DVDs: Michel Piccoli

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Die Spaziergängerin von Sans-Souci (Classic Edition) - Romy SchneiderDie Spaziergängerin von Sans-Souci (Classic Edition)
Romy Schneider, Michel Piccoli, Helmut Griem

DVD, 2. April 2004
     Verkaufsrang: 3216      Der Artikel ist bald verfügbar. Sichern Sie sich jetzt Ihr Exemplar!

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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ROMY SCHNEIDER-SPAZIERGÄNGER

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 5 Bewertungen)

Grandios      5 von 5 Punkten
Sehr wahrscheinlich sind es die persönlichen dramatischen Ereignisse zu dieser Zeit im Leben der Romy Schneider, die diesem Film - ihrem letzten -für viele eine so besondere Bedeutung geben.
Gerade deshalb wirkt das bewegende Zusammenspiel mit einem halbwüchsigen Jungen, so kurz nach dem tragischen Tod des eigenen Sohnes der Schauspielerin, auf den Zuschauer so ergreifend und gleichzeitig bedrückend. Bereits im Vorfeld macht sich da beim Zuschauer eine erwartungsvolle Stimmung breit und diese wird nicht enttäuscht. Gewöhnungsbedürftig bei der deutschen Fassung ist allerdings die Synchronstimme der Schneider - da der Film seinerzeit in französischer Sprache verfilmt wurde, war eine Synchronisation der deutschen Fassung im Originalton der Schneider durch ihr plötzliches Ableben kurz nach Beendigung der Dreharbeiten zu diesem Film nicht mehr möglich. Das wirkt dann im ersten Moment ein wenig befremdlich.
Doch abgesehen davon, ist der Film an sich sehr ansprechend und besticht durch gute Darsteller, anspruchsvolle Handlung und ein gutes Drehbuch. Herausragend ist sowohl die Darstellung der Schneider und Michel Piccoli.
Das Zusammenspiel von Schneider/Piccoli ist wie immer sehr stimmig - fast hat man das Gefühl, ein reales Paar zu erleben. Die Zerbrechlichkeit der Schneider wirkt neben der kraftvollen, "bärigen" Erscheinung von Piccoli fast mit Händen greifbar und bietet so den perfekten Rahmen für diese sensibel und spannend erzählte Geschichte. Eingebettet in eine interessante Story und umgeben von stimmungsvoller Musik beginnt so die Zeitreise in das vermutlich dunkelste Kapitel deutscher Geschichte des letzten Jahrhunderts. Hier ist die Kombination aus Drama, Krimi und Liebesgeschichte vor geschichtlicher Kulisse wirklich ausgezeichnet gelungen. Der Aufbau des Films ist in Rückblenden erzählt und klar strukturiert.
Mit Sicherheit einer der besten Filme mit Romy Schneider. Ein Teil des Mythos um Romy Schneider, weil es eben auch ihr letzter ist. Gleichzeitig steht "Die Spaziergängerin von Sans-Souci" als Mahnmal für vergangene historische Ereignisse und ergreift den Zuschauer besonders durch sein bitteres Ende. Vergangenheit ist ja auch immer ein Stück Gegenwart. Selten hat mich ein Film so berührt und betroffen gemacht. Insbesondere der Ausgang des Filmes verleiht ihm eine so besondere Note und hebt ihn meiner Meinung nach von der Vielzahl vergleichbarer Filme über das Naziregime und den Antisemetismus ab. In jeder Hinsicht absolut empfehlenswert.


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Das große Fressen - Marcello MastroianniDas große Fressen
Marcello Mastroianni, Michel Piccoli, Philippe Noiret

DVD, 20. September 2005
     Verkaufsrang: 3022      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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arthaus Das grosse Fressen (Kult!), USK/FSK: 18+ VÃ-Datum: 20.09.05

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 11 Bewertungen)

In den See mit einem Gewicht an den Füßen!      4 von 5 Punkten
Diese Freßorgie ist eine schon besonders degenerierte Geschichte. Vier unterschiedliche Charaktere könnte es kaum geben. Da ist Marcello, der immer geile Macho. Auf der anderen Seite der Richter Philippe. Zu Hause unterdrückt und doch bemuttert. Des Weiteren Michel von der Kunst beseelt und schließlich und endlich der Koch und Gourmet Ugo.
Die vier Protagonisten ziehen sich auf ein Anwesen zurück um sich mit Hilfe von Lebensmitteln den Garaus zu machen. Schon die Anlieferung des Essens ist köstlich.
Sehr schnell wird klar, dass insbesondere Marcello seinen Reproduktionstrieb nicht unterdrücken kann. So lassen sie sich ein paar Konkubinen kommen. Und dann stößt eher zufällig die Lehrerin und Rubensfrau Andrea dazu. Ein Wechselspiel zwischen Essen reinpressen und Fleischeslust beginnt. Die käuflichen Damen verlassen das sinkende Schiff. Nur Andrea bleibt und genießt.
Der geborene Ästhet wird sich bei der einen oder anderen Szene angewidert abwenden. Damit gewinnt der Provokateur die Oberhand. Gut so.


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Belle de Jour - Catherine DeneuveBelle de Jour
Catherine Deneuve, Jean Sorel, Michel Piccoli

DVD, 19. August 2006
     Verkaufsrang: 7094      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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BELLE DE JOUR

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 10 Bewertungen)

Absurde Spiele      5 von 5 Punkten
Der Film funktioniert für mich am besten als absurde Komödie über das menschliche Sexualleben. Denn der Skandal, dass eine bürgerliche Frau sich selbst und freiwillig zur Prostituierten macht, ist inzwischen kein solcher mehr. Zu sehr haben sich die Milieus einander genähert. Und zu sehr ist Sex und Prostitution ein Teil der Mediengesellschaft geworden, als dass sich noch irgendjemand über das Thema wirklich aufregen könnte.

