird im Film nicht eindeutig geklärt und bietet dem Zuschauer Gelegenheit zur eigenen Interpretationsleistung.
Mir hat der Film aufgrund der authentischen Beschreibung der Trauerproblematik und aufgrund der schauspielerischen Leistungen aller Akteure gut gefallen - die Story hätte aber noch ein wenig komplexer sein können. Dank DVD-Technologie kann man den Film glücklicherweise auch auf Englisch genießen, was man auf jeden Fall tun sollte - allein schon wegen Alan Rickman's Stimme!

Ein guter Film      4 von 5 Punkten
Dieser Film ist wirklich gut. Die beiden Hauptdarsteller sind sympathische Charaktere und zeigen eine beeindruckende Leistung. Die Sprache ist recht einfach zu verstehen (mit Untertitel ist es noch einfacher), aber man braucht die Dialoge eigentlich nicht, um den Film zu verstehn. Was hauptsächlich der guten Leistung von Juliet Stevenson und Alan Rickman zu verdanken ist.
Leider ist das Bild eher wie bei einem Video, deshalb gibt es auch nur vier Sterne. Ansonsten kann ich den Film guten Gewissens empfehlen.


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Shakespeare Retold [UK IMPORT] - Shirley HendersonShakespeare Retold [UK IMPORT]
Shirley Henderson, Rufus Sewell, Imelda Staunton, Bill Paterson, Stephen Tompkinson

DVD, 26. Dezember 2005
     Verkaufsrang: 34379      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 27,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Shakespearisch genial umgesetzt      5 von 5 Punkten
bis auf den Sommernachttstraum, den ich etwas träge und schleppend finde, ist hier Shakespeare genial und kreativ in die Moderne übertragen worden, mit Witz und Phantasie, bin sicher der alte Will wäre begeistert gewesen. Macbeth (J.McAvoy singt!) führt ein blutiges Kochduell durch, Taming of the Shrew (der widerspenstigen Zähmung) zeigt eine Politkarriere und Much ado about nothing (viel Lärm um nichts) Alltag unter TV Moderatoren. So erfrischend umgesetzt habe ich das selten erlebt, bin absolut begeistert. Kleines Manko, die fehlenden subtitles, ansonsten perfekt. Danke BBC.

Was für Profis      4 von 5 Punkten
In dieser BBC-Produktion wurden 4 Shakespeare-Stücke neu arrangiert. Da wären Much ado about nothing (Viel Lärm um nichts), Macbeth, The taming of the Shrew (Der Widerspänstigen Zähmung) und A Midsummer Nights Dream (Ein Sommernachtstraum). Alle mitwirkenden Schauspieler sind Briten und die Stücke spielen ausnahmslos in unserer Zeit. Much ado spielt in einem Nachrichtenstudio, Macbeth in einer Restaurantküche, die Widerspenstige ist ein weibliches Parlamentsmitglied und der Sommernachtstraum wird in einem Freizeitpark geträumt. Natürlich wurden die Stücke mit Gewalt "passend" gemacht was manchmal ein wenig holprig wirkt und außerdem sind sie auch, anders als z.B. Romeo und Julia mit Leo DiCaprio und Claire Danes, sprachlich nicht originalgetreu, aber das war wohl auch die Idee hinter dem Ganzen. Originalgetreue Verfilmungen gibts schließlich schon jede Menge. Dummerweise hat die BBC diesmal versäumt Untertitel auf die DVDs zu packen. Da die Schauspieler zuweilen einen wirklich krassen Akzent haben, kann ich die DVDs wirklich nur Leuten empfehlen die entweder perfekt Englisch sprechen, und damit meine ich nicht nur Oxford-Englisch, oder riesige Shakespeare-Liebhaber sind, die sowieso jede Version haben wollen.
Jedes der vier Stücke dauert ca. 90 Minuten und als Bonus gibts noch Interviews der Macher, eine kurze Shakespeare-Biografie (jedes Geschichtsbuch ist ausführlicher) und eine kurze Filmographie der Hauptdarsteller.
Mein persönliches Lieblingsstück ist The Taming of the Shrew, weil die Hauptdarsteller Shirley Henderson (Jude aus Bridget Jones und die maulende Myrthe aus HP) und Rufus Sewell (der böse Cout Adhemar aus Ritter aus Leidenschaft) einfach rein körperlich überhaupt nicht zusammenpassen und doch von der Chemie her perfekt harmonieren.
Fazit: kein Must-have aber eine nette Ergänzung für die Sammlung.


The Witches [UK IMPORT] - Anjelica HustonThe Witches [UK IMPORT]
Anjelica Huston, Mai Zetterling, Bill Paterson, Rowan Atkinson, Jasen Fisher

DVD, 17. Oktober 2005
     Verkaufsrang: 35588      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 16,99 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

wo ist die deutsche version dieses filmes?      5 von 5 Punkten
ich bin ganz einverstanden damit, dass dieser film sobald als nur moeglich auf deutsch erscheinen muss, damit sich wirklich alle so richtig amuesieren koennen!!!!!!!!!!!!!!!

frage      1 von 5 Punkten
Wird es diese DVD Hexen Hexen auch mal in Deutschland geben als Deutsche Version ?


HARD TIMES [UK import] - Alan BatesHARD TIMES [UK import]
Alan Bates, Bob Peck, Bill Paterson, Richard E. Grant, Harriet Walter

DVD
     Verkaufsrang: 48006     

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Import aus UK. Keine Deutsche Tonspur oder Untertitel. In Hard Times, Charles Dickens gives us a close-up look into what appears to be the ivory tower of the bourgeoisie of his day, yet these middle-class characters are viewed from a singular perspective, the perspective of those at the bottom of the social and economic system. Though Dickens characters tend to be well developed and presented with a thoroughly human quality, the stereotypical figure of arrogant and demanding Bounderby fails to accurately capture the motivations and attitudes of the typical successful businessman of the day and is an indication of the authors political motives. Hard Times, rather than presenting a historically accurate picture of the extraordinary changes brought about by the industrial revolution, is a one-sided attack on the utilitarian value system of the middle 19th century based upon emotional blue-collar appeals for labor sympathy that are not uncommon in todays corporate environment.



Doctor Zhivago [UK IMPORT] - Sam NeillDoctor Zhivago [UK IMPORT]
Sam Neill, Chris Marshall, Hans Matheson, Bill Paterson, Celia Imrie

DVD, 12. Juli 2004
     Verkaufsrang: 45815     

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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 4 Bewertungen)

Ein weltbewegendes Epos!      4 von 5 Punkten
Ich finde diesen Film ganz großartig. Er baut sich sehr liebenswert und ernst auf und erzählt die Geschichte eines Arztes, der sich zwischen zwei Frauen hin und hergerissen fühlt. Mit der Zeit wird der Film ernster, aber das ändert nichts an seiner Elastität und dem netten Eindruck. Lara( Keira Knightley) wird von einem Mann geliebt, den sie so schnell wie möglich wieder los haben möchte, da sie sich ebenfalls in Yuri verliebt hat. Die zweite Episode ist sehr dramatisch, weil sie spielt im Krieg und Tonya( Alexandra Maria Lara)muss es hinnehmen, das ihr Mann sie mit einer anderen Frau betrügt.
Da ich das Buch nicht kannte, wirkte die Story für mich erst einmal unwirklich, aber nach dem zweiten Mal ansehen verwandelte sich das in vier Sterne!
Fazit: Sehenswert