Scheinbar erzählt der Film eine traurige, tragisch endende Geschichte. Die junge, von der wunderschönen Catherine Deneuve dargestellte Severin empfindet in ihrer Ehe keine Lust. Denn diese ist für sie an Gewalt und Unterwerfung gebunden, während ihre Ehe dagegen äußerst liebevoll, gleichberechtigt ist. Um Erfüllung im Leben zu finden, versucht sie deshalb, das Leben mit den bürgerlichen Idealen in der Ehe mit den Abgründen der Prostitution zu verbinden. Ein Versuch, der in der Entstehungszeit des Films natürlich zum Scheitern verurteilt war. Ein Kunde verliebt sich in sie, kann nicht akzeptieren, sie nur zu einem Teil zu besitzen. Es kommt zu einer Eskalation, zur Gewalt, und am Ende hat Severin natürlich beide Leben verloren. Eine in jeder Hinsicht unerfüllte Zukunft wartet auf sie.

Spannend macht der Film die Frage, ob die beiden Leben der Severin heute noch unvereinbar wären. Zwar haben wir es heute nicht mehr so mit der bürgerlichen Moralvorstellung. Möglicherweise würden die Geschehnisse immer noch einen hämischen, verletzenden Artikel in der Bildzeitung nach sich ziehen. Aber selbst das kann man heute wohl ertragen. Dennoch wirkt der Konflikt aktuell. Man würde heute nur die Frontlinie anders ziehen: Ist eine liebevolle Beziehung mit einer leidenschaftlichen Beziehung vereinbar? Und zerstört man nicht zwangsweise beides, wenn man versucht, dass Leben in Liebe und in Lust dauerhaft zu verbinden? Jedenfalls, wenn man gezwungen ist, dies außerhalb der einen Partnerschaft zu versuchen? Vielleicht lohnt sich ja demnächst ein Remake.

Aber die Stärke des Films ist noch eine andere. Sex wird hier als etwas Absurdes dargestellt. Luis Buñuel profitiert hier davon, dass Sex zwar zeitweise Erfüllung bringt, diese aber nie auf Dauer erhalten bleibt. Die Figuren im Film bleiben deshalb in ihren Handlungsmustern gefangen. Vielleicht am witzigsten ist dies in der Figur des erfolgreichen Arztes dargestellt, dessen Rollenspiele festen Regeln folgen, die kompromisslos und ohne Überraschung jedes Mal eingehalten werden müssen. Wir sehen Menschen, die nicht mit ihrer Sexualität spielen, sondern die Spielball ihrer Lüste sind. "Wie kann man nur so tief sinken", sagt Severin und ist doch selbst schon tief gefallen als Opfer ihrer eigenen Sexualität. Dass keine der vielen Figuren im Film merkt, wie lächerlich sie ist, das begründet die schwarze Komik des Films. Und dieser ist damit hoch unterhaltsam. Das zwanghafte Handeln der Figuren kann den Zuschauer durchaus zum Lachen bringen.

So bleibt der Film wohl doch in seiner Konsequenz aktuell. Auch wenn die Rituale der heutigen Zeit wohl andere wären. Auch Sex kennt Moden. Nur die Schönheit der Deneuve, die wird wohl nicht so schnell aus der Mode kommen.


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Das Mädchen und der Kommissar - Romy SchneiderDas Mädchen und der Kommissar
Romy Schneider, Michel Piccoli

DVD, 4. Februar 2008
     Verkaufsrang: 19691      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 4,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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DAS MÄDCHEN UND DER KOMMISSAR

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Klassischer Polizeithriller mit Traumpaarung      5 von 5 Punkten
Polizist Max (Michel Piccoli) ist von seiner Arbeit frustriert. Er muss für ein Erfolgserlebnis dringend eine Gangsterbande auf frischer Tat ertappen. Also legt er einen Köder aus, macht sich an die Prostituierte Lily (Romy Schneider) heran und versorgt sie mit Informationen, in der Hoffnung, dass sie selbige an eine Bande von Kleingangstern weitergibt, der sie nahe steht. Der Plan scheint aufzugehen, Max steht kurz vor der Verhaftung. Doch dann kommt alles etwas anders als man denkt...

Claude Sautets DAS MÄDCHEN UND DER KOMMISSAR aus dem Jahr 1971 lehnt sich deutlich an den amerikanischen Film Noir der 40er an, was Figuren, Struktur und Details betrifft. Der (Anti-)Held und Vertreter der "Guten" ist ein zwiespältiger Charakter, der sich kaum von den "Bösen" unterscheidet. Michel Piccoli spielt diesen kühlen, unnahbaren Polizisten ohne Scheu vor Ablehnung durch das Publikum. Wie sehr er sich durch die Bekanntschaft mit Lily von einem knallharten Cop zum liebenden Mann entwickelt, das verstehen wir lediglich ganz am Ende durch eine einzige Tat, die nur aus Liebe geschehen kann. Darüber hinaus wird nie über Gefühle gesprochen, für sie ist ohnehin kein Platz in dieser zynischen Welt, in der sich alle gegenseitig benutzen und manipulieren. Nur Lily zeigt Gefühle - sie ist aufbrausend, heiter, traurig, erschüttert, ausgelassen, wütend, alles gleichzeitig. Romy Schneider spielt ihre straßenschlaue Hure mit sensibler Kaltschnäuzigkeit, kann ihre einzigartige Klasse aber nicht verbergen (wie sollte sie auch?). Eine Romy Schneider wird man im wahren Leben nicht auf dem Straßenstrich finden, sie ist die reine Kino-Illusion, nie ganz von dieser Welt, berückend schön, stark und zerbrechlich. Welcher kaltherzige Kerl würde nicht morden, um sie zu schützen? Piccoli, Schneider und Sautet haben mehrere Filme miteinander gemacht - dieser und der ein Jahr zuvor entstandene "Die Dinge des Lebens" gehören zu ihren besten Werken.

Die DVD bietet den Film in sehr guter Bildqualität (anamorphes 1,85er Format), der deutsche Ton allerdings ist nicht gerade optimal (in 5.1 und 2.0). Der O-Ton hört sich besser an, und es ist natürlich ein Erlebnis, Romy Schneider auf Französisch (mit ein paar deutschen Wörtern) zu lauschen. Untertitel sind keine vorhanden, ein paar Extras (Trailer, Slideshow, Filmografien) sind kaum der Rede Wert.