Eindrückliche und äusserst authentische Neuverfilmung      5 von 5 Punkten
Wer "Doctor Schiwago" neu verfilmt, rüttelt an einem Denkmal der Filmgeschichte und muss sich den Vergleich mit dem "Original" von David Lean aus dem Jahre 1965, mit Omar Sharif, Julie Christie und Geraldine Chaplin in den Hauptrollen und der berühmten Filmmusik von Maurice Jarre gefallen lassen. So ein Wagemutiger ist, so könnte man glauben, zum vornherein zum Scheitern verurteilt. So vermag es auch nicht zu verwundern, dass fast 40 Jahre niemand dieses Experiment wagte.
Die vorliegende Neuverfilmung von 2002 erfolgte als zweiteilige Kleinserie im Auftrag eines englischen Fernsehsenders (111 und 114 Minuten, zusammen also 225 Minuten und damit knapp eine halbe Stunde länger als die 1965er-Verfilmung). Der Regisseur Giacomo Campiotti und der Darsteller des Juri Zhivago Hans Matheson sind wenig bekannt. Keira Knightley, welche Zhivagos ewige Geliebte Lara spielt, sowie Alexandra Maria Lara (Hitlers junge Privatsekretärin Traudel Junge in "Der Untergang"), hier Zhivagos unglückliche Ehefrau Tonya, wurden erst später bekannt. Soweit ich weiss, wurde der Film nie in deutschsprachigen Kinos oder Fernsehsendern gezeigt, weshalb es auch keine deutsche Fassung (weder Untertitel noch Synchronisation) gibt. Wer über ein einigermassen solides Schulenglisch verfügt, kann dem Film aber ohne grosse Probleme folgen.
Das Schauspiel der Darsteller von 1965 mag etwas professioneller wirken, doch habe ich das Spiel im vorliegenden Film als wesentlich authentischer erlebt. Dies gilt ganz besonders im zweiten Teil für Hans Matheson, der die Gewissenskonflikte und die Verzweiflung des Juri Zhivago über das Leid, dem er begegnet, sowie seine letztlich zum Tod führende Krankheit mit dem damit verbundenen körperlichen Verfall in seltener Eindrücklichkeit zeigt. Jedoch auch Keira Knightley mit ihrer exakten Sprechweise und Körperarbeit erbringt eine - angesichts ihres damals jugendlichen Alters von erst 17 Jahren besonders bemerkenswerte - ausserordentlich reife schauspielerische Leistung, welche aus meiner Sicht diejenige in "Pride and Prejudice" streckenweise noch überbietet. Die britische Filmzensur hat das Mindestalter für den ersten Teil auf 12 Jahre, für den zweiten Teil auf 15 Jahre festgesetzt. Zu recht. Im zweiten Teil finden sich einige recht brutale Bürgerkriegsszenen, welche zur Glaubwürdigkeit des Filmes beitragen, Gewalt aber keineswegs verherrlichen (im Gegenteil). Einzelne Revolutions- und Bürgerkriegszenen werden durch kurze Einspielung von historischen Filmausschnitten ergänzt und unterstrichen. Der Wandel des Pasha Antipov (gespielt von Chris Marshall), Laras Ehemann, zum brutalen, unmenschlichen, sämtliche individuellen Gefühle wie Liebe verneinenden Rotarmistenkommandanten Strelnikov und zuletzt zum im Leben gescheiterten Menschen, seine Gespräche mit Zhivago auf der Höhe seiner Macht und am Tiefpunkt und Ende seines Lebens, beeindrucken ebenfalls.
Alles in allem haben wir hier den selten geglückten Fall einer sich vom grossen filmischen Vorbild lösenden, eigenständigen und dem Vorbild mindestens ebenbürtigen, über weite Strecken überlegenen Neuverfilmung eines grossartigen Romans. Der Film hätte eine weit grössere Beachtung auch im deutschsprachigen Raum verdient.

Enttäuschend      2 von 5 Punkten
Wer den David Lean Film gesehen hatte,wird enttäuscht sein.
Die schauspielerische Qualitäten von Omar Sharif oder Julie
Christie werden bei weitem nicht erreicht. Die Schneekulisse ist dürftig,
und das Klaviergeklimpere ist nicht mit der Musik von
Maurice Jarre vergleichbar, vermisst wird ein Revolutionsthema,
Laras Thema und Juries Thema.
Beim Filmende merkt man, dass diese Verfilmung nur ein Abklatsch
vom David Lean Film ist.
Im Roman sieht Schwiage NICHT seine Geliebte Lara wieder. Wie
im David Lean Film taucht sie hier aber kurz vor dem Herztod auf.
Warum dabei Schwiago nicht zuvor (lt. Roman) mit der Straßenbahn
fährt bleibt ein Geheimnis.
Die dritte Frau im Leben Schiwagos kommt
leider auch in dieser Verfilmung nicht vor.
Kein Wunder also, dass dieser Film nicht im deutschen Fernsehen
ausgestrahlt wurde.
Zur Zeit soll ja eine russische Verfilmung des Romans realisiert
werden.
Es kann ja nur besser werden

Absolut bewegend und beeindruckend !      5 von 5 Punkten
Ich kenne weder das Buch noch den Film von 1965, aber dieser Film ist wirklich rundum gelungen und beeindruckend ! Die Charaktere sind sehr gut besetzt und überzeugend gespielt und entwickelt ( z.B. wie aus Pasha Strelnikov wird). Besonders Keira Knightley als Lara fand ich wirklich superklasse,auch angesichts der Tatsache, daß sie damals lediglich 16 Jahre alt war und auch als Lara bis ins Alter von ca. 35 absolut überzeugend darstellt. Alle Achtung ! Die Charaktere sind sehr gut entwickelt und man kann sich gut in sie hereinversetzen, selbst wenn viele ihrer Entscheidungen auf den ersten Blick völlig unverständlich sind, z.B. Yuri's Verhalten gegenüber Tonya. Sam Neill als Komarovsky ist so gut, daß man diese Figur wirklich hasst, wenn er sich wieder mal in Lara's Leben einschleicht. Stellenweise ist der Film sehr brutal, aber er spiegelt halt wohl die damalige Realität wieder. Einige der Szenen bzw. schon einzelne Sätze ( Lara und Yuri's Zeit in Varykino und ihr Abschied *schluchz *, Zusammentreffen Lara und Tonya,Yuri's Gespräch mit Strelnikov, Vassya's Tod, Tonya's Deportation und besonders das Ende !!) lassen mich persönlich auch nach Tagen nicht los. Taschentücher bereithalten !
Quasi "nebenbei" erhält man geschichtliches Hintergrundwissen (u.a. über eingespielte Originalszenen). Bei diesem Film stimmt einfach alles, habe lange keinen so gut gemachten Film mehr gesehen. 5 Sterne !


Truly, Madly, Deeply [UK IMPORT] - Alan RickmanTruly, Madly, Deeply [UK IMPORT]
Alan Rickman, Juliet Stevenson, Bill Paterson, Michael Maloney

Videokassette, 7. August 2000
     Verkaufsrang: 5173     

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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)

Süß, erfrischend, verwirrend: Loslassen lernen      5 von 5 Punkten
Also die beiden Hauptfiguren werden einem durch die zwei Schauspielgenies Alan Rickman und Juliet Stevenson so nahe gebracht, dass man wirklich beginnt an deren sehr sympathischen Persönlichkeiten und emotional verwirrenden Lebens-/Todessituationen mit ganzem Herzen Anteil zu nehmen. Nachdem man ihn gesehen hat lässt dieser Film einen nicht mehr so schnell los...man überlegt hin und her: War Jamie nun nur Fiktion der so unter seinem Tod leidenden verwitweten Frau Nina, oder konnte er tatsächlich aus dem Jenseits zurückkehren...Letztendlich macht es schließlich keinen Unterschied. Dieser Film lässt einen ebenso herzlich lachen wie weinen, die Handlung und der Text der Figuren sind berührend und bis ins kleinste Detail einfallsreich, man hört den hier besonders liebenswert erscheinenden Alan als cellospielenden Jamie (Alan hat sogar selbst viele viele Cellostunden genommen um den Bogen selber führen zu können was ihm wirklich seeeeehr hoch anzurechnen ist, ich, selber Geigerin kann ein Lied davon singen wie furchtbar schwierig die Bogenführung einem am Anfang fällt...) sogar übermütig singen und von süßem britischen Akzent verunstaltetes Spanisch sprechen wenn er Nina ein spanisches Liebes/Abschiedsgedicht vorträgt....Man kriegt einfach nicht genug von dieser DVD!