Themroc - Michel PiccoliThemroc
Michel Piccoli, Beatrice Romand, Marilù Tolo

DVD, 20. Juli 2004
     Verkaufsrang: 10493      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 20,99 (versandkostenfrei nach D, CH und A, Versandbedingungen s.o.)
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Eurovideo Themroc (Kannibalen-Kult!), USK/FSK: 16+ VÃ-Datum: 20.07.04

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 8 Bewertungen)

Anarchi!      5 von 5 Punkten
Wenn man bedenkt, das dieser Film ab FSK16 ist, und ich diesen Film gesehen habe als ich sechzehn war, und unser Fernsehprogramm zu diesem Zeitpunkt nur drei Kanäle zur Auswahl hatte, so kann ich sagen, das mich dieser Film geprägt hat, und ich mir wünsche, dass meine Kinder auch diese Art französischen Film sehen, wenn sie das entsprechende Alter haben. Schon allein deswegen habe ich diese DVD gekauft, damit sie die Kunst des französischen Films, ohne Werbeunterbrechungen genießen können.
Fünf Sterne, für einen genialen Michel Piccoli, und eine französische Filmkultur, die unerreichbar ist, für die heutige Filmindustrie.
MFG Andreas


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Trio infernal - Romy SchneiderTrio infernal
Romy Schneider, Michel Piccoli, Mascha Gonska

DVD, 1. Januar 2007
     Verkaufsrang: 18692      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,99 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

bizarr,düster,boshaft,zynisch      3 von 5 Punkten
ein sonderbarer Film,etwas zu gewollt schockierte hier der Regisseur das noch an Heimatfilme und Krimis der Miss Marple gewohnte Publikum der 60er Jahre.Einige gute Wendungen sind trotzdem drin,schwarzer Humor zur Genüge.


Trio Infernal - Ungekürzte Fassung - Romy SchneiderTrio Infernal - Ungekürzte Fassung
Romy Schneider, Mascha Gonska, Michel Piccoli

DVD, 6. Oktober 2008
     Verkaufsrang: 4437      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 15,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Schneider Klassiker!      5 von 5 Punkten
neben "Nachtblende" einer der besten Romy Schneider Filme - in ungekürzter Fassung mit Originalton und anamorphen Bild - gehört in jede Sammlung!


Das große Fressen - Marcello MastroianniDas große Fressen
Marcello Mastroianni, Michel Piccoli, Philippe Noiret

DVD, 12. Oktober 2007
     Verkaufsrang: 8196      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 9,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Arthaus Das groÃe Fressen -, USK/FSK: 16+ VÃ-Datum: 12.10.07

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

schlechtester film aller zeiten      1 von 5 Punkten
wenn man bei amazon null sterne geben könnte würde ich es machen.
sorry aber dieser film ist einfach nur peinlich.es ist mir ein rätsel wie sowas auf die leinwand kam, ok es waren andere zeiten damals aber trotzdem.
einfach nur schrott!!!

Potenzierte Völlerei und ihre Folgen!      5 von 5 Punkten
Der vorliegende Film des Regisseurs Marco Ferrer stammt aus dem Jahre 1971.
Inhaltlich hat " Das große Fressen " an Aktualität nichts verloren. Es ist ein Film, der sich mit dem Überfluss, der Nimmersattheit, der Lebensmüdigkeit, der Dekadenz und den Folgen mangelnder Disziplin der Wohlstandsgesellschaft auseinandersetzt, die durch einen dauergeilen, alternden Flugkapitän ( Marcello Mastroianni), einen depressiven Richter ( Philippe Noiret) einen lebensmüden Fernsehmoderator ( Michel Picolli ) und einen hedonistischen Spitzenkoch ( Ugo Tognazzi) dargstellt wird.
Die vier Freunde möchten mittels eines orgiastischen Fressgelages, das in der morbiden Villa des Richters stattfindet, ihrem Leben ein Ende bereiten. Sie sprechen allerdings nicht vom Tod, sondern ständig nur vom Essen.
Wie man den Infos des Kulturspiegels entnehmen kann, haben die lukullischen Köstlichkeiten, die für " Das große Fressen " benötigt wurden, damals rund 200.000 Euro gekostet. Ich nenne diese Summe an dieser Stelle, um zu verdeutlichen, mit welch einer Fülle von Lebensmitteln das Auge des Betrachters fertig werden muss. Was hier gezeigt wird ist nicht kultivierter Genuss, sondern das erschreckende Gegenteil davon. Für Gourmets ist dieser Streifen ein Horror.
Der Koch bereitet pausenlos Speisen zu und die Männer fressen und saufen immerfort, beginnend mit Austern und Champagner, fortgesetzt mit so vielen unterschiedlichen voluminösen Speisen, wie man sie von Menüs aus dem Barockzeitalter kennt.
Den Männern ist bewusst, dass ihre Körper diese Opulenz nicht aushält. Die Blähungen lassen nicht lange auf sich warten.
Zu Beginn drängt es sie noch dazu ihre Sexualität auszuleben. Sie ordern junge Prostituierte, an denen sich insbesondere der Flugkapitän delektiert. Die jungen Mädels sind allerdings rasch angewidert von dem Fressgelage und der Dekadenz der alternden Männer und verlassen alsbald die Villa.
Eine dralle Lehrerin, mit riesigen Brüsten ( Andrea Ferreol , - sie hatte für den Film damals 20 kg zugenommen- und sieht aus wie ein Urweibchen ) bleibt bei der illustren Männertruppe, stopft gierig alle Speisen, die der Koch zubereitet, in sich hinein und genießt den Sex mit Todgeweihten, die im Laufe der Filmhandlung alle das Zeitliche segnen, weil ihre Körper den oralen und sonstigen Strapazen nicht gewachsen sind. Nur dieses Urweib ist in der Lage mit der Fülle sinnlicher Genüsse fertig zu werden. Sie ist robuster als die Männer.
Eine nicht uninteressante Botschaft des Films.

Auffallend ist der Mangel an Empathie dieser illustren Gesellschaft, die den Tod der einzelnen Mitglieder keinen Moment betrauert, sondern nur mit sich und ihrer Fresssucht und Lüsternheit befasst ist.