Tragik-Komödie      4 von 5 Punkten
1. Handlung:
Nina (Juliet Stevenson) und Jamie (Alan Rickman) waren ein glückliches Paar, bis Jamie plötzlich starb. Nina versucht ihr Leben wieder in geordnete Bahnen zu bekommen und es interessieren sich bereits mehrere Verehrer für sie. Doch Nina kann Jamie einfach nicht vergessen. Plötzlich tritt Jamie wieder in ihr Leben – als Geist…
2. Der Film:
Der Film stammt aus dem Jahr 1991. Regie führte Anthony Minghella („Unterwegs nach Cold Mountain“,„Der englische Patient“), von dem auch das Drehbuch stammt.
3. DVD:
Diese Rezension bezieht sich auf die englische DVD-Ausgabe, die in UK erschien. Leider ist bisher die deutsche Version des Films noch nicht auf DVD erschienen. Der deutsche Titel des Films ist „Wie verrückt und aus tiefstem Herzen“.
4.Wissenswertes:
Alan Rickman nahm für den Film Cello-Stunden. Er führt in den Aufnahmen, in denen er Cello spielt den Bogen (die rechte Hand) selbst. Die linke Hand wurde jedoch von einem Cellisten geführt, der in den Aufnahmen hinter Rickman stand. Juliet Stevenson hingegen spielt die Klavierstücke komplett selbst.
5. Mein Kommentar:
Der Film bewegt sich gekonnt zwischen Komödie und Tragödie: er ist stellenweise wirklich lustig, in anderen Momenten drückt er jedoch stark auf die Tränendrüse. Es geht in dem Film hauptsächlich um die Problematik des Loslassens eines geliebten Menschens. Die Moral, die der Film kolportiert ist, dass man die Vergangenheit irgendwann einmal abschließen und sich neuen Dingen zuwenden muss. Letztlich bleibt die Frage im Raum stehen, ob Jamies Geist wirklich zurückgekehrt ist oder ob Jamie ein Produkt von Ninas Einbildung ist. Die Antwort auf diese Frage bleibt dem Zuschauer überlassen.
Für Rickman Fans ist der Film ein Muss. Er zeigt sich hier von seiner sanfteren Seite und beweißt damit, dass er en vielseitiger Schauspieler ist. Dass Juliet Stevenson und Alan Rickman bereits vor dem Film zusammen auf der Bühne gestanden haben, macht sich dadurch bemerkbar, dass die Chemie zwischen den beiden Darstellern einfach stimmt und man ihnen das Ehepaar ohne weiteres abnimmt. Juliet Stevenson spielte mit Rickman auch im Film „The Search For John Gissing“ (2001).
Man kann nur hoffen, dass dieser Film, den es bisher auf DVD nur als UK-Import gibt, endlich auch als deutsche DVD rauskommt!

Ein Film der berührt      5 von 5 Punkten
Dieser Film ist ungewöhnlich, ernst, melancholisch, traurig und auf liebevolle Weise heiter. Selten sind all diese Eigenschaften in einem einzigen Film zu finden.
Geschichten von einer Liebe über den Tod hinaus, sind schwierig umzusetzen, aber hier perfekt gelungen. Mit dem Tod eines geliebten Menschen umzugehen ist schwer und manchmal fast unmöglich. Es fällt schwer die Vergangenheit ruhen zu lassen und sich dem lebendigen Leben wieder zuzuwenden.
Auf wunderbare Weise hat dies Regisseur Anthony Minghella (Der Englische Patient, Der Talentierte Mr. Ripley) in diesem Film zur Sprache gebracht, teilweise ohne große Worte.
Dies ist ebenso Verdienst der beiden Hauptdarsteller, Juliet Stevenson und Alan Rickman, welche zu dieser Zeit lange Jahre auf Theaterbühnen (u.a. Royal Shakespeare Company) standen (teilweise auch gemeinsam) und ihr Fach wirklich beherrschen. Sie ergänzen sich und harmonieren auf fast unbeschwerte Weise miteinander.
„Truly, Madly, Deeply" berührt, ohne kitschig oder lächerlich zu sein.

Taschentücher bereitlegen !      4 von 5 Punkten
Dieser Film wird oft als die britische Antwort auf 'Ghost' bezeichnet, was jedoch nicht so ganz zutreffend ist. Während in 'Ghost' die Aufdeckung eines Verbrechens im Mittelpunkt steht, konzentriert sich 'Truly, Madly, Deeply' ganz auf die Darstellung der psychischen Verfassung einer Witwe. Genau darin liegt die große Stärke des Films, denn er beschreibt sehr authentisch die unterschiedlichen Phasen, die ein Trauernder durchlebt. Schauspielerisch gekonnt stellt Juliet Stevenson die junge Witwe dar, die einerseits ihr Leben in vollen Zügen genießen möchte, die andererseits aber zu sehr auf den verstorbenen Mann fixiert ist und die Vergangenheit einfach nicht loslassen will. Das Auftauchen des Geistes Jamie macht ihr Leben noch um einiges komplizierter, führt aber letzlich zur unausweichlichen Entscheidung.

Ein melancholischer Film, der auch einige unglaublich komische Momente bietet. Die Frage, ob der Geist Jamies nur der Phantasie der Witwe entsprungen ist, wird im Film nicht eindeutig geklärt und bietet dem Zuschauer Gelegenheit zur eigenen Interpretationsleistung.
Mir hat der Film aufgrund der authentischen Beschreibung der Trauerproblematik und aufgrund der schauspielerischen Leistungen aller Akteure gut gefallen - die Story hätte aber noch ein wenig komplexer sein können. Dank DVD-Technologie kann man den Film glücklicherweise auch auf Englisch genießen, was man auf jeden Fall tun sollte - allein schon wegen Alan Rickman's Stimme!