Ästhetisch veranlagte Menschen werden bei diesem Film Ekel empfinden und erst mal eine Weile Abstand brauchen, um wohldosierte Gaumenfreuden erneut genießen zu können.

Der Film ist bei allem sehr lehrreich, weil er zeigt wie wichtig es im Leben ist maßvoll und diszipliniert zu sein.

Die schauspielerische Leistung der Protagonisten ist hervorragend. Die Dialoge sind sehr ausgefeilt und unterstreichen die dekadenten Bilder des Films.
Die Bild und Tonqualität sind bestens.



Empfehlenswert.


Le mépris - Die Verachtung - Brigitte BardotLe mépris - Die Verachtung
Brigitte Bardot, Michel Piccoli, Jack Palance

DVD, 3. Dezember 2002
     Verkaufsrang: 12624      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 14,95 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Kinowelt Die Verachtung - Le Mepris, USK/FSK: 16+ VÃ-Datum: 02.12.02

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 6 Bewertungen)

Traumwelten.      5 von 5 Punkten


Der Regisseur dieses sowohl gedanklich als auch visuell beeindruckenden Filmes ist Jean -Luc Godard. Der Filmhandlung fußt auf dem gleichnamigen Roman von Alberto Moravia mit dem Titel " Die Verachtung ".
Worum geht es?
Der junge Autor Paul Javal ( Michel Piccoli) soll im Auftrag des amerikanischen Produzenten Jeremy Prokosch das Drehbuch für einen Film umschreiben.
Gedreht werden sollen die Irrfahrten des Odysseus. Prokosch hat Fritz Lang( er spielt sich im Film selbst) für die Regie beauftragt, mag aber dessen " Kunstkino " nicht.
Javal , der bislang Romane geschrieben hat und mit der schönen Camille ( Brigitte Bardot) in beengten Verhältnissen lebt, unterschreibt den Vertrag, weil er eine Wohnung kaufen möchte, um seiner Frau etwas zu bieten. Camille liebt ihren Mann grenzenlos und steht dem Projekt eher kritisch gegenüber. Sie mag Prokosch nicht, der sich für sie aber stark interessiert. Dennoch lässt Paul, der dies weiß, seine Frau immer wieder mit dem Produzenten alleine, sodass in Camille der Gedanken reift, ihr Mann wolle sie als Mittel für seine persönlichen Karriereinteressen einsetzen. Sie beginnt ihren Mann daraufhin zu verachten......
Die Geschichte korrespondiert mit jener von Odysseus und der treuen Penelope, von der man annimmt, dass sie sich nach der langen Abwesenheit ihres Gatten ebenfalls von ihm abwandt, weil Odysseus nach seiner Wiederkehr ihre Freier hatte töten lassen, obschon er deren Geschenke keineswegs verschmähte.
Fritz Lang möchte übrigens Textstellen von Hölderlin und Dante in den Film einfließen lassen, zitiert diese Passagen auch sehr beeindruckend und verdeutlicht in seinen klugen Reflexionen zudem, was die Kinowelt eigentlich ist.
Bardot und Piccoli wirken als Filmpaar auf mich nicht besonders überzeugend, obschon beide ihre Rolle hervorragend spielen.
Klar geworden ist mir , was den eigentlichen Reiz von Brigitte Bardot ausmachte. Dass sie wunderschön ist, wird keiner bestreiten wollen, aber schön sind andere Schauspielerinnen auch. Bardots Bewegungen sind geschmeidig , sehr langsam, fast lethargisch. Sie verleihen ihrer Schönheit etwas Erhabenes, dass ich so an keiner anderen Schauspielerin bislang feststellen konnte. Bardot wirkt beinahe entrückt. Diese Gegebenheit scheint Piccoli Probleme zu machen, der , bei allem schauspielerischen Können, ihr letztlich als männliches Pendant nicht ebenbürtig ist. Er erscheint wenig gelassen, fast zappelig. Das hat mich etwas gestört.

Dennoch ein sehr schöner Film, mit phantastischen Außenaufnahmen.

Empfehlenswert.


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Die Verachtung - SZ-Cinemathek - Brigitte BardotDie Verachtung - SZ-Cinemathek
Brigitte Bardot, Michel Piccoli, Jack Palance

DVD, 3. Dezember 2005
     Verkaufsrang: 8070      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,99 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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VERACHTUNG,DIE

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Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Traumwelten!      4 von 5 Punkten
Der Regisseur dieses sowohl gedanklich als auch visuell beeindruckenden Filmes ist Jean -Luc Godard. Der Filmhandlung fußt auf dem gleichnamigen Roman von Alberto Moravia mit dem Titel " Die Verachtung ".
Worum geht es?
Der junge Autor Paul Javal ( Michel Piccoli) soll im Auftrag des amerikanischen Produzenten Jeremy Prokosch das Drehbuch für einen Film umschreiben.
Gedreht werden sollen die Irrfahrten des Odysseus. Prokosch hat Fritz Lang( er spielt sich im Film selbst) für die Regie beauftragt, mag aber dessen " Kunstkino " nicht.
Javal , der bislang Romane geschrieben hat und mit der schönen Camille ( Brigitte Bardot) in beengten Verhältnissen lebt, unterschreibt den Vertrag, weil er eine Wohnung kaufen möchte, um seiner Frau etwas zu bieten. Camille liebt ihren Mann grenzenlos und steht dem Projekt eher kritisch gegenüber. Sie mag Prokosch nicht, der sich für sie aber stark interessiert. Dennoch lässt Paul, der dies weiß, seine Frau immer wieder mit dem Produzenten alleine, sodass in Camille der Gedanken reift, ihr Mann wolle sie als Mittel für seine persönlichen Karriereinteressen einsetzen. Sie beginnt ihren Mann daraufhin zu verachten......
Die Geschichte korrespondiert mit jener von Odysseus und der treuen Penelope, von der man annimmt, dass sie sich nach der langen Abwesenheit ihres Gatten ebenfalls von ihm abwandt, weil Odysseus nach seiner Wiederkehr ihre Freier hatte töten lassen, obschon er deren Geschenke keineswegs verschmähte.
Fritz Lang möchte übrigens Textstellen von Hölderlin und Dante in den Film einfließen lassen, zitiert diese Passagen auch sehr beeindruckend und verdeutlicht in seinen klugen Reflexionen zudem, was die Kinowelt eigentlich ist.
Bardot und Piccoli wirken als Filmpaar auf mich nicht besonders überzeugend, obschon beide ihre Rolle hervorragend spielen.
Klar geworden ist mir , was den eigentlichen Reiz von Brigitte Bardot ausmachte. Dass sie wunderschön ist, wird keiner bestreiten wollen, aber schön sind andere Schauspielerinnen auch. Bardots Bewegungen sind geschmeidig , sehr langsam, fast lethargisch. Sie verleihen ihrer Schönheit etwas Erhabenes, dass ich so an keiner anderen Schauspielerin bislang feststellen konnte. Bardot wirkt beinahe entrückt. Diese Gegebenheit scheint Piccoli Probleme zu machen, der , bei allem schauspielerischen Können, ihr letztlich als männliches Pendant nicht ebenbürtig ist. Er erscheint wenig gelassen, fast zappelig. Das hat mich etwas gestört.

Dennoch ein sehr schöner Film, mit phantastischen Außenaufnahmen.
Die Ton- und Bildqualität sind gut.
Empfehlenswert!


Passion - Hanna SchygullaPassion
Hanna Schygulla, Michel Piccoli, Isabelle Huppert

DVD
     Verkaufsrang: 19243     

Bei Amazon direkt z.Zt. nicht lieferbar,   Bei anderem Anbieter bestellen

Passion aus dem Jahr 1982 ist eine Reflexion über das Filmemachen, über Liebe und Arbeit, Leidenschaft und Leiden. Ein polnischer Regisseur dreht in der Schweiz unter zunehmenden Schwierigkeiten einen Film, zu dem er sich gelegentlich Komparsinnen aus der nahe gelegenen Fabrik holt. Für Jerzy, den Regisseur, ergeben sich daraus interessante, vielfältige Begegnungen, auch mit einer entlassenen jungen Arbeiterin, die ihre Kolleginnen zu solidarisieren versucht. Begegnungen mit Stars in ihren jungen Jahren erlebt wiederum der Zuschauer in diesen mehrfach gebrochenen Geschichten unterschiedlicher Protagonisten: Godard selbst spielt den Filmemacher, Isabelle Huppert die junge Arbeiterin, Hanna Schygulla die Frau eines Fabrikanten. Ein weiterer ungewöhnlicher Aspekt der Inszenierung ist die sorgfältige Nachstellung berühmter Gemälde in lebenden Bildern...



Blutige Hochzeit - Stéphane AudranBlutige Hochzeit
Stéphane Audran, Michel Piccoli, Claude Piéplu

DVD, 22. November 2007
     Verkaufsrang: 27688      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 10,97 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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GOM Claude Chabrols - blutige Hochzeit, USK/FSK: 16+ VÃ-Datum: 25.04.08

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Schicksalhafte erotische Obsessionen      4 von 5 Punkten
"Blutige Hochzeit" von Claude Chabrol aus dem Jahr 1972 ist für mich einer seiner besten Filme aus dieser Schaffensperiode. Allerdings funktioniert der Film doch besser als Film noir, seine politische Brisanz sehe ich heute aus der historischen Entfernung nicht mehr - die beiden männlichen Hauptdarsteller spielen eben Lokalpolitiker.
"Blutige Hochzeit" schildert die obsessive erotische Affäre zweier Verheirateter: mit der Zielstrebigkeit und Erbarmungslosigkeit einer griechischen Tragödie werden ständig falsche Entscheidungen getroffen, und am Schluss bleibt von der großen Liebe für alle Beteiligten ein Scherbenhaufen zurück. Das alles ist zunächst recht langsam inszeniert, aber mit stimmungsvoller Originalität, die auch - bei Chabrol nicht allzu häufig - vor "großen" melodramatischen Filmbildern nicht zurückschreckt. Manchmal ist auch Hitchcock nicht fern.
Michel Piccoli und Stéphane Audran sind die verbissenen Ehebrecher, denen Chabrol ohne rechte Sympathie folgt - höchstens mit dem Interesse des Insektenforschers. Aus dieser bürgerlichen Hölle aus Heuchelei und Fassade gönnt das Schicksal kein Entrinnen. Auch heute ist das noch sehr sehenswert, umsomehr als der Film auf dieser DVD im Vergleich zu anderen alten Chabrolfilmen hier in sehr guter Bildqualität zu sehen ist.

NB: Aber auch bei dieser DVD der Chabrol-Edition von Galileo-Medien möchte ich vehement meinen Unmut darüber äußern, dass die DVDs derart lieblos und spartanisch herausgebracht werden. Gerade bei alten Klassikern so etwas wie zusätzliche Information zu erwarten, ist wohl nicht zu viel verlangt. Aber hier: kein Booklet, keine Extras, die sich auf den Film beziehen. Soviel Ignoranz verdient einen Stern weniger.