Ein guter Film      4 von 5 Punkten
Dieser Film ist wirklich gut. Die beiden Hauptdarsteller sind sympathische Charaktere und zeigen eine beeindruckende Leistung. Die Sprache ist recht einfach zu verstehen (mit Untertitel ist es noch einfacher), aber man braucht die Dialoge eigentlich nicht, um den Film zu verstehn. Was hauptsächlich der guten Leistung von Juliet Stevenson und Alan Rickman zu verdanken ist.
Leider ist das Bild eher wie bei einem Video, deshalb gibt es auch nur vier Sterne. Ansonsten kann ich den Film guten Gewissens empfehlen.


 Weitere Kundenmeinungen


Wie verrückt und aus tiefstem Herzen - Juliet StevensonWie verrückt und aus tiefstem Herzen
Juliet Stevenson, Alan Rickman, Bill Paterson

Videokassette, 1. Februar 1994
     Verkaufsrang: 8428     

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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)

Süß, erfrischend, verwirrend: Loslassen lernen      5 von 5 Punkten
Also die beiden Hauptfiguren werden einem durch die zwei Schauspielgenies Alan Rickman und Juliet Stevenson so nahe gebracht, dass man wirklich beginnt an deren sehr sympathischen Persönlichkeiten und emotional verwirrenden Lebens-/Todessituationen mit ganzem Herzen Anteil zu nehmen. Nachdem man ihn gesehen hat lässt dieser Film einen nicht mehr so schnell los...man überlegt hin und her: War Jamie nun nur Fiktion der so unter seinem Tod leidenden verwitweten Frau Nina, oder konnte er tatsächlich aus dem Jenseits zurückkehren...Letztendlich macht es schließlich keinen Unterschied. Dieser Film lässt einen ebenso herzlich lachen wie weinen, die Handlung und der Text der Figuren sind berührend und bis ins kleinste Detail einfallsreich, man hört den hier besonders liebenswert erscheinenden Alan als cellospielenden Jamie (Alan hat sogar selbst viele viele Cellostunden genommen um den Bogen selber führen zu können was ihm wirklich seeeeehr hoch anzurechnen ist, ich, selber Geigerin kann ein Lied davon singen wie furchtbar schwierig die Bogenführung einem am Anfang fällt...) sogar übermütig singen und von süßem britischen Akzent verunstaltetes Spanisch sprechen wenn er Nina ein spanisches Liebes/Abschiedsgedicht vorträgt....Man kriegt einfach nicht genug von dieser DVD!

Tragik-Komödie      4 von 5 Punkten
1. Handlung:
Nina (Juliet Stevenson) und Jamie (Alan Rickman) waren ein glückliches Paar, bis Jamie plötzlich starb. Nina versucht ihr Leben wieder in geordnete Bahnen zu bekommen und es interessieren sich bereits mehrere Verehrer für sie. Doch Nina kann Jamie einfach nicht vergessen. Plötzlich tritt Jamie wieder in ihr Leben – als Geist…
2. Der Film:
Der Film stammt aus dem Jahr 1991. Regie führte Anthony Minghella („Unterwegs nach Cold Mountain“,„Der englische Patient“), von dem auch das Drehbuch stammt.
3. DVD:
Diese Rezension bezieht sich auf die englische DVD-Ausgabe, die in UK erschien. Leider ist bisher die deutsche Version des Films noch nicht auf DVD erschienen. Der deutsche Titel des Films ist „Wie verrückt und aus tiefstem Herzen“.
4.Wissenswertes:
Alan Rickman nahm für den Film Cello-Stunden. Er führt in den Aufnahmen, in denen er Cello spielt den Bogen (die rechte Hand) selbst. Die linke Hand wurde jedoch von einem Cellisten geführt, der in den Aufnahmen hinter Rickman stand. Juliet Stevenson hingegen spielt die Klavierstücke komplett selbst.
5. Mein Kommentar:
Der Film bewegt sich gekonnt zwischen Komödie und Tragödie: er ist stellenweise wirklich lustig, in anderen Momenten drückt er jedoch stark auf die Tränendrüse. Es geht in dem Film hauptsächlich um die Problematik des Loslassens eines geliebten Menschens. Die Moral, die der Film kolportiert ist, dass man die Vergangenheit irgendwann einmal abschließen und sich neuen Dingen zuwenden muss. Letztlich bleibt die Frage im Raum stehen, ob Jamies Geist wirklich zurückgekehrt ist oder ob Jamie ein Produkt von Ninas Einbildung ist. Die Antwort auf diese Frage bleibt dem Zuschauer überlassen.
Für Rickman Fans ist der Film ein Muss. Er zeigt sich hier von seiner sanfteren Seite und beweißt damit, dass er en vielseitiger Schauspieler ist. Dass Juliet Stevenson und Alan Rickman bereits vor dem Film zusammen auf der Bühne gestanden haben, macht sich dadurch bemerkbar, dass die Chemie zwischen den beiden Darstellern einfach stimmt und man ihnen das Ehepaar ohne weiteres abnimmt. Juliet Stevenson spielte mit Rickman auch im Film „The Search For John Gissing“ (2001).
Man kann nur hoffen, dass dieser Film, den es bisher auf DVD nur als UK-Import gibt, endlich auch als deutsche DVD rauskommt!