Wenn der Postmann zweimal klingelt - Chabrols Thriller-Farce      5 von 5 Punkten
Claude Chabrols BLUTIGE HOCHZEIT aus dem Jahr 1973 schildert die heiße Liebesaffäre zwischen Bürgermeistergattin Stéphane Audran und Stadtrat Michel Piccoli, die zum Mord der jeweiligen Ehepartner führt. Doch die Rechnung haben die beiden ohne den Wirt gemacht...
Wie so oft attackiert Chabrol in seinem Psychodrama/Thriller die bürgerliche Klasse, in diesem Fall speziell die Kleinstadtpolitik, die er komplett der Lächerlichkeit preisgibt. Nicht zufällig erinnert BLUTIGE HOCHZEIT streckenweise stark an Luis Bunuels kurz vorher entstandenen Klassiker "Der diskrete Charme der Bourgeoisie", in dem Chabrols Ehefrau Audran eine der Hauptrollen spielte. So ist BLUTIGE HOCHZEIT deutlich absurder als Chabrols vorangegangene Filme, die Kritik an Unmoral und Machenschaften der herrschenden Klasse wird zur Farce. Wenn Stéphane Audran in offizieller Funktion ein Fußballspiel eröffnet, vergeudet sie keinen Blick auf das Spiel, und wenn ihr Ehemann Claude Piéplu während einer Kinder-Theateraufführung zu einer Rede ansetzt, beendet Chabrol einfach abrupt die Szene und zeigt damit seine komplette Verachtung für das inhaltsleere Geschwätz der Politik.
Zweites Vorbild des Films neben Bunuel ist James M. Cains klassische Noir-Geschichte "Wenn der Postmann zweimal klingelt", aus dem die komplette Durchführung des Mordplans übernommen ist. In einer wunderbaren kleinen Sequenz sehen wir einen Brief, der durch mehrere Hände in der Poststation wandert, sortiert und schließlich ausgeliefert wird, während wir aus dem Off den brisanten Inhalt hören.
Stéphane Audran und Michel Piccoli spielen ihr ehebrecherisches Pärchen bewusst überzogen (sie fallen praktisch jedesmal übereinander her, wenn sie sich begegnen) und pflegen ihren Sex gern an gefährlichen Orten (im Wald und einem historischen Schloss), auch dies ein Querverweis auf Bunuel. Als Thriller funktioniert der Film eher nicht, dafür aber als moralisches Drama und schwarze Komödie. Als solche ist BLUTIGE HOCHZEIT auch sehr sehenswert, selbst wenn er unter Chabrol-Fans einen geringeren Stellenwert einnimmt.

Die DVD präsentiert BLUTIGE HOCHZEIT in akzeptabler Bildqualität (Format ist 1,85, aber nicht anamorph), Ton ist Deutsch und Französisch, deutsche Untertitel sind optional vorhanden. Zwei Chabrol-Trailer gibt's als Extra.


Das Mädchen und der Kommissar - SZ-Cinemathek - Michel PiccoliDas Mädchen und der Kommissar - SZ-Cinemathek
Michel Piccoli, Romy Schneider, Bernard Fresson, Francois Perier, George Wilson

DVD, 6. September 2007
     Verkaufsrang: 7776      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 12,99 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 2 Bewertungen)

Klassischer Polizeithriller mit Traumpaarung      5 von 5 Punkten
Polizist Max (Michel Piccoli) ist von seiner Arbeit frustriert. Er muss für ein Erfolgserlebnis dringend eine Gangsterbande auf frischer Tat ertappen. Also legt er einen Köder aus, macht sich an die Prostituierte Lily (Romy Schneider) heran und versorgt sie mit Informationen, in der Hoffnung, dass sie selbige an eine Bande von Kleingangstern weitergibt, der sie nahe steht. Der Plan scheint aufzugehen, Max steht kurz vor der Verhaftung. Doch dann kommt alles etwas anders als man denkt...

Claude Sautets DAS MÄDCHEN UND DER KOMMISSAR aus dem Jahr 1971 lehnt sich deutlich an den amerikanischen Film Noir der 40er an, was Figuren, Struktur und Details betrifft. Der (Anti-)Held und Vertreter der "Guten" ist ein zwiespältiger Charakter, der sich kaum von den "Bösen" unterscheidet. Michel Piccoli spielt diesen kühlen, unnahbaren Polizisten ohne Scheu vor Ablehnung durch das Publikum. Wie sehr er sich durch die Bekanntschaft mit Lily von einem knallharten Cop zum liebenden Mann entwickelt, das verstehen wir lediglich ganz am Ende durch eine einzige Tat, die nur aus Liebe geschehen kann. Darüber hinaus wird nie über Gefühle gesprochen, für sie ist ohnehin kein Platz in dieser zynischen Welt, in der sich alle gegenseitig benutzen und manipulieren. Nur Lily zeigt Gefühle - sie ist aufbrausend, heiter, traurig, erschüttert, ausgelassen, wütend, alles gleichzeitig. Romy Schneider spielt ihre straßenschlaue Hure mit sensibler Kaltschnäuzigkeit, kann ihre einzigartige Klasse aber nicht verbergen (wie sollte sie auch?). Eine Romy Schneider wird man im wahren Leben nicht auf dem Straßenstrich finden, sie ist die reine Kino-Illusion, nie ganz von dieser Welt, berückend schön, stark und zerbrechlich. Welcher kaltherzige Kerl würde nicht morden, um sie zu schützen? Piccoli, Schneider und Sautet haben mehrere Filme miteinander gemacht - dieser und der ein Jahr zuvor entstandene "Die Dinge des Lebens" gehören zu ihren besten Werken.

Die SZ Cinemathek bietet den Film in sehr guter Bildqualität (anamorphes 1,85er Format), der deutsche Ton allerdings ist nicht gerade optimal. Der O-Ton hört sich besser an, und es ist natürlich ein Erlebnis, Romy Schneider auf Französisch (mit ein paar deutschen Wörtern) zu lauschen. Extras sind keine vorhanden, für die Série Noir wurde von der Cinemathek nicht einmal ein eigener Trailer (wie bei den Screwballs und Traumfrauen) konzipiert.

Unerreicht      5 von 5 Punkten
Der Französische Titel des Films ist klasse. Übersetzt heißt der Titel: "Max und die Schrotthändler".
Michel Piccoli und Romy Schneider stehen im Mittelpunkt eines Existenzdramas. Im Rahmen eines Routinekrimis entwickelt sich zwischen den beiden Stars, eine Beziehung mit einem offenen Ende.
Der Polizist Max und das Mädchen Lily verfolgen zunächst eigene Ziele: Max will einer Gangsterbande das Handwerk legen, Lily braucht Geld. Durch Konversation wirkt jeweils der eine Gesprächspartner auf dem anderen jedoch ohne Absicht ein. (Es gibt eine Szene, die mir besonders am Herzen liegt: Max und Lily spielen Karten, sie zählt ihre Punkte auf Deutsch. Max beobachtet sie dabei). Lily ändert sich, will ihr Leben ändern, Max verfolgt weiterhin sein Ziel, aber nicht blindlings, sondern mit Rücksichtnahme auf das Mädchen. Sein Plan hat gewirkt: Die Bande schlägt zu und sie wird unspektakulär von der Polizei erfasst. Da die Polizei alle Mitwisser einsperren will, setzt sich Max für Lily ein: Sie hat damit nichts zu tun. Sie ist nicht mehr dieselbe. Sie darf nicht eingesperrt werden. Der Dialog bleibt aber fruchtlos.
Max muss also noch gegen die unerbittliche Bürokratie und mittelalterliche Denkweise einiger Gesetzeshüter kämpfen. Um Lilys Leben zu retten sieht er sich gezwungen einen Polizisten zu töten.
Der Schluss ist beispiellos humanistisch zu verstehen. Max und Lily haben eine Ebene erreicht wo die Sprache nicht mehr nötig ist. Der letzte Blick zwischen Max und Lily spricht mehr als tausend Worte.


Das Mädchen und der Kommissar - Michel PiccoliDas Mädchen und der Kommissar
Michel Piccoli, Romy Schneider, Bernard Fresson

DVD, 28. Mai 2004
     Verkaufsrang: 21648     

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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 3 Bewertungen)

gut gemachter Krimi mit Pointe am Schluß      3 von 5 Punkten
Krimi-Unterhaltung auf französisch,daher ein touch psychologische Überraschung zum Schluß,auch wenn's weit hergeholt ist.Sehenswert,wenn auch kein Meisterwerk.

Klassiker des französischen Kinos      4 von 5 Punkten
"Das Mädchen und der Kommissar" aus dem Jahre 1971 war die zweite Zusammenarbeit Romy Schneiders mit Claude Sautet, einem Regisseur, der wie kaum ein Zweiter die Sensibilität und das Talent der Schauspielerin ins rechte Licht rücken konnte.
Der Inhalt wurde an dieser Stelle schon eingehend geschildert: es ist im Grunde eine böse Falle, die der Polizist Max (Michel Piccoli) einer Gruppe von Kleinganoven stellt. Mit Hilfe der ahnungslosen Prostituierten Lily (Romy Schneider) manipuliert er die Gangster, eine Bank zu überfallen, um die Männer dann gleich festnehmen zu können.
Sautet wertet auch in diesem Film nicht, aber er zeigt doch deutlich, bei wem seine Sympathien liegen. Denn es erscheint hier noch unmoralischer, eine menschenverachtende Intrige zu planen - und wenn sie auch im Namen des Gesetzes passiert - als kleine Eigentumsdelikte zu begehen. Michel Piccoli, hier sicher in einer der unsympathischesten Rollen seiner Karriere, ist von Beginn an ein Getriebener, der mit verkniffenem Gesicht seine Art der Gerechtigkeit exekutiert. Seine Gegenspielerin Romy Schneider ist alles, was er nicht ist: lebenslustig, offen und sensibel. Max benutzt Lily und liebt sie auf seine verquere Art wohl auch: eine Kombination, die nur in die Katastrophe führen kann...
Einen Sautet-Film im 21. Jahrhundert anzuschauen ist immer noch unerhört lehrreich: eine ruhige, beobachtende Kamera begleitet eine Handvoll Menschen, die nie Schablonen sind - alle haben hier ihre Geschichte und ihren Charakter. Ernsthaftes, intelligentes UND unterhaltsames Kino.

NB: Diese Billig-DVD bietet zum französischem Originalton leider nicht einmal deutsche Untertitel. Die deutsche Tonspur mit Romy Schneiders Originalstimme ist auch schon recht klirrend. Daher 1 Stern Abzug.

ein empfehlenswerter Film      5 von 5 Punkten
Ich habe mir den Film wegen Romy Schneider gekauft und finde dass man in dem Film u. a. auch sieht wie sehr sich Romy Schneider weiter entwickelt hat. Sie hat ihr Sissi-Image wirklich abgelegt. Michel Piccoli und Romy Schneider haben wunderbar zusammen gespielt (ein Dreamteam! Der Film ist sehr empfehlenswet!
Der Inhalt:
Hauptwachtmeister Max ist kein Polizist wie die andere. Eigenbrötlerisch und unnachgiebig, hat er von seinem Beruf sehr persönliche Ansichten. Sein großer Traum ist, einmal einen Banditen auf frischer Tat zu ertappen. Gerade hat er in dieser Beziehung wieder eine Enttäuschung erlebt, aber sein Vorgesetzter, der Kommissar, ordnet an, daß die Nachforschungen fortgesetzt werden. Verbittert gehorcht Max. Da trifft er Abel, einen alten Jugendfreund, der auf die schiefe Bahn geraten ist. Diese Begegnung soll ihm einen teuflischen Plan verwirklichen helfen: Er erfährt, daß Abel mit seiner Bande von Schrotthändlern in der Gegend von Nanterre von Diebstahl und Raub lebt. Kaltblütig erfindet Max einen Überfall, den er Abel in die Schuhe schiebt. Der Kommissar stellt daher für Max eine Verbindung zum Kommissar in Nanterre her, der die Aktionen der Bande überwacht. Um das von ihm inszenierte Spiel zu steuern, spricht Max eines Abends eine Prostituierte an. Es ist Lily, die mit Abel zusammenlebt. Max gibt sich für Felix, den reichen Bankier, aus, bezahlt Lily, schläft aber nicht mit ihre um sie zu verwirren. - Zwischen Max und dem Mädchen bahnt sich ein merkwürdiges Verhältnis an. Lily hängt an diesem merkwürdigen Klienten. Bald vergleicht sie seine gesicherte Existenz mit Abels erbärmlichen Leben. Eines Abends ist Felix gemein zu Lily, und aus Wut darüber stiftet sie Abel zu einem Überfall auf Felix` Bank an Abel macht mit. Felix verrät Lily den angeblichen Termin eines Geldtransports. Am Tag des Überfalls eilt Lily, von bösen Vorahnungen getrieben, zu Abel. Aber zu spät: Sie wird von Max, der sich zu erkennen gibt, mit der Bande verhaftet. Kommissar Rosinsky weigert sich, Lily, die unschuldig ist, freizulassen. Aus Zorn darüber erschlägt ihn Max kaltblütig. Vor den Augen der armen Lily wird er von der Polizei abgeführt.