Ein Film der berührt      5 von 5 Punkten
Dieser Film ist ungewöhnlich, ernst, melancholisch, traurig und auf liebevolle Weise heiter. Selten sind all diese Eigenschaften in einem einzigen Film zu finden.
Geschichten von einer Liebe über den Tod hinaus, sind schwierig umzusetzen, aber hier perfekt gelungen. Mit dem Tod eines geliebten Menschen umzugehen ist schwer und manchmal fast unmöglich. Es fällt schwer die Vergangenheit ruhen zu lassen und sich dem lebendigen Leben wieder zuzuwenden.
Auf wunderbare Weise hat dies Regisseur Anthony Minghella (Der Englische Patient, Der Talentierte Mr. Ripley) in diesem Film zur Sprache gebracht, teilweise ohne große Worte.
Dies ist ebenso Verdienst der beiden Hauptdarsteller, Juliet Stevenson und Alan Rickman, welche zu dieser Zeit lange Jahre auf Theaterbühnen (u.a. Royal Shakespeare Company) standen (teilweise auch gemeinsam) und ihr Fach wirklich beherrschen. Sie ergänzen sich und harmonieren auf fast unbeschwerte Weise miteinander.
„Truly, Madly, Deeply" berührt, ohne kitschig oder lächerlich zu sein.

Taschentücher bereitlegen !      4 von 5 Punkten
Dieser Film wird oft als die britische Antwort auf 'Ghost' bezeichnet, was jedoch nicht so ganz zutreffend ist. Während in 'Ghost' die Aufdeckung eines Verbrechens im Mittelpunkt steht, konzentriert sich 'Truly, Madly, Deeply' ganz auf die Darstellung der psychischen Verfassung einer Witwe. Genau darin liegt die große Stärke des Films, denn er beschreibt sehr authentisch die unterschiedlichen Phasen, die ein Trauernder durchlebt. Schauspielerisch gekonnt stellt Juliet Stevenson die junge Witwe dar, die einerseits ihr Leben in vollen Zügen genießen möchte, die andererseits aber zu sehr auf den verstorbenen Mann fixiert ist und die Vergangenheit einfach nicht loslassen will. Das Auftauchen des Geistes Jamie macht ihr Leben noch um einiges komplizierter, führt aber letzlich zur unausweichlichen Entscheidung.

Ein melancholischer Film, der auch einige unglaublich komische Momente bietet. Die Frage, ob der Geist Jamies nur der Phantasie der Witwe entsprungen ist, wird im Film nicht eindeutig geklärt und bietet dem Zuschauer Gelegenheit zur eigenen Interpretationsleistung.
Mir hat der Film aufgrund der authentischen Beschreibung der Trauerproblematik und aufgrund der schauspielerischen Leistungen aller Akteure gut gefallen - die Story hätte aber noch ein wenig komplexer sein können. Dank DVD-Technologie kann man den Film glücklicherweise auch auf Englisch genießen, was man auf jeden Fall tun sollte - allein schon wegen Alan Rickman's Stimme!

Ein guter Film      4 von 5 Punkten
Dieser Film ist wirklich gut. Die beiden Hauptdarsteller sind sympathische Charaktere und zeigen eine beeindruckende Leistung. Die Sprache ist recht einfach zu verstehen (mit Untertitel ist es noch einfacher), aber man braucht die Dialoge eigentlich nicht, um den Film zu verstehn. Was hauptsächlich der guten Leistung von Juliet Stevenson und Alan Rickman zu verdanken ist.
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