Danger - Diabolik [UK IMPORT] - Adolfo CeliDanger - Diabolik [UK IMPORT]
Adolfo Celi, Michel Piccoli, John Phillip Law, Terry Thomas, Marisa Mell

DVD, 13. August 2007
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Preis: € 11,99 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 5.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Wer bitteschön ist James Bond ?      5 von 5 Punkten
Das muss man sich mal reinziehen : ein Superverbrecher, der seit Jahrzehnten die Fumetti-Abteilung sämtlicher italophilen Kioske dominiert, hat hier seinen ersten und bis dato einzigen Filmauftritt.
Aber dieser ist die Wucht in Tüten, hat doch niemand geringeres als Mario Bava hier das sagen !
Diabolik (John Phillip Law)schrubbt stets in den sexiesten Kostümen mit den schärfsten Sportwagen (Jaguar E in schwarz & weiß) und der heissesten Muschibesitzerin (Marisa Mell) durch extravagante Locations (wie dieses Brasilia), um jene dann nach einem gepflegten Coup in seiner stylischen Hightech-Höhlenbasis noch gepflegter zu beglücken, wenn das man kein Leben ist...
Der Streifen ist überhaupt dermaßen cool, und wenn einem dann noch Gegenspieler wie Adolfo Celi und Michel Piccoli in die Suppe spucken wollen, dann gibt man wirklich mit Leidenschaft den vortrefflichen Superschurken ab.
Liegt noch immer nicht deutsch synchronisiert vor, aber mit holländischen Untertiteln, bedenkt man, dass seinerzeit Rainer Brandt & Co am Drücker gewesen wären, vielleicht nicht ganz so verkehrt.
Nicht nur für Comicfreaks der bessere Bondfilm, ich ziehe hier die High Five aus dem Handschuh !


Topas - Frederick StaffordTopas
Frederick Stafford, Dany Robin, John Vernon, Claude Jade, Karin Dor

DVD, 3. Februar 2003
     Verkaufsrang: 34468     

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Alfred Hitchcock hatte seit den 1930er-Jahren keinen Spionagethriller (Die 39 Stufen) mehr gedreht und so schien die Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Leon Uris eine wohl bedachte Entscheidung des Regisseurs zu sein. Doch Hitchcock nahm sich Uris' Geschichte über die westlichen Ermittlungen im Falle des geschäftlichen Verkehrs der Sowjetunion mit Kuba auf seine ganz eigene Art an. Frederick Stafford (Königstiger vor El Alamein) spielt einen französischen Geheimagenten, der mit seinem amerikanischen Kollegen versucht, einen sowjetischen Spionagering zu sprengen. Der Film scheint auf visueller und dramaturgischer Ebene ein wenig flach und zudem scheinen einige Sequenzen Hitchcocks Aufmerksamkeit mehr auf sich gezogen zu haben als andere. Alles in allem ein etwas kleineres Werk des Meisters, der dafür aber mindestens zwei alternative Schlusssequenzen für Topaz gedreht hat. -Tom Keogh

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 4.5 von 5.00 Punkten (Insgesamt 7 Bewertungen)

Klassiker, aber oft verkannt.      5 von 5 Punkten
Topas wird immer wieder von Filmliebhaber stiefmütterlich behandelt, aber trotzdem ist es ein Hitch-Movie und mit seiner Kuba-Thematik sehr interessant.


 Weitere Kundenmeinungen


Mado - Michel PiccoliMado
Michel Piccoli, Ottavia Piccolo, Romy Schneider

DVD, 1. September 2005
     Verkaufsrang: 33408      Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Preis: € 10,97 (versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert, Versandbedingungen s.o.)
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ROMY SCHNEIDER-MADO

Kundenmeinungen (Wiedergabe von Amazon.de, s.u.):
Durchschnittliche Gesamt-Bewertung: 3.0 von 5.00 Punkten (Insgesamt 1 Bewertung)

Leider gar nicht überzeugend      3 von 5 Punkten
Auch die größten Fans französischer Filme geben zu, dass "Mado" nicht zu Claude Sautets besten Werken gehört (und übrigens auch kein kommerzieller Erfolg war). Was Sautet oft so auszeichnete, die scheinbare Beiläufigkeit der Erzählung, führt in "Mado" zu einer Auflösung der erzählerischen Strukturen. Dieser Film leidet einfach an seiner verkorksten Dramaturgie: "Mado" baut sehr, sehr langsam eine Story auf, um sie in der letzten halben Stunde völlig zu versenken.
Sautet tut dann leider auch nichts dazu, dieses Manko durch eine besondere Personenzeichnung auszugleichen. Im Gegenteil: in kaum einem anderen seiner Filme sind die Figuren so eindimensional und uninteressant gezeichnet, die Schauspieler/-innen (mit wenigen Ausnahmen) so uncharismatisch. Selbst Michel Piccoli benützt seine Hauptrolle nur dazu, sein schauspielerisches Repertoire aus Sautets "Das Mädchen und der Kommissar" zu wiederholen.
Was möglich gewesen wäre, zeigt uns (wieder einmal) Romy Schneider: in ihrem Kurzauftritt als alkoholkranke Helène finden sich all die Wärme und Wahrhaftigkeit, die dem gesamten Film "Mado" so schmerzlich abgehen.

P.S.: Die optische Wiedergabequalität dieser DVD ist o.k.; ebenso die Tonspur (deutsch und französisch), ausblendbare deutsche Untertitel, minimale Extras.


Der Teufel mit der weißen Weste - SZ-Cinemathek - Jean-Paul BelmondoDer Teufel mit der weißen Weste - SZ-Cinemathek
Jean-Paul Belmondo, Serge Reggiani, Jean Desailly, Fabienne Dali, Michel Piccoli

DVD, 22. Oktober 2007

Verkaufsrang: 19285
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Don't Touch The Axe [UK IMPORT] - Guillaume DepardieuDon't Touch The Axe [UK IMPORT]
Guillaume Depardieu, Michel Piccoli, Jeanne Balibar, Bulle Ogier, Marc Barbe

DVD, 14. April 2008

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I'm Going Home [UK IMPORT] - Catherine DeneuveI'm Going Home [UK IMPORT]
Catherine Deneuve, Antoine Chappey, Michel Piccoli, John Malkovich

DVD, 18. November 2002

